AZr. 264L Dienstag, den 12. November 1878. Wchemr HtMger Anzeige- und AmisM für Sen Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. NedactionSbnreaur 1 r i« Expeditionsbureau- f 6^u,fira8e B' 18’ Amtlicher Htzeil. Bekanntmachung. Nachdem nunmehr Seitens der betreffenden Veretnscommisfion die nöthi- gen Belege in unseren Händen sind, veröffentlichen wir hiermit folgende Abrechnung bezüglich des im September I. I. in der Schweiz angekauften und wiederum versteigerten Viehes Simmenthaler Race: Der Ankaufspreis beträgt tncl. sonstiger Kosten 14,552 Frc. 25 C. — 11,641 «X 80 und Coursverlust ä Frc. 1 = 400 .X............ 12041 80^ Hierzu 5% Zinsen von dem bei Aron Heichelheim in Gießen aufgenommenen Capital bis 10. Octbr. 1878 68 „ 33 „ Summe Ankaufspreis rc. 12110 „ 13 „ Von dieser Summe gehen ab, die von dem landwirthsch. Verein von Oberhessen zu dem fr. Ankauf verwtlltgten 700 „ — „ Bleibt Rest 11410 „ 13 „ Der Erlös für das gesammte verkaufte Vieh beträgt nach den vorliegenden Verstetgerungsprotokollen . . . . 14313 „ — „ Es sind demnach an die einzelnen Steigerer nach Verhält- niß der Größe der Steigerungssumme zurück zu vergüten ................ 2902 „ 87 „ und fällt hiernach auf jede einzelne Mark eine Rückvergütung von 2O4027/b313 Laubach, den 31. October 1878. Ord -Nr. || Der Steigerer Kaufpreis Rückvergütung X Rest- summe Namen. Wohnort. X 4 X L 1 Gemeinde Langsdorf 715 — 144 97 570 3 2 Reichelsheim 821 — 166 55 654 45 3 Melbach 470 — 95 38 374 62 4 Großkarben 507 — 102 69 404 31 5 Bellersheim 522 — 105 94 416 6 6 Nieder-Ofieiden 1002 — 203 20 798 80 7 Gambach 601 — 121 90 479 10 8 Nieder-Florstadt 590 — 119 65 470 35 9 Affenheim 901 — 182 71 718 29 10 Bleidenrod 896 — 181 69 714 31 11 Nieder-Wöllstadt 601 — 121 85 479 15 12 Staufenberg 550 — 111 54 438 46 13 Kleinkarben 1001 — 203 1 797 99 14 Beienheim 393 — 79 65 313 35 15 Stammhetm 700 — 142 2 557 98 16 Kloppenheim 700 — 142 2 557 98 17 Freiherr v. Stein Ständen 551 — 11t 80 439 20 18 Derselbe 562 — 113 92 448 8 19 I. Korell Schwabenrod 546 — HO 77 435 23 20 Heinr. Dörner VII. Hochweisel 562 — 113 95 448 5 21 Johs. Wörner HI. 562 — 113 95 448 5 22 Joh. Göbel V. Pohl-Göns 560 — 113 71 446 29 Summe 14313 — 2902 87 11410 n Das Bureau des landwirthsch. Vereins von Oberhessen. Das halbamtliche Blatt citirt nun die Rede des Fürsten Bismarck aus dem Jahre 1872, in welcher er auf die Gefahren hinwies, welche gerade jene sonderbare Vermischung der Interessen in sich barg, und schreibt weiter: „Die Der kirchliche Friede und die Centrumspartei. Unter diesem Titel bringt die letzte „Prov.-Corresp." folgende sehr wichtige Kundgebung. Wenn der Artikel über den Stand der Verhandlungen mit Rom auch keine positiven Angaben enthält, so läßt sich doch durch seinen ge- sammten Inhalt und Ton daraus mit Sicherheit schließen, daß von einem Abbruch der Verhandlungen nicht die Rede ist. Der Artikel lautet wörtlich: „Seit den ersten Nachrichten aus Kissingen über die Besprechungen, welche der deutsche Reichskanzler dort mit dem päpstlichen Nuntius in München, Masella, gehabt hat und in welchen man allseitig einen ersten Versuch vertraulicher Verständigung über die möglichen Wege zur Anbahnung des kirchlichen Friedens erblickte, — ist Angesichts dieser Friedensaussicht die Haltung keiner anderen Partei so eigenthümlich und befremdlich gewesen, wie die des ultramontanen Centrums, in der Preffe sowohl wie im Parlament. Weder der Wunsch, noch die Hoffnung des Papstes auf kirchlichen Frieden schienen in der ultramontanen Partei in Deutschland irgend einen Wiederhall zu finden: ihre Wortführer ließen es sich vielmehr angelegen sein, den Glauben an die Möglichkeit eines Friedens mit der deutschen Regierung von vornherein zu ersticken. Um sich in dieser Beziehung nicht in offenen Widerspruch mit der Auffaffung und dem Urtheile Roms zu setzen, wurde in den ultramontanen Blättern mit allem Eifer bestritten, daß die Anregung zu den vertraulichen Besprechungen von päpstlicher Seite ausgegangen sei, — es wurde behauptet, Fürst Bismarck habe die Verhandlungen lediglich zur Erreichung augenblicklicher politischer Zwecke angeknüpft. Diese Behauptung wurde jedoch durch den Papst selber Lügen gestraft: in dem bekannten Schreiben an den Cardinal Nina sprach Leo XIII. aus, daß sein eigener Wunsch, Deutschland den religiösen Frieden wiedergegeben zu sehen, eine günstige Ausnahme auf Setten des deutschen Kaisers gefunden habe, und daß daran die weiteren freundschaftlichen Verhandlungen sich geknüpft haben. Der Papst bezeugte