Mittwoch, den 16. Januar 1878 Wo. 13 Meßmer Wyciger Aykize- md A»tsbl»tt fit in Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Asvaetwrrsbiersairr Gartenstraße B. 165. r Schulstraße B. 18. ein. ' e Ihr. -Verein, Hegyesi. 41,3 (A-dur): ' rt Schumann, nde.) ‘bolz. i beider Compo 59,1 (F-dur): n Beethoven. ]. Rick ersehe^ i M 2 zu habet lieses Concertes-. zum 11. Januar sind die BiUete jsch vorher zu- , Vortrags einer' (171 Ihr. bergerichlett Hauses ist z> st eberzeugung;, l'allenfels Markts NmiwIwm«, Sw*1' Anzeigen. ZU W. KM «r W w** i -' Ä .0 4^ 'lz Aokitisch Deutschland. Darmstadt, 12. Januar- Verhandlungen der zweiten Kammer der Stände. Bei der gestrigen Specialberathung des Gesetzes über die Besteuerung der Wanderlager wurde der von der Regierung vorgeschlagene Steuersatz für Darmstadt und Mainz mit 40, für die übrigen Städte 30, und die Landgemeinden mit 20 Mk. gebilligt, jedoch nur mit 22 gegen 21 Stimmen, da die Minderheit die Hälfte dieser Sätze für ausreichend hielt. Ein Antrag des Abg. Schröder, ein Drittel dieser Abgabe den betr. Gemeinden zufließen zu lassen, fand Annahme, während die Bestimmung des Entwurfs, daß für jeden bei einem in Rede stehenden Geschäfte verwendeten Gehülsen die Hälfte obiger Sätze als Zuschlag weiter zu entrichten ist, abgelehnt wurde. Die Vorlage wird demnächst eine zweite Lesung zu passiren haben. Bezüglich des nunmehr vollständig vereinbarten Gesetzes, die Gehalte der Volksschullehrer betr., erklärte das Ministerium, daß das Gesetz nicht vor dem Jahre 1879 in Wirksamkeit treten könne. Heute wurde der Stephan'sche Antrag, den Religionsgemeinschaften zu gestatten, selbstständig den Modus auszustellen, wie ihre Bedürfnisse auszubringen seien, kurzer Hand abgelehnt. Hierauf wurde der Defect in der Staatsschulden-Tilgungskasse besprochen. Der Finanzminister, sowie der heute als Regierungs-Commissär fungirende Abg. Welcker räumten offen ein, daß sowohl die Direction, wie der landständische Controleur sich Verfehlungen schuldig gemacht, indem sie zu vertrauensselig gewesen, daß die Unterschleife schon seit langen Jahren herrührten, allein die Eontrole keine genügende gewesen. An der Debatte beteiligte» sich Schröder, Kugler, Frank, Wolsskehl, Wadsack und Osann, welch letzterer mit ungewöhnlicher Schärfe gegen die Visitationsbeamten zu Werke ging. Sie betonten jämmtlich, daß die Eontrole eine nicht ausreichende gewesen, da man die einfachsten Grundsätze der Buchhaltung außer Acht gelassen, und bezeichneten es als den Hauptmtßstand, daß der Cassier Ches der ganzen Buchhaltung gewesen und dadurch Jahrzehnte lang fortgesetzt in der Lage gewesen, die Betrügereien zu verüben. Allseitig wurde verlangt, sofortige Beseitigung der vorhandenen Mißstände und Vorkehrungen gegen deren Wiederkehr zu treffen, was auch bereilwilligst zugesagt wurde. — Ein Beschluß kann nach der Geschäftsordnung bei dieser Gelegenheit nicht gefaßt werden. Berlin. Den verschiedenen Regierungs-Hauptkaffen sind jetzt sehr ansehnliche Summen in 50-Pfennigstücken zugegangen, welche dazu bestimmt sind, im Interesse der Durchführung der deutschen Münzresorm die Etnsechstel-Thaler (Fünsgroschen-) Stücke zu ersetzen. Die Regierungen haben von diesen Reichs- Silbermünzen den ihnen untergeordneten Kaffen entsprechende Beträge als zu erstattenden Vorschuß zu überweisen, um dieselben sofort bei allen Zahlungen in geeigneter Weise zu verwenden. — Das neueste „Militär-Wochenblatt" enthält in seinem nichtamtlichen Theile einen Bericht über das Telephon im Vorpostendienste, woraus erhellt, daß die Nutzanwendung des Telephons speciell für militärische Zwecke in der Folge groß sein wird. Der von dem Hauptmann Körner (Compagniechef im Infanterie-Regiment Nr. 56) bei 3 Grad unter Null und heftigem Winde ge machte Versuch gelang, da das deutliche Hören nicht im Geringsten gehindert wurde. Zum Anruf, also zur Benachrichtigung, daß mittelst Telephons eine Meldung geschickt werde, wurde mit starker Stimme der Doppelvocal „ö" hin- eingerusen, worauf der Empfänger seine Anwesenheit zu erkennen gab. Ein fernerer Versuch, wo ein Doppelposten mittelst eines Fernsprechers verbunden war, gab dem Versuchenden den Beweis, daß der Posten „ebenso stramm" seine Meldung durch den Fernsprecher abstattete, als er dieselbe persönlich zu überbringen gewohnt ist. Andererseits jedoch bemerkt die Redactton des Fachblattes, daß der Hauptmann Buchholtz (der Verfasser des Buches „die Kriegstele- graphte") neuerdings die Absicht hat, einen tragbaren Feldtelegraphen auch mit Telephonen zu versehen, sobald diese soweit verbeffert worden sind, „daß eine Verständigung weniger fraglich, als bei den jetzt vorhandenen erscheint." Arankreich. Paris, 12. Januar. In der heutigen Sitzung der Kammer sprach Präsident Gt6vy seinen Dank aus für die neuen Beweise ihres Vertrauens und lobte das Verhalten der Kammer, die es verstanden habe, den Willen Frankreichs zur Geltung zu bringen und schwere Conflicte durch die Errichtung einer parlamentarischen Regierung auf friedlichem Wege zu lösen. Gr6vy gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Kammer auch in Zukunft diesen Geist der Klugheit bewahren und stets gemäßigt und versöhnlich sich zeigen möge, indem sie alle Interessen achte und als wachsame Hüterin der Republik sich angelegen sein laffe, die nöthige Eintracht unter den öffentlichen Gewalten aufrecht zu erhalten, die Eintracht, die allein im Stande sei, die Ruhe und Sicherheit der Arbeit zu gewährleisten, und daß sie so der Erwartung des Landes entsprechen und sein Vertrauen rechtfertigen möge. (Beifall.) er H