Mo. 41. ' Sonntag, den 17. Februar 1878. Kicken er Wye ige r AMgk- unb AnrisblM für btn Kreis Gießen. RedactionSbureaur Gartenstraße B. 165. Expeditionsbureaur Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. politisch Deutschland. München, 14. Februar. Die Abgeordnetenkammer nahm den Art. 10 des Finanzgesetzes, betr. die Einführung des Malzaufschlages in der Pfalz, fast einstimmig an, ebenso den dazu gestellten Antrag Vaillant's: das über den Betrag von 1,500,000 Mark aufkommende Plus des Malzaufschlages solle den pfälzischen Kreisgemeinden zufallen. — Der Antrag Haucks auf Revision des Notariatsgesetzes wurde wegen Behinderung des Justizministers auf morgen vertagt. Hesteneich. Wien, 14. Februar. Im Abgeordnetenhause befürwortete der Handelsminister bei Berathung der Zollvorlage das Eingehen aus die Specialdebatte; derselbe hob dabei hervor, daß der vorgeschlagene Tarif nicht einen so arg pro- tectionistischen Charakter habe, wie man ihm vorwerfe. Die Regierung habe an ihrem anfänglichen Programme festgehalten, nämlich: Aushebung des englischen Nachtragsvertrages, thunlichstes Festhalten an dem Conventional-Taris und Offenhaltung der Möglichkeit günstiger Verträge. Der Vertrag mit Deutschland sei gescheitert, weil letzteres augenblicklich keine dringende Ursache habe, den Vertrag fertigzustellen, während Oesterreich wegen des Ausgleiches an eine bestimmte Frist gebunden sei. „Die Regierung wollte den Vertrag, will ihn noch und hofft auf deffen Zustandekommen. Die Regierung wollte nicht die Schutzzollpartei um den Preis des Tarifes für den Ausgleich gewinnen, sondern die Industrie kräftigen und fördern." Rußland. Petersburg, 14. Febr. Russische Blätter erinnern an die vorjährigen Worte des Fürsten Bismarck, daß Deutschland bei der OrtentkrisiS für die Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens wirken werde, und fügen hinzu, daß die Rolle eines Schiedsrichters Deutschland um so mehr zukomme, als es durch sein militärisches Uebergewicht und durch das Nichtinteressirtsein an der Orientsrage die einzige Macht sei, welche diese Rolle wirksam durchführen könne, indem es sich gegen Denjenigen entscheide, welcher jetzt den ersten Kanonenschuß abgeben würde. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr» Eorrespondeuz-Brrreau» Konstantinopel, 14. Februar. Die britische Flotte hat (wie bereits wiederholt gemeldet) die Dardanellen passirt und wird Abends bet Prinkipos erwartet. Zwei Panzerschiffe sind bei Gallipoli zurückgelaffen, vier werden bet den Prinzentnseln stationirt. Der „Flamingo" wird nach dem Bosporus segeln, um die Verbindung mit Layard zu unterhalten. Das britische Consulat hat die freie Einfuhr von 3000 Tonnen Kohlen nachgesucht. — Die Botschaft, mit welcher vom Sultan die Auflösung des Parlamentes begleitet wurde, motivtrt die Maßregel durch die gegenwärtige Lage der Dinge, enthält den Ausdruck des Dankes für die erwiesenen Dienste und spricht die Hoffnung aus, daß das neue Parlament bald einberusen werden könne. London, 14. Februar. Das beabsichtigte Meeting der Conservativen im Karlton-Club wurde abbestellt in Folge einer von der Regierung ausgehenden Mcttheilung, daß es bei der gegenwärtigen ernsten Lage der Dinge nicht rathsam sei, die Agitation gegen Derby fortzusetzen. Petersburg, 14. Februar. Eine Depesche des „Golos" meldet: Die türkischen Bevollmächtigten aus Erzerum trafen bet dem Commandeur des russischen