■eh ntur: Sohu. t, 9cfc”fd)aft 3"6 bf*lt tre^tlgt ■" Str. 21S Freitag, den 20 September 1878. Meßmer Miyeiger ASM- SÄ AMgM fir bca Knis Gießen. MedaettvnAd«rea«r Gartenstraße B. 165. ^rpedMonSdureoUr Schulstraße B. 18. #*«^" »»1'1,1-IIW«!!»« I I —M Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag-. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. B«ara®a«a8äMB8ati»SH68DÄ^ i ■ ewf leiWÄeHMeaeeseBäÄBB "ch bem lntl58en jk^ >euau. betrieb, ksprechenb. fratco. Mannheim, in Gießen, en des Publike GegenlvSchj ’/ Auflage i! 71,00(l,| »Uhr elmreffrn ichten unb einen richt der berliner och die oo» bim. /awentarischkir er Tageblatt1' tammerDer^anb- glanb unytannr5 gänzlich nnitzen gto ieselde nwfr tIs spricht llchl M .egenheituildKch' , und berWtz rordentlichc^Wf gebotenen Stober Tageblatt' ® ligen Ausgabe' i und bWk । jeitung . ie werthvolltv^ । e W? Vt Wochenblatt«Og ,tt", erfreuen ‘-f i 'ennung. fe be5lV.Q^| eister" £ jeder W «g#« iralle tt« ZL Uotitisch er I h e i l. t Das Präsidium des Reichstages. Mit Spannung hat man im Reichstage das Verlesen der Stimmzettel verfolgt, das unerwartete Resultat ergab, daß weder die Conservativen, noch die Ultramontanen einen Candidaten durchbrachten, während die schwächeren National-Liberalen die beiden ersten Ehrenstellen des Reichstags erhielten und die deutsche Reichspartei den dritten Sessel des Präsidiums erkämpfte. Gewählt find die Herren v. Forckenbeck, Freiherr Schenk von Stauffenberg und Fürst zu Hohenlohe-Langenburg. Ein seltsamer Zufall will es, daß Forckenbeck und Stauffenberg gegenwärtig beide als Candidaten für den Oberbürgermeisterposten von Berlin in Aussicht genommen sind. Alle drei Präsidenten imponiren durch eine ruhige Würde, welche ihnen anhaftet, so daß auch hier trotz der Wechselfälle der Abstimmung gesagt werden kann, es sind die „geeignetsten" Persönlichkeiten gewählt worden; auch ihre äußere Erscheinung correspoudirt gewissermaßen mit ihrer geistigen Bedeutung. Die Sicherheit ihres persönlichen Auftretens erweckt unwillkürlich Vertrauen, Forckenbeck, Stauffenberg, wie Hohenlohe-Langenburg sind alte parlamentarische Kämpen; — die Namen der drei Präsidenten find mit der preußischen, baterischen und badischen politischen Bewegung eng verknüpft, wie sie sich in dem jüngeren Versassungsleben des deutschen Reichs eines guten Klanges erfreuen. Max v. Forckenbeck wurde 1821 in Münster geboren. Er studirte in Gießen und Berlin, trat frühzeitig 1847 als Assessor schon in die politische Laufbahn ein und wurde in BreSlau zum Präsidenten des demokratisch-con- fiitutionellen Vereins gewählt, 1849 wurde er als Rechtsanwalt nach Ostpreußen, später nach Elbing versetzt. Schon 1858 (für Mohrungen) in das preußische Abgeordnetenhaus gewählt, zeichnete er sich durch rastlose Thätigkeit in den Commissionen und eifrige Theiluahme an den Debatten aus, namentlich war jein Bericht in der Militärfrage ein Meisterwerk. Nach feiner Wahl in Königsberg wurde er (1866) zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses gewählt, welches Vertrauen ihm auch später als Abgeordneten für Köln (1867) und für Elbing (1870) erhalten blieb. Mitglied des constttuirenden und ordentlichen Reichstags wurde er für Wolmirstedt-Neuhaldensleben. Auch in mehreren anderen Kreisen ist Forckenbeck ausgestellt und gewählt worden. Als Simson sein Amt als Reichstagspräsident niederlegte, erfolgte mit Einmüthigkeit die Wahl Forcken- beck's, während an dessen Stelle als Präsident des Abgeordnetenhauses v. Bennigsen trat. Fast gleichzeitig erfolgte Forckenbeck's Wahl zum Oberbürgermeister von Breslau und in kurzer Zeit die Bestätigung vom Kaiser. Einzelne einflußreiche Piepenbrinke in Breslau waren zwar Gegner der Wahl Forckeöbeck's, weil sie vermeinten, daß dessen umfangreiche parlamentarische Thätigkeit sein Wirken für die Communal-Angelegenheiten beeinträchtigen könne, aber seine foje erfolgreiche Thätigkeit in der Verwaltung Breslau's hat auch die Deisler zur Anerkennung gedrängt, daß Breslau mit seiner Wahl einen guten Griff gethan hat. Freiherr Schenk v. Stauffenberg ist 1834 zu Würzburg als Lohn des baierischen Kämmerers Freiherrn Friedrich Schenk von Stauffenberg z-boren. Er studirte die Rechte in Heidelberg und Würzburg und trat in den tierischen Rechtsdienst, welchen er indessen im Mai 1866 als Stadtsanwalt m Bezirksgericht zu Augsburg quittirte, um von da als Privatmann in München |ii leben. Er vertrat den Stadtkreis München im Reichstage. Im Jahre 1866 trat er als Mitglied der Fortschrittspartei in die baierische Kammer ein. deren anerkannter erster Führer er seit dem Jahre 1871 ist. Vom Herbste 1872 bis jm Ende des Landtages im