Freitag, den 12. Juli Kl». SS«. 1878. Aizkizk- M AmtsM str!>ei |rri$ Sich». Rer>actionSbin»eairr Gartenstraße B. 165. Gxpeditionsbureairr , Schulstraße B. 18. 1 KW "'MIMMaW— «»scheint täglich mit Autnahm« deS MoEgS Preis viertel-jährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ' Amtlicher Tßeil. Bekanntmachung, In Gemäßheit des §. 9 des Gesetzes vom-13. Februar 1875 über die Naturalleistung für die bewaffnete Macht im Frieden, werden hiermit nachstehende Durchschnittspreise vom Monat Juni veröffentlicht: Hafer 17 Heu 5,50 JL, Stroh 4,73 «X, per 100 Kilogramm. Gießen, den 11. Juli 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. B o e k m a n n. politisch Feutschkand. Darwfiadt, 9. Juli. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beil. Nr. 18) enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Gesammtministeriums, die Bestellung der Wahlcommissäre für die Wahlen der Abgeordneten zum deutschen Reichstage betreffend. 2. Öeffentliche^Anerkennung einer edlen That. Am Abend des 7. Mai l. I. fiel das dreijährige Söhnchen des Georg Keller zu Hochheim, im Kreise Worms, in den an dem Garten seiner Eltern vorbeifließenden, durch heftige Regengüsse angeschwollenen Pfrimbach. Die in der Nähe befindliche Katharina Herbold, 19 Jahre alt, Tochter des Georg Herbold zu Hochheim, stürzte sich muthig und entschlossen in den tiefen und reißenden Bach und brachte das Kind mit großer Anstrengung wieder glücklich an das Ufer, wobei sie, von der Strömung umgerissen, in Lebensgefahr gerieth und selbst nur durch die thätige Hülfe des Zimmermanns Philipp Bähr zu Hochheim, welcher ebenfalls in das Wasser gesprungen war, aus demselben gerettet wurde. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben der Katharina Herbold für diese muthvolle mit eigener Lebensgefahr verbundene That, neben Bewilligung einer Geldprämie, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" Allergnädigst zu verleihen geruht. 3. Nachträgliche Uebersicht der für das Jahr 1878 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Comnnmal- Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Oppenheim. 4. Ordensverleihungen. 5. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. 6. Dienstnachrichten. 7. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Langen. Dotationsmäßtger Gehalt 3942 ; eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Büdesheim mit einem jährl. Gehalt von 942 eX 85 H; die Gemeinde-Schulstelle zu Himbach mit einem jährl. Gehalt von 771 «X 43 H. Das Präsentationsrecht steht dem Herrn Grafen zu Asenburg und Büdingen in Meerholz zu; die Gemeinde-Schulstelle zu Höckersdorf mit einem jährl. Gehalt von 685 «X 71 — Das Großh. Regierungsblatt Nr. 11 enthält: Bekanntmachung Groß herzoglichen Gesammtministeriums, die Bestimmungen über Befähigung von Bahnpolizeibeamten und Locomotivsührern betreffend. Mainz, 9. Juli. Von Setten eines höheren Officiers fand dieser Tage eine Jnspection unserer neuerbauten Festungswerke statt. Die Jnspection soll aus Anregung des Kriegsmtnistertums erfolgt sein, da sich bet den nunmehr fast vollendeten Werken bedeutende Mängel herausgestellt hätten. Fast sämmtliche neue Stadithore zeigen sehr bedenkliche Risse und Sprünge, so daß bereits viele Reparaturen vorgenommen werden mußten; auch die Festungswälle erfreuen sich nicht der Anerkennung der Militärbehörde; eine Anzahl derselben, und zwar solche, die bereits fertig waren, sind jüngst unter großem Getöse in die Festungs -Gräben gestürzt; die Verwüstungen kann man heute noch vor dem sog. Mombacher Thore wahrnehmen. Diese Momente sollen das Kriegsmintste veranlaßt haben, sich durch eine Jnspection über den Zustand der hiesigen Festungsbauten zu informiren. (grfftr. Journ.) Berlin, 9. Juli. Fürst Bismarck wird sogleich nach Schluß des Con- gresses eine'Badereise antreten und voraussichtlich nach Kissingen gehen. Ende der riächst^n Woche begiebt sich der älteste Sohn des Fürsten, Graf Herbert Bismarck, nach Lauenburg, um sich in dem dortigen Wahlkreise als Candtdat für den Reichstag vorzustellen. Die Absicht, auch den jüngsten Sohn des, Fürsten jetzt candidiren zu lassen, scheint aufgegeben zu sein. — Die Wahl des Staatsmintsters a. D., Delbrück, im zweiten Weimari- schen Wah!kreise ist bekanntlich gesichert. Wie wir hören, war auch an den früheren Finanzminister Camphausen eine Anfrage wegen Uebernahme eines Mandats beabsichtigt, jedoch wieder aufgegeben worden, nachdem man erfahren, daß Htrr Camphausen fest entschlossen sei, kein Mandat anzunehmen. Frankfurt a. M., 10. Juli. Heute Abend, 5 Min. nach 6 Uhr, brach in dem Stadtheater, in welchem gegenwärtig die „Meininger" Vorstellungen geben, Feuer aus und zwar unter dem Dache. Das Publikum, welches bereits zahlreich im Hause versammelt war, konnte ohne Unfall das Freie gewinnen. Den angestrengtesten Bemühungen der Feuerwehr gelang es, das Feuer auf den Dachstuhl des Gebäudes zu beschränken, so daß um । er Hheil. 