0fo. 163. Mittwoch, den 17. Juli 1878. WchÄer Wyeiger lusik etc. llAmme. Holle, iften. ur lverden im rten Schuhten. ;el, kfurt o, M. Itlicbe vidiff, er mb Sandstein et Ausführung zv ihahn, berbrechen, ivigsbahn, grantturt a.M). nn Pros. Dr. Lorey m v. Klip stein» Straße Nr- 4, ist W Miethen.____ ialS Ronstadt'schell ij-von2LtiMernrc. ' R. Scheck. -idjtn Hause an bet st tut untere Stock yi i w. Befliß 16 20 16 16 9 4 -— \> O, iU 63 6i 52'^ enWngcrteßubwtflg: MZ «Ä- ^Ä«3* wnotiiij AMge- uni) AmtsMt sm de« Kreis Eieße«. RedactionSbureau r Gartenstraße B. 165. ExpeditionSbureaur Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheik. Gießen, am 12. Juli 1878. Betreffend: Die Reichstagswahlen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 11. d. Mts. in Nr. 161 des Gießener Anzeigers empfehlen wir Ihnen noch Folgendes zur genauesten Beachtung: 1. Spätestens bis zum. 22. Juli haben Sie in ortsüblicher Weise bekannt machen zu lassen, daß die Wahlen zum Reichstage im ganzen Reiche am 30. Juli l. I. stattfinden und daß die Wahlhandlung um 10 Uhr Vormittags beginnt und um 6 Uhr Nachmittags geschlossen wird. Gleichzeitig trotten Sie unsere Bekanntmachung über die Bildung der Wahlbezirke rc. vom 13. v. Mts. in Nr. 136 des Gießener Anzeigers soweit dieselbe Ihre Gemeinden betrifft, nochmals publiciren. 2. Das Haupt-Exemplar der Wählerliste mit den dazu gehörigen Belegstücken hat der Großh. Bürgermeister bei den Bürgermeisterei-Acten sorgfältig aufzubewahren, das zweite Exemplar dagegen da, wo er selbst Wahlvorsteher ist, zum Zweck der Benutzung bei der Wahl an sich zu nehmen, andernfalls dem Wahlvorsteher zuzustellen. 3. Die Wahlvorsteher haben aus der Zahl der Wähler ihres Wahlbezirkes einen Protocollführer und drei bis sechs Beisitzer, welche aber kein unmittelbares Staatsamt bekleiden dürfen, zu ernennen und dieselben spätestens am 27. Juli l. I. einzuladen, am Wahltage zur Bildung des Wahl-Vorstandes so zeitig im Wahllocale zu erscheinen, daß die Wahlhandlung um 10 Uhr Vormittags beginnen kann. 4. Bet der Wahlhandlung selbst ist nach, den §§11 bis 21 des Reglements vom 28. Mai 1870 (Bundesgesetzblatt Seite 275) zu verfahren und über die Wahlhandlung ein Protocoll nach dem Ihnen bereits mitgetheilten Formular, welches daher den Wahlvorstehern mitzuthetlen ist, aufzunehmen. , - 5. Dieses Wahlprotocoll mit sämmtlichen zugehörigen Schriftstücken, nämlich der Gegenliste (§ 18 des Reglements) der Wählerliste, welche beide von dem gesammten Wahlvorstande zu unterschreiben sind und denjenigen Stimmzetteln, in Betreff deren es einer Beschlußfassung des Wahlvorstandes bedurft hatte, (§ 13 des Gesetzes vom 31. Mai 1869) ist ungesäumt, jedenfalls aber so zeitig an den unterzeichneten Wahl- Commiflär einzusenden, daß daffelbe spätestens im Lause des 2. August l. I. in deffen Hände gelangt. Die Wahlvorsteher sind für die pünktliche Einhaltung dieser Vorschriften verantwortlich und daraus von Ihnen ganz besonders aufmerksam zu machen. Ueberhaupt werden Sie 6. die Wahlvorsteher nach vorstehenden Bestimmungen genau bedeuten und denselben eine Wahlurne, sowie mindestens drei Tage vor der Wahl ein Exemplar des Wahlgesetzes (Bundesgesetzblatt Nr. 17 von 1869) und des Wahlreglements (Bundesgesetzblatt Nr. 17 von 1870) zum ....... Gebrauch und zur Auslegung im Wahllocal zustellen. 7. Unfehlbar Pis zUm 23. d. Mts. erwarten wir Jhiren ^VcricK^ daß Sie die vorstehenden Anordmurgen befolgt haben. Dr. Boekmann. Gi eßen, am 12. Juli 1878. Betreffe nd: Die Errichtung von Arbeiter-Hülfskassen auf dem Lande. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wenn in Ihren Gemeinden Arbeiter Hülfskaffen bestehen, wollen Sie dies längstens bis Ende dieses Monats unter Angabe ihrer Einrichtung, am Besten durch Beischluß des Statuts, berichten. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 10 des Regulativs vom 26. Februar 1875 der Kreisausschuß während der Zeit vom 21. Juli bis 1. September Ferien hält. Während dieser Ferien können in öffentlicher Sitzung nur schleunige Sachen zur Verhandlung gelangen, dagegen wird der Lauf der gesetzlichen Fristen dadurch nicht unterbrochen. Gießen, den 9. Juli 1878. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Die Organisation des Polizeiaufstchtsdienstes in der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Bei der am 1. October l. I. zur Handhabung des Polizeiaufstchtsdienstes in der Stadt Gießen zu errichtenden Schutzmannschaft find die Stelle eines Polizei-Wachtmeisters und eine Anzahl von Schutzmannsstellen zu besetzen. Zur Aufnahme in die Schutzmannschaft werden nach §. 