1878 Dienstag, den 19. November Meßmer Mneiger Ayeigk- ul AmtsbiE fit In Kreis Sich» RedaetionSbureaur 1 «Al,rftrn6, B 1R GxpeditionSbureaur I Schulstraße V. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. ber Nr. tm enkgege», y'v >ch anwesend W Am 25. Octbr. wurde dem Schullehrer Johann Nicolai zu Ilbenstadt die dritte kath. Mädchen-Schulstelle zu Bensheim, am 26. Octbr. dem Schullehrer Johannes Dix zu Bürstadt die vierte kath. Mädchen-Schulstelle zu Bens-'tuell als die kompetente Behörde erachtete. Kr. 270 fiel 30 und die Allerhöchste Familie in ihrem tiefen und gerechten Schmerze trösten! Möge Gott die Großh. Familie und vor Allem auch die erkrankten Glieder derselben in seinen Schutz nehmen, einer baldigen Genesung entgegenführen! Darmstadt, 16. November. Der Großherzog ist heute Morgen fieberfrei. Der örtliche Proceß ist stellenweise im Rückgänge begriffen. Bei dem ; Erbgroßherzog haben sich die Drüsenanschwellungen am Halse vergrößert; das | Fieber ist geringer. Prinzessin Irene ist fieberfrei, doch ist der Zustand im Allgemeinen dem schweren Charakter der Krankheit entsprechend. Die örtlichen Erscheinungen im Halse sind stark entwickelt. Der Zustand der Prinzessinnen | Victoria und Alix ist unverändert. Darmstadt, 16. November. Ueber das Ableben der Prinzessin Marie heim, bem Schullehrer Jacob Liebmann zu Nackenheim die erste Gemeinde Schulstelle zu Weinolsheim und dem Schullehrer Ludwig Weitzel zu Bernsburg die erledigte Gemeinde-Schulstelle zu Sellnrod übertragen. 7. Charakterertheilung. 8. Dienstentlassung. Am 1. Novbr. wurde der Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen Friedrich Trefz auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 10. Novbr. an aus dem Dienste entlasten. 9. Nuhestandsversetzungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädtgst geruht: am 27. Octbr. den Pfandmeister bei dem Rentamt Alsfeld Georg Christian Aller, sowie den Zugmeister bei der Matn-Neckar-Etsen- bahn PH. Götz, Letzteren temporär in Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit, in den Ruhestand zu versetzen. 10. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hamm mit einem Gehalte von 900 «A; die zweite Gemetnde-Schulstelle zu Mombach mit einem Gehalte von 1020 JL 11. Sterbefälle. Gestorben sind: am 11. Octbr. der Schullehrer Georg Holl zu Nidda; am 12. Octbr. der evang. Pfarrer Christian Körwer zu Armsheim; am 15. Octbr. der evang. Pfarrer Wilhelm Weiffenbach zu Stein- Bockenheim; am 24. Octbr. der kath. Pfarrer Hermann Joseph Rupp zu Gaulsheim. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohir» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pst mwohnuna m Julius Wallach, ife L hMiv teerten für rt dauerhaft angt» KeutschLand. Gießen, 16. November. Die „Darmst. Ztg." vom 16. dss. enthält folgenden Art>kel, welchem wir uns aus vollstem Herzen anschließen: Mit dem tiefsten Schmerze erfüllt die heutige Trauerkunde unsere Herzen. Ihre Großh. Hoheit Prinzessin Marie ist in der vergangenen Nacht tm Alter von 4y2 Jahren (sie war geboren am 24. Mai 1874), an der Diphteritis Berlin, 16. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." ist in der Lage, das Schreiben mttzuthetlln, welches der Herzog von Cumberland anläßlich des Todes seines Vaters seiner Zett an den Kaiser und König gerichtet hat. Das von Gmunden, tm Juli 1878, datirte, an des Königs von Preußen Majestät adressirte Schreiben zeigt den Tod des Königs Georg an und fährt dann fort: In Folg- dieses Todesfalles sind alle Rechte, Prärogative und Titel, welcoe dem Könige, meinem Vater überhaupt, insbesondere in Beziehung auf das Königreich Hannover zustanden, kraft der in meinem Hause bestehenden Erbfolgeordnung auf mich übergegangen. Alle diese Rechte, Prärogative und Titel halte ich voll und ganz aufrecht. Da jedoch deren Ausübung in Beziehung auf das Königreich Hannover tatsächliche, für mich selbstverständlich nicht rechtsverbindliche Hinderntffe entgegenstehen, habe ich beschloffen, für die Dauer dieser Hinderntffe den Titel „Herzog von Cumberland, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg" mit dem Prädicate „Königliche Hoheit" zu führen. Indem ich auch hiervon Mtttheilung mache, wird besonderer Erwähnung nicht bedürfen, daß meine und meines Hauses in voller Selbständigkeit bestehenden Gesammt- rechte durch zeitweiligen Nichtgebrauch der dieselben bezeichnenden Titel und Würden in keinerlei Weise aufgehoben oder eingeschränkt werden können. Ich verbleibe Euer Majestät freundwilliger Bruder und Vetter Ernst August. — Die Eröffnung des Landtags am 19. d. findet Mittags um 12 Uhr Weißen Saale des königlichen Schloffes statt. w H. men -« nchegen, wW 4. Ordensverleihung. 