Freitag, den 11. October 1878 WWner MnMger A«M- nni) Amtsblütt für den Kreis Gießen 'gesellen Gteßen, den 9. October 1878. verhindern und die bürgerliche Gesellschaft vor der aus ihnen erwachsenden »etrieb eines üM^tantg verlange; ein jeder wohlgesinnte Mann rnüsie in seinem Kreise sich die Aufgabe stellen, persönlich in der bezeichneten Richtung mit Rath und That des Gesetzes nur durch eine energische Handhabung deffelben verbürgt sei und dabet um so eher der Zeitpunkt zu erwarten sei, wo das gemeine Recht in werden könne. Durch halbe Maßregeln werde erreicht, vielmehr mit ihnen nur die soctaldemo- fr fr fr Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. pellte sich auf den Boden res Entwurfs und erkannte an, daß die gemeingefährlichen Bestrebungen der Soctaldemokratte zu bekämpfen und der bürgerlichen Gesellschaft der Friede zurückzugrben sei. Keineswegs sollen Reformbestrebungen unterdrückt werden, die es sich zur Aufgabe stellen, auf der Grundlage der gegebenen Staatsordnung vorhandenen Schäden in dem Staate und der Gesellschaft abzuhelfen und Hindernisie in der Entwickelung der Wohlfahrt des Volkes oder einzelner Klaffen deffelben zu beseitigen. Auch die Regierungs-Vertreter haben in der Commission wiederholt den Unterschied betont und hervorgehoben, daß die Regierung die außerordentlichen Vollmachten lediglich verlange, um den verderblichen Ausschreitungen der socialdemokrattschen Bewegung entgegenzu- zutreten und versichert, daß sie von diesen Vollmachten den loyalsten Gebrauch wachen werde und wett entfernt sei, die Reformbestrebungen auf dem socialen Gebiete, soweit sie innerhalb jener Grenzen sich bewegen, zu hindern. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. W- 16 16 20 16 1< Redactionsbureaur 1 - , ... . _ fl-xpeditionsbureau: J Schulftraße v. 18. respektablen G js an allen Ofi Der Bericht der Commission zur Dorberathung des Socialistengesetzes, erstattet durch den Abg. v. Schwarze, ist erschienen. Man war darüber einig, daß durch die socialdemokrattschen Ausschreitungen eine schwere Gefahr für die Staats- und Gesellschaftsordnung entstanden sei, und daß der Gesetzgebung des Reiches die Pflicht obliege, weitere Ausschreitungen der Socialdemokratte zu ißt«* dem Boden des für alle Bürger geltenden gemeinen Rechts Ausschreitungen der erwähnten Art dauernd entgegenzuwirken und bezw. unter das Strafgesetz zu stellen. Man kann indeffen die Bekämpfung der soctaldemokratischen Bestrebungen nicht bis zu diesem Zeitpunkte verschieben, sonst würde die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ruhe an Kraft und Umfang wesentlich gewinnen und möglicher Weise zu einer Ausdehnung sich entwickeln, zu deren Beseitigung sodann die äußersten Maßregeln angewendet werden müßten, die Abänderungen der bezeichneten Gesetze aber zu spät kommen und völlig unzureichend sich erweisen. Die Majorität ist daher der Meinung, daß sofort Maßregeln ergriffen werden muffen, und es außerordentlicher gesetzlicher Vollmachten für die Behörden bedürfe, um den öffentlichen Frieden zu bewahren. Gegen diese Auffaffung erklärte sich die Minorität der Commission, welche durch alsbaldige Revision der einschlagenden Gesetze auf dem Boden des gemeinen Rechts die nöthige Abhülse schaffen wollte. (Antrag Hänel). Allseitig war man darin einverstanden, daß mit der Annahme dieses Antrages der Entwurf in seinem vollen Umfange beseitigt sei. Die Mehrheit der Commission wie die Regierungs-Vertreter erklärten sich gegen diesen Antrag. Vorzugsweise wurde gegen ihn geltend gemacht, daß im Hinblick auf die Aufgabe des Entwurfs nicht sowohl die Con- traveniion im einzelnen isoltrten Falle in Betracht zu ziehen und als Gegenstand der gesetzlichen Normirung aufzufaffen sei, sondern die ausgedehnte planmäßige und fortgesetzte Verbindung der Agitation gegen die staatliche und gesellschaftliche Ordnung. Dieselbe trete zwar in einzelnen Thatsachen zu Tage und der Charakter der Verbindung und Agitation werde aus einzelnen Thatsachen erkannt. Aber immerhin sei es erst die Mehrheit solcher Thatsachen in ihrer Verbindung und gegenseitigen Ergänzung, aus welchen sich das Gesammtbild der Verbindung zusammensetze und der wahre Charakter derselben klar erkannt werde. Daher eigne sich das gerichtliche Strafverfahren und die gerichtliche Aburtheilung in ihrer Beschränkung auf einzelne Handlungen einzelner Personen nicht zu einer wirksamen