u en: Sljt Xbtitbs. __(2951 legrapb). Blitzableitern. eiten bei bester Aus- egandl» äft rta.Jl. Staatspapiere, tc. »Boomen. j Stationen S> m Coupons, e S gen. ölstN- gratis. — [H. 61231] I f Srulid der neueren Ijff, aus dn Mrdt- Säs '»nmiidm«« xffijrs ’0t® ttti u»6 ’f* Mo, 111. Dienstag, den 14. Mai 1878. Hichencr MnMger Anreise- und AnüÄliltt für b?n Kreis Gießen. RedaetionSbureairr Gartenstraße B. 165. Gxpeditionsbureaur Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. politischer Theil. Der Mordversuch auf Kaiser Wilhelm. Unseren Lesein in der Stadl konnten wir in letzter Nummer noch bie kurze Depesche von dem am Samstag Nachmittag verübten Mordversuch aus unseren allverrhrten Heldenkaiser mittheilen. Indem wir nachstehend die erhaltenen Depeschen und neuesten Nachrichten zufammenstellen, wollen auch wir nicht verfehlen, unseren Dank dem allgütigen Schöpfer darzubringen, welcher so sichtlich {eine Hand über dem Leben des vortrefflichsten Fürsten walten ließ. Gerne stimmen wir den Worten der „Köln. Ztg." zu, welche schreibt: Vierzig Millionen Deutsche aber danken Gott für die Vereitelung des wahnsinnigen Unternehmens und stimmen begeistert in den Ruf ein : . A?och lange lebe Kaiser Wilhelm!| Berlin, 11. Mai. Als der Kaiser mit der Großherzogin von Baden heute Nachmittag um 31/2 Uhr von der Spazierfahrt nach dem Palais zurück fnhr, wurden unter den Linden mehrere Nevolverschüsse auf den Kaiser abge- {lUeit. Kaiser blieb unverletzt. Der Thäter wurde verhaftet. (Einem Theil unserer Leser bereits mitgetheilt). Berlin, 11. Mai, 4 Uhr 59 Min. Vor dem kaiserlichen Palais sammeln sich große Menschenmasien, welche in begeisterter Weise ihre Sympathien kundgeben. Die Botschafter, Minister, die Generalität fahren zur Gratulation bei dem Kaiser vor. Der Kaiser zeigte sich wiederholt dem Publikum. — Das Attentat auf den Kaiser erfolgte, als derselbe gegen 3^/2 Uhr mit der Großherzogin von Baden, von dem Brandenburger Thor kommend, die Linden entlang nach dem Palais fuhr, ungefähr bei der kleinen Mauer- strahe. Der Attentäter feuerte zwei Schüsse vom Trottoir in den Wagen, ohne zu treffen, und lief dann über den Reitweg in den Mittelweg der Linden, vom Publikum verfolgt. Als man ihn festhalten wollte, feuerre er noch 3 Schüsse aus seinem Revolver ab, warf diesen dann fort und wurde festgehalten. Der kaiserliche Wagen hielt unmittelbar nach den Schüsien still und blieb eine Zeit lang stehen. Der Jäger des Kaisers war gleich Anfangs vom Bock gesprungen und hatte sich an der Ergreifung des Attentäters betheiligt. Nach einigen Minuten wurde ein zweites Individuum in der Mitte der Linden ebenfalls vom Publikum verhaftet. Daflelbe hatte, wie man sagt, den Attentäter befreien wollen. Dieser soll der Klempnergeselle Emil Heinrich Max Hoedel, genannt Lehmann, aus Leipzig sein. Derselbe wurde nach dem nächsten Polizeibureau in der Mittelstraße geführt, wo die ersten Verhöre statlfinden. In der Stadt haben bereits zahlreiche Häuser geflaggt. Vor dem kaiserlichen Palais steht fortdauernd eine gedrängte Menschenmenge, Hochs auf den Kaiser ausbringend. — Der „Köln. Ztg." schreibt ein Berichterstatter aus Berlin vom Samstag Abend: Die Stadt ist seit heute Nachmittag in eine ungeheure Aufregung versetzt. Aus den Kaiser ist um etwa 31/2 Uhr Nachmittags ein Attentat verübt worden. Der Kaiser befand sich an der Seite der Tochter, der Großherzogin von Baden, im offenen Wagen aus der Rückkehr von einer Spazierfahrt im Thiergarten. Unter den Linden, bei den Häusern Nr. 5 und 