Biel pro ^onne len. 1877 tftoj Uhr, M®. 14. Donnerstag, den 17. Januar 1S78* Kießener MnMer ^rstand. wft~~ ‘S ® ^örittdl für 1 ai,ß Rußland: unt-MM iprun । -HM'. „M Einhorn". _______________Anzeige- ui Amtsblatt fir be» Kreis Gießen. Amtlicher Theil. Gießen, am 14. Januar 1878. Betreffend: Das Landgestüt, nunmehr die Untersuchung der als Beschäler zu benutzenden Hengste von Privatpersonen. Das Großherzogliche Krcisamt Gießen an die Großher^oqlichen Bürgermeistereien des Kreises. Falls Angehörige Ihrer Gemeinden Hengste besitzen, welche dieselben in diesem Jahre zum Bedecken von Stuten verwenden und der dcsfalls anzuordnenden Untersuchung unterwerfen wollen, so wollen Sie uns dieß bis zum 30. l. M. unfehlbar anzeigen. C .id solche Hengste nicht vorhanden, dann kann die Anzeige unterbleiben. Dr. Bookman n. politischer Theil. (321 qiehcr nzeigen. ein junger Mensch, ch mit schriftlichen Werts 106. Berlin, 14. Januar. Obschon nach einem Beschlusie des Bundesraths eine Betheiligung des deutschen Reiches an der diesjährigen Pariser internationalen Ausstellung nicht stattfindet, sind die Staatseisenbahn-Directionen durch den Handelsminister doch ermächtigt worden, für diejenigen Gegenstände, welche auf genannter Ausstellung ausgestellt werden und unverkauft bleiben, im Durchgangsverkehre eine Transportbegünstigung in der Art zu gewähren, daß für die Hinbeförderung die volle tarifmäßige Fracht berechnet wird, die Rückbeförderung auf demselben Wege an den Aussteller aber frachtfrei erfolgt, wenn durch Vorlage des Originalfrachtbriefes für den Hinweg, sowie durch eine Be- schenigung des Ausstellungs-Comics nachgewiesen wird, daß die Gegenstände ausgestellt gewesen, unverkauft geblieben sind und die Rückbeförderung innerhalb des Jahres 1878 nach Schluß der Ausstellung stattfindet. die Linie Tschirpan-Eski-Sagra marschiren, um zwischen Philippopel und Hir- menlu das Maritzathal zu erreichen und den Türken den Rückzug nach Adria- ! nopel abzuschneiden; ja in Konstantinopel selbst waren schon am Freitag Nachrichten eingelaufen, denen zufolge die Russen einerseits bereits in Tatar-Basard- : schik stehen und andererseits die Eisenbahn-Station Jambolt bedrohen, während die Bevölkerung Adrianopels bereits die Stadt zu räumen beginnt. Das Schicksal schreitet in der That schnell mit der Türkei abwärts und wenn diese ' sich nicht sehr beeilt mit dem Abschluffe des Waffenstillstandes, so kann es leicht kommen, daß die Ruffen noch vor demselben in Adrianopel sind. > In Frankreich hat man gelegentlich des Ablebens des Königs Victor Emanuel Gelegenheit genommen, sich wieder mehr und mehr Italien zu nähern, denn die Reactionsgelüste in Frankreich hatten Italien einigermaßen mißtrauisch gegen dasselbe gemacht. Dos officielle und officiöse Frankreich ist daher jetzt bemüht, den Italienern zu beweisen, daß nur ein Staat in Europa es mit den Italienern ehrlich meine und dieser Staat heiße Frankreich. Leider steht jedoch die politische Ehrlichkeit Frankreichs nicht gerade in gutem Gerüche und wenn die Franzosen dieselbe Italien gegenüber so sehr herausstreichen, so müssen sie doch für dieselbe bange gewesen sein. — Die französischen Kammern sind ohne Zwischenfall eröffnet worden und wurden in beiden die früheren Präsidenten wiedergewählt. Da politische Streitfragen in Frankreich nicht gerade zu befürchten sind, so werden die Kammern ausschließlich ihre Thätigkeit den Etatsberathungen widmen können. Angesichts der nahenden Reichstagssession mehrt sich in Deutschland das Interesse an den inneren Angelegenheiten. — In den Kreisen nationalliberalcr Abgeordneter soll der Vorschlag einer Erhöhung der Tabakteuer im Allgemeinen nicht mißfällig ausgenommen werden, und es ist schon jetzt wahrscheinlich, daß die meisten Mitglieder der Fraction eventuell dem Anträge zustimmen werden, so daß also, da die Stimmen der Con- servativen von vornherein gewonnen sind, eine Mehrheit im Reichstage in ziemlich sicherer Aussicht steht. Vorausgesetzt ist jedoch dabei, daß die beantragte Steuererhöhung nicht lediglich eine Vermehrung der Reichseinnahmen ohne gleichzeitige anderweitige Compensation bedeutet, sondern eine wesentliche Entlastung des Budgets der Einzelstaaten in sich schließt und zum Ausgangspunkte einer allgemeinen Steuerreform wird. Außer durch den Thronwechsel in Italien wird die politische Situation des Erdtheiles von dem neuen Wendepunkte in der Oriental-Affatre beherrscht. Neben den wuchtigen Schlägen eines erbitterten Krieges hat sich zwischen den streitenden Parteien doch das Bedürsniß nach Frieden geltend gemacht und sind wenigstens die einleitenden Schritte in dieser Hinsicht von der Türkei gethan und von Rußland nicht abgewiesen worden. Auf eine Mitthei- lung der Pforte im russischen Hauptquartiere, daß