ftcert 5 Uhr, 1Uniann aus us Giessen, ^8, der M*tglied des gen. n cello, op. 44 modo d’una nbaeh: hubert. > Jon L. van Schumann), -h Hilpert, enbaeh: Schumann, nsen. Schumann: Schumann. Ihr. Oeftnen i Eisenbahnzüge ickfahrt benutzt rtflügel. ■ch verschiedene ]in für die Ein- । bis Donnerstag hin von unseren lerruflich ander- K 3, reservirter und Rudolph- wtvereins. s. Februar: uicerl W-Muchll ls Wien hrednerkünft. lhr. fl. 7 Uhr: „ Ablchlaütn f*jf .rÄ-AM-y DerM -nuß M arbeit 0020 §hr^ubsa«en^ in!«rtio* r-4 ML- öon Ko. 43. Mittwoch, den 20. Februar 1878. Mchener WMger AMi-k- und KMisbM fit itn Kreis Klkßkii. ® rumVs?!1.,165'e^.«..».»«™u ............ politisch Der wachsende Militär - Etat. Die „Neue Zeit" bringt aus parlamentarischer Feder folgenden Aufsatz: Der vorliegende neue Militär-Etat pro 1878/79 fordert zu einer Vergleichung darüber aus, wie seit dem Friedensschluß mit Frankreich und seit dem ersten einheitlichen deutschen Militär-Etat pro 1872 die laufenden Kosten der Militärverwaltung gestiegen sind. Außer Betracht sollen dabei gelassen werden die gesammten Extraordinarien, d. h. die Ausgaben für militärische Bauten, sei es, daß dieselben nun aus laufenden Mitteln oder aus besonders dazu bestimmten Capitalfonds bestritten werden, sodaun die gesammten Netablissementskosten, endlich die Gesammtkosten für Pensionen, sowohl der Pensionäre aus den Kriegen, wie der Friedens-Pensionäre. Läßt man alle diese einen klaren Vergleich behindernden Positionen außer Betracht, so ist der Militär-Etat, wie folgt, gewachsen. Er betrug: 1872 242 Millionen Mark, 1873 260 1874 263 1875 311 „ 1876 316 1877/78 323 1878/79 328 Die Etats pro 1872, 1873, 1874 standen noch unter der Herrschaft des Pauschquantums von 225 Thlr. pro Kopf der Präsenzstärke. Im Jahre 1873 e-.höbte sich der Betrag um den Wohnungsgeldzuschuß der Osficiere und die erhöhte Dotation der Unterosficiere. Im Jahre 1875 stieg der Etat um 8 Millionen Mark sprungweise in die Höhe. Der Etat trat nach Ablauf des Militärpauschquantums unter die Herrschaft des im April 1874 im Reichstage durchgedrückten Militärgesetzes, worin ein Präsenzstand von 401,000 Mann für sieben Jahre normirt worden war. Thatsächlich hatte die Präsenz bis dahin 30,000 Mann weniger betragen und war durch diese Minderpräsenz die sed Festsetzung des Pauschquantums eingetretene Preissteigerung ausgeglichen worden. Nunmehr zog die allgemeine Preissteigerung ihre vollen Consequenzen. Dazu kam eine Löhnungserhöhung um sechs Pfennige pro Tag und eine Erhöhung der Haferratton um V2 Pfund pro Tag. Seit 1875 ist der Militär- Etat im Wachsen geblieben, theils weil bisherige mit Rücksicht auf das fett dem Kriege stattgehabte Retablissement gemachte Ersparnisse nicht mehr vorgesehen werden konnten, theils in Folge fortgesetzter Osficiersstellenvermehrung (zuletzt im vorigen Jahre durch Einführung der 13. Hauptleute), theils unter der Wirkung fortgesetzter Preissteigerungen, insbesondere bei der Naturalverpflegung. Es ergibt sich sonach zwischen dem Etat von 1872 und demjenigen für 1878/79 ein Unterschied von 86 Millionen Mark oder um 36 pCt. Der Etat der laufenden Kosten der Marineverwaltung ist in derselben Zeit von 11 auf 25 Millionen Mark gewachsen, so daß eine Erhöhung der Etats für Heer und Marine von 253 auf 353 Millionen oder um 100 Millionen Mark = 40 pCt. sich ergibt. Außer den vorbemerkten 353 Millionen Mark sind im vorgelegten Etat aufgeführt für Pensionen von Militär- und Marinepersonen 50 Millionen Mark, für Kasernen-, Festungs-, Schiff-, Hafenbauten und andere nicht zum laufenden Etat gehörige Aufwendungen 76 Millionen Mark. Von den Pensionen und Extraordinarien sollen indessen nur 30 Millionen Mark aus laufenden Mitteln bestritten werden. Der Rest wird gedeckt theils aus besonderen, noch von der französischen Kriegsentschädigung herrührenden Fonds, theils aus Anleihen. Im Ganzen sollen also dem Krtegsdepartement und dem Marinedepartement 479 Millionen Mark pro 1878/79 zur Verfügung gestellt werden. Was die laufenden Ausgaben im neuen Militär-Etat pro 1878/79 und deren Erhöhung anbetrifft, so ist es allerdings richtig, das von den 3,593,010 Mark Mehransätzen des preuß. Etats der größte Posten von 2,212,543 Mark auf den Fonds für Naturalverpflegung fällt. Während thatsächlich die Roggen» und Fouragepreise erheblich gefallen sind, wird hier in Folge einer auf dem Durchschnitt der Jahre 1866/76 fußenden Calculatur-Schablone eine Erhöhung angesonnen. Es kommen aber doch auch nicht unerhebliche Erhöhungen vor, theils in Folge „organischer Fortentwickelung des Heerwesens", theils in Folge von Gehalts- und Zulage-Erhöhungen. Zu ersterem werden gerechnet 8 neue Stabsosficier-Stellen im Generalstab, darunter zwei ad latus der Gouverneure von Metz und Straßburg, und sechs als Etsenbahnlinien-Commiffare. Letztere Stellen sollen jetzt schon im Frieden besetzt werden. Dem Bezug der neuen Central-Cadettenanstalt Lichterfelde im künftigen Sommer soll eine Vermehrung der Cadetten um 80 Köpfe folgen. Wiederum soll bei vier Infanterie-Regimentern in Elsaß-Lothringen die Bataillonsstärke von 564 auf 680 Mann gebracht werden ; das Plus, welches dadurch hauptsächlich an Unterofficier-Stellen entsteht, wird durch Verminderung der Gemeinen hauptsächlich bei den Land- wehrbezirks-Commandos und bei den Jägern ausgeglichen. Sodann ist eine Ausdehnung der Ueburgen der Osficiere und Aerzte des Beurlaubtenstandes vorgesehen. 