e »Mung Vereine Sunt. ^BereinH ,m23-3un(, N,ch, 'M «ingdabtn. “nb (Wartet, M “ctotbent|i. '»««kn $ bet U»D Nigers Utile 139. Mittwoch, den 19. Juni 1878. WWW FWWW Anffige- W AUtsdM für in Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. " vierteljährlich 2 Mark 20 PsutttBringcrlohn^ Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. ______________________t_________Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Uheil. Gießen, am 17. Juni 1878. ection. uschneiden und Irinnen lvlgst objugchxn. ^nenftrch. 5 w anderweitig m 1 bejirhbir. Sonnenstraße 10k lnzeiM. fr Echlosserei-Dor- ötr auch in der Bau- 1 ist, findet dauernde in der Eisengießerei e zu Wetzlar. ogen te Flügelspitze etwas in der Exp). d. Bl. besuch. Ein zuver- 800 Thl. Einkommen tellnng als Aufseher sub F. 20 an die edrichsgracht 44 in i Kliiiüe btu IS. M, ingergesellschaft (gen. Schlvoob.) 8 Uhr.__ Hund Mbe grach derbringer eine Be- E- A-bach, der Actien-Braueret. -warnt. iltetiii. i“3». SÄS? aJ1#5 L W*-r 1 iwfo* , unreal 3u„i 1878. ¥ 1« t Mi" W Gießen, den 16. Junt 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ständen zu verwenden. , Gießen, den 15. Jun, 1878. Bekanntmachung. - SSÄ'Sw »Ui...»!.« ... ®-'.W gestrichen werden- b... banl acb6liatn Belegstücken hat der Großh. Bürgermeister bei den Bürgermeisterei-Akten Sorgfältig *.ÄÄi £?Ä - S’ÄSÄf 3..«... A-.O«... W.»1.. M... Wahlvorsteher zuzuftellen. vr. Boekmann. -----------------------------------------------------— Betreffend: Die Reichstagstvahlen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. In Äusführung der in Nr. 15 des Reichsgesetzblatts veröffentlichten Verordnung vom 11. d. Mts., wonach die Neuwahlen zum RclchStag Dienstag den 30. Juli 1878 vormnehmen sind, sind wir durch Verfügung Großherzoglichen Gesammt-Ministeriums veranlaßt worden folgendes anzuordnen: ___, S 1) Die Wählerlisten, deren Fertigstellung nach unserer Verfügung vom 13. d. Mts. bis zum 27. Jlmi bei uns angezeigt fern muß, sind unfehlbar von Montaa den 1. Juli Morgens bis Montag den 8. Jnlt Abends zu Jedermanns Einsicht in dem Bürgermeistereibureau offen zu legen. Diese Termine sind auf das Genaueste cmzuhalten. DieBerichte über Fertigstellung der Wählerlisten welche am 27. d. Mts. früh bei uns nicht eingelangt sind, werden wir an diesem Tage durch Wariboten abholen lasten. ter BW »«V «m Samstag den 28. lfd. Mts. haben Sie auf ortsübliche Weife bekannt zu machen, daß Oie Listen der bet den Reichstagswahlen ^Stimmberechtigtm m>m^. bi" 8? Juli d' I., beide Tage einschließlich, ^mittags »m, 9 6i8 12 uni> ^mittags von 2 bis 5 Uhr, in dem Bürgermeistereibureau zu Jedermanns Einsicht ausgelegt und daß Einsprachen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Listen inner- dalb 8 Taaen vom Beginn der Auslegung an, vor Ihnen bet Vermeidung des Ausschlusses damit, vorzutragen sind. , „ 3/ Die Entscheidung über Einsprachen, welche nicht sofort von Ihnen für begründet erkannt und demgemäß erledigt werden, hat durch den Kreis- ”** M Ä'ffiÄÄW 3ST3. »«« ...» d.,q W. «...UM..« dm «.«..«-< «-ch. |d. Mm dl.«,».,Md.» ..ch »«..! ... »d..«U.....111.» d..