h ei f. — Im Senate dankte Audiffret - Pasquier in einer kurzen Ansprache für eine Wahl, indem er sagte, er empfinde deren Werth mehr als jemals und werde die ihm durch dieselben auferlegten Obliegenheiten zu erfüllen bestrebt sein. — Die Discussion über die Interpellation Gavardie's ist aus nächsten Donnerstag verschoben. Die Wahl eines unabsetzbaren Senators an Stelle des verstorbenen Generals Aurelles de Paladines ist auf den 23. d. angesetzt. General Pelissier (Linke) wurde mit 111 Stimmen gegen General Espivent, welcher 109 Stimmen erhielt, zum Quästor gewählt. — In der Kammer legte der Minister der öffentlichen Arbeiten einen Gesetzentwurf, betr. den Ankauf von 2615 Kilometer Eisenbahn von den Compagnien der Secundärbahnen vor. Der Kaufpreis ist 500 Millionen Frcs. Die Dringlichkeit wird ausgesprochen. Der Entwurf wird auf Antrag von Paul Bethmont, der von Gam- betta unterstützt wird, an die Budget-Commission verwiesen. Italien. Rom, 13. Januar. „Popolo romano" dementirt die Nachricht der „Times" von einem Compromiß zwischen dem italienischen Gesandten in Konstantinopel, Grafen Curti, dem britischen Botschafter Layard und der Pforte in Betreff der mit Beschlag belegten italienischen Schiffe. Nachdem das Prisengericht noch nicht gesprochen, hat die Angelegenheit noch keine Lösung gefunden. Rußland. Petersburg, 12. Januar. Tie „Agence Russe" hebt hervor, daß das langsame Vorschreiten der Waffenstillstands-Verhandlungen sich durch die große Entfernung erkläre, welche die von Petersburg nach den beiden russischen Hauptquartieren'in Bulgarien und Asien gesandten Instructionen zurückzulegen hätten. Bezüglich des Waffenstillstandes selbst wiederholt die „Agence Ruffe", Recht, Brauch und Billigkeit erheischten, daß dem den Frieden bezweckenden Waffenstillstände eine Convention zwischen den Kriegführenden vorangehe, wodurch die Basis der Friedenspräliminarien festgestellt werde. Andernfalls wäre der Waffenstillstand ein dem Besiegten dargebotenes Mittel, sich zu erholen, um neuen Widerstand vorzubereiten und neues Blutvergießen hervorzurufen. — Der „Ruff. Invalide" veröffentlicht den Tagesbefehl des interimistischen Garde-Commandeurs Baron Bistrom, sowie, mit Genehmigung des Kaisers, einen Brief des preußischen Garde-Commandeurs Prinzen von Württemberg an den Kaiser, Glückwünsche zu den russischen Siegen enthaltend. Der russische Tagesbefehl lautet am Schluffe wörtlich: Die in dem Briefe des Prinzen von Württemberg ausgesprochene schmeichelhafte Aufmerksamkeit für unsere siegreichen Brüder wird nach meiner festen Ueberzeugung mit um so größerer Sympathie ausgenommen werden, als sie aus den Reihen des ruhmvollen und tapferen Gardecorps kommt, welches dem großen und mächtigen Lande angehört, auf dessen aufrichtige und erprobte Freundschaft unser theures Vaterland mit Recht stolz sein kann. Petersburg, 13. Januar. Osficiell wird aus Selvi vom 11. d. gemeldet : Das Detachement unter General Karzow besetzte am 10. Jan. Sapot und Karlowo. — Ueber die zweitägigen Kämpfe des Generals Radetzky am 8. und 9. d. werden folgende Details gemeldet: Die Colonne des Fürsten Mirsky kämpfte am ersten Tage allein, nahm Schipka mit Sturm, machte 100 Gefangene, erbeutete zwei Geschütze und nächtigte auf dem eroberten Terrain. Verluste unbeträchtlich. General Dombrowsky und die Obersten Gromann und Khomenko wurden verwundet. Am Abend des 8. d. traf die Colonne des Generals Skobeleff ein. Am 9. d. war der Nebel so dicht, daß die 2. Brigade der 14. Division, welche in der Front angriff, vom Feinde nicht bemerkt wurde. Hiernach entbrannte ein erbitterter Kampf. Um 4 Uhr Nachmittags stellte der Feind sein Feuer ein. Gleich darauf traf eine Ordonnanz Skobeleff's ein, welche meldete, daß die türkische Armee sich ergeben habe. — Aus Gabrowa vom 12. d. wird gemeldet: Die Verluste der Colonne Skobeleff's bestehen in 6 Osficieren, 294 Soldaten tobt, 38 Osficiere und 1190 Soldaten verwundet. Die Colonne nahm 12 Feldgeschütze im Sturm und eroberte mehrere Fahnen. Bei Cheinon wüthete ein erbitterter Bajonnetkampf, welcher mehr als 10 Minuten dauerte. Das 1. und 2. Don'sche Kosaken-Regiment machte bei Verfolgung der Türken eine große Anzahl Gefangene. — General Semeka meldet aus Odeffa vom 12. d.: Das Bombardement Eupatorias durch türkische Panzerschiffe wurde Abends 6y2 Uhr eingestellt. Der Versuch der Panzerschiffe, zwei Kauffahrteischiffe zu nehmen, wurde durch die Strandbatterien vereitelt. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr» Eorrespondenz-Bureau. Malta, 13. Januar. Das Truppen-Transportschiff „Jumna", welches mit 1067 britischen Soldaten auf der Fahrt nach Indien war, sowie, der „Eu- phrates", welcher 1142 Mann dahin führen sollte, sind hier zurückgehalten worden. Petersburg, 14. Januar. Außer Eupatoria wurde auch Feodosia von den Türken bombardirt. Die Beschießung offener Städte gerade zu einer Zeit, in der um Waffenstillstand nachgesucht wird, macht einen um so mißlicheren Eindruck, als bisher solches nicht geschehen war. Wien, 14. Januar. Das hiesige „Telegr.-Corrcsp.