4181 Osficiere und 300 Aerzte der Reserve und Landwehr sollen dazu eingezogen werden. Unter den Gehaltsverbesserungen fällt eine Erhöhung der Gehälter der Geistlichen und Küster um 600, bezw. 325 Mk. auf, weniger eine solche der er Hheil'. Proviantsamt-Assistenten. Den Osficteren soll bei Manövern in Cantonnements die ganze statt der halben Commandozulage gewährt werden, eine Forderung, welche vom Reichstage schon vor drei Jahren mit Rücksicht darauf abgelehnt wurde, daß den Osficteren noch der Wohnungsgeldzuschuß neben dem bisherigen Servis gewährt worden war. Die Motive finden in der Gewährung nur der halben Commandozulage — welche pro Tag um 60 bis 124 Psg. geringer ist als die ganze — den ersten Anlaß zu folgenschweren Arrangements, welche den Bestand der Officiercorps verringern und von einem Betreten der Officiers- Laufbahn abschrecken. — Es ist sodann die Rede von einer „nothwendig gewordenen Erhöhung der Umzugskosten für die Personen des Soldatenstandes" (-j- 300,000 Mark); endlich wird die Gewährung der großen Victualienpor- tion an Stelle der kleinen im Cantonnement während der Truppenübung vorgesehen (+ 464,536 Mark). Durch alle diese Dotationserhöhungen und andere aus Preiserhöhungen folgende Mehrkosten würde noch erhebliches Plus im Militär-Etat entstehen, wenn nicht andererseits Mtnderausgaben in Folge niedrigerer Victualienpreise, eines geringeren Zuschusses zur Militär-Wittwen- kasse und einer richtigeren Etatisirung der Ersparnisse im Manquement der Osficiere u. dergl. entständen. Deutschland. Darmstadt, 17. Februar. Se. König!. Hoheit der Großherzog sind nebst Gefolge heute früh 7 Uhr 45 Min. ttf Berlin eingetroffen, von Sr. Kaiser!, und König!. Hoheit dem Kronprinzen empfangen und in das Schloß begleitet worden. Irankreich. Paris, 17. Febr. In Versailles herrscht — so schreibt die „Estaffette" — große Beunruhigung wegen eines im osficiösen „Sotr" enthaltenen Artikels. Die Pessimisten behaupten, die französische Regierung sei geneigt, ihre bisherige Politik der Nichtintervention zu verlassen und ein Bündniß mit England und Oesterreich abzuschließen. Versailles, 16. Februar. Im Senate legte der Minister des Innern einen Gesetzentwurf, betr. den früheren Zusammentritt der Generalräthe am 8. April wegen der Ausstellung vor. Die Dringlichkeit wurde erklärt. — Die Wahl eines lebenslänglichen Senators hatte wiederum kein Resultat. Carayon (Rechte) erhielt 135, Lefranc (Linke) 133 Stimmen. Nächste Wahl Dienstag. England. London, 16. Februar. Wie „Daily News" melden, sind die russischen Truppen derart vorgeschoben, daß zwei Divisionen des Generals Skobeleff in ungefähr 36 Stunden und zwei andere Divisionen in zwei Tagen Konstantinopel erreichen können. — Abends. Ein heute Nachmittag auf Trafalgar-Square stattgehabtes von 2000 Personen besuchtes Meeting nahm zwei Resolutionen an, in denen das Vertrauen der Versammelten zur Politik Beaconsfield's ausgedrückt und gegen eine eventuelle russische Besetzung Konstantinopels, gegen die Erweiterung der russischen Macht am Schwarzen Meere und die Verletzung der Integrität der Türkei protestirt wird. Griechenland. Athen, 16. Februar. In Thessalien nahmen die Insurgenten angeblich 5000 Türken gefangen. Auf Kreta nimmt der Aufstand große Dimensionen an. Amerika. Washington, 15. Februar. Im Senate hat die Abstimmung über die Silberbill und die dazu gestellten Amendements begonnen. Es sind Anzeichen dafür vorhanden, daß die Bill mit einer Zweidrtttel - Majorität passiren werde. Washington, 16. Februar. Der Senat hat mit großer Majorität die Amendements zur Bland'schen Bill, welche von dem Finanzausschüsse beantragt worden, und welche den Artikel des Gesetzes über die freie Ausprägung von Silbergeld aufheben und die Ausprägung auf 4 Mill. Dollars monatlich beschränken, angenommen. In Folge der Annahme der Amendements wird auch eine Commission eingesetzt werden, welche den Auftrag erhält, mit der sog. lateinischen Münzvereinigung tn Europa und mit anderen Staaten in Verbindung zu treten, um eine gemeinsame Silber- und Goldwährung herbeizuführen. Die Amendements ermächtigen auch zur Ausgabe von Certificaten der Silber- Depots, die bei Zahlung von Steuern und Zöllen angenommen werden. Neber die anderen Amendements liegt noch kein definitives Votum vor. Die Sitzung des Senats war um 4 Ubr Morgens noch nicht zu Ende. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telrgr. Eorrespondenz Bureau. Wien, 18. Febr. Das hiesige „Telegr.-Corr.-Bur." meldet aus Konstantinopel vom 17. d.: Die englische Flotte, welche die Prinzeninseln verlassen hatte, ist peilte bei Gemlik eingetroffen. In Folge eines erzielten Einvernehmens haben die Ruffen die neutrale Zone nicht überschritten. Nom, 18. Februar. Der Versuch der Intransigenten, ein einheitliches Votum der fremden Cardinäle zu erzielen, scheiterte besonders an dem Widerstande der österreichischen Cardinäle. — Pius IX. hat in seinem Testament bestimmt, daß die dem heiligen Stuhle gehörigen Gegenstände von den Cardinälen Bilio, Simeoni und Monaco La Valetta übernommen und seinem Nachfolger übergeben werden sollen. Sein Privatvermögen hinterließ der Papst seinen 3 Neffen; derselbe setzte für särnmt- liche italienischen und auswärtigen depoffedirten Fürsten Legate aus. Berlin, 18. Februar. Die Bundesraths-Ausschüsse zur Vorberathung der Vorlage, betreffend die Stellvertretung des Reichskanzlers, hielten gestern Sitzung, an welcher der Reichskanzler nicht theilnahm; voraussichtlich werben sich dieselben am Mittwoch nochmals versammeln. Heute hat sich der Bundesrach mit der Stellvertretungs-Vorlage nicht beschäftigt. — Dem Vernehmen nach wird der Präsident des Reichstages Sr. Maj. dem Kaiser zu der heutigen Vermählungsfeier der beiden kaiserlichen Prinzessinnen eine Glückwunsch- Adresse der deutschen Abgeordneten überreichen. Die standesamtliche Eheschließung der Prinzessin Charlotte mit dem Erbprinzen von Meiningen und der Prinzessin Elisabeth mit dem Erbgroßherzog von Oldenburg wurde heute durch den Hausminister v. Schleinitz vollzogen. London, 18. Febr. „Times", „Daily News" und „Standard" betrachten die Situation als eine wesentlich friedlichere und erachten die Kriegsgefahr für vorläufig abgewendet. „Standard" meint, die Zurückbewegung der britischen Flotte nach der Bai von Mudania der Bereitwilligkeit Rußlands, von der Besetzung Konstantinopels abzustehen, zuschreiben zu können. — „Daily News" will erfahren haben, daß die Russen nach dem Abschluß der Verhandlungen zu Adrianopel, welcher, wie „Daily News" meint, Mittwoch erwartet werden dürfte, Rumelien unverzüglich räumen würden. Nom, 18. Febr. Der Herzog von Aosta reist heute Abend nach Liffa- bon ab, um dem König von Portugal das Handschreiben des Königs Humbert, welches dessen Thronbesteigung uotificirt, zu überreichen. — Entgegengesetzt den Berichten mehrerer Journale vernimmt die „Agenzia Stefani", daß bei den Dorberathungen der Cardinäle alle Beschlüffe, ausgenommen den auf den Ort, des Conclave bezüglichen, ohne Opposition gefaßt wurden. Die Cardinäle werden im Vatikan je 3 Zimmer bewohnen, von denen das erste für den Cardinal selbst, das zweite für den Secretär und das dritte für den Diener bestimmt ist. Einige französische Wallfahrer sind angekommen. Der heute früh celebrirten Heiligegeist-Meffe wohnten alle Botschafter und der Adel bei. Sodann werden die päpstlichen Constitutionen verlesen, auf welche die Cardinäle das Gelöbniß der Treue und des Stillschweigens leisten werden. Am Abend werden sich die Cardinäle in den Conclave-Appartements einschließen. München, 18. Febr. .Die Abgeordnetenkammer nahm bet der Be- rathung über die Beschwerde betreffend die Münchener Simultanschulen den Ausschußautrag, die Beschwerde für begründet zu erklären, bei namentlicher Abstimmung mit 77 gegen 72 stimmen an; für den Ausschußantrag hatten die klerikalen Abgeordneten Ludwigs, Hauck und Krätzer gesprochen; gegen denselben außer dem Korreferenten Fleischmann nur der Cultusminister in ausführlichster Weise. Die Liberalen erklärten, wegen der vorgerückten Session sich an der Debatte nicht betbeiligen zu wollen. Die Wahl des Bezirks Schweinfurt wurde für nichtig erklärt; sämmtliche Stimmen der patriotischen Partei waren für die Vernichtung. Morgen wird über das Forstschulwesen berathen. Konstantinopel, 18. Februar. Die Russen haben die in der neutralen Zone gelegene Redoute Samidie (Sarnidie?) geräumt. London, 18. Februar. Die „Times" bringt in einer Specialausgabe folgendes Telegramm aus Pera vom 17. d.: Die Russen ziehen vor der Ver- tbeidigungslinie von Konstantinopel Truppen zusammen; zur Zeit liegt aber nicht das geringste Anzeichen für eine Vorwärtsbewegung derselben vor. Petersburg, 18. Februar Der Großfürst-Thronfolger und Großfürst Wladimir sind hier eingetroffen. — Der „Agence Russe" zufolge gilt die Wahl Baden-Badens als Congreßort, sowie die Anwesenheit der Minister des Auswärtigen daselbst als wahrscheinlich; jedoch sei etwas Definitives hierüber noch nicht