tiäe. Seigk 2900 2000 450 chl. chlbezirk, welche Rkichsiag, des Rabenau m lmmlung auf tags, nst eingeladen, inrite: it. sewerk 7,25, ober mit Nuthr tärke. i stark, rauh ober ____________(4393 [ t s. : rnplatzeS) 'eins Wieseck. kn. ilt ftailsindknmik KurtzausKr. ^nätiönäle« «ich und die feint Mitglied» eichst-gsw-yl *5^ orstLndes'- ^otoitS® g» 3 W, inltfl fat io dem Bezirk. Vie M* i S* welcher W-J rtd unterlvrrst u H -T llärungen, «J» jen. 1878. Samstag, den 20. Juli No, 166. An unsere Leser in der Stadt Gießen. Vielfache Beschwerden Seitens unserer Abonnenten, sowie verschiedene Unzuträglichkeiten bei der seitherigen früh Morgens erfolgten Ablieferung unseres Blattes, veranlassen uns, von jetzt ab den Gießener Anzeiger" anstatt Morgens schon des Abends vorher m hiesiger Stadt austragen zu lassen. Wir ersuchen deshalb unsere geehrten Abonnenten, nns sofort Anzeige machen zu wollen, wenn ihnen der Anzeiger nicht Abends zugestellt werden sollte. w nr , ,, , . Mit dieser Aenderung verbinden wir zugleich ine Bitte, alle Anzeigen, welche m dem am Abend erscheinenden Blatt Aufnahme finden sollen, bis spätestens 10 Uhr Morgens bei der unterzeichneten Expedition einreichen zu wollen. Die Apeditlon des Kichener Ameigers. , Schnlftrahe.M Kießener "Unreiger AiBse- Md Amtslilktt für de« Kreis Gieße». — ■ — ■ ' —7—-—7—t> «nr __ ' Dreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. R-vattionSbureau- Gartenstraß- B 165. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». * M vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Expeditionsbirreau r Sch ul st raße B. 18. ■.L——— auch die schwarzen Punkte am -a u , Abschluß des Congresses ist für die fernere friedliche Entwicklung um so ent- Bestrebungen unablässig auf den Umsturz der gegenwärtigen Ordnung Cer Dinge gerichtet sind, von Neuem getäuscht hat. Mag immerhin das Dreikaiser- verhältniß jetzt, wo die orientalischen Wirren beigelegt sind, an Bedeutung verloren haben, an seine Stelle ist, was noch bester, das „europäische Concert", Vas Einvernehmen aller europäischen Mächte als Bürgschaft für die Erhaltung des Weltfriedens getreten. Wir Deutsche dürfen aus die großartigen Ergebnisse des Berliner Con- gresies mit um so freudigerem Stolz blicken,- als das Hauptverdienst an dem Gelingen des Friedenswerkes dem „ehrlichen Makler", unserem nationale« Staatsmanne gebührt und der gewaltige Unterschied in der Stellung Preußen- ^-utschlands zwischen dem jetzigen und den früheren Congressen von selbst in die Augen fällt. Möge nur dem großen Kanzler, nachdem er die allseitige Anerkennung des Auslandes errungen, nunmehr auch das Vertrauen des eigenen Volkes nicht fehlen und eine baldige Herstellung des inneren Friedens gelingen! *Zrrr allgemeinen politischen Lage. Der 13. Juli, der Tag, an welchem der Friede von Berlin unterzeichnet wurde, bezeichnet einen hoch bedeutsamen Wendepunkt der Weltgeschichte. Das Schicksal der Türkei ist nunmehr besiegelt, ihre erste Theilung vollzogen. Rußland hat zwar das von ihm erstrebte Ziel, die Befreiung der orientalischen Christen von muselmännischem Joch, in der Hauptsache erreicht, auch große Vortheile für sich selbst in Europa und Asten erlangt, sich aber in der Ausbeutung seiner Siege von Europa Mäßigung auferlegen und schließlich sogar gefallen lasten muffen, daß ihm von nun an ein starker Gegner unmittelbar gegenüber steht, der fest entschlosten ist, eine weitere Ausdehnung seiner Macht in Asien zu hindern. England hat durch seine diplomatischen Siege sein Ansehen unter den Großmächten außerordentlich gehoben, auch seine Machtsphäre im Orient durch Gewinnung der ganz Vorderasien und Aegypten beherrschenden Stellung auf Cypern bedeutend erweitert, durch Uebernahme des Schutzes der asiatischen Provinzen der Türkei aber eine schwere Last aus sich geladen. Oesterreich hat in Bosnien und der Herzegowina ein neues Feld für seine Thättgkeit gewonnen und damit zugleich seinen Schwerpunkt definitiv nach Südosten verlegt. Dem bisher lebensunfähigen Griechenland sind durch die Aussichten auf die Einverleibung eines großen Theils von Epirus und Thestalien die Grundlagen einer würdigen Existenz gesichert worden. Frankreich und Italien sehen zwar die Machterweiterung Oesterreichs und besonders Englands nicht ohne Neid an, freuen sich aber, selbst wenn ihnen die Compensationen, von denen das Gerückt spricht, nicht zu Theil werden sollten, des Bewußtseins, ihre Stellung zum ersten Male unparteiisch und ohne Selbstsucht zur Wiederherstellung des Friedens verwerthet zu haben. Das Deutsche Reich endlich hat in der äuge- meinen Anerkennung, daß seiner vermittelnder Thätigkeit in erster Linie der Friede zu danken sei, seinen höchsten Ruhm und durch diese Verwirklichung seiner Friedensmtssion zugleich eine erwünschte Befestigung seiner Gesammtstellung gefunden. An dem Beginn einer neuen Aera des Friedens und damit des wirih- fchaftlichen Aufschwungs kann jetzt nicht mehr gezweifelt werden. Die Ars- führung der Congreßbeschlüsie wird freilich, da der Kongreß keine Zwanxs- maßregeln zu diesem Zweck beschlosien, die Sorge für die Ausführung vielmehr een einzelnen Mächten überlasien hat, nicht so glatt und rasch verlausen, nie die