Win ^"gsvoll «haft "'Parade 6« ’8‘") i« folgt* « X, 36 ' 30 ' 4 ’ e a” dir Rafft ^hholz. ^Teptbr^ ammel. Septbr.: toll i/iehmaas. . Septbr.: ilinbm, 1. Rinn. iolkert, ^eptewben mfitrg, xour». IM 16 16 20 16 16 9 4 V» - s ■ M fb^b. Bü ---- rsfy ?eb- mitte allein. »JJJ -unft^derExpedM 2Pr 23^ 40Jr ti Jeberzeugung-” lic tiaftaiM diMNiVi-1 Mm Dttbtn. Wer As«» ilt auf Franlo-Bttlimzc' »alt in Leipzig nim mt । L^«S /Zubei-Ausgabe) grm o Mkfandi.__2_ «r J* A * Mr. 215. Sonntag, den 15 September 1878. Mchmer Mmeraer Mkrze- a«Z MisHait för W Kreis Keße«. NrdarttoaAbmeeaur Gartenstraße B. 165. Grpe-ttivn-dvrea«r Schulstraße 8. 18. Erscheint täglich mit «uSnahm» des Montag-. Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher HyeiL Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern der Deutschen Feuerverficherungs-Actiengesellschaft zu Berlin die Erlaubniß zur Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs im Großherzogthum erthetlt hat. Gießen, den 13. September 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. D.: Dr. Hoffmann, Regierungsrath. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern hat dem katholischen Kirchenvorstand zu Engelthal, im Kreise Büdingen, zur Aufbringung der Kosten noth- wendiger Wtederherstellungsarbetten an der dortigen katholischen Kirche die Veranstaltung einer Ausspielung einer Anzahl zu diesem Zweck geschenkter Gegenstände unter der Bedingung gestattet, daß nicht mehr als 3000 Loose ä 50 ausgegeben werden und der Gesammtwerth der Gewinngegenstände wenigstens 60% des Brutto-Ertrags der Loose zu betragen hat. Der Vertrieb der betreffenden Loose im Großherzogthum ist gestattet worden. Gießen, am 12. September 1878. Großherzogltches Kretsamt Gießen. I. V.: Dr. H offmann, Regierungsrath. N o r i t i s ch e r T h e i l. JeutfHkand. Darmstadt, 13. September. Von der Tabak-Er.quete-Commtssion in Berlin ist behufs Vornahme örtlicher Erhebungen im Gebiete des Tabakbaues, der Tabakfabrikation und des Tabakhandels für das Großherzogthum die Ein- sttzuug einer Bezirks-Commission mit dem Sitze in Darmstadt beschlossen worden. Auf Vorschlag der Großherzogltchen Regierung sind: 1) der Großh. Obersteuerrath Herr Friedrich Hahn zum Vorsitzenden; 2) der Gutsbesitzer Herr Peter Ehatt zu Virnheim, 3) der Gutsbesitzer Herr Martin Boxheimer IV. zu Lampertheim, 4) der Fabrikant Herr Adolf Noll zu Gießen, 5) der Fabrikant Herr Heinrich Schirmer zu Gießen, 6) der Fabrikant Herr Fritz Stroh (in Firma Gebrüder Bernard) zu Offenbach, 7) der Tabakhändler Herr Grau sen. (in Firma Gebrüder Grau) zu Offenbach, 8) der Bürgermeister Herr Schönherr zu Lorsch zu Mitgliedern der erwähnten Bezirks- Lommission bestellt worden. Man bringt dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß die Bezirks-Commission ihre Thätigkett demnächst ausnehmen wird. Berlin, 11. Septbr. Die Interpellation Mosle wegen des Unterganges des „Großen Kurfürsten", welche bereits eingebracht worden ist, wird vor- ousfichtlich noch vor der ersten Lesung des Socialistengesetzes auf die Tagesordnung gestellt werden. (Siehe den telegr. Bericht der Reichstagsverhandlungen vom 13. d. D. Red.). Die Fassung der Interpellation, welche nicht nur nach den Ursachen des „Unfalls" fragt, sondern auch nach den etwa schon ergriffenen Maßnahmen, um der Wiederholung