24 h lt: Aj: ÄS» A.”" Wiffor -ZPL nQulu§ und Sirona. 9 ,Jon H- knückjuk • |Cire aus Eb«'j Ämobetrt»bti= Maschine mit Abbild ntliält) H'stonscher Roman , (Fortsetzung.) - !®n Dr. W. Htrüstl. BildunftSonstalten? Eme gpijobc aus n von Moritz von die beiden iiühesten Iheim'S. Zum 81. 4- Mit2IMat!vr r Gericht. Von H. tlicnli'Le: Ein Zu^ llschmKronpljnzkssin. ehr. Mit dem Bilde-, nertn Loggia in El. krthellcnd- ;en illustrirten er Wilhelm's 81. wollt’ pro. Nr. 26 enthält: otstorischer Roman . Fortsetzung.) - iburgseftes. Periön- I Dr. Emil Weim § und Neues vom laudnei von 3uliu» llinge. Eine Episode ndleben von Moritz luß>-Zu Mander niß ous dem Jahre Ser!tn.-Am Family V. - Ausnutzung kine Agltationttede. von Henseler: Im trlrten Beilage- ter, ReitstagMung liier. t April 1878t rstewttg. rrn E»l Sdle- nan> m in 6 -Wh. ei'* tück ours»___— - J*,. 16 16 20-2? 20 32- 16 16 ? 9 52-5' 18-21 Ao. 88. Samstag, den 13. April 1878. md AlÄsbKit für öeu Kreis Gießen. NeVacUonSbureaur Gartenstrahe B. 165. ExpeditiorrHbureaur Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Pf. ■JHMJJ. ».aglB'VSVjM/M'JS» 1 !■!! WB»———M— Amtlicher Hl-ei l. Gießen, am 40. April 1878. Betreffend: Die Feier der Geburtstage Ihrer königlichen Hoheiten des Großherwgs und der Großherzogin. Die Großherzogiiche Kreiö-Schul-Commiffion Gießen an die Schulvorstande des Kreises. Wir benachrichtigcn Sie zur Nachachiung, daß nach Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 3. April 1878 für die Folge an dem Geburtstage Seiner Königlichen Hobeir des Großherzogs (12. September) und an dem Geburtötag Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin (25. Avril) sämmtliche Schulen des Großherzogthums geschloffen bleiben sollen. Dr. B o e k m a n n. _______ Uokitisch Preis- und Werthconcurrenz. Während die unser Vaterland umtosenden politischen Stürme und die Möglichkeit, daß durch sie die unter der Asche des kaum erloschenen Kriegsbrandes sortglimmenden Funken auf's Neue zur helllodernden Flamme angefacht werden können, unsere Aufmerksamkeit fast ganz nach den Angelegenheiten der äußeren Politik hinziehen, vergeffen wir beinahe, unseren inneren und namentlich unseren volkswirthscbaftltchen Zuständen die röthige Theilnahme an- gedechen zu lasten. Es wäre im höchsten Grade überflüssig, wenn wir in dieser Beziehung die alten Klagelieder vom M'lliardensegen, Gründerschwindel und Ueberp>odiictlon austs Neue anstimmen wollten, mit dergleichen Tiraden wird nicht einmal die Hoffnung auf bestere wirthschaftliche Zustände geweckt, geschweige ein Heilmittel für die kranke Industrie gefunden. Wir hegen auch nicht den kühnen Gedanken, in dem Besitze eines unfehlbaren Heilmittels gegen die wirth- schaftliche Misvre zu sein, aber auf einen Umstand, der viel dazu beitragen könnte, um unsere wirthschaftliche« Kalamitäten zu beseitigen, möchten wir doch im Besonderen aufmerksam machen. Die guten Zeiten haben der leichtfertig gewordenen deutschen Industrie gestattet, Maaren von geringer und schlechter Qualuät zunächst ungestraft zu produciren, die darauf folgende Zeit des Krachs und der Verarmung haben aber die schlechten Industrie Erzeugnisse noch am Leben erhalten, weil das liebe Publikum möglichst billig kaufen will und man für wenig Geld doch im Allgemeinen nur schlechte Maare erhalten kann. Ist diese billige und schlechte Maare aber wirklich ein Vortheil für die Konsumenten, oder betrügen sich diese mit ihren billigen Einkäufen nicht selbst? — Man hat in dieser Beziehung offenbar den wohlerprobtesten Erfahrungen den Rücken gekehrt. Billige und schlechte Maare ist für den vernünftigen Käufer stets zu theuer, aber gute Maare ist selbst bei hohem Preise kein Verlust für den Cou- sumenten. Daraus ergiebt sich logischer Meise, daß es lediglich in der Hand des cousumirenden Publikums liegt, einen großen Theil der wirthschaftlichen Kalamität hinwegzufegen. Man achte nur beim Einkäufe der Maaren nicht auf die trügerische Preisconcurrenz, sondern auf die eine reelle Schätzung gewährende Werthconcurrenz. Auf diese Weise dürfte der Ankauf der minder- werthigen schlechten Waare ziemlich eingeschränkt und nur für die befferen Industrie-Erzeugnisse der Markt offen gehalten werden. Die weitere Folge davon wird fein, daß alle Producenten genöthigt sein werden, auf eine bessere Qualität ihrer Producte zu halten, wodurch einestheils die Geschäftswelt mora- lisirt würde und anderntheils auch der Ueberproduction ein ziemlich starker Riegel vorgeschoben werden dürfte. Dann würden auch „Ausverkäufe zu Schleuderpreisen" nicht mehr stattfinden können und die Wanderlager, die zumeist einzig und allein auf die Sucht des Publikums, möglichst billig zu kaufen, speculiren, zur Unmöglichkeit werden. Dahin gelangen wir aber nur, wenn der Käufer künftig nicht mehr zuerst nach dem Preise der Waare fragt, sondern deren Güte in erster Linie in Betracht zieht. _ Deutschland. Darmstadt, 9. April. Das Großherzogliche Regierungsblatt, Beil. Nr. 11, enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial - Direction Starkenburg, den Steuer-Äusschlag zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschaftskaffe zu Darmstadt für 1878 betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Alzey, die Besoldung des Großh. Rabbinen zu Alzey pro 1878 betreffend. 3. Uebersicht der für das Jahr 1878 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions Gemeinden des Kreises Alzey. 4. Uebersicht der für das Jahr 1878 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Eommunal-Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises Schotten. 5. Uebersicht der für das Jahr 1878 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Eommunal-Bedürsniffe in den Gemeinden deS Kreises Gießen. 6. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnä- digst geruht: am 27. Febr. den von dem Herrn Grafen von Alt-Leiningern er H H ei t. Westerburg auf die ewig. Pfarrstelle zu Södel präsentirten evang. Pfarramts- Kandidaten Heinrich Schmidt ans Siedelsbrunn für diese Stelle zu bestätigen; am 9. März den Hanptsteueramts-Kontroleur bei dem Hauptsteueramt Gießen, Augustin Blöcher, in gleicher Diensteigenschaft an das Hauptsteueramt Worms zu versetzen. Am 28. Febr. wurde dem Schullehrer Peter Müller zu Hahnheim die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Lörzweiler, am 4. März wurde dem Schullehrer Theodor Hof zu Grünberg die erledigte zweite Gemeinde-Schulstelle zu Grünberg übertragen; an deins. Tage wurde dem Wilhelm Louis aus Ober-Olm das Patent als Geometer 2. Klaffe für den Kreis Mainz ertheilt; am 9. März wurde dem Schulamts-Aspiranten Franz Dorn aus Heppenheim a. d. B. die sechste kath. Schulstelle zu Seligenstadt, dem prov. Lehrer an der Präparanden- Anstalt zu Lich, Heinrich Weitert, die Stelle eines Vorstehers dieser Anstalt und mit Beibehaltung seiner Eigenschaft als Volksschullehrer übertragen; am 18. März wurde der von dem Herrn Fürsten zu Ysenburg-Birstein auf die Lehrerstelle an den städtischen Volksschulen zu Offenbach präsentirte Schullehrer Valentin Nicolai zu Unter-Schönmattenwag für diese Stelle bestätigt. 7. Eoncurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die dritte Gemeinde-Schulstclle zu Echzell mit einem Gehalt von 771 J-t. 43 H; die Gemeinde-Schulstelle zu Rödgen mit 771 42 Schul- und 85 JL 71 H Kirchendienst-Gehalt; die zweite evang. Schulstelle zu Dalheim mit einem Gehalt von 771 JC. 43 H. Berlin, 10. April. Es wird als sicher betrachtet, daß das Kentrurn und beide liberalen Fractionen des Reichstags gegen jedes Enquete-Gesetz stimmen werde«, welches die Einführung des Tabaksmonopols zum Zwecke hat. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Unzweifelhaft bekundet die Note Gortschakcff's den guten Willen Rußlands, mit England, sowie mit allen anderen Mächten zu einer Verständigung zu gelangen, wobei die Frage, ob der Vertrag von San Stefano in ganzem Umfange dem Kongreffe formell vorzu- legen sei, anscheinend unerörtert geblieben ist. — Betreffs der orientalischen Frage hebt die „Prov.-Korresp." hervor: Die politische Spannung habe sich in den letzten 8 Tagen wenigstens nicht verschärft, vielmehr trete allseitig der Wunsch und das Bemühen für Erhaltung des europäischen Friedens wieder bestimmter hervor. Hesterreich. Wien, 10. April, Abends. Die „Preffe" meldet aus Konstantinopel: die Pforte ist entschloffen, im Fall eines englisch-russischen Krieges weder den Engländern noch den Rnffen den Zutritt zu Konstantinopel und dem Bosporus zu gestatten. Die Türken befestigen ihre Vertheidigungslinie bis Bujukdere. Durch russischen Armeebefehl ist den russischen Osficieren die Betretung von Konstantinopel verboten. England. London, 10. April. Die Journale besprechen die Note des Fürsten Gortschakoff. Die „Times" sagt, das Document offenbare den sichtlichen Wunsch, eine friedliche Lösung zu sichern, und die Bereitwilligkeit, die durch den Friedensvertrag aufgeworfenen Fragen ehrlich zu discutiren. Der Kongreß fei allein competent, über die Gültigkeit des Vertrags zu entscheiden, deshalb sollten die Kircular-Depesche Salisbury's und die Antwort Rußlands dem Urtherle Europas unterbreitet werden. — „Daily News" findet, die Note des Fürsten Gortschakoff werfe kein klares Licht auf die Absichten Rußlands. — „Daily Telegraph" vermißt darin den Ausdruck der Neigung den ganzen Fne- densvertrag im Sinne Englands dem Kongreffe vorzulegen. — „Morning Post" glaubt, Fürst Gortschakoff verzichte anscheinend auf eine Ergänzung der Verhandlungen und die Herbeiführung einer friedlichen Lösung. — „Standard" ist abweichender Meinung, warnt aber davor, Gegenvorschläge zu machen. Es sei dies eine Falle, in welche England nicht gehen dürfe. Europa und nicht England habe über den Friedensvertrag zu entscheiden. — Die „Times" bringt in ihrer gestern Abend veröffentlichten dritten Ausgabe ein Petersburger Telegramm mit zwei und eine halbe Spalte füllendem Text der Annexen zur Antwort des Fürsten Gortschakoff, die Salisbury's Rundschreiben punktweise beantwortet. Am Schluffe heißt es: Die Depesche liefet Circularfchreibens, das Fürst Gortschakoff an die Mächte gerichtet tyabenJod Vermischtes "Jtzmai zugegangen, welche starke russische Truppenbewegungen in ganz Rumänien fiqnr Artillerie stark besetzt worden. wohner des ganzen Districts von Dulcigno bis zur Bojana weigern sich, Waffen von Montenegro anzunehmen, und sprechen sich laut und entschieden, ohne Unterschied der Confession, für den Anschluß an Oesterreich aus. In Montenegro herrscht darüber große Beunruhigung. Man erwartet stündlich einen Aufstand zu den biüic 1897) 253) von 25 Ctr Holz und Bei (?r Nom, 10. daß der Papst ein auffordert, sich an Forts von Mehaj-Golobroo, die bisherige aus Spizzanotten bestehende Besatzung entlastend. Eine größere montenegrinische Abtheilung befestigt Punta bi Volo- vizza gegen die Land- und Seeseite hin. — Der „Polit. Corresp." sind heute mehrfache Meldungen aus Bukarest 2268) Realschule erlo z» bringen: Rcaisl Offenbach, 9. April. Heute Morgen gegen 4 Uhr brannte eS in der Fabrik der Herren Gebr. Heine in der E-senbahnstraße. Das Feuer, in den Fabrikgebaulich- keiten ausgedrochen, entwickelte sich so intensiv, daß die schnell herbetgeetlte Feuerwehr ihre Thätigkctt besonders auf den Schutz der nahe umliegenden Wohngebäude und des Comptoirs beschränken mutzte; doch ward der Dachstuhl des Letzteren ebenfalls von den Flammen ergriffen, diese aber schleunigst wieder gelöscht. Das Fabrik- und Maschinen- haus sind gänzlich ausgebrannt. (Off. Ztg.) Berlin. Eine sehr gemüthliche Volksscene, spielte sich auf der Andreasstraße ab. Gegen hundert Menschen, gröhtenthetls Arbeiter Dienstmädchen und Gassenjungen, v . schaarten sich vor einem verschlossenen Kellerladen, auf dem die Aufschrift prangte: lisiren. Mehrere Punkte auf dem rumänischen Donan-Ufer, insbesondere Bra- »Kleiderhandlung", um die wankende Gestalt eines betrunkenen alten Mannes und galine, Cretesci, Berceani, Dobrent und Oltenitza, Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr» Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 11. April. Der Reichstag beschäftigte sich heute mit der dritten Lesung des Etats und des dazu gehörigen Gesetzentwurfes betr. die Aufnahme einer Anleihe für die Zwecke der Post- und Telegraphen- sowie der Martneoerwaltung. An de Generaldtscussion betheiligten sich mit verschiedenen Bemerkungen und Aeußerung von mancherlei Wünschen die Abgeordneten Rerchensperger, v. Maltzahn, Richter, Gras Frankenberg und Windthorft (Meppen). In der Specialdiscussion mürben nach längerer unwesentlicher Debatte die dauernden Ausgaben gemäß den Beschlüssen der zweiten Lesung genehmigt. p„ Die bei der zweiten Lesung des Etats gekürzten resp. gestrichenen Ansätze für das Unioersilätscollegienhaus in Straßburg, behufs Bethülfe zur wissenschaftlichen Er Forschung Centralafrtkas und für das Missionshaus in Tokio wurden wieder herge- stcllt. — Um 4 Uhr wurde die wettere Berathung auf morgen vertagt. Berlin, 11. April. Bratiano hatte gestern Nachmittag abermals eine längere Unterredung mit dem Fürsten Bismarck und reiste Abends nach Wlen ab. — Die Abreise Sr. Maj. des Kaisers nach Wiesbaden ist, soweit bis jetzt bestimmt, auf den 29. April festgesetzt. — Der Geheime Commerzienrath Borsig, Besitzer der bekannten Maschinenbau-Anstalt, ist vergangene Nacht gestorben. — In parlamentarischen Kreisen unterhält man sich von Vorbereitungen, welche Seitens der Regierung zum Zweck der Einbringung einer Vorlage über die Eisexzölle getroffen werden. — Der „Reichs-Anz." theilr bezüglich des am 23. October 1877 bei Adrianopel ermordeten Eisenbahnbeamten Kaiser ans Biebrich Folgendes mit: D^e Pforte hatte strenge Untersuchung angeordnet, in Folge deren 6 Tscher- keffen verhaftet und dem Cioilgericht von Philippopei zur Abnrtheilung überwiesen wurden. Noch vor der Abnrtheilung hätten die Behörden wegen des Anmarsches der Russen Philippopei verlassen; die dortige Bevölkerung habe darauf gewaltsam die Gefängnisse erbrochen und die Jnhaftirten theils befreit, theils getödtet. Welches Loos die muthmaßlichen Mörder Kaisers getroffen, wäre bisher nicht festzustellen gewesen. London, 10. April. In der heutigen Versammlung von 500 Delegirten der Arbeiteroereinigungen, welcher Gladstone und mehrere andere Deputirte beiwohnten, wurde eine Resolution angenommen, worin das Darniederliegen des Handels der Kriegspolitik der Regierung zuzeschrieben wird. Die Resolution protestirt gegen die militärischen Vorbereitungen, welche nur bezweckten, der Spizzanotten. Aus Mißtrauen besetzten die Montenegriner bereits die Italien. April. Der „Observ. Romano" stellt nochmals in Abrede, Circular erlassen habe, worin er die Katholiken Italiens den politischen Wahlen zu betheil,gen. den Krieg hervorzurufen. — Eine andere Nachmittags stattgefundene Versamm- Circularschreibeus, das Fürst Gortschakoff an die Machte gerichtet haben JoU. lung unter dem Vorsitz des Lordmayors hatte den Zweck, gegen den Vertrag und worin die Einwendungen Oesterreichs gegen den Friedensvertrag von -Dan von San Stefano zu protestiren. Mehrere Mitglieder des Oberhauses und Stefano in der nämlichen Weise wie England gegenüber Punkt für Punkt be- des Unterhauses, sowie der conseroativen Partei wohnten der Versammlung bei, antwortet werden. Nach dem Resumo drückt Gortschakoff zunächst sein Erstaunen die mehrere Resolutionen annahm, in welchen die Politik Rußlands deftig an- aus, daß Oesterreich es nicht für angezeigt erachtet habe, Bosnien und die gegriffen wurde. Herzegowina unter seinen Schutz zu nehmen, wenigstens diesen Provinzen Die London, 11. April. Die „Times" meint, die Lösung der Orient-Frage Mittel zu gewähren, die in dem Memorandum Andraffy'ö angegebenen Reformen sei während der letzten zwei Tage nicht sehr gefördert worden. Die Differenz und Institutionen einzuführen. Daß durch das Resultat des Krieges der Pariser zwischen England und Rußland bestehe noch unverändert. Unter Umständen Tractat gestört worden sei, könne nicht zugegeben werden. Es könne nur zugebe jedoch die Lage noch die beste Hoffnung zur Dazwischenkunft eines Ver- gestanden werden, daß das geringe Maß, womit die Pforte den Bestimmungen Mittlers. „Times" ermuntert daher Deutschland, sein Bestes zu thun, um eine des Pariser Vertrages Rechnung getragen habe, zur Nothwendigkett mache, Verständigung zwischen Rußland einerseits und Oesterreich und England anderer- Abänderungen dieser Acte vorzunehmen. Es seien die Jntereffen der Signatar- seits anzubahnen. Wenn Bismarck Rußland nur bewegen könne, den Friedens- Mächte in ihrer Gesammtheit, die dem Pariser Tractate den europäischeit vertrag dem Eongreffe vorzulegen und im Congreffe den rückhaltlosen Einwänden Character gäben. Würden diese Jntereffen separat und getrennt von einander der anderen Mächte Gehör zu schenken, werde der erste Schritt zum Frieden betrachtet, so würde dadurch nur die eine oder andere Macht berührt, während gethan sein. Ein solcher Schritt sei nicht unmöglich. Butt legte die Führer- sie, möchte man sie in ihrer Gesammtheit oder getrennt von einander ins Äuge schäft der Homerulers nieder. — Erzbischof Maiming ist nach London zu- fasten, materiell Rußland beträfen. Die russische Regierung glaube, eine Verrückgekehrt. ständigung von Macht zu Macht betreffs Modifikationen des Pariser Vertrages Konstantinopel, 10. April, Abends. Der Ministerrath zog heute würde gestatten, eine Basis zu formuiiren, welche dem Pariser Vertragenden die aus dem Rundschreiben Lord Salisburys resultirende Lage in Erwägung. Character einer Collectiv-Garantie wiedergäbe. Der Kaiser von Rußland würde Die Mehrheit des Conseils soll sich der englischen Politik günstig gezeigt haben, tief bedauern, wenn irgend eine Macht glauben sollte, einer vorgängigen Lpeci- — Der Großfürst Nikolaus ist nach Konstantinopel zurückgekehrt. ftcation dieser Jntereffen nicht zustimmen zu können und wenn auf diese Weise Wien, 11. April. Die „Polit. Corresp." meldet aus Cattaro vom die Annahme der einzigen Basis verhindert würde, auf welcher ein Congreß 11. d.: In der ganzen Umgebung von Antivari macht sich lebhafter anhalten- ein günstiges Ergebniß haben könnte. Der Kaiser würde aber die Verantwort- der Widerstand gegen die Verbindung mit Montenegro bemerkbar. Die Be- lichkeit für weitere Verwickelungen nicht übernehmen können. , ESi bewabrte[ Stri( ferner Für Das und Reim', Jfehh STUTTG. Frankl Wär hielt ßr und obgleiZ d «Mischen Lero unsrrtt.ll-nM- Qualitit und H stctenSlM große ftanjöMer cu- X M ruW 116-17. Ha «rflummt, wen unbeachtet- Am •♦SÄ' -WS je nach Qualität bis 23.-, N bis17.-, Linse gefragt war : . 200 Pfund Zoll Zeii| feiger ' es bei = ^dle^ Salisbury's beantwortet nicht die Fragen in Betreff der Lage der christlichen Bevölkerung in der Türkei und der von Rußland gebrachten Opfer. Erwägungen, welche diese Fragen einschließen, würden am Natürlichsten die volle Freiheit der Appreciation und Action gefunden und selbst dazu Veranlaffung gegeben haben, daß an Stelle von Einwendungen dagegen praktische Vorschläge getreten wären, geeignet, das Einvernehmen für die Lösung der gegenwärtigen Schwierigkeiten zu sichern. Das allgemeine Jnterefle erheischt eine feste und dauerhafte Pacification im Orient. der Landesverwaltung von Elsaß-Lothringen den Unter-Staatssecretär Herzog beauftragt. * Wien, 11. April. Die Lage in Rumänien bat sich scharf zugespitzt. Die russische Besetzung Rumäniens und namentlich der Umgebung von Bukarest ist in schleuniger Durchführung begriffen. Es liegt Die Gefahr eines militärischen Handstreichs vor. * Berlin, 11. April. Heute Mittag gelangte eine Einladung der Admiralität an den Reichstag, sich an einer Festfahrt der letzteren nach Kiel zu betheiligen, unter Anheimstellung der Zeitbestimmung. Das Präsidium wird die Einladung in einer Gesammtsitzung des Vorstandes beralhen und nach allgemeiner Annahme wegen dec augenblicklichen Zeit- und Geschäftslage voraus- sichilich ablehnen. Berlin, 12. April. Die „Nat.-Zkg." meldet: Die national-liberale Fraction beschloß in ihrer gestrigen Sitzung einstimmig, die Einführung des Tabaksmonopols abzulehnen. Die Fraction lehnte ferner die Voraussetzung ab, daß eine anderweitige Besteuerungsform des Tabaks annähernd soviel einbrin- gen müsse, als die Reichsregierung von dem Tabaksmonopol erwartet. Die Fraction ist nicht principiell gegen die Vornahme einer Tabaks-E >quete und Der Gewährung des entsprechenden Credits hierzu, jedoch ausdrücklich nicht zur Vorbereitung für Die Einführung des Monopols, sondern in der Richtung einer Besteuerung, welche ohne auf Den Handel, Den Bau und Die Industrie des Tabaks zerstörend einzuwirken, eine ansehnliche Mehreinnahme gewähren könnte. Wien, 12. April. Die „Presse" meldet: Der Großfürst Nikolaus hat die Feststellung eines Zolltarifs für Bulgarien verfügt. General Zolo- tareff, Gouverneur von Rustschuk, kündigte bereits die Einsetzung von Zollbe- behörden an. Petersburg, 11. April. Die „Agence raffe" constatirt, daß das Rundschreiben des Petersburger Cabinets mir dem dazu gehörigen Promemoria itn Auslande einen günstigen Eindruck heroorgebraht habe, und fügt hinzu, daß unter dem mäßigenden Einflüsse Deutschlands eine rege diplomatische Thätigkeit im Gange sei, um zu einem friedlichen Einvernehmen zu gelangen, für welches der Congreß der natürlichste Weg sein würde. Oie vor Kurzem signalisirte Befferung der politischen Lage habe sich somit in einer Weise accen- tuirt, die zu der Hoffnung auf einen baldigen günstigen Ausgang berechtige, falls nicht von England neue Hindernisse in den Weg gelegt werden sollten. — Der Kaiser genehmigte die Stiftung eines Ordens des rothen Kreuzes für Frauen und Jungfrauen. London, 11. April. Im Unterlaufe sagte Notthcote auf eine Anfrage Cartwrights, die Regierung thue iyr Mögliches in Konstantinopel und Achen, Die Pacificirung Der griechijchen Provinzen herbeizuführen. Auf LayarDs Vorstellungen habe Die Pforte versprochen, Die irregulären Truppen von dort zu entfernen. — Der Chef Der Admiralität Smith antwortete Campbell, er habe keine Nachricht von Gewalthandlungen britischer Marinesoldaten auf Tenedos; er glaube Die bezüglichen Meldungen seien völlig u ibezründet. — Northcote antwortete Cowan, die Regierung habe keine amtliche Information über den Umfang Der russischen Occupation Rumäniens und Der fast gewaltsamen Be- - sitznahme Der rumänischen Eisenbahnen. London, 11. April. Die Abendblätter veröffentlichen das Resum6 eines ft 8« stimmen "Sä in -NN sind von der russisLen verlangten stürmisch nach dem Inhaber des Geschäfts. ^Was Recht is, muß Recht (ts- < * „.rnex. crtMKnti s.il bleiben," riefen einige urkräftige Stimmen, während der Betrunke ie mit schwerer Zunge - Du H. russisch Division hat fett vorgestern la(Ite. Mein Jeld will ick Haden, - sonst nischi." Endlich wurde der Laden geöffnet Wichtige Positionen, namentlich Stationen Der Giurgewo-Bukarester Eisenbahn unb auf der Bildfläche erschien, „von der Parteien Gunst und Haß" begrüßt, der Jn- besetzt. In unmittelbarer Nähe von Bukarest findet ebenfalls eine starke Con- Haber des betreffenden Geschäftes, ein gemüthlich aussehender junger Mann. .Meine centrirung con russischen Struppen statt. Diese militärischen Dispositionen in 6=rr=nl" ruf er mit lauter Stimme. .Damen sind auch hier!- ichaAe es aus dem Rumänien scheinen zusammen,nhängen mit Vorsichtsmaßregeln der russische» d^Ä-iächt»Äll^etne°«ureouÄl .Meine Herren uns Damen," Heeresleitung zur Sicherung der Communicatlonen der m Bulgarien und Ru- &ub jetzt der Geschäftsinhaber wieder an, ^gestatten Sie mir ein Wort zu sachlichen mellen stehenden russischen Armeen bei einem eventuellen Confl'cte mit Eng- Aufklärung!" (Rufe: Jawohl! sehr gern!) ,Dieser Mann, meine Herren und Damen, land, in welchem Falle die russischen ^ufuhrlinien zu See unterbrochen wären. )effcn Sie sich hier so liebevoll angenommen haben, (Rufe: „liebevoll" is jut) dieser Berlin 11 Avril Der Reicks-Anr " meldet- Se Mai der Kaller JÄann alfo fam vorgestern zu mir und fragte, ob ich ihn in Arbeit nehmen wolle; er n?’ k O) T » • k C‘ dm DC ft nämlich Schneider. Ich sagte Ja" und versprach ihm 5 Mark pro Woche — (Rufe: hat mit der Stellvertretung des Reichskanzlers im Bereich der Justizverwaltung Oho! und allgemeines Gelächter). Meine Herren und Damen, ich bitte mich ausreden von Elsaß-Lothringen den Staatssecretär Friedberg, in allen übrigen Zweigenf zu lassen! Außer den 5 Mark versprach ich ihm noch vollständig freie Station- Das aus eine Anfrage topel und Athen, uf Layards ißop )en von Dort zu ^impbeü, er hck ten auf TenedoS; er. - Äoühcon uiJtion über Den qeiDakiamen Berns Resumö eines rid)tet Haden rertraz von Tan itt für Pmül bp M fein Erstaunen Bosnien und die esen Provinzen Die gegebenen Reformen Erieges Der Pariser Zs könne nur zu- ben Bestimmungen hwendigkeit mache, fitn der Signatar« ten europäische» rennt von einander t berührt, wahrend einanDer W{V glaube, eine Ver- Parifer Vertrages rifer Vertrage den vn Mand wurde n ans diese W chn ein Congrei die Verantwort' nie eS ^ A^lich- ven F°, ^uenoehr rbe'S'Le und des rshngeAz oonw , al«Ä R-» i-» '«ab«1 ’“C der . ^et -Jn - begrM. >eine <«;? S-xS SÄ'-s: twfe »fr »b "at H"!,, Ssft "*• miUtäu. hM* »ititi in Miun ift,,nb "»ch al. 6flill8‘ toraug. "S“»«1’ liberale Smfu^ung bt« a6 b mitin. fflMrttt. Di, afö^aquete und glücklich »jcht sondern in der in Bau und Die ' Mehreinnahme vWrst Nikolaus General Zolo- iUn8 von zollbe- fiatirt, daß das igen Proaieinoria und fügt hinzu, ge diplomatische en zu gelangen, )ie vor Kurzem mer Weise accen- sgang berechtige, t werden sollten, nfyen Kreuzes für ist doch nicht zu wenig?" (Rufe: Nee, wahrhaftig nich!) Nun aber meine Herrschaf- ^rifrhhflrkfT ttl ÖUifÜHt len, was thut der Mann? Er arbeitet einen Tag bei mir, verlangt 15 Groschen Vor- jlHfUJUlimiL III schuß, vertrinkt das Geld, kommt erst heute Nachmittag wieder, zerschlägt mir eine Sonntag, den 14. April Daniel Rühl am Rathhaus. Jacob Klingel- Fensterscheibe und will das andere Geld haben. Meine Herren, ist das ein anständige' Höffer, Wallthor. August Noll, Mäusburg Mensch, ist das in der Ordnung?" Nach dieser fulminanten Rede verwandelte sich --------------------------------------------------------------------------------------- natürlich die dem Schneider vorher zugewandte Gunst der Menge in laute Ent,üstung. Stimmen riefen: „Haut ihm!" und das Volk hätte sicher Lynchjustiz an dem Be trunkenen geübt, wenn nicht in diesem Augenblick ein Schutzmann erschienen wäre, der den Tumultanten enfernt hätte. Unter lautem Gejoble und unter Abstngung des schönen Liedes: „Du bist verrückt, mein Kind" stürmte die Menge dem „Arm in Arm" sich nach dem nächsten Poltzeibureau entfernenden Paare nach. Handel und Verkehr. Frankfurt, 11. April. (Fruchtbericht.) Die animtrteStimmung von voriger Woche hielt ferner nicht an, die Gemüther unserer Getretdehändler haben sich beruhigt, und obgleich die Eourse ihren höheren Stand behaupteten, ist die Furcht vor weiteren politischen Verwickelungen doch wieder etwas in den Hintergrund getreten. Weizen ob unserer Umgegend brachte JL 24, hie und da etwas mehr, fremder Jt 24—251/« je nach Qualität und Herkunft. Tendenz unsicher trotz gesunder Lage des Marktes und hervortretendem großen Bedarf. Roggen. Der Anflug von Festigkeit ist wieder verschwunden, französischer aus zweiter Hand Kleinigkeiten JL I8V2, prima norddeutscher Landroggen JL 181/4, russischer 17V4. Gerste vernachlässigt, JL 19—22 nominell. Futtergersle JL. 16—17. Hafer. Der Umsatz blieb geringfügig, die auswärtige Frage ist wieder verstummt, wenigstens wurden die jüngsten Limite nicht wiederholt, feinste Waare JL 16i/z, geringe Sorten /#. Fische»*, Alicenstrasse. Für practische Hausfrauen! Das anerkannt beste, billigste und unschädlichste Wasch- und Reinigungsmittel, „Rr. #vi»4<• k *a FelUaugen- MeM*^ aus der alleinigen Fabrik von JULIUS BESSEY in STUTTGART liefern in Giessen die Herren Gebr. Adami, Emil Fischbach, F. C. Henzerling, E. Hainbach, C. Hofmann, L. Kalkhof, Ph. Nau & Co., J. Retter, W. Seuling, Gg. 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