-Bureau" meldet aus Konstantinopel vom 14. d.: Sicherem Lernehmen nach sind die türkischen Unterhändler heute in das russische Hauptquartier abgereist. Turin, 14. Januar. Der hiesige Erzbischof erließ ein Hirtenschreiben, welches sich voll Bedauern über den Tod des Königs ausspricht und hervorhebt, daß dieser Verlust mit Recht allgemein als ein großes öffentliches Unglück beklagt werde; der Erzbischof richtet sodann an die Gläubigen bie Aufforderung , für das Seelenheil des verstorbenen Königs zu beten, wie auch für den Könlg Humbert, aus daß letzterer zum Wohle des Staates mit Gottes Hülse regiere. Es folgten darauf Instructionen für die Abhaltung von Seelenmessen in allen Kirchen. Rom, 14. Januar. SämmtUche Erzbischöfe und Bischöfe Oberitaliens haben Requiems für den König Victor Emanuel angeordnet. Der Papst befahl, daß allen bezüglich der Leichenfeier etwa zu stellenden Anforderungen entsprochen werde und gestattete, daß die Geistlichkeit daran theilnehmen könne. — Die Präsidien des Senats und der Deputirtenkammer begaben sich nach dem Quirinal, um den Majestäten ihre Huldigung darzubrtngen. London, 14. Januar. Dem „Bureau Reuter" wird aus Konstanti nopel vom 12. d. telegraphirt, bie Pforte habe keine weitere Depesche weber aus Lonbon, noch aus bem russischen Hauptquartier empfangen. Die Stimmung ber Bevölkerung ist sehr erregt gegen Englanb, welches man als moralisch verantwortlich für bas über bie Türkei gekommene Unglück ansehe. Man halte es für unmöglich, baß England je wieder den früheren Einfluß in Konstantinopel gewinnen werde. München, 14. Januar. Der oberste Gerichtshof hat in dem Haid- hausener Kirchenvroceß bie erhobene Nichtigkeitsbeschwerde aus materiellen Gründen verworfen und demnach dem hiesigen Magistrat das Eigenthums- und Verfügungsrecht zugesprochen. PnriS, 14. Januar. Der deutsche Botschafter, Fürst Hohenlohe, ist wieder hier eingetroffen; derselbe wird morgen mit dem Grafen Saint Ballier eine Besprechung haben. — Die Subcommission für Finanzen beantragt einen Nachlaß von 11 Mill- Frcs. bei der Steuer für gewöhnliches Eisenbahn-Fracht gut und von 4y2 Mill, bei der Seifensteuer. Hiernach würde der Ueberschuß im Budget sich immer noch aus 17 Mill, belaufen. Konstantinopel, 14. Januar. Die in das russische Hauptquartier abgegangenen Delegirten sind Namyk (nicht Reuf) und Server Pascha. Aus Adrianopel langen fortwährend Flüchtlinge an. — Die „Agence Havas" meldet: Da in Folge einer Entgleisung aus der Eisenbahnlinie Konstantinopel-Adrianopel der Zugverkehr eingestellt ist, so sind Server und Namyk Pascha noch nicht abgereist; man hofft, daß die Bahn noch heute frei werde, worauf die Abreise der Minister erfolgen würde. Wien, 14. Januar. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad: Die Serben .besetzten den von den Türken geräumten Ort Kurschumlje und nahmen Vranja ein. 50 serbische Bataillone marschiren gegen Pristina. Gestern vereinigten sich serbische und rumänische Truppen bei Widdtn. Aus die Aufforderung zur Uebergabe verlangte der Festungscommandant von Widdin freien Abzug der Garnison mit Waffen. Konstantinopel, 13. Januar. Nachrichten aus Adrianopel zufolge ist die telegraphische Verbindung zwischen Adrianopel und Tatar-Bazarpschick- Jamboli ungestört. Ueber das Gefecht bei Capudjir, den Rückzug Suleiman Paschas nach Philippopel und deffen weitere Bewegungen fehle jede amtliche Nachricht. — In der Adresse in der Deputirtenkammer an den Sultan findet sich folgender Paffus: die Lage würde weniger kritisch sein, wenn die militärischen und diplomatischen Operationen mit den Opfern der Bevölkerung auf einer Stufe gestanden hätten. Konstantinopel, 13. Januar. Das Secretariat empfing eine aus Selwi datirte Antwort des Großfürsten Nikolaus, worin er sich bereit erklärt, die türkischen Delegirden zu Waffenstillstands-Verhandlungen zu empfangen. Ueber die Bedingungen für die Friedenspräliminarien sei ihm noch keine Mit- theilung aus Petersburg zugegangen. Rom, 14. Januar. Gestern versammelten sich im Palais der deutschen Botschaft alle fremden Botschafter und Gesandten, um sich über das bei der Leichenfeier zu beobachtende Ceremoniell ins Einvernehmen zu fetzen. — Bei dem Empfange der Deputation der Deputirtenkammer war der König sehr gerührt; auf die Ansprache des Viceprästdenten Desanctis erwiederte er, daß ihm bei diesem unermeßlichen Verluste die vielfachen von allen Theilen zugehendeu Beileidsbezeugungen zu großem Tröste gereichten. Er werde den Traditionen seines Vaters folgen. Der König bestätigte sodann, daß die Leichenfeier in Rom statt- finden werde, und fügte hinzu, daß bezüglich des Orts der Beisetzung noch nichts Endgültiges bestimmt sei, er wünsche jedoch, daß die sterblichen Ueber» reste an einem geheiligten Orte ruhten. Die Königin sprach zu der Deputation mit tiefem Schmerze von den letzten Augenblicken Victor Emanuels und der Festigkeit, mit er starb. Der Fremdenzufluß ist sehr groß, so daß die Eisenbahnzüge verspätet eindreffen. Der König hat dem Marschall Canrobert Wohnung im Quirinal angeboten. Der Kaiser von Japan hat ein Bnleidstele- gramm gesendet. Die „Agenzia Stefani" meldet: Das Gerücht von einem Besuch des Herzogs von Aosta beim Papste und dem angeblich von Sr. Heiligkeit gegenüber stattgehabten Gefühlsausdruck entbehrt jeder Begründung. Konstantinopel, 13. Januar. Die „Agence Havas" meldet: Reuf Pascha und Server Pascha sind heute Abend in das Hauptquartier des Großfürsten Nikolaus abgereist. (Laut Meldung des „Wiener Telegr. Corr.-B." sind die türkischen Unterhändler, wie mrtgetheilt, erst am 14. abgereist.) In t.r russischen Antwort auf das türkische Waffenstillstandsgesuch wird keine Friedensgrundlage bezeichnet, sondern die türkische Regierung nur aufgefordert, Delegirte zur Verhandlung über die Friedenspräliminarien abzusenden. — Em Telegramm aus Philippopel vom 12. bestätigt, daß die Türken die Stadt Tatarbazardschik in Brand steckten und sich in großer Panik nach Philippopel zurückzogen. Nom, 14. Januar. Der deutsche Kronprinz ist heute Abend hier eingetroffen; am Bahnhof waren zum Empfang anwesend: der Prinz von Carignan, d'e Minister, das Personal der deutschen Botschaft, Deputationen der Osficiere, sowie eine Ehrenwache mit Musik und Fahne. Der Kronprinz ist im deutschen Botschaftspalais abgestiegen. — Heute wurde die ausgestellte Leiche des Königs von einer großen Volksmenge besucht. Fortdauernd treffen Fremde ein. Mar- chall Caurobert mit dem Sohne Mac Mahon's ist angekommen.