crein. C°6cert '^Sthr, - *£»&*• «*« 5: ktei 1T/- g&a Hermann. & iiewtenipS' W' 4' Mozart. ^P^Servois. Hupper. Ernst E van Beethoven er J. Rick er sehen üög (in Ersterer nnr üge Seitens Concert- wertes präcis 5 Uhr emacht wird, Dauer (1492 3dz§ Dienstmädchen, auf r auf Ostern, gesucht, ffped. d. Bltts. Weilauf von getragenen , fymben, WMmg, Silber, außer Cours en Oelgnnäldm, Antv essmtz,L'.nn.RMwcelr bd M Rothenberger, Neuenweg 193, ^asthautz zum Löwen"- fleehten und Korb- A/t empfiehlt sich zmeier, Mühlgasse 81- inder empfiehlt sich ial jowit im Bruunenauö- -e von MaurerarbettM tg. Kuhl» ti Herrn Schneider, Viesecktt Weg. :i,m» bei 6<6** Bunin ilb der A-dt zur ft Schäften aller pnUli-h- un» «* ^euerweg^^— elfenbeitt, ’urael?V nir Anstrti^"E mpjohUn ? ^gen und igafie ■«" , MtM- So. 63 Freitag den 15. Marz 1878. Gießener Wmiger An?eizc- iii Jltiitsblatt für den Kreis Gießen. RedactionSbrrreairr Gartenstraße 8. 165. Expeditionsbureaur Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS LTJW llllllll M»IIII »'I Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. politischer Hheil. Deutschland. Darmstadt, i3. März. Die Aufhebung der Staatsschuldentilgungs- Kaffe als besonderes Institut wird den in sehr dringender Form geäußerten Wünschen der Stände entsprechend, am 1. Juli d. I. vollendete Thatsache sein und von da ob die Verwaltung unseres Staatsschuldenwesens durch eine besondere Abtheilung der Hauptstaatskasse unter entsprechender, hoffentlich ausreichenderer Thätigkeit des landständischen Directors erfolgen. (N. Hess. Volksbl.) * Mainz, 12. März. Zu der am Sonntag den 10. d. Mts. in Mainz abgehaltenen Bezirksversammlung der altkatholischen Gemeinden und Vereine Hessens und Heffen-Nassaus hatte sich eine außergewöhnliche Zahl von Dele- fliTten etngesunden. Dr. Denk als Vorsitzender gab nach kurzer Begrüßung zunächst Mittheilung von einem Schreiben aus Gießen, worin das Bedauern ausgesprochen wird, daß die dortige Alikatholiken - Gemeinschaft auf der dies' maligen Bezirksversammlung nicht vertreten sein könne. Die daraus folgende lebhafte und eingehende Discussion über den ersten Punkt der Tagesordnung (Statutenänderung) führt zu dem Resultate, daß durch Acclamation eine Commission , bestehend aus den Herren Dr. Petri (Wiesbaden), M. Weil (Offenbach), Dr. Stephan (Heßloch), Dr. Denk und Dr. Struve (Mainz) erwählt wird, welche unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen ein neues Statut entwerfen, den einzelnen Gemeinden zur Begutachtung überweisen und dann der nächsten Vezirksversammlung zur Genehmigung vorlegen soll. — Zum zweiten Punkt der Tagesordnung (Cölibatssrage) wird von Herrn Appellalionsgerichtsrath Dr. Petri hervorgehoben, eine gemeinsame Zustimmung zu dem Mannheimer, auf alsbaldige Beseitigung des Cölibats gerichteten, Antrag an die Synode sei aus formellen Gründen nicht zu empfehlen; ein solcher Beschluß sei nämlich geeignet, sowohl auf die Synodalreprä- senkanz. die der nächsten Synode „bestimmte Vorschläge" zu unterbreiten habe, sowie auf die einzelnen Synodal-Abgeordneten eine Art moralischer Pression zu üben, wodurch die auf der Synode unbedingt nothwendige Freiheit der Entschließung beeinträchtigt werde. Herr Stadtverordneter Weil aus Offenbach tritt diesen Ausführungen entgegen: ein im Sinne des Mannheimer An trags gefaßter Beschluß schließe keineswegs ein bindendes Mandat für den Synodaldelegirten ein; auch zeige die Erfahrung, daß durch ähnliche Kundgebungen in früheren Jahren niemals die Freiheit der Entschließung auf der Synode verkümmert worden sei, eine vorherige Einigung in Bezug aus die Cölibatssrage sei aber wünschenswerth, um die Stimmung der einzelnen Gemeinden in möglichst kräftiger Weise zum Ausdruck zu bringen, und gewiß ebenso berechtigt, wie etwa bei politischen Actionen die Einigung über ein bestimmtes Programm. Nachdem noch andere Redner pro und contra gesprochen, wird, so lange nicht der Abstimmungs-Modus auf Grund neuer Verbands- Statuten endgiltig geregelt ist, von einer Beschlußfassung über diesen Punkt abgesehen und den einzelnen Gemeinden überlasten, zur Cölibatssrage ihrerseits Stellung zu nehmen. — Bezüglich des dritten Gegenstandes der Tagesordnung (Preßangelegenheiten) liegt ein besonderer Antrag nicht vor; nach der Aufnahme, welche die von den Herren Dr. Munier, Petri und Denk geäußerten Bedenken und Wünsche sanden, schien die Versammlung darüber einig, daß es Aufgabe der allkatholischen Preste sei, den nothgedrnngenen Kampf gegen den ultramontanen Religions- und Vaterlandsfeind mit aller Energie fortzu- sühren, zugleich aber im eigenen Lager, soweit Gegensätze vorhanden sind, allzeit ausklärend und versöhnend im Geiste der Liebe zu wirken. Die Bestreitung der Cultusbedürsniffe der hessischen Gemeinden anlangend, erhält der Vorort den Auftrag, die geeigneten Schritte zur Förderung der Sache zu thun. Die Versammlung schloß gegen 7 Uhr. Von Geistlichen hatten außer Herrn Pfarrer St ein wachs aus Offenbach auch die Herren Pfarrer Dr. Mosler aus Boppard und Ricks aus Heidelberg an der Versammlung und an den Debatten Theil genommen. Berlin, 12. März. Die deutsche Kunstausstellung in der großen Pariser Ausstellung wird etwa 200 Gemälde und einige Werke der Bildhauer kunst umfasten. Das Reichskanzleramt bereitet eine Vorlage für den Reichstag vor, welche einen Credit von 75,000 Mk. für die Kosten der Ausstellung fordert. Der Director der Akademie der Künste, A- v. Werner, ist mit der gesammten geschäftlichen Leitung betraut; ihm wird eine Commission von sieben Mitgliedern (darunter Steffeck, P. Meyerheim, Knaus) zur Seite stehen. Die Nationalgallerie wird eine Zahl der besten Werke nach Paris senden; an Privatleute, welche im Besitze von ausgezeichneten Gemälden sind, soll die Aufforderung ergehen, sich dem Vorgangs jenes Staatsinstituts anzuschließen. Daß Darstellungen aus den letzten Kriegen ausgeschlossen sind, ist selbstverständlich. — Auf Briesen nach Rußland muß zur Sicherung regelmäßiger Beförderung die Adreste mit deutscher oder lateinischer Schrift geschrieben und die Lage des Bestimmungsorts, sofern derselbe