Verfolgung und Bekämpfung dieser Agitation. Von Seiten des Antragstellers wurde nachdrücklich hervorgehoben, daß er auch seinerseits die vorgeschlagene Faffung als endgültige nicht erachte, gerade deshalb sei untrennbar mit dem Hauptantrage der Antrag auf Einsetzung einer Subcom- misston verbunden. Von einer Seite wurde zugestanden, daß allerdings an sich die Ergänzung im Wege der ordentlichen Gesetzgebung die geeignetste Abhülfe gewähren würve. Da jedoch die Regierung einen solchen Standpunkt einer völligen Ablehnung des Gesetzes gleichhalte, so sei, wer eine solche Ablehnung nicht wolle, daher genöthigt, den Versuch zn machen, auf der Basis des Regierungs-Entwurfs ein zulässiges Gesetz zu vereinbaren. Der Antrag wurde mit 13 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Hierauf gaben mehrere Mitglieder die Erklärung, daß von ihnen der Grundgedanke des abgelehnten Antrages, nämlich Erlassung eines Reichsgesetzes, welches von einer Erweiterung des Strafgesetzes ausgeht und die sich daran anschließende Vereins- und Preßfreiheit regelt, vorbehaltlich nicht unerheblicher Erinnerungen gegen die Einzelheiten des Vorschlages, gebilligt werde, und sie bereit gewesen wären, in der Subcommission die desfallsigen eigenen Anträge specialtsirt einzubringen. Nach Ablehnung des Vorschlages erachteten sie es nicht weiter für angemeffen, mit solchen speciellen Anträgen hervorzutreten. kratische Agitation verstärkt, das Ansehen der Regierung geschädigt, und der Bürger in seinem Vertrauen auf den Schutz der Gesetze und Behörden beunruhigt. Dagegen war die Minorität der Ansicht, daß durch die lediglich gegen cine bestimmte Partei gerichteten Beschränkungen die Gleichheit Aller vor dem Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags Gesetze verletzt, und gegen eine große Zahl von Staatsbürgern ein Ausnahmezustand geschaffen werde; hierzu sei weder ein ausreichender Grund, noch ein praktisches Bedürfniß vorhanden. Man könne dahingestellt sein laffen, ob in c>er That die vorgeschlagenen Maßregeln von dem erwarteten Erfolge begleitet sein, ja ob sie nicht sogar in das gerade Gegentheil umschlagen und die Bergung in ihrer jetzigen verderblichen Richtung befördern würden, statt sie in andere Bahnen zu lenken. Das Gesetz gewähre der Regierung Vollmachten der exorbitantesten Art, welche außer Verhältniß zu der wirklich vorhandenen Gefahr ständen. Die Frage, ob die gegenwärtigen Reichs- und Landesgesetze ausreichend seien, um wettere Ausschreitungen der socialistischen Partei zu Verbindern, ist von der Mehrheit der Commission verneint worden. Diese Vorschriften, selbst überaus streng ausgeführt, würden sich als ungenügend zeigen, iteil durch sie den Behörden zumeist die Befugniß nur zu repressiven Maß- leqeln gewährt würde, diese aber die durch einen Mißbrauch sofort bewirkte eimerWn ?“ä Wer W ijtt erfahren, sM iltbi dM WwiW ti । lang müsse einerseits durch Fortsetzung der Reformen auf dem wirthschaftlichen i/IlmIm I ®e^etc und im Interesse des Arbeiterstandes, andererseitig durch Belebung der Religiösität, durch Aufklärung und Belehrung, durch Stärkung des Sinnes rdienst und gut für Recht und Sitte angestrebt werden. Man erkannte dabei an, daß die Er- viele Mühe n reichung dieses Zweckes die thätige Mitwirkung aller erhaltenden Elemente des FerrMkarrd. Aus Hessen, 7. October. Man erinnert sich noch der vielen Beanstandungen, welche gelegentlich der Berathung des neuen Schulgesetzes die Prä- parandeu-Anstalten sanden, insbesondere auch ein Bedürfniß hierfür verabredet wurde. Wie unrichtig die letzteren Bedenken waren, ist jetzt durch Zahlen nachweisbar Nachdem schon im Schuljahr 1876/77 die Gesammtzahl der Präparanden in Heffen auf 209 gestiegen war (Lindenfels in Starkenburg 74, Lich in Oberheffen 65, Wöllstein 70), weist das abgelaufene Schuljahr sogar 277, also 66 mehr als im vorigen Jahre auf, nämlich für Starkenburg 84, Oberheffen 93, Rheinheffen 100. Jntereffant ist dabei das Verhältniß der Confessionen, indem 200 der evangelischen, 70 der katholischen und 7 der israelitischen Confession angehörten. Berlin, 8. Octbr. Nach der im Reichseisenbahnamt aufgestellten Nachweisung über die im August d. Js. aus deutschen Eisenbahnen mit Ausschluß Bayerns vorgekommenen Unfälle waren zu verzeichnen 22 Entgleisungen und 10 Zusammenstöße fahrender Züge; ferner 43 Entgleisungen und 15 Zusammenstöße beim Rangiren, und 60 sonstige