Mittwoch, den 13. November 1878 Ur. 265. Kichener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Schulstraße B. 18. Redactionsbureau r KxpeditionSbureau r Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. ^""d Hi» heei. 14 3 Uh, Bhlnen irten. n* £** N !®n?atisg, M^ei( kmntmachung vorzulegen hat, und wegen des Wiederersatzes an den Verurtheil- tkn verwiesen ist, daß aber der Fiscus in keinem Falle zur Vorlage oder gar iä Zahlungsunfähigkeit des Schuldigen zur definitiven Uebernahme der Kosten verbunden erscheine, wenn auch der Richter und resp. der vollstreckende Staatsanwalt da, wo die vorgeschriebene Insertion in eine Zeitung auf Schwierig- keitien stoßen sollte, seine Mitwirkung zu deren Beseitigung auf den Antrag des Verletzten eintreten laffen müsie. (Fr. Journ.) Darmstadt, 9. November. Der Vernehmen nach werden der evan- grlischen Landessynode in Bälde Vorlagen wegen einer Dienstpragmatik der Eenstlichkeit, sowie über die Pensions-Verhältnisse derselben zugehen. (Fr. Journ.) Die öffentliche Meinung Deutschlands ist von anderweitigen Fragen der inner» und äußern Politik so lebhaft in Beschlag genommen, daß das Thema der Verhandlungen mit der päpstlichen Curie so zu sagen von der Tagesordnung abgesetzt ist. Nur selten bringt ein Correspondent dieser oder jener Zeitung auf den Gegenstand bezügliche Mtttheilungen, die aber sammt und sonders mit Vorsicht aufzunehmen sind und einen Anspruch auf Authenticität nicht erheben können. Man wird nicht fehlgehen, wenn man anntmmt, daß die Verhandlungen noch sortdauern, daß sie aber nur dann Aussicht auf Erfolg bieten, Zum Stande der Verhandlungen zwischen dem Batican und Berlin. wenn im Vatican die Partei der Besonnenheit und der Friedfertigkeit wirklich zur Herrschaft gelangt. Daß dieser Partei der Papst selber angehört, unterliegt keinem Zweifel. Leo scheint aber nicht mehr die Macht oder nicht die Energie zu besitzen, um die Gegenpartei, die Partei der Jesuiten, zur Willfährigkeit und zum Gehorsam zu zwingen. So lange dieser Fall nicht eintritt, kann selbstverständlich von der Herstellung eines Einvernehmens zwischen dem Berliner Cabinet und dem Vatican nicht die Rede sein; das Berliner Cabinet hat ein noch zwingenderes, unverrückbareres „non possumus“ als der Vatican, welches ihm vorgeschrteben wird von der ungeheuren Majorität seiner treuesten Unterthanen, die von einer Wiederkehr der unseligen Politik Friedrich Wilhelms IV. in Bezug auf Rom schlechthin nichts wissen wollen. Nichts steht übrigens einer Verständigung so sehr im Wege, als die Haltung des Centrums, der Ultramontanen; durch seine Devise: „Wahrheit, Freiheit und Recht" läßt sich kein Mensch von gesunden Sinnen blenden, es wäre wahrhaftig um Deutschland und Preuße» trostlos bestellt, wenn die Wahrung dieser höchsten Güter in den Händen der Wtndthorst und Brüel sich sicherer befände, als in den Händen des Kaisers und seiner bewährten Rathgeber. So lange die Führer des Centrums in ihrer bornirten Taktik verharren, durch Coalitionen mit Welfen, Polen, Socialdemokraten und anderen widerspenstigen Elementen ihre wahren Gesinnungen offenbaren, so lange sie in der Taktik verharren, Aufruhr zu schüren und der Regierung Trotz zu bieten, wird nie und nimmer rin preußischer Minister sich finden, der es wagt, dem Vatican Concessionen zu machen, die unter anderen Umständen unbeanstandet sein könnten. Daß das Centrum seine illoyale Haltung nicht ändern würde, selbst wenn es ihm vom Valiean befohlen würde, ist wohl ein Wahn, an welchen die Hetzcapläne gewiß am wenigsten glauben; ein Friedensschluß mit dem Vatican kann unter diesen Umständen für keinen preußischen Minister einen Zweck haben. Anknüpfend an