Mittwoch, den 14. August 1879. Nr. 187 Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-, Gießen, am 10. August 1878. Dr. Boekmann. stattfinden sollen. 0 nie MStelle aß im auch die Erzich i- Oefäfl. Offerten A. an die ExK Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Gießen, am 9. August 1878. Betreffend: Die Schulpflicht der Kinder von im Großherzogthum wohnenden Angehörigen anderer deutschen Staaten. Dr. Boekmann. Redaetionsbnreanr Gartenstraße B. 165. tpxpedition-dnreaur Schulstraße B. 18. Laden yjf; wenn ? 3 bis 4 Stadt, auf Esucht. Reflec- nebst $r'(8; ! Wett mit 11 Wed. d. Bi. Betreffend: Die Wahlen zum XXIII. Landtag. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Gießen, Holzheim, Albach, Allendorf a. d. Lumda, Allertshausen, Beltershain, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Keffelbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen, Dueckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Saasen, Stangenrod, Steinbach, Stockhausen, Treis a. d. Lumda und Weickartshain. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 6. d. Mts. in Nr. 182 des Gießener Anzeigers theilen wir Ihnen mit, daß nach Verfügung Großherzoglichen Gesammt-Mintstertums vom 7. d. Mts. die Wahlen der Wahlmänner nicht am 27. d. Mts-, sondern Dirrstag den 10. September d. I Gießen, den 10. August 1878. Betreffend: Die Quartierletstung für die bewaffnete Macht. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürqermeistereien. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit Einsendung der Liquidationen über verabreichte Fourage und gestellten Vorspann, sowie mit Vorlage der Quartier-Bescheinigungen pro I. Semester d. I. im Rückstands sind, werden erinnert, die betreffenden Actenstücke bis längstens zum 30. d. Mts., bei Metdung der Nichtberücksichtigung, hierher vorzulegen. Hichener iKmeißcr Anzeige - null Amtsblatt fit den Kreis Gießen. % s T»l eo Publikum Annoncen in 5 empfohlen. Annoncen be- , 'wie auch skunft bereit- «retz btf ÄsM gtüiu ' '•«* di- sm. Hy •sei, 141,8 er Cassenschrack Offerten bei her ing ifabrif unter fehl gesucht. W fdfine intn MMmbei el, Mäusburg. anger finden Be- ihr. Haubach, 1J- rruach, Löwen- tchenfiau, 11 Ms I»® letz. ____ jt di! trauilge Schwester fies, fen ist- bliebe"'" fiOW v ist- Die Großherzogltche Kreis-Schul-Commiffion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Mit Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 7 vom 10. Juli 1876 und Nr. 1 vom 2. Februar 1878 benachrichtigen wir Sie, daß weiter mit den Regierungen des Königreichs Württemberg und des Großherzogthums Sachsen-Weimar die gleiche Vereinbarung in rubricirtem Betreff, wie mit der Königlich Preußischen Staatsregierung, getroffen worden ist. Sie wollen dies zum Amtsblatt vom 2. Februar l. I. nachtragen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Die Amtstage des unterzeichneten Gerichts werden wie seither an jedem Dienstag und Mittwoch, Vormittags von 8 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, abgehalten und zwar Dienstag für die Orte: Langd, Nodheim, Steinheim, Inheiden, Treis-Horloff, Utphe, Villingen, Nonnenroth und Röthges; und Mittwoch für die Orte: Obbornhofen, Bellersheim, Bettenhausen, Langsdorf, Wohnbach, Berstadt, Wölfersheim und Hungen. Der Donnerstag ist zu den besagten Stunden für die freiwillige Gerichtsbarkeit bestimmt, und zwar für fämmtliche Orte des Bezirks. Außer dieser Zeit ist freiwilliges persönliches Erscheinen bei Gericht, — bei den Richtern und bei dem Actuariate — nur in besonders dringenden Angelegenheiten gestattet. Hungen, am 6. August 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellarius. . politisch ? Nach den Wahlen. Die Ergebnisse der verflossenen Reichstagswahlen sind im Allgemeinen erfreulicher Art. Die Soctaldemokraten haben, Dank der zahlreichen Betheiligung der reichsfreundlichen Elemente, die Hälfte ihrer Sitze im Reichstage verloren. Aber nichts wäre verhängnißvoller, als wenn die Freunde der Ordnung nun denken wollten: Wir haben unsere Schuldigkeit gethan, das Weitere sei unseren erwählten Vertretern überlassen, sie mögen zusehen, wie der böse Schaden zu betten sei. Auf den Wahlsieg dürfen wir nicht allzu stolz sein. Die social- demokratische „Berliner Freie Presse" sagt: ... In den 18 Monaten, die seit der letzten Reichstagswahl verflossen sind, hat unsere Partei, unser Anhang in der Berliner Bevölkerung um 25,000 Mann im Alter von über 25 Jahren und um mindestens ebensoviel Personen im Alter von unter 25 Jahren zuge- uommen." Wenn diese Rechnung auch etwas übertrieben sein mag, so hat doch die Wahl wiederum unzweifelhaft ergeben, daß die socialdemokratische Bewegung nicht im Abnehmen, sondern an vielen Orten in der Zunahme begriffen ist. Die starken Minoritäten sind wahrhaft erschreckend. Wenn nach der allgemeinen Verurtheilung der Socialdemokratie von Seiten der öffentlichen Meinung, nach den entschiedenen Maßregeln der Behörden, der Arbeitgeber und vieler Corporatülnen, nichts weniger als eine rückläufige Bewegung zu verzeichnen ist — so wäre es thöricht, über den Wahlsieg zu triumphiren. Nein, in dem Kampf gegen