solcher Unfälle nach Möglichkeit vorzubeugen, läßt durchbltcken, daß auch nach der Ansicht der Interpellation der Untergang des „Großen Kurfürsten" nicht lediglich die Folge eines Unglück lichen Zufalles ist. Auf die Antwort des Chefs der Admiralität und mehr ; noch auf die voraussichtlich an dieselbe geknüpfte Besprechung darf man mit Recht gespannt sein. Es ist nicht anzunehmen, daß die Einleitung des kriegsgerichtlichen Verfahrens gegen die zunächst bethetligten Osficiere den Chef der Admiralität abhalten wird, die Interpellation annähernd zu beantworten. Die Interpellation selbst wie die Thatsache, daß dieselbe in erster Reihe »on den hervorragendsten Mitgliedern der national-liberalen Fraktion, v. Bennigsen, Lasker, sodann Richter u. s. w. unterstützt ist, scheint jede ausweichende Erklärung unmöglich zu machen. Kaffel, 11. Septbr. Der während der Anwesenheit des Kaisers in Aussicht genommene große Zapfenstreich wird, wie ich höre, am 19. d. Mts., jrdoch nicht auf Wilhelmshöhe, sondern in Kassel stattfinden, und zwar unter Leitung des Musikdirectors Adam vom 115. Regiment. Die Musik« und Tambour-Corps der sämmtlichen manövrirenden Truppen werden an diesem Tage in der Stärke von etwa 900 Mann per Extrazug nach Kassel befördert. Italien. Rom, 12. Septbr. In Folge mehrerer Fälle der Niedermetzelung von Katholiken auf der Balkan-Halbinsel hat der Papst den Cardinal Nina beauftragt, die Aufmerksamkeit der Mächte hierauf zu lenken und um ihren Schutz für die Katholiken nachzusuchen. Rußland. Petersburg. Der „Vorstadt-Ztg." wird aus Petersburg telegraphirt: Am Sonnabend, während der Krönungsfeier in der Jsaakkirche, sand man plötzlich unter den Füßen des Publikums Hunderte von Druckschriften. Oben war auif denselben ein schwarzer Todtenkopf, darunter roth gedruckt: „Betet nicht im das Leben des Tyrannen, denn er ist so gut wie tobt; diesem Schicksale ^Seht er nicht, dafür bürgen wir mit Allem, was hoch und heilig ist. Das Revolutions'Comite." Der Vorfall erregte gewaltigen Eindruck unter dem Publikum, welches meist aus Generalen, Officieren und Beamten bestand. ■■■i»— Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Torresvoudeuz ■ iBxrearr. Berlin, 13. September. Beim Beginn der Reichstagssitzung ersuchte Präsident v. Forckenbeck das- Haus, die Genehmigung zu ertheilen zum Erlaß einer Beglückwünfchungs- adreffe an Se. Majestät den Kaiser zur glücklichen Genesung und fortschreitenden Besserung und event. das Bureau mit der Ausführnng der Adresse zu beauftragen. (Bravo.) Die Zustimmung des Hauses erfolgte durch Acclamation. Das Haus ging zu der Interpellation Mosle bezüglich des Zusammenstoßes des „König Wilhelm" mit dem „Großen Kurfürsten" über. Auf Befragen des Präsidenten erklärte sich Minister v. Stosch zur sofortigen Beantwortung derselben bereit. Mosle begründete hierauf seine Interpellation, theilte den Hergang bei dem Unglücksfalle mit und fuhr dann fort: ähnliche Unfälle seien nicht zu vermeiden, doch sei nicht zu verkennen, daß im vorliegenden Falle Versehen gemacht sein müßten, da die Verhältnisse aus See normal gewesen. Das Unglück scheine durch falsch verstandene Commandos herbeigeführt worden zu sein. Bedauerlich sei, daß die Klarstellung der näheren Umstände so lange vorenthalten worden, daß in Folge des Schweigens der Admiralität