71/2 Uhr jede Gefahr eines wetteren Umsichgreifens des Brandes beseitigt war. Die Vorstellungen dürften auf alle Fälle für einige Zeit unterbrochen jein. — Der Theater-Brand, der heute Abend in der Stadt eine große Aufregung hervorrief, war bereits gegen 7 Uhr in der Hauptsache durch das energische Eingreifen der Feuerwehr erstickt. Die Flammen, welche schon um 6 Uhr 10 Minuten aus dem Dachstuhl herausschlugen und um 6y2 Uhr ringsum eine enorme Hitze verbreiteten, wurden rasch auf den westlichen Theil desselben beschränkt, der denn auch gänzlich zur Ruine ward. Die Fa?ade des Theater^Gebäudes ist durchaus unberührt und erhalten geblieben. Im. Imkern ist natürlich Astes zerstört; die Wasselströme durchweichten das ganze Haus, der Haupt-Vorhang ist durch dieselben vernichtet. Gegen 7 Uhr stürzte der Kronleuchter in's Parterre herunter. Soweit bis jetzt bekannt, ist Niemand aus dem Publikum verwundet; nur einige -ohnmächtige Frauen gab es. Dadurch, daß man den Besuchern der Gallerte, die bereits fast ganz besetzt war, mittheilte, das Feuer sei bereits gelöscht, hatten auch diese sich in aller Gemüths- ruhe entfernt Die Entstehung des Feuers ist ermittelt: ein Zuleitungsrohr an dem Hanptrphr über dem Kronleuchter war schon längere Zeit defekt (es war dies nicht unbekannt) und das entweichende Gas hatte sich dort entzündet. Die Garderoben sind zum großen Theil gerettet, das Theaterarchiv wurde in das Holdffche Restaurant geschafft, wo wir Haufen der schönsten und — ältesten Dramen in Manuscript und Druck aufeinandergeworfen sahen. Heute Abend sollte die Grillparzer'sche „Ahnelffrau" von den Meiningern gegeben werden. Das Theater ist versichert. Als.^Augenzeugen können wir noch mittheilen, daß das Publikum des Parterres sich äußerst besonnen verhielt, als ihm durch einen Herrn mitgetheilt wurde, es mö.ge sich entfernen. Der Vorhang ging sofort in die Höhe und auf der Bühne wurden einige Feuerwehrleute sichtbar, die indeß nicht beruhigen konnten. Zwei Minuten darauf erloschen die Gasflammen des ganzen Hauses und erst dann stürzte Alles mit wahnsinnigem Geschrei nach den Ausgängen. Hesteneich. Wien, 8. Juli. Die „Deutsche Ztg." meldet: Auf Antrag des Grafen Andrassy wurden die auf die Donau bezüglichen Artikel XII und XIII des Vertrages von San Stefano präcise festgestellt. Es wurde bestimmt, daß keine Festungen am Ufer bestehen dürfen, daß Kriegsschiffe nicht einlaufen dürfen und daß die internationale Donaucommission die Reglements für die ganze Schifffahrt auf der unteren Donau sestzuflellen habe. Letztere wird unabhängig von den Staaten, die an dem Donau-Delta Theil haben, fungiren. Die Ausführung aller Arbeiten am eisernen Thor stehl nur Oesterreich zu. Pesth, 9. Juli. Aus Agram wird gemeldet: „Abgeordnete richten eine Dankadresse an die Krone wegen der bevorstehenden Besetzung Bosniens. Ein Grenzer, der die Grenze Überschritt, ist geköpft worden." England. London, 9. Juni. Die hiesigen deutschen Socialdemokraten ernannten ein Agitations-Comit^ von 6 Mitgliedern, welche jeden Sonntag den englischen Arbeiterclubs das Streben und die Zwecke der deutschen Socialdemokraten aus- einandersetzen und sie für den Anschluß an deren Bestrebungen gewinnen sollen. — Unterhaus. Bourke theilte auf eine Anfrage mit, daß die Ratification der Convention vom 4. Juni vor einiger Zeit abgegangen sei. Der Botschafter Layard habe am 8. Juli berichtet, daß Alles geregelt sei. Baring habe Konstantinopel bereits verlassen, um den Firman in Betreff der Ueberlassung Cyperns dorthin zu überbringen. Die Regierung habe noch keine officielle-Mittheilung erhalten, daß die Convention den übrigen Mächten bereits formell notificirt worden. — Abends. In der Sitzung des Oberhauses stellte Granville die Anfrage, ob die englisch - türkische Convention den auswärtigen Mächten in nicht- osficieller Weise mitgetheilt sei. Der Präsident des Geheimrathes, Richmond, erklärte daraus, er könne die Frage nicht beantworten, ohne sich zuvor nochmals darüber zu informiren. telegraphische Depeschen Wagrrer'S telegr. Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 10. Juli. Bulletin von 10 Uhr Vorm. In dem Befinden Sr. Maj. des Kaisers ist seit gestern keine Veränderung eingetreten. (Unterz.) v. Lauer, v. Langenbeck. Wilms. Berlin, 10. Juli. Bezüglich der heute 2 Mr beginnenden Kongreß sitzung verlautet Wetter, daß die Commission ihre Beschlüsse in den die Grenze bei Datum betr. Fragen dem Congresie vorlegen wird, womit diese Angelegen beit definitiv erledigt sein wird, da der Congreß beschlosien hat, die Commission in dieser Frage per majora für den Congreß bindende Beschlüsse fassen zu lassen uno diese Beschlüsse im Plenum nur einfach zu ratificiren. Wie verlautet, hat man eine zwischen den englischen und russischen Ansprüchen vermittelnde Grenzbestimmung getroffen; die Lazen bleiben bei Rußland. Die Frage der Entfestigung von Batum anlangend, glaubt man, daß dieselbe für Rußland eine sehr rücksichtsvolle Erledigung finden werde. — Die „Prov.