‘W tags, tbut Nichts mehr noth als enges, festes Zusammenhalten der liberalen Betreff: Sterblichkeitsstatistik, hier die Todeszeugniffe. . Das Großherzoaliche Kreis-Gesiuidheitsamt Gießen .. »i. *-** 7'T -77'1 SS- Ä*® ...fl-ff.»... d.« "■ einer mit Innern, den Gesetzentwurf, den Schutz der in fremde Verpflegung gegebenen! Cattaro. 300 albanesische Baschi-Bozuks überfielen am 15. Juni, Morgens, der ve- die aus Staatsfonds gezahlt werden, so hört diese Zahlung selbstverständlich dem Monat der Aufnahme auf. 3) Das Pflegegeld erfolgt in bestimmten Sätzen nach Maßgabe Militär-Charge und der militärischen Verdienstlichkeit des Vaters und der dürftigkeit der Familie als ein Beitrag zu den laufenden Kosten für erhielt der hier weilende Präsident des montenegrinischen Senates Petrowitsch folgendes Telegramm seines Fürsten aus Cettinje: Ich habe Sie wiederholt von feindlichen Bewegungen der an unserer militärischen Grenzlinie befindlichen ottomanischen Truppen benachrichtigt; der Pascha von Skutari ertheilte indesien in dieser Beziehung auf unsere Reclamationen stets beruhigende Versicherungen. Erst vorige Woche versicherte derselbe dem Woiwoden von Vrbitza gegenüber, es liege ihm nichts ferner, als uns auf irgend eine Weise zu behelligen. Gestern (den 15.) setzte jedoch eine bedeutende Anzahl Türken über die Bosana und drang auf unsere Vorposten ein, welche sich z irückziehen mußten. Sogleich wurden unsererseits die zunächst verfügbaren Truppen zur Abwehr geschickt; es ent« brannte ein heftiger Kampf, der noch immer andanert. — Man beeilte sich, die Nachricht den österreichischen Congreßbeoollmächtigten zu hinterbringen, fand jedoch das Bureau Andrasty'S von der Begebenheit bereits vollkommen infor- mirt. Nach diesen Informationen ist constatirt, daß die Türken der angreifende Theil waren und daß der Angriff durch keinerlei montenegrinische Provokation hervorgerufen wurde. Jndeffen glaubt man annehmen zu tonen, daß dabei kein reguläres türkisches Militär betheiligt war. Ueber den bisherigen Verlauf des Gefechts verlautet, es sei den Montenegrinern gelungen, die türkischen Eindringlinge von weiterem Vordringen abzuhalten und ihnen einen Verlust von mehreren Todten, Verwundeten und etwa 60 Gefangenen zuzufügen. Was den im Eingänge der Depesche des Fürsten von Montenegro erwähnten Umstand betrifft, so hatte man in Cettinje sichere Kunde darüber, daß der Pascha von Skutari Alles versucht, um unter der innerhalb deS montenegrinischen Militär- Rayons befindlichen Bevölkerung einen Anstand hervorzurufen; man klagte darüber wiederholt beim österreichischen auswärtigen Amt, wo man der Sache jedoch keine ernste Bedeutung beizulegen schien. Einige Wiener Blätter beschuldigten sogar die Montenegriner aggressiver militärischer Vorbereitungen und Bewegungen. Es ist wohl klar, daß man in Cettinje von Anfang an den richtigen Blick hatte. Nicht unmöglich ist, daß die österreichischen militärischen Maßregeln in Dalmatien vor: der Türkei mißdeutet wurden und diese Mißdeutung sie zu sanguinischen Hoffnungen aufmunterte. Wenn dies der Fall, so unterliegt es keinem Zweifel, daß man österretchischerseits nicht verabsäumen wird, die lästigen Störenfriede eines Befferen zu belehren. — Die „Post" hört Ion einer Verordnung des Cultusministers, wonach