SN7S U» 15. Freitaq, den 18 Januar $1 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Gartenstraße B. 165. «Lveditisi»sVrtt»eaur Schnlstraße B. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Amtlicher Hheil. Gießen, am 14. Januar 1878. Betreffend: Die im (3ro6beT$ofltl)um Reffen anfciffiflen ®» «•* Zutreffend schildert die Miseren, welche durch den leider in allen Kreisen gewohnbeiismäßig geübte» Borg hervorgerufen sind e.n vom kauft». Verein und Gewerbeverein in Breslau gemeinsam erlaffener Au ruf, «ndringlich zur Umkehr zum Befferen aufforderud. Derselbe enthalt so viel Wah , 6 glauben / ihn unseren Lesern nicht vorenthalten zu Uwfen, und bringen wir daher den Ausruf, die Reform des Creditwesens in Deutschland betr., woitlich zu Abd 1U -mn(geu Erwerbs- und Wirthschasts-Verhältniffe, in welche unser deutsches Vaterland seit einigen Jahren versetzt worden ist, und welche offenbar bei uns noch traurigere sind, als diejenigen in anderen, von der Krisis ebenfalls heimgesuchten Culturstaaien, legen jedem Patrioten die Pflicht auf, darüber nacbiubenfen, auf welche Weise der Ungunst der Zeitverhältuiffe wirksam ent- «eaenaearbeitet und die Wiederkehr so tief einschneidender, wirthschaftlicher Cala- mitäten tbunlichst abgewendet werden könne. Unzweifelhaft hat die zur Zeit herrschende Wirthschaftskrisis manmgf-lt'ge IMnAen- tbeils solche, die nur vorübergehend auftreten und nicht bei allen^Kriseii mitw rkten resp. Mitwirken, welche den Wirth chasts-Organismus unserer festen Ueberzeugung vorzugsweise oder ausschließlich unser ungesundes Creditnehmen.und Credit geb en Schuld.. Erne sorgfältigere Prüfung der einschläglichen Verhältnisse zeigt, daß der eigentliche Sitz des Uebels in dem verlotterten Consumtionsborg, d. h. in den langen und ost ganz unzuverlässigen Crediten zu suchen ist, welche der Detaillist und der kleine Handwerker hierzulande gewährt. Der Fabrikant kann nicht eher dem Grossisten, der Grossist nicht eher dem Detaillisten oder Gewerbtrei benden strengere Zahlungsvorschriften machen, als bis dieser Letztere mit seinen Kunden, den Co ns umenten, ein Arrangement getroffen hat, das ihn selbst befähigt, in der Abwickelung seiner Verpflichtungen pünktlich zu sein. Die Vortheile, welche eine anderweitige Regelung der Creditverhältniffe in Aussicht stellt, liegen klar auf der Hand. Wenn, wie wir es anstreben, im Consumtionsverkehr (im Gegensätze zum eigentlichen kaufmännischen Geschäftsverkehr) die Baarzahlung überhaupt die Regel und das Credit- nehmen (der Waarenborg) die Ausnahme bildet; wenn ferner im Verkehr zwischen Geschäftsleuten ein kurzer, streng bemeffener kaufmännischer Credit Platz greift, oder, im Falle der Baarzahlung, angemeffene Scontovergütung, so wird aus der Calculation des Fabrikanten, des Grossisten, des Detaillisten und des Handwerkers ein Factor verschwinden, der heute die Production und den Handel ungemein erschwert und vertheuert, weil er die Geschäfte mit einer erheblichen, oft unberechenbaren Risicoprämie belastet. Es wird ferner alsdann an Stelle der Unsicherheit, die heute in unferm ganzen Credit- wesen Platz gegriffen hat, eine feste Unterlage für alle geschäftlichen Operationen treten, welche auch durch außergewöhnliche volkswirthschastliche oder politische Ereigniffe nicht leicht erschüttert werden kann, und den Geschäftsmann dem heutigen „Hangen und Bangen in schwebender Pein" entreißt. Aber auch der Consument würde wesentliche Vorthetle von einer solchen Reform haben. Der Einwand, daß der ärmere Thetl der Bevölkerung und der minder gut situirte Mittelstand ohne Consumtions-Credit nicht leben könne, ist nur ein trügerischer Vorwand. Durch den Credit beim Specereikauf- mann, beim Schneider, beim Schuhmacher, kurz durch den ganzen sog. Con sumtions Borg wird Niemandem dauernd geholfen. Es ist nur eine vorübergehende und scheinbare Erleichterung, die den kleinen Beamten, dem Künstler, dem Arbeiter, überhaupt dem Vorrathslosen durch solche Credite gewährt wird, denn schließlich muß der Gläubiger doch befriedigt werden, und die hierzu erforderliche Summe steigert sich ganz erheblich, wenn die entnommene Waare vertheuert wird durch Verzugszinsen und Risicoprämien. Der Waareuborger kann also nur vorübergehend mittelst des Credits mehr kaufen, als ihm seine verfügbaren Mittel erlauben. Dauernd