Corps ein, um wegen der Räumung Erzerums binnen 7 Tagen in Verhandlung zu treten. Wie verlautet, werden die Russen Erzerum am 17. Febr. besetzen. London, 15. Februar, Abends. Im Unterhause erwiederte Unterstaats- secretär Bourke auf eine Anfrage von Lewis: die Regierung habe Berichte erhalten, wonach die Ruffen einige Polen hätten aushängen lassen. Die Vorlegung der Berichte sei vor Einholung weiterer Informationen unthunlich. Die Polen in Konstantinopel hätten Layard's Schutz nachgesucht; die Regierung Hobe Layard wtffen lasten, daß der britische Schutz Ausländern nicht gewährt werden könne, wohl aber sei es statthaft, Nothleidenden gute Dienste zu leisten, um ihnen die Erreichung sicheren Lebensunterhaltes zu ermöglichen. — Auf Anfrage Gladstone's erklärte Northcote: Ueber die speciellen österreichischen Interessen, aus welche Gortschakoff von Andraffy am 30. Januar hingewtesen worden, sei er nicht unterrichtet. Auf wettere Erkundigungen erklärte derselbe: Er habe gehört, daß 1400 russische Matrosen nach der Donau gesendet seien; ob dieselben die Donau passirt hätten, Wiste er nicht. Deutschland habe erklärt, daß es unter den jetzigen Umständen ein Firma» für das Einlaufen deutscher Kriegsschiffe in die Dardanellen nicht nachzusuchen beabsichtige. Aus den britischen Protest betreffs der Besetzung Konstantinopels sei noch keine Antwort Rußlands eingelaufen. — Im Oberhause erfolgte keine wichtige Erklärung von Seiten der Regierung. Wien, 15. Febr. Die „N. Fr. Preste" verzeichnet das Gerücht, der er H h eiL Reichs-Finavzmtnister Baron Hofmann gehe nächster Tage in besonderer Mission nach London. — Das Abgeordnetenhaus beendigte die Generaldebatte über den Zolltarif; zu Generalrednern wurden gewählt Auspttz gegen und Skene für die Vorlage. Corveini beantragte die Einsetzung einer Commission von 18 Mitgliedern behufs Herbeiführung von Ersparungen im Staatshaushalte. Wien, 15. Februar. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel von gestern Abend: In diplomatischen Kreisen wird der Einmarsch der Rusten momentan für weniger wahrscheinlich betrachtet als in den letzen Tagen; ebenso trägt der Umstand, daß die britische Flotte ohne Collission ihre Einfahrt bewirkte, zu einer ruhigeren Anschauung über die Entwicklung des englisch-russischen Verhältntstes bei. Daß die Passage der britischen Flotte lediglich von einem Protest der Türkei begleitet worden ist, wird mit der angeblichen Entblößung der meisten Dardanellenforts von Geschützen erklärt; letztere seien nach Tscha- taldja transportirt gewesen. Berlin, 15. Febr. Fürst Bismarck begab sich heute Nachmittag 4 Uhr zu Sr. Maj. dem Kaiser in das Palais, wo er bis gegen 5 Uhr verweilte. Die aus heute angesetzt gewesene Sitzung des Bundesraths-Ausschufles sür den Gesetzentwurf, betr. die Stellvertretung des Reichskanzlers ist auf Sonntag vertagt. Petersburg, 15. Februar. Die „Agence Rüste" sieht übereinstimmend mit dem „Journal de St. Petersb." und anderen Journalen in der trotz des Protestes des Sultans erfolgten Einfahrt der britischen Flöte in den Bosporus eine Verletzung des Pariser Vertrages von 1856. London, 15. Februar. „Reuter's Büreau" meldet aus Konstantinopel vom heutigen: Die Panzerschiffe „Alexandra", „Termeraire", „Sultan" und „Achilles" sind Morgens 8 Uhr bei den Prinzeninseln vor Anker gegangen, „Agincourt" und „Swistsure" sind bet Gallipoli, „Raletgh", „Hotspur" und „Ruby" in der