6, also zwischen der Wilhelms- und Kleinen Mauerftraße, feuerte ein Mensch zwei Schüffe aus einem Revolver auf den Kaiser ab. Der Jäger sprang sofori vom Kutschersitz und eilte dem Mörder nach, der noch zwei Schüffe in das Publikum abfeuerte. Die Frau Großherzogin wurde sofort ohnmächtig, der Kaiser verließ den Wagen und wurde mit lautem Jubel vom Publikum begrüßt. Der Mörder, den man sofort ergriff, wurde nur mit äußerster Mühe durch die Schutzleute der Volkswuth entzogen und in das Bureau des dritten Polizeireviers, Mittelstraße 34, gebracht. Es ist ein langer, hagerer, bartloser Mensch, und es wurde vorläufig festgestellt, daß er den Namen Ha edel oder Haenel, genannt Lehmann, trägt, 21 Jahre alt und aus Leipzig gebürtig ist. Er ist Klempnergeselle. Ein Mensch, welcher die Beamten bei Ergreifung des Thäters hindern wollte, ist gleichfalls verhaftet und gilt als Mitschuldiger. Der Kaiser stieg wieder in den Wagen ein und begab sich in das Palais zurück. Er ist völlig unverletzt und befand sich wohl aus. Die Großherzogin von Baden war, wie man hörte, von Schreck und Aufregung sehr angegriffen. Der Leibarzt des Kaisers, Geh. Rath Dr. v. Lauer, erschien nach 4 Uhr im Palais, in welchem sofort die königlichen Prinzen, die hier anwesenden Fürstlichkeiten, die Minister und andern Staats- und Würdenträger sich einstellten. Tausende durchwogten die Straßen in der Nähe des Palais und stellten sich vor demselben aus. Der Kaiser erschien wiederholt auf dem Balcon und wurde mit lautem Jubel begrüßt. Berlin, 11. Mai, Abends 10 Uhr 30 Min. Der zweite Verhaftete, welcher sich der Theilnahme an dem Attentate verdächtig gemacht hat, heißt Krüger, ist Arbeiter und stammt aus Berlin. Im Laufe des Abends wiederholten sich unausgesetzt die sympathischen Kundgebungen vor dem kaiserlichen Palais. Aus den entferntesten Theilen der Stadt strömen unaufhörlich dichtgedrängte Menschenmasien herzu, indem sie die Volkshymne singen. Der Kaiser erschien wiederholt auf dem Balkon. 11 Uhr 25 Min. Im Laufe des Abends begab sich der Kaiser, von dem Kronprinzen und der Großherzogin von Vaden begleitet, nach dem Opernhause und von da später in das Schauspielhaus. In beiden Häusern erhob sich bei dem Eintritt des Kaisers das gesammte Publikum, das ihn mit stürmischen Hochs begrüßte und unter Begleitung der Orchester-Musik die Nationalhymne sang. Auf der Hin- und Rückfahrt wurde der Kaiser von brr Volksmenge in den Straßen durch enthusiastische Zurufe begrüßt. Viele Straßen sind illuminirt und häufig durch bengalisches Feuer beleuchtet. Nachts 1 Uhr 24 Min. Der Vernehmung des Attentäters Hödel wohnten bei der Minister des Innern, Graf zu Eulenburg, der stellvertretende Polizei-Präsident v. Herzberg, der Oberstaatsanwalt v. Luck, der Staatsanwarr Tessendorf und der Chef der Criminalpolizei Pick. Die Untersuchung führte der Stadtgerichtsrath Johl. Hödel ist 1857, in Leipzig geboren; er giebt an, bei der Wittwe Breiter in der Stallschreiber-Straße gewohnt zu haben. BU der Haussuchung daselbst wurden verschiedene socialistische Schriften vorgefundcn. Hödel giebt an, er habe sich unter den Linden aus Noth erschießen wolle:. Die Untersuchung hat ergeben, daß Hödel früher socialistische Versammlungen in Schkeuditz bei Leipzig abgehalten habe. Berlin, 12. Mai. Alle Morgenblätter ohne Unterschied berichten über die einmütigen patriotischen Kundgebungen der gesammten Bevölkerung und geben dem allgemeinen Gefühle der tiefsten Verehrung für den Kaiser den wärmsten Ausdruck. Berlin, 12. Mai. Fortwährend