ÜN, 2 IUI 'm’ ®UÄ "nl> Wen M mit L». 6.«,?*e» rta Äu .riT V|V iu ^lQ0tn b. Ws. ^s-n üli-- SWa^ ^"zeigrn, 18(11. ®ntrftt («*, ifc "«W<» unb tlntn ^gUl!M»fohtni!P,i- .£'■ Soltitbetg. aufen !L'081 Mn angenehme Stellung ;luf) eine »roß- M'V Kamme. 3Wl ftptb. ds. BlttS. r4M. n in ollen Ständen in ehr belichten Artikel sür oerdrn tüchtige Haufinr, schein versehen find, w iienst (wöchentlich bii Franko-Offerten werden postlagernd Breslau er« ,rm»uv' I Einhorn. iin woll-m» Mo. 114. Freitag, den 17. Mai 1878. Kichener "MiiMger Ailffige- unb Amtsblatt für beu Kreis Gießen. Me-a<1io«-bureaur Gartenstraße B. 165. GxpeditionSdttreaur Schulstraße B. 18. Aokilisch Cine ernste Mahnung. „Es gibt keinen Königsweg zur Mathematik", soll der alte Euklid einmal einem egyptischen Königssohne geantwortet haben, als dieser den Meister bat, ihn doch, mit Rücksicht auf seine hohe Geburt und Würde, möglichst rasch, angenehm und leicht in die Geheimnisse der Geometrie und Zahlenlehre einzu- weihen. Dies Wort des griechischen Weisen läßt sich nicht nur auf den einzelnen Menschen, sondern ebenso gut auf die politischen und wirthschaflltchen Bestrebungen der Staaten und Völker anwenden. Auch für die Grsammtheit einer Nation gibt es keinen Königsweg, auf dem sie ohne Geduld und Ausdauer, ohne Mühe und Arbeit, zu politischer Macht und Größe, zu behaglichem Wohlstand und materiellem Gedeihen schnell gelangen könnte. Und zumal in Deutschland wiffen wir, oder sollten es wenigstens aus unserer eigenen Vergangenheit wissen, daß wir nicht zu den glücklichen Sonntagskindern gehören, denen alles Wünschenswerthe im Traume bescheert wird, daß uns Natur und Geschick keine Ausnahmestellung von der allgemeinen Regel gewährt haben. Es ist freilich das Eigene unserer politischen Entwickelung, daß der große geschichtliche Werde- proceß des deutschen Staates nicht von dem gesammten Volke mit deutlichem Bewußtsein durchlebt worden ist, daß die gewaltige Arbeit zweier Jahrhunderte, welche unser Volksthum aus dem Schutte des dreißigjährigen Krieges langsam wieder aufrichtete, nicht unter dem klaren Verständniß der ganzen Nation sich vollzog, so daß wir schließlich mit einem mächtigen Schlage glaubten errungen zu haben, was doch wesentlich das Resultat vorausgegangener, unsäglich schwerer Anstrengungen gewesen ist. So kam es, daß vor dem kräftigen Aufschwung des nationalen Gefühls, der die politischen und militärischen Erfolge von 1866 und 1870 begleitete, die abkühlende Mahnung zur Besonnenheit nicht das nöthige Gehör sich überall zu verschaffen wußte und neben der, unter dem Impulse gewaltiger Ereignisse erfolgten Anregung edler, herrlicher Leidenschaften zugleich die Samenkörner zu achtloser Selbstgenügsamkeit, zur Überschätzung, nicht selten zum blinden Hochmuth ausgestreut wurden. Auf den Gewerbebetrieb unseres Vaterlandes hat die Neigung zur Selbstüberschätzung einen weit tiefer greifenden Einfluß ausgeübt, als Viele glaubten. Sie hat in derselben Nation, von welcher wir wissen, daß sie vor anderthalb und zwei Jahrhunderten noch die gründlichste Verachtung des Unechten, des Scheinwesens besaß, aümählig eine Nachsichtigkeit der Anschauungen sich entwickeln lassen, welche erschrecken kann. Das große Publikum hat es anfangs verzeihlich gesunden, dann ertragen, dann für richtig erklärt, daß der Schein dem Wesen in den Gegenständen seiner Einkäufe vorzuziehen sei. Die Industrie hat anfänglich mit kleiner Unruhe, dann mit Achselzucken und endlich mit dem Bewußtsein voller Berechtigung das Fabrikat dem entsprechend hergestellt. Imitation, Surrogat sind die verderblichen Schlagworte für eine ganze Reihe von Industrien geworden, und so sind wir denn in Bezug auf einen beträchtlichen Bruchtheil in eine falsche Richtung gerathen, welche Prof. F. Reuleaux in Berlin in seinen Berichten über die Philadelphia Ausstellung so drastisch geschildert hat. Der verdienstvolle Gelehrte ist wegen der bekannten herben Kritik vielfach angefochten und verketzert worden. Und man kann ja zugeben, daß er in der Verallgemeinerung der aus seinen Beobachtungen gezogenen Schlußfolgerungen zu weit gegangen sei und über das Ziel htnausgeschossen habe. Jedenfalls hat es aber Herr Reuleaux bet Kritik und Tadel nicht bewenden lassen/ sondern sich redlich und eifrig bemüht, der daniederliegenden Industrie und dem noth- letdenden Gewerbe die Mittel zur Besserung anzugeben und die richtigen Wege zur Erlangung einer würdigen Stellung zu bezeichnen. In dieser Beziehung verdienen die von Herrn Reuleaux kürzlich wieder im Kaufmännischen Verein in Leipzig vorgetragenen und in dem neuesten Hefte der Monatsschrift „Nord und Süd" veröffentlichten Ausführungen „über Deutschlands gewerbliche Bestrebungen und Aufgaben" die Aufmerksamkeit und Beachtung der weitesten Kreise in hohem Maße. Den industriellen Fehler, in welchen Deutschland verfallen ist und welcher manche seiner Industrien schwer herabgedrückt hat, findet Herr Reuleaux mit Recht in der Concurrenz um jeden Preis- Von diesem eingesessenen Grundsatz müssen wir vor Allen Dingen wieder loszukommen suchen, wenn es besser werden soll, und