den gravirendsten Behauptungen in der Presse Raum gegeben sei und das in der Admiralität herrschende System für den Unglücksfall verantwortllck gemacht werde. Er eigne sich nicht diese Vorwürfe an und hoffe, der Chef der Admiralität werde dieselben widerlegen; das sei der Zweck der Interpellation. Er hoffe, das Material über die kriegsgerichtliche Untersuchung werde später dem Reichstage vorgelegt. — Minister v. Stosch dankte dem Interpellanten, daß er ihm Gelegenheit gebe, über das von ihm am tiefsten beklagte Unglück vor dem Reichstage zu sprechen. Während der Untersuchung habe ihm kein Recht zugestanden, die Thatsachen zu veröffentlichen. Die Anklageschrift sei abgeschlossen. Daraus vor der Verhandlung Mittheilungen zu machen, verbiete schon das Preßgesetz; er sei in dieser Beziehung außer Stande, Mittheilungen zu machen. Betreffs der Fluth von Vorwürfen, welche die Presse gegen ihn erhoben, bemerkte er, daß die Marine, wie sie jetzt bestehe, auf die von ihm ergangenen Anordnungen sich stütze; welche seiner Anordnungen aber Schuld an dem Unglücksfalle tragen solle, habe er bisher nicht erfahren. Die Ursachen des Unglücks, soweit dieselben ergründbar, seien festgestellt, darüber aber könne er während schwebender Untersuchung sich nicht «ussprechen. Die Frage, ob Vorsichtsmaßregeln gegen die Wiederholung solcher Unglücksfälle getroffen seien, beantwortete er dahin, daß die vorhandenen Maßnahmen vollständig ausreichten. Die Entwickelung der Marine könne nur langsam sein; die Ansprüche dagegen seien große. Er habe während seiner Amtsführung die größten Anstrengungen gemacht, die Marine für den Reichsdienst ausreichend auszubilden. Der Minister ging darauf auf die Ausbildung der Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere der Marine seit 1871 ein und wies nach, daß tüchtigeres Material al8 vor 1871 ausgebildet worden sei. Besonders die Steuerleute der jetzigen Marine erfreuten sich allgemeiner Anerkennung; sie treffe gar kein Vorwurf; sie hätten nur dem Commanvo der Offiziere zu folgen; wenn diese den Kopf verlieren, so könne der Steuermann dagegen nicht ankämpfen. Es sei leicht gesagt: wir hätten keine Erfahrung, mit den großen Dampftoloffen, welche die Neuzeit geschaffen, zu operiren; dazu fehle in allen Marinen die Erfahrung. Der Admiralttätschef betonte schließlich: weder das System noch das Geschwader-Commando treffe ein Vorwurf. Bet der Untersuchung werde jedem sein Recht werden. Das Gesetz, wonach zu verfahren sei, könne von jedem Kriegsgericht gehandhabt werden; dieses könne und werde ihn nicht schonen, wenn ihn eine Schuld treffe. — Auf den Antrag Hänel's beschloß das Haus eine Besprechung der Interpellation. Hänel führte aus: nicht die Person des Admiralitätschefs, sondern eine ganz bestimmte Art und Weise seiner Administration sei Gegenstand der Angriffe in der Presse gewesen, v. Stosch dehnte die Maxime der Verwaltung auch auf den technischen Theil der Marine aus; cs fehle der technische Beirath. Der Solvatismus verdränge das maritime Element. Auch den Vorwurf zu naher Dtstanctrung habe v. Stosch nicht beantwortet. — Der Minister erwiderte hierauf: „Als ich die Leitung der Marine übernahm, unterließ ich es allerdings, den Admiralitätsrath zu berufen. Es handelte sich um ein bestimmtes, wesentlich Neues und in solchem