mustern. Jrt für Seid ltsu Kleidern Neuenweg. ti Sorflatibi iin hnb: 9 ließen Uhr, r): Rügen* Up. 241» Mittwoch, den 16. October 1878. Meßmer Wütiger APtigc- Mil AmtsMt fit -en Kreis Gießen. Redactionsburean r yxpedilionSburearr: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hyeil. Gießen, am 14. October 1878. Betreffend: Die Regulirung des Holzpreistarifs für die Gemeindewaldungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an -ie Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. In der Beilage Nr. 24 zum Großherzoglichen Regierungsblatt für 1878 ist nunmehr ein neuer Holzpreistarif für die Domanial-Waldungen pro 1879, 1880 und 1881 erschienen. — Wir machen Sie hierauf mit dem Anfügen aufmerksam, daß nach unserem Ausschrnben lohne Nummer) vom 7. Februar 1877 auch für die Gemeinde-Waldungen die Tarife der denselben zunächst gelegenen Domanial-Waldungen maßgebend sind. Dr. Boekmann. _______________________________________ Bekanntmachung. Droschkenbesitzer Heinrich Mahler hat unter dem Heutigen die Erlaubniß erhalten, zwei Droschken mit den Nummern 1 und 2 nach Maßgabe des Droschkenreglements für die Provinzialhauptstadt Gießen vom 3. August 1878 in Betrieb zu setzen. Gießen, am 15. October 1878. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. ________________ bis Ende diese- m wertMs nstalt nutzten.. Euler, imarti 'N 17. Mi >irsch" ihr, wozu W uiig* ilitliw 6 106 t» Lferei Heine Ken- fhoN’ .....b« Dolilisch ? Parlamentarische Wochenschau. Der bisherige Verlauf der Debatten zweiter Lesung des S oci al ist enges etz es ist wohl dazu angethan, eine große Sorge von allen denen zu nehmen, welchen das Wohl des Deutschen Reiches am Herzen liegt. Nicht nur ch das Gesetz in einer für Reichstag wie Regierung befriedigenden Form schon so gut wie definitiv angenommen, sondern auch die Gefahr eines dauernden, alle unsere Verhältnisse vergiftenden und jeden Fortschritt hemmenden Conflicts zwischen der Reichsregierung und den gemäßigt liberalen Elementen des deutschen Mittelstandes durch die entgegenkommenden Erklärungen des Fürsten Reichskanzlers sehr in den Hintergrund getreten. Aus dem reichen Inhalt der mehrtägigen hochbedeutungsvollen Debatte, soweit sie bis heute geführt ist, können wir hier nur wenige Hauptpunkte hervorheben. Vor Allem ist es die große Rede des Fürsten Bismarck, welche das Jnteresie in Anspruch nimmt. Sehr bemerkenswerth waren die Ausführungen des Fürsten über die Ursachen, weshalb gerade Deutschland ein so fruchtbares gelb für die Socialdemokratie geworden sei. Was er dabei über den deutschen Eharakterzug des Neides und der Unzufriedenheit, über die ewige Tadelsucht I iirt> die politische Unreife, welche in jedem Angriff gegen die Regierung eine That, in jeder Anerkennung einer Regierungshandlung gemeinen Servilismus f.eht, sagte, verdient in allen Schtchten der Bevölkerung beherzigt zu werden. Desgleichen der Vorwurf, den er der Fortschrittspartei machte, daß die Art ihrer ewig nörgelnden und der Regierung stets die schlechtesten Motive unterschiebenden Kritik sehr dazu betgetragen habe, in den Mafien die Achtung vor len Staats-Institutionen zu untergraben. Nach einem Rückblick auf die schrecklichen Attentate, welche aus soctaldemokratischem Geiste geboren seien, sprach er die Hoffnung aus, das Gros der Arbeiter werde noch nicht in dem Maße von bm socialdemokratischen Ideen erfüllt sein, daß nicht nach Unterdrückung der gewerbsmäßigen Agitation, wie sie das Gesetz in erster Linie bezwecke, eine Wendung zum Bessern eintreten werde. Sehr bedeutend war dann der Schluß der Btsmarck'schen Rede, worin er seine politischen Ziele darlegte, stch als frei von allen reacttonären Gelüsten unb aller Fraktionspolitik bekannte: ihm liege nur das Wohl des Reiches am Herzen und er wolle gern mit allen Parteien gemeinsam arbeiten, die in dieser Beziehung mit ihm auf gleichem Boden ständen. Nach einer scharfen Kritik der deutschen Eigenart, in der Politik nicht die großen gemeinsamen Ziele, sondern die kleinen Fraktions-Jnterefien in den Vordergrund zu stellen, schloß der Prst mit einem warmen Appell an den Patriotismus aller wirklich staats- und mchstreuen Parteien zur dauernden und gemeinsamen Arbeit zum Schutze des neuen Reiches gegen die mannigfachen es bedrohenden Gefahren. Es steht zu hoffen, daß diese Rede auf unsere ganze weitere politische Entwickelung von dem wohlthätigsten Einfluß sein wird. Die sehr bedeutsame Rede Bennigsen's beweist, daß dieser Staatsmann und mit ihm der allergrößte Theil der national-liberalen Partei die offen gebotene Hand nicht zurück- ßößt, sondern freudig einschlägt, um mit Verbannung aller Conflictsgedanken Ms alte freundschaftliche Verhältniß zwischen der liberalen Mittelpartei und öer Reichsregierung wieder aufzunehmen. Dem gegenüber hatte der Abg. I hänel einen schweren Stand, die unfruchtbare Position der Fortschrittspartei )ti rechtfertigen: war doch gerade ihm, der es versucht hatte, auf dem sog. Boden des gemeinen Rechts Mittel zur Bekämpfung der Socialdemokratie zu jinden, das Unglück passirt, von den hervorragendsten Organen seiner eigenen Partei darob aus das Heftigste angegriffen zu werden. Seine Vorschläge batten allerdings so viel Aehnlichkeit mit dem s. Z. so viel geschmähten Haßmd Verachtungs'Paragraphen des Strafgesetzbuches, daß es nicht zu wundern ist, wie sie in einem ächten Fortschritts-Gemüthe nur Entsetzen erregen konnten. Eine glänzendere, wenn auch unwillkürliche Rechtfertigung für die