9 des Reglements vom 1. Juli 1878 unter Anderem in der Regel erfordert: a. ein Alter von mindestens 25 und höchstens 35 Jahren, b. körperliche Gewandtheit und völlige Gesundheit, c. guter Ruf und günstige Zeugnisse über seitherige Führung, d. Kenntniß im Lesen und Schreiben, e. vorschriftsmäßig abgeleisteter Militärdienst. Die Mitglieder der Schutzmannschaft haben an Gehalt zu beziehen: 1. der Polizei-Wachtmeistet 1400—1600 Mark, 2. für die Schutzmänner werden 3 Gehaltsklassen zu 1150, 1200 und 1250 Mark gebildet. Als Beihülfe zur Beschaffung der Uniformsstücke erhält jedes Mitglied der Schutzmannschaft aus der Stadtkaffe ein für allemal 150 Mark. Bewerber um die zu besetzenden Stellen haben sich unter Beifügung der erforderlichen Zeugnisse und einer Beschreibung des Lebenslaufes bis zum 1. August l. I. schriftlich bei der unterzeichneten Behörde zu melden und persönlich vorzustellen. Gießen, den 12. Juli 1878. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Der Appell der Regierung an das Volk. „Am 11. Juni hat der Bundesrath den Antrag Preußens auf Auflösung des Reichstages einstimmig zum Beschluß erhoben. Die Anschauungen, auf welche sich der preußische Antrag gründet, sind von den verbündeten Regierun gen acceptirt worden und lasten über deren Absichten keinen Zweifel. Die tendenziöse Wahlagitation der Presse einer gewissen Richtung hat sich indeffen geflistentlich bemüht, den jenem Entschluß zu Grunde liegenden Erwägungen Motive unterzuschieben, welche ihnen gänzlich fremd sind. Die national-liberale Partei ist seit der Gründung des deutschen Reichs besten Hauptstütze gewesen und hat als Krystallisationspunkt der reichstreuen Elemente der Regierung ihren dauernden und erfolgreichen Beistand geliehen bei der Abwehr destructiver Bestrebungen und reichsfeindlichen Angriffe aller Art. Ebenso hat sie durch dae Vertrauen, welches sie stets der Retchsregierung entgegengebracht, und welches von dieser voll erwidert wurde, ein gedeihliches Zusammenwirken von Regierung und Volk ermöglicht und dadurch den Ausbau und die Kräftigung des Reichs nach Innen und nach Außen wesentlich gefördert. Ein Beweis davon ist die ausdrückliche Zustimmung, welche die Majorität des Reichstags noch im Februar dieses Jahres der Regierung in Bezug auf ihre Politik in der Orientfrage aussprach. Um so befremdlicher war das Mißtrauen, welches die Führer der national-liberalen Fraktion gegen die Leiter der Reichsregierung in den letzten Reichstags-Verhandlungen offen kundgegeben haben, und die unerwartete Schärfe in der ablehnenden Haltung der Fraktion gegen die Vorlage des Socialisten. Gesetzes. Die Regierung mußte daher in ihrer constitutionellen Anffastung glauben, zur Auflösung gezwungen zu sein, um zu ermitteln, ob das Mißtrauen nur bei denen vorhanden war, die es aussprachen oder auch in Wählerkreisen. Das Recht, Attentate zu fürchten, lag schon vor dem ersten Versuch vor, und die Regierung hat verschiedentlich darauf hingewtesen. Nachdem diese Besorg- niß sich verwirklicht hatte, hat die Regierung die Mittel, welche sie gegen das Umsichgreifen der Socialdemokratie und gegen weitere ähnliche Verbrechen brauchte, vom Reichstag verlangt, aber nicht erhalten. Das zweite Attentat hat in der Sachlage nichts geändert, sondern war nur ein Beweis für die Nothwendigkett des eingebrachten Gesetzes. Es konnte aber nicht zu der Annahme berechtigen, daß der Reichstag nunmehr zu dem eben abzelehnten Gesetz seine Zustimmung geben würde. Die Regierung wollte auch den Volksvertretern eine solche Zumuthung gar nicht stellen, vielmehr war die Auflösung eia Entgegenkommen ihrerseits, damit die neugewählten Abgeordneten sich inzwischen der Billigung ihrer Wähler für eine veränderte Bestimmung versichern konnten. Diese Erwägung allein hat die Regierung veranlaßt, mit der Neuwahl vor das Reich zu treten, damit die national-liberalen Wähler sich darüber erklären können, ob sie gegen Ausnahmegesetze eine derartige principielle Abneigung hegen, daß sie den Zwang der Maßregeln, welche lediglich dem Treiben der außerhalb jeder staatlichen Ordnung stehenden socialdemokratischen ^ecte Einhalt gebieten sollen, und dem ganz ruhigen und reichstreuen Bürgerthum auferlegen und dieses auf, eine Stufe mit jenen Elementen der Vernichtung stellen wollen. Wünschen sie ferner, daß, aller praktischen Erfahrung anderer Länder entgegen, unser Wohlstand, die Frucht unserer Arbeit dem Princip absoluten Freihandels geopfert und zu einer Ausbeute für das Ausland gemacht werde, oder wollen sie die Regierung unterstützen bei Neubelebung und Pflege deutscher Arbeit, deutschen Handels und deutscher Industrie durch Einführung einer wenig drückenden unh wirksameren Steuer und Zollgesetzgebung, als der