treffen an den Kaiser Glückwunsch- Telegramme der deutschen Fürsten und der europäischen Souveräne ein. Der Großherzog von Baden trifft morgen persönlich hier ein. — Der Attentäter Hödel leugnet, daß er auf den Kaiser geschossen und überhaupt mehr als einen Schuß abgegeben habe. Er behauptet, er sei brod- los gewesen und habe sich selbst öffentlich unter den Linden erschießen wollen, um den Reichen die jetzigen Zustände und wohin dieselben führten, vor Augen zu stellen. Er habe einen Schuß auf sich abgegeben und könne das Fehlen der übrigen drei Schüsse in dem Revolver nicht erklären. Er müfle die Schüffe in der Sinnlosigklit abgegeben haben. Hödel befand sich im Besitze mehrerer socialdemokraiischer Schriften und der Mitglieber karten mehrerer hiesigen social- demokratischer Vereine, sowie der Portraitbilder Bebel's und Liebknecht's. Bei Vernehmung erklärte er, er gehöre keiner politischen Partei an, sondern sei Anarchist, Feind aller politischen Parteien, sowie der jetzigen Gesellschaftszu- stände und Staatseinrichtungen. Der zweite Verhaftete, Krüger, scheint unschuldig der Theilnahme an dem Attentate unb ist bem Vernehmen nach bereits toteber anf freien Fuß gesetzt. Derselbe hatte den Verdacht auf sich gelenkt, weil er sich des von dem erbitterten Publikum thätlich mißhandelten Hödel an- genommen hatte. Deutschland. Darmstadt, 12. Mai. Heute Morgen IIV2 Uhr fand anläßlich der glücklichen Errettung Sr. Majestät des deutschen Kaisers auf dem Exercierplatze ein Feldgottesdienst der gesammten hiesigen Garnison statt. Berlin, 10. Mai. Die Postordnung gestattet, unter gegebenen Umständen, die Aushändigung von Sendungen an ein „erwachsenes Familienglied des Adressaten." Da nun angeregt worden, was unter letzterem Ausdrucke zu verstehen sei, so hat das Generalpcstamt erklärt, daß zu den Familiengliedern die Ehefrau, Eltern, Großeltern, Kinder, Enkel, Geschwister u. s. w., nicht aber Schwäger, Schwiegereltern u. s. w. gehören. Was die Auslegung des Begriffs „erwachsen" betrifft, so kann dieselbe nicht gegeben, sondern es muß dem pflichtmäßigen Ermesien des bestellenden Boten überlasien werden, ob das Famllienglied „nach der ganzen Erscheinung und dem äußern Eindruck zu den erwachsenen Personen zu zählen ist." Berlin, 11. Mai. Gras Schuwaloff hat gestern dem Kaiser seine Aufwartung gemacht. — Graf Schuwaloff ist gestern Abend um 11 Uhr nach Petersburg weitergereist. Hesterreich. Wien, 11. Mai. Der „Polit. Corresp." wird aus Athen von heute gemeldet: Die griechische Jnsurrection in Epirus und Thessalien ist als beendet anzusehen. Die Führer der Erhebung haben sich bereits in ihre Her- math begeben, nachdem zuvor im Namen der türkischen Regierung eine allgemeine Amnestie für sämmtliche Teilnehmer an der Jnsurrection verkündet worden war. Der britische Consul Merlin habe an die britische Regierung berichtet, daß die türkischen Begs in Thesialien einer eventuellen Annexion Thessaliens an Griechenland nicht abgeneigt wären. Wien, 11. Mai. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel von heute: Die russischen Lieferungsverträge werden nicht mehr für San Stefano, sondern für Tschataldja abgeschlossen. Man glaubt allgemein, daß die Ruflen den Rückzug bis Abrianopel erst nach Erzielung eines Einvernch- mens mit England bezüglich der Stellung der britischen Flotte, sowie nach Räumung der Festungen Schumla und Varna, auch der Hafenstadt Batum bewerkstelligen werden. Wie versichert wird, wäre diese Räumung wohl im Principe beschlossen, aber die Ausführung