festgestellt. Berlin, 18. Februar. Die Vermählungsfeier der Prinzessinnen Charlotte und Elisabeth hat heute den programmmäßigen Verlauf genommen. Schon seit dem frühen Morgen zeigte sich anläßlich der Feier auf den Straßen, namentlich unter den Linden und in der Friedrichsstadt, ein bewegtes Leben. Alle öffentlichen und städtischen, sowie auch viele Privatgebäude waren beflaggt und festlich geschmückt. Vor dem kaiserlichen und dem kronprinzlichen Palais war eine dichtgedrängte Menge versammelt, von welcher der Kaiser und der Kronprinz, sobald sie sich zeigten, mit enthusiastischen Zurufen begrüßt wurden; viele Häuser der Stadt sind iQuminirt. Versailles, 18. Februar. Bei der Berathung des Cnltusbudgets in der Deputirtenkarnrner trat Baragnon für Religion und Geistlichkeit ein und äußerte dabei: wenn die Republik nicht eine christliche sei, so werde sie keinen langen Bestand haben. Boysset entgegnete: er wolle keinen vorherrschenden Cultus. Cultusminister Bardoux befürwortete den alsbaldigen Schluß der Generaldiscussion, indem er die Erklärungen der Regierung bis zum Beginn der DiScussion der einzelnen Artikel vorbehielt. Hierauf wurde die Generaldebatte geschlossen. Paris, 18. Februar, Abends. „Messager de Paris^ veröffentlicht ein Memorandum der europäischen Colonie in Egypten, welches die europäischen Cabinete bittet, thätig zu handeln, damit der Khedive seine Verpflichtungen erfülle. Wien, 18. Februar. Abends. Die „Polit. Corr." meldet aus Bukarest vom 18. d.: Großfürst Nikolaus schickte den Flügeladjutanten Fürsten Obolensky zum Fürsten Karl, um letzterem die Friedenspräliminarien mitzutheilen und eine Verständigung wegen Durchführung verschiedener auf die Waffenstillstandsbedingungen bezügliche Fragen herbeizuführen. Die rumänische Regierung bereitet ein Memorandum an die Mächte, betr. die Anerkennung der Unabhängigkeit Rumäniens vor. — Dieselbe Korrespondenz berichtet aus Athen vom 18.: Die Jnsurrection gewinnt an Ausbreitung; in Epirus fanden blutige Laut Meldung desselben Organes aus Cattaro war der Präsident des montenegrinischen Senates Bozo Petrovits, auf der Durchreise nach Wien gestern daselbst eingetroffen. London, 18. Februar, Abends. Im Oberhause richtete Derby an Stratheden das Ersuchen, seinen Antrag betr. die orientalische Frage zurückzu- ziehen, da es nicht ersprießlich sei, über den Waffenstillstand zu debattiren, während England im Kriege neutral geblieben sei. Stratheden zog seinen Antrag zurück, nachdem Granville denselben gleichfalls gemißbilligt hat. — Auf eine Anfrage des Letzteren erwiderte Derby: Betreffs des Kongresses sei noch kein weiterer Fortschritt gemacht. Der jetzige Aufenthaltsort der Flotte des Admirals Hornby gewähre einen besseren Ankerplatz und bessere telegraphische Verbindung mit Konstantinopel. Die Bewegung der Flotte sei nicht das Er- gebniß irgendwelcher Unterhandlungen zwischen England und Rußland. Die Regierung besitze keine weiteren Nachrichten hinsichtlich des Vormarsches gegen Konstantinopel; bezüglich des Vormarsches der Russen gegen Gallipoli habe sie vor Kurzem eine Depesche empfangen, die noch nicht dem Cabinet unterbreitet sei und deren Inhalt er baldmöglichst andeuten werde. Derby verlas ferner ein Telegramm Layards, in welchem dieser ausdrücklich die ihm von „Daily News" zugeschriebenen Aeußerungen für unbegründet erklärt. — Hierauf vertagte sich das Haus. Im Unterhaufe entgegnete Northcote aus eine Anfrage von Beresford: es sei nicht wahrscheinlich, daß die Angelegenheiten Polens auf dem Kongresse angeregt würden. Auf Befragen Hartington's erklärte Northcote: Abm ral Hornby habe im Einvernehmen mit Layard die Flotte nach der Bai von Mudania in eine bequemere Position gebracht. Vor einer halben Stunde habe Derby eine wichtige Mittheilung erhalten. Gegenüber Dilke äußerte der Schatzkanzler: die Regierung habe keine Nachricht erhalten, über die Besetzung einer Redoute innerhalb der neutralen Zone durch die Russen. Anläßlich der dritten Lesung der Creditbill bat Northcote keine Debatte anzuregen, da eine solche gegenwärtig nicht an der Zeit sei; die dritte Lesung erfolgte darauf ohne Abstimmung. Papst Pius IX. —— VI. Pius beschuldigte den modernen Staat nicht nur der Unterdrückung der K.rche, sondern der Verderbniß der Sitten, der Verbreitung von Lastern und Verbrechen. Es ist daher unerläßlich, einen Blick auf das päpstliche Rsm zu werfen und den dort herrschenden Sittenzustand einer Prüfung zu unterziehen. Wir finden nun, daß im ehe maligen Kirchenstaat auf je 8700 Einwohner ein Mord kam (im Übrigen Italien auf je 16,000, in Oesterreich auf 31.000, in England auf 45,000, in Preußen auf 66 600) 1855 befanden sich in den Gefängnissen des Kirchenstaates 4133 Kriminalsträfl nge, darunter 608 wegen einfachen Mords, 25 wegen Elternmordes, 12 wegen Gattenmo^ des 11 wegen anderer nicht nennbarer Verbrechen. Im gleichen Verhältnisse müßte Deutsch ' land 8400 Mörder in seinen Gefängnissen haben. 