5. Namensveränderungen. 6. Dienstnachruhten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 23. Octbr. den von dem Herrn Fürsten zu Leiningen aus bie evang. Pfarrstelle zu Rothenberg präsentirten evang. Pfarramts-Candidaten Emil Knodt aus Eppelsheim für diese Stelle zu bestätigen; am 27. Octbr. ! len praktischen Arzt Dr. Georg Psannmüller zu Mörfelden zum Arzte an, dem [ Landeszuchihause zu Marienschloß zu ernennen; am 28. Octbr. den Oberförster : der Oberförster ei Nieder-Eschbach Bernhard Bornemann in gleicher Dtensteigen schäft in die Oberförsterei Lich zu versetzen; am 1. Novbr. die in Gemäßheit , der Art. 2, 3 und 4 der Declaration vom 31. Januar 1837 über die Rückgabe der Verwaltung des düfseitigen Kaufunger Stiftsfonds an die althessische Kitterschaft des Großherzogthums Heffen von den beteiligten adeligen Familien zu den drei Obervorstehern gewählten und präsentirten Oberstkammerherrn Hermann Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau, Excell., in Darmstadt, Oberst a. D. und Kamnnrherrn Giefebert Frhrr. v. Riedesel zu Eisenbach in Lauterbach, — Major a. D. und Kammerherrn Adolph Frhr. v. Rotsmann in Darmstadt, — in der gedachten Eigenschaft landesherrlich zu bestätigen. (gib. 24. Mai 1874) jüngsten Tochter des Großherzogs, berichtet die „Darmst. Ztg." noch Folgendes: Die Prinzessin Marie ist heute 20 Minuten nach Mitternacht gestorben. Der Tod trat, obwohl bis zu diesem Zeitpunkt die Athmung völlig unbehindert war, ganz plötzlich in Folge einer Verschließung der Stimmritze ein, welche höchst wahrscheinlich durch eine abgelöste, weiter oben gebildete diphterttische Haut bewirkt wurde. Dr. Etgenbrodt. Dr. Jäger. Darmstadt, 16. November. Wegen des Ablebens Ihrer Großherzoglichen Hohett Prinzessin Marie von Heffen ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer von sechs Wochen, vom Heutigen bis einschließlich den 27. Decem- ' !. Js., verordnet worden. Darmstadt, 15. Novbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beil. 8, in ren, - •hs. (812 I, 28) enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 21. August d. Js. der zehl.jährige Sohn des Friedrich Kessel II. zu Nierstein von einem etwa Meter vom Lande treibenden Schiffe in den Rhein. Der am Ufer arbeitende Taglöhner Johann Eichner IV. von Nierstein sprang, als er dies sah, mit seinen Kleidern in den Strom, erreichte schwimmend daS schon mit dem Tode ringende Kir d und hielt daffelbe mit der größten Anstrengung auf einer Strecke von etwa 150 Meter so lange über Waffer, bis der Schiffer Peter Ranzenberger von Nierstein mit einem kleinen Nachen herzusahren und ihn, der selbst dem Versinken nahe war, mit dem geretteten Kinde aufnehmen konnte. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben dem Joh. Eichner IV. von Nierstein für diese muthvolle, mit eigener Lebensgefahr vollbrachte That, neben Bewilligung einer Geldprämie, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" Allergnädtgst zu verleihen geruht. 2. Uebersicht der für das Jahr 1879 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen in den israelitischen Reltgions Gemeinden des Kreises Gießen. 3. Ernennungen in Beziehung auf de« Landtag. Ä Mrrivtchr ■Jjjw Baue 9ü "Mar, iji J: Wetlien. Gärtner, Jobiitant StM, (ÄüTKj nethen. Htfierreich. Wien, 16. November. Der berühmte Bildhauer Fernkorn ist gestorben. 3Wien, 16. November. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom 15. d.: Nach auf der Pforte eingelaufenen Meldungen nimmt der Ausstand in Macedonien immer größere Dimensionen an; derselbe breitet sich bereits nach Theffalien und Epirus aus. Eine Gruppe Aufständischer befindet sich im Gebirge von Malesplantna. Dsuma, Krescchner und Melnik, eine zweite in Kosjeg, Planinakrania und Kustendil, die dritte concentrirt sich in Karadeq- Veretschka, Monastir und Florina, die vierte breitet sich an den Abhängen des Olymps in Verca und Elaffona aus. Die letztere besteht zumeist aus Griechen, die übrigen meistens aus Bulgaren. Die politische Tendenz ist für Viele nur der Vorwand zu Raub und Plünderung. Das Seraskierat hat 23 Bataillone reguläre Truppen und 5 Batterien zur Bekämpfung des Aufstandes aufgebracht. In den letzten Tagen sanden fortwährend Minister-Conseils in Betreff der griechischen Frage und des defimttven Friedens-Vertrages