Frühjahr v. I. war Stauffenberg erster Präsident ter zweiten baierischen Kammer und hat sich als solcher vo^zhgsich bewährt. Der Oheim Stauffenberg,s, Graf Stauffenberg, war damals Präses des baierischen Aeichsraths, so daß Onkel und Neffe die beiden parlamentarischen Körperschaften Halerns leiteten, ehe die Ultramontanen siegten. Die Besitzungen des Freiherrn unb Mojoratsbefltzers liegen in Würtemberg, wo er auf Schloß Rißtissen zwischen Ulm und Biberach wohnt; — einige Güter bewirthschaftet er selbst und ist als rationeller Landwirth allgemein bekannt, so gilt z. B. Geislingen in der Nähe hr Burg Hohenzollern für eine Musterwirthschaft. Hermann Ernst Franz Bernhard Fürst vonHohenlohe-Langenburg mbe am 31. August 1832 zu Langenburg in Würtemberg geboren. Nach einer vorzüglichen Vorbildung trat er in den badischen Militärdienst ein und wurde nach raschem Avancement Großherzoglich badischer General-Major. Der Fürst lebt abwechselnd in Carlsruhe und aus feinen Gütern, er ist lutherisch, Ehrend bekanntlich andere Zweige der großen Familie Hohenlohe eifrige Katholiken sind. In Folge eines Famili^nvertrages succedirte er seinem Vater 1860, aber erst nach einem Erbtheilungsvergleich 1863 trat er den Besitz des Fürstentums Hohenlohe-Langenburg und der Grafschaft Gleichen an. Schon im con- filiuirenden Reichstage, in welchem der 12. Würtembergische Wahlkreis den Fürsten sendete, gehörte er, wie noch jetzt, der deutschen Reichspartei an. Seine Energie und Ruhe befähigen ihn zur Leitung großer Versammlungen, ebenso wie leine beiden geübteren Collegen. In parlamentarischen Kreisen lobt man an allen drei Präsidenten eine glückliche Vereinigung von hohem idealen Sinn und realer Auffassung des Lebens, lofoie den practischen Blick, welcher oft in erregten Versammlungen wichtiger ist, als die größte Weisheit, besonders aber, wenn er energischen Characteren eigen ist. IentfHkcmd. Darmstadt, 17. Septbr. Nachdem Se. König!. Hoheit der Großherzog gestern den Manöver» der Großh. Division gegen einen markirtcn Feind zwischen Obergleen und Kirtorf beigewohnt, woran sich eine Paradeaufstellung und Parademarsch schloß, begab sich Se. Königl. Hoheit nach Alsfeld zurück. Auf der Rückreise von den Manövern bei Alsfeld besuchten Se. Königl. Hoheit, geführt von^dem Großh. Kreisrath Dr. Braden, die Gewerbeausstellung in Friedberg; De. Königl. Hoheit nahmen Veranlassung, sich sehr befriedigt über den Besuch der Ausstellung zu äußern. Darmstadt, 17. Septbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 18 enthält: 1. Gesetz, die Aufhebung der Verordnung über Abtretung von Grund- eigenthum zu Bauplätzen vom 29. Juli 1791 betreffend. 2. Bekanntmachung, die Herstellung von Wermuthpulver zur Denatmirung von Salz betreffend. Aus Hessen, 18. Septbr. Die Erklärungen, wonach bisherige Landtags-Mitglieder ein ihnen wiederholt angebotenes Mandat entschieden ablehnen, mehren sich. Nachdem die Abgg. Weber (Offenbach) und Hirschhorn (Gießen) schon vor einiger Zeit eine desfallsige Erklärung abgegeben haben, hört man jetzt Gleiches von dem langjährigen Abgeordneten für Pfeddersheim, Bürgermeister Möllinger, und dem Abg. für Groß-Gerau, Commerzienrath Keller in Darmstadt. Berlin Durch den Tod Nobiling's hat der vor einiger Zeit bei der philosophischen Fakultät in Leipzig gestellte Antrag auf Annullirung des dem Attentäter ertherlten Doctordiploms seine Erledigung gefunden, noch ehe die genannte Fakultät, wegen der inzwischen eingetretenen großen Ferien, über denselben entschieden hat. Dennoch haben durch diesen Antrag hinsichtlich dessen erwünschter Annahme, resp. Ablehnung übrigens eine längere Polemik in der »Kreuz Ztg." entstand, veranlaßt, mehrere deutsche Fakultäten die Mittheilung gemacht, daß sofort nach Beginn des neuen Semesters eine eingehende Prüfung der Frage vorgenommen werden solle, ob unter gewissen außerordentlichen Umständen auch ein ordnungsmäßig erworbenes und verliehenes Doctordiplom wieder entzogen werden könne, um dann eventuell eine Abänderung der betr. Fakultäts-Statuten herbeizüführen. , — Den Hauptstoss zu Zeitungsartikeln und Tagesgesprächen in der Siebenhügelstadt am Bosporus liefert seit mehreren Abenden die Ermordung Mehe- med Ali's. Der vielgenannte Mann, dessen seltsame Lebensschicksale die fünft» Uchflen Romanelfindungen übertrafen, hat einen schrecklichen Tod gefunden! Sein Kismet wollte es so! Nun zeigt es sich recht, schreibt man der „Köln. Zeitung", wie allseitig und herzlich beliebt der Verstorbene gewesen. Die türkischen Blätter singen fein Lob aus allen Tonarten, die christlichen Zeitungen widmen ihm tiefgefühlte Nachrufe, die osmanische Armee beweint den Verlust