187». yinv - ----- Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps- Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Es Vorstand. 4) 85 5) 300 6) 7) 34 11) Reservefond Summe der Ausgabe aniissN r»m jen- 1) 2) 3) 1583 400 300 50 100 100 248 W- 16 16 20 16 18 9 4 34 A ReLactionSbureaur GarTTnstraße B. 165. OLvrditio»iSbueearr: Schulstraße B. 18. 1583 34 vorigem Jahre von den e//4 1045 8 150 — 388 26 tu V« ' cigni l&j* 8) für Lehrzwecke und Literatur - 9) dem Oberhessischen Bienenzüchter-Verein . 10) für Fertigung von Wiesencultur- Plänen & «'S 54 - 59' V I, Gsimmsialletni ^'"VDr. Wa Notar, Kaii| nidt, PostdjM, Namz; Dr. Witt (M WT ist: fenberg, trägen bei * ich jederzeit beste nejedegewünstt Achtungsvoll Schey* aiWfrasseJ^, sgMl, \~s 8"?y y? '«6 Ä**», ■ «• 41 ,un9 Aasd»? J“"« i-r ä. toet und Fr-M ’n tci allen Aut W.M den ein et b‘e Verwend^ sich von W an hi nsv Bur nur W n werden. Bei A t Naschen beizchzc lung genommen n:i! zenden leeren Flchi ivoll , HcjsWr r 1 Mk. M r } aufgefärbt und r adjyrifeur. g fl b t. ÄÄ'» X-ÄÄX'SÄ 8. S M A.7dK°lmdwMbsch°ftttch-'V^ 'Au«?u°fts-Statt°^in fc/ co; Mitgliedern des wobei von dem Vorsitzenden darauf aufmerksam gemacht wi e ß F g geringeren, als dem tarifmäßigen landw. Bezirksvereins beantragten Untersuchungen von Düngern rc. zu einem eryevucy geringer«, N°Sub°enü°7-7°77S°lche^«elche eine der Ackerbauschu.en »u Friedberg oder Alsfeld oder einen Wiesenwärter. Lob-i^Lsg-s-tzt wird, daß di- B-t-eff-nd-n' b-zw. d---n Eitern, zur Bestreitung der für Hufschmiede an der Veterinär-Anstalt in Gießen besuchen für Lehrzwecke und Literatur . Beür7aÄ Aachen-Münche'ner Feuerverficherungs-Gesellschaft'aus der GewmnhSifte von 1877 Ä ILiNhschastlichen Provlnzlalverelns für 1878 muthmaßlich nach vorigem J°hr-^^^ Kießmer 'Anzeiger Ameigk- md Amtsblatt st im Kreis Gießen. ---------------PreisnMrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. T . . . - O STO/irf SO 'KT 3ir. 191» Erstes Blatt. Sonntag, den 18 August o r Geschehen Grünberg, am 22. Juli 1878. (ScncraiBcrfammlmifl des landwirthschastlichen Brztrksvemns Gicßen. wfi d,”S"ä ER... y».. ?. tjm;jyg-Tf.gg.a-g ä - •* * —' ‘t’tÄffiS SÄ *...»■ - r., ... Uoranschlag des landwirlhschastlichen Desirksvereins Gießen für 1878. Einnahme. ~ «vr. Herr Lehrer Schiapp aus Rödgen stellt..denAn rag einem, gigfflWann, F Dieser Antrag wurde Seitens der Versammlung bewilligten Subvention eine weitere zu gewähren, da die Kosten fuy yoyer omq«, dem Vereinsausschuß zur Berücksichtigung empfohlen. , ,,, Maschinen anzukaufen und bet der nächsten Versammlung zu versteigern seien. Ins» Weiter wurde die Frage angeregt ob.nicht laubMrthschaftliche M sch ^°lcher'sich der Herr Vorsitzende und die Herren Zimmer aus Villtngen, besondere war auch von Anschaffung einer Vtehwaage die Rede Die De atl, für diesmal bestimmte Anträge stellte, abgebrochen. gQUlf,it/7we,Snn^ kus"t!a°g W M * "* dem Voranschlag ausgesetzten St.pendien von dem ^"sch^EslrM'hierau"^M srofchm v" Thaer das Wort zu den angekündigten Mitthellungen über das Versuchsfeld des landwirlhschastlichen Instituts "> ®‘i6e7err P.osestor Dr. Thaer: Ebenso, «le bei dem Schießpulver nicht alle ®-^.