Regierung in ibttm Auftreten gelegentlich der Strafgesetz-Novelle vor zwei Jahren ist wohl noch nie daqewesen. er dyeiL. Für die conservativen Parteien sprachen v. Marschall und v. Schmid, beide sehr sachlich und versöhnlich gegen die National-Liberalen. Von den Socialdemokraten zeigte Hassel mann in einer zweistündigen Rede, bis zu welcher moralischen Verwilderung es in dem Kopfe eines solchen berufsmäßigen Agitators kommen kann. Neues brachte er natürlich ebenso wenig, wie er den Vorwurf der unfruchtbaren Negation entkräften konnte. Charakteristisch war das offene Drohen mit Aufruhr und Gewalt für den Fall der Annahme des Gesetzes. Soweit dies nöihig war, erfuhren seine Ausführungen, die ihm außerdem wiederholte Ordnungsrufe eingetragen hatten, eine ausführliche Widerlegung durch den Abg. Löwe-Bochum, welcher in sehr guter Begründung den Standpunkt der nach ihm benannten Gruppe darlegte und sich offen für das Gesetz erklärte, sowie in der vorhin schon berührten großen Rede Bennigsen's, welche den Glanzpunkt der Debatte ausmachte. Alle Vorzüge Bennigsen'scher Rede, seine Ruhe und Klarheit, die geschloffene Deduction und der hohe politische Gehalt der Rede ließen in ihm wiederum den berufensten Führer der national-liberalen Partei erkennen. Hervorzuheben aus den Debatten, die sich mehr mit den Einzelheiten des Gesetzes beschäftigten, wäre dann noch, daß auch Delbrück zum eisten Mal wieder stch an der Dtscusston bethetligte und zwar zu Gunsten der Genofienschaften, die er im Falle, daß sie socialdemokrattscher Umtriebe verdächtig sind, nicht den Verwaltungsbehörden, sondern dem Richter unterstellt wifien will. Absolut passiv und negativ den Gesetzen gegenüber stellte sich das Eentrum, die Polen und die Elsäfier Protestler : das Centrum wie immer mit der Erklärung, daß außer der Aushebung der Kirchenverfolgung und des Culturkampfes kein Heil gegen alle Uebel der modernen Gesellschaft zu finden sei. Deutschland. Berlin. Nicht nur die Fragebogen für die Baumwollen-Enquete find Seitens der Industriellen sehr mangelhaft beantwortet worden, auch in der Beantwortung der Fragebogen der Tabaks-Enquete-Commission haben sich so viele Lücken gefunden, daß man sich genöthigt gesehen hat, dem statistischen Amt, welches bekanntlich mit der Verarbeitung der Fragebogen beauftragt ist, eine Commission von drei Sachverständigen unter Anführung des Mitgliedes der Enquete-Commission, Herrn Schöpplenberg, zur Sette zu stellen, welche die Seitens der Interventen nicht beantworteten Fragen nach Analogie beantworten soll. Daß durch dieses Verfahren ein absolut sicherer Boden für die weiteren Arbeiten der Enquete-Commission beschafft werden wird, ist nicht anzunehmen. Berlin, 12. October. Zwischen der deutschen Reichspost-, der bayerischen und württembergischen Postverwaltung einer- und der österreichischen wie der ungarischen Postverwaltung andererseits ist ein Fahrpost - Uebereinkommen abgeschlossen worden, welches am 1. k. Mts. in Kraft tritt. Von diesem Tage gilt für ale Fahrpostsendungen im deutschen Reiche wie in Oesterreich-Ungarn ein vollständig gleicher Tarif. — Während die im Jahre 1810 ein geführten Universitätsgertchte am 1. October 1879 aushören werden, soll dennoch die akademische Disciplin fortgeführt werden, weshalb die Neuordnung abgetrennt vom Unterrichtsgesetz erfolgen wird. Die Universitätsbehörden sind mit ihren Gutachten gehört worden und es wird sich zeigen, wie die Zeitforderungen berücksichtigt werden. Die Angelegenheit soll, wie es scheint, nicht auf dem Wege der Gesetzgebung erledigt werden, und doch scheint dieser erforderlich, weil Rechte von Staatsbürgern in Betracht kommen. — Nach Einführung des Deutschen als Amtssprache der Behörden erfolgen endlich die Einladungen der Universitätslehrer zu ihren Vorlesungen nicht mehr lateinisch, sondern deutsch, wogegen die Doctor-Promotioren noch lateinisch geschehen. — Der Reichstag wird erst in 8 Tagen geschloffen, der preußische Landtag frühestens in der zweiten Woche des November eröffnet werden. Frankreich. Paris, 12. Octbr. In ganz Frankreich hat die jüngste Rede Bis marck^s große Aufregung hervorgerufen. Sämmtliche Journale veröffentlichen über dieselbe zum Theil große Leitartikel. Die bonapartistischen und ultramontanen Organe versuchen die Rede dahin auszulegen, daß der Leiter der deutschen Politik sich als Feind der Republik in Frankreich hingestellt habe. Die Kundgebung erregt so großes Aufsehen, daß Gambetta's Rede in Grenoble erst in zweiter Linie besprochen wird, zumal sie ziemlich unbedeutend ist. „Ternps" bedauert in einem besonders hervorragenden, augenscheinlich inspirirten Artikel die jüngsten Auslastungen des Fürsten Bismarck übtr Frankreich und schließt: „Wir wünschten, daß es nicht allgemeiner Gebrauch werden wird, in den Parlamenten in so ungezwungener Weise von Nationen zu sprechen, mit denen man im Frieden lebt." Paris, 12. October. Der Tod des Bischofs Dupanloup von Orleans erfolgte gestern Abend plötzlich in Laincey. Der Bischof war auf einer eben angetretenen Reise nach Rom begriffen. Auch der Banquter Köntgswarter, der unter dem Katserthum Deputirter war, ist heute gestorben. England. London, 12. October. Der „Times" wird aus Berlin telegraphirt, daß Deutschland in dem Streite zwischen der Türket und Oesterreich wegen der Occupatton von Bosnien auf Setten Oesterreichs stehe. — In Bulgarien ist eine Agitation in's Werk gesetzt worden, welche darauf htnausläuft, den Fürsten von Montenegro zum Fürsten