bisherigen? Zur Erreichung dieses Zieles hat die Reichsregierung die Absicht, daraus hinzuwirken, daß all- mählig die Last der directen Staatssteuern durch Einführung von bequemeren indirecten Steuern womöglich gänzlich beseitigt und die Ueberwetsung der Klaffen-, Grund- und Gebäudesteuer, vielleicht auch eines Thetles der Einkommensteuer an die Gemeinden herbeigeführt wird. Die Aufnahme dieses Planes durch die Volksvertretung würde eine erhebliche Steuererleichterung anbahnen und namentlich die bisherigen Communalsteuern wesentlich ermäßigen. Zu einer normalen Gestaltung des Staatslebens muß aber vor Allem die Socialdemokratie unschädlich gemacht werden, weil gerade sie es ist, welche den Gewerbfleiß und die ordentliche Arbeit unterdrückt, indem sie die mittellose Bevölkerung quf den Weg des Verbrechens als einziges Mittel zur Besierung ihrer Lage hinweist und die schlimmsten und am leichtesten regbaren menschlichen Leivenschaften, den Neid und die Habsucht, in einer Weise beschönigt, daß dem ungebildeteren Auge die Abgründe verdeckt werden, zu, welchen der von jenen gewissenlosen Agitatoren angezeigte Pfad führt. Wenn man gestattet, daß sich fortwährend Stimmen erheben, welche die Grundlagen unserer Gesellschaft, die Familie und das Eigenthum, für null und nichtig erklären, so ist es kein Wunder, daß jedes Gefühl der Strafbarkeit der Verbrechen sich abstumpft, und diß es bequemer gefunden wird, von Anderen zu nehmen, was von Rechtswegen durch redliche Arbeit erworben werden soll. Die Socialdemokratie, welche Ziele wie die an» gedeuteten verfolgt, ist aber eine in ihren Tendenzen so unverkennbare und von staatlichen Elementen so deutlich zu unterscheidende Kategorie von Ordnungsfeinden, daß Maßregeln gegen sie ohne Gefahr von Unklarheiten mit Erfolg in Form von Ausnahmegesetzen ergriffen werden können. Die Anhänger der Ordnung sollen in ihrer Handlungsfreiheit nicht durch solche Gesetze beschränkt werden. Ausnahmegesetze sind allerdings ungewöhnliche Maßregeln und werden ungern angewandt, tndesien ist auch die Lage des Augenblicks eine außerordentliche. Unser Staatsgebäude ist sehr fest gezimmert, und steht aus so sicheren Grundlagen, wie irgend eines: man darf sich jedoch nicht verhehlen, daß auch das solideste Gefüge durch fortgesetztes Rütteln in's Schwanken kommt. Und wenn es stürzt, trifft die Schuld daran nicht weniger Die, welche Stützen ver-i weigert haben, als Die, welche bet der Zerstörung mitgewirkt haben. Was die vielfach hervorgetretene Unterstellung betrifft, daß die Regierung mit den Neuwahlen eine Reform der jüngsten Kirchengesetzgebung bezwecke, so zerfällt diese Insinuation schon von selbst, da der Reichstag sich mit diesem Gebiet gar nicht zu befaffen hat. Wie dem aber auch sei, die Regierung wird niemals die in den letzten Jahren von ihr der römischen Kirche gegenüber vertretenen Anschauungen ändern, sondern die Rechte von Kaiser und Reich treu wie bisher gegen die Uebergriffe einer herrschsüchtigen Hierarchie wahren. Den Wählern aber fällt als Hauptaufgabe zu, daß sie durch ihre Wahlen bekunden, ob sie ,ur Regierung noch das bisherige Vertrauen haben oder nicht." Deutschland. Berlin, 14. Juli. Die Ungeduld, mit der die öffentliche Meinung auf die Beendigung der Untersuchung der Kieler Marine-Commission über den Zusammenstoß des „König Wilhelm" und des „Großen Kurfürst" im Kanal gewartet hat, wird, wie wir hören, in allernächster Zeit befriedigt werden. Der Abschluß der Untersuchung steht bevor und wird der Bericht der mit derselben betrauten Commission im Laufe dieser Woche an den Chef der Admiralität gelangen. Die gerichtliche Untersuchung wird alsdann nicht länger auf sich warten laffen. München, 13. Juli. Die Kammer der Reichsräthe nahm heute den Gesetzentwurf, betr. die Niedersetzung eines Ausschuffes zur Vorberathung der Einführungsgesetze zu den Retchsjustizgesetzen einstimmig in der Faffung der Abgeordnetenkammer an. Serbien. Kragujevatz, 12. Juli. Die Skupschtina hat nach einer vierstündigen Debatte den Adreßentwurf der Ausschuß-Majorität einstimmig angenommen, nachdem der Minister Gruic die Skupschtina ermahnt hatte, aus Opportunität und im Jnteresie des Landes die event. Congreßbeschlüsie nicht anzugreifen. letrgraphischr Depesche». Wagner'S telegr. Eorrespondenr-Burearr. Berlin, 15. Juli. Gortschakoff wird heute um 1 Uhr von der Kaiserin, um 2 Uhr vom Kronprinzen empfangen; derselbe wird voraussichtlich Mittwoch nach Wildbad abreisen. Fürst Bismarck reist heute Abend nach Kissingen ab. Gestern Nachmittag 3 Uhr fand eine Sitzung des Staatsministeriums statt. Waddington verläßt heute Abend Berlin. Ruffell ist mit seiner Familie heute Vormittag nach Potsdam übergesiedelt. Der englische Botschafter in Wien, Elliot, ist gestern dahin zurückzereist. Der französische Botschafter in Wien, Vozud, ist gestern hier eingetroffen. — Die „Post" publtcirt den Originaltext des Berliner Vertrages und bemerkt dazu, daß diese Veröffentlichung durchaus keine ofstcielle sei, da die Rechtsverbindlikeit des Vertrages erst mit der Ratification durch die betreffenden Monarchen beginne; die „Post" glaubt indeffen versichern zu können, daß der Text richtig wiedergegeben ist. — Die „Nordd. Allg. Ztg." und die „Nat.