zwar unter richtiger Einwirkung von drei Hauptfactoren: des Publikums, der Industriellen und der Staatsregierung. Das Publikum hat sich bei uns dem Princip der Preisconcurrenz in die Arme geworfen; es will und verlangt in erster Linie wohlfeil bedient zu werden. Es hat beinahe ganz verlernt, die Qualität seiner Erwerbungen zu prüfen; der Preis ist ihm das Erste und Wichtigste. Die bekannte Einrede von der Armuth Deutschlands läßt Herr Reuleaux mit Recht nicht gelten. Wer arm ist, soll nicht das Unsolide, auf den leeren Schein berechnete, sondern das Haltbare, Dauerhafte kaufen. Es ist aber durch Hunderte von Beispielen nachzuweisen, daß die unbegreiflich billigen Maaren «egen ihrer Untüchtigkeir Käufer zu weil größeren Ausgaben nöthigen, als die ein wenig theureren, daß der sog. billige Kauf thatsächlich der theuere ist. Sodann : ist Deutschland zu arm, so muß es suchen, sein geringes Capital auch rechnerisch gut zu verwerthen. Aber es hat das Borgen und lange Cre- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. er Hheit. ditiren eingeführt durch alle Schichten, welche kaufen und verkaufen, und zieht sich dadurch colossale Verluste zu. Am Publikum ist es, und zwar am ganzen Publikum, diesem Verlust, der bis zu 18 pCt. jährlich angeschlagen wird, durch Einführung der Baarzahlung oder Zahlung mit kurzem Ziel vorzubeugen. Aber nicht nur im wohlverstandenen eigenen, sondern im allgemeinen öffentlichen Interesse hat das Publikum die Pflicht, abzulaffen von dem grundfalschen Systeme des Jagens nach dem leeren Schein der Waare. Die industrielle Thätigkeit ist ein hervorragender Theil unseres Volkslebens und ein gutes tüchtiges Volk soll deshalb auf eine gute tüchtige Industrie halten! Jeder muß wiffen, daß er daran Theil hat, daß die Ehre der Industrie bie Nation ehrt, daß er aber selbst an der Ehrerwerbung mitarbeiten muß durch seine Kaufweise. Jeder Einzelne, und demnach das gesammte Publikum, soll hier seine Stimme erheben und zumal die Tagespresse sollte nicht aufhören, die Grundsätze eines der Allgemeinheit wirklich dienenden Gewerbebetriebs dem Volke klar zu machen, die Verstöße gegen die Pflichten, welche die Industrie der Nation gegenüber hat, zu rügen, ihre Fortschritte in dieser selben Richtung zu fördern und zur Anerkennung zu bringen. Damit würde sie den nur zu gern auf fremde Gebiete abschweifenden Deutschen immer wieder erinnern an die richtige Verwendung seiner Fähigkeiten, sowie an die Gefahren seiner Jrr- thümer und würde ihm unangenehme Ueberraschungen ersparen. Dann aber müssen die Gewerbetreibende»! selbst aufhören, sich durch ein gegenseitiges Heruntertreiben der Waare Schaden über Schaden zufügen zu wollen, und vielmehr die Werthconcurrenz an die Stelle der verderblichen Preisconcurrenz setzen. Die Industrie muß überall nicht durch Herabsetzung des Preises, sondern durch Steigerung der Qualität den Käufer zu gewinnen suchen: dieser aber hat die Pflicht gegen sich wie gegen das Ganze, dem Industrielle» auf halbem Wege entgegenzukommen. Beide müssen das Streben und das Suchen nach der Güte der Waare an die Stelle des Preisdruckes setzen. Was endlich die Staatsregierung anlangt, so ist dieselbe bekanntlich in großem Maßstabe Käufer industrieller Erzeugnisse auf Grund öffentlicher Ausschreibungen. Daß die bisherige Methode der Ausschreibungen oder Submissionen mangelhaft, zum Theil sehr unrichtig gewesen, hat man mehrfach nachgewiesen. Es bahnt sich aber jetzt eine Aenderung an. Im preußischen Ministerium beschäftigt man sich ernstlich mit der Feststellung derjenigen Methoden der Ausschreibungen, bei welcher die Concurrenz der Qualitäten, oder genauer gesagt, die Werthconcurrenz die Grundlage bilden soll. Wie sehr aber auch hier Besserung Noth thut, zeigt Reuleaux an einem sehr charakteristischen Beispiel. Für die durch das ganze Reich eingerichteten Standesämter wird der Papierbedarf regelmäßig nach dem Princip der Preisconcurrenz ausgeschrieben. Die Preise werden dabei so gedrückt, daß überhaupt die Möglichkeit, Papier aus Lumpen dafür zu liefern, ausgeschlossen wird. Die Folge ist, daß Papiere geliefert werden, in welchen Holzstoff und andere Beimengungen eine solche Rolle spielen, daß die Papiere durchaus nicht dauerhaft sein können. Nach zehn, fünfzehn Jahren werden wir deshalb die sonderbarsten Sachen zu erleben haben, indem der langsame, natürliche Zersetzungsproceß bis dahin eine Menge von Actenstücken soviel wie aufgezehrt haben wird, welche für das Wohl und Wehe von Familien von unschätzbarer Bedeutung sind. „Eine Sammlung solcher Standesamtspapiere", bemerkt der Verfasser, „welche ich besitze, läßt jetzt schon vorauserkennen, in welche Verwirrungen uns das Princip der Preisconcurrenz, gehandhabt von den Behörden, stürzen wird, wenn nicht sofort Einhalt gethan wird." Im Uebrigen ist Herr Reuleaux mit Recht der Ansicht, daß der Industrie nicht sowohl durch directe staatliche Maßregeln, durch besonderen Zollschutz und dergl. geholfen werden kann, als dadurch, daß man die Industrie als nationale Sache auffaßt, die deutsche Industrie als National- Jndustrie ansieht. Für