eines ihrer tüchtigsten Officiere und zahlreiche Mitglieder der deutschen Colome betrauern aufrichtig das bejammernswerthe Ende eines Mannes, mit dem sie seit Jahrzehnten in freundschaftlichem Verkehr gestanden und der — obwohl Türke und Mohamedaner — im Grunde seines Herzens, seiner Weltanschauung und Empfilwungsweise dennoch immer ein Deutscher geblieben war I Ob Mehe» med Ali ein großer Mann gewesen, wage ich nicht zu entscheiden. Jedenfalls aber war er ein sehr talentvoller Mensch, den eine seltene Liebenswürdigkeit und Offenheit des Charakters auszeichnete. Berlin, 16. Septbr. Admiral Werner in Kiel hat seine Entlassung eingereicht in Folge der Kritik, welche Minister Stosch den höheren Marine- officieren und deck in Sachen des „Großen Kurfürsten" abgegebenen Gutachten hat zu Theil werden lassen. Berlin, 16. Septbr. Zu der leidenschaftlichen Erregtheit, mit welcher die Frage des „Ausnahmegesetzes" unmittelbar nach dem Nobiling'schen Verbrechen und während der Wahlbewegung verhandelt worden, bildete die heutige Sitzung des Reichstags einen fast auffallenden Gegensatz wegen der Ruhe und Sachlichkeit, in welcher die Discusffon sich im Allgemeinen bewegte. Selbst der soctaldemokratische Redner, Abg. Bebel, ».chtete die Grenzen der Geschäftsordnung so sehr, daß der Präsident nur einmal genötbigl war, denselben ausdrücklich zur Mäßigung zu ermahnen. Der dichtgedrängten Zuhörerschaft der Tribünen war die Bebel'sche Rede selbstverständlich das interessanteste Moment der hklttigen Verhandlung. In der That hat derselbe den verlorenen Posten mit unverkennbarem Geschick vertheidigt; aber verloren blieb er doch. Denn was nützt alle Emphase, mit der man die Königsmörder von den „Rockschößen" der Socialdemokratie abzuschütteln versucht — die Thatsache, daß Hödel sowohl wie Nobiling sich in dem socialdemokratischen Jdeenkreise bewegt haben, bleibt unerschütterlich. Im Uebrigen gab Minister Graf Eulenburg von vornherein zu, daß für eine directe Mitschuld der deutschen Socialdemokratie an teil Verbrechen keinerlei Anhaltspunkte vorliegen, führte aber Belege an, nach bene t socialdemokratische Stimmen der Schweiz und Italiens die Thaten Hödel's und Nobiling's ausdrücklich als Acte der socialistischen Revolution bezeichnen. Unter allen Umständen sind jene beiden Verbrechen Symptome, zu welchen Früchten die socialistische Sinnverwirrung in einzelnen verwilderten Köpfen führen kann. Die Versicherung, daß die Socialdemokratie nickt den gewaltsamen Umsturz der Staats- und Gesellschaftsordnung erstrebe, daß sie die einzige Partei mir wahrhaft idealen, wahrhaft humanen Zielen sei u. s. w. — das Alles hat der Reichstag sckon oft gehört. Berlin, 17. Septbr. Der Abg. Stumm hat folgenden, von der deutschen Reichspartei unterstützten Antrag eingebracht. „Der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage in der nächsten Session einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher auf die Einführung obligatorischer, nach dem Muster der bergmännischen Knappschaftsvereine zu bildender Alters- Versorgungs- und Jnvalidenkasien für Fabrikarbeiter gerichtet ist." — Laut Verfügung des Handels-Ministers sind besondere Lehrgänge für Eisenbahn - Aspiranten und Beamte zur Erwerbung der für künftige Prüfungen nöthigen Kenntnisse eingerichtet worden, wobei auf alle Dienstzweige geachtet werden soll. Die Unterweisung umfaßt somit den Fahr-, Stations-, Bureau- und Güter-Expeditions-Dienst und wird von geeigneten höheren Beamten ertheilt. Auch in den Werkstätten werden die sich zu Loco- motivheizern, Wagenmeistern, Vorarbeitern ausbildenden Handwerker insbesondere in Deutsch, Rechnen, Schreiben, Zeichnen und in den Grundlagen der Geometrie und Physik unterrichtet. Kiel, 17. Septbr. Das Demissionsgesuch Werner's erregt großes Aufsehen, weil es als Protest gegen das System Stosch betrachtet wird. Gestern Morgen fand eine Erörterung zwischen Stosch und Werner statt, worauf Werner sofort von den Geschäften zurücktrat. (Wes.