-Ztg." veröffentlichen ebenfalls Den Berliner Vertrag; erstere jedoch nur theilweise, und indem sie ausdrücklich hinzufügt, daß der Vertrag in der am Sonnabend vollzogenen Form nur den Charakter einer ofstciösen internationalen Vereinbarung habe, welche erst nach Bestätigung Seitens der Souveräne, resp. des Präsidenten der französischen Republik, die Gültigkeit eines völkerrechtlichen Vertrages erlange. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die vom Reichskanzler bei Schluß des Congreffes gesprochenen Worte werden überall in Europa, wo man irgend Werth auf Erhaltung des Friedens legt, mit aufrichtiger Genuzthuung gelesen werden. Das mehrwöchentliche persönliche Zusammenwirken der europäischen Staatsmänner, der zwischen ihnen bestandene, den Congreß überdauernde freundschaftliche Verkehr gewähren so außerordentliche Bürgschaften, wie sie dem Welttheile in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wohl noch nicht geboten find. In ganz besonderer Weise haben neben Schuwaloff die Vertreter der im Orient nicht unmittelbar betheiligten Mächte Frankreich und Italien, Waddington und Corti, ein hohes Verdienst um die erzielte Vereinbarung erworben, ein Verdienst, welches hoffentlich in ihren Heimathsländern und Seitens der politischen Parteien derselben ebenso gewürdigt werden wird, wie es Seitens der Vertreter aller anderen europäischen Mächte aufrichtig dankbar anerkannt worden ist. München, 15. Juli. In dem heute zu Rom abgehaltenen Conststo- rtum wurden der neue Erzbischof für München und für Speyer präconistrt. Rom, 15. Juli. Außer den Bischöfen von München und Speyer ernannte der Papst im heutigen Conststorium noch viele italienische und ausländische Bischöfe, sowie solche in part. infid. Wien, 15. Juli. Meldungen der „Polit. Corresp." Banjaluka, 14. d. Die Pforte hat die hiesige türkische Behörde angewiesen, der türkischen Bevölerunz bekannt zu geben, daß die österreische Armee mit den freundschaftlichsten Absichten einrücken werde und die Beziehungen zwischen der Pforte und Oesterreich die freundschaftlichsten blieben. Indem der Gouverneur von Banjaluka dies der Bevölkerung mittheilte, befahl er gleichzeitig allen District- Kai makams, die österreichischen Truppen durchaus freundschaftlich zu empfangen. Die Bevölkerung hat sich beruhigt. Auch die bosnischen Insurgenten sind trotz gegentheiliger Einflüffe geneigt, sich den Congreßbeschlüffen und dem österreichischen Occupations-Commando zu unterwerfen. — Serajewo, 15. d. Auch hier ist ein günstiger Wechsel der Stimmung etnzetreten. Dem baldigen Einmärsche der Oesterreicher wird mit Befriedigung entgegengesehen und haben dieselben einen guten Empfang zu gewärtigen. — Cattaro. In Besorgniß eines Angriffs aus Skutari verstärken sich die Montenegriner an der albanestschen Küste. Der Fürst von Montenegro begibt sich demnächst nach Niksic. Rom, 15. Juli. Im heutigen Consistortum verlas der^Zapst eine geheime Allocution über die jetzigen Verhältnisse des päpstlichen Stuhles gegenüber den einzelnen Mächten, andeutete auch sein Verhalten und befragte die Cardtnäle wegen Billigung deffelben. Die Curie entsendet demnächst mehrere Priester nach Bosnien und der Herzegowina zur Einrichtung von Pfarren und Diöcesen. Kragujevatz, 15. Juli. Die Skupschtina votirte dem Ministerium Indemnität für die während des Kriegszustandes erlaffenen Gesetze und beschloß, daß einige Kriegsgesetze nach Proclamirung des Friedens nur zwei Monate in Geltung bleiben, in den eroberten Gebieten aber bis zu verfaffungsmäßiger Aenderung Kraft behalten sollen. — Minister Ristic wird Freitag erwartet. Loudon, 15. Juli, Abends. In Oberhause erklärte der Präsident des Geheimen Rathes Richmond, auf Befragen Granotlle's: die Congreßbevoll- mächtigten hofften am Dienstag in London einzutreffen; die Regierung werde sodann am Donnerstag dem Hause eine Mittheilung machen. London, 15. Juli, Abends. Im Unterhause wurden verschiedene Interpellationen angekündigt bezüglich derjenigen Bestimmungen der Vieheinfuhr- Vorlage, wonach für die Einfuhr von Vieh aus Frankreich und Belgien