*bieVS ^en, sei, verhaue cs sich auch mit den künstlichen Düngemitteln. Es Ebenso könne ^a auch der Mensch nicht von einem mit einem einseitigen Düngemittel ernährt werden könne. $ oLLn nur mit künstlichen Düngemitteln versehen worden. Das Land ^^gesaugt einzigen Nahrungsmittel leben. Das Gießener Versuchsfeld sei s 3 künülicken Düngemitteln auszukommen. Man habe dies auch bereits in gewesen, stehe aber jetzt vorzüglich. Die Möglich n. d7n Len ausznnutzen. Er rathe, Versuche damit zu machen Sachsen mit Vortheil probirt. Die billigeni künstlichen Düngemitteln^bote LrnenT1TQa a{§ wenn man Phosphorsäure betmische. Er erkläre sich bereit, Der Stallmist habe nicht genug Phosphor säure, ^Ae dahn keine s g K «' nad) |einer Berechnung nöthig sei. Das Versuchsftld m Auskunft darüber zu ertherlen welches Gemenge künstlicher Dungemtttcl für uns Kartoffeln, Gerste, Klee oder Erbsen und Weizen w«. ESS Ä Ä.» IWÄtf* nicht ausreiche, geringen Ertrag und keinet g« enjE^fS°^K,vor ^Lerr Lehrer Schlapp von Rödgen theilte seine Milden künstltchen Düngemitteln gemacht n Dieser Vortrag rief eine sehr lebhafte Discusflon hervor, unb Knochenmehl gute Erfolge gehabt habe Herr Adalbert Versuche mit. Herr Sch lenke vom H°rdthos gibt an, ß I tie Phosphorite aus Knochenmehl vor den Lahnphosphoriten den Vorzug >--«" "•» *■» * ™— ”»«*'«“ "*«h welcher eben gegen 14 e^. koste- .. w . g>nTtraa des Großb Generalsecretärs Dr Weidenhammer aus Darmstadt über Molkereiwesen .MäWSÄWX. *■ - ------ Es erhielt daher Herr Bautechniker Broel von Gießen das Wort zu einem Vortrage über die Verwerthung der Abfallsloffe mit besonderer Bezuz« rahme auf die Einführung des Tonnensystems in Gießen. Herr Bautechniker Broel: Die Frage über die beste Art der Reinigung der Städte habe in der letzten Zeit eine große Rolle gespielt. Es fei namentlich zwischen dem System der Kanalisation und dem der Abfuhr gestritten worden. Letzteres verdiene aber den Vorzug, weil dadurch der Landwirthsch.nt lie sehr werthvollen Stoffe erhalten blieben. Der Verlust, welcher durch die Ableitung der Excremente in die Flüffe entstehe, werde im Königreich Sachs-» jährlich auf 5—6 Millionen Mark veranschlagt, für Deutschland jährlich auf 75 Millionen Mark. Die Fäcaiten seien aber um so werthvoller, je frischer sie verbraucht würden. Das Grubensystem erscheine ebenso aus sanitären, wie aus landwirtyschafttichen Rücksichten wegen der in den Gruben ftattfindenden Gährunz der Stoffe verwerflich. Nur das Tonnensystem und das System von Lier nur würden der Landwirthschaft gerecht. Letzteres System eigne sich wegen des erforderlichen bedeutenden Kostenaufwandes nur für größere Städte. Das Tonnensystem sei daher für Gießen das Geeignetste und Billigste. Die Tonnen verhinderten die Verunreinigung des Bodens und erhielten die Stoffe der Landwirthschaft. Die erforderliche Einrichtung vermöge jeder Oertlichkeit leicht angepaßt zu werden. Die Stoffe könnten auch durch Compostirung oder Abdampfung präparirt werden. Die Abdampfung erforderte jedoch täglich ein sehr bedeutendes Quantum an Fäcalstoffen, weßhalb hiervon in Gießen zur Zeit noch abgesehen werden müffe. Vorerst soll daher nur eine Compostirung vorgenommen werden. In der Nähe des Tonnenschuppens, welchen er unter Beihülfe der Stadl Gießen am Rodberg erbaut habe, befinde sich schwerer Ackerboden, welcher durch Compostdüngung zu verbeffern sei. Die benachbarten Dörfer hätten von dorther eine leichte Bezugsquelle. Redner