die Umsturzpartei muß mit allen erlaubten Mitteln jetzt erst recht eingetreten werden. Gesetzliche Maßregeln reichen allein nicht aus. Die Presse darf nicht müde werden, wieder und wieder auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen und die Lässigen an ihre Pflicht zu erinnern. Die Arbeitgeber müssen mit allem Eifer darauf bedacht sein, die berechtigten Forderungen der Arbeiter baldmöglichst zu erfüllen, um der Unzufriedenheit den Boden zu entziehen. Die staatliche Gesetzgebung muß nicht nur der wüsten er T h e i l. Agitation der Volksverführer einen Riegel vorschieben, sondern auch mit weiser Fürsorge die Interessen der arbeitenden Bevölkerung vertreten und sie gegen Ausbeutung nach Kräften schützen. Vor allen Dingen vergesse man aber nicht, daß die Ausbreitung der Socialdemokratie weniger eine Folge der wirthschaftlichen Misere ist, vielmehr ihre tiefsten Wurzeln in der religiös sittlichen Verwilderung großer Volkskreise hat. Wenn hier kein Wandel eintritt, so werden alle andere Maßnahmen geringen Erfolg haben. Alle erhaltenden Elemente müssen mit allem Ernste die Förderung des religiös-sittlichen Lebens tn's Auge fassen. Der religiöse Jndifferentismus unter unseren Gebildeten muß aufhören. Die liberale Presse muß den kirchlichen und religiösen Bestrebungen mit größerem Wohlwollen begegnen und auch abweichende Ansichten auf kirchlichem Gebiete vertragen lernen. Das fortnährende Schimpfen auf „Orthodoxie und Muckerthum" bringt, wie die Erfahrung lehrt, böse Früchte. Zucht und Sitte muß in Schule und Haus mehr gehegt und gepflegt werden. Die Heranwachsende Jugend muß nicht nur eine einseitig intellectuelle Bildung empfangen, sondern es muß mehr Gewicht auf die erziehliche Seite gelegt werden. Dazu gehört ernste, nachhaltige Arbeit auf dem Gebiete der Kirche und Schule, welche in Eintracht und selbstloser Hingabe Hand in Hand gehen müssen. Wenn Jeder in seinem Lebenskreise diese große Aufgabe unserer Zett nicht aus dem Auge verliert und ihr ernste Aufmerksamkeit zuwendet, so kann — wenn auch nicht in der Frist weniger Jahre — mit Sicherheit das Ziel erreicht und unser Vaterland aus großer Gefahr errettet werden. Deutschland. Berlin, 10. August. Nach der Zusammenstellung eines hiesigen Blattes befinden sich unter den bisher definitiv gewählten 332 Reichstagsabgeordneten: 91 Ritterguts- und Gutsbesitzer, 23 Rechtsanwälte und Advocaten, 19 katho- lische Geistliche und Priester (es ist kein ein einziger eoang. Geistlicher gewählt). 2 acttve Staatsminister (Friedenthal und Falk), 5 Minister a. D. (v. Bonin, Delbrück, Windthorst, v. Bernuth, v- Varnbüler), 2 Ober-Präsidenten (v- Ja- gow und v. Putikammer) und 2 Ober-Präsidenten a. D-, 4 Regierungs-Präsidenten , 1 Polizei-Präsident, 3 Landes - Directoren (v. Saucken-Tarputschen, v. Levetzow, v. Bennigsen). 13 Landräthe, darunter 3 a. D-. 1 Landdrost a. D-, 1 Landschafts-Rath, 1 Landescreditkasien-Director, 5 Geh. Ober-Regterungs- und Regterungs-Räthe, 1 Ober-Auditeur a. D, 1 Bezirksamtmann, 1 Präsident des Rechnungshofes, 1 Domänen-Director, 1 Landes-Marschall, 1 Landes- Hauptmann, 8 Ober-Bürgermeister und Bürgermeister, 1 General-Feldmarschall, 1 General a. D-, 1 Oberverwaltungs-Gerichtsrath, 1 Generalstaatsanwalt, 2 Oberstaatsanwälte, 4 Kreisgerichtsräthe, 5 Obertribunalsräthe, 5 Oberappella- tionsgerichtsrälhe, 2 Obergerichtsräthe, 2 Kreisrichter, 5 Landesgerichtsräthe, 1 Oberamtsrichter, 3 Bezirkszerichtsräthe, 1 Staatsanwalt a D., 1 General- advocat, 1 Reichsoberhandelsgerichtsrath, 6 Kreisgerichts- und Handelsgerichts- Directoren, 1 Obertribunals Viceprästdent, 19 Rentiers und Privatiers, 10 Uni» Versitäts-Profesioren und Privatdocenten, 1 Gvmnasialdirector a. D-, 9 Kaufleute, 5 Kammerherren, 1 Oberstjägermeister. 9 Schrifsteller und Redacteure, 3 Groß- Industrielle , 1 Civil-Jngenteur, 2 Geh- Legationsräthe a. D-, 2 Stadträthe, 3 Hofbesitzer, 3 Aerzte, 7 Fabrikanten, 1 B-rgrath, 1 Erzzteßerei-Jnspector, 2 Bterbraueretbesitzer, 2 Bankdirectoren, 1 Bankier, 1 Kürschnermeister, 2 Ober- finanzräthe, 1 Baudirector, 1 Senator, 1 Handelskammerpräsident, 1 Maurermeister und 1 Fabrikdirector. Berlin. Professor Rühlmann in Chemnitz hatte in einem Briefe an den Felvmarschall Grafen Moltke vorgefchlagen, aus den Erträgen der Wilhelms- spende eine nationale Arbeiter-Pensions- und Jnvaltdenkasie nach dem Princip der Knappschaftskasien zu gründen. „Es soll dies ein Institut fein, zu dessen Kaffe von jedem Lohnthaler des Arbeiters ein kleiner Beitrag, und sei dies auch nur ein Pfennig, abzuführen ist und für welches auch jeder Arbeitgeber nach Maßgabe des ausgezahlten Arbeitslohnes einen gesetzlich festzustellenden Beitrag steuern muß. Die Erträge dieser Steuern würden den Zweck haben, dem Arbeiter in Zeiten der Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder Alter eine ansehnliche Unterstützung zu gewähren, die ausreichend wäre, ihn vor eigentlichen Nahrungssorgen zu schützen und davor zu bewahren, daß er die Barmherzigkeit seiner Mitmenschen durch Almosen in Anspruch nehmen müßte." Das Antwortschreiben des Grafen Moltke lautet: „Creisau, 31. Juli 1878. Euer