-Ztg.) Hesterreich. Wien, 17. Septbr. Einige Pesther Blätter brachten vor einigen Tagen die Nachricht, daß Aufständische die Westgrenze Bosniens überschritten hätten, um österreichische Dörfer zu plündern. Das Hoaved-Ministertum theilt mit, daß eine Compagnie des 88. kroatischen, Landwehr-Bataillons am 7. d. Mts. eine aus 60 Individuen bestehende Insurgentenbande, die über die Grenze dringen wollte, eine Stunde nördlich von Savalje angriff und auseinandersprengte. Dabet fielen türklscherseits 9 Mann und zwei wurden gefangen genommen. — Wie das „Neue Wiener Tagebl." meldet, hat Rußland mit Serbien soeben eine Militärconvention abzeschloffen. Nach derselben liefert Rußland die für 50,000 Mann serbische Truppen erforderliche Bewaffnung und leistet nach Belgrad eine monatliche Subvention von 250,000 Rubel. Die serbische Regie- rug hat, wie das ctttrte Blatt ferner mittheilt, bereits Ordre zur Mobilmachung der ersten Mtliz-Claffe ertheilt. Arankreich. Paris, 16. Septbr., Abends. Das „Journal des Dubais" meldet, der hiefige türkische Botschafter habe gestern Midhat Pascha ein Schreiben des Sultans übergeben, durch welches ihm mit seiner Familie gestattet werde, seinem Wunsche gemäß sich nach Kreta zu begeben, zu welchem Zweck ihm ein Schiff zur Verfügung gestellt werden solle. Midhat werde im Laufe der Woche von hier abreisen, um sich in Marseille zur directen Reise nach Kreta einzuschiffen. — Die „Agence Havas" meldet aus Belgrad: Die serbische Regierung be> schloß jede Cooperation ihrer Armee in dem Paschalik Nooibazar abzulehnen, und weigerte sich, mit Oesterreich ein Zollbündniß abzuschließen. 15,000 bosnische Serben haben sich mit den Aufständischen im Diftrict Posawtna vereinigt. Türket. Prizrend, 12. Septbr. Ein Jungtürke, Namens Osmar Effendi, der dem albanestschen Blute durch seine Abstammung angehört, versammelte am 26. August die Häupter der albanestschen Liga und forderte sie auf, die Regelung des Schicksals der Nation selbst in die Hand zu nehmen. Abdullah Esstm, ein angesehener Einwohner aus Djakova, stellte die Nothwendtgkeit der Lossagung von der Pforte dar. Wiewohl seine Worte überzeugend wirkten, wollte man eine „Unabhängigkeits-Acte" doch nicht verfaffen. Man einigte sich vielmehr dahin, die Autorität der Pforte so lange zu respectiren, als diese nicht gegen die Interessen des albanestschen Volkes etwas unternehmen sollte. Sobald aber der Sultan an die Entwaffnung der Albanesen oder an Ueber- gabe ihrer Gebiete an wen immer schreiten sollte, solle man den Padischah ab- setzen und ein eigenes Oberhaupt ernennen. Die Liga hat beschlossen, den Aufständischen im Novi-Bazarer Paschalik 20,000 Mann zu Hilfe zu schicken. Nimmt man diesen Beschluß auch nicht wörtlich, so ist doch immerhin mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, vaß mindestens 8- bis 10,000 Mann „Hilfstruppen" in das Javor-Gebirge abgehen dürften. Die Local-Regierung ist sicher ihrer absoluten Ohnmacht so sehr bewußt, daß sie gar keinen Versuch machen wird, der Vollziehung dieses Beschlusses entgegenzutreten. Es stehen in Alt-Serbien (oder Unter-Albanien, wie man eigentlich diese Provinz nennen soll) bet 12,000 Regulärer, aber diese Soldaten sind im höchsten Grade unzuverlässig. Die Leute haben seit 18 Monaten keinen Sold erhalten, und die Ernährung selbst, die in früheren Zeiten eine reichliche war, ist jetzt so dürftig, daß die armen Nizams und Redifs betteln gehen müssen. Daß unter solchen Verhältnissen die Disciplin stark gelockert werden mußte, ist ohne Weiteres klar. Die Mannschaft ist überdies von den Hodschas stark bearbeitet worden. ________(Pesth. gib.) Telegraphische Depeschen. Waguer's telegr. e „TiW Rußlmb chchrn werbt kochanttnU Circular ^ulichtett sä, ^gleich beton! pecltrt moiba )n mit Orstrp ■ d. liegt du «chischen b $OH flQtg Invention uob ltt Konvention ' Bosniens in. f und geistlitz der rnsstltzz 'n glaubt, baS rnoprl verlegt, hert wird, soll aglanb für bit Ikszeitung" gu n können, dij >- Allg. Ztg.', chtens strttp ier Reichstiz-- a Oesterreich' Vrrhandlnnzen Tonjlantinopä ien gelegenen von ungesthr ge MterMnz t aus 5* jetina \Av oja concentiiit. ourde mit dnit be Deutschl-iü deutschen SM' unb des Sei1 eit ben mich- , wurden ev W $S»; lSkuN'i » ■“"""«nlli* JjM »■ rf Säg iS» genau «««* (“arbeiten i» oon d-» .bl?!! aäÜ’tbet ; gegenübwM^ Sir 6«lb 1° *? Irf E-li »jcbanfaO*. •? g breit« Sen-"* Äftr @* frjt nut bie ® hohen Martini, Bürgermeister. Glauchau, den 6. September 1878. Der Stadtrath und das Stadtverordnetencollegium. Ein Gießener Sohn, f Am 1. ds8.Mts. verschied derKommerzimrath Hermann Kratz aus Glauchau in Baden bet Wien, wo er Linderung für seine Leiden gesucht hatte. Er hat kein hohes Alter erreicht, und doch können wir auf ein rastlos thätiges Leben zurückölicken, das große Erfolge zu verzeichnen hatte und in Gemeinde und Familien reichen Segen schuf. Er war ein Gießener Kind, der Sohn einer schlichten Bürgcrsfamtlte und hat in Gießen seine Erziehung und Schulbildung genossen. Er ging keinen leichten Weg. Es hat Jahre langer Arbeit und nimmer ruhender Thätigkeit bedurft, bis er mit seinem Freunde Burk den Grund zu dem großen Geschäfte legte, dessen Firma Kratz und Burk in ganz Europa und Amerika einen wohlverdienten Ruf genießt. Seit zehn Jahren stand er allein an der Spitze deS Geschäfts und hat in den schwierigsten