eine National-Jndustrte ist niemals der Gesetzgebung gleichgilttg, ob geringe oder ob vortreffliche Waare gefertigt werde, ob bie Gewerbetreibenben einzelner Zweige einander bis zu gegenseitiger Vernichtung bekämpfen, oder ob diese sich erhalten und entwickeln; für die National-Jndustrie wird die Gesetzgebung stets bereit sein, je nach den verfügbaren Mitteln Verkehrswege zu verbessern oder zugänglich zu machen. Von diesem Gedanken aus werden dann Hie Verkehrs-, Zoll-, Steuerfragen, die gewerbliche Gesetzgebung und manche anderen Fragen zu prüfen und zu beurtheilen sein und innerhalb dieser Auffassung werden sich auch Gegensätze verschmelzen und gemeinsame Anschauungen verstärken zum Wohle nicht nur der Industrie, sondern auch des Landes und Reichs. Am Schluffe seiner mahnenden, ernsten Betrachtungen weist Herr Reuleaux noch auf die tröstliche Thatsache hin, daß sich thatsächlich nach den überraschenden Erfahrungen von Philadelphia die Leistungen der deutschen Gewerbe langsam zu heben begonnen haben. Es liegen Zeugnisse aus den verschiedensten Gegenden Deutschlands vor, daß es anfängt, Helle zu werden am Horizont der deutschen Industrie. „Lasten wir noch einige Jahre rastlosen, angestrengten, verborgenen Fleißes in's Land gehen, und wenn bann wieber eine Weltausstellung beschlosten wirb — möchte sie doch sür das Jahr 1883 für Berlin Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. geplant werden — so werden wir, statt uns auszuschließen, hoffentlich die Einladenden sein, und dann wird die deutsche Industrie zeigen, daß sie sich gesammelt hat und daß sie wieder im Wettstreit mit den Besten um die Palme zu ringen versuchen darf." Wir haben dem Nichts hinzuzusetzen. Möge die von sachverständiger Seite kommende ernste Mahnung nicht ungehört verhallen, sondern bet Allen, die es angeht, die gebührende Berücksichtigung finden. (N. Frkftr. Pr.) Deutschland. Darmstadt, 13. Mat. Das heute ausgegebene Regierungsblatt Nr. 6 enthält eine Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, das Maß- und Gewichts-Wesen betreffend. Darmstadt, 14. Mai. Nach einer amtlichen Mittheilung ist die Ein« fuhr lebender Pflanzen nach Spanien wegen der Gefahr einer Einschleppung der Reblauskrankheit durch königliche Verordnung verboten worden. Atatte«. Rom, 14. Mat. Sicherem Vernehmen nach wird der gewesene Unter- staatssecretär Vannutelli bei der ersten Veränderung in den Nuntiaturen zum Nuntius ernannt werden. — Morgen wird der Papst den türkischen Gesandten, Bedros Effendi, und am Montag den französischen Botschafter, de Gabriac, empfangen. Nußlaad. Petersburg, 12. Mai. Die „Agence ruffe", welche gestern die Unmöglichkeit betonte, die Vorschläge zu kennen, deren Ueberbrtnger Graf Schu- waloff sein solle, da diese Vorschläge doch nur zwischen ihm und dem Londoner Cabtnet verhandelt worden sein könnten, führt heute aus, die Vorschläge könnten nothwendtgerwetse sich nur auf zwei Lösungen beziehen, welche die Frage gegenwärtig überhaupt vertrage: entweder auf die Zerstückelung und Theilung des ottomanischen Reiches oder auf eine Combtnatton, welche einestheils die Lebensfähigkeit der Türket, anderntheils die vollständige Unabhängigkeit der christlichen tributflichttg bleibenden Volksstämme von der türkischen Verwaltung sichere. Die „Agence ruffe" weist nach, daß eine derartige Lösung für die Türkei die vortheilhasteste, allein weise und gegenwärtig ausführbare wäre, und deutet an, daß um das Werk ernst und vollständig durchzuführen, das im Con- greß vereinigte Europa Oesterreich mit der Verwaltung Bosniens beauftragen müsse, wo eine Selbstregierung den Begs gegenüber unmöglich sei. Gerade weil England ebenso wie Rußland die Zerstückelung der Türket nicht wünschen dürfte, sei eine Verständigung mit England wünschens werth und möglich. Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. Torrespvndenz-Bureau. Petersburg, 15. Mat. Das „Journal de St. Pötersbourg" und die „Agence ruffe" beobachten über die Mission Schuwaloffs ihr bisheriges Stillschweigen. — Die „Börsenzeitung", welche eine friedliche Richtung verfolgt, tritt den pessimistischen Anffaffungen anderer Journale hinsichtlich der Situation entgegen und legt die Grundlosigkeit der Befürchtungen dar, welche hervorgerufen wurden durch das ganz zufällige Zusammentreffen der Ankunft Schuwaloffs mit der Aufforderung der Gesellschaft für Ausrüstung einer Freiwilltgen- Flottlle zur allgemeinen Subscription, sowie mit der Ernennung der Commandanten der Küstengebiete von Kronstadt und Sweaborg. Die „Börsenzettung" bemerkt weiter: Wenn die Situation auch Vorsichtsmaßregeln erheische, so berechtige sie andererseits doch zu ernstlichen Hoffnungen auf Verständigung. Washington, 14. Mai. Eine Depesche aus Havannah meldet: Ein Erdbeben in Venezuela tödtete 600 Menschen. In Caracas wurde eine heftige Erschütterung verspürt. London, 15. Mat. „Standard" erfährt aus Hongkong, die britische Escadre in China sei nach Dokohama gesegelt, um die russische Flotte in den Gewäsiern von Japan zu überwachen. Konstantinopel, 15. Mai. Die hiesige „Agence Havas" meldet: Totleben