Friedensverhandlungen; Oesterreich sowohl wie besonders Griechenland wi:d jedenfalls noch Schwierigkeiten genug zu überwinden finden. Aber der Weltfriede wird doch, nachdem die Stellung der Hauptgegner zu einander im Ganzen und Großen abgegrenzt worden, durch etwaige Streitigkeiten um Gegenstände von geringerer Bedeutung nicht mehr gefährdet werden. Hat doh auch Cer deutsche Kronprinz bei dem Festdtner, welches er den Eongreßbevvl- mächtigten nach Vollendung ihrer Arbeiten gab, in seinem Toast ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Deutschlands Beistand im Voraus Allem gesichert se, was darauf abziele, die großen Wohlthaten des Friedens und des allgemeiner Wohls zu erhalten. Mit Recht konnte daher Fürst Bismarck in seiner Red, zum Schluß des Congrefles erklären, dieser habe sich um Europa wohl verdient gemacht, indem er den Frieden bewahrt und gesichert habe. Besonders »er beißungsvoll klang, was er noch hinzufügte: er hege die feste Hoffnung, das das Einvernehmen Europas ein dauerndes bleiben und die persönlichen freund lichen Beziehungen, welche während der Arbeiten geschaffen worden, die guter Verhältnisse zwischen den einzelnen Regierungen befestigen würden. Allgemeine: Annahme nach hat der Reichskanzler damit hauptsächlich die in neuester Zeil erfolgte außerordentlich günstige Gestaltung der Beziehungen zwtschen Deutsch- land und Frankreich hervorheben wollen. Was könnte dann den politischen Himmel in nächster Zeit noch trüben, wenn mit den Kriegswolken im Osten Deutschland. Darmstadt, 16. Juli. In einer vergangenen Samstag Abend von Seiten der Arbeiterpartei im Osterrath'schen Saale abgehaltenen Wählerver- sammlung wurde Most wiederum als Candidat der Socialdemokraten für den diesseitigen Wahlbezirk aufgestellt. Berlin. Seitens des General-Telegraphenamts ist Anweisung ergangen, in welcher Art von den Wahlcommisiarien das Resultat der Reichstagswahlen dem Retchskanzleramte telegraphisch übermittelt werden soll. Es wird dabei besonders darauf htngrwiesen, wie es sich von selbst versteht, daß eben nur die am 3. August erst bekannt werdenden Gesammtergebnisie der Wahlen, keineswegs aber die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke, wie sie am Abend des 30. Juli bekannt werden, hier in Betracht kommen können. Das von den Telegraphen-Anstalten den einzelnen Wahlcommisiaren zur Ausfüllung zu übergebende Formular hat folgende Rubriken: Verwaltungsbezirk, Wahlkreis, Nummer des letzteren, Gesammtzahl der abgegebenen Stimmen, gewählter Candidat, Parteistellung, Zahl der Stimmen, Name des Wahlcommisiars. Für Stich- und Nachwahlen gilt dasielbe Formular. Berlin, 16. Juli. Nach Mittheilungen der „Post" und anderer Blätter sind bis zum 6. d. im deutschen Reiche 387 Personen wegen Majestäts-Beleidigung zu 666 Jahren Gefängniß verurtheilt worden. Berlin, 17. Juli. Die auf den Masienaustritt aus der evang. Kirche gerichtete socialdemokratische Agitation hat nach einer im „Evang. Kirchen-Anz." veröffentlichten amtlichen Uebersicht bei Weitem nicht den Umfang angenommen, den man derselben in den betr. Kreisen zuschreiben zu dürfen glaubte. Bei einer Einwohnerschaft Berlins von ca. 600,000 Evangelischen über 15 Jahren, ausschließlich der Militärgemeinde, bezifferten sich die Anmeldungen zum Austritt aus 1350, tatsächlich traten aber nur 553 aus, und seit dem 3. Juni hat die Socialdemokratte Wichtigeres zu thun, so daß es vom Masienaustritt ganz still geworden ist. Im vierten Wahlkreise mit 124,000 erwachsenen Gemeindegliedern und 10,967 Stimmen für Fritzsche bei der letzten Wahl (einschließlich der Herren Hessel und Genosien) meldeten bei den drei Parochien 428 ihren Austritt an, 167 vollzogen denselben tatsächlich; im sechsten Wahlkreise mit 9569 Stimmen für Hasenclever und etwa 120,000 erwachsenen i Evangelischen stellten sich die Anmeldungen auf 445 und die Austritte auf 195; l bei den übrigen 21 Parochial - Gemeinden kamen 487 Anmeldungen vor, - 191 Mitglieder traten aus, und bei den hiesigen Personal-Gemeinden trat nur ein Mitglied aus. iruoen, wen., u.u ... Kissingen, 18. Juli. Gestern Abend 9 Uhr 15 Mn. traf Fürst westlichen Horizont verschwinden? Der glückliche Bismarck mit seiner Gemahlin und Tochter, von dem zahlreich versammelten Avicvmn ces Tonarmes tu rar cie fernere friedlich. ..... so ent- Publikum lebhaft begrüßt, hier ein , bestieg sofort die bereitstehende königliche scheidender, da derselbe die Hoffnungen der schwarzen Internationale, deren Equipage und fuhr nach seinem Absteigequartier in der oberen Saline. Leipzig. Nach einer im hiesigen „Tageblatt" ausgestellten Liste sämmt- licher, nunmehr bekannter und mehr ober weniger feststehender Candidaturen für den Reichstag in den 23 sächsischen Wahlkreisen sind aufgestellt: 19 socialdemokratische, 11 national-liberale, 10 deutsch- ober streng-conservative, 4 freu conservatsve, 6 softschrtttliche, endlich 2 zwischen Fortschritt und National- Liberalismus mittendrin stehende Candidaten. Wie hieraus zu ersehen, wollen die Socialdemoksaten alle Anstrengungen machen, um ihre alte Hauptdomäne, Sachsen, zu behaupten, ja womöglich ihren Besitzstand zu erweitern. Oesterreich. Wien, 16. Juli. Aus vorzüglicher Quelle