1868 betrug die Zahl der Raubanfälle im päpstlichen Rom 236, der blutigen Gewaltakte 938; unter der italtnischen Regierung 1873 war die Zahl der ersteren 26, der letzteren 603. Die zahlreichen Pro stituirten tn Ron waren meistens Ehefrauen, ein Zustand, der die große Anzahl von rachitischen und verkrüppelten Kmdern in Rom erklärt. Vergleichen wir die Bildungsoerhältnisse. 1860 waren im Kirchenstaat von 1000 männlichen Einwohnern 641, von 1000 weiblichen 750 des Lesens und Schreibens gänzlich unkundig, während in Preußen von je 1000 Rekruten 48 ohne Schulbildung In Bezug auf Moral und Bildung stand also der Kirchenstaat tief unter allen anderen Staaten Europas. Aber nie hatte der Papst darüber Kluge geführt, während er beständig den liberalen Staat als Sittenoerderber, als Verführer der fugend »ls den Urheber aller Laster und Verbrechen hinstellte. Es laßt sich dieser eigenthümliche Umstand nur so erklären, daß der Papst eine von dem bisherigen Begriff abweichende Meinung über Tugend und Laster hatte und daß er nur deßhalb so schwere Ank age gegen den Liberalismus erhob, weil dieser die ihm v-rhaßien Humanitätsgrundsätze xvu Zeitung gebracht hat. Diese Erklärung wird bestätigt durch folgenden Ausspruch oes Papstes: „Es gibt ein liebel, welches schlimmer ist als die Revolution, schlimme- als die Commune und ihre Anhänger, welche Paris in Brand steckten, dieses liebel ist der katholische Liberalismus." Aber trotz dieser Anfeindung der liberalen Institutionen des'modernen Staates, nützte er besonders zwei derselben, die er vielmals verdammt hatte, im äußerstem G ade aus: die Preßfreiheit und die Vereinsfreiheit. ,Von der Presse sagte er: „Die Presse ist eine Macht, welche Gott als Werkzeug für seine Kirche gebraucht wissen will", und er wies es stets zurück, die Ausschreitungen oer ultramontanen Redakteure zu tadeln. „Wie könnte ich das thun?" sagte er, ,.sie schreiben ja für Gott und seine Kirche." Selbst Bischöfe wurden gemaßregelt, wenn sie der maßlosen Sprache, den Aufreizungen ultramontaner Blätter Einhalt thun wollten. So wurde der Erzbischof von Paris, der das infame Treiben des „Unioers", die Untergrabung der bischöflichen Autorität durch dieses Blatt gerügt hatte, zum Widerruf tn diesem nämlichen Blatte gezwungen. Große Summen verwendete Pius auf die Unterstützung dieser Presse. Zu welcher Höhe sich dieselben belaufen haben, läßt sich aus der Aufbesserung vermuthen, die dieser Preßfond im Jahre 1875 erhalten und welchen das Organ des Kardinals Cullen, die „Dubliner Evening Post", zu 180,000 Lire angab. .unablässige Sammlung des „Peterspfennigs" machte diese Ausgaben möglich, ob- 6 le ich die päpstliche Hofhaltung und die Besoldung der Tausende von ehemaligen päpstlichen Beamten und Osfizieren enorme Summen kosteten. Der Papst hatte nicht nöihig, die 3-/4 Millionen Lire, die ihm Italien als jährliche Dotation ausgesetzt, anzunehmen. Huhr 1871 allein brachte ihm 25 Millionen Frcs. an Peterspfennigen ein, das Jahr 1877 gegen 30 Millionen; die Gesammtsumme übersteigt weit 100 Millionen. In gleicher Weise und zu gleichem Zwecke wie die Presse wurde von Pius auch das Veremswesen gefördert. In einem Schreiben vom Jahre 1872 sagte er: Wir erachten als Gott wohlgefällig die Überaus nützlichen katholischen Vereine, welche, der eine diesen, der andere jenen Kreis von den so vielen Bedürfniffen der Kirche in seinen »eich ziehend, wie geordnete Heere die Schlacht des Herrn schlagen. Wir können uns nicht enthalten, allen derlei Vereinen mit überschwenglichen Ausdrücken Glück z i wünschen, um zur Verteidigung des Glaubens, zur Behauptung der Rechte der Kirche mrd zur Wledererringung ihrer Freiheit mit vereinten Kräften und Plänen zu wirke: . so mögen sie fortfahren, gegen die furchtbaren Angriffe der Gegner wie eine geordnete Dchlachtreihe zu streiten." Es ist seltsam, daß Pius, dessen Geist so sehr im Wunderbaren befangen schien, der behauptete, die Kirche sei mächtiger als selbst der Himmel, sein Vertrauen auf fo ganj weltliche Mittel setzte, ja noch mehr, daß er sich derselben Einrichtungen bediente, die er stets als verwerflich und verdammenswerth bezeichnet hatte. Es mußte eben alles, das Heilige wie das Unheilige diesem Papste dienen zur Erreichung des einen Zieles: Erhöhung seiner Gewalt und Wiedergewinnung der weltlichen Herrschet. Häufig finden wir auch in seinen Reden diese Vermengung heiliger und profaner Dirn e. Besonders wendet er oft Stellen der heiligen Schrift, die eine rein geistige Bedeutung haben, auf durchaus irdische Dinge an. So finden wir wiederholt in seinen Reden folgende Stelle: „Was St. Petrus betrifft, so hatte er zwar keine Armee, aber er besaß eine Eigenschaft, die mehr werth ist als tausend Armeen: wenn Jemand sich seinem Willen widersetzte, so streckte er ihn mit einem einzigen Worte tobt nieder. Ananias und Saphira sind deß Zeugen. Ich besitze diese kostbare Eigenschaft nicht, darum brauche ich Soldaten, um das Ansehen meines apostolischen Amtes aufrechtzuerhalien." 