Beschränkungen gelten sollen, welche auf andere Länder nicht angewendet werden. — Otway tbeUte mit, daß er morgen an die Regierung die Interpellation zu richten beabsichtige, ob Rußland die Forderung wegen Zahlung einer Kriegskosten-Entschädigung von 40 Mill. Pfd. aufgegeben und ob die Regierung Schritte zum Schutze der Gläubiger der Türkei gethan habe. — Auf bezügliche licht u. ftQl Wr auf "«stündige« ^genommen Opportunität greifen. lr von der Kai, voraussichtlich »te Abend nach 'es Ltaatsinini- ist mit feiner K Botschafter '*7e Botschafter Vertrages unb ^e sei, da die .die betressenden Men, daß der Glichen ebenfalls ste ausdrücklich r $orm nur den welche erst nach der stanMschen qe. keichskanzler bet Mropa, wo man er Genugthuung »irken der euro- eß überdauernde en, wie ste dem h nicht geboten Vertreter der im ^talun, Wad- baxm erworben, und Seitens der wie es Seitens mtbar anerkannt chaltem Conststo- irr präconistlt. ; und Speyer er, sche und auslän- Banjaiuka, en, der türkischen den freundschnst- n der Worte und rneur von Banja- ig allen Districl- H4 iu empfangen, urgenten sind noh nt bem 68«"* 15. b. k mlbtgen ?!•* biel5 WwO- ®" ... Bip? eine ge> «’S Unb besi-zt« di -XS5 »$Ä Li «• y*tT PrO-nt irit per ?L-d' , gtegierung ’S«*# 5«Ä «6 ,uf ** jlnfraae erklärte Minister Croß, der Berliner Vertrag werde dem Hanse heute rorgelegt werden; aus demselben sei die russische Grenze in Armenien ersichtlich. Lokal-Notiz. «ießen. 16. efuni. Fräulein Natalie Köhler hat gestern trte von ihr avge- kündiate Vorlesung von Sophokles Antigone vor sehr zahlreich versammeltem Publikum In Ker arotzen Aula der Universität gehalten. Die Art wie die Künstlerin — denn dksenNamen müssen wir ihr beilegen - die schwierige Aufgabe geloü hat^ ließ sowohl eine unaewähnliche Begabung für solche Vorträge, als auch ein ernstes Studium und tiefes Eindringen in den Geist der antiken Tragödie erkennen. Fraulein Kodier hat s^^krstandm durch maßvollen Vortrag, die gewaltige Gesammtwirkung der unsterblichen Dichtung zu voller Geltung zu bringen. Die einzelnen ©eenen gibt sie abaerundet und lebhaft wieder und es gelingt ihr dabei die Charactere der redenden Versoren meisterhaft zu zeichnen. Ganz besonders bewunderswertb ist es, daß uns von ?ner Dame nicht nur die Frauengestalten der Antigone und Jsmene, sondern vor Allem^uch die Gestalt Creon's in so plastischer Weise vom Anfang bis zum Schluß Ker Traaödie oorgefübrt wurden. Die Wirkung der Chorgesange und einzelner bewegter Tbelle des Vortrags wurde durch Clavierbeqleitung (nach der trefflichen Mendelsfohn'fchen Compositton) unterstützt, für welche wir Frau vr. Hempel unfern Dank schuldig sind. ctÄber die Antigone nur in der so verdienstvollen Donnerschen Uebersetzung gelesen bat wird durch den gestrigen Vortrag die herrliche Dichtung näher gerückt worden sein. ' Mit Freude vernehmen wir daher, daß Fräulein Kohler wahrscheinlich auch noch König Oedipuö hier vortragen wird. «ieKen 16. Juli. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 18. Juli 1878, Stachmittags 4 Uhrr U 1. Die Vertheilung der Hastischen Stiftungs-Zinsen. 2 Die Quellenwasierleitungsarbeiten. 3. Unterhaltung des Grabes des Friedrich Lony. 4 Gesuch des Photographen Theodor Wode um Erlaubniß zur Anlegung einer Straße durch seinen Garten. 5. Gesuch wegen Ueberlassung des Ratbhaussoales. 6. Das Bauwesen des Commtfsionärs I. Blitz betreffend. 7. Gesuch des Karl Matth eis um Bauerlaubniß. 8. Desgleichen des Braumeisters Adolph Möller. 9 Gesuch desJacobHelfenbeinum Erlaubniß zur Errichtung eines Anbaues. 1(X Gesuch des Heinrich Capeller um Erlaubniß zur Anlegung einer Ein- 11. ®efu|UlbL M-tzgerm-isters Karl Plank um Erlaubniß zum Abheben einer Wegböschung. --------------------- Vermischte-. Hachenburg, 9. Juli. Anfangs der 70er Jahre begab sich ein hiesiger junger Zsraelite in die Nähe von Bonn, um daselbst bei einem Metzger in Dienst zu treten. Da fand er in Beuel bei Bonn ein Christenmädchen, welches alsbald bereit war, ihn zu beirathen und es dauerte denn auch nicht lange, da copulirte der katholische Pfarrer ton Unkel das jugendliche Paar. Der israelitische Bräuligam hatte sich sowohl seiner Braut als auch dem Pfarrer und Anderen gegenüber als katholischer Christ ausgegeben, batte auch in der katholischen Kirche gebeichtet, di- C-remoni-n derselben mit,-macht -c; - auch batte er sich den fatschen Namen Carl Metzger betgelegt. Leider sollte da» eheliche Glück der jungen Leute nicht lange dauern: im Jahre 1874 mußte der nun 20 Jahre «Ire Ehemann, dem mittlerweile ein Kind geboren worden war, ,UM Militär und in tzodlenz seiner dreijährigen Militärpflicht genügen. Al» ordentliche Ehegatten