mit Rußland statt. In Betreff der Ersteren ist man geneigt, mit Griechenland bezüglich der Grenz- Recttfication sich bald in Verbindung zu setzen. In Betreff der Letzteren ist auf der Pforte ein Vertrags-Entwurf ausgearbeitet worden, welchen man dem Fürsten Lobanoff vorlegen will. Unter dem Vorsitze Karatheodori Paschas wurde eine Commission eingesetzt zur Ausarbeitung von Reformen für alle Provinzen der europäischen Türket, welche von dem Berliner Vertrag nicht dtrect berührt werden. Im Uebrtgen sollen die von Midhat Pascha in Syrien etnzu- führenden Reformen als Ausgangspunkt aller Reformen für das ganze türkische Reich dienen. In Ostrumelien dürfte das von dem türkischen Delegtrten vorgeschlagene Organisattons-Project von der Commission in Bausch und Bogen angenommen werden. Dem Projekte wird ein sehr liberaler Charakter nachgerühmt. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad: Die internationale Commission in Vranja dürfte die Grenzregulirung zwischen Serbien einerseits und Bulgarien und der Türkei andererseits längstens in zwei Wochen beendet haben. Die hiesige Bisckofs-Synode hat ihre Arbeiten beendet und die angeregte Frage wegen der griechisch orientalischen Kirche in Bosnien und der Herzegowina von der Tagesordnung abgesetzt, indem sie hierfür die Synode von Karlowitz eve^- Schulstr» ZS «at^X*** * (7046 !. ank, M, :e^tetfr__ niete empW ftepatirin ton Wen Neue SamtM Geschmackvollste ö" -WiM. e Wohnung von |Bd lich Parteue, nebß ann auch ein mer mit W, für fein. Offerten unter . »I.________________ Werg, MiAg en tauft •r, fflnitttuw 193 gestorben. Unser Ällverehrter Landessürst, Se. König!. Hoheit der Großherzog, selbst aus dem Krankenbette darniederliegend, die Allgeliebte Fürstin, Ihre | königliche Hoheit die Großherzogin, haben den herbsten Schmerz erfahren, der ------I Elternherzen treffen kann, sie haben ein geliebtes Kind durch eine schreckliche lebör Tu?? ’ Seuche verloren, welche auch noch die Geschwister und den Allerhöchsten Vater ' Dr selbst erfaßt hält. War schon die innigste Thetlnahme des hessischen Volks --------- durch die Krankheitsfälle in dem Großh. Hause erweckt, so steigert sich durch die jüngste traurige Nachricht diese Thetlnahme zum tiefsten Mitgefühl, zur schmerzlichsten Bekümmerntß. Möge Gott der Herr die Allerhöchsten Eltern vembers, wo die Antwort des Emirs Lrchir Ali eintreffen muß, eine Unter, redung zu bewilligen. Telegraphische Depeschen. ®&*gncr’< telegr. Torresponde«; - Brrre««. Darmstadt, 17. November. Ein Extrablatt der „Darmst. Ztg." bringt folgendes Bulletin von heute früh 9 Uhr: Der Großherzog ist fortwährend fieberfrei; die diphteritischen Membranen haben sich bi« jetzt erst theilweise abgestoßen, die entschiedene Besserung schreitet jedoch fort. Bei dem Erbgroß. Herzog ist entschieden eine Wendung zur Besserung eingetreten. Rom, 17. November, früh. Die Tiber ist in fortwährendem Steigen begriffen und verursacht bedeutenden Schaden, da weite Strecken des Userlandeö unter Wasser gesetzt find; auch sind bereits einige Leichen vom Strome ange« schwemmt. An vielen Orten haben sich Unterstützungs-Comit^s gebildet. Lemberg, 17. November. Anläßlich des erlassenen Verbotes eines Fackelzuges zu Ehren des Abgeordneten Hausner sanden gestern Abend bedeutende Excesse statt; ein Polizei-Commissär und einige Polizeimänner wurden mißhandelt, worauf die Polizei zu den Waffen griff. Mehrere Excedenten wurden verwundet und verhaftet. In der Nacht war das Militär consignirt. Rom, 17. November. Trotz nächtlichen Regens ist der Tiber bedeutend gefallen und jede Gefahr scheint beseitigt. — Das gestern verkündete Urtheil des Appellhofes in der Angelegenheit Lambertini-Antonelli verwirft das Erkennt, niß erster Instanz, läßt die von der Gräfin Lambertini verlangten Zeugende, weise nicht zu und verurtheilt die Gräfin in die Kosten. Paris, 17. November. Schuwaloff ist hier eingetroffen, ferner die englischen Minister der Marine und des Krieges; letztere kamen von Marseille. — Abends. Der „Agence Havas" wird aus Rom von heute telegra« phirt: Es geht das Gerücht, der König sei in Neapel, als er auS dem Bahn. Hof trat, durch einen Messerstich leicht verwundet worden. Der Mörder sei verhaftet. Madrid, 17. November. Der öffentliche Ankläger beim Appellgericht hat gegen Olivia y Moncasi die Todesstrafe beantragt. Bukarest, 17. November. Die Kammern sind zum 27. d. einberufen; zur Eröffnung wird der Fürst eine Thronrede verlesen. Portugal. Lissabon, 15. November. Der