-Corresp." schreibt: Die Frtedensverhandlungen des Berliner Congreffes stehen unmittelbar vor ihrem glücklichen Abschlüsse. Alle wichtigen Fragen, die sich an den Vertrag von San Stefano knüpfen, haben unter dem fortdauernd friedlichen Gesammtwillen der aus dem Congreffe vereinigten europäischen Mächte und durch allseitig vertrauensvolles Zusammenwirken ihrer Bevollmächtigten ausgleichende Lösung gefunden. Auch die auf die Grenzregu- lirungen bezüglichen Commissionsarbeiten sind bereits zu einem befriedigenden Ergebnisse gelangt und der Congreß selbst wird sich in den nächsten Tagen der schließlichen Feststellung und Genehmigung der getroffenen Vereinbarungen widmen können. Die in den letzten Tagen bekannt gewordene Thatsache, daß England ein besonderes Abkommen mit der Türkei wegen Abtretung Cyperns zu englischer Occupation und behufs Schutzes der Türkei in ihrem asiatischen Besitze getroffen hat, wird den Abschluß der Congreßverhandlungen nicht stören pder aufhalten, da dieselbe den Vertrag von San Stefano, welcher der Beschluß nahme des Congreffes unterliegt, nicht berührt. Sonnabend wird der Friede zu Berlin unterzeichnet werden, in welchem Europa den Abschluß der jüngsten Kriegs-Aera und der seither noch drohenden Kriegsgefahr und damit, so Gott will, den Ausgangspunkt einer neuen Zelt friedlicher Entwickelung und friedlichen Anfsckwnngs freudig begrüßen wird. Malta, 9. Juli. Die Regimenter 42, 71 und 101 (englische, keine indische) erhielten Befehl, sich zur sofortigen Einschiffung nach Cypern vorzubereiten. Berlin, 10. Juli. Proceß Hödel. Die Verhandlungen begannen um 9 Uhr. Nach Verlesung der Anklageschrift erklärte sich der Angeklagte, der durchweg eine äußerst freche Haltung beobachtete, auf die Frage des Präsidenten für nichtschulbig; derselbe sagte ferner aus, er habe einen Selbstmordversuch machen wollen. — Das Kammergerichts-Gebäude war schon am frühen Morgen von dichten Menschenmengen umlagert. Gegen 63/4 Uhr traf unter der Escorte reitender Schutzmänner der sog. grüne Wagen mit Hödel ein, welcher, an Händen und Füßen gefeffelt, unter den Verwünschungen der an den Wagen sich herandrängenden Menge nach dem Innern des Gebäudes geschafft wurde. Berlin, 10. Juli. Proceß Hödel. Im weiteren Verlause des Verhörs bestreitet Hödel, die in der Anklageschrift ihm zur Last gelegten auf das Attentat bezüglichen Aeußerungen gemacht zu haben. — In dem Zeugenverhör bekunden die Zeugen fast übereinstimmend, daß Hödel auf den Kaiser gezielt und geschossen habe. Ebenso bestätigen die Zeugen, insbesondere Petsch, Krüger und Photograph Dietrich, Wort für Wort ihre in der Anklage erwähnten Aussagen über die aus das Attentat bezüglichen Aeußerungen Hödel's. — Nach Schluß des Zeugenverhörs plädirt Oberstaatsanwalt v. Luck für Schuldig und beantragt die Todesstrafe. Der Official-Verthetdiger erklärt, er vermöge den Aussührungen des Staatsanwalts, die sich auf Thatsachen stützen, nicht entgegenzutreten. Der Angeklagte sei das Opfer socialdemokratischer Lehrer. — Hödel erklärt, er danke für jede Vertheibtgung. — Der Gerichtshof spricht nach kurzer Berathung die Todesstrafe aus. Hödel hörte das Urtheil mit frecher Gleichgiltigkeit an. Berlin, 10. Juli. Die „Provinz.-Corresp." bringt einen längeren, „Praktische und idealistssche Politik" betitelten Artikel, worin sie die Reichstagsverhandlungen von 1876 über die Strasgesetznovelle recapitulirend, nachweist, daß es der Regierung schon bei Vorlegung der Strafgesetz Novelle voller Ernst war, mit der Nothwendigkeit der Bekämpfung der Socialdemokratie, daß sie aber mit ihren Absichten nicht durchdringen konnte, weil die nationalltberale Parte: Schulter an Schulter mit der Fortschrittspartei diesen Absichten grundsätzlich entgegentrat. Durch den ganzen Widerstreit der Auffassungen zwischen der Regierung und dem Führer der Nationalen (Lasker) gehe ein greifbarer Gegensatz zwischen der practischen Politik und den idealistisch-doctrinären Partetauffassungen hindurch. Nach den von dem deutschen Volke inzwischen gemachten schweren thatsächlichen Erfahrungen werde man es in allen staatserhaltenen Kreisen vollauf gerechtfertigt finden, wenn die Regierung ihre durch das dringende Staatsinteresse gebotene Politik nicht ferner durch den Einfiuß solcher idealistischen Verirrungen gelähmt und vereitelt wissen wollte, und wenn die Wünsche und Bestrebungen der Regierung dahin gingen, die wirklich staatserhaltenden Kräfte innerhalb des sreistnnigen deutschen Bürgerthums befreit zu sehen von einer Leitung, welche in den wichtigsten Fragen der Erhaltung und des Schutzes für Staat und Geselljchast sich mit grundsätzlichen Gegnern der Regierung vereinigt, um die Absichten der Regierung ohne jeden Versuch der Verständigung kurzweg zu vereiteln. Der Artikel schließt: Es ist und bleibt eine offenbare Unwahrheit, daß man die Socialdemokratie entschieden bekämpfen und doch die Fortschrittspartei unterstützen könne, denn diese ist nach wie vor entschlossen, der Regierung das einzig wirksame Mittel gegen das Umsichgreifen der Socialdemokratie zu versagen. Die Wähler, welche die Regierung unterstützen wollen, werden von den Candidaten entschiedene Bürgschaften dafür zu verlangen haben. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Besitzergreifung Cyperns durch England werde überall mit Recht als ein Schritt der englischen Politik angesehen, sich Einfluß und Stellung in denjenigen Theilen des Orients zu wahren, welche sie für die Macht- und Jntereffen-Sphäre Großbritanniens in Anspruch nehme Dieser Schritt könne vom Standpunkte der allgemeinen Civi- lisation und des Culturfortschrittes in Kleinasien nur zustimmend begrüßt werden. Die „Nordd." glaubt nicht zu irren in der Annahme, daß die deutsche Regierung von der Abmachung vorgängig benachrichtigt war, ohne daß dabei von ihr ein Meinungsaustausch erfordert wurde. — Abends. Aus den Congreßvorlagen bietet Nichts mehr Anlaß zu principiellen Debatten. Von den nach Schluß des Congresses zu bildenden Local-Commissionen zur Ausführung der Congreßbeschlüffe dürfte die griechischtürkische Commission in Thessalien alsbald in Thätigkeit treten. — Graf Schu- waloff begibt sich im Laufe des Monats zur Cur nach Karlsbad. — Nachts. Nachdem in heutiger Congreßsitzung die Commissionsbeschlüsse bezüglich der Grenzen bei Batum ratificlrt morde -i und verschiedene andere Detailfragen erledigt waren, war die materielle Arbeit des Congreffes bändigt. Es erfolgte darauf die Vorlegung des Textes des Vertrages, von welchem ein großer Theil verlesen und erledigt wurde. Morgen wird damit fortgefahren werden. Petersburg, 10. Juli. Das „Journal de St. Petersbourg" sagt bei Besprechung der englisch-türkischen Convention, betr. die Occupation von Cypern: Es sei zu hoffen, dieselbe werde das Fciedenswerk nicht durchkreuzen. Beaconsfield habe diese Requisition nur gemacht, um nicht mit leeren Händen vom Congreß zurückzukehren. Paris, 10. Juli. Anläßlich verschiedener Kritiken gegen England erinnert das „Journal des D6bats" daran, daß das Circular Salisburys nicht blos eine Proclamirung von Prtncipien, sondern auch ein Appell an Europa gewesen sei. Da dieser Appell nicht gehört worden und England auf Niemand rechnen konnte, um die Russen in Asien aufzuhalten, so hatte es das Recht, allein zu handeln. Das genannte Organ wünschte, daß Oesterreich in Europa dieselbe Rolle spielen möchte, wie England in Asten, indem es mit der Pforte eine gleichartige Convention abschließe. Wien, 10. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom Heutigen: Zwischen der Pforte und General Totleben fi '.den Verhandlungen wegen Abzuges der russischen Trupp 'n aus San Stefano statt. Die Russen wollen San Stefano nicht verlassen, bis die Schumla dominirenden Höhen und Varna an die Russen ausgeliefert sind. Eine türkisch-russische Commission soll die Räumungsmodalitäten der türkischen Festungen Bulgariens festsetzen. Die Verhandlungen über die Occupation Bosniens sind noch nicht zu endgültiger Vereinbarung gelangt. Die Lage der Flüchtlinge im Rhodopegeblrge ist nach Schilderung der englischen Consular-Functionäre herzzerreissend. Der „Polit. Corresp." wird aus Athen von heute gemeldet: Auf Kreta ruht der Kampf seit mehreren Tagen. Die an der dortigen Küste kreuzenden englischen Kriegschiffe sind nach Cypern abgegangen. Trotz der Bemühungen des englischen Konsuls Sandwich verweigern die Kretenser die Niederlegung der Waffen und reharren nach wie vor auf Vereinigung mit Griechenland. Berlin, 7. Juli. Die ersten verantwortlichen Vernehmungen des Meuchelmörders Dr. Karl Nobiling haben am Mittwoch, Donnerstafl und Freitag in der von ihm bewohnten Gefängnißzelle der Stadtvoigtei durch den Untersuchungsrichter Herrn Stadt- qerichtsrath Johl in Gegenwart des Herrn Stadtgerichts-Präsidenten Krüger und des Herrn Staatsanwalts Tessendorff stattgefunden. Bevor zu denselben geschritten wurde, hatten die Aerzte, der Geheime Rath Professor Dr. Liman, der Medizinalrath Dr. Wolff und der Santtätsrath Dr. Lewin den Zustand ihres Patienten sorgfältig untersucht und waren dieselben dahin übereingekommm, daß kurze, die Dauer von täglich zwei Stunden nicht überschreitende Vernehmungen innerhalb von vier Tagen zulässig seien. Nobiling gab über seine Person und seine Famtlien-Verbältntsse die weitgehendste Auskunft; er nannte alle seine Familien-Mttglieder und erklärte sich nach eindringlichen Vorstellungen bereit, die volle Wahrheit zu sagen, um sich dereinst der Milde s-tner Richter zu empfehlen. Am Tage des Attentates hatte er