______ Zum russisch türkischen Krieg. lieber die Leiden oer Verthnoiger des Schipka Passes hecht es in einem Schreiben Berichte, welche nach 10 Tagcn von dort hier anlangten, liefern eine ergreifende Schilderung von den Leiden der unglücklichen Iruppen, welche den wichtigen Balkan Paß bewachen. Der Schneesturm hat dort so fürchterlich g.wüthet, daß sich kein menschliches Wesen in freier Luft aufhalten konnte. Die Vorposten wurden auf beiden Seiten zurückgezogen und in eigens dazu erbauten Schilde hauöcken unter Dach gestellt- Aber auch diese erwiesen sich als ungenügend, da de« Luststrom so stark war, daher mehrere olcher aus starken ißau nftämmen gebauten Hütten wegriß und die darin befindlichen Soldaten nur mit Roth dem Tode entgingen. Zwei Tage hindurch konnte inen wegen der Schneeweben nicht fünfzig Schritte wett sehen, noch eine menschliche Gestalt erkennen. Die äußerst festgebauten Baracken im russischen Lager erz tterten in ihren mehrere Fuß tiefen Fu idamenten, die Cornmunicttion mit G rbrowa wurde unterbrochen, man war von aller Welt abgefchnitten und inmitten der entfesselten Elemente auf einer Höhe von mehreren tausend Fuß auf sich allein angewiesen. Cfftcicrc, welche tn Sibirien und tm nördlichen Rußland den Winter zugebracht hatten, konnten sich nicht eines olchen grausigen Winterschauspiels erinnern. Sogar Feuer half nicht erwärmen, da der Wind durch die Wände drang und den Rauch durch die primitiven Schornsteine in das Innere der Baracken zurückblies, so daß es unmöglich wurde, eine nur noch dürftige Wärme za erhalten. Große Schneewirbel durchkreuzten das Thal, welches den eigentlichen Schipka-Paß bildet. Pferde, Ochsen und all-rler Lastthiere retteten sich instinctmäßig ins Lager und wurden oft von den Menschen unter dasselbe Obdach gebracht. Glücklich Diejenigen, welche mit einigen Thteren beisammen, durch die animalischen Ausdünstungen einen gewissen Grad von Wärm; gen ßrn konnten. Dazu gesellte ich noch fortwährend Unruhe wegen der Befürchtung, daß die Türken diese Lage benützen würden, um die Stellungen anzugreifen, da es auf dem südl'chen Abhange d-s Passes trotz der herrschenden Kalte doch noch möglich war, eine Ueberrumpelung auSzusühren. M'tten im größten Sturme schossen die türk schen Batterien zeitweilig auf die russischen Stellungen, freilich nur auf's Geradewohl. Durch die genaue Abmessung der Drstancen und weil sie durch einen mehrmonatlichen Geschützkampf ausgezeichnet eingeschossen waren, gelang rs den türkischen Kanonieren doch einige Treffer zu erzielen, welche bei ber Anhäufung der russischen Mannschaften hätten verderblich werden können. Zum Glücke platzte nur ein einziges türkisches Pcojectll, während den anderen nur einige Thiere zum Opfer fielen. Rach drei Tagen heiterte sich endlich das Wetter auf uib bet einer e.sigen Kälte trat die Sonne hervor, deren Strahlen sich tausendfach auf den Schneefeldern und an den Wäldern. F.lsen und Abgründen herabhängenden Eiszipfen brachen. Alles etlte aus den unter dem Schnee erdrückten Baracken hervor und bewunderte das magisch wirkende Schauspiel. Sogleich wurde mit Anwendung aller Kräfte an der Wiederherstellung der Verbindungen und der Vorpostenlinie bearbeitet. » & f a hlH p l i Gießen, 15. Jan. Wir lassen nachstehend die T age 8 Ordnung für die Stadt- verordneten-Sitzung am Donnerstag den 17. Januar 1878, dtachmittags 1 Uhr, im alten Realschulgebäude folgen: 1- Gesuch des Wilhelm Schäfer um Erlaubniß zur Herstellung einer Einfriedigung. 2. Offerte desselben wegen Abtretung von Straßengelände. 3. Straßenanlagen in der Schwarzlach. 4. Anlagen auf der Schoor zwischen Wallthor und Neustadt. 5. Die Anlegung einer fahrbaren Straße zwischen Afterweg und Gartfeld. 6. Nioellirungsplan für die Straße zwischen Marktstraße und Reichensand. 7. Gesuch des Kupferschmieds Zimmer um Herstellung der Straße vor seinem Hause. 8. Die Reichensand Bahnhofsstraße. 9. Gesuch wegen Verbesserung des Mühlwegs. 10. Die Erbauung eines Schlachthauses betreffend. 11. Gesuch wegen Pflasterung des rechtsseitigen Trottoirs auf der Grünberger Chaussee. 12. Die Herstellung einer Brücke von der Schoor nach der Entbindungsanstalt. 13. Reparaturarbeiten an der Turnhalle. 14. Der Weg von der neuen Anlage bis zum Steg Über die Wieseck. 15. Baugesuch des Maurermeisters Balthasar Strauch. 16. Desgleichen des Metzgermeisters Friedrich Möhl. 17. Desgleichen des Christian Malkomesius. 18. Gesuch des Gastwirths Lauterbach um Erlaubniß zur Vornahme von Bauveränderungen. 19. Gesuch der Actienbrauerei Gießen um Erlaubniß zur Erbauung eines Eis- Hauses. 20. Gesuch des Fabrikanten Ackermann um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung. 21. Anlegung von Quai Straßen längs der Wieseck. 22. Regelung des Rechnungswesens für die Realschule. 23. Definitive Besetzung einer Lehrerstelle an bet Vorschule zur Realschule. 