le billigst JS* !|°"li^ b-hiPch lorn. Mo. 91. >n° Mittwoch, den 17. April 1878. Kießener Wyeiger AnMk- uni AislsiM fit ien Kreis Gieße«. > Uhr: * nilung 'W )ren. Vorstand. '> M >cd mit dem ir. Zckopbach, ] meiner Lchrvester, irt habe und bitte Wn. Ttraße in allen | mmep. e Roth. zu üumietben. (2321 I Neustadl D. 93. fleiäumigeS Zimmer »llschaft einige Abende den. Nedaetto»sb»rra« t «rPedttionSbNreO«: Sartenstraße B. 165. Schvlstraße B. 18. Erscheint tL-Nch mit Ausnahme des Montag». Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Dringerkhm. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher I-eit. Bekanntmachung, betreffend den Remonte-Ankauf pro 1878. Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei und ausnahmsweise vier jund fünf Jahren sind im Bereich des Großherzogthum- Hessen-Darmstadt für dieses Jahr nachstehende Morgens um 8 beginnende Märkte anberaumt worden, und zwar am 21. Juni in Alsfeld, 29. 4. H Juli „ Nidda, „ Nieder-Wöllstadt, 5. „ „ Bieberau, 6. „ „ Bickenbach, 8. „ „ Groß-Gerau^ 9. „ „ Goddelau, 10. „ „ Gernsheim. Die von der Militär-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer vorn Kaufe ausgeschlossen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und Ringen versehen, eine starke Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei Meter langen Kriegs - Ministerium Abtheilung für das Remonte - Wesen. starken Hanfstricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Berlin, den 1. März 1878. (geit.) von Rauch. von Us l a r. M Gi'lsub". FMM Winand gesucht, um tiillä) dir Zeitung tb. h. W * Mckaft. M H W. mentommen in del ;’jd)en Wirthschasl, inbergerML—— ieT^RcTiMf Wiederbringer erhab 1 in bet Exped-»■ gewarnt- — ifil8 bt'g. Blltz- ä6ae& obnunfl00^Ym dn Ü'". gS**5, ten besu^M^ w» !riwM"8 In d-r Aolitisch Parlamentarische Wochenschau. Berlin, 15. April. Die letztoerfloffene Woche, mit welcher der Reichstag seine Arbeiten vor Ostern geschloffen, bot ein recht reichhaltiges Menu. Zuerst beschäftigte sich der Reichstag mit der beabsichtigten Uebergangsabgabe für Essig, welcher in Süddeutschland fabricirt bislang ohne Steuer nach Norddeutschland gebracht werden konnte. Da nun in Norddeutschland der zur Essigfabrikation dienende Spiritus eine hohe Steuer trägt, was in Süddeutschland nicht der Fall ist, ja da es vorkommen konnte, daß Spiritus aus Norddeutschland nach Süddeutschland geschafft und zu Essig umgewandelt doppelte Exportbonifikation erhalten konnte, so liegt das Bedürfniß einer Aenderung dringend vor, wenn man nicht die norddeutsche Essigfabrikation zu sehr leiden lasten will. Wie zu helfen sei, ist allerdings schwieriger zu sagen — am richtigsten wäre Gleichheit der Steuer in Nord- und Süddeutschland für Spiritus wie für Bier, allein dies wird so leicht nicht zu erreichen sein, hat doch der Reichstag sich erst vor Kurzem gegen eine höhere Biersteuer sehr ungnädig ausgesprochen. Binnenzölle im Laude, wie die jetzt proponirte Uebergangssteuer, sind auch wenig beliebt. Es ist also hier wieder eine der vielen schwierigen modernen Steuerfragen gegeben, gegenüber deren sachlichen Schwierigkeiten die theoretischen Bedenken, ob eine solche Steuer nur auf dem Wege des Gesetzes oder auch auf dem Wege der Verordnung eingeführt werden könne, sehr in den Hintergrund treten. Eine recht befriedigende Lösung fand sodann die etwas heikle Materie der Verwendung der Ersparnisse an den Verpflegungsgeldern der Occu- pations-Truppen in Frankreich. Wenn auch nicht das ganze Capital, so sind doch die entsprechenden Zinsenbeträge als jährliche Ausgaben für die von der Regierung gewünschten, im Interesse des Heeres sehr nützlichen Verwendungen bewilligt worden. Große politische Debatten knüpften sich an den Nachtrags-Etat, worin neben einigen kleinern Forderungen das Gehalt eines Unterstaatssecretärs für die Reichsfinanzen gefordert wurde. Dieser Posten führte zu heftigen Reden und Gegenreden des Fortschritts und der Conservativen, welche mehr auf die Außenwelt als auf das Haus berechnet waren. Diese Dehatte ließ schon errathen, daß bet künftigen Wahlen (an eine baldige Auflösung des Reichstags Senkt Bismarck heute nicht) die Steuerreform die erste Rolle spielen wird und daß Mehrbelastung der Nation resp. der minder bemittelten Volksklaffen oder gleichmäßigere Steuervertheilung die Schlagwörter der Wahlagitation bilden werden. Hoffen wir, daß bis zur nächsten Wahlperiode die Regierung mit einem klaren und festen Programm in wirthschaftlichen und Steuerfrageu hervortreten wird, dann werden solche Debatten mit all' dem Mißtrauen, welches sie einflößen