bekanntlich bei seiner Vernehmung auSgesagt, daß er seiner Partei angehörige Mitschuldige besitze und sie zu schonen auch keine Veranlassung habe, dennoch aber wolle er sie nicht nennen. Auf dieses Geständntß hin war der ganze Apparat unserer Kriminal-Polizei in Thätigkeit gesetzt worden, um die Mitschuldigen zu ermitteln. Dies ist jedoch bisher ohne wesentliche Resultate geblieben. Einzelne der Verhafteten sollen zwar im Verdacht stehen, von der meuchelmörderischen Absicht des Dr. Nobiling vorher Kenntniß gehabt zu haben, aber sie mußten wegen Mangels an hinreichenden Beweisen ihrer Haft wieder entlassen werden. Die noch nicht bekannten Mitschuldigen zu ermitteln, darin lag der Schwerpunkt der ersten Vernehmungen. Mit Bezug auf die dahin gehenden Fragen erklärte nunmehr Nobiling: Ich habe die That allerdings allein ausgeführt und mir zu dem Behuf die Waffen selbst in Stand gesetzt. Von Anfang an war es meine Absicht, die That allein auszuführen und sodann meinem Leben selbst durch einen Schuß in den Kopf ein Ende zu machen. Bevor ich jedoch mein Vorhaben ausführte, habe ich mehreren Personen von demselben Kenntniß gegeben und bei diesen keinen Widerspruch gefunden; mithin könnte ich wohl annehmen, daß dieselben mein Vorhaben gebilligt haben. Ich kann und werde indessen ihre Namen nickt nennen." Dies ist das Gesammtresultat der Nobilingschen Aussage aus den bezeichneten drei Vernehmungen, von denen jede etwa 1V2 Stunde gedauert haben mag. Nach dem letzten Vernehmungstage hielten die Aerzte abermals unter einander Berathungen; in diesen gelangten sie zu dem Resultat, daß eine weitere Vernehmung des Dr. Nobiling nicht mehr angänglich sei, da sein Zustand sich in Folge der stattgehabten Anstrengung merklich verschlimmert habe. Die Nachricht einiger Berliner Zeitungen, daß an dem Bette Nobilings eine Vorrichtung angebracht sei, die seine Hände der Art fessele, daß er mit denselben seinen Kopf^nicht erreichen könne, beruht auf einer Erfindung. Mit Bezugnahme darauf ist der excibt- gerichtsrath Johl der Meinung, daß, sobald der Zustand Nobilings eine Fesselung im Bette, sei sie auch nur ganz leichter Art, gestatte, derselbe auch vernehmungsfähig sein würde. Leider dürfe man aber ohne die orößte Schonung Nobilings trotz seines anscheinend guten Befindens die Gefahr für sein Leben keineswegs als beseitigt ansehen. Was die am Freitag geschehene Vernehmung des Chefredakteurs der Germania Dr. Majurcke betrifft, so handelte es sich bei derselben nicht etwa darum, zu ermitteln, ob Nobiling vielleicht der ultramontanen Partei angehört habe, sondern, nach der Auffindung einiger Nummern der Germania in seiner Wohnung festzuftellen, ob er auch früher für dieses Blatt gearbeitet habe, da er sich ja erwiesenermaßen schriftstellerisch beschäftigt hatte. Lokal-Notiz. Gießen, 11. Juli. Wie unseren Lesern durch ein Inserat in Nr. 157 bekannt, wird nächste» Samstag der Oberhessische Verein für Localgeschtchte einen Ausflug nach der Capersburg veranstalten und dürfte cs auch für den weiteren Leserkreis interessant sein, einige Notizen über dies römische Bauwerk zu lesen. Die Capersburg ist ein römisches Castell von ca. 6 Morgen Flächengehalt, dessen Ringmauern etwa 4 Fuß über die Erdoberfläche herausstehen. Trotz deS colossalen Umfanges und ihrer strategisch wichtigen Lage in Mitten des Taunus ist die Capersburg einer gründlichen Untersuchung noch nicht unterzogen worden. Ein Hauptgrund war der, daß sie dicht mit hohem Gebüsch überwachsen war. Der größere Theil ist jetzt abgeholzt und da die Ortsbehörde von Ober-Roßbach, welcher der Wald gehört, in lobenswerther Bereitwilligkeit dem Ausschuß des historischen Vereins Nachgrabungen gestattet hat, so wird auf dem abgeholzten Theil an zwei Stellen (am linken Thor und am Praetorianum) gegraben werden und zwar wird unter Leitung eines Theils des Ausschusses bereits Morgens damit begonnen werden. Die Capersburg liegt etwa eine Stunde von Oder- Roßbach, von wo aus ein herrlicher Waldweg in allmählicher Steigung auf das etwa 1000 Fuß hohe Plateau führt. Oben genießt man die prächtigste Aussicht in den Taunus, insbesondere auf den noch IVz Stunde entfernten Feldberg und Altkönig, sowie das noch eine Stunde weite Wehrheim. Um auch den leiblichen Bedürfnissen bei dem Ausflug Rechnung zu tragen, wird im Walde und in Ober-Roßbach aus Ansuchen des Vereins-Ausschusses ein bewährter Wirth von letzterem Orte für einen guten Imbiß und Getränke sorgen, und hat sich derselbe auch bereit erklärt die Gesellschaft auf Verlangen Abends von Ober-Roßbach per Leiterwagen nach dem noch ^4 Stunden entfernten Friedberg zu befördern. Hoffentlich wird es gelingen, daß durch diese Ausgrabungen das Museum des Vereins in den Besitz von werthvollen Fundstücken gelangt. Bei dieser Gelegenheit wollen wir noch bemerken, daß Herr Rstchs-Oberhandelsgerichtsrath Buff dem Verein eine