lneißkrs Mo. «« Donnerstag, den 18. April 1878. Anzeige- uni) AwisM fit den Kreis GM Erscheint ILgttch mit Ausnahme deS Montag». Drei» vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50^Pst^ NedaettonSbnreanr Gartenstraße B. 165. GxpeditionSvnreanr Schulstraße B. 18. Amtlicher HHeik. Bekanntmachung. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1878 findet an den nachgenannt.n Tagen statt und zwar le Zu Grünberg im Gasthaus zum Rappen Montag den 29. April, Vormittags von S3/4 Uhr an: tit Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, ^limbach^ Geilshauftn^Gobelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, L.ndenstruth, Mtrfdjahtn Herrn C. Sony Gesellschaft übei- Hrection. zum Abschluß von Haden v. Dieta. der Militärpflichtigen der derjenigen Londorf und Lumda-, Dienttaa den 30. April, Vormittags von 83/, Uhr an, derjenigen der Gemeinden Odenhausen, QueKorn^R^nhardshaiu, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und We.tersh . II. Zu Gießen im Saale des alten Rathhauses Mittwoch den 1. Mai, Vormittags von 73/4 Uhr an. Gemeinden Mendorf a- d. Lumda, AlteiEuseck, Annerod Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, und Taubringen; ® Donnerstag den 2. Mai, Vormittags von 73/, Uhr an, derjenigen der Stadt Gießen; Rreita« den 3. Mai, Vormittags von 73/4 Uhr an, der Gemeinden Großen-Buskck, Hartenrods Heuchelheim Klein-Lmden, Lollar, Mainzlar, Oppenrod und Rerskrrchen, Samstag den 4. Mai, Vormittags von l3/, Uhr an, . derjenigen der Gemeinden Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg Trers a. d. Lumda Trohe, und Wres^, Montag den 6. Mar, Vormittags von 73/4 Uyr an, Loosziehung (auch der in Grünberg Gemusterten). der Militärpflichtigen der Anzeige«. gtiinbtt»« »'I"41 ZS III Zu Lich im Rathhaussaale. Dienstag den 7. Mai, Vormittags von 9 Uhr an, Gemeinden Albach, Mendorf o. d. Lahk Be-l^she.m, ^tttekhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, und Großen-Linden; Mittwoch de« 8. Mai, Vormittags von 9 Uhr an, derjenigen der Gemeinden Grüningen, H-uie», Holzheim, Hungen - 2"hM-n, Langd, und Lang-Gons, L,... —.......~! Loosziehung. nebst Hoftaumunb- zthen und Ende Wo? W dir Epö- mtntr zu vnmietben. SrUntzwek C- 81. hes MansardenzimMtr :in, Ludwiftsstraß^. Slock meines Hauses auf Wunsch alsbald Nalkomcfius H !in|orbin|lmmer»t j'schcn Hause, W- ’ jst mit 5 3imD1 Sachliches Domicll d H nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufhal-n; “ T * * "6"**'*" und im Jahre 1858 geboren sind; ferner , f t . CVz1t,YP 1077 ßeAto. 1876 rurückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen >“ NM*»"****** sorgen. Die Zeugnisse müssen amtlich ausgestelltoder bchlaubigt st,n^ ^a mili-nang-h öri g - n gegründet wird, so h-t der betreff enbe Familien * **- >” Dnspätete Gesuche haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche 4 SBenn «in Wafina« «» Ä * f»i< M Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. s. w. nachzuwe.sen. V WKZZWKW-- *■ *—* zieht ein Mitglied der Ersatz-Commission das Loos. Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeind- gestellungspflichtigen Müitarpflichug- - 6) Die Großherzoglichen Burg-rm-ist-r-i-n Hal n samm lich ihrer ® ^nden Stammrollen zu der Musterung vorzuladen. die auswärts sich aufhaltenden schriftlich — auf Grund der ihnen k. H- Militärpflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und sich darum zu bemühen Di- Großherzoglichen Bürgermeister °d-r B ge° dn- » hab°i> mit^dm während des Musterungsgeschästes e.n anständiges und daß die Letzteren zur bestimmten Zelt zur Dreue |uiv, ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, und sind deßhalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Die Verhandlungen über Zurückstellungsansprüche sind von den Großherzoglichen Bürgermeistereien, soweit es «och nicht geschehen, baldthunlichst spätestens in dem Musterungstermine an die Ersatz-Commission gelangenn. zu lasie Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet Dienstag den 30. April im Gasthaus zum Rappen zu Grünberg, Samstag den 4. Mai im Saale des alten RathhaufeS zu Gießen und Freitag den 10. Mai im Rathhaussaale zu Lieh die Klasfifieirung der Reserve- und Landwehr-Mannschaften rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisie statt. Es haben daher diejenigen Reservisten und Landwehrmänner, sowie die Ersatz-Reservisten 1. Claffe, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 25. März 1878. Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Cvmmission des Kreises Gießen. Dr. Hoffmann, Regierungsrath. Nr. 6 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben ven 12. l. M., enthält: " (Rr. 1227.) Bekanntmachung, betreffend Bevollmächtigte zum Bundesrath. Vom 3 April 1878. (Nr. 1228.) Bekanntmachung, betreffend den Aufruf und die Einziehung der Einhundertmarknoten der Rostocker Bank. Vom 9. April 1878. (Nr. 1229.) Bekanntmachung, betreffend den Aufruf und die Einziehung der von der vormaligen Preußischen Bank auszegebenen Einhundertmark, noten. Vom 10. April 1878. Gießen, am 16. April 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __Dr. Boekmann._________ Gießen, am 13. April 1878. Betreffend: Die Ableistung des Verfaffungseides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großheyoglichen Bürgermeistereien der Gemeinden des Stadt- und Landgerichtsbegrkg Gießen. Die 9l6Ielfhmgebeg Verfaffungseides der seit November v. I. aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Uiterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, seit der bemerkten Zeit verheirathet haben soll Donnerstag den 16. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Negierungsgebäude zu Gießen stattfinden. Sie wollen die betreffenden Personen zu diesem Termin vorladen und daß dies geschehen, unter Namhaftmachung der Vorgeladenen, uns vor dem Termin anzetgen oder berichten, daß Niemand vorzuladen sei. Halten sich dergleichen Personen auswärts auf, so ist der Aufenthaltsort anzugeben. ____Dr. Boekmann. Gießen, am 13. April 1878. Betreffend: Die Ableistung des Verfaffungseides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Uonnenroth, Dbdornhofen, Nabbertshsusen, Nodheim, Röthges, Steinheim, Trais-Horloss, Rtphe und Rillingen. Die Ableistung des Verfaffungseides der seit November v. I. aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoalich Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, seit der bemerkten Zett verheirathet haben, soll „ „ L Samstag den 2S. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Hungen stattfinden. Sie wollen die betreffenden Personen zu diesem Termin vorladen und daß dies geschehen, unter Namhaftmachung der Vorgeladenen, uns vor dem Termin anzetgen oder berichte», daß Niemand vorzuladen sei. Halten sich dergleichen Personen auswärts auf, so ist der Aufenthaltsort anzugeben. ________________Dr. Boekmann. „ Gießen, am 13. April 1878. Betreffend: Die Ableistung des Verfaffungseides. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großhersoglichen Bürgermeistereien des Landgerichtsdezirks Lich. ,, Die Ableistung des Verfaffungseides der seit November v. I. aufgenommenen Ortsbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Unterthanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, seit der bemerkten Zett verheirathet haben, soll _ _ . Donnerstag den 23. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Lich stattfinden. Sie wollen die betreffenden Personen zu diesem Termin vorladen und daß dies geschehen, unter Namhaftmachung der Vorgeladenen, uns vor dem Termin anzeigen oder berichten, daß Niemand vorzuladen sei. Halten sich dergleichen Personen auswärts auf, so ist der Aufenthaltsort anzugeben. _______________________________________Dr. Boekmann. Gießen, am 16. April 1878. Betreffend: Die Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erwarten die Einsendung der noch rückständigen Berichte in rubricirtem Betreff unfehlbar innerhalb 3 Tagen. __Dr. Boekmann.