Zeitverhältnissen seiner Firma nicht allein den alten Ruf bewahrt, sondern auch dem Geschäfte eine große Ausdehnung gegeben. Kein Wunder also, daß sein Tod bedeutende Lücken riß, und daß seine Persönlichkeit allen denjenigen, mit denen er tat Leben zu thun hatte, in ihren vielen vortrefflichen Eigenschaften voll und ganz vor Augen trat. Sein Tod war ein Tag der allgemeinen Trauer in Glauchau. Seine Beerdigung eine Feierl'chkeit, wie sie die Stadt noch nicht gesehen hatte. Die gesammte Webertnnung, seine Arbeiter und zahlreiche Mitbürger befanden sich unter den Leidtragenden. Es hatte hundert Personen bedurft, um allein die von allen Seiten zuströmenden Blumen, welch: dem Verstorbenen das Grab schmücken sollten, zum Friedhöfe zu tragen. Die Weberinnung hatte sich die Ehre ausgebeten ihn in ihrem Todtenwagen zu bestatten. Obgleich ein scharfer Gegner der Endziele der Socialdemokratie hatte er durch sein humanes und gerechtes Auftreten daS größt- Ansehen unter den Arbeitern genossen. Und zu ihrer Ehre sei es gesagt, sie haben Alles gethan, um ihre Dankbarkeit zu beweisen. Was er seiner neuen Heimath im Verlauf eines kurzen Menschenlebens geworden war, das geht am deutlichsten hervor aus dem im Glauchauer Amtsblatt dem „Schön- burgischen Anzeiger" veröffentlichten Nachruf: Am 1. dss. Mts. verschied in Baden bei Wien der hiesige Kaufmann und Fabrikant An die alte Heimath dachte er gern. Hatte er doch hier noch Freunde seiner Jugend und theuere Erinnerungen. Bewahren auch wir ihm ein gutes Andenken, und möge ihm die Erde leicht sein. Handel und Verkehr. Gießen, 19. September. Auf dem am 17. und 18. September dahier abae- haltenen Viehmarkte waren aufgetrieben 1500 Stück Rindvieh und 1200 Schweine - am * und 2. October. Am letzteren Tage auch Krämermarkt (Michaetlmarkt). Frankfurt, 18. Septbr. Der heutige Heu-und Strob-Markt war reichlich befahren. Heu kostete per Gentner je nach Qualität X 2—3, Stroh per Gentner X 1.50 bis Der heutige Gerealienmarkt war nicht so reichlich wie der vorige befahren. Weißkraut waren 30 Wagen am Markt unb wurde der Gentner mit X 2 bezahlt. Kohlkraut das Stück 6-8 Blumenkohl per Stück Prima-Maare höchst wenig am Platz 15-20 H. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. X 1.10, 2. Qual. X 1, im Detail 1. Qual. X 1.20-30, 2. Qual. X 1.10-15. Eier das Hundert X 4.50 bis 6. Kartoffeln per 100 Kilo X 6. Erbsen geschälte (per 100 Kilogr.) X 26-28, ganze Erbsen X 21—23; Linsen X 30—32; Bohnen X 28-30. Ochsenfletsch per Pfd. 70—75 H, Kuh- und Rindfleisch 54—60 H, Kalbfleisch 60—70 Hammelfleisch 58 bis 68 St, Schweinefleisch 70—75 Buchenscheitholz erste Sorte per Q.-M-^L 10.80 bis 11.05, zweite Sorte X 9.60—80, Tannenholz erste Sorte X 7.50—90, zweite Sorte x 6.70—80. Tannäpfel per Hect. 50 H. Geschnittenes Holz je nachdem ge- schnitten der Gentner X 1.60—70. Lohkuchen das 1000 x 10—12. Herr Kommerzienrath Hermann Kratz, einer der besten unserer Bürger, dessen große Verdienste um die Entwicklung der Industrie unserer Stadt, wie sein vom Geiste achter Humanität durchdrungenes geschäftliches Wirken, seine nie ermüdende, durch eine reiche Stiftung auch auf eine ferne Zukunft sich erstreckende Wohlthätigkeit, sein stets bewährter Edelmuth unb seine treue Collegialität als früheres Mitglieb unseres Rathscollegiums ihm bei uns unb auch in weiteren Kreisen bte ungeteilte Anerkennung als eines wahren Ehrenmanns erworben haben. Die Liebe unb Achtung seiner Zeitgenossen folgen ihm in sein frühes Grab. Seinen, wie für bie Seinigen, so auch für unsere Gemeinbe schmerzlichen Verlust tief betrauernb, werben wir sein Gebächtniß für alle Zeit in " ' Ehren halten. Literarisches. von Schmibt-Weißensels, Stuttgart, A ben- ^^r^Z^lagSbuchbanblung. I. Bänbchen „Zwölf Schneider". II. Bändchen ' iIL-,?aÄ^cn "Zwölf Buchdrucker". IV. Bändchen „Zwölf 'öacJ»- kl' "Zwölf Metzger". VI. Bändchen „Zwölf Barbiere". Preis pro Bändchen 50 Pfennig; mit illustrirtem Umschlag 1 Mark. * c ki nsbcr Agitation gegen die Socialdemokratie erweisen sich gerade die Mittel auf die Dauer am unwirksamsten, welche am meisten in die Augen springen als da ^?^?t»"^k^^-!?^">^Erurtheilunqen wegen frecher Aeußerungen u. s. w. Ersteres wirft eine bedenkliche Saat in das ehrliche Bürgerthum, lcheres macht oft aus Schubjacken IRaütprer. Ist der Socialismus nicht ohne weiteres als ein Verbrechen, sondern als hk aufzufassen, so ist nicht abzusehen, wie durch Verfolgung unb Strafen bte Irrenden aus den richtigen Weg geführt werben sollen. Der augenblicklich straff un ro rb. br! ZA schon wieber schlaffer werden, unb dann wird ^k,b"»AEbel mit erneuter Kraft wieder geltend machen. Aufklärung, Belehrung thut "A die Lust an der Arbeit wieder zu erwecken, und mit ihr bie Fleißes und ber Sparsamkeit. Es gilt zu zeigen, baß auf b:r treu n tüchtige Arbeiter soll sich feiner Tüchtigkeit bewußt unb barnuf stolz sein unb sich bagegen stemmen, baß er in der Masse aufgeht. Es ist ein schöner unb beherzigenswerther Spruch: 6 rm-bwerb unb Kunst mit Gottes Gunst - kein stärker Banb für's Vaterland!' 