24. Kostendecreturen. Gießen, 15. Jan. Eine interessante Scene spielte sich gestern Nachmittag vom Marktplatz bis zum Kirchenplatz ab Ein Kaufmann von hier kaufte von einem Pferoe- händler von Lang-Gons um einen bestimmten Preis ein Pferb ab. Im Besitz der edlen Rosstnante bäuchte ihm der angelegte Preis zu hoch und tbeilte er dieses den Verkäufer mit. Doch dieser, nicht gewillt um einen billigeren Preis als der abgemachte zu verkaufen, kam gestern mit noch einem Gehilfen hier an um das P^ecd wieder in Empfang zu nehmen. Jetzt war nun bie Reihe des Nicht-Wollens auf der Seite des Käufers und das Resultat dieses Wollens und NichtwollenS war folgende Scene: Vier Personen zogen an dem edlen Thiere und jeder wollte eS nicht loS lassen: Schläge bekam es auch und sogar ein Sohn Israels hing sich an den Schwanz des Thieres. Dieses, ein solches Betragen doch nicht gewohnt, schleuderte den hinten haltenden in den Erker des Hofconditors Lind am Kirchenplatz, wo derselbe zwischen Drag4 u. Süßigkeiten sich wunderlich genug mag ausgenommen haben. —So wurde uns berichtet und müssen wir die Ricktiakeit desselben unseren Referenten überlassen. V e rm i s ch t e S. — (Eifersucht ) Bei der Gattin des Finanzbeamten H. in Pest erschien vor Kurzem mit geheimnißooller Miene eine unbekannte Frau und machte ber Beamtengattin bie Anzeige, baß ihr Gatte — ihr untreu sei. Wenn sie sich hiervon überzeugen wolle, möge sie ihr folgen. Die eifersüchtige Frau H. gerieth ob dieser Mittheilung so sehr außer Fassung, daß sie in ber Eile im Zimmer Alles unoersperrt ließ, blos dteKüchen- thür verschloß unb lammt ihrem Dienstmädchen ber Denunziantin folgte. Diese führte Frau H. in eine entlegene Gasse ber Vorstadt unb hieß sie vor einem Hause warten, bis sie im geeigneten Momente sie rufen werde. Hierauf verschwand bie Unbekannte in dem besagten Hause. Frau H. wartete länger als eine Stunbe, doch sie würbe nickt gerufen. Sie machte sich daher, nachdenklich über bie mysteröse Geschichte, auf den Heimweg, wo ihr Alles klar ward. $n ihrer Abwesenheit war' die Küchenthür erbrochen unb waren alle tm Zimmer befindlichen Gold- und Silbergegenstände gestohlen worden. Da ber Gatte ber Frau H. in Kinern Zorne über bie Eifersucht feiner Frau es unterließ, von bem Diebstahle bie polizeiliche Anzeige zu machen, so übernahm es ,,Magyar Hirado", diese Geschichte zur Warnung für alle zur Eifersucht geneigte Frau n der Oeffentlicbkeit preismgeben. — (Zettungs Styl.) Der „Jüdische Telegraph" ein ernsthaftes „politisches" Blatt, das in jüdischen Lettern und in jüdisch deutschem Jargon in Bukarest erscheint, schreibt Folgendes über bie Einnahme von Etropol: „Man hat jetzt gewahr geworden die Ursache, vor was die Russen haben vor einigen Wochen bei die Terken die wichtige Position ^Etropol" eingenommen, gar ohne MÜh! Die ganze Welt hat sich damals gewundert, wie eso bie Terken fennen von Etropol e weggegangen un Haden es gar nicht vertheibigt Jetzunb weiß man, as das Kriegsministerium in Konstantinopel is an bem schuldig, ntscht der Commandant un bas Militär nun Etropol Der Com- manbant vun Etropol hat telegraphirt nach Konstantinopel, man soll ihm schicken Martini Patronen, weil sein Milstär hat gehabt Gewehre vun bem System Martine Zum Sof (Schluß) hat man ihm geschickt Winchester-Patronen unb er hat sie nischt gefennt benützen, weil se haben nischt eingepaßt in be Büchsen — bas Militär von Etropol aeniuv' • 1335 fr* Seit dm W btn iiy g*, Mge bleit $on den W * ungkt „ starb bleibt $on den 9 Kl geheil ungel bleibt Die Zahl der Operationen beträgt a) Angenop Staai lünstl Schie Oper Heim b) Die 3a honen b • Amtzu Exars Resni Srqu c) Tntstrn Äch ttppei Mros Nfcit iDurb( ls «8« Unb btt bu: den in jje wlnng. n special Zentra T unb Gürtfeld, b Reichenfand. der Straße vor btt Grünberger bindungsanstalt. für bk Stadt- ittags 4 Uhr, :Üung einer Ein- 564rei6in fiJe.ln Mensch: rZL 1*5® * n'» eines •Warmen, da "Schornsteine Ak nur noch. ^a\, welches Älteren sich '^e Obdach nE; die anima- , Dazu gesellte 'k Lage benützen "8e deS Passes lAauszusührm. « ^e russischen 8 der Diltancen ^geschossen to, wllchr bei wn. Zum en nur einige etter aus uid ndfach auf ben iben fflfyipfen ar unö bttoun; >g aller Kräfte rbeltet. Zteseck. Vornahme von uung eines §is- Anlegmg einer . Realschule. Nachmittag vm on einem Ps-^ Im Besitz bet ««bli,i8 *2 8 der abgem«» Md wild« i» bet @e«e bei folnenbe Sw« i laffen: ®B 1IU des Thtttts^ u- iSuv's AerM^ W- S'SK -Ll-wr W jt genest F « -Ä iette” . MW«lt l b°> ?! ei«“ un d-»^p,l i' i Ro*mW S'«5 H> «Ä* ;;S*^ knochen- n!S^Lb9n.3Prr0I?)? Besorgung von Anzeigen in sämmtltche Zeitungen Deutschlands iTageSpoft"^"^^ iU Ongmalpreffen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. „(Kasseler 6 9 6 6 12 2 3 1 6 2 1 1 1 Amputation des Oberschenkels Exarticulationen .... Resektionen Sequestrationen .... Dre Annoncen-Expedition Th. Dietrich Co. fn Cassel über a) Augenoperationen39, und zwar: Staaroperationen künstliche Pupillenbildung .... Schieloperationen Operation des einwärts gestülpten Lideö kleinere Operationen...... Summe c) Entfernung von Krebsgeschwülsten: 6. Brustkrebs Lippenkrebs Fibrosarkom am Hals ..... at ntscht gehabt, mit was zu schieben un wie die Russen sennen ehin gekommen, haben Die Terken gemußt laufen."..... Wir bemerken, daß die ganze Zeitung in diesem Jargon geschrieben ist Von den 9 Krebskranken wurden: geheilt entlassen . . ungebessert „ . . bleibt in Behandlung . . Von den 119 Augenkranken wurden: geheilt entlassen . . . gebessert „ .... ungebefsert „ .... bleiben in Behandlung Summe 1335 Von den stationär Behandelten waren 119 augenkrank, 11 krank und 9 krebskrank. Die Zahl der in diesem Jahre in der Anstalt überhaupt vorgenommenen Operationen beträgt: 53. Theater. ^ZEnmn die Operettenaufführungen der diesjährigen Saison u- d reizendstem Werke: Orpheus in der Unterwelt. Durch dieses Offeavnch zuerst BaW und heute noch, nachdem Orpheus wemq- fe8 hrnn^pn cr4JL0-* die Herzen, Augen und Ohren der Hör e^. nmc^r 8" sagen, jeder Theaterfreund kennt dt^e Atzende Schöpfung; die Aufführung selbst läßt ebenfalls nur Gutes erwarten, da Herrn Kurdes Gewissenhaftigkeit in der Vorführung seines Repertoires bekannt ist und wünschen nur seinen vielfachen Bemühungen vollen Erfolg *—?