erklärte, er werde strenge Maßregeln zur Beendigung des Aufstandes im Rhodopegebtrge ergreifen, wenn die Bemühungen zu dessen Beschwichtigung erfolglos blieben. In Folge der Erhebung der Lazhen sollen die russischen Positionen bet Brtum bedrückt sein. Der russische Botschafter Labrnoff besuchte die Minister Sadyk und Savset Pascha; morgen wird derselbe dem Sultan seine Credittve überreichen. * Paris, 15. Mal. Gestern Abend fand eine Explosion innerhalb einer im Centrum der Stadt gelegenen Amorcen-(Zündholz-)Frbrik statt; das Fabrikgebäude wurde gänzlich zerstört; die Zahl der beschädigten Personen if noch nicht bekannt, doch jedenfalls groß. * London, 15. Mai. Gestern Abend brachen ernste Ruhestörungen in Blackburne aus. Eine große Masse von Strikenden durchzog die Straßen, warfen bte Fenster in den Hauptmühlen ein und zerstörten die vordere Seite des Hauses des Arbeitgebers Hornby. Letzterer wurde durch Steinwürfe verwundet. Das'Haus des Obersten Jackson, des Vorsitzenden der Acbeitgeber- assoziation, wurde in Brand gesteckt und gänzlich zerstört. Starke Abtheilungen von Infanterie und Kavallerie sind angekommen. Der Tumult dauert fort. Wien, 14. Mat. Das „Fremdenblatt" giebt der Entrüstung Ausdruck, welche das Attentat auf den deutschen Kaiser allerwärts, bei allen Parteien, ohne Ausnahme hervorgerufen. Die Glückwünsche, welche seit vorgestern von Paris nach Berlin gesandt worden, bewiesen, daß die Franzosen aller nationalen Empfindlichkeiten zum Trotze einsähen, welch hohen Werth das Leben des deutschen Kaisers für den Frieden Europas habe. Besonders herzlich seien die aus Oesterreich nach Berlin gelangten sympathischen Kundgebungen. Dieselben bewiesen die tiefe, ungeheuchelte Theilnahme der Monarchie für das befreundete Nachbarretch. Oesterreichs Volk sehe in dem Oberhaupte der deutschen Nation nicht blos den Freund seines Kaisers, sondern auch den treuen, zuverlässigen Bundesgenossen. Paris, 15. Mai. Ein brennender Gegenstand, welcher gestern Abend über der Ausstellung hinflog, verursachte das Gerücht von einem Brandstiftungsversuche an dem Ausstellungsgebäude. Es ist aber nachgewiesen worden, daß es sich einfach um ein Luftschifffahrts-Experiment gehandelt hat. Rom, 15. Mai. Der Papst empfing in feierlicher Audienz den Gesandten des Sultans Bedros Effendi, welcher eine Ansprache hielt, die der Papst erwiderte. Sodann hatte der Gesandte beim Papst Privataudienz und besuchte den Staatssekretär Franchi. Paris, 15. Mat. Unter den Trümmern des durch die gemeldete Explosion zerstörten Gebäudes in der Rue Beranger sind bisher drei Todte aufgefunden worden; mehrere Personen werden noch vermißt. Die Zahl der Verwundeten ist groß; .bei einer Anzahl derselben wurden bereits Amputationen vorgenommen. Der Polizeipräfect hat eine Verwundung des Schenkels und Brandwunden an der Hand erlitten. Belgrad, 15. Mai. Auf Veranlassung des deutschen Generalconsuls Grafen Bray fand heute wegen der glücklichen Errettung des Kaisers Wilhelm ein Tedeum statt, welchem der Minister des Auswärtigen Ristic, die Adjutanten des Fürsten und sämmtliche hier beglaubigte diplomatische Agenten mit den bezüglichen Personalen beiwohnten. Tiflis, 14. Mai. Der Schah von Persien ist hier eiugetroffen und eierlich empfangen worden; die Stadt ist geschmückt und wird Abends illuminirt. Nokohama, 14. Mai. Der Minister des Innern, Okude, ist ermordet, der Thäler verhaftet worden. Nom, 15. Mat. Der Papst hat nach dem Beispiele einiger seiner Vorgänger eine aus den Cardtnälen Bilio, Panebianco, Ferrieri, Franchi und Gianelli bestehende Commission ernannt, mit der Aufgabe, Notizen über die hervorragenden Geistlichen zu sammeln, welche nach AuSwahl zu Bischöfen in Italien ernannt werden können. In dem gegenwärtigen System der Ernennung ausländischer Bischöfe tritt eine Neuerung nicht ein. — In der Antwort des Papstes an den türkischen Abgesandten BedroS Effendi dankte er für die im Namen des Sultans ausgesprochenen Gesinnungen, wünschte dem Sultan Wohlergehen und dankte ihm für den Schutz und die Freiheiten der Katholiken in der Türkei. Schließlich sprach der Papst die Hoffnung aus, dieser Schutz werde aufrechterhalten und zum Wohle des Reiches erhöht werden. Bedros Effendi erhielt das Großkreuz des Gregor-Ordens. London, 15. Mai. In Blackburne sind Vormittags neue Ruhestörungen vorgekommen. Zahlreichen Häusern wurden die Fenster etngeworfen. Truppen zerstreuten die Tumultuanten. Lokal-Notiz. Gießen, 16. Mai. Die Frist zum Umtausch der aufgerufenen Banknoten der Preußischen Bank zu Einhundert Mark bet den Zweiganstalten der R-ichsbank dauert nur noch bis zum 1. Juni ds. IS. 9tach diesem Tage erfolgt die Einlösung nur noch bei der Reichsbankhauptkasse in Berlin. Vermischte-. Au8 Hessen, 12. Mai. Wie man unS heute von zweifellos competenter Sette meldet, sind die früher bereits erwähnten Dammrutschungen und Erdschwemmungen auf der Theilstrecke Heimsfeld-Treysa der Berlin - Eoblenzer Bahn (im Kreise Ziegenhain in Ntederhessen, unmittelbar vor der Einmündung der neuen Linie in die Matn- Weserbahn) bis jetzt noch keineswegs als beseitigt zu betrachten. Obwohl tn deS Wortes vollster Bedeutung ganze Berge ausgeschachtet, bezw. aufgetragen worden sind, auch die Lücken sofort wieder ausgefüllt wurden, ist daS Uebel nur gewachsen: das große Triebsandlager bewirkt auf der Erdoberfläche andauernd wellenförmige Hebungen und Senkungen tn großartigem Maßstabe, so daß die ganze Gegend tn stetem Aufruhr bleibt. Die nothwendig gewordenen Mehrarbeiten sollen bereits eine Ausgabe von 500,000 JL verursacht haben; auch ist eS sehr wahrscheinlich, daß diese leidigen Uebel- stände die Inbetriebsetzung deS Theilstrecke Ntederhooe-Treyfa verzögern werden. (Wes.