höre ich, daß die Wahl des Prinzen von Battenberg, des Sohnes des Prinzen Alexander von Heffen und bei Rhein, zum Fürsten des neuen autonomen bulgarischen Staates vollständig gesichert ist. Prinz Alexander ist bekanntlich ein Bruder der Kaiserin von Rußland und gehört als General der Kavallerie und Regiments-Inhaber der österreichischen Armee an; sein Sohn aber ist der Gatte der Tochter der Schwester des Kaisers von Rußland aus deren morganatischer Ehe. (Karlsr. Ztg.) Wien, 17. Juli. Die „Presse" meldet, Serbien habe Oesterreich gegenüber principiell die Verpflichtung übernommen, innerhalb 3 Jahren die Eisenbahnlinie von Belgrad nach der neuen serbischen Südgrenze auszubauen. Frankreich. Paris, 17. Juli. Berichte aus Valenctennes melden von einer Arbeitseinstellung, welche gestern in Anzin und Denain ausgebrochen ist und sich über das ganze dortige Kohlenbecken zu verbreiten droht. Die Zahl der feiernden Arbeiter beträgt 5000. Die Behörde hat alsbald Maßregeln ergriffen, um Unordnungen zu verhüten. Zwei Bataillone Infanterie und eine Escadron Kavallerie sind bereits in Denain eingetroffen. — Da Banden feiernder Arbeiter den Versuch machen, ihre die Arbeit sortsetzenden Genossen hiervon abzuhalten, so war die Gensd'armerie genöthtgt, Feuer zu g^en; dieselbe gab Schüsse in die Luft ab. Durch eine anprallende Kugel wurde ein Grubenarbeiter verwundet. 15 Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Arbeiter fordern dem Vernehmen nach Lohnerhöhung und Verminderung der Arbeit. England. London, 16. Juli. Aus Woolwich wird der „Morning Post" von einer neuen Mordwaffe, dem Hand-Torpedo, geschrieben. Dieser Torpedo sol mit der Hand in feindliche Bote ober über Verhaue geworfen werden und besteht gänzlich aus Schießbaumwolle, die zu Ballen von 3 bis 4 Pfd. Gewicht zusammengepreßt worden. Daran befindet sich eine lange Schnur, die mit einer in der Hand gehaltenen pistolenartigxn Waffe in Verbindung steht. Ein Druck auf den Hahn dieser Pistole entlastet die Schießbaumwolle und eine Wirkung wird erreicht, die, wie Proben gelehrt haben, groß genug ist, um einen Grantt- block von 5 Tons zu zerschmettern. — Nach einer Mtttheilung der „Daily News" ward am 10. d. in Stambul eine große Verschwörung gegen den Sultan entdeckt. Zwei der Verschworenen machten im Palaste Anzeige und mitten in der Nacht ward ein Haus, wo die Verschwörer sich versammelten, von Polizeisoldaten umzingelt und mehr als 50 Personen gefangen genommen. Man sagt, daß mehrere Persönlichkeiten von hoher Stellung in die Sache verwickelt seien. London, 16. Juli. Der Grvßherzvg und die Großherzogin von Hessen sind am Freitag zum Besuch bei der Königin auf Schloß Windsor eingetroffen. Die Königin Victoria empfing ihren Schwiegersohn und ihre Tochter persönlich am Schloßthor. London, 17. Juli. Unterhaus. In der Special-Debatte über die Rinderpest-Bill stimmte die Regierung dem von Pell angeregten Amendement principiell bei, wonach der Geheimerath hinsichtlich der Zulassung von Vieh aus allen Ländern die discretionäre Besugniß haben soll, von einer zwangsweisen Abschlachtung abzusehen, wenn sich das Vieh als seuchenfrei erwiesen hat. Wußkand. Petersburg, 17. Juli. Zuverlässigen Informationen zufolge sind die Gerüchte über eine bevorstehende Aufhebung der Goldzölle, sowie über eine innere und eine äußere Anleihe ganz unbegründet. Türkei. Konstantinopel. Die Pforte hat die englisch-türkische Convention folgendermaßen bekannt gemacht: In Übereinstimmung mit dem Vertrag betreffs der Occupation von Cypern verpflichtet sich England, der Pforte jährlich 150,000 Pfd. Sterl. auszubezahlen, während die gegenwärtigen Einkünfte der Insel nur 120,000 Pfd. Sterl. abwerfen. England verpflichtet sich ferner, die Türkei in Asien gegen alle zukünftigen Angriffe zu schützen und die Insel Cypern wieder an die Türkei auszuliefern, falls Rußland später das in Asien annectirte Territorium herausgibt. telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Lvrrespondenz- Bureau. Köln, 18. Juli. Die „Köln. Ztg." meldet aus London: Gutem Vernehmen lag dem Cabinetsrathe gestern die Frage wegen Auflösung des Parlamentes vor, und wurde dieselbe grundsätzlich bejaht. Der Zeitpunkt hängt von den Umständen ab; in parlamentarischen Kreisen betrachtet man die Wahlen als zum October oder November bevorstehend. München, 18. Juli. Der Landtag ist heute durch königliche Botschaft bis auf Weiteres vertagt worden. Washington, 18. Juli. Der Dampfer „Walker" mit einer Ladung von Waffen und Munition, im Werthe von 1 Mill. Doll., ist von Newhaven nach Konstantinopel in See gegangen. — In den Weststaaten herrscht außergewöhnliche Hitze; viele Personen in St. Louis, Chicago und anderen Orten sind am Sonnenstich gestorben. — Laut Bericht des laudwirthschaftl. Bureaus ist der gegenwärtige Stand der Getrelde-Erndte besser als am 2. Juni. Bukarest, 18. Juli. Die fürstliche Botschaft, womit die Session bei Kammern geschlossen wirb, sagt: Der Congreß hat einen Vergleich über wichtige unb wesentliche Fragen für bie kleinen Staaten zu Stanbe gebracht, bie aber für bie großen europäischen Interessen als Fragen von secunbärem Rang« betrachtet werden. Speciell Rumänien ist es beschieden, dem