* 2 Uhr, : 3,1 ®i«6n 825 Q®etet’ 148t " 956 " '^nWn und Alis, • Wlbe enthält rin» °"p'°'r. Mm* umiflt ßmöibte AM, ' -Sobenrfiume, fDmi X unh'iB ®totlll> kt«fR mH alc । lowte die Wohnunge.^ ^Seben weiten. L ’ $ ftH&ttißft an mlf Jm Neuenwkgkrthoi ^cht in Gymnasial-1 d ertheilt. Lit. A. 119. « sucht Beschäftige nben fläbarbeifen ti Herrn Dietz fm » ?uen ßuartab m Abonnement. erfcfcienene Nr. U Y mthäll: =: ti; bre. Gedicht von Kai Dor dem Sturm. HP n THeodor Fontane. - unptn airf den JaP XIV. - Dos prtM - Auf den Äonin- uri m Dr. Koeniger, Ay rvetteH'rlha — We^ ie von Tetzner. — Si Felsentempel von M Bilde von W> W von Abu Stmbel. ■ .^ritten Beilage. *mpW sich' liliio.-öuchhandlung. •n, I. Ricker.__ DOOOOCOßO (22 aker-,Howe-, ßtc. bende. rt* i ■ L Wo. IO® Samstag, den 12. Januar 1878. Kießener MitzeiW AiMk- Ab Amtsblatt für iti Kreis Gießen. Redaetion-brrreaur Gartenfiraße B. 165. Sxpeditionsbitreairr Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Gdietalladung. Nachdem wider den Gardisten Leonhard £ ob er aus Gießen, Kreis Gießen, gebünig, der Desertionsproceß eröffnet ist, wird derselbe hiermit aufgefordert, zu seinem Truppentheil zurückzukehren, spätestens aber in dem auf Mittwoch den 15. Mai d. I., Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu gestellen, widrigenfalls die wider ihn eingeleitete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldbuße von 150 bis 3000 Mark verurtheilt werden würde. Darmstadt, den 7. Januar 1878. Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen (25.) Division. R-lilisch t Zur Armenpflege. II. Wie soll man die Armen unterstützen? Das ist im Allgemeinen, und oft noch mehr im besonderen Falle eine recht schwierige Frage. Wenn es der erste Grundsatz einer richtigen Armen- pflege ist, daß die Woltaten persönlich geübt werden müßen, so ergiebt sich daraus von selbst, daß die blose Mitteilung von Geld das Allerschlechteste ist. Denn Geld ist ja das unpersönlichste von Allem. Tie blosen Geldgaben kommen meist nicht von Herzen und gehen darum auch nicht zum Herzen, vermögen dem Armen keinen Trost und keine Ermutigung zu bieten. Geld kann man geben, one sich im geringsten um die besonderen Umstande und Nöte des Empfängers zu bekümmern, oder auch nur das geringste Interesse dafür zu haben. Es ist darum freilich auch die bequemste Art, sich der Pflicht der Woltätigkett zu entledigen; sie bietet dafür aber auch keine innere Befriedigung. Anders verhält es sich schon, wenn man Kleidungsstücke, wenn man Narung und Na- rungsmittel verabreicht. Tas setzt voraus, daß man auf die besonderen Be- dürfl.isse eingeht, es zeigt, daß man sich bemüht, wirklich zweckentsprechend zu Helsen, und bekundet somit ein wirkliches Herzensinteresse, das dem Notleidenden woltut und sie ermutigt, selbst ihre Kräfte anzustrengen, weil sie sehen, daß sie doch nicht verlassen sind. Von nachdrücklicher Wirkung kann solche Unterstützung aber nur dann sei», wenn sie fortgesetzt geübt wird, so lange bis die Not wirklich gehoben ist. Daraus ergiebt sich dann freilich die Notwendigkeit, seine Woltätigkeitsübung einzuschränken. Solche nachdrückliche Hilfe kann man naturgemäß nur wenigen gewären. Und so sollte es sein. Jede Familie, die nur irgendwie dazu im Stande ist, — und dazu bedarf es gar keiner großen Geldmittel —, sollte es sich zur Aufgabe machen, sich einer oder zweier Familien mit ganzer Kraft anzunehmen, ihnen mit Rat und Tat beizustehen. Es würde dadurch nicht nur die vollkommenste Bekanntschaft mit den Verhältnissen ermöglicht und dadurch mancherlei Misgriffen, die sonst auch bei dem besten Willen unausbleiblich sind, vorgebeugt, sondern es wird sich auch ein Vertrauensverhältnis bilden, das den wirksamsten moralischen Einfluß aus die ganze Familie, aus die Fürung des Hauswesens, die Erziehung der Kinder, die nur gar zu oft im Argen liegt, gestattet. Das setzt natürlich eine persönliche Beschäftigung mit den Armen und ihren Familien voraus, und dazu wiederum gehört viel Geduld und Weisheit. Wo aber diese Voraussetzungen nicht fehlen, da wird auch one großen Aufwand von Geld, wozu ja nicht viele im Stande sind, viel ausgerichtet werden. Da wird man mit derselben Summe, die man sonst planlos verzettelt hat, viel Gutes stiften können. Zu den Unterstützungen, welche das moralische Selbstgesül der Bedürftigen am meisten zu heben und zu kräftigen im Stande sind, und wodurch den Armen, namentlich den Besseren unter ihnen, das ost so drückende Gefül, un- trrstützt zu werden, erspart wird, gehört die Unterstützung durch Arbeit. Mangel an ausreichender, tonender, auch für Kraft und Gaben paßender Arbeit ist ja, namentlich in unserer schweren Zeit, so ost die Quelle der Not. Darauf sollte man das Hauptaugenmerk richten, den Bedrängten Arbeit zuzuwenden. Ist das auf der einen Seite die billigste Unterstützung, so erfordert doch grade sie wiederum die meiste Geduld und Nachsicht. Man darf sich nicht so leicht irre machen laßen, wenn die Arbeit nicht ganz nach Wunsch ausfällt, und darf namentlich nicht im Gefül, daß man eigentlich einen Anspruch auf Dankbarkeit habe, allzu hohe Anforderungen stellen. Da die Beschäftigung der Armen mit Arbeit für den Einzlen oft große Schwierigkeiten