beabsichtige, den Straßen- kehricht mit dem Abtrittsdünger schichtenweise zu mischen und nöthigenfalls auch noch Asche, besonders aus den Kalkbrennereien, hinzuzuthun. Der Centn« Compost werde für 20 H geliefert werden können. Auf Wunsch der Landwirthe solle auch auf deren eigenen Grundstücken eine Compostirung ausgeführt werden. Die Composthaufen bedürften keiner Umarbeitung. Nur sei der Boden zu befestigen, um die Flüssigkeiten zu bewahren, da diese wieder übergegoffen werden müßten. Außerdem empfehle sich Ueberdeckung mit Erde. Die frischen Fäcalien hätten für manche Bodenarten, z. B. Sand- und Lehmboden, keinen Werth, während sich die Düngung mit Compost sehr bewährt habe. Es sei zu verwundern, daß man hier noch so wenig Compostdüngung vornehme, während man anderwärts, z. B. bet Neuß, überall Compostdünger sehe. Redner bittet, seine Compostanlagen etnsehen zu wollen. Die Landwirthe möchten Versuche machen, in welcher Zusammensetzung die Vermischung der Fäcalien am Besten wirke. Ec (Redner) erklärte sich zur weiteren Auskunft bereit. Der Herr Vorsitzende wünscht dem Unternehmen, das in öffentlichem Jntereffe angelegt worden sei, Glück und den in hohem Grade anzuerkennenden Bestrebungen der Stadt Gießen den besten Erfolg. Herr Mtnisterialrath Dr. Jaup ersucht den Referenten, auch noch das System Lier nur zu erklären, da daffelbe Manchen noch nicht bekannt sein Möchte. Herr Broel vergleicht hierauf das System Liernur mit einerjGasfabrik. Wie bei dieser würden Röhren gelegt, in welche die Abtritte der einzelnen Häusern etnmündeten. Die Hauptröhre laufe dann in eine Pumpstation, in welcher durch Auspumpen der Luft der Inhalt der Röhren nach Oeffnung der Ventile angesaugt werde. Der Vertrieb der Fäcalien sei dann gerade so, wie bei dem Tonnensystem. Das System Liernur sei wohl das Richtigste, koste aber viel Geld. Jeder laufende Meter Straße erfordere etwa 60 «A Dieses System erscheine daher für Gießen nicht räthlich. Das Tonnensystem fei ebenfalls richtig und erreiche dieselben Zwecke. Im Einzelnen sei das Liernur'sche System im Gewerbeblatt von 1877 , Nr. 16 — 18, und 1878, Nr. 12 und 13 beschrieben worden, worauf er hiermit Bezug nehme. Zum 6. Gegenstände der Tages-Ordnung, Besprechungen über Mittheilungen aus dem Gebiete der Landwirthschaft, welche aus der Versammlung gemacht würden, wünscht Herr Brück von Grünberg die Errichtung eines Molkerei-Instituts in der Nähe von Grünberg. Dieser Gegenstand wird jedoch nicht weiter dtscuttrt, da der heute verhinderte Generalsecretär Dr. Weidenhammer seinen über diesen Gegenstand angekündtgten Vortrag wohl in der nächsten Generalversammlung halten werde, welcher Vortrag zunächst abzuwarten sei. Es erfolgte hierauf die Mittheilung einer Reihe von Einläufen an den Verein. U. A. hatte sich die Maschinen Fabrik von Moritz Weil jun. in Frankfurt a. M. erbeten, eine Pflugprobe mit Eckert'schen Pflügen vorzunehmen. Dieses Anerbieten soll für die nächste Vereinsversammlung angenommen werden. Herr Pachter Thon von Londorf wünscht, auch andere Pflüge zur Concurrenz schicken zu dürfen, was ihm zugesagt wurde. Die Achen-Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft hatte ihren Beitrag an den Verein von 86 auf 150 Jt erhöht, was von der Versammlung dankbar angenommen wurde. Der Herr Präsident eröffnete hierauf die