Falle bin ich kein Freund zweifelhafter Majoritäten." Wenn gegen ihn vorgebracht werde, daß er ein Freund der engen Formation sei, so habe er sich allerdings unter Bezugnahme auf kriegerische Operationen so geäußert. Unsere Marine sei so klein, daß sie im Augenblicke der Gefahr auf geschloffenes Operiren angewiesen sei. Die Schiffsleitung sei dann allerdings schwieriger; aber auch das sei zu lernen; je schwieriger die Aufgabe, um so besser die Schulung. Was die Vorlage der Acten anbelange, so gehörten ihm dieselben nicht, doch verspreche er, für Vorlegung der Acten einzutreten. — Nach einer weiteren Aeußerung des Abgeordneten Meier über die nautische Ausbildung der Marine, auf welche v. Stosch replicirte, wurde die Besprechung geschlossen. — Der Antrag Schröder auf Aufhebung der gegen Stützet schwebenden Untersuchung wurde angenommen. - Nächste Sitzung Montag; Tagesordnung: Soctalistengesetz. Paris, 13. Septbr. Nach Berichten aus Neu - Caledonten, die im Marine-Ministerium eintrafen, hatten am 1. September die französischen Truppen, in 4 Colonnen getheilt, eine Bande aufständischer Kanälen, welche sich im Versteig' 'Montag den Yie Vergeht dauer- uni ® tot 3tabt ®u Die tioioemerften Lamstag den Lomiltag e Saale des alter .ch vergeben werde« nHereien der umli chucht, dies in den »ichentlichen zu lc Tießen, den i3 k-oßherzogliche M "A. Br Len 8- ^^den A. B Alltag he« V^Nni uinöll^1ht i fr *< Saw iaoj'6tn' d,n i ^tfteigen 8<Ä 1^0' W» M,ni» «K tvfi £* $3&S 5517) &« , « 28. >“w2| ?* Si-L'Ä ittein zur Wei ’ W mit Ä® jm, Sr(i|t« Wer * ist. ®«* alung des Verluste! jeSlMe W1’“* FKist ist he ® geltet Darmstavt KchmsMe^ Bin9.^September. Ein äußerst heftiges Gewitter zog gestern Abend sKb^r unsere Gegend und that namentlich auch in den W-inbergen uiserec Stadt oieLi Scbaden. ___... ________________——- Agitatoren und anderen Personen, welche es sich zum Geschäft machen, die bezeichneten ve* Hebungen zu fördern, sowie solcher Personen, welche den auf Grund des Gesetzes crlai,rnen Verboten zuwidergehandelt haben und deßhalb mit Strafe belegt worden sind, soll der Aufenthalt in bestimmten Bezirken oder Orten untersagt, sowie die Befugniß zum Betriebe solcher Gewerbe, welche erfahrunqsmäßig zur Förderung socialdemokratischer Bestrebungen gemlßbraucht werden, entzogen werden können. Druckereien, welche geschäftsmäßig zur Forderung bezetchnetm Bestrebungen benutzt werden, sollen geschloffen werden können ($ 16). Luyerdem ;ollen für solche Bezirke oder Ortschaften, welche von der Socialdemokratie bereit«Jo wett unterwuhlt worden sind, daß die öffentliche Sicherheit bedroht erscheint gewiffe allgemüne B^chrankungen des ®e» iammlunasrechtes des Betriebes der Preßgewerbe, der - Freizügigkeit und de« Rechte« zum Besitze oder zum Tragen von Waffen, sowie des Handels mit denselben durch die Lentralbehörden der Bundesstaaten mit Genehmigung des Bundesrathes vorübergehend angeordnet werden dürfn» re 20) Abgesehen von den ebenerwähnten Fällen des $ 20 soll der Erlaß der in dem Gesetze voraesehenen Verbote und Anordnungen durch die Landespolizetbehörden und, wo es sich um na unmittelbares Eingreifen handelt, durch die unteren Polizeibehörden erfolgen. 