bietet, so hat der hiesige „Frauenverein" geglaubt, auch diese Sache in seinen Bereich ziehen zu sollen, und hat begonnen, die bei ihm Hilfe Suchenden je nach ihren Gaben und Fähigkeiten zu beschäftigen. Zunächst lilß er es sich angelegen sein, Arbeit zu vermitteln und nachzuwetsen. Da aber die Zal der Aufträge zu verschiedenen Zeiten sehr schwankend, das Arbeitsbe- dürsnis aber ein meist durch längere Zeit hindurch gleichbleibendes ist, so mußte der Verein, wollte er seine Pfleglinge nicht zeitweilig arbeitslos laßen, sich entschließen, auch one Bestellung auf Vorrat arbeiten zu lasten, und, um einen Absatz für diese Arbeiten zu finden, eine Verkaufsstelle für dieselben zu errichten. Unbegreiflicherweise hat dies Unternehmen bei manchen Geschäfttreibenden, die nur an die ihnen daraus erwachsende — im Grunde gar unbedeutende — er HHeit. Concurrenz und nicht an die so vielen Bedürftigen dadurch erwiesene Woltat dachten, Misstimmung erregt. Im Großen und Ganzen aber fand es bei der Bevölkerung Verständnis und Beifall und hat sich in der kurzen Zelt seines Bestehens als durchaus lebensfähig erwiesen, was nicht zum geringsten Teil das Verdienst der mit großer Hingabe und Aufopferung daran arbeitenden Damen ist. In der letzten Zeit ist allerdings durch ganz zufällige Umstände eine Stockung eingetreten. Das seitherige Verkaufslokal mußte aufgegeben werden, und ist es zur Zeit noch nicht gelungen, eine recht passende Unterkunft zu finden, da die Mittel natürlich gering sind. Hoffentlich werden diejenigen, welche der Sache bisher ihre fördernde Tnlname durch Kauf und Bestellung zugewandt hatten, die Mühe nicht scheuen, auch den Weg zu dem etwas ungünstig gelegenen Ge- schästslokal zu suchen. (Indem wir vorstehendem und dem in Nr. 9 enthaltenen Aussatze recht gerne Ausnahme gewährten, möchten auch wir die Absicht des geschätzten Verfassers, in dieser schweren Zeit den Armen beizustehen, recht sehr unterstützen. D. Red.) Deutschland. Berlin, 9. Januar. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurden in dritter Lesung folgende gestern in zweiter Lesung berathene Gesetzentwürfe angenommen: betreffend den Austausch von Gebiet zwischen Preußen und Mecklenburg-Schwerin, die Erweiterung des Stadtgebietes von Elmshorn und die Aufhebung der in den ehemals nassauischen und hessischen Gebietstheilen bestehenden gesetzlichen Beschränkungen der Uebergabe von Grundbesitz Seitens der Eltern an die Kinder. Hierauf erledigte das Haus eine große Anzahl von Petitionen meist von localem oder persönlichem Jntereße. — Der „Kreuz-Ztg." zufolge ist über die Wiederbesetzung der durch den Tod des Generals v. Schwarzkoppen erledigten Stelle des commandirenden Generals des württembergischen Armee-Corps noch keine definitive Bestimmung getroffen. Hesterreich. Wien, 9. Januar. Tie „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel von heute: Die directen Anknüpfungen wegen eines Waffenstillstandes lassen längstens in drei Tagen dort die Mittheilung der russischen Waffenstillstands- Bedingungen erwarten. Man glaube, das russische Obercommando werde jedoch höchstens einen sechswöchentlichen Waffenstillstand zuzugestehen geneigt sein. — Der nämlichen Korrespondenz wird aus Bukarest vom 8. Januar gemeldet: Die türkische Festungsbesatzung von Widdin hätte einen Ausfall gegen die rumänischen Truppen gemacht. —- Die Kälte hat sich in Bulgarien bis zu 18 Grad gesteigert und fordert viele Opfer. Rußland. Petersburg, 9. Januar. Amtlich wird aus Bogot vom 8. d. gemeldet : In der Nacht vom 6. auf den 7. d. sendete General Karzeff 4 Bataillone nebst 300 Kosaken ab, um die türkische Position zu umgehen, welche den Weg vom Trajanswall versperrte. Nachdem die Logements im Rücken der Türken bei Cornar besetzt waren, brachen auch die übrigen Truppen zum Angriff aus. Am 8. Jan. wurde eine türkische Redoute, das sog. „Nest" eingenommen und die Fahne des Jngermannland'schen Regiments aus derselben aufgepflanzt, welche somit auf einem der höchsten Punkte des Balkans weht. Die Türken flohen, verfolgt von den Kosaken. Die russische Avantgarde wurde auf Teke dirigirt. Der russische Verlust war unbedeutend. — Am 7. d. vertrieb Oberst Kraszowsky mit dem Jakutzly'schen und Wratka'schen Regiment 12 Tabors Türken aus der befestigten Position bei Dewitschja Mogila (Mägdegrab) und warf dieselben bis Stajara Reha zurück. Die Türken ließen über 270 Todte auf dem Platz. In Achmedli machten die Rußen große Beute. Ihr Verlust an beiden Tagen betrug: 18 Mann tobt, 2 Osficiere, 187 Mann verwundet, 7 Mann vermißt. — Den russischen Erfolgen im Balkan legt die öffentliche Meinung, nachdem auch der Trajanspaß forcirt worden, eine große Bedeutung bei. Man glaubt die Widerstandsfähigkeit des Feindes gebrochen. Seine Verluste gelten als unersetzbar, während die unsrigen, obgleich groß, weit weniger als die Hälfte des normalen Jahres-Contingents ausmachen. Umsomehr ist die Hoffnung vorherrschend, daß fremde Aufmunterung nicht eintreten und so weiteres Blutvergießen vermieden werde. Türkei. Konstantinopel, 8. Januar, Abends. Der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer wohnten die Minister, mit Ausnahme des Kriegs- und des Marine-Ministers, bei. Der ...er des Auswärtigen gab ein Expose der Lage. Mahmud Damat Pascha ergriff zur Vertheidigung der Militär-Abrni- nistration das Wort. Konstantinopel, 9. Januar. Die Minister haben dem Sultan die Bedingungen für den Abschluß des Waffenstillstandes unterbreitet. Die direclen Verhandlungen mit Rußland über den Waffenstillstand, welcher einen rein militärischen Charakter haben soll, werden von der Pforte auf den Rath Lord Derby's angeknüpft. Telegraphische Depeschen. Privat-Depesche des Gießener Anzeigers. Cettinje, 11. Januar. Gestern Nachmittag ergab sich die Festung Antivari bedingungslos dem Fürsten von Montenegro. Wagner'S telegr. Correspondenz-Bureau. Nom, 9. Januar. Der König hat bei dem vom Papste entsendeten Sakristan des apostolischen Palastes, Msgr. Marinelli, gebeichtet; desgleichen erhielt der König den Besuch des päpstlichen Hausprälaten Cennt und ertheilte ihm der Königliche Caplan Anzino die Communion. Der österreichisch-ungarische Botschafter, Freiherr von Haymerle, der eben im Quirinal eintraf, wohnte mit dem Kronprinzenpaar und den Staatswürdenträgern der Communion und der letzten Oelung bei. Um 2y2 Uhr nahm die Beklemmung zu; durch Ein- athmung von Oxygen schien sich der König erleichtert zu fühlen. Der König begrüßte die Anwesenden, indem er sich dreimal mit dem Kopfe verneigte; hierauf stieß er einen Seufzer aus und starb. In demselben Momente erschien der russische Botschafter, Baron Nockull, mit einem Schreiben des Czaren an den König. — Die Thronbesteigung des Kronprinzen Humbert wurde dem diplomatischen Corps durch Abgesandte mitgetheilt. Das diplomatische Corps begab sich darauf in den Quirinal, um sein Beileid auszudrücken. Der Präsident des Senats, Tecchio, wurde nach Rom berufen. Der Ministerrath ist gegenwärtig versammelt. — Wie man versichert, wird die Amtszeitung heute Abend eine Proclamation des Königs Humbert an die Italiener veröffentlichen. Loudon, 10. Januar. „Standard" erfährt, der britische Botschafter Layard habe die sofortige Absendung eines Kriegsschiffes der Mittelmeerflotte nach Kreta verlangt und die permanente Stationirung eines solchen daselbst befürwortet. Wien, 10. Januar. Die „Presse" meldet aus Pera vom 9.: Der Minister des Auswärtigen, Server Pascha, hat dem diplomatischen Corps offictell mitgetheilt, daß die Pforte beschloffen habe, bei Rußland direct um Waffenstillstand nachzusuchen und daß Reus Pascha mit einem Mitgliede des Kciegsrathes sofort nach Eintreffen der zustimmenden Antwort aus Petersburg in das russische Hauptquartier sich begeben werde. Achmed Kaiserli aus Rust- schuk und in dessen Verhinderung Fazli Pascha aus Rasgrad wird sich ebenfalls in Bogot einfinden. Rom, 10. Januar. Das spät in der Nacht erschienene Amtsblatt meldet, daß der bisherige Kronprinz als König Humbert I. den Thron bestiegen und das Ministerium unter dem Präsidium von Depretis bestätigt hat. Die Minister haben dem König den Eid geleistet. — Der neue König hat folgende Proclamation an die Italiener gerichtet: Das größte Unglück hat uns plötzlich getroffen! König Victor Emanuel, der Gründer des Königreichs Italien und seiner Einheit, ist uns entriffen worden. Ich war Zeuge seines letzten Athemzuges, der der Nation galt, seiner letzten Wünsche für das Glück des Volkes und seiner letzten Worte, die in meinem Herzen stets wiederhallen werden. Es fällt mir schwer, den Schmerz zu bekämpfen, wie es durch meine Pflicht geboten ist. In diesem Momente ist nur der einzige Trost möglich: uns seiner würdig zu zeigen, ich, indem ich in seine Faßtapfen trete; ihr, indem ihr bei den Bürgertugenden verharrt, mit deren Hülfe er das schwierige Unternehmen zu vollbringen vermochte, Italien groß und einig zu machen. Ich werde seinen großen Beispielen der Anhänglichkeit an das Vaterland, der Siebe zum Fortschritt und des treuen Festhaltens an den freien Institutionen, die der Stolz seines Hauses sind, folgen. Mein einziger Ehrgeiz wird sein, die Liebe meines Volkes zu verdienen. Italiener 1 Euer erster König ist tobt l Sein Nachfolger wird Euch beweisen, daß die Institutionen nicht sterben. Stehen wir einig zusammen l Befestigen wir in dieser Stunde des großen Schmerzes jene Eintracht, die stets das Heil Italiens war. London, 10. Januar. Die „Morning Post" spricht die Hoffnung aus, die russischen Friedensbedingungen würden nach Abschluß des Waffenstillstandes einem europäischen Congreffe unterbreitet werden. Wien, 10. Januar. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest vom 10. d.: In dem seit vorgestern nach Lowtscha verlegten russischen Hauptquartiere ist gestern vom türkischen Armee-Commando die Anzeige eingetroffen, daß letzteres zur Einleitung von Verhandlungen ermächtigt sei, um die Grundlagen eines Waffenstillstandes zu vereinbaren. Gleichzeitig wurde der in Tatar-Bazard- schik weilende Muschir Mehemed Ali als eventueller Bevollmächtigter bezeichnet. Großfürst Nikolaus bescheinigte den Empfang dieser Notification, über welche er nach Petersburg berichten werde. — Dieselbe Correspondenz meldet aus Konstantinopel: Suleiman Pascha wurde des Commandos der ostbulgarischen Armee entsetzt und nach Konstantinopel berufen. Es verlautet, Reuf Pascha habe die Abberufung Suleiman's zur Bedingung für die Annahme des ihm übertragenen Ober-Commandos der gesammten türkischen Armee in Europa gemacht. Berlin, 10. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht eine vom 8. d. datirte Danksagung des Fürsten Bismarck für alle ihm aus Anlaß des Jahreswechsels zugegangenen Wünsche, welche einzeln zu beantworten er durch Krankb'it verhindert sei. Versailles, 10. Januar. Die Kammer wählte Gr6vy mit 346 gegen 335 Stimmen wieder zum Präsidenten. Zahlreiche Deputirte der Rech len enthielten sich der Abstimmung. — Der Senat wählte Audiffret-Pasquier wieder, und zwar mit 172 Stimmen gegen 61 weiße Zettel. Auch die frühe- ren Vicepräsidenten wurden wiedergewählt. Der Marquis de Gontaut-Biron, welcher von einem Theile der Rechten als Vicepräsident aufgestellt worden war, unterlag. Der Senator Gavardie von der Rechten verlangt die Regierung zu interpelliren über die Berufung der Wähler zu den Municipalwahlen und über die Wiedereinsetzung der früheren abgesetzten Maires, welche Maßregeln er für ungesetzlich erklärt. Die Discussion der Interpellation wird auf Samstag angesetzt. Rom, 10. Januar. Prinz Amadeus und Prinz Carignan sind hier eingetroffen und haben sich mit dem König Humbert in das Sterbezimmer begeben, woselbst sie 20 Minuten verweilten. Sodann trat die Königin Margaretha ein, um dem Todten die letzte Ehre zu erweisen. Die Proclamation des neuen Königs ist überall günstig ausgenommen worden. Der König ersuchte telegraphisch den General Cialdini und den Grafen Sclopis, nach Rom zu kommen. Alle Souveräne Europas sowie der Präsident Marschall Mac Mahon richteten sehr herzliche Telegramme an König Humbert. — In ganz Italien finden Kundgebungen der Trauer statt. Freitag, Samstag und Sonntag wird die Leiche im Quirinal ausgestellt werden. Die Ueberführung soll Montag, die Leichenfeierlichkeit Dienstag in einer Basilika ftattfinden. Der Ministerrath beschloß, das Parlament sogleich einzuberufen. König Humbert soll Mittwoch den Eid leisten. Senatspräsident Techio ist hier eingetroffen, um den Sterbeact aufzunehmen. Petersburg, 10. Januar. Der „Agence Ruffe" zufolge beauftragte die Pforte Mehemed Ali für den europäischen Kriegsschauplatz mit den Verhandlungen für den Waffenstillstand. Für Asien ist der Unterhändler noch nicht bekannt. — Dasselbe Organ bezeichnet die Meldung mehrerer Journale, daß die Pforte bereits die Grundlagen der Friedenspräliminarien acceptirt habe, als nicht ganz richtig, da diese Grundlagen den türkischen Bevollmächtigten erst im Hauptquartier mitgetheilt werden dürsten. Der Annahme dieser Grundlagen müffe der Abschluß des Waffenstillstandes vorausgehen. LokaikRyttj. Gießen, 10. Januar. Heute verurtheilte der Schwurgerichtshof den Jakob Lorch- Heim aus Weiterode, im Königreich Preußen, wegen schwerer Körperverletzung in eine Gesängnißstrafe von 1 Jahr und 6 Mrnaten. Den 12. Januar werden noch weiter folgende Anklagesachen zur Verhandlung kommen, nämlich: Voruittags 8‘/2 Uhr, gegen Georg Gerbig von Lauterbach, wegen Diebstahls; Vertheid.: Gr. Hofg-Advocat Dr. Muhl. Vormittags 11 Uhr, gegen Friedrich Wilhelm Hermann Müller von Parajer- Schleuße, Regierungs Bezirks Magdeburg, wegen schweren Diebstahls; Bertheid.: Gr. Hosg.-Advocat Labroisse. Vermischtes. Darmstadt, 8. Jan. (Postpersonalnachrichten.) 1. Versetzt sind: die Post- assistenten Mayer von Gießen nach Mainz und Lipke von Gelsenkirchen nach Friedberg, Gr. Hessen; 2. Ernannt ist: der Postassistent Mayer in Mainz zum Postsekre- lär; 3. In den Ruhestand versetzt ist: der Postverwalter Engert in BibliS; 4. Gestorben ist: der Ober Postcsmmissarius Silz in Darmstadt- — Im „jüdischen Kalender" ist folgender Scherz zu lesen unter dem Titel „In der Schlacht": „Jacob, warum zittern Sie so?" „Warum ich zittere? Ich zittere vor dem Blutbade, was ich gleich werde anrichten." — Bürgermeister: „Erheben Sie das Glas, meine Herrschaften, und trinken wir auf das Wohl unseres vortrefflichen Schulmeisters Backcl. — Ec soll leben!" — „Danke sehr unterthänigst — aber wovon?!" — Das Umbrechen des ZeitungSsatzes hat schon manchem Redakteur bö e Sorgen gemacht Was aber alles passtcen kann, wenn das Umbrechen des belletristischen Textes einmal einem zerstreuten Sch r allein Überlassen bleibt, dafür bot ein Wiener Blatt dieser Tage ein ergötzliches Pröbchen. Dasselbe schloß einen Feuilleton-Abschnitt — enthaltend den bekannten „äußerst spannenden" Roman aus „bewährtester Fr^ec" — folgendermaßen: „Während aus der befestigten Burg ein Hagel von Geschoss:n auf Die Belagerer niederging, stürmten die tapferen Helden mit hoch erhobenen Landen den Berg hinan, alle mit dem begeisterten Rufe: Fortsetzung folgt." Mainz Im Nachoenkm versunken, stand heute früh ein fremder Herr am Schillerplatze, die Augen geheftet auf das Sch.llermonument. Wahrscheinlich stellte der Herr Betrachtungen an über die tanzende Schtllerfigur und Über den Mangel eine« gegen Kinder- und Hundeinsulten schützenden G tters, als ein halbes Dutz.'nd Ochsen anmarschirte und unbekümmert um die zeitgemäßen Betrachtungen des fremden Henn, denselben mit den langen Hörnern so unzart berührten, daß er zu Boden fiel und mit einer stark n Kopfwunde zum