-Z.) — (Zuverlässige Statistik.) Was mit der Statistik geleistet werden kann, dafür bietet die Linnicher Ortsstattsttk der Pokenepidemte von 1870/71 cm treff:ndeS Beispiel. Gemäß derselben starben von den ungeimpft Erkrankten 100p$t., wahren^ von den revacctntrt Erkrankten nur 44p@t. dem Tode erlagen. Die Frage, wie dies Ergebniß herauSgerechnet wurde, beantwortet Dr. Oidtmann xole folgt: In Linnich starb von den vielen „angehauften ungeimpften 3nbtg(bucn* (des ersten Lebensjahres) nur ein einziges; und zwar war seine zw:tmal geimpfte Mutter die Ersterkrankte. Dies ergibt tn der amtlichen Statistik die blende Zahl von 100pEt. Sterblichkeit der un- geimpften erkrankten Einwohner; denn eines erkrankt und eines gestorben, macht nach Adam Ries« tn der That 100pCt. Sterblichkeit der Erkrankten. Das sucht man au8 BÜrgermetfterlisten heraus, um den Segen der Impfung zu beweisen. Und wiewohl in Linnich fast nur Reoaccinirte, und zwar neunmal mehr al« ungeimpfte, an Pocken erkrankt und ebenfalls fast nur Reoaccinirte, und zwar viermal mehr als Uigetmofte, an Pocken gestorben waren, so bringt die wundersame Statistik doch nur 41 pEt. Sterblichkeit der reoaccintrt Erkrankten gegenüber den 100pEt. Sterblichkeit der un- getmpft Erkrankten (1 : 1) heraus." Höherer Blödsinn. Die Wiener „Adookaten-Zeitung' bespricht in sehr abfälliger Weise eine gewiffe Sorte von Mitgliedern deS dortigen Barreaus und führt verschiedene Thatsachen in dieser Beziehung an, aus welchen wir folgende scherzhafte Fälle mitthetlen. Einer der Verthetdtger dieser Sorte hatte einen Findling zu vertreten und platdirte auf Anwendung des MilderungSumstandes der vernachlässigten Erziehung und führte geistreich aus: „Mein Klient ist ein Waisenkind, denn theilwetse Haler seine Eltern verloren, theilwetse hat er sie nie besessen!' — Bei einem sensationellen Prozesse, wo eine ganze Familie, Vater, Mutter und söhne, vor den Geschworenen des verbrechens des Betruges durch Wechselfälschung schuldig gesprochen wurde, rief der Verthetdtger der Mutter tm Platdoyer zur Straffrage emphatisch aus: .Diese Frau hat nicht bloS Wechsel gefälscht, sondern sie hat auch Kinder geboren!" — Ein Italiener stand wegen thätltcher Wachebeletdtgung vor dem ErkenntnißgerichtShofe. Der Sohn des heißen Südens hatte das Unglück, in angeheitertem Zustande einen Wachmann ganz gehörig durchzuprügeln. Das BewetSoerfahren ergab zur Eotdenz, daß der Wachmann, Der mit geschwollener Wange als Zeuge erschien, ganz gehörig durch zeprügelt worden war, nur über die Zahl der Püffe, die er erhalten, herrschte keine beruhigende Gewißheit. Einige zuzugeden war der Italiener aufrichtig genug, andere jedoch stellte er tn Abrede. Der Verthetdtger — von der pathetischen Sorte einer — platdirte jedoch auf Richtschuldig, indem er ausführte, er wolle nicht um Hiebe feilschen. „Allein nicht mein Klient," rief er mit dem Aufgebot eines Pathos, das eines Demosthenes würdig gewesen wäre, „hat den Wachmann geprügelt, Utn Blut, das wallende, an der Gluth- sonne des Aetna gewärmte Blut, ist der Schuldige und, meine Herren vom hohen Gericht! es ist das nämliche Blut, das in den Abern Rifael Sanzio's rollte, eS ist dasselbe Blut, dem wir die unsterblichen Werke eines Michel Angelo verdanken" . . . .! — (Ein eigensinniger Reisender.) Bon Stuttgart nach Ulm sind bekanntlich die Eisenbahnzüge immer stark besetzt. Als deshalb vor Kurzem ein solcher Zug in Eßlingen anlangte, suchte ein dort wohnender Herr für seine Frau einen Platz in einem Waggon zweiter Klaffe; endlich fand er einen solchen, allein auf demselben lag eine Reisetasche. Er wendete sich deshalo an den Herrn gegenüber und nun entspann sich folgender Dialog. .Mein Herr, wollen Sie nicht so freundlich sein, diese Tasche wegzunehmen?" — „Noi, mit’ guat's Herrle", erwiderte der Gegen- übersitzende, „des Täschle werd' i' net wegnehme." — „Sie nehmen sie nicht weg?" — „Not, Herrle, noi!" — „In diesem Falle wäre ich genöthigt den Eonducteur zu rufen" — „Rufet Sie mir den Eonducteur." — „He, mein Freund", sagte der nun herbeigeeilte Eonducteur, Sie müaßet doch so gut sein und des Täschle weznehme." — „Noi, sel thua i' net — i' nehm's net weg." — „Dann muaß i cba den Herr Ober-Eonducteur rufa." — „Meinet wega, rufat Sie den Herrn Ober-Eonducteur." — Der Ober-Eonducteur kommt mit Amtsmiene angesegelt: „Mir ist g'sagt worda," fing er an, „daß Sie des Täschle net wegnehme wolla." — ,,Ja, ja, es ischt au so, I nehm's almal net weg." — „Spaßet Sie net, i müaß' wahrhaftig