____ Das Großh Steuer-Commisfariat Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Bezirks. Wir ersuchen Sie die Communalsteuerzettel, zur Ersparung von Porto, mit nächster Gelegenheit bei ui.S abholen ru laffen. Gießen, den 16. April 1878. Süffert. A-kitisch Telegraphische Depeschen. Privat-Depesche des Gießener Anzeigers. London, 17. April. „Reuter's Bureau" melde! aus Calcutta vom 16. April, daß die indische Regierung beordert wurde, Truppen nach Malta zu senden und sind dazu designirt: Zwei europäische Reiterregimenter, zwei Ghorka- Eorps, zwei europäische Fußregimenter, zwei eingeborene Fußregimenter, zwei Feldbatterien, vier Compagnien Sappeure. — Zwei Offictere sind nach Malta abgereist, um Vorbereitungen zur Aufnahme dieser Truppen zu treffen. Wagner'S telegr. Eorrespvndeaz-Bureau. Rom, 15. April. Der Herzog von Aosta ist nach Florenz abgereist und wird sich von dort nach Paris begeben, um den Vorsitz in der italienischen Ausstellungs-Commission zu übernehmen. — Die Fürstin von Montenegro ist tu Rom angelangt. Der König wies der Fürstin einen Oberofstcter zur Dienst- er HH eit. leistung zu. Die Fürstin empfing den Besuch des Grafen Corti. — Da deutsche Botschafter v. Keudell hatte heute eine kurze Zusammenkunft mit dem Grafen Corti. Konstantinopel, 15. April. Das russische Consulat hat seine Functionen wieder ausgenommen. Großfürst Nikolaus ist nach San Stefano zurückgekehrt. — Der russische Geschäftsträger v. Nelidoff soll mit Urlaub abgehen und Onou die Geschäfte der Botschaft führen. — Hobart Pascha ist zurückgekehrt. — Prinz Haffan dinirte bei dem Sultan. Berlin, 16. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." hört mit Bestimmtheit, daß über die von der Preffe in vielfacher Hinsicht erörterte Ernennung deS Kronprinzen zum Regenten von Elsaß-Lothringen, i* Regierungskreisen Erwägungen dieser Art überhaupt nicht stattgefunden haben. London, 16. April. Ein Telegramm der „TtmeS" aus Wien vsn heute bestätigt, Großfürst Nikolaus werde nach Petersburg zurüÄehren, nach- die Polit d "delt Wer unt Wr "'-je unse. öm ji Seit sei ZN ZK Atz »■iS;«. w « "’J 68 hab! 0 di! H° Dai Wa"b8J ich!« d-r. P imb österreichisch, leitet, I-ilizW der «ich- hazm 9nu* Schrill- getl Mi di- ® eventuell zu Pete es daselbst z Gefangenen menstoße gek - Die „Aj Pete mit, daß »i stattfinden. ■ rung die Pfc den völligen bemerkt das Nußland und gehen würde, daß die kai ihre Commu Rumänien \ definitiven s Loni Beust macht Derby's üb cine, schme gesagt habi im Kampfe Derby übn ^nantrooiti itu^rungtn Derby's übe 13. Mai Der b Baron Nort Lvnd Minister, die ruhigend. ! Angelegenheii Nachricht be alarmirende 9 Honen nicht Pariser Decl M Deranla Dafienrr aber, Reschi verhindern. . Auf B ^nstantinope Slttogu “f Sijtagun »-Ich-i bie i 7!° ftitifi «"■ Mi« statt. • April 1878. ltn »Einhundert«^ NüstT ■ ließen. Elchen Untertone o, it denen, uns vor d« April 1878. irf, Nmemch, iga. fßfäen UnttriSanei, inen, uns vor bec:? April 1878. -Glhen Untertham adenen.Ws vor der tzTSprll^^ dem er in San Stefano durch General Tottleben ersetzt worden sei. Dieser Wechsel werde als eine Maßregel der Versöhnung aufgefaßt. — Unterhaus. Northcote antwortete auf die Interpellation Forster's: Es habe sich durchaus nichts ereignet, um die Besorgnisse zu vermehren, nichts um die Hoffnung einer befriedigenden Lösung der Orientfrage zu vermindern. Das Rundschreiben der Pforte werde bald erwartet. Dank der guten Dienste Englands, sei große Hoffnung auf das Zustandekommen eines Abkommens zwt. schen der Pforte und Griechenland vorhanden, um die Unruhen in Thessalien und Epirus zu beendigen. Es berechtige nichts zu der Annahme, daß England isolirt sei. Wien, 16. April. Nach Mittheilungen aus bester Quelle hat der österreichische