Justizminister hat seine Entlassung gr, nommen und ist der Marinewinister mit der einstweiligen Leitung des Justiz. Ministeriums beauftragt worden. Demnächst wies Tisza an der Hand der Ereignisse nach, daß keine andere Politik befolgt worden sei, als die von ihm wiederholt im Hause dargelegte, nämlich zu verhüten, was mit unseren Existenzinteressen im Widerspruch stehe, daß irgend eine Macht die Gestaltung des Orients in den Kreis ihrer Omni- potenz ziehe. — Tisza sprach die bestimmte Hoffnung aus, daß der Berliner Vertrag von allen Mächten pünktlich eingehalten werde ohne Störung des europäischen Friedens. Wenn jedoch irgend eine Macht die Bestimmungen und die Durchführung des Berliner Vertrages aufheben werde, so „werden wir, die wir unsere Interessen mit den Interessen Europas in Einklang zu bringen ver- standen, im eventuellen Kampfe nicht allein stehen." Es handele sich darum, daß in den orientalischen Kleinstaaten und im Herzen der dort wohnenden Stämme der Glaube Wurzel fasse, daß, wenn einmal die Orientwirren unaufhaltbar seien, diejenige Macht, welche auf ihr Schicksal den größten Einfluß zu nehmen vermöge, nicht eine andere Macht, sondern daß dies Oesterreich-Ungarn fei. — Die Rede wurde von häufigen Beifalls-Kundgebungen seitens der Rechten unterbrochen. Pesth, 16. November. Der „Pesther Lloyd" nennt die Rede Tisza's eine polttsche That, welche die Ueberzeugung wachrufen werde, daß Oesterreich. Ungarn sich seiner wahren Interessen im Oriente und seiner Machtstellung bewußt sei. „Nemzeti Htrlap" steht den Schwerpunkt in der Erklärung, daß nicht eine einzelne Macht die Gestaltung des Orients in den Bereich ihrer Omnipoten; ziehen dürfe. „Ellenör" bezeichnet die Rede weniger als eine Ent- hülluig, denn als eine von den bekannten Thatsachen ausgehende mächtige Argumentation. Die oppositionellen Blätter sind unzufrieden und erblicken in der Politik der Regierung ein Pactiren mit der russischen Machtausbreitunz. Dänemark. Kopenhagen, 16. November. Der Herzog von Cumberland ist gestern Abend hier angekommen; am Bahnhof waren zum Empfang der König, der Kronprinz und Prinz Waldemar anwesend, mit welchen der Herzog sich alsbald nach dem Restdenzschloß Fredensborg begab. England. London, 16. November. Die „Morning Post" will wissen, die von der britischen Regierung beabsichtigte Rectificirung der indischen Nordwestgrenze werde die permanente Besetzung von Quettah und Djellalabad umfassen und die Anstellung britischer Residenten in Kabul, Kandahar und Herat im Gefolge haben. — DaS Comitö der die Politik der Regierung in der afghanischen Frage mißbilligenden Partei hat Lord Beaconsfield ersucht, ihm im Laufe des 20. No- Pesth, 14. November. Der Kaiser empfing heute Mittag die Depu- i tation aus der Herzegowina. Aus die Ansprache des die Adresse überreichenden i Mitgliedes der Deputation erwiderte der Kaiser etwa Folgendes: Er werde für das Wohlergehen und den Fortschritt des herzegowinischen Volkes Alles thun, fordere aber auch, daß dasselbe seinen Befehlen und den Anordnungen der Behörden Folge leiste. Die Deputation könne seiner wärmsten Gefühle sicher i sein; doch werde der Kaiser jede Ausschreitung nach Gebühr ahnden. Alle Eon- ' sessionen des Landes, die gewohnten und begründeten Rechte wurden Schutz bei dem Kaiser finden. Der Kaiser schloß seine Erwiderung mit folgenden Worten: Wenn Sie heimkehren, sagen Sie Ihren Mitbürgern, daß der Kaiser ausricht gst Ihr Wohlergehen wünscht und sein gegebenes Wort hält." Die Erwiderung des Kaisers wurde von der Deputation mit begeistertem Zivio beantwortet. Die Deputation begab sich sodann zum Grafen Andrassy, welcher derselben erklärte die Freiheit für alle Religion sei die Devise des Kaisers. „Sie können Ihren Mitbürgern versichern, daß ihre Interessen in vollem Matze gewahrt werden, und ihnen sagen, daß wir hoffen, Christen und Türken werden friedlich neben einander leben. Die Zukunft wird hierfür den Beweis erbringen." — Ein Mitglied der Deputation ersuchte den Minister, die in der Proclamatton festgesetzte Frist für die Rückkehr in die occupirten Länder zu verlängern. Graf Andrassy versprach, sich hierfür bet dem Kaiser zu verwenden und drückte die Ueberzeugung aus, daß der Kaiser dies berettwtlligst gewähren werde. — Sodann begab sich die Deputation zu dem Minister-Präsidenten Tisza, der dle Hoffnung aussprach, daß, nachdem nun der Friede hergestellt sei, man die Wohl- thaten des Friedens in Ruhe genießen und von den Leiden des Krieges werde erholen