kaust er mit denselben Mitteln unter Inanspruchnahme von Credit weniger, als er bei Baarzahlung zu consumiren Gelegenheit gehabt hätte. Der Consument kaust mithin bei Einbürgerung geregelter Zahlungsverhältniffe nicht nur billiger, sondern er wird auch kaufkräftiger und kann mit demselben Gelde mehr Anschaffungen machen, als bisher. Man sieht also, daß die Creditreform gleich wünschenswerth ist für den Käufer und für den Verkäufer, für die Kundschaft und für die Geschäftsleute. Die Sache hat aber auch noch eine allgemeine Volks wirthschaft- liche Seite, welche wir bereits gestreift haben und nicht unerörtert lassen dürfen. Nicht nur in ihrer Eigenschaft als Consumenten, sondern auch in ihrem Verhältniß zum Wirthschasts-Organisrnus als Prodncenteu sind die Meisten von uns bei einer zweckmäßigen Erledigung der sogenannten Creditfrage ganz wesentlich interessirt. Die allgemeine Lage des Handels und der Industrie, von welcher der Erwerb einer Mehrzahl aller Staatsbürger direck ober indi- rect abhängt, wird bei jeder politischen ober wirthschaftlichen Krisis aus's Tiefste erschüttert, so lange bie dermaligen Creditverhältniffe fortbestehen. Vergegenwärtigen wir uns nur die Lage des kleinen Debitors beim Ausbruche eines Krieges, einer Wirthschaftskrisis. Im Handumdrehen sind Tausende und Abertausende von Forderungen der Handwerker, Detaillisten und Kleinkrämer „faul", die vorher schon zweifelhaft absolut uneinziehbar geworden. Die Erschütterung des allzuleicht und luftig gebauten Cousumtionscredit-Gebäudes überträgt sich auf das kaufmännische und geschäftliche Kreditsystem; die Creditsähigkeit selb gut geleiteter, reeller Geschäftshäuser erscheint in Frage gestellt; Zahlungseinstellung erfolgt auf Zahlungseinstellung und der Fabrikant, der die Zahl der Vertrauen verdienenden Abnehmer täglich mehr zusammenschwinden sieht, muß zu Betriebs-Einschränkungen und Arbeiter-Entlassungen schreiten, So hat die wirthschaftliche Erschütterung, die im Gebiete der Kleincon- sumtion ihren Anfang nahm, sich songepflanzt bis in das Gebiet der Groß- Production, wie der Wellenschlag tm Flusse sich fortpflanzt bis zum entgegengesetzten User. Wenn die gegenwärtig in Deutschland stärker als anderwärts auftretende Productionsstockung auch nicht in den bösen einheimischen Creditverhältniffen ihren ersten Anlaß gefunden hat, so ist sie doch zweifellos durch dieselben in der gekennzeichneten Weise sehr wesentlich potenzirt worden. Wie wir und von welchem Gesichtspunkte aus wir also die Angelegenheit auch immer betrachten mögen, stets kommen wir zu dem Resultat, daß die Reform unserer Creditverhältniffe und vor allen Dingen eine Einschränkung des höchst schädlichen und 'ungesunden Consumtions-Borgs nicht nur für alle Betheiligten von Vortheil, sondern auch im allgemeinen wirthschaftlichen Jn- tereffe unabweislich geboten ist. In allen Gauen und größeren Städten Deutschlands hat man bereits Anstalt gemacht, um in diesem Sinne planmäßig und geeinigt vorzugehen. Möge der Kaufmann und Gewerbetreibende, alle kleinlichen Sonderintereffen bei Seite laffend, sich mit seinen nähere» Geschäftsgenosten über bestimmte Normen für jede einzelne Branche einigen! Möge der Privatmann in seiner Eigenschaft als Käufer, als Consument, dem Vorhaben der Geschäftsinhaber im wohlverstandenen eigenen Jntereffe freundlich und willig entgegenkommen! Jeder Einzelne, der an der Verwirklichung des vorgezeichneten Reform- planes, so viel an ihm ist, mitgewirkt hat, wird das erhebende Bewußtsein empfinden dürfen, sich um eine hochwichtige vaterländische Sache wohlverdient gemacht zu haben l Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz-Bureau. Rom, 15. Januar, Abends. Der König empfing eine Deputation der Municipalität von Turin, welche die Bitte vortrug, daß die Hülle Victor Emanuels in der Superza Kirche beigesetzt werde. In seiner Antwort hierauf drückte der König seine Befriedigung aus über diesen Beweis der Zuneigung der Stadt Turin für seinen Vater und sein Hans. Der König bemerkte sodann, es sei ein großes von seinem Herzen dargebrachres Opfer, wenn er in die Beerdigung seines Vaters in Rom einwillige; doch bringe er damit ein Opfer, welches das nationale Gefühl fordere. Im Weiteren äußerte der König: er habe angeordnet, daß der Degen Victor Emanuels und seine in den