sie zu Waffenstillstands- Verhandlungen geneigt sei, hat sich Rußland zu solchen bereit erklärt, wünfcht jedoch zunächst von der Pforte die Waffenstillstands- und Friedensvorschläge zu hören. Als türkischer Unterhändler wird Mehemed Ali Pascha genannt, eine Vertrauen erweckende Persönlichkeit, denn Klugheit und Erfahrung kann Mehe- med Ali nicht abgesprochen werden. Ueber den sonstigen Stand der Waffen- flillstands-Unterhandlungen erfährt man noch, daß die Pforte auf das Ansuchen Rußlands die Friedenspräliminarien vorzuschlagen, geantwortet hat, Rußland möge die Friedens-Bedingungen zunächst selbst formuliren. In Konstantinopel ift man im Uebrigen von dem Ernste der Lage vollkommen durchdrungen. An Stelle des den Geschäften nicht mehr gewachsenen Großvezirs Edhem Pascha bat der Sultan feinen bisherigen Minister des Innern, Hamid Pascha, gesetzt. 3n ^m diesbezüglichen Erlaß des Sultans befindet sich ferner eine Stelle über bie Lage des Osmanenreiches, wo es heißt: „Unsere Streitkräfte waren den Mdlichen gleich; aber die Unerfahrenheit einiger Führer veranlaßte die Nie- ttrlagen. Wir befehlen, daß Untersuchungen über die von ihnen getroffenen Maßregeln veranstaltet werden und wünschen, daß ihr aus den Lehren der Deutschland. Darmstadt, 13. Januar. Durch einen Antrag des Abg. Büchner werden zwei Bestimmungen der Städteordnung zur Abänderung empfohlen, welche schon bei Berathung des fraglichen Gesetzes lebhafte Discusstonen hervorriefen und hiernächst nach dem Inkrafttreten deffelben die Presse vielfach beschäftigt haben. Nach Position 2 Art. 13 sind nämlich (von anderen Requisiten abgesehen) nur diejenigen männlichen, die Reichsangehörigkeit besitzenden Einwohner stimmfähig, welche einestheils seit zwei Jahren den Unterstützungswohnsitz erworben haben, anderntheils ihr Stimmrecht am Ende des vorhergehenden Jahres in Anspruch genommen haben. Der gestellte Antrag bezweckt nun den Strich der Worte „seit zwei Jahren", so daß man nur zwei (nicht vier Jahre) an dem betreffenden Orte gewohnt haben muß, um stimmfähig zu sein, und völlige Aushebung jeder Declarationspflicht wegen Inanspruchnahme des Wahlrechts. * Gießen, 16. Januar. Während manchmal ganze Wochen und Monate arm an politischen @Tei0Hifienepnt) oder für ihre politischen Confiellationen kein Interesse erwecken können, drängen sich oft auf einen kurzen Zeitraum wichtige Begebenheiten zusammen. So waren auch die jüngst verflossenen Tage auf dem politischen Gebiete sehr reich an Ereignissen und werden es wahrscheinlich auch noch für die nächste Zeit sein. In Italien hat über Nacht ein Thronwechsel stattgesunden, rvell eine schlimme Krankheit den thatkrästigen König Victor Emanuel plötzlich dahinraffte. Da es eine löbliche Sitte ist, den Todten nur Gutes nachzureden, denn schon die Römer sagten „de mortuis nil nisi bene“, (von Gestorbenen rede nichts als Gutes) so kann man wohl von dem entschlafenen König Italiens rühmen, daß er einen seltenen politischen Schliff aus allen Gebieten des Lebens mit einer rastlosen Thätigkeit vereinigte und so konnte es geschehen, daß ihm, allerdings unterstützt von günstigen Verhältnissen, das noch vor zwanzig Jahren unmöglich Gehaltene, die politische Einigung Italiens, gelang. Dazu kommt, daß der König Victor Emanuel sich auch die Liebe seines Volkes und die Ach tung des Auslandes erwarb; der verblichene Herrscher muß daher unstreitig zu den hervorragenden gerechnet werden und sein Nachfolger, der König Humberts., dürfte schwerlich im Stande sein, den Platz, welchen ihm der Vater hinterließ, so wie dieser ausfüllen zu können. nete empfiehlt sich Bublifum im Kleien sonstigen weib- iittet um ruft ifle- Faber am Wt en. tarburger Straße. bt Arbeit. (3N irik, LchnGr. EM PiaÄö gesucht. Mts.__ it auf sofort Stelle $ern*5ureau- ;era. Metall re. thenberger, rnwee._____- nete empfiehlt -nublikum im »ut- rben sowie in der un*« T.rfdbt das Ner au 'i PünNlM "uS-uttoSt«» Melchior, n Mn Ei" -,rxL * is SH**“ |C11S ------, )*“ vit: nerven vre yqiung 2Ki|0)| .1! C ■ Montenegriner die Beste Antivari zur Uebergabe und Widdin wird ", von den dort vereinigten Rumänen und Serben hart berannt. Auch 1 [ jaq«e9°ff "Mt man, daß die Russen in Folge der Ueberschreitung des Balkan und der Msangennahme der türkischen Schipka-Armee es dahin gebracht haben, daß das , °bere Tundschathal in ihren Händen ist und daß 86,000 Mann gegen »""Ä8?!