1678 J »es Gesatiii 1 Redens Ä AllMgk- M Amtsblatt fit tat Stria Gicha Erscheint täglich mit Ausnahme de» Montags. Gießen, am 5. September 1878. zeigten fyiW Fabrikate auch Fabrikate anderer Tabaksfabrikanten aukaufen und gewerbsmäßig weiter verkaufen, haben auch die betreffenden Fragebogen für diese Betriebs- 3 . _ y. t r .mpfnp nnÄHtfüfipn. Zur Bestimmung der einzelnen Zähliezirke, zur Ueberwachung und Instruktion der Zähler müssen in den größeren Orten des Kreises besondere Zählungs- (9? h” w Zommtssionen, nach Bedarf auch deren mehrere für einen Ort, alsbald gebildet werden. (S. Art. 50 der Gemeinde-Ordnung, Art. 52 der Städte-Ordnung.) FIS:---- _____u Riibpn fnfi fipAiiftTAAPn trir für den Fall, daß d e Krnennuna besonderer Agents zett- zweige auszusüllen. c . -. tx<[. Bet denjenigen, welche mit Tabaksfabrikaten nur in Verbindung mit anderen Erwerbszweigen handeln, soll unterschieden werden, ob das Geschäft bezüglich des Tabaks einen solchen Umfang hat, daß damit mindestens eine Person beschäftigt wird und davon zu leben vermag. Ist Letzteres der Fall, so hat der Geschäftsinhaber ebenfalls einen Fragebogen zur Ausfüllung zu erhalten. fX.c. ... T. Da aber, wo das Geschäft, soweit es sich aus den Tabak erstreckt, den angegebenen Umfang nicht hat, soll nur die Zahl dieser Geschäfte ermittelt Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringer lohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? 50 Pf. IIIV Ul IV V 1V l yv 4 • • | u *- 4 4441V l u/ v 4 M »I4 V 4» *4 4 V *** * ** ** Q *" 1 f 0 ’ ü 1 _ - /T) / X £ Endlich sollen noch diejenigen, welche Tabak nur mit Beihülfe ihrer Familienangehörigen ohne fremde Gehulfen verarbeiten, über bestimmte Punkte vernommen werden, ohne daß ihnen jedoch deßsalls Fragebogen zur eignen Beantwortung zuzustellen wäre. Das bezügliche '.Reuter, öM Aaplansgos!^. Thätigkft Nachftlgki üte ' Sack, Urdoettoasdueea«r Gartenstraße B. 165. ExpediUonSbnreanr Schulstraße B. 18. e und höfliche 8- z« stelle». j- Vota. Betreffend : Die vom deutschen Reiche angeordnete Untersuchung über den Tabakbau, die Tabakfabrikation und den Tabakhandel. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nach dem Retchsgesetze vom 26. Juni l. I. (Reichsgesetzblatt S. 129) sind über den Tabakbau, die Tabakfabrtkation und den Handel mit Tabak und Tabaksabrikaten Erhebungen zu veranstalten, deren Resultat dem Reichstag mitzutheilen ist. _ Demgemäß sollen an diejenigen, welche den Handel mit Nohtabak, mit Tabaksfabrikaten, oder die Tabaksfabrikation ausschließlich, oder als ihr hauptsächliches Geschäft betreiben, besondere Fragebogen, und zwar je einer für jede besondere Betriebsstätte (d. h. die zusammenhängenden, oder doch benachbart liegenden Räumlichkeiten), an den betreffenden Leiter derselben zur Beantwortung ausgetheilt werden. Der Fragebogen für den Roh- labakhandel führt Nr. I, derjenige für Tabakfabrtkation Nr. II und der für den Handel mit Tabakfabrtkaten Nr. III. Tabaksfabrikanten, welche zugleich Rohtabakhandel, oder in der Weise Handel mit Tabaksfabrtkaten betreiben, daß sie neben dem Verkaufe d er e gnen nebtt Ach, m ch wttben. Ebenso sollen auch die Makler, Agenten und Haufirer mit Tabak und Tabaksfabrikaten gezählt werden. Das G-sanimtergebniß >er beztrhblir), sovdn H aus einem Fragebogen, welcher Nr. V führt und welcher unten als Schema 2 abgedruckt ist, zusammen zu stellin. Zimmer sofort zusv - - - - - - 1 - - •* "----- -**- - — -• .s5^ mversität ' Formular hat die Nr. VI. Wenn in den zur Ausführung dieser Erhebungen erlaffenen „Bestimmungen" angenommen wird, daß die Zahl derjenigen, die nur in geringerem , . - mm Umfange Handel mit Tabak, oder Tabaksabrikaten treiben, sowie die Zahl der Maller, Agenten und Hausirer mit Tabak hauptsächlich aus den steuernchen f fl—- oder polizeilichen Registern rc. amtlich festgepellt werden könne, so ist dies bet den Verhältnissen unseres Landes meist nicht ausführbar. Es wird nämlich m 1 den meisten Fällen der nebensächliche Handel mit Tabak oder Tabakfabrikaten in unseren steuerlichen Listen nicht besonders erwähnt. Ein solcher Handel wird vielmehr unter ^^Bezeichnung „Specereikrämer" oder „Specereihändler im Kleinen" mitbegriffen. Aus demselben Grunde geben die Steuerlisten auch bezüglich der Hausirer mit Tabak keine Auskunft. Ebenso werden die Makler nur als „Makler mit Maaren" oder „mit Landcsproducten im Großen und die Agenten nur als „Agenten für den Verkauf von Jndustrieerzeugniffen" oder als „Commissionäre" bezeichnet. Es wird daher nichts anderes übrig bleiben, als