Hochwohlgeboren spreche ich ergebenst meinen verbindlichsten Dank aus für die mir geäußerten freundlichen Gesinnungen, sowie für die Mittheilung eines Projects mit Bezug auf die Verwendung des Ertrags der Wilhelmsspende. Vor einigen Tagen ist mir von anderer Seite ein ganz ähnlicher Vorschlag zugegangen. Ich finde den Gedanken der Gründung eines Arbeiter-Pensions- und Jnvalidenfouds für ganz Deutschland aus den Erträgen der Wilhelmsspende so außerordentlich richtig und zeitgemäß, daß ich nicht verfehlen werde, denselben maßgebenden Orts in Anregung zu bringen. Mit besonderer Hochachtung Euer Hochwohlgeboren ergebenster Graf Moltke, Feldmarschall." Berlin, 10. August. Einen überaus traurigen Ausgang hat die Stichwahl im ersten Münchener Wahlkreis genommen. Die zweite Stadt des Deutschen Reiches, in deren einem Wahlkreis wenigstens sonst stets die nationale Sache siegte, ist nun ganz in die Hände des Ultramontanismus gerochen. Auch hier wieder hat das Bündniß der Ultramontanen mit der Socialdemo- kratie den Ausschlag gegeben. Um das Bündniß zu Stande zu bringen, hat der Münchener Ultramontanismus feine radicalste Seite herausgekehrt; der Crndidat des Centrums, Rechtsrath Ruppers, versprach mit größter Bereitwilligkeit alles, was man von ihm haben wollte: keine Ausnahmegesetze, keine indirecten Steuern, Herabsetzung des Militär-Etats und der Dienstzeit ic., während der nationalliberale Candidat, der langjährige bewährte Vertreter des Wahlkreises, Frhr. v. Stauffenberg, es verschmähte, einen Pakt mit den Männern der socialen Revolution zu schließen und mit billigen Versprechungen die socialdemokratischen Stimmen für sich zu ködern. Im Anschluffe an diese Nachricht aus München schreibt die „Nat.-Ltb. Corresp." : Wie die Niederlage der nationalen Sache in der Hauptstadt des zweitgrößten Bundesstaates auf's Schmerzlichste berühren muß, so wäre es insbesondere auch im höchsten Grade zu bedauern, wenn der Reichstag die bewährte tüchtige Kraft eines Mannes wie Stauffenberg entbehren sollte. Die hohen Verdienste dieses Mannes um die nationale und liberale Sache sowohl in seinem engeren bayerischen Vaterland, als im Reiche sind so allgemein anerkannt, daß wir sie hier nicht hervorzuheben brauchen; seine parlamentarische Wirksamkeit ist wiederholt durch die Wahl zum ersten Viceprästdenten gewürdigt worden, und es dürfte auch unter den politischen Gegnern kaum eine Stimme geben, die diesem Manne bestritte, daß ihm ein Platz in dem Ehrenrath der deutschen Nation gebühre. Wir hoffen denn auch zuversichtlich, daß sich noch nachträglich ein Wahlkreis findet, der es sich zur Ehre rechnet, von Herrn v. Stauffenberg vertreten zu sein. Durch die Doppelwahl des Herrn v. Bennigsen ist der dritte Braunschweigische Wahlkreis für ein nationalliberales Mandat frei. Auch Berlin, das bekanntlich zwei erledigte Wahlkreise zählt, könnte es sich zur Ehre rechnen, einen Wahl' Vertreter wie Herrn v. Stauffenberg zu besitzen. Die selbstlose Unterstützung, welche die nationalliberale Partei gerade in der Reichshauptstadt der Fortschrittspartei gewährt, würde auf diese Weise eine würdige Vergeltung finden. Kisfingen, 10. August. Allem Anschein zufolge ist die Verständigung zwischen dem päpstlichen Nuntius und dem Fürsten Bismarck bereits erzielt und dürfte binnen Kurzem veröffentlicht werden. Masella speiste gestern beim Fürsten. Er reist in einigen Tagen ab, angeblich weil dann seine Kur zu Ende sei, während Fürst Bismarck sich Ende nächster Woche nach Gastein begibt. Der Fürst empfing den Besuch des von Heidelberg herübergekommenen Präsidenten Hof- manu und besuchte selbst gestern die englische Prinzessin Luise, die Frau des Marquis of Lome. Leipzig, 8. August. Gestern Nachmittag wurden auf Antrag der Staatsanwaltfchaft die Nummer 87 der „Fackel" und die Nummern 54 und 84 des „Vorwärts" confisctrt. Der Redacteur der „Fackel", Julius Künzel, wurde heute ftüh verhaftet. (Vorw.) Hesterreich. Wien, 12. August. Officiell. Das 13. Armee-Corps berichtet aus dem Hauptquartier Zepce vom 10. d., daß die nach der Schlacht bei Zepce geflüchteten Insurgenten nach Serajewo entkommen sind. Ein türkischer Generalstabshauptmann, welcher sich im Hauptquartier meldete, gab die Stärke der Insurgenten im Kampfe bei Zepce auf 6000 bis 10,000 Mann an und bestä-j tigte die Flucht derselben nach Serajewo. Er meinte dagegen, daß ein anderer Zuzug von Serajewo kommen und den Oesterreichern bei Busovaca entgegen» treten werde, was jedoch bezweifelt wird. — Die 7. Division stieß am 8. August eine Stunde nordwestlich von Jaice auf einen 5000 Mann starken und aus 3 Bataillonen Regulären und Jnsurgentenschaaren bestehenden Feind und schlug denselben nach einem neunstündigen Kampfe und guter Gegenwehr in die Flucht. Es wurden viele Gefangene gemacht und 3 Geschütze und 3 Fahnen erbeutet. Todte: Lieutenant Swoboda vom 10. Jägerbataillon und mehrere Mann, verwundet circa 6 Officiere und 140 Mann. Die Stimmung der Truppen ist vorzüglich. Von der 20. Division keine Meldung. Das Hauptquartier marschirt morgen nach Zenica. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Es verlautet, Griechenland werde sich nur noch bis zum 31. August passiv verhalten. — Fürst Lobanoff soll der Pforte eine Note überreicht haben, welche die gänzliche Zurückziehung der Ruffen vor Konstantinopel erst nach der vollständigen Durchführung des Berliner Vertrages, die die griechische Frage betr. Stipulationen inbegriffen, in Aussicht stellt. — Dieselbe Korrespondenz meldet ans Bukarest: Der Tag der Uebergabe Beffarabiens und der Uebernahme der Dobrudscha ist noch nicht festgesetzt. Die Dobrudscha soll eine vollständig aparte Verwaltung unter dem Joan Ghika erhalten. Die „Polit. Corresp." meldet ferner aus Knin: Auch in Livuo fand eine Erhebung der mohamedanischen Fanatiker statt. Der türkische Militär- Commaudant wurde getödtet. Die Truppen sind mit den Revoltanten vereinigt in der Ricbtung von Skoplje abgezogen, nachdem zuvor mehrere Christen eingekerkert worden waren. Türkei. Konstantinopel, 10. August. Der heutige Ministerrath verhandelte über die bosnische Frage. Die griechische Angelegenheit ist noch in der Schwebe; das projectirte neue Memorandum ist noch nicht vollständig durchberathen. — Russische Abteilungen sollen am Donnerstag, ohne auf Widerstand zu stoßen, in Varna eingerückt sein. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Torrespondeuz-Bureau. Berlin, 12. August. Der „Reichs-Anz." publicirt eine von dem Kronprinzen im Auftrage des Kaisers erlaßene Verordnung, d. d. Homburg, 9. August, durch welche der Reichstag zum 9. September nach Berlin einberufen wird. Elberfeld, 12. August. Die „Elberf. Ztg." Ztg." meldet: Das frei» prechende Erkenntniß des Zuchtpolizeigerichts gegen den auf Grund des § 130 des Strafgesetzbuches angeklagten Haffeimann ist von der correctionellen Appellkammer des Landgerichtes heute bestätigt worden. Vom Oberprocurator ist Caffationsrecurs angemeldet und Haffelmann in Hast behalten worden. Zwei andere Socialdemokraten sind zu 10 und 12 Monaten Gefängniß verurtheilt. Pesch, 12. August. Ministerpräsident Tisza wurde heute auch in Schemnitz unter großer Begeisterung zum Abgeordneten gewählt. Wien, 12. August. Von der 7. Truppen-Dlviston liegt folgendes Telegramm vor: Im Laufe des 11. August wurde Travnik besetzt und die Feldtelegraphen etablirt. Die Verbindung über Banjaluka wurde vollständig hergestellt. In Varcar-Vacuf und Jaice liegen 7 Officiere und 160 Mann verwundet aus den Kämpfen bei diesen Orten am 5. und 7. August. Odessa, 12. August. Auf dem Torpedokutter „Sulina", welcher zur bevorstehenden Revue nach Nikolajew unterwegs war, erfolgte eine Keffelexploston, wobei 5 Maschinisten und 2 Subalterne daS Leben verloren. Die Leichen sind nicht aufzufinden. Von der ganzen Mannschaft sind 27 gerettet. London, 12. August. Im Unterhause antwortete Unterstaatssecretär Bourke auf Anfrage Dilke's, es liege keine Nachricht vor, daß die Ruffen den Oxus überschritten hätten; es sei ferner kein Bericht eingegangen, nach welchem die Pforte die Absicht habe, Griech-nland eine Gcenzberichtigung zu verweigern. Dilke kündigt an, daß er nächsten Mittwoch die Aufmerksamkeit des Hauses auf diese Frage lenken werde. Schatzkanzler Northcote antwortet auf Anfrage Gourley's, es sei vereinbart, daß die britische Flotte sich aus der Nähe von Konstantinopel zurückziehe, sobald die russischen Truppen von dort zurückgezogen würden. Er hoffe, daß dies bald der Fall sein werde. Nom, 12. August. Cardinal Nina hat den Mächten seine Ernennung zum Staatssecretär notificirt und nach Berlin, Petersburg, London und Bern Dem Wunsche Ausdruck gegeben, die bereits eingeleiteten Verhandlungen fort» etzen zu wollen, indem er seinerseits legalste Bereitwilligkeit und guten Willen ietont. London, 12. Agust. Das Unterhaus nahm nach längerer Debatte ohne Abstimmung in dritter Lesung die irische Secundär-Unterrichts-Bill an. Nach einer Meldung des „Renter'schen Bureaus" aus Brindisi vom 12. d. hat sich Nubar Pascha heute nach Egypten eingeschifft. Derselbe überbringt dem Khedive sehr wichtige, von England und Frankreich sanktionirte Reform- Entwürfe. Ein in Nr. 186 Ihres Blattes erschienener — meine Wirksamkeit in der hessischen Kammer über Gebür und Verdienst erhebender — Artikel veranlaßt mich zu der öffentlichen Erklärung, daß Gründe zwingender Art mich von der Annahme eines Mandates für den jetzt beginnenden XXIII. Landtag abhalten würden, falls etwa meine Mitbürger mir die Ehre einer Wiederwahl hätten erzeigen wollen. Gießen, den 13. August 1878. Nudolf Hirschhorn. Lokal-Notiz. Gießen, 13. August. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 15. August 1878, Stachmittag» 4 Uhrr 1. DaS ExpropriattonS-Verfahren gegen Lcderhändler Zöller. 2. Die Jahrmärkte für 1879 betreffend. 3. Gesuch des Bierbrauers Christian Lony um Bauerlaubniß. 4. Desgleichen deS Philipp Krailing. 5. Desgleichen deS Gärtners Christian Georg. 6. Desgleichen deS Maurermeisters Balihaser Strauch. 7. Gesuch wegen Ueberlassung deS Schießplatzes. 8. Die Octroterheberstelle am SelterSthor. 9. Die Feier deS 2. September. 10. Kostendecreturen. Zer- Äs. ^--stag be . , Nml A Ntti, btn ä)"*" 1 M ’V Uen 9 SreintN. sg- SÄ So"«1" SÄ« Darnist^ dl das Wahl« » •a„ nur wui Ei-»«*? S erinnern wir & ftdUrel »' «■sä ÄS; r) um Derentw kjel stailsanden, ,!