den Herrn Polizeidiener rufa." — Es geschieht und der Wächter des Gesetzes naht sich mit martialischem Gesicht und raffelndem Säbel. „Mein Herr," beginnt er. — „Sie befehlet, Herr Wacht moischter?" — „I frag' Sie im Nama des Gesetzes, ob Sie des Täjchle net wegnehmm wollet?" — „Noi, Herr Wachtmoischter, des thua i net." — Allgemeine Bestürzung. „Aber, in drei Teufelsname, warum wollet Se denn des Täschle net wegnehme?" — „Ja, meiner Seel', weils net mein ischt — i werd' do a fremd'S Täschle net wegnehme — i bin ja koi Dieb." Moe Herrei* NWt in Tdd)f Kitteln unter W । jener Pflanze und 1 So hat ein : Namen Menhl, ju vielt und nebenbei hautstellm die non die Porm her fjaut MksiM jebe Sin Wit. Ein grobes tnbertn namentlich i iujere Eimoiikungel liebt wenden befonbe W an, welches i lenk, unb können ai He «araiittk, iur «nsich, 8B- Ae Tu für die j6t, st ^nachstehend xs-S 'Seite Ä unb wirb mH Mngdanebenm Gießen, 16. raren aufflttrWl "st hoch. Nächster Frankfurt, kostete je nach Jfnnb. L Qual- v* "0, u 1.25-30, Eier ßeisch 60—70 J frbfcn, geilte (v 14-28 JL. Linsen 21 Fleisch billiger wie kchweinefleiich. 8ui X 7.50-8.55, Tann Limburg, 1 X Korn 13 Ein neues i M Publikum ansa Semelbett ‘tft? '"L «nb Äa*J >nt®n . iutanten * "W ben be- „?9el* unb ° ""d abtnbb iß «m. eri '«9" W»« , ' Franchj unb ien Uber die her. i’Wi. " “et Srnennuna Antwort bei ' !t für bie in "»Schon Wobt, d-- ßchoiiken in ll!l*r Schutz werde ■ dtdroi Gobi * neue Nuhestörun-- nfter eingeworfen. tuen 8anf(toten btt len der K-ichSbank W die Einlösung o§ competenter Tritt l> Erbschwemmungen l (im Kreise Zieqen- i Linie in bie NM- n. Obwohl in bes etragen worben ftnb, nur gewichten; baS llenförmige Hebungen nb in stetem Aufruhr ; eine ÄuSzsbe von biefe leibigen Uefiel- kern werben. (®cH) rleistet weroen fann, O/7t ein tcesjmüeS i W0p&., wahren'' Die Frage, wie dies e W. Linnich ersten LebensirhreS) eErsterkrankte. Dies Sterblichkeit ber ungestorben, milcht nach Das sucht man aus leisen. Unb wiewohl nie* «N™ * tH W* tif boch nur »>.»; - Hautstellen die normal blasse Hautfarbe wtedergiebt, indem dieses Menyl durch v;- qtnrert der Haut einbringt und in Folge seiner außerordentlich starken antiseptischen Wi^s0rmkeit jede"Ansamm!ung" v on scharfem Blut zertheilt Blüthen Mitesser 2c. beseitigt. Ein großes Conttngent der Abnahme stellten, wie uns bekannt ist, unter anderen namentlich in den letzten Jahren russische Offtciere, welche durch innere und äußere Einwirkungen der Kälte die normale Hautfarbe der Nase einbuß^n. Mit Vorliebe wenden besonders Special-Aerzte dieses unschädliche und dabei doch so wirksame Mittel an, welches ohne bombastische Anpreisungen bereits in allen Kreisen Anklang fand, und können auch wir unsererseits gern auf dasselbe aufmerksam machen^ Gültige Privat Banknoten. Die beschränkenden Bestimmungen des $ 43 des Retchs-Bankgesetzes vom 14 März 1875 sind (nach den im Retchsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Privat-Notenbanken als nicht anwendbar erklärt worden und dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb des- ientgen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur ttabluna gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannherm. — 2. Bayerische Noten- W in München. - 3. Bremerbank in Bremen. - 4, Breslauer Bank in Breslau L 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. - 6. Colnische Privatbank in Coln. - 7. Danziger Privatbank in Danzig. - 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main. - 9 Hannoversche Bank in Hannover. - 10. Leipziger Cassenveretn in Leipzig. - H Lübecker Commerzbank in Lübeck- - 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. - 13 Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank in Dresden. — 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadt. — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. - Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken oder Corporatwnen inr Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. * Seitens der Nationalbank für da« Großherzoathum Luxemburg sind neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 unb 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach 8 H des Bankgesetzes vom 14. März 1875 ver doten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft. Handel und Verkehr. Gießen, 16. Mai. Bei dem am 14. und 15. Mai stattgehabten Viehmarkte waren aufgetrieben 1665 Stück Rindvieh und 1100 Schweine. Viehpreise im Allgemeinen iebr bock. Nächster Markt am 28. und 29. Mai, am letzteren Tage auch Kramermarkt. 9 Frankfurt, 15. Mai. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner X 2-3.10, Stroh per Gentner X 00-2.15 ST)ie ungünstige Witterung wirkte, verbunden mit Massen-Aufkäufen, für Spargeln M Ka« würde mit 90 b--°h't, die andern mit 60 per Pfund. Mai-Fisch in außerordentlicher Menge am Platz; bei lebhafter Nachfrage Sdten sie sich Mischen 70 H bis zu X 1.20 per Stück. Butter im Großen das Pfund 1. Qual. «X 1.20, 2. Qual. X 1.5—10, im Detail 1. Qual. X 1.40, 2. Qual. X 1.25—30, Eier das Hundert X 4.80-6.20. Äartoffehi X 6—7 per 100 Kilo. STHfrfmretfe ♦ Ocksenfleisch per Pfd. 68—75 Kuh- u. Rindfleisch 55—64 Kalb- Eft^-70 47 €««elW 58-68 4, Schweinefleisch 68-75 Speck 1 X Erbsm, geschälte (per 100 Kilogr.) 