zugleich, daß die Wichtigkeit des Zieles von der Weisheit Derer, welche die Geschicke des deutschen Reiches in Händen haben, richtig gewürdigt werde. Er fügt hinzu: die Kirche würde glücklich sein, den Frieden in Deutschland wiederhergestellt zu sehen, — das deutsche Reich aber würde, nachdem die Gewiffen beruhigt worden, in den Söhnen der katholischen Kirche, wie in früherer Zeit, seine treuesten Unter thanen finden. Nach dieser Kundgebung war es nicht mehr möglich, an dem Wunsche und Willen des Papstes selbst zu zweifeln, und seitdem find die uliramontanen Wortführer in der That bemüht, alle Friedensliebe und alles Verdienst um die Friedensverhandlungen dem Papst allein zuzuschreiben. Angesichts seiner Akußerung im August, mehrere Wochen nach den Kissinger Besprechungen ge- than, hätte man erwarten dürfen, daß Katholiken, denen es mit der Ehrfurcht vor dem Papste und mit der Achtung vor seiner Erkenntniß und Weisheit Ernst ist, auch ihrerseits einiges Vertrauen zu dem redlichen Willen der deutschen Regierung gefaßt und die Hoffnung auf Wiedergewinnung des Friedens auf jede Weise gefördert hätten. Aber das Gegentheil ist in der ultramontanen Preffe aus Seiten der Führer des Cerurums im Reichstage eingetreten : statt der Anerkennung des ernsten Willens, täglich neue Verdächtigungen und Schmähungen des Strebens des Reichskanzlers, statt einer Förderung der Frie- denshoffnungen das immer erneute Bestreben, eine friedliche Lösung „mit dieser Regierung" als unmöglich darzustellen, — und zur Unterstützung dieser Behauptung die wiederholte Versicherung, daß die Verhandlungen thatsächlich abgebrochen seien. Und in demselben Augenblicke, wo zwischen der päpstlichen Curie und dem deutschen Reiche vertrauensvolle Verhandlungen schweben, welche nach der Erwartung des Papstes auch das Ergebniß haben sollen, die Katholiken zu erneuter Bewährung ihrer Treue für Kaiser und Reich zu führen, in demselben Augenblicke geben die Ultramontanen im Reichstage das merkwürdige Schauspiel, daß die angeblich zuverlässigsten Verthetdtger von Altar und Krone, im Verein mit den entschiedensten Gegnern ihrer Auffaffungen und Grundsätze, der Regierung den Arm zu lähmen suchen in dem unerläßlichen Kampfe gegen Bestrebungen, welche das Christenthum und die Kirche ebenso heftig anseinden und bedrohen, wie Staat und Thron und die bürgerliche Gesellschaft, und welche von dem päpstlichen Stuhle jeder Zeit aufts Schärfste ver- urtheilt worden sind. Dieses auffällige Verhalten ist nur erklärlich durch den Charakter, die Zusammensetzung und die Leitung der Centrumspartei, welche sich seit Jahren als Vertreterin der kirchlichen Jntereffen der deutschen Katholiken geberdet, in welcher aber in Wahrheit noch ganz andere rein politische Gefichtspunke maßgebend sind, die mit den wirklichen Jntereffen der römischen Kirche absolut nichts gemein haben, deren leidenschaftliche Geltendmachung aber von vornherein den kirchlichen Kampf erbittert und vergiftet und damit der katholischen Bevölkerung unsäglichen Schaden bereitet hat. Die schlaue und künstliche Vermischung der ultramontanen Jntereffen mit denen des früheren (streng lutherischen) welfischen Fürstenhauses, die Leitung der ganzen Par! i durch einen in allen Künsten und Wegen der Politik bewanderten uliramontanen Welfenführer hat die schweren und verhängnißvollen Verirrungen der Partei und das gehässige Treiben ihrer Preffe herbeigeführt." Aeußerung über die richtige Würdigung seines Wunsches, die er auf Seiten ( . , u . der deutschen Regierung gefunden, und Angesichts der Thatsache, daß er diesesCentrumspartei aber bat den ihr von der welfischen Führung von Anbeginn H esterreich Q U) Ä überlassen. TViesbaden, 9. November. Kaiser Wilhelm ist um 4 Uhr 10 Min. im besten Wohlsein hier eingetroffen. Se. Maj. durchfuhren im offenen Wagen die prachtvoll geschmückte Stadt und wurde von einer unabsehbaren Volksmenge freudigst begrüßt. In den Straßen bildeten alle Vereine, die Schulen und die Garnison Spalier. Paris, 9. November. Abends. Das sogenannte große Syndikat der 105 Millionen war beute Vormittag im Hause des Comptoir d'Escompte ver- New-Nork, 9. November. Nach den bisherigen Wahlergebntffen würde das künftige Repräsentantenhaus 133 Republikaner, 148 Demokraten und 11 Mitglieder der Greenback-Partei zählen; die demokratische Mehrheit kann aber durch die noch ausstehenden Wahlergebnisse noch steigen. Telegraphische Depeschen. W«g«er's telegr. •»rtefpen^ewi * «hexte*. Paris, 10. November. Die „Agence Havas" meldet aus Beyruth: Das Mißverftändniß