3utolber^anblunflen gegen die erlaffenen Verbote und Anordnungen sind unter Strafe gestellt HsaA- Feuersbrunst in Kloppenheim aufleuchtete. Außerdem bat etz tn Mainz ln^dte Peter«- ftrche in das Zifferblatt sowie auf der Bretzenheimer Gemarkung emgesch.a^n. Au der Finther Kirchweih hat daS Unwetter unter den Schaubuden große Verhoerunakn angerichtet, nicht minder auf der dortigen Feldmark. Von den f^^^n zahlreich Punkten, wo der Blitz eingeschlagen hat, verlautet noch nichts Bestimmtes, trotzd«O anzunehmen ist, daß noch mehrere derartige Fälle zu verzeichnen stad. tw- »•) '8 Mainz, 9. September. Das gestrige Unwetter entlud sich in furchtbarer W. si über dem Rhänaau. Der Regen floß tn Strömen, so daß bald All-8 unter Wasst stand der Richtung nach Schierstetn beobachtete man einen Feuerschein, und bll. hörte man, daß dortm der Blitz eingeschlagen und gezündet HMe. Da« Fea» °>aedc jedoch bald wieder gelöscht. Bet Hattenheim n>av bei: Mnförpcr Taub soll dasselbe der Fall gewesen sein, und hatte der 8 Uhr-Zuz t.ffolge desin Gebirge verborgen hatten, umringt und unvermuthet angegriffen. Hierbei wurden zahlreiche Insurgenten, unter ihnen der Häuptling des Stammes Atai un deffen Sohn, getödtet, während die Franzosen nicht einen einzigen Man mI°r»etlin, 13. Septbr. Die ^Nordd. Allg. Ztg." meldet: Die Manöver des 11. Armee-Corps bei Kaffel beginnen am 20. d.; es darf erwartet wnde^ daß an denselben Se. Maj. der Kaiser, der Kronprinz die Prinzen Wilhelm und Albrecht, die Großherzoge von Sachsen und Oldenburg, der Fürst von Waldeck und Prinz Alfred von Großbritannien theilnehmen werden. Außerdem werden erwartet: Graf Moltke, General v. Podbielski, Feldmarschall v- Manteuffel, General v. d. Goltz und der Kriegsminister; letzterer trifft Sonnabends in ^^,^nservativen Abgeordneten erklärten sich in der gestrigen ^raktionsstkung bezüglich des Socialtstengesetzes ohne jeden Rückhalt für die Nothwendigkeit der Ausnahme-Gesetzgebung. Ferner wurde die Ueberzeugung ausgesprochen, daß es unmöglich sei, die von vornherein auf eine bestimmte Zeitdauer zu beschränken. Als wunschenS- werth wurde es bezeichnet, die Socialistenvorlage tn einer Commission vor- Schluß der dem Neichstaae zugegangeneu Motrve zuw Sociaustengesetze. Dieser Entwurf wendet sich ausschließlich gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen d r Socialdemokratie. Diese Bestrebungen sind im § 1, auf welchem in dieser Beziehung derganz Entwurf aufgebaut ist, näher bezeichnet al« „socialdemokratische, socialisttsche oder communtsttsche, aus Untergrabung der bestehenden Staats- oder Gesellschaftsordnung gerichtete ^Estrebungen. Diese Raffung lehnt sich in ihrer zweiten Hälfte an den Abanderungsantrag an, welcken die Abgeordneten^Dr. Beseler und Dr. Gneist zu dem vorerwähnten Entwürfe eines Gesetzes gegen die^Ausschreitungen feer Socialdemokratie gestellt hatten und beruht im Uebr gen auf folgende': Erwägung. Die Organisationen der Socialdemokratie bezeichnen sich balv als socialdemokratische, bald Äs ftcialistische ober communistische, je nachdem «"^er ^as andere Moment oben ckaracterisirten Bestrebungen schärfer betont werden soll. Ebenso bezeichnen die Anhänger der Soeialfeemokratie sich wechselnd als Socialdemokraten, als Socialisten oder als ^00101^^ Die deutsche Socialdemokratie hat sich, wie oben bereits erwähnt, neuei^ings die Bezeichnung „Socialistische Arbeiterpartei" beigelegt, während sie früher d,e gleichen^Bestrebungen unter der «itma: „®6cian>emotratif<6e Srbeiterpaitei" »erfolgte- Im Ausland! wird bie ®eto!gung »or- zugsw,.!