Frieden der Wel: die größten und grausamsten Opfer zu bringen. Wir werden jedoch Europa durch würdige Haltung und kluge patriotische Beschlüsse beweisen, daß Rumänien vom Congreffe mehr hätte erwarten dürfen. Paris, 18. Juli. Die Arbeitseinstellung in Anzin hat nicht weiter um sich gegriffen. Es sind keine Unordnungen mehr zu befürchten, indeß ist wenig Hoffnung, daß die Arbeit von den jetzt feiernden Arbeitern bald wieder ausgenommen werde. Das Gericht in Douai hat 6 Personen, welche wegen Bedrohung der Arbeitsfreiheit angeklagt waren, zu Gefängniß verurthellt. Wien, 18. Juli. Meldungen der „Poltt. Corresp." Konstantinopel, 18. d. Die Aussichten auf Verständigung zwischen der Pforte und Griechenland verdüstern sich. Die Pforte trifft militärische Vorkehrungen, um die angeblich neuerlich von Athen angefachte Jnsurgirung der türkischen Grenzprovinzen, eventuell selbst durch Coercitiv-Maßregeln gegen Griechenland, zu verhindern. Vorgestern sind mehrere Transportdampfer mit Truppen unter dem Commando des Admirals Hassan Pascha von Konstantinopel nach Volo abze- gangen. Eme neue Truppensendung nach der griechischen Grenze steht in Aussicht. — Es verlautet, daß eine Verständigung über die Occupation Bosniens noch nicht erzielt sei. — Athen. Die Kammer ist für den 12. August einbe- rufen, um den Bericht des Ministers Delyannis über das Ergebniß des Congresses entgegenznnehmen. Aus Thessalien unb Macedonien wirb von Vermehrung ber Jnsurgentenbanben berichtet. London, 18. Juli. Der Municipalrath hat beschlossen, Lorb Beacons- fiield unb Lord Salisbury Ehrenbürgerbriefe in goldenen Kapseln zu verleihen, wozu 2500 Pfd. Sterl. bewilligt worden sind. Bukarest, 18. Juli. Der Unglücksfall, welcher den Ministerpräsidenten betroffen hat, brachte in ganz Rumänien einen tiefen Eindruck hervor. Nach dem Bulletin von heute Morgen ist dessen Befinde», den Umständen nach, so wohl wie möglich. Bratiano hat zahlreiche Beweise der Sympathie erhalten. Paris, 18. Juli. Es gewinnt den Anschein, daß der Strike von Anzin von der Internationalen angeregt wurde unb geförbert wirb. Vermischte-. Bingen, 16. Juli. Wie gefährlich das unsinnige Laufen nach dem Bahnhof roerben kann ist gestern, Montag, an einem erschütternden Beispiel wieder vor Augen geführt worden. Ein etwas corpulenter Herr aus Mayen, welcher mit Creuznacher Freunden einen Ausflug auf den Niederwald machen wollte, hatte sich Morgens zum Zug etwas verspätet und dehhalb seine Schritte nach dem Bahnhof übermäßig beschleunigt. Sofort klagte er über Seitenstechen und Athemnoth; die Schmerzen wurden so heftig, daß er hier die Hilfe eines Arztes zu suchen genöthtgt war, diesem auch sein Leid und dessen Ursache klagte, jedoch, während der Arzt den Puls fühlte, tobt zusammenbrach. Alle Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. (Rh. u. N.-B.) — Daß es bei Gemeindewahlen auf dem Lande hoch hergeht, beweist folgender am Würzburger Bezirksgericht anhängiger Ciotlprozeß. Der Gastwirth „zur Krone- in Randesacker, einem benachbarten Dorfe von 1500 Seelen, macht gegen den dortigen Bürgermeister Schmitt eine Wirthsrechnunq von 549 40 für die Zrcherei nach vollbrachter Bürgermeisterwahl im Jahre 1876 geltend. Bei dieser Gelegenheit wurden neben dem Wein und Bier auch zwei Schweine und ein Kilb consumirt. Namentlich sollen die Mitglieder des Turnvereins unb ber freiwilligen Feuerwehr hierbei Tüchtiges geleistet haben. Bürgermeister Schmitt gab bem Wirthe mehrmals bas Versprechen unb bie Versicherung, Alles zu bezahlen, jetzt aber verweigert er bie Zahlung. Es wurde bereits auf Beweis durch Zeugen erkannt. Saarbrücken. In dem Dorfe Rümmelsbach bei Lebach wurde dieser Tage ein Mann vorgefunden, der von seinen Verwandten seit 51 Jahren an einer Kette, welche an einem Rinz um die Hand und an der Wand über seinem Bette befestigt ist, gefangen gehalten wurde. Der Unglückliche, dessen Befreiung die herbei gerufene Gerichtscommission anordnete, wurde im Jahr 1826 in Trier bei m 30 Inf. Reg. wahnsinnig und als unheilbar entlasten. Seine Elrern und spater seine Verwandten verwahrten ihn bis beute in der angegebenen Weise. Als ihm die Fesseln abgenommen werden sollten, wehrte er sich mit Händen und Füßen dagegen. Merkwürdiger Weise ist der Mann trotz seiner 52jährigen Gefangenschaft noch gesund und frisch._____________ Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medici» «n- ohm Kosten durch die Heilnahrung: REVALESCIERE Seit 31 Jahren hat feine Krankheit dieser angenehmen Sesundhetts- fptife widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ebne Medici» und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrauscn, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Ammenmtlch vorzuziehen. — Ein Auszitais 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certificate von Profestor Dr. Wurz er, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, Professor Dr. D6d6, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Bröhan, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt. Abgekürzter Auszug aus SO,000 Eertificaten. Certificat des Medicinalraths Dr. Wurzer Bonn, 10. Juli 1852. Revalescibre Da Barry ersetzt in vielen Fällen alle Arzneien. Sie wird mit dem größten Nutzen angewandt bet allen Verstopfungen, Durchfällen und Rühren, in Krankheiten der Urinwege, Merenkrankheiten k., lei Steinbeschwerden, entzündlichen oder krankhaften Reizungen der Harnröhre, bei krankhafte» Zusammenziehungen in den Nieren und in der Blase, Blasen - Hämorrhoiden re. — Mit dem ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch dieses wirklich unschätzbaren Mittels nicht blo- £>ei Hals- und Brustkrankheitey, sondern auch bet der Lungen» und Luftröhrenschwindsucht. L- S. Rud. Wurzer, Medicinalrath und Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften. Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revaleeo&re hat mei» 18jähriaes Leiden im Magen und in de« Nerven, verbunden mit aDgei*einer Schwäche unb nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. I. 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Weinend siand der Gärtner vor seinen Lieblingen, welche zerpflückt, abgerissen und zertreten haufenweise auf der Erde lagen. Wir appelliren hier an das Gefühl der Besucher des Gartens, datz diesem Unfug Einhalt geboten wird. Wir glauben nicht, datz Er- »achfene gestern Abend diese Verwüstung angerichtet haben sondern sind der Meinung, daß spielende Kinder dies gethan, legen aber den Eltern die Bitte ans Herz besser auf ihre Kinder Acht zu geben. Wer will es, nach diesen Erfahrungen dem Besitzer verübeln, wenn er vielleicht für die Folge anstatt Blumenbeete anzulegen Dickwurzpflanzen, wie früher, setzt. Auch das Mitbringen der Hunde, mögen sie nUNBüllchen, Assorchen v f. w. heißen, ist eine Untugend, welche gerügt werden muß. In Frankfurt z. B. wird die Mitnahme eines Hundes in eine Wtrthschaft strenge gestraft und zwar mit vollem Rechte. Gießen, 19. Juli. Nachdem erst kurze Zeit feit dem Feste des Lahnthal-Sänger- bundes verflossen sind, möchte es fast als ein gewagtes Unternehmen gelten, schon wieder auf Festlichkeiten aufmerksam zu machen, welche in nächster Zeit hier stattfinden werden. Und doch müssen wir als getreue Berichterstatter unseren Leser von allen dem berichten, was dieselben interefflren könnte Für diesmal gilt es dem V. D elegirten- tag der Allgem. Deutschen Kriegerkameradschaft verbunden mit der Weihe der, von hiesigen Frauen und Jungfrauen gestifteten Fahne des hiesigen Krieger-Vereins, welche ihrer Vollendung bereits nahe ist. Genanntes Fest verspricht ein schönes und würdiges zu werden und dürfte auch die erhoffte Betheiltgung der hiesigen Einwohnerschaft eine sehr rege fein, da dieselbe ja durch die reichlichen Spenden zur Fahne des Vereins Gießen bereits ihre Sympathien für denselben zum Ausdruck gebracht hat. Wie früher bereits erwähnt, werden sämmtltcheFestlichkeiten in den W enzel'schen Lokalitäten stattfinden, und machen wir darauf aufmerksam, daß Herr Wenzel einen Raum unter Dach zu schaffen bereit ist, innerhalb dessen 3000 Personen bequem Sitzplätze finden werden. Außerdem werden in dem Restaurations-Garten und auf dem, ebenfalls mit Tischen und Bänken zu bestellenden Grasgarten daneben, eine nahezu gleiche Anzahl Gäste genügenden Platz finden. Die innere Einrichtung und Anlage des genannten Gartens lassen einen dekorativen Schmuck, sofern es nicht Flaggen, Fahnen rc. betrifft, gänzlich überflüssig erscheinen; dagegen sind Maßnahmen getroffen, um auch von außen dem ganzen Festplatz ein feierliches imponirendes Ansehen zu geben, und sind die betreffenden Arbeiten den bewährtesten Händen anoertraut. Was die Preise anlangt, werden sich dieselben um ohngefähr ein Dritttheil billiger fiellen, als die entsprechenden am Sängerfest. Das Programm würde im Großen und Ganzen folgendes sein: „ Samstag den 10. August, Abends, Banket. Sonntag den 11. August, Morgens, Tagreveille. Empfang ankommender Vereine. 10 Uhr Eröffnung des Kriegertages. Mittags 21/2 Uhr, Stellung des Festzuges. Zug durch die Stadt. Begrüßung der frtmben Vereine. Uebergabe der Fahne seitens des Damencomit^s. Weihe der Fahne rc. Sänket und Concert. Abends von 7 Uhr ab zu gleicher Zeit Tanz im Saal. Montag dm 12. August, Frühconcert und Frühschoppen. Wir machen alle diejenigen, welche sich über das Kriegeroereins-Wesen informiren -wollen, darauf aufmerksam, daß sie während des Kriegertages die Gelegenheit dazu haben werden, da Niemandem der Zutritt zu den Verhandlungen gewehrt werden wird, tm Gegentheil kann es der Sache von Nutzen sein, wenn die Prinzipien der Kriegervereine, besonders in Kreisen ehemaliger Milttairs möglichste Verbreitung finden. Es ist nicht Zweck dieser Zeilen, ein volles Programm, sowie Alles das, Was -aeschehen soll, zu veröffentlichen; es wird dies lediglich Sache des Comitss sein; es -soll jedoch die Aufmerksamkeit des hiesigen Publikums auf eine Feier gelenkt werden, bei melcher Niemand fehlen sollte, her nationales Gefühl besitzt. Sehlffeberieht. Mitgetheilt von dem Agenten de« Norddeutschen Sion» C. W. Dietz in G i e ß e n. Southampton, 16. Juli. Das Postdampfschiff Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 6. Juli von Newyork abgegangen war, ist heute 1 Uhr Nachmittags Wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere Post und Ladung 3 Uhr Nachmittags die Reise nach Bremttr fpxtgefttzt. Der