zwischen dem Gouverneur des Libanon und dem Klerus im Libanon ist Dank den guten Diensten des französischen Consuls ausgeglichen worden. — Rusttm Pascha hat die Rückkehr des Bischofs Bistani genehmigt. Dieser wird sich in der Bai von Juni (Dschuneh?) ausschiffen und provisorisch Berlin, 9. November. Die „Nordd. Allg. Ztq." bringt einen längeren Artikel über das Verhältniß Deutschlands zu den Samoa-Inseln, an dessen Schluß es heißt: Die gegenwärtige Krisis aus den Samoa-Inseln kann nur istre Lösung finden, wenn die Regierung von Samoa mit Deutschland wie mit England, eine die Stellung als meistbegünstigte Nation einräumenden Vertrag abschließt. Die Beschlagnahme der Häfen Salufata und Talcalili wird aufrechterhalten bleiben, bis die durch Art. 4 des Protokolls vom 3. Juli 1877 zugestcherte Gleichberechtigung und als deren Ausdruck der Abschluß eines Handelsvertrages auf dem Fuße der meistbegünstigten Nation gewährleistet ist. Das ist zugleich das beste Mittel zur Erreichung der von Deutschland auf den Samoa-Jnseln angestrebten Ziele: Sicherung wohlerworbener Rechte der auf Samoa ansässigen Deutschen und freundliche, weder durch innere Parteiungen noch äußere Einmischung gestörte Entwickelung des deutschen Handels. Berlin, 9. November. Auf die neueste preußische Anleihe sind im Ganzen 109,400,000 Mark gezeichnet. Die Repartition im Verhältniß dieses Betrages zu den aufgelegten 60,000,000 Jl. ist den einzelnen Zeichnungsstellen nebe Koum Ein, um damit ji Atdn-Stiefel, Kl-Pantoffeln all 'zett melden. A ausgeprägten Charakter fort und fort beibehalten und ist je länger je mehr ein Sammelpunkt aller partikularistlschen Feindschaft gegen Preußen und das deutsche Reich geworden: noch in den jüngsten Verhandlungen hat ein protestarnisch- welfischer Anhänger des Centrums sich erdreistet, die Herrschaft unseres Königs in Hannover und die dadurch erzeugten Gefühle mit der früheren Fremdherrschaft Napoleons auf eine Linie zu stellen. Bei solcher Gesinnung kann es nicht Wunder nehmen, wenn die politischen Führer der katholischen Fraktion und ihre Presse jede Hoffnung und Aussicht auf kirchlichen Frieden möglichst von sich weisen und Alles thun, was in ihren Kräften steht, um dre Stimmungen immer aufis Neue zu verbittern und die Ausgleichung zu erschweren. Wenn das aufrichtige Streben der deutschen Regierung im Verein mit einem friedliebenden Papste für die Wiederherstellung des kirchlichen Friedens in Deutschland in Wahrheit und dauernd gelingen soll, so muß durch die berufenen kirchlichen Autoritäten und aus der katholischen Bevölkerung heraus dem verwirrenden und vergiftenden Treiben der Parteien ein Ziel gesetzt werden, deren einflußreichsten Führern das Interesse der Kirche nur der Deckmantel für politisch unterwühlende Zwecke ist und welche der Erwartung des Papstes in Bezug auf die Treue der katholischen Unterthanen des deutschen Reiches durch ihr ganzes Verhalten offen Hohn sprechen." Keutschland. züglick des Adreßentwurses zu Stande gekommen; behufs Redaction des letzteren wurde ein Subcomtts eingesetzt. Pesth, 9. November. Sicheren, Vernehmen nach Hot der Kaiser für den Bereich der occupirten Länder eine Generalamnestie erlassen und steht die unmittelbare Veröffentlichung der diesbezüglichen Proclamation an die Bewohner Bosniens und der Herzegowina bevor. Frankreich. Italien. Rom, 8. November. Der Papst legte den Cardinälen die Frage zur Prüfung vor, ob es für opportun zu erachten sei, daß sich die italienischen Katholiken an den politischen Wahlen betheiligen. Mehrere Bischöfe, die gleich- alls hierüber befragt waren, antworteten bejahend. — Der König und die Tönigin sind in Florenz enthusiastisch empfangen worden. Rom, 9. November. Das Journal „Diritto" veröffentlicht ein formelles Dementi der Nachricht, nach welcher der italienische Delegirte bei der Rhodope- Commission, nachdem er den Schlußbericht der Commission schon unterzeichnet gehabt, seine Unterschrift wieder zurückgezogen hätte. Gestützt auf Die im britischen Parlamente vorgelegten Schriftstücke constatirt das Blatt, daß ange- stckts der Enthaltung der Delegirten Rußlands, Deutschlands und Oesterreichs die Commission die Absicht, einen Collectivbericht zu erstatten, aufgegeben und daraus beschlossen habe, das Ergebniß ihrer Arbeiten in einem gleichlautenden Berichte zusammenzufassen, welchen die vier in der Commission verbliebenen Delegirten, der italienische ebenso wie seine Collegen, der englische, französische und türkische, jeder für sich den Vorständen der bezüglichen Mission