8 vkal-Notiz. Gießen, 19. Febr. Wir lassen nachstebend die Tagesordnung für bie Stadt- verordneten-Sitzung am Donnerstag den 21. Februar 1878, StachmittagS 4 Uhr, irn alten Realschulgebäude folgen: 1. Die Reinhaltung der Straßen, Plätze rc. 2. Die Anlegung von Straßen tn der Schwarzlach. 3. Anlagen auf der Schoor zwischen Wallthor und Neustadt. 4. Die Reichensand-Bahnhofsstraße. 5. Gesuch wegen Eröffnung der Bleichstraße. 6 8auw< 7 Ges^ 10. Di« 11. Die hi 12. Aostev Gießen, i sönS" |eh •SSs fi, hierorts «ML »•gelingen ^schwinden- 3^ Me spielen, singe' ’rjfiimj' St* II tonnen, In dem bildet werden !o m besonders au Sießen, 15 nords verhaltet. L/zalsection consto Die ben daselbst anges oiibnn auch Md. Lchoor führt, habe die Schuld liegen i durch diese Slotlj A Betr.: 1054) A' neun Stiftungen 16. September zustebt, ausbezatz sich bei der unte Gießen, < 1051) H sp lechen, ist nur Ke Herrn Ach bi$ 4mal toot WeibMe. q Hetzen. Gießen, i Nw Mm Hindern Deluna der E 'M, io wird auf Donnerstag i io«6r|O‘l*i. Nm .Hi Holzver '°ll in iS >. " n>e. W,| US ‘«ff Eäs ■SÜR Ä-'äl W) Wrmef; idt- lckung der Kirche, Verbrechen. Es =b hen dort herr- in- daß im ehe igm Italien auf rßen auf 66,600) triminaistraflmge', MGattenmodes, sse müßte Deutsch: Zahl der Rauban- er italinischen Re- t zahlreichen Pro große Anzahl oon chenstaat von 1000 8 und Schreibens ohne Schulbildung it tief unter allen t geführt, währens r der Jugend, tß ein tlgenttfW legdff abweichende schwere Miage lätsgrundsätze zu. en Anspruch ves >iuM fcdlimmr en, dieses Uebdift modernen Staates, m äußerstem Grade Gott als Werkzeug lusschrettllngen oer igle er, „sie schrei- gelt, wenn sie der thun wollten, so iverS", die Mer- zum Widerru! in ziuS auf die Univ- I, IW sich-""- m und welchen das so m Lire angad- iflaben möglich,,ov- i ehemaligen paB- hatte nicht noihtg, .esetzt, anjunehmen- Pfennigen ein, M 100 Mionen. sagte er: M n reine, welche,/^ erKrchetnM > können ?SSx ’S.’** :■ Es U etnen Dtn^- fji *** «HrAet3‘ fasst u ^batttr.n V? ÄS Ät Nlanb. »i, SX* 'n,t “»leröttitet L°"'”fit«« 1” .D-ily vorauf uej, 6”n ®«e8forb- E°"g-ch “*'■ äbmiral von Mu- n stunde habe Ktte der Schg^ ^Etzunz einer der dritten ' eine solche ^raus ohne A- 6. Bauwesen des Kaminfegers Zweich. 7. Gesuch des Maurers H. Capeller um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung. 8. Die Frtedhofsordnung. S. Gesuch um unentgeldliche Abgabe von Kies aus der städtischen Grube. 10. Die Benutzung der öffentlichen Straßen mit schwerem Fuhrwerk. 11. Die hiesige Reichsbankaebenstelle betreffend. 12. Kostendecreturen- Gießen, 19. Febr. Unsere Leser wissen bereits, daß die sog. „Jubiläumssang er" auch hier eine Aufführung veranstalten werden. Es wird vielleicht nicht Ohne Interesse sein, hier die Stelle aus einem Berliner Blatte wiederzufinden, welches die Etgenthümttchkeit dieser Aufführungen hervorhebt. „Das Programm", schreibt die „B. Ztg.", „ist zusammengesetzt aus Originalweisen, die theils schon afrikanischen Ursprungs, thetls aber auch aus der Kultur entnommen und von Sklaven für den eigenen Gebrauch zurechtgemacht sind, mit denen sich noch vor zwölf Jahren die armen Schwarzen ihr hartes Loos zu versüßen suchten, wenn die Arbeit vorüber war und die Peitsche be6 Aufsehers nicht mehr über ihnen schwebte. Es sind seltsame Gesänge; so seltsam, wie sie hierorts wohl noch niemals gehört worden sind. Meist athmen sie eine ganz etsi-nlhümliche Schwermuth, die sich aus der Natur der Sache wohl leicht erklärt. Die Einzelstimmen freilich können die Eiqenthümlichkett des Negerorgans nicht verleugnen; das Ensemble aber ist vorzüglich. Besonders anerkennen muß man die genaue Abwägung der dynamischen Schatttrungen, vom stärksten Forte bis zum leisesten Piano; besonders gelingen die Schlüffe, ein allmähltges Verhauchen des Tons bis zum leisesten Verschwinden. In den Unisonos, die in allen diesen Gesängen übrigens eine große Rolle spielen, singen Alle wie mit nur einer Stimme, was Alles das genaueste und sorgfältigste Studium ooraussetzt." Da diese Concerte den Zweck haben, die Mittel herbeischaffen zu helfen, um für die Farbigen in Amerika Unterrichtsanstalten errichten zu können, in denen ihre Lehrer, Prediger und Missionäre aus ihrer eigenen Mitte aus- geirildet werden können, so verfehlen wir nicht, unsere Leser hiermit auf das Concert ganz besonders aufmerksam zu machen. Gießen, 19 Febr. Ein Dienstmädchen wurde gestern wegen Verdacht des Kindesmords verhaftet. Das Kind fand man in ihrem Koffer vor und wird die heutige Leqalsection constatiren ob dasselbe lebend zur Welt gekommen. --Die Spaziergänger auf den Schooren um die Stadt beklagen sich über den daselbst angesammelten Schlamm. Und mit Recht. Nicht allein Spaziergänger, sondern auch Kinder, welche zur Schule müssen und Andere, denen ihr Weg über eine Schoor führt, haben das Recht, daß ihnen ein besserer Fußpfad geboten wird. An wem die Schuld liegen mag, wollen wir vorerst noch nicht untersuchen, sondern hoffen, daß durch diese Notiz Anregung zur Besserung gegeben wird. Handel und Verkehr. Gießen, 19. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 90 Hühnereier, per Stück 8 Gänseeier per Stück - H, Enteneier, per Stück 8—9^, Käse, p. Stück 5—12^, Käsematte, p. St. 3 X Erbsen, 1 Liter 22 a Linsen 1 Liter 25 Tauben, das Paar X 1.20, Hübner, per Stück X 1.80, Hahnen, per St. X 1.80, Enten, per Stück X 3.—, Kartoffeln, 100 Kilo 7 x 60 X Ochsen- fleisch 64 u. 70 H per Pfd., Kuhfleisch 50 u. 60 Rindfleisch 50 u. 56 X Schweinefleisch 60—64 H Kalbfleisch 50, 54, 56 u. 60 H, Hammelfleisch 60 H. Frankfurt, 16. Febr. Der heutige Heu- u. Stroh-Markt war ziemlich gut be- sahren. Heu kostete je nach Qualität p. Ctr. X 2.50—3.50, Stroh p. Etr. X 2—2.30 Hutter im Großen das Pfund 1. Qualität 75 H, 2. Qualität 70 X im Detail 1. Oual. X 1, 2. Qual. 90 H. Eier, dos Hundert X 7—8.40, Kartoffeln X 6.50—7 per 1OO Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 H, Kuh-u. Rindfleisch 55 bis 64^, Kalbfleisch 60—75^, Hammelfleisch 50—63 H, Schweinefleisch 70—75 X Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 28—33 x, ganze Erbsen 24-28 x, Bohnen 25-28 X, Linsen 30—38 x Tannäpfel per Hectol. 50 H. Buchenscheitholz per Quadrat-Meter X 10.40—12 55, Tannenscheitholz «X 6.50—8.50. Frankfurt, 18. Febr. Der heutige Viehmarkt war schlecht befahren. Angk- trieben waren circa 3OO Ochsen, 160 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 200 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 73-75, 2. Qual. X 68—70 Kühe und Rinder 1. Qual. «X 60—63, 2. Qualität X 52—54, Kälber 1. Qual. X 70-72 2. Qual. X 60—62, Hämmel 1. Qual. X 60—63, 2. Qual. X 50—54. Frankfurt, 18. Febr. lFruchtbericht.) Die alte Lustlosigkeit machte sich auch am heutigen Markte geltend und die Umsätze waren ohne Belang. Weizen ab Umgegend X 22.25—22.50, fremder wenig gethan, X 23—24 übrig. Roggen trotz festerer Berichte von Frankreich vernachlässigt, X 17.50, russischer X 16 50, Hafer und Gerste ohne Handel. Mehl sehr ruhig. Futterstoffe fest. Wir nottren heute: Mehl Nr. 1 X 41, Nr. 2 X 37, Nr. 3 X 33, Nr. 4 x 29 Nr. 5 X 23, Roggen mehl % (Berliner Marke) X 24, do. II. (Berliner Marke) X 22, Weizen, effect. hies., X —, ab Bahnhof hier X 23.—, ab unserer Umgegend X 22—22.50, do. fremder je nach Qualität X 23—24, Roggen je nach Qualität X 16—17.50, Gerste X 19—23, Hafer X 13—16—, Kohlsamen X —, Erbsen X 19—23, Wicken X 17.—, Linsen X 19—23, Rüböl, detail, X 80. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war nichts; dringend offerirt: sämmtliche Getreidesorten. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht = 100 Kilo.) Herborn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 18. Februar. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 441 Ochsen, 215 Kühe und Rinder, 680 Schweine. Der nächste Markt ist am 14. März l. Js., zugleich Pferdemarkt. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Betr.: Die Stiftungen der Frau Hofgerichtsrath von Krug und ihres Sohnes des Hofgerichtsraths Dr. Karl von Krug. 1054) Anmeldungen zu dem Bezüge von Zinsen aus den oben bezeichneten Stiftungen, welche nach Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 16. September 1875 an 30 Stadtarme, deren Auswahl dem Stadtvorstande zusteht, ausbezahlt werden sollen, sind bis zum 1. März schriftlich oder mündlich bei der unterzeichneten Stelle einzubringen. Gießen, am 18. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Bekanntmachung. Handwerker - Zeichneufchule 1051) Um dem Bedürfnisse der hiesigen Handwerker-Schüler zu entsprechen, ist nunmehr außer dem täglich offenen Zeichnensaale, unter der Leitung des Herrn Architect Hug auch eine Zeichnenschule Abends von 7 bis 9 Uhr, 2- bis 4mal wöchentlich eröffnet worden, in dem Locale des Gewerbvereins in der Weidgaffe. Anmeldungen dazu können daselbst bei Herrn Architect Hug geschehen. Gießen, den 18. Februar 1878. Der Vorstand des Localgewerbvereins in Gießen Dr. H. v. Ritgen. Jagdverpachtung. Indem Hindernisse halber die heutige Verpachtung der Gemeindejagd nicht statt fand, so wird auf Donnerstag den 21. d. MtS., Nachmittags 31/2 Uhr, anderweitiger Termin anberaumt. Alten Buseck, den 18. Februar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei AltemBuseck. 