Besika-Bai geblieben. London, 15. Februar. „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel, Layard habe Lord Derby mitgetheilt, daß der Kaiser von Rußland an den Sultan telegraphirt habe, er werde, falls die britische Flotte vor Konstantinopel erscheine, die Umgebung der Stadt in freundschaftlicher Absicht besetzen. — Es soll unrichtig sein, daß der türkische Ministerrath die Abreise des Sultans nach Bruffa für den Fall des Einmarsches der Rusten in Aussicht genommen habe, der Sultan werde vielmehr in diesem Falle in Konstantinopel bleiben. — Die Regierung hat in Sheffield eine große Anzahl stählerne Kanonenrohre und eine erhebliche Quantität Gewehrläuse bestellt. — Die Behörde in Malta wurde angewiesen, über den disponiblen Barackenraum zu berichten, da es wünschenswerth erscheine, in Malta Reserve-Mannschaften zur schleunigen Verstärkung der Orientflotte zu stattoniren. — Die Note Derby's an das russische Cabtnet bezüglich der Besetzung Konstantinopels ist „Daily News" zufolge in gemäßigtem Tone gehalten. Derby drücke seine Befriedigung darüber aus, daß Rußland keine feindseligen Pläne verfolge und die Besetzung Konstantinopels den Schutz der Christen aller Nationen bezwecke. Der Unterschied zwischen dem Vordringen der Rusten und der Bewegung der britischen Flotte sei der, daß Rußland bis vor Kurzem eine feindliche Macht gewesen, während die Flotte einer befreundeten Macht angehöre ; es sei zu befürchten, das russische Vorrücken werde in Konstantinopel große Aufregung Hervorrufen. Wien, 15. Februar. Das von der „Neuen Fr. Pr." gemeldete Gerücht, der Reichs-Finanzmintster Hofmann begebe sich nächster Tage in besonderer Mission nach London, wird von anderer sonst wohl unterrichteter Seite als gänzlich unbegründet bezeichnet. Madrid, 15. Februar. Bei Eröffnung der Cortes stellte der König denselben die Königin vor und verlas eine Rede, in welcher es heißt: er habe mit Genugthuung gesehen, wie seine Wahl, die durch die Vorzüge der Königin bestimmt worden sei, von der Nation und den fremden Mächten ausgenommen worden sei; er und die Königin würden ihre begrenzten Kräfte dem Glücke Spaniens weihen. Der König sprach hierauf allen Souveränen und Staats- Oberhäuptern die ihm bet Gelegenheit seiner Verheirathung ihre Sympathie bezeugten, seinen Dank aus und erwähnte des betrübenden Hintrittes des Papstes; er hoffe, die Vorsehung werde das Conclave erleuchten, daß es einen neuen Papst wähle, der die Eintracht zwischen Kirche und Staat sichere. Der König schloß mit dem Wunsche, die herzlichen Beziehungen zu den Mächten aufrechtzuerhalten. Stuttgart, 15. Februar. Die Majestäten haben San Remo ver- laflen; die Königin ist vorerst nach Nizza übergesiedelt, während der König morgen nach Stuttgart zurückkehrt. __ Sctiirfsberlciit. Mttgelheill von Dem feinen oeS ’RoroDeuncOcn Lloyd E. W. Dietz in Gießen. Southampton, 13. Febr. Das Pofidampfscbe. H Dom J K Sknanj- <°cal haben, em Asterwra 11 ?“> c>st-rn l°vl!orlsch btz mroen sollen, fassen waren, ^len Octszr- W werben. — . wollen, sanb stntum vorerst >e Erweiterima der Versarnrn- eputatton zur oon Ziehen, m nach ihren ng bes Wegs e unb werben Üaftetung beL Herr Prnrrer m »Pasfions- Ma ber Kirche ne Weg-Anlage ilündergerstraße chluß als letzten mg des WelnS, n Handel erkannt, 900 in das dies« hat aut gleichen t jedoch eine all- rung des Unter» d, t)at unter Av g als zweckmäßig wen zu empfehlen, zum Beitritt zu tl Einhorn eines sehr regen iut eingezogener Hinten m Fache erwogen. - > ■ Aufenthalt des Da« Stück ist * iumor, mit ßutn 5ft zwei Nummern * “ Te . Theil nel. ®ie m äußerst * - Z flotter Btlyche ”,"565 nJ t Weber Ls ,U^IW KW- Sttl°>e des^ SS . „ AeorS (U S»“’^ g.irt«!