Botschafter Graf Zichy mit der Pforte Unterhandlungen eingeleitet, welche die Repatricirung der tu Oesterreich weilenden und dem Lande zur Last fallenden bosnischen Flüchtlinge bezwecken. — Die „Poltt. Corresp." meldet aus Bukarest: Die Arbeiten zur Beseitigung der Hindernisse der Schifffahrt auf der Donau sind vollendet. Zahlreiche Schiffe befahren bereits den Strom an allen Stellen. — Bratiano ist gestern in Bukarest eingetroffen. — Derselben Correspondenz wird aus Copen- hagen gerüchtweise und unter Vorbehalt mitgethetlt: England hätte in Stockholm Schritte gethan, um Schweden zu bestimmen, auf der Insel Faroe in der Ostsee die Errichtung eines Stattons- und Depoisplatzes für die britische Marine eventuell zu gestatten. Petersburg, 16. April. Nach Prtvat-Telegrammen aus Moskau ist es daselbst zwischen Studenten, die eine Manifestation zu Gunsten politischer Gefangenen machen wollten und einer zahlreichen Volksmenge zu einem Zusammenstöße gekommen, wobei die Studenten gezwungen wurden, sich zurückzuziehen. — Die „Agence Russe" bezeichnet die Situation als unverändert. Petersburg, 16. April. Das „Journal de St. P6tersbourg" theilt mit, daß nicht nur mit England, sondern auch mit Oesterreich Pourparlers stattfinden. — Zu der Nachricht des „Observer", wonach die russische Regierung die Pforte habe wissen lassen, daß, wenn sie England Beistand leiste, dies den völligen Umsturz des türkischen Reiches in Europa zur Folge haben würde, bemerkt das genannte Journal: Es sei ersichtlich, daß, wenn Krieg zwischen Rußland und England ausbreche, die Türkei nicht intakt aus demselben hervorgehen würde. — Was die Occupatio» Rumäniens anlange, so sei es natürlich, daß die kaiserliche Regierung Angesichts der Haltung Rumäniens bedacht sei, ihre Communicationen durch Rumänien zu sichern. Uebrigens könne die mit Rumänien für die Dauer des Krieges abgeschlossene Convention erst nach dem definitiven Frieden als erloschen betrachtet werden. London, 16. April, Abends. Salisbury, theilte im Oberhause mit: Beust machte heute Nachmittag Vorstellungen wegen der jüngsten Aeußerung Derby's über Oesterreich, wodurch dortige amtliche Personen, besonders Offi- ciere, schmerzlich berührt seien. Er (Salisbury) erinnere sich nicht, daß Derby gesagt habe, man würde sich auf den slavischen Theil der östereichischen Armee im Kampfe gegen Rußland nicht verlassen können; allein was auch immer Derby über Oesterreich oder dessen Armee gesagt, so habe er das auf eigene Verantwortung gethan; im auswärtigen Amte befinde sich nichts, worauf seine Aeußerungen sich stützen könnten. Das Nämliche sei mit den Bemerkungen Derby's über Frankreich der Fall. — Das Oberhaus vertagte sich bis zum 13. Mai Der bisherige Präsident des Handelsamts, Adderley, ist mit dem Titel Baron Norton in das Oberhaus berufen worden. London, 16. April, Abends. Im Unterhause erklärte der Colonialminister, die Nachrichten vom Cap und dem Transvaal-Lande seien nicht beunruhigend. Schatzkanzler Northcote bemerkte auf eine Anfrage Pim's: die Angelegenheit Batum's sei eine Frage, die der Congreß zu erwägen habe. Die Nachricht betreffs Rußlands Absicht, Kreuzer auszurüsten, gleichwie andere alarmirende Nachrichten habe er gelesen, jedoch diesbezügliche officielle Informationen nicht erhalten. Wenn erwogen werde, daß Rußland Theilnehmer der Pariser Declaration sei, so könne man derartige Maßregeln nicht erwarten. — Auf Veranlassung Lefevre's theilte Unterstaatssecretär Bourke mit: er glaube, die Waffenruhe zwischen Türken und Insurgenten auf Kreta sei gebrochen, hoffe aber, Reschid Pascha werde die Ruhe bald Herstellen und Ausschreitungen verhindern. Auf Befragen Forsters erklärte, Northcote: Nichts in den Zuständen Konstantinopels erhöht unsere Besorgnisse. (Beifall.) Derselbe beantragte darauf Vertagung des Hauses bis zum 6. Mat. Fawcett stellte ein Amendement auf Vertagung nur bis zum 