weniger bekannt ist, durch die zusätzliche Angabe des Gouvernements näher bezeichnet sein. England. London, 12. März, früh. Im Oberhause sprach sich Stanhope dafür aus, daß keine von den kriegführenden Mächten dem Congreffe präsidire. Stratheden äußerte die Hoffnung, daß der Congreß auch die Macht besitze, tue Friedensgrundlagen seiner Erwägung zu unterziehen. Derby erklärte: der Congreß wähle seinen Präsidenten und zwar den Vertreter derjenigen Macht, in deren Hauptstadt der Congreß oder die Conferenz abgehalten werde, es sei kein Grund anzunehmen, daß Bismarck die Uebernohme des Präsidiums ablehne, wenn er ablehne, müsse ein anderer zum Vorsitzenden gewählt werden. Der Ausschluß der Kriegführenden vom Präsidium sei wünschenswerth, ein Präcedenz- faU liege nicht vor. Es gebe Congreffe oder Conferenzen, wo nur kriegführende Mächte vertreten wären. Ueberdies sei die Stellung des Präsidenten mit keiner besonderen Macht und Autoritär lnkleidet, er sei nur primus in ter pares. Was Stratheden's Anfrage betreffe, so würde es nutzlos und thöricht sein, den Congreß zu beschicken, wenn dieser nicht die wirkliche, sondern nur die nominelle Macht besitze, die ihm vorliegenden Gegenstände zu behandeln. Tie Regierung unterbandle darüber mit den anderen Mächten und könne jetzt diesbezüglich nichts weiteres sagen. Hierauf vertagte sich das Haus. Im Fortgang der Unterhaussitzung entspann sich eine längere Discussion über den Zustand der Flotte, worauf die Fortsetzung der Berathung bis Donnerstag vertagt wurde. Das Marinebukget ist in dieser Sitzung nicht vorgelegt worden und auch die angekündigte Interpellation Peel's nicht vor- gekommen. London, 12. März, Abends. Im Unterhause erklärte Schatzkanzler Northcote auf eine Anfrage: Er habe nicht gehört, daß die Russen sich bei Gallipoli verschanzen; die russischen Vorposten ständen nach den letzten Berichten 12 Meilen von Bulair jenseits des Kamiesch-Fluffes, die Hauptmacht bei Kadikvi. — Peel wird Donnerstag die Anfrage stellen, ob die Entsendung von Lyons zum Congreffe Angesichts seiner bekannten Anschauungen in der orientalischen Frage wünschenswerth sei. Im Oberhause kündigte Stratheden an, er werde am Donnerstag die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Vorsichtsmaßregeln lenken, welche zu ergreifen wären, bevor England auf die Conferenz gehe, und die Vorlegung M Schriftwechsels bezüglich des Friedensvertrages beantragen. ■— Die Rinderpest- Bill wurde einem Special-Ausschuffe überwiesen. Italien. Rom, 11. März, Abends. In der Deputirtenkamrner erklärte Cairoli, nachdem er den Vorsitz übernommen hatte, er übernehme das Präsidentenamt, um die Gemüther zu beruhigen; er erinnerte ferner an die feierlichen Kundgebungen bei dem Tode Victor Emanuels, an das allgemein manifestirte Vertrauen auf König Humbert, und betonte die Nothwendigkeit administrativer und politischer Reformen. Der seitherige Ministerpräsident Depretis zeigte an, daß Crtspi noch vor Eröffnung des Parlaments seine Entlaffung als Minister gegeben und in Folge der Wahl Catroli's zum Kammerpräsidenten auch die übrigen Minister ihre Demission eingereicht hätten. Depretis legte hierauf den Zolltarif vor und beantragte bei der Dringlichkeit der Vorlage die Einsetzung einer Spectal- commission zu deren Prüfung, was von der Kammer genehmigt wurde. Cairoli machte Mittheilung von den Seitens der griechischen, rumänischen und portugiesischen Volksvertretungen anläßlich des Ablebens Victor Emanuels eingesendeten Adreffen, deren Beantwortung er einer Commission zu übertragen vor- vorschlug, was von der Kammer genehmigt wurde. Schließlich stimmte die Kammer dem Anträge zu, die Sitzungen bis auf Weiteres zu suspendiren. Das Präsidium wird schriftliche Anzeige von dem Termin der nächsten Sitzung machen. Türkei. Konstantinopel. Die Ruffen verschanzen und armiren emsig die Linie Kadlköi Jeniköt-Charköi (welche die Halbinsel von Gallipoli von dem Festlande abschließt, den türkischen Linien von Bulair gegenüber) in welchen sie jetzt 18,000 Mann stehen haben. — Aus Kutschuk-Tschekmedje, 22. Febr., wird der „Polit. Corresp." geschrieben : Eine höchst wichtige Thatsache ist es, daß die Türken hier und an anderen hierzu geeigneten Punkten Befestigungen anlegen und zu diesem Behuse viele Tausende von Soldaten in ununterbrochener Arbeit begriffen find. Fuad Pascha, der sich in Konstantinopel befindet, hat den Auftrag erhalten, drei neue Armee-Corps zu organisiren. An allen Orten hört man nur militärische Hornsignale und steht man die Abrichtung von Rekruten und die Exercitien der älteren Soldaten. Man begreift nicht, wozu dies Alles nunmehr soll. Die Haltung der türkischen Truppen sowohl wie der türkischen Bevölkerung ist eine äußerst lobenswerthe; die von allen Seiten prophezeiten Unruhen und Ausschreitungen gegen die Christen sind nirgends eingetreten, und die Türken zeigen allerwärts eine Resignation, die in solchem Maße kaum zu erwarten gewesen ist. Sie tragen ihre großen Schicksalsschläge mit bewunderungswürdiger Ruhe. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Eorrespondenz Bureau» Berlin, 13. März. Der ReickStag beschäftigte sich heute nach Erledigung einer Wahlprü- fung mit einer Reihe Petitionen. Anläßlich der Petition mehrerer Slädte um Versetzung in eine höhere Servikclasie erklärte der BundeScommissar: ein Gesetzentwurf über die Revision der Servistarife sei in der Ausarbeitung und werde wahrscheinlich noch im Laufe dieser Session dem Reichstage zugehen. Der Antrag Liebknecht's und Hasenclever's betr. die Beurlaubung des inhaftirten Abg. Bebel während der Dauer der Session und Abänderung des ersten Absatzes des Art. 31 der Reichsverfassung ward von Liebknecht begründet, von Hoffmann im Namen der Fortschrittspartei bekämpft und schließlich vom Hause abgelehnt. Kapp begründete den von ihm beantragten Gesetzentwurf betr. die Beförderung der Auswanderer nach außerdeutschen Ländern, welcher bezwecke, den Auswanderern größeren Schutz auf und nach der Reise zu gewähren und das Gewerbe der AuswanderungS-Agenten fteizugeben. Der Präsident des Reickskanzleramts erklärte: ein Bedürfniß, den