«' flhteT i $?ebr. 13. Dem Heizer an der Main-Weser Bahn dahier, Georg Köhler, eine .chter, Helene Katharine, geb. 2j^l®ve J,8^7’ t e gebr. 9. Elisabeth Vogel, deS Christoph Vogel zu Rodheim, ehel. ledige Tochter, 19 Shr712 ' Är'olin^Sophie Friederike Georgette Gebhard, des verst. Schuh- nchers Konrad Christoph Gebhard, ehel. ledige Tochter, alt 59 I. 5. M. 27 T., gest. I«g;ua a. d. Ständesamtsregistern des Standesamts Gießen. Vom 9. bis 15. Februar 1878. Aufgebote. o ctpfir Maurer Philipp Lang, Wittwer von Hochelheim mit Clara Katharine ainae von Hermannstetn, beide wohnhaft in Gießen. 13. Febr. Müllerbursche Philipp .illaärtner in Gießen mit Katherine Zecher in Staufenberg. — Schreiner Heinrich u^bardt Wittwer von Gießen mit Margarethe Emmerich von Wolferborn. — Kaufen Geora Kinkel von Sinkershausen mit Georgine Louise Auguste Hermine Schmidt nrn (Hieben — Bierbrauer Konrad Großhaus in Gießen mit Elisadethe Brück von ^Isback — Der Oberlazarethgehtlfe im II. Großyerzoglich hessischen Infanterie Re lment Nr- 116, Conrad Jacob Boller von Lang-Göns mit Helene Karoltne Schneider °m ®ie6en' Gh - sch . i ° ßun g - n. 12 Febr. Der Bauunternehmer und Mitglied der Stadtverordneten-Versamm- uia ^acob Christian Julius Hoch mit Anna Elisabethe, Wittwe des Photographen enn Klauer, geborene Zoeger, oon Laubach. 13. Febr. Der Vicefeldwebel im II.Großh. rsfiscken Infanterie-Regiment Nr. 116, Julius Christian August Griesbach von Rog- mit Karoltne Susanne Walther von Gießen. 15. Febr. Taglöhner Peter Schmitt n Saasen mit Margarethe Löberich von Ettingshausen. Geborene. 3 Febr. Marie Katharine Wilhelmine Eleonore, Tochter des Locomotioführers i der Main-Weser-Bahn, Karl Heinrich Wilhelm Ditzel. 6 Febr. Marie, Tochter des Flurschützen Martin Kröcker. 8. Febr. Karoline, Tochter des Schneiders Johann Heinrich Schmitt. — Karl, Sohn des Zugführers an der Cöln Gießener Bahn, Paul Höck. 6 Febr. Julius Emil Karl Anton Melchior Konrad, Svhn von dem Stations- aehilfen an der Main Weser-Bahn, Julius Paul. 9. Febr. Anna Louise, Tochter de8 Fuhrmanns Christoph Spieß. 13. Febr. Georg Friedrich, Sohn des Fuhrmanns Friedrich Simon I. 10. Febr. Otto, Sobn des Weisbinders Jacob Döpfer. 14. Febr. Helene, Tochter des Schuhmachers Heinrich Krausmüller. 7. Febr. Wilhelm, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von auswärts. 8. Febr. Eugen, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von auswärts. 10. Febr. Anna, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von auswärts. — Johann, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Kind von auswärts. Gestorbene. 9. Febr. Kaufmann Philipp Remy, 69 Jahre alt, von Altenkirchen (im aca- demischen Hospital gestorben.) - Sophie Gebhardt, 60 Jahre 5 Monate 26 Tage alt. 10. Febr. Taglöhner Michael Scheuer, 42 Jahre alt, von Vadenrod (im academischen Hospital gestorben. 11. Febr. RsHelschmied August Baldus, 33 Jahre a(t, von Niederscheld, Amt Dillenburg (im academischen Hospital gestorben.) 13. Febr. Jacob Martin, 9 Monate 27 Tage alt, Sohn des Dtenstmanns Heinrich Weidenhaus. — Elise Reuter, 46 Jahre alt, von Ziegenhain (im academischen Hospital gestorben. 