Betriebsereigniffe. In Folge dieser Unfälle wurden 3 Personen, nämlich 2 Beamte und eine fremde Person ge- tödtet, 11 Personen (10 Beamte und eine fremde Person) verletzt, 6 Thiere vhin ritt feg f M 339 Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern hat der Rheinisch-Westphälischen Rückverficherungs-Actiengesellschaft in M-- Gladbach die nachgesuchte Erlaubntß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum auf Widerruf erthetlt. ZKc ITr» 237 Kenntnisse und i als NebengescÜ ^eflectanten belieb ;r Expedition die Buchstaben G. (60 Mart eumatismus leichtverständlichkl käuivfung dieser icn Attesten. Preis! en 60H in Bries-1 nbetoonWHh, > Aung in Franks (6155 | ozozozti iiemoohnuiis^oi Men'M Förderung der socialdemokratischen Bestrebungen nicht wieder rückgängig machen können. Ebensowenig war die Majorität der Ansicht, daß die Bestimmungen des Strafgesetzbuches das Uebel an der Wurzel nicht erfassen können. Dabei nm die Majorität der Ueberzeugung, daß durch eine Revision und Ergänzung der bestehenden Gesetze die Mittel beschafft werden können und müssen, um auf 8' !ei?tnd Alch Gefahr zu schützen. Ueber die Wege dazu herrschte eine tiefgehende Meinungs- nnfohmc°,tüchtz Verschiedenheit. Man war darin einig, daß auf dem Wege der Gesetzgebung »aochen keine sofortige und erschöpfende Heilung der vorhandenen schweren Uebelstände ss< sind nsordM zu erhoffen sei, vielmehr nur zunächst die Verhinderung weiterer Verbreitung, Aud.MoffedM sodann aber die Vorbereitung der Heilung erwartet werden könne. Diese Het- Werü, " chea fault j -—’ Edtv i11 vuucl uul lv ry" einige vollem Umfange wiederhergestellt ? sagi^V^ der Zweck des Gesetzes nicht er Eine allgemeine, über die Bestrebungen der socialdemokratischen Partei cheu hjnausgehende und eine über die Zeit des Bedürfnisses und den Zeitpunkt der .i Abhülse hinausdauernde Beschränkung des Vereins- und Versamm- ^k'^ ^ngsrechts, der Preßfreiheit, des Gewerbebetriebes und der Freizügigkeit erscheine nicht geboten. Seitens der Majorität wurde wiederholt bemerkt, daß der Zweck einzutreten und betzutragen, daß der krankhafte Zustand der bürgerlichen Gesellet werden sok schäft beseitigt, und namentlich die Arbeiterkreise über die verderblichen Jrrleh- ieiner besondi itn der Socialdemokratte belehrt werden. Die Majorität der Commission Gitleo, UiM. ■ 144 Telegraphische Depeschen. 31 318 «fr. 274 116 172 178 418 438 9 9 A 28 30 X\ Nr. 47 48 25 25a 41 37 sind aus der Fabrik von U.------- ----- ° t „,e ~ , . Gebiete bekanntlich Weltruf genießt. Da die MLgltchkn von Nachtfahrten namentlich zur Winterzeit von außerordentlicher Wichtigkeit ist, so sieht man dem Ausfälle der Versuche mit großer Spannung entgegen.___________________ tobtet 150 verletzt wurden. Paris, 9. October. Der „Moniteur" meldet, daß die neuerdings entstandenen Schwierigkeiten zwischen den Cabineten von Paris und London bezüglich der egyplischen Angelegenheiten sich heute oder morgen ebnen würden. Kopenhagen, 9. October. Der Gouverneur von Santa Cruz tele- graphirt unterm 8. d.: Der Ausstand ist unterdrückt- Die Hälfte von Frede- riksstedt und 50 Plantagen sind niedergebrannt. Das Zuckerwerk ist repartrbar. 20 Plantagen und die Zuckersiederei sind unversehrt. Der Belagerungszustand ^Paris, 9. October. Die „Agence Havas" bezeichnet die Meldung des .Standard" von Entsendung einer französischen Flotte in's Mittelmeer als un. begründet und bemerkt, es seien keinerlei außerordentliche Vorbereitungen für die Mittelmeerflotte getroffen; nur die gegenwärtig in den algerischen Gewäffern befindliche Flotte bereite ihre Rückkehr vor, da die Uebung beendet sei.__ 6174) Di. °Wtn 8 Tagen *nt Kosten zur h Gießen, den Lokal-Nottz. Gießen, 10. October. Der Schwurgerichtshof sprach gestern die Johanne« Appel« Eheleute von Rudingshain von der auf Meineid gerichteten Anklage — nachdem die Geschworenen ein „Nicktschuldig" angenommen hatten — frei. __Gestern Nachmittag 5 Uhr brach in Ruttershausen in einem Stalle Feuer aus, welches jedoch gegen 6 Uhr schon gelöscht war. Der Schaden ist nicht groß. Uever die Entstehungsweise des Brandes ist noch nichts ermittelt worden. --Am Dienstag Nachmittag stürzten im Gebäude der neuen Aula zwei Maurer aus beträchlicher Höhe und wurden beide schwerverletzt nach der Klinik verbrach!. Senats festgesetzt wird London, 9. October. Der „Standard" meldet aus Allahabad von gestern: In Folge des