dürste noch lange auf sich warten laffen. Die türkischen Specialcommiflare Nehad Pascha und Ali Bey sind übrigens heute nach Batum abgereist. Der Aufstand im Rhodopegebirge macht stillen Ocean nach Panama, um die den Isthmus passirenden russischen Seeleute bep Ruflen fortwährend viel zu schaffen. — Der „Polit. Corresp." wird aus Bukarest vom 10. d. gemeldet: Die vor 10 Tagen verlangten 90 Züge zum Transport des 12. Ärmeecorps von Rustschuk nach Jasiy sind bei der rumänischen Eisenbahn-Verwaltung wieder abbestellt worden. Die russischen Truppen bleiben vorläufig in ihren bisherigen Stellungen. Die Zuzüge von Reservetruppen in Stärke von 10,000 Mann dauern fort, und zwar in den Richtungen von Giurgewo und Rustschuk. — Der Fürst reist heute Abend 11 Uhr ab, um die rumänischen Truppen jenseits der Aluta zu inspiciren. Wien, 11. Mai. Das „Fremdenblatt", die jüngste Erklärung Wadding ton's in der französischen Kammer besprechend, sagt: Die Erklärung wird in ganz Europa nur mit hoher Befriedigung ausgenommen werden. Frankreich tritt dadurch wieder als Vertragsmacht in das europäische Concert ein und nimmt Stellung neben den Mächten, welche sich gleichfalls noch durch Verträge verpflichtet erachten. Daß die warmen und herzlichen Worte des Prinzen von Wales aus fruchtbaren Boden in Frankreich gefallen sind, wird durch die Erklärung Waddingtons in ihrer vorsichtigen und weislich abgewogenen Form bestätigt. Die „Preffe" zählt die Momente auf, welche die Situation als factisch in friedlichem Sinne geändert erscheinen lassen; sie constatirt, daß der Friedensvertrag von San Stefano nur noch als geschichtliches Document ohne actuellen Werth bestehe. Rußland selber habe diesem Zeugnisse einer überstürzten Politik bereits den Rücken gekehrt. Die Abrüstung vollziehe sich nicht allein in der diplomatischen Haltung Rußlands; sie beginne auch auf dem militärischen Gebiete. Vielleicht schon demnächst werde die militärische Situation auf der Balkanhalbinsel eine solche sein, welche die Friedensaction wesentlich erleichtert. Pesth, 11. Mai. Heute wurde im Abgeordnetenhause der zustimmende Bericht des Finanzausschusses über die Vorlage, betr. die Deckung des 60-Mill.- Eredtts, eingebracht. Lokal-Notiz. Gießen, 13. Mai. Am Samstaa Abend brachten die Studirenden der hiesigen Hochschule Herrn Geh. Medicinalrath Prof. Dr. Wcrnher einen solennen Fackelzug unterstützt durch die Mustkchöre des hiesigen Regiments und der Marburger Jäger' Nach dem Fackelzuge fand ein Banket in Wenzels Saaldau statt, wobei unter kräftigen Reden der Verdienste des in den wohlverdienten Ruhestand tretenden Herrn Professo s gedacht wurde. England. London, 10. Mai. Die Admiralität hat zwei Torpedo Dampfer an- gekauft, die hier ursprünglich für eine auswärtige Regierung gebaut waren. — Dem „Standard" zufolge begab sich der Befehlshaber der britischen Flotte im die Berathungen des Cabinets, welches nur als ein Uebergangs-Mlnisterium angesehen werden darf. Telegraphische Depeschen. Waguer's telegr. Lorrespvndenz-Bureau. Berlin, 11. Mat. Reichstag. In der zweiten Lesung der R-chtsanwaltS- ordnung wurden die ersten 6 Paragraphen des ersten Abschnitts über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft nach unwesentlicher Debatte mit unerheblichen redaktionellen Abänderungen genehmigt. $ 7 (Lokaltsirung der Rechtsanwälte) ruft eine längere Debatte hervor. Die Regierungsvorlage will eine strictere, die Commission will eine weniger strenge Lokalisirung. LaSker stellt ein vermittelndes Amendement. Staatssecretär