Aeutl'chsand. Darmstadt, 17. Juni. Nach einer amtlichen Mittheilung ist es dem Directorium des Potsdarnffchen großen Militärwaisenhauses in Folge des Ge setzes vom 29. April d. I. ermöglicht, die Waisen von Soldaten der zur preußischen Armee gehörenden (Kontingente von jetzt ab an den Wohlthaten der genannten Stiftung theilnehmen zu lasten. Die Wohlthaten, welche diese Stiftung bedürftigen, elternlosen und vaterlosen Soldatenwaisen, die während des activen Militärdienstes des Vaters ehelich geboren sind, ober deren Vater als Soldat gestorben ist, gewährt, bestehen : in der Aufnahme in eine Erziehungs-Anstalt oder in der Bewilligung eines Pflegegeldes. Hinsichtlich vsr Aufnahme in eine Erziehungs-Anstalt gelten folgende Bestimmungen: 1) Kinder im Alter vom zurückgelegten 6. bis zum 12. Lebensjahre können, wenn sie ganz gesund sind, im Militär-Knaben-Waisenhause zu Potsdam, im Militär-Mädchen-Waisenhause zu Pretzsch, sowie auf Kosten der Stiftung in anderen, der Consesston der Kinder entsprechenden Erziehungs-Anstalten — Kinder katholischer (Konfession in katholischen Erziehungs-Anstalten — unter gebracht werden, soweit der Raum und die Mittel es gestatten und vorausgesetzt, daß solche Anstalten zur Verfügung stehen. 2) Die Knaben finden zu Ostern und zu Michaelis, die Mädchen nur zu Ostern jeden Jahres Aufnahme. 3) Der Andrang zur Aufnahme ist indeß stets so groß, daß nur ein Theil der Bewerber aufgenommen werden kann. Die Auswahl derselben aus der Zahl der als berechtigt und berückstchtigungswerth zu dieser Wohlthat auf- gezeichneten Kinder erfolgt nach Maßgabe der militärischen Verdienstlichkeit der Väter und der Bedüiftigkeit der Familien, unter Berücksichtigung des Alters der Kinder und unter thunlicher Beachtung der Zeit ihrer Aufzeichnung. Was die Bewilligung eines Pflegegeldes anlangt, so wird daffelbe 1) auf jedes dazu angemeldete Kind — wenn die Etatsmittel es gestatten — von dem Monate ab bewilligt, in welchem das mit den nöthigen Beweisstücken eingegangene Gesuch als berücksichtigungswerth anerkannt ist und bis zum vollendeten 14. Lebensjahre der Kinder oder bis zu ihrer etroanigen Aufnahme in eine Erziehungs-Anstalt gezahlt. 2) Wenn solche Kinder Aufnahme finden, für welche Erziehungsgelder ziehungsgeld aus Staatsfonds gezahlt wird, die Bewilligung eines solchen auch nicht in Aussicht steht. Darmstadt, 17. Juni. Ueber die Vorlage Großh. Ministeriums des entwirf« vielmehr Gott danken, daß er nicht Gesetz geworden. Zittert Ihr denn nicht, möchte man sie fragen, vor der Verantwortung, die Ihr jetzt zu tragen hättet, wenn das Gesetz durchgegangen wäre? Würde nicht die ganze Welt gesagt, ja würdet Ihr nicht selbst gedacht haben, das Attentat sei die directe Folge jenes Gesetzes, gleichsam das Echo aus dem Walde, das unmittelbar den Ruf wiedergab, der hin ein gegangen war? Gegen Meuchelmörder schützt kein Gesetz. Wenn es die Absicht der socialdemokcatischen Partei sein sollte, einen Mordgrsellen nach dem andern auf die gekrönten Häupter und auf bte „Großen" überhaupt loszulaffen, so wird ein gegen die Partei erlassenes Gesetz die wahnsinnige Wuth, aus der eine solche Absicht hervorginge, schwerlich besänftigen. Nur