2 ®Änb JW*" Ä Aen festen Damm gegen die Socialbemokralie abzugeben, so ist es ber Hanbwerkerstanb. Der Handwerker ist darauf angewiesen, sich durch seine Werke auszuzeichnen, während die Socialdemokratie jede Auszeichnung verpönt. Wenn bei ihm jene Irrlehren Eingang gefunden haben, so sollte gerade hier denselben am ersten unb nachbrücklichsten entqegengcwirkt werden. V Wir begrüßen die von Schmidt-Weißenfels geschriebenen Volksschriften inaifawr^ntcrnmen, welches vorzüglich geeignet ist die täglich nothwendiger werdende Volksbildung in die weitesten Kreise zu verbreiten unb allen Schichten zugänglich zu ?(Id)Cn' freundlicher, unterhaltenber, anregenber Form ist hier so viel Gutes ge- boten, baß Niemand versäumen sollte, burch solchen Schatz fein Wissen zu bereichern. Namentlich aber feien bie hübsch ausgestatteten Bücher allen Gerwerbevereinen unb Volksbibliotheken empfohlen. Bernharb Kuhn, Vorsteher bes Stabtoerorbnetencollegiums. Besondere Aekanntmachungen In Sachen des Gr. Hessischen Fiskus, vertreten durch bie Großberzogliche Direktion ber Oberhefsischen Eisenbahnen, Klägers gegen bie Erben bes zu Biebenkopf verstorbenen Großh. Physicatsarztes Dr. Pfeffer. 1. Ferdinand Engelbach) unbekannt 2. Hermann Engelbach ! wo ab- 3. Fritz Engelbach ) roefenb. Beklagte. Errichtung einer Eigenthums- urkunde betr. Beschluß. Dem Ferbinanb Engelbach, Hermann Engelbach u. Fritz Engeldach con hier, bereu Aufenthaltsort beschetnigter- maßen zur Zeit unbekannt ist, wirb auf diesem Wege eröffnet, daß ber Grobherzogliche Hessische Fiskus in seiner Eigenschaft «is Rechtsnachfolger ber oberhessischen Eisen- dchngesellschaft gegen sie als Miterben bes iuBiebenkopf verstorbenen Großherzoglichen dhyflkatsarztes Dr. Pfeffer eine Klage wf Errichtung einer Kaufnotul nebst Kauf- drief über eine von ihrem angeblichen nunmehr verstorbenen Generalbevollmächtigten Hofg.- Registrator Engelbach dahier im Jahre 1869 an bie oberhessische Eisenbahn- ichllschast abgetretenen näher bezeichneten !heil ber Parcelle Flur XXVI Nr. 157 ber h-markung Gießen bei unterzeichnetem ucht, besten Zuftänbigkeit als Gerichtsstanb iis Vertrags begrünbet sei, erheben lassen, Jb ihnen unter Gestattung ber Actenein- Nt auf unserem Actuariate aufgegeben sich °aewiß binnen 2 Monaten auf btefc Klage w unterzeichnetem Gericht zu erklären, widrigenfalls bas thatsächliche Klagevor- dringen als zugestanden gilt unb sie mit 'taaißen Einreben ausgeschlossen sinb. , Zusleich werben sie zur Bestellung eines A diesseitigen Gerichtssprengel wohnenden Mellungsbevollmächtigten aufgefordert, vidrigenfalls alle sonstigen in dieser Sache «gehenden Verfügungen und Entscheidungen ^ lediglich durch Anheften an daS Ge- WSbrett bekannt gemacht werden. Gießen, den 27. August 1878. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Bberhesfischr Eisenbahnen. 11 k. Mts. ab werden Billete Schiffenberg für dieses Jahr nicht Mr ausgegeben. Gießen, den 16. September 1878. Großherzogliche Direction. Mohn. Allgemeiner Anzeiger. Adam Zecher, 36 Jahre alt, ledig, Dienstknecht aus Treis a./Lda. ist wegen Geistesschwäche unter Curatel gestellt worden. Rechtsgeschäfte bezüglich deffen Vermögens können mit rechtlicher Gültigkeit nur durch Vermittlung des gerichtlich bestellten Curators Heinrich Stein von Treis a. d. Lda. abge- schloffen werden. Gießen, am 11. September 1878. Großherzogliches Landgericht Gießen. 5542) I. B. L: Langermann, Landg.-Affeffor. Oberhesfische Bahnen. Vergebung von Bau - Arbeiten. 5655) Die bet Herstellung eines Güterschuppens und eines Abtrittsgebäudes auf der Haltestelle Mittelgründau nothwendig werdenden Arbeiten sollen vergeben werden. Offerten sind bis längstens den 26. dss. auf dem technischen Bureau einzureichen, woselbst auch die Pläne und Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 19. Septbr. 1878. __________________Stahl, Ingenieur. Oberhessische Bahnen. 