Erscheinens und der drohenden Haltung einer starken afghanischen Truppenabtheilung unweit Jamruds wurde die Besatzung deffelben um 7 Fußregimenter und 3 Batterien verstärkt. Der Commandant General Roß traf bereits Vorbereitungen, um den unteren Theil des Paffes zu forctren und Ali-Musjtd anzugreifen, als er Ordre erhielt, wettere Verstärkungen abzuwarten, damit man nicht den mindesten Mißerfolg rtskire. Dasselbe Blatt meldet ferner, Frankreich habe beschloffen, eine sehr starke Flotte in das mit» lelländische Meer zu senden. Die Flotte soll außer kleineren Schiffen, au« 10 Panzerschiffen mit 130 Kanonen und 6000 Mann bestehen. Boston, 9. October. Ein Extrazug von 20 Wagen, der von Silber, lake zurückkehrte, stieß mit einem Güterzug zusammen, wobei 25 Personen ge» Lk nebst ’ DI- @u6N N alM' W. & bW li «ch-nstiab-n, ■ ^W°°llM nÄ IW Diverse Eisend « s. w.; hi 1 Mo 250 gdbfam 135Vi cm. JtonoiK Von 1847 bil _ Durchschnittlich 15 300 Kubikmeter oocon 1778 Ätras 72lmalspurt?e Eis< j-urige mit 10 2o relegraphmleitunk 63 Mann stark ui Für den eh (in Photographisc Öutbbinberd. - t- toMtfan un rubtn In 91orb»5, Vit 29 in Sttritb Vit Wtn in 91oi jum Transport btt 1 Dampser ist im 14 Hochösen, aus u oird auf 4 eigenen jttt auf sämmtlich. Die Anzahl »ohnern*). DieL *) Bei vollst »ehr beschäftigt we Zerste Dienstag de Nachmv *um N-- Jj* Vl«nl bautet 616lbigen SQetr‘ bi» $ •i tt n-y, « vertu ■•scH Ä M-»» Lj Wagner'« telegt. «ortefpenbtxi ■ C«tea«. SBcrlin, 9 Dctober. In itt heutigen R-ichstagS.Sitzung wurde auf «ntrag des -lbg. ! s Bantn das btshnige Präsidium durch A-elamaiion wtederg-wahL ». H-Loarf und Wmdtharst »aitation an^? dennoch das vorliegend- G-f-e al« nicht geeignet zu d«.n Bekämpfung bezeichnet ; das Centrum werde dagegen stimmen. — Fürst Blsmarck trat in daS Haus ein. 5 Marschall befürwortet zu § 1 den Antrag Ackermann auf Verbot von Vereinen, welche insbesondere die Eintracht der Bcvölkerungsklassen gefährden und toitt ein möglichst scharfes Gesetz, oas man nicht durch Beschränkung auf möglichst kurze Zeck abschwachen bütfe. Sonnemann bezeichnet das Gesetz als ein Tcndenzgesetz schlimmster Art, welches dre Erwerbs- und Ekgenthumsverhältnisse untergrabe. Sonnemann bestreitet im Laufe seiner Rede, daß von einer Stimmung für das Gesetz im Volke die Rede sein könne. Wo eine so che Stimmung vorhanden, sei sie künstl ch gemacht Es sei aber jetzt auch festgestellt, daß Nobilmg nicht Soc.aldemokrat aewesm sei. Redner eitirt hierbei die von dem „Berliner Tageblatt" veröffentUchten Unter^ siichungsprotocolle und weist ferner auf die ausländische Press«hm, welche sich gegen das G^etz ausgesprochen. Fürst Bismarck: Bezüglich der Veröffentlichung der Protocolle des Pro- «sies Robilina im „Tageblatt" erkläre ich, daß die verbündeten Regierungen diesen Publikationen durckaus fernstehen. Ich habe stets gefunden, daß der Inhalt ves Blattes des Vorredners (Sonnemann) mit den Aeußerungen der officiösen französischen Presse überelnstimmt. Was der Vorredner gesagt hat, war denn auch auf die Discredttirung unserer Zustande berechnet. D r Vorredner hat uns das Beispiel der französischen Presie empfohlen und ,agt uns, daß d e Communards durch die Schwurgerichte abgeurtheilt wurden. Weiß er benn nicht, ^aß hier nur die Kriegsgerichte urtheilten und erschießen ließen? Der Vorredner macht mir zum Vorwurf daß ich mich während des Congresies an die Times wandte. Ja, ich wollte eben Einfluß au die öffentliche Meinung Englands gewinnen; da konnte ich mich doch nicht an basi Blatt des Vorredners wenben. Zur Sache selbst, und zwar zunächst zu § 1, bemerke ich, daß ich einer jeden Förderung der Lage der Arbeiter zugethan bin, also auch den Vereinen derselben, wenn si in der That ihren Zwecken dienen, aber nicht, wenn diese Vereine den -Staat, die Gesellschaft und das Eigenthum untergraben Sobald uns die Socialdemokratie einen positiven Vorschlag »ur Besserung der Lage der Arbeiter machen wollte, würde ich den Vorschlag prüfen. Daran fehlt es aber Wir stehen der reinen Negation, prtncipiell der Untergrabung der Staats- und Gesellschaftszustände gegenüber. Man gebe mir nur den Schatten eines positiven Vor chlags zur Verbesserung der Lage der Arbeiter; aber sie haben keinen, sie wiffen keinen. Das ist ihr Ge- beimniß. Sie haben leichtes Spiel mit den halbgebildeten unwissenden Waffen. Da können sie leicht alle Ideale verwischen, jeden Glauben