- al« „lociallfHto!" b-znchn-i- ES «schien bah« nethwendig, tiefe »»schtedmm Lcnennnngen nebeneinanbet zu stellen, um bie Bestrebungen zu kennzeichnen, gegen welche bei ,hlt werden. ' Gießen, a» Stuttgart, 13. Septbr. Der „SchwLb. Merkur" meldet: Die für den 17 und 18. d. in Aussicht genommene Jnspicirung des wurttembergischen Armee-Aorps durch den deutfchen Kronprinzen ist abbesiellt. Dagegen wohnt , 14 d. den Manövern der 27. Division bei. b ^London, 13. Septbr. Die Ausstellung des Obelisk, „die Nadel der Kieopatra" am Themseufer sand gestern Nachmittag ohne Zwtschensall statt. R Pgteto: Orkans, 12. Septbr. Es ist günstigeres Wetter eingetreten, welches zu der Hoffnung berechtigt, daß die Zahl der Fälle von neuen Erkran- finaen am gelben Fieber in Mew-Orleans nunmehr geringer werde. Heute sind hier 212 neue Erkrankungs. und 57 Todessälle eonstatirt. Der Gesund- beitszu^id^u^ MmMs^ist nnve^andtt^ 36 Division meldet aus Ban- tnluka vom 12. d.: Die Entwaffnung der Bevölkerung machte weitere Fort- chritte und wurden auch die Orte Kotor , Skeuder, Bakus, Stari, Mojdan, Kamerarad und deren Umgebung ohne Widerstand entwaffnet. Die Wiener Abendpost" bezeichnet die Nachricht von der Zuruckver- leaung des Hauptquartiers nach Brood als unrichtig; Philippovic bleibe nach wie vor in Serajewo; nur für die Dauer der längs der Save und der nordwestlichen Grenze Bosniens eingeleiteten Operationen werde e n Theil des Hauptquartiers, mit dem Stellvertreter des Armee-Commandanten an seiner Spitze^in^Br , er^rt üon authentischer Seite, daß die Meldung von ; bet ^urückoerle'aung des Hauptquartiers von Serajewo nach B^ood unbegrün- . dsei ^ Armee-Commando mit seinem Personal bleibe in Serajewo. Wien, 13. Septbr. Meldungen der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel constatiren, daß die Ermordung Mehemed Ali's das Resultat einer zwi- scken den Comit6s von Prizrend und Dakova verabredeten Complottes gewesen sei. Die „Polü. Corresp." fügt noch hinzu: Jnsolange die eigenen Organe der Pforte wie der Vali von Koffovo Nazis Pascha, der Muteffarif von Priz- imd Kiamil Bey und sonstige Localbehörden und Medschliß fortsungtren, deren verderblicher Einstuß auf Bevölkerung wie Truppen erwiesen ist' wird auch der Glaube an die Ausrichtigkeit der Absicht der maßgebenden Kreise ^r Pforte, die Herstellung geordneter Verhältniffe im Sinne der neuesten europäischen Abmachungen anzustreben, erschüttert bleiben. Rom, 13. Sept., Abends. Das Journal „Fansulla meldet. Die diesige griechische Gesandtschaft erhielt gestern die Note ihrer Regierung, in welcher die Vermittelung der Mächte im Sinne des Berliner Vertrages angerufen wird. „Fansulla" fügt dieser Mtttheilung hinzu: -^le Mäch e ohne lltiterfifneb seien entschlossen, die Bestimmungen des Vertrages einzuhalten und würden daher^di/ VerMittelung nicht zurückweisen, aber keine Macht ermuthige Griechenland, über die diplomatische Action hmauszugehen, oder beabsichtige, die Forderungen Griechenlands zu unterstützen. . ö Daffelbe Blatt meldet noch ferner: Den aus Athen emgetroffenen Nachrichten zufolge beabsichtigt die griechische Regierung energisch für die Grenzberichtigung