28-32 X, ganze Erbsen ^-26 X, Bohnen 24-28 X. Linsen 26—34 X In sämmlichen umliegenden größeren Städten ist das Fleisch billiger wie hier- Ganz unoerhältnißmäßig hoch gegen den Einkauf ist das Schweinefleisch. Buchenscheitholz per Quadrat-Meter X 10-12.50, Tannenschettholz •* "^^^"rrÄ'^ud.tfed^t.) Rdther Weizen Weißer Weizen X —, Korn X 13.55, Gerste X 11.50, Hafer X 7.15. (Durchschnitts-Preis pro Malter.) ___________ ... Literarisches. Aus dem Verlage von Ed. Hallberger in Stuttgart ist soeben das neueste (12.) Heft von „lieber Land und Meer" eingetroffen Wir empfehlen unfern Lesern wiederholt diese gediegene Zeitschrift und heben als Beweis für deren Reichhaltigkeit den nachstehenden Inhalt des obengenannten Heftes besonders hervor, der gerade durch Die in ihm enthaltenen prachtvollen großen Illustrationen besonders gediegen und schön zu nennen ist. Text: Catiello. Novelle von Günther v. Freiberg. — Papst Leo XIII. — Die Rückkehr von der Jagd. Von H. L. — Notizblätter. — Am Hofe der Frau von Staöl. Eine geschichtliche Erzählung von Adolf Brenn ecke. — Das Hangeln in Tyrol. Von August Silberstein. — Von der politischen Warte. Von Benno Reden. V. — Aus dem Leben der Gesellschaft. Skizzen vonAnnaGräfin Pongratz. I. Natalie. — Opern-Galerie. Nach Kartons von W. v. Kaulbach, Th. Pixis, Ferd Keller, Klimsch, Baur u. A. 8. der Troubadour. — Die letzte öffentliche Audienz Pius IX. — Das kaiserliche Paris. Von Leo Warr en VIII. Die Marschälle und Minister. — Neue Erfindungen und Kulturfortschritte. Von Max Wirth. VI. Eine Umwälzung in der Gerberei. — Der Krieg im Orient. Von W. v. Dünheim XXXIX. — Literarische Ueberficht. VIII. — Ein neues Prachtwerk. „Aegypten" von Georg EberS. — Erbgroßherzog Friedrich August von Oldenburg und seine Gemahlin. — Eine historische Erinnerung. Von Fredy Boleffsky — Kaiser Wilhelm. — Lafontaines Fabeln. Jllustrirt von Gustav Dor6. — Aus dem bäuerischen Hochlande. Streifereien eines schriftstellernden Malers. — Zeitfragen für den Familienkreis. Von Benno Reden. Die Stellung der Frauen in der Kultur- und Rechtsgeschichte. 4. — Ein Sport-Kaleidoskop. Von Lu sch a. — Am Tage der Papstwahl. Römischer Brief von Günther v. Freiberg. — Kleine Bilder auS Leipzig. Von Ernst Eckstein. — Wiener Saisonbilder. Don August Sil ber st ein. II. —Naturkalender. Von Dr. Karl Ruß und BrunoDürigen. März: — Zeitchronik. — Astronomisches Tagebuch. März. — Vom Büchermarkt. — Schach. — Für das Album. Von Wilhelm Emmer. — Bilderräthsel. — Sylbenräthsel. — Rösselsprung. — Briefmappe. Illustrationen: Papst Leo XIII. Originalzeichnung. — Kaiser Wilhelm's Rückkehr von der Jagd. Originalzeichnung von H. Lüders. — Cyklus deutscher und ausländischer Opern. Der Troubadour. III. Akt. Gemälde von Prof. F. Keller. Aus der photogr. Operngalerie von C. Krause in Frankfurt a./M. — Das Hangeln in Tyrol (meraner Gegend). Nach einem Gemälde von C. Blaas. — Die letzte öffentliche Audienz bet Pius IX. — Erbgroßherzog Friedrich August von Oldenburg und seine Gemahlin. Originalzeichnung. — Paretz. Originalzeichnung von G. Theuerkau f. — Wilhelm, Imperator-Rex. — Dorf mit Boot im Delta. Originalzeichnung von B. Fiedler; große Moschee des heiligen Ibrahim in Desük; arabischer Friedhof. Ortgtnalzeichnungen von L. C. Müller. Aus dem Prachtwerk „Aegypten". (Verlag von Eduard Hallberger in Stuttgart). — Wolf, Mutter und Kind. Zeichnung von Gustav Dorä. Aus „Lafontaine's Fabeln". (Verlag von W. Moeser in Berlin.) — Aus dem bayerischen Hochland. Originalzeichnung von W. Grögler. — Charakter-Typen. Originalzeichnung von H. Melzer. In acht Jahren 105 Auflagen! Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des „Gießener Anzeigers" empfehle ich zu X 13,70 per Dutzend, X 6,85 per halbes Dutzend, sowie in ganzen und halben Fläschchen zu X 1,28 und 68 H gehorsamst. ~ Johann Maria Farina in Köln. Das ist jedenfalls ein sehr, sehr seltenes Ereigniß. Das Buch, von dem man dies sagen kann, muß sich in großartiger Weise der Gunst des Publikums erfreuen, es muß ein Volksbuch im wahren Sinne des Wortes sein. Von dem weit und breit bekannten mit vielen belehrenden Illustrationen versehenen populär-medtctnischen Werken: „Dr. Airy's Naturheil' Methode" ist die 105. Auflage erschienen. Die in dem Buche abgedruckten zahlreichen Danksagungen glücklich Geheilter beweisen, daß die in diesem vorzüglichen, 544 Setten starken, vollständig umgearbeiteten Werke empfohlene Heilmethode von den durchgreifendsten und nachhaltigsten Erfolgen bei den verschiedensten, selbst den schwersten Krankheiten gewesen ist und können wir dasselbe den geehrten Lesern nur empfehlen. Behufs Verminderung von Schreibereien und Jncasiokosten er- suchen wir die geehrten Inserenten dringend, kleinere Inserate bei der Ausgabe gefälligst baar bezahlen zu wollen. Expedition deS Gießener Anzeigers. Jeilgekstenes. Hemm-Sonnenschirme empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen. (3091) H. Nübsamen. 