können. — Minister-Präsident Fürst Auersperg versicherte der Deputation, daß die Regierung ihr Wohlergehen wünsche und daß er hoffe, die Deputation werde den besten Eindruck von Oesterreich-Ungarn mitnehmen. Der Retchskriegsmtnister hoffte, die Deputation werde den Eindruck erhalten, daß mit uns gut auszukommen sei; er glaube dies umsomehr, als unter dem Scepter des Kaisers viele Völker glücklich leben, welche dieselbe Sprache sprechen, wie sie. Er, der Minister, werde, sobald es ihm nur Halbwegs möglich sei, ihr Land besuchen. Schließlich sprach die Deputation bei dem Reichs-Ftnanzminister vor, welcher sagte, der Umstand, daß die Deputation sowohl was den Stand, als die Religion betreffe, aus heterogenen Elementen bestehe, eine Bürgschaft sei, daß das in der Herzegowina begonnene Werk gelingen werde. Pesth, 15. November, Abends. Bei der Generaldebatte über den Adreß- entwurf im Unterhause erklärte Ministerpräsident v. Tisza: er finde die laut werdenden Besorgnisse natürlich bet den die Monarchie so nahe berührenden weltgeschichtlichen unaufhaltbaren Ereignissen, die sich nur soweit modificiren ließen, daß sie die Existenz des Staates nicht gefährden. Die einzige Politik Oesterreich-Ungarns seit dem Beginn der Orientwirren habe nur daraus gerichtet fein können, daß die Integrität der Türkei soweit möglich erhalten bleibe, und wenn dies unmöglich, daß die Türket nicht zur Beute Rußlands werde. — Die Begebenheiten der letzten Jahre resumirend, legte der Minister dar, daß Oester- reich-Ungarn gegen den russisch-türkischen Krieg hätte protesttren können, dann aber bet der damaligen Jsolirtheit der Monarchie ein österreichisch-russischer Krieg entstanden wäre; ein solcher hätte, wenn er auch sür uns siegreich ausgefallen wäre, uns hundertfache Blutopfer und mindestens zwanztgfach Geldopfer im Vergleich zu der Occupatton gekostet. — Tisza kam dann auf den Berliner Congreß zu sprechen und wies die tiefgreifenden Unterschiede zwischen dem Vertrage von San Stefano und dem Berliner Vertrage nach. Gegenüber dem Vorwurf, daß die Legislativen nicht zuvor von der Occupatton Bosniens benachrichtigt worden seien, erinnerte Redner daran, daß die britische Regierung sogar die Garantie des ketnasiatischen Besitzes der Türket übernommen habe, ohne daß das Parlament hiervon eine Ahnung hatte. Gtugefandt. In ihrer letzten Nummer im -weiten Blatte berührten Sie In beni «JW™ btt lebten Stadtverordneten Versammlung den Pafsug detr Ueberlaflung deS RE-w»^ «aale? nur ganz kur,. Wie Einsender diese, durch Zusall erfahren, wurde derlei' auch dem Sonntagsverein (foS wohl richtiger herein zur H-"igh-ltu->< beß Sonntags heißen) zur Abhaltung von Versammlungen von den Stavlvrr Be rur t s ch t e s. ** Die „Köln. Zeitung" wies dieser Tage wiederholt mit Belegen auß amerikanischen Verhältnissen und Worten de« englischen Philosophen MaculayS auf die Bedeutung des Jnserirms hin. Zur Zeit der alten Postkutsche mögen allerdings die Geschäfte ohne die Annoncen geblüht haben, wird darin u. A. auSgeführt, daß ist fttzl aber anders geworden. AuS jenen Zeiten ist nun auch die Jvee helübergekommen, daß solide Häuser der Welt von selbst bekannt sein müßten und daß ein Jeder gewisser- maßen die Pflicht habe, von der Existenz eine« solchen HauseS Kenntniß zu besitzen. Der „Mainzer Anzeiger" behandelt gleichfalls dieses Thema und knüpft hieran folgende beachtenswerthe Bemerkungen: „Wenn Jemand dieser Pflicht aber ntch: nachkommt, so ist das schlimm für — ja für wen eigentlich? Bedarf der Käufer eine gute Waare und erhält er von einem weniger soliden Hause etwas schlechtere, so ist das allerdings für ihn ein Schaden; aber das solide Haus hat noch mehr Schade», das Geld des Käufers geht ihm verloren. Es ist nicht Jedermann« Sache, wenn n etwas bedarf, in der Welt herumzuschretben und anzufragen, woher er eS beziehen Erinnert er sich diesen oder jenen Artikel in den Blättern angeboten gesehen zu haben, so wird er an den Interessenten sich zuerst wenden. Man muß sehen, was die grotztm Häuser in Amerika, England und Frankreich aufwenden, um das Publikum fortwährend an ihre Existenz zu erinnern. . rr ,a Sie wissen recht gut, wie bald bei unferm raschen Leben etwa« vergessen 1® Einzelne deutsche Häuser haben es ihnen nachgemacht und da sie noch fortfahren, mmsm sie doch ihre Rechnung dabei finden. Man zahlt auf diese Weise Tausende, um zehi- fache Summen ins Geschäft zu ziehen. Ja es gibt Maaren, Artikel, die nur durch dir Massen-Jnsertion möglich geworden und