reichhaltige Bibliothek zum Geschenk gemacht hat. Möge der gütige Geber viele Nachahmer finden, damit unsere Stadt einen weiteren Anziehungspunkt mehr besitze. Gießen, H. Juli. Der Schwurgerichtshof erkannte in nachbemerkten Anklage- fachen: r Am 10. Juli gegen Marie Heppert, geborne Braun, von Gießen, wegen angeklagter Brandstiftung auf Grund des Ausspruchs der Geschwornen, auf Freisprechung. D-nselben, gegen Karl Nagel I. aus Bärenbach, wegen einfachen Diebstahls, Gefängnt'ßstrafe von 4 Monaten, worauf ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht wird. Am 11. Juli wurde die Verhandlung der Anklage gegen H. M- Stern von Langenschwarz, wegen Meineids, bis zur nächsten Quartalssitzung vertagt. Hiermit wurden die Schwurgerichtssitzungen des HI. Quartals geschlossen. Vermischte-. Darmstadt, 8. Juli. (Postpersonalnachrichten.) 1) Versetzt sind: der Ober- Psstsekretär Tubbe von Mainz nach Zeitz, der Postmeister Ihm von Pfalzburg nach Main» der Obertelegraphenasststent Nürnberg von Gießen nach Mainz und der Post- verwalter Kleinschmidt von Lampertheim nach Eberstadt. 2) Angenommen sind als Vostaaenten der Webermeister Pfeiffer in Seehetm und der Bauaufseher-Aspirant Zopf in Mörlenbach. 3) Freiwillig ausgeschieden ist der Postagent Helferich in Mörlenbach. Handel und Verkehr. Gießen, 11. Juli. Bei dem am 9. und 10. d. M. dahier stattgehabten Viehmarkte waren aufgetrieben 1472 Stück Rindvieh und 668 Schweine. Auch waren auf dem gestrigen Ktrschenmarkte gegen 450 Körbe Kirschen angefahren: nächster Vieh- Markt am 23. Juli. Frankfurt, 10. Juli. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität JA 1.80—2.—, Stroh per Centner JA 1.90—2.—, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 90 H, 2. Qual. 80 H, im Detail 1. Qual. JA 1.20, 2. Qual. JA 1.10. Eier das Hundert JA 4.50—5.60, Kartoffeln alte JA 5.50, neue JA 8 per 100 Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 <4, Kuh- u. Rindfleisch 55—64 Kalbfleisch 60—70 Hammelfleisch 55—68 H, Schweinefleisch 70 bis 75 X Speck 1 JA. Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 28—33 ja, ganze Erbsen 24—28 ja, Bohnen 25—28 JA, Linsen 28—36 JA. Limburg, 10. Juli. (Fruchtbericht.) Rother Weizen JA 19.70, Weißer Wetzen JA —, Korn JA 12.75, Gerste JA 11.50, Hafer JA 8.10. (Durchschnitts - Preis pro Malter.) Allgemeiner Anzeiger. Aeilgeöotenes. 4261) Eine vollständige Ewtgklee- Ernte von zwei Morgen zunächst der Stadt ist billig abjuzeben. Wo? sagt die Exped. d. Bl-__________________ 4268) Meinen seit Jahren bewährten Weinessig zum Einmachen halte ich bestens empfohlen. (4268 Emil Fischbach- Sommerröcke empfiehlt zu sehr billigen Preisen 2389) H. Rübsamene 3963) Ein Haus, in welchem seither eine Wirtschaft und ein Specerei-Geschäft betrieben wurde und welches sich außerdem noch zu jedem anderen Geschäft eignet, ist billig zu verkaufen. Näheres bei I# et Einmachsfässer in allen Größen empfiehlt (4271 Emil Schmall, Frankfurter Hof. Feinste Gothaer Cervelatwurst empfiehlt (3857 Gg. Wilh. Weidig. 4270) Ein fast neuer Rollwagen ist billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Hemden nach Maaß unter Garantie des guten Passens liefert in kurzer Frist (2388 H. Rübsamen. Grabkreuze, Alle Sorten S eh t ramme empfiehlt in großer Auswahl (3958 Gg, Wilh- Weidig. 3896) Sechs antike Stühle und Sessel, eine Partie gebrauchte und neue Stühle aus einer Wirthschaft, Sophas, 2 Wasch- consols (eines mit Marmoraufsatz), Nachttische in Nuß- und Tannenholz mit Marmorplatten , Consolschränkchen, 1 Ausziehtisch, schöne ovale und Pfeilersptegel, Kommoden, Bettstellen rc, alle diese Gegenstände sind sehr gut erhalten. Vollständige zwei schläfrige Betten. ________I Rothenberger, Lindenplatz. Leichte Bommerunterhosen u. Unterjacken in Wolle uno Baumwolle, in allen Größen und Weiten empfiehlt zu sehr- billigen Preisen. (3092 __H. Rübsamen. Neue holl. Uollhäringe empfiehlt (4129 ____Emil Fischbach. Feinsten saftigen Schweiserkäse empfiehlt (3959 _______Gg. Wilh. Weidia. Herreu-Sonnenschirnie empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen. (3091) H. Rübsamen. 4269) Ein completer Sprungherd für eine Restauration ist veränderungshalber billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Haarbalsam. roh und vergoldet, empfehlen 4084) Heinzerling & Tribus. sehr beliebt als bestes Mittel für die Erhaltung und für das Wachsthum der Haare. Fl ä 60 Pfg. u. M 1,20. Haarfärbemittel die Flasche 2 JA. 39) C. F. Seiiimler in Giessen. Grosser Ausverkauf! !! Aeusterfl billige Preise !! n Circa 3000 Stück Herren, Damen- und Knabenhüte von 10 an bis zu 6 Jt. per Stück. es Große Auswahl in Sonnen- und Regenschirmen für Herren und Damen. WS In Corsetts reichhaltiges Sortiment zu sehr billigen Preisen. b Ferner äußerst billige Schuhe, Stiefel und Pantoffeln für Kinder und Erwachsene beiderlei Geschlechts. Aufenthalt nur wenige Tage. W: Geschäfts - Uebernahme. 