von Bulgarien zu wählen. Italien. Rom, 12. October. Es liegen nunmehr auf telegraphischem Wege authentische Nachrichten über die Exceste österreichischer Matrosen und des Publikums in Triest vor. Ein eingehender schriftlicher Bericht des Consuls wird beute erwartet. Danach ist es unrichtig, daß das Consulat insultirt worden ist. Wegm der sonstigen Exceffe erhob der italienische Consul Bruno Beschwerde beim Statthalter. Die österreichische Botschaft in Rom hat bisher dem auswärtigen Ministerium noch keinerlei amtliche Erklärung abgegeben. — Die Regierung hat Sanitäts-Maßregeln bezüglich der aus Spanten eintreffenden Pilger in Civita-Vecchia angeordnet. Aurnänien. Bukarest, 13. October. Uebcr die gestrige Erklärung des Ministers Cogalmceano wird berichtigend mitgetheilt, daß der Minister sich nicht der Ansicht Jonesco's in der Judenfrage anschloß, sondern erklärte, nur die Judenfrage solle durch eine Constituante geregelt werden. — Die Kammer vottrte einen Credit von einer Million zur Occupation und Administration der Dobrudscha. Serbien. Belgrad, 12. October. Die Bildung des neuen Ministeriums hat siattgefunden. Ristic übernahm das Präsidium und die auswärtigen Angelegenheiten, Leschjanin den Krieg, Altmpitsch den Unterricht, Lazarewitsch die Justiz, Michajlowitsch das Innere, Swanowitsch die Finanzen und Wastliwitsch den Cultus. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Torresp-u-enz-Bnrea«. Berlin, 14. October. In der heutigen Sitzung des Reichstags wurde die zweite Lesung des Soctalistengesetzes fortgesetzt. Zu § 6 sprach sich Richter (Hagen) gegen das Amendement Ackermann aus, weil mit diesem das Gesetz rückwirkende Kraft haben und von dem Verdacht nicht frei bleiben würde, auf Verfolgung von Personen angelegt zu sein. Der Commissions- Vorschlag sei scharf genug. Der Reichskanzler sage zu Unrecht, daß die socialistische Bewegung durch die Preßfreiheit gefördert worden sei. Die Aufhebung des Zeitungsstempels und der Cautionen seien ohne Einfluß auf jene Bewegung gewesen. Die Fortschrittspartei sei bestrebt, die bisherigen Gesetze zu erhalten; sie sei gewisiermaßen die alte Bismarckpartei; sie wolle das Wahlrecht, die Wahlperioden, die Freizügigkeit, die Gewerbefreiheit conserviren, sie sei die alt- conservative Reichspartei. Man möge nicht immer Vergleiche mit den Franzosen ziehen, unsere Verhältnisse lagen nun einmal ganz anders. Die Hauptthätigkeit der socialdemokratischen Agitatoren basire auf Erregung des Classenhasies. Windthorst habe Unrecht, wenn er sage, der Kulturkampf habe die socialistische Bewegung gefördert. Er (Richter) habe die Gefahren der Socialdemokratie niemals unterschätzt. Es sei gut. daß die Frage eingehend discutirt werde. 2)te Vorlage und namentlich der § 6 seien indeß keine Mittel gegen die Socialdcmokratie, welche mehr unter als vor diesem Gesetz zu fürchten sei. v. Kleist-Retzow vertheidigte den Antrag Ackermann, namentlich denjenigen Theil desselben, wonach die Worte: „sobald auf Grund dieses Gesetzes das Verbot einer einzelnen Nummer erfolgt" — gestrichen werden sollen, so daß also das fernere Erscheinen von periodischen Druckschriften sofort untersagt werden könne. Redner entwickelte die Gefährlichkeit der socialtstischen Presse und exemplifictrte dieselbe durch Verlesung von Stellen aus socialtstischen Blättern. Windthorst betonte unter Bezugnahme auf die am Beginn der Verhandlungen über dies Gesetz vom Centrum abgegebene Erklärung den konservativen Charakter seiner Partei, legte die Stellung der letzteren zu den Regierungen dar und drang von Neuem auf Einstellung des Kulturkampfes. Seine Partei vertrage übrigens nicht allein kirchliche, sondern auch allgemeine bürgerliche Freiheit. Deshalb sei sie gegen das zur Berathung stehende Gesetz. Seine Partei wolle entschieden die Aufrechterhaltung der Preßfreiheit schon in ihrem eigenen Interesse. Redner erklärte sich gegen den 6. Minister Graf Eulenburg erklärte es als eine Unmöglichkeit, anzunehmen, daß die Bestimmungen des § 6 auck auf andere als socialdemokrattsche Schriften angewendet werden würden. Es sei dies eine willkürliche Unterstellung; den Beweis dafür werde man schuldig bleiben. Der Minister bat, die Anträge Ackermann anzunehmen, also Hinzufügung der Worte : insbesondere die Eintracht der Bevölkerungsklassen— und Streichung der Worte: sobald auf Grund dieses Gesetzes das Verbot einer einzelnen Nummer erfolgt. Wenn man diese Worte stehen lasse, so schwäche man die Wirkung des Paragraphen und des ganzen Gesetze-, welches einer verderblichen Literatur ein Ende machen solle und darin durch ein Versteckensspiel nicht aufgehalten werden dürfe. Eine Zeitung werde nach dem ersten Verbot nicht die Tendmz ändern, sondern dieselbe nur zu verstecken suchen. Nachdem Minister Graf Eulenburg nochmals für § 6 eingetreten war und Stettrr (Reichspartei) die Anträge Ackermann empfohlen hatte, wurde bei der Abstimmung das erste Amendement Ackermann angenommen, die durch das zweite Amendement beantragte Streichung aber abgelehnt. Hierauf wurde § 6 nach der Regierungsvorlage abgelehnt, ebenso derselbe § nach der Commissions- fafsung. Damit ist auch die Discussion der auf § 6 fußenden 88 7—10 zunächst abzeschnitten. Die Debatte wendete sich demnach zu 8 11. Moufang und Bebel erklärten sich gegen den S 11, betr. die Einsammlung von Beiträgen zu soctalistiscken Zwecken. Dernburg trat für den Paragraphen ein und bekämpfte ferner die Ausführungen Moufangs, wobei er das Wahlbündniß zwischen Socialbemokraten und Ultra- montanen erörterte. Fürst Radziwill und Windthorst wiesen die gegen ihre Partei erhobenen Beschuldigungen zurück. § 11 ward darauf angenommen. 