üpgleich ibr Zl »folge, trotz er j-M wo sie gew frfiibtn. St, M lugens Mw - - (Gesche Mnzeil bat de rdtoolle Humpe j-jjia“, ,8uevia' M und vergo Malscher und niifertlflt und bi Weise aus Srtb repräfentir idnffenben Corp! - Von ein »elimbeS: Diel önZest arrangirt tyfonhere A kffkntliihe ■ 1889) Cov iozestern ist w felensweise untei Xitlsgkschäfte t im durch Perm Siotft Kchar^ ic n adgeschlvsi ließen, den kroßherzoglichi Böttichep Etadtrlchter Agdvl «?«) Dti 3 leihsällig wer "itmalmorgen yn Wald, Mittwoch d Nachm ® f hiesigem 8 ächtet werden, Ai «den werden ^ngd, om 1 1*5 Rr 4759) empfiehlt ZiksOA ll er. fr - von dem Klon- ?mburg, 9. Au- einberufen wird, eldet: Dis freu fiund des § 130 ctionellen Appell- berprocurator ist i worden, ßiwi uzniß verurthck i heute auch In (4628 Emil Fischbach. Th. Brück^ Schloßgaffe B. 1. Jung und Alt aus dem Dorfe hatte sich gleichfalls eingesunden, als plötzlich ein Rudel von sechs prachtvollen Hirschen, aufgestört durch Knaben, die nach trockenem Holz suchten, aus dem Unterholz Hervorbrack und gerade auf den Wagen stieß, der von der Tochter des Hauses gelenkt über eine lichte Schonung fuhr. Trotzdem an beiden Seiten hinreichend Gelegenheit zum Ausweichen war, müssen die Thier- durch den Anblick der zahlreichen Gesellschaft, die sich etwa dreißig Schritt entfernt vom Wagen befand, so erschreckt worden sein, daß sie an eine Flucht gar nicht dachten, sondern in wildem Sprunge zwei über die Pferde und drei über den Wagen weg setzten, während einer nebenher einen Ausweg suchte. Leider sollte dieser kühne Sprung nicht ohne üble Folgen bleiben; der eine Hirsch strauchelte und traf, wie er sich ausraffte, die Lenkerin des Wagens mit dem Hufe so heftig im Gesicht, daß eine längere ärztliche Behandlung nothwendig sein wird. Ein kleiner Dorfjunge, der von dem einem Hirsche mit dem Geweih eine Strecke fortgeschleudert wurde, kam besser davon, schon nach einigen Minuten erholte er sich und sprang später ganz munter umher- Der Anblick der prachtvollen Thiere wird als ein ganz grandioser geschildert, es bleibt nur zu bedauern, daß dies wahrscheinlich einzig dastehende Ereigniß nicht ohne Unglücksfall abgegangen ist. — (Ein originelles Dorf.) Das Dorf Strihow in Ungarn zählt blos 70 Nummern. In der verflossenen Woche hielten nun daselbst die Förster der benachbarten Reviere eine Monstre-Hausdurchsuchung, da in den angrenzenden Wäldern fortgesetzt Holzdiebstähle vorgekommen waren. Das Resultat der Hausdurchsuchung war ein überraschend günstiges und wurden in Folge der behördlichen Anzeige 68 Parteien des Dorfes wegen Holzdiebstahls und Baumfrevels vor das Bezirksgericht in Königstadtl geladen. Bon diesen 68 wurden 65 für schuldig befunden und zu Freiheitsstrafen von 24 Stunden bis 10 Tagen verurtheilt. Die zwei auS dem ganzen Dorfe vor das Gericht nicht citirten Insassen waren — der Lehrer und der Jude. liegt folgertet besetzt und du mdr vMnndiz und 160 Mm August. ;aa", welcher ;ur ineKesteleMn. Die Leichen fnb tet. lntttstaatssecM st die Russen den en, nah welchem >g zu verweigern. M des Hauses ortet auf Anfrage Weiße Vorhänge aller m Rouleaux-Drell in den gangbarsten Dessins. Anfertigung jeder De- eorations-Arbeit in geschmackvoll- ter Ausführung, bei Vermischtes. Darmstadt, 10. August. (Postpersonalnachrichten.) 1) Angenommen sind: in Postagenten der Hausbesitzer Haberkorn in Ehringshausen und der Landbrteftrazer ZSger in Nteder-GeLünden; 2) Versetzt sind: der Postsecretair Le ster von Lauterbach im Großh. Hessen nach Bad-Nauheim und der Postasfistent Schmidt von Bad-Nauheim nach Lauterbach im Großh. Hessen; 3) Freiwillig ausgeschieden ist der Postagent Kreß in Nieder-Gemünden; 4) Gestorben ist der Postsecretair Z'mmermann in Darmstadt Bremen, 9. August. Laut Kabeltelegramm aus Newyork ist der Postdampfer Les Norddeutschen Lloyd Main" gestern Nachmittag 3 Uhr in Newyork angekommen. Der „Main" ging am Sonntag, den 28. Juki 5 Uhr Nachmittags von hier in See unb hat also die Reise von hier bis Newyorck einschließlich eines 18ftündigen Aufent- balts in Southampton in weniger als 11 Tagen zurückgelegt, (g verdient bemerkt 1 werden, daß ein solches Resultat bisher von keinem deutschen Dampfer erreicht ist unb daß diese Reise sich den schnellsten Reisen englischer Dampfer, von denen uns dann Unb wann Zeitungen melden, ebenbürtig erweist. Bet der Bevorzugung, die seitens des reisende:. Publikums den schnellsten Schiffen erwiesen wird, können wir dem Norddeutschen Lloyd zu diesem Erfolge nur Glück wünschen. Es ist zu erwarten, daß die Dampfer „Rhein" und „Donau", welche ebenso wie der „Main unlängst neue und gleich kräftige Maschinen erhalten haben, diesem letzteren nicht nachstehen werden. Darmstadt, 9. August. Aus einem Orte des Odenwaldes wird berichtet, daß, als das Wahlresultat, wonach Liebknecht ebenso viele Stimmen erhalten habe wie Dernburg, dort bekannt wurde, eine furchtbare Schlägerei entstand, welche der Bürgermeister nur dadurch zu beendigen vermochte, daß er die Feuerspritze auffahren und nun