29. April. Northcote bekämpfte das Amendement, welches die schlimmste Wirkung wie nur möglich haben würde, nämlich die Lage so kritisch erscheinen zu laffen, daß eine Abkürzung der Osterferien nöthig wäre. Erstes Ziel der Regierung sei eine friedliche befriedigende Lösung der schwebenden Fragen. Forster unterstützte Northcote, indem er bemerkte: Die Regierung trage die Verantwortung. Hätten er und seine Freunde geglaubt, daß die Politik des Cabinets eine Kriegspolitik sei, so würde er anders gehandelt haben. Fawcetts Amendement wurde mit 168 gegen 10 Stimmen abgelehnt und die Vertagung des Hauses bis zum 6. Mai angenommen. Lokal-Notiz. Gießen, 17. April. Die Berathungen der am 10. April stattgehabten Ausschuß- fitzung des hiesigen Volksbtldungsoereins sind von so ollgemeinem Interesse, daß es für viele unserer Leser interessant sein wird, einiges darüber zu berichten. Seit seiner Entstehung im Jahre 1872 verfolgt der Verein in erster Linie den Zweck für die Weiterbildung der Heranwachsenden Jugend zu sorgen und hat demgemäß tn früheren Jahren dahier eine freiwillige Fortbildungsschule für Knaben unterhalten. Als diese Einrichtung durch die obligatorische Fortbildungsschule übe,flüssig geworden war, suchte der Verein durch die Errichtung von fretwilligenLeseabenden und Gründung einer Bibliothek für seine Zwecke zu wirken. Obgleich die Erfahrungen, welche im ersten Winter (1877) gemacht wurden, keineswegs ermutigten, so wurde doch im verflossenen Herbst die Weiterführung des begonnenen Werkes beschlossen und wurden die Leseabende am 8. December eröffnet. Der Vorsitzende, Herr Haustein, erstattete nun tn der letzten Ausschußsitzung Bericht und wies auf die erfreulichen Resultate hin, welche der Verein durch diese Einrichtung im letzten Winter erzielte. Etwa 30 Schüler nahmen regelmäßig Antheil und das Verlangen, aus der Bibliothek Bücher zu entleihen, um diese zu Haus lesen zu können, bekundete den Eifer der jungen Leute, an ihrer Fortbildung zu arbeiten. Der Ausschuß beschloß hierauf, für den nächsten Sommer wieder eine freiwillige Fortbildungsschule für Knaben zu errichten, da in der bestehenden obligatorischen Schule nur an den Winterabenden unterrichtet wird. Es wurde hierbei geltend gemacht daß sich in hiesiger Stadt gewiß viele junge Leute finden würden, welche Zeit und Luft hätten, das im Winter Gelernte im Sommer zu befestigen und zu vervollständigen. Zur Berathung kam ferner eine Bitte de« in der Bildung begriffenen Vereins! für Frauenbildung um Bewilligung einer Geldunterstützung. Fraglicher Verein' beabsichtigt nämlich in hiesiger Stadt nach dem Vorbilde des Darmstädter Alicen- Vereins in Gießen eine Industrieschule zur Ausbildung von Lehre-innen für Handarbeiten 411 errichten. Die Schülerinnen sollen aber auch im Zeichnen, Rechnen, deutschen Aufsatz und in der Buchführung Unterricht erhalten. Der Ausschuß des Volksbildungsvereins begrüßte dieses Proj ct mit Freuden, da hierdurch einem längst gefüllten Be- dürfniß abgeholfen roerbe. Doch trat insofern Meinungsverschiedrnheit zu Tage, als ein Theil der anwesen en Mitglieder der Ansicht war, man möge, um von vornherein Differenzen zwischen beiden Vereinen, welche ja einen und denselben Zweck verfolgen, vorzubeugen, an diese Gabe die Bedingung knüpfen, daß der Volksbildungsverein durch ein Mitglied im Ausschuß des zu gründenden Vereins vertreten sein möchte, um dadurch einen Einfluß auf die Art und Weise der Beschaffung von Mitteln, sowie deren Verwenduna zu erlangen. Rach langer Debatte einigte man sich schließlich auf Vorschlag des Vorsitzenden dahin, die Summe von JL 300 bedingungslos zu bewilligen und dem Vorstand des neuen Vereins die Initiative zur Herstellung einer allenfallstgen Verbindung zwischen beiden Vereinen zu Überlossen. Vermischtes. Darmstadt, 15. April. Ostern und Weltuntergang. Gegen das Vorjahr, wo Ostern schon am 1. April gefeiert