Unabhängigkeits-Schlachten erworbenen Auszeichnungen nach Turin gebracht werden sollten. — Die Königin von Portugal ist heute Abend hier eingetroffen. Der Großherzog von Baden beauftragte seinen Bruder, Prinz Wilhelm, ihn bei der Leichenfeier zu vertreten. Seitens des Papstes wurde die Abhaltung von Obsequien für den verstorbenen König in der Lateran-Kirche angeordnet. Der Besuch des deutschen Kronprinzen wurde noch gestern Abend vom König erwiedert. Heute empfing Letzterer den Marschall Canrobert. Turkhrn Bey wird die Türkei bei der Leichenfeier vertreten. Der amerikanische Gesandte empfing eine Depesche des Präsidenten Hiyes, in welcher dieser Namens der Vereinigten Staaten von Nordamerika dem tiefen Schmerze anläßlich des Todes Victor Emanuels Ausdruck gibt. Nom, 15. Januar, Abends. Der deutsche Kronprinz begab sich heute, nachdem ihn der König empfangen, in die Todtencapelle und verweilte längere Zeit am Sarge des verstorbenen Königs. Nachmittags 2 Uhr stattete Marschall Canrobert mit Gefolge dem Kronprinzen einen Besuch im Botschaftshotel ab. Sodann widmete der Kronprinz einige Zeit dem Besuche von Monumenten. Abends empfing er die Minister. Das Diner nahm der Kronpcinz im Ouirinal ein. Washington, 15. Januar. Das Cabinet beschloß, dem Anleihe- syndikat anzuzeigen, daß es die getroffene Vereinbarung als erloschen betrachte und den Schatzsecretär zur Vorbereitung einer Nationalanleihe aufzufordern. Wien, 16. Januar. Ein Telegramm der reffe" aus Tirnowa vom 14. d. meldet: Die Capilulations-Verhaudlungen mit Widdin haben sich zerschlagen, weil der Commandant der Festung entweder Verhandlungen mit den Ruffen ober freien Abzug der Garnison fordert. 8000 Ruffen sind vom westlichen Lom gegen Widdin im Anmarsch. Petersburg, 15. Januar. Die „Ageuce ruffe" meldet: Der augenblickliche Stand der orientalischen Angelegenheit wird als recht befriedigend angesehen. Man hofft allgemein, daß es gelingen werde, eine Combination zu inden, welche bas Jntereffe Rußlands als kriegführende Macht mit dem Jntereffe der Garantiestaaten in Einklang setzt. Berlin, 15. Januar, Abends. Das Abgeordnetenhaus berieth heute in erster Lesung den Gesetzentwurf betr. die Uebemahme der Zinsgarantie des Staates für das Anlage-Capital der Eisenbahn von Pasewalk bis zur Mecklenburgischen Grenze. Schmidt (Stettin) und Hammacher befürworteten die Verweisung deffelben an bie Budget-Commisstou. Berger (Stettin) ergriff gegen ben Gesetzentwurf das Wort; Redner wünschte ferner Auskunft über die Lage der Reichseisenbahnfrage, söwie darüber, ob und wann Aussicht auf das Zustandekommen des Reichseisenbahngesetzes sei. Der Handelsmmister erinnerte darauf an das vom Hause in der Reichseisenbahnfrage abgegebene Votum, als sehr werthvoll und halte durchaus an dem Gedanken fest, die preußischen Eisenbahnen auf das Reich zu übertragen. Er sei persönlich ein entschiedener Förderer des Projectes. Der Minister widerlegte sodann den Vorwurf bei Vorredners, daß der Staat ben Privatbahnen eine unbillige unb unwirthschaft- liche Concurrenz mache. Fühle man sich verletzt, so möge man Beschwerde erheben, worauf begründeten Falls Remedur erfolgen werde. Nachdem der Minister schließlich noch den vorliegenden Gesetzentwurf vertheidigt hatte, wurde dieser an die Budget-Commission überwiesen. Die übrigen Punkte der Tagesordnung wurden ohne Debatte genehmigt. Nächste Sitzung Mittwoch 1 i Uhr. Nom, 15. Januar. Die Königin und der Kronprinz von Portugal werden heute Abend hier erwartet. Ein Comttö von neapolitauischen Damen übersandte der Königin eine Adresse. In den protestantischen unb jüdischen Gotteshäusern werden Gebete für den verstorbenen König gehalten. Die französischen Colonien in Rom und Florenz überreichten dem Ministerpräsidenten Beileids-Adreffen. Der Großherzog von Baden hat einen Vertreter zur Leichenfeier gesendet. Wien, 16. Januar. Der „Polit. Corresp." wird aus Bukarest mit- getheilt, daß vor Widdin keine serbischen Truppen stehen unb die Rumänen allein gegen Widdin operiren, welches aus der Umgebung, sowie von Kalafat aus beschoffen wird. Der gestrige Ausfall der Türken aus Widdin wurde nach mehrstündigem Kampfe zurückgewieseu. Die Belagerungsarbeiten werden von Seiten der Rumänen energisch fortgesetzt. — Dieselbe Correspondenz meldet aus Belgrad: Fürst Milan zog gestern in Nisch ein, woselbst das serbische Hauptquartier verbleibt. London, 16. Januar. Der gestrige Ministerrath, der übrigens nicht in Derby's Wohnung, sondern in Downing-Street stattfand, da sich Derby etwas bester befand, dauerte 2 Stunden. Heute ist wieder Ministerrath in Osbome. Berlin, 16. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die neuerdings verbreitete Nachricht, der Reichskanzler werde am 22. d. hier eintreffen, ist Nachrichten aus Varzin zufolge irrthümlich. Fürst Bismarck äußerte allerdings vor 3 Wochen die Hoffnung, ungefähr um die angegebene Zeit nach Berlin zurückkehren zu können. Die inzwischen eingetretene Erkrankung, wobei ein Verlassen des Zimmers noch gar nicht, unb kaum ein Verlassen des Bettes zulässig war, machte es jedoch bis jetzt unmöglich, an einen bestimmten Termin der Rückkehr zu denken. — Ein längerer Artikel der „Prov.-Corresp." über den Gesetzentwurf wegen der Tabakssteuer enthält folgende Ausführungen: Angesichts des Minderbetrages der eigenen Reichs-Einnahmen gegenüber den Reichs-Ausgaben, welcher für das bevorstehende Finanzjahr 112 Mill. Mk. betrage, gehe bie Aufgabe ber Reichsfinanz-Politik bahin, durch Vermehrung der eigenen Einnahmen des Reiches aus ben zur Verfügung stehenden Verbrauchssteuern nicht nur den gegenwärtigen Mehrbedarf zu decken, sondern auch eine Entwickelung einzuleiten , durch welche die Budgets der Einzelstaaten dauernd entlastet würden, so daß letztere entweder zur Beseitigung bezw. Ermäßigung von Steuern schreiten oder geeignete Steuern an die Provinzen, Kreise unb Gemeinben überlasten könnten. Der Artikel schließt: Der Tabakssteuer-Entwurf wird einen der wichtigsten Berathungs-Gegenstände des Bundesrathes und Reichstages bilden. Die Nothwendigkeit der Vermehrung der eigenen Einnahmen des Reiches ist allseitig anerkannt, und immer entschiedener die Ueberzeugung zur Geltung V6.” KSmg „ftW Br" e,r -'"meils ter 'M des Todes tmertt *n» n bie Be- "" »" Opfer b« Soni^ ?,n Un«6Mn= b'°cht we den [Men. g fc. * M ^a6 M heute, ^Eilte läuqere ' stattete Mr, -ovtschchshotel von Monumn- 1 Kronprinz im ' dem Anleihe- 'tvi^en betrachte aaszulordern. ^itnotöi vom 1 haben srch zer- dluugen mit den । ßnd vom weß- t' Der äugen, cht befriedigend Kombination yi t mit dem In- s bnieth heute jinsgarantie des bis zur Mecklen- oorteten die Ver- ») ergriff gegen ;ft über die Lage cht aus das Zu- mMrr erinnerte bgegebene Votum, ■ die preußischen ein entschiedener tn Vorwurf des id unVirtdschaft- i Beschwerde er- [achdem der Mi- gt hatte, wurde unkte der Tages- Mwoch kl Uhr. nz von Portugal itaaischen Damen n und jüdischen ilten. Die sran- UnisterprLstdenten trete: zurLeichen- ius Bukarest mit- ind di- Mi«® Mit von Mfm g Widdin wurde Snriflteti werten ,rn,pondmz mel- lbst das serbisch- er übrigens mcht , da sich ®et ’ Mnisterrath i« .ißt: Di- ne«r- . hier * n dchim-nte» Ter «•s* 1,1 , „(jit nur hchuertE - d enW ichrei" Don 0teUL über- d einen intlvur! ° @eltun0 gelangt, daß zu diesem Zweck vorzugsweise höhere Einuahmen vom Verbrauche des Tabaks in Aussicht zu nehmen sind. Washington, 16. Januar. Schatzsecretär Sberman benachrichtigte ßie Finanzcommission, daß die Regierung den Vertrag mit dem Syndikat für die 4proc. Anleihe aufgehoben und beschlosien habe, die Anleihe allgemein dem Publikum zugänglich zu machen. Zugleich legte Sherman einen darauf bezüglichen Gesetzentwurf vor. — Der Senat von Louisiana nahm cm Vertrauensvotum für den Präsidenten Hayes an. — Der Eisenbahnzug, welcher die Thetlnchmer an einer Versammlung in Harfort (Eonnecticut) nach ihrer Hei- math zurückführen sollte, zertrümmerte die Brücke bei Farmington und stürzte in den Fluß hinein. Eine große Anzahl von Personen wurde getödtet und verwundet. London, 16- J-uiuar. Die „Liberale Vereinigung" in Worcester ließ Salisbury eine Adresie überreichen, worin sie sich für Erkaltung des Friedens ausspricht. In der von Salisbury durch seinen Secretär gegebenen Antwort läßt er erklären, es liege kein Grund zu der Befürchtung vor, daß die Regierung sich von ihrer im Mai präcisirten Politik entfernen werde. Die Regierung bekenne sich vielmehr noch immer zu dieser Politik. Rom, 16. Januar. Im Senat gaben der Präsident und Depretis der Trauer um das Italien betroffene Unglück lebhaften Ausdruck. Der einzige Trost, bemerkte Letzterer, liege in der Fortsetzung