gewaltige Wassermengen auf die Kämpfenden schleudern ließ. Bei dieser Gelegen beit erinnern wir uns, daß ein Bürgermeister im ehemals hessischen „Hinterlande eine heftige Keilerei vor seinem Hause dadurch beendigte, daß er den „Brummelochsen losließ, worauf denn Freund und Feind das Weite suchte. — Bekanntlich ist die wehr als zweiundsiebzig Jahre alte Königin Christina von Spanten, die Mutter der Königin Isabella und die Großmutter des jetzt regierenden Königs Alfonso, dieselbe Christine, von deren Existenz man jetzt so wenig weiß u; b um Derentwillen einst doch so unendlich blutige Kämpfe auf der Hiberischen Halbinsel stattfanden, dem Tode nahe. Das hat sie indeß nicht verhindert, sich dieser Tage, wenngleich ihr Zustand ein ganz verzweifelter ist, begleitet von einem ziemlich starken Gefolge, trotz der Warnung der Aerzte von ihrem Hotel in der Avenue de Neuilly in Paris, wo sie gewöhnlich lebt, nach dem Seebade Havre zu begeben. Sie wünschte an dem Jahrestage deS Todes ihres Gatten, der in Havre begraben liegt, sich dort zu blfinden. Sie bat denn auch die Reise ohne eine merkliche Verschlimmerung ihres il rigens ziemlich aussichtslosen Zustandes zurücklegt. — (Geschenke.) Als bleibende Erinnerung an die in Heidelberg verlebte Studienzeit hat der Erbgroßherzog von Baden am letzten Samstag drei silberoergoldete prachtvolle Humpen als Geschenk an die drei Studentencorps in Heidelberg „Saxo Borussia“, „Suevia“ und „Rupertia“ abgehen lassen. Die Humpen sind aus purem Eilber und vergoldet, im Renaissancestyl von Herrn Director Kachel in bekannter künstlerischer und geschmackvoller Weise entworfen, von Herrn Hofjuwelier L. Paar anaefertigt und die überaus hübsche Gravirung von Herrn Hofgraveur Maier in gediegener Weise ausgeführt. Die sowohl einen hohen künstlerischen, wie auch materiellen Werth repräsentirenden Humpen werden als wahrhaft fürstliches Geschenk von den betreffenden Corps sickerlich hoch in Ehren gehalten werden. — Von einem Gute in der Nähe von Züssow berichtet das „Greifsw. Tageblatt Folgendes: Die Gutsherrschaft hatte am Sonntag in dem zum Gute gehörigen Walde tfn Fest arrangirt, ein Theil der Angehörigen war bereits auf dem Festplatz versammelt. AeUgeöotenes. 4879) Mehrere gute Einmachfässer und zwei große Waschbütten zu verkaufen. Afterweg Lit A. 110. Jagdverpachtung. 4876) Die mit dem 20. August d. I. leihfällig werdende Jagd, in der Ge- N verhandelte 'n der Schwebe- ^'chberathen. Nb zu stoßen, Straßburger Kaffee-Essenz von Kessler & Co., das Vorzüglichste und Feinste als Zusatz zum Kaffee, ist in frischer Füllung angekommen und per Glas a 30 H zu haben bei 4753) f"!h Wilk« Weidig. Besondere Bekanntmachungen öffentliche Bekanntmachung. 4889) Conrad Schmandt zu Leihgestern ist wegen verschwenderischer Lebensweise unter Curatel gestellt worden. Rechtsgeschäfte mit ihm können gültig nur durch Vermittlung seines Curators Georg Kaspar Philipp II. von Watzenborn abgeschlossen werben. Gießen, den 12. August 1878. Eroßherzogllches Stadtgericht Gießen. Bötticher, Stammler, ■ Stadtrichter. Stadtg.-Assessor. Versteigerung. Montag den 19. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen zu Nieder-Ohmen, 127 Meter Pflastersteine versteigert werden. Zuschlag erfolgt bei annehmbarem Gebot alsbald. Grünoerg, den 12. August 1878. 4877) Chr. Schäfer, Curator. morgen Wald, soll Mittwoch den 21. August d. I., Nachmittags 2y2 Uhr, auf hiesigem Rathhaus anderweit verachtet werden, wozu Jagdliebhaber ein- adaben werden. Langd, am 10. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Langd. 4876) Rontbaler. Versteigerungen. Bekanntmachung. Samstag den 17. d. Monats, Nachmittags 5Vs Uhr, werden im Hofe der hiesigen Entbindungs- Anstalt 34 ausrangirte hölzerne Bettstellen meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Die Bettstellen können am Tage der Versteigerung von Mittags 12 Uhr ab angesehen werden. Gießen, den 9. August 1878. Der Rechner der Entbindungs-Anstalt: 1828)Döring. . - Slrtifil *; •ä-I Handel und Verkehr. Gießen, 13. August. Auf dem heutigen Wochrnmarkt kostete: Butter, per Pfd. AL 1—1.5, Hühnereier, per Stück 5—6 Käse, per Stück 5—7 H, Käsematte, per Stück 3 X Erbsen, 1 Liter — H, Linsen, 1 Liter — H, Tauben, das Paar 60 Hühner, per Stück «AL 1 50, Hahnen, per St. «AL —.50, Enten, per Stück AL 1.40, Kartoffeln, 100 Kilo AL 5.50. Ochsenfleisch 70 — 72 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 58—60 X Schweinefleisch 64 H, Kalbfleisch 56—60 Hammelfleisch 65—70 Frankfurt, 12. August. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ca. 390 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 220 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. AL 70-72, 2. Qual. AL 66-68, Kühe und Rinder 1. Qual. AL 61—63, 2. Qual. AL 54—56, Kälber 1. Qual. AL 62-64, 2. Qual. AL 58—60, Hämmel 1. Qual. «AL 62—64, 2. Qual. «AL 56—58. Frankfurt, 12.August. (Fruchtbericht.) An unserem heutigen Markte wurde ausschlteßlick neuer Weizen ab unserer Umgegend zu^L21 gehandelt. Ab Bahnstationen ber Route Frankfurt-Gießen JA 21.50. Roggen sehr wenig gethan. Gerste ohne Umsatz. Hafer ruhig. Rapps still. Am Mehlmarkt matte Tendenz. Futterstoffe flau. Mehl Nr. 1 «AL 39.50, Nr. 2 «AL 35.50, Nr. 3 «AL 31.50, Nr. 4 «AL 27.50, Nr. 5 AL 21.50. Roggenmehl (Berliner Marke) AL 21.50, do. II. (Berliner Marke) AL 18.50, Weizen, effect hiesiger ab Bahnhof hier AL 22.