o 1 L Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Gießen, den 14. October 1878. Betreffend: Die Ableistung des Verfasiungseides. Montag den 18. November l. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Nathhaus zu Hungen stattfinden. hsten Dank- die ttaurtge^ Jung, meister- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Pf. gefährlich macht. Oesterreich UKb Rußland stehen diesmal Seite an Seite der Türkei gegenüber und werden für die Verwirklichung ihrer Pläne bei der dritten Kaisermacht den festen Rückhalt finden, der dem Einvernehmen beider seit der Gründung des Dretkaiser-Verhältniffes von vornherein gesichert ist. Die Mtt- telmeer-Mächte werden aber den Zerstückelungsproceß der Türkei um so weniger mit Gewalt aufhalten wollen, da sie sich über die eigene Betheiltgung an der Erbschaft des todtkranken Mannes leicht einigen können. Sie wollen die betreffenden Personen zu diesem Termin vorladen und daß dies geschehen, unter Namhaftmachung der Vorgeladenen, uns vor dem Termin anzeigen oder berichten, daß Niemand vorzuladen sei. Halten sich dergleichen Personen auswärts auf, so ist der Aufenthaltsort anzugeben. Dr. Boekmann. Wiener H en ist- erbliche"6"; * Zur allgemeinen politischen Lage. Der Verlauf der Dinge auf der Balkanhalbinsel gestaltet sich immer bedrohlicher für die Türkei. Seit der Unterzeichnung des Berliner Friedens ist erst ein Vierteljahr verfloffen und schon hat sich allgemein die Ueberzeugung Bahn gebrochen, daß ein neuer Act des durch den Congreß nur auf kurze Zett zum Stillstand gebrachten Auflösungs-Processes der Türkei bevorstehe. Die Pforte selbst trägt an dem unerbittlich über sie dahinschreitenden Geschick offenbar die meiste Schuld. Durch das Rundschreiben, in welchem sie die österreichische Armee der barbarischsten Schandthaten zu beschuldigen sich Mitglied btt LeWe zu Ä bei Koffovo einen bedeutsamen Ausdruck gegeben. Die österreichische Regierung fleht sich freilich in ihrer militärischen Action augenblicklich durch die Finanz- Kalamität, die Ministerkrtsis und zumal durch die Abneigung der Magyaren gegen eine Annexionspolitik einigermaßen gehemmt. Aber die Pforte selbst hat ihr durch ihr beleidigendes Auftreten die Wege zur Ueberwindung der vorhandenen Schwierigkeiten geebnet. Die Adreffe des croatischen Landtages, welche die Eingliederung der türkischen Provinzen in die Monarchie verlangt, zeigt deutlich genug, wohin die Dinge treiben. Oesterreich wird daher für seine Action die Richtung auf Salonichi, welche ihm seine wirthschaftltchen Jntereffen gebieterisch anweisen, auch in militärischer Beziehung festhalten und sich in seinen wettern Plänen durch einen etwaigen activen Widerstand der Pforte nur bestärkt fühlen. Rußland hat nach Empfang der türkischen „Greuelnote" den Spieß etn- sach umgekehrt und dieselbe seinerseits nicht blos mit Beschwerden über die im Rücken seiner Truppen von Mohamedanern an Christen verübten Metzeleien beantwortet, sondern auch die Mächte zu gemeinsamen Schritten aufgefordert, um derartigen Vorkommnissen für die Zukunft vorzubeugen und überhaupt die 8ricte Ausführung des Berliner Vertrags zu sichern; es hat zugleich den Ernst Iktner Absichten dadurch bethätigt, daß es den Rückzug seiner Truppen sistirt und erklärt hat, es werde seine Armee nicht eher aus Rumelien zurückziehen, als bis der Berliner Friede in allen, besonders in den Serbien und Montenegro betreffenden Bestimmungen durchgeführt sein werde. Diese Fürstenthümer warten nämlich noch immer ebenso vergeblich auf die ihnen versprochene Gebietserweiterung, wie Griechenland auf die verheißene Grenzberichtigung. Die Erbitterung gegen die Türkei nimmt daher in Folge der Widerspenstigkeit, welche letztere den von ihr übernommenen Verpflichtungen gegenüber zeigt, in den genannten Ländern täglich zu. Welch' hohen Grad die Aufregung neuerdings speciell in Griechenland erreicht hat, beweisen die Aeußerungen des dortigen Ministerpräsidenten, welcher soeben in der Kammer die Verstärkung der Armee aus 40,000 Mann beantragt und den Krieg fast als unvermeidlich hingestellt hat. Die Türkei sieht sich also durch ihre verblendete Hartnäckigkeit von Neuem ringsum von Feinden umgeben. Sie kann unter den gegenwärtigen Verhält- niffen nicht einmal mehr auf den Beistand Englands hoffen, da diese Macht ihre Kräfte nicht blos durch den afghanischen Zwischenfall in Anspruch genom- weil sieht, sondern auch durch den Widerstand der Pforte gegen die englischen Rc sormvorschläge in ihren Sympathien für die Türket merklich abgekühlt ist. D«r im Südosten Europas vor sich gehende Auflösungsproceß ist aber dadurch Made zu einem Vorgang geworden, welcher ihn für den Weltfrieden weniger Das Gwßherzogliche Kmsamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen, Rodheim, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe und Dillingen. Die Ableistung des Verfasiungseides der seit Mat l. I. aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzogltch Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, seit der bemerkten Zett verhetrathet haben, soll ntheilten Auftrages zuzurufen, entschiede« zurückgewtesen. Oesterreich hat nicht angestanden, in Konstantinopel zu erklären, daß es aller Drohungen der Pforte ungeachtet, mit oder ohne deren Einwilligung soweit nach Süden Vordringen werde, wie seine Jnteresien es erforderten, und der obwaltenden Spannung durch die kitzlige Frage nach der Bedeutung der Anhäufung türkischer Truppen lossen. i?,?18 b Saal,, r Pos8em Beifay, .yiymut Deutschland. Offenbach, 13. October. Das hiesige Organ der Socialdemokratie, die „Neue Offenb. Ztg.", schreibt: „In der gestern Abend stattgehabten Versammlung der hiesigen Mitglieder der soctalistischen Arbeiterpartei Deutschlands wurde die Auflösung der Mitgliedschaft beschloffen. Das