4238) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das seither von Herrn Friedr. Bieler dahier betriebene Lolonilllwaaren-Zeschäst übernommen habe und dasselbe in gleicher Weise fortführen werde. Ich bitte das dem Geschäft bisher geschenkte Vertrauen auf die neue Firma übertragen zu wollen und zeichne Hochachtungsvoll W. Heuser, vorm. E. Eieier» ' 4276) Urtheile ärztlicher Autoritäten :, Das „Hunyadi Jänos Bitterwasser“ ist zu beziehen durch die Herren EMIL FISCHBACH und JUL. WALLACH in GIESSEN. Der Besitzer: Andreas Saxlehner, Budapest. Prof. Dr. Kussmaul, Strassburg : sicher wirkendes Abführmittel“. Prof. Dr. Friedreich, Heidelberg : Ä XgwX“ts zu wünschen übrig“. Prof. ör. von Bamberger, Wien: £ angewendet, in welchen die Bitterwässer ihre Indication finden“. Prof. Dr. von Nussbaum, München: gewünschten Erfolg“. Prof. Dr. Spiegelberg, Breslau : ;®asbeer gleichmässig und mit so wenigen Nebenstörungen wirkend gefunden“. Prof. Dr. Scanzoni von Lichtenfels, Würzburg: g”egee^ärUg in allen Fällen, wo die Anwendung eines Bitterwassers angezeigt, ausschliesslich in Gebrauch“. Prof. Dr. von Buhl, München : zuverlässig’ohne Be" Prof. Dr. Wunderlich, Leipzig: nehm zu nehmen, und dem Magen unschädlich“. Prof. Dr. Virchow, Berlin : ”®X“dkgutetn und promptem Erfolg Sazdehner,s Bitterquelle IltiBiyatli Janos ™ Das Gehaltreichste und Wirksamste aller Bitterwässer JS analysirt durch Liebig 1870, Bunsen 1876, Fresenius 1878. 4223) Verkaufslocal: Zum Undenliof, Lindenpl., Gießen. NB. Die ländliche Bevölkerung mache besonders auf große Ernte-Strohhüte ä 35 aufmerksam. (4259 । । der beste, wohlschmeckendste und gesundeste aller Llgueure. fl ASCII mD Erster Verdauungs- und Dessert-Liqueur. Schwachen Magen 1 i 9 und bei träger Verdauung zu empfehlen. Ninciin qpIiii Elixir de ginseng. Chinesischer Krastliqueur, nerven- LlIUNIPovIllle stärkend. Bestes Mittel gegen Erschöpfung jeder Art. Elixir de Spessart. Ausgezeichneter Magen-Liqueur. Diese, sowie alle übrigen Fleischmann’schen Liqueure empfiehlt 3027) Emit JF^schbach, ________________Droguen- und Delicalessen - Kandlnng. An Grosth. Bürgermeistereien des Kreises Gieren. zur statistischen Ermittelung der landwirth- schriftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags, sind zu haben bei (4230) ^ÄTilll- Klee- 1462) Meinen stets frisch gebrannten Kaffee in vorzüglichster Qualität ä Pfd. 1 Jt. 83 bringe ich in empfehlende Erinnerung. Cmil Fischbach. Mieseck - /ischeeei - Zeseiffchast. Freitag den ä2. Juli, Abends 8 Uhr: Generalversammlung im Hessischen Hof. Beschlußfassung über mehrere Anträge. gestern Nachmittag Gießen, den verschieden ist. 1878. Die trauernden Hinterbliebenen. Freitag Nachmittag 5 Uhr statt. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, Vater und Bruder, 4274) Die Beerdigung nachverzeichnetes Holz werden: Maurerarbeit, veranschl. -u H n tf Großen-Buseck, den 10. Juli 1878. 4263) I. A.: 4227) 4266) Ein kleines Familicnlogts zu ver- miethen.W. Wcnbel, Gartfeld. E» AcJie»*m«m/n 4264) Bötticher. Stammler. Thorn 4260) 309 258 122 19 Buchen Eichen 646 8 08 92 20 14 Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schreinerarbeit, Schlofferarbeit, Weißbinderarbeit, Spenglerar^eit, ir w M U 178,1 4 Reish. Wellen 6860 60 v4L $ 3073 30 1774 94 658 70 275,5 9 4272) Ein kleines Familienlogis, per 15. August beziehbar, zu vermiethen. Elias Meier Ww. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Montag den 13. Juli, Nachmittags 2 Uhr, läßt die Unterzeichnete eine Schmiedewerk- stätte nebst Schmiederverkjeug öffentlich r>er- Mgern. (4208 Ww. HaaS, Am erod. Holzverfteigerung im Giessener Stadtwalde Arbeitsversteigerung. Montag den 13. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei die zur Erbauung von Schulöconomie-Ge- bäuden erforderlichen Arbeiten öffentlich wenigstnehmend vergeben Gesangverein „Eintracht", Hattenrod 4262) Sonntag den 14. Juli feiert her Gesang-Verein sein Stiftungsfest und ladet zum Besuche freundlichst ein. Der Vorstand. Vermischte Anzeigen. Aula der Universität. Montag den 15. Juli Vortrag von Fräulein Natalie Köhler: Antigone« I ragödi des Sophokles, in deutscher Uebersetz. von Donner. Als Melodram: Musik von Mendelssohn, unter gütiger Mitwirkung der Frau Dr. Hempel. Feiner Concertflügel von Blüthner, aus der Musikalienhandlung der H. Rudolph Ww. Einzelbillets ä Mk. 1,25, Familien- billets, gültig für 3 Personen, ä Mk. 3, für 2 Personen Mk.4 2, sind in den Buchhandlungen der Herren W i 1 h. Ter b-e r, J. Ricker und in der Musikalienhandl. H. Rudolph Ww. u haben. (4257 Anfang Abends */28 Ahr. Ende y210 Uhr. Offene Lehrlingsstelle. In einer hiesigen Cigarren-Fabrik kann ein mit -Hüten Schulkenntntssen versehener unger Mann in die Lehre treten. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.