zu halten sind. DaS Annonctren ist zu themr. sagt der Eine oder Andere. Allerdings es ist theuer geworden, wie Alles seit di Milliardenepoche, Lebensmittel, Miethe, Kleidung u. s. w. Denn der Deutsche frae gewöhnlich erst nach dem Preise und ganz zuletzt nach dem Werthe oder der Qualm der Sache. Ist doch sogar in der Blüthezeit der Submissionen die Idee aufgetauctt, behördliche Inserate auf dem Submisstonswege zu vergeben! Selbstverständlich cam ein Blatt, das 100 Abonnenten zählt, die Inserate viel billiger übernehmen alß et» mit 10,000, braucht eS doch nur lOOmal weniger Papier und Druck. So kann m-v denn auch, neben anderen Umständen, dank schleuderhafter Concurrenz hören, daß dtel-4 oder jene« Blatt viel billiger insertrt. Das erklärt sich durch die geringere Anzahl om Exemplaren, in denen es erscheint. , .. ,AAAA_flr ES muß doch einem Jeden einleuchten, daß eine Annonce, die 10,00001«! flöge druckt wird, nicht bloS mehr Arbeit verursacht, sondern auch größeren Werth 0» Denn waS bezweckt die Annonce? Soll sie dienen das Gewissen deS Inserenten I® entlasten, damit er sagen könne: Ich habe auch DaS versucht, oder soll sie in »M« Kreisen das Publikum aufmerksam machen, daß Diese» ober Jene« dort zu haben ir, oder dort gesucht wird. Das letztere ist doch das Wahrscheinlichere. Ein KaufmaM, der seine Waaren annoncirt, thut es doch nur, um einen raschem Verkauf zu bewirten Jedenfalls vermehrt er die Kundschaft, wenn er in ein Blatt einrücken läßt, welch«' 5-6000 Abnehmer und dreimal so viel Leser mehr hat al« ein andere«, welches fe» Annonce billiger einrückt. Wenn e« dabei bloS auf die Billigkeit ankommt, so ist » billigste Annonce die, wenn man seinem Nachbar erzählt, waS man verkaufen, vermieten hat. Eine solche „Annonce" kostet gar nicht«, dürfte aber auch eineoi Erft S von gleichem Werth erzielen. Also: man werde sich klar, was man b^m JnserM bezweckt. Will man bloS sparen, so unterlasse man e«, will man aber Erfolg hao-v, so sebe man nicht auf den Prei«. sondern auf den Wertb der Annonce.______— Lokal-Rott z. Gießen, 18. November. (Salon Böning.) Wir haben schon Gelegenheit ge- nommen, über die Vorstellungen deS Herrn Profesior Böning zu berichten. Für heute können wir das Publikum bmachrichttgen, daß die am Sonntag gegebene Vorstellunß höchst interesiant und dem gewannten Künstler alle Ehre machte. Hebet die Erscheinung und Vorführung der Stücke, welche er uns zeigte, erstarrt jede Kritik, denn nur Be. wunderung und Erstaunen tritt hier an die Stelle, und Worte sind rein unmögliche den zauberhaften Eindruck zu schildern, welche der sonderbare Seiltänzer, die wunderbare Chatulle, oder: Böning's Zaubermacht und Befehl, Böning'« Retsemappe ober: die Vermehrung im engen Raume, auf uns machte, man weiß nicht, roa« man bewundern soll: ist'« Natur, ist'« Kunst, ist's Talent, ist'« Wahrheit oder gar blol Traum, was man mit eigenen Augen gesehen hat; man muß nur staunen daß so viel Wunderkraft in die Hand eines Sterblichen gelegt ist. E« wird Jeder, der diesen Künstle: gesehen, rufen: „Vivat! es lebe Böning, der Oder-H-x-nmeister!" —r bi M Leicht sl W hnnn Sei fei •;S«# f*1 zt-nksurt Ä- N-r h g. Mdere A Auffv 7085) Die,, frnna L. Älv ßbns derselben rit bei Meidun ijqen an Maf ji bezahlen und Mkung nur ar Gießen, den : Vroßherzogliche I. V. d. D. 2p-emann Defientlid 7093) Nac ’ brr Provinz £ Chris' von i den förmlichen hat, werden d serdert, im Tn Tienstag bei Nachv ihre Forderung bkt Meldung A geltend zu mach soll zugleich di airator und Gl< und wegen Vei fchluß gefaßt t nfcheinenden od b'gttn wird an ^schlüffen der ümden Gläubig« Gießen, am 1 Großherzoglich, Erdmann, - Trichter. löekan ”13) D-S W& Weich ^«Quantum gi Mit in pari Miet gönn, Untoege zur '-hundertiechs *en Werder Bedingt» .^Ingenien ^Wochentag ^nden Offer zuv 9. D W vefichn 3 „y* Mn «Wutta,: 5 Cn9l 8r «00) 1 K r beim Appchch n 27. d. emSerafta; )lne Lutla^ !esq{ fä t8 s Jei dm UM jMw st«,, St^e 4 $ gebildet. ' ""Verbotes A "Abend bedeut wurben mißh-itz, würben verwuM ^iber bedeut 1 verkündete Unk’ ^irst das Erk^ 'langten geuM soffen, ferner h llnen von MarM von heute teiep er auS dein Bch, Der Mördn ir schon GchmD gi berichte >K Hf l gegebene NM lieber die Mm; Kritik, bM m b'.' sind rdn UMM NLreer, blc munto l'i ftilftmappt obr: nicht, was man b> bell oder M blei ^auntn, dotz so öif >n,dn diesen UO Belegen inS meA' Mclll^wsbiiZ!- mögen MN1 bii .uSgeM WHW ksee helübergitom!