iriei, . Abend- •9nons. 'm«*; n 41. fahren, fu* L,d°Z! WJft übki, r°uMüllik' Str. 238. Samstag, den 12. October 1878. Mekener * AMige- ui AMsbktt st ten Kreis Gießen. Redactionsburean: Ekxpeditionsbureau: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Men uni gesucht »£r_Ww. w-Schule । «U Wnj: Wbungti | “ Taunus". I agener. Ende dieses ^erthlos. t ausgegeben. i iler. »K. bie «glbm 06 eine ■ei vtchwWe mgövsll hon iie , Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Betreffend: Die Wahl der Mitglieder für Großh. Centralstelle für die Landwirthschaft pro 1879/81. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur Kenntniß der verehrltchen Ausschußmitglieder, daß in der auf den 19. d. Mts. anberaumten Ausschußsitzung auch die Vertreter des landwirthsch. Vereins von Oberheffen in der Centralstelle für die Landwirthschaft pro 1879/81 gewählt werden sollen. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberheffen. Adalbert Freiherr Nordeck zur Rabenau. er Th eil. „Mililärwochenblatt" haben Se. Maj. der Deutsche Kaiser geruht, aus Anlaß der stattgchablen großen Herbstübungen des XI. Armee-Corps den nachbenann- ten Ofstcteren -c. der Großh. (25.) Division folgende Auszeichnungen zu »er- Aolilisch * Zur allgemeinen politischen Lage. Ter politische Horizont hat sich in der letzten Zett wieder etwas mit Wolken überzogen. Der Krieg zwischen England und Afghanistan kann jeden Augenblick ausbrechen, er ist vielleicht gar schon ausgebrochen. Die Frage, welche Rückwirkung dieser Krieg aus das Verhältniß Englands zu Rußland ausüben werde, beschäftigt daher alle Politiker in ernstester Weise. Nicht minder bedenklich gestaltet sich die Stellung Oesterreichs zur Türkei. In einem Augenblick, wo die Magyaren Alles ausbieten, um das Occupationswerk in Bosnien rückgängig zu machen, wenigstens zum Stillstand zu bringen, und die leitenden Kreise des Katserstaates durch Finanzcalamität und Mtnisterkrtsts in der Pein lichsten Verlegenheit stecken, wirst die Pforte die Maske diplomatischer Freundschaft, welche sie bisher Oesterreich gegenüber zur Schau getragen, plötzlich ab und tritt gegen den Nachbarstaat offen mit Anklagen hervor, wie sie schwerer und beleidigender selbst einem erklärten Feinde nicht in's Gesicht geschleudert werden können. Das Rundschreiben, welches die Pforte soeben den Mächten hat überreichen lassen und in welchem sie nicht nur die österreichische Armee der barbarischsten Greuelthaten beschuldigt, sondern auch die Mächte geradezu auf- sordert, der OccupationS-Armee ein Halt zuzurufen und dem Treiben der öfter retchischen Regierung ein Ende zu machen, kann das in seiner Ehre vor der ganzen Welt so hart angegriffene Oesterreich nur veranlasse, die gewonnene Stellung um so fester zu behaupten, ja noch weiter nach Süden vorzudringen. Bei der bekannten Hartnäckigkeit und Leidenschaftlichkeit der türkischen Staatsmänner ist es daher nicht unmöglich, daß es demnächst zu einem sörmltchen Kriege zwischen Oesterreich und der Türket kommt. Man darf sich indeß wegen einer derartigen Eventualität nicht allzu große Sorgen machen. Die einzige Macht, welche Oesterreich in einem Constict mit der Türkei erheblich schaden könnte, ist in ihrem eigenen Interesse wett mehr geneigt, ihm Vorschub zu leisten, als Hindernisse zu bereiten. Wenn Rußland, wie es heißt, neuerdings in Konstantinopel erklärt hat, es werde Adrianopel nicht eher räumen, als bis die Pforte alle Bestimmungen des Berliner Friedens ausgesührt habe, und gleichzeitig in Belgrad, es werde Rumelien so lange besetzt hallen, wie die österreichischen Truppen Bosnien und die Herzegowina, so dienen beide Aeußerungen nur zur Bestätigung der Annahme, daß zwischen den beiden Kaisermächten ein geheimes Einverständniß besteht, welches die wei- iere Zerstückelung der Türket ohne Störung des europäischen Friedens befördern wird. Auch von der afghanischen Frage scheint, so viele Verwicklungen sie auch für eine spätere Zukunft in ihrem Schooße bergen mag, für jetzt keine ernstliche Bedrohung des Weltfriedens zu befürchten. Mittelasien ist allerdings das Feld, auf dem die Interessen der beiden großen astatischen Mächte aufeinander stoßen. Aber warum sollten stch England und Rußland aus diesem unermeßlichen Gebiete, das Raum genug für beide hat, nicht ebenso gut friedlich vertragen fön* um, wie aus dem der Türkei? Zu nicht geringer Beruhigung der Gemüther dient die Nachricht, daß Fürst Bismarck, nachdem er auf dem Berliner Con- greß zwischen beiden Rivalen so glücklich eine freundschaftliche Auseinander- fetzung über die türkischen Angelegenheiten herbeigeführt, nunmehr auch stch bemühe, einem feindlichen Zusammenstoß derselben im fernen Asien vorzubeugen. Mr jetzt ist an eine acttve Betheiltgung Rußlands an dem afghanischen Kriege iemeöfalls zu denken — höchstens, daß es eine Observations-Armee an seiner Südgrenze ausstellen wird. Auch im Uebrigen deuten die Wetterzeichen mehr auf Versöhnung und Mieden, als auf Entzweiung und Krieg. England und Frankreich wünschen diirch die Verabredung, die sie über die Verwaltung Egyptens getroffen, das auf sein Ansehen im Orient eifersüchtige Italien so wenig vor den Kopf zu stoßen, daß sie stch zu dessen Beruhigung entschloffen haben, dieser Verwaltung durch Heranziehung italienischer Beamten einen internationalen Charakter zu geben. Zwischen Oesterreich und Italien ist das frühere Vertrauensverhältniß wieder vollständig hergestellt. Von den intimen Beziehungen Deutschlands zu Oesterreich gibt endlich die Ankunft einer österreichischen Regimes-Deputation ui Berlin zum 25jährigen Jubiläum des Deutschen Kronprinzen als Inhabers Ms Regiments ein erfreuliches Zeichen. Also nur nicht allzu ängstlich trotz Bosnien und Afghanistan! Deutschland. Darmstadt, 9. October. (Ordensverleihungen). Nach dem heutigen leihen, und zwar haben erhalten: Den Rothen Adlerorden 3. Kl. mit der Schleife: v. Westernhagen, Oberst und Commandeur des 2. Großh. Jnf.-Reg. (Großherzog) Nr. 116. Den Rothen Adlerorden 4. Kl.: Kolbe, Major im 2. Großh. Inf.* Reg. (Großherzog) Nr. 116; Franck. Oberstlieutenant z. D. und Bezirks- Commandeur des 1. Bataillons (Gießen) 2. Großh. Landwehr-Regiments Nr. 116. Den königlichen Kronenorden 4. Kl.: Kronbauer, Zahlmeister beim Großh. Jnf.-Reg. (Großherzog) Nr. 116. Das Allgemeine Ehrenzeichen: Bruch Haus er, Feldwebel im 2. Großh. Jnf.-Reg. Nr. 116. Aus dem Großherzogthuru Hessen, 8. Octbr. Nach dem Reichsgesetze rom 26. Februar 1876 sollen durch die Landesgesetze die zur Befferung und Beaufsichtigung jugendlicher Verbrecher (unter 12 Jahren) geeigneten Maß- regeln, insbesondere Unterbringung in Erziehungs- und Befferungs-Anstallen, angeordnet werden. Zur Zeit fehlt in Heffen jede Bestimmung hierüber, und in der verstoffenen Landtagssession hat die Regierung auf eine Interpellation geantwortet, sie erkenne die Notbwendigkeit des Erlaffes eines solchen Gesetzes an und wolle nur den Erfolg des in Preußen vorgelegten Entwurfes abwarten. Nachdem in Preußen das Gesetz erlaffen worden und der Behörde die Befugniß gibt, von ihren Eltern verwahrloste jugendliche Verbrecher in Familien, Er- ziehungs- und Beffeiungs-Anstalten unterzubringen, dürfte auf dem bevorstehenden Landtage die in Aussicht gestellte Vorlage erfolgen. Die Regierung hält nach ihrer früheren Erklärung daran fest, daß in erster Linie Familien zur Unterbringung zu benutzen und staatliche Rettungshäuser vorerst nicht zu errichten seien. (Fr- Journ.) Berlin, 8. October. Die socialdemokrattsche „Dresd. Volks-Ztg." theilt mit, daß der größte Theil der socialdemokratischen Vereinskaffen thells unter die Mitglieder vertheilt, theils in der Schweiz in Sicherheit gebracht worden sei. Beim Zustandekommen des Gesetzes werde die Polizei Nichts zu constsciren vorfinden. — Auch die Allgemeine Deutsche Affociations-Buchdruckerei in Berlin, in dessen Verlag die „Berlmer Freie Presse" erscheint, geht mit der Absicht um, nach Erlaß dcs Socialistmgesetzes Alles in Sicherheit zu bringen. Ein Inserat in dem letztgenannten Blatte beruft die Mitglieder der Genoffen- schafr zu einer außerordentlichen Generalversammlung auf Sonntag, den 3. Novbr. d. Js. Aus der Tagesordnung derselben steht nur der Antrag des Vorstandes auf Liquidation des Geschäfts. — Das socialdemokratische „Hamburg-Altonaer Volksblatt" meint, daß die Regierung demnächst mit der Errichtung von Pro- ductiv-Aflociationen mit Staatscredit vorgehen werde. In diesem Falle würden die Socialdemokraten sich „bis auf beffere Zeiten" diesen staatssocialistischen Vereinen anschließen Berlin, 9. October. Die „Prov.-Corresp." weist bei Besprechung des Commissionsberichtes über das Socialistengesetz daraus hin, daß die Commissious- Mehrheit sich grundsätzlich aus den Boden der Vorlage gestellt habe. Jedoch sei eine Verständigung über die wirksame Gestaltung der einzelnen beabsichtigten Maßregeln, sowie über die Aussührungs- und Control-Behörden noch nicht erzielt. Hierzu zählten namentlich die Bestimmungen über das Verbot periodischer Schriften, über bie Beschwerde-Instanz, über Ausweisungen und die Dauer des Gesetzes. So erheblich die noch bestehenden Streitpunkte in ihrer practischen Bedeutung erschienen, so sei doch die Summe deffen, worüber die Mehrheit sich bereits mit den Regierungen verständigt, von so überwiegender Bedeutung, daß die Zuversicht begründet erscheine, daß die Uebereinstimmung über Wesen und Ziel der großen Aufgabe auch die letzten Schwierigkeiten überwinden laffen werde. Die Regierung muffe auch noch bei den bevorstehenden D-rathungen die Beseitigung der Beschlüsse anstreben, in welchen sie eine bedenkliche Schwächung und Abstumpfung der ihr zu gewährenden Vollmachten und Waffen erkenne. Kesternich. Wien, 9. October. Die „Polit. Corresp." bringt aus Konstantinopel Mittheilungen über die Genesis der letzten türkischen Circularnote. Darnach bestätige es sich, daß die eigentlichen Pfortenkreise auf Erhaltung guter Be- Ziehungen zu Oesterreich nach wie vor großes Gewicht legen. Der Vertreter der Pforte in Wien ist angewiesen worden, sich in diesem Sinne auszusprechen und ist dies, wie eine Redactionsbemerkunz der „Polit. Corresp." bestätigt, auch thatsächlich geschehen. Nichtsdestoweniger ist es Thatsache, daß gegen Oesterreich in Konstantinopel eine Agitation unterhalten wird, die nicht nur im Palais des Sultans zu suchen ist, sondern von dort aus verbreitet wird. Diese Agitation hat durch die politischen Vorgänge in Ungarn einen weiteren mächtigen Impuls erhalten und ist bereits auf dem Punkte angelangt, um sogar die Eventualitäten in Ungarn in den Bereich ihrer Hoffnungen und Wünsche zu ziehen, welche aus die Occupation Bosniens im Sinne der türkischen Wünsche reagiren könnten. Unter dem Einfluffe dieses Jdeenkreises entstand die Circularnote mit der notorischen Tendenz, der ungarischen Opposition eine neue Handhabe zur Agitation gegen die Occupation zu liefern. — In der Commission für Ost- rumelien wurde Seitens der russischen Delegirten in Folge des Verlangens Englands, daß die Pforte unverzüglich einen Gouverneur für Ostrumelien ernenne, die Competenzfrage gestellt. Die anderen Delegirten suchten Instructionen nach. Die „Polit. Corresp." meldet aus London: Die letzte türkische Note ist dem britischen Cabinet bereits vorgestern rnitgetheilt worden. Letzteres, hiervon schon früher unterrichtet, ließ dec Pforte eindringlich von einem so unsinnigen Schritte abrathen. Es ist positiv, daß das britische Cabinet das in der türkischen Circularnote enthaltene Ansinnen entschiedenst zurückweisen wird. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest: Die osficielle Besitznahme Beffarabiens von Seiten Rußlands ist auf den 13. Octbr- festgesetzt. Zum Nachfolger des russischen Militär - Commandanten in Rumänien, Baron Drentelen, welcher zum Chef der dritten Abtheilung der kaiserlichen Canzlei in Petersburg ernannt wurde, ist General Michtttn bestimmt worden. «Holland. Amsterdam, 9. October. Nach dem „Middelb. Courant" ist Prinz Alexander, der zweite Sohn des Königs, nach der Schweiz abgereist und begibt sich in freiwillige Verbannung nach Stuttgart wegen der Wiederverheirathung des Königs, welche im Februar stattfinden soll. Schlüffel zu seiner eigenen Thür selbst behalte, muffe aber überlegen, was zu thun sei, wenn der Nachbar seinen Schlüffel einem Andern zu übergeben gedenke. Konstantinopel, 10. ,October. Die Pforte will, nachdem sie die Convention nut Oesterreich zurückgewiesen hat, nur Verhandlungen pfl geu, deren Grundlage die Anerkennung ihres ungeschmälerten Souoeränitäksrechies m Bosnien ist. Sie kehrt gewissermaßen zu dem Standpunkt zurück, von dem cuj sie vor den Kongreß Beschlüssen mit Oesterreich »erhandelte. Wien, 10. October. Meldungen der „Polit. Corresp." Aus Konstantinopel, 10. d. Der russische Botschafter ersuchte gestern in einer Audienz den Sultan um Ergreifung ausreichender Maßregeln zum Schutze der christliche» Bewohner gegen Ausschreitungen und Gewaltthätigkeiten der Mohamedaner in allen von den Russen geräumten Gebietstheilen. — Der Engländer Sinclair, der bis jctzt die Insurgenten im Rhodope-Gebirge befehligte, ist von diesen ver-' jagt worden und in Konstantinopel eingetroffen. Die Pforte erhielt Nachr cht, daß der Führer des Aufstandes in Kozan, Achrnet Pascha, sich unterworfen habe. — Von der Drinagrenze, 10. d. Trotz der Verstärkungen, welche die Insurgenten im Sandschak Novtbazar durch Arnautenschaaren von Ipek, Prischtina und Kalkandelen erhalten haben, ist doch in Folge der Fortschritte der kaiserlichen Truppen eine solche Panik in dem genannten Sandschak dngenffen, daß die Städte Plevlje, Prjepolje und Sienitza vollständig zur Unterwerfung bereit sind. Es geht die Kunde von fortwährendem Eintreffen regulärer türkischer Truppen und großer Kriegsmaterial-Sendungen in Mitrovitza, sowie von Verstärkung der türkischen Besatzung in Bjelopolje. — Aus Bukarest, 10. d. Nach einer am Sonntag abzuhaltenden Musterung werden die zur Besetzung der Dobrudscha bestimmten rumänischen Truppen den Marsch dahin antreten. Berlin, 10. October. Für den § 1 der Socialistenvorlage fliaimten in der heutigen Reichstagssitzung: Geschloffen die nationalliberale und beib conservative Fractionen, außerdem die Gruppe Löwe, von der Fortschrittspartei Hilf, Müller (Gotha) und Baumgarten und die elsässischen Autouomistm Rack und Rorth. Paris, 11. October. In einer gestern zu Gcenoble gehaltenen Rede betonte Gambetta die Nothwendigkeit der Wahl republikanischer Senatoren, um Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Eorrespoude»z-««reau Berlin, 10. October. In der heutigen Reichstagssitzung wurde die zweite Lesung des Soeialistengesetzes fortgesetzt. Hasselmann erklärte, daß die Socialdemokraten den aufgenöthigten Kampf durchführen würden; er mache die Regierungen und die Reichstagsmajorität für etwaige künftige Gewaltthätigkeiten mit Blutvergießen verantwortlich. Redner verbreitete sich dann ausführlich über die Bestrebungen der Socialdemokratte und rechtfertigte die Pariser Commune, wobei er ebenso wie bei seiner vorhergehenden Entwickelung der socialistischen wirthschaftlichen Theorien die Aeußerungen des Fürsten Bismarck in seinem Sinne verwerthete. Am Schlüsse seines zweistündigen Vortrages sprach Hasielmann von der Eventualität einer offenen Erhebung der unterdrückten Arbeiterbevölkerung und wurde dafür unter dem lebhaften Beifall des Hauses zur Ordnung gerufen. Derselbe verließ die Tribüne darauf mit den Worten: Fürst Bismarck möge an den 18. März 1848 denken. Löwe beleuchtete die Lage der Arbeiter sonst und jetzt, das Wesen der Productivaffociation und was Schulze-Delitzsch dafür gethan. Die Vorlage sei gegen die gewerbsmäßigen Agitatoren gerichtet, die den Klassenhaß schürten. Man befinde sich in einem Nothstande und dürfe der Regierung keine Mittel versagen. Die Arbeiten selbst stünden unter einem Terrorismus, der gebrochen werden müsse. Man möge das Gesetz nur so gestalten, daß das Genossenschaftswesen geschont werde. Winterer bekämpfte das Gesetz als Ausnahmegesetz und bezweifelte dessen Wirksamkeit; er erachte eine internationale Bekämpfung des Soctalismus für nothwendig. Redner berührte auch beiläufig die Zustände in Elsaß-Lothringen. v. Bennigsen erklärt sich für die Vorlage nach die Ruhe des Landes zu sichern. Die Republik fei keine Feindin der Religio?, welche man nicht mit der herrschsüchtigen Secte verwechseln dürfe. Er hoff-, die Wähler würden das Joch der Sakristei abschütteln. Die Wahlen vom 5. Januar würden neue sociale Schichten heranführen und mit diesen Gedeihen und Moralität. Redner rechne auf eine Majorität von 20 Stimmen. Triest, 10. October. Seitens des Feldzeugmeisters, Herzogs v. Württemberg, wurde den Handelskammern von Triest und Spalato Mitthetlung von der Eröffnung einer gesicherten Verbindung zwischen Dalmatien und Travnik gemacht, mit der Aufforderung, Handelsverbindungen in den für die bosnischen Garnisonen nothwendigen Artikeln anzuknüpfen. Odessa, 10. October. Heute Nacht wurde bet der Odessaer Bank ein Manko von 65,000 Rubel entdeckt; der Hauptcassirer war der Aneignung dieser : Summe und außerdem des Betrages von 90,000 Rubel Fonds geständig. Das . Publikum bestürmte das Banklocal und forderte seine Einlagen zurück; bis | 3 Uhr waren bereits 2 Millionen entnommen; nachher trat mehr Ruhe ein. Wien, 10. October. Es heißt, daß Vorverhandlungen dem Abschlüsse nahe seien über einen dem österreichischen Staate Seitens der Banque de Paris und der österreichischen Bodeu Creditgesellschaft zu gewährenden Vorschuß von 30 Millionen Gulden gegen 61/2 pCt. Zinsen. den Beschlüssen der Commission. (Während dieser Rede trat Fürst Bismarck ein.) Revner betonte die gründlichere Ausarbeitung der jetzigen Vorlage und wies darauf hin, wie durch die Vorlage nur eine genau gekennzeichnete Agitation getroffen werde, deren Treiben er erläuterte. Gerade auf die Arbeiter werde durch die Agitatoren am schädlichsten gewirkt, indem ihnen nur Hoffnungslosigkeit gepredigt, die Lust zum Arbeiten und Wetterstreben benommen werde. Man müsse den Gesundungsproceß vornehmen, ehe es zu spät sei, die Bewegung etndämmen und zu dtejem Zweck die Vorlage nach den Commissions-Beschlüssen annehmen. Der Reichskanzler habe sich dagegen verwahrt, reactionäre Politik zu treiben; für diese Erklärung sei er ihm dankbar. Wer so Großes für Deutschland geschaffen wie der Reichskanzler, könne nicht annehmen, daß er mit Elementen arbeiten könne, die ihm widerstreben. Der Reichskanzler habe gestern — das Lokal-Nottz. Gießen, 10. October. Der Schwurgerichtshof erkannte heute gegen Conrad Mattern von Heuchelheim bezüglich der auf Erpessung gerichteten Anklage, wegen welcher derselbe von den Geschwornen für „nicht schuldig- erklärt wurde, auf Freisprechung. Dagegen wurde Jener wegen Körperverletzung nachdem in dieser Beziehung ein „Schuldig" erklärt worden, in eine Gcfängnißstrafe von 7 Monaten, an welcher jedoch 2 Monate erlittene Untersuchungshaft in Abzug kommen, verurtheilt. Ludwig Mattern von da, wurde wegen derselben Verbrechen von oen Geschwornen für „nicht schuldig" erklärt und in Folge hiervon, von dem Gerichtshof freigesprochen. anerkannt. Wäre ernster Verdacht vorhanden, daß in reactionärem Sinne gewirthschaftet werden solle, dann müßte man jede Hoffnung auf eine gesunde Fortentwickelung aufgeben. Der Ausspruch des Reichskanzlers sei werthvoll mit Rücksicht auf die letzten und auf künftige Wahlkämpfe, v. Bennigsen schloß mit einem Appell an den Patriotismus der Parteien, die sich die Hand reichen müßten, überall wo es sich um das wahre Wohl des Vaterlandes handele. (Beifall.) — Hierauf wurde die Debatte geschlossen. § 1 wurde nack dem Commissionsbeschluß mit dem Amendement Ackermann (Einfügung der Worte: insbesondere die Eintracht der Bevölkerungsklassen gefährdender Weise) angenommen. Dagegen stimmten die Fortschrittspartei, das Centrum und die Socialdemokraten. Nächste Sitzung morgen. Wien, 10. October. Die „Wiener Abendpost" veröffentlicht nach ter „Köln. Ztg." die neueste türkische Circular-Depesche und fügt hierzu die Bemerkung, daß dieses Actenstück sicherlich weder eines Commentars, noch einer Widerlegung bedürfe, sich vielmehr in jeder Beziehung selbst richte. Prag, 10 October. Im Altstädter Mühlencomplex ist gestern eine große Feuersbrunst ausgebrochen. Die Kunstmühlen von Tonka, Mrkosch und Dworak sind eingeäschert und große Mehlvorräthe ein Raub der Flammen geworden. — Bei dem gestrigen Brande der Altstädter Mühlen sind drei Getreidemühlen , eine Schlcifmühle und der städtische Wafferthurm ausgebrannt. Die Novotnys-Complexe wurden gerettet. Der Schaden, welcher enorm ist, war zumeist bei der städtischen Affecuranz versichert. Madrid, 10. October. Marokkaner haben bet Tetuan einen Beamten beß spanischen Consulats und internationalen Delegirten der europäischen Con- si-late für die Errichtung eines Lazareths in Tetuan ermordet. Die spanische Regierung verlangt von Marokko Genugthuung. Bukarest, 10. October. Die Commission des Senats hat die Motion angenommen, wonach die Regierung ermächtigt wird, sich dem Berliner Ver- trage zu fügen, von der Dobrudscha Bcsitz zu ergreifen und dieselbe bis zur E nberufung einer constituirenden Versammlung im Verordnungswege zu admi» mstriren. Die Motion fordert schließlich die Regierung auf, sowohl zur definitiven Lösung der Dobrudscha-Frage, wie der übrigen Fragen des Berliner Vertrages spätestens während der drei Monate der ordentlichen Session eine constituirende Versammlung einzuberufen. Von Seiten der Regierung wird die Erklärung abgegeben, daß sie die Motion annehme. Man glaubt, die Depu- tt-tenkammer werde eine identische Motion annehmen. Loudon, 10. October. Bet der Eröffnung des conservativen Vereins in Blackpool hob Kriegsminister Stanley hervor, England wünsche weder Aggression noch Eroberungen und habe nichts dagegen, wenn der Nachbar den Verwischte — Die Darwinianer haben tm Inneren Afrikas Concurrenten gefunden, die den Ruhm, die Abstammung der Menschen vom Affen zuerst behauptet zu haben, für sich in Anspruch nehmen dürsten. Die Amakua nämlich erklären sich die Entstehung des Menschen so: Im Anfang machte der gute Gott Muluku zwei runde Löcher in die Erde. Aus dem einen entsproß ein Mann, aus dem anderen ein Weib- AuS zwei ferneren Löchern erwuchsen ein Affe und ein Affenweibchen. Den Affen wie« der gute Gott die öden und wilden Gebiete der Erde an, den Menschen gab er Werkzeuge und befahl ihnen den Acker zu bauen und sich ein Haus zu errichten. Aber das Menschenpaar war träge, zerbrach seine Geräthe und nährte sich nur von dem, waS die Erde selbst hervorbrachte. Da rief der gute Gott den Affen und fein Weibchen, gab ihnen Geräthe und als er sah, daß jene fleißig arbeiteten, schnitt er ihnen die Schwänze ab und setzte sie den Menschm an. Zu den Affen aber sagte er: Seiet Menschen, und zu den Menschen: Seiet Affen! — In einigen Tagen wird in London der Nachlaß eines der excentrtschesten Köpfe in England, des Herrn Bethel 2B ilronb, zur Versteigerung gelangen, welcher die letzten zwanzig Jahre mit beständigem Processtren zubrachte. Er prooocirte die Processe, wie er selbst sagte, zu dem Zwecke, das Gerichtsverfahren in seiner Heimath aus dem Grunde kennen zu leinen und bk Gesetzgeber zu zwingen, Reformen einzuführen. Er beschäftigte zu einer gewissen Zeit nicht weniger altz vierzig Advocaten. Um sich von feinen tiefen Studien zu zerstreuen, hielt er zu Hause Hunderte von Hafen und Hunden. Für diese letzteren hegte er die größte Achtung, da er überzeugt war, daß die Seelen der Vn- storbenen in die Leiber von Hunden übergehen. Sobald einer der Hunde starb, veranstaltete er ein großes Letchenbegängniß und ließ ihm ein Mausoleum errichten. Alle anderen Hunde folgten, von den Wärtern an einer Leine geführt, dem Trauerzuge. Ist seinem Appartement hatte er den etnbalfamtrten Körper seiner verstorbenen Tochter ausgestellt, beren Seele, wie er glaubte, in ben Körper eines feiner Hunbe übergegangcn i war, welchen er an seinem Tische speisen ließ. Man konnte nur mit einem besonderen Erlaubnißschein in sein Haus gelangen, und der Emuang zu demselben wurde von zwei kleinen, stets geladenen Bronzegeschützen auf ihren Lasteten bewacht- Um sich mit der Idee des Todes vertraut zu machen, betrachtete er täglich eine Stunde lang die Hülle feiner Tochter und batte überdies drei Frauenskelette am Fuße seines Bettes aufgesleUl- Eine weitere Eigenthümlichkeit dieses Originals war, daß man ihm in allen an ihn gerichteten Documenten seinen Titel als Grand von Spanten geben und die verschiedene« eingebildeten Orden erwähnen wußte, welchen er angedörte. Dt'le solcher Eremplare hat wohl selbst das Land deS Spleen par excellence nicht aufzuweiscn. — In Paris überraschte am Donnerstag der Akademiker Th. v. Moncet eine Gesellschaft geladener Gäste, bestehend au8 Gelehrten und Journalisten, durch eine Erfindung, welche ras Telephon und den Phonographen um einen bedeutsamen Schritt weiter führt Herr v. Moncet legt ein Heft von seinem Postpapier auf den Tisch, zwischen dessen Blätter er eine Lage Staniol schiebt, um, wie der Physiker sagt, einen Kondensator zu bilden. Das Heft verbindet er dann mit einem fernstehenden Telephon, wobei er darauf aufmerksam machte, daß eine Jnductionsrolle in den Kreis gebracht sei. Sobald nun Jemand in das Telephon hineinsang, fing zum Erstaunen der Gäste auch das fernstehende Heft an zu singen und zwar mit so lautet Stimme, daß ovt Leistung jedes Telephons dadurch weit in den Schatten gestellt wird. Das Experiment wurde Gute Zwelschen (6114 ind zu verkaufen. Walltborslraße A. 77. PerKeigerungen. Neuenwea- 3885) Sonnenstraße. 6152) Sckloßgaffe B. 1. 4759) « Wechsel "on 3um T beflaer M ein Aneignung bit^n gefMnbig. Di.- en zurück,' 6i! jr Ruhe ein. Lnnque bePrw en Voraus m Erdauffüllung versteigert werden. Gießen, den 11. October 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Dienstag den 13. l. Mts. Vormittags 9 Uhr, •ute gegen Lomd en Anklage. W,5 würbe. Gui N1 in dieser onaten. an otl4c Jitheilt- on oen OejdjDßtw shof fretfleipiti» (Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 13. bis 19. October besorgt Pfarrer Schlosser.) Zur gefälligen Beachtung. Die erwartete Sendung Beinlängen ist angekommen und empfehle solche m schöner Auswahl zu billigen Preisen. J. H. Fuhr, Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen Gottesdienst. Sonntag den 13. October: Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner. (Sonntag den 20. October wird das heilige Abendmahl gefeiert werden.) wohl ein Dunendmal mit gleich günstigem Erfolge wiederholt und man hofft, daß die Telephonie durch diese neue Erfindung eine beträchtliche Verbesserung erfährt. Achtungsvoll Wilh. Wenzel Restauration Bramm. Von heute ab: Fortsetzung des Preiskegelns 6209) A Albold. Ilal. Maronen empfiehlt (6165 JEmil Fischbach. Aechte Frankf. Bratwiirstchen 5853) bei Herrn. Haler. Bekanntmachung. 6174) Die Realschulgelder pro I. 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Abgekürzter Auszug aus 80,000 «crtificaten. Certifieat des Medicinalraths Dr. Wurzer. Bonn, 10. Juli 1852. Revateeoidre Du Barry ersetzt in vielen Fällen alle Arzneien. Sie wird mit dem größten Nutzen angewandt v« allen Verstopfungen, Durchsällen und Rühren, in Krankheiten der Urinwege, Nterenbr«uhetten x., bei Steinbeschwerden, entzündlichen oder krankhaften Reizungen der Harnröhre, bet rrankhaftei Zusammenziehungen in den Nieren und tn der Blase, Blasen-Hämorrhoiden rc.— Mit o<* ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch dieses wirklich unschätzbaren Mittels mcht bltf bet Hals- und Brustkrankbeiterz, sondern auch bet der Lungen- und Luftrvhrenschwindsucht. U 8. Rud. Wurzer, Medictnalrath und Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften. Nr. 62176. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revaleaeibre hat meN 18jähriges Leiden im Magen und in de« Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwache u» nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine des Iles. Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren lgenietze ich die köstlich« Revalescifere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jqft der vollkommensten Gesundheit. oi»» Nr. 64210. Marquise von Drshan von 7jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit, Zittn» an den Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. Nr. 75877. Florian Köller, K. K. Milttärverwalter, Großwardein, von Lungen- u* Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung. . fe, , o u Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren HandelSlehranstaU in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Rervenzerrüttung. Nr. 65715. Fräulein de MontlouiS, von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Ai» magerung. ... , Nr. 75928- Baron Sigmo von lOjährtger Lähmung an Händen und Füßen re. Die Revalesctere ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bet Erwachsene« und Kindern 50 Mal ihren Preis tn anderen Mitteln und Speisen. Preise der Revalescifere i/r Pfd. 1 X 80 1 Pfd. 3 X 50 2 Pfd. X A 5 Pfd. 14 X, 12 Pfd. 28 X 50 24 Pfd. 54 X- Revalescifere CUocolat6e 12 Taffen 1 JA 80 24 Taffen 3 X 50 48 Taffer 5 X 70 ,A, 120 Taffen 14 X, 288 Taffen 28 X 50 576 Taffen 54 X Revalescifere Biscuites 1 Pfd. 3 X 50 2 Pfd. 5 X70. r Zu beziehen durch Du Barry L Co. in Berlin NW., 25 Loutsenstr., und bei viel« guten Apothekern, Droquen-, Specerei- und Delicateffcnhändler im ganzen Lande. In Gtestcn bei Philipp Sehw«|ser. 0 im Pferdeteppiche in großer Auswahl, p^r Stück X. 3,50 5762) bei JK. Grünebaum. Bettwerk billigst bei Loui- Rothenberger, Wenzel s Gailen. 6145) Verschiedenen Anforderungen zu entsprechen, theile hierdurch einem geschätzten Publikum mit, dass irn Laufe der Wintersaison die vorderen Localitäten täglich geheizt sind. Empfehle ein vorzügliches Glas Bier bei aufmerksamster Bedienung. Einfache Speisekarte siehe tägliches Inserat. Handel und Verkehr. Frankfurt, 10. October. (Fruchtbericht.) Der Getreidehandel war diese Wocke von großer Ruhe begleitet, die eine wesentliche Preisänderung nirgends auf- kommen Hier trat nach dem oorwöchentlichen Aufflockern eines besseren Handels Wieder völlige Stille ein, die zwar zeitweise eine mattere Tendenz durchschtmmern ließ, ttdoch Mangels Umsätze Courfe nicht tangirte. Wetzen ob unserer Umgegend। J4 18/4 LJ V, frei hier JL 191/»—2°, Prima Waare über Cours, fremder nichts gethan. Dtt Tendenz für Roggen war lustlos und ist die Flaue nicht gewichen, im Gegenthetl noch tntenstver geworden, da das Angebot von'auswärts täglich dringender war, wodurch unsere Consumenten vollständig eingeschüchtert worden; feinste Waare andere Sorten abwärts bis JL 13. Gerste ohne Handel, für schönste Waare st noch Kauflust bemerkbar, abfallende Qualitäten trotz erniedrigter Forderungen unverkäuflich, JL 13‘/t bis JL 19 Cours. Hafer spielte eine recht bedeutungslose Rolle und ging, vom allge- ptefnen Interesse vernachlässigt, tn den Preisen zurück, Jt 13—14 je nach Qualität Äfenfrüchte ohne Handel. Für Kartoffeln ist keine Aenderung eingetreten, JL 4-Vj tu notiren. Mehl gewann an Stimmung ohne Pretsanderung. Futterstoffe noch immer unverkäuflich, Weizenschalen X 4, Roggenklete X sy2 übrig. Mais (Welschkorn) X 14. Mehl Nr. 1 X 39—, Nr. 2 35—, Nr. 3 J431—, Nr. 4 X 27 - Nr. 5 JZ21-. Roggenmehl °/, (Berliner Marke) ^21—, do. II. (Berliner Marke) X 18—, Weizen, effect. hiesiger ab Bahnhof WX 19.50, ab unserer Umgegend^ ^25-18.50^ do fremder je nach Qualität X 19-20.50, Roggen je nach Qualttat X 13-16—, Gnste X 13-18.50, Hafer X 12—14—, Kohlsamen X 28—29, Erbsen 19—23, Sn X 15-16, Linsen 17-23, Rüböl, detail, X 70. Stimmung unsicher- ffauptsächlich gefragt war: — iDie Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Mgewicht — 100 Kilo.)__ 6214) A. Bramm._________ Samstag den 12 Oktober, Nachnnttogs 2 Uhr, sollen 20,000 Backsteine meistbietend versteuert werd'n. Die Zusammenkunft ist bet der Pulvermühle. Gießen, den 11. October 1878. Großh- Ortsgericht Gießen- 6211) Müller. von der Großherzogl. Saline Bad Nauheim, graduier Soole dargestellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leichtlösltchkeit ist stets vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann j. G, ». Bapst auf dem Markt in Gießen. (1961 Grotzherzogliches Salinen- und Bergamt ____________Bad Nauheim.____________ Gebrochene Acpstl 6185) _________Br. Weber. "Wollene Hemden, wollene und baumwollene Unterjacken und Unterhosen in allen Größen und Weiten, empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen 5489) 11. Rübsamem Weihe Vorhänge aller Art, Rouleaux-Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder De- corations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei Th. Bruch, Pferdedecken in allen Größen und Qualitäten, empfiehlt -6200) C. W. Dietz am Markt. 6189) Festgebranme Backsteine, I. Qualität, find zu haben auf der Ziegelei von Jacob Kientsch in Wetzlar. Ausverkauf. 6194) Sämmtliche Kleider werden unter dem Einkaufspreise verkauft bei L. Hosch. Stocheisen empfiehlt ________Wilh* Seihert. 6132) Auf dem ^rafl- Hofgule Utphe bei Hungen tn der Wetterau, sind Brama- putros (graue) Hühner und Hahnen rc. zu verkaufen.___ Heute, Samstag Abend: Spansau, Gans, Hasenbraten und Hasenpfeffer. 6216) Rfftauration zum „Stern". Ahornhoh;u Laubsägesrbkittn empfiehlt (6040 Wilh. Seibert. Irischbäcker in Gießen. Sonntag den 13. October. W. Hartmann, in der Neustadt. Ludwig Kämmerer, Seltersweg. Ernst Wallenfels, Walltborstraße. ' ■ I '«-'2 Ieilgeöolenes. Täglich frische Hefe 6203) bei Zoh. Thoma, Lowengasse 106. Mein Moh- und Rohrdkcken-Fager bringe ich empfehlende Erinnerung. (6198 H. Dickore, Sonnenstrahe. Vormittags^ Uhr, 6039) Steinkohlenkasten (ae- sotlen im alten Ratbhaussaale 2 Loose ^itte), Kohlenlöffel, 6196) Den Empfang meiner Modellhute ergebenst anzeigend, mache gleichzeitig darauf aufmerksam, daß ich fammtliche in mein Fach einfchlagende Artikel in Lester Qualität zu außergewöhnlich billigen Preisen verkaufe. Achtungsvoll A. Fangmann, Kirchenplatz. Teppiche (Läufer) am Stück, sowie abgepaßte Vorlagen bei ______Martin Scheel am Marktplatz. Die Mineralwaffer Handlung von Julius Wallach empfiehlt alle Sorten Mineralwasser in stets frischen Füllungen zu billigst gestellten Preisen. (5486 Alle Sorten Oelfarben, dick, sowie zum Anstrich fertig, Fußboden-Anstrich, Fußboden-Lack, Damarlack, Copallack, empfiehlt in besten Qualitäten schnell und hart trocknend, Petersburger Möbellack, Eisenlack, Seccatif, Leinölfirniß, (3227 6213) Gefunden ein brauner f eiben er Regenschirm; abzuholen gegen Erstattung der JnserationSgebühren in der Exped. d. Blattes._____________________________________ An-Institut in fremdenZprachen. Der äBtnter • Curms beginnt heute und werden Anmeldungen nur noch btS zum 15. d M. entgeaenaenommen.(6205 Reeller Nebenerwerb. Vortheilhaften Verdienst und gute Provision sind ohne viele Mühe zu erwerben bei dem Betrieb eines überall gangbaren und respectablen Geschäftes für welches an allen Orten Agenturen errichtet werden sollen. Es bedarf dazu keiner besonderen kaufmännischen Kenntnisse und ist auch für Jeden als Nebengeschäft leicht zu führen. Reflectanten belieben ihre Adressen in der Expedition dieses Blattes unter den Buchstaben G. A. abzugeben. (6045 Wohnungsveränderung. 6170) Meine Wohnung und Werk- stätte befindet sich von heute an Tiefenweg Nr. 31. Phil. Henkel, Stuhlmacher. 5835) Junge Leute, welche hiesige Lehranstalten besuchen, werden in Pension genommen, auch sind einige möblirte Zimmer zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Köchin i Wenzels Carlen. Heute, Samstag Abend: Keberklös. Bayr. Kraut. frankfurter Würstchen. 6201) Gesucht wird ein solid s, tm Nähen und Bügeln gewandtes, Kindermädchen zum baldigen Eintritt. Wo? sagt d. Exped. BlatteS. von | L° 8CRLVNL | ; hält sich dem verehrten Publikum ' zur Besorgung von Annoncen in alle Blätter bestens empfohlen. Aufsetzen der Annoncen besorge recht gerne, wie auch ■ jede gewünschte Auskunft bereitwilligst ertheile. Lo d 6206) Im kaufmännischen Institut in fremden Sprachen wird am 15. d. M. ein neuer Cursus eröffnet._____________________ Getragene Kleider, Stiefeln, Hemden Betten, außer Cours gesetztes Gold und Silber, Antiquitäten, Roßhaar, kaust die Material- und Iarbwaaren-Handlung von Gg. Wilh. Weidig, Markt 8. 5609) Ein mödlirtes Zimmer nebst Cm binet zu vermiethen. ______________L. Baer, Walltborstraße. 5889) Ein Familienlogts, brstehrnd aus 3 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör, zu vermiethen. _____________Jacob Reiber, Gartfeld. 6113) Mödlirtes Zimmer zu vermiethen. Neustadt D. 27. Aermielstungen. 6190) Ein unmöblirteS Zimmer (parterre) zu vermiethen. ___________Neustädter-Thor Lit. D. 136. 6191) Ein Zimmer, mit oder ohne Möbel an einen älteren Herrn oder Dame zu ver- miethen.________________Neue Baue 85. 6197) Ein freundliches Zimmer ist in der Gartenstroße B. Nr. 169,9 zu vermiethen. 6204) Ein mödlirtes Parterre-Zimmer zu vermiethen. Caf6 Ebel, N eben Haug. 6215) Ein mödlirtes Zimmer zu ver mietben._______F. Bieler Ww., Kreuz. 6212) Ein mödlirtes Zimmer mit Cabi vet und 1 kleines Familtenlogis zu ver- miethen. Ww. Rothenberger, K>"plansgasse. 6217) Möbltrtes Zimmer zu vermietben. Seltersweg C. 68. Ebendaselbst sind 2 gebrauchte Oefen zu- verkaufen.___________________________________ 4813) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen._______Btsmarckstraße B. 170,12. 6142) In der Herbert'schen Besitzung vor dem Neustädter Thor ist das Neben hauS zum Alletnbewohnen nebst Bleiche zu vermiethen. Näheres bei Franz Senner, Seltersweg.______________________________ 6130) Der zweite Stock detz Hauses Wallthorstraße 66 zu vermiethen. Näheres bei________Franz Gerbode. 6126) Ein möblirtes Zimmer zu ver miethenbet Jul. Roth, Gartfeld. 6159) Zimmer mit Bett zu vermiethen. _____WaUthor A. 145, 2 Treppen hoch. Ein Logis | von 4 freundl. Zimmer in der Nähe vom Seltersthor zu vermiethen und im $00001: der zu beziehen. Näheres bei I. Blitz. 5925) Ein möblirte- Zimmer zu ver- mtethen bei Hochstätter Ww, am Brand. 5432) Ein Familienlogis ist zu oev mietben im______Darmstädter HauS. 4873) Laden mit Wohnung u. Lager raum zu vermiethen. _____________________ Chr. H 0 reyseck. 5755) Ein kleines Logis von 3 Zimmern zu vermiethen. Mäusburg D. 11. 6119) Möblirte Zimmer zu vermiethen __________________________„Weinsaal". 5852) Möblirte Stube mit Cabinet. Julius Wallach. Vermischte Anzeige«. 6202) Ein Commis sucht Stelle. Nähe- res bei der Exped. d. Bl.__________________ 6193) In dem fiüheren Haufe des Metzgrrmeisters Geismar werden Schlachten außerhalb des Hausis angenommen von ___________Adolf Stieber. Agenten Gesuch. 6207) Zum Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artikels, wozu keine kaufmännischen Kenntnisse nöthig sind, werden Agenten gegen hohe Provision gesucht- Franco Offerten unter 61. J. SO. besorgt die Expedition dieses Blattes. 6195) Stricklappen werden stets angekauft, per Pfund 20 H. ________________________________L. Ho sch. Rothe IVaeen werden schnell und dauernd natürlich weiss mit Menyl, ein vorzügliches Präparat des Chemikers A. Nieske in Dresden. Preis 5 Mk. Amtlich untersucht und als unschädlich empfolen. (5846 J. BlilZ zu Grieaaen empfiehlt sich zum Abschluss von Geschäften jeder Art. Derselbe hat zu verkaufen Iwesch&fts- und W olinliäuserG astwirth- schaften^ Güter u. Mühlen in verschiedener Grösse. (4435 Grössere Kapitalien können gegen genügende Sicherheit jederzeit naebgewiesen werden. W. X: XgXk Oawald’a G-arten. Affentheater - Circus Quadrupede. Heute, Samstag Nachmittag 4 Uhr: Kinder- und Schüler-Vorstellung mit ermäßigten Preisen. Preise für Kinder: I. Platz 30 II. Platz 20 III. Platz 10 H. 6210) Abends ? Uhr: Dauptvorstcllung. zum sofortigen Eintritt gesucht. 6118)__________________„Weinsaal". 5860) Schüler von Auswärts finden Wohnung, auch Kost — ganzund theilweis —, in nächster Nähe des neuen Gymnasiums. Btsmarckftraße B. 170,12 Louis Rothenberger, 4752) Neuenweg 193. 3SOO Mark oeaen dreifache Sicherheit zu leihen gesucht. Näheres bei (6162) J. Blitz. Freiw. Gail sche Feuerwehr. Sonntag den 13. d. Mts.: Abfahrt nach Lieh per Bahn Mittags 12 Uhr.(6218 Ausstellung von Erreugnisten des lstbst-, Garten- und Acker-Baues und der Iorstwirthschast. Die vorgenannte, vom hiesigen landwirtbsch. Verein in's Leben gerufene Ausstellung findet in den Räumen des „Schützengarten" in der Zeit von Sonntag den 13. bis Donnerstag den 17. Oktober er. statt und beehren wir uns hiermit alle Freunde der Land- und Forstwirthschast zu deren Besuch einzuladen. Wetzlar, den 9. October 1878. 6208)________________________ Das Comite, Bekanntmachung. 5938) Die verfallenen Pfänder müssen längstens bis zum 25. d. MtS. auSgelöst oder prolongirt werden, andernfalls dieselben zur öffentlichen Versteigerung kommen. _______________K Grünebaum. Montag den 14. October : beginn Öcs Tanzunterrichts. Anmeldungen werden zu jeder Zeit in meiner Wohnung entgegengenommen. 5839)_______________________Ferd. Schmidt. Sonntag den 13. und Montag den 14. October: eKricgcrfeft 4u Eaunsüadj, wozu ergebenst einladet Der Vorhlatiil* Entrve frei. Bei obigem Feste halte mich den geehrten Besuchern bestens empfohlen. 6199) Gastivirth Pfad*. DerAlice-Frauenvereinfür 6080) Krankenpflege empfiehlt dem Publikum seine Krankenpflegerin Frl. Lina Stumpf, wohnhaft bei Herrn Fabrikant Patz, hinter Wenzel'S Garte". Geld-CourS. 20 FrancS-Stücke . . . do. in Vs . Englische ^vouvereigns Russische Imperiales . . Holländische fl. 10-Stücke Ducaten...... Dollars in Gold . . . Rm- 16 16 20 16 16 9 4 Pf. 18—22 17—21 35—40 45—70 6f 60-65 17—20 Vuchhandlungs- Veileicke ober solche, welche dem Fache sich widme« wollen, werden gesucht. I. F. Lohrbach, Gießen, ______________ Wetzsteingasse A. 38. M-XiA Lumpen, Werg, Messing/ Zinn und Bierflaschen kauft Loui- Rothenberger, Neuenweg 193. Köln-Gießener Bahn. Vom 15. October ab: Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6<5, 12, 4«. Dillenburg 6*5, 12, Tiegen 6*5, 12. Wetzlar 6