blieben di- jungen Leute nach ihrer Trennung in regem schriftlichen Verkehr und merkwürdiger Weise kamen sämmtliche Briese der Fran trotz des falschen Namens ihres Mannes, der in Coblenz als Soldat wieder Jude war und seinen rechten Namen führte, doch immer an ihren Mann Carl Metzger. Ja, als selbst die Frau ihren Mann in der Garnison bksachte, selbst da kam der Betrug nicht an den, Tag. Jm,Jahr 1876 von seinen hier Wohnenden Estern reclamirt, wurde der Jsraelite vom Mflitar entlassen, kam hierher in seine Geburtsstadt und begab sich alsbald wieder — in eine andere Ehe, diesmal mit einer Glaubensgenofsin. Seine erste Frau glaubte ihn noch immer unter dem Militär und batte keine Ahnung von dem ganzen an ihr verübten Betrug, bis ibr endlich vor einigen Wochen aus Zufall mttgetheilt wurde, ihr Mann sei ein Jude, heiße auch nicht Carl Metzger, sei auch nicht mehr in Coblenz, sondern lebe hier in Hachenburg und sei mittlerweile astders verheirathet. Auf's Tiefste erschreckt, eilt die Frau hierher und findet die kaum glaubliche Kunde bestätigt: allein der ihr angetraute Gatte behauptet, sie gar nicht zu kennen. Da ruft die Frau die Hilfe des Gerichts an und der Jsrae- lite wird mit ihr confronttrt; er leugnet abermals, sie zu kennen, wird aber von ihr sowM als auch vost den aus Beuel und Unkel hergekommenen Brautführerinnen auf das Bestimmteste recognoscirt; auch konnte die Frau als besonderes Kennzeichen ein Wundenmal am linken Arme ihres Mannes angeben. Der doppelt Verheirathete wurde nunmehr, da an dem von ihm verübten Verbrechen nicht mf?br zu zweifeln war, sofort an das Kreisgericht nach Dillenburg abgeführt, woselbst er sich noch heute befindet und die Untersuchungsacten bereits zu einem ansehnlichen Stoße angewachsen sein sollen. Daß er noch Helfershelfer bei seinem Werk gehabt, daß Schriftfälschung rc. mit dazu gehörte, daran ist wohl lficht zu zweifeln. (Rh. K.) Handel und Verkehr. Gießen, 16. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Nfd. JL 1.5, Hühnereier, per Stück 5—6 H, Enteneier, per Stück 6 H, Käse, per Stück 4—8 3i, Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Litet — 3>, Linsen, 1 Liter — H, Tauben, das Paar 70 H, Hübner, per Stück JL 1, Hahnen, per St. JL —.85, Enten, per Stück JL —, Kartoffeln, alte, 100 Kilo JL 5.50, neue Ji. 8. Ochsenfleisch 70—72 3i per Pfd., Kuh- u. Rindfleisch 58—60 3i, Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 56—60 3i, Hammelfleisch 65—70 3v Frankfurt, 15. Juli. (Fruchtberickt) Unser heutiger Markt war abermals ruhig, unsere Landwirthe beklagen sich sehr über schlechte Witterung. Weizen Prima- Qualität ab auswärts höher gehalten. Zu unseren Notirungen konnte man sich frequent versorgen. Mehl Nr. 1 JL 40, Nr. 2 JL 36, Nr. 3 32, Nr. 4 28, Nr. 5 JL 22, Roggen- mehl % (Berliner Marke) JL 22, do. II. (Berliner Marke) 19, Weizen, effect. hies. ab Bahnhof hier JL 23 00, ab unserer Umgegend JL 22.25—22.50, do. fremder je nach Qualität 20.25—24, Roggen je nach Qualität JL 15 00—17. Gerste 14 bis 19, Hafer JL 14.50—16, Kohlsamen Jfc 32 gefragt. Erbsen at 19—23, Wicken JL 15 bis 16, Linsen 17—23, Rüböl, detail, JL 74. Stimmung unsicher. Dringend offerirt: Getreide und Mehl. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht = 100 Kilo.) Frankfurt, 15. Juli. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ca. 350 Ochsen, 220 Kühe unb Rinder, 250 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 73—75, 2. Qual. JL 68—70, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 63—65, 2. Qual. 58—60, Kälber 1. Qual. JL 63-65, 2. Qual. JL 60 bis 62, Hämmel 1. Qual. JL 63—65, 2. Qual. JL 54—56, Schweine 58—60 3< per Pfd. Gültige Privat Banknoten. Die beschränkenden Bestimmungen des § 43 des Reichs-Bankgesetzes vom 14. März 1875 sind (nach den im Reichsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Privat-Notenbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Notenbank in München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4 Breslauer Bank in Breslau. — 5. Chemnitzer Stadtfrank in Chemnitz. — 6. Cölnische Privatbank in Cöln. — 7. Danziger Privatbank in Danzig. — 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main.— 9. Hannoversche Bank in Hannover. — 10. Leipziger Casseuverein in Leimig. — 11. Lübecker Commerzbank in Lübeck. — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. — 13. Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank in Dresden. — 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadt. — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken oder Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. Seitens der Nationalbank für das Gcoßherzogthum Luxemburg sind neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten in Aoschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach § 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft. Allgemeiner Anzeiger. AeUgeöolenes. 