riesige Vermögen wurde getheilt." Berlin, 15. October Die schon lange schwebende Frage über die Dauer der Ausbewahrungszeit für postlagernde Sendungen ist, wie aus einer heute Abend erschienenen Bekanntmachung des Generalpostamts zu ersehen, im Sinne einer Verkürzung der bestehenden Zeitdauer entschieden worden. Jetzt erfolgt, wenn die Abholung nicht innerhalb dreier Monate geschehen, die Rücksendung, während für den Bereich des deutschen Reichspostgebiets diese Frist vom 1. k. M. ab auf Einen Monat herabgesetzt wird. Es hat sich nämlich gefunden, daß durchschnittlich Briefe, welche nicht nach einem Monat abgefordert wurden, überhaupt bei den Postanstalten liegen blieben, welchen letzteren dadurch eine große Belästigung erwächst. Auch im Jntereffe des Publikums liegt eine Abkürzung der bestehenden Zeitdauer. Berlin, 16. October. Die Ernennung des Grafen Beust zum österreichischen Botschafter in Paris hat hier in weiten Kreisen ungemein befremdlich gewirkt. Man sieht den Vorgang als eine feindselige Demonstration Oesterreichs gegen Deutschland an, welches den österreichischen Jntereffen seit Jahren, und nanientlich während des Congresies, so erhebliche Dienste geleistet hat. Man vergegenwärtigt sich die Neigung des Grafen Beust zu Ränken und seine bekannte feindselige Stimmung gegen Deutschland. In Regierungskreisen hält man, wie ich zuverlässig höre, zunächst den Grafen Beust nicht für gefährlich und meint, es werde ihm nicht gelingen, die jetzigen vorzüglichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland zu erschüttern. Jndesien ist es Thatsache, daß man auch in hiesigen Regterungskreisen mit Bestimmtheit erwartet hatte, daß dem gealtertenjDiplomaten ein Ruheposten zufallen würde, nachdem es ihm gelungen war, die Beziehungen zwischen Rußland und England durch seine Thätigket in London vollständig zu trüben und dadurch seiner eigenen Regierung erheblichen Nachtheil zu bereiten. Hesterreich. Wien, 16. October. Die „Wiener Abendpost" veröffentlicht die vom 14. October datirte Antwort Andraffy's auf die türkische Depesche vom 8. Oct. Das Altenstück weist die unerwarteten, der Wahrheit zuwiderlausenden Anklagen htnsichtlch der angeblich von den österreichischen Occupationstruppen begangenen grausanm Handlungen mit Entrüstung zurück. „Diese Anklagen werden in Europa Niemand irresühren, wo der Ruf der kaiserlichen Armee zu fest begründet ist, als!>aß er durch verleumderische Insinuationen berührt werden könnte." Auffallerd sind die im türkischen Rundschreiben angeführten Zeugniffe. Die Conniverz, die Hafiz Pascha den Unruhen in Bosnien und der Herzegowina gegenüber an den Tag gelegt, ist tatsächlich für Niemand ein Geheimniß. Der GeneralEonsul zu Serajewo hatte dieselbe seit langer Zeit erwiesen und nur aus den Gefühl der Schonung für die Pforte wurden die bezüglichen Stellen in der Veröffentlichung der Berichte des General-Consuls unterdrückt, um nicht einen hchen Funktionär der Pforte vor der Oeffentltchkeit zu compromittiren. Auffällig ist auch der Umstand, daß die Pforte es mit ihrer Wmde für ver- jede Pränj nn der Versieg Prämie. vahme. schaße 165. ' Anzeiger', M ikch zu Lich". September 1874 teht die VMtm M Rechner SimmoÄflt iald von UM n 9 St.). jetzige tawta id)ten btfeitigt n st eg in ausdai^ binnen wenigs abermals sagen wir i°>^ Redaclionsbureaitr 1 ~ , _ _ stxpeditionsbureau: J Schulstraße B. 18. ung. i, daß wir 1866'- jülfreichen 1 all den 6a*1 !s hülsberei*' so müßen wit;- erfrechte, hat sie diesen Nachbarstaat natürlich aus die Seite ihrer Feinde ge- iväegrn mich zu ibi? drängt, Rußland in seinen Ansprüchen begehrlicher gemacht und sich alle übri- claßnest wäre önz gen Mächte entfremdet. Alle, selbst England nicht ausgenommen, haben ihre Unzufriedenheit mit dem anmaßenden Vorgehen der Pforte ausgesprochen und deren Ansinnen, Oesterreich ein Halt in der Ausführung des ihm vom Congreß Samstag, den 19. October 244 1878 euer orsenspie|^ 1 °'°6 Aheit I 8 Uhr; H 62 Carl«. ' Cabinet aus seinen Entschließungen hinsichtlich der Reduction und späteren ->!.U Pavia, 15. October. lassenen Proclamationen. dieser Analyse bestritten. Italien. Abends. Ministerpräsident Cairoli hielt heute Methode der Conventionaltarife treu. — Die kirchliche Frage anlangend, läßt sich das Cabtnet von der skrupulösesten Achtung des in Kraft bestehenden öffent- iichen Rechtes leiten, ohne schwach oder aggressiv sein zu wollen." Die Regierung werde den Kammern Gesetzentwürfe über Wahl- und Verwaltungsresorm vorlegen. — Aus die auswärtige Politik übergehend, constatirte Cairoli, daß das Wirken der Zeit viele Jrrthümer corrtgirt habe. — „Die italienischen Bevollmächtigten, welche in Berlin treue Dolmetscher der ihnen von der Regierung des Königs zugegangenen Weisungen waren, sehen heute, wie auch die öffentliche Meinung Italiens das Urtheil ratificirt, welches das gesammte liberale Europa über ihre Haltung auf dem Congreffe gefällt hatte. Indem sie der von den Verhältnissen vorgezeichneten Richtschnur folgten und sich genau aus die versöhnliche Rolle beschränkten, welche der einstimmige Wille des Landes und der Regierung angewiesen hatte, bemühten sich die italienischen Bevollmächtigten, nach Maßgabe der Möglichkeit speciell mit Bezug auf Rumänien und Griechenland den Grundsätzen Geltung zu verschaffen, welche die Grundlage unseres nationalen Bestandes sind. Sie unterstützen lebhaft alle auf Reltgions- und Handelsfreiheit gerichteten Bestrebungen. Was die Occupation Bosniens und Der Herzegowina durch Oesterreich betrifft, so haben die italienischen Bevollmächtigten den ihnen zugegangenen Weisungen gemäß dem einstimmigen Votum ihrer College» nicht opponirt und sich aus die Formulirung von Forderungen beschränkt, welche eine bessere Feststellung des Characters der Occupation bezweckten. So ist Italien aus dem Congresse hervorgegangen, ohne sich den Gefahren der Jsolirung oder den Chancen abenteuerlicher Unternehmungen ausgesetzt zu haben. Es befindet sich heute — und will dies auch fernerhin bleiben — allen Mächten gegenüber in herzlicher Freundschaft und wird an seiner festen, würdigen und jeder gewagten Vellettät fremden Politik festhalten." Der Minister schloß seine Rede mit einem Trinkspruch auf das Vaterland und aus den König, welcher als Erbe der väterlichen Tugenden Italien seinen glorreichen Geschicken entgegenführe. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. TorrespOudenz-Bnrea«. Berlin, 17. October. Eine Verständigung der beiden conservativen und der nationalliberalen Fraktion über die noch streitigen Punkte des Socialisten- gesetzes soll dahin erfolgt sein, daß zu § 6 die Com nisstonsfassung beibehalteu und zu § 16 hinzugefügt wird: ein Agitator muß mindestes 6 Monate seinen Wohnort in der betreffenden Ortschaft gehabt haben, um der ohne weiteres erfolgenden Ausweisung zu entgehen. § 19 soll einen Zusatz erhalten, wonach dem Kaiser die Ernennung eines zehnten Mitgliedes der Recurs - Commission zusteht. Diese Amendements sollen von den gedachten drei Fractionen gemeii- sam eingebracht werden. Wien, 17. October. Meldungen der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel. Die Aeußerungen Savfet Paschas nach der vorgestern stattgefundenea Mittheilung der österreichischen Antwort aus das Circular der Pforte trugen das Gepräge größter Versöhnlichkeit und vollsten Vertrauens gegenüber der Politik Oesterreich-Ungarns, und schienen den frischen Eindruck der eben auf der Pforte angelangten, überaus günstig aufgenommenen Nachricht von der bevor- stehenden Reduction der österreichischen Occupationsarmee zu refiectiren. Auch wird es authentisch als unbegründet bezeichnet, daß der Großoezir die Zurück- Weisung der österreichischen Occupation des Districts Novibazar angedroht hab», als solche Eventualität kürzlich zwischen ihm und Z'chy zur Sprache qekomnea sei. — Baker Pascha hat das Commando der in der Umgebung von Konstant!« nopel concentrirten Truppen übernommen. Nach mehreren von Truppen entblößten Ortschaften mußten zur Aufrechterhaltung der Ordnung starke Garnisonen verlegt werden. — Aus Ragusa. Gerüchtweise wird aus Cettinje gemeldet, daß Plevljr und Sienitza von österreichischen Truppen besetzt worden seien, inck- dem der Mufti von Plevlj? mit 3000 Insurgenten nach Ljelopolje geflüchtet wäre. London, 17. October. Aus Simla vom Heutigen wird gemeldet: D< Zusammenziehung afghanischer Truppen im Khyber-Passe erzeuge eine gewir« Beunruhigung, da über deren Bestimmung und Absichten Nichts bekannt U- Gerüchtweise verlaute ferner von der Ankunft beträchtlicher afghanischer Bet« stärkungen in Alt-Musjid und Kandahar. Die britischen Garnisonen in Pesht« wer und Kohat seien verstärkt worden, und in Thull drei Pendschab-Regimentr eingetroffen, mit denen sich die Mannschaften des Stammes der Afridis ver- einigen sollten. — Das Journal „Globe" schreibt: In Simla betrachtet man den Kri'g mit Afghanistan als sicher, und wäre der sofortige Vormarsch starker Truppeimassen gegen Kandahar zu erwarten; andere Expeditionen würden zur Unten : stützung dienen. Auf dem Wege nach Kandahar sei man nur geringen Widerstandes gewärtig. — Einem Telegramm des „Standard" aus Simla vom 16. d. zufolze ' findet eine fortwährende Truppenbewegung nach der Grenze hin statt. Mehrere Regimenter haben die ihnen angewiesenen Stellungen bereits eingenommen ; Der Bote der indischen Regierung mit der Antwort des Emirs von Afghani- gänzlichen Aufhebung der Mchlsteuer beharre. Die Lage des Staatsschatzes gestatte diese Maßregeln, welche vom Lande mit Recht feit langer Zeit gefordert würden. Das Budget für 1879 weise einen Ueberschuß der Einnahmen von 60 Millionen auf; die ausfallende Steuer brauche daher nicht ersetzt zu werden; abgesehen von unvorhergesehenen Ereignissen, in welchem Falle das Land ich nicht weigern werde, ein neues Opfer zu ertragen. „Die Einführung des allgemeinen Zolltarifs im Verkehr zwischen Italien und Frankreich, zu welcher die Erfordernisse der Lage nöthizten, hat die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern durchaus nicht getrübt und ebensowenig die Hoffnung auf em baldiges Zustandekommen einer Vereinbarung beeinträchtigt. Die Verhandlungen mit Oesterreich versprechen guten Erfolg. Auch mit der Schweiz wurden solche wieder ausgenommen. Die Regierung des Königs bleibt der ^sehlt während empören. Wien, 16. October. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel von heute: Der ungünstige Eindruck der türkischen Ctrculardepesche bet allen Großmächten scheint Savfet Pascha zu häufigeren Besprechungen mit dem Grasen Zichy behufs Erörterung der schweberden Fragen zwischen Oesterreich- Ungarn und der Pforte zu drängen, bet denen die Eventualität der militärischen Besetzung Novibazars durch Oesterreich von Savfet Pascha spontan berührt wurde. In den der Pforte nahestehenden Kreisen schließt man daraus auf die Geneigtheit der Pforte, mit Oesterreich wegen der Besetzung Novibazars zu einem militärischen Abkommen zu gelangen. Savfet gab dem Grafen Zichy Aufklärungen über den Zweck der Truppen-Concentrirungen im Vtlajet Kossowo. — Aus Bukarest von heute: Höhere rumänische Officiere gingen nach der Dobrudscha behufs der Dispositionen für den Einmarsch der rumänischen Truppen ab. Die russischen Truppen in Rumänien treffen Vorbereitungen für ihren Abmarsch. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat den Fürsten zur Unabhängigkeits-Erklärung beglückwünscht. Akankreich. bet einem ihm zu Ehren von seinen Wählern veranstalteten Banket ein« Rede, in welcher er die Akte seiner Verwaltung und die Anschauungen, von reichen dieselben geleitet wird, darlegte. Es heißt darin: die Achtung des Gesetzt war und wird immer das Grundprtncip der Regierungspolitik sowohl hinsichtlich des Vereins-, wie des Versammlungsrechtes sein. Die Wahlfreiheit muß eite voll- TürKei. Konstantinopel, 16. October. Der Erzbischof von Solontchi wurde zum griechischen Patriarchen erwählt. — Der russische Botschafter Lobanoff ist hierher zurückgekehrt. — Der Metropolit von Salonichi, Joachim, der (wie bereits gemeldet) heute einstimmig zum öcumenischen Patriarchen gewählt wurde, soll von anti- russischer Gesinnung sein. Paris, 15. October. Deutschland ist Hiob, Hiob krank an tausend Wunden! Der Soctalismus ist es nicht allein, was das Deutsche Reich zerfrißt. Auch die Moral des deutschen Volkes ist sehr verwildert und die Klerikalen haben die Fülle von Gründen zu Hohn und Schadenfreude I So lauten, kurz gefaßt, die Randglossen, welche die französischen Blärler zu den jetzigen Reichstagsverhandlungen machen. Der „Moniteur Universel" ist besonders groß in diesen Liebenswürdigkeiten gegen Deutschland, die der Welt freilich nur von Neuem beweisen, wie wenig der Franzose, trotz aller Bemühungen der letzten Jahre, im Stande ist, sich ein unbefangenes Bild von den Zuständen im Nachbarlande zu machen. Näher auf die einseitigen Auslassungen der Pariser Blätter einzuqehen, hieße Mohrenwäsche treiben. Das Gefährliche dabet ist, daß diese Selbsttäuschungen leicht wieder zu unruhigen Bewegungen in der auswärtigen Politik führen können. In diesem Augenblick fühlt zum Glück ein so ruhiger, umsichtiger Mann, wie Waddington, das Steuerruder. Ergkand. London, 16. October. Die „Times" veröffentlicht folgende Analyse der österreichischerseits auf die Ctrculardepesche der Pforte ergangenen Antwort. Oesterreich erhebe zunächst der Pforte gegenüber den Vorwurf, daß dieselbe bei den Mächten so schwere Beschuldigungen gegen Oesterreich vorgebracht habe, ohne sich vorher wegen Ertheilung von Renseignements an Oesterreich gavendet zu haben. Oesterreich würde der Pforte jede Gelegenheit gegeben Haber, sich zu überzeugen, daß die Beschuldigungen durchaus unwahr seien. Hiernächst bestreite die Antwort aus's Bestimmteste, daß Serajewo von den österreichischen Truppen geplündert und angezündet worden sei. Zugleich ziehe die Altwort einen Vergleich zwischen dem Verhalten der Oesterreicher bet Besetzung Bosniens und dem Auftreten Omer Paschas und seiner Truppen im Jahre 1851. End- einbar erachtet, so schwere Anklagen auf sichtlich irriger Grundlage zu erbeben, ohne sich vorher an die Kaiserliche Regierung zu wenden, die ihr jede Möglich- ' leit zur Erlangung der Ueberzeugung von der Unwahrheit der btr Jßforte zune- kommenen Berichte geboten hätte. — In Banjaluka beschränkten sich die österreichischen Truppen auf die Zurückweisung des Angriffs barbarischer Horden gegen das Hospital. In Serajewo wurde» nur einige Häuser verbrannt als natürliche Folge des Straßenkampfes und nicht als Repressalie. Diese Stadt wurde weder geplündert noch in Brand gesteckt. Kein Plünderungssall ist vorgekommen; im Gegentheil thaten die Truppen der von den Einheimischen verübten Plünderung Einhalt. Die Pforte möge die jetzige Occupation mit der Occupation Omer Pascha's in den Jahren 1851 und 1852 vergleichen! „Wtr kämpften gegen dieselben Elemente, welche von den türkischen Ministern noch jüngst als unbändig wild dargestellt wurden, und vollbrachten in zwei Monaten, wozu Omer Pascha zwei Jahre brauchte. Während die türkische Armee Omer Pascha's von Requisitionen lebte und der Pascha lange Proscriptions- und Executions-Listen (die wir zur Disposition der Pforte halten) anfertigen ließ, auf denen viele Personen aller Religionen, auch mehrere Paschas und viele Begs figuriren, haben wir den Truppenunterhalt mit baarem (Selbe bezahlt, und die Militärgerichte ließen nur einzelne Individuen hinrichten, bei welchen die sorgfältigste Untersuchung die Thetlnahme an entsetzlichen Mordthaten, begangen an unseren Soldaten und türkischen ober fremben Beamten, zur Evibenz ergab." Die Pforte möge dieses humane Verhalten der Truppen mit der Niedermetzelung und Verstümmelung unserer Verwundeten vergleichen! „Betreffend die Anklage wegen der Jnternirung türkischer Soldaten, die nicht am Kampfe theilgenommen hätten, können wtr über den Mangel an Gedächtniß, den die Pforte verräth, nicht genug erstaunen. Tausende solcher Männer wurden mit militärischen Ehren in die Heimath zurückgeschickt, die die Theilnahme an der Jnsurrection ablehnten. Mit Befriedigung constattren wir, daß im Allgemeinen die anständigen Klassen an der Bewegung nicht Teilnahmen, ausgenommen einige Orte und einzelne Individuen, die, um Confiscationen oder Massacres zu entgehen, bis zur Ankunft unserer Soldaten das Joch der Insurgenten erdulden mußten. Der Geist, in welchem wir die Occupation unternahmen, geht aus der Proklamation hervor. Hätten wir, anstatt die Achtung aller Con- fessionen, die Fahne der Besreiung der Christen entfaltet, so hätte uns die Arbeit geringere Opfer gekostet. Dies wäre das Signal zur Ausrottung der Muselmänner gewesen, die sowie die Christen zu schützen, unsere Pflicht war. Die kaiserliche Armee hielt es für ihre Ehrensache, trotz hinterlistiger Ueber- sälle ihre Mission im Geiste des europäischen Mandats und unserer Proklamation auszuführen. Die gegen sie erhobenen gehässigen Verleumdungen berühren sie nickt, aber dieselben werden das öffentliche Gewissen in Oesterreich-Ungarn sort- ommene sein. Die finanzielle Frage berührend, erklärte Cairoli, daß das lich wird hervorgehoben, daß die österreichische Armee im Bewußtsein ihrer Eore gehandelt habe und genau im Sinne der bet Beginn der Occupatdn er- Jn diplomatischen Kreisen wird die Richtigkeit -In Sadi, ckm frlbt bdmfibr tnWentm Leibe In