Wundarzte geführt werden mußte. (M Aazr.) — Den Mittheilungen dec grobherzoglichen Crntralstelle für Landesstatistik entnehmen wir über die Bewegung der Bevö.kecung im G oßheczozthum Hessen während des Jahres 1876 sorgende Angaben: die Zahl der Eheschließungen im Jagre 1876 betrug 6982; die Zahl der Geborgen 35,25 4 (18,210 männl, und 17,014 welbl. Geschlechts), Darunter lebendgeborene ehelich; Kinder 31,542 (16,294 männl., 15,248 welbl.); lebend- geborene uneheliche Kinder 2300 (1145 männl., 1155 weldl.), demnach Lebendzeborene überhaupt 33,842 (17,439 männl., 16,403 welbl.); tobtgeborene eheliche K-noer 1290 (700 männl., 590 welbl.), todtgebrrene uneheliche Kinder 122 (71 mä anl., 51 welbl), demnach Tobtgeborene überhaupt 1412 (771 männl., 641 welbl.) Die Zahl der Gestorbenen (einschl. Tobtgeborene) betrug Überhaupt 22,707, davon waren 11,806 männlichen und 10,901 weiblichen Geschlechts. Mainz. (Der neue Tausch- und Handelsartikel.) Nachstehendes Jntecai findet sich im „Frankfurter Journal": .Ein hübscher oierjähngec Knabe wird als Adoptiv- itinb abgegeben. Gest. Offerten sub U. 4821 postlagernd Frankfurt a M." Dec „Mainzer Anz" bemerkt hierzu: „Es soll uns daher gar nicht wundern, wenn einige Zett spater es heißt: Auf freiwilliges Anstehen wird Dienstag d. M. auf öffentlichem Markte ein Kletderfchrank, eine Commode, ein fünfjähriger Knabe, ein Waschtisch und ein vierjähriges Mädchen dem Meistbietenden gegen Baarzahlung verkauft oder: Eine Schwiegermutter und ein alter Onkel sind aus freier Hand auf Abbruch zu verkaufen rc." — Ein Dragoner der Mannheimer Garnison, welcher sich eine UrliubSÜber- schreitung hatte zu schulden kommen lassen, wählte sich aus Furcht vor der Strafe einen Graben im Walde bei Seckenheim zum Aufenthalt. Dort campirte der Unglückliche 13 Tage und Rächte, seinen Hunger mit Rüben stillend, während er stch gegen Kälte und Regen durch Bedecken mit Reißig und Laubwerk zu schützm suchte. Am 20. December wurde der längst Vermißte in einem elenden Zustande aufgefundrn untz Ins Lazareth gebracht, wo ihm beide Beine, welche total erfroren waren, amputirt werden mußten. Theater. D »Hotel Klingebusch" von R. Kneifel und E. Jacobson. Diese Novität ging am Mittwoch Abend über die Bretter. Die Darstellung war eine sehr gute zu nennen und haben die Träger der Hauptrollen reichen Beifall gefunden. Was den Ehampagnerreisenden Börne (Hc. Rothe) anbelangt, möchten wir doch dem Herrn mittheilen, daß er drn Charakter der Rolle falsch auffaßte, indem er statt einen melancholischen unglücklichen Vater einen Graf Effex machte. Möchte Herr Rothe doch bedenken, daß eS ein Kneisel'sches Volksstück war. Am Schlüsse zu kam Herr Rothe wieder in sein natürliches Geleise und führte seine Rolle glücklich zu Ende An Frl. Louise Weber (Julie) finden wir eine sehr talentvolle Anfängerin und können wir ihr die gute Durchführung ihrer Rolle nicht absprechen. Frau Weber (Fr. Klinge- dusch) war ganz in ihrem Elemente und hatte die Lacher auf ihrer Seite.. Herr Hamm konnte leider aus der Rolle des Klingebusch nicht viel machen, weil eben nicht viel daran ist und entschädigte Herr Hamm durch seine gut vorge- tragenen Coupletseinlagen das Publikum. Der Kobold Kellner Fritze (Frau Kurde) war mit gewohnter Routine durchgeführt und waren das Entr^elied sowie ^Kellner« Der f »am»,, 1" U hier J'Wmer 7'M-lg»- «’* bei *J «hitye 'Z R°»; Stalien nn'm9 telrb ^mijerrath ’J Ritt«,ch ’« Sterbi- . beauftragte llt den Ber- iT Md) nicht finale, daß mit habe, l“W«n erst ^elw Trundr nIakoö Lorch- 'dung in eine ' Verhandlung !n Diebstahls; von Parajei- Lertheid.: Gr. ad: die Posten nach Fried- zum Postsekre- W; 4. Ge- Siebe* ausgezeichnet üorgetragen. Herr Berger, Frau Rothe, die beiden Commis- D-yageur, die Herren Kurde und Lindner sowie Herr Bömltz und Frl. M. Weber unterflübten das Ganze aufs kräftigste. Wir wünschen nur daß das Bestreben des Herrn Direktors Kurde Gutes zu Leisten von Seite des Publikums Unterstützung finden möge, da nur ein solches Unternehmen bann besteben kann, wenn der Theaterbesuch ein reger sein wird. Ein billiges Heilmittel. — Zwei Guyot'scke Theerkapseln zu jeder Mahlzeit genommen sind von ausgezeichneter Wirkung in Erkältungsfällen, gegen Husten, Katarrh, Bronchitis, Schwindsucht, sowie überhaupt gegen alle Hals- und Lungenleiden. Jeder Flacon enthält 60 Kapseln, wodurch sich der Preis des ganzen Heilverfahrens, welches die Anwendung von Pastillen, Tisanen, Syrupen vollständig überflüssig macht, auf ungefähr 10—20 H täglich stellt. Es existiren zahlreiche Nachahmungen dieses Products und ist daher genau auf die Etiquette der Flacons 'zu achten, welche mit der Unterschrift des Herrn Guvot in dreifarbigem Drucke versehen sein muß. (12 Depot bei Dr. Hempel. Hirsehapotheke. Handel und Verkehr. Frankfurt, 9. Januar. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut be- sabren. Heu kostete je nach Qual, per Ctr. 3t 2.50—3.50 Stroh per Ctr. 3t 2.20—2.50, Sutter im Großen das Pfund 1. Qualität 3t 0.85, 2. Qual. 3t 0.75—80, im Detail 1. Dual. 3t1 05, 2. Qual. 3t. 0 95—1. Eier, d. Hund. 6—8.60, Kartoffeln 3t 6.— per 100 Kilo. Erbsen, geschalte (per 100 Kilogr.) 