sollen, unmöglich sein und jeder Staatsbürger nicht auf Ver- muthungen, sondern auf positive Daten hin seine Partei ergreifen können. Einen sehr wichtigen Gegenstand behandelte der Reichstag ferner in einem Gesetz, welches strengere Bestrafung des Vieh schm ug gels an der russisch- österreichischen Grenze ermöglichen soll. Wenn man bedenkt, daß durch diesen Schmuggel uns in den letzten Jahren fast alljährlich die Rinderpest zugeführt worden ist, sowie daß das Auftreten der letzteren uns nicht nur große Kosten und Verluste im Jnlande selbst bereitet, sondern auch zur Folge hat, daß unfern Viehzüchtern und Mästern der beste ausländische Markt, England, gesperrt wird, so kann man nur dringend wünschen, daß durch die strengsten Strafen die ruchlose Schmuggelei, welche um eines kleinen Gewinnes willen große nationale Werthe gefährdet, verhindert werden möge. Bei der Abstimmung über die betr. Strafmintma folgte man den Ansichten der theoretischen er Hh ei t. Juristen etwas mehr, als dies wohl im Interesse des Landes gelegen hätte. Zu niedrige Strafminima würden ja nichts schaden, wenn die Richter gegebenen Falls im Strafausmaß höher griffen. Allein erfahrungsgemäß und ganz natürlich zu erklären, geht der Richter ungern über das im Gesetze festgesetzte Minimum hinaus. Die beste Polizei und die kostspieligste Grenzcontrole kann aber den Schmuggel nicht verhüten, wenn den Schmuggler selbst nicht schwere Strafen abschrecken, Strafen, bei denen man immer bedenken muß, daß sie Personen treffen, für die eine kurze Gefängnißhaft nichts Abschreckendes hat. Nicht unwichtig waren die Verhandlungen, welche sich an die Anträge einzelner Mitglieder des Reichstags, vor Allem der Socialdemokraten, knüpften. Letztere scheinen eingesehen zu haben, daß sie mit ihren hohlen Declamationen allein nicht auskommen können, sondern sachlicher vorgehen müffen, wenn sie im Reichstag etwas erreichen wollen. Ihre Anträge über bessern Schutz des Wahlgeheimnisses oder Abschaffung des Communalsteuer - Privilegs der Offiziere sind deshalb recht wohl discutabel und werden in den Commisfio- nen, denen sie überwiesen worden, gewiß sehr ernsthaft behandelt werden. Verwandt hiermit ist der Antrag Hirsch' auf Ausdehnung des Haftpflichtgesetzes, welcher eine Materie behandelt, in welcher es sehr schwierig ist, die Jntereffen des Arbeiters, welcher Schutz für Unglücksfäüe verlangt, und die des Arbeitgebers, welcher nicht das Opfer leichtsinniger oder böswilliger Menschen werden will, zu vereinigen. Schließlich erledigte der Reichstag vor den Osterferien den Etat in dritter Lesung und bewilligte dabei erfreulicher Weise einige kleinere Posten, die früher gestrichen waren. Durch diese Bewilligungen für den Untversitätsbau in Straßburg, für das Gesandtschaftshaus in Ieddo, für den deutschen Fischerei-Verein und für die Erforschung Afrikas hat der Reichstag zum Glück bewiesen, daß er nicht auf dem Standpunkte der Stadtverordneten-Versammlung eines kleinst Philisternestes steht, sondern die Jntereffen eines großen Reiches in einer Weise auffaßt, welche denselben entspricht. Deutschland. Aus Hessen, 15. April. Der Abg. Hirschhorn hat mit 9 Genoffen bei der zweiten Kammer folgenden wichtigen Gesetzentwurf eingebracht: Art. 1. Art. 10 der Verfassung ist aufgehoben und wird durch folgende Bestimmung ersetzt: „Unbewegliches Landes - Eigenthum darf ohne ständische Zustimmung nicht veräußert, nicht verpfändet, nicht mit dinglichen Gerechtsamen belastet und nicht mit Real-Lasten beschwert werden." Art. 2. „Diese Bestimmung ist ein Theil der Verfassung." Darmstadt, 13. April. Sicherem Vernehmen nach hat der Finanz- Ausschuß zweiter Kammer dem Gesetzentwurf, betr. Errichtung einer Landes- cultur-Rentenanftalt, welche so lange schon der Gegenstand der Wünsche unserer ländlichen Bevölkerung ist, seine Zustimmung im Allgemeinen gegeben. Derselbe bezweckt bekanntlich, zu bestimmten Güterverbefferungen, wie Entwäffe- rungen und Bewässerungen, Wiesenculiuren, Dammbauten, Geld zu billigem Zinsfuß mit Tilgung in Renten verbunden, zu beschaffen. Damit steht in Verbindung die Anstellung von Cultur-Jngenieuren, wie sie anderwärts längst eingeführt sind. Die Grundidee ist bekanntlich, daß die betr. Gemeinden, Co-po- rationen und freiwillig gebildeten Verbände dem Staate bezüglich der zu 5 pCt. zu gebenden Darleihen, wovon 1 pCt. zu Tilgung dienen soll, erste Hypotheken zu errichten haben, der Staat dagegen zur Beschaffung des Geldes — vorerst ist die Summe von ca. 10,000,000 Mk. vorgesehen — Rentenbriefe ausgibt. (Heff- Landesztg.) Oesterreich. Wien, 14. April. Die Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Konstantinopel, wonach Zichy die Zustimmung der Pforte zu einer österreichischen Occupation Bosniens und der Herzegowina, welche er für gewisse Eventualitäten alS nothwendig darstellte, zu erlangen gesucht hätte, wird von dem hiesigen „Telegr.