(4256 Unter dem Buchen-Stockholz sind 4 Rmtr. zu Kummet sich eignend. B. Bau-, Werk- und Nutzholz: 7 Eichenstämme bis zu 80 cm Durchmesser, mit 9,64 Festmeter, 2 Buchenstämme von 41 cm Durchmesser, mit 2,27 Festmeter. Die Zusammenkunft ist an den Altentischwtesen. Gießen, den 9. Juli 1878. Montag den 13. Juli 1878, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem District Hochwart, ' " ' * ' versteigert werden: rühPfrtm Univ. Truckerei' (57r. Pietsch) in r. Hotel Schlüter in Bebra, gegenüber dem Bahnhofe. Hauptstation und Knotenpunkt der Frankfurt-Bebraer, Bebra-Friedländer, Bebra-Casseler und Thüringer Eisenbahnen. Einem hochgeehrten hiesigen, sowie auswärtigen und reisenden Publikum zeige ich hiermit ganz ergebenst an, daß ich das mir gehörige Hotel dem Herrn JE« Ackermann am heutigen Tage pachtweise übergeben habe und bitte rch, das mir in so hohem Maße geschenkte Vertrauen auf meinen Nachfolger zu übertragen. Hochachtungsvoll L. Schlüter, Bahnhofsrestaurateur und Hotelbesitzer. ^uf Obiges Bezug nehmend, gebe ich einem mich zu beehrenden Publikum die Versicherung, daß es mein Bestreben sein wird, allen Ansprüchen der heutigen Zeit zu genügen. ^^Ä^itig bringe ich den Salon zur Abhaltung von Diners, Billard- salon, Garten mit Kegelbahn in empfehlenswertheste Erinnerung. Für prompteste Bedienung ist Sorge getragen. Hochachtungsvoll A« Brennholz: Scheith. Prügelh. Stockh. Raummeter YerrmtmorMche Redaction: 9L Scheyda. - Bruck und Verläk b« Gesucht auf sofort ein tüchtige^ Arbeiter von Max,Simon, Schuhmacher 4275) (im Schwanen). .fünftes Sflngerfeft des Buseckerthal - Sängerbundes am 14. und 15. Juli er. ni Fronhausen. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein /2,lls achtbarer »Familie für das Büffet und Casse gesucht Offerten bei der Exp. d. Bltts. abzugeben. 3947) Außrrbalb der Stadt ist ein Logis, bestehend aus 6 Zimmern nebft Zubehör, per sofort oder später zu vermiethen. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. ~~4192) Der 3. Stock meines HauseS, — 5 geräumige Zimmer mit Zugebör — ist anderweitig zu vermiethen. Dr, Dornfeiff. 3^64) Die obere Etage meines HauseS, 7 Zimmern rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermiethen u. alsbald beziehbar. __Otto Kemp ff. 4210) Der zweite Stock zusammen oder getrennt und ein Mansardenlo^s zu ve>- miethen und Ueich zu beziehen. _______Carl Herbert, Nahrungsberg. 4232) - MöblirteS Ztmmer zu vermiethen. ______________________Lit. D. 88, III. Stock. 4214) Ein kleines FamtiienlogiS zu ver- mietden und sofort beztrhbor. Ehr. Noll III., Canzleiberg B. 66. 4090) (.rtn Logis im 3. Stock von vier Zimmern nebst Zubehör ist zu vermiethen und den 15. September zu beziehen. _______Wilh. Krämer. ~4154) Ein möbltrtes Zimmer mit Cabt net zu vermiethen bei ____________P. Frank, Sonnenstraße. 4101) Eine freundliche Familien wohnuna im oberen Stock meines Houses, beziehbar am 15. September, ist zu vermiethen. __________ Prof. Dr. O n ck en. 4091) Im Binz er Aschen Hause an der Marburgerstratze ist ein Familienlogis, 6 heizbare Zimmer und Zubehör enthaltend, mit der Halste des Hintergartens zu otr= miethen und am 1. October er. zu beziehen. Versteigerungen. Samstag den 13. Juli, Nachmittags 3 Uhr, soll vyn , mehreren Ackern die Korn- und Hafer - Ernte auf dem Halm versteigert werden. Zusammenkunft an der Lahnhütte. 4203)____________ Fr. Lampus. Montag den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete am Promenadehaus hier <» kräftige Arbeitspferde mit Geschirr, auch drei zwei- und einen einspän nigen Wagen einer öffentlichen Versteige rungaussetzen. DiePferde, meist jung und in durchaus gutem Zustande, können aucd schon am Samstag den 13. d. M bei Herrn Obersteiger Dern in Bieber b. Rodheim besichtigt werden. Gießen, 11. Juli 1878. Verloren ein goldenes Medaillon nebst Karabiner unb kl. Kettchen. Abzugrben gegen gute Belohnung in der Exved. d Bl. (424« Lehrling mit guter Schulbildung gesucht für ein Colovialwaaren-Geschäft. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. (4273 4113) Otlie Wasen werden schnell und dauernd natürlich weiss mit Menyl, ein vorzügliches Präparat des Chemikers A. Nieske in Dresden. Preis 5 Mk. Amtlich untersucht und als ________unschädlich empfohlen. (3085 4157) Ern Mädchen für Küche und Hausarbeit, zum baldigen Antritt, sucht ________Frau v. Gerhardt, Gartfeld. 4228) Schubladen, Reale und große Schränke werden u kaufen gesucht. Bon wem? agt die Exped. d. Bl. ' 4242) Ein mit guten Zeugnissen ver- iehenes und in der Hausarbeit erf'brenes Mädchen sucht auf sogleich oder für später Frau Dr. Brü el Ww., __Neuen Bauen B. 87. a» «er w die« i m Großher Vorstand in der Z« Gießen militaris Dir De Commar geschieden Abends Morgens An während eine von Patrouill der alle kehr von melden h Der Markt- i Dirnen, ästigen gangen u Niputt Mni | Kann _ Zur »njeotinn mit ter i Der Q*i«t ""d nttm 111 den boten jß Die