8 12 (Strafbestimmungen gegen Be- theiligung an verbotenen Vereinen) wurde nach kurzer Debatte gleichfalls nack den Commissionsanträgen angenommen, ebenso 8 13 (Hergabe von Räumlichkeiten). 8 14, welcher sich auf 8 6 bezieht, wurde zunächst bei Seite gelassen. 8 15 (Strafbestimmungen gegen verbotene Sammlungen) wurde ohne Debatte angenommen. 8 15a (Strafbestimmungen betreffend fahrlässige Zuwiderhandlungen gegen das Verbot der an Vereinen und der Hergabe von Räumlichkeiten) wurde mit einem unwesentlichen Amendement angenommen. — Nächste Sitzung morgen 10 Uhr. London, 14. October. Die Bank von England hat den Discont von 5 auf 6 pCr. erhöht. Belgrad, 14. October. Die Demission des Ministeriums Stewtscba ist nunmehr angenommen. Die Zusammensetzung des neuen Crbinets ist folgende : Ristic Präsidium und Auswärtiges, Matic Justiz, Alimpic öffentliche Arbeiten, Mischkooic Krieg; der seitherige Finanzminister Jovanovic und der Unterrichtsminister Wassiljevic verbleiben auf ihren Posten. Petersburg, 14. Octbr. Von Livadia ist an die russischen Botschaf. ter und Gesandten ein Circular-Telegramm ergangen und seit einiger Zeit in deren Händen, welches wiederholt dem Wunsche Ausdruck gibt, auf Basis des Berliner Vertrages zu einer definitiven Abwickelung mit der Türkei zu gelangen. Veranlaffung hierzu gaben mehrfache Schwierigkeiten, welche aus der Ohnmacht der türkischen Regierung in ihrem eigenen Lande entspringen. Insbesondere ist darauf htnzuweisen gewesen, daß nach dem Abzug der russischen Truppen Metzeleien stattfanden. Ferner ist es sehr häufig vorgekommen, daß die Bewohner im Gefolge der abziehenden russischen Garnisonen auszuwandern begannen und daß die russischen Militärchefs bei solchen Verbältniffen geradezu in Verlegenheit wegen der unmittelbaren Ausführung der Rückzugsbefehle geriethen. Das Circular-Telegramm hat Angesichts dieser Zustände im Auge, nach Kräften auf einträchtiges gemeinsames Handeln der vertragsmäßig betheiligten Regierung n hinzuwirken. Agram, 14. October. Im Landtage sprach sich der Banus Mazu- ranic gegen das in die Adreffe auszunehmende Zukunftsprogramm betreffs des Anschluffes Bosniens an Croatien aus. Sectionschef Zivkovic erklärte sich gegen die auf Dalmatien, Fiume und Bosnien gerichteten Forderungen. In der Generaldebatte wurde die Adreffe gegen 7 Stimmen angenommen. Petersburg, 14. October, Abends. Der über Berlin nach Paris reisende Finamrnimster Gretgh wird daselbst einige Wochen verweilen und die Ausstellung besichtigen. Es ist natürlich, daß man andere Motive für die Reise sucht, namentlich dieselbe mit Anleihe-Negotiationen in Beziehung bringt. Wohl unterrichtete Personen meinen, daß von einer Anleihe erst in einiger Zeit die Rede sein werde und daß den Finanzminister zunächst der Wunsch zur Reise veranlaßt habe, frühere Bekannte aus der Finanzwelt wiederzusehen, freundliche Beziehungen aufzufrischen und ihm geäußerte Anschauungen gewiffermaßen ad referendum zu nehmen. Leicht ist anzunehmen, daß solchen Besprechungen der Charakter von Anleihe-Negotiationen beigelegt wird. Wirkliche finanzielle Maßnahmen von größerer Tragweite werden erst nach der Rückkehr des Ministers eintreten, wenn derselbe Vorschläge wegen Einführung neuer Abgaben rc. bei den Budgetfeststellungen im November vorlegen wird. Auf Grund dieser finanziellen Maßnahmen könnte dann zweckdienlich eine Anleihe erfolgen. Im Princip hat sich der neue Finanzminister übrigens gegen alles künstliche Treiben der Course russischer Werthe im Auslande ausgesprochen. Es würde dies von keinem dauernden Nutzen sein, vielmehr den auswärts mit uns in Gescbäftsbe- ziehung Stehenden leicht Verlegenheiten bereiten, während doch eine stichhaltige Besserung nur durch ein geordnetes Budget zu erreichen ist. Lokal-Notiz. Gießen, 15. October. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag den 17. October 1878, -tach«ittags 4 Nhrr 1. Gesuch des Jacob Steinbach von Burg-Solms um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes. 2. Gesuch des Georg Unverzagt um Bauerlaubniß. 3. Gesuch des BautechnikerS Stein um Erlaubntß zur Erbauung einer Waschküche. 4. Gesuch dts Bauunternehmers Julius Hoch wegen dergleichen. 5. Gesuch des Wilhelm LüddebeeS (?) um Erlaubntß zur Erbauung eines Hinterhauses. 6. Waldwegbauarbeiten vom Jahre 1877. 7. Gesuch des Metzgermeisters Meister um Erloubnitz zur Anlegung einer Schlächterei. 8. Desgleichen des Metzgermeifters Ruppel. 9. Bauliche Veränderungen an dem rechtsseitigen Thorhaus vor dem Neuen« weger Thor. 10. Den Ausbau der Ludwigsstraße betreffend. 11. Theilung der 4. Classe der Stadtmädchenschule. Gießen, 15. October. Der Schwurgerichtshof verurtheilte gestern den Michael Kahn aus Ranstadt, wegen Betrugs und Bestechung, in eine Gefängnißstrafe von 3 Monaten, sowie tn eine Geldstrafe von 100 jl, welche jedoch im Falle der Unetnbring- Uchkeit mit einer Gefängnißstrafe von 2 Wochen obzubüßen ist. Wegen der angeklagten Urkundenfälschung wurde derselbe auf Grund deS Ver- dicts der Geschworenen, freigesprochen. Gießen. 