die erwähnten Gewerbtreibenden, welche nur gezählt werden sollen, vorwiegend besonders zu ermitteln. Nach vorstehenden Ausführungen wird es erforderlich, besondere Zähler zu ernennen, welche von Haus zu Haus gehen und einesthells die Fragebogen vtttheilen, anderntheils die erwähnten Zählungen nach mündlich eingezogenen Erkundigungen vornehmen und welche endlich auch auf Grund eben solcher Erkundigungen die Eintragungen auf dem Formular VI. bezüglich derjenigen vornehmen, welche Tabak nur mit Beihülfe ihrer Familienangehörigen ohne fremde Tehülfen verarbeiten. Wir empfehlen Ihnen, sich zu bemühen, wo möglich freiwillige Zähler aus dem Kreise der Jntereffenten der Tobaksgewerbe herbetzuztehen. Die Zählbezirke sind so abzugrenzen, daß ein Zähler im Stande ist, im Laufe von längstens drei Tagen sämmtliche in seirem Bezirk vorhandenem Vetriebsstätten persönlich oufzusuchen, die erforderlichen Befragungen vorzunehmen und die gewünschten Ausklärungen über die gestellten Fragen zu geben. Die ausgesüllten Fragebogen sind vom Zähler später wieder abzuholen. ss» ürter. , ( heil p aus München, L.d“R"dolph; ^.1.50 zu balq ---(511 e*ne ttslvn eiüiedtiM ’ uU. ««” # verehri , Kr. 212. Donnerstag, den 12. September Kießener "Anzeiger Indem wir hiermit anordnen, daß jede Bürgermeisterei einen Zählbezirk bilden soll, beauftragen wir Sie, für den Fall, daß die Ernennung besonderer Zählungs-Commissionen erforderlich ist, solche durch die Stadtverordneten-Versammlung, beziehungsweise den Gemeinderaih alsbald wählen zu losten. Sodann wollen Sie eine Liste noch dem unten abgedruckten Schema Nr. 1 (Controlliste Formular IV) anlegen und soweit Sie dazu rm Stande sind, die Lvalten 1-4 dieser Liste aussüllen. Die von Ihnen, beziehungsweise von den Ortsvorpänden, oder den Commissionen ernannt werdenden Zahler sind sodann -= grnfrflfltn I Don Ihnen anzuweisen, sogleich den ihnen angewiesenen Bezirk zu begehen, hierbei die von Ihnen vollzogenen Einträge in dieser Liste zu prüfen, dle Liste-zu b 91'bnichtigen und zu vervollständigen, sowie die Spalten 5 und 6, soweit möglich, auszusüllen. Bet diesem Gange hat der Zähler weiter zugleich nach dem hierunter abgedruckten Schema Nr. 2 die Namen der Makler, Agenten, Hausirer und der Handlungen, in denen das Tabaksgeschast in dem oben ange- zebenen geringeren Umfange betrieben wird, aufzuzeichnen, um deren Gesammtzahl später feststellen zu können. Dem Zähler wollen Sie zur Ermittlung der P wlttim; Makler, Agenten und Hausirer zunächst das Ihnen deßfalls zu Gebote stehende Material ($. B. aus den Tagebüchern über den Ab- und Zugang der Gewerbe) «ütheilen und ihm überhaupt, soweit Sie es vermögen, die erforderlichen Hülssmittel zur Verfügung stellen und ihn thunlichst unterstützen. Weiter wird sodann der Zähler ortskundige Personen, eventuell die Hauseigenthümer und die Inhaber der Tabaksgeschäfte über die zu ermütelnden Punkte zu befragen Haven. Indem wir uns wettere Instruction Vorbehalten, beauftragen wir Sie, längstens binnen acht Tagen zu berichten: 1) Ob Zählungs-Commissionen ernannt worden sind und welche Personen alsdann dazu gehören oder ob Sie die fraglichen Erhebungen letten werden. 2) Wie viel Formulare I, II und III Sie bedürfen. 3) Wie viel Exemplare der zur Ausführung dieser Erhebungen erlaffenen besonderen „Bestimmungen" Sie für sich, die Zählungs-Eommtsstomn und die Zähler nöthig haben. Schema 1. KujüM. bchm für Kinbrr d Ehr. WaUellM- nW. ? sagt dir tzord LL 'ketten» , Urmbänr'tt u> (»- hiflia anfltffitigt W Laufende 9k. Ortschaft, Straße, Hausnummer. Art des Betriebes, ob Tabakfabrikant, Rohtabakhändler, Händler mit Tabakfabrikaten. Name des Geschäftsleiters. Verarbeitet Tabak nur mit Beihülfe seiner Familienangehörigen und ist deshalb in das Verzeichniß VI ausgenommen und zwar unter Nummer: Treibt nur in dem Umfange Handel mit Tabakfabrikaten, daß dadurch eine Person nicht ernährt werden kann und erhielt deshalb keinen Fragebogen. (Mit Null zu bezeichnen.) Hat einen Fragebogen Der Fragebogen ist wieder eingegangen Bemerkungen. für Rohtabakhandel. Zu Frageb. I. erhalten für Tabak- fabri- kation. »ezeichnen ^rageb. II. für Handel mit Tabakfabrikation. mit: Frageb.III. in ver- schloffe- nem Umschläge. 0 vollständig ausgefüllt. rfen und zw mit nicht ausgefüllten Zuweisungen an andere Geschäftsleiter. ar unvollständig ausgefüllt ohne Zuweisung. (Die Nummer des Fragebogen« einzutragen.) 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. Aufnahmebezirk Staat Bei der Tabak-Enquete un ,We Ks wurden ermittelt: Hausirer Agenten werden kann: nicht ernährt 9. 