-Corresp.-Bureau" nach guten Informationen für unbegründet erklärt. Nutzland. Petersburg, 14. April. Die „Agence Russe" schreibt: Der Artikel des „Standard", wonach die Bemühungen Deutschlands, die Ansichten Rußlands und Englands zu versöhnen, in London gut ausgenommen worden sind, und die Aeußerung der „Nordd. Allg. Ztg.", die Vermittlung Deutschlands sei nur möglich, wenn beide Parteien mit dem aufrichtigen Wunsche nach einem Einverständnisse Concesstonen machten, riefen hier einen günstigen Eindruck hervor. Hier besteht der reelle Wunsch, ein Einverständniß zu erzielen. — Das Blatt meldet ferner von Verhandlungen mit Rumänien, um den durch den Frieden erloschenen Vertrag wegen des Durchzuzsrechts der Russen durch eine neue Convention zu ersetzen. Gerüchtweise verlautet von der Einführung von Modificationen für die über politische Verbrechen erkennenden Gerichte aus Aul iß der vorgestern statt- gesundenen Freisprechung der Vera Laffulitsch. Der bei dem Conflict mit der Polizei um's Leben gekommene Student war der Schwager der Angeklagten. Derselbe schoß zweimal auf die Polizeiagenten und tödtete dann sich selbst. Türkei. Konstantinopel, 14. April. Großfürst Nikolaus ist gestern sammt seinem Generalstabe den Bosporus hinaufgefahren und besichtigte die durch die Türken besetzten Positionen. — Der griechische Patriarch überreichte der Pforte, dem Großfürsten Nikolaus und den Botschaftern einen Protest in Betreff der in mehreren Städten Bulgariens erfolgten Besitznahme griechischer Kirchen durch die Bulgaren. — Prinz §affan wird Ende dieser Woche nach Egypten zurückkehren. — Die Russen haben alle Maßregeln ergriffen, um im Falle eines Bruches mit England auf das erste Signal sich Konstantinopels und des oberen Bosporus zu bemächtigen. früheren Haltung fest und citirt Gortschakoff's Promemorta als Beweis dafür, daß es bereit sei, selbst die wichtigsten Bestimmungen des Vertrages zu discutiren. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr» Eorrespondenz-Bureau. London, 15. April. Der „Times" zufolge hat die Situation eine weitere Klärung und Förderung nicht erfahren. Wenn die Abgenetgtheit Rußlands, den Friedensertraz den Mächten zu unterbreiten, nichts im Hintergründe verberge, wenn der Streit sich wirklich nur um Formen bewege, so seien die Schwierigkeiten der Lösung nicht unüberwindlich. Aber Rußland müsse vorbereitet sein, mehr zu thun, als den Vertrag unterbreiten; man werde es auffordern, den Vertrag zu modificiren und seine Bedingungen mit den Wünschen und Interessen der Nachbarn Rußlands in Einklang zu bringen. Wien, 15. April. Der „Polit. Corresp." zufolge wurden, entgegengesetzt allen anderweitig lautenden Versionen, die von Jgnatieff überbrachten Bemerkungen des Wiener Cabinets betreffs des Vertrages von San Stefano Seitens des Petersburger Cabinets bis jetzt noch nicht beantwortet. Berlin, 15. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die hiesige diplomatlsche Agentur Rumäniens ist ermächtigt, in bündiger Form der Zet- tungsmeldung zu widersprechen, wonach der rumänische Minister des Auswärtigen, Cogalniceano, bei dem Fürsten von Rumänien die Absetzung des rumänischen Agenten in Wien, Balaceano, nachgesucht haben sollte; weder Gortschakoff noch einer seiner Angestellten habe sich jemals direct oder indirect an die rumänische Regierung gewendet, um die Abberufung Balaceano's zu verlangen. Wien, 15. April. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest von heute: Die Regierung erhielt die Mittheilung, daß 120,000 Russen zur Occu- pation Rumäniens bestimmt sind. Täglich rücken neue russische Abtheilungen ein, welche sich wie in Feindesland benehmen und alle Gebäude zu ihren Zwecken mit Beschlag belegen. Berlin, 15. April. Der „Reichs-Anz." theilt mit, daß am 12. d. am Hofe von Karlsruhe das Eheversprechen der Prinzessin Marie von Preußen mit dem Prinzen Heinrich der Niederlande erfolgt ist. Paris, 15. April. Das „Journal des D6bats" bespricht die europäische Situation und appelltrt an die deutsche Vermittlung zur Abwendung der Gefahr eines Krieges. Wien, 15. April, Abends. Die „Presse" meldet aus Bukarest: der größte Theil der rumänischen Armee ist in der kleinen Wallachei zwischen Turnseverm und der Aluta concentrirt. In der großen Wallachei stehen 150,000 Russen