2757) Empfehle meine Fenster-Jalousien Billige Bauplätze, verschiedener Größe, zwischen dem obersten und untersten Riegelpfad, n der Nähe der Villa Wolff gelegen, zu verkaufen. (2639 Fr. Kreuder. 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Mar 1878. 3066) M. Pilger, Maffecurator. Vertreter in Gießen: Herr A. Sfheyd». 2766) Ein moblirtes Zimmer zu ver- l"iethen bei H. Höchstät ter Wtttwe. Todes Anzeige. 3093) Allen Freunden und Bekannten die betrübende Nachricht, daß am 15. d. M. unsere gute Gattin und Mutter, Krau pfandmeister Scharmanii9 an ihrem mehrjährigen Leiden verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Frei religiöse Erbauung. Sonntag den 19. dieses Monats, Vormittags 10V2 Uhr, Vortrag u. Confirmation durch Herrn Pfarrer Floss wozu ergebens! einlidet (3082 Der Vorstand. Krosdors, den 17. Mai 1878. 3063) Zum sofortigen Eintritt suche ich einen ersten BÜreaugehülfen und ehifn geübten Schreiber. Nur gutewpfohlene Personen wollen fich melden. Hofg -Advocat Dr. Rosenberg. Wohnungs Veränderung. 3089) Meine Wohnung befindet sich von heute an in dem Hause des Herrn Emil Schmall, frankfurter Hof. Christian Schwalb, Dachdecker. 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Etrafandrohun -kikhe an Sonn- u ''gklmäßt^er Benn weiten lassen. $ betrieb verlangt,! >knden giQen die 3 diesen Grenzen iHNfa Schran l?,n solches Mem llnchdieGemerbeo .'«haltniHe Ausnak ""vemözen. baa Mr »»« Di« ( Sie baooi uirl9« %ti Ä ®,f 8»rt fi,n’■ imtt NÄ au6 4 ',ai? d>- SS" 8 bie ^trrtÄ * <716" A "’birL ’6'« I &■ i?'* I tlt§otbn 2741) Möbltrtes Ntavsardenzimmer mit Cadtnet zu vermiethen. Gartfelb 1183/,g. 2971) Eine kleine Wohnung mit ober ohne Möbel zu vermicthen unb im Juni OeffentlicheAufforderung. Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberheffen bezüglich des Vermögens des Kaufmanns Friedrich Wilhelm Repp in Grünberg den förmlichen Concurs erkannt hat, werden deffen sämmtliche Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen, sowie zur Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte auf Samstag den 22. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil des "stillschweigend etntretenden Ausschlusies von der Coltcatsnlkiffe geladen. In der erwähnten Tagsahrt soll sodann über Mdffeverwaltung, Bestellung eines Güterpflegers, sowie bezüglich der Wahl eines Gläubigerausschuffes ver handelt werden, was unter dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß in Ansehung der weder tu Selbftperson erscheinenden noch durch gehörig bevollmächtigte Mandatarien vertretenen Gläubiger der stillschweigende Beitritt zu ten von der Mehrheit der Erschienenen, auch bezüglich eines etwa zu Stande kommenden Arrangements, gefaßt werdenden Be schlüffen unterstellt werden wird. Grünberg, den 5. April 1878. (2339 Großherzogliches Landgericht Grimberg. Sellheim, Jttmann. Landrichter._______Landg.-Asseffor. Diejenigen, welche noch mit dem 2. Ziele frer directen Steuer, 'fpwte mit der Hundesteuer im Rückstände find, werden benachrichtigt, daß, fall- sie bis znm 4. folgenden Monats nicht bezahlt haben, die Pfänder bei ihnen weggebracht werden sollen. Gießen, d. 14. Mai 1878. Grünewald. Hol;versteigerung im Gießener Städtwalde. Montag den 20. Mai 1878, von Vormittags 9 Ubr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Districten Neuheege und Heingesboden nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A« Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen. Nadel 154 237 109 3579 B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 16 Nadel-Stämme mit 4,67 Festmtr-, 103 „ Stangen „ 7,68 „ Die Zusammenkunft ist aus dem Ezercrrplotz bei der Germania. Gießen, am 14. Mai 1878. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 3096) Ein kleines Logis zu vermiethen unb (-leid) zu beziehen. Heinricb Cappeller, SLiffenb. Weg. Gin ^amiiicnlogis von S Zimmern nebst Küche und sonstigem Zugehör in der Nähe vom Marktplatz per 1. Juli oder auch früher zu vermiethen; wo? sagt die Erp. d. Bltts.______________________ 2594) Mansarde, an dne luhige?Fa milie vom 1. Juli an, billigst zu vermie- Gesammtsumme 134,849,66^. Hierfür werden sowohl Offerten auf das ganze Bauwesen als auch auf einzelne Gewerke, versiegelt, portofrei und mit der Aufschrift „Submission auf ..... zur Erbauung eines Mädchenschulhauses" auf obigem Bureau entgegengenommen, woselbst in den Wochentagen von Vormittags 9—12 und Nachmittags von 2—5 Uhr die betreffenden Zeichnungen, Voranschläge und Uebernahmsbedtngungen eingesehen werden können. Gießen, den 10. Mai 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Flössholz von bauauttlich attestirter vorzüglicher Beschaffenheit verkauft zu billigen Preisen 2058)____________________die Fürstliche Oberförsterei Lich. Kirchweihe ju Miinzenlierg. Sonntag den 19. und Montag den 20. Mai d. I.: sw«) Harmonie unö TanzmustK im Gasthaus „zur Burg Münzenberg“. 9 Strohhüte werben gewaschen unb fe?orntrt bei ______I. Weitzenkorn, Kreuz. „ Ein leichtes einspänniges Ökonomie-Wägelchen wird zu kaufen gesucht; von wem? sagt die Exped. d. 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