Friedberg glaubt, der Bundesrath werde bet der puren Annahme der CommissionS- oorschläge schwerlich zustimmen und hält für seine Person eine Vermittlung zwischen den Meinungsverschiedenheiten des Bundesratbs und der Commission auf Grundlage des Lasker'schen Amendements für möglich, obschon ihm unbekannt sei, wie sich der Bundesratb dazu stellen möchte. Bei der Abstimmung wird der hauptsächlichste Theil des Lasker'schen Antrags mit 106 gegen 105 Stimmen abgelehnt, der weniger wichtige Theil desselben angenommen. Der Paragraph im Ureigen, sowie die damit zusammen- bängenden 88 7a, 16a und 16b werden in der Commissionsfassung genehmigt. Die SS 8—15 und 17—93 werden hierauf fast ohne Debatte angenommen. Fortsetzung der Berathung Montag. Wien, 12. Mai. Minister Delbrück ist hier eingetroffen. — Bei dem deutschen Botschafter, Grafen Stolberg, erschienen heute bie österreichischen Würdenträger und Die hier accreditirten Botschafter, um ihre Gratulationen wegen des Mißlingens des Attentats auf den Kaiser Wilhelm darzubringen. London, 12. Mai. Dem „Observer" zufolge hat die englische Regierung ein Terrain in der Nähe von Port Said für eine Kohlenstation angekauft. Paris, 12. April. Gestern, gleich nach Bekanntwerden des Attentats auf den Kaiser Wilhelm beglückwünschte der Marschall Mac Mahon den Kaiser telegraphisch zu dem Fehlschlagen des ruchlosen Attentats. Die Journale sind einstimmig in Brandmarkung des Attentats. — Oberst Denfert, der Vertheiß feiger von Belfort, ist gestorben. Petersburg, 12. Mai. Die lebhaftesten Sympathien für Kaiser Wilhelm äußerten sich heute auch hier überall in herzlichster Weise. Im deutschen Botschaftshotel sprachen persönlich vor feer Großfürst Wladimir mit dem Italien. Nom, H. Mat. Guten Informationen zufolge wird die Meldung des „Standard", betr. angebliche Mitthetlungen des russischen Vertreters in Rom in der Affaire „Ctmbria", sowie bezüglich des Transportes von Officieren und Soldaten durch Amerika behufs Schutzes feer russischen Besitzungen am Amur als vollständig erfunden bezeichnet. Rußland. - . ... r Erbgroßherzog von Mecklenburg und Prinz Peter von Oldenburg. Ferner zu überwachen. „Times" meldet aus Belgrad: Muhamedanische Albanesen kamen zu gratuliren Deputationen der Regimenter Chevaliergarde und Garde in Altserbien rebelliren. zu Pferde, der einzige hier anwesende Offizier der Ordensdragoner, deren Chef London, H. Mm. Der Orientfrage-Verein (Eastern Question-Affo-Kaiser Wilhelm ist; desgleichen feie Minister, feie hohen Würdenträger vom ciatton) Hal beschloffen, eine nationale Confereuz abzuhalten, im Falle feie Politik Civil unfe Militär, feie Botschafter und Gesandten und viele Notabeln. In der Reglerung weitere Anzeichen einer kriegerischen Tendenz bekundete. — Der der heute Nachmittag unter dem Vorsitze des deutschen Botschafters abgehal. Präsident des Hanfeelsamtes, Sandon, hat einen Sitz im Cabinet erhalten. tene» Jahresversammlung des deutschen Wohlthätigkeits Vereins hielt der an. — Der „Standard" meldet aus Rom, daß von russischer Seite dort wesende Pastor Dalton eine ergreifende Ansprache, in welche er Die innigen erklärt wurde, die „Cimbria" sei gechartert worden, um Osficiere und Mann- Beziehungen zwischen den beiden Kaisern und den Nachbarreichen heroorhob schäften nach Amerika zu transportiren, von wo sie durch andere Schiffe nach und welche mit einem Dankgebete abschloß. Die Versammlung beschloß ein der Mündung des Amur geführt werden sollten. Die Route über Amerika fei Telegramm an Kaiser