lechbarschast, das ni wie b(t alte N sei eS zu bti mochte den Tob i - (Das Ne M bas Wochen kchElectricitSt ist Hai, b. h. b Jfommntn, baß el iHiifitÜt, welche n Wachskerzen gii l'Tifrn eine untnblh 15 ober 20 bh l^’X ,unb zwar t tr mit Drähten ■'•JJ in jtbem Haus r dieVerlheilunk I ^d'liers) unb von D berührt zu wer F'X weicher bas e f - ton eine Masch r ^Sachlichen O p er die größte 3 j'-’it werben kann. N n ersunben hatte 8^-er. welches sei Irlich diese seine ^apel, 12. [I ,ri vom 11. b. l IHV« ganzen t; lbtd neuen Ki |"^dem Vollinl ■ Xi m P°fien l^nr JUm ®«f ■lÄWmh ■ ?., Vn harten ■ k» i*?Tnttihinbe if ■ ’^ne Lied- Stessen, 18.: । hnnaftum8 ergänz i r* künftigen Ostn ; haben im Alter vl IM der Zustimm - - AusD i mbetrotbete Frau. hmeteldeim gebüi |ii Wters ^crltib *2, .,s Bundes f' ßiltn«“' 7-SS gssg t* m »erlangt ' «ien, 1 ’ • X Die Uni '/«*n «st «« 13nrten ionban.l »W t«-: ® f 11 LbiiSrf* °>>sg Wien, 18 feiten bat Me »«» j bfinitletn W« rtttn aui Peitb : ^jleönng M .ihren haben, bei der „Miner reite Depesche Ar tiwtbeoborys, betr Solonlchl mür (5486 Füllungen zu billigst gestellten Preisen. ■ftjr t erelts gemeldet) , jott vvn anti« Sehlffeberieht. Mitgetheilt von dem Agenten de. Norddeutschen Lloyd 5utham/on,E16. October. Das Postdompfschiff Mosel, Capt. H. A- F. Nty- naber. vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 5. d. Mis. von Newyork abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und bat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 8 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Mosel überbringt 169 Passagiere und volle Ladung.__ Straßburger Kaffee -Gffenz von Kessler & Co., das Vorzüglichste und Feinste als Zusatz zum Kaffee, ist in frischer Füllung angekommen und per Glas ü 30 H zu haben bei 1753) <*g. Willi. Weidtg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zn Gieße». Gottesdienst. Sonntag den 20 October: Morgens /zlv: Pfarrvtcar Schöner. (Feier des heil. Abendmahls) Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser. (Nächsten Sonntag den 27. October wird das Erntedankfest gefeiert werden.) (Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 20. bis 26 October besorgt Psarrer Dr. Seel) Handel und Verkehr. Frankfurt, 16. October. (Fruchtbericht.) Am Getreidemarkt hat endlich auch einmal eine feste Tendenz das Feld behauptet. Die forctrten Verkäufe Seitens der Landwirthe haben nun oufgehört, und wahrend Eigener von Wiare zurückhaltend sind, zeigen Consumenten mehr Unternehmungslust. Immerhin aber sind die Umsätze noch von verbältnißmätzig kleinem Umfange. Die Geringfügigkeit der Engagements ist wohl hauptsächlich der ungünstigen politischen Lage ruzuschreiben, leider eine längere Dauer der festen Stimmung bezweifeln laßt. Umer Markt bleibt ruhig und konnte man sich bequem zur Notiz versorgen, nur prima Kartoffeln blieben gefragt und fonar bis 5 X gehandelt. Feine Futterstoffe nodj immer flau. Weizenschaalen 4 x und Roggenkl.ie X5 30 per Centner vergebens am Markt. Mehl Nr. 1 X 39.-, Nr. 2 X 35.-, Nr. 3 X 31.-, Nr. 4 X 27 - Nr. 5 X 21.-. Roggenmehl °/i (Berliner Marke) X 21.-, do. ll. (Berliner Marke) 18.-, Weizen, effect. hiesiger ab Bahnhof hier^L 19.50, ab unserer Umgegend^ ^25- 8.50, do. fremder je nach Qualität X 19-20.50, Roggen je nach Qualstat X ^-16.-, Gerste X 13-18.50, Hafer X 12-13.50, Koalsamen X 28—29 Erbfen X 19—23 Wicken X 15-16, Linsen X 17-23, Rüböl, detail, X 70. Stimmung — Hauptsächlich gefragt war: — (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zoll'.'.ewickt — 100 Kilo? - Ln K(rb am 20. d. in Kobat erwartet. Wenn diese Antwort ungünstig lautet, der Krieg unvermeidlich. ( . „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel, daß der englische Nilitär-Attachd dort wieder eingetroffen sei. Derselbe habe festgestellt, daß ie russischen Truppen in die Umgebung von Tjchorlu zurückgekehrt seien. Berlin, 17. October. Heute Nachmittag 2^Uhr fand eine Plenar- tanfl des Bundesraths zur Besprechung über das Socialistengesetz statt. — ver Reichs-Anz." schreibt: Die Auffaffung einer früher vom „Reichs Anz." «der die Eisen-Enquete-Tommission gebrachte Mittheilung, als ob die MitgUe- lit dieser Commission nicht in der Lage wären, ihr eigenes Urtheil über die der Eisen-Industrie und über die sich daraus für die Zollgesetzgebung er- kbendeu Foigerungeu zum Ausdruck zu bringen, sei unrichtig. Der Bundesrath Ue zwar nach dem Wortlaute seines Beschiuffes ein Gutachten von der Com- miision nicht verlangt. Allein es verstehe sich von selbst, daß damit weder der sommisston noch deren Mitgliedern das Recht zur Meinungsäußerung abze- Mitten werden sollte. Der Bundesrath hätte sicherlich nicht hervorragende Lachverständige in die Commission berufen, wenn er nicht gewünscht hätte, daß d,ren Erfahrung und Sachkenntniß in vollem Maße nach jeder Richtung zur Geltung gelange. Wien, 17. October. Das hiesige „Telegr.-Corresp.-Bureau" meldet aus Rom: Die Unterhandlungen zwischen dem päpstlichen Stuhl und Deutsch- sllnd werden erst nach Etnsührung des Socialistengesetzes aus von den bisher tiScutirten vollständig abweichenden Grundlagen fortgesührt werden. London, 18. October. Reuter's Bureau meldet aus Konstantinopel wn 17. ds.: Der Sultan ließ gestern dem englischen Botschafter Layrrd Mheilen, daß er ein Schreiben an den Emir von Afghanistan abgesandt habe, worin das Ersuchen ausgedrückt sei, daß der Emir die Differenzen mit England freundschaftlich ausgleichen möge. M _ Wien, 18. October. Die „Presse" meldet aus Konstantinopel: Der Lrltan bat die vom Ministerrathe beschloffenen Bedingungen für den Abschluß des definitiven Frtedensvertrags mit Rußland sanctionirt. — Hiesige Blätter berichten aus Pesth: Der gemeinsame Ministerrath beschäftigte sich gestern mit H Feststellung des ordentlichen gemeinsamen