und 3 rumänische Regimenter, in der Umgebung von Bukarest 40,000 Russen. Der Rücktritt des Ministers des Auswärtigen Cogalniceano ist wahrscheinlich. Demeter Ghika wird als sein Nachfolger angesehen. Bukarest, 15. April. Der Senat hat den Handelsvertrag mit Deutschland genehmigt. London, 16. April. Die zuletzt dem Parlamente mitgethetlte diplomatische Correspondenz enthält außer dem Circularschreiben Gortschakoff's und den dazu gehörigen Annexen, welche Salisbury am 13. April zugestellt wurden, nur noch eine Depesche Salisbury's an den Botschafter in Petersburg, Loftus, vom 11. April, in welcher Loftus ein Telegramm Gortschakoff's an Schuwaloff mttgetbeilt wird; Gortschakoff erklärt darin Folgendes: Nachdem der vollständige Text des Präliminarvertrages den Mächten mit voller Freiheit der Beur- tbeiluug mttgetheilt, könne die Nachricht Elliot's, daß Gortschakoff dem rumänischen Agenten erklärt habe, Rußland werde sich der Erörterung des die beffarabische Frage betr. Artikels des Friedensvertrages eventuell widersetzen, nur auf einem Mißverständnisse beruhen. Eine derartige Erklärung wäre ohnehin durchaus unlogisch, weil kein Mitglied des Congresses würde verhindert werden können, die mit dem Friedensvertrage in Beziehung stehenden Fragen zur Verhandlung zu bringen. — „Times" meldet aus Petersburg vom 15. d.: Heute fand ein freundschaftlicher officiöser Austausch der Ansichten zwischen den Cabineten von London und Petersburg statt. Ersteres erklärte: es wünsche aufrichtig eine friedliche Lösung und beabsichtige nicht, den Unterhandlungen unnöthige Hindernisse zu bereiten, sondern wünsche lediglich, daß der ganze Vertrag von San Stefano dem Congreffe vorgelegt werde. Das russische Cabinet hält ebenfalls an seiner Vermischtes. BreSlau. Der Central-Ausschuß für das 5. deutsche Turnfest hat folgende herzliche Einladung erlassen: Einladung zum 5. Allgemeinen deutschen Turnfest in Breslau am 28. 29. und 30. Juli 1878. Der Beschluß der beutfajen Turnerschaft, das fünfte allgemeine deutsche Turnfest und die hundertjährige Gedenkfeier des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn tn Breslau begehen zu wollen, gereicht unterer Stadl zu ho^er crhie und et füll: uns mit Stotz und Freude. Das Vertrauen, welches uns damit entgegengetragen werd, werden wir zu rechtfertigen suchen, indem wir die zu einer würdigen Gestaltung des nationalen Festes nöthigen Vorbereitungen mit hingebendem Eifer in's Werk setzen. Die Zeit deS Festes ist in die letzte Woche der schlesischen Schulferien (28. bi« 30. Juli) gelegt; diese durch äußere Rücksichten gebotene Feftzsit erhält durch ein be- merkenswerthes Zusammentreffen eine tiefere Bedeutung. Genau sechzig Jahre werden UMtte dieses Sommers seit jenen Tagen verflossen sein, in denen Jahn und seine Sache einst schon einmal zu Breslau glänzend gefeiert wurden. Sonntag, den 2 August des Jahres 1818, war es, da zog Jahn an der Spitze von etwa 50 Turnern, welche der Turngemeinde Berlins und verschiedenen schlesischen Turnvereinen anzehö ten, tn die Hauptstadt Schlesiens ein: die Mehrz,hl der Einwohnerschaft war ihnen erwartungsvoll entgegengezogen, um sie festlich zu empfangen; gastlich wurden dieselben von angesehenen Bürgern in die Behausungen ausgenommen. Am nächsten Tage aber wurde unter allgemeiner Betheiligung der Breslauer ein Festturnen ve anstaltet und ein Turnfest gefeiert, welches durch die für jene Zeit große Zahl der Tyetlnehm ^r und mchr noch durch die geistige Bedeutung vieler der Festgenossen eine hervorragende Stelle in der deutschen Turngeschtchte beanspruch m darf. Als Festturnp atz ist uns durch die Zuvorkommenheit der Behörden ein Platz gesichert, wie er für die Zwecke des Festes kaum paffender und bebeutfanrr gewählt werden konnte. Mitten im Herzen der Stadt gelegen, von stattlichen Gebäuden und einer Promenadenallee begrenzt, bietet er R tum genug für Tausende ooa Turnern und Zuschauern. Und auch an ihn knüpfen sich geschichtliche Erinnerungen, die fü' jeden deutschen Turner und Vaterlandsfreund theuer sein müssen. Ist es doch derselbe P atz, auf dem die todteSmuthige Schaar der Lützower, in deren Reihen Jahn m t allen wehrfähigen Turnern der Hasenhaide eingetreten war, zusammentrat, um in den Kampf für Freiheit und Vaterland hinauszuziehen. Und über ihn herein ragt jmes Königshaus, aus welchem Friedrich Wilhelm der Dritte 1813 den Aufruf an seinVilk erließ, dem Jahn und die von ihm für das Vaterland begeisterte Turnjugend unter den Ersten bereitwillig folgten. An Euch, Turner, ist es nun, zum schönen, nationalen Feste, das durch Z-st und