an Gott, jede Anhänglichkeit an das Vaterland, an die Familie vernichten. Wenn wir uns fragen, wie das Evangelium der Negation in Deutschland gerade so schnell Wurzel faffen konnte, so gelangen wir zu dem Jahre 1870. Damit stehen wir vor dem Vandalismus der Pariser Commune. Nachdem diese durch die Regierung überwunden war, sah die Soctaldemokratie, daß es auf anderem Wege zu versuchen sei, daß sie es in Frankreich nicht fortführen könne, sondern sich nach Deutschland wenden müffc, wo sie einen geeigneteren Boden suchte und fand im Lande der gutmüthiqen Richter und unzufriedenen Leute. Man kommt leicht durch geschickte Mittel dazu, auf die gefährlichen Instinkte des gemeinen Mannes zu wirken. Preßgejetze und milde Straf- a-s-tz°thün dabei das ihrige. Niemand glaubte mehr, daß di. TodeSsiraft bei uns vollstreck , werden könnte. Ich bin dem Kronprinzen dankbar, daß er m dieser Beziehung nicht Gnade hat < vor Recht ergehen laffen. Ich sehe in dem Treiben der socialdemokratischen Vereme das Motiv für die schlimme Lage unserer wirthschaftlichen Zustande. Diese Vereine fordern die Arbeits- losiakeir. Nun denke man doch an den Zirkel der Verbrechen, die sich daraus entwickeln und in Mordversuchen an einem Monarchen gipfeln, der sein ganzes langes thatenreiches Leben mit i Hintansetzung seines Lebens und seiner Krone an das Wohl seines Volkes gesetzt hat. An em solches Verbrechen reicht ja kein Gedanke heran und doch ist es geschehen. Da will man keine ! Gefahr sehen und die Bedürfnißfrage leugnen? Freilich hat ein Artikel der „Nationalzeitung gesagt, alle Parteien müßten sich hier vereinigen, der Regierung die Mittel, zur Abhulfe zu ge- währen, doch seien manche Parteien bei ihrer Negation verblieben, nur Hanel habt-den Bann der Negation gebrochen und positive Vorschläge gemacht. Jm Uebrlgen sei jedoch die Fortschrittspartei und das Centrum absolut abgeneigt, die Regierung jetzt zu unterstützen An die anderen Fractionen kann ich nur die Bitte richten, sich zu verständigen, wenn sie dem Lande einen Dienst erweisen wollen. en Reichstag aufgelöst, um eine Verständigung zwischen Wählern und Abgeordneten herbeizuführen. TendcnzpoUtik liegt mir gänzlich fern. Ich verfolge greifbare volitiscke Zwecke. Von den drei Fractionen der Conservativen und Nationalliberalen erwarte ich das Zustandekommen des Gesetzes. Sie muffen, invem sie uns das Gesetz geben, Vertrauen ,u uns haben. Dies läßt sich nicht erzwingen, es läßt sich aber verdienen. Haben Sie mehr Furcht vor mir und den verbündeten Regierungen als vor Den Socialdemokraten, dann freilich müssen Andere an unsere Stelle treten, die Ihr Vertrauen in größerem Maße besitzen. Die Fassung, welche die Commission dem § 1 gegeben hat, sieht fast so aus, als ob das Gesetz doch so nothwendig nicht wäre, als es ist. Es ist wünschenswerth, daß wir bei diesem Gesetze bald »ur vollen Klarheit kommen und nicht gcnöthigt werden, dauernd Nachtrage machen zu muffen. Mein Bestreben geht Über dieses Gesetz hinaus. Ich wünsche, daß die drei Fractionen, die uns das Zustandekommen dieses Gesetzes ermöglichen, sich Überhaupt die Hand reichen, um eine vereinte Schutzwehr zu bilden gegen alle Stürme, denen unser deutsches Reich ausgesetzt ist. Hänel verwahrte sich gegen den Vorwurf, daß die Fortschrittspartei sich negativ verhalte. Sein Anttaq sei positiv genug: man denke doch an das, was Schulze-Delitzsch auf dem Gebiete per Productiv-Genoffenschaften gethan habe. Nicht er (Redner) allem, sondern seine ganze Partei habe den Antrag eingebracht, und denselben nur aus dem Grunde nicht wiederholt, weil sie von der Aussichtslosigkeit der Annahme überzeugt war. v. Schmid (Württemberg) befürwortete die Regierungsvorlage mit einzelnen Modisicationen. ®rüel leitete die Ausschreittmgen der Socialdemokraten von den Erschütterungen her, welche das Legitimitätsprmc,p durch das Jahr 1866 erlitten habe. — Nach der Rede Brüels (die schwer verständlich war) erklärte der den Vorsitz führende Dicepräsident v. (Stauffenberg: ich habe eine Acußerung des Vorredners nicht richtig verstanden und mir dieselbe daher im «Stenogramm vorlegen lassen; darnach hat der Vorredner gesagt: man werde die Gefühle eines Hannoveraners über die jetzige Regierung würdigen können, wenn man sich der Gefühle eines Deutschen zur Zeit Napoleons I. erinnere. Diese Acußerung ist parlamentarisch durchaus unzulässig (Beifall). — Fürst Bismarck