Budgets. — Die „Preffe" will fahren haben, der österr. Botschafter Zichy in Konstantinopel habe nebst der von der „Wstner Abendpost" publicirten Depesche dem Großveztr noch eine mette Depesche Andraffy's vorgelesen, welche die Erwiderung aus die Note Laratheodorys, betr. den Abbruch der Verhandlungen über die Convention enthielt. >>'L" -Ä * iijt n'r Die As, -7^gsre^ Ä'ba6 en*n Bevoll- 9” Netuih *bie M uberaleA^ der Don ble verstz- und bevollmächtigten n und Griechen- unseres ' Religions- unb n Bosniens unb ienischen Bevoll- timmigen Votum Forderung - Occupation b 11 ohne sich btit rnehmungen A sernerhin bleiben wird an seiner sesthalten." Der aterland und aus seinen glorreiihen Die Mineralwasser-Handlung von Julius Wallach empfiehlt alle Sorten Mineralwasser in stets frischen Irischbäcker in Gießen. Sonntag den 20. October. Loui« Seil, Neu-nbäuen. Emil Sauer, SelicrSweg. Wilh. Lana, Neustadt. — Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medici« und «h« Kosten durch die Heilnahrung: REVALESCIERE von London« Seit 31 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen «esun^eits- fpeise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ^ne Medici, and ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Dnrien-, Schleimh« Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, ^windsucht, Asthma, UnvevdavUchkstt Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwache, Hamorrhowen, Wasiersuckt, Lieber, Schwindel, Blutaufstclgen Ohrenbrausen, Uebelkett und Erbrechen selbst wahrend ^Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrunz für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Ammennulch vorzuziehen. — Ein Auszux aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medlcin widerstanden, worunter Eerttficate von Profeflor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angclstein, Dr. Shoreland, Dr Campbell, Pro fesior Dr. DvdS, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brähan, und vielen anderen hoch gestellten Personen, wird franco auf Verlangen ringesandt. Abgekürzter Auszug aus 80,000 Certificaten. Certtfieat des Medictnalraths Dr. Wurzer Bonn, 10. Juli 1852. Revalcbcibre Dt Barry ersetzt in vielen Fällen alle Arzneien. Sie wird mit vem größten Nutzen angewandt be allen Verstopfungen, Durchfällen und Rühren, in Krankheiten der Urtnwege, Rlerenkrankhelten bet Steinbeschwerden, entzündlichen oder krankhaften Reizungen der Harnröhre, bet krankhaftem Zusammenziehungen in den Nieren und in der Blase, Blasen - Hämorrhoiden rc. Mit ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch dieses wirklich unschätzbaren Mittels nicht bM bei Hals- und Brustkrankheiter;, sondern auch bei der Lungen- und Luftrobreu^^ndsucht. L. 8. Rud. Wurzar, Medicinalrath und Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften. Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revaleacibre hat mcti 18iähriaes Leiden im Magen und in de» Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwach« uni nächtigem Schweiß gänzlich beseitigt. I. Comparet, Pfarrer Sainte Romaine de8 Des Nr. 89211. Orvaur, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstlich« Revalesciere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die muh wahrentz langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Nr. 64210. Marquise von Bröhan von 7jährtger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit, Zittern an den Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. o . Nr. 75877. Florian Köller, K K. Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- un» Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung. ^Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handeltzlehranstatt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung. Nr. 65715. Fräulein de MontloutS, von Unverdaultchkett, Schlaflosigkeit und Atz» magerung^ ?5938 ÖQTOn Sigmo von lOjähriger Lähmung an Händen und Men re. Die Revaleacibre ist viermal so nahrbaft als Fleisch und erspart bet Erwachsene» 5 JL 70 X 120 Taffen 14 JL, 288 Taffen 28 X 50 576 Taffen 54 X Revalesciere Biscuites 1 Pfd. 3 X 50 2 Pfd. H. r Zu beziehen durch Du Barry L Co. in Berlm NW., 25 Loutsenstr., und bet viel« guten Apothekern, Droquen-, Specerei- und Deltcateffenhändler im ganzen Lande. In Gteficn bei Philipp Schwager. <1100 conservMM e des WN 6 Moniltt \tM der ohne vckiti 1 erhalte, jecnrs'^oinE^ ^ractionen gem jp." au8ßo# rn der Pforte W tu« 9(ä("“6!I j tuet ber «6» 4 richt wabttiff reffectiren- »; ** kK u I»r»ch- «l,*s ,una wti * W1' ,g flirte®1* eo.be« « toliHeP« ®lrb 5e®, ..»[i S- schall- lvuroen zu tu. 9«^ Ä? S:-v das schöne Lied: O, Röslein roth, o, Röslein schon, O, hätt' ich nimmer dich geseh'n" rc. — Wahrscheinlicher Grund. Näherin. Da sehen Sie nun selbst, daß die Ma- fiine nicht zu g-br°uch°n ist! N°stm°sch,n-n-Ag-nt: D°S ist aber s°ndnb°r! (unt-rsucht di- M-schin- nach allen Richtungen). Ja, liebe Frau, da müssen S>° was dran gemacht haben! Kretin: Zwei Hemden! Agent: Ja, dann ist's kein Wunder! Lokal-Notiz. Gießen, 18. October. Vielfachen an die Direction des hiestaen Grotzherzogliche- «yrnnafiurns ergangenen Nachfragen zu begegnen, wirb uns die Mittbeilung, daß erst von künftigen Ostern an eine unterste Classe einer Vorschule am Gymnasium (für -naben im Alter von 6 Jahren) errichtet werden soll. Die Errichtung einer Vorschule bedarf $erbäd>tigten bemerk,n wir hier, daß die - verheirothete Frau, welche wir in Nr. 240 unseres Blattes erwähnten, auch nicht von , "3B erwischt e — In Sachsenhausen bei Treysa fand eines Tages der vorigen Woche eine vom ftelbe heimkehrende Mutter ihr in ber Stube zurückgelassenes Kinb mit oufge Stttnem Leibe in seinem Blute schwimmenb. Ein siebenjähriges Kinb aus der Nachbarschaft, bas man in ber Stube antraf, gestanb nach einigem Leugnen, es habe auch wie