* Nutzen ziehet, den Rathschlägen der Freunde des Reiches Gehör blt ®1"1 *,r|b ^>"aht seid, Garantien für die Unabhängigkeit und Integrität des bnE , Unches zu suchen." ° ■—,, ,®‘nn jedoch vielleicht die Fricdensgeneigtheit der Türken noch b", nad) 111 jenes Stadium gelangt ist, wo man die Forderungen des Siegers fast *I»'3 --snahmslos bewilligt, so dürften die Ereignisse aus dem Kriegsschauplätze di- Alb-° 6ei $ Serien doch bald in jenes Stadium bringen. Außer Sofia ist auch der --■" ffch'pkapaß durch die strategischen Künste des Generals Radetzky in die Hände "/Al». Wuff‘n «efallen und die dort befindlichen Türken in der Stärke von 43 Bw |lLi • tiiHonen und mehreren Batterien geriethen in russische Gefangeuschaft. Die Ebene von Sofia füllt sich mit russischen und serbischen Truppen und eine Ab- chilung des Generals Gurko hat sich bereits der jenseits des Balkan gelegenen Ki-dt Eski-Sagra bemächtigt. Ferner zwangen die Serben die Festung Risch Au- Bayern. Wie eine Münchener Zeitung erfahren haben will, soll wegen der von der dortigen theologischen Fakultät von den zu creirenden theologischen Doctoren verlangten Verpflichtung auf die Decrete des vaticani- schen Concils ein Ausweg gefunden worden sein, der freilich etwas sonderbar sich anläßt. Nachdem der Universitäts-Senat dem bezüglichen Antrag der Fakultät seine Zustimmung verweigert hatte, soll der derzeitige Rector v. Helserich das Uebereinkommen getroffen haben, daß die Doctoranten den fraglichen Eid nicht in der Aula der Universität, sondern vorher innerhalb der Fakultät abzulegen haben. Ob dieses Compromiß gemäß welchem immerhin die promovirten Theologen auf Decrete verpflichtet werden, denen einst das königliche Placet ausdrücklich verweigert worden ist, zur Ausführung gelangen kann, dürfte mindestens fraglich erscheinen. Italien. Rom, 14. Januar. Erzherzog Rainer, welcher in der österreichischungarischen Botschaft abgestiegen war, begab sich gestern Nachmittag mittelst eines Hoswagens nach dem Qutrinal, um die Majestäten zu besuchen. Der König erwiderte hierauf in Begleitung des Herzogs von Aosta den Besuch. Am Abend fand im Qutrinal Familiendinec statt, welchem Erzherzog Rainer, Prinz Napoleon, Prinz Carignan und der Herzog von Aosta beiwohnten. Türkei. Pera, 12. Januar. Seit 10 Tagen kämpft Suleiman in Tatar- Bazardschik. Die dortigen Regierungs-Magazine stehen in Flammen. Philip- popel ist noch nicht dtrect bedroht. Veffel Pascha ist mit 2000 Manu aus dem Schipkapaß entkommen; mit Hinterlassung der Geschütze erreichte ein Theil derselben Karlowo, ein anderer Philippopel. In letzterer Stadt, sowie in Adrianopel herrscht große Angst; sie wimmeln von Flüchtlingen. Die Archive und die Ottomanische Bank sind nach Konstantinopel gebracht. Die Scenen an den Bahnhöfen sind schrecklich ; die Eisenbahnwagen sind stets von türkischen Frauen und Kindern angefüllt, deren viele auf der Fahrt starben. Die Zahl der schon in Konstantinopel angekommenen Flüchtlinge wird aus 20,000 angeschlagen. Die Kälte ist sehr groß. Telegraphische Depeschen. Privat-Depesche des Gießener Anzeigers. Berlin, 16. Januar. Der Reichstag ist aus den 6. Februar einberufen. Wagner'S telegr» Eorrespondenz-Bureau. Konstantinopel, 14. Januar. Die Räumung Adrianopels Seitens der Bevölkerung dauert fort. In Folge der erwähnten Zugentgleisung wurden einige von Adrianopel Flüchtige getödtet oder verwundet. Konstantinopel, 14. Januar. Server Pascha und Namyk Pascha sind heute Abend nach Adrianopel abgereist, um sich nach Kazanlik zu begeben. Die Zugentgleisung hat zwischen Philippopel und Adrianopel stattgefundem Petersburg, 14. Januar, Abends. Amtliche Meldung aus Odeffa vom 13. d.: Der Commandeur des 10. Corps berichtet: Heute Vormittag IO1/» Uhr näherten sich zwei große türkische Dreimaster-Monitors Feodosia und eröffneten ein Bombardement. Einige gelungene Schüsse einer russischen Feld- batterie zwangen die feindlichen Schiffe zum Rückzüge, wobei sie jedoch ihr Feuer fortsetzten. Erst Mittags 12V3 Uhr stellten sie dasselbe ein, auf ihrer Stellung bleibend. Durch 132 feindliche Schüsse waren 10 Häuser zerstört, 1 Infanterist getödtet, 5 Artilleristen und 7 Bewohner verwundet. Nachmittags 4 Uhr entfernte sich der eine Monitor in westlicher Richtung, der andere verblieb auf der Rhede, anscheinend um Reparaturen auszusühren. — Großfürst Michael berichtet telegraphisch unterm 14.: Heute bom- ba.dirte ein türkischer Monitor über 2 Stunden lang Anapa; eine Kirche und einige Gebäude wurden beschädigt, ein Mann wurde getödtet. Eine russische Feldbatterie gab einige Schüsse ab. London, 14. Januar. Dem gestrigen Ministerrathe wohnten sämmtliche Minister bei, ausgenommen Lord Derby, welcher stark erkältet war. Brüssel, 14. Januar, Abends. Das Journal „Nord" äußert sich folgendermaßen über die Dardanellensrage: wenn die Schließung der Dardanellen aufrechterhalten werde, müsse Rußland dieselbe durch hinreichende Garantien sichern, damit die Schließung sich als eine ernst gemeinte und permanente darstelle. Angesichts der Schwierigkeit, solche Garantien zu finden, erklärt sich „Nord" für Oeffnung der Dardanellen, welche Rußland die