eine Correspondenz der „Köln. Ztg." aus Rom macht die .Germania", die übrigens unter ihrem neuen Redacteur Franz die unter Ma- | jtmfe innegehaltene undeutsche, unpreußische und illoyale Richtung fortsetzt und I vielleicht nur an Dreistigkeit und Selbstüberschätzung zugenommen hat, folgende Darmstadt, 10. November. Heute Vormittag starb in Folge eines Schlaganfalles einer der Veteranen unseres Staatsdienstes, der Director der Großh. Ober-Rechnungskammer Gehetmrath Wernher, ein höherer Siebenziger. Der Verlebte, vor Jahren Mitglied des Ministeriums und bis zuletzt Vorsitzender der Prüfungs-Commission für das Ftnanzfach, hatte noch vor Kurzem an der Frage wegen Reorganisation der Ober-Rechnungskammer thätigen An- theil genommen, und erfreute sich anscheinend der besten Gesundheit. (Fr. Journ.) Darmstadt, 11. November. Den kommenden Landtag wird auch das allseitig für nothwendig erkannte, theilwetse sogar in die Regelung der Gehalts- Verhältnisse eingreifende Disciplinar-Gesetz zu beschäftigen haben. — Bestem Vernehmen nach ist man an geeigneter Stelle mit der genauen, vielleicht sogar gesetzlich zu regelnden Feststellung der Lehrpläne für die Realschulen unseres Landes beschäftigt. — Mit dem Zusammentritt der zweiten Kammer wird die Regierung über die projectirte Caualisation des Mains, sowie über eine ganz eigenthümliche Geschäftsführung, die bet unserer Haupt-Staatskaffe noch vor einiger Zeit geherrscht zu haben scheint, interpellirt werden. (Fr. Journ.) Berlin, 9. November. Wie hiesige Blätter melden, bat der Kaiser am Tage der Vermählung des Grafen Rantzau mit der Comteffe Marte v. Bismarck durch seinen General-Adjutanten Grafen Lehndorff dem Fürsten Bismarck die Insignien einer bis jetzt noch nie verliehenen und nur speciell für den Reichskanzler erdachten Ordensdecoration, nämlich Krone, Scepter und Schwert zum Rothen Adlerorden I. Klasse, der Frau Fürstin ein kostbares goldenes Armband, das in Opalen und Brillanten den Namen „Marie" trägt, der Braut ebenfalls ein Armband von hohem Werthe mit Myrthenblättern in Brillanten übersandt. — Graf Rantzau, der nunmehrige Schwiegersohn des Reichskanzlers, der in letzter Zett als Hülfsarbetter im auswärtigen Amte beschäftigt war, wird, wie es heißt, in naher Zeit als Botschaftsrath der deutschen Botschaft in Parts zugethetlt werden. — Zweiundvierztg soctaldemokrattsche Agitatoren (darunter die Reichstags-Abgeordneten Liebknecht und Vahlteich) befinden sich, wie die „Volks-Ztg." berichtet, gegenwärtig im Gefängntß. Kefterreich. Wien, 10. November. Mehrere Blätter melden aus Serajewo vom 9. d.: Gestern überreichte eine Deputation von Begs dem Obercommandanten eine Adresse an den Kaiser, worin um die Annexion Bosniens und der Herzegowina durch Oesterreich-Ungarn, die Ausscheidung dieser Länder aus der religiösen Jurisdiction des Scheck ul Islam, die Organisirung einer selbständigen mohamedantschen Kirchenbehörde für Bosnien und die Herzegowina und weiter um die Auflösung der konfessionellen Schulen und Errichtung von Volksschulen und um Amnestie gebeten wird. Die Adresse trägt 59 Unterschriften der reichsten und verläßlichsten Mohamedaner Serajewos. Aus eine Ansprache Murtoj Begs erwiderte der Obercommandirende Baron v. Philippovic: Er sei umsomehr durch die Adresse erfreut, als dieselbe aus der eigenen Initiative der Mohamedaner hervorgegangen sei. Die Amnestie sei bereits hewilligt. Pesth, 9. November. Der Budget-Ausschuß der Reschsraths-Delega- tion erledigte das Budget des Finanzministeriums. Der Reichs-Ftnanzminister erwiderte auf Interpellation Dumba's, daß Alles geschehen sei, um die Ausgabe von neuen Staatsnoten, die dringend erscheine, zu beschleunigen. Das