Auswanderern größerev Schutz zu gewähren, habe sich nicht herausgestellt. Das Reich habe Commissarten in den AuS- wanderungshäfen, welche Berichte einsendeten; diese würden dem Hause vorgelegt. Was die Freigebung des Gewerbes der Auswanderungsagenten betreffe, so könne sich die Reichsregierung nicht mit dem Antrag einverstanden erklären; sie könne auf das Recht, die Agenten zu beaufsichtigen, nicht verzichten. Nachdem darauf Zimmermann noch den Antrag von Kapp befürwortet hatte, wurde derselbe an eine Commission von 14 Mitgliedern verwiesen. Es folgte die Be- rathung des Antrages Zimmermann betr. die Herbeiführung der Uebereinstimmung des Wechsel- steyrpelsteuergesetzes mit der neuen Gesetzgebung. Seitens des Bundescommissars wurde erklärt-, die Reform scheine gegenwärtig, w» die Aenderung des ganzen Stempelwesens in der Luft schwebe, nicht angezeigt; die Nothwendigkeit der Reform unterliege indeß keinem Zweifel. Das Haus nahm den Antrag Zimmermann an. — Darauf beschäftigte sich das Haus wiederum mit Wahlprüfungen. In einer zweiten Sitzung, die sich unmittelbar an die vorhergegangene anschloß, genehmigte der Reichstag den Antrag Franz auf Sistirung des gegen Stötzel anhängigen Strafverfahrens während der Dauer der Session, und überwies die Gesetzentwürfe betr. die Gertchts- kosten in erster Lesung, nachdem Staatssecretär Friedberg dieselben eingehend begründet hatte, an eine Commission von 21 Mitgliedern. — Nächste Sitzung 21. März. Wien, 13. März. Im Abgeordnetenhause erklärte der Ministerpräsident in Erwiderung einer Interpellation bezüglich der Grenzsperre: es seien bereits durch das Ministerium des Auswärtigen bei der deutschen Regierung und dem schweizerischen Bundesrathe Schritte gethan worden, um die Aufhebung der Grenzsperre zu erzielen und einen freieren Viehverkehr zu ermöglichen. — Das Haus führte sodann die Generaldebatte über das Budget zu Ende und beschloß mit sehr großer Majorität, in die Specialdebatte desielben einzutreten. Die ersten 4 Capitel wurden genehmigt. Schließlich wählte das Haus einen Ausschuß von 18 Mitgliedern, der über Ersparungen im Staatshaushalt berathen soll. — Die „Wiener Abendpost" veröffentlicht ein kaiserliches Handschreiben vom 13. d. an den Ministerpräsidenten, in welchem der Kaiser der tröstenden Kundgebungen innigster Tbeilnahme und aufrichtigster Betrübniß um das Hinscheiden seines Vaters mit besonderer Rührung gedenkt und der gesammten Bevölkerung der Monarchie für die neuerlich bewiesene Treue und Anhänglichkeit an das Kaiserhaus seinen herzlichsten Dank ausspricht. Berlin, 13. März. Unter der Ueberschrift: Ein guter Schritt vorwärts in der Reichsverwaltung — bespricht die „Prov.-Corresp." das Zustan bekommen der Stellvertretungs-Vorlage, indem sie hervorhebt, daß dieselben conservativen und liberalen Parteien, welche durch ihr Zusammenwirken mit der Regierung seit Gründung des Norddeutschen Bundes alle Fortschritte des Verfaffungslebens gefördert, auch diesmal sestgeschlossen für die volle Sicherung und weitere Gestaltung der Reichsverwaltung eingetreten seien. — Die Dauer der Nach-Session des Landtags veranschlagt dasselbe Organ auf kaum weniger als 14 Tage. An anderer Stelle erwähnt daffelbe den am 11. d. durch Se. Maj. den Kaiser erfolgten Empfang des Ministers Camphausen, deffen Abschiedsgesuch bisher nicht genehmigt worden sei. Konstantinopel, 12. März. Die hiesige „Agence Havas" meldet: Das britische Geschwader im Golf von Jsmid wurde durch ein weiteres Panzerschiff verstärkt. Es wird versichert, daß die Engländer auf Tenedos (unweit der Einfahrt in die Dardanellen) ein Depot von Waffen, Munition und Lebensmitteln für ihre Truppen errichten. — Hobart Pascha soll sich morgen mit einer Flottenabtheilung nach den Küsten Theffaliens begeben; Ali Saib Pascha wird dem Vernehmen nach den Oberbefehl über das nach Thessalien entsendete Truppencorps erhalten. Paris, 13. März. Heute sand, der „Agence Havas" zufolge, anläßlich eines Vorfalls in der Kammersitzung vom 2. März ein Pistolenduell zwischen Caffagnac und dem der Linken angehörigen Deputirten Andrieux statt; es erfolgte nur ein einmaliger Kugelwechsel und blieben beide Duelletanten unversehrt. — Mehrere Zeitungen veröffentlichen ein Telegramm aus Alexandrien, welches besagt: Göschen und Joubert hätten sich geweigert, an der vom Khe- dwe vorgeschlagenen Untersuchung über die Hilfsquellen Egyptens theilzunehmen. Das Comitä der englischen Gläubiger Egyptens habe erklärt, keine Abänderungen der vom Khedive übernommenen Verpflichtungen zulaffen zu wollen, indem es der Ansicht sei, daß die Ausgabe der Untersuchungs-Commission, falls die gegenwärtigen Einnahmen unzulänglich seien, nicht in der Herabsetzung der Zinsen der Schuld bestehe, sondern vielmehr auf die Verbefferung des Steuerwesens gerichtet sein müsse, um die unverkürzte Zinszahlung zu sichern; namentlich müsse die Gleichheit der Steuern für alle Landestheile Egyptens hergesteüt werden, da gegenwärtig ein Viertel des Landes, welches im Eigenthum des Khedive stehe, gar keine Steuern zahle. Die englischen und französischen Con- fulii in Egypten hätten einen Collectivschritt gethan, um den Khedive zur Beobachtung seiner finanziellen Verpflichtungen zurückzuführen. Wien, 13. März. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Bukarest: Die Schifffahrt aus der Donau ist nur noch bei Corabia und Tschernawoda durch Torpedos gefährdet; die Schiffe werden dort von russischen Piloten geleitet. London, 12. März. Im Unterhause beantragt Ashley ein Tadelsvotum gegen den Botschafter Layard in Konstantinopel anläßlich deffen Verhaltens in der Angelegenheit des Briefwechsels zwischen Gladstone und Negroponte bezüglich Griechenlands. Es entspann sich hierüber eine längere lebhafte Debatte. Hartington forderte die Regierung auf, offen zu erklären, ob sie Layard's Handlungsweise als seiner Position entsprechend und ob sie deffen Erklärung als befriedigend ansehe, sonst muffe er den Antrag unterstützen. Schatzkanzler Northcote betont den Ernst des vom Hause verlangten Schrittes. Layard möge nicht ganz discret gewesen sein, wie er selbst zugestanden, aber er sei verpflichtet gewesen, die Regierung von dem Briefwechsel zu unterrichten, der zu der Zeit großer Aufregung in Griechenland stattfand, wo England Alles aufgeboten habe, Griechenland vom Kriege abzuhalten. Der Antrag Ashley wurde mit 206 gegen 123 Stimmen abgelehnt. London, 13. März. In Kearsley bei Bolton sind durch eine Gruben- Explosion 40 Personen um's Leben gekommen. — Die „Times" meldet aus Pera: Die Pforte beschloß, in Kürze zwei Armeecorps nach Volo zu senden, um den Aufstand in Thessalien vollständig niederzuwerfen. „Standard" meldet: Die britische Flotte siedelte am Samstag von Tusla nach dem Golf von Jsmid über. Wien, 13. März. In den vereinigten Subcommissionen der ungarischen Delegation antwortete Graf Andrassy aus eine Anfrage Szecsens in Betreff der Beschränkungen des Donaustromes: Die Türkei wollte die Donau nicht als conventionellen Strom, sondern als eigene Grenze und Vertheidigungslinie betrachten, was Oesterreich Ungarn nicht acceptiren konnte. Auf eine längere Rede Szecsens stimmte Graf Andrassy diesem darin zu, daß die Initiative zu einer Veränderung der Lage der kleinen suzeränen Staaten von Oesterreich hätte ausgehen sollen. Der Minister wies auf den Abschluß des rumänischen Vertrages und auf die in Betreff des rumänischen Fürstentitels geschehenen Schritte hin, erklärt aber, er könne seine Absichten nur bis zu einer gewissen Grenze enthüllen. Die Regierung sei von Anfang an geneigt gewesen, die Unabhängigkeit Rumäniens, aber nicht deffen Neutralität anzuerkennen. Der Minister wies darauf hin, daß die öffentliche Meinung nicht immer das Richtige treffe; auch das Volk liebe nicht die Wahrheit zu hören. Er verwies dabei auf die in der öffentlichen Meinung Englands vorgegangene Wandlung. Der Delegirte Wahrmann protestirt entschiedendst dagegen, daß in der ungarischen Delegation eine Kriegsstimmung vorherrsche. Niemand wünsche den Krieg, aber die Delegation erkläre ruhig und ernst, den Krieg anzunehmen, wenn er zur unvermeidlichen Nothwendigkeit würde. Nachdem noch andere Redner thcils in diesem Sinne gesprochen, theils betont hatten, daß sie in der Credit- votirung kein Vertrauensvotum erblicken wollten, erklärte Andraffy, daß er gegen die Formulirung des Falk'schen Antrages nichts einzuwenden habe, jedoch sich für den Antrag nicht engagiren könne, weil ihm der Beschluß der österreichischen Delegation noch unbekannt sei. Sollten beide Beschlüsse von einander abweichen, so müsse ein Mittelweg vereinbart werden. Hierauf wurde der Credit einstimmig nach dem Anträge Falks angenommen. Gießen, 13. März. Nächsten Mittwoch den 20. dss. Mts. findet in Wrnzei's L-aalbau durch einige Mitglieder des Bürgerclub eine Theateraufführung zum Besten des hiesigen Frauenvereins statt. Das Programm bietet, ähnlich oeai einer vor zwei Jahren ftattgeha">ten Aufführung drei Emacler: „Duft", „L> i n oögelchen" und „Papa hat's erlaubt" sowie einige ausgewählte Concertstücke da Herr Kapellmeister Krau sie in zuvorkommender Weise seine Theilnahme, sowie die gefällige Mitwirkung seines Orchesters wieder zuzesagt hat. Ebenso können wir nicht unerwähnt lassen, dah gleichfalls Herr Wenzel durch das freundliche lieber- lasten seiner Lokalitäten das Unternehmen zu unterstützen sich erboten hat. Ein ausführliches Programm wird nächstens in diesem Blatte das Nähere mitthetlen, und hoffen wir nur, daß durch eine wohlwollende Unterstützung von Setten der hiesigen Einwohner der gute Zweck recht gefördert, und daß die Besucher durch die Leistungen ebenso zufriedengestellt werden, als es bei einer ähnlichen Gelegenheit früher der Fall war. Vermischtes. Ein Broschüre des Landes-AuSschusses der bayr. Feuerwehren empfiehlt als Uniform dunkle Juppen oder Blousen so weit gefertigt, daß man im Winter eine Jrcke darunter ziehen kann. Als Chargenabzeichen Kragennern. Sie verwirft das Tragen von Degen, Säoeln, Faschtnenmesser rc. seitens der Kommandanten und empfiehlt das Tragen einfacher Beile. Ueberhaupt sind die Feuerwehren veranlaßt, sich von allen unnützen kostspieligen und prunkenden Ausrüstungen und Uniformen fern zu halten und auf eine der Feuerwehrsache entsprechende Einfachheit hinzuwirken. Das Tragen v n Feuerwehr-Abzeichen jeder Act, außer Dienst, ist untersagt, dagegen wird als allgemeines Feuerwehr-Abzeichen die Feuerwehr-Cocarde angesehen, welche die Worte: „Freiwillige Feuerwehr" und den Ortsnamen enthält. Die Anschaffung und Annahme der gänzlich überflüssigen, unnützen, werthoollen Fahnen ist vollständig verworfen und vor den damit zusammenhängenden, die Feuerwehrsache im höchsten Grade schädigenden Fahnenweihen zu warnen; dasür werden einfache Branddtrection Fahnen mit roiher Laterne uno Ortsnamen empfohlen. Ebenso wird von dem Abhalten von Waldfesten und ähnlichen Vergnügungen außerhalb des Orts, wozu auch benachbarte Feuerwehren eingeladen werden, auf das entschiedenste abgerathen. Bet den Feuerwehrtagen sollen nur die mit Vollmachten versehenen Abgeordneten Anspruch auf Freiquartiere haben Ueberhaupt sollen nur Deputirte nie aber ganze CorpS zu den Fcuerwehrtagen abgeschickt werden und diese nur im Dienstrock und Dienstmütze ohne wettere Personal Ausrüstung erscheinen. Das Tragen von Schärpen wird nicht gebilligt. — (Die französischen Theerkapseln.) Der „pharm. Ztg." wird aus Belgien geschrieben, daß seit Kurzem alle Zeitungen in Deutschland bis zu den kleinsten Localblättei n von Reclamen über Theercapseln von Guyot wimmelten und daß es scheine, daß sich das leichtgläubige Publikum Deutschlands neuerdings von franz. Jndustrsellen mit diesem Fabrikate thunlichst auSbeuten laste. Es war eigentlich nicht nöthig, daß dies vom Ausland her gemeldet wurde, denn man findet kaum eine Zeitung in Deutschland, in welcher nicht derartige Reclamen rc. enthalten wären. Auch Blätter hiesiger Gegend machen hiervon keine Ausnahme, und die Haupthäuser deS Vertriebes dieser und ähnlicher Artikel Elnain und Genossen geben in einem Circular selbst zu, daß „der bedeutende Absatz, welchen die Kapsel Picis gelat. de Guyot in ganz Deutschland finden, fast ausschließlich auf die größeren, in geschickter Weise abgefaßten Insertionen begründen. Ohne dieselben würde nicht der zehnte Theil des Absatzes stattfinden." Die Blätter mögen auch wohl bei diesem Geschäft ihre Rechnung finden, da es vorgekommen ist, daß sie anderen, diesen Handel beleuchtenden Correspondenzen eine Aufnahme nicht zu- gestanden haben (?!)