8. 7. 6. 5, Höker 23. 18. 19. | 20. 22. 21. 17. 14 13. 12. 10. 7. 5. 6. 3. 4. 2. 1. Gießen, am 7. September 1878. ■ man wartet deren Ge« hülfen. Vsrmittler- Hoffentlich dies seinem Bemerkungen. sonstige Makler für Tabak. Mate- rial- waaren Handlungen Konditoreien. deren Ge- hülfen. sonstige Händler. Hausirer mit Tabak deren Ge- h Ulfen. Friseure, Barbiere. Aufnahmebezirk. Am 1. Dezember 1875 als ortsanwesend gezählte Einwohner zahl. für Rohtabak ausschließlich oder hauptsächlich. sonstige Agenturen für Tabak Makler einschließlich der Landmakler für i Tabakfabrikate ausschließlich oder hauptsächlich. für Rohtabak ausschließlich oder hauptsächlich dem Vatiean. Um der schönen Augen des Nuntius, Msgr. Massella willen, hat Fürst Bismarck sicherlich nicht seinen Kuraufenthalt in Kis singen zu immmerhin aufregenden Besprechungen benutzt, welche das heikle Thema des Friedens zwischen Kirche und Staat betrafen. Die Hoffnung, durch ein modus vivendi wenigstens eine der großen Zettfragen zu erledigen, ist vorläufig nicht erfüllt. So bleibt denn für einen Reichstag Alles in der Schwebe, — schade nur, daß seine Zusammensetzung auch die Resultate seiner Abstimmungen ebenfalls „in der Schwebe" erscheinen läßt. einer Adreffe. p „ . Berlin, 9. Septbr. Die preußische „Prov.-Corresp.", die wahrend der Wahlbewegung vor dem 30. Juli eine so brdauernswerthe Rolle gespielt hat, hat in ihrer jüngsten Wochennummer (vom 4 Septbr.) über „die außerordem- liche Session des Reichstages" recht entgegenkommende und beherzigenswerte Worte gesprochen. Dem, was sie über die gefährliche und nothwendig nieder- zuhaltende socialbemokratische Agitation sagt, wird der gemäßigt liberale The! des Reichstages ebenso znstimmen, wie ihm — unserer Ueberzeugung nach - der gesammte Kern des deutschen Bürgrrthums entschieden zuftimmt. Es kö?.- nen nur darüber noch Meinungsverschiedenheiten bestehen, durch welche „Mittel die nothwendige Niederhaltung bewirkt werden soll. In Bezug hierauf verlai- gen die liberalen Gruppen eine Fassung des Gesetzes, welche hindert,, daß tw; selbe nicht von einer etwaigen reactionären Regierung zur Unterdrückung &<( liberalen Meinungen und zur Erlangung einer reactionären Mehrheit in den deutschen Volksvertretungen behufs „Umkehr" in der gesammren bisherigen frei heitlichen Gesetzgebung sowohl auf kirchlichem wie volkswirthschaftlichem Bo)e» mißbraucht werde. Die „Prov.-Corresp." schloß ihre Betrachtungen mit ben Sätzen: „Möge der Reichstag die freieste Prüfung des ihm zuzehenden ®eiw Vorschlages unternehmen. Aber der innerste Wille und das wahre GewW der Nation erwartet, daß er entweder die Anwendung des vorgeschlagenen Mil'- tels genehmige oder ein befferes darbiete. Die Vaterlandsliebe und die Einsicht, welche so viele Mitglieder des sich versammelnden Reichstages, zum Theil n. einem langen öffentlichen Leben, bewährt haben, begründen die Zuversicht, der Reichstag weder sich selbst und der Nation das Zeugntß der Rathlostgktl ausstellen, noch weniger aber die letztere in eine Hülflostgkeit versetzen werd die sich unter ohnmächtigen Scheinmitteln vergebens zu verbergen sucht." Dttffl] Sätzen können wir in der Hauptsache nur mit aller Wärme zustimmen, bot. mit dem einen Vorbehalt, daß es nicht in der Macht der geschwächten liberüu Gruppen des Reichstags steht, den ihnen nothwendig erscheinenden AbändeM gen des neuen Entwurfs die erforderliche Stimmenmehrheit zu verschaffen, fallt - ; die Conservativen in Befolgung einer pessimistischen Taktik das verhincer. : wollen. Das Gelingen der Verständigung wird deshalb weitaus am mei^ > von der Haltung und Taktik der Reichsregierung abhängen. Kassel, 9. Septbr. Dem General-Commando ist mitgetheilt, daßt<- Kaiser höchstwahrscheinlich am 14. d. auf Wilhelmshöhe eintreffen totrb. I Kaiserin wird daselbst schon am Tage vorher erwartet. Es heißt, daß ** Wilhelmshöhe für fast 300 Personen, die zum kaiserlichen Hoflager gehöre Quartiere bestellt sind. Weiter vernehmen wir, daß der Kaiser mit der HW umgeht, täglich in den Parkanlagen Reitübungen anzuftellen, woraus zunacd auf ein gutes Befinden im Allgemeinen zu schließen, dann aber auch wellet v folgern ist, daß der oberste Kriegsherr die Parade zu Wabern im sattel nehmen wird. (H-N- Mrgztg.) Darmstadt, 8. Septbr. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 20. August dem ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landes-Universität, Dr. August Streng, das Ephorat der Stipendiaten als Nebenstelle mit Wirkung vom 1. October d. Js. an zu übertragen; an dems. Tage den außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landes-Universität, Dr. Ludwig Weiland, zum ordentlichen Professor in dieser Fakultät zu ernennen. für Tabak- fabri- , täte । aus- I schließlich ober hauptsächlich. Hesterreich. Wien, 9. Septbr. Di- Verluste in dem gemeldeten Kampfe bei Bih'^ sind beträchtlich: Oberst Le Gay, Oberstlieutenant Kokotovic und 14 otiDtt für Tabak- Handlungen und Verkaufsstellen von Tabakfabrikaten in einem Umfange des Absatzes, daß dadurch eine Person hervorgehen kann, welche bisher mit mehr oder weniger Glück die rolle zwischen den Gegensätzen nach rechts und links gespielt hat. wird diesmal der „ehrliche Makler" mit mehr Erfolg handeln, als großen College» im Orient glückte. Die Haltung des Centrums ist jedenfalls keine bestimmte, auf Ordre von Rom aus. Jedenfalls scheint die diplomatische Action, in welche Fürst Bismarck hochgemuthet und mit frohen Erwartungen eingetreten, durchaus nicht jene fröhlichen Erfolge zeitigen zu wollen, die sich der Reichskanzler und mit ihm ein Theil der Nation davon versprochen hat: die Unterhandlungen mit i Zur Reichstags-Eröffnung. Berlin, 10. September. Der Reichstag ist eröffnet worden. Seltsam wie im ganzen Volke, macht sich auch unter seinen Reichsboten eine gedrückte Stimmung, welche mit nervöser Erregtheit gepaart ist, geltend. Es geht den Reichsboten wie der Regierung: sie wissen noch nicht recht, wie sie es anfangen sollen, um den widerstreitenden Ansprüchen gerecht zu werden, welche an sie herantreten. Der Zweck, welchen Fürst Bismarck bei der Auflösung des Reichstags im Auge hatte, ist nicht erreicht worden; die feste und unerschütterliche Majorität für die Pläne des Reichskanzlers — denn das war der einzige Zweck — hat sich nicht finden wollen; ja im Gegentheil, der neugewählte Reichstag stellt sich in seinen Parteien zerrissener dar, als der aufgelöste. Zwar haben die Conservativen aller Schatttrungen 30—40 Sitze gewonnen, aber den Ausschlag giebt nach wie vor bie national-liberale Partei, wenn sich auf) eine Gruppe, die längst consecvativ war, von ihr trennt. Man erzählt sich, daß der Reichskanzler, zu einer Ueber- sicht über die Wahlen gelangt, geäußert habe: „Ich bin neugierig, was Graf Stolberg mit dem Reichstage anfangen wird." Nun, Graf Stolberg wird ebenso mit ihm ausznkommen suchen müssen, wie Fürst Bismarck selbst. Die feste Majorität ist weder durch die Wahlen, noch durch die Kissinger Verhandlungen gewonnen worden, der Reichstag bietet, wie gesagt, mit seinen vielen Fractionen eine weit größere Zerrissenheit, als der aufgelöste; wir sind nicht weniger neugierig als Fürst Bismarck und Graf Stolberg, was aus diesem Reichstage werden soll. Die heute beginnende Zession — sie soll ja nur vier Wochen dauern — ist die Probe; an der Socialisten-Vorlage wird sie gemacht. Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß sich die feste Majorität aus dem Reichstage selbst entwickelt, aber die Regierung und ihre Presse haben sie nicht geschaffen und jedenfalls wird es eine andere Majorität sein, als die Regierung gewollt hat. In der national-liberalen Partei herrscht volle Uebereinstimmung, daß es unter den gegebenen Verhältniffen durchaus unmöglich ist, gegenüber der Socialisten-Vorlage sich auf den Standpunkt der kühlen Negation zu stellen. Ebenso zweifelt man aus keiner Seite, daß eine Fassung des Gesetzes, welche bei einer Mehrheit Beifall finden möchte, nur aus der Mitte derjenigen Partei I. V.: Dr. Hoffmann, Regierungsrath. Betreffend: Die Taubstummen-Statistik im Großherzogthum Hessen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erinnern Sie an die Einsendung der in rubricirtem Betreff zu erstattenden Berichte. I. 23-: Dr. H o ffm an n, Regierungsrath. f?b,ri= sonstige täte ' - 1 3 Berlin, 1 ton ckr den Unt 7 Als Can ■ Amorgen ( .Aken, 10 Jfar. Der t ,»•*11. 'S,**'“ i«t JS, ntbitrj« Mocta'19ltl Londoo, flirt" scheid den v * J "h. ° »W »ur el ftanttn b« &1*1 L» U-i-r b>- * l«r »en M zch'lassigk« ^Pymell-hüstle n das Schicksal de Lt zu bekümmern killt. Dir Mannst {3l Menschenleben Hk", sagt aus, Zusammenstoß unve iistrengungen geml h: Capitän, „das und gleich daraus Lasser gedrückt bi nrttn." Im Gai schrn gerettet. D der Capitän der siühere Richtung stoß nicht stattgefl erhalten. Der S ytttUL $ad) W ,ug Hnnderle von kn Verbleib Demi1 njiziren. Am Piri .ihlte, daß die Th bedeckt sei. ! chrend der Ebbe 'ä Wracks getrof in der Mitte lnch das Damps ^mpskessel explod V die größte Aus iWsgesprüch. K I Ote Theilnahme ^ung Derjenigen rerden. Gestern l t(I in Balmoral a ^olivich bereits b ° - Ursache des gn 8. I 9. 