^ daß ein Zeder M- ; Kenntniß zu W- i unb fnüpft W jer Wcht «ta ü Bebarf bttW«® to«8 Mlft.1*1 i Mt mir et* non» 6«fe K loten (e6tn, was die flg PMtkUNl \6* en etwa« °E noch for*^; He Tausende, {« k ' tkel, die n«^ L-n-t-L'sK « Wh ‘r S&S S%15 Lü-S tss? bAi nt < obr Heß daselbst, nach pors !ausgegangener ch emiicher Uniersuchnng, gegen Avpetttlostgkett.Vcrdaunngsb.schwcrden und sonstigen daraus entstehenden -Störungen im menschlichen Organismus auf daS Beste empfohlen wird. Taufende von Anerkennungen über die JLudtvig Orth, Photograph 7106) B. 1656/10. Zimmer zu oermiethen. Verlags-Anstalt, Leipzig. (6374 entgegen. (7031 Gießen, den 15. Novbr. 1878. Frau JLoott^ Hebamme. 7105) Wissenschaftlich geprüft und mittags 4 Uhr, statt. (7103 Preis ä Fl. v. ca. 330 Gr. Inhalt 3 HI. 50 Pf. , , 660 , Uhr nach längerem Leiden sanft ent- Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) tn Gtetzen. Die Beerdigung Nachmittags 3 Uhr, findet Mittwoch den 20. November, statt. Du Es ist ein 1878. tieftrauernde Schwester: heute Nachmittag 2 schlafen ist. Gießen, den 17. November Die Benedictiner, Doppclkräutcr - Magenbitter, einem auS einem Benedictinerkloster stammen- Recept fabrizirt von: C. Pinsel in Göttingen. C. Pingel, Göttingen, (Provinz Hannover). Atteste wie nachfolgendes stehen in großer Anzahl zu Jedermanns Sinficht bereit: Attest: <5c. Hochwürden Herr Pfarrer Bernhard Haberkorn in Leonberg bet Mitterteich in Bayern, Oberpfalz, berichtet: Wo alle Arzeneimittel vergebens waren, nahm mein Leiden: Sausen im Kopfe, Verdunkelung des Augenlichts, Müdigkeit der Beine und Füße, stete Schlaflosigkeit, sowie Geschwulst an den beiden Fußknöcheln bis an die Waden, schon nach Gebrauch von 2 kleinen Fl. Ihres Benedictiner bedeutend ab und sind mit der dritten ganz verschwunden bis auf einige Spuren der Geschwulst. Ich bitte um fernere Zusendung von 5 Flaschen Benediktiner nnd werde mir die wettere Empfehlung dieses so heilsamen und gesunden Mittels stets angelegen sein lassen :c. (Bestellung) (9) Nur echt zu haben in den meisten Apotheken, Colonialwaaren- und Delicateffen Handlungen. (4166 6 , 75 vermischte Anzeigen. 7094) Vergangene Woche wurde im Frankfurter Hof ein Hut vertauscht. Der betr. Herr wird gebeten denselben bet Herrn Emil Schmal! abzvliefern. ^liberale oder^ ia. ohne dem t ohne em Lil keineswegs jchutzzö Innung sicher! i ü Kankretch fn Radtkalen a i kdant des Frei! H ein Tory, t W ilcle an, . Znetnigten Sta 1 he Sclavent)altf hfajt des irisch zche des Frei Auch bei mit den Liberale delspariii im r ^chen Cornil^, : j schieden ff^rvi ’ .Herr v. ftuyin Todes Anzeige. Statt besonderer Anzeige die traurige Mittheilung, daß unsere liebe Mutter /rau Jledjner Schäfer UJittme nach einem schweren Leiden heute Morgen 7y2 Uhr sanft verschieden ist. Gießen, den 18. November 1878. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag den 19. November, Nach« ■■ Gualvolle Tage, ■■ Wochen und Monate und selbst Jahre verbringen zahlreiche Leidende in der Krankenstube ohne Aussicht auf Besserung; oft aufgegeben von den sie behandelnden Aerzten, als Todescandidaten betracht von den Angehörigen. In solcher Lage empfiehlt sich, wenn es nicht schon früher geschehen die Anschaffung des bekannten Buches Dr. Airy's Na« turheilmethode und kein Leidender wird mehr zweifeln, daß es noch eine Genesung für ihn gibt, wenn er sich verauensvoll der tausendfach bewährten Heilmethode unterzieht. Preis 1 JL, vorräthig in der Buchhandlung von Wtlh. Erras in Frankfurt a. M., auch gegen 1 JL 20 H franco zu beziehen durch Richter's Im Saale des Safe Leib. Zum ersten Male in Gießen. Heute, Dienstag den 19. November, 3. Brillant-Vorstellung vom Professor BöNiNg aus Dresden, großes Zauber-Theater. Kasseöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. 83^ Alles Nähere ist bekannt. E. Böning, Professor aus Dresden. W ohnungs - V er äxiderung. 7032) Einem veiehrlichen Publikum mache ich hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mit dem heutigen Tage meine seitherige Wohnung bei Herrn Gerlipp an der Kirche verlassen habe und von jetzt ab Marktstraße D. 20, bei Herrn Gg. Schultheis, Kürschner, wohne. Todes Anzeige. 7108) Allen Freunden und Bekannten theile ich hierdurch mit, daß mein innig geliebter Bruder Dr. Theodor Keim, Professor der Theologie, Photographische Aufnahmen finden von jetzt ab täglich von Morgens 10 bis Nachmittags 3 Uhr statt. Aufnahmen zu Christgeschenken werden nur bis zum 8. Decbr. angenommen, da spätere Aufträge nicht mehr ausgeführt werden können. Zur Berichtigung. 