der weisen Politik Victor Emanuels. Depretis theilte ferner dem Senate mit, daß die Minister vom Könige bestätigt sind. Der Senat suspendirte seine Sitzungen darauf bis zum L Februar. — In der Kammer gab der Minister des Aeußern die von der ungarischen Kammer eingegangene Beileidsadreffe zur Kenntniß. Vicepräsident Desanctts übernahm es, der ungarischen Volksvertretung den Dank der Kammer zu übermitteln. Ministerpräsident Depretis thetlt mit, daß der König das Ministerium bestätigt habe und am Samstag den Eid leisten werde. Depretis hielt Victor Emanuel einen warmen Nachruf. Nachdem der Vicepräsident Desanctes dem Schmerze der Kammer über den Tod Victor Emanuels Ausdruck gegeben, vertagte sich die Kammer als Zeichen der Trauer bis zum Februar. Petersburg, 16. Januar. Bis jetzt liegt hier noch Nichts als das Ersuchen der Türkei um Einleitung von Waffenstillstandsverhandlungen vor. Heber die Gesinnungen der Pforte selbst ist noch Nichts bekannt. Die diesseitigen Instructionen werden in den resp. Hauptquartieren etngetroffen sein. Das Ersuchen der Pforte ist eine begreifliche Folge der letzten Niederlagen. Selbstverständlich ist man nach den großen Opfern unserer braven Armee derselben schuldig, die Resultate ihrer Hingebung sicher zu stellen und nicht eher «inen Waffenstillstand einzugehen, als bis unser hartnäckiger Gegner alle erforderlichen militärischen Garantien gegeben hat und bis die Sicherheit erlangt Ist, daß der Waffenstillstand unseren Erfolg nicht gefährden kann. Im Publikum herrscht hierüber nur eine Stimme: Die Türkei wird offen, aufzugeben haben, in den Kreis ihrer Berechnungen zu ziehen, daß ihr von England, wo die Parlaments-Eröffnung bevorsteht, Unterstützung werden könne. Petersburg, 16. Januar. Die „Agence Ruffe" meldet: Der Sultan machte hierher directe Mtttheilung von der Entsendung Server und Namyk Paschas in das russische Hauptquartier und bemerkte dazu: Diese friedlichen Dispositionen seien mit der Versicherung entgegengenommen worden, daß die Suspension der Feindseligkeiten erfolgen werde, sobald die durch den Ober- commandanten mitzutheilenden Präliminarien angenommen seien. Lokal-Stott,. Gießen, 17. Jan. Vergangenen Samstag batten wir das Vergnügen, das berühmte Florentiner Quartett in dem 3. Concerte des Gießener Concertveretns zu hören Das Programm war ein ausgezeichnetes und es wurden die einzelnen Nummern des selben mit bekannter Meisterschaft vorgetragen und fanden reichen, wohlverdienten Beifall. Diejenig en, welche diesem Concerte arwohnten, haben gewiß von Neuem die lieber- zeugung mit nach Hause gebracht, daß die Concerte des Florentiner Quartetts das Beste und Vollkommenste darstellen, was dem hiesigen Publikum in musikalischer Beziehung überhaupt geboten werden kann. Leider war das Concert vergleichsweise wenig besucht Wie sehr man übrigens an anderen Orten die Leistungen dieses Quartetts zu würdigen weiß, ergibt sich unter Anderem aus einem Artikel, welcher der „Neuen Frankfurter Presse" aus Darmstadt zugegangen ist. Dieser Artikel beginnt mit folgendem Worten: Darmstadt, 10. Jan Der gestrige Abend ist in den musikalischen Annalen unserer Stadl als ein bedeutender, ganz besonders genußreicher, als ein Festtag zu ver zeichnen, dmch das Concert des Florentiner Quartettoereins der Herren Jean Becker, E Masi L- Chtostri und L. Hegyesie, im Saale des Gasthofs zur „Traube". Der Ruf der auch bei uns schon ost gehörten Herrn und das gesteigerte Interesse unsrer Musikfreunde für klassische Kammermusik, hatte ein zahlreiches Publikum herbeige zaubert, so daß der Saal fast zu klein erschien. Das Quartett des Herrn Jean Becker hat sich ein Zusammenspiel angeeignet, wie man es nur wünschen kann; badet ist em seltener Wohlklang der vier Instrumente, wie er wohl schöner kaum gedacht wird und eine das Veiftändntß auch der schwierigsten Parthten erleichternde Deutlichkeit im Vor trag, ein richtiges Heroortret'en und Zurücktretenlassen von Haupt- und Nebenideen, eine kühne Ausführung schwungvoller Gedanken, ein feiner Humor in den heiteren Stücken, ein entzückendes ruhiges Sich-Wiegen in den einfachen, dem Melodischen mehr iu gern endeten Stellen. Kurz, es wird schwer sein, ein Quartett zu finden, welches das Bccker'sche in den genannten musikalischen Tugenden übertrifft. Gießen, 16. Jan. Rechenschaftsbericht