14. Febr. Bertha Pilger, 67 Jebre 4 Morate 26 Tage alt. 15. Febr. Emma Henriette Rosine Klein, 17 Jahre 7 Monate 18 Tage alt, Tochter des Großh. Hofgerichtsraths vr. Ernst Georg Klein. 14. Febr. Lina Lyncker, 32 Jahre 9 Monate 4 Tage alt. Handel und Verkehr. Gießen, 16. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 85—96 H, Hühnereier, per Stück 9 H, Gänseeter per Stück — Enteneier, per Stück 9^>, Käse, p. Stück 5—11 Kasematte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter 22 H, Linsen, 1 Liter 26 H, Tauben, das Paar X 1.20, Hühner, per Stück X 1.50, Hahnen, per St. X 170, Enten, per Stück X 2.60, Gänse per Psd. — H, Kartoffeln, 100 Kilo 7 X 50 Ochsenfleisch 64 u. 70 H per Pfd., Kuhfleisch 50 u. 60 H, Rindfleisch 50 u. 56 4/ Schweinefleisch 60—64 Kalbfleisch 50, 54, 56 u. 60 H, Hammelfleisch 60 H. __________________________________________________ Berlin-Coblenzer Holzversteigerung. I Mittwoch den «0. Februar d. I, Morgens V210 Uhr, wird in dem Cleeberger Gemeindewald Eisenbahn. folgendes Nutzbolz versteigert: Distrikt Mohrswald 2. u. 3. Theil. 140 Eichen-Stämme 153,08 Feftm. 4 Buchen- „ 2,49 „ Versteigerung von Waldarb eiten in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Sehflflfenberg. Donnerstag den 21 L MtS, Nachmittags 2 Uhr beginnend, sollen nachverzeichnete Arbeiten verste gert werden: Strecke Nordhausen-Wetzlar. Abteilung I. 978) Der Abbruch der alten Wasserstation aus Bahnhof Wehlat soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Hierzu ist Termin auf Montag den 2$. Februar 1878, Vormittags 11 Uhr, in diesseitigem Abtheilungs-Bureau anberaumt. Die bis dahin eingegangenen Offerten werden in Gegenwart der erschienenen Submittenten eröffnet werden. Zeichnungen und Bedingungen liegen im Abtheilungsbureau aus, letztere köiunen auch gegen Erstattung der Eopialien bezogen werden. [H. 6689.] Wetzlar, den 12. Februar 1878. Der Abtheilunqs-Baumeister: Kluge. 2 2 2 „ Stock, Nadel-Prügel, Iagdverpachtung. Mittwoch den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, [oIE die Jagdberechtigung in der ca. 350 Nvrgen haltenden Gemarkung Ringels- musen, — je V/4 Stunde von den Sta- ionen Hungen und Nidda entfernt — auf neiterc 6 Jahre öffentlich auf dem Fürst- :icfc en Hofe daselbst verpachtet werden. Hungen am 12. Februar 1878. (902 Fürst!. Rentamt. Demme. Montag den 18. d. Mts., loIU im Lollarer Gemeindewald nachstehendes holz versteigert werden: 7,2 Rmtr. Buchen-Scheitholz, Prügel, 33,3 „ „ Stock, 2400 Buchen- und Nadel-Wellen Reisholz, 92 Fichten-Stämme von 13—26 Centi- meter Durchmesser und 14 Meter Länge, mit 20,80 Festmeter, 1166 Fichten-Stangen mit 71,64 Festmeter. Das Fichten-Stamm- und Stangenholz ist besonders zu Dachsparren, Spalieren, Leiiierbäumen rc. geeignet. Die Zusammenkunft ist Morgens um 9 Uhr, dun Weg oberhalb der Baumschule, wo der Awfang am Stammholz beginnt. Kollar, den 11. Februar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Lollar. 6977) Fuch s. Jagdverpachtung der Stadt Allendors a. d. Lda. Die Jagdverpachtung vom 13. l. Mts. ist in Hinsicht der zweiten Abtheilung und zrowr derjenigen jenseits der Lumda, welche oon den Gemarkungen Treis a. d. Lda-, Beuern, Climbach, Allertshausen und Londorf begrenzt wird, nicht genehmigt worden, -oeShalb genannte Abtheilung Donnerstag den 21. Februar 1878, Nachmittags 1 Uhr, nif hiesigem Rathhause nochmals verpachtet werden soll. Ullendorf a. d. Lda., am 15. Februar 1878. Tr oßh. Bürgermeisterei Allendors a-d. Lda. 980) B iebj?r. Versteigerungen. Holzversteigerung im Hattenroder Gemeindewald. Mittwoch den 20. Februar, von Vormittags 10 Uhr, ollen in verschiedenen Distrikten versteigert werden: 88 Eichen-Stämme von 14 — 29 cm Durchmesser, bis zu 11 m Länge. 