vorgelegt hätten. Rom, 9. November. Der Deputirte Pessina hat das Portefeuille des Handels definitiv angenommen. Rom, 9. November. Aus Neapel wird gemeldet, daß der Vesuv fortwährend in leichter Thätigkeit sei. Kußtand. . • mt dmch 8'“' dn MH«'" krhm Dicoration « Feuer «alt Ächt und wurd c‘, - _ _ Eine Scklo (kMmannschaß 'T- In tiefe & rfabt Küchenfee w glicht Platz gema' ^jchr $tfd)6bW _ - Das R-in m Immer. Sv Mt Dir und d fr, btt diverstn Aus lütil der Schuld c cPublikum, w (MH, baitn von 1 bis 0 U r cmtrtffen. Es is Urt ist, sondern da : brr Wagen vorbei nichts zu forgen, ' ! Ehrens gegen A 1^ ®'e uinnitte IgÄ r>- Schlviengke Sii** f4(1) SBonbni, an Egypten. Der betreffei.de Vertrag wurde von dem Präsidenten des Comptoir d'EScompte und einem Vertreter von Rivers Wilson unterzeichnet. Das Syndikat bewilligt Egypten einen Aufschub von 15 Monaten für die Bezahlung der Forderung in zwei Terminen. Dagegen bewilligt Egypten dem Syndikat die Vervollständigung der Sicherheit in Höhe der Differenz zwischen dem gegenwärtigen Werth der Pfänder und dem Börsencourse der Forderung. Das Syndikat kann optiren aus 229000 Titel der umficirten Schuld, welche einen Theil dieser Pfänder bilden, zum staffelmäßigen Course von 300 bis 350. Außerdem wurde vereinbart, daß der Credit soncier die 141000 Titel der uni» ficirten Schuld, welche derselbe besitzt, nicht zu einem niedrigeren Course abgeben darf, als zu welchem das Syndikat optirt hat. WieuMDergtürkische Admiral Hobart Pascha hatte, wie '.r „Polit Correjp." geschrieben wird, anläßlich seines kürzlichen Aufenthalts in Kitzen eine < Audienz beim König Georg gehabt. Hobart, welcher sich der besonderen Zuneigung drs Prinzen von Wales erfreut, hat ein Schreiben desselben dem König Georg überreicht, welches sich auf die türkisch-griechische Frage bezog. Nachdem König Georg seiner Freude über das Schreiben seines Schwagers Ausdruck gegeben, sagte er zu Hobart, daß er die zwischen der Türkei und Griechenland ' herrschenden Differenzen lebhastest bedaure und um alles in der Welt einen Krieg । zwischen den beiden Nachbarstaaten vermieden sehen möchte. Er für seine Person ' habe sich schon wiederholt dafür eingesetzt, es nicht zu einem Bruche kommen zu ' lassen. Die von der Pforte verweigerte Gebietsabtretung, welche der Berliner Congreß vorgezeichnet, habe die Stimmung der Griechen derart erregt, daß im Augenblick nur die Wahl zwischen Krieg und Revolution bestehe. Er, der König, sei gegenwärtig außer Stande, dem allgemeinen Drängen zu wiederstehen, da die griechische Nation einmüthig erkläre, daß sie unter den jetzigen Verhältnissen nicht weiter bestehen könne, und daß sie, wenn sie schon zu Grunde gehen solle, es vorziehe, daß dies auf dem Felde der Ehre, mit den Waffen in der Hand geschehe. Schließlich erklärte der König, daß er hoffe und aus ganzer Seele wünsche, daß noch in letzter Stunde ein befriedigender Ausgleich zwischen der Türkei und der griechischen Regierung zu erzielen sein möge. Wien, 9. November. Die „Polit. Corr." bementirt die Nachricht englischer Blätter über ein angebliches österreichisch-englisches Abkommen wegen Räumung des türkischen Gebietes seitens der russischen Truppen. — Die „Pol. Corr." erklärt auf Grund von Mittheilungen, die ihr heute aus Petersburg zugingen, alle ungünstigen Gerüchte über den Gesundheitszustand des Kaisers für absolut unwahr. — Aus Athen von heute meldet die „Pol. Corr.": Komun- duros hat in der Kammer mitgttheilt, daß das Ministerium beabsichtige, sein Project bezüglich der Bildung einer starken Armeereserve mit den Anschauungen der Opposition über die Organisirung einer event. zu Kriegsdiensten herbeizuziehenden Nationalgarde zu combiniren, worauf die Kammer entschied, daß alle aus die Jnsurrection in den türkischen Grenzprovinzen bezüglichen geheimen Acten- stücke vorzulegen sind. — Aus Bukarest meldet dieselbe Correspondenz: Die militärische Besitzergreifung der Dobrudscha soll unter dem Commando des Generals Angeleseu im Lause der nächsten Woche erfolgen. Pesth, 8. November, Abends. Die „Pesther Corresp." meldet: Die Deckung der laufenden Staatsbedürfniffe und der Occupationskosten wird durch das Rothschlld-Consortium mittelst einer die Staatsgüter als Unterlage nehmenden Finanzoperation erfolgen. Die betreffende definitive Abmachung geschieht nach E'ledtgung der politischen Hauptfragen und hängt mit der Operation für die Einlösung der Schahbons II. Serie zusammen. — Zwischen Majorität und Minorität des Adreßausschuffes des Unterhauses ist ein Compromiß be- tn