Main Überdttngt 273 Passagiere, Post und Handel und Verkehr. Frankfurt, 18. Juli. (Fruchtbericht.) Seit unserem letzten Berichte hat sich erfreulicher Weise ein Umschwung der Witterung zum Besseren vollzogen; in Folge dessen sind Käufer für Getreide in den Hintergrund getreten, obwohl dagegen anderseits die Verkäufer auf ihren alten Preisen bestehen, da man überzeugt ist, daß wir selbst bet dem möglichst günstigen Ernte-Wetter wohl kaum mehr als eine Mittel-Ernte zu erwarten haben. Die uns vorliegenden Berichte bestätigen vollständig alles Das, wsS bisher über den wenig günstigen Stand der ungarischen Exportfähigkett verlautete. Der Getreidehandel in dttser Woche kann sich leider großer Umsätze nicht rühmen; es bleibt eine auffallende Erscheinung, die wohl nur darauf schließen läßt, daß prima Weizen selten geworden, da unsere Mühlen für hochfeine Qualitäten JL 24 und selbst datüber anlegen, wahrend ordinärer amerikanischer und russischer Herkunft zu Jfc 20 vergeblich offerirt bleibt. In Roggen ist nichts von Belang umgegangen. Es besteht williges Angebot. Gerste ganz geschäftslos. Hafer ist wenig im Handel, aber nicht flauer. HÜlsenfrüchte vernachlässigt. Reps jl 32-32y2. Unsere Oel-Fabrikanten kaufen nicht und bleiben reservirt. In Mehl besteht schleppendes Geschäft. Mehl Nr. 1 Jt. 40, Nr. 2 36, Nr. 3 32, Nr. 4 28, Nr. 5 JL 22, Roggen • mehl % (Berliner Marke) JL 22, do. II. (Berliner Marke) JL 19, Weizen, effect. hies. ab Bahnhof hier JL 23.00, ab unserer Umgegend Jü 22.25—22.50, do. fremder je nach Qualität JL 22.25—24, Roggen je nach Qualität JL 15 —16.75. Gerste JL 14—19, Hafer 14.50—16, Kohlfamen JL 32—32.50 gefragt. Erbsen JL 19—23, Wicken 15 bis 16, Linsen 17—23, Rüböl, detail, JL 74. Stimmung unsicher. Dringend offerirt: Getreide und Mehl. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewickt = 100 Kilo.) Ixischbäcker in Gießen. Sonntag den 21. Juli. Heinrich Faß, Kreuz. Christian 9toü Ww, Neustadt. Kirchliche Anzeigen rb.er evangelisM KeMiyde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag den 21. Juli. Morgens: Pfarrer Schloss er. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner. (Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 21. bis 27. Juli besorgt Pfarrer Schlosser.) Sonntag den 28. Juli wird das heil. Abendmahl gefeiert werden. Die Annoncen-Expeditton Th. Dietrich 8$ Co. in Cassel Übernimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnleraten-Annahme f. d. „Casseler TageSpoft") Allgemeiner Anzeiger. Aeilgeüotenes. 4408) Kommode, Wasch - Schränke, Mettstellen und Rolläden empfiehlt zu fctn billigsten Preisen _______Justus Heck, Schreinermeister. Zwiebelkuchen 4132) Aufs Beste empfehlen zum Einmachen: Feinsten Wein-u. Estraganessig, Zucker, per Pfv. 50—57 /$, Ceylon-Zimmt, Nelken u. weissen Pfeffer, Neu en Deo- 3885) J. Blitz ■329) empfiehlt (4317 Carl Hoffmann. Weinessig und Gewürze zum Einmachen »chrader'sch«« itti 1. IohnHalr- ,bänder als das iBorzüglichsteem- Npfohlen.PerSt. Ai M. Apoth. .n\S chrader, n\ Feuerbach- < Stuttgart. 4130) Alle Sorten natürliche, sowie künstliche Mineral-Wasser empfiehlt in stets frischer Füllung Gff, Witlu WeUUy Depot in Gießen bei (3884 W. Eigner, Kreuz. Feinste Raffinade in Broden von 10—12 Pfund empfiehlt (4131 Gg, Wilh- Weidig- Zeitungs u. Actenpapier o^rräthig bei W)4 LouiS Rothenberger, Neuenweg 193. Dienstag, Donnerstag und Samstag, 1414) Morgens um 9 Uhr frisch, bei .Fr. Hennings, Seltersweg. 4415) Johanmst'auben und Stachel bttren, frisch gebrochen, verkauft Frau Dachdecker Koch, Flügelsgasse A. 95. 433 4) Kurz geschnittene» Brennholz bei E. Fries, _____________Neustadter Tbor. Alle Sorten Schwamme mpfiehlt in großer Auswahl (3958 Grg, Wilh, Weidig- 4383) Junge Kanarienvögel «das Hähn zu 3 M au verkaufen. Ltt. A. 17. itt verschiedener ■r l V Größe von 4000 bis zu 63000 Mark können gnm Ankauf zu jeder Zeit von mir nachgewiesen werden. J. A. Busch Söhne. Feinste Gothaer Cervelatwurst empfiehlt (3957 Gg. Wilh♦ Weidig. Alle Sorten Mineralwasser in stets frischen Füllungen bei (3582 ____Julius Wallach. Bettwerk warf »et LouiS Rothenberger, GerLmhrrte feine Fleischwaareu: Blut- und Schwarte- auch im Ausschnitt, (i624 J. A. Busch Söhne empfehlen Extra - Abdrucke Frankfurter Würstchen ä 20 Gothaer Trüffelwurst, „ Extra- Leberwurst, Göttinger Hausmacherwurst, Braunschweiger Leberwurst, Braunschweiger wagen. in Octav-Format deS stenographischen Berichts über die außerordentliche General-Versammlung deS Vereins der nationalen und liberalen Partei in Gießen am 8. Juni sind in der Expedition des Giessener Anzeigers per Stück 10 H zu haben._____________________________________________ | Ausländische Weines Alten Malaga. Sherry, Tokeyer Sanitätswein, Portwein etc. 16 Sorten Bordeauxweine, wobei 1868r Chäteau Lafitte mit Schlossbrand versiegelt. Aechten französischen alten Cognac in 3 Sorten, und alten Biiin de Martinique, Jamaica, sowie französische Uqueure, empfehlen J. A. BUSCh SÖhUC. J. P. Rilserl9 UiTßiilihT, Wallthorstrasse 156, liefert in geschmackvoller Ausführung und billigen Preisen: Spiegel jeder Art und Größe, Consol- und Nipptische mit Marmorplatten, Bilder- Rahmen für Oelgemälde rc., Photographie-Rahmen, reich verziert. Gallerien mit und ohne Verzierungen. Das Neuvergolden obiger Artikel wird schnell und auffs Beste ausgeführt. Das Ein rahm en von Bildern in Gold-, Politur- und antiken Leisten wird bei billigstem Preise schnellstens besorgt.