—Abgesehen von dem medicintschen Werth oder Unwerth des Theers und des Theerwassers, welche schon seit langer Zeit in Deutschland äußerlich und innerlich in geeigneten Fällen Anwendung gefunden und auch in der „Pharmacopaea Germanica“ als Arzneimittel aufgenommen sind, möchte ich doch bemerken, daß der Werth des in 60 Kapseln enthaltenen Theers nur wenige Pfennige ist, wofür sich der Pariser Speculant ip.cl. der Emballage und der dreifarbigen Unterschrift 200 bezahlen läßt, mithin wenigstens das 8- bis 10fache seiner Auslage und des reellen WertheS. ES ist wohl demnach klar genug, daß er nicht aus Humanitätsgründen so sehr für das Wohl der Patienten, als dafür besorgt ist, so bald als möglich — wie Hoff, Jacobi und Andere — mit gefülltem Säckel vom Schauplatz abzutreten. Allerdings erscheint der Theer das geeignetste Mittel, viele Mark in Deutschland festzukleben, um sie in Paris niederfallen zu lasten; nur ist zu bedauern, daß auch vielfach deutsche Apotheker ihren guten Ruf und ihre Officinen dazu mißbrauchen lassen, der Reclame des Pariser Collegen als Begleiter und dem Fabrikat als Depositäre zu dienen. Ich will Dem noch hinzufügen, daß der ungeeignete Gebrauch des Theers auch der Gesundheit schädliche und ernstlich unangenehme Nachwirkungen hervorbringen kann, wie Friese!, Magen- und Nierenleiden rc. DaS Hamburger Medicinal-Kollegium hat sich deßhalb veranlaßt gesehen, vor dem Gebrauch der Theerkapseln ohne Zuziehung eines Arztes zu warnen, und hat das deutsche Gesundheitsamt durch Abdruck dikser Warnung in seinem Organ derselben ganz besonderen Nachdruck verliehen. — Wer übrigens dem ohnerachtet das Be- dürsniß nach Theerkapseln in sich fühlt oder wem sie ärztlich verordnet werden, dem will ich bemerke», daß auch deutsche Theerkapseln zu haben sind, die den französischen an Werth im Geringsten nicht nachstehen, jedoch für weniger alS die Hälfte deS Preises verkauft werden. Darmstadt, im Februar 1878. E. Scriba. Kassel, 7. März. Der hiesige kaufmännische Verein beschloß, sich wegen Einrichtung und Führung eines schwarzen Buches an die Handelskammer als die zur Wahrung der Interessen des Handelsstandes berufene Köroerschaft zu wenden. In dasselbe wären vorläufig zu verzeichnen: 1) Schuldner, welche den ManifeftationS-Eid 2) SchllldA Ä'äS- rÄ-rS' gVfeÄ A - Mkeit det E >anbenen M ^hienCho VibTtn M D b06 tag fein M zu, ?^limVtres. etw -iivaö vielSSiW ^sitzerl ffiornn SnLnbaimtTte° ti bTiu M «Sse® y&ss e ne ^rQiun don ben Ang« Sunt. m i8 A hoä L-k- |U au !3, b-nS-fr-taren fpr xMrrt osr Schrecken den i. sidec.t war in einer derartig« cma. Später fatn ein Terich _ .Die russischen Journale imerbörien Borsall zu drmp JlUistrirte ausgegeden oom t- Ubeifin vl'.dsiand im Harz von S Wolfsjagd in Lothringen. Keitzeöotme 1558) Vukans eines Hc tungk bei der Actien-Brauerc Lamenhav von Karl Je Gar tfeld, alle ©orten Sa« Aaare. idchk Vorhänge i F»aa io dv 1 do 72) 1 R d7 Ot»-4 ,‘te s°!ch'h°«m s-»ih« 9eM«n, diitz«, leinen. Der $]j, t'?’8 Rchige Ä? * *» dch in bet ,emanb Dünsche den I ^nehmen, n)enn !°? andere Mner } su in der Credit- ’* daß er gegen 1 dabe, jedoch sich ! der österreichischen von einander absurde der Kredit ■ ftnbtt In Wrnzä's ^naufflihrung znm m bietet, ähnlich vein "Dust", „Lin.i- Mahlte Concertsiilcke ie Theilnahme, sowie Ebenso feinen nur atz freundliche Heben boten hat. Ein auS- ihere mitthetlen, mib n Seiten der hiesigen r durch die Leistungen eit fm;er der Fall war. ■in tmpfitflt alä Uni: m Winter eine 3i(t: verwirft da^ Tragen en und empfiehlt brö alatzt, sich von allen itn fern zu halten und en. Das Tragen v.n ieaen mirö als allae- elche die Worte: „Freiung'und Ännahwe der via verworfen und vor tn Grade ichadigenden on Fahnen mit roiher -allen von Walbfesten nachdarteFeuerwchm Feuerwehrtagen sollen uf Freiquartiere haben, uerwehrlagen abgeschickt [e Personal-Ausrüstuns , m(rb aus BelM 6^ .nfieinstenLocalblatlern mst es cheine, daS « Ää* fcS’Ä 2 bet b-dE °N?""Ä “b w» ib austerlt« u Ger- irt en io ieb Jacobi »ÄS .«.'ÄS SÄ' Sv 1 oönet*!,n de-n ibi bU ©Jlfte t- Der KLirehenVorstand. 9 Jllustrattonen. — DaS 50jährige Parforcejagd-Jubiläum deS Prinzen Carl von Preußen. — Illustrationen: Humoreske vom Maler L. Beckmann. — Zwei FuchSpor- tratts vom Maler Weinberger. Verlag von Schmidt & Günther in Leipzig. 3 X halbjährlich. Als Anbang dazu erscheint: m Bibliothek für Jäger und Iagdfreunde. Von erfahrenen Fachmänner herausgegeben. 3. Lieferung: R- von Dombrowski, Das Streifen auf Niederwild. — 4 Lieferung: Friedr. Freiherr von Droste-Hülsdoff, Geschichte der Fasanerien in der Mark Brandenburg. Jährlich 12 Hefte, 6 X pro anno. Alle Buchhandlungen und Postanstaltkn nehmen Bestellungen an. ____________ Handel und Verkehr. Limburg, 13. März. (Fruchtbericht.) Rother Weizen X 19.65, Korn X 13.60, Gerste X 12.70, Hafer X 7.40. (Durchschnitts-Preis pro Malter.) Frankfurt, 13. März. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Ctr. X 2.50—3 50, Stroh per Ctr. 2-2.40. Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 1.5—10 H, 2. Oual. 95 im Detail 1. Oual. 1.20-25, 2. Qual. X 1.10-15. Eier, das Hund. -^L ^-6.50 Kartoffeln ^ 6.50—7 per 100 Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfo. 70-75^, Kuh-». Rindfleisch 55 bis 64^, Kalbfleisch 60—75^, Hammelfleisch 54—68 Schweinefleisch 70-75 Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 26—34 x, ganze Erbsen 22-26 X, Bohnen 25-28 ^L, Linsen 28—36 X Buchenscheitholz per Quadrat-Meter X 10.50—12.55, £annenfd)eth holz X 6.80—8.50. Tannäpf l per H-ct. 50 sein- Gießen, 11. März 1878. Am 17. März, Sonntags um 9‘/2 Uhr, wird hier in der Hospitalkirche altkathottscher Gottesdienst aelefftet haben; 3) Schuldner, bet denen Pfändung fruchtlos blieb: a) wegen gänz- ; lichen Mangels an Pfand-Objecien, b) weil sie ihre Habe an einen Dritten verkauft; c) weil der Hauswtrth wegen rückständiger Mtethe retintrt. 