jetzt keine Verdächtigungen! Einig sind wir alle von Richter bis Moltke, Sckulter an Schulter gegen die Socialdemokraten als die Vergifter der Volksseele Front zu machen, einig darin, daß jeder mit seinem Leibe das Leben unseres eben so innig geliebten wie hochverehrten erlauchten Kaisers schützen würde, wenn er könnte — aber jeder, der sich eines reinen Willens und eines klaren Kopfes bewußt ist, hat ein Recht zu verlangen, daß man ihn nicht verunglimpfe, wenn er fich durch nichts in der Welt bestimmen läßt, Maßregeln zuzustimmen, die wider fein Gewißen gehen. Die Partei erwartet, was man von ihr verlangen wird. Sie wird ihre Schuldigkeit thun. Thue sie jeder in seinem Kreise, aber hüte sich Jeder, die Freunde des Vaterlandes unter einander zu verhetzen! „Die Reaction sollte nicht kommen, aber sie muß kommen", sagt refignirt ein süddeutsches Blatt. Wir aber meinen, was nicht kommen sollte, das muß auch nicht kommen. Die Socialdemokratie ist alle Zeit von benen am meisten bekämpft worben, bie jetzt gegen jenes Gesetz gestimmt haben, während viele Tausende von denen geschlafen haben ober schabenfroh zusahen, bie jetzt ßetermoYMo schreien. Mögen sie jetzt ihre Pflicht thun durch Handeln, nicht durch Schimpfen! Ernährung und Bekleidung der Kinder und daher niemals für eine rücklie- gende Zeit. Mit der Entlaffnng der Waisen ans den Anstalten ober mit bem zurückgelegten 14 Lebensjahre der Kinber hört bie Fürsorge bes Waisenhauses für dieselben auf und fällt wieder den Angehörigen ober ber gesetzlich bazu verpflichteten Gemeinbe allein zu. Schließlich wirb barauf aufmerksam gemacht, baß bie Anträge auf Unter- btingitftg ber Militätwaisen in den Erziehungs-Anstalten, ober auf Bewilligung eines Pflegegeldes an bas Directorium bes Potsdamischen großen Militär- waiseNhauses in Berlin zu richten und dazu in der Regel folgende Schriftstücke beizubringen sind: 1) die Militärpapiere des Vaters, aus welchen hervorgehen muß, daß derselbe im activen Militärdienste invalide geworden ist, ober baß er Feldzüge mitgemacht oder eine lange Reihe von Jahren bei ber Fahne gedient hat; 2) ber Tobtenschein des Vaters, und wenn auch bte Mutter tobt ist, ber Tobtenschein ber Mutter; 3) bie Taufscheine ber Kinber unter 14 Jahren, für welche bie Wohlthaten in Anspruch genommen werben; 4) ein amtliches Dürftigkeits-Attest unb, wenn für Kinber verstorbener Gensd'arrnen ober für solche Soldatenwaisen, deren Väter als versorgungsberechtigte Militärs eine Anstellung im Civildienste gefunden hatten, ein Pflegegeld nachgesucht wird; 5) ein amtlicher Ausweis, daß für die Kinder noch kein fortlaufendes Er- Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 17. Juni, 8 Uhr 15 Min. Se. Maj. der Kaffer haben mit halbstündigen Unterbrechung bie Nacht hindurch ruhig geschlafen. Berlin, 17. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Gestern früh mit Rücksicht auf die Reichstagswahlen bte Sommerferien der Schulen am 29. Juni beginnen und am 28. Juli endigen sollen. — Die heutige Congreß-Sitzung begann um 1 Uhr. Der Anfahrt der Delegirten, welche diesesmal schwarzen Anzug trugen, wohnte abermals eine große Menschenmenge bei. Die Sitzung dauerte bis kurz vor 5 Ubr. Gon- schakoff war in derselben anwesend. Stuttgart, 17. Juni. Der um die deutsche Alterthumssorschung hochverdiente Finanzrath Dr. Paulus ist gestern im Alter von 76 Jahren einem Schlaganfalle erlegen. Wien, 17. Juni, Abends. Meldungen der „Polit. Corresp " : Aus kleinen Kinder betr., hat Namens des Gesetzgebung Ausschußes der elften Kammer, Herr Universitätskanzler Dr. Wafferjchleben, Bericht erstattet. Ter Gesetzentwurf bezweckt bekanntlich, denjenigen Kindern unter 6 Jahren, welche nicht bei ihren Eltern, sondern bei fremden Kostgebern auferzogen werden, durch gewiße präventive Maßregeln einen Schutz zu gewähren gegen Gewissenlosigkeit und Niedertracht der Eltern ober Pfleger. Der Bericht sagt: „Eine derartige Vorsorge erscheint als ein dringendes Bedürfniß gegenüber der durch strafgerichtliche Verhandlungen vielfach festgestellten Thatsache einer gewerbsmäßigen förmlichen Hinvpferung solcher unglücklichen Pflegekinder, sowie gegenüber den haarsträubenden, durch statistische Erhebungen ermittelten Ziffern, wonach an einem Orte von Pflegekindern im Jahre durchschnittlich starben 73 pCt., 5mal mehr außereheliche Pflegekinder, als sonstige außereheliche Kinder an demselben Orte, und 25mal mehr außereheliche Pflegekinder als eheliche Kinder, und diese Thatsachen waren es, welche den Abg. Dumont zu dem Anträge auf Erlaß eines Gesetzes zum Schutze der Pflegekinder veranlaßt haben." Der Gesetzgebungs-Ausschuß erster Kammer beantragt Beitritt zu sämmt- lichen Beschlüßen zweiter Lesung der zweiten Kammer, namentlich auch zu dem bezüglich des Antrags des Abg. Heinzerling gefaßten Beschlüße, die Großh. Regierung zu ersuchen, beim Bundesrath dahin zu wirken, daß die durch das gegenwärtige Gesetz für Hessen geregelte Materie demnächst reichsgesetzlich geordnet oder doch ähnliche Bestimmungen auch in den andern Bundesstaaten einze- sührt werden. Berlin. Es hat einen erfreulichen Eindruck auf bas Berliner Publikum gemacht, daß das öffentliche Erscheinen des Kronprinzen nach wie vor im offenen Wagen geschieht. Es zeugt das von einem Vertrauen zum Publikum, das man dem hohen Herrn hoch anrechnet, weil es ein Beweis ist, baß er weit entfernt ist, die Frevelthat Nobiling's auf die Rechnung Berlins zu setzen. Berlin, 16. Juni. Von einem dem (Kongresse übergebenen Memorandum Griechenlands, welches die griechischen Forderungen, wie Abtretung von Epirus, Abtretung des Littorale, des ägeischen Meeres bis Athos, Abtretung Kretas und Rhodos' enthält, ist in unterrichteten Kreisen nichts bekannt. Es liegt hier wohl nach Ansicht jener Kreise eine Verwechselung mit der Denkschrift eines griechischen Gelehrten vor, welche derselbe einer jüngst in Griechenland zu Unterrichtszwecken entworfenen Karte der Türkei beigegeben hat. Diese Karte gibt ein ethnographisches Tableau der vorwiegenden Sitze der griechischen, bulgarischen, rumänischen, serbischen und montenegrinischen Bevölkerung in der Türkei. Der theoretische Charakter dieser Denkschrift geht schon daraus hervor, daß auch Konstantinopel als griechisches Terrain bezeichnet wird. Irankreich. Paris, 16. Juni, Abends. Die „Agence Havas" meldet: Eine Depesche aus Ragusa von heute Abend 6 Uhr spricht gar nicht von einem Kampfe zwischen Türken und Montenegrinern und sagt blos: Alle Jnsurgenten-Cdefs aus der Herzegowina sind heute in Cettinje versammelt, und zwar auf Einladung Montenegros. Das Motiv ist unbekannt. Die Montenegriner befefti- gen sich eifrig gegen Albanien. Hat i» »ch-lich- »ii ,?? 