erklärte: ich erwidere auf die Rede Brüel's nichts, nicht weil ich nichts darauf zu erwidern hätte, sondern weil ich nicht eine Silbe von der Rede verstanden habe. — Hierauf wurde ein Vertagungsantrag eingebracht. Es folgten persönliche Bemerkungen. Sonnemann bezeichnete die unerwiesene Behauptung, er oder die „Frankfurter Zeitung" stehe mit der französischen Regierung in Beziehung, als willkürliche Erfindung. Fürst Bismarck erläuterte seine von Sonnemann mißverstandenen Bemerkungen. — Der Vertagungsantrag wurde abgelehnt. — Sonnemann, dem wiederum das Wort verstattet ward, beklagte nochmals, daß man ihm eine Beziehung zur französischen Regie- rnng zur Last lege. — Das Haus entschied sich für Schluß der Debatte. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr. London, 9. October. „Reuter's Bureau" meldet aus Simla vom Heutigen: Osfictell. Bisher hat nirgendwo an der Grenze ein Zusammenstoß mit den Afghanen stattgefunden. Es wird kein sofortiger Angriff auf Ali- Mnsjid beabsichtigt. Außer activen militärischen Vorbereitungen ist noch nichts geschehen. Alle gegentheiligen Berichte von Special-Correspondenten der Zeitungen sind mit Vorsicht aufzunehmen. München, 9. October. Der Erzbischof von Bamberg rciste heute um 97t Uhr in Begleitung mehrerer Kleriker nach Rom. Derulifchte-. - (Berlin ift eine r alte ® egenb.) Einer der sich im Berliner Zoologischen Garten täglich prafentirenben Nubier mutz bas Krankenbett hüten, ba sich bet ihm die Folgen einer starken Erkältung zeigen. Herr Restaurateur Schneiber inr Zoologischen Garten hat bem Kranken bereitwillig ft eine Lagerstatt im Tunnel bes Restaurant« auf- chlagen unb ihm bic möglichste Pflege zu Theil werben lassen. Der Hausarzt be« genannten Herrn hat gestern bic ärztliche Behanblung be« kranken Afrikaners über- nommen. Die nubiscke Karawane hat bem kalten Klima von Berlin übrigen« auch bereits ein wirkliches Opfer zollen müssen. Einer ber kleinen Elephanten ist bereit« her Berliner Herbstluft, zum großen Leibwesen seiner zweibeinigen Freunbe, erlegen. — Ein Kaufmann, ber soeben von einer Reise von New-OrleanS nach Cincinnati zurückgekehrt ist, schilbert bic Lage in ben Stäbten, wo bas gelbe Fieber herrscht, alS eine furchtbar traurige. Auf ber Fahrt würbe bem Dampfbote zu Arka'isas Citt i untersagt, anzulcgen unb Kohlen einzunehmen. Am Ufer ftanben Männer mit Gewehren in ber Hanb unb brohten zu schießen, wenn ein Versuch zur Lanbung gemacht würde. । Zu Memphis, bas man gegen Abend erreichte, war kein lebenbes Wesen, weber Mensch noch Thier, zu sehen; es hatte ben Anschein, al« ob sämmtliche Häuser verlassen setcn kein Rauch entstieg ben Schornsteinen. Beinahe einen ebenso traurigen Anblick do. Vicksburg. Den ganzen Mississippi entlang herrscht Furcht unb Schreckew Auf beai Schiffe befanb sich Fracht für verschiebene StSbte, beren Einwohner sich jedoch weiger!.^ dieselbe anzunehmen. New-Orleans bot einen weniger trostlosen Anblick Auf orni Flußdamm waren Leute an ber Arbeit, Geschäftshäuser waren offen, boch wurden nw wentge ober gar feine Geschäfte gemacht. Der Rückweg von New-OrleanS wurde mU der Eisenbahn zurückgelegt. Zu Granaba waren nur einige Neger, jedoch kein einz'gei Weitzer zu sehen. Zu Holly Springs bestiegen etwa 200 Persomn den Bahnzug, Dk Nacht vorher war daselbst dos gelbe Fieber ausgebrochem Die Scene bic sich Eisenbahnbepot abspielte, war herzzerreitzenb; Weiber verlietzen t^re männer, Mtir Ihre Kinder, ihnen — vielleicht für immer — Lebewohl sagend. An einer 6 tat io bestieg eine Mutter mit drei Kindern den Zug. Ihr Mann war vor einer Haidt' Stunde gestorben und hatte ihr vor seinem Tode das Versprechen ab genommen, J sie mit dem nächsten Zuge abreise, um ihr unb ihrer Kinber Leben au retten, sie litt ihren Mann unbeerbigt zurück, ohne bah ein Sarg für bte Leiche beschafft war. — (Die Lebensversicherung in Deutschlanb.) Aus einer, wie schor seit einer längeren Reihe von Jahren, so auch in biesem Jahre wieber erschienen" eingehenben statistischen Arbeit über .Zustanb unb Fortschritte ber beutschen Ledens Versicherungsanstalten" entnehmen wir, bah zwar auch die Lebensversicherung unter v egenwartigen Zeitverbältnissen zu leiben hat, bah aber boch auch im vorigen J 9 en jetzt bestehenden 49 deutschen Lebensversicherungsanstalten, von denen 35 im deun«" Reiche, 12 in Deutsch-Oesterreich und 2 in ber beutschen Schweiz ihren Sitz haver