des Herrn Bürgermeisters Bramm für 1876. (Fortsetzung aus No. 12.) Ferner wurde der Stadtoorstand durch die Mittheilung erfreut, daß nach einem Beschluß des Comites für die Errichtung eines Liebig-Denkmals tn München von den über 130,000 betragenden Beiträgen eine Summe von mindestens 25,000 JL abge- zweiat werden soll, um dem großen Gelehrten, der während der glänzenden Periode fernes genialen Wirkens als ein Stern an unserer Hochschule leuchtete, dessen Glanz den Namen unserer Stadt in allen Ländern der Erde bekannt gemacht hat, ein gleiches Denkmal wie in München auch hier zu errichten. Außer Herrn Professor Dr Hoff wann in Berlin, einem Gießener Kinde, dessen taftiofe Bemühungen hauptsächlich diesen Beschluß herbetgeführt haben, sind wir Herrn Professor Dr. Will und Herrn Buchbändler Ricker für ihr wirksames Handeln zur Ausführung des gefaßten Be fchlusses zu besonderem Danke verpflichtet. Schließlich möchte noch zu erwähnen sein, daß im Jahre 1876 die Oberhesstsche Eisenbahn in das Eigenthum des Staates übergegangen sind und daß mit dem Bau der Berlm-Wetzlarer Eisenbahn, welche leider in einer Entfernung von beinahe 1 Stunde au unserer Stadt vorüber geführt wird, begonnen wurde. Indem ich nunmehr bezüglich der wirklichen Einnahmen und Ausgaben gegen über den Voranschlagssummen auf die nachstehende Verwaltungsrechenschaft, deren Abschluß ein sehr künftiger ist, zu verweisen mir erlaube, wobei ich anfüge, daß zu den erheblicheren Mehrausgaben gegen die Voranschläge überall die Genehmigung der Stadiverordneten-Versammlung eingeholt worden ist, glaube ich auch dstsrnal das Bewußtsein ausfprechen zu dürfen, bafj die städtische Vertretung und Verwaltung bei ollen ihren Beschlüssen und Maßnahmen nur das Wohl der gesammten Gemeinde und die Förderung der Gesammtinteressen im Auge gehabt hat. Summarische Ileberlicht der Einnahmen und Ausgaben der Stadt Gießen für 1876 nebst Nachweisung über die Abweichung gegen die Voranschläge bei beit bedeutenderen Posten. s s 3 SS Q Einnahme. Betrag nach Mi bin gegen den Voranschlag ‘■em Vor anschlag. 'er Rech nung. Mehr. Weniger. Ji. JL 1 JL Ordentliche. liu ■ 1 Rest aus vorderen Jahren a) Kassevorrath 51191 82 88063 90 36872 08 — — d) Ausstände . 2227 33 5579 91 3352 58 — — 2 Von Gebäuden......... 3789 43 4038 51 249 08 — — 3 „ verliehenen Gütern...... 4551 24 4619 03 67 79 — — 4 Aus Gras und anderen Naturalien. - 10572 51 19560 96 8988 45 — —— 5 Von Waldungen........ 87986 04 108604 27 20618 23 — 7 „ Jagden.......... 1162 29 1162 29 — — — — 8 „ Schäfereien Wetdgeldern .... 514 29 514 29 — — — — 9 „ Zehnten, Grundrenten und anderen Gefällen.......... 3619 33 3624 11 4 78 — — 10 Von verkauften Baumaterialien und 11 Mobilien......... 170 — 992 43 822 43 — — Kapitalzinsen.......... 3387 86 2792 86 — — 595 — 15 Einzugsgeld.......... 300 — 50 —* — — 250 — 16 Feuereimergeld......... 120 — 42 — — — 78 — 17 Pflaster-, Weg- und Brückengelder . . 685 71 685 71 — — — — 18 Mtethe von Markt- und anderen öffent lichen Plätzen........ 2500 — 2969 30 469 30 — — 19 Faßeich-, Meß- und Waage-Gebühren 1365 — 1745 58 380 58 .— 21 Octrot............ 58448 — 81929 34 23481 34 — — 22 Schul- und Holzgeld und sonstige Set 44 80 trage zu den Schulkosten .... 42295 64 50393 8097 —. — 25 Hundesteuer.......... 1933 33 2145 — 211 67 — — 26 Ersatzposten........ • — — 240 21 240 21 — — 28 Für Hülfsbedürftige....... 595 72 595 72 — — — 33 Einquartierungsgelder...... 3000 — 5714 15 2714 15 — —- 34 Strafen wegen Schulversäumnissen . . 41 — 125 80 84 8(1 — — 35 Forst-, Feld , Polizei- u. Defraudations 2490 strafen.......... — 3590 36 1100 36 — — 36 Für Formularien...... 30 — 40 — 10 — — — 37 Strafen gegen städtische Bedienstete er- ~ * könnt ............. — — 1 — 1 — ■— — Summa 282976 54 389820 16 107766 63 923 — Außerordentliche. 41 Zurückzuempfantzende Kapitalien . . . 60428 57 38428 57 — — 22000 _ 42 Neu aufzunehmende Kapitalien . . . 131473 — 138700 — 7227 — — — 43 Von verkauften Häusern und Gütern . 11089 45 15780 — 4690 91 — — 46 Ersatz der von der Stadt bestrittenen - Kosten für Arbeiten auf dem Burg- graben .......... 1348 56 1348 56 — — — 47 Beitrag zu den Kosten des landw. Festes im Jahr 1875 ........ — — 257 14 257 14 — — 48 Kriegskosten, nachträgliche Vergütung . — — 429 44 429 44 — — Summa 204339 58 194944 07 12604 49 22000 — Umlagen. 