28—30 3t. ganze Erbsen 22—24 3t, Bobnen 30-32 3t, Linsen 32—36 3t Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75H, Kuh- und Rindfleisch 55—60 H, Kalbfleisch 70 H, Hammelfleisch 55—63 Schweinefleisch 80 H. Buchenscheitholz per Quadrat Meter 3t 12 55, Tannenholz 3t 8.55 Tannäpiel per Hectol 60 H Mainz, 9. Januar. Weizen per März 22.35, Roggen per März 15.60, Hafer per Marz 15. Rüböl par Mai 37 45 Irischbäcker in Gießen. Sonntag, den 13. Januar. Louis Keil in den Neuenbäuen. Emil Sauer auf dem Seltersweg. Wilhelm Lang in der Neustadt. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag, den 13 Januar: Morgens: Pfarrvicar Schöner. Nachmittags: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrvicar Schöner. Allen Kranken Kraft und Gesunde it olme Medicin und ohne Kosten butdb die He^lnahrung: llevalesciere “i. Veit 80 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheit»- speise widerstanden und bewährt stch dieselbe bei Erwachsene,: und Kindern o$rt Nedictn und ohne Kosten bei allen Mosen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, chleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma. Öuften, Unverdaultchkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämor- bo-ben, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit unfr ^-brechen fe bst während der Schwange,schait, Diabetes, M iancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon vor. er Geburt an selbst der Ammenmilch oorzuziehen. — Ein Auszug aus 80,000 Certt» icaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worun^n Certificate vom Professor Dr. Wurz er, Medictnalrath Dr. Angelftein, Dr oijorelanb, Dr. Campbell, Professor Dr. Däds, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Br4han, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt. Abgekürzter Ru-zug aus 80,000 Eertificaten. Nr. 62476. Dem Heben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revaleeoifere bat meine l8jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine des Des. Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstlich« Revalescifere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert batten. In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit- Lerpy, Pfarrer. Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leihen an Schwindsucht, Husten, Erbrechungen, Verstopfungen und Taubheit gänzlich hergestellt. 62845. Pfarrer Boilet von Ecrainville. Von Asthma mit häufigen Erstickungen völlig hergestellt. 80416. Frau Major Deutsch, geb. von Horn in Posen; deren Kinder vo« Drüsenleiden hergestellt. Nr. 61210. Marquise von Br6han von 7 jähriger Leberkrankhett, Schlaflosigkeit Zittern cn allni Gliedern, Abmagerung und Hypoct.ondrie. Nr. 7587 7. Florian Köll-r, K. .tt. Militä.vecwalter, Großwardein, von Lungen- and Luströ^ren-Katarrh., Kopsschwindel und Brustbeklemmung. Nr- 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handel!» Lehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung. Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaultchkeit, Schklflosigkeit und Abmagerung. Nr. 75928. Baron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen und Füßen ?c. Die Revalesci^re ist viermal so nahrhaft als Fletsch und erspart bet Erwachseneu und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. Preise der Revaleeeifcre Vi Pfd. 1 3t 80 1 Pfd. 3 3t 50 2 Pfd. 5 Jt 70 12 Pfd. 28 3t 50 Revaleacifcre ChooolatAe 12 Tassen 1 3t 80 24 Tassen 3 3t 50 48 lafle» 5 3t 70 u- f w. Revalescifcre Bisouites 1 Pfd. 3 3t 50 2 Pfd- 5 3t 70 Zu beziehen durch Du Barry u. Co. in Berlin W., 28 29 Passage (Kaiser Gallertes und he* vielen guten Apo^k^n, Drogu?^-, Svecerei- und Delicatessenban^!--' im ganz n Lande, in Gießen bei Philipp Schwager. (148 dm M „Ja nd Uh Mue en, und trtntm soll leben!" - ttur böit Sor- belletrisitschm iot ein Wicacr ll'.tsn-Adschittt leitet F^er" — Geschoss m auf ntn ßanien dm null W"11*, n. ö'guf< i» lt« f*'#«» "N ub(m s-rrn wi „'lt eine« ” "/,l - d°» 'am V‘llgfn Frl- seine SUl de) emdtt He:r Mich stellte der : jJlinjtl eines Dutzmo Ochsen ittlnrm Herm, n fiel und mit (K Aazr.) usfiiltlstlk ent- ).ss:a während Dzre 1676 be- vl. Geschlechts), oM); lebend- öebendgeborme - K-a°-r *2,9,8 51 weibl ), s'chl der Ge» 11,806 männ- Jckecat findet . als Avsptiv« - W" D-c n menn etntfle fr rff-->'Uch-« W-scht«chun; ’bet Besondere Bekanntmachung. Bekanntmachung. Die für das Garnison-Lazareth zu Gießen om 1. April 1878 bis dahin 1879 erfor erlichen Verpflegungsbedürfntsse, wie Fleisch nb Backwaaren, Viktualien rc., sollen Montag den 14 Januar d. I., Vormittags 10 Uhr, n Wege öffentlicher Submission im Ge- häftslocale des bezeichneten Lazareths ver- ingen werden, wo auch die Bedingungen ir Einsicht ausltegen. Unternehmunaslustige haben ihre Offer- n bis zur Eröffnung des Termins, oer- egelt und mit entsprechender Äufschrifl ersehen daselbst einzureichen. (155 Großberzoaltches Garnifon-Lozareth. Versteigerungen. Steinlieferung iir Straßen Unterhaltung. Das Brechen, Anfahren, Aufsetzen und 16 Zerschlagen der zur Unterhaltung der taatsftraßen im Baubezirk Gießen nöthi- n Steine soll an nachbenannten Tagen ib Orten wenigstsordernd versteigert ’i den: I Donnerstag den 10. Januar, Morgens 9 Ubr, Gießen im Bramm'schen Wirths- cale für die