_ U n Summe 39 b) Die Zahl der wegen erkrankter Knochen vorgenommenen Operationen beträgt: 8. Vierter Bericht über die Balserische Stiftung, Hospital für Augenkranke, Krebs- und Knochenkranke zu Gießen, Wilhelmstraße. Während die Gesammtzahl der im Jahre 1876 in der Balserischen Stiftung behandelten Kranken 1086 betrug, beträgt dieselbe im Jahre 1,877 1335 Kranke. Hiervon wurden ambulatorisch behandelt 1196 blieben zur Behandlung in der Anstalt . 139 2) Bemittelte zahlen den Tag 60 Dieselben Bedingungen gelten auch wenn eine Gemeinde, eine Krankenkasse oder Private für ihre Kranken zahlem 3) Bemittelte, welche em Zimmer für sich allein beanspruchen, zahlen den Dag a Mark- Aerztlicher Rath und Behandlung wird den Patienten täglich Vormittags von 11—12 Uhr, Nachmittags von 2—4 Uhr, erthellt. Armen unentgeldlich. Die Aufnahme der Kranken in di- Balserische Stiftung kann zu jeder Dageözett erfolgen. 0 y Gießen, den 10. Januar 1878. 101 13 3 2 119 1 2 2 3 8 Summe 6 Verpflegt wurden in diesem Jahre 139 Kranke mit 2683 Verpflegungs- ragen. Die durchschnittliche Verpflegungsdauer eines Patienten betrug demnach 19 Tage und der durchschnittlich ständige Besuch der Anstalt 7 Kranke. Von den in die Stiftung ausgenommenen Kranken wurden 10 vollständig unentgeldlich verpflegt und behandelt, 129 zahlten für Verpflegung und Behandlung. Von den ambulatorisch Behandelten 1196 erhielt V7 ärztliche Behandlung und Arzneimittel unentgeldlich. Aus der Zusammenstellung der Specialausgaben (Beköstigung, Heizung, Beleuchtung und Wäsche) und der Generalausgaben (Steuer, Jnventarverbrauch, Besoldung der Beamten, Wart- und Dienstpersonal u. dgl.) ergibt die Ge- sammtausgaöe die durchschnttlich täglichen Verpflegungskosten der Anstalt für einen Kranken == 2 Mark 70 Pf. Specialausgaben betragen . . 3761 Jb. 47 H Generalausgaben „ . . 2455 „ 46 „ Gesammtausgabe 6216 Jb. 93 H Die Kranken der Anstalt sind in verschiedene Klaffen getheilt: 1) Unbemittelte, welche ihre Armuth durch ein Zeugniß ihrer Gemeinde nach- weisen, Werden unentgeldlich verpflegt. Dr- Winther. __ Theater. pr fn9f&eV d^bctor C u r d e scheint doch der öffentlichen Meinung zu huldigen wenn er fortfahi t auf dem Gebiete des Lustspiels und der Posse zu bleiben, auch wären wtt der unmaßgebenden Meinung, wenn Hr. Curde ein gutes Sinasviel i R 9Ihs supHp lach," oben,ÄW, toire brachte. Herr Eurde würde dann mehrfach dem Wunsche des Vublikiims nnA femmen, alo daß das Repertoire eine de? neueres Rallm^ anfweist die ?chon In größeren Städten nrcht mehr ziehen. — Um auf die Sonntägige Vorstellung iu kom ?enl ^err ®ur "^ine leichte Person" von A. Bittner tu Scene geseLt welche durch ein gerundetes En emble unstreitig den besten Erfola eraielft -Ttt-lRolle) Herr Lindner (H-ischler) fpielten mU’ÄÄÄ lie selbst das Sachen verbeißen mußten und daran ist nur Herr Lindner schuld her etwas extemportrte, was gar nicd-t zur Sache gehörte und nur in einem Volkstüeater e größeren Stadt in Anwendung gebracht werden kann, in welchem ein nfAt fn wählerisches Pudlckam ne,sammelt ift Se,>e Leisiun» war sehr M nur Een w ? leider bemerken daß Herr Lindner als Schulze und HLtschler ein uuTbS on waren nnd sein Coupletsvortrag gerade nicht von einer guten Stimme begleitet ift §err b e (Grohlmater) war exellent. Um uns noch kurz zu fassen vertraten Me Fr°u Weber (WMwe Staarmatz, die beiden Sri. We b er"Herr Hamm B e?a, r Bomly, die Frau Roth und Frau Lstndner Ihre Rollen aufs Beste. 9 ' Summe Von den 11 Knochenkrankeu wurden: geheilt entlassen gebessert „ ungebessert „ starb bleibt in Behandlung Dringende Bitte an edte Menschenfreunde! o «estrigen Taae Nr. 910 dringt nach der „St-al--b iur Kenntniß chrer tiefer, von dem die Famllie des Ti e graphisten Sasse in Berlin am heiligen Abend betroffen ift. " z tifo, n,n,^$OtCr roi£l ??,? !elncS. Berufe nach Hause, um der Familie ben Weihnacht k ^ L roaf,!t kürzeren Weg querfeldein und über die Schienensträr e der Potsdamer Bahn dort bei tobendem Schneesturm ben nahenden Zug nicht die ihn erwartende Frau steht vom Fenster ihrer Wohnung die Gefahr, eUt entfett ent- flegen und — stndet rbren Versorger, den Vater ihrer vier kleinen Kinder von abendÄrstört. t6r L-bensglück, ihre ganze Existenz am heiligen «hAft- „ . „ D-r l^istand, daß der Verunglückte vor Jahr und Tag als Telegravhist in ©tesben beschäftigt wurde, wo mein Schwiegersohn Vorsteher war aad mir Gelegenheit die brave Familie k.nnen zu lernen^unb ich habe mich namentlich von der B-schetdenh-it, dem Fleiße und der Tüchtigkeit der Frau täglich überzeugm können, welche mit geringen Mitteln Ordnung unb Anstanb im Hauswestn zu wabr!^ wußte und die Kinder so erzog daß es eine Freude war, sie zu beobachten. . Ees öesiimmt mich besonders, bittend an die Herzen aller Derer üeramutrete- M". »ÄfSÄ T ÄtDCr * Un01ütf (ber Weg über die Schienen ist nämlich nicht erlaubt) nstht .xMi>ckst° der ganz ungewöhnlich harte Schickfalsschlag recht viele Herzen und Bor- .N öffnen, gern erkläre ich mich bereit, jede — auch die kleinste Liebesaabe in hp« Vormittagsstunden zwischen 9 und 11 Uhr in meiner Wohnung (Wallstraße Nr 4 tn Vnf^mpfKny lLn^men ' für angemessene Verwendung zu sorgen und so wett es gewünscht nnrb, R ch-mng zu legen. 