4343) Ein Gescbäfts-Haus am Selters- wea unter günstigen Beding, zu verkaufen. Näheres Neue Anlage C. 37,4, 3. ^tock- M egligehauben. «mpfiehlt in schöner Auswahl (4294 Julius Schulze. Universal Reinigungs-Salz. 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Wittwe Schneider, Hebamme, wohnhaft frei Herrn Nagel in der Brandgaffe. NB. Schellenzug befindet fich am Laden. Emi! Eise*h Droguen- und Dclicatcssen-Handlung, in bester Qualität zu den billigsten Preisen bei Carl Demuth, Neuenweg B. 183 3881) Unterzeichneter empfiehlt seine selbst gearbeiteten transportablen JioeMierfle in verschiedenen Größen zu den billigsten Preisen. Karl Noll, Schlosser, Flügelsgasse 94. i । der beste, wohlschmeckendste und gesundeste aller Ltqueure. /iftSCIlluD Erster Verdauungs- und Deffert-Liqueur. Schwachen Magen r* und bei träger Verdauung zu empfehlen. hinein crhll Elixir de ginseng. Chinesischer Kraftliqueur, nerven- LllllullleDVlllle stärkend. Bestes Mittel gegen Erschöpfung jeder Art. Elixir de Spessart. Ausgezeichneter Maqen-Liqueur. Diese, sowie alle übrigen Fleischmann’schen Liqueure empfiehlt linde nid Srliwiiiiiiiiiiisliill von L. Chr. Rübsaiwen eröffnet. Indem ich hiermit das verehrliche Publikum zum Abonnement einlade, bemerke ich, daß die Abonnements-Liste in der Anstalt zur gefälligen Einzeichnung offen liegt. Die Unterrilchtsstunden und Badezeit für die Schuljugend find an Wochentagen Vormittags von 10 bis 12 und Nachmittags von n bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur Vormittags von 7 bis 12 Uhr. versteigert werden: Brennholz Prüg-lh. t e a 3 Nutzholz B. Bau 168 Etchen-Stämme mit 40,74 Festmeter, if n 4362) oder Müller. 4355) bezahlte Jahres- Daheim K F. Zöller, Neustadt. mtkthen. 3739) 10,786,390. 21,565,604. Buchen Eichen Nadel Erlen 87 19 Die soeben erschienene Nr. 39 enthält: • e Stockh. e r 72 73 Reish. Wellen 2900 2000 450 u m m 112 150 nisse vorlegen können, suchen Stelle. Näheres bei Frau Müller, Löwenpasse 161. Versteigerungen. Donnerstag den 18. Juli, Morgens 10 Uhr, sollen iß« Pfandlocale dahier, drei neue Bterapparat>>, Hausmobtlien und eine Zrege an den Meistbietenden gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, 16. Juli 1878. Großh Oltsgericht Gießen. 4357) Von beute ab wohne ich bei Herrn Bäckermeister M. Lenz 4 Markt- Arbeitsversteigerung. 4350) Die Anfertigung von circa 140 Tausend Stück Feldbrondbacksteinen zur Erbauung eines neuen Schulhauses in Leihgestern soll Donnerstag den 25. Juli d. I., Morgens 10 Uhr, auf dem Rathhause in Leihgestern an den Wenigstfordernden öffentlich versteigert werden. Die Herstellung erfolgt auf einem in der Nähe des Ortes gelegenen Gemeindegrundstücke, und sind die Ueber- nahme-Bedingungen bet dem unterzeichneten Bürgermeister, sowie bet dem Bautechniker Ferd. Bröl in Gießen, Seltersweg C. 82, zur gefl. Einsicht offen gelegt. Leihgestern, den 16. Juli 1878. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. platz Lit. A. Nr. 9. Chr. Schönhals, Schuhmacher. Scheith. R -e Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße an der 7. Schneise. Gießen, den 16. Juli 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I A. Bramm. Akademischer Gesangverein. Wegen Verhinderung des Orchesters findet die zuerst auf Dienstag und dann auf Mittwoch angesagte Probe mir Orchester in Wenzel's Saalbau am nächsten Freitag den 19. d. M. statt und beginnt pünktlich um 71/2 Ubr Abends. (4347) Der Vorstand. Prospekte und Antragsformulare können bei unfern bekannten Agenten stets unentgeldlich in Empfang genommen werden. 4351) Die Bank - Direktion. Un capriccio. Novelle aus der ito' Gesell' schäft von M. Lion. (Fortsetzung.)' - Eine Katserhuldlgung unter der Erde. Mir Illustration. — Tante Agathe. AuS dem Sktzzenbuche eines Vielgewanderten. — Edisons Phonograph. Von C. Biedermann Mit 2 Abbildungen. — Amalie von Lasaulx Ein Charakterbild aus der katholischen Kucke Von Dr. Wilhelm Herbst. — Vor dem Sturm Histor. Roman von Theodor Fontane (Fortsetzung.) — Die Krabbe beißt. Noch demGemäldevonBurgers. — AmFc. .Hteiv tische: Eine kleine Geschichte 00m Nutzen der Wissenschaft. — Elektrisches Licht. - Obstkonseroirung. — Mtteiner tllustr Beilage: Einige von den Helden des .Großen Kurfürst". Mit 6 Porträts. - AuS dem Papterkorbe deS Daheim. Von einem Bazar auf den andern Bazar. Geschichte eines gestickten Sophakissens, zur Warnung für junge Wtttwen erzählt »om Vierzehnten. M. Kaan, vorm. 8. "Weimers he im. Holzvcrsteigcrung g£im Giessener Stadtwalde. Montag den 22. Juli 1878, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem District Wanne nachverzeichnetes Holz 5 Werk- und Eingelaufene Anträge bis Ende Juni 1878: . . . 