53 Auf das gesammte Communalsteuer- kapital der Einwohner u. Forensen 113166 98 114006 27 839 29 — —— 54 Auf dasselbe zu den älteren Kriegs- schulden .......... 14489 57 14598 11 108 54 — — 55 Allgemeine evangelische Kirchensteuer . — — 8386 10 8386 10 — — Summe der Umlagen 127656 55 136990 48 9333 93 — — Wiederholung. Ordentliche Einnahme...... 282976 54 389820 16 107766 63 923 _ Außerordentliche Einnahme .... 204339 58 194944 07 12604 49 22000 — Umlagen.......... 127656 55 136990 48 9333 93 — — Hauptsumme aller Einnahmen 614972 67 721754 71 129705 05 22923 —- (Fortsetzung folgt) Theater. Dr. Schwettzer's geistreiches Lustspiel, Die Darwinianer, welches seiner Zeit den ersten Preis gewann, verdient eine ganz besonders warme Empfehlung. Das Stück, auf der Lehre des berühmten Darwin fußend, bringt unendlich viele durch jene Theorie herbetgeführte komische Situationen und Verwickelungen, daß man fast nicht aus dem Lachen herauskommt. Dabei ist es von einer Einfachheit der Handlung, Glätte der Diction und trefflicher Characterzeichnung, daß die Darwinianer wohl den ersten Preis verdient haben. Dazu gegeben wird das Erstlingswerk eines hiesige» Studenten, welches bereits vor ca. 3 Wochen in Marburg durch Herrn Dir. Kurde die Feuertaufe erhielt. Das Stück gefiel daselbst ausnehmend durch seine heiteren, flotten Situationen, durch die prächtigen Studentenschwänke, den heiteren Humor unb die allerliebste Verwickelung. Der Umstand, daß der Verfasser der falschen Brillanten ein hiesiger Musensohn ist, und selbst in studentischen und bürgerlichen Kreisen eine allgemeine Beliebtheit genießt, wird dem Stücke von vornherein einen günstigen Erfolg sichern, und so den Autor bewegen, nach der Vorstellung sein Inkognito abzulepen. T h e a t p r. □ Der Mittwoch Abend brachte uns »Orpheus in der Unterwelt", Operette von Jaques Offenbach, welche nur an größern Bühnen aufgeführt werden Fann. Es wundert uns genug, daß Herr Cur de, durch derartige unmögliche Aufführungen, einen Genuß verspricht, und sich selbst der Täuschung bingtbt ein besetztes Haus zu erzielen. Ueber die Aufführung selbst können wir uns nicht näher einlassen, da wir bet der Finale des 2. Aktes uns in den »Circus Renz" versetzt glaubten. Wir wollen daher nochmals die wohlgemeinte Warnung Herrn Dlrector Cur de zum Bedenken zurufen: Geben Sie gute Lustspiele und ausführbare kleine Operetten und Singspiele so wird sicherlich das Publikum Ihr Bestreben reichlich unterstützen. Die öffentliche Meinung! Handel und Verkehr. Frankfurt, 16. Jan. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war ziemlich be fahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner JL 2—3, Stroh per Centner «X 2, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 80—85H, 2. Qual. 75—80 H, im Detail 1. Qual. 1.—, 2. Qual. /z pCt. billiger, als seine Concurrenz verlausen f» n: können i Indem derselbe mii Conciireenz jedenfalls hier bestehende W Geschäfte, mithin au» das meinige meint bemerke, daß ich nur gegen » Baar ohne Rücksicht aus Quantität eintaufe und fehlerfreie Waaren U billiger, als derselbe anzeigt, verkaufe. » JSorits Meie feefkeim» g Brennholz 253) Stück, Knubbel, Rufi- und melirte Kohlen, von 25 Ctr. an frei an das Haus geliefert, klein gemachtes und im Raummeter, empfehle zu den billigsten Preisen. Bei Entnahme von ‘/l und ‘/2 Waggons Zechenpretse. JO/». FiKCfH‘1% 292) Der II. Stock memes Hauses tin Ganzen oder auch getrennt ist zu vermiethen und sofort au beziehen. Gg- R u ckstuhl Wittwe, Gartfeld- Buchenscheithol; per Raummeter JL 11. tz». kleingeschnüteu, per Rmtr. F. 12, tzo. kleingemacht, „ „ do. per Ctr. M. 1,50, Tuch und Buckskins in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung Ludwig Lung, Marktstrasse 25. Ausverkauf: Winter-Buckskin und rein Woll-Ratine von Jt 4 an, Berlin. Double für Frauenjacken u. Joppen von JL. l,bU an, 224) Engi. Ratine und Melton von JL 2,60 an per Elle. Meine so beliebt gewordene, nicht durchsichtige aber wirklich gehaltvolle „überall als vorzüglich anerkanntes # Universal Gluccrnif eise emsfeble für Jedermann als mildeste, blll.aste und für »le Gemndhett der gaul: äi.< räa « te Was»s"st per Stück 15, 20 und 30 4 Unentbehrlich zum Waschen für Kinder. Fabrik von H P. Beklag m uos.urr- Murktv atz Alleinige Niederlage bei Herrn Gg. W.lh. Wc.d.g, Marktplatz. 