einzutreten, dieselbe gebe sich aber keinerlei Illusion Hw, daß sie solche mit den Waffen erlangen könne und daß sie von irgend einer Macht eine über die diplomatische Action hinausgehende Unterstützung erhalten werde. Entwur^enckttrist. Staatsorfenung" bedarf keiner Erläuterung. Unter der „bestehenden Gefellschaftsordnung" ist feer Inbegriff der sittlichen Principien und der Rechtsgrund- sätze xa »erstehen. Daß die Bestrebungen der Socialdemokratie auf Untergrabung unb im End- Itelc auf Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung gerichtet sind,. ist oben nachqewiescn, auch ist die Methode dieser Untergrabung geschildert worden. Hiernach burften bte revolutionären, gemeingefährlichen Bestrebungen ber Socialdemokratie, gegen welche feer Gesetzentwurf gerichtet ist, im § 1 deffelben mit genügender Deutlichkeit bezeichnet und dem Bedenken begegnet fein, daß durch den Entwurf auch andere, als die zu bekämpfenden Bestrebungen getroffen werden konmew Mittel, um diesen Bestrebungen zu begegnen, verfolgt der gegenwärtige Gesetzentwurf im Allgemeinen dieselbe Richtung, wie die ftühere Vorlage, greift jedoch in mehrfach« Bexiebuna über dieselbe hinaus. Der Entwurf ist nicht allein gegen bte in Vereinen, Versammlungen und in der Presse (SS V =. 6) hervorttetenden, sondern auch S/gen die n sonstiger Weise geschäftsmäßig stattfind-nden svcialbemokrattschen Agitationen (S lv), 'Owie gegen das Einsammeln von Seiträgen zu sveialdemokratischen Zwecken 11) gerichtet. Wahrend bet ftühere Entwurf das Verbot socialbemokratischer Vereine, Versammlungen unb Druckschriften nur für zulässig erklärte, legt der gegenwärtige ben zustanvigen Behörden bie Pflicht auf, alle Vereine, Versammlungen unb Druckschriften, welche ben bezeichneten Bestrebungen bienen, zu verbieten, tnbtm er auSspricht, baß biefelben ,*u verbiet« smb" (SS 6). Den soctaldemokratischen Lonnittas Wen auf bem hies totflu veisirigert t Mauierarbeit, bi Zimmerarbeit, Dachbeckerarbeit, Tchreinerarbeit, Epenglerarbeit, Weißbinberarbet je —.bu, ismien, per öiuu 6.5^en' \ 72 per Pfd., Kuh- und Rmsfies» moßherzogliche P 10. September. Hermann «holt Möller, Br-urnetst-r tn der Attten Gießm, von Obcrweißbcich, mit Susanne Johanna Elise Louise /aroline. Mttw Kaufmanns Em.l Sprutf, geborene W-!th-r. Tochter des Schmted-neM es Pd >p Walther von Gießen. 10. September. Der H^uotkaffebuchh^ter bet der O . Eisenbahn Johann Karl Julius Schäfer von (SV^. x, m t Katharine C^rlotte ThnM B'erau, Tochter des verstorbenen Schreirermeisters Anton Wilhe m Konrad Theo^ Bierau von Giißen. 13. September. Glaserme ster Jacob Fourier von So rel. Franziska Katharine Philippwe Johanna H-.eb.ntha!, Tochter des verstorbenen schn Meisters Ludwig Hiebenthal von ^eßen.^ x t t 4. September. Dem Lehrer Christoph Merz, e^ ToÄte^ noch ohne Vornav^ 7. September. Karl Wilhelm, Sobn de« Schlosst s Wtlhllm Böttner. 6. L v Dem Weichensteller Heinrich Lotz, eine^Tochier, noch oone Vornamen. Sorten Dem Zt-gler Heinrich Schomber. ein Sohn, noch ohne Vornamen, ä. Septd x in eieheliches Kind von auswärts- 7. S^pte^b.-r.^Johannes, ein auß . -h ^ Kind von auswärts. 8. September. Julius Ludwig, Sohn d^t Schuhmachecmei Kail Sack. 9. September. Marie Pauline, e n außereheliches K^ von aaSww 9. September. Anna Margarethe, ein außereo-ltches Kind von auswärts. - &-P ,d August, ein auß^rebeUches Kind von c.usw^ cS. 9. -peotember. Dem Blero ro Christi«» Noll III. eine Tochter, noch ohne Vornamen. 