der Provinz Kesruan residiren. London, 10. November, Morgens. Bei dem gestrigen Lordmayor- Banket in der Guildhall berührte Lord Beaconsfield zunächst die indische Frage und hob hervor, daß ein Einfall in Indien auf der Nordwestgrenze physisch unausführbar sei. Indessen könnten England dort leicht Verlegenheiten bereitet werden. Als es sich darum gehandelt, derartige Jnconvenienzen zu beseitigen, seien Umstände eingetreten, welche die ernsteste Erwägung erfordert hätten. Man habe sich entschlossen, hiermit wenn möglich ein Ende zu machen. Die erforderlichen Maßregeln dazu seien ergriffen. Wenn dieselben zur vollen Ausführung gelangt seien, so würde dieser Theil der Grenze aufhören, eine Quelle der Beunruhigung zu sein. Es sei zu hoffen, daß man alsdann in guten Beziehungen mit den nächsten Nachbarn würde leben können. Vielleicht sei die Stunde n-cht mehr fern, wo dies möglich sei. Der Premier kam sodann auf die mit der Pforte wegen Abtretung Cyperns abgeschlossene Convention und hob hervor, daß in Folge derselben das Euphrat-Thal sich in den Händen eines Alltirten befinde, welchem England seinen Beistand leisten könne in der von ihm verfolgten Politik, eine verhängnißvolle Suprematie eines einzigen Staates zu verhindern. Die Ergebnisse des Berliner Congresses hätten dem Sultan die Unabhängigkeit seiner Hauptstadt und die unbezwingbare Controle der Dardanellen gesichert. Was die Nichtaussührung des Berliner Vertrages betreffe, so sei nur die der Türkei für die Ausführung des Vertrages vorgeschriebene Zeit verstrichen. Alle wichtigen Bestimmungen des Berliner Vertrags aber seien auf dem Wege der Erfüllung. Die Insinuation, daß irgend eine Macht der vollständigen Ausführung des Berliner Vertrags sich entziehen wolle, müsse er entschieden zurückweifin. Die englische Regierung sei entschlossen, auf der buchstäblichen Ausführung oes Vertrags zu bestehen. Sie werde, wenn nothwendig, an das englische Volk nppelliren, um den Vertrag mit aller Energie und allen Hülfsquellen aufr cht zu holten. Die politische Lage sei gegenwärtig gewiß eine ernste, aber keine gefahrvolle. Wenn die englische Bevölkerung würdig bleibe ihrer Vorfahren, werde das R-ich niemals eine Minderung seiner politischen Stellung erleiden. Brüssel, 11. November. Der „Observer" schreibt: Wilson's jüngste Anwesenheit in Paris ergab den Abschluß eines Abkommens mit dem Credit foncier und dem französischen Syndicat, welches diese verpflichtet, ihren Besitz ■ an egyptischen Werthpapieren während einer genügend längeren Periode N'cht ! an den Markt zu bringen, um Zeit zur Belebung des egyptischen Credits und - der Entwickelung der neuen Administration zu lassen. Madrid, 11. November. Die ministeriellen Blätter dementiren die Gerüchte in Betriff einer Cabinetskrisis. Das Ministerium besitze das Vertrauen der Cortes und der Krone in gleichem Mrße. Petersburg, 10. November. Die Meldung auswärtiger Blätter, die iuj yjtiuionen war oeure 2öorinurafl im j^uujt vn Loidnuyol- tMrW grenze MO nheiten bereitet i zu beseitige^ hätten. Man Die erforbek' en AuOrunz -ine Quelle w __In der Nacht von Samstag auf Sonntag belustigtm sich mehrere Herren damit eine ganze Reihe von Thürchen der Vorgarten auf der Grünbergerstraße auSzu- bängen und einige hundert Schritte aufwärts zu tragen, um dieselben dort bis zum Morgen in das Gras eines Raines zu legen. Welchen Genuß muß cs besagten Herrn bereitet haben, als am Sonntag Morgen Frauen und Kinder umhersuchten und endlich fanden, was so geistreich versteckt war. Obgleich es nun bet Ausführung des „genialen Streiches" so hell war, daß man jedes Gesicht unterscheiden könnt' sd-nn der Mond schien klar und es war eine Mr diese Jahreszeit ungewöhnl cki Helle Nacht), so waren die Herren doch so erleuchtet, daß sie eine prächtige Gans nicht sahen, welch- in einem offnen Fenster (eine Stiege doch ist dasselbe gelegen) hing Mehrere Bohnenstangen standen neckisch herausfordernd wenige Schritte davon. Glücklicherweise war es für die Augen dieser Herrn nicht mehr hell genug, um einen lohnenderen Streich auszuführem ________________ ist das anerkannt beste und billigste Kraft- und Mastfuttermittel zur Aufzucht und Mästung von Schweinen, Rindvieh, Geflügel rc. und enthalt: 70-73o/0 stickstoffhaltige Nährstoffe mit 11—12O/o Stickstoff und 12—140/0 Fett. in.’8' - M gl«ch- 'S unb bie foraieQeS !I Rhobope- ^^erzeich^k auf die im daß anze- Desterreichs Neben unb eichlautenden Uerbliebene» '«rmMch, Won vorge- rtefeuille bti ' Vesuv fort- Carl Seiiwaab, DeiicatkistnhLndlung._______ LStei, ■Munt un” 91#(lu 8X D-i b s 350. “2 d-r ggi, Louise ab, Die von dem Frauenverein für Armen- und Krankenpflege veranstaltete Verloosung wird Mittwoch den 2« Novbr., Nachmittags 2 Uhr, im Saale des alten Rathhauses stattfinden. Tags zuvor, Vormittags von 10 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr werden Mitglieder des Vorstandes dort zur Entgegennahme der Gaben anwesend sein und -werden die Freunde unscrs Vereins freundlichst gebeten, die uns für die Verloosung zugedachten Gegenstände zu den angegebenen Stunden dorthin zu senden. Von Mittwoch Vormittag 10 Uhr an werden die eingegangenen Gaben zu Jedermanns Ansicht ausgestellt sein. An beiden Tagen sind auf dem Rathhause auch noch Loose d. 20 H zu haben. Der Vorstand« Toll es - Anzeige. 6967) Theilnchmenvcn Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß heute Nacht 12 Uhr unsere unvergeßliche Schwester Christiane Lenz nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten I>ie trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 11. November 1878. NB. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause aus statt. Für bie «randbeschädigten zu Lengsfeld sind ferner bet uns eingegangen W. Benner 20 H. K 2 JL, Hofa.-RMH Hoffmann 3 find, dessen die diversen Ausrufe, wenn in einen solch^ Haufen getreten wur^ (in I6etl der Schuld die bis jetzt bestehende Einrichtung trifft, so liegt anderntheils es M im Publikum, welches nicht zur rechten Zkit kehren laßt. Jrn^Reglement stehl utorMltd), ba6 in bet Wini-tj'tt (t. Ociov-r bis 1. Avrtl) an S^mstag-nNach dtioaS von 1 bis 3 Uhr flff ehrt werden muß, weil noch dir ser Zeit die Wagen zur AM •hibr eintreffen. Es ist doch ganz selbstverständlich, daß diese nicht warten können bi. Start ift sondern daß einfach der anfgehäufte Kehricht und Schlamm aufgeladen wird. Ä W->-° n °°'b-6 fo mtrb es Sache b-s Hauseigeuihümets süt Weglchaffun« bes irbrtStS >uÖ foraen, falls er eine Orbnungsstrase vermeiden will. Der frühere MobuS Ä Lehren? gegen Abenb kann nicht mehr zur Anwenbung kommen. 1968er l««“ ,ie gtunbt tw , auf bie mit b« t ab h°i h« eine? MU-'11 । M «M-1 11« °-E. meflen 9* fei««bli» Ä ■*' b m W i 51*, » teOK-a 1 „,|l< i ie- tfjjS i , «|M1,1 * E Vermischtes. Flensungen, 4. November. Heute ist ein Arbeiter, au<5 ©tan0enrofe natnmenb, in der hiefigm Eisensteingrube verschüttet worden. Erst nach mehrstündigen Jtacg- yrabungen gelang es, die Leiche aufzufinden. Mainz, 6 November. Die Actienbrauerei Mainz unb bie bekannte Meper sche Brauerei daselbst verzapfen bas Bier seit 1- November zu 10 $ per H Eit er, eine Thatsache, welche von ben Verehrern des Gambrinus mit Freudm begrüßt und von uns in Gießen mit Wehmuth gelesen wird. an au. Vor einigen Tagen bat ein Executor der hiesigen Steuerkaffe ven Bettag von 20,000 M, wclchct dielet Behörde von bet Post bahiet ->>? süt biefelbe onaekommen avisirt war, auf eine gefälschte mit Dienststempel versehene QuiUung Steuererhebers erhoben und dann dos Weite gesucht. Der Flüchtling, welcher einr^t Tbeil der Beute, da derselbe in Gold bestand, nicht milnehmen ^nnte, schrieb v Mainz aus an seinen Schwager, um ihn zu bestimmen, ihm daS zurückgelassene Geld, dessen^Versteck er angab, zu verschaffen. Der Mann aber machte davon Anze^ge, m> die Pollzei fand am bezeichneten Ort wohl geborgen den Betrag von 15 ooo alsbald angeordneter Nacheile wird es hoffentlich gelingen, auch des Verbrechers selbst und des Restes des Geldes habhaft zu werden. — So eben brinat noch das Deutsche Handelsblatt folgende Zusammenstellung über bie beutfdje Eiseneinfuhr und Mm-u?fuhr caussckließlich bes Roheisen? und asten sRntApiffn«-) • (Sinfubr • 1. Semester 1876 1,001,565, 1. Semester 1ö?7 ' L Semkste?'1878 2,089*561 Ctr. Ausfuhr: 1. Semester 1876 ^016,964 1. Semester 1877 4 763 468, 1. Semester 1878 6 303 297 Ctr. Daß der mit dem 1. Januar 1877 eingetretene Wegfall der Zölle vorübergehend eine bedeutende Steigerung der Einfuhr zur Folge haben würde, war allgemein erwartet. Die bdr^enbe Ziffer oon 187, konnte also nicht überraschen. Ganz anders fällt bie ©eftttltung Wagschale. Währenb bie Einfuhr im laufenden Ja^e bereits wieder stark im Rückgänge ift, zeigt die Ausfuhr eine stetig steigende Tendenz. Sie hat sich gegeni das erste Halbjahr 1876, d. h. gegen den letzten als normal zu betrachtenden Zeitabschnitt vor Aufhebung der Zolle, auf das Doppelte gehoben. Irt«nimmt billigst das «Scbiteibctt von Stämmen unb Brenn- be[i? ebenso besorgt dieselbe da? Fahren des Holzes aus dem Walde rc. (6554 Dreis r Mk- 17.— pr. 50 Kilo bei Partiem unter 20 Gentner, „ „ 16.50 ,, „ „ bei Entnohme von mindestens 20 Centner. Probesäcke, ca. 75 Kilo wiegend, stehen gegen Nachnahme des Betrages zu Diensten Aufträge, Anfragen rc. beliebe man zu richten an das Haupt-Depdt für Baben, Bayern, Hessen, Württemberg, Elsaß Lothringen unb bie Schweiz, 6841) Georg Carl Zimmer in Mannheim. 2 E Sr ct> ßroßeVrrsteigerung von Schuhwaaren Schulstraße Nr. 19, neben der Expedition des „Gießener Anzeigers". Kommenden Dienstag den 12. November, Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr, Men, um damit zu räumen, eine große Partie Damen-Kidstiefel, Chagram- un lulkileder - Stiefel sowie Hausschuhe. Herren-, Knaben- und Kinder-Stiefel, ftder-Pantoffeln aller Art, öffentlich gegen Baarzahlung an Meistbietende ver- ILe-rt werden. Alles schöne, elegante Waare^ SS ö* gewöhnlich, zum Georgsfest erfolgen. Gänzlich unwahr ist auch die Be- Ltuna von der Erkrankung oder einer Indisposition des Kaisers. Die sichren aus Livadia über das Befinden des Krisers sind völlig zufrieden- irtb. Graf Schuwaloff tebrt nach London zurück und wird dort in der m sein, die unmittelbarsten Anschauungen des Kaisers darzulegen. Der Tag ta Rückkehr Schuwaloff's soll noch nicht feststehen. ; London, 11. Novbr. Ein Telegramm aus Bombay enthält eine Mel- uw der „Times of Jndia", wonach man in Simla auf eine friedliche Lösung i Schwierigkeiten mit Afghanistan hofft. Man nimmt an, Rußland werde iii ^ntereffe des Friedens eine Pression aus den Emir ausüben, der ohnehin ul Eifolge gegen die Engländer nicht rechne. Der englische Oberbefehlshaber 6 „ach Pejhawer abgegangen. Im Falle eines Krieges soll die Division ixrocon die erste Verwendung finden. — In den Verbindungen mit Quettah Heue Ernte Ä8-8 S62O) "i-Lamas 6836) Zum Sta unter vermietben. H. Euler. miethen. Sonnenstraße B. 65. tb trifft im Laufe nächster Woche hier Zimmer zu vermiethen. v. 1656/ig. Neue Bäue 85. zu vermietben 2525 5087 488 (6712 empfehlen Je A. Busch Söhne. in Verantwortliche Redactto«: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'sche« Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieße». Meter. 3144 Wiese am untersten Riegelpfad, auf das Bruch, Acker jetzt Wiese am Atzel dusch, Wiese am Erdkauterweg und Grüninger Pfad, Grabstück auf dem Sand. Flur. k/zis M/« 31/m 4O/319f5 und giebt sich die Ehre, an ein höchst- verehrendes Publikum die ergebenste (tii ladung ergehen zu lasten, zum Be'vch feines eleganten Zauber - Theater« nungen. V Alles Nähere weitere Anzeigen Hochachtungsvoll Francisco, bevollmächtigter Secretair Id Oeffentliche Aufforderung. 6953) Nachdem Großherzogl. Hof- gertcht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des Heinrich Ruhl von Steinbach den förmlichen Concurs erkannt hat, werden dessen Gläubiger aufgefordert, im Termin Dienstag den T Januar 1879, Nachmittags 2 Uhr, ihre Forderungen nebst Vorzugsrechte bet Meidung Ausschlusses von der Masse geltend zu machen. Im genannten Termin soll zugleich ein Arrangement versucht, Massecurator sowie Gläubtgerausschuß erwählt, und wegen Versilberung der Masie Beschluß gefaßt werden. Von den nicht erscheinenden und bezw. nicht vertretenen Gläu> bigern wird angenommen, daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger beitreten. Gießen, den 4. November 1878. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann, Ör. Trapp, Landrichter. Landg.-Assessor. 6956) Schöner Meerrettig wlld u- gekauft, das Pfund zu 12—15 H, bet Wtldhändler Ebel, Marktstraße v. 31 WKtWWXtt' Wenzels Garten Dienstag Abend: |k Herrschast gel< ,it;t keinem Zweij Lcrgie zu besitzen Wgkeit und zuu iinn felbsiverständ Online: Cablnet Ml ein noch zwii welches Ihm vorg llntnthanen, die belms IV. in iibrigenS einer V sott Ultramontam W fein Wtnfä v und unb Preuße» i den Händen de Händen des Kastei «3 Tentrums in Welsen, Polen, wahren Gefi Kliftuhr zu schüre m preußischer M in machen, die ui Suitium feine Iß W-iNcan befohlen Wärm steine in großer Auswahl bei 6896) PH. Schlatter. Aesoudere Bekanntmachungen Oeffentlich e Aufford erung. In dem Schuldenwesen des Benjamin Meyer von Groß - Linden werden desien Gläubiger zur Anmeldung ihrer Forderungen und zum Versuch eines Arrangements auf Freitag den 22. l. Mts., Vormittags 10 Uhr, unter dem Anfügen geladen, daß von den weder persönlich erscheinenden noch durch Bevollmächtigte gehörig vertretenen Gläubigern stillschweigender Beitritt zu den Beschlüssen der rechtlichen Mehrheit der erschienenen Gläubiger angenommen werden wird. Gießen, den 1. November 1878. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. I. V. d. D.: (6777 Oppermann. Gebhardt. Heinrich Lanz, Maschinenfabrik & Eisengiesserei, Mannheim. Obige Maschinen liefern zu Fabrikpreisen 6625) Flick St Kröll in G'kßkn. Zurückges. DsmknKleiderstoffe empfehlen zu ganz billigen Preisen 6958) Gebrüder Stamm. 6923) Ein transportabler kleiner vollständiger Smungherd mit Bratofen sehr billig zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. Die öffentlic unb äußern Ht ^Handlungen mg abgesetzt isi- auf den Gege vermischte Anzeige». Reallehrer. 6875) Es wird für eine berechtigte Lehranstalt nebst Pensionat ein unverheiratheter Reallehrer gesucht, welcher die Realien und wenn möglich, das Zeichnen in den unteren Klassen zu lehren hätte. Nähere Auskunft unter T. <151*1 durch Haasensteln •fc Vogler in Frankfurt a. 6282) Ein neu hergerichtetes, freundliches Familienlogis, sofort beziehbar, zu vermtethen. Heinrich Möser I., Ncustädter-Thor. b” »iS 6935) Ein wachsamer Hofhund (Ulmer Dogge) zu verkaufen. Grünbergerstraße 149. Feinster Leberthran fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit Metall-Verschluss ä 60 Pfg., M. 1.— und M. 1,70. Eisenhaltig pr. Fl. ä M. 1,—. 157) O. F. Semmler in Giessen. (üjocolaöeu uni) (tacaopufoer aus der Fabrik des Herrn Joh. Phil. Wagner St Co. Btainz empfiehlt, unter Garantie absoluter Reinheit, 6960) Emil Fischbach. Gießen, den 8. November 1878. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 6893) Müller. Täglich frische Hefe 6203) bet Joh. Thoma, Löwe>'aasst 106. h«» SL** Im hJ11 bo Vorläufige Anzeige. Sonntag den 24. November, Abends 8 Uhr im Clubsaale CO JVC ER T des Herrn Concertmeisterö de Alina aus Berlin. gefi. Mitwirkung des Herrn Musikdtrectors Enzian und der Fräu.n: B a i e r l e aus Creuznach.(695! zu Hemden rc., zu Mk. 1,20 die Elle und höher, I empfehlen Gebrüder Scheel. Bekanntmachung. 6950) Löb Katz von Steinbach, Feist Katz von da und David Katz von Gießen, haben das seither von ihnen unter der Firma Gerson Katz I. Söhne mit dem Sitze zu Gießen und Steinbach gemeinschaftlich betriebene Handelsgeschäft mit Vieh und Landes- producten seit dem 31. Juli d. I. nieder- gelegt, und wurde heute die Firma im Handels-Register des unterzeichneten Ge richts gelöscht. Mit Einziehung der Ausstände und Bezahlung der Schulden der vorhintgen Firma Gerson Katz I. Söhne ist der David Katz in Gießen betraut worden. Gießen, am 17. October 1878. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann, Landrichter. Verweigerungen. Donnerstag den 14. Novbr., Nacdm'ttags 2 Uhr, tollen auf dahtesigem Ortsgertcht die Grundstücke aus dem Nachlaß deS Georg Reiber meistbietend versteigert werden: 6964) Meine . och vacanten Stecker stm auf mehrere Jahre zu verpachten. _____Fr. Lampul. 6963) Wir suchen für unsere Domp maschine sofort einen Heizer. Gebr. Homberger K Söhne. Vorläufige Anzeige. Das erste Mal in Gießen, im Saale des Cafe Leib. Prof. Böning aus Dresden Donnerstag den 14. Novbr., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahtesigem Ortsgertcht, auf frei w lltgeS Ansuchen der Kinder des Wilhelm Helmoldt, die demselben gehörigen Grundstücke meistbietend versteigert werden. Flur. Meter. 26/150 2125 Acker auf der Weißerde, 26/150a 4212 Wirse daselbst. Gießen, den 8. November 1878. Großherzogliches Ortsgertcht Gießen. 6894) Müller. JeUgeboleurr. 6949) Ein Doppel-Kochofen für Steinkohlen und Holzdrand ist pretswürdtg zu verkaufen bet Ph. Müller, Löwengasie 161. pii Vorsicht auszu! iih können. M ~ . a , - , ißblungen noch f Gedampfte Keber. Hammelcot. not ünn im Vatican Herrn Ernst Böning, MWanjlci eine Prof, der Magie aus Dres-ei. ^^ichskanffer I ft W §üi| 6959) Meinen Kunden zur Naörs l a™Qn Unb daß ich jetzt tm Hinterhouse Herr ,*Elrschsvcht b Horeyseck, WaUtljorftrafit l>0, ™«ntr her rötn wohne und halte mich tm Unfertiger * ^iti fe[«e Damen- und Ktnderkletdern in und a-H KM $Qr „ dem Hause bestens empfohlen. t Mg , Frau Elisabethe • »«»« i 6946) Bestellungen für die Tyrolr Nch, fod.it ’ Krautschneider SW bittet man tm „Deutschen Hof", WtLnrl und bet L. Flett im „Lchwauen^ Bettstellen, 1- und 2-schläfria, Nußbaum lackirt, Sopha'A, Sessel, Stühle in solider Arbeit bei billigster Preisberechnung. Gebrauchte Möbel billig ab- zugeben. (6866 P. Hollmann, Tapezier, 6866) Neue Bäue. 6952) Limburger und Holland. Kümmelkäse feinster Qualität pro Ctr. 32 M tncL K'fte versendet per Nachnahme Käserei Mengelsdorf bei Reichenbach O. L. 25 engl. Briefbogen u. 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