6 «elioundtt »*• Oberlid hlen ' t.; Trebil 6el‘ Jjot* Berlin, 8. Septbr. Von einer Adreffe an den Kaiser oder an ben kaiserlichen Stellvertreter ist in Rsichstagskreisen nicht die Rede. Sobald der Vorstand des Hauses gewählt ist, hat er die Verpflichtung, dies an höchster Stelle zu melden und dir Meldung erfolgt jedesmal mündlich, in der nächsten Woche ausschließlich beim deutschen Kronprinzen, dem gegenüber der Präsident des Reichstags die Gefühle des Hauses zum Ausdruck bringt. lieber diese Audienz erstattet dann der Präsident an das Plenum Bericht, und damit ist die offici lle Beziehung des Reichstages zur Krone hergtstellt. Eme^ Audienz beim Kaiser findet statt, wenn der Monarch dies bestehlt. .Die Sitte der letzten Jahre, von Adressen abzusehen, entspricht so sehr den Wünschen des kaiserlichen Hofes wie den Wünschen des Reichstages, so daß der Verzicht des letzteren auf Adreß-Debatten, und was damit zusammenhängt, durchaus nicht als ein Verstoß gegen die Pietät angesehen wird. Der Re^-:ag gibt einfach seinem Präsnenten das Wort zur Begrüßung des kaiserlichen Stellvertreters, und diese Audienz ersetzt durchaus j:de längere Loyalitäts-Kundgebung in gönn ausschließ- । lich ober Haupt« sächlich.^ 11. Q Q 2. i 3. iSchan!- G°st- wirth- >ch°sl°n schäften u.nt) Restaurants. I (rinschlühlich für tigerte Rechnung tabat verkaufende Kellner). । 15. 1~ Schema 2. Kreis, Amt, Stadtbezirk_________ ÄeniH, 22. 23. Lokal-Nottz : 1878. Telegraphische Depeschen. cialdemokratischen und 415 für die demokratischen. auf das Gesuch nickt ein: London, 10. Septbr. Salisbury ist hierher zurückgekehrt. — Nachtbar sei. Hiermit schloß i son- stige Händler. Wn | 9. einem Telegramm der „Times" aus Konstantinopel vom 9. d. waren am Abend vorher zahlreiche Verhaftungen angeblich in Folge einer neuen Verschwörung der Anhänger Murad's vorgenommen worden. Die Volksstimmung sei sehr erregt; die Palastwache habe Verstärkung erhaben. Berlin, 10. Septbr- Der Attentäter Nobiliug ist heute Nachmittag gegen 23/4 Uhr in Folge einer Lungcnlähmung gestorben. Berlin, 10. Septbr. Nobiling ist vollständig besinnungslos gestorben; er war seit Sonntag absolut sprachlos und bewußtlos. Darmstadt, 11. Septbr. Bei den kiesigen Wahlmännerwahlen für die Wahl zur hessischen zweiten Kammer wurden etwa 1100 Stimmen für die Liste des Einigungs-Comics und 500 für die deutsche Fortschrittspartei abgegeben. Berlin, 11. Septbr. Der „Nat.-Ztg." zufolge wurde von dem betr. Ausschusie der hiesigen Stadtverordneten-Versammlung beschlosien, letzterer die Herren v. Forckenbeck (BreSlau), v. Stauffenberg (München) und Selke (Kö- nigsberg) als Candtdatien für den Oberbürgermeifterposten vorzuschlagen. — Der „Vosi. Ztg." zufolge wird die Fortschrittspartei bei der Wahl des Reichstagspräsidenten für v. Forckenbeck, resp. v. Stauffenberg stimmen, bei der Wahl des Vicepräsidenten aber weiße Zettel abgeben. Rom, 10. Sept. Durch Decret wird für die Pronienzen aus den sämmtlichen Häfen der Vereinigten Staaten Quarantäne angeordnet. 12. d. hier ein. Mülhausen, 10. Septbr. Bet der gestrigen Stichwahl zum Reichstage wurden 3531 Stimmen abgegeben, von denen Graf Wilhelm Bismarck 3516 und Reuleaux 15 Stimmen erhielt. Die Liberalen enthielten sich der Abstimmung. Die Wahl Bismarcks ist unzweifelhaft. Mainz, 10. Septbr. Bet der heutigen Wahlmännerwahl für die Wahl zur hessischen zweiten Kammer wurden, soweit bisher bekannt, 1295 stimmen für die klerikalen Candtdaten abgegeben, 1224 für die fortschrittlichen, 504 für die soctaldemokrattschen und 415 für die demokratischen. Wagner'« telegr. «orrespoudenz - Bureau. Berlin, 10. Septbr. Abg. Mosle hat tm Reichstage eine Interpellation über den Untergang des „Großen Kurfürsten" eingebracht. — Als Candidat des Centrums für die Stelle des ersten Vicepräsidenten wird Reichensperger bezeichnet. — Die Ueberreichung der griechischen Note, welche die Mediation der Congreßmächte anrust, wird hier morgen oder späte- London, 6. Septbr. Der Untergang des Salon-Dampfers „Princeß Alice" scheint den bis jetzt darüber vorliegenden Berichten zufolge die gräßlichste und kolosialste Katastrophe zu fein, welche die Jammer-Chronik dleses Jahres zu verzeichnen hat. Der Verlust an Menschenleben ist viel größer, als anfangs berichtet worden. Die Anzahl der Umgekommenen wird wahrscheinlich niemals genau festgestellt werden können, aber ungefährer Schätzung zufolge haben zwischen 600 und 650 