1990 „ „ Fonds der Bank Ende 1877.............. Dividende pro 1878: 37% der Jahresprämie. Der ganze Gewinn flieht voll und unverkürzt den Versicherten zu, jede Prämie hat Anspruch auf Dividende. Zu bürgerst' aße A. 166. 4359) 4 Zimmer neb't Küche Im ersten Stock (am 15. October beziehbar), sowie ein möblirtes Parterre-Zimv er sofort zu oer- xäAu junger Mann mit guten Vorkennt- ■ nisten findet in einer hiesigen Ci- garren-Fabrik sofort Aufnahme als Lehrling. Schriftl. Offerten nimmt die Exped. unter Z 54 entgegen. (4107 43141 Ein junger Mann mit Schul- kenntnissen sucht Stelle auf einem Büreau oder bei einem Advokaten. Näheres in der Exped. d. Bl. 4295) Eire freundliche Familienwohnung on eine ruhige Familie zu oermietben. ___________Frankfurter Straße E. 30y10. 3964) Die obere Etage n eines Hauses, 7 Zimmern rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermiethen u. alsbald beziehbar. __________________Otto Kempfs. 4210) Der zweite Stock zusammen oder getrennt und ein Mansardenlogts zu oer- miethen und gleich zu beziehen. _______Carl Herbert, Nahrungsberg. 4154) Ein möblirtes Zimmer mit Cabt- net zu vermiethen bei _______________P. Frank Corr,ersticke. 3209) Em Logis von 3 Zimmern, Kücde, Speisekammer und sonstigem Zubehör, am 1. Aug. beziehbar, zu vermiethen bei HetnrichSchomber, N^ustädter Thor Ein schönes Famtltenlogis von 5 Zimmern und allem Zubehör (neu hergertchtet) zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Wo? , sagt die Exp-d. d. Bltts.___________________ 4354) Eine sehr geräumige Werkstätte, auch zu Lagerraum geeigne^, ist durch Wegzug des Herrn Schreiner Franz anderweitig zu vermiethen im „Löwen". Sängerkranz. Sonntag den 21. Juli: Waldpartie an -en Ludwigsbrunnen. Abmarsch von Wenzel's Garten 2{/2 Uhr. Bei ungünstiger Witterung Abendunterhaltung in Wenzel's Garten. Anfang 8 Uhr. 4363)_________'_____________Der Vorstand- Iebensverslcherungs- und Ersparnis - Bank in Stuttgart. Gesammtversicherungsstand Ende Juni 1878: 32,947 Policen über JL 132,566,271. 4048) Eine Familtenwohnunp ist zu vermiethen unb sofort zu beziehen bet __H. Möser I. 4258) Ein schön möblirteS Zimmer ist zu vermiethen. Reichensand-Bahnbofsstraße C. 225. 3969) Ein schönes LogiS, aus 5—6 Zimmer nebst Zugehör bestehend, ist an eine ruhige fFamtlie zu vermiethen und gleich beziehbar.__________Gartkeld A. Nr. 1155. 4316) Ein Laden mit Logis, in frequenter Lage, zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Näheres bei der Exped. d. Bl. WolimiDgsverändeniDg. 4348) Meine Wohnung befindet sich von beute an in dem Hause des Herrn Schlosser , Faß, Flügelsgasse A. 95. Gustav Koch, Dachdecker. 4361) Eine geübte Kleidermachertn, welche 3 Johre in Genf etablirt war, empfiehll sich zur Anfertigung von Damen- u. Kinder- Hetbern. Näheres bei Frau Krauß, Grünberger Chaussee (Schützenhof.) _____________On parle franyais.____________ 4358) Ein braver Junge, welcher das Schuhmacher-Handwerk lernen will, kann in die Lehre treten bei Chr. SchLnhals, Schuhmacher. 4336) Gesucht ein Lerkaufslocal oder einen kleinen Laden nebst zwei Zimmern an einem gelegenen Platze. Näheres in der Exped. d. Bltts. Dermischte Anzeigen. 4341) Ein kräftiger Bursche findet 2lr; beit bei F Habenicht, Lampenfabrik. PorMän, Glas, Marmor rtr. wird dauernd und für feinen Tisch rcparirt ohne Kitten und bitte ich um schnellste Benutzung obiger Offerte, da mein Aufm- halt hier kurz sein kann. (4340 Achtungsvoll H. Kraatz aus Wiesbaden, zur Zeit hier „Zum Lindenhos". 4349) Bei unserer Abreise von hier nach Eisenach sagen allen Freunden und Bekannten ein herzliches Lebewohl. Robert Oestreich, Braumeister __________________nebst Frau.____________ 4353) Das Kwkbtld hat gewonnen Nr. 92 Herr L. Müller auf der Mäus- bürg. । SBnanfmnrtlidie Rkdaclton: A. Schr» da. — Druck und Verlag der Brühl'Ichea Unw^Druck-iet (y r. i‘ h r. Pietsch) in Gießen. B Schluß! um i U rnächtigtl sich, da wußte, dieselbe, beendet fi seiner gri gab, wel Kiedens Ziele zu Audras, M« allgemein^ vorragenl hat unwc zu bleien nungsver ein ßnbf der uner er In hol das wir einhellige Vorschläge bringen, pi entspre dlze Tast Deutschen Ur^tv 1 Ihm tzerv welches Friedens GenuM Kongreß $)e: brachten! Dii die erlaui grüßt Hal 1° sehr meines er Helt und weine An des ^rle Deutsch!. Bewahru trinke ich heutigen 'loh der, auch In halber iß »WesevZ Tennin - ßtnennulij $ s-sp- Gelegnen. ’ Mb Burghard, unb in d "Willi Mm R, * ringe