5654) Die bet Herstellung eines Kanales, eines Güterschuppens unb eines Abortge- bäubes auf ber Haltestelle Ranstabt erfor» berlichen Lieferungen unb Arbeiten sollen vergeben werben, Offerten sinb bis längstens ben 26. d. MtS. auf dem Bureau des Unterzeichneten einzureichen, woselbst bte Pläne unb Beengungen eingesehen werben können. Gießen, ben 19. September 1878. _____Stegmayer, Sectionsingenieur. Lieferung von Iurbacher ITragbalbeir Die Stadt Lich beabsichtigt zur Erbauung eines Amtsgerichts zu Lich die Lieferung von J Tragbalken, veranschl. zu X. 471,60, auf dem Submissionswege zu vergeben. Lieferungsbedingungen und Voranschlag können von 18. Septbr. ab in meinem Geschäftszimmer eingesehen und die Offerten bis zum 22. l. Mts. daselbst eingereicht werden. Lich, den 17. Septbr. 1878. 5641) K. Schön. Kersteigerungerr. Bekanntmachung. Montag den 23. September, des Nachmittags um 2 Uhr, soll im fiscalischen Garten zu Alten-Buseck die Ernte von 80 Aepfelbäumen an Ort und Stelle versteigert werden. Gießen, den 17. Septbr. 1878. Großherzogliche Oberförsters Gießen. 5599) Lang. Obstversteigerung. Montag den 23. September d. I., Vormittags 8 Uhr, soll das Gemeinde - Obst, bestehend in Aepfel, Birnen und Zwetschen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist an dem Auweg. Alten-Buseck, am 17. Septbr. 1878. Großh. Bürgermeisterei Alten - Buseck. 5635)_____Wagen bqch._________ Obst Versteigerung bei der Stadt Gießeu. 5628) Die Aepfel und Birnen von ben Bäumen am Krofdorfer-, Glei- berger-, Steinbacher- und Anneröderweg, in der Anlage vor dem Friedhof, auf dem Lutherberg und Lerchenwäldchen, im ehemals Ebel'schen Garten, sowie die Aepfel von 2 Bäumchen links der Marburger Chauffee und die Nüsse von den Bäumen am Hardtberg sollen Freitag den 20. Septbr. d. I., Nachmittags von 2 Uhr an, an Ort und Stelle versteigert werden. Anfang am Krofdorfer Weg. Gießen, den 18. Septbr. 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bram m. Bcrsteigerung. 5652) Auszugshalber sollen Dienstag den 24l. d. Mts. Mittags um 2 Uhr, eine Anzahl noch gut erhaltener Möbel als Tische, vollständige Betten (auch zweischläfrige) 1 Kleiberschrank, Stühle u. s. n . öffentlich versteigert werben. Marburgerstraße Lit. A. 178. Versteigerung und Submission. Mittwoch den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur alsbaldigen Lieferung öffentlich versteigert: 1) 1600 Gentner Kartoffel und 2) 8 „ Zwiebeln. Sodann werden Mittwoch den 2. Oktober, Vormittags 10 Uhr, für 1879 im Submissionswege vergeben: 1) circa 50 Ctr. weiße Bohnen, 2) „ 50 „ Erbsen (Victoria), 3) „ 40 „ Linsen, 4) „ 60 „ Salz (Nauheimer), 5) n 50 Hectoltr. Petroleum, 6) „ 1 „ Rüböl, 7) „ 1 „ Thran, 8) „ 8 Ctr. geschälte Gerste, 9) „ 6 „ Nudeln, 10) „ 25 „ Reis und 11) „ 20 „ gedörrte Zwetschen. Die unter pos. 1, 2, 3, 4 und 5 aufgeführten Gegenstände werden einzeln, diejenigen unter 6 und 7 und unter 8 bis 11 aber zusammen vergeben. Bedingungen und Proben sind täglich von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags auf dem Bureau der unterzeichneten Direction einzusehen, (von Hülsenfrüchten sind auch Proben vorzulegen). Lieferungslustige werden ersucht, die Submissionen bis zum 2. n. Mts., Vormittags 10 Uhr in ben vor dem Directionsbureau aufgehängten Submisstonskasten verschloffen einzulegen. Marienschloß, den 14. Septbr. 1878. Großherzogl. Landeszuchthaus-Direction. 5561) Scriba. Lahrer hinkende Bote, sowie Deutscher Neichsbote bei Wilhelm Klee. Wiederverkäufer erhalten hohen Nabatt. (5534 zS«. C. Rahn. 5606) Rabatt. (5651 Dern. 5653) Entree 25 H. auf L on y's Bierkeller. 5644) 5601) Neue Bäue. Leidich. 5595) Süsser Aeplelweiü bei L. Herbert. 5602) zu verkaufen durch Traubenmost, hat zu verkaufen m (5638 zu verkaufen. H ch. Adami. J* II« Sonnenstraße. 5547) Heujahrs -Gr atulationskar t en Z mit hebräischer Schrift. 5656) Grosse Auswahl bei Ernst Balser 5648) Aepfel kauft Geld-CourS. Nu' eriales SRcrnntroorHtdie Redaction: A. Scher, da. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Ein Wohnhaus mit Garten in der Rade des Main - Weser-Bahnhofes Das Neueste in Besatzartikeln, als: farbige Gallons und Sammtborden, sowie Knöpfe, Einfaßbänder, Seide, Zwirne in allen Farben, empfiehlt zu billigsten Preisen DOstverfleigerunst. Montag als den 23. September d. I., Morgens 10 Uhr anfangend, soll das Gemeinde-Obst, bestehend in Aepfel, Birnen und Zwetschen, öffentlich meistbietend auf Ort und Stelle versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Ort. Grüningen, am 16. Septbr. 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Grüningen. Die Mabm-Lehranstalt non (£. Jiafju beginnt ihren Wintercursus Montag den 23. September. Anmeldungen werden bis dahin täglich von dem Unterzeichneten entgegengenommen. (5186 I. Blitz. Obstversteigerung Samstag den 21. d. Mts., Mittags 1 Uhr anfangend, soll das hiesige Gemeinde-Obst, Aepfel und Zwetschen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Hausen, am 18. September 1878. Großh. Bürgermeisterei Hausen. Lahrer Hinkende Bote, deutscher Reichsbote, Landkalender bei Ernst Balser. Wiederverkäuser erhaltenden höchsten 5647) In der Serie gezogene — am 30 September 1878 sicher gewinnende Großherzogl. Badische fl. »3-Loose, Hauptgewinne X 68,571. 