1046)__Wagenbach._________ Jagdverpachtung der Stadt Allendors a. d. Lda. Die Jagdoerpachtung vom 13. l. Mts. ist in Hinsicht der zweiten Abtheilung und zwar derjenige« jenseits der Lumda, welche von den Gemarkungen Treis a. d. Lda., Beuern, Climbach, Allertshausen und Lon darf begrenzt wird, nicht genehmigt worden, Deshalb genannte Abtheilung Donnerstag den 21. Februar 1878, Nachmittags 1 Uhr, auf hiesigem Rathhause nochmals verpachtet werden soll. , ___ Allendors a. d. Lda., am 15. Februar 1878. Grotzh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. 980) Siebe r. Versteigerungen. Holzversteigerung. Dienstag den 26. und Donnerstag den 28. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Reiskircber Gemeinde-Wald, District Wilshäuierwald nachverzeichmtes H«lz versteigert werden, ols: Dienstag den 26. b. Mts. kommen zur Versteigerung: 38 Etcheu-Baustämme von 15—38 Centi- meter mittlerem Durchmesser, von 2—10 Meter Länge — 8,63 Festmeter enthaltend, 1 Buchen-Stamm 0,23 Festmeter enthaltend, 228 Nadel-Baustämme von 15—48 Centi- meter mittlerem Durchmesser und von 8 — 18 Meter Länge — 97,04 Festmeter enthaltend, 25 Eichen - Derbstangen 1,20 Festmeter enthaltend, 535 Nadel - Derbholzstangen von 8—14 Meter Länge — 42,39 Festmeter enthaltend. 3239 Nadel-Reisig-Stangen = 66,20 Festmeter enthaltend, Donnerstag den 28. d. Mts., 150,5 Rmtr. Buchen-Scheit, 14 „ Nadel-Scheit, 45 „ Buchen-Knüppelholz, 10 „ Eichen- „ 38 „ Nadel-Knüppelholz, 58 „ Buchen-Stöcke, 2 „ Eichen- „ 60 „ Nadel- „ 2775 Wellen Buchen-Reisholz, 200 „ Eichen- 1875 „ Nadel- Die Zusammenkunft ist am Walpersberg am Wege nach Bersrod zunächst an der Waldgrenze. Reiskirchen, am 18. Februar 1878. Grotzh. Bürgermeisterei Reiskirchen. 1040) Jünger. 340) An- und 23 er räufln) iF getragenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cours gesetztem (Selbe, alten Oelgemälden, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren Werg, Möbeln rc. bei LouiS Rothenberger, Neuenweg 193, neben dem „Gasthaus zum Löwen". Holzverfteigerung im Wiesecker Gemeindewald. In dem Wiesecker Gemeinoewatd, District Badenburger Wäldchen kommen zur Versteigerung : I. Donnerstag den 28 Februar d. I., von Vormittags 9 Uhr an, 230 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 56 „ Eichen- „ 108 „ Buchen-Prügelholz, 54 „ Eichen- „ 109 „ Buchen-Stockholz, 62 „ Eichen- „ 4130 Stück Buchen-Wellen, 1280 „ Eichen- „ II Freitag den 1. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an, 190 Eichen-Stämme bis zu 87 Centimtr. Durchmesser und 14 Meter Länge, 18 Nadel-Stangen. Wteseck, den 18 Februar 1878. Großherzogi. Bürgermeisterei Wieseck. 1038)___________Lang._______________ Holzverfteigerung. Freitag den 22. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr, soll im Leihgesterner Gemeindewald, District Hang nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 1) 200 Raummeter Nadel-Scheit. 2) 248 „ „ Knüppel. 3) 149 „ „ Stock. 4) 2600 Nadel-Wellen. 5) 38 „ Stämme mit 13.61 Festm. 6) 71 „ Derbstanqen mit 3.63 „ ' Leihgestern, am 18. Februar 1878. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. 1025) Heß. Bau und Werkholz- Bersteigerung in den Staufenberger Gemeinbewalbungen. Dienstag den 26. Februar, von Morgens 9 Uhr an, sollen in den hiesigen Waldungen, Diftric ten Eichwald, Eicheheeg und Maistrauch nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 57 Eichenstämme mit 8,49 cm, 1340 Nadel- und Fichtenstämme bis zu 31 em Durchmesser und 19 m Länge mit 408,66 cbm. 1464 Fichtenstangen bis zu 15 m Länge, mit 75,99 cbm. Die Zusammenkunft und der Anfang ist im District Eichwald. Staufenberg, am 18. Februar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Staufenberg. 1037)___________Vogel.________________ Holzverfteigerung in der Frstl. Obersörsterei Hohensolms. Montag den 23 d. M., Morgens 9 Ubr anfangend, soll in rem District .Fuchslöcher" zunächst Oberlemp, nachstehendes Gehölz versteigert werden: 9 Rmtr. Kiefern-Prügelholz, 206 „ „ Stockholz, 730 Wellen „ Reisholz, 80 Kiefern-Stämme mit 22,26 Festmtr., 236 „ Stangen I. und II. Classe. Hohensolms, am 16. Februar 1878. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. D ö r m e r, 1016) Revierförster. Meusversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Gegründet 1827. Eröffnet am I. Januar 1829. Versicherungsanträge werden durch unterzeichneten Agenten entgegen» A. Ricker genommen und vermittelt. 741) Stand am I. Januar 1878. Versichert 50640 Personen mit ...... Banksonds............. Ausgezahlte Sterbsälle seit 1829 ...... Durchschnitt der Dividende der letzten 10 Jahre Dividende in den fahren 1877 und 1878 je . . 328,000,000 Mark 78,830,000 „ 106,550,000 „ 37,3 Prozent. 41 861) Offerire alle Sorten Steinkohlen, Hessenbrücker Braunkohlen in bekannter Güte zu billigem Preise. 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