1 - (Russisches ) In dem großen Nihil stenprozeß spielte sich eine Scene ab, deren Schouplotz der Petersburger Geitchtsfaal war, welche dem »N. Wiener Tagbl. ®'e ^Einer^d^HauMngeklagten, Mischkin, beklagte sich in seiner Verthetdungsrede Der die unbarmherzigen und grausamen Mißhandlungen und Foltern, die er wahrend c-iner »weiiäbrtaen Untersuchungshaft erdulden mußte. Als er constattrte, daß von den 180 Gefangenen während der Untersuchung 43 etneS natürlichen Todes und zwölf in ^olae von Selbstmord starben, daß außerdem drei Selbstmordversuche vorkamen !!nh 28^ Vertonen wahnsinnig wurden, entzieht ihm der Vorsitzende das Wort. Es entrinnt sich nun zwischen diesem und dem Angeklagten eine kontroverse! Mischkm: „Etz M dies noch nicht Alles und wenn sie erlauben, so werde ich beendigen. Vorsitzender: Nein das kann ich nicht erlauben!- - Mischkin: „Nun, dann bleibt mir nach all' den Unterbrechungen, deren mich der Herr Gerichtspräsident gewürdigt, nur Eines und wobl zum letzten Male zu erklären. Jetzt habe ich mich vollkommen von der Richtigst der Ansicht mdner Genossen überzeugt, die schon zu Anfang jede Erklärung dem Gerichte ge.enüber verweigert haben; jener Ansicht nämlich, daß ungeachtet der vor- ^ndenen Oefftntltchkett der Verhandlungen, man uns doch nicht die Möglichkeit gewähren wird, den wahren Charakter des Processes aufzudecken. Jetzt habe ch ein volles Reckt -u sagen, daß das kein Gericht, sondern eine nichtswürdige Komodie ist. Nein! Etwas viel Schlimmeres, etwas noch Verwerflich.res, Scheußlicheres . . . . . Bet diesen Morten sprang der Vorsitzerde auf und ertbetlte den Auftrag, den Angeklagten fortzu- Mren Ein Gendarmerie Officter stürzte sich auf Mischkin, indessen zwei der Mitaw geklagten demselben zu Hülse kamen, und es entstand nun ein Handgemenge, wobei sich der Gendarmerie Osficter gegen die Drei wehrte und dabei Mischkin den Mund mzuhalten versuchte. Das gelang ihm jedoch nicht, und Mischkin fuhr ^n^er lauter fort- „Schändlicher als im Dirnenhaus, weil dort nur aus Roth geschachert wird, hier aber Senatoren aus Niedrigkeit, aus Bedientcnhaftigktt, Titel und reicher Ge- üalter halber Menschenleben verkaufen, Wahrheit und Gerechtigkeit verschachernd Hier gelang es endlich, dem Anklagten einen Knebel in den Mund zu drücken, um ihn sammt d n Uebrigen aus dem Saale zu schleppen. Diese Scenen riefen einen furchtbaren Tumult im Saale hervor, die letzten Worte Mischkm's wurden von dem Lärm übertönt $tntne Frauen von den Angeklagten und aus dem dub^^um sielen in Ohnmacht und Krämpfe. Das Stöhnen der Angeklagten, das hysterische Gekrcische, Rufe, „Barbaren^ Henker, Fluch Euch!" mischten sich zu einem Hollenspekiakel. — Die Aufstchts- beamten suchten vergebens Ordnung zu sch«ffen und das Publikum aus dem Saale zu weisen. Dieses machte aber keineswegs Miene, den Befehlen der Behörden nachzu- kommen. Als endlich ein wirres Durcheinander der Verthetdiger, Beamten, des Publt kums und der Gendarmen entstand, erschien eine Abtheilung Schutzleute, und erst dieser aelana es, das Lokal zu säubern. Der Gerichtspräsident sammt Richtern, dem Staatsanwalt, den Sekretären sprangen von ihren Sitzen auf und beobachteten verwirrt und erstarrt vor Schrecken den sich vor ihren Augen adspielenden heillosen tocanbal. Der Präsident war in einer derartigen Aufregung, daß er, ohne die ^l^ng zu schließen, davon- aina Später kam ein Gerichtsnuntius und schloß Namens des Präsidenten die Sitzung. —"^Die^russischen Journale wurden auf ^privatem Wege" ersucht, nichts über diesen unerhörten Vorfall zu brrngen!"__„ Literarisches. ^Uuftrirtc Jagdzeitung. Organ für Jagd, Fischerei und Naturkunde. Herausgegeben vom k. Oberförster H. Nitzsche. ^. Jahrgang. Nr. 11 enthalt. Der^Roth- wildstand tm Harz von Kühnemund. — Zünden der Gewehre von C. Brandt. Wolfsjagd in Lothringen. — Geschosse und Ladungen von vr Pechuel-Lo che^mst^ Eingesandt. Die zur Sprache gebrachte Einführung des Tabaksmonopols berührt nicht allein die Jntereffen von Tabaksfabrikanten, Händlern und Arbeitern sondern diejenigen aller Geschäftsleute und Hausbesitzer hiesiger Stadt und Umgebung. Die energischsten Anstrengungen sind erforderlich um jenem unheildrohenden Project entgegen zu treten; das ist aber zunächst Aufgabe des Stadtvorstandes und der Handelskammer als Vertreter der Einwohner und deren Jntereffen. Herr Commerzienrath Gail, der sowohl in Frankfurt a. M. als auch in Berlin als Privatbetheiligter mitgewirkt hat, darf wohl erwarten, daß eine Aufforderung, wie die Ergangene, persönlich an ihn gestellt wird. Schirfgberleht. Mitgetheilt von bem Agenten des Norddeutschen Lloyd ^N?wy^ork,^0. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Oder, Capt C- Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 24 Februar von Bremen und am 26. Februar von Southampton abgegangen war, ist heute 7 Uhr Moroens wohlbehalten bier anaekommen 11. Rmtr. H Si pr. Kiste 5 Kilo, ca. 400 Stück Mk. 5.— Nortorf i. Holstein. 1406 do. do. do. AeUgeöotcnes. 1558) Verkauf eines Haufens Pferde- dünge^ bei der . Actien-Braueret zu Gnßm. 1350) Von mehreren Seiten aufgefordert, beabsichtigt die Unterzeichiwte von Ostern an, im Anschluß an den Kindergarten, einen Privatunterricht in den Elementarfächern einzurichten, für Kinder, welche das schulpflichtige Alter erreicht und die nöthige Reise erlangt haben. Der Unterricht wird von einem hier angestellten bewährten Lehrer ertheilt. Das Nähere sagt ein Prospectus, welcher bei der ergebenst Unter* HL Fritsch. 1534) Die vielverlangten Pferdeieppiche ä 4 Mark, sind wieder eingetroffen bei ____H. Grünebaum. 1412) 130,000 Stück gut gebrannte Nussensteine sind zu verkaufen; Preis a 1000 St. 18 J. Blitz. Zum Besten des unter dem Protectorat Seiner Königs. Hoheit des Großherzogs Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein stehenden patriotischen Unternehmens des Ausbaues der Katharinen-Kirche pt Oppenheim, welches sowohl aus Mitteln des Großherzoglhums Hessen als auch ves deutschen Reiches unterstützt werden soll, wird mit Genehmigung des Großherzoglich Hessischen Ministeriums einje Lotterie ohne Nieten von Kunstwerken veranstaltet. Jedes Loos gewinnt. Zu obiger Verloosung sind Loose ü M. 3 ju haben in der Expedition des Gießener Anzeigers, Schulstraße 18. | pr. Kisto 5 Kilo, ca. ;">0 Stück Mk. 3.