______________________(1063 Damen- und Herrenkleider Z werden unzertrennt in allen Farben gefärbt in der Kunst- und Schönfärberei von V. Klein, Wallthorstr. Flur Meter. 376 3) SMittott 4) 5) Dr. Boekmann. Wallthorstratze A. 66. gesucht. Schloßgasse 251 kW. 2. 4416) 1. 2. A. Bramm. 4417) ®t£ - Druck und Verlag der Br ühl'schen Univ. Druckerei (Fr. Ghr. Pietsch) in Gießen. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. 537 87 “/ve/s?? M/76/673 vermiethen. 4385) Co All ®i W er Hoftatthe an der Chaussee, auf die Warthe, Bauplatz daselbst, Gradgarten 4407) Ein schönes sehr wenig gebrauchtes Pianino ist preiswürdig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Montag den 22. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden im Hause des verlebten Carl Berger an der Frankfurter Straße dahier im Auftrag einer von hier abziehenden Familie nachstehend verzeichnete Mobilien öffentlich gegen Barzahlung versteigert: mehrere Sopha, Commoden, Schranke, Tiiche. Stühle, Bettstellen und Bettwerk. 1 Kinderbettlade, 2 Kinderwagelchen, eine Partie Büchergestelle, 1 Doppelflinte und eine Partie Herrn- und Damenkleider. Vorgenannte Gegenstände können am Montag, Morgens von 10—12 Uhr angesehen werden. Gießen, den 18. Juli 1878. 4377) M. Pilg er. vermischte Anzeigen. 4411) Ein über die Ferien hier verbleibender Studiosus wird zum Vorlesen auf einige Stunden täglich gegen entsprechendes Honorar gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. Betr.: Die Wilhelms-Spende. Unter Bezugnahme aus unseren Aufruf vom 12. d. M. in N. 161 dftses Blattes vom 14. d. Mts. verfehlen wir nicht, nochmals bekannt zu machen, daß die Einsammlung der „Wilhelms-Spende" Samstag den 20., Sonntag den 21. und ÄKontag den 22. d. 59t., jedesmal Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, an den drei Sammelstellen r Saal des alten Nathhauses, Sitzungssaal im alten Realschulgebäude, Stadtmädchenschule in der Neustadt, D' 24 der Ers Ordnung er dnzume Bei höfl nicht fl Die sich der P vahsuchen Für 4356) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Marburgersttaße A. 166. Versteigerungen. Mittwoch den 24. d. Mts., Morgens 10 Uhr, sollen in Beuern bei der Wohnung des Flurschützen Schneider die sämmt- lichen Geräthe, welche seiner Zeit zum H e i n t g e s'schen Steinbruchs - Betrieb angeschafft wurden, darunter 34 Keile, 22 Schlageisen, 24 Zweispitzen, 4 schwere und 2 leichte Brecheisen, viele Hämmer und Hacken, 7 Kippkarren, 6 Schiebkarren, 1 Haferkasten, eine Partie Bohlen und viele andere zum Steinbruchs-Betrieb dienliche Sachen öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. (4409 Gießen, am 17. Juli 1878. , Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. । A. Bramm. stattfindet. Gießen, am 19. Juli 1878. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Dienstag den 80. Juli, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hoftaithe des Karl Berger, als: Heute, Samstag den 20. Juli: Gastspiel der auf der Durchreise begriffenen Sängergesellschaft Christ aus Dresden. Auftreten des Charakter-Darstellers und Mimikers I. Christ, der Costüm-Soubrette Frau Christ aus Dresden, sowie des Organisten und Pianisten Herrn Felder aus Karlsruhe. Anfang 8 Uhr.(4420 Sär 4- Ai Bk 5. T tot Di, Sängerkranz. Sonntag den 21. Juli: Waldpartie an den Ludwigsbrunnen. Abmarsch von Wenzels Garten 2{/2 Uhr. Bei ungünstiger Witterung Abendunterhaltun^ in Wenzel s Garten» Anfang 8 Uhr. 4363)Der Vorstand- Die Maschinenstrickerei von K. Fietsch II. (Nahrungsberg ) empfiehlt sich im Ansertigen von Strümpfen, Socken, Jacken etc. Das Anstricken von Strümpfen und Socken wird bestens besorgt. Weihbaumwollene Frauen- und Kinderstrümpse vorräthig. Lager in Wolle und Baumwolle. Bekanntmachung. Betr.: Die Reichstags-Wahlen. Es wird hiermit zur allseitigen K-nntniß gebracht, daß die Wahlen zum Xeichst.g im ganzen Reiche am 30. Juli 1878 stattfinden werden und daß die Wahlhandlung um 10 Uhr Vormittags beginnt und um 6 Uhr Nachmittags geschlossen wird. Die Stadt Gießen zerfällt in vier Wahlbezirke und es umfaßen: Der erste Wahlbezirk die Bewohner der Gebäude unter Elt. A mit dem alten Rathhans auf dem Marktplatz als Wahllocal. n _ r_ Wahlvorsteher: Beigeordneter August Heß. Stellvertreter: Stadtverordneter Jean Hanstetn. Der »weite Wahlbezirk die Bewohner der Gebäude unter Eit. B mit dem SchulhauS in der Schulstraste als Wahllocal. Wahlvorsteher: Beigeordneter Wilhelm Keller. Stellvertreter: Stadtverordneter Louis Kauf. Der dritte Wahlbezirk die Bewohner der Gebäude unter Eit. C unb E sowie der Gemarkung Schiffenberg mit dem alten Nealschnlgebände als Wahllocal. Wahlvorsteher: Bürgermeister August Bramm. Stellvertreter: Stadtverordneter Ferdinand Gail. Der vierte Wahlbezirk die Bewobner der Gebäude unter Eit. D mit dem Schulhaus in der Neustadt als Wahllocal. Wahlvorsteher : Stadtverordneter und Ortsgerichtsvorst. Philipp Lüd eking. Stellvertreter: Stadtverordneter Richard Scheel. Un- unb‘$ 1) Vorlage der Rechnung für 1877. 