Ort eine höhere Weihe erhält, recht zahlreich zu erscheinen. Wie vor zwei Menschen altern, so sehen auch in diesem Jahre die Bewohner Breslau's Eurem Einzüge voll Erwartung entgegen: vor allem die zahlreich: Turnerschaft, der viele Jünglinge und Männer aus allen Lebenskretsen und Altersstufen bis zu den höchsten hinauf thätig angehören; nicht minder die Behörden der Stadt, welche dem Turnen feit langer Zeit, eine werkthätige Förderung angedeihen lassen, u id der weitaus größte Theil der Bürgerschaft, welche den Werth der Leibesübungen für leibliche u ib sittlich' Hebung bes Volkes wohl zu würdigen weiß. Ihr werdet die Häuser und Herzen bei uns offen fiaden! Mit reger Theilnahme wird man bei uns den Liedern und Worten lauschen, die Ihr dem Andenken des volksthümltchen Erneuerers der Turnkunst weihen wollt, den Musterleistungen und Wettkämpfen zuschauen, welche von der Blüthe der deutshen Turnerfchaft ausgesührt werden sollen, und sich nach Kräften an den letzteren beteiligen. Fürsorglich wird man darauf Bedacht nehmen, daß es Euch bei den turnerischen Anstrengungen nicht an des Lebens Nahrung und Nothdurft gebreche, daß Ihr nach den Mühen des Tages eine Stätte findet, wo Ihr Euer müdes Haupt niederlegen könnt. Darum auf, du deutsche Turnerschaft aus dem Reich und aaS Ost erreich und Ihr turnerischen Freunde unter den anderen Völkern! Rüstet Euch bei Zstten zur Turnfahrt nach der gemüthlichen Hauptstadt Schlesiens und in's herrlich-R.esengebirge! Sorget dafür, daß zum fünften allgemeinen deutschen Turnfeste 1878 mindestens eben so viele Hunderte von Turnern in Breslau erscheinen, als einst im Jahre 1818 unter Jahn's Führung Einzelne eingezagen sind! Breslau's Behörden, Bürger un> Turner sind bereit, Euch hrrzlich zu empfangen! ** Die Frankfurter Zeitung schreibt unter dem 9. c. in Betreff des Ausschreibens zur General-Versammlung der Landwirthschaftlichen Kreditbank tn Frankfurt a. M. wie folgt: „Auf der Tagesordnung der am 25. d. M. stattfindenden Generalversammlung steht neben den gewöhnlichen Berathungsqeqenstänben auch ein Antrag „$ 35 po8. 3 betreffend". Man sieht wohl, daß $ 35 der Statuten gemeint ist, es handelt sich aber, wie wir erfahren, nicht um einen Antrag auf Abänderung des Paragraphen sondern um den Antrag eines ActionärS auf Liquidation des Unternehmens." Wir glauben um so mehr unfern Lesern diese Notiz nicht vorenthalten zu sollen, da es ja notorisch ist, daß eine sehr große Zahl von Setten dieser Bank an Bewohner hiesiger Gegend untergebracht sind, welche ohne genaue Kenntniß dieses Punktes 6 jener Tagesordnung gewiß nicht v-rmuihen konnten, daß in jener General Versammlung über ihr Vermögen solch wichtige Discufsionen bevorstänben. Es ist denselben nur zu empfehlen, sich von der Sachlage Kenntniß zu verschaffen, um ihre Interessen vertheidtgen zu können. — Der Segen neuer Erfindungen macht sich bereits auf dem Lande geltend. Ein Städter besucht einen alten Freund auf seinem Landsitz und bemerkt in dessen Schlafzimmer die Drücker zweier elektrischer Leitungen. Wozu zwei Leitungen? fragte der Städter. Nun, mit der einen Glocke rufe ich den Bedienten. Und apo befindet sich die zweite? Im Hundestall, antwortet mit schlauem Lächeln der Landbewohner. SobaldZich des Nachts einen Dieb verspüre allarmtre ich die Hofhunde. Handel und Verkehr. Gießen, 16. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd JL 1—1.10, Hühnereier, per Stück 5 (Sänfeeier per St. 11 H, Enteneier, per St. 6 H, Käse, per Stück 5—9 H, Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 Linsen, 1 Liter 22 H, Tauben, das Paar 90 H, Hühner, per Stück JL 1.50, Hahnen, per St. JL 1.60, Enten, p. Stücke 3.50, Kartoffeln, 100 Kilo 7 20 H. Ochsenfleisch 70 $ per Pfd., Kuh- u. Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 50 bis 56 Frankfurt, 15. April. Der heutige Viehmarkt war bei hohen Preisen gut befahren. Angetrieben waren 370 Ochsen, 210 Kühe, 220 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. Jt 68—70, 2. Qual. JL 64—66, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 60-62, 2. Qualität 52—54, Kälber 1. Qualität JC 63—65, 2 Qual, je 58—60, Hämmel 1. Qual. je. 64—66, 2. Qual. JC. 56—60. Frankfurt, 15. April. (Fruchtbericht) Die Prachtwitterung und die bevorstehenden Festtage haben die Umsätze am heutigen Markte beeinträchtigt. Weizen ab unserer Umgegend sehr ruhig, JL 24 Cours; fremder je nach Qualität und Herkunft von Jl. 23.75—25. Roggen flauer. Prima norddeutscher mit JL 18 bezahlt, französischer aus zweiter Hand 18.20 genommen. Gerste kaum genannt, taxiren nur (Sourfe. Hafer ist wieder in seinem alten flauen Geleise von JL 14.50—16 50 je nach Qualität. Am Mehlmarkt keine Aenderung. Käufer abwartend. Futterstoffe fest. Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 38, Nr. 3 34, Nr. 4 jl 38, Nr. 5 jl 24, Roggenmehl % (Berliner Marke) 25, do. II. (Berliner Marke) 21, Weizen, effect. hies. JL —, ab Bahnhof hier JL 24—25, ab unserer Umgegend 23.75—24, do. fremder le noch Qualität JL 23.75-25.—, Roggen je nach Qualität JL 17.75-18.25, Gerste JL 19 bis 23 —, Hafer 14—16.50, Kohlfamen JL —, Erbsen JL 19—23, Wicken JL 15 bi8 17.—, ßinfen 19—23, Rüböl, detail, JL 78. Stimmung matt. Hauptsächlich gefragt war: —; dringend offerirt: — (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo ) 2367) Die Itnbtit Monats dlauchsmlde ft; Vermiß ist hl Tmö a.d. Lda. Sioßh. Bürgern, rfjat* " Müllt xS" iMlei* * d' Ml Griff*’ 1 W rönnen. ffiitfun, am 1 St- Bötticher^ Iech Donneista Nachm foö im Psandlocal keßkl, ein Kistchen meistbietend verste Gehen, den 15. GrohhttMlich 2374)' Ieil 2377) TäM __J.L. Borsöon im 3apf. 2362) JungeS Vieh in allen So J ashnhalt bei Fra, Bestellungen l Joimerftag zu mc ""WlüT eine ’>uriidi0 (ältere tonmter. Men-Etuis Aeftaschen, Marmor- u. 5 ^lj-Tchnitzf gegenstände; jfclet Menschrn- Mem Einzüge voll iele Unglinge und isten hinauf thäiig nen seit langer Zck !e Thell der Zürger- Hebung desMe- uns off.-n finden! n lauschen, die Ur weihen wollt, den liithr der deutshen letzteren bekheiligea. ff turnerischen Ansatz Ur nach den niederlegen könnt. is O-fierreich und ch bet Z'iten zur .chrSfirßnMze'. 8 mindestens eben Uhre 1818 unter Wger und Turner ff des Ausschreibens itbank in Frank- 2081) Wegen Gesckättsveiänderung verkaufe ich nachstehende, sämmtlich noch sehr gut erhaltene, mitunter noch neue Möbel zu sehr billigem Preise: Sehr schö-e Komode, mit 3 u'b 4 Schubladen, 1 Spiegelschrank, ein- u. zwei- thürige Kleiderschränke, 1 Nußbaum polirten Kleiderschrank, 1 Ausziehtisch, größere und kleinere Tische, Sophos. 1 Cosseuse, Stühle, 2 Mahagoni-Bettstellen mit Einlagen und andere, mehrere größere Spiegel mit Goldrahmen, Trümeaux, Oelgemälde und Oeldruckbilder, Weinflaschen. •J. 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Trotzdem haben wir unter Anspannung unserer letzten Kräfte und Mittel, indem wir uns des Letzten entäußerten, um unseren Verpflichtungen treulich nachzukommen, alle Rückstände gezahlt und gehen, wie im Vorjahre, schuldenlos von hier, allerdings unter Zusetzung unserer durch jahrelanges Ringen erworbenen Ersparnisse. Indem wir hiermit von allen unseren Gönnern und Freunden herzlichsten Abschied nehmen, und um geneigtes freundliches Andenken, sowie liebevolle Theilnahme bitten, scheiden wir mit dem guten Bewußtsein, das Gute redlich erstrebt zu haben. Hochachtungsvollst Hugo und Therese Kurde. Mesondere Bekanntmachungen Bssentliche Aufforderung. 2378) Der Friseur Christian Frech von Gießen, dessen Vermögen überschuldet ist, hat um Zusammenberufung seiner Gläubiger zum Zweck Abschlusses eines Arrangements gebeten. Es werden daher die Gläubiger Frech's zur Anmeldung ihrer Forderungen auf Freitag den 10. Mai l. I., Vormittags 10 Uhr, mit dem Ansügen geladen, daß von den Ausbleibenden Zustimmung zu den von der rechtlichen Mehrheit der erschienenen Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüssen unterstellt werden wird. Zugleich wird den Schuldnern des Frech die Eröffnung, daß gültige Zahlungen nur an den provisorffchen Massecurator Herrn Max Pilger dahier geleistet werden können. Gießen, am 8. April 1878. Großh. Stadtgericht Gießen. Bötticher.Gebhardt. •/. Kämt ftnn. Hotel Einhorn. sich die Preise in Gebinden von 20 Liter an aufwärts wie folgt: 1) Monzinger Nieslingauslese 2) „ Nothwein (Burgunder) llifin = 8(1(1 C Der Wunsch meiner geehrten Kunden, meine Weine auch in Gebinden abzugeben, hat mich zur Beschaffung kleinerer Fäffer schreiten lassen und stellen M 611 folgen!, U am 28 zq mV» ä"luB d-s fnern, we her Wirble Hb?r5rWlrtunfl8= giften non an-. aber wurde Set Unb ein Mmstunb nt'br Stelle in 3«Wtbtn ein Platz M ®Mubtn unb ■ ö°uurnern unb L di-fü-j-ben ^4 derselbe P!ah, >sahn m t allen um in »en Jhtnpf 'gt M Kania? - m sein Vilk erliefe, 'lagenb unter den empfiehlt billigst Julius Schulze. ttc: *»*?,’«* S WZ «® y Mi al. A, .«63-^ 56^°'. u, bevor- eM.J Oeizen ab fW"“14 Gefälligen Bestellungen sieht entgegen i Jacob Franzmann- Mineralwasser, alle Sorten in stets frischer Füllung, empfiehlt (2194 Emil Fischbach. "Gehäkelte Kinderivagendeckeil, Piquehütchen u. Schleier empfihlt äußerst billig (2293 Julius Schulze. Pianinos, 10 bis 12 Stück (gebraucht), im Preise von 250 bis 400 JL, habe zu verkaufen. 