118 eiel^t l0”‘ i» bem f„ «W Mo." * ?fbmt- 7 N I" bim W' du (ta 6 d'k durch d«i °gestz!ich geort), ^sstaaten einze- ^nliner Publi- tta4 wie vor im 11 'Mlitum, das W» dch et weit ju setzen. Wien Memoran- if ÄötretunA von lthvs. Mretnng his bekannt. U } mit der Denk- mgst in Triechen- jeben hat. Diese e der griechischen, evölkerung i« der m daraus hervor, ird. leidet: Eine Devon einem Kampfe Jnsurgenten-Cbefs ab zwar auf Em« nlenegriner befesti- Kaijer haben mit Msen. et: Testern früh enates Petrowitsch be Sie wiederholt njlinie befindlichen i ertheilte indessen ibe Versicherungen. behelligen. Gestern . pie Vojana und >n. Sogleich wnr- : ,-M! <8 J* Man beeilte hiutniriagm, H vaOfommtu inf»J= ten bet m*11 Inifcße Sen, 6i^e®eä d„ tiirfil*«®1" inen »°" ,L. W°r d-» ,.t «ii» *i 5MS;"»btn . hiife Är*"’ »»VL z-ll, I« ÄS#* ' <*ss totD DB ’ u. Aus die Montenegriner bei Ubla; diese gingen aber bald ihrerseits zum Angriff über und nahmen 30 bis 40 Albanesen gefangen. Eine gemischte Commission zur Untersuchung dieses Ereignisses soll eingesetzt werden. Die Montenegriner erhielten 4 Bataillone Verstärkung. Der Vorfall dürfte keine weitere Ausbrei' rung gewinnen. — Aus Konstantinopel. Neuerlich ist eine Schaar griechischer Freiwilliger in Thessalien eingebrochen. Es heißt, die britische Flotte sei heute . ach den Prinzen-Jnseln abgesegelt. Berlin, 17. Juni. Bulletin von 10 Uhr Vorm. Das befriedigende Befinden Se. Mas. des Kaisers hat während des gestrigen Tages angedauert. Nachts hat Se. Maj. mit Unterbrechungen gut geschlafen. Die Anschwellung am Arme nimmt langsam ab. (Unterz.) v. Lauer, v. Langenbeck. Wilms. Berlin, 18. Juni. Se. Maj. der Kaiser verbrachten die vergangene Nacht mit geringen Unterbrechungen in ruhigem Schlaf. — Das gestrige Diner der Congreß-Delegirten beim Fürsten Bismarck dauerte bis 8 Uhr; ein Toast wurde nicht ausgebracht. Berlin, 17. Juni. Von einer bestimmt festgestellten gedruckten Tagesordnung für die Congreß-Sitzungen kann nicht die Rede sein, da die bezüglichen Punkte der Discussion sich vorher nicht genau feststelleu lassen, auch den Eon« greßmitgliedern keinerlei Beschränkung bezüglich der von ihnen vorzubringenden Gesichtspunkte und Beziehungen auserlegt werden kann. Wien, 17. Juni. Im Abgeordnetenhause erklärte der Ministerpräfident Fürst Auersperg in Beantwortung einer Interpellation betreffs Ermordung dalmatischer Türken: die Regierung that bereits die energischsten Schritte zur Erlangung voller Genugthuung. — Das Hnus nahm darauf in dritter Lesung das Einführungsgesetz zu den Ausgleichsgesetzen an, womit letztere im Abgeordnetenhause vollständig erledigt sind. Lokal-Notiz. Gießen, 18. Juni. Die Tage des Sänperfestes des Lahnthal- Sängerbundes rücken allmählig heran. Mit dem Erbauen der verschiedenen Gebäude wird eben der Anfang gemacht. Zur Labung der Festtheilnehmer werden auf dem Festplatz 8 Bierwirthschaften (wo nur hiesiges