99 Fichten Stämme, 14—29 cm Durchmesser bis zu 20 m Länge. 135 E'chen-Stangen von 8—13 em Durchmesser und bis zu 7 m Länge. 300 Fichten-Stangen, 8—13 cm Durchmesser und bis zu 15 m Länge. 260 Ftchten-Bobnenstangen. Donnerstag den 21 Februar, oon Vormittags 10 Uhr, 8 Rm. Buchen-Scheit. 232 Buchen-, Eichen- und Nadel-Prügel. 83 „ „ „ „ Stockh 6120 Wellen Buchen-, Eichen- und Nadel Durchforstung. 3250 Wellen Wetchholz. Die Zusammenkunft geschieht auf dem Vicinalweg nach Ltch in der Lehmkaute bei dem Pflanzgarten. Hattenrod, am 11. Februar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Hattenrod. 925) Mengel._____________ Pflasterstein-Lieferung. Samstag den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf der Bürgermeisterei zu Langsdorf 80 Cubm. gut zugerichtete II. Sorte Pflastersteine öffentlich versteigert werden. Villlngen, am 14. Februar 1878. Heineck, 979)_______Bezirksbauaufseher.___________ Bau Werkhohverstkigerung. Donnerstag den 21. Februar, Morgens 10 Uhr an, sollen in dem Rodenhäuser Jnteressenten- sald im Schlage Hemerich und Grude 100 Eichen Bau- und WerkholzStämme von 3 bis 11,5 Meter Länge und 20 bis 68 Centtmtr. mittleren Durchmesser, öffentlich verkauft werden. Rodenhausen bei Fronhausen, den 14. Februar 1878. Der Bürgermeister: 972) Lat her. 254 Nadelh.- „ 52,08 „ 125 „ Stangen 1. Cl. 8,41 Festm-, 7 Eichen Derbholz-Stangen 0,35 Festm District Sprengersheck 1. u. 2. Theil. 15 Nadelholz-Stämme l 4,40 42 „ Stangen I. Cl | Festm. District Kühunnern. 12 Eichen-Stämme ( 4 52 27 „ Derbholz-Stangen j Festm-, 9 Nadelholz-Stämme 4,40 Festm-, 3 „ Stangen I. Cl. von 0,18 Festm. 6 Nadelholz-Stangen II. Cl. 0,18 Festm. District vor dem Gaulskopf. 45 Nadelholz-Stämme 5 63 Festm., 69 „ Stangen I Cl. 4,28 Festm., 11 „ II Cl. 0,33 Festm-, II. Donnerstag den 21. Februar d. I, Morgens !/210 Uhr, kommt im Cleeberger Gemeindewald in den obengenannten Districten folgendes Brennholz zur Versteigerung: 67 Rmtr. Eichen-Scheit, 21 „ „ Knüppel, 121 „ „ Stockholz, 3 „ Nadel- „ 4000 Eichen-Wellen, 475 Buchen- „ 8530 Nadelh - „ 1480 Ausbusch-Reiser. Der Anfang ist den ersten, sowie auch den zweiten Tag im Mohrswald. Die Herren Bürgermeister und Vorsteher werden um gefällige Bekanntmachung ir. ihren Gemeinden erwcht. Cleeberg, den 5. Februar 1878. Keil, 950) Bürgermeister.___ Montag den 18. Februar, Nachmittags 2 Ubr, soll im Pfandlocal Tische, Stühle, Komode, Bettladen und eine Kiste meistbietend versteigert werden. Gießen, dm 16. Februar 1878. Großherzogltches Ortsgertcht Gießen. 996)Müller 1) Anfuhr, Aufsetzen, Kleinschlagen und Eindecken von 180 Cubmtr. Steinen, 2) Unfertigen von 90 lfd. Meter zweispuriger Steinbahn, 3) Anfertigen von ca. 2000 lfd. Meter Graber, 4) Planiren verschiedener kleinerer Wegsstrecken. Zusammenkunft Nachmittags 2 Uhr, an dem Forfthaus Baumgarten. Wegen den zu fertigenden Graben- und Plauir-Arbetten werden Großh. Forstwart Schlag zu Baumgarten und Großh. Weg- aufseher Dern zu Hausen nähere Auskunft ertheilen. Gießen, den 14. Februar 1878. Großherzogl. Oberförsterei Schiffenberg 949)__________Georgi.