—, ab unserer Umgegend AL 21.—, do. fremder je nach Qualität «AL —, Roggen je nach Qualität AL 14.00—16 00, Gerste AL 14-17.50, Hafer «AL 14.50—16, Kohlsamen AL 31.—, Erbsen «AL 19—23, Wicken AL 15—16, Linsen «AL 17—23, Rüböl, detail, AL 74. Stimmung sehr flau. Dringend offerirt: Getreide und Mehl. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) öer(amef 1 »»Men. _ ist Ile Haltung * MllG ™!" ««einigt e ®Wflen eing) -rdn-.--«-"-" Feinsten Weinessig empfiehlt (4823 G-g, Wilh- Weidig- Universal Reinigungs-Salz. Von allen Aerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungssc.hwäche und andere Magenbeschwerden in Packeten h 25 Pfg., 50 Pfg und 1 M. (2 C. F. Semmler in Giessen. § W. Heuser, vorm. Fr, Bieler, am Kreuz empfiehlt sein LAGER in : feinen Celsion-Cafe von «AL. 1.45—60, Java-Cafe von «AL 1.12—70, ächten Demerary M. 1.40, (fein und kräftig schmeckend) von 10 Pfd. ab wesentliche Preisermässigung, stets frisch gebt. Cafe von ^.150—2, alle Arten Suppensaelien, getrocknete Zwetschen, Thee, Chocolade und rein gern. Cacao, la. Schweizer- u. Limlmrgerlriise, neue holl. Häringe u. Sardellen, la. Melis im Brod ä, «M. 46.—, Feinstes Tafelsalz in Hüten ä 45 la. 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Manu- auch früher zu vermtethen. t Franz Gerbode. Kursus III: Maschinennähen und Zuschneiden wöchentlich St. Honorar 18 halbjährig. Kursus IV: Buchführung und kaufmännisches Rechnen St. wöchentlich. Honorar 10 «X. halbjährig. Das Honorar ist in 2 Raten, am Anfang und in der Mitte des SemestetS, Louis Rothenberger, Neuenweg 193. Getränken bestens empfohlen. 4875)__________________________ 4615) Im Namen des alg' eröffnet werden wird. Der ganze Kursus umfaßt: Kursus I: Weißnähen nebst Stricken. Stopfen, Sticken mit 26—28 Stunden wöchentlich, darunter 2 St. Deutsch (Aufsatz und Brief) und 2 St. Zeichnen. Von dem „Deutschen" kann auf Wunsch dispensirt werden; Zeichnen ist obligatorisch, doch können bereits darin geübte Schülerinnen ebenfalls Dispensation erhalten. Das Schulgeld für den halbjährigen Kursus beträgt 30 dt. In diesen Kursus können auch Hospitantinnen mit 12 St. wöchentlich eintreten gegen ein Honorar von 15 halbjährig. Kursus II: Kleidermachen und Zuschneiden mit wöchentlich 16 Stunden inclus. Musterzeichnen. Honorar 30 JC. halbjährig. Die Theilnehmerinnen können sich außerdem auch bei dem freien Hand« zeichnen Kursus I betheiligen. zu zahlen. Wir ersuchen die Theilnehmerinnen ihre Anmeldungen sofort und spätestens bis zum 1. September bet einer der unterzeichneten Damen abzugeben, damit für die erforderlichen Einrichtungen, die sich nach der Zahl der Theilnehmerinnen bemeffen, rechtzeitig Sorge getragen werden kann. Zugleich bemerken wir noch, daß im nächsten Frühjahr auch ein Kursus zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen insbesondere für Landgemeinden eröffnet werden wird. Gießen, den 29. Juli 1878. Das provisorische Comite: 3765) Zu allen in meiner Praxis vorkommenden Leistungen empfehle ils mich bestens. Wittwe Schneider, Hebamme, wohnhaft bet Herrn Nagel in der Brandgasst NB. Schellenzug befindet sich am Laden. Für Bier-Wirthe. Frankfurter Exportbier (Wiener), sowie Lagerbier vorzüglicher Güte aus Der Brauerei von I. G. Henrich in Frankfurt halte stets auf Lager und empfehle solches zu gleichem Preise wie auf der Brauerei. Abnehmer erhallen Cis im Sommer unentgeltlich. Heinrich Schmall, 4857) Hessischer Hof.__. Enalische Souvereigns Russische Imperiales . . Holländische fl. 10-Stücke Ducaten......• Dollars in Gold . . . fl(icc=Uet*eins für Jwienöilöung unö (Ermcrö öafjier, welcher bereits über 200 Mitglieder zählt, zeigt das unterzeichnete Comus hiermit unter Bezugnahme auf die früheren Veröffentlichungen in diesem Blatt über die Wirksamkeit des Vereins an, daß die Anstalt mit Beginn ihres ersten halbjährigen Kursus unter Leitung zweier erprobten und besonders ausgebildeten Kölnische FeuerversiehenmgsGesdlsdialt Colonia. Grundkapital: Neun Millionen Mark. Gejammte Reserven: Acht Millionen, 906,600 Mark. 4794) Die bisher von Herrn Hofgerichtsadvokat "F. Barth t» Gießen verwaltete Agentur der Colonia ist vom 1. d. Mts., zufolgt freundschaftlicher Uebereinkunft, auf Herrn Theodor Küchler zu Griesaen übergegangen, was wir uns beehren, anzuzeigen. Darmstadt, den 2. August 1878. Die General-Agentur: J. 6. Kahlert & Söhne. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, empfiehlt sich die Unterzeichnete zut Vermittelung von Versicherungen gegen Brandschäden bei der Colonia, foroü zur Erledigung aller auf laufende Versicherungen bei derselben bezüglichen Angelegenheiten, unter Zusicherung rascher und billiger Ausführung aller Aufträge Gießen, den 2. August 1878. Die A gentur der Colonia: Theodor Küchler, Seltersweg 79. Erntefest )u Wißmar. Sonntag den 18. und Montag den 19. b. M. xnfcet unter Leitung des Gesangvereins das Erntefest )U Wißmar statt. Zug mit geschmückten Wagen um 2{/2 Uhr. Es ladet ergebenst ein Der Vorstand. Bei obigem Feste halte ich mich mit guten Speifen und Ä Ssä Ä? auf Wunsch ai Näheres bei _________________________ 4461) Mansarden-Wohnung an eine ruhige Familie zu v.rmiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Die neue1 Mrstand bei Preffuhreis Pl »1 lösen hat- Ur, wa8 hol avfäß'd * utter lolcht" 2 srmstebe, für t ttdliflte urteilt Kaotr männer 1 M büche iitin, baß in jiten Serbien ^ßenUnabhän tA endlich, n bitten, M Ei ärmliche Sttöo inb t8 mag v ti Spiele hat Was fnt r eniger als ei rgafliren wird stzni ßaiftx^uj ststen" nicht ol tman gezweijel i-lrähren ließ ? vsnien heraui ter provisorisch r-ich bllich bie c erben, schass m Rechnung t l> er Pforte abt Mnberunget Denn u , kündige Gefech iürlisch-r Sru, uns afrikanisä Hunderten, die Momente, we De Ausgabe Altung, enbl Knmblmgen" ^chvrgamsut •hon ihre Aes- Die S Man wirb l Machtenfaltu ^us Endresu '•W aber iI "n Gefolge h ' PtUngen kann toten । '^lanb 1« lOt! '"««i. fk ?btWriei Cante Anfrage! 4883) Aus welchem Grunde wurde bei dem gestrigen Festzug die Neue Bäue verschmäht. Körbe voll nicht verwandten Sträußchen stehen dem betr. Zugführer zur Verfügung. Alle Bewohner der ileue Baue. 4882) Gefunden ein siw.iver Eßlöffel, JL W. 12, gez. Abzuholen bei _______ Frau Köhler im Löwen. 4885) Gestern wurde ein kleiner silberner Deckel verloren. Gegen Belohnuna abzu- t'tth n en treih <•. Der Kriegerverein in Ober-Bessingen feiert Sonntag den 18. August, sein Fahnenweihfest und ladet hier- mit zu einem recht zahlreichen Besuch freundlichst ein. 4888) Der Vorstand. 4887) Einen zuverlässigen gewandten Arbeiter suchen ______Mettenheimer K» Schultheis. 4886) Auf dem Bolle cm Kriegerfeste ist ein schwarzer Hut mit der Marke: Gail, Gießen Sesenheim geg.n einen rudern mit der Maike: Weitzenkorn, Gi.tzen vertauscht worden. Nachfrage Gortfeld 118 III. / Zu Ausstattungen v | empfehle g vorzügliche Qualitäten Deinen in allen Breiten, Haus- $ macher u. 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Reflectanten wollen ihre Adressen gefl. in der Exped. d Bl. rileder' legen. _____________________________ 46s 1) Das Doslein'sche Haus ist im Ganzen oder im Einzelnen zu vermtethen. __________thr, Vlx. 4530) 3 Zlmmer mit Zugehör lm 2. Stock zu vermtethen.______Ehr. Schopbach. 44*3) Eine Familienwohnung, parterre, von 4 Zimmern und sonstigem Zugehör zu vermtethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 4359) 4 Zimmer nebst Küche im ersten Stock (dm 15. October beziehbar), sowie ein mSSlirtes Parterre-ZiMmer sofort zu ver- miethen.__________F- Zöller, Neüstadt. 4585) Der mittlere Stock meines Hauses in der Reichensand Bahnhofstraße ist per 1. September er. zu vermtethen. ___________________Wilh. Reiber. 3964) Die obere Etage weiNts Hruses, 7 Zimmern rc- mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermtethen u. alsbald beziehbar. _________________Otto Kempfs. 3969) Ein schönes Logis, aus 5—6 Zimmer nebst Zugehör bestehend, ist an eine ruhige Familie zu vermtethen und gleich beziehbar.__________Gartfeld A. Nr. 1155. 4854) Sonnenstroße Lit- B. Nr. 65 sind zwei freundliche möblirte Zimmer zu ver- miethen-____________________________________ 4571) Ein LogiS mit Werkstätte ist zu vermtethen und alsbald zu beziehen im Darmstädter HauS- Aermiethungen. Ein kleines Familienlogis zu vermtethen. _______________Schloßgasse Lit. B. Nr. 5. 4873) Laden mit Wohnung u. Lagerraum per October zu vermtethen. ___________________Ehr. Horeyseck- 4874) Möbltrtes Ztrnmer zu vermtethen im Vorderhaus II. Stock. Restauration Bramm, Neustadt. 4872) Ein Familtenlogts sogleich zu vermtethen. Karl Straub, _____________________Feldschlößchen. 4880) Ein Stübchen mit Bett sofort zu vermtethen.__________ Neustadt D. 86. 4760) foer II. Stock meines Hinterhauses, 4 Zimmer mit Zugehor, per 1. October zu vermtethen. H. Bepler, Ludwigsstr. 17Q5. 4048) Eine Familienwohnung ist zu vermtethen und sofort zu beziehen bei H. Möser I. 1485) Det zweite Stock des Hauses^ Wallthorstraße 66, ist per 15. October, (Eingesandt). 4884) Ein erhebender Anblick war es gestern, als der Feßzug mit klingendem Spiel die Straßen durchzog und dabet von der alles erwärmenden Sonne angezogen, die Neue Bäue streifte. Was half die kühne Wendung des Herrn Kapellmeisters! Gerade aus gings und die Bewobner der Neue Bäue schcütten verplüfft dem Zuge nach. Bemerkenswert ist, daß kurz bäräuf verschiedene Fahnen, tiefbetrübt über den Vorfall, sich zurückzogen. H. Gesucht ein Geselle oder Handlanger von 4881) Gustav Koch, Dackdeckermkister. 4878) Die Gewerbebank dahier sucht geeignete Räumlichkeiten, möglichst 7—8 Piecen, als Geschästslokal und zur Wohnung für einen ihrer Caffenbeamten, möglichst in Mitte der Stadt gelegen, zu miethen. Offerten bittet man bis zum 21. August er. bei dem Unterzeichneten oder auf dem Büreau der Bank einzureichen. Gießen, den 10. Aug. 1878. I. Hanftein, Vorsitzender des Ausschusses der Gewerbebank zu Gießen. _________Eingetragene Genoffenschaft. 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