1 “ Ui'° Schnelle (Saben haben doppelten Werth! Posen, am 30. Dezember 1877. Bauer, kaiserl. Ober Postrath a. D. und Mitglied der Posen.Creuzburger Eisenbahn-Directton. Zur Aufnahme von Beiträgen erklärt sich gerne bereit: Die Nedaktion deS Gießener Anzeigers. Handel und Verkehr. 15; 3an- Auf dem heutigen Wochenmarkt kostelc: Butter, per Pfd. ^-00 ^ Hühnereier, per St. 7-8 Käse, p. Stück 5—10^, Käsematte, per Stück 3 tcK 20 ^nsen, 1 Liter 20 Tauben, das Paar 90 Hühver 100 KtU?7^'^' ^a^nen' per(Stücf 2' ^anse, per Pfd. 85—90 H, Kartoffeln, ^•ihSÄr&.'SR •" ”ir* f'“ --- Summe 11 7 1 1 Summe 9 Arkgemeiner Kn?«iq«r. Turnverein. Mittwoch den 16. Januar, Abends präcis 8 Uhr: Generalversammlung auf dem Zahnstein. Tagesordnung: 2fe0_) 1) Rechnungsablage. 2) Voranschlag pro 1878. 3) Verwaltungsbericht vom Geschäftsjahr 1877 4) Neuwahl des Gegenschreibers. 5) Allgemeine Vereinsanqelegenheiten. Der Vorstand. Frankfurter Gerichtszeitung mit der frankfurter Wechfel-Protest-Me. Organ gegen schädliches Creditgeben, unentbehrlich für jeden Geschäftsmann, '/^jährlich 3 M. durch die Post. 310) Probenummern gratis und franco. ,, , .Das aanze Streben der Jetztzeit .st dahtn gerichtet, dir großen Mmge^tt SÄ Aufklärung über die vkrschiedensten Dinge zu schaffen und auch die popu- lare Medictn macht mehr und mehr Fortschritte. Kein Buch enthält aber soviel Auf- ttarendes und für Kranke Verwerthbares wie das bereits in 109. Auflage erschienene Werk: „Dr. A iry s Naturheilmethode", und rathen wir deshalb allen Kranken sich dieses Buch anzuschaffen. Dasselbe kostet, trotzdem es 544 Seiten enthält und mit Illustrationen reich ausgeftatttt ist, nur 1 Jb und ist von Richter's Verlags-Anstalt in Leipzig 25 u. 50 (186 ä Beins Niederlagen befinden. (323 325) lieber die Verbreitung, Benutzung und- beschichte 304) freit Müller. (247 billigst zu verkaufen. (322 J« Retter. 319) Alicen strotze E. 104. then. (333 HoU-latous'en Thürschoner. Spiegellager von 336) Gg. Witt,. Weidig treffen heute ein. J, Blitz pachtet Verantworlliche Redactton: A. Scüeyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckeret (Fr- Ehr. Pietfch) in Gießen. H'i.wnnmuitiiifiH Hochachtungsvoll Hugo Hürde Kern, Bürgermeister. williges Ansuchen des Herrn Dr. Melchior in Butzbach, die demselben gehörenden Grundstücke meistbietend versteigert werden. Gießen, den 11. Januar 1878. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Falls N btt desfalls rnijuw § .1» solche Zagdverpachtung. Die am 7. Februar l. I. leihfälltge Jagd der Gemeinde Naunheim soll Donnerstag den 24. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, auf hiesigem Rathhaus auf 6 weitere Jahre meistbietend verpachtet werden. Versteigerung. Montag den 21. Januar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dohiesigem Ortsgericht auf öS** Theater. Mittwoch den 16. Januar: Orpheus in der Unterwelt vermischte Anzeigen. 320) Stelle wünscht ein junger Mensch, 18 Jahre alt, welcher auch mit schriftlichen Arbeiten umgehen kann- Näheres E. 106. Aeilgeöotenes. Kleiderschränke und Bettladen Gesucht ein Schlosser für leichte Arbeit- Louis Roloff, Wallthor 14-5. 296) Ein neuer Schlitten zu vertäu fen bei Friede- Schwan, Wetzlar. Wermiethungen. 332) Ein Mansardenlogis, bestehend aus 2 Zimmern, Kammern, Küche, rc. ist an eine ruhige Familie zu vermiethen. II. Bepler, LudwigSstraße. Hierdurch empfehle den mir am 22./1. 1877 patentirten Copirlmch- Aufeuchter, a s unentbehrlich für jedes Comptoir. Derselbe vereinfacht das bisher so umständliche Anfeuchten der Copir-Papiere dadurch, daß er Pinsel, Schwamm und Wasserbehälter in sich vereinigt und ist einmaliges Anfeuchten desselben für monatelangen Gebrauch hinreichend. Köln, Paul Leveson. Detail-Verkauf: bei der Expedition des Gießener Anzeigers a 2 „Vorsnhren und Erläutern des Telephons 4) Gemeinsames Abendessen im Gasthaus „zum Einhorn". Auch Nichtmitglieder haben Zutritt- TH. BRUCK, TAPEZIER früher: Seltersweg, jetzt: Schlossgasse B. 1 (vorm. Brühl’ sehe Univ.-Druckerei) Hiessen Verein der nationalen und liberalen Partei Donnerstag den 17. Januar, Abends 8 Uhr, 276) im Keiti'schen Saale: Vortrag des Herrn Prof. Dr. Encken: „Die deutsche Nationalversammlung und der Kulturkampf im Jahre 1848". Auch Nichtmitgliedern ist der Zutritt gestattet. Der Vorstand. Neu! Papier-Anseuchter, Neu! Leveson Patent. Bettfedern u. Dannen. Barchent, Zwillich- und Federleinen. Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung. G-allerien und Roeetten» Weiße Vorhänge aller Art. Aoukeaur-Arell in de« gangöarsten Aesftns. Gemalte Fenster - Rouleaux. Uebernahme vollständiger Einrichtungen mit kürzester Lieferungs - Zeit. 1) Ein möblirtes Parterre-Zimmer zu vermiethen.F- Zöller, Neustadt. Bekanntmachung. 268) Die Entrichtung der Communalsteuer, 6. Ziel pro 1877 kann in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasie geschehen. Gießen, am 12. Januar 1878. Der Stadtrentmeister: Enders. Burleske Oper in 4 Abtheilungen E- Haleoy. — Musik von Jaques Offenbach jj ’''.^O^J€W3GOOQODOODODOOODOaDOiXlüaOOÖOOOa | Lager in Möbeln, Spiegeln VA etc. jeglicher Art und allen Hölzern. Polster-Möbel in der 1 reichhaltigsten Auswahl. Korbwaaren, als: Sessel, Blumentische, sowie Kinderstühle und Sopha’s. Cocos - Läufer und Matten. Linoleum. Fussboden-Wachstuch. (330 Wachstücher in verschiedenen Mustern und Farben. u Zepprch- und Wööetöesen Lekannlmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von Len bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig »erden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar: Mittwoch den 16. Januar 1878, Donnerstag „ 17. „ „ Samstag „ 19. „ ii Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren- Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gleßen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 29. November 1877. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr._____________ Oberhessische Gesellschaft für Matur- und Hettkundk. W inter-Greneralversamnilung Mittwoch den 16 Januar, Abends 6 Uhr, im Hörsaal für Physik in der neuen Realschule. Tagesordnung: 1) Berichterstattung. 2) Vortrag des Herrn Carl Friedrich aus Rußland: Hf;"W in jene$ I?» ä FWb„« Während ma Sitignifien sind oder 1 Ihnen, drängen sich i jnnmen. So waren 1 tirle sehr reich an Er iWe Zeit sein. In reii eine schimM Kr dchmasste. Ta es denn schon die Römer 'ichs als Gutes) so »en, bnji er einen ji D't einer rastlosen D M\x\$ unterstützt v ^möglich Gehaltene, der König Vietor iR des Auslandes e i tn hervorragenden a, 'ürsle schwerlich im ( P toie bie/er aii^üde Ner bind) tiluatwii des tthei "W Reben den rtfyii den ßreitenden unh find wrnigfi ^üei gnhan ^d von } w«te IB * "taitajn, 8en(lt WM ton da USK*«* rv.-Ks ÄS' ft!«»»b'Ai Sauerkraut Ännter @ttte em: 273) Eine der ältesten gegens- Lebens- vers.-Gesellschaften sucht sür den hiesigen Ort einen soliden und thätigen Vertreter. Gest- Off- bef. die Annoncen - Exped. Th. Dietrich & Eie. in Lasset unter Nr- 8574. ,__ 303) Für ein hiesiges ^anufactur-Keschäkt ein Lehrling zum baldigen Eintritt gesucht Offerten unter K. 412 besorgt die Exped- d. Bltts._____________________________________ 307) Am Sonntag den 6. Jan. wurde auf dem Wege von Nodheim nach Gießen ein Pelzstola verloren Der redliche Finder wird gebeten denselben bei Bäcker Rühl am Rathhaus abzugeben. i Frische Schellfische Ein siebersieher im „Ease Ebel" vertauscht. (321 324) Die Unterzeichnete empfiehlt sich hiermit einem geehrten Publikum im Kleidermachen, sowie in ollen sonstigen weiblichen Arbeiten undbittet um recht zahlreiche geneigte Aufträge. Auch nimmt Herr Carl Faber am Markt Aufträge für mich entgegen. Minna Faber, Marburger Straße. einiger Kulturpflanzen asiatischen Ursprnn 3) Herr Dr. Rausch: HB 1 334) Ein FawtUenIogts, bestehend aus zwei Zimmern, Cabinet, Küche und sonstiges Zubehör, ist per 20. März d- I- zu vermie- then._________Elias Meier Wittwe. 257) Ein möblirtes Zimmer zu vermie- 318) Der zweite Stock meines Hauses ist bis zu dem 15. März zu beziehen. _______________Georg Roll, Gärtner. 327) Ein kleines Logis und ein möblirtes Zimmer auf gleich zu vermiethen. ___________________________Lindenplatz 244. Ein kleines Zimmer mit Bett zu oermie then.__Schloßgasse B. Nr. 5. 309) Eine unmöblirte Stube mit Cabinet sogleich zu beziehen. ____________________Sandgasse D- 189. 51) Eine Wirthschaft ver- kran?. Bettstelle (lacfirte), Komode- n. Wasch-Konsole (Nußholz) empfiehlt (329 ________Justus Heck, Marktstrabe. Unentbehrlich für feine Wäsche Patenl-Slärkeglanz von Kran? Coblengr m Cöln. Dieses ausgezeichnete neue Präparat verleiht als Zuiotz zur Starke der Wäsche einen prächtigen Glanz, elastische Steife und blendende Weiße In Päckchen mit Gebrauchsanweisung Niederlagen in Gießen: C. Fr. Seniiuler, Cg. Will». Weidig. Fuder-Cacao für Kinder, Reconvalescenten, schwache Verdauung besonders empfehlenswert!), garantirt rein, kyd rau lisch entölt, liefert als Specialität die Kaiserliche Hof- Chocoladen-Fabrik in Cöln zu Jl. 2.40 und .X 3 — pr. Kilo. Aufträge von Pvivaten werden nur nach Orten effectuirt, wo sich keine 109) Eine Wohnung, vier Piecen mit Zubehör.______Bismarckstratze B. 170,12. 292) Der II. Stock meines Hauses im Ganzen oder auch getrennt ist zu vermiethen und sofort zu beziehen. Gg. Ruckstuhl Wittwe, Gartfeld. 285) In gesundester Lage hiesiger Stadt ist ein Logis, bestehend ans 5 Zimmern nebst Zubehör und Gar- tenvergnügen, zu vermiethen und per 1. April zu beziehen. Näheres bei _______________________I Blitz. 290) Der zweite Stock meines Vorderhauses nebst allen Bequemlichkeiten zu ver- miethen._________Moritz Heichelheim 261) Ein freundliches Famtltenlogis mit allem Zubehör, sowie mehrere einzelne Stuben sind zu vermiethen bei _________Herrn. Euler, Mäusburf. 265) Das seither von Frau Dr. Lühn bewohnte Familienlogis ist pro 1. April anderweit zu vermiethen. _____________L. Todt, Gartfeld 1193/i0. 229) Ein kleines Familienloa's zu ver- miethen._________PH. M 0 otz, Neustadt. 248) Ein Laden mit Logis sowie der II. und III. Stock meines neuen Hauses an der Reichensand-Bahnhofsstraße zu vermie- then.______________I Stein, Architekt. 133) Das von Frau Rendant Schild- köter bewohnte Logis (Mansarde) ist per Ende März zu vermiethen. _______________________L. Kauf. 121) In dem Geise'schen Hause am Seltcrsberg ist die Mansardenwohnung sofort zu vermiethen durch __________M Loeser, Liqueurfabrikant. 80) Möblirtes Zimmer, sofort bezieh- bar zu vermiethen.Lit. D. 85. _____________Leistenfabrik, Lohmühle. 335) Ein Elavier, womöglich Pianino wird sofort zu miethen gesucht. Adr, in der Exped. d. Bltts._____________ 331) Ein Mädchen sucht auf sofort Stelle Näh, bei Frau Landauer, Vermieth.-Bureau. 326) Lumpen, Werg, Metall rc. kauft Louis Kotiienberger, _________________Neuenweg.__ 281) Der Unterzeichnete empfiehlt fich hiermit einem geehrten Publikum im Aufsetzen von Oefen, Herden sowie in der Herrichtung aller Arten von Feuerungen. Zugleich besorgt Derselbe das Reinigen von Feuerungen aufs Pünktlichste. Bestellungen wolle man bet Herrn Rü g er, am Kreuz, sowie im „Taunus" in der Brandgasse, abpeben. Martin Melchior, wohnhaft bei Herrn Bäcker Eger am Lindenplah. 17^