Straßen von Gießen bis roßen-Linden, von Gießen gegen Rodheim, n Gießen bis Steinbach, von Gießen bis bthetlungönummer 16 gegen Reiskirchen ld von Kleinlinden gegen Wetzlar. II. Freitag den 11. Januar, Morgens 9 Uhr, Lichim Heinrich Jhring'schen WirthAc Cflle in der Braugasse lür die Straßen n Steinbach über Ltch gegen Langsdorf d von Hessenbrücker-Hammer über Lich jrn Butzbach. III Montag den 14. Januar, Nachmittags I2V2 Uhr, Lollar im Gasthaus zur Krone für 1 Straße von Gießen über Lollar. IV. Dienstag den 15. Januar, Nachmittags l21/2 Uyr, KeiSktrchenimGuntrum'schenWirthSr ale für die Straße nach Grünberg von theilungsnummer 16 bis Lindenstruth. V. Mittwoch den 16 Januar, Nachmittags 12i/2 Uhr, Lang-Göns im Gasthaus znm grünen IUM für die Straßen von Großen-Ltnden Allgemeiner Anzeiger. bis Butzbach und von Pobl-Göns gegen Wetzlar. Die refp. Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerung im Interesse ihrer Gemeinde besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, am 7. Januar 1878. (162 Großherzogl. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: M. Wahl, Großherzoglicher Kreisbauaufseher. Montag den 21. Januar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Oltsgericht auf freiwilliges Ansuchen des Herrn D. Melchior in Butzbach, die demselben gehörenden Grundstücke, als: Flur Meter. 3/93 6125 Acker links des Krofdorfer Wegs, 7/i27 1125 Acker zwischen dem Glei- berger und kleinen Hardt- weg, 7147-148 3974 Acker daselbst, 20/195 780 Acker am Gänswinkel, *7243-244 3950 Acker an dem untersten Weiher, K/47 2978 Acker vor dem Weiher, 28/55 2657 Wiese am Hfgstrauch, 29/63 3819 Acker auf der Weißerde, 3Vi3O’i3i 6232 Acker am Erdkaudterweg, 38/2g 2969 Wiese am Gänsacker, 38/41-41a 5919 Wiese daselbst, 40/120 1550 Acker in der Schwarzlach, 4o/izo 1744 Acker daselbst, 40/260» 2131 Wiese auf dem Sand in der Schwarzlach, 4o/318a 456 Acker und Wiese auf dem Sand, 41/738 1963 Ack^r über dem Roth auf die Rothgräben, 41/748 1963 Acker daselbst, 41/209 1788 Acker am Rain hinter der Warthe, 47g7 4175 Acker über dem Schäferbrunnen, 42/157 5019 Acker an der Steinkaute gegen die Hohl. Gemarkung Wieseck. ao/s7 2187 Wiese in der Speck am Daubenanger, 26/i67 2950 Wiese vor den Herrnwiesen mrtftbietend versteigert werden. Gießen, den 11. Januar 1878. Großherzogliches Ortsgertcht Gießen. __________Müller.________(247 Haus-Versteigerung. 249) Die Erben des verstorbenen Jacob Gärtner lassen Dienstag den 15. d. M. Nachmittags 2 Uhr ihr in der besten Lage Butzbachs gelegenes Wohnhaus mit geräumiger doppelter Ladeneinrichtung, worin lange Zett ein Specerei- und Eismwaaren- Geschäft betrieben wurde, mit Scheune und Stallung getrennt oder zusammen unter günstigen Bedingungen auf hiesigem Rathhaus versteigern. Die Uebergabe kann alsbald erfolgen. Butzbach, 8. Januar 1878. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach, Küchel. Slammhol^-Vkrsteigerung. Dienstag den 15. Januar d. I., Vormittags 11 Uhr, wird im Gemeindewald Ober-Rosbach, Distrikt Busch, nachstehendes Stammholz öffentlich meistbietend versteigert: 94 Eichenstämme von 20 bis 69 Centi- weter Durchmesser und 3 bis 12 Mtr. Länge, mit einem Gesammtinhalt von 68 Cubikmeter. Der Walddistrikt ist V/t Stunde von der Bahnstation Friedberg entfernt. Ober-Rosbach, am 2. Januar 1878. Gr. Bürgermeisterei Ober-Rosbach. 154) Blecher. Holzversteigerung in der Fstl. Oberförsterei Lich. Montag den 14. Januar, werden in den Distrikten Erlesberg, Schwarze Kuh und Westfälisch Eck versteigert: 6 Raummeter Kiefern-Prügel- und Stockholz, 2500 Kiefern-Durchforstungs-Wellen und 1000 Bohnenstangen. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr beim Erlesberger Teich. (201 Lich, den 7. Januar 1878. Wimmena u er, Forstrath. Montag den 14. Januar, Nachmittags 1 Uhr, werden im Hause des Carl Berger an der Frankfurter Straße dahier eine Partie Specerei- und Kurzwaaren, sowie Wein in Flaschen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 10. Januar 1878. M. Pilger, 218) Masseoerwalter. Bitte! Die Mitglieder des Vereins zum Schutze der Vögel richten an die Bewohner von Gießen und deffen Umgegend die Bitte: an den kalten und schneeigen Wintertagen der Vöglein zu gedenken. Viele dieser lieblichen Sänger, welche uns in schönerer Jahreszeit durch ihre fröhlichen Weisen erfreuen wollen, find in Gefahr zu verhungern, weil sie kein Futter finden. In jedem Hause finden sich doch gewiß Brosamen und Brodkrümmchen, welche man vor das Fenster streuen kann. Auch gibt es viele gutmüthige Menschen, welche gerne dazu bereit sind, aber nicht daran denken. Die Noth der Vöglein einer wohlwollenden Erinnerung zu empfehlen, ist der Zweck dieser Zeilen. Möchten dieselben freundliche Beachtung finden! Der Vorstand des Vereins zum Schutze der Vögel. Mtjcmeine flröeiter=.Kraii(ieii= unö Steröe&afle. Samstag den 12 Januar 1878, Abends 8 Uhr: im Saale der Restauration BRAMM: Generalversammlung. Tagesordnung: Rechnungsablage. Vorstandswahl. Umarbeitung des Statuts. Es wird um zahlreiches Erscheinen gebeten. Der Vorstand. Carneval-Verein „Türkei“. Sonntag, den Anfang in Menzel s 13. Januar, V Uhr, Saafönu: Erste große Gala - Sitzung. Legitimationsscheine für Damen werden noch Samstag, Nachmittags von 2 Lis 5 Uhr, und Sonntag, Vormittags von 9—12 Uhr, in der Wohnung des Herrn W. Klöpper, Kreuz, ausgeqeben. 