____________ Dienstag den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr, läßt der Bäcker Karl Ockel bei seiner Wohnung am Ludwigsplatz zwei Chaisen, zwer Wagen, eine Partie Chaisen- u. Wagen- Geschirre, einen großen Haferkasten, Pflug, und Egge und noch sonstige Gegenstände meistbietend versteigern. (997 Gießen, den 16. Februar 1878. ____________Müller.____________ Mittwoch den 20. Februar, Morgens 10 Uhr, läßt Unterzeichneter 6 ErcheniStämme, 12 Festmeter, geeignet für Schreiner und Glaser, öffentlich meistbietend versteigern. Ioh. Althen, Schreiner, 994)____________Hochelheim.______ Donnerstag den 21. Februar, Nachmittags 2 Uhr, werden im Saal der Restauration „Bramm" in der Neustadt dahier eine große Partie Schaufeln, Schraubstöcke, Stifte, Hemm- schrauben und Kistenschlösser öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 16. Februar 1878. M. Pilger, 970)Masseverwalter I Todes - Anzeige. | 991) Theilnehmenden Freunden und Bekannten, mit M der Bitte um stille Theilnahme, die schmerzliche Anzeige von U dem heute, Morgens 6 Uhr, nach achtwöchentlichem Kranken- 9 lager an Gelenk-Rheumatismus, im 18. Lebensjahre erfolg- M ten sanften Hinscheiden unserer geliebten Tochter und Enkelin ■ Emm«» । Gießen, den 15. Februar 1878. S Dr. Ernst Klein, Hofgerichtsrath, M Marie Klein, ■ Justizrath Gustav Trapp in Friedberg. Ä Die Beerdigung findet statt: Sonntag den 17. Februar, M Nachmittags 4 Nhr. Wenzel’s Garten. (Saalbau) Sonntag den 17. Februar 1878: GROSSES Anfang 5 I hr Entree 40 lefg. a Person (941 1) Ein möbltrtes Parterre-Zimmer zi oermiethen.F. Zöller, Neustadt. 603) Mansardenwohnung alsbald |i 814) I I. F Popp. Wilhelm Reiber. oermiethen. G a. Cbr. Spruck oermiethen bei kaufen. Frau Dr. Hanstein. Wilh Boger. oermiethen bei naten, beziehen. G- Malkomes ius II. Durch ärztlicheVerordnunq empfohlen: bei H. Schnell I. Stein, Architekt mtethen. 0 (984 Der Vorstand des Concert-Vereins. 865) 998) Hierzu eine Beilage 976) CHIN 968) Mein in der Baultvte gelegene Garten auf dem Nahrungsberg ist zu ver- 0 0 0 0 0 Gott Möge 879) Ein Zimmer zu oermiethen. Neuen Bäuen B 84. seit ich Ihre Kur endigte, mein Magenkatarrh sei T ank n cht wieder kehrte, es Ihnen gelingen, noch viele 833) Ein kleines Logis mit etwas Gartea- anthetl zu oermiethen bet Kennel, Riegelpfad Anfang: Nachmittags 4 Uhr, „ Abends 8 Uhr. Entree 25 Pfg. 659) Der zweite Stock meines Hause? ist bis zu dem 15. März zu beziehen. Georg Noll, Gärtner. 658) 2Famtlienloois, II. und III. Stock von je 6 Zimmer, Küche und Zubehör, sowie ein geräumiger Laden bis 1. August beziehbar, zu oermiethen. Näheres in der Expedition. vermischte Anzeigen. 969) Ein braves Dienstmädchen gesucht auf den 25. März von Auguste Daudt, Grünbergerstrotze bei Georg Volk. Das V. Concert in diesem Winter findet entweder Sonntag den 10. oder Sonntag den 17. März unter Mitwirkung der beiden Frl. EPSTEIN aus Wien statt. Kranke dieser Art von diesem schrecklichen Leiden, gegen welches ich 14 Jahre lang alles nur erdenkliche vergeblich anwandte, zu befreien. Haltern (Westfalen), 16. Juni 1876 Ihr dankbarer Leusmann, Lehrer. 988) 10 bis 12,000 gut gebräunte Backsteine werden billig abgegeben, im House des Herrn Metzger S chneider neben dem „Rappen". Magen- u. Darmleidrn oder chronische Verschleimung der DerdauungSorgane und deren so zahlreichen Neben- u. 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C. Nr. 69 des berühmten Zither-Blas-Concertino-Dirtuosen Herrn Reichhard aus Wien nebst zwei Kollegen in der Banchrednerkunst. 