einzige Htnderniß sei die noch zu lösende Wappensrage. — Bei Berathung des Erfordernisses des Kriegsministertum wurde aus den Antrag Sturm's eine Resolution angenommen, daß die Berathung unter Verwahrung des Rechtes der Reichsvertretung, den Krtegsstand und das Recruten-Contingent festzustellen, vorgenommen wird. — Die „Pesth. Corresp." schreibt: In einer Conferenz der ungarischen Delegirten verlas der Präsident der ungarischen Delegation, Szlavy, seine bei dem morgigen Empfange der Delegation durch den Kaiser zu haltende Rede. Dieselbe berührt das Berliner Mandat, hebt die tapfere Haltung der Armee und den durch den Feldzug errungenen Erfolg hervor und spricht die Bereitwilligkeit aus, Alles zu thun, was die Stellung der Monarchie als Großmacht erfordert und die materielle Kraft des Landes zulasse. Die Rede betont besonders die Nothwendigkeit, daß die Delegation die Details der Occupatton und den durch dieselbe zu erreichenden Endzweck kennen lerne, beleuchtet die finanziellen Gesichtspunkte und drückt schließlich Loyalität und Huldigung gegenüber Sr. Majestät aus. — Die Conferenz nahm die Rede mit allgemeinem Bei- , falle auf. Pesth, 10. November. Der Kaiser empfing heute Mittag die österreichische Delegation. Der Präsident Gras Coronini hielt eine Ansprache an den Kaiser, worin er unter dem Ausdrucke der Treue und Ergebenheit versicherte, die österreichische Delegation werde auch diesmal nur der getreue Dolmetsch der Gesinnung ihrer Vollmachtgeber sein, wenn sie bei Berathung und Beschlußfassung über ihr zugekommene oder noch zukommende Vorlagen der gemeinsamen ; Regierung, durchdrungen von dem Ernste des Augenblicks und in Sorge für die Wohlfahrt, Ehre und Machtstellung der Monarchie die in deren Interesse gestellten Forderungen mit den Rücksichten in Einklang zu bringen bestrebt sein : wird, welche sie auf die Finanzlage des Staates und die wirtschaftlichen Be- ) drängnisse seiner Bewohner zu nehmen die Pflicht hat. ;e In», Hal in W, »es Cafe Xiü g aus Oreste Bemerkung: „Danach betrachtet der Reichskanzler die kirchenpolittsche Frage als eine Angelegenheit, der man allenfalls einige Mußestunden widmen könne, die aber vor den andern staatlichen Geschäften zurücktrete. Wir trauen dem Reichskanzler eine tiefere Auffassung der Lage zu, als den Liberalen rc." Die d«m Reichskanzler von dem Jesuitenblatt gemachten Complimente verschlagen gar nichts; nicht Fürst Bismarck trägt die Verantwortlichkeit für den Conflict mit dem Vatican und seine Folgen, sondern der Starrsinn, die Ueberhebung und nächster ÄH t t We, gh tim litum die ttgtW ]U lasten, W en Zauber» .n aus ötm M: n-Magte, Dtr höchsten mit, smt «U Gespenster w Merretttg^? ,|U 13-15 Vk >el, Marktstich tt weitere RnM HtunN ! Mächtigirr - rüst Bonini- Wazi! Mi I Berlin, in unb btt s Gan« 9 AbE zu verpachten. J Fr. jaw'.I en für unsere S en Heizer, mbergtt ü Adr-. 1 die Herrschsucht des neunten Pius und der Jesuiten; wie weit darunter die Merbaust^'s Bekenner der römischen Kirche leiden, ist lediglich ihre Sache. Der Reichs- - WalliholM- , tangier hat seine versöhnliche Gesinnung von Neuem durch seine Ausnahme e mH tm 1 ö l Msgrs. Masella und die ihm gemachten Eröffnungen bethätigt, einstweilen kann Mkletdern'"' n nichts weiter thun, als abwarten, bis ihm Beweise nicht nur von der . Iriedfertigen Gesinnung des Papstes beigebracht werden, sondern auch von seiner ^lisavely dieselbe in den Organen der Kirche und ihrer Angehörigen zur Geltung bringen-__________________________________________________________________________ EM AMfchland. ftimF^ x ■ Aus Hessen, 8. November. Bekanntlich statuirt der § 200 des I Neichsstrafgesetzes bei öffentlichen Beleidigungen die Veröffentlichung des Urtheils Stttvl.; Dn^ wenn solche in Zeitungen oder Zeitschriften erfolgen, Veröffentlichung wo * jurföuK”1- J Möglich durch die nämlichen öffentlichen Blätter, in welchen die Beleidigung Äoise. ii "folgte. Aus Veranlaflung einer ergriffenen Nichtigkeitsbeschwerde hat der < Kassationshof in Darmstadt sich, entgegen der Ansicht der Oberstaatsanwalt- das . ^ft, vor Kurzem dahin ausgesprochen, daß der Beleidigte in allen Fällen, wenn die Beleidigung in einer Zeitung erfolgte, die Kosten der Be- kmntmachung vorzulegen hat, und wegen des Wiederersatzes an den Verurtheil- .....' «NM ßtMj a LKW am ff n empfiehlt Ta Ta Ta> E — Deputirtenwahl in Clusone erhielt Roncalli 330 und der Kriegsminister Bonelli 257 Stimmen; zur Entscheidung ist eine weitere Ab. Telegraphische Depeschen. Waguer's telegr. «prtefptn8e*i» Berlin, 11. November. Der Kronprinz empfing heute Nachmittag im kronprinzlichen Palais den Fürsten Bismarck zu längerer Audienz. Pesth, 1t. November. Die „Pesther Correfp." meldet: Andrafiy wird inoraen in dem Ausschufie der ungarischen Delegation für auswärtige Angelegenheiten einige Aufklärungen über die Lage erthetlen, soviel zur vorläufigen Orient tirung dient, sich vorbehaltend, eine umfafiende Darlegung der orrentaltschen Politik im Plenum der Delegation zu geben. Wien, H. November. Die „Polit. Correfp." veröffentlicht den Wortlaut der Proclamation, durch welche die General-Amnestie für Bosnien und die Herzegowina verkündigt wird. Die Amnestie erstreckt sich auf diejenigen anläßlich der Occupation compromittirten Personen, welche zu friedlicher Beschaftl gung zurückgekehrt sind oder binnen 14 Tagen sich freiwillig stellen und Gehorsam zusichern; ferner auf in Untersuchungs- oder Strafhaft befindliche Personen, dagegen nicht aus hervorragende Rädelsführer, die sich bereits in Haft befinden; doch wird auch bezüglich dieser in besonders berücksichtigungswerthen Fällen Begnadigungsantrag gestellt werden. Berlin, 11. November. Nach dem heute verkündeten Urtheilsspruck wird gegen den Redacteur der früheren „Berl. Freien Prefle", Pulkrabek, aus 4 Jahre und gegen Guido Weiß, Herausgeber der „Waage-, auf 6 Monate Gesängniß erkannt. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21 3. 4. e^^Belarad, H. November. Nachdem nunmehr die Deputirtenwahlen beendigt sind, stellt sich als Ergebniß heraus, daß größtenthesis liberale, d-r Regierungspolitik günstig gesinnte Candivaten gewählt worden sind, auch in Belgrad wurden zwei Liberale gewählt. . Petersburg, 11- November. Äus eingezogenen authentischen Beruhten aus dem Innern des Reiches ist die Thatsache zu constatiren, daß die Handel«, und Fabriks-Berhättniffe die befriedigendsten sind. Die Messen in Nlschnmm. gorod und Charkow fielen sehr günstig aus. Di- Fabriken des Gouvernement« fl ^Geirf, 11- November, Abends. Bei den Wahlen zum Genfer Große» Rath erfochten die Demokraten einen vollständigen Sieg über die Regierungs. Partei • aus letzterer wurde nur Carteret an vorletzter Stelle gewählt, die ubrv gen 109 waren sämmtlich von den Demokraten vorgeschlaz-n. B Wien, 11. November, Abends. Schuwaloff ist heute nach P-sth abg^ reist, woselbst er 3 Tage verweilen wird. _ _________ Flußland. Petersburg, 10. November. Hiesige amtliche Kreise, indem sie alle anderweitigen Behauptungen widerlegen, bezeichnen es als evident, °aß Rutz, land lediglich auf dem Boden des Berliner Vertrags allen Vorkommnisien in der Türkei gegenüber zu verharren habe. Dem entspreche in vollster und c - rectester Weise das Verhalten des Fürsten Lobanoff. Wenn derselbe einerseits von der Pforte eine pünktlich- Erfüllung der in Berlin übernommenen Verpflichtungen verlang-, für welch- di- Macht der Pforte sich nicht immer ausreichend zeige, so wiße er andererseits sich auch gebunden, so wett es ihm möglich sei, von aller Unruhestiftung in Macedomen abzuwehren. Weder die Pforte noch eine andere Macht werde die Correctheit der Haltung des Fürsten Lobanoff bestreiten können. Uebrigens sei außer Frage, daß man hier eine Verständigung mit England sowohl in Europa wie mAsien lebhaft^wünsche- Die im eigenen Lande nicht durchdringende Autorität der türkischen Regierung n.ache diese Verständigung für Europa vielfach wünschenswert^ In Asien gelte es durch eine Verständigung den Einfluß der beiden Machte in diesem Weltthcil zu erhalten, dem Einfluß für bcide Mächte convenable Grenzlinien zu Rieben und die astatischen Stämme nicht zur Erhebung aufzureizen. Gesuchs dä^Jobann Heinrich Feutzer um Erlaubniß zur Bornal» OffeU°der^o Hannes Jsterltng's Wittwe wegen Ankauf ihre- Harö durch die Stadt. Errichtung eine« Grabdenkmals. Anlegung einer Straße zwischen Wallthar und Neustadt- Die Banquette auf der Rodheimer Straße. Die Verbefierung des Wegs über die städtischen Bleichen- Den Feldweg am Hardtweg betteffend. Wahl von Werten für Abschätzungen von Wildschaden. Statistische Ermtttelungen des Erndte-Ertrags- Kostendecreturen- , Abtritttanlagen in der Stadt-Mädchenschule- Einquortiruna von Gamison-MannsLasten.__________ — Italien. Rom, H. November- Das Journal „Esercito" meldet: Die inter- nationale Militär-Commission zur Feststellung der bulgarisch-rumelischen Grenze befindet sich gegenwärtig in Silistria. Die bei Ernennung des türkischen Commiffärs sich ergebenden Schwierigkeiten haben das Zusammentreten der Commission derartig verzögert, daß dieselbe ihre Arbeiten m diesem Jahre nicht me^zu beendigen im Stande sein wird. Die Commission wird höchstens bis Ende November die Grenze zwischen Silistria und Mangalia bestimmen können, dann aber die Fortsetzung ihrer Arbeiten bis zum nächsten Frühjahr verschieben müffen, da die Bereisung des Balkans während des Winters unmöglich ist. rfrnmg 6c ht"8 re,öe” Ifli Der Kaiser erwidert-, ind-m er für di-Versicherung d-r loyal-n Erg-b-n- h-it dankt- und an di- -rnst-n V-rhältniff- erinnert, unter welchen die D6ez-t.on war: Die Ereigniffe im Orient waren in die entscheidende Vbaie getreten Wir standen an der Schwelle des Congreffes, der die Resul- J? Qrteaeä mit den Forderungen des europäischen Gleichgewichts und nut in Einklang bringen sollte. Da- mals^^urden^de^Rea^erung ^mft dankenswerthem Patriotismus die Mittel be- williat welche dieselbe in den Stand setzte, nach beiden Richtungen hm ihren Lfluß °ü?d.m E°ng?effe und nach d-ms-lb-n -rfolgr-ich zur G-ltung zu — Mtt dem hier eingetroffenen Commiffarius des Londoner General- postamtes ift betreffs des Tel-graphen-Verkehrs mit Sagland unter dankens- werthem Entgegenkommen der holländischen und belgischen Telegraphen-V.-rwal. tuna, sowie der belhelligten Kabel-Gesellschaften -in Einoerstandntß erzielt worden. Di- bezügliche Uebereinkunst tritt am 1. Januar 1879 tn Kraft: jedes Wort bei Telegrammen zwischen Deutschland und England kostet 30 Pfg. ohne Ui. lerschied des Abgangs- oder Bestimmungsortes, ohne Erhebung einer Grundlox- oder eines Minimalsatzes, gleichviel, auf welchem Wege die Beförderung Pesth, 11. November, Abends. Im Finanzausschuß der österreichischen Delegation erklärte der Kriegsminister, daß das Armee-Obercommando gegen- wärtig nicht mehr bestehe, wohl aber -in General-Jnspector, dem aber kein Befehlsrecht zustehe, der seine Berichte unmittelbar dem Kaffer unterbreite, . welcher dieselben dem Kriegsministerium zur weiteren Amtshandlung zuwcise: , die verfassungsmäßige Jngerenz des Kriegsministeriums sei demnach vollkommen 3«Ä K/S I und -< & i.n eeebii Nl„'- L-rslbis f*1', grauen5® cS» ; 2 äettld f’1^r(r. »«" ■ Newyork. flokL Capt- 61 Salttmoti WwHebiff toPM ~ SB erwifebt^* . - Gewichtiges HauSmittelchen. Die schöne Zeit beiSinsebreäw« wieder berangerüctt. Da kommt eS wohl mitunter vor, daß eine sebst srau getäuscht wird, indem fie statt der angepriesenen jungen-ine bejahrtere Gan« Darum i-i hier ein gan, einfache-, leicht >««« unseren Hausfrauen miigetheilt, durch1 welches sie fich- vor iedn Täufchung &Ay Ber'ehuna schützen können. Man faßt eine gewöhnliche„Stecknadel a zwischen Daumen und Zeigefinger und setzt den Kopf derselben die H t d Dringt bei ganz leichtem Druck der Kopf in die Haut ein, so kann man nw eine junge, diesjährige Gans zu kaufen, welche, gut gebraten, am Familtentischc S >(5 und Genuß bereitet. Stülpt sich aber auch bei stärkerem Wt bte ^aut um« Kopfe nach innen und durchbohrt dieser jene nicht, so sehe man von je^m v$ ewe solche Veteranin ab. So theilt wenigstens ein Menschm- und^mme^ Leipziger Tageblatt" mit und wir wollen c8 unseren wirthschaftSbeflissmen zum Versuch besten» empfohlen haben. 5. ioiv w _________________ 6. Schu^lV für' Waisen-Kinder betteffend- 7. Anschaffung von Schulbüchern in Gemäßheit Art. 26 des Volksschulgesch-i q m fiirfi hpK mhntoaraDÜcn Theodor 28 ode um Bauerlaubniß- G-Iuch d-S GästSs Justus Müller um Erlaubniß zur WH Brin0e®el Ralfer sprach seine Befriedigung aus, daß -s d-m Congreff- gelungen, die emminente Gefahr eines europäischen Krieges zu beschworen. Der Berliner «rieb? bat e nen neuen Zustand der Balkanländer geschaffen. S-m- confequente Durckkübrung, für welche die Regierung des Kai -rs mit aller $er= Sheue ^Sn ^b iö geeignet, die Wiederkehr von Gefahren, die den Frieden Europas und unsere^Jntereff- b-drohten, gorod und Ehartow steten ,eyr fluning aue. nj« ö“«»“» — -........ s"Affew"daß U? Occupation und Administration Bosniens und der ffilab,^ab£ib/inil"8Sm£ ^Zeitungs-Meldungen zufolge würde d-r KÄÄX-ÄrÄ sÄr'““tra ”b" “ub 3~““ •“ *'M die Durchführung der Aufgabe erheische, mit der finanziellen Lage der Monarchie (Sinflma zu bringen und den Eintritt des Moments zu beschleunigen, tn welchem die Verwaltung Bosniens und der Herzegowina aus den Mitteln dieser Länder selbst bestritten werden könne. Di- Hoffnung, daß dies gelingen werde, erscheine um so mehr begründet, als die Beziehungen der Monarchie zu alle» Mächten fortwährend die besten seien. Es seien schwere Opfer, welche von den Delegationen verlangt würden, große historische Ereignisse seien mit nicht gewöhnlichen Anforderungen an di- Monarchie herangetreten. Der Kaiser vertraut, daß der Patriotismus seiner Völker und die Einsicht ihrer Vertreter hinter der Größe des geschichtlichen Moments nicht zurückbleiben werden; er ist überzeugt, daß die D-legtrten ihre Bemühungen mit jenen der Regierung verewigen werden, damit das begonnene Werk zur Erhaltung des europäischen Friedens, zum Wohle und Ruhme der Monarchie und zur Consolidirung ihrer inneren und äußeren Verhältnisse einem glücklichen End- zugesührt werde. ft reu onföuft Emil Jp) ®ln u ™«6tr Evrufi PI« jU ütttoufi 'M3L 8»kr feile nni ®«o*tlrte H FeMtCibi.( ‘ wketea je . {»ton 500 M \ . .Aron 2^ Lokal-Notiz. («1-üen, 12. November. Heute Morgen war große Mtlchoisttation Seitens ver Nvlirei Auf dem Büreau derselben standen die Kannen massenhaft und wurde i^r Inhalt einer sorg7älftgm Revision unterzogen. Ueber da,^esultat Hoffers wir morg« Näheres mittheilen zu können. Gleichzeitig wurden auch die Liter- uud Halbltte7- We»en"s°rtgesetzter grober Ruhestörung sind gestern Abend drei Bursche» tn Nr. S>ch-r^g«b^cht^word-n.Klinik, Herr Prof. Bose, siegt schwer erkrankt darnieder. Man zweifelt an dem Auskommen dieses so sehr tilentooUen langen Mannes, w-lch-r .^ Zierde her tm Roo.) tnJe 26. cvßres geschätzten Blattes begaben sich am vorigen Sonntag vier Mitglieder des ober hessischen Vereins für Localgeschichte, darunter der Präsident und der ©6crttar die < Vereins nach Kaichen zur Besichtigung der hochinteressanten utittelalterlichen «Srrichls. stätte am steinente Tisch'. Sie fanden die Beschädigungen der zum Sitze für dd Schöffen bestimmten Steinvänke als nicht sehr erheblich und jedenfalls leicht wieoer herstellbar und die maßgebenden Persönlichceiten in Kaichen durchaus bi altehrwürdigm Denkmale Reparatur und Dchutz angedeihen zu lassen. Der Pt 8. dem das Grafengericht fast ein halbes Jahrtausend hindurch abgehalten wurde, oie- . in der That neben dem großen historischen Interesse eine herrliche Aussicht üb« aünstiger Jahreszeit wird ein Ausflug des gefammten ab«hefstsch^ Vereins für^Localgeschichte dahin stattfinden, wobei ein Vorttag über da« Fceigrr 0 Kaichen an Ort und Stelle abgehalten werden wird. «testen, 12. November. Tagesordnung für die Stadtoerordnercn-Vidvi Donnerstag den 14. November 1878, Nachmittags 4 Uhrr 1. Anlegung von Capitalien der Armen-Caffe. 2. Stiftung der Bürgermeister Reiber'S Eheleute zu Gunstm der Kleinkind, schule und der Krankmunterstützungs-Caffe. Gesuche wegen Ueberlassung deS RathhauS-SaaleS. N V«?°Z!unL des ie»Ä städtischen Hause aus dem Aster-f Donnerstag ^attiar tzlkidtrWohnun! Inhalt bet Phi bai Neuenweaer - 1 Drehbao! m(' rene« Hautzgeck Mbietend verftl Girhev, ben 12 Sroßherzogua «81)! Kei 6949) W D tniblm und Hol »erkaufm bei GKXXXX 2 6968) Wi 2 La^rinPui J brrchlich, mi J Puppeng Q Leder, sowie X Größe und L empfehlende Moritz *00000 Weut ita Sehlffsberieht. Mttgetheilt von dem Ageutm veS Norddeutschen Llryd Tfi^Dietrich St Co. in Cassel über Die Annoncen-Expedition SSas-“Ä x«®« ÄLÄeAS «*■*■> am Mroße Versteigerung uouSdjiil) umarm Schloßgaffe B. 1. 4759) Strickwolle i j öil ivnHviiv X ♦ in jeder Farbe u. Quali- ♦ 0 ♦ tat das Pfd. von 3 Mk. £ - £ an, empfiehlt (5968 * Moritz Gregor! & Sohn. 0 (6977 empfiehlt Emil Fifebbach. a> billigst bei Bahnhofstraße. 6914) Bekanntmachung 1. Henrich eustadt' gleiche«- chlde«. 0 S ** ^Y^or" November. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschifl Mosel, Capt- H. A. F. Nrynaber, vom Norddeutschen^Lloyd in Bremen, welches am 27 October von Bremen und am 30. October von Southampton abgegangen war, ist'gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen. Baltimore, 9. November. (Per transatlantische., --o- - ■ damvssckiff Leipzig, Capt. Fr. Pfeiffer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches dampsiwm ^e.pzlg, Vvuyi T' J' *« m „.tu™ mnhlhphnlfen hier anaekommen. Leder, sowie Täuflinge in jeder Q Größe und in allen Preisen in q empfehlende Erinnerung. . Lahrer Hinkende Bote, Deutscher Neichsbote, Landkalender, Hausfreund, (55d4 Gustav-Adolph-Kalender, bei Wilhelm Klee. Wirderverkäufer erholten bohen Rabatt Versteigerung. Donnerstag den 14. Novbr«, Nachmittags 3 Uhr, stllin der Wohnuna des Drechsler Bruckel, wohnhaft bei Philipp Schmall Ww. vor dem Neuenweger Thor: 1 Drehbank mit Werkzeug und verschiedenes HauSgeräthe und Weißzeug meistbietend versteigert werden. Gteßev, den 12. November 1878. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 6981) M ü l ler. Regenschirme empfiehlt zu billigen Preisen (6649 Jf. Rübsamen. Bielefelder Hemden-Einsätze, von 75 an, emireblt in reicher Auswahl (5490) H. Biibsamen. 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Roggenmehl % (Berliner Marke) JL. 22.—, do. IL (Berliner Marke)^L 19. , W-iz-n, -ffect.^ht-stg-r ab Bahnhof hier JL 19.50-20, ab unserer Umgegend M ^ ^0-19, do. fremder se nach Qualität 3t 19-20.50, Roggen je nach Qualität ^ 13.50-16.50, Kerlle Jt 13-19.—, Hafer JL 12.50—14.—, Kohlsamen JL 27—28, Erbsen JC. 19—-23, 15—16 Linsen JL 17-23, Rüböl, detail, JL 68. Stimmung ruhig. Hauptsächlich gefragt war: —. (Die Preise verstehen sich sämmtllch per 200 Pfun>« Zollgewicht-- IW De^ heutige Viehmarkt war Ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 380 Ochsen, 180 Kühe und Rinder, 220 Kalber und 600 Hämmel. Die Dretse stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 72—74, 2. Qual. JL 68—70, Kllhe und Rinder 1. Qual. JL 58—60, 2. Qual- X 52—54, Kälber 1. Oual-X 62—64, 2. Qual. JL 54—58, Hämmel und Schafe 1. Qual. X 63—65, 2. Qual. X 50 52. 6978) Zu beziehen durch die Buchhandlung von Herrn. Goes, Asterweg 110, und deren Colporteure: Der Rechts-Practikant bei den allgemeinen deutschen Amtsgerichten. 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Wr. 116, unter Leitung ihres Kapellmeisters C. Krausse. Anfang y28 TThr, _____Entree 50 Ffg, Arabische Gummikugeln. Bekannte, von den meisten Aerzten empfohlene Brust-Bonbons in stets frischer Maare, per Schachtel 40 unv 20 Packele ä 10 bei: •Julius Wallach tu Gießen. 6551)H, Hoog in Büdingen. Aermiethungea. 6975) Ein kleines Familtenlogts im 3. Stock meines Hauses zu vermiethen. Otto Roth, Buchhändler, _________________Marburgerstrabe- 6969) Etn unmöbltrteS Zimmer zu vermiethen bet _______P. Plank Ww, Wolkengasse. 6971) Ein Familtenlogts ift zu vermiethen und zum ersten Dec. beziehbar bet __________PH. Schwan I., Neustadt. 6807) Ein Vogte, 5 Zimmern, Corrtdor und Zubehör, zu vermiethen. Gustav Bergen, verlängerte Ludwigsstr. 6806) Zwei kleine Famtltenwohnungen mit Zubehör sind zu vermiethen. 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LampuS. 6810) Etn MöbltrteS Zimmer zu vermiethen bei Emil Sauer, Bäcker, ______________________Seltersweg.______ 6824) Zwei kleine Logls zu vermiethen. _________Carl Heil, Schießgärten. 6842) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ________________________Asterweg A. 100. 6920) Möblirtes Zimmer zu vermiethen ______bei Martin «cheel, am Markt. 6928) Eine Mansardenwohnung, bestehend aus 2 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör und ein Zimmer im unteren Stock zu vermiethen. Heinrich Balser, Grün- bergerstroße._________________________________ 6921) Möblirtes Zimmer zu vcrmtether ______bet Gg. Schomber, Seltersweg. 6812) Ein FamillrnlogiS zu vermiethen, und per Decbr. zu beziehen. ____________Ioh. Becker V., Gartfeld. 64^3) Ein FamtlienloglS (3 Zimmer, 2 Kammern, abgeschl. Vorplatz, Küche und Zubehör) zu vermiethen und zum 1. November zu beziehen. Prof. Thaer. vermischte Anzeigen. 6982) Einen kräftiger Arbeiter auf so fort gesucht._________________A. Lynker. 6973) Am Sonntag Morgen wurdetn der Nähe des Wallthors eine silberne Cyltnder- uhr gefunden. Abzuholen bet Ludwig Schneider, ____ am Wiesecker Weg. Ei» Merzieher ist am Samstag Abend ber dem Commers in Wenzel'S Saalbau abhanden gekommen, oder vertauscht worden. Man bittet denselben bei Herrn Hausverwalter Hofmann baldigst abzugkben.__________________(6984 6964) Meine noch vacanten Aecker sind auf mehrere Jahre zu verpachten. __________________Fr. LampuS. 6938) Unterricht im Zeichnen, Aquarell- und Oelmalen ertheilt Herrn. Grastauer, Wallthorstr. bei Hrn. Th. Geismar. 6970) Herrschaften, welche auf Weihnachten, sowie auch auf sogleich, Dienst' mädchen, mit guten Zeugnissen versehen, für Haus- und Mchenarbeit zu brauchen haben, wollen sich gefälligst an mich wenden. 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