2ÄT Kinder haben keinen Zutritt. 236) Man bittet während der ersten Abtheilung nicht ;u rauchen. Ar. 2. Zuckpulver, 1878. llarrenblatt des Carnevalvrreins „Türkei", ist erschienen und pro Stück ä 10 Pfennig zu haben in den Läden der Herren 6 Gerhardt, Schulstraße; D. Heil, Kirchenplatz; 6. Petri, Selters- weq; Möser’s Laden, Neuenbäuen; und in den Restaurationen der Herren Fuhr, Mäusburg; Nassauer, Wallthorstraße; Schäfer, Grünbergerstraße; Schnell, Brandgasse; Schirmer, Frankfurterstraße; Spies, Neustadt; Stein, Seltersweg und bei D'enstmann Möbus, Schloßgasse Nr. 258. (237 Jeilgebotenes. 241) Schlitten (Einspänner) zu verkaufen_________Louis Senner. 240) Ein sehr schöner Schlitten zu verkaufen bet ______Oekonom Wagner, Walltbor. Koch- und Meh-Sal) von der König!. Preußischen Saline Artern, aus gradtrter Soole hergeslellt. stets vo,- räthtg zu billigstem Preise bei (239 Gg. Ehr. Spruck. 138) Zur gänzlichen Räumung meines Cigarren Lagers verkaufe dessen Rest in Vio Kistchen und mehr- äußerst billig. _______________Christ. Frech. Frische Milch zu jeder Taaeszeit vyn der Sch l enke'schen Hardt empfiehlt Hermann Vogt, Bäcker, 219)______________Selierswrg.______ 187) Ein vollständiges Schmiedewerkzeug zu verkaufen bei __________Wwe. Sckwalb in Wieseck- Haarbalsam. gehr beliebt als bestes Mittel für die Erhaltung und für das Wachsthum der Haare. FL ä 60 Pfg. u. M. 1,20. Haarfärbemittel die Flasche 2 JL. 39) C. F. Semmler in Giessen. 250) Neines Gans fett im Cafe Klein. Ia. Magdeburger Sauerkraut zu haben bei (217 M. Schäfer, Grünberger Straße 203) Ein Schimmel edler Race, 9 Jahre alt, voi trefflich eingefahren und zugeritten, fehlerfrei, und eine dänische Dogge reinster Nace, gut dressirt, sind zu verkaufen. Auskunft ertbeilt Herr Universitäts-Stallmeister Balser zu Gilßen. 182) Leinene und baumwollene Webgarne bei A.ug. llaubach, Mäusburo. Hausverkauf. 252) Dos Haus Sonnenstraße B. 55) ist zu verkaufen. Näheres bet Schreiner- meister Georg Weber, Neuen-Bäuen. Gegen Husten und Heiserkeit: Stollwerck'sche Brustbonbons ä 50 per Packet. Stollwerk'sche Honigbonbons ä 20 sfy per Packet. Stollwerck'sche Malzbonbons ä 20 per Packet. Stollwerck'sche Gummibonbons ä 20 per Packet. käuflich in Giessen bei: J. A. Busch Söhne, Louis Fronhäuser, C. Hoffmann, H. Kinkel und Rob. Sattler; in Lieh bei: H. C. Bingmann. (242 b) Idylle •n 244) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei H. Hollman, Neuenbäue. 243 254) Der Vorstand. Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: 1) Quartett für 2 Violinen. Viola und Violoncello, op. 41,3 (A-dur): a) allegro, b) agitato, c) adagio, d) finale, von Robert Schumann, 2) a) Presto aus einem Quartett von Overbeck. 179) Der neu hergerichtete 3 Stock meines Hauses ist z« vermiethen. Chr. Wallenfels am Markt. Deutz 6<\ 12, 4«. Zichener (Eoncertoeretn. Drittes Concert Samstag den 18. Januar, Abends 6 Uhr, im Clubsaale, Kammermusik- Soiree, ausgeführt von dem Florentiner Quartett-Verein, den Herren Jean Becker, Masi, Chiostri und Hegyesi. Kenmetyungen. 251) Geräumiges LogiS und eine einzelne Stube. Neurnbäuen B. 90. Dillenburg 6«, 12, 4«, 96. (9t Siegen 6*5, 12. Wetzlar 6«, 8« 955, 12, 4«, 783, s*. Nte-« f Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'fchen Unto.-Druckeret (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. *n n Fr. Lux. Gießener Ander Gesellschaft^ Heute, Samstag den 12. Januar 1878, Abends 8 Nhr: Generalversammlung im Vereinslocal („Prinz Carl"). Tagesordnung:. i) Aufnahme außerordentlicher Mitglieder zu Ordentlichen 2) Rechenschaftsbericht. 3) VorstandSwahl. Darmstadt Stände. Bei ter g der Wanderlager »i Darmstadt und Mai viiindeii mit 20 Mk Minderheit die Hal Ein Antrag de Minden justießen zu Mfs, daß für fefc Oebülsen die Hälfte lrhnt wurde. Die tih. Bezüglich des i Wichullehrer bett. Zche 1879 in Will Heute wurde gestalten, selbstständig gen seien, kurzer Hai Hierauf wurde Der Knanzminister, 1 Weicker räumten H Controim sich Vers wesen, daß die K toole keine genüg Frank, Wolf i^er Schärfe gegen janMch, datz die-tz Ochsten Grundsätze ' den HautztmM mib dadurch -u verüben. Allseitig wutt ui-'b ftoityningen mürbe. - Gelegenheit nity gef( Berlin. $ei l'vmlche Summen in ImSnteteffe dir Dm ei6i ben t «Mtrnben Vorschuß S'kiMiiir W,ise j J blf Sl^amuenbii W-'«ß lein » t te». ft9'1®1 255) Meine gesammten Vorräthe in modernen V Damen.Kleiderstoffen, Flanellen etc. V offerire ich gegen Cassa mit 10 Procent Sconto. Aeitere V Sachen habe ich im Preise bedeutend heruntergesetzt V und verkaufe solche theils zum Einkaufspreise, theils 8 *"**■ .1. Ch. Retter. (Auf dem Felde. Am Bache. Unter der Linde.) c) Menuett aus einem Quartett von Bernhard Scholz. (Letzcre beide Sätze aus den Preis - Quartetten beider Compo- | nisten.) 3) Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello, op. 59,1 (F-dur) : a) allegro, b) allegretto, c) adagio, d) finale von L. van Beethoven, Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der J. R i c k e r'schen j Buchhandlung und R u d o 1 p h’schen Musikalienhandlung ä