seiner Größe entsprechende Ausbreitung seiner maritimen Macht erleichtere. London, 15. Januar. Heute fand ein Cabinetsrath in Lord Derby's Wohnung statt. Karlsruhe, 15. Januar. Von klerikaler Seite der zweiten Kammer wurde heute ein Antrag angekündigt, an die Regieruug die Bitte um Abänderung des Gesetzes, betr. die Vorbildung der Geistlichen dahin zu richten, daß eine Verständigung zwischen Staat und Kirche möglich werde. Versailles, 15. Januar. Auf den Antrag des Deputirten Häntjens (Bonapartlst) beschloß die Kammer, am Donnerstag wegen der Beerdigung des Königs Victor Emanuel keine Sitzung abzuhalten. — In der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer verlas der Präsident eine Zuschrift der hiesigen italienischen Colonie, worin diese der Kammer mit- theilt, daß für diejenigen Deputirten, welche dem am Donnerstag zum Gedächtnisse des Königs Victor Emanuel in der Madeleine stattfindenden Trauergottesdienste beizuwohnen wünschen, Plätze reservirt find. Präsident Gr6vy bemerkte, das Bureau der Kammer werde demselben beiwohnen; er glaube, auch die Deputirten würden theilnehmen wollen, was mit Kundgebungen allgemeiner Zustimmung beantwortet wurde. Konstantinopel, 15. Januar. Nachrichten aus Datum vom 13. d. zufolge sind durch große Schneemassen schon mehrere Tage hindurch militärische Operationen unmöglich gemocht. — Um die Action der Regierung nicht zu hindern, hat die Kammer einstimmig den Antrag eines Deputirten, die Regierung um Mittheilung über die Angelegenheit des Waffenstillstandes zu ersuchen, abgelehnt. — Von Adrianopel treffen noch immer viele Flüchtlinge ein. Rom, 15. Januar. Der Kronprinz des deutschen Reiches sprach gegenüber den Ministern Depretis und Crtspi den Schmerz und die Theilnahme des Kaisers, der Mitglieder des königlichen Hauses, sowie der deutschen Nation bei dem Tode Victor Emanuels aus. Loudon, 15. Januar. Der „Standard" meldet: Ein Kohlenbergwerk 111 Wales empfing die Weisung, unverzüglich eine große Quantität Kohlen t>er, britischen Flotte in d?r Vourlah-Bai zu senden. — Die „Morning Post" erfährt, Granville werde im Oberhause die Adreß - Debatte eröffnen und Lord Beaconsfield zur Erwiderung das Wort ergreifen. Ä^adrrd, 15. Januar. Der Congreß hat mit 309 gegen 4 Stimmen der Verheiralhung des Königs zugestimmt und der zukünftigen Königin für den ^brer Verwittwung eine jährliche Rente bewilligt. Rom, 15. Januar. Der deutsche Kronprinz stattete sofort nach seiner Ankunft dem Könige und der Königin einen Besuch ab, der alsbald vom Könige, dem Herzog von Aosta und dem Prinzen von Carignan erwidert wurde. Von allen weiten treffen Deputationen ein, so auch von den Universitäten. Pisa entsandte 150, Turin 450 Studirende hierher. — Das Journal „Bersagliere" schreibt: Ministerpräsident Depretis hat dem Erzherzog Rainer gegenüber mit warmen Worten den Gefühlen der Dankbarkeit dafür Ausdruck gegeben, daß der Kaiser von Oesterreich das erlauchte Mitglied feines Hauses enlseudei. Er habe damit einen glänzenden Beweis des lebhaften Interesses geben wollen, das der Kaiser und seine Völker in Freud und Leid an dem Geschicke Italiens nehmen. Der Erzherzog nahm diese Worte sehr gerührt und befriedigt enl- gegen und sprach die Ueberzeugung aus, daß die Beziehungen beider Völker fortgesetzt freundschaftliche bleiben und sich in Zukunft noch inniger gestalten würden. Wien, 15. Januar. Die „Presse" meldet aus Jassy: Die türkischen Schiffe, die Eupatoria bombardirt haben, sind nach Sulina zurückgekehrt. Wien, 15. Januar, Abends. Die „Polit. Corresp.' meldet aus Cettinje: Der Fürst von Montenegro ist mit seiner Armee gegen Skutari auf- gebrochen. Dieselbe Correspondenz berichtet aus Belgrad: Serbien wolle als Friedensbedinguugen aufstellen: Unabhängigkeit des Fürstenthums, Abtretung Älkserbiens und Schadenersatz für die im vorjährigen Kriege von den Türken angerichreten Verwüstungen. — Die „Presse" meldet aus Tiflis: Ismail Hakki Pascha stellte dem General Loris-Melikoff das Anerbieten, Erzernm gegen das Zugeständniß des freien Abzuges der Besatzungstruppen übergeben zu wollen. Petersburg, 15. Januar. Officiell. Odeffa, 14. d.: Nach 12«/2 Ubr Mittags wurde das Bombardement von Feodosia von den Türken nicht erneuert Abends 7 Uhr zogen sich die türkischen Monitors in westlicher Richtung zurück. Im Ganzen wurden 16 Häuser beschädigt, 2 zerstört. Die beginnenden Feuerschäden wurden sofort gelöscht. Die.Ordnung wurde in der Stadt vollständig aufrechterhalten. Außer den bereits telegraphisch gemeldeten Verlusten bestehen dieselben noch in 2 contusiouirten Soldaten und 3 getödteten Pferden. — Odessa, 15. Januar. Einer Meldung aus Novorosstgk zufolge bombardirte heute Morgen um 10y2 Uhr ein türkischer Dampfer Anapa. Nach einem Telegramm aus Kertsch kreuzte