Bier verzopft werden darf und zwar zum Maximalpreis oon 20^ per Va Liter), 1 Weinwirthschaft, Conditorei, Wasserbuden rc. errichtet. Zwei große Tanzböden ermöglichen den ausgedehntesten Genuß zum Schwingen des Tanzbeins. — Wenn wir aus dem zwar noch nicht herausgegebenea Programm plaudern so thun wir es nur im Interesse unserer Leser und möge uns daS Comltö, welches damit so lange zögert, die Jndiscretion verzeihen. Also nach dem Programm findet Samstag Nachmittag Empfang der Sänger am Bahnhof statt unter Begleitung mit Musik nach dem alten Rathhaus, woselbst das Bureau der Quartier-Commission sich befindet. Abends auf dem Festplatz Begrüßung der Sänger, Generalprobe und Concert der Regimentsmusik mit freiem Enti6e für die Quartieraeber. Sonntag früh Reveille. Nachmittags 3 Uhr Festzug nach dem Festplatz, dortselbst Rede, Vocal- und Jnstrumentalconcert unb Tanzbelustigung. Montag früh Sängertag in Wenzels Garten, daselbst auch itlorgen-Concert. Am Nachmittag wiederum Fcftzug u. s. w. wie am vorhergehenden Tage. Dieses wäre so im großen Ganzen das Programm, ohne die Einzelheiten zu berühren. Die Eintrittspreise, wie die Familienbillette rc. sind in richtiger Würdigung der Zeitverhältnisse so niedrig gegriffen, daß sich Jedermann an dem Feste betheiltgen kann. Zu erwarten steht ein hoher Genuß, denn die eben stattfindenden Proben der hefigen 5 Gesangvereine unter der anerkannten Leitung des akademischen Musikdirectors Herrn Felchner versprechen dieses in seltenem Maße und wenn wir noch unserer eben cotij vortrefflichen Regimentsmusik gedenken, so darf, wenn der Himmel uns günstig ist, Gießen sich wieder als freundliche Feststadt zeigen und ihre allbekannte Gastfreundschaft den uns besuchenden Sängerbrüdern und Gästen zuwenden. Gießen, 18. Juni. Wir lassen nachstehend die T ag e sord nung für die Stadt- o.rordneten-Sitzung am Donnerstag den 20. Juni 1878, StachmittagS 4 Vhr, tm alten Realschulgebäude folgen: 1. Die Reorganisation der Executivpolizei. 2. Die OctroierHeberstätte am Seltersthor. 3. Legat des Rentners Karl August Flinsch in Darmstadt zu Gunsten der Stadtarmen GteßenS. 4. Beschwerde des Heinrich Kreiling I. von Heuchelheim wegen Wasserzufluß nach seinem Grundstück an dem Hardtabhang. 5. Den Weg an dem Windhof an der Hardt betreffend. 6. Den Weg nach dem Felsenkeller an der Hardt betreffend. 7. Straßenanlage zwischen dem Ncuenwegerthor und dem Wallthor. 8. Straßenanlage zwischen Neustadt und Wallthor. 9. Anlegung einer Straße zwischen demKirchenplatz und demOswaldischen Garten. 10. Gesuch des Philipp Kratling um Bauerlaubniß. 11. Gesuch des Stadtverordneten Louis Petri II. um Bauerlaubniß. 12. Gesuch des Wilhelm Noll um Bauerlaubniß. 13. Gesuch des Kaufmanns Wilhelm Limpert um Erlaubniß zum Erbauen eines Hintergebäudes. 14. Gesuch des Kaufmanns Wilhelm Seuling wegen desgleichen. 15. Gesuch des Heinrich Cape Her um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung. 16. Unterhaltung der Canäle im Feld. 17. Den städtischen Canal an der Gartenftraße. 18. Trottoirpflosterung in der Bismarckstraße. 19. Die Verbesserung des Holzwegs. 20. Die Verpachtung der Wieseckböschungen. 21. Pachtung von Gelände für den Brückenbau über die Wieseck. 