2224)__________C- L Glück, Friedberg. 2371) Bügelkohlen werden aV Bcttsedem und Bannen »willch und Barchent, Feder-Leinen, Lieferung vollständiger Belten in streng reeller Ausführung, bet 169) Th. «rück, Kanzleiberg B- 1- verschiedener l L Große von 4000 bis zu 65000 Mark können zum Ankaus zu jeder Zeit von mir nachgewiesen werden. 1329) Aechte ital. Maecaroni und Eiergemüsenudeln empfiehlt (2195 Emil Elschbach, Borsdorfer Apfelwein im Zapf. (2310 „Restauration Lahnstein-. 2362) Junges geschlachtetes Feder- Vieh in allen Sorten empfiehlt auf Ostern J. Buells wohnhaft bei Frau Fürst Ww., Neustadt- Bestellungen bitte gefälligst bis zum Donnerstag zu macken- ______________ 1843) Von heute ab verkaufen eine Partie Mückgeschte Maaren (ältere Muster) worunter. Portemonnais, Cigarren-Etuis, Hosenträger, Brieftaschen, Damentaschen, Marmor- u. Alabasterwaaren, Holz-Schnitzereien, Schmuckgegenstände re. re. größtentheils unter dem Einkaufspreise Moritz Gregor: & Kohn, Marktstrasse. 2365) Frisch gewässerten Laberdan ii. Schellfische treffen Dienstag und Donnerstag ein bei J. A. Busch. Söhne. 2323) Trockene Eichen- un* Tannen Bohlen, sowie Buchen Haustöcke zu verkaufen bet __________K, Jung, Klein Linden. tiypM | zum Düngen empfehlen I. D- Weinig & Sohn, Hanau, Herrenmühle._______ 2370) Mehrere Wagen voll Mist werden zu kaufen gesucht. Grünbergerstraße B. 151. 2375) Buxbaum zu verkaufen. __Grünbergerstraße 166,6. 2382) Eine große Parthie Bux ob^u« geben. Walliborstraße Lit. A. 192. Große Nosinen, Kleine Rosinen Rosinen ohne Kerne, Feinst, gest. Jucker, Mandeln, Citronen, Citronat und Orangeat empfiehlt (2345 Emil Fischbach. Ein und zweispännige fertige Wagen bet (*yyi Georg Htein, Schmiedemeister^ Marburg, Elisabethstraße. 2281) Frühe Rofenkartoffel zu haben bet L. Mühlhausen Neuenweg B- 190. 2289) Mehrere neue Futter- Schneid Maschinen sinv billig abzugebkn. K. Grünebaum. Ochsensteisch 2343) erster Qualität Carl Malkomefius, Neuenweg. 1526) Ein Wohnhaus (Villa) mit großem Garten in gesunder Lage zu verkaufen durch •9, Elitz, Bekanntmachung. 2367) Die am 11. und 12. lausenden Monats im Treiser Mitge- brauchswalde ftattgesundene Holzver- fteigerung ist hiermit genehmigt. Treis a. d. Lda., am 13. April 1878. Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Benner. _________ Versteigerung. Donnerstag den 18. April, Nachmittags 2 Uhr, soll im Pfandlocal dahier ein neuer Wasch- kessel, ein Kistchen mit Kleider und ein Tisch meistbietend versteigert werden. Gießen, den 15. April 1878. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. Wenzel’s Garten. ( Saalha» ) Sommerfaison. Am 2. und 3. Osterfeiertage: «BOSSES (OM'EIIT ausgeführt von dem Muflkcorps des 2. Grofih. Hess. Jnf.-Regiments Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krausse. Anfang 6 Uhr» — Entree 40 Pfg. 83®* Annoncirte Concerte finden bei ungünstiger Witterung stets im Saale statt. Samstag den 27. April 1878: ffiröftiiuiifl öer RIER-PRESSION. Grosses Concert 2384) von der obigen Kapelle. Anfang ? Uhr. — Entree 35 Pfg. 2364) Der Israel. Feiertage wegen bleibt mein Geschäft am Donnerstag. Freitag und Samstag geschlossen. Louis Rothenberger, Neuenweg. | Colonial- und Kurzwaaren-Gescliäll | Ä eröffnet habe und empfehle dalleibe unter Zusicherung 2383) r r V > \<5 reeller und billiger Bedienung. Giesien, den 17. April 1878. Hochachtungsvoll Wilhelm Seuliug Einem verehrtichen Publikum hiermit die ergebene & Anzeige, daß ich in meinem neuerbauten Hause im W Gartfeld ein W Cafe Göthe FRANKFURT a. M., Töngesgasse 33, vis-ä-vis dem seitherigen Locale. Restauration ä la carte, (2274 Dejeuners, Diners, Soupers. .Aecht Bayrisch und Wiener Bier, Ausgezeichnete Weine, empfiehlt ___________G. Veitfftetrflf ll tre. Darmstadter Werde- und Fohlen-Markt am 29. und 3V. April 18*78 mit Verloosung, Pramiirung und Rennen auf dem städtischen Viehmarktplatz nächst den Bahnhöfen. Zu dem obigen Pferde- und Fohlen-Markt ladet das unterzeichnete Comitö die geehrten Herren Züchter, Verkäufer und Käufer freundlichst ein. Musterung und Prämierung von Pferden und Fohlen am ersten Markttage von Vormittags 9 Uhr ab. Um 3 Uhr Nachmittags Prämienver- theilung, wozu wie früher namhafte Ehrenpreise, Geldpreise und Diplome vorgesehen sind. Am 30. April 1878 um 1 Uhr: Verloosung von Pferden und Fohlen, Pferdegeschirren, Fahr- und Reitrequifiten im Ge- sammtwerthe von 26,000 Mark. Gewinne: 30 auf dem Markt angekaufte Pferde und Fohlen im Gesammt- werthe von 19,500 M., 470 andere Gewinne im Wertste von 10—250 M und im Gesammtwerthe von 6500 M. Die in den Loosen für den Darmstädter Pferdemarkt in Aussicht genommenen Tage sind, wie oben stehend, abgeändert. Den Loosevertrteb hat Generalagent Gaule, Darmstadt. Sonntag den 28 April, Nachmittags Nennen für Landwirthe und Pferdehändler. 