7107) Die „Oberheff. Nachrichten" bringen in letzter Nummer folgende mich betreffende Notiz: „In letzter Nacht wurde im Laden des Kaufmanns Weidtg eingebrochen und die kleine Kaffe mit einigen Mark ausgeleert. Die größere Kaffe übersah der Dieb, obwohl der Schlüssel daran stak". Ich erkläre solche als nicht der Wahrheit gemäß und muß diesen Vorwurf der Leichtfertigkeit zurückweisen, da ich gewohnt bin, jeden Abend die größere Ladenkaffe zu entleeren, womit die Notiz im „Anzeiger" übereinstimmt. __________Gg. Wilh. Weidig. dem •oex Abnahme von 5 Fl. freie Verpackung, bei lOfrl. freie $er# Packung u. 1 Fl. gratis. Versandt gegen Postvorschuß durch die Niederlagen u-Lvgros-Versandt durch 6786) Die Parterre-Woynm.g tu meinem Hause, Seltersberg, ist durch Wegzug detz Herrn Alwin Kreutzer, per 1. Februar t. I. zu oermteihen. _______S. Katzensteiu, Holzhandlung. 7006) Eine Füunl enwohnung zu ver- miethen und bis zum IS.^Dec. zu teziehen. H einrich Ruckstuhl IL, Gartleld. 6634) (£tn großes, elegant möbltrtefi ! Wenzels Garten Dienstag Abend: Zungenragout. Gebackene Wetzsteine. Hu «Krieg er=Uerein Dienstag den 19. November, Abends, 7084) Versammlung im Cafe Klein. Tagesordnung: 1) Wahl des Delegirten zum Verbandstag. 2) Besprechung über die Feier des Stiftungsfestes. 7089) Heute Abend bei LouiS Lony. 7101) Mehrere brave Mädchen vorn Lande und auS der Stadt suchen Stellen für gleich und auf Weihnachten. Frau Bärrn, Verrniethungsbureau Schloßgosse B. 6. 6282) Ein neu hergerlch.etes, freundliches Familienlogis, sofort beziehbar, zu oermiethen. Heinrich Möser I., Neustädter-Thor. Än einer Wirtschaft wird 1 Zimmer an eine Gesellschaft abgegeben. 7061) Nähere- bet J. Thoma. 7067) Ein braves Dienstmädchen wird gesucht. Auskunft ertheilt die Exp. d. Bl. Eingeschlagene Zwetschen zum Brennen zu kaufen gesucht. Offerten unter 0. G. nimmt die Exped. d. Bltts. 6889) Mödltrtes Zimmer zu oermiethen. _____________ Mäusburg D. 16. 6962) Eine Familienlogis ist dis 1. Dec zu vermietbkn. Emil Euler, Asterweg. 7036) Etne Mansarden - Wohnung zu vermtethen bei Theodor Schmidt, Gartfcld. 7054) Ein möblirteS geräumiges Zimmer zu oermiethen bei Stadtg.-Act. Funk. 7073) MöblirteS Zimmer zu oermiethen. _____________________Löwengasse C. 160. 6882) Ein Familienlogis zu vermitthen. __________ Jacob Neider, Gartfeld. 5260) D'e dritte Stock meines Hauses — 5 geräumige Zimmer mit Zuaehör — ist zu oermiethen.Dr. Dornseiff. Aermiethuugeu. 7104) MLbltrtes Zimmer mit kleinem Cabinet, parterre, bei __________________H. Sack, Mülgaffe. 7091) Zimmer mit oder ohne Mövel zu oermiethen. Tiefenweg 144. 7102) Ein kleines LogiS zu oermiethen. __________________________Lindenplatz 244. 6954) Zwei mödltrte Zimmer per 1. Dec. zu oermiethen. _________P. Hollmann, Neue Bäue. 6872) Ein Zimmer möbltrl oder un möblirt an einen älteren Herrn oder Dame zu oermiethen__________Neue Bäue 85. 5985) Die Mansardenwohnung tn meinem Hause, Frankfurter Straße, ist alsbald oder per 1. Januar zu oermiethen. A. Geisse. I lestialS brr gei | Taren glechmoh i Jtn Herren Du ! ter Name des Ida er an der ß Hille in Antrag Tesmnuni l] für Königsberg « Danzig, weil I wohner mit tei i erscheint es, wt I rahren Vertret! Il ch e die „Nal I «lcher gesagt i I iur über die Lt m Bemerkung, ^gegangen jei bahl Comil^ jf steril ein rein *4 andere mit itltn Gelegenht Parili zu «chnung des ll :;n Berlin au< •w heibänbleiij verdrängt den früh »an ihn (i Zollreform die Naii {J Diederwahi M« jurücfl W, l»o8 u aii bütfen. N I-Igl : eu‘Ä 6 Ä Iks»‘S I 7096) Wegen Ablebens Ihrer Großherzoglichen Hoheit ver Prinzessin Marie fällt das auf Mittwoch den 20. d. Mts. anberaumte Tanzvergnügen aus und wird an dem darauf folgenden Mittwoch, den 27. November d. I., stattfinden. Gießen, den 17. November 1878. Der Vorstand des Gefellfchafts-Dereius. Die von dem Frauenverein für Armen- und Krankenpflege veranstaltete Verloosung wird Mittwoch den 2Q, Novbr., Nachmittags 2 Uhr, im Saale des alten Kathhauses stattfinden. Tags zuvor, Vormittags von 10 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr werden Mitglieder des Vorstandes dort zur Entgegennahme der Gaben anwesend sein und werden die Freunde unsers Vereins freundlichst ge* beten, die uns für die Verloosung zugedachten Gegenstände zu den angegebenen Stunden dorthin zu senden. Von Mittwoch Vormittag 10 Uhr an werden die eingegangenen Gaben zu Jedermanns Ansicht ausgestellt sein. An beiden Togen sind auf dem Rathhause auch noch Loose k 20 H zu baben. Der Vorstand»