22. Miethoertrag mit dem Gymnasium wegen Benutzung der Turnhalle. 23. Anschaffung von Turngeräthen. 24. Abtrittsanlaven in der Stadtmädchmschule. 25. Gesuch des Bäckermeisters Karl Wallenfels um Überlassung städtischen Geländes an der Grünberger Chaussee zum Lagern für Holz. 26. Gesuch wegen Aufstelluna von Gaslaternen. 27. Besetzung einer Lehrerstelle an der höheren Mädchenschule. Vermischte-. Darmstad t» IS. Juni. Arn gestrigen Nachmittage verunglückten sechs Personen in Griesheim durch Zerspringen elper Granate, die auf dem dortigen Exerzierplatz, gefunden worden war und mit der hantiert wurde. Wie wir hören, blieb An Kind gleich tobt, einer Frau sind die beiden Beine zerschmettert, ein Mann ist noch lebensgefährlich verwundet, die Wunden der andern sind weniger schwer. Die Verletzten wurden in das hiesige Mauerhospital verbracht. Es ist unbegreiflich, wie aller Warnungen ungeachtet immer noch ein solch sorgloses Hantieren mit Sprenggeschossen Vorkommen urtb solch schreckliche Unglücksfälle herbeiführc« kann. __ Aus Köln, 8. Juni, wird der „Germ." geschrieben: „Wenn es derAttentötkr Hodel darauf abgesehen hatte, ein „berühmter Mann" zu werden, so sind unsere am Dombau beschäftigten Steinmetzen bereits auf und daran, diesen seinen Wünschen zu entsprechen. Sein nicht Übel getroffener Kopf ist nämlich an einem Consol angebracht, welcher eine Heiligenftatue am Nordportale tragen soll. Der Kopf ist nach einer Photographie ziemlich gut ausgemeißelt: umgeben von andern Fratzen läuft auch er in einen Thierkörper aus; der halb eingedrückte Hut bedeckt das Ganze; die eine Kll-ue tragt einen Revolvex, die andere umfaßt ein halb aufgerolltes Zeitungsblatt; welche Redaction damit zugleich verewi t werden soll, besagt keine Aufschrift." Eine errrpfehlenswerthe Zeitung. Wie sehr Gediegenheit, Reichhaltigkeit und unpartelische Behandlung aller Zer.- fragen geeignet sind, einem journalistischen Unternehmen allgemeine Anerkennung zu erwerben und zu sichern, dafür liefern die außergewöhnlichen Erfolge der in Berlin se.t 7 Jahren bestehenden Zeitung: „Berliner Tageblatt* einen treffenden Beweis. Die gegenwärtige Abonnentenzahl dieses Blattes beträgt 70,000, eine Ziffer, welche b.c her in Deutschland oon keiner Zeitung auch nur annäbernd erreicht wurde. Der reiche und interessante Inhalt des .Berliner Tageblatt* nebst dessen Gratis-Beilagen berliner BonntagSblatt* und dem illustrtrten Witzblatt „Ulf* ist aber auch vollkommen dazu geeignet, selbst den weitgehensten Ansprüchen des zeitungslesenden Publikums nach jeder Richtung hin vollkommen zu genügen. Einem großen Kreise von Spezial-Correspondenten an allen Hauptplätzen, sowie der ausgedehntesten Benutzung des Telegraphen verdankt das »Berliner Tageblatt* den Vorzug, daß es durch die ihm täglich zugehenden ausführlichen Spezial-Telegramme allen anderen Zeitungen mit seinen neuesten politischen Nachrichten voraneilt. Ferner dürfte noch die Thatsache zu beachten sein, daß das »Berliner Tageblatt* bei seiner entschieden liberalen Tendenz nach jeder Richtung hm unabhängig & *■* s SA zu nachstehende Bauarbeiten in tf Decken, 112- veranschlagt zu - Dn>ck « »erlag d-r vlübNL-n Unio.-Druck-l«