2057) Pferdemarkt-Comite. Union, allg. Versicherungs-Actien-Gesellschast gegen Feuerschaden zu Berlin. 2253) Wir zeigen hiermit an, daß an Stelle des Herrn E. Lonp Herr C, "W. Dieta in Gießen die Vertretung der Gesellschaft übernommen hat. Berlin, den 8. April 1878. Die Directlon. Auf obige Anzeige Bezug nehmend, halte ich mich zum Abschluß von Versicherungen gegen Feuer-, Blitz- und Explofions Schäden zu festen, billigen Prämien bestens empfohlen. Gießen, den 9. April 1878. C« W« Diei»« Vermittlungen. 2368) Ein Familien-Logis zu oermtcthev bei Jost Bell off Wwe., _________________Grünberger Straß?. 2376) Ein Famtlienlogitz ist per 1. Juli zu vermiethen. ____I. Leun, Wittwe, Wallthor. 2380) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen._________Chr Weitz, Afterweg. 2381) In einem neu erbauten Hause in der LudwigSstraße, Eck der Alicenstraße ist eine Wohnung von 5 auch 6 Zimmern, im Juni beziehbar, zu vermiethen. _________Nähe' e« <»artenstroße 8. 165,5 2016) DaS seither von Hrn Irf. Bertram bewohnte alleinstehende Haus in meinem Garten ist gleich oder auch später zu vermiethen. Wilh. Wenzel, Garten. 2312) Eta gerä, mt^es Zimmer ist an irgend eine GksiUschatt zu vermiethen. Tb. LonH, Reichenssnd-Bahnhosftraße 2324) Erne Wohnung in der Nähe des Cölner Bahnhofs zu vermiethen. ________________K> Ist n g, Kletn-Llnden. 2294) Ein unmöbltrtes Zimmer in der Nähe der Kaserne zu vermietben bet __PHrl. Schäfer, Brandpla 2250) Der zweite Stock meines Hauses ist zu vermiethen und gleich beziehbar bet Herrn I o h. Becker, neben Kohlenhandlung ________Unverzagt. Gartfeld._______ 2000) Eine kleine Wohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen. Weidenaasse 98. 1551) Ein FamilrenlogtS zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Sg- Noll, Gärtner, Sicher Chaussee. Schlafstellen *U Neustadt D. 93. 2319) Familtenwobnung zu vermiethen. __I. Wacker, Mühlaosse. 2074) Aus dem Seltersweg ein Laden mit oder ohne Logis zu vermiethen. «1. Diita. 2141) Eine Wohnung von 3 Zimmer» mit Zugehö'. im 4. Stock zu vermiethen; auch können daselbst 2 Mansarden Zimmer abge- geben werden.______Chr. Sckopbach. 2311) Zwei tneinandergehende, möblirte Zimmer bis zum 1. Mai zu vermiethen bei Th. Lony, Reichensand-Babnbofstroße. 2330) Eine Scheuer nebst Hofraum und- Stollung zu vermiethen und Ende Juni zu übernehmen. Wo? sagt die Exp- d. Bltts.______________________________________ 2351) Möbltrtes Zimmer zu vermietben. ______________________Seltersweg C- 81. 1816) Ein freundliches Mansardenzimmer ist zu vermiethen bet _________I. Han sietn, Ludwigsstraßc. 1684) Der zweite Stock meines Hauses ist zu vermiethen und auf Wunsch alsbald zu beziehen. G MalkomcsiuS II. 1823) Möblirtes Mansardenztmmer m.t Cabtnet im Köhler'schen Hause, Gart- felb H83/10,_________________________________ 2007) Eine Familtenwohnung fit jü vermiethen und den ersten Juni zu beziehen bet______________________H. Möser I. 2078) Der 2. Stock meines neu erbauten Hauses im Gartfeld, ist mit 5 Zimmer nebst Zugehör zu vermiethen. ____________Wilhelm Schäfer. 2200) Marburgerstraße A. 166 ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. vermischte Anzeigen. 2379) Tüchtiger Steinbrecher gesucht- Näheres in der Exped- d. Bltts.__________ 2363) Gefunden am Mo tn.> Morgen ein Portemvnate; abzuholen gegen Erftat- tung der Jnseratgeb. Wetzsteinsgasse A. 34. 2369) Verloren am Sonntag aus dem Schiffenberger Weg eine silberne Cyiinder- uhr; abzugcben gegen Belohnung in der Exped. d. Bltts-___________________________ 2206) Eln Knabe, welcher die hiesigen Lehranstalten besuchen soll, findet freundliche Ausnahme in einer kleinen Familie. _______________Wo? sagt d. Exo- d. Bl. Herren- und Dameuffrotzhüte werden zum Waschen, Färben und Fayonir.n angenommen. Muster vorräihig. 2207) Louis Gail. - 2215)—Ein Mädchen mit guten Zeugnissen gesucht.__________________D. 18. 2341) Ein grüner Papagei ist am Sonntag entflohen. Wiederbr'nger erhält eine gute Belohnung in der Exped. d. Bl- Vor Ankauf wird gewarnt.__________ Gesucht l per 15. Mai eine Wonnung von 5 Zimmern mit Zubehör und Gartenanthetl in der Außenstadt. Adressen mit Preisangabe unter C. F, befördert die Exp. d. Bl- Verantwortliche Redactton: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Un>v. Druckerei «