256) Das seither von Herrn He rm. Katz bewohnte Familienlogis ist anderweit zu oermiethen und im April zu beziehen. I Cb. Retter am Kreuz Gesucht weiden Dienstmädchen für Küche u. Hausarbeit; auch ein Mädchen nach Aus wär» in einen kleinen Haushalt. Nur Solche» mit guten Zeugnissen werden gute Stellen nachgewiefen durch Frau Müller, 971)Löwengaffe. mit ünd ohne Eisen bereitet von den Apothekern Kraepe- lien & Holm in Zeist (Niederlande^ aus den wirksamsten Theilen der China, in altem spanischen Wein unter Garantie der Reinheit und Güte. Dhnp Fkpn verordnet bei grosser Ulllie Liöbn Schwache,Appetitlosigkeit, schlechter Verdauung, Fieber.Ner- venkrankheiien und ihren Folgen als Kopfweh, Neuralgie u s. w. Mit Eisen :=r^dn,Btlu^-'c"^lei=h' sucht, Blutmangel ue- schlechtsschwäche, Drüsen- u. Hautkrankheiten. Preis der Vi Flasche M. 4 — „ >, V2 „ „ 2.50. Die besten Zeugnisse der Niederl. medicinischen Facultät, des Augusta- Hospitals in Berlin u. anderer hervorragender wissenschaftlicher und ärztlicher Autoritäten, sowie die amtliche Analyse sind im Prospect enthalten und gratis von untengonann- ten Apotheken zu beziehen. General-Depot för ganz Deutschland: Elnain & Co. in Frankfurt a. M. u. Rud. Hohensee in Berlin, Leipzigerstr. 34. Depot in Giessen in der Hlrseli- 975) Apotheke. 838) Der 3. Stock zu oeim'etden uni gleich beziehbar bei Ehr Schopbach 834) In meinem neuerbauten Hause, vis-A-vis Pöschel's Bierhalle, sind Fami- ltenlovis von je 3 bis 6 Zimmern nebst Zubehör, GarUnantheil und Bleichplatz 00a 1. April ab zu oermiethen. G g. Unverzagt l. 542) Eine Wohnung von 5—6 Zimmern im 2. Stock ist zu oermiethen. • Ehr. Weiß. 422) Der III. Stock, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, ist sogleich oder spater zu oermiethen. Geora Lüdeking. 633) Ein neu hergerichtetes Familienlogis hat zu vermie- then Chr. Wallenfels^ am Markt. Aermielyungen. 729) Möblirtes Zimmer zu oermiethen. A. 166. Restauration Lahnstein, Jpeute, Sonntag den 17. Februar: Erklärung« 974) Die in No. 37 diesei Blattes gegen meinen Sohi stud. med. Julius Schreiner ausgesprochene Warnung nehme ich als auf irrthüm- liehen Angaben beruhend Uebereilung hiermit zurück. Kohig, den 15. Febr. 1878 Vantor Schreiner. 315) Empfehle für Umzüge gefälligste Benutzung meines Möbel wagens. Billigste Preisberechnung F. JFürst Witte. 992) Die beiden von der Firma Docter ST Katz der malen noch gemietheten Läden mit Wohnungsräumen re. sind getrennt oder zusammen anderweit zu oermiethen, beziehbar am 1. Juli l. I. JLabroisse, Hofg.-Adve. 919) Ein kleines Logis, gleich beziehbar. Carl Straub, Feldschlößchev. Gießener Coneertverein. Es ist uns gelungen, die bedeutendste Pianistin der Gegenwart, Frau Dr« Clara Schumann für ein außergewöhnliches Concert unseres Vereins zu gewinnen und findet dasselbe unter Mitwirkung anderer Künstler Dienstag den 26. Februar, Abends 3 Uhr, im Clubsaale statt. — Für die Mitglieder unseres Vereins und des akademischen Gesangvereins ist der ermäßigte ^Eintrittspreis eze eine ziemlich Zeitpunlie in die lrsch war. Rußla vslichtet sein. Dii Rußland wird es Dukareff zu urtheil Lchiimmste. In d Mei die Äbmachun d" Kriegsentfchädi |ur nöthig erachtet £wit Rumänien ü ^oßmächte mögen r-s ?u9 Ob« bei El* w*« d« J"1*"1- htm pro], M'N C6(tH(n -Ls» luri sSm Ter Vr^"° einer !*»&*•> SÄ; (SlhTAt