heute auf der Höhe der dortigen Meeresenge ebenfalls ein türkischer Dampfer. Konstantinopel, 15. Januar. Am Montag hat zwischen Tatar- bazardschik und Philippopel eine große Schlacht stattgefunden. Am Dienstag ist der Kampf wieder aufgenommen worden. — Suleimann hat Stellungen näher bei Philippopel genommen. Er fordert die Bewohner auf, die Stadt zu verlassen. Die Russen kamen von Tchispan und marschirten auf Jenimahalgre. Vermischtes. H e r f • r b. (Ein fideler JrremranSport.) Ein Gastwirth aus her Nähe hiesiger Stadt sollte wegen Geistesstörung in die Jrrenhetlanstalt nach Lengerich gebracht wer- den und der eiste Kellner ihn begleiten. Der Gastwirth verlangte, daß mehrere Flaschen Champagner mitgenommen würden, und um ihn zu beruhigen, geschah es so. Aul halbem Wege wuroe ein Aufenthalt nöthig, und der Kellner mit einem Bürger sprachen dem Champagner tapfer zu; der Gastwirth wußte sich die Papiere für die Irren-Anstalt zu verschaffen und lieferte in Lengerich seinen Kellner, der in Folge des genoffenec Champagners feiner fünf Sinne nicht mehr mächtig war, ab- Der Wirth kam zum Cr- staunkn seiner Bekannten wieder nach HauS und der Kellner verbrachte 3 Taae in der Anstalt, bis sich das Räthsel löste. Literarisches. Besprechung aus dem »Breslauer Intelligenz- und Frcmdenblatt* Das Hauswesen, nach seine» ganzen Umfange dargestellt in Briefen an eine Freundin mit Beigab! eines vollständigen Kochbuches von Marie Susanne Kübler. Achte verbesserte Auster mit Holzschnitten. Preis: elegant geb. JL 5,50. Verlag von I. Enge lhorn in Stuttgart. Wenn wir von diesem Buche sagen, daß es in keinem Hause fehlen sollte, so gebrauchen wir damit nicht etwa eine leere, hervorgebrachte Phrase, sondern sprechen einfach unsere aufrichtige Meinung aus Wahrlich nock immer unübertroffen ist dieses vortreffliche Koch- und Hausbuch, das in achter Auflage, abermals beträchtlich vermehrt, soeben erschienen ist. Wie leicht ist es den jüngeren Anfängerinnen gemacht, die ganze schwere Haushaltungskunst zu erlernen, wie leichi der erfahrenen Frau, sich in schwierigen Fällen Rath zu holen! Aus dem Schatze reicher (St- ahrung eines vielseitigen Thätigkeitslebcns hervorgegangen, behandelt dieses Werk in angenehmster Form das ganze große Gebiet des Hauswesens und nie wird sich eine Hausfrau in seine« Besitz rathlos oder in Verlegenheit befinden. Auf alle Vorkommnisse und Verhältnisse des häuZ- lichen Lebens ist Bedacht genommen, durch die Küche mit ihren zahlreichen Geräthen, di« Speisekammer mit ihren Vorrätben, den Keller mit seinen nassen Schätzen und die sorgenbringen)« Waschküche führt uns die umsichtige und liebenswürdige Verfasserin; auf den Markt, zum Bäckrr, zum Fleischer, kurz bei allen Einkäufen begleitet sie uns als erfahrene Freundin, bald zu weisr Sparsamkeit mahnend, bald vor Täuschungen warnend, bald auf irgend einen Vortheil aufmerl- am machend. Der ausführlichen Anleitung zur Kochkunst ist ein vollständiges Kochbuch, ert Küchenkalender, eine Belehrung über das Tranchiren und Serviren, und damit die nöthige Ar- j Wechslung in den Mahlzeiten eingehalten werde, ein Speisezettel für da- ganze Jahr beig'egebei. , Dem- wichtigen Kapitel von den Brennmaterialien ist ein besonderer Brief gewidmet. Dni Hühnerhof und der Blumen- und Gemüsegarten sind gleichfalls nicht vergesien. In der Kindcv und Krankenstube findet die besorgte Mutter schätzbaren Rath. Doch es würde unseren Rauüberschreiten, wollten wir Alles aufzählen, was dieses Buch, das wir einen wahren Hausschq zu nennen nicht anstehen, noch bietet. Und das Alles für einen so wohlfeilen Preis, daß derselbe sich durch Befolgung der gegebenen Rathschläge gewiß hundertfach bezahlt. Wie manck Thränen, wie mancher eheliche Zwist könnten vermieden werden, wenn junge Damen ansta: seichter Romanliteratur das „Hauswesen" studiren würdenI Möge dasselbe, sowie es schcl Tausenden genützt hat, noch vielen Tausenden ein willkommener Rathgeber fein’ Illustrirte Iagvzettung Organ für Jagd, Ftfcherei und Naturkunde. Heraus gegeben vom königlichen Oderfö.ster H. Nitzs che 5. Jahrgang. Nr. 7. enthält: Ja?^- bilder aus Siebenbürgen von M. Wagner mit Illustration. — Jagdbtlder aus btf Oitindischen Inselwelt von H. v. Ciaufewitz. — Ein geforkelter Hirsch, mit JUustl''-' tioncn. — Ein rodfe r Hase. — Literatur, verschiedene Notitzm u. s. w. — Verlag v ! L-chrnidt & Güntber in L ipzig Alle Buchhandlungen und Postanstalten nehwe« Abonrnents an. Preis 3 halbjährlich Briefkasten. _ Herrn Dr. K. Von den von Ihnen bemerkten Veränderungen an hiesiger Unv on-fifat im Laufe dieses I bres bc.b.'n wir bereits vor längerer Zeit schon privat« Mittbeilung erbalien. In Betracht btr 5ohen Wichtigkeit jedoch, w^'che mir einer solch 3 Veränderung beilegen, stehen wir, ehe eine officiell- Mittheilung erfolgt, vor bereu Bekanntgebung ab. 341) 06- (306 August Noll im Siern. C. 220 wohne- (349 darunter. J. Ob. Retter. C. Fr. Conrad, Iriseur verlegt habe. und Der Vorstand des Concert- Vereins. 339) (343 Die trauernden Hinterbliebenen hat Mchen Tatalben. Äm Dienstaz iann hat Stellung • auf, Oie Stabt jll i auf Jenimahalqn Einzel-Billete sind in der Ricker’schen Buchhandlung Rudolph’schen Musikalienhandlung ä Mk. 1.50 zu haben. ^eikgebotenes. Petroleum I Sorte, zu haben bet Ehr. Rosenbe r o , Seltersweg. Besondere Bekanntmachungen 352) In unserem Firmen-Register sind ^eute folgende Einträge vollzogen worden; JustuS Schulze zu Gießen hat das Kurz-, Wolle-und Modewaarengeschäft seines Vaters Karl Schulze daselbst nebst allen Actioen und Passiven vom 28. September v- I. an vertragsweise übernommen und führt dasselbe unter Wohnungsveräiidening. Meinen geehrten Kunden zur Nachricht daß ich seit heute in der KaplanSgafse aus der Nahe hiesi-! imgerich gibrochl wc i, dah mehrere Flasch- n, tzrsLah es so. L . einem Mger spracht tu für die Zrren'Sil n^ilge bt8 gtnofftm er Stoll) tan jum Ei brachte 3 Tage in bi der Firma JultuS Schulze fort. Die Firma C. Schulze wurde löscht. Gießen, den 12. Januar 1878. Großherzogl. Stadtgericht Gießen. Bötticher. Vermischte Anzeigen. 303) Für ein hiesiges Manufactur-Geschäft ein Lehrling zum baldigen Eintritt gesucht. Offerten unter K. 412 besorgt die Exped. d. Bltts.__ 320) Stelle wünscht ein junger Mensch, 18 Jahre alt, welcher auch mit schriftlichen Arbeiten umgehen kann. 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Unser heutiger Markt verlief wie bis > in fbuer und lustloser Haltung- Prima fremder Weizen erzielte kaum X 24, ob Imaeaend 22.25-22.50 Roggen nicht genannt, hiesiger X 17—17.25 französischer & 17.75. Gerste ohne Leben. Hafer nur in schwerer Waare coulant verkäuflich. Mehl .m'- Futterstoffe anhaltend flau. Mebl Nr 1 X 41, Nr. 2 X 37, Nr- 3 X 33, Nr. 4 x 29, Nr. 5 X 23, Roggen •vhl o/i - Berliner Marke) X 24, do. II. (Berl. Marke) X 20, Weizen, effect. hies. u _ ab Babnhof hier X 23, ab unserer Umgegend X 22.25—22 50, fremder je nod l'bilität 23—24, Roggen je nach Qualität X 16.50—17.75, Gerste X 19—21.50, Safer X 12.75—16, Kohlsamen X —, Erbsen X 20—23, Wicken X 17.—, Linsen 20—27, Rüböl, detail, J4 80. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war nichts; 7-inoend offerirt: sämmtliche Getreidesorten. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 2U0 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Mainz, 15. Januar. Weizen per März 21.80, Roggen per März 15.40, Hafei er März 15, Rüböl per Mai 37.70. __________________________________ McMK-llerlkgnng. 110) Meinen geehrten Kunden zur Nachricht, daß ich meine Wohnung, Laden und Cabinet zum Haarschneiden, Frisiren und Rasiren in das ehemals Ilerines’sclie Haus (Mäusburg) Danksagung. Allen Denjenigen, welche unseren Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Kreppet bei tn an ■ft* le^"«?Se6er8= :e Ao Äl!« S'm 4 »L L d ^«ber mit i “,e6. «Ijenfctt. |’ «eJ« »ollen, Stalin, "b b'srwigt ent. y?n beider Völker 9 lnnt9fr galten türkische» ^Sgekehrt. meldet auS ' WnSkutari auf- wolle als nW, Mtretuna V von den Türken Pascha stellte dein 8 Zugestcknbmß des Nach 12i/2 Uht llken nicht erneuert )er Richtung zurülk. beginnenden geuet= r Stadt vollständig n Verlusten bcstehen »dteten Werden. - zusolge bom6arbnh ■ Nach einem Tele- :n Meeresenge eben- Elise Kauss, Kleidermacherin. 340) An- und Verkauf von getragenen Kleidern, Stiefeln, Hemden, Weißzeug, Betten, Gold und Silber, außer Cour- gesetztem Gelde, alten Oelgemälden, Antiquitäten, Kupfer, Messing, Zinn, Roßhaaren Werg, Mölbeln rc. bei LoutS Rothenberger, Neuenweg 193, neben dem „Gasthaus zum Löwen" Zur Bezahlung der Zinsen, welche von - en bei der hiesigen Spar- und Lethkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar: Donnerstag den 17. Januar 1878, Samstag „ 19. „ lt Die Interessenten werden daher auf- Aefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitirnirm. ' Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Tor.nerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, SufeS in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 29. November 1877. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr.______________ Srcmbetiblatt*. ine Freundin mit Wh Me verbesserte SM tlhorn in Stuttgart . i«; n s-b--»»«!" „fach unsere auft'chng J M und Hausbuä r. Äie leicht ist & ® >u erlernen, W le’9 „m SW« M «ert in «9* ^Derhaltniste des h Meicben Serachm,^ unc die sorgenbr^ff ’'m »t,MI US***« h D-m-» «* «j; I.W- --11 dasselbe, 1 -ber sein- J-gddild" gj 293) Eine Partie gutes Heu gegen 30 bis 40 (Str., liegen zu verkaufen. Wo? bei der Exped. d. Bltts. zu erfragen.___________ Feinster Leberthran fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit Metall-Verschluss ä 60 Pfg-, M. 1.— und M. 1,70. Eisenhaltig pr. Fl. ä M. 1,—. 157) c. F. Seniniler in Giessen. Gültige Privat Banknoten. Die beschränkenden Bestlmmungen des § 43 ves Reichs-Bankgesetzes vom 14. März 1875 sind (nach den im Retchsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachung.' bezüglich nachstehender Privat-Notenbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugmß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Notenbank in München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4 Breslauer Bank in Breslau. — 5 Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. — 6. Cölnische Privatbank in Cöln. — 7. Danziger Privatbank in Danzig. — 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main.— 9. Hannoversche Bank in Hannover. — 10. Leipziger Cassenverein in Leipzig. — 11. Lüvecker Commerzbank in Lübeck. — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. — 13. Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank in Dresden. — 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadt. — 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken oder Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für yelches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. Seitens der Rationalbank für das Gcoßherzogthum Luxemburg sind neuerdings aus Reichswährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach $ 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Verwendung daneben mit Gefänsniß bis zu einem Jahre bestraft. 256) Das seither von Herrn Herrn- Katz bewohnte Familienlogis ist anderweit zu vermiethen und im April zu beziehen. __________I GH Retter am Kreuz. 83) Eine freundliche Familienwshnung von 4 Zimmern, Küche, abgeschlossenem Corridor und sonstigem Zubehör, zum 2. April beziehbar, zu vermiethen. Jul. Bach, Seltersweg. Dritter iuil]Tctifd)aftlid|cr Dortrag Sonntag den 20. Januar, Abends 6 Uhr, im Clubsaale, gehalten von Herrn Professor Dr. H. Sattler. „lieber das Auge in seinem ästhetischen und kulturgeschichtlichen Beziehnungen“ mit Demonstrationen. Frankf. Würstchen empsteblt (77) Gg. Wilh. Weidig. Lahrer hinkende Bote, Reichsbote, Hess. Landkalender, Hausfreund, Gustav-Adolph-Kalender, bei W. Klee. Kinderseife. Eigens für empfindliche Haut präparirt Ganzes Paquet ä 8 Stuck X 1,50 halbes „ ä 4 „ „ —,80 Immanuel S» DuSwald, Parfümeriefabrik, Frankfurt a. M. zu haben bei: (291 C F. Conrad, Coiff'ur. Wenniethungen. 338) Ein Familienlogis zu vermiethen ____________________Seltersw g C- 192. 337) In meinem neuen Hause vor dem Neuenwegerthvr ist der II. Stock bestehend, aus 5 Zimmer nebst allem Zugehör zu ver- miethen und sofort beziehbar. Näheres jeden Dienstag und Samii ag im Haufe selbst. ___________Peter Pitz Ztm frmeister. 344) Der mittlere Stock meines Hauses, mit Wasserleitung re., ist per 1. April oder früher anderweitig zu vermiethen. Emil Fischbach. ~ 347) Der untere Stock tn meinem Hause, bestehend aus 4 Zimmer, Küche und Speisekammer, Kellern, s. w-, zu vermiethen und den 1. April zu beziehen. H. Völker, Weißbinder u. Lakirer. ____________Grünberaerstraße.____________ 350) Ein schönes Lapis von 3 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen und gleich zu beziehen bei _________Karl Kauß, Kaplansgasse. 305) In meinem Hause, Riegelpfad, vis-ä-vis dem Schlößchen, ist der mittlere Stock, bestehend tn 5 Zimmern, Kücbe, abgeschlossenem Corridor und Mägdekammer zu vermiethen. _____________Gustav Bergen. 300) Ein möblirtetz Zimmer, gleich beziehbar, ist an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. Neue Anlage Lit- C- Nr. 29, 2. Stock- Ein kleines Zimmer mit Bett zu vermie- ihen.________________Schloßgasse B. Nr. 5. 55) Ein kleineres und ein größeres Logis, letzteres seither von Herrn Postsecr. Weber bewohnt, zu vermiethen. Chr. Schopbach. 238) Ein kleines Familienlogts zu ver- miethen._________Briefträger Botz. 53) Ein Familtenlogis von 3 Zimmer und allem Zubehör zu vermiethen und am 15. März zu beziehen. ___________I. Heß Teufelslustgärtchen. 226) Ein Loois, 6 Zimmer, zu vermiethen. A MarcuS, _________Neichensand Bahnhofstraße. 308) Ein Familienlogis zu vermiethen. I. Mannberger. Abtheilung 1 für Mode Kleiderstoffe: Abtheilung 2 für schwarze Costümes und Confirmandenstoffe: 8/4 breiten französischen Cachemirienne per Abtheilung 3 für schwarze garantirte Seidenstoffe: Robe ^Abtheilung 't für Leinen und Baumwollwaaren: 6/4 breiten Winter-Negligee-Piqu6 Va Abtheilung 5 für Gardinen und Möbelstoffe: 6/4 breite bedruckte Kattun-Gardinen, breite per // Abtheilung 6 für Tischteppiche und Bettdecken: Reinwollene Stück Weiße Waffel-Bettdecken mit geknüpften Franzen Reinwollene // 50 Rothe Waffel-Bettdecken mit Franzen für Long-Chules und Tücher: Reinwollene Umschlagetücher, 10 Men im Quadrat, u Abtheilung 8. Futtersachen für Schneiderinnen: Julius Moses aus Berlin. 351) Verantwortliche Redactton: A Sckeyda. — Druck und Verlos der Brübl'schen Untv.-Druckeret (Fr- Chr. Pietsch) in Gichen. 5 — 8 — schwere Velour-Tücher schwerste Velour-Plaids — 90 8/4 breiten französischen Cachemir prima 1 50 8/4 breiten französischen Double-Cachemire Reinwollene englische Angora-CHAes Schwarze französische Cackemir-Chäles Französische gewirkte grand fond Chäles 6/4 6/ 4 % % % V 4 V 4 breite breite breite breite breite breite breite Rein seidener Poult de soi Rein seidener Faille de Lyon Rein seidener Cachemir de Lyon Rein seidener Drap de France % % 10A 10/4 10/4 V2 Vs 1 2 2 4 7 9 50 50 50 25 50 6/4 breite englische Double-Alpacca % breite englische Seiden - Alpacca 8/4 breiten englischen Wollen-Rips-Velour 25 50 50 schlesisch Halb-Leinen, Qualität No 40 Herrnhuter Halb-Leinen No. 60 ungeklärt CrSas-Nein-Leinen Herrnhuter Bleich Rein-Leinen Hausmacher Rein-Leinen feines Bielefelder Oberhemden-Leinen hochfeinste englische Tüll-Gardinen türkisch gestreifte Möbel-Ripse reinwollene Möbel-Damaste glatte schwerste Möbel-Ripse französische Cotelines in allen Farben französische bedruckte Möbel' Cretonnes Shtrtings und Chiffons gute Negltgeestoffe schwere gestreifte Jnlettzeuge Sorauer Bettbezüge schwerste Sorauer Bettbezüge eigengemachte Küchenhandtücher eigengemachte lein. Zwirngarnhandtücher n n brochirte Zwirn-Gardinen brochirte Zwirn-Gardinen englische Zwirn-Gardinen englische Zwirn-Gardinen rcr Schweizer Tüll-Gardinen H H n ti ii ii 1 — 60 — 70 — 25 — 60 — 75 Ji. a per Meter — 75 per Meter — 45 12A 8k 74 7* 74 74 Tuch-Commodenteppiche Tuck-Tischteppiche Tuch-Commodenteppiche mit gestickter Bordüre Tuch-Tischteppiche mit gestickten Bordüren aus Hauschild'schen Strickgarnen Weiße Waffel-Kaiser-Gala-Bettdecken ai. per Meter — JL per Meter — ii „ Franzen, schon gebrüht „ hochstehenden Mustern 8/4 breiten allerbesten Schweizer Futter-Mull — 50 6/4 breiten englischen Besatz-Orlean JK $ Stück 3 — % breites Taillen-Cöper-Futter 6/4 „ Tailbrn-Cöper-Futter, prima Heute, wo die Einuahmen in fast gar keinem Verhällnisie zu den Ausgaben stehen, ist es doppelte Pflicht jeder sparsamen Hausfrau, ihren Bedarf möglichst billig zu decken. — Durch meine Filialen in fast allen größeren Städien Deutschlands erziele ich einen Umsatz, dessen sich kaum ein Geschäft gleicher Art zu erfreuen haben dürste. Und gerade dieser Umsatz ist es, der cs möglich macht, mich mit einem ganz kleinen Nutzen begnügen zu können. Hierzu kommt nock, daß ich alle meine Maaren gegen Baar einkaufe, daher mir auch diese billiger zu stehen kommen, wie Jedem andern. — Aus diesen Umständen dürfte es wohl klar bervorgehen, daß es nicht zu viel ist, wenn ich behaupte, 381/3 pCt. billiger verkaufen zu können, als meine Concurrenz. Diese Behauptung bin ich nun in der Lage, durch nachfolgende Pnie- Aufführung zu bekräftigen: Französische Rips-Tischteppicke mit seidener Bordüre „ Gobelin-Tischteppiche in türkischen Mustern Abtheilung . M. A per Meter — 45 h - 50 - 60 „ - 75 „ 1 - 1 - Vs Stück engl. Dowlas, bes. zu Kinderwäsche sich eignend Vs u engl. Dowlas, in der Wäsche wie Rein-Leinen Weiße grhäkelle Zmirn-Phaulasie-Sophadeckru in allen Dessins, per Stück 35 Pf. Weiße gehäkelte Zwirn-Phantasie-Tischdeken in prachtnollen Mustern, per Stück 1 Mk. Weiße gehäkelte Zwirn-Phanlasie-Kommodrdeckrn, größtes Format, per Stück 1 Mk. 50 Pf. Bielefelder rein leinene Dammast - Dessert-Servietten in allen Farben, Dutzend 1 MK^ 50 Pf. Bielefelder rein leinene Taschentücher unter Garantie, 1|2 Dutzend 2 Mk. Der Verkauf befindet sich: Wallthorstrafie, Gcke des Asterwegs, im früheren Gefchüftsloeul der Herren Ohler & Dofllein» In die sparsamen Hausfrauen Gim und Umgegend! die ergebene Mittheilung, daß ich am hiesigen Platze auf Kurze Zeit einen Ausverkauf eröffnet habe. Schwere sehr dauerhafte Hauskleiderstoffe M 4 per Meter — 45 Engl. Half mourning’s, ein sammetartiges Gewebe per Plewna Cloth, ein sehr weich. Stoff auf Chenille-Kette Meter — A 85 Seidenglänzende Double-Alpaccas „ - 45 90 Double Croisö’s rayö, schön decatirt „ - 60 Isolde, dos hochfeinste Gesellschafts-Promenadenkleid Neige perlö, mit tausenden von illum. Flöckchen besäet n —— 90 Cachemir London nowell’s „ - 70 „ 1 _ Neige mottled, gediegenstes Winterkleid „ - 75 Mattlasse a soi, ein warmes geflochtenes Gewebe „ 1 25 Französische Mattlassös, Haut relief Gewebe Knigger Bogger, feinstes Winterpromenadenkleid .. - 80 Flockone bouflon, englischer Originalstoff Irish Seiden-Popeline, rein seidene Kette „ 1 50 „ - 85 „ 1 50 JL A Meter 1 50 ii 2 —. •i 2 50 ai A Robe 70 — 80 — II 90 — ,1 1 100 — v