— Brennholz Buchenscheitholz per Raummeter .M Tannenholz per Ctr. M. 1,20, bet Abnahme von 1 Raummeter oder 8 Ctr. frei an's Haus, empfiehlt 72) Andreas Euler. 1199) Den geehrten Damen empfehle ich mich in allen vorkommenden Haararbeiten zu den billigsten Preisen. „vwv/vvv |Wö. Veit. Iteuter, Trileur, Kaplansgafse.!zeichneten zu erhalten ist. JA. 12, „ 13, kleingeschnitten, per kleingemacht, „ per Ctr. Jt. 1,50, Das Adressbuch für Giessen ist erschienen und sind Exemplare in der Expedition des Giessener Anzeigers, sowie in meiner Vi ohnung, Gartenstrasse 165, ä 3 JA. zu haben. A. Scheyda. Asiatische und Griech. Weine in 11 Sorten empfiehlt als gänzlich rein und ächt, die Orig.-Flasche ä 3/t Liter 1,50—2 X 918) das Allein-Depot von Dr. Hempel, Hirschapotheke, in (j-iessen. 1056) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mit dem ersten April im Hause des Herrn Stadtverordneten Chr. Schopbach, Neuen-Bäuen B. Nr. 80 im zweiten Stock, unter der Leitung meiner Schwester, Frau Johannette Köhler, ein Put&yeschäft eröffne und bitte das derselben früher geschenkte Vertrauen auf mich überzutragen. Gleichzeitig verbinde ich einen Verkauf über die Straße in allen zum Putzgefchäft gehörenden Artikeln. Strohhüte zum Waschen und Färben werden von heute angenommen. Louise Roth. 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Heripge, marin. Aa>, Caviar, fi Bwriie SeefiMCiie, j| — versendet durch die Post franco i j ,5; gegen Nachnahme. besondere Aekanntmachungen Main-Wcser-Bahn. Es soll die Anlieferung von 3000 cbm FlußkieS in das Depot an der Badenbur^ bet Kilometerstein 128,8—129,0 der Gemar kung Wismar in öffentlicher Submission verdungen werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submtision auf Kieslieferung" bis zum Submissionstermin am Mittwoch den 20 März d. I., Vormittags 10 Uhr bei der unterzeichneten Betriebs-Jnspection zu Frankfurt a. M. einzureichen. Die Bedingungen können bei dem Bahn meister Herrn Gerhard zu Gießen eingesehen und ebendaielbst Submissions- Formulare in Empfang genommen werden. Frankfurt a. M den 9. März 1878. Königliche Betriebs Jnspection der Main-Weser-Bahn. Heyl. (1487 Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 18. März 1878, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem District Hochwarte nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz. Scheith. Prügelst. Stockst. Reisst. Raummeter Wellen. Buchen 410 162 220 4400 Eichen 12 10 9 — Die Zusammenkunft ist aus der Grünberger Straße an den sog. Alten- tischwiesen. Gießen, am 12. März 1878. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 1528)A. Bramm. Oberhessische Eisenbahnen. 1560) Zum Gütertarif für den Verkehr zwischen Stationen der Frankfurt-Bebraer und Oberhessischkn Babn einer- und Sta tionen der Bayerischen Stoatsbahn andererseits vom 1. November4877 ist der I. Nachtrag zur Eti führung gekommen. Derselbe ist zum Preise von 5 H bei den Verbandsexpedition'n zu b-kommen. Gießen, den 11 Marz 1878. Großherzoglicbe Direktion. Mohn. Bekanntmachung. 1488) Im Laufe dieses Frühjahrs können aus den Pflavzgärten in der Försterei Winnerod circa 20000 Stück 3—4jährige Fichtenpflanzen käuflich abgegeben werden. Näheres hierüber ist bei Unterzeichnetem zu erfahren. Winnerod, am 9. März 1878. Sänger, Förster. Verkauf Hostversteigerung. Donnerstag den 21. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewald, District Schlieberg: 260 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 2 „ Eichen-Scheitholz, 60 „ Buchen-Prügelholz, 98 „ Buchen-Stockholz, 3500 Wellen Buchen Reisholz, 6 Stämme Elchen Werkholz, 8 „ Buchen-Werkholz versteigert werden. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im District selbst. Großen-Buseck, am 14. März 1878. Grvßh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. 1553)______Wagner.__________ Versteigerung. Dienstag den 19. März I. I., Vornntlagö 10 Uhr anfangend, sollen in der Mittelburg dahier die durch Abbruch des Brennerei-Gebäudes sich ergeben habende Baumaterialien, als: von Fichtenpflänzlingen in der Oberförstern Krofdorf. Es sind ungefähr 80,000 gesunde Fichten- pflänzltnge ir den Pflanz arten der Königlichen Oberförsterei Krofdorf zum V-rkaufi vorhanden. Kaufliebhaber wollen sicb an die Königlichen Förster Stumm zu Salz böden, Müller zu WoldhäuSchen, S ch mitz zu Krofdorf und Melsheimer zu Stop prlberg bei Wetzlar wenden Krofdorf, den 12. März 1878. Der König! Oberförster Müller. (1548 Versteigerungen. Holzversteigernug in der Fstl- Obersörsterei Hohensolms- Donnerstag den 21. d. Mts., Morgens 10 Uhr anfangend, soll in dcm District „Lappenberg" zunächst Hohensolms, nachstehendes Gehölz versteigert werden: 50 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 59 „ Buchen-Prügelholz, 123 „ Buchen- u. Tannen-Stock- hvlz, 2280 Wellen bergt Reisholz, 7 Eichen-Stämme mit 2,26 Festm., 15 Fichten- „ „ 5 07 158 „ Stangen zu Sparren und Leiterbäumen geeignet. Hohensolms, am 13. März 1878. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. 1552) Dörmer, Revierförster. Versteigerung. Montag den 18. März, Morgens 10 Uhr, soll aus dem Büieau der untei zeichneten District« - Einnebmerei verschiedene con siscirte Decimalwaagen rc. an die Meist bietenden gegen Baarzahlung versteigert werden Großherzogliche Diftricttz-Einnehmerei Gießen II. S cr ib a. (1546 150 Cubikmeter Mauersteine, eine große Quantität Sandsteine (zu Säulen, Postamenten u. Ecksteinen geeignet), Sandsteinplatten (wobei mehrere sehr große), circa 50,000 Back- u. Kaminsteine, „ 6,000 Speicherbelegplättchen, eine große Quantuät Bauholz, be stehend in einigen sehr schweren Durchzügen, Balken, Pfosten, Riegeln und Sparren, größtentheils von gesundem Eichen-Holz, mehrere Hundert Stück Latten und sonstige sehr brauchbare Gegenstände, meistbietend versteigert werden. Bellersheim, am 13. März 1878. Großh. Bürgermeisterei Bellersheim. 