43, 17,142. 86 rc. rc. sind zu «X 261. 14 und nach Lorautzkürzung des gertnasten Gewinnes Ganze ä x 160. —, Halbe k jl 80. —, Viertel k jl 40. -, Achtel ä x 20. — und Sechszehntel. Antbetle ä «x 10. — noch vorräthrg Im Bank- und Wechselgeschäft von Moriz Stiebei Söhne in Frankfurt a. M. Dermiethungen. 5649) Der 3. Steck, 6 Zimmer nebft Zubehör, in meinem neuerbauten Hause in der Reichrnsand-Bahnhossstroße zu vermie- then und bis 1. Octobcr zu beziehen. __________________ P h. Strack. 5634) Eis freundlicher' Logis ist zu ver- miethen und bis 15. October zu beziehen. __________W. Kohlerrnann. Vereinigte Gewerkschaften Sonntag den 22. September, 'Abends 8 Uhr: Theatralische Abendunterhaltung Danksagung. 5639) Allen Denjenigen, welche unsere innigst geliebte Gattin, Mutter und Tochter CoroliBie Sack, geb. Engel, zur letzten Ruhestätte geleitet, unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Holländische st. 10-Stücke Ducatm......• Her3 in ffltrlb Gut gebrannte Riissensteine werden von^heute ab bis zum 15. October d. I. zu 15 _ __ ___Astkrwrg A. 100. 5605) Ewige möblirle Zimmer, uitbcr von Einj. Freiw bewohnt, sind per 1. Oc- tobtr zu vermirthen. _____Emil Schmall, Frankfurter Hof. 5524) E.n größeres und kleineres FaMrlienlogis hat per gleich oder spater zu v .mirthen Carl Lange, Seltersweg C. 44. 5563) In meinem neuerbauten Hause in den Schießgärten sind der zweite und dritte Stock ganz oder getrennt, sowte auch ein einzelnes Zimmer, zu vermtethen. _____________Adolf Hotz, Sandgasse. 5578) Ein Mar sardenlogiS zu oermuthen bet Carl Herbert. Nahrungsberg. 5464) Ein LogiS von 2 Zimmern und NÜche, sowie ein kleines Logis von einem Zimmer und Küche zu oermietden. Such fr nn es im Ganzen mit Werkstätte ver miethet werden. Wo? sogt die Exp. d.Bl. 4691) Das Dofleln'sche Haus ist im Ganzen oder im Einzelnen zu vermtethen __Chr, Vti. 4091) Im Btnzer'scheu Hause an der Marburg erstraße ist ein Familienlogis, 6 heizbare Zimmer und Zubehör enthaltend, mit der Hälfte des Hintergartens zu ver- mietbm und am 1. October cr. zu beziehen. vermischte Anzeigen. Gesucht auf Michaeli ein braves Dienstmädchen in Küche und Hausarbeit erfahren, mit tadellosen Zeugniffen. Näheres in der Exped. d. BlttS._________________________________(5586 5592) Em Realschüler oder Gymnasiast (JSraelit) kann Kost und LogiS erhalten. ___Asterwea A. 100. 5593) Zur Pflege einer älteren Dame wird eine entsprechende Person gesucht- Näheres bei der Exped. d. Bl.__ 5585) In nächster Nähe der Realschule und des Gymnasiums werden 2 Schüler in Pension genommen. Ludwiosplatz "5 5636) Tne Mansarden-Wohnung in den Getse'schrn Hause auf dem Seltersberg ist zu vermtethen und kann per 1. Oct. oder später bezogen werden. Näheres bei ____ _______________ M. S^fer. Ein Laden mit Wohnung m guter Lage hitsiger Stadt tft auf sofort zu vermtethen. Näheres bei 5643)__________________I. Blitz. 5646) Der 2. Stock mein<3 Hauses, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör ist per 1. Dccember oder früher zu vermte- ihen. I. S bei n, Reichensand-Bahnhosstratze. 5657) Ein Logis zu vermtethen und am 15. Octobrr beziehbar. I Schneider, Spengler, Wallthor. 4*73) Laden mit Wohnung u. Lager ccmm per Octobrr zu vermrethen. , ,______________Chr. Horeyseck. 5432) ^«n KamilienlogiS ist zu ver- mtethen im______Darmstädter Hau-. 5468) Eine Wohnung zu vrrmiethen. Näheres im „Weinsaal".__________ 5538) Möbilrte Zimmer zu vrrmietden. Gasthaus .zur Stadt Cassel. 5540) Zwei schöne Zimmer find zu ver- miethen und sofort beziehbar. ._____________ ________L- Klinkel. 5344) Im früheren B u fs'ichen Hause, Wollthorstratze 153. ist eine Mansardenwohnung mit abgeschlossenem Vorplatz und Wasierleitung auf sögleich oder später zu rrrmietben.____________L. Meyerfeld. 5«J12) Ein Logis im 3. Stock von vier Zimmern nebst Zubehör ist zu vermtethen ufrb den 15, September zu beziehen. _______________Wilh. Krämrv 5418) Zwei möbltrte Zimmer zu vet- miethen.__________________Tarifeid 114«. 3964) Die obere Etage meines Hauses 7 Zimmer rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermtethen und alsbald beziehbar. ______________Otto Kempfs. 4585) Der mittlere Stock meines Hauses in der Reichensand Bahnhofstraße! ist alsbald zu vermiethen. __________________Wilh. Reiber. 5584) Möbi-rt'li Zimrmr mit Cabii et zu vermiethcrr. Wo? fat t die Ex^ed. d. Bl. Rm. Pf 16 22—26 16 22-26 20 40-45 16 68—73 16 65 9 60-65 4 17- 2<‘