8. September. Emil.e, £ ? des Maurers Martin Langsdorf. Sesrorbeue. _ /arfts 6. September. Der Großherzofliche Gerichts-Accessist Franz DllhAm Adolph Köllner, 32 Jahre 9 Monate 8 Tage alt. 6. September. Maler E. st Folgt Motwirung ber einzelnen Paragraphen. Unter deren letzten heißt et Nach Z 21 soll bas Gesetz sofort in Kraft treten. Von ber Festsetzung eine« Terrnmes für ba« ft treten des Gesetzes, wie ihn der frühere Entwurf enthielt, ist abgffehen worben, « M Jtetl nicht nach wie vor an der Hoffnung festgebalten werden müßte, dieses Gesetz in Zukunft entbehren> z« können, sondern wegen ber Unmöglichkeit, ben Zeitpunkt im Voraus zu bestimmen, mit welche« diese Hoffnung in Erfüllung gehen wirb. ___—. I Neuem» eg. (5442 Mineralwasser B«ckwolie, das Pfund zu 1 Mit« 40 Versteigerungen. n t! 89 46 9ßei^btnbeTmtie Racetauben zu oer- Gießen, den 13. Sept-mber^l878. Hi Settersweg, Großherzogliche Bürgermeisterei ®(5533 Strickwolle ---------- in großer Auswahl offfrtrt zu Silligsten 5535) 387 58 17 88 M n 5460) empfiehlt Ludwigsbrunnen dto. Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schreinerarbeit, Spenglerarbeit, ^Versteigerungs-Anzeige. Die Erben des Großh. RegierungSraths BolleniuS in Büdingen lassen die zum ocdlaß drsselben pebSriqcn Mobilien Mittwoch den 18. September und Donnerstag den 19. 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Sep ember 1878 Großherzogliche Bürgermeisterei G'-ßen. A. Bramm. Champagner-Mühlsteine Lch^Äffnü-Lll^BlansL-^ Kronhammer liefert billigst und unter Garantie e 1 Aeilgeöotenes. 5526) Dreißig schöne beschlagene Fichten zum Bauen hat in Lich. 55* 8. t in bcrÄ%| MW tische, Tische, Spiegel, Bettstellen und Bett- DgmeN- & Madchenfil)YUle werf, Glas und PorMan, Weißzeug, die D« £ schöner Qualität em- Küchen- und Oeconomiegeräthe und sonstigeIv^n 7» Vnb »“ in |U# (5505 Haushaltunösgegenstände und werdm Steig-1 pstehlt FanÄmann. ltcbhaber hiermit eingeladen. (55031 Bekanntmachung. Di. Schul,.»«-di- --"'xMR'L ÄS ^Giehen^am 11. September 1878. Der Ttadtrentmerster: Cnd e rs._____, üereiiiigte Zemerllschasten. 5498) Am 13. Oktober, Abends 8 Uhr: ----- titc L Sorte Steinkohle», Gewaschene Nuß- »- Schwtede- kohlen sowie Stückkohlen in bester Qualität, sur Winterbrand. P Unverzagt, Kaplansgasse. 549b)______________ — ---—————-- Deutscher Oel-Glanz-Lack, Ich-',,. 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Dem Kaufnmnn 25 lutt «eb- i>%CnfelbenaU$tm Bierbrauer Heinrich Ludwig Ps.il, -'n- Tochter, Katharine 86Ul,t'5D6^t«tn.22$=m6&=bner Johann Georg Schad, eine Tochter, Marie K-tha- rille, geb. bett 23. Juli. • t* i t Den7.Septeuiber. Margar-cheWSbrum, ««^Schaum, Wittwe^des^^stor^n« Schnei^rs g^S^^be^^^r ^Grötzh!^G.tt^sac«!stf^ Fr^nr Ml^elm^n^ao *S b°n «■ S.P« Montag den 16. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen aus dem hieflgen städtischen Bai^ büreau versteigert werden: «A Maurerarbeit, veranschl. zu 201 61 ■ , 1<ö uy 42 50 kaufen bet Theodor Lony JM« btt Bkhiü« em 9Qn>tn RrichiM en' in to^tn bk««, Men ober le e We Btschfvnbe an s, H btn enfehai in iu W unb btim nbtn Bllnbrsrathk,^ an Jnstrüch« «fftn. "nmungen, In bk fr ^eck bt8 Ttsetzts. t l