1554) Bopp. Hosivorsteigerung. Montag den 18. und Dienstag den 19. März, sollen im hiesigen Gemeindewald nach- veizeichnetes Holz versteigert werden: Montag den 18. März, Morgens 10 Uhr, im District Köhllach: 400 Fichtenstämme von 12 — 40 cm Durchmesser und 15 — 20 m Länge, 400 Fichtenstangen von 9—12 cm Durchmesser und 9 — 18 m Länge. Dienstag den 19. März, im District Hermholzweg: 290 Rmtr. Buchen Scheitholz, 200 „ „ Prügelholz, 300 „ „ Stockholz, 311 „ „ Reiser, 80 „ Eichen Prügelholz, 150 „ Eichen- n. Kiefern-Reiser. Langsdorf, den 11. März 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Langsdorf. 1518) - Köhler. Eingemachte Erföchte, aus der Fabrik der Herren Joh. PH. Wagner St Co. in Mainz und des Herrn Dr. W. Rägeli in München, empfiehlt 1464) Emil Fischbach. 1556) Um mein Lager in Luxuswaaren einzuschränkcn, verkaufe ich solche von heute gegen baar mit 20% w.bott.____Willi. Balser. Beste feuerfeste u. diebs- stcbere Kass a- SchräuKe, Die, laut Urtheil der Höchsten Provinzialbehörde und vieler Privaten, welche von mir bezogen, über alles Erwarten günstigen billigsten Heizesfect ervelcnben Miisgrave’s Patent-Sparöfeiu Electrische u. 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Noll, Gärtner, Licher Chaussee. 1557) Zwei Fnmiuenlog's zu vermiethen. ______________________Seltersweg C- 63. 1555; Eine Fomilienwohnung aus vier Zimmern nebst allem Zubehör ist auf den 1. April d. I. zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bltis.________________________ 1480) Ein schönes Logis und ein großes unmöblirtes Zimmer zu vermiethen- ____________Joh. Bccker V., Gartfelo. 1085) Em FumstientogiS aus 4 Zimmern bestehend ist ^zu vermiethen, ____________________Schloßgasse A. 258. 721) Die Parterre-Wohnung in meinem Hause ist zu vermiethen und am 1. Mai zu bezikhen. _________S. Katzenstein, Seite-sberg. 1438) Ein großes Familienlogis und ein einzelnes Zimmer zu ve'miethen bei _____________________Herrn. Euler. 1504) Eine Famtlirnwohnung ist zu oer- mietheu und ben 1. Juni zu beziehen bei _______________ H. Möser I 1511) Der erste und zweite Stock meines Hauses am Neuenweg (fi ühere Dr. ft l e t n'fche Besitzung) ist anderweit zu vermieihen. __H Keck 1523) Der mittlere Stock meines Hau ses ist anderweitig zu vermiethen. __________________Emi l Fischbach. 1513) Ein mödlirtes Zimmer zu vermiethen. W. Wein Hardt, verlängerte R'ichensandslroße E. 91 3/iq_________________ 1541) Ein freundlich mödlirtes Zimmer zu v-rmietben. Walliborstraße No. 137. Ein Familienlogis von 5 Zimmern mit Zubehör und abgeschloffenem Cori- ridor zu vermiethen und sosort zn be- ziehen. i1211) H. Schnell, Brand gaffe. 849) Eine Mai saroenwohnung von sechs Zimmern per 2. Mai zu vermietben ____________________Reichensond C- 224. 1004) Durch Ableben der Frau Douglas ist die obere Wohnuna meines HauseS zu vermiethen und sogleich beziehbar _ M R o s^n t Hal, Untversitälsstraße. Vermischte Anzeigen. 1559) Eir em braven kräftigen Burschen von 17—18 Jahren kann eine gute Stelle nach gewiesen werden bei der Expedition b- Dl'is_____________________________________ 1550) Mehrere tüchtige Arbeiter sucht H. Mulch, Schneider, Schloßaaffe. 1375) Unterzeichneter empfiehlt sich im Brunucngraben, sowie irr BrunnenauS räumen Annahme von Maurerarbeiten jeder Art <*g. Kuhl, wohnhaft bei Herrn Schneider, Wiesecker Weg. Bestellungen können bei Schuhmacher Walther, Wetzsteinsg., abgegeben werden. 1547) Ein Familienlogis, sowie eil dazu gehöriger trockn-r Lagerraum wird- zu mtethen gesucht- Näheres bei der Exped- d. Bttts.__________________ flcorg flnörefls. Samenhandlung. Frankfurt a.M.Rebfl. 5. (früher im steinernen Haus, Markt 44) bringt sein Lager in Gemüse-, Blumen, Feld , GraS , Klee und Wald-Samen, PferdezahnmaiS, Kartoffeln zur Saat rc. 'N empfehlende (SrinntiunQ. Dcutsck)- u. Luzerner Kleesamen, auf der Kleeseide- Ciedmaschine gereinigt, werden unterGaraniie von scidefrei geliefert. Proben und Preis- listen oratis u- franco. [H. 6757.) (118» 362) Das Flechten von Stroh- und Rohrstühlen, Anferttgen aller Gattungen in Stühlen von den gewöhnlichsten bis zu feinsten wird prompt und reell ausgeführt von Philipp Henkel, Stuhlmacher in dem Hanse des Herrn Julius Strack am Wallthor. Oswald s Garten. Auur Erstenmale in Gießen. Höhnte’* weltberühmtes mechanisches Auto- maten-Cabinet ist täglich von Nachmittags 4 Uhr bis Abends 10 Uhr geöffnet. Nur noch kurze Zeit zu sehen. Achtungsvoll 1549) ____F^Böhme. 9 Strohhüte werden gewaschen und feyonmrt bei ______I. Weitzenkor«, Kreuz. 1505) Ein braves Dienstmädchen, auf den 25. März ober auf Ostern, gesucht. Wo? sogt die Exped. d. Bltis._________, Z Theater. Freitag den 13- März: Die -ffrilmnnus. Komische Operette von Strauß Geld-CourS. 20 Francs-Stücke . • • do. in Vi - Englische Souvereigns Russische Imperiales . - Holländische fl. 10-Siücke Ducaten Dollars in Gold . . . Rm. P' 16 20—24 16 20—24 20 32—37 16 67—72 16 65 9 50—55 4 17-20 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Berlin «Zur al! Oickiih «CeJOlM , ’ j d-ß'Ib-n ft in e ßonflifp der ge|flnimtc Berathuig resp. handel demlige zordet»'.ge i n Pii'f'e des vertrag' tn 6nt|N«i,8 t(r ®il Mniviittag mtdnMich Mn ben biejm Umftänben 'st ein chiiskhen. Da Rußlan laflen, Lord Derby ab fein, den Longreß zu b tue oolliegendeu Kagen ossrnbar wieder trübe Handlung erst aus dem tritt gelten eimößb wenn die Hoffnung au dem Anselnanderplotzeu befürchten ist? Der i eine der flanken 9 Äeth'ii'glittß fern zu h, Ändrasty erklärt, er ir, die d rin ßstgesetzte Au fetzung'Bulgarlens, nid)’ Credii in den Stand s< zu treffen, so mad)t d den Eindruck, ruht gel Trohdem hat ftd zwischen Rußland und land an den wefentlich sestzuhalten entschlossen des nordischm Kaiserrei nur die Alternative übr gluch mit Waffengervali M ttx türkischen Erbse für immer vernicht fljn ist zu absurd, als "er das von Rußland von den übrigen Mach 7 als die Lös «' «M, |el6H in di ©arontit i« ©utipen bet r t-’ 8«|i)»itt he neu k 1 Österreich bei k den beiden & De *id einc»lrltt, Qli 1 * s; •»»!. «■•in,