Reber 77,640 Personen neu beigetreten sinb unb bamit ihren Angehörigen Erdschanei un Betrage von 284,540,392 JL begrünbet haben Im Ganzen waren am Schluffe vr vorigen Jahres bei ben in Rebe stehenben 49 Anstalten 753,409 Personen mit aufamme 2337,812,079 versichert. Um die Bebeutung btefer Summe richtig zu würdigt» muh man bebenken, baß bieselbe, ba kein Versicherter vom Tobe verschont bleibt, mn^ : ualb eines Menschenalters, also in verhältnihrnätzig kurzer Zeit, thatsüchlich zur »u* jablung^au^mmcn^batrigfn wurbcn f^ gestorbene Versicherte ^^05'4U > ; ; anfällig unb zur Auszahlung gebracht. Viele Taufende von Wittwen und Wai m ; dadurch vor Noth bewahrt worben unb segnen ba0 Andenken Derer, welche auch , über ben Tob hinaus für sie gesorgt haben. . k. 1 Von ben einzelnen Anstalten hatten ben grohten' Versicherungsbestanb . o . „LebensoersicherungSbank für Deutschlanb in Gotha": ^28 011,800^; die , in Stettin: 201,298,748 die „Corcordia" in Coln: 132,883,128 JL, bte .Cdpa^ > Lebensversicherungsgefellschaft": 128,997,900 JL; bte w6tuttgartei;ceben8Derü^erun0. I - unb Ersparmßbank': 121,052,599 bte Deutsche LebmSversicherungsgesillschast - I Lübeck^: 110 989,084 jl Bet biefen 6 größten Anstalten waren also zusammen m , , alS 1 Milliarbe JL oerfichnt. ,. fi — Ein billige« Rittergut- Au« Muskau meldet man: , Das Rittergut Cr- - nebst Zubehör hat im Subhastationötermin der nur allein erschienene Bieter Dr. mr m » 1 die deutsche Hypothekenbank zu Meiningen für das Meistgebot von 100 Mk. erstanden- l eingetragenen Schulden sollen auf über 450,000 Mk. belaufen.) n„,btet unb 46 RabtAtuae erbeblt&, 130 unerheblich beschädigt. Außerdem Wien, 9. Ocibr. Ossiciell^ Generalmajor ReniIL^d.rerr.tchte am getödtet unv o 9 A 8 9 We Tßbtunaen 103 Verletzungen unb 7. d. nach mehrstündigem leichten Gefechte Pect und Pecki Gora. Am 8. d. kamen meist durch die Entwaffnung von Peci und Umgebung vorgenommen. Die Verluste 13 Todtungen bet beabstchtlgten Sclbstm r am 7. b. betrugen: 1 Mann tobt, 2 Osficiere unb 6 Mann verwundet. Am Bremen, 7. October. In den nächsten Tagen sollen1 auf den Dampf «ßerluft an Mannschaften: 47 Todte, 184 Verwundete. — Rein, schiffen der Oberweskr-Schleppschiffsa^rt ^^""9^-2pparatr pro irt marichirt am 9. nach Pod,wi,a, am 10. nach Lernograc und hofft werden, welche den Zweck haben. auch in di. en Gegenden aus bald, ste Herstellung der Rude. Siemens und Halske in Berlin, wetcye^auf, Die]-m w 9 £)ct6r. Das „Journal osficiel" veröffentlicht ein Decret des Marschall-Präsidenten, durch welches die Municipalräthe auf den 27. d. zur Wahl von Delegirten für die Senatorenwahlen berufen werden und der 5. Januar 1879 als Tag der Wahlen zur Erneuerung des einen Drittels des zu verkaufen durch Pueinte Reine per Flasche den Weg, ti 31 62 318 am 3 einer 116 172 20 30 80 50 60 80 80 178 418 438 am und ii ti n ii 1 1 1 1 2 2 2 2 ieJohMchM ige - wN dir einem : nicht groß. W niutn Aula |* rfillnitocM 9 "28 28 30 31 Grüninger Erdkauter- Grüninger Wiese Pfad Weg, Wiese Priorato secco Priorato dulce Garnacho Sherry Malaga Madeira Oporto als: Flur 9 48 25 25a 41 37 (5186 I- Blitz. Anstalt gehören: 1 Hotel, 8 Bterhallen, 1 SelterSwasser-Fabrik, 1 Dampfrnühle, 1 Bäckerei^ 1 Schlachterei, 22 Verkaufsstellen für Colonial-, Manufactur- und Kurzwaaren, Möbel' Schuhwaaren, Fleisch rc. Die Bäckerei productrt monatlich 195,000 Kilogramm Brod' Die Einnahme an den Verkaufsstellen der Consum-Anftalt beträgt monatlich 300,000 Zur Beschäftigung der Invaliden mit leichter Arbeit besteht eine Bürstenfabrik mit 42 Arbeitern. Die Industrieschulen für Mädchen und die Frauenarbeitschulm würben im Jahre 1877 von über 2000 Kindern und 250 Erwachsenen besucht. Seit Ostern 1877 besteht eine Simultanschule mit ca. 650 Kindern, an welcher 1 Rector und 8 Lehrer thätig sind. Nr. 47 Weide, Acker daselbst, Wiese im Allenfeld, auf das Bruch, Wiese daselbst, Acker am Atzelbusch, auf Lahrer Hinkende Bote, Deutscher NeichSbote, Landkalender, Hausfreund, (5534 Gustav-Adolph-Kalender, bei Wilhelm Klee. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt Versteigerung. Dienstag den 15» d. MtS., NachmsttagS 2 Uhr, sollen die zum Nachlaß des Georg Friedrich Plank dahier gehörigen Grundstücke, AeUgeöotenes. 6176) BLartoffelerndte von drei Stück Land zu verkaufen bei Fr. Lampus. 