Menschen ein Wellengrab gefunden. Bis gestern Nachmittag gegen 4 Uhr waren erst 150 Leichen geborgen. So viel man weiß, sind im Ganzen nur etwas über 100 Personen gerettet. Nach den Angaben der Beamten der Campagnie befanden sich ca. 800 Personen an Bord der „Princeß Alice." Ueber die Ursache des traurigen Zusammenstoßes schwebt bis jetzt noch ein tiefes Dunkel. Der Umstand, daß der Strom an der Uaglücksstätte bet nahe leer von Schiffen war, macht die Collision um so unerklärlicher. Nur bte gröbste Fahrlässigkeit oder ein höchst unglücklicher Jrrthum Seitens eines der beiden Fahrzeuge können die Katastrophe verschuldet haben. Es hieß anfangs, der „Bywell-Castle" sei nach geschehenem Unglück davon gedampft, ohne sich um das Schicksal des schwer beschädigten Vergnügungs-Bootes und desien Paffa- giere zu bekümmern. Diese Annahme hat sich indeß als trrthümlich herausgestellt. Die Mannschaft des Dampfers that vielmehr Alles, was möglich war, um Menschenleben zu retten. Thomas Harrison, der Capitän der „Bywell- Castle", sagt aus, daß er, nachdem er die Überzeugung gewonnen, daß der Zusammenstoß unvermeidlich sei, seine Maschinen sofort stoppen ließ und alle Anstrengungen gemacht habe, Menschenleben zu retten. „Wir setzten , erklärte der Capitän, „das Steuerbordboot so rasch aus, als dies nur möglich war, und gleich darauf das Backbordboot. Beide Boote wurden beinahe unter Master gedrückt durch die Maste von Menschen, welche in dieselben hinetnklet- terten." Im Ganzen wurden durch die Boote der „Bywell-Castle" 40 Menschen gerettet. Der Meinung des Capitäns zufolge entstand das Unglück, weil der Capitän der „Princeß Alice" eine unrichtige Schwenkung machte, statt seine frühere Richtung zu verfolgen; hätte er dies gethan, so würde der Zusammenstoß nicht stattgefunden haben. Die „Byweü Castle' hat keine Beschä.tgu>ig erhalten. Der Schiffsmate der „Princeß Alice" hat sich durch Schwimmen gerettet. Nach Woolwich brachte gestern im Laufe des Tages fast jeder Bahnzug Hunderte von Personen, welche kamen, um entweder Erkundigungen über den Verbleib vermißter Angehörigen und Freunde einzuziehen oder Tode zu iden- lisiziren. Am Pier kamen zuweilen erschütternde Sceuen vor. Ein Lootse erzählte, daß die Themse mit Kleidungsstücken und Hüten von Frauen und Männern bedeckt sei. Von der „Princeß Alice" ist kaum etwas sichtbar, selbst nicht während der Eböezeit. Es werden bereits umfastende Anstalten zur Hebung des Wracks getroffen. Taucher, die das Wrack untersuchten, berichten, daß cs fast in der Mitte durchgeschnitten ist. Der Schrauben-Dampfer rannte quer durch das Dampfboot und zertrümmerte den Maschinenraum, wodurch der Dampfkessel explodirte. Das beklagenswertbe Unglück versetzte die Hauptstadt in die größte Aufregung und bildet in allen Schichten der Gesellschaft das Tagesgespräch. Für die Verunglückten und deren Hinterbliebenen gibt sich bte größte Teilnahme kunb, unb man ist bereits zu Geldsammlungen zur Unterstützung Derjenigen geschritten, bie burch die Katastrophe in Nothstanb versetzt worden. Gestern Nachmittag langte in Woolwich ein Beileids-Telegramm von der in Balmoral weilenden Königin an. Die Todtenschau-Untersuchung hat m Woolwich bereits begonnen. Auch wird eine handelsamtliche Untersuchung für die Ursache des Zusammenstoßes binnen wenigen Tagen eingeleitet werden. stens übermorgen erwartet. Wien, 10. Septbr. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel von heute: Der neuernannte deutsche Botschafter, Graf Hatzfeldt, besuchte vor seiner Ausschiffung den General Totleben in San Stefano. — Der Marine- minister hat 7 Transport-Dampfer nach Datum zur Herbeförderung der Garnison und des Materials abzesandt. — In politischen Kreisen ist ein noch sehr der Bestätigung bedürfendes Gerücht verbreitet, daß seit der Besetzung Cyperns durch die Engländer die Vereinigten Staaten von Nordamerika bemüht seien, einen Flottenstationsplatz an der syrischen Küste zu erwerben. — Dieselbe Cor- respondenz meldet aus Belgrad von heute: In serbischen Regierungskretsen steht man mit Besorgniß der Entwickelung der Ereigniffe in den angrenzenden türkischen Provinzen entgegen. Mehreren Mitgliedern des hiesigen diplomatischen Corps wurde der nachgesuchte Urlaub von ihren Regierungen abgeschlagen. Der augenblicklich abwesende britische Vertreter Colonel Gould trifft am Officiere verwundet, 2 Osficiere tobt, 2 besgl. vermißt; von Mannschaften 400 v^w^bt Generalmajor Poppenheim berichtet: Nach Be- iekuna Trebinjes würbe bas an ber Trebinjcica - Brücke zurückgelassene Halb Bataillon bes 74. Regiments Nachmittags von Insurgenten angegriffen, ber Angriff jedoch nach einstündigem Kampfe entschieden zuruckgewtesen; hierbei fielen 1 Oberlieutenant und 6 Mann, außerdem werden 8 Mann vermißt. Auch bte bei Trebinje lagernben Truppen würben burch L-chusie aus ben um- Heaenben Kulas belästigt; gegen letztere sinb zwei Compagnien entsendet worden. Die türkischen Regulären blieben trotz des Feuers der Insurgenten tm Lager angetreten und erlitten selbst einige Verluste. Von den Insurgenten blieben über 20 tobt. England. Gießen, 11. September. Die Betheiligung bei den gestrigen Wahlmanner wählen zur Landtagswahl war eine geringe. Von über 2000 Wahlberechtigten stimmten 329 und erhielten die vom Verein der nationalen und liberalen Partei aufgestellten Candi- daten fast alle Stimmen. --Kommenden Samstag den 14. dfs. MtS. findet in Nidda eine landwirth- schaftltche Generalversammlung mit Ausstellung von landwirthschaftlichen Produkten und Maschinen statt. Mit Rückstcht hierauf hat die Grotzh. Direktion der Oberhesfi- scheu Bahnen in anerkennenswerther Weise beschlossen an diesem Tage Abends 10 Uhr einen Extrazug von Nidda nach Gießen und Büdingen zu den gewöhnlichen Fahrpreisen abgehen zu lasten. Wir glaubten unsere Leser hierauf aufmerksam machen zu sollen. Gießen, H. September. (Sitzung der Stadtverordneten vom 9. September.) Unter Anwesenheit deS 1. Stadtgeistlichen wurde die Löber'sche Stiftsrechnung abgehört und für stimmend befunden. Gegenwärtiger Vermogensstand derselben ist 47 653 X 1 A. — Für die sachlichen Bedürfnisse der städt- Schulanstalten wurden für das Jahr 1879 1625 X gegen 1800 X in 1878 verwilligt- — Unser Friedhof bedarf dringend der Erweiterung unb sollen außer dem von den Herren Will und KretzmÜller zu ervropriirenden Gelände noch 4 weitere Grundstücke von der Stadt acquirirt werden. -Bei der Anlegung der Röhrenleitung an der Frankfurter Straße find die betr. Arbeiten auf nicht voroesehene technische Schwierigkeiten gestoßen. Es wird detzhalb dem Accordanten auf Vorschlag des Stadtbaumetsters eine Entschädigung von 25 x verwilligt. — Pos. 5 der Tages-Ordnung behandelte wieder einmal das Unterstützungswohnsitz-Gesetz. Ein alter Holzmacher von Röthges, welcher eben in seiner Heimath weilt und erkrankt ist soll von der Stadt als zuständigem Unterstützungsorte erha ten unb verpflegt werden, event. solle die Stadt pro Tag 1 X 20 an die Gemeinde Röthges zahlen. Frag!. Holzmacher arbeitete allerdings eine Reihe von Jahren h er- stlbst, zahlte aber weder Steuern, noch war er polizeilich angemeldet, sondern campirte Nachts in einem Stalle oder Scheune einer Hofratthe auf dem Kreuz. Die Bürger- Meisterei Gießen glaubte unter solchen Umständen das Anfinnen her Gemeinde Röthges abwesten zu sollen wurde aber von derselben auf Zahlung der oben bemerkten X i.2ü pro Tag verklagt. Nach den geführten Erläuterungen fteht nun zu erwarten, daß die Stadt gegen die Gemeinde Röthges unterliegen wird und beschließt die Versammlung den Herrn Bürgermeister zu ermächtigen der Gemeinde Röthges 1 X pro Tag zu offertren und foent- wettere Verhandlungen mit derselben zu pflegen. — Herr Gutsbesitzer Schl-nke vomHardthose erbot sich die Fluthgräben vom LeufertSroderweg bis zu dem Gleibergerweg gründlich räumen zu lassen, wenn ihm die Stadt eine Vergütung von 4 4 pro laufenden Meter gewähre. Die seitherige Räumung derselben sei sehr mangelhaft und erlitten die betr. Grundstücks - Eigenthümer durch Ueber- schwemrnung großen Schaden. Das Gesuch wird von der Versammlung der Bau- Deputation zur endgiltigen Erledigung überwiesen. — Ein Pachtvertrag zwischen der Stadt und Herrn Bäckermeister M. Lenz über einen Holzlagerplatz wird unter den seitherigen Bedingungen erneuert. — Herrn Rechner Grüneberg wird der Saal des ■ alten Rathhauscs zur Abhaltung einer Verpachtung von Grundstücken des Kauf ung er 1 Stiftes überlassen. — Ein Baugesuch des Herrn Gg-EmilMöhl wird genehmigt.— ? Hartmann Eulers Erben wollen auf ihrem Eigenthum am Afterweg eine Reihe von Gebäulichkeiten aufführen. Sie sind schon im vorigen Jahre um Erlaubniß hierzu eingekommen, welche ihnen aber nicht ertheilt wurde. Der Anwalt derselben richtere nun ein wiederholtes Gesuch an Grotzh. Kreisamt um Gewährung des ConsenseS. Großy. Kreisbauamt, als technisch competente Behörde, verwarf die Ausführungen des Anwaltes und eiHäite, daß die in denselben angeführten SS- in diesem Falle nicht zutreffend seien. Die Versammlung erklärt sich mit dem Großh. Kreisbauamt als einverstanden und sei die Stadt z. Z. noch nicht verpflichtet den Petenten gerecht zu werden- — Herr H. Adami kann auch mit ber Stadt bis jetzt nickt ins Reine kommen. Die Stadt offerirte demselben für abzutretendes Gelände pr. EJftlftr. 7 jl und außerdem das Gäßchen bis zur Hofraithe des Herrn Cavzleirath Clemm. Herr Adami verlangte nun zuerst 25 jl. und später 15 x pro Dfilftr. Die Versammlung beschließt es bet den früheren Offerten pure zu belassen. — Betreffend Einführung und Einrichtung der Schutzmannschaft am 1. October er. sind noch verschiedene Sachen zu erledigen. Für das Wachtlokal sind keine geeigneten Räumlichkeiten, welche ber Stadt gehören, vor- banber. Die Räumlichkeiten im alten Rathhaus können nicht dazu oerwendtt werden, weil 1) das seitherige Wachtlokal, worin an den Wochenmarkttagen auch die Butterwaage sich befindet, zu klein und finster ist und 2) die Räumlichkeiten, worin sich früher das Ortsgericht befand zu loch und abgelegen sind. Es sind nun iw Hause derGebr. Hochftätter in der Schlotzgasse im unteren Stock zwei Zimmer als für ein Wacht- iokal geeignet befunden worden und wurde ein Miethvertrag und Mtethsentschadigung von 350 x für vorläufig ein Jahr genehmigt. Ferner werden d e von der Polizeiverwaltung verlangten Mobilien, als Bettstellen, Schreib isch, Kleiderbürste 2c. 2c.tm Ganzen 48 Stück zur Anschaffung genehmigt. — Herr Aug. Mont onus will stabt. Gelände an der Reichensand-Bahnhofstraße oquirken und verlang e die Stadt 16 X pro LH Mir. In einer Eingabe erachtet Petent den geforderten Preis für zu hoch und bittet um Herabsetzung desselben. Die Bau-Deputation beantragt jedoch auf ber Forderung zu beharren und beschließt auch die Versammlung demgemäß. — Herr Maurer Haubach fragte gleichfalls an, welchen Preis die Stadt für abzutretendes Gelände zwischen seiner Hofraithe und dem Damme der Main-Weser-Bahn an der neu projektirten Straße verlange. Die Bau-Deputation beantragt vorerst keine definitive Antwort auf die Frage zu ertheilen sondern erst den Plan der neuen Straße abzuwür.ten und ist die Versammlung hiermit einverstanden. — Ein Baugesuch des Herrn Ph. Uh l, betr. Neubau eines Ateliers hinter seinem von Herrn Jul. Hoch erkauften Hause, wird gutgeheißcn. — Die Anlage von Aborten tm städt. Hause auf dem Afterwege, worin sich verschiedene Schulanstalten befinden, resp. der Voranschlag und Plan zur Einführung des Tonnensystems, auszuführen durch Herrn Br o el, wird genehmigt unv 2070 X hierfür verwilligt. — Ein Gesuch um Einfriedigung der Hofraithe des Herrn Jac. Wießner ander Grünbergerstraße wird genehmigt, wenn bas Thor aus Eisen aeferttflt ist. — Die Anlage eines Obftdörrofens tm Garten des Herrn C h r. B ur k h a r d im Gartfeld wird genehmigt. — Dem Gesuche des Herrn H-Möser um Anbringung eines Thores an seinem Hause in der Alicenstraße wird entsprochen.—In die Commisston zur Abschätzung von Flurbeschädigungen bei den letzten Uebungen der Truppen werden die Herren Th- Wortmann, C. Simon und Stoß als Sachoerftändige exwahlt. — Verschiedene Bewohner des Riegelpfads erbitten in einer Eingabe bte WetteMhrung ber Unioersitätsstraße bis an bte verlängerte Lubwigsstraße und Anlegung von Trottoir und Gasbeleuchtung. Es wird jedoch nach dem Antrag der Bau-Deputation beschlossen - - ' ' izugehen da ber S- 4 der Bauordnung z. Z. noch nicht anroenb» bte öffentliche Sitzung. —* Kaiser ober an da Rede. Zobald d« z, dies an M lieb, in bet näGn nüber der PDet bringt. Mer bi« icht, unb bamit | eßt Eine toieq t. Die Sitte btt Wuschen des h- ber -Verzicht M ;t, durchaus M eiag M mfch ^tiiloertrelec, iMdgrbung in bie «ähmb te e Rolle flepfa »er „bie achraM ad beherzigeMrt:! b nothivenbig mäßigt liberale t|t leberzeuzung W - 1 luftimmt. W»; inrch welche We Sezug hieraus vM che hindert, batz u Unterdrücke t :e« M-M « k «Uten bW-'E SZ Ä'»* IN »Kä cberaen W- »ö • Ä M « * “W sei®® Bekanntmachung Näheres bet I. Blitz. (5442 Cnders. Submission eines Amts- «X (5423 klagend oorzua'ben. Gießen (5306 gesucht don Marl Mrämmercr billig zu verkaufen. Weidgasse 98. 5422) abzugeben bei Ka-en-Auslcsc-Masihincn Donnerstag den 12. Septbr., Abends 7 Uhr •“vviiHrivtn ■.. »ivriivv i mih. Geselliges Zusammensein mit mufik. Unterhaltung auf dem Eahnstein.(54 5329) (Trieurs) ! Großer Ausverkauf! bei W, Eigner am Kreu) 5381) 5441) BerantworUiche Nedaction: A. Sche,da. — Druck u»d Verlag der Brühl'scheu Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tn Gießen. H ff 3430) Zwei tüchtige Rockarbeiter und ein desgl. 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