dcr alte N. N. schlachten wollen, erst habe es sein Thierchen geschabt unb bnouf sei es zu der angegebenen Operation übergegangen. Der herbeigenifene Arzt »Äff» geregt hat, d. h. die electrische Maschine des Letzteren so zu vereinfachen und»zu^vervollkommnen, baß electrische Beleuchtung ein Allgemeingut wirb. Er hat eine Maschine b-roestellt, welche nicht blos electrisches Licht für 10 Flammen in der Starke von 1000 Wachskerzen giebt — wie die von Wallace, die stärkste, die man bis jetzt hatte , onbern eine unendliche Menge Lichter giebt, wel^e_^ae @Q§&cIeu^^tun0 .Mit 15 oder 20 dieser Maschinen könne er die Hal te New-Yarks beleuchten , sagt Edison „unb zwar mit Hülfe von einer Dampfmaschine von 500 Pferbekraft. ^Dies M er mit Drähten ausführen, die in bie Erbe geleat werben, ebenso wie Gasrohren, rnb in jebem Haus will er einen „Lichtmesser" aufstellen, der, ^enso w.e jcht der Gas: mter, dieVerth ei lung der Beleuchtungskraft im Haus angiebt. Die jetzigen Kronleuchter (Chandkliers) unb Gasbrenner sollen verwenbet werbe.', inbem er dieselben mit kleinen Vorrichtungen von Metall bebeckt; sobalb Licht verlangt wirb braucht nur eine Heine Feder berührt zu werden. Streichyolzer werden übrrflü'stg. Und noch mehr. Derselbe Draht, welcher das electrische Licht bringt, bringt auch Bewegungskraft und H tze , damit kann eine Maschine in Bewegung gesetzt unb flefodjt werben, unb sind zu letzterem bie gebräuchlichen Offen verwendbar. Wenn Ebison bas, was er sagt, burchsetzt, so wirrer bie^grofete Revolution in unferm täglichen Leben hervorbringen, weich- nur ?edacht werben kann. Man glaubte w-it genug zu sein, als man Gaslicht und Dampfe tröst erfunben hatte, aber bie Verwenbung ber Electric tät an betber Stelle iftein ÜBunber welches selbst jene Wunber in ben Schatten stellt. Edison wirb bemnachst •-«'S sä'». :■>'"&«w.» »<■ mi.r< „om 11 b. lautet: .Der V-su« bat heute den höchsten Grad der ThatiMt webren” ber ganzen bisherigen höchst bescheidenen Eruptlonsp-rtade erreicht. Aas °em «Kiel des neuen Kegels brechen zahlreichere Projectiie und diese mit größerer Hcft.g- Irtt hervor und Lavabäche machen sich Im alten Krater breit. Man beachte den Zusammen- M mit dem^llmonde.^^^ fo „}^It cin bem kleinen Orte vor 4m« Reit zstm Besuch gewesener Schauspieler - feierte der junge Ortsprediger seine Sech,ein Man b-,ckl°b. ihm zur Verherrlichung des Festes e n Ständchen zu bringen, was um leichter gelcheben tonnte, als ein Gesangverein im Orte eslfhrtL Aus den besten Si.mmen du,de ein Quartett zusammengestellt und nun ein Lied ausgewahlt, das am exactesten ging. Die Dämmerstunde ist gekommen und vor dem Fenster des überraschten jungen Ehepaar« ertönte Fischerei in öcr Olierförflerei Jlomrob. Mittwoch den 23. October, Vormittags 9i/2 Uhr, wird der Mehlbacher Teich, Vr Stunde von der Bahnstation Ehringshausen an der Romrod-Ehringshäuser Straße gelegen, ausgefischt und das Er- gebniß, bestehend in ca. 7 Centner Karpfen und Va Centner Hechte in größeren und kleineren Partien meistbietend versteigert. Restauration am Platze. Romrod, den 16. Oktober 1878. Großherzogliche Oberförstern Romrod. 6362) Seyd. AeUgeboteues. Aechten Süßen u. Rauscher Aepfelwein 6312) im Löwen. 6342) Zu verkaufen eln Haus mit Laden tu bester Geschäftslage wegen Weg zugS. Näheres in der Exped. d. B!. Dflmengürte( von 65 an in reichhaltiger Auswabl empfehlen (6372 Moritz Gregori Sf Sohn. 6259) Vollständige Federbetten, sowie einzelne Theile bexfcIben, Bettstellen, ein* und zweischläfrige Federdecken, Unterbetten, Kiffen rc., insbesondere vokzüuliche 3theilige Matratzen, empfiehlt zu billigen Preisen I. Rothenberger, ______________________Lmdruplab._____ Zwefxe/ieit find zu verkaufen bet (6368 _____________F. 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Marburgerstraße A. 179. 6370) Ein Stübchen mit Bett zu oer- miethen.____________Wetzsteingasse Nr. 33. 6373) Ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen. F. Bieler Ww., Kreuz. 6130) Der zweite Stock des HauseS Wollthorstraße 66 zu vermiethen. Näheres bei________Franz Gerbode. 6191) Ein Zimmer, mit oder ohne Möbel, an einen älteren Herrn oder Dame zu ver- miethen.________________Neue Bäue 85. 5852) Möblirte Stube mit Cabinet. __Julius Wallach 6272) Ein möblirtes Zimmer auf dem Seltersweg ist an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. Wo? sagt die Expedition d. Bltts._______________________________________ 5925) Ein möblirtes Zimmer zu oer- miethen bei H. Hochstätter Ww-, am Brand. 5755) Ein kleines Loais von 3 Zimmern zu vermiethen.________Mäutzburg D. 11. 5609) Ein möblirtes Zimmer nebst Ca- binet zu vermiethen. ______________L. Baer, Walltborstraße. 5432) Em AamtltenlogiS ist zu ver mietben im______Darmstädter HauS. 4873) Laden mit Wohnung u. Lagerraum zu vermiethen. ____________________Ehr. H o reyseck. 5889) Ein Famtlienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör, zu vermiethen. _____________Jacob Reiber, Gartfeld. 6113) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. __Neustadt D. 27. 6119) Möblirte Zimmer zu vermiethen „Weinsaal". 6326) Ein kleines Logis, gleich beziehbar, zu vermiethen bei Karl Kauß, Schreiner. 6222) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermtethen. Alicenstraße E. 104. 6308 2 freundl. Famltlienlogts zu oer- miethen und per 1. November zu beziehen. _________Emil Schwall, Franks. Hof. 6309) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethrn und gleich zu beziehen; Näheres in der Exped. d. Bl._____________________ 4813) Zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. Bismarckstratze B. 170,12. Vermischte Anzeigen. 6354) Kleine Kartoffeln werden kauft von Emil Noll, Löwengosse. 6358) Ein ordentlicher Junge, der Lust hat die Schneiderei zu erlernen, wird ßf; sucht; von wem? sagt die Exoed, d. Bl. Als Haushälterin ein Frauenzimmer gesetzten Alters mit guten Zeugnissen, das auch mit Gartenarbeit umzugehen weiß, zu Weihnachten gesucht von einem älteren alleinstehenden Herrn (Arzt) auf dem Lande. Offerten besorgt 6371)________Fcrd. Schnitzler, Wetzlar. 6355) Am vorigen Montag ist mir ein sehr großes weißes Mutterschwein in den nahen Wald entlaufen und. noch nicht wieder aufgefunden worden. Demjenigen, dem es zugelaufen sein sollte, oder es etwa auffindet, bitte ich, mich davon zu benachrichtigen. Colnhausen, den iOctober 1878. ____________________GroS. 6367) Ein braver Junge (als Ausläufer) gesucht. Emil Roth, Verlagsbuchhandlung, ___________Mardurgerstratze A. 179. Kot he X a*en werden schnell und dauernd natürlich weiss mit Menyl, ein vorzügliches Präparat des Chemikers A. Nieske in Dresden. Preis 5 Mk. Amtlich untersucht und als unschädlich empfolen. (5846 6365) Wegen Todesfall des Besitzers ist eine neu eingerichtete Bierbrauerei zu verkaufen oder zu verpachten. Näheres bei ______Mettenheimer S» Schultheis. 6363) Ein Mädchen aus anständiger Familie für Hautz- und Küchenarbett auf sofortigen Eintritt gesucht. Nähere Auskunft erthetlt Vermiethertn Frau Langs- dorf, Lindenplatz 244.______________________ 6369) Ein braves Mädchen wird gegen guten Lohn auf Weihnachten gesucht von ____________I Balser, mittlere Bleiche. J. Blitz zu Giessen empfiehlt sich zum Abschluss von Geschäften jeder Art. Derselbe hat zu verkaufen Geschäfts- und Wohnhäuser,Gast wlrth- schaften, Güter u. Mühlen in verschiedener Grösse. (4435 Grössere Kapitalien können gegen genügende Sicherheit jederzeit nachgewiesen werden. ! Wenzels Garten. Samstag von Nachmittags 3 Nhr ab: Schellfisch u. Kartoffel. 6304) Mädchen, welche das Kleider« machen gründlich erlernen wollen, können sich melden bei Frau Ghristtane Gengnagel, __________G ünberger Stroße B- 150. 6285) Unterzeichnete ist bereit, noch einige wettere Prioatstunden zu ertbeilen. Emilie o. Reinhardt, Lehrerin der französischen Sprache, Ruchensand - Bahnbofftiaße Nr. 92. 6271) Eine Wohnung von 3—4 Zimmern, wovon sich womöglich ein Zimmer zu einer Glaserwerkstätte gebrauchen ließe, wird zu miethen eventuell das Hand zu kaufen gesucht. NähereS^n^de^Exped. d. BH Geschäfts - Verlegung. 6356) Meinen geehrten Kunden und dem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß sich von heute ab mein Geschäft in dem Hause des Herrn Kaufmann Schwager am Seltersweg befindet. J. Häuser, Buchbinder. Erweiterte Handwerk erschule des Gewerhvereins. 6359) Außer den Unterrichtsstunden für technisches Zeichnen während des Vormittags, soll diesen Winter an 4 Wochentagen noch Abends neben Zeichnen auch Unterricht im gewerblichen Rechnen und Buchführung ertheilt werden. Das Wintersemester soll mit 5. November beginnen, weßhalb die Theil- nehmer sich recht bald bet unserem Lehrer, Herrn Architekt Hug im Schub lokal am Afterweg melden wollen. Das Schulgeld beträgt pro Monat für den Abend-Unterricht 1 «X 50 Der Vorstand des GewerbvereinS: ________________________ Dr. H. v. Ritgen.__________ General-Versammlung des Coneertvereins Samstag den 19. October, Abends 6 Nhr, im kleinen Saale des Gesellschaftsvereins. Tagesordnung: 1) Bericht des Vorsitzenden des Vorstandes über das vorherige Veretnsjahr. 2) Kenntnißnahme der revtdirten Rechnung des abgelausenen Vereinsjahres und Ertheilung der Decharge. 3) Neuwahl des Vorstandes. Da einige Mitglieder des seitherigen Vorstandes erklärt haben, eine Neuwahl nicht wieder anzunehmen, werden unsere Mitglieder ersucht, sich zu dieser Generalversammlung zahlreicher, als bet den früheren Generalversammlungen leider der Fall war, einzufinden. 6313)__________________Der Vorstand des ConcertvereinS. Zur Einweihung meines neugebauten Saales Sonntag den 20. Oktober: Tanzmusik^ wozu ergebens! einladet 6364)________________H Rau, Wirth )U Kirchberg. I Danksagung. 6360) Allen Denjenigen, welche unsere unvergeßliche Gattin, I Tochter, Schwester und Schwägerin I Iran Katharine Rau, geb. Haßler, zu ihrer letzten Ruhestätte geleitet haben, sagen wir hiermit unseren I herzlichsten Dank. Gießen, den 17. October 1878. Die trauernden Hinterbliebenen. 5860) Schüler von Auswärts finden Wohnung, auch Kost — ganzund theilweiS —, in nächster Nähe deS neuen Gymnafiums. BiSmarckftraße B. 170,12. 6319) Ein Mädchen für alle häusliche Arbeit sucht Auguste Diery. Getragene Kleider, Stiefeln, Hemden Betten, außer Cours gesetztes Gold uni Silber, Antiquitäten, Roßhaar, kauft Louia Rothenberger, 4752) Neuenweg 193. 5835) Junge Leute, welche hiesige Ce(v anstalten besuchen, werden in Pension ge nommen, auch sind einige möblirte Zimmer ;u vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl Gelo-CourS. 20 FrancS-Stücke . . . do. in V» - Englische Souvereigns Russische Imperiales . . Holländische fl. 10-Stücke Ducaten......• Dollars in Gold . . . Rm. Pf. 16 19—20 16 19—20 20 35—40 16 65—70 16 6.' 9 57-62 4 17—20 Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6«, 12, 4«. Dillenburg 6« 12, 4", 9». (•-< Stegen 6«, 12. Wetzlar 6«, 8«, 9“, 12, 4« 7”, v» Verantwortliche Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Mont t«fel6e hat ftö 1 ' D» Un I..M UM Mit. fiusnahm Anmeldi Mn g«m b< S Alts- 6 s»ßhnr°,ihll vtrdrig. Äuge bilbung: läng! mit Aoppel. Der ti ^santnit-Retziv Äehrt, wrshalb Alle $ an die nächstec Fran Berlin 'Bereinigung bei aus landwnthsl Äsch des Reich dts Zolltarifs der burdj Zeit Berlin deutschen Reiche Tag in ber Ml ieiues kaiserltchi ?einb>eligkeiten nhaben gezeigt W uns in all Erscheinungen 1 dehren Hohenzo Dnb aber Milb ^dches er beg Erst ir vweis von b ^ich unb Vol Prinzen fr Zeit nad dWgesucht __ m ter Stellt «vor der Nc ^nung. noch ^nprinzen z ^strn Tiam Berit ftibtien | Ät? W etttto int r, Dre< Achtes v '