2) Berathung des Voranschlags für 1878. Mittheilung des Herrn Professors Dr. Thaer von Gießen über das Versuchsfeld des landwirthschaftlichen Instituts zu Gießen. Vortrag des Großherzogl. Generalsecretärs Dr. Weidenhammer von Darmstadt über Molkereiwesen. Vortrag des Bautechnikers Broel von Gießen über die Verwerthung der Abfallstoffe mit besonderer Bezugnahme auf die Einführung des Tonnensystems in der Stadt Gießen. o , . .. 6) Besprechungen über Mittheilungen aus dem Gebiete der Landwirtschaft, welche aus der Versammlung gemacht werden. Es wird gebeten, der« gleichen Gegenstände vor Beginn der Versammlung dem Unterzeichneten angeben zu wollen. 7) Geschäftliche Mittheilungen. , Die Herren Bürgermeister werden ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben. Gießen, den 12. Juli 1878. Der I. Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Betr.: Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Bekanntmachung. Der landwirthschaftliche Bezirksverein Gießen wird Montag den 22. Juli l. I., Vormittags 10 Uhr, zu Grünberg im Wagnerischen Gartenlocale eine Generalversammlung halten, zu welcher alle Mitglieder des Vereins und Freunde der Landwirthschast, insbesondere die Herren Ortsvorstande und Lehrer eingeladen werden. Tagesordnung: - - nochmals versteigert werben. Gießen, bett 4. Juli 1878. Großherzogliche« Ortsgericht Gießen. 4123) Müller. ki der unlei Ist Uck Srs.-Ord.' Eir * Aus voller öeberzeugung-9 kann jedem Kranken die kaosrudsach dewShrke Dr. Sirb’i Heilmethode empfohlen werden. Wer Näheret darüber wisfen will, erhält auf Franko-Berlangen von Richter'» Berlagt-Anstalt in Leipzig einen mit vielen belehrenden Krankenberichten versehenen,,Aus' zug" au» dem illnftrirten Buche: ..Dr. AiNz s Statut» Heilmethode" (100. Stuft., Juvek-AuSgabe) gratt» und franco zugefandt. C occooooaooac n 4419) Unserem lieben Georg Dr . . . r zu seinem heutigen 17. Wiegenfeste bie Q herzlichsten Glückwünsche. ” ~ oaDGööaoDoooc i aoepaa________ 4368) Ein fräfticer reinlicher Bursche von 16—17 Jahren für häusliche Arbeiten 2940____________ 2711) Ammen finben gute Stellen. Tr e u s ch, Fahrg. 66 Frankfurt a. Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4<3. Dillenburg 645, 12, 4«, 95. Siegen 645, 12. Wetzlar 645 , 835, 955, 12, 4« 7, 9- ß rJÄipfe von ausgekämmtem Haar werben für 1 JC. gemacht. Für gute, bauerhafte Arbeit wirb garantirt. _ .. V. Reuter, Friseur, Kaplansgasie No. 233. Tüchtige Weißbinder zum Anstreichen von Brücken werden gesucht auf Bahnhof Lollar von 4410)_____Köster Sf Grüder. 4413) Ein Mäochen, in Küche unb Hausarbeit et fahren, sucht auf einen ober zwei Monate Stelle zur Aushülfe. Zu erfragen in ber Exped. 4418) Mehrere Mädchen, mit guten Zeugnissen versehen, für Haus- unb Küchenarbeit, suchen Stellen zum baldigen Eintritt. Nähere Auskunft ertheilt Vermietherin Frau Langsdorf, Lindenplotz 244. Wermielhungcn. 4412) Ein Logis zu vermiethen. _____________________Neustadt Lit. v. 195. 4143) Ein Familienlogis nebst Zugehör zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Gg. Schultheis, Marktstratze D. 20. 4133) Ein FamilienlogiS zu vermiethen. Lit. C. Nr. 1. 4116) Ein Logis von 4 Zimmern unb 2 Cabmeten ist zu vermiethen unb sofort zu beziehen bei________Fr. Fürst Ww. 4110) In meinem neuen Haus ist noch ein LogiS von 3—4 Zimmern zu vermiethen unb gleich beziehbar. ______I. Georg Unverzagt, Gartfelb. 3102) Eine Wohnung im mittleren Stock von 4 Zimmer, Küche mit Zubehör, auch Bleichplatz; beziehbar Mitte August zu vermiethen. Bismarckstraße B. 170,". 4352) Der sehr geräumige obere Stock meines Vorberhaufes, ist zu vermiethen unb Mitte September, auch früher zu beziehen. PH. Schlatter. 3969) Ein schönes Logis, aus 5—6 Zimmer nebst Zugehör bestehend, ist an eine ruhige Familie zu vermiethen unb gleich beziehbar._________Gartfelb A. Nr. H55. Eine Familienwohnung von 4 Zimmern mit Zubehör, am 1. August beziehbar, zu 4375) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__Seltersweg Nr. 8. 4283) Ein Laden mit Logis, ber sich vorzugsweise zu einem Spezereigeschäft, so wie zu anderen Unternehmungen eignet, ist preiswürbig zu vermiethen. Näheres Wallthorstraße 150. 4252) Ein möblirtes Zimmer im britten Stock an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. Marktplatz A. 5, HI. Stock. 7) Zu prompten Lieferungen großer Posten Ringofen-Ziegelsteine, Fa?on und Verblendsteine re. empfiehlt sich L. ‘Weygand. in Wetzlar. 4080) Im Gräflichen Hause an ber Grünberger Straße ist ber untere Stock zu vermiethen.__ 4035) In bem ehemals Ronst abt'schen Haufe ist ein schönesLogiS von2 Zimmern ic- zu vermiethen.__9L Scheel. 3788) Der britte Stock meines HauftS ist zu vermiethen unb am 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu beziehen-! __Dr. Ploch. 3457) Daö von Frau MNprebiger B alfer bewohnte Logis ist anbetweitig zu vermiethen unb alsbalb beziehbar. _________I. H. Fuhr, Sonnenstraße 104. Ein schönes Familienlogis von 5 Zimmern unb allem Zubehör (neu hergerichtet) zu vermiethen unb sogleich zu beziehen. Wo? sagt bie Expeb. b. Bltts. 4344) Die Parterre - Wohnung unseres Hanfes ist per 1. September er. zu vei> miethen.