Wilhelm mit Kundgebung ihrer Theilnahme und ihrer deshalb gewählt worden, weil sie um 21 Tage kürzer sei, als über Sibirien. Freude abzusenden. Die Expedition bezwecke lediglich einen besseren Schutz für die russischen Be- *" -------- sitzungen am unteren Amur. ., v r * "'3 < v . r -i, , , " kehren wollten, das Rest einer Schwarzamsel aus, welches auf einem Baume an der Damit sollendiejenigen Nachrlchten^uberelnstlmmen, die von der Uebernahme Der Licher Chaussee, wenige Schritte von der Stelle entfernt ging, wo links der Weg nach auswärtigen Angelegenheiten durch Schuwaloff als von einer beschlossenen Sache Rödgen abgeht. Die beiden größeren etwa 15jährigen Jungen, welche mit der Cultur r-den und die, wie hiesige Blätter thun, feen General Woronzoff als feen Nach- ^wett befreundet waren, daß sie Kappen auf dem Kopfe hatten, deren sich ihre folger Schuwaloff^ bezeichnen. Ameren Kameraden nicht rübmen konnten,, stifteten einen der Sana-bonnets an, den ° in nrjpnHHpn t ■ - l iu erklettern und das Nest herunterzuwerfen. Von beiden Seiten, d. h. von der , 9^ubt in ortentirten Kreisen, feaß Graf schuwaloff feine niefeer^ Rodger-, wie von der Licher Chaussee kamen in diesem Augenblicke Leute. Die Frevler geichriebcue Proposttionen mitbringe, feaß er vielmehr Träger feer ihm mündlich rissen aus und nahmen das Nest mit; aber eine junge Schwarzamsel, die in etwa funfegetbanen englischen Anschauungen sei. Schuwaloff glaube durch feie Mit- Tagen flügge geworden wäre, blieb bülflos am Boien liegen. Eine mitleidige Hand theilui'g, die er über feie englischen Anschauungen persönlich zu machen in feer jyfldjte auf e Wellen eine Art Nestchen und setzte das Thterchen hinein in Laae fei feie notbmendidaß die Alten kommen und den kleinen Vogel versorgen würden. Nach rage M, feie nothwenfetgen Vereinbarungen zu erleichtern. längerem Spaziergange fand Einsender dteserZfilen das arme Vögelchen verlassen und ipeterSvurg, 11. Mai. Das „Journal fee St. Pmersbourg" erklärt ganz matt vor Hunger. ES sperrte den Schnabel auf und konnte nicht mehr den ebenfalls, feie Nachrichten über feie Vorschläge Schuwaloff's seien rein hypothe- Setnigen um Hülfe rufen. Ein anderer grade nach Gießen zurückkehrender Spazier- «• b,f ä'. B neien geptiui getanen wuroen. Erziehung" zu Theil werde. Die Lehrer der umliegenden Dörfer sollten doch ihre Rangen anhalten, daß, Rinnet. wenn sie durchaus das Nesterausheben nicht lasten können, sie diesem tdyll'schen Ver- Aus Konstantinopel erfährt feer Londoner Corresponfeent feer Neuen flnÜ0tn nur tn ^rer Gemarkung nachgehen. Die Stadt Gießen hat, um mit Rückert Sr-Pr." °°n febr »edä$ut,er Seit- folgende D-ttul/über ttoSrf?"“ SÄ® ÄS fav jibfn Palais: Der Sultan berief kürzlich Osman Pascha zu sich unfe forderte von --------— . __ ihm seine Ansichten über feen gegenwärtigen Stand feer Lage. Der Held von Handel und Verkehr. Plewna ertviefeerte dem Sultan, er sei ausschließlich Soldat unfe verstehe febr Tfcnr„-f«r.28rtnJ* 3!!nt m folgende Münzen: 1) Die Einfechstel n ittb9 d °n tTM?bCr dQeln mtn" 7 d-m Sultan bie En,drücke XK ÄÄÄ nuttfeeilen solle, feie er überall empfangen, unfe über feie Stimmung, welche des Groschens geprägten 2-Pkenmgstücko' und die auf Grund der Zehn- und zwöl^- unter feer ganzen Bevölkerung vorherrsche, so könne er nur melden, daß sämmt- ^Heilung des Groschens geprägten 1-Pfennigstücke (>/,-. ' iOt Vir Groschenftücke, 4) d,e liche Unterthanen fees Sultans mit feer jetzigen Regierung höchst unzufrieden bem Marksystem ausgeprägten 5- 2-und 1-Pfennigstücke mecklenburgischen Gepräges. Cultan Osman Pascha, ob er englisch ofeer russisch gesinnt sei. Osman ant- 2—2.10, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. je. 1.20—25, 2. Qual, 1.10, wertete, er fei als Soldat weder das Eine noch das Andere; er denke nur tm Oual. 1.40, 2. Qual, 1.30, Tafelbutter JL 1 50, Eier das Hundert daran, wie er feie Feinfee seines Landes bekämpfen könne, und da er jetzt in ^-7-» t 200. Fleischpreise. Ochsenfleisch per ber Stäbe von K°nst-Ntinop.l große russisch. Heer- sehe, so könne er nurVaran Fb-68 S^etn.fleito K ? W kv'-r '°0°KiW fei'nfen, wie er ^ie Hauptstadt gegen dieselben schützen könne. Sohin ließ der 2b-32 jl, ganze Erbsen 24-27 jl, Bohnen 25-28 je. LMsen 28-36 jl, Spargcln Su.tan den alten Mehemed Ruschdi in das Palais kommen, dem er feie Stelle per Mund 30-40 Mai Fi'ch per Stück 80 bis 1.30.____________________ eines Premier-Ministers anbot. Doch entschuldigte dieser sich, daß er zu alr für feen Posten sei; r- i 3022) ®< W 101 1 6 । $(6ruar U ©et unter! „v-nnti-n W »W>'B «L w SU|en. > 2963) M hOei auf de» tfrbn «f»tberlitw 811 werten unb »war I) Maut-t 2) Sttinhs 3) Zimmer 4) Dachdec 5) Schreib 6) Schloß 7) Wenn 8) Weißbiit 9) Spenfllei 10) Psläste« Hiersür w? tinjelne Gewerke, auf.....z obigem Bureau er 9-12 und Nach anschläge und Ue Gießen, Bekamt - St| lierl Cm sS?1« 2. Die in her MtHeil Oberjö 6., l unfe 8. Ma ver-cigerungen ft Die an Diejen 5 Nuchenßöcke werfe 3'feen und können <2. bis 19. Mai tberförsterei anm kreise erfahren. ^tssklbach, am £ie Ireiherrlich qaaq Dbersörst. Gdictc Jutt Oßcrbejjen 1 3- über das ?,inen Verzeichnis ^"!>blildete Vern Markus Hi , , »oh ini * hWfai § «■turfag b(ll <Ä' t**:« 3018) Weyer. eir.ieh offen. Wilh. Balser. Submission Rohlegen, zu verkaufen. (2639 Fr. Kreuder. C. L- G l ü ck, Friedbera- 2334) Rmtr. Buchen-Scheitholz, n Festm. Eichen-Stammholz, ver- dret Hoppe. 3010) 669) Franks. 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Walther Lindenplatz. 2179) Eine Familien-Wohnung zu Der 303 t) Unserem lieben Freunde Georg H . . . . l ZU seinem heutigen Geburtstage die besten Glückwünsche und ein dreifach donnerndes Hoch, daß der ganze Löwen- Hof wackelt. Seine Freunde. Eltern und Erzieher machen wir auf das schöne und nützliche pädagogische Kunstjournal: Der Jugend Spiel und Arbeit von Dr. J. D. Georgens und J. M. von Gayette-Geor- gens, unter Mitwirk, hervorrag. Mitarbeiter, Preis pro Quartal Mk. 1.50, aufmerksam. Dasselbe bietet in jedem in Buntdruck ausgeführten Monatshefte Unterhaltung und bildende Beschäftigung der verschiedensten Art für Kinder von 5 — 13 Jahren. Die beigefügte Beilage gestattet die sofortige leichte Nachahmung der Vorlagen. Jede Buchhandlung und Postanstalt nimmt Abonnementsbestellungen an. Ausführliche illustr. Prospecte gratis. Leipzig. Richter’s Verlags-Anstalt. K. K. Hofbuchhandlung. Aermiethungen. 3026 Dos seither von Herrn Werksührer G är tn er, bewohnte Logis ist per 1. August zu vermiethen._______B ö tz, Postschaffner. 3029) Gleich beziehbare Logis zu ver- । ■ der beste, wohlschmeckendste und gesundeste aller Liqueure. tPSCIllll D Erster Verdauungs- und Deffert-L'queur. Schwachen Magen und bei träger Verdauung zu empfehlen. Ninkin cwliii Elixir de ginseng. Chinesischer Nraftliqueur, nerven- UlUolIrLjl'llUe stärkend. Bestes Mittel gegen Erschöpfung jeder Art. Elixir de Spessart. Ausgezeichneter Magen-Liqueur. Diele, sowie alle übrigen Fleischmann’schen Liqueure empfiehlt Japanische Schreib- it Copir-Tiaie (Euere violette ä copier). Dieselbe ist von violetter, dem Auge angenehmer Farbe, wird indeß beim Gebrauch nach kurzer Zeit schwarz, trocknet augenblicklich, greift weder Papier noch Feder an, ist leicht fließend, schimmelt selbst bet längerer Aufbewahrung nicht und ist unauslöschbar. Auch dann, wenn die Schrift bereits mehrere Tage alt ist, liefert dieselbe noch makellose Copien und empfiehlt sich des schnellen Trocknens und der vorzüglichen Schwärze wegen ganz besonders zum Einträgen in Handels- und Geschäftsbücher. Niederlage davon tn 4 Flaschenfüllungen ä % Liter Jt. 2. i/2 Liter .X 125, 1/4 Liter 75 1/8 Liter 50 H, in Giessen bei der Expedition des Giestener Anzeigers.____________________________________ Um mein Lager in Luacusccaaren einzuschranken, verkaufe ich solche von heute gegen baar mit vermischte Anzeigen. 3014) Eine tüchtige Frauensperson, welche der Führung einer kleinen bürgerlichen Haushaltung vollkommen gewachsen ist, kann bei gutem Lohn angenehme Stellung finden. Näheres bei der Exped. ds. Bltts. □DDDDOOODQDGOI Wasch achte feine Leinen - Drells sowie englisch Inerter in den neuesten Mustern, empfehle zu Herren- und Knaben-Anzügen zu billigen Preisen. 2950) Alb. Lüttringhaus. 2928) Unterzeichneter empfiehlt hiermit sein reichhaltiges! 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Dr. Dornseiff. 2915) Ein freundlich möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Valentin Herdt, Glaser, Walltborstr. 145 178) Reparaturen an Nähmaschinen schnell, put und billigst. Theodor Haubach, Reichensand - Bahnhofstrasse. ! Strohhute werden gewaschen und fa^onnirt bei ______I. Weitzenkorn, Kreuz. 3004) Em mit guten Zeugnissen ver- sebenes Dienstwädchm gesucht. D. 33 „ Ein leichtes einspänniges Oeonomie-Wägelchen wird zu kaufen gesucht; von wem? sagt die Exped. d. Dl. Logis und Kost für einen Schüler in einem freundlichen Hause in der Nähe der SteaL schule. Näh. Gartenstr. 16S 2085) Ein Lagerraum zu vermiethen. __Wallthorstraße 66. 2184) Wolkengasse C- 90 zwei schön möbl- Zimmer mit Cabinetten zu vermiethen 2229) Ein Fomilienlogts zu vermiethen. Carl Haas an der Actienbraueret. 2376) Ein Famtlienlogts ist per 1. Juli zu vermiethen. __________I. Leun, Wittwe, Wallthor. 2865) In meinem neuerbauten House ist der Laden mit Wohnung urd der erste Stock zu vermiethen und am 1. 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Juli oder auch früher zu vermiethen ; wo? sagt die Erp. d. Bltts. 2542) Der zweite Stock meines Vorderhauses, Reichersand C- 121, bestehend aus 5 geräumigen Zimmern, 2 Kammern und rüem Zubehör, tft, auf Wunsch auch mit Gartenantheil, zu vermiethen und Anfangs August m beziehen. F. W. v. Gehren. 2496) Eine hübsche Famtlienwohnung vm 4 toent 5 Zimmern unh ollem Zube- i ör per 1. Juni zu vermiethen bei Martin Scheel am Marktplatz. Bad Haulieim. Vom 15. Mai ab finden täglich von Morgens 9 bis Abends 5 Ubr Aufnahmen statt. ____________________________________________(2983 Zum Besten des. unter dem Protectorat Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs Ludwig IV. von Hessen und bei «Rhein stehenden patriotischen Unternehmens des Ausbaues der Katharinen-Kirche pi Oppenheim, welches sowohl aus Mitteln des Großherzogthums Hessen als auck des deutschen Reiches unterstützt werden soll, wird mit Genehmigung, des Großherzoglich Hessischen Ministeriums eine Lotterie ohne Nieten von Kunstwerken veranstaltet. Jedes Loos gewinnt. Zu obiger Verloosung sind Loose L 3 zu haben in der Expedition des Giestener Anzeigers, Schulstratze 18. 114