Discussion über die Abhaltung der beiden weiteren in diesem Jahre nach dem Statut noch etnzuberufenden General-Versammlungen. Herr Bürgermeister Zimmer von Villingen schlägt Hungen vor, da die letzte Versammlung in Gießen, die vorletzte in Lich gewesen sei. Der Vorschlag wird mit dem Anfügen angenommen, daß um Weihnachten herum die letzte Versammlung in Gießen stattfinden solle, in welcher denn auch das Budget für 1879 aufzustellen sei. Herr Mtnisterialrath Dr. I a u p bemerkt schließlich noch, es sei ihm bet seiner Reise hierher ausgefallen, daß die Fruchtfelder so sehr von der Vogelwtcke überwuchert seien. Er stelle daher an die praktischen Landwirthe die Frage, welche besondere Vorkommnisse dies veranlaßt hätten und ob dagegen Maßregel zu ergreifen seien. Die angegebene Erscheinung finde sich mehr in Oberheffen, als in den anderen Provinzen. Verschiedene Landwirthe sprechen sich hierauf dahin aus, das der angegebene Mißstand lediglich durch die allzugroße Feuchtigkeit verlaßt worden sei, und daß er mit Wegfall dieses Umstandes von selbst aufhören werde. Die Versammlung wurde hierauf nach Erschöpfung der Tagesordnung geschloffen. Zur Beglaubigung Der Vorsitzende: Der Secretär: Dr. Boekmann. N over, Kreisaffeffor. Nokilischer P tz e i k. $hA Bad der mit 8^ berufen. Peter Nachmittags " Londl der Thionred «ngelegenheiti ttt Reiches - yriigebidfeit^ ausgesetzten r ju bei ftiebl fünften, du Kongreß die, t>n Mächte einen dauern Kriege nicht kommen nicht le sichern aw behauptet wei Ich Hai lich des asiat Nächten im rirtfam erroi wie sich seine »endig sind, die Gegenstäi nehme Ich d ding aller ak Meiner ionrie der g daS Patriot stolze Wunsl |u werden, DMrtlgtn M- Thnmebe 6e der ei Die bei II Mr, 1875 Klüglich nächst ti bürfen dahe '>chen Staatei Zahlung flebra Hont In Münch - 5. Chemnitz *• Danziger Pi hannoversch, Mcker Comm JJ Polener Pr Sübbeutidii Perwendur W Leistung do Zeichn sind, W neuerbtnae »b 20 Mk. au JMalb des: ••ten und öh ©tnbunft bane u, Soun Karl (5 Dteine | ^elni0e 3 su Mt toj * «Weiw* M »ch 6fa ötiitte btt tinitij .nö$ Oeffnuna V Tonnensystem i und 1878, Nr. I, 18 der Versand mb wird jedoch ui! wohl in der näG Wgen vorzunehm W zur (Eoncunt, 150 erhöht, im noch einzuberufellti: i gewesen sei. Dn icher denn auch bis von der ißoytolii । dazetzen Maßrezi verlaßt worden fft d hat gewisse M ien. Die Pforte i» Fntsagung der M Kathschläge EngW ie die englischen M anstatt deren Einsts ■te über die grieW ner Grenzberichtiss- insurrectton tn M ,n hätten die rtzureißen- W । Aber es habe 5- ilnnz Rnmeliens E "d da es dieses ^bester Quelle Köln-Mi^ -S Hfl au* al|l b» , Wfllver« «“L , itfltn eine" “® ", ährte**’ «wsijSS *>* Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag den 18. August: Morgens: Pfarrer Schlosser. (Frier des heil. Abendmahls.) Nachmittags: Mttprediger Dr. Buch hold. (Die Pfarrgeschafte für die Wocke vom 18. bis 23. August besorgt Pfarrer Schosser.) Zustand des Verwundeten jedoch ein bedenklicher. — Auf der Messe zu Nisch- ninowgorod ist eine große Feuersbrunst ausgebrochen. Paris, 16. August. H^ute hat die erste Sitzung der internationalen Münzconferenz stattgefunden. Alle Delsgirte der beigetietenen Staaten waren anwesend. Der amerikanische Delegirte unterbreitete ein Programm für die Berathungen. Die Conferenz beschloß, Deutschland einzuladen, an ihren Arbeiten theilzunehmen. Frankreich wird diese Einladung an Deutschland gelangen lasten. Nächste Sitzung Montag. Bad Nauheim, 16. August. Generalarzt Geheimrath Dr. Wilms, der mit Familie zur Kur hier weilt, wurde telegraphisch nach Teplitz zum Kaiser berufen. Petersburg, 16. August, Abends. General Mesenzow ist kurz nach Nachmittags seiner Wunde erlegen. London, 16. August. Das Parlament ist heute vertagt worden. In der Thronrede der Königin heißt es: Als in kritischer Lage der öffentlichen Angelegenheiten das Parlament zusammentrat, kündigte Ich an, daß im Jntereste des Reiches Vorsichtsmaßregeln nothwendig werden könnten, wofür Ich Ihre Freigebigkeit in Anspruch nehmen würde. Gleichzeitig versicherte Ich Meine un» ausgesetzten Friedensbemühungen. Ihre unzweideutige Antwort trug wesentlich zu der friedlichen Lösung bei. Zwischen Rußland und der Pforte ist in allen Punkten, die die bestehenden Verträge berührten, nachdem dieselben durch den Kongreß dtscutirt wurden, Einvernehmen hergestellt worden. Die Rathschläge der Mächte führten zu dem Frieden, den ich Ich Mich glücklich schätze, für einen dauernden zu halten. Das türkische Reich ging aus dem unglücklichen Kriege nicht ohne schwere Verluste hervor: aber die getroffenen Vereinbarungen kommen nicht nur den Untertanen der Pforte in günstigster Weise zu Gute, sie sichern auch die unabhängige Lage der Pforte, die gegen einen Angriff wird behauptet werden können. Ich habe mit dem Sultan eine Defenstv-Allianz abgeschlossen, die bezüglich des astatischen Reiches denjenigen Engagements, die ich mit den anderen Mächten im Jahre 1656 accepttrte und deren Form in der Praxis sich unwirksam erwies, einen viel deutlicheren Ausdruck gießt. Der Sultan verpflichtete sich seinerseits zur Annahme und Ausführung von Maßregeln, die nothwendig sind, um eine gute Regierung in diesen Provinzen zu sichern. Um für die Gegenstände dieser Vereinbarung eine Erleichterung herbeizuführen, übernehme Ich die Occupation und Administration der Insel Cypern. Für Erzielung aller abgeschloffenen Vereinbarungen waren Mir die ausgezeichnete Disciplin Meiner Streitkräfte zu Waffer und zu Lande, der in ihnen herrschende Geist, sowie der gute Wille, womit die Reserven Meiner Aufforderung entsprachen, das patriotische Angebot militärischer Hülfe aus Meinen Colonien und der stolze Wunsch der indischen Armee, unter die Vertheidiger des Reiches gezählt zu werden, eine wesentliche Unterstützung. Meine Beziehungen zu allen auswärtigen Mächten sind fortdauernd freundschaftliche. — Der übrige Inhalt der Thronrede betrifft Gegenstände der inneren Verwaltung. Gültige Privat Banknoten. Die beschränkenden Bestimmungen des S 43 des Reichs-Bankgesetzetz vom 14. März 1875 sind (nach den im Retchsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Privat-Noienbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe erthetlt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Notenbank in München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4 Breslauer Bank in Breslau — 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. — 6. Cölnische Privatbank in Cöln. — 7. Danziger Privatbank in Danzig. — 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main. - 9. Hannoversche Bank in Hannover. — 10. Leipziger Cassenveretn in Leipzig. — 11 Lübecker Commerzbank in Lübeck. — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. — 13. Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank in Dresden. — 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadt. — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Prtoat-Notenbanken oder (Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. SS* Seitens der Rattonalbank für das Großherzoathum Luxemburg find neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach § 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 ver boten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefänzniß bis zu einem Jahre bestraft. Irischbäcker in Gießen. Sonntag den 18. August. Daniel Rühl am Rathhaus. H. Kuhn am Kreuz. Karl Ockel, Lu'wigsplatz. Vermischte-. . . . — (Die Verlobung.) Ein alterSchiffs-Capitän hatte zum eigenen Gebrauch in seiner Kajüte einen Korb mit feinem Wein stehen und fand, daß mehr daran fehlte als er getrunken hatte. Sein Verdacht fiel auf den Schiffsjungen, der am meisten i« der Kajüte zu thun hatte. Um nun hinter die Wahrheit zu kommen, verbarg er sich in der Nebenkammer zur Zett, da jener den Tisch decken mußte. Der Junge kam, verrichtete seine Sache und ging dann über den Korb her, nahm eine Flasche heraus und sagte: „Jan von Dorsten, gebürtig aus Rotterdam, ist gewillt, mit Jungfer Clairet, gebürtig aus Bourgogne, sich zu verehelichen, und wird hiermit zum ersten, zweiten uoh dritten Male aufgeboten, und wenn keine Einrede geschieht, soll die Trauung gleich hier vor sich gehen." Hiermit trank er die Flasche in einigen Zügen leer und warf sie zum Fenster hinaus. Der Capitän rief nach Tisch den Jungen auf das Verdeck, nachdem er sich mit einem tüchtigen Ende Schiffstau versehen hatte. „Jan," sagte er, „ich habe etwas Lustiges vor, ich will Dich verheirathen." — „So!" versetzte der Junge und machte große Augen, als er das Stück Tau sah. — „Ja," antwortete der Capitän, „höre nur ganz fein zu." Nun fing er an: „Gegenwärtiger, Jan von Dorsten, gebürtig aus Rotterdam, soll mit Jungfer Barbara Strips, gebürtig aus Rußland, copulirt werden, und wird deßhalb hiermit zum ersten, andern und dritten Male aufgeboten, und iver.n feine Stnrebe geschieht, soll die Trauung sogleich vor sich gehen." Hiermit hob er den Arm auf, um die Trauung zu vollziehen. „Halt, Capitän," rief der Junge, „ich thue Einspruch " — „Was Schurke," antwortete dieser, „hast Du meinen Wein nicht gesoffen?" — „Ja," versetzte der Junge, „wenn Sie aber das wissen, so müssen Sie auch wissen, daß Alles in gehöriger Ordnung geschehen ist. Warum haben Sie keinen Einspruch gethan, wie jetzt, so hätte die Trauung unterbleiben müssen." — Der Capitän mußte über den Einfall lachen und sagte: „Nun, dieses Mal mag es Dir geschenkt sein, aber ich sage Dir, nie wieder an die Jungfer Clairet zu denken, sonst wird deine Trauung mit der Jungfer Strips so feierlich vollzogen werden, daß Du zeitlebens an den Hochzeitstag denken sollst." & Handel und Verkehr. Gießen, 17. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Psd. 1.5, Hühnereier, per Stück 5y2 H, Käse, per Stück 5—9 Käfematte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 24 H, Tauben, das Paar 50 K Hühner, per Stück — 90, Hahnen, per St. JL —.50, Enten, per Stück JL 1.30, Kartoffeln, 100 Kilo 5.50. Ochsenfleisch 70 — 72 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 50—60 Schweinefleisch 64—68 H, Kalbfleisch 50—60 H, Hammelfleisch 66—70 Auszug a. d. Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Vom 10. bis 16. August 1878. Aufgebote. _ ., 10. August. Gerichts-Accesstst Dr. Gustav Güngerich zu Gießen, mit Karoline Sophie Charlotte Wilhelmine Hedwig Pfannmüller, Tochter des Großherzoglichen Steuer-Comrnissärs Rudolf Friedrich Reinhard Pfannmüller zu Nidda. 15. August. Schornsteinfeger Johann Gottlieb Koch van Wittenberg mit Eltsabethe Damm, Tochter des verstorbenen Taglöhners Anton Damm zu Steinfurth. Eheschließungen. 13 August. Der Großherzogliche Professor Dr. Hubert Sattler von Salzburg, mit Mathilde Karoline Wilhelmine Will, Tochter des Großherzogltchen Profeffors Dr. Heinrich Will von Gießen. Geborene. 6. August. Marie Auguste, Tochter des Weißbinders Georg Wagner. 11. August. Anna Katharine, Tochter des Schuhmachermetsters Johannes Moos. 7. August. Auguste, Tochter des Arbeiters Johann Wilhelm Peppel. 10. August. Leo, Sohn des Kappenmachers Julius Buch. 6. August. Ludwig Friedrich Karl, Sohn des Post- Secretärs Karl Weber. 13. August Karl Albert, Sohn des Bremsers bet der Cöln- Mindener Bahn Wilhelm Keiner. 12. August. Dem Klempnermeister Georg Ernst Wilhelm Orbig, ein Sohn, noch ohne Vornamen. 11. August. Lina, Tochter des Schäfers Johann Heinrich Winter. 13. August. Ludwig Wilhelm Justus, Sohn des Schreiners Justus Emil August Theodor Christian Philipp Bärrn. 11. August. Dem Schneider Christoph Liedmann, ein Sohn, noch ohne Vornamen. 10. Aug. Katharine, ein außereheliches Kind von auswärts. 13. August. Marte Susanne Anna, Tochter, des Schreiners Friedrich Rosenbaum. 12. August. Dina Anna Karoline Philipptne Tochter des Mechanikers Georg Karl Konrad Anton Best. Gestorbene. ,10. August. Karl, 1 Jahr 8 Monate 15 Tage alt, ein außereheliches Kind von auswärts. 11. August. Lina, 1 Jahr 11 Monate 11 Tage alt, Tochter des Bezirksstrafgerichts-Dieners Friedrich Nicolai. 12. August. Louise Kinkel, geborene Nieß, 25 Jahre 5 Monate alt, Ehefrau des Conditors Heinrich Kinkel. 13. August. Lehrer Wilhelm Werkmüller, 31 Jahre alt, von Aßlar, Kreis Wetzlar. 16. August. Johanna Kühne, 29 Jahre 7 Monate 9 Tage alt. Auszug ans den Kirchenbüchern der Stadt Gießen, Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 13. August. Dr. Hubert Sattler, Professor an hiesiger Universität, des akademischen Kunstmalers Hubert Sattler zu Wien, ehe!. Sohn, und Mathilde Karoline Wilhelmine Will, des Professors an hiesiger Universität Dr. Heinrich Will, ehel. Tochter. Getaufte. Den 10. August. Dem Zimmermann Friedrich Wagner, eine Tochter, Elisabeth Johanna, geb. den 1. August. Den 11. August. Dem Schuhmacher Heinrich Orth, eine Tochter, Emilie Johanna, geb. den 19. Juni. Denselben. Dem Maschinenbauer Leopold Atzelhöfer, eine Tochter, Margarethe Elise Karoline Marie Natalie, geb. den 13. Juni. Denselben. Dem Werkführer Kaspar Reuter, ein Sohn, Ludwig, geb. den 25. Juni. Denselben. Dem Hülsswärter an der Oberhesstschen Bahn Johann Diehl, eine Tochter, Marie Wilhelmine Elise, geb. den 10. Juli. 15 I ^"selben. Dem Bäcker Georg Fay, eine Tochter, Elisabeth Susanne, geb. den Denselben. Dem Gepäckträger Justus Horn, eine Tochter, Karoline, geb. den 28. Juli. Denselben. Dem Handarbeiter Konrad Nau, ein Sohn, Ludwig Heinrich Johann, geb. den 11. Juli. Den 13. August. Dem Fuhrmann Philipp Marx, eine Tochter, Wilhelmine Johannette, geb. den 24. Juli. Den 15. August. Dem Gastwirth Ludwig Feidel, ein Sohn, Adolf Friedrich Heinrich Karl, geb. den 1. Juli. Beerdigte. Den 13. August. Louise Kinkel, geborene Nies, Ehefrau detz Conditors Heinrich Kinkel, alt 25 I. 6 M. 7 T., gest. den 12. August. Allgemeine Meine so beliebt gewordene, nicht durchsichtige aber wirklich gehaltvolle »überall als vorzüglich anerkannte* Universal Glyeerinseise wieble für Jedermann als mildeste, billigste und für die Gesundheit der Haut zu- irSglichste Waschseife, per Stück 15, 20 und 30 H. Unentbehrlich zum Waschen ftrr Kinder. Fabrik von H. P. Beyschlag in Su^bura. (91 Alleinige Niederlage bei Herrn Mg. Wültz. Weitzig, Marktplatz. X Anzeiger. 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Wir verfehlen nicht, besonders darauf aufmerksam zu machen, dass das Vormittags eintreffende Morgenblatt der „Frankfurter Zeitung“ nicht allein sämmtliche, während der Nacht eingelaufene, politische und commercielle Telegramme, sondern auch vermittelst unseres telegraphischen Specialdienstes den ausführlichen telegraphischen Reichstagsbericht vom vorhergehenden Tage bringt, wodurch die Leser der Frankfurter Zeitung“ in den Stand gesetzt sind, von den im Laufe des nächsten Monats stattfindenden so überaus wichtigen Reichstagsverhandlungen, um nahezu einen ganzen Tag früher Kenntniss zu nehmen, als dies auf anderem Wege möglich ist. Neu hinzutretenden Abonnenten senden wir gegen Vorlage der Postquittung die Zeitung bis Ende dieses Monats gratis zu. Die Expedition der Frankfurter Zeitung. ,t-ackon»b' NpedittonSl 3793) Empfehle mein großes Lager tn Brillen, Pincenez und Loiipen. Das Einsetzen von neuen Gläsern, sowie alle Reparaturen werden schnell und gut gemacht. Achtungsvoll Wilk. 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November, 4952) Löwengasse C. 108 ist eine kleine Vormitags 9 Uhr, Wohnung an eine einzelne Person zu ver- unter dem Rechtsnachtheile des still- mtethen. Das Näheree ,u ersraam schweigend eintretenden Ausschw es »°r der Eoncursmasie, tn, den öaai ye8|mjetben Mäusburg b. 43. hiesigen Rathhauses geladen. 4962) In meinem neu erbauten Haute In dem Termin soll zunächst ein ^^^cker-Weg) ist ein freundliches Logis, Arrangement versucht, über die Ver- bestehend aus 3 Zimmern nebst Zubehör, waliung und Versilberung des noch resti- gleich beziehbar, zu Ein Zemmer mit «ekchtig^u tat der Forderungen , Bestellung Neustadt. Lt. v. Nr. 85. Masiecurators, Wahl eines G ?.n|4969) Eine Mansardenwohnung zu ver- aussckusies u. s. w. verhandelt werden. h. Karl Herbert, Nahrungsb'erg. Von den nicht erscheinenden oder nicht 4974) Weis bäcker'scheHaus nebst durch gehörig Bevollmächtigte handelnden ^den per 1. Januar n. I zu vermt'then. Gläubiger wird angenommen, daß sie ________W. Loder, Brandgasse, den Beschlüssen der Mehrheit der er- - 4973) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet schienenen Gläubiger beitreten. und ein unmöbltrtes Zimmer zu vermtethen Eine im Schuldenwesen seither statt- JngmieurMerz, gehabte Forderungsanzeige vermag die! Reichensand-Bahnhofstraße. oben aufgegebene Anmeldung nicht zu ^nMerelen ____1—