281) Der Unterzeichnete empsteblt sich hiermit einem geehrten Publikum im Vlu^ setzen von Ocfen, Herden sowie in der Herrichtung aller Arten von SeuetU’f gen. äugle-» besorgt Der elbe das Rei niaen von Feuerungen auf s Pünktlichste. Bestellungen wolle man bei Herrn Rü g er, am Kreuz, sowie im „TaunuS" in der Brand gasse, abgeben. „ „ , , Martin Melchior, wohnhaft bei Herrn Bäcker Eger am Linbenplatz._________<_ 326) Lumpen, Werg, Metall rc kauft Louis Rothenberger, Neuenweg. __________... - 303) Für ein hiesiges Manufactur-6escbäst ein Lehrling zum baldigen Etntrstt gesucht- Offerten unter K. 412 besorgt die Exped- d. Bltts._______ 335) Ein Elavter, womöglich Pianino wird sofort zu miethen gesucht. - Adr. in der Exped. d. Bltts. . Wermietfiungen. 332) Ein Mansardenlogis, bestehend aus 2 Zimmern, Kammern, Küche, rc. ist an eine ruhste Familie zu vermiethen. __II. Bepler, LudwigSstraße. 357) Ein möblirtes freundliches Zimmer zu vermiethen- Näheres Restauration Bramm, Vorderhaus. 355) Ein kleines Familienlogis per 15. Februar beziehbar, zu vermiethen. El i as Br ei er Wittwe. Frische Schellfische eingetroffen. C364 j. A. Busch. Sohne. Wriste voi hänge älter Art, Ro-.leaur-Drell in den gangbarsten Dessins- Anfertigung feder Decoratlons - Arbeit IN gefchmackoollster Ausführung, bei 170) Tb- Brück, Kanzleiberg B. 1. Neu! Papier-Anftuchter, Neu! Leveson Patent. Hierdurch empfehle den mir am 22./1. 1877 patentirten C’opirbuch- Anfeuchter, als unentbehrlich für Aeilgeöotenes. 356) Guten Aepfelwein wieder im gopf hei C. Roth, Neuen Banen. Zu verkaufen. Ein Fasselocks, 2-/4 Jahr alt, Berner Bast- art, Rothscheck, steht wegen Beendigung der Pachtzeit zu verkaufen bei tdDd H. Neunobel, Stangenrod. ~8Ö) Möblirtes Zimmer, sofort beziehbar zu vermietben.__Vit. D- 85. 121) In dem Getle'schen Hause am Seltersberg ist die Mansardenwohnung sofort zu vermiethen durch M- Loefer, Liqueurfabrikant. 261) Ein freundliches Familtenlogis mit allem Zubehör, sowie mehrere einzelne Stuben sind zu vermiethen bei Herm. Euler, Mäusburg. 354) Der zweite Stock, sowie die Man: sarde des früher vr. Klein'schen Hauses am Neuenweg, von Herrn Regier. Rath Haberkorn bewohnt, ist per la. April im Ganzen oder getrennt anderweit zu vermiethen.___Keck. 365) Ein möblirtes Zimmer zu vermie- then bei________Fr. St_ooj, Asterweg.^ 371) Eine kleine Familienwohnung mit Scheuer, Stal lung unv Garten per 1. Aprr nt vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._________ 338) Ein Familtenlogis zu vermieden. Seltersweg C- 192. IVfirme Beider. 359) Die Abonnement Karten von 1877 können noch bis Ende dieses Monats verbraucht resp. umgetauscht werden; nach dieser Zeit sind dieselben ungültig. Andr. Euler. I jedes Comptoir. Derselbe vereinfacht das bis her so umständliche Anfeuchten der Copir-Papiere dadurch, daß er Pinsel, Schwamm und Wasserbehälter in sich vereinigt pÄ und ist einmaliges Anfeuchten desselben für monatelangen Gebrauch hinreichend. Köln, Faul Leveson. Detail-Verkauf: bei der Expedition des Gießener An zeigers ä 2 ___ Hierauf: Neu! Neu! Die tatschen Brillanten, Lustspiel in 1 Act von einem 327) Ein kleines Logis und ein möblirtes Zimmer auf gleich zu vermiethen. Linbenplatz 244. 294) Das Logis in meinem Nebmhause ist anderweitig zu vermiethen und kann am 1. März bezogen werden. __Christiane Auchler. 51) Eine Wirthsckaft verpachtet J. Blitz« Für eine im Schwarzwold wohnende c kinderlose Familie wird ein braves, im Kochen erfahrenes Mädchen gesucht. . Näbeies bei (368 Frau Minna Heute xreitay, Afiend Uhr: im Schipka-Pass. 362) Das Flechten von Stroh- unb Rohrstühlen, Anfertigen aller Gattungen in Stühlen von den gewöhnlichsten bis zu feinsten wird prompt und reell ausgefübrt von Phrlrpp Henkel, Stuhlmacher in dem Hause des Herrn Julius Strack am Walltbo^ 324) Die Unterzeichnete empfiehlt 'ich hiermit einem geehrten Publikum im Kle»- dermachen, sowie in allen sonstigen weiblichen Arbeiten und bittet um recht zahlreiche geneigte Aufträge Auch nimmt Herr Carl Faber am Markt Austräge für mich intgegen. Minna Ffther, Marburger Stratze. ,S Lehrling unter günstigen Beoi' gungen lucht von : Fr. Hennings. Bäcker. Srltkrsweg- 360) Ein wachsamer Rattenpinscher . wird zu kaufen gesucht. Von w ,lllb di'S »irft 6 hs'*et für BtS'W *'•» Id L 5*<4 daher