wurde, fällt Heuer dieses Fest spät, da es erst am 21. d. begangen wird. Am spätesten wird es aber 1886 begangen werden, da es in diesem Jahre auf den 25. April, den Tag des Evangelisten Markus, fällt. DaN Traurige an dieser Sache ist nur, daß der berühmte französische Astrvlvg Notredame (Michael Nostradamus) für das Jahr, an welchem Ostern auf den 25. April fällt, den Untergang der Welt ganz sicher in Aussicht stellt. Ob es sich nun wohl für England und Rußland der Mühe lohnt, für die acht Jahre, die die Welt noch stehen wird, so viel Lärm wegen des kleinen Bulgarien zu machen? (H. Ldsztg.) — (Die Feuerwerks-Ratte.) In der „Jlluftrirten Sportzeitung" wird in gar lustiger Weise erzählt, wie Graf Sch. seine Jäger in Pommern lehrte, die Füchse nach afrikanischer Methode aus dem Bau zu treiben. In Nordafrika, wo Graf Sch. die« lernte, jagt man wohl keine Füchse, aber Stachelschweine, und Graf Sch. wendet die afrikanische Jagdmetbode einfach auf Füchse an. Um seinen Leuten die neue Jagd zu zeigen, wurde eine Partie im Februar veranstaltet- Als Rendezvousplatz war ein alter, sehr tiefer Fuchsbau bestimmt, der so stark befahren war, daß man annehmen konnte, es wären mehrere Füchse ouf einer Hochzeitsvisite bei einer rollenden Fee im Bau. Der junge Graf reoidirte mit Sachkenntnis sämmtliche Röhren und poflirte dem entsprechend die Förster bei den verschiedenen Ausgängen. Der alte Oberförster, der vergeblich nach Dachshunden gesucht hatte, schüttelte den Kopf. „Aber, junger Herr, wie wollen Sie denn den Voß runter kriegen?" — „Das werden Sie gleich schen, Onkel ...." — sagen wir „Bräsig" — denn die Geschichte spielt nicht weit von dem kla'stschen, durch Fritz Reuter verherrlichten Boden. „Das werden Sie gleich sehen," wiederholte der junge Nimrod, „in der Kabylie fenut man keine Dachshunde. Ich werde Ihnen jetzt zeigen, wie man dort das Stachelschwein und den Raton (ein Verwandter des Jgneumon) herausbekommt, und wo man Stachelschweine herausbekommt, wird man doch wohl auch einen Fuchs herauskrtegen." Während dessen hatte d.r Graf eine Drahtfalle mit einer lebendigen Ratte herausgeholt. Der Diener reichte ihm eine kleine Röhre von Pappe, aus deren Oeffnungen starke Bindfäden heraushingen. Nach sorgfältiger Prüfung der beiden Enden ergriff er den aus dem Gitter der Falle hervorlugenden Schwanz der Ratte und befestigte mit einem starken Faden das eine Ende des Röhrchens an demselben. Der alte Oberförster schüttelte immer toller den Kopf. „Junger Herr, bat wird Düwelsspuk (Teufelsspuk)! — „Nur abwarten, Onk-l Bräsig!" DiePiocedur war fertig. — „Achtung, aufPosten!" commanbfrte der Jagdleiter den Förstern zu, die sich sämmtlich die sonderbare Operation in der Nahe ang- sehen hatten. Als Alles auf Posten stand, näherte'er sich der Hauptröhre und berührte mit der brennenden Cigarre das Ende des herunterhängenden Bindfadens, der sofort Feuer fing und luntenartig fortglimmte. Aufmerksam folgte er der sich aümälig verzehrenden Lunte. Jetzt hielt er die Falle dicht an die Röhre und öffnete die vordere Thüre. Die geängstigte Ratte huschte schnell hinaus und lief in die Röhre, blieb aber >m Anfänge derselben stehen, ängstlich umherirrend. Onkel Bräsig hatte sich niederge- kniet, um dem Thiere zu folgen. Da mit einemmale sprühte mit einem Knalle ein Feuerstrahl aus ihrem Schwänze, daß der alte Herr erschreckt zurück, die Ratte aber wie teil in den Bau hineinfuhr. Puff! knallte es noch einmal aus der Tiefe. Onkck Bräsig hatte sich auf den Bauch geworfen, um mit lautem Lachen dem Drama unt r der Erde zu folgen. Paff! knallte es nochmals aber im nächsten Momente fuhr ein Fuchs dem alten Herrn gerade ins Gesicht und hinaus. Piff! paff! knallte es aber auch auf der andern Seite. Die Förster, aufmerksamer, hatten besser gezielt und zwei rothe Gesellen wälzten sich am Boden. Der alte Herr brummte und schimpfte über den „Düwelsspuk" und befühlte fein zerkratztes Gesicht. Folgen wir dem „Rat artifleier“, wie man die Feuerwerksratte in Algier nennt, in das Innere des Berges. Auf den Feuerstrahl, der ihrem Appendix entfahren, hatte sich das Vieh wie toll in die Tiefe gestürzt und war mitten zwischen ein Triumvirat Rothröcke gerathen. Nun knallten auch kleine Raketen los und heraus fuhren die edlen drei Könige des Malepartus, als ob ihnen der höllische Geist selbst im Nacken säße. Der Eine, welcher Onkel Bräfig gerade in§ Gesicht gesprungen war, entkam, weil der Graf das Gewehr nicht fertig hatte und zu rasch schießen mußte. Die anderen Beiden trugen aber ihren Bala zu Markte. Als die Ratte die Freunde, an deren Hilfe sie vergeblich appellirt hotte, so rasch datz Feld räumen sah, war sie einen Augenblick ratblos, allein abermals knallte es an ihrem Schweif, und weiter fuhr sie tn die Tiefe in den großen Kessel, wo sich eine Füchsin bineinreHrirt hatte. Mit einem Satze war sie hinein und fuhr gerade unter den Bauch der Füchsin, daß die Funken umherstoben. Daß diese durch die kecke Zudringlichkeit nicht gerade erbaut war, kann man sich leicht vorstellen, und als es abermals um sie herum knallte und sprühte, daß ihr herrlicher Balg zu sengen begann, da packte auch sie schrecklicher Graus. Wohl wußte sie die Erzfeinde vor den Thoren; sie hatte die bekannten Schüsse, die ihren Verehrern gegolten, nur zu gut gehört. WaS waren aber alle wirklichen Gefahren, denen sie oft getrotzt und glücklich entgangen, gegen dieses unheimliche, der Hölle entstiegene Gespenst, und hinaus flog sie, gerade unter die Flinte des jungen Grafen, der, den Pudel von vorhin gut machend, Dame Reinecke höchst ungalant umlegte, und so das Liebesdrama im Berge beendete. — Die ganze Jagd dauerte vom Momente, wo die Falle geöffnet worden, kaum zehn Minuten, und drei Füchse waren das Resultat. Bretzenheim, 6. April. Ein Unglücksfall der traurigsten Art setzte gestern Abend unfern Ort in höchste Aufregung und mehrere Familien in größte Betrübniß. Um 7 Uhr etwa benutzten 14 Personen, 6 hiesige Einwohner und 8 an dem Puricelli'- schm Neubau beschäftigte Maurer aus Planig und Ippesheim, den Nachen des Fährmannes Eibeck zum Uebersetzen auf das rechte Naheufer. Bei gewöhnlichem Wasser- ftande bedient sich der Fährmann zur Erleichterung seines Geschartes eines über den Fluß gespannten Drahtseiles; bei der augenblicklichen Höhe des Wassers liegt jenes theilweise unter dem Wasserspiegel und es mußte daher bet der verhängnißvollen Fahrt gerudert werden. Eib-ck beging die Unvorsichtigkeit, oberhalb deS Drahtseiles zu fahren. Jn der Mirte des Flusses war sein Rudern der Strömung nicht mehr gewachsen, bet Nachen trieb auf das Drahtseil, schlug ungeachtet der Bemühungen EibeckS, welcher dasselbe sofort ergriff, um, und begrub feine sämmtlichen Insassen im Wasser. Acht derselben vermochten sich durch Schwimmen, theilweise unter Unterstützung vom Ufer aus zu retten; die übrigen sechs: der Fährmann selbst nebst 2 Söhnen, der Taglöhner Peter Zimmermann, Ehefrau Valentin Deller, alle aus Bretzenheim, und trer Handlanger Jakobi aus Planig, sind ertrunken. (Är. Tgbl ) *(Zur Schulbankfrage.) Reber die Anordnung von Schulbänken hat der ärztliche Bezirks- verein der Stadt Leipzig folgende beherzigenswerthe Grundsätze aufgestellt: 1) Die Entfernung der Sitzfläche des Stuhles oder der Bank von der Schreibfläche des Tisches sei so groß, daß der Oberkörper des Schreibenden sich vom oberen Ende der Magengrube an, oberhalb der Schreibfläche befindet. — 2) Die Sitzfläche sei so wett vorgerückt, daß ihr vorderer Rand 2—3 Cm. unter der Schreibfläche vorgeschoben ist; von oben gesehen darf-ahn kein Zwischenraum zwischen Tisch und Sitz wahrnehmbar sein. — 3) Der Schreibende soll sich mit dem unteren Theile deS Rückens (d. h. der Gegend der Lendenwirbel) anlehnen können. Die Sitzfläche darf daher nicht breiter sein, a!S die Entfernung der Kniekehle vom Rücken des Kindes beträgt. — 4) Die Füße müssen entweder den Fußboden erreichen, oder durch eine Fußbank unterstützt sein. Letztere darf aber nicht so hoch sein daß der vordere Theil des Oberschenkels von der Sitzfläche abgehoben wird. — Die Forderung 2 erheischt entweder zweisitzige Schulbänke oder bewegliche Sitzfläche, da sonst die Kinder nicht aufstehen und an einander vorüber gehen können. Estere Anordnung ist unbedingt vorzuziehen. Mtr. tief, 9 M 9. 5*5 2218) Frankfurter Hof. 0 70 frei tn’6 HauS. (2399 empfiehlt von Beinkleidern 99 übertragen und offerire dieselben zu Originalpreisen. J. Bärmann, Hotel Einhorn. 2402) W. Löber, Branvgasse. J2393) Hierzu eine „Beilage 0,80 0,90 6 11 Uhr, ten H II 20 8 11 bei Abnahme von 6 Flascben 1742) Der zweite Stock meines Hauses, aus 5 Zimmern u. s. w. bestehenv, ist per 15. Juni d. I. beziehbar zu vermiethen. C. KlLngfpor, Gartfeld. 1 Nebengebäude 1 1 offener Schuppen Heffenbrückerhammer, den April 1878. 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In einen Sinlvendungrn j und eS waren l vom Lreis-Aussl Entscheidung de Sreis-ilusschuß vinzial-AuSschuß gewählt tzrilärl Rrcurs als sor lhrlllgte im @ der Sreis-Aussl die Entscheidung nicht etwa der ■ laßt sehen sollt iNtturg zu verso Berlin, nunmehr das Tabak Im ve> Danach wurde Srt verzollt un Vorjahr, als fltfitn 3,327,54 Jod eingezahlt "kditirt 5,679! Werten an un 88794 gtr, ^Nachweisung Du«tal ,5 *" Mtö’t 81 Jahre 187^ t Berlin ®IQ9e hervor^ l^den Bieber k^nter ! das Gerich, Im -K Mills. Srf|iil)iunnrribJlibsucrfi(iiil Schulstraße B. 19 find frisch kingetroffcn: Damen-Kidstiefel (ohne Absätze) U'id fine Partie Stramin-Schube ä l «X 25 (2407 " frei in’3 m \ Haus ge- Fl. ] liefert. Dienstag den 23. April, Nachmittags 2 ollen hierselbft nachstehende Gebäuden (aus eichen Holz) auf Abbruch Oeffentliche Ladung 2397) Großherzoglichetz Hoflericht der Proou z Oberhessen hat über das Dermo gen des Ka^fmams Karl Berger dahier den Cor cursprozeß erkannt. Es werken daher alle Diej.nigen, welche vermögens rechtliche A> sprüche an denselben zu bilder haben, aufgefordert, solche bei Meldung des Ausschluss s von der Masse bei unterzeichnetem Gericht im Termin Montag den 24. Juni d. I-, Vormittags 9 Uhr, mit etwaigen Vorzugsrechten anzumelden. Im Termin soll zugleich die Güte versucht, beziehungsweise wegen weiterer Fortführung des Concurses Beschluß gefaßt werden; in diesen Beziehungen werden die nicht erscheinenden Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beitretenv angesehen. Gießen, am 13. April 1878. Großh Stadtgericht Gießen. Bötticher, Oppermann, Stadlrichter. StadtgerichtS-Assi ssor. Mosel- „ n deutsche Rothweine „ franz. Rothweine (Bordeaux) v. 1 an p. 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Auf $ erlangen bezeuge ich Die Aechtbeit des durch Vermittlung eines Consuls des deutschen Reiches bezogenen, schon im classischen Alterthum berühmten HymettuS Honigs, ber, was intensive Süß^ und Aroma anbelangt, alle anderen mir bekannten europäischen Honigsorten weit übertrifft, ebenso auch die Reinlichkeit der Verpackung in verlötheten Blechbüchsen und daß der Preis so b llig als möglich gestellt ist Deichert, P'äs. des oberhess. B.-Z-VereinS. Von einer leistungsfähigen Fabrik wurde mir ber Verkauf von gestickten Unterröcken m ____________Emil Seh mall, Ausverkauf. ß Wegen Aufgabe des von meinem teligen Manne betriebenen Geschäfts, werbe ich sämmtliche Vorräthe von Waaren und Werkzeugen, bestehend in weißen und lackirten Blechwaaren, Lampen von der geringsten bis zur feinsten Sorte, Ampeln, Doppelarmen, Dochten, Cylindern rc. rc-, 2 Drehbänken, verschiedenen kleinen Werkzeugen u. s. w-, um rasch damit zu räumen, zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkaufen. Einer geneigten Zusprache höflichst entgegenfebenb, zeichne Achtungsvoll Carl Reinhardt Wwe., geb. Schwalbr am Kreuz.