15. October. In unserem Nachbarstädtchen Wetzlar ist eben eine Obst- rc. Ausstellung arrangirt, von der wir nur wünschen können, daß recht viele Leser aus unserer Stadt sich den Genuß des Beschauens dieser prächtigen Ausstellung nicht versagen möchten- 158 bietet diese Ausstellung den Beweis, daß man mit ein klein wenig Aufmerksamkeit und Pflege einen Ertrag von den Obstbäumen erzielt, wie er dankbarer nicht gedacht werden kann. Der große Saal des Schützengartens hatte nicht ausgereicht, um nur die Menge des auö- gestellten Obstes zu fassen und so mußte auch noch der kleine Saal, welcher für die Erzeugnisie des Gemüsebaues bestimmt war, theilweise mit hinzugezogen und ein Theil der Gartengewächse in dem anstoßenden Zimmer untergebracht werden. Alle Sorten Gartengewächse fanden wir hier in seltener Ueppigkeit und Größe vertreten und gaben uns dieselben den Beweis, welche Resultate sich durch Fleiß und geeignete Pflege auck bet uns, die wir hierin bis jetzt noch viel auf auswärtige Zufuhr angewiesen sind, erzielen lassen Die einzelnen hervorragenden Objecte und deren Aussteller zu nennen, überladen wir sachkundiger Feder, betreten wir deßhalb den großen Saal und erfreuen uns an dem Anblicke, welchen er bietet. Derselbe gewährt mit seinen secks Reiben Tafeln, belegt mit den verschiedensten Obstsorten in allen Größen und den mannigfaltigsten Farben, bestehend hauptsächlich aus Aepfeln und Birnen, vermischt mit Weintrauben, Pfirsichen, Quitten, Nüssen, eßbaren Kastanien, Zwetschen rc., einen Auge und Sinne erfreuenden Anblick Mit Früchten besetzte und durch Hängepflanzen verzierte Gestelle, prächtige Blumenbouqueke und schwer tragende Zwergobstbäumchen bieten eine wohlthuende Abwechselung. Von der Milde des Herbstes zeugen Sträuße von Veilchen, Erdbeeren, Himbeeren und das Äestchen eines Zwetschen- baumes, an dem neben der reifen Frucht neue Blüthen und frische Triebe sprossen. Gegenüber der reich verzierten Büste des Kaisers ist unter der Gallerte eine prächtige Gruppe hergrstellt, deren Mittelpunkt eine Blumen spendende Flora bildet, zu deren Füßen ein von einem Blumenbeet umsäumter Springbrunnen plätschert. Wir kommen auf unserm Rundgang nun wieder in den kleinen Saal, betrachten uns die auch auf dieser Seite untergebrachten Gartengewächse, 50 Pfd. schwere Kürbisse, riesige Kartoffeln in den verschiedensten Sorten, den zu förmlichen Büschen gewachsenen Winterkohl, sowie die Ausstellung künstlicher Dünger und treten in das Zimmer für die Forstwirthschaft. Grurven der verschiedenen Baumiorten geben demselben ein waldfrisches Ansehen; aus dem Gebüsche schauen uns Rehe, Füchse und sonstige Thiere des Waldes an. Die Wände sind bedeckt mit einer großen Anzahl Geweihe, ausgestopften Raubvögeln und Thieren, Fellen der verschiedensten Waldbewohner und Karten mit Pilzen und Schwämmen. Die natürlichen Vorbilder der letzteren finden wir auf einem mit Tannenzapfen originell verzierten Tisck aus grünem Moos berauS- schauend, uns durch ihren verschiedenartigen Wuchs, Größe und Farbe in hohem Grave fesselnd. Wir sehen ferner eine schöne Auswahl Jagdmesser, Baumscheeren Flinten und sonstiger für Forst und Waidmann nöthige Geräthe, auch die Fangeisen für das Raubzeug fehlen nicht. — Nachdem wir uns noch eine vollständige Zusammenstellung von Samen der Waldbäume betrachtet haben, V,, Mttf«“'1?8 si -"Ä ti» t&img ™b, t K'ü« Mer von ■***•£ S! SSS’ •■iS» 4 Im Regulirung bei tK, auf der Wo rrg, Hasenlöppel, ?.5htin, Atzelback, flfü. an den 20 D turntet Weßlorer 1 ter 'ljang ai Riegen, am 1 8106) Ml und ll 6286) Sie nlrrer Stadtki mtags 11 Ub ragesordilun •e. ", Keilgeö Hu ver 1 'ebl°u-ftetz Coup« i«) E"'?' -----«0 nbe H in empfe Dickor. Sfhr fein, ' 6C igws sSäSi • ^Lkonschi Uni ’S"®' : ^9) 5 A. Bramm, Bürgermeister. 6306) in zu verkaufen durch zur AnltMSllr,R n§ vor dm Stu® (6052 Mustern (6254 Moritz Gregor! & Sohn corations-Arbeit in geschmackvoll verkaufe. Schloßgasse B. 1. 4759) 05 tO <© itbnttm - Sitzunj WrMrckffM Ein Wohnhaus mit (Sartin in der Nähe des Main - Weser-Bahnhofes Blaudruck. I. Schmücker, vorm. H. M. JugharN. Pferdedecken in allen Größen und Qualitäten, empfieL .'t 6200) C. W. Dietz am Markt. inibk As1 ,'01: Grösste Auswahl in den schönsten und neuesten Englisch, indem sich nämlich auf 26 eng gedruckten Seiten, im Format der Mappe übersichtlich gedruckt, ein kleines Dicsionnaire der schwierigsten deutsch-franzöfisch-eng- lischen Eorrespondenz-Ausdrücke präsentirt, um gleichzeitig als elastische Schreibunterlage zu dienen. 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(5186 I. Blitz. fier Ausführung, bei Th. Rrüch Achtungsvoll A. Fangmann, Kirchenplatz. Handel und Verkehr. Gießen, 15. Octbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pst. 85 bis 90 4, Hühnereier, per Stück 7 H, Käse, per Stück 5-8 Kasematte, pe' Stück 3 Erbsen, 1 Liter 18 Linsen, 1 Liter 20 H, Tauben, das Paar 65 Hühner, per Stück JL - 85, Hahne-i, per St- Jt —.80, Enten, per Stück JL. 1.40, Kartoffeln, 100 Kilo «At 5.20. Ochsenfletsch 70 — 72 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 52-62 H Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 56-60 Hammelfleisch 60—70 H. Frankfurt, 14. October. (Fruchtbericht.) Es sind Anzeigen da, daß wir nunmehr auf Getreidepreisen ar gekommen sind, welche ein ferneres Weichen fast unmöglich machen. Dringendes Angebot hat ganz aufgehört; für Export wurde wenig gethan. Hauptgeschäft drehte sich abermals um Weizen ab unserer Umgegend. Mehl Nr. 1 Jt 39.—, Nr. 2 jl 35.—, Nr. 3 <^31.—, Nr. 4 «At 27.-, Nr. 5 At 21.—. Roggenmrhl °/, (Berliner Markes At 21.—, do. II. (Berliner Marke) At 18.— Weizen, effect. hiesiger ab Bahnhof hier^L 19.50, ab unserer Umgegend 18.25—18.50, do. fremder je nach Qualität «At 19—20.50, Roggen je nach Qualität «At 13—16.—, Gerste At 13-19°5O, Hafer At 12—13.50. Kohlsamen At 28—29, Erbsen At 19—23 Wicken At 15—16, Linsen 17—23, Rüböl, detail, At 70. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war: —. (Die Preise versichert sich sämmilich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 14. Octbr. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ca. 380 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 220 Kälber und 400 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. At 70-73, 2. Qual. At 66-68, Kühe und Rinder 1. Qual. «At 62—64, 2. Qual. 56-58, Kälber 1. Qual. 62—64, 2. Qua-. Literarisches. Eine neue Schreibmappe. Unter dem Namen „Universal - Pultmappe mit Vermischtes. Paris, 7. October. Ein schreckliches Verbrechen wurde von zwei jungen Leuten, l Namens Parret, Söhnen eines Todtengräbers, auf dem Kirchhof von Pere Lachaise bedangen. Dieselben bestiegen, als Fleischer verkleidet, einen Eisenbaönzug nach Auxerre, trniorbeten dort ihren Großvater und ihre Großmutter mit ihren Messern, plünderten dessen Haus und kehrten dann nach Paris zurück. Der Aeltere, 19 Jahre alt, wurde | b-t seinem Vater von der Arbeit verhaftet; der Andere, um ein Jahr jünger, ist noch nicht einaebracht worden. Der Gefangene soll sich beklagt haben, daß die alten Leute keinen Sous im Verwögen besessen hätten. — In voriger Woche fand auf der Seine-Präfectur in Paris unter dem Vorsitze des Generals Filippi die Aufnahme der Einjährig-Freiwilligen Statt. Von 1050 Eandt- daten erreichten nicht mehr als 80 die für die Zulassung erforderlichen 35 Points. Der General Filippi fand insbesondere die Schwäche der Eandtdatm in der Orthographie zu beklagen, und der Prüfungs-Ausschuß äußerte deßhalb den Wunsch, daß das Dictat künftig im Examen doppelt gerechnet werden soll.__ Hu bevorstehender Saison bringen unser wohlafsortirtes Lager tn Holzschnitzereien, gedrehten und polirten Holzarbeiten eigener Fabrikation, Marmor» und Alabaster-Waaren, Lederwaaren rc., sämmtliche zum Anbringen und Einziehen von Stickereien geeignet, in empfehlende Erinnerung. Alle größeren Gegenstände können nach Photographien rasch und prompt An die Gemeindevertretung der evang. Gemeinde Gießen. 6286) Sie werden hiermit ergebenst zu einer Versammlung in unterer Stadtkirche auf Donnerstag den 17. October, Vormittags 11 Ubr, eingeladen. Tagesordnung: 1) Feststellung des Kirchenvoranschlags für 1879. 2) Der an Sie zu erstattende Jahresbericht. Für den Kirchenvorstand: Dr. Seel. 6196) Den Empfang meiner Modellhiite ergebenst anzeigend, mache gleichzeitig darauf aufmerksam, daß ich sämmtliche in mein Fach einfchlagende Artikel in bester Qualität zu außergewöhnlich billigen Preisen Ein Haus mit Schlosserwerkstatt ist unter günfttgen Bedtn. uvgerr zu verkaufen. Näheres bei I. Blitz. (6248 Bekanntmachung. Betr.: Die Parcellenvermefsung in der Gemarkung Gießen. Wir bringen hiermit zur Kenntniß der betheiligten Grundbesitzer, daß Donnerstag den 17. l. Mts. die Regulirung der Flur- und Gewanngrenzen in den Gewannen: auf der Roth- hohl, auf der Warte, am Schlaugenzahl, Aulweg, Steinborn, Schüttchesborn- tveg, Hasenköppel, Leihgesterner Weg, Schwarzacker, Oehlberg, Erdkauterweg, Römern, Atzelbach, Oberau, Barresgraben, halbe Zehnten, oberste Weiher, Wafser- gall. an den 20 Morgen, Hörneracker, Lappenweg, Bachweg, Mittelweg, Gäns- winkel, Wetzlarer Weg, Esels-Weide, Häßler und unteren Weiher fortgesetzt 'und der Anfang am Seltersberg Früh 8 Uhr gemacht werden wird. Gießen, am 14. October 1878. § W. Heuser, vorm. Fr. Bieler, am Kreuz empfiehlt sein LAGER in : feinen Ceylon-Cafe von Jt. 1.45—60, Java-Cafe von 1.12—70, ächten Demerary X 1.40, (fein und kräftig schmeckend) von 10 Pfd. ab wesentliche Preisermässigung, stets frisch gebr. Cafe von «X150- 2, alle Arten Suppensachen, getrocknete Zwetschen, Thee, Chocolade und rein gern. Cacao, la. Schweizer- u. Amburgerkäse, neue holl. Häringe u. Sardellen, la. Melis im Brod ä Ji. 46.—, Feinstes Tafelsalz in Hüten ä 45 la. Apfelkraut, Dr. Linck’s Fettlaugenmehl, Seife etc., B u 11 eri chs Univ. - Reinigungssalz, Sehten wel88i*n BniMtsy^cip, gan; und rein gemahlene Gewürze, feine Speiseöle. la. Kölner Leim, Leinöl etc. ord. u. fein. Steingut u. Porzellan. eint9er 2 : ««f ln6befonber( » Wollene Hemden, wollene imb baumwollene Unterjacken und Unterhosen in allen Größen und Weiten, empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen 5489) II< Rübsamen. ir Banus BiJ betreffs ki »le nen. erlin nach verweilen und b "ve für die U llg bringt. X 'riniger Ieit tz Wunsch zur Rch Hetzen, fieundllL gewiffermatzkn ti besprechungen da t finanzielles -hr des Minißeiz r Abgaben«. M rund dtefer fim 9en. Jai Pmh litte Tnilen der würde did con is in GefWG h eine piihhaitizr Steinkohlen bester Qualität bei (6268 Carl Demuth, Neuenweg B. 183. ’ 6e9«nnen w| 'S“ i" giften J peftern rsängnißMR :üBe berllndiM iuf Grund del V- c ist eben ein- ^ viele Les» nkiamkeit wo V. selben kann. . „ die t„ fit»»m eil b« «fr, rs W HÄ Weintrauben. ju deren v nen M @rjr. : u tetfrr rrönde iiintt BeachtuHgRwerthe ftfferto. -*’***xT?5k nie 60, 75, 90, 100, 110 und 120 Mark. Unsortlrte Havana ä Mille 55 Mark. Echte Cuba-Ciirnrren in Origin -Bast- Packeten je 250 Stück ä Mille 60 Mk. Manilla-Cigarren ä Mille 60 Mk. Havana-AusschnsK-Cigarren (Ongin.- Kisten 500 Stück) ä Mille 39 Mk. Java-Brasil-Cigarren, gute Qualität, ä Mille 33 und 36 Mk. FeineCigarettcii^hÄ»!: 30 Mk Aroma. Geschmack und Brand vorzüglich. 500 Stück sende franko A. Gonschior, Breslau. 6151) Wollene Tücher, Ka- putzen, Baschlicks, Westen rc. in großer Auswahl empfiehlt zu billigen Preisen J. H. Fuhr, Sonnenstraße. 6259) Vollständige Federbetten, sown einzelne Theile derselben, Bettstellen, etn- urb zw iscbläsrige Federdecken, Unterbetten, Kiffen rc-, insbesondeie vo zü liche 3tbetlige Matratzen, empfiehlt zu billigen P eiscn I- Rothenberger, Lwb-nplotz.______ tH ^>2 II #töHl h Ifijit wir am Ende unserer Wanderung angelangt; wir erfrischen uns in der anstoßenden Restau- iation und verlassen dann die Ausstellung mit dem befriedigenden Gefühle, daß uns dieselbe nicht UW gku,,. W nur ein herzerfreuendes Bild von den uns durch die Natur gebotenen Schätzen gezeigt hat, sondern l! daß dieselbe auch ohne Zweifel anregend auf die Obst- und Garrencultur weiterer Kreise wirken imvi V ft X wird. Wir können nur Jedem anrathen, sich das Gebotene anzuschauen, namentlich sei auch die :tr Landbevölkerung hierzu dringend ersucht, denn gerade das Land bietet noch ein reiches Feld für die Ausdehnung und Verbreitung der Obstcultur. Daß auch dieses Feld für die Zukunft reichlichere Früchte bringe, dazu soll und wird die Ausstellung beitragen. Zum Schluß möchten wir doch noch im Speciellen auf die Produkte der Kreisbaumschule i zu Wetzlar unter der bewährten meisterhaften Leitung des Herrn Lehrer Werner aufmerksam machen und dürfte sich außerdem noch ein Besuch der Kreisbaumschule selbst empfehlen, um sich durch i Augenschein überzeugen zu können, mit wie verhältnißmäßig geringer Mühe man Großes in Zucht und $eiedelung der Obstbäume erzielen kann._______________________________________________ 6132) Auf dem Gräfl. Hofgute Utphe bei Hmmen in der Wetterau, sind Brama- pnlros (graur) Hühner und Hahnen rc. zu verkaufen.__ 6305) Ein gebrauchter Steinkohlenkoch ofen mit Bratofen ist zu verkaufen. Lit. A. 188. Weiße Vorhänge aller Art, Nouleaux-Drell in den gangbarsten ; Dessins. Anfertigung jeder De- ssorrespondenz-Helfer" liegt aus dem Verlage von F. 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Zn verkaufen tl5 gebrauchtes Coupö billigst ve. Anton Schuch, Sattler, 6309)________Bo ntreim, Fiankfurt a./M. 6198) Mein Stroh- und Rohrdkckkn-Lagrr bringe ich in empfehlende Erin nerung. H. Dickore, Sonnenstraße. Pferdeteppiche in großer Auswahl, per Stück 3,50. 5762) bei JfajGrünebaum. Trauben-Brustsyrup mit Fenehelhonlg, bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals und Brustschmerzen. In Flaschen ä M. 1,— und M. 1,50. (97 C. F. Semmler in Giessen. 6054) Mein Lager tn wollenen Strick- rc. Garnen tn großer Auswahl, sowie wollene Frauen-, Herren- und Kinderstrümpfe zu billigsten Preisen bringe in empfehlende Erinneruna. Robort Stuhl, Marktstraße D. 23 ♦ Strickwolle ♦ b in jeder Farbe u. Quali- ♦ tat, das Pfd. von 3 Mk. ♦ an, empfiehlt (5968 ♦ f Julius Schulze. Z Das (6284 Reparaturen werden schnell und billig besorgt. Lager von Gusskreuzen und Porzellanplatten Andreas Euler toffel abzugeben. 6184) Hamm Nr. 113. von Samstag den 19. October: 6296) Das Comite wozu ergebenst einladet mittags 10 Uhr, vom Sterbehause Lit. Ä. 64 statt. (6311 630 ) Ich suche ein solides und gewandtes Kindermädchen zum baldigen Eintritt- Fiau Professor L- Seuffert, . Reichensand-Bahnbofsstraße. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 17. October, Vor- Ball für Israeliten bei Z. Volkert M Alten-Vuseck, balte mich bestens empfohlen. Carl Schwalb, Grotz-Dusek. 6304) Mädchen, welche das K l ei Vermachen gründlich erlernen wollen, fönncn sich melden bet Frau Christiane Gengnagel, Grünberger Straße B- 150. Brennholz. Tannen- und Buchen - Brennholz liefert in Spalten, auch kurz geschnitten und kleingemacht, bei 10 Ctnr. frei an's Haus. Aenntelyunzen. 6291) Drei freundlich möblirte Zimmer sind an einzelne Herrn zu vermiethen, auf Wunsch auch Kost im Hause. Daselbst sind 200 Malter gute Eßkar- 6246) Im Liefern und Versenden gutem gebrochenem Tafelobst Todes - Anzeige Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, allen Verwandten, Freunden und Bekannten das gestern Abend nach langem und schwerem Leiden erfolgte sanfte Hinschetden unserer inniggeliebten und unvergeßlichen Gattin, Tochter, Schwester und Schwägerin, der Frau Katharine Xan» geb Hakler, mitzuthetlen. 6298) Einem geehrten Publikum zur Nachricht, daß der Frankfurter Sdjitfj; u. 8tiefei-ÄU8verkaus, Schulstraße 19, Mittwoch den 16. und Donnerstag den 17. d. Mts. geschloffen bleibt, Freitag Morgen aber wieder geöffnet ist. Steinmetz- und Marmor-Geschäft von Emil Kalbfleisch in vis-a-vis dem Friedhof GIESSEN1 vis-ä-vis dem Friedhof empfiehlt sich zum Anfertigen von Grabdenkmälern, Monumenten etc Grabeinfassungen, sowie zu allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten in allen Steinarten. 62b5) Unterzeichnete ist bereit, roch einige weitere Prioatstunden zu ertbeilen. Emilie v. Reinhardt, Lehrerin der französischen Sprache, Reichensand - Babnhofst, atze Nr. 92. Geschäflsverlegung. 6240) Dem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum die ergebenste Anzeige, daß sich meine Wohnung nebst Werkstätte von heute ab Löwengaffe <$. 132, vis-ä-vis von Bäcker Steinberger, befindet. Achtungsvoll _______H. Scherff, Glaser. 5860) Schüler von Auswärts finden Wohnung, auch Kost — ganzund tbeilweiS —, in nächster Nähe deS neuen Gymnasiums. __Bismarckstraße B. 170,12. 6177) Ein tüchtiges Frauenzimmer, welches im Kochen erfahren und eine Haushaltung gründlich zu führen versteht wtrv gesucht: am liebsten eine ältere Persom Von wem? sagt die Exped. d. Bl. , 5835) Junge Leute, welche hiesige Lehranstalten besuchen, werden in Pension genommen, auch sind einige möblirte Zimmer zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl niigarreii-Fabrikanten oder W erkführer, welche genügende Räumlichkeiten und Uten* silien besitzen, um für ein Bremer Haus CommtssionS-Arbeit übernehmen ju können, belieben ihre Adresie unter G. Nr. »0 m der Exped. d. Bl. einzuretchen. 6309) Zwei möblirte Zimmer zu ver- mtethen und gleich zu beziehen; Näheres in der Exped. d. Bl. 6287) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Wilh. Barthel, G, ünberger Straße. 6289) Ein großes möbltrteS Parterre- Zimmer sogleich zu beziehen bet ___________W. Hanitsch, Ktrchenplatz. 6297) Familienlogis vermiethet _______Car l Lehrmund, Neuenweg. 6308 2 freundl. Fomltltenlogts zu ver- miethen und per 1. November zu beziehen. Emil Tchmall, Franks. Hof. 6220) Die Mansarden-Wohnung in meinem von Herrn Julius Hoch erkauften Hause, Frankfurter Straße Nr. 1, ist zu vermiethen und am 1. Nobr. d. I. beziehbar^______________ Philipp Uhl 6222) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermiethen. Alicenftraße E- 104. 6236) Ein Zimmer mit Cabtnet zu ver- miethen bei Carl Deine-, Gartfeld. 6238) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei ______Frau Eichenberg, Ludwigsplatz. 6191) Ein Zimmer, mit oder ohne Möbel, an einen älteren Herrn oder Dame zu vermiethen. Neue Bäue 85. D. L Moses!!! ein dreifaches donnerndes „Lebehoch" za seinem Wiegenfeste. (6301 B . . k a .--- Vermischte Anzeigen. ! Weiizel's Garten. Mittwoch Abend: Spansau. Rotlikraut. 6293) Em Hausbursche gesucht. ____________________Eduard Noll. 6290) Es wird feine Wäsche zum Büglen tn's HauS genommen. ______________BiSmarckstraße B 170,12. 6288) Verloren: etn Bindeschuhche» in der UntoeisitätSstraße. Adzugebrn gegen Belohnung Frankfurterstraße E. 82. 6135) Ein großes möblirtes Zimmer zu vermiethen. Kirchenplatz Lit. B. Nr. 6. 6133) Eine schöne Mansarde mit Wasser leitung an eine ruhige Familie zu ver- mietben._____________Alicenftraße E. 100. 5524) (Itii größeres und kleineres Familienlogis hat per gleich oder später zu v rmtethen Carl Lange, Seltersweg 0. 44. 5418) Zwei möblirte Zimner zu ver- miethen.__Gartfeld 114,g. 4691) Das Doflein'sche Haus ist im Ganzen oder im Einzelnen zu vermiethen. Chr. Vlx. 5755) Etn kleines Logis von 3 Zimmern zu vermiethen.________Mäusburg D. H 5609) Etn möblirtes Zimmer nebst Cm binet zu vermiethen. ______________L. Baer, Wallthorstraße. 5432) EM FamilienlogiS ist zu vermiethen im______Darmstädter HauS. 4«73) Laven mit Wohnung u. Lager- raum zu vermiethen. ____________________Chr. H o reyseck. 5889) Ein Familtenlogts, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör, zu vermiethen. _____________Jacob Reiber, Gartfeld. 6277) Etn möblirtes Zimmer mtt CabinH zu vermiethen im Hause des Herrn Dr. Felsing, Neue-Bäue. ______________ 6119) Mödltite Z mmer zu vermiethen. _______.Weinsaal". 6113) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neustadt D. 27. 3964) Die obere Etage meines Hauses, 7 Zimmer rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. _______________Otto Kempfs. 4359) 4 Ziwmer nebst Küche im ersten Stock (am 15. October beziehbar), sowie ein Zimmer (möblirt od. unmöbltrt) sofort zu vermiethen.________F. Zöller, Neustadt. 6154) Eine freundliche Wohnung von 3 Zimmern im 3. Steck zu vermiethen. _______________Friede Emil Loos. 6175) Zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. Boller Nold, Wallthor. Agenten-Gesuch. 6207) Zum Absatz eines leicht und uMaH verkäuflichen Artikels, wozu k-ine kaufmännischen Kenntnisse r.öthtg sind, werden Agenten oegen hohe Provision gesucht. Franco Offerten unter G. J. 90. besorgt die Expedition dieses Blattes._____________ 6302) Eine Haushälterin wnd gesucht in einer geringen Familie. Zu erfragen in d. Bl.____ 6271) Eine Wohnung von 3—4 Zimmern, wovon sich womöglich ein Zimmer zu einer Glaserwerkstätte gebrauchen ließe,wird zu miethen eventuell das HauS zu kaufen gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 6299) Unterzeichneter emvfichlt sich im Ofenputzen, sowie im Aufsetzen von Kessel und Herden. Meine Wohnung be» findet sich Tiefenweg C. 147. ___________Wilhelm Loth, 6310) Ein Müdchm aus guter Familie zur Stütze der Hausfrau gesucht. Näherei in der Exped. d. Bl._______________________ 6307) Es wird sofort zu mtetben gesucht ein höchst elegantes Zimmer nebst Cabtnet. Adressen in der Expedition d. Bl. nieder- zulegen. 5852) Möblirte Stube mit Cabtnet. ______Julius Wallach. 6120) Eine kleine Wahr ung , großes Zimmer mit zwei Cabineten und Küche, zu vermiethen. Bismarcksftraßes B. 170,12. 'S K 6295) Kaffeebrennerei. Ausländische Weine. Mineralwasser. Specialität in rohen Kaffee’s. towoladle und T h e e. & < ? o- / // V / Cf / und Delicatessen. Niederlage ächt Italien. Teigwaaren. & > / // // Verantwortliche Redaction: 21 Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. B Wir erinne: Sait 9h. 212. B m die Großl Die Ableifi ij, ohne Ortsbürg« D ktlfinben. Sie wollet lennin anzeigen ot Halten pd Die M fr^rrer mit ber M 3 detrieb zu setzen. Gießen, i Das ®ro| stdtag den 18. SuHifum gewarnt, Gießen, i . Montag hat sich zu Der Unten *Uhr jinbe, ,69L Aufnahmesäk Anmeldung? o6ulet flerne bereit Alsfeld, ... M in hin 5 fc‘m äocialbe™ «m* bi" °"dl-n,-n ® ? ,6nnen. frate» Stau,