4331) Stets frische Butter und Eier empfiehlt zum Wochenmarktspreise, bei größeren Quantitäten billiger, W. Heuser, vorm. Zr. Kieler. Klftr. £ w 274 Acker auf der großen Handel und Verkehr. Frankfurt, 9. Octbr. Der heutige Heu- und Stroh-Martt war schlecht befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität Jt 2.50-3, Stroh per Gentner JL 1.50—2. Gemüse war wieder sehr reichlich vorhanden. Außer dem Erntesegen, der von Oberrad und Sachsenhausen per Schiebkarren zu Markt geführt wurde, waren noch 52 Fuhren mit Kraut am Platz. Weißkraut kostete per Centner JL 2, Kohlkraut bas Stück 10-12 X Rothkraut 10-15 H, Blumenkohl 20 H. Eier das Hundert 6—8. Butter das Pfund im Großen 1 Qual. 1 JL, 2 Qual. 90 H, im Detail 1. Qual. JL 1.20, 2 Qual. J4 1.10. Kartoffeln per 100 Kilo 6 Aepfel zum Einkeltern JL 6.80—7.50. Ganze Erbsen (per 100 Kiloar ) 20—22; geschälte JL. 23 bis 25; Speisebohnen Jü 24—26; Linsen JL 28—30; Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 Kuh- und Rindfleisch 55-68 Kalbfleisch 60-70 H, Hammelfleisch 55-68 ^ Das Brennmaterial geht successioe in die Höhe. Buchenscheitholz erste Sorte per Cbk.-M. IL 10.80—11.05, zweite Sorte JL 9.80—10, Tannenholz erste Sorte Jt 7.60-8, »weite Sorte J4 6.80—7. Tannäpfel per Hectoliter 70—75 per Gentner JL 2-25. Geschnittenes Buchenholz, je nachdem geschnitten, der Centner JL 1.70—80. Lohkuchen das 1000 JL 10—12. Ruhrkohlcn werden per Heciol- mit^L2 durchschnittlich bezahlt- Limburg, 9. Octbr. (Fruchtbericht.) Rother Weizen JL 16.85, ©aatforn JL —, Korn 10.50, Gerste JL. 10.—, Hafer JL 5.70, Erbsen JL — (Durchschnitts- Preis pro Malter.) Zum.llefillodi Ecke der Neuen Kaue u. Sonnenstraße. Von heute an verzapfe Aktien-Ex- portbier im Glas. 6117)F. Klein. Frisch flebr. Ceylon- und Iava-Kassee per Pfd. Jl. 1,60 und 1,80, empfiehlt (6032 Robert Stuhl, Marktstr. D. 23. Geschäftskalender mit breitem Felde, Comptoirkalender, Miniaturkalender, Kleine Taschenkalender 6131) bet Willi« Klee« Wiederverkäufer erhalten Rabatt. bett. ? rat 7?' ein K" Quf beti 21, j «den unbti 'n Drittes 'S/iner st^ *9 Wk Jbant ** JW zu [ottijfl jungen ai,. Däsfilbe llle in big Schiffin, Qu bet von An, .neuerblngU is und Soah n ebnen ijfifa, Santa 6tii| ih >älfte von jch er! iRtt))* elagerungtz^ die Meldung 'ittelmeer di m. orbereltunW in irischen Techm endet fet Mn ^oologllic ba sch bei ifm tii m tm MM Rest^eanii ch | Da hwmj! W en Afiüm^ A- . jerlin MM Hunten ist btttii bc »unbe, eilegw' ean§ nafiGW : Fieber JenliN t ju IW w lanner mit ®ew^-c )uifl gmchx Wesen, webt* ■auf« raurlgen NI * Schrecken. ™ $nb2d' Ä fen, d°» •»’! isrltanie«* r ieboch kein ndenBE >ie Scene die w ihre ib. jar vor ein« en abzenoE •n tu retten- tW*. Aus einer, J ’ iu(b 1 denen ihre"« ifÄw| ’S*’; 1 Pfad einmaligen öffentlichen Versteigerung Vino Rancio ,, 3 - 6603)L. Frohnhäuser. Maschinen-Treibriemen in jeder Stärke stets aus Lager, empfiehlt unter Garantie zu billigstem Preise 5940) LouiS Senner. Niederlage S. Heyer'scher Sanitäts-Weine: M. Bekanntmachung. 6174) Di- Realschulgelder pro I. Halbjahr cr. können in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Realichulkasie bezahlt werden. Gießen, den 9l'48>ober 1878. Der Rechner der Realschulkasse: Enders, Stadtrentmetster. — Probat. Ein Philosoph in Sacramento fing kürzlich einen Liebesbrief an seine Frau «b in dem dieselbe zu einem Rendezvous für jenen Nachmittag bestellt wurde. Was that der Gatte? Putzte er seinen Revolver, verfertigte er Patronen und stellte sich auf die Lauer? Nrcht tm Geringsten. Er steckte einfach die falschen Zähne fernes Weibes m die Hosentasche, küßte die Kinder steckte sich eine Cigarre an, machte in aller Semüthsruhe eine Promenade durch die Straßen der Stadt und war so sicher, das Rendezvous gründlich vereitelt zu haben. — Ein amüsanter Zwischenfall ereignete sich vor Kurzem, als der Präsident der nordamerikanischen Staaten, Mr. Hayes, das Schlachtfeld von Gettysburg besichtigte Oberst Bat- chelder war nämlich, aufrecht int Wagen des Präsidenten stehend gerade damit be.chaft, einige Erklärungen über die Topographie des Schlachtfeldes und die Stellung der sich bekämpfenden Truppenkörper zu geben, und die übrigen Wagen hatten sich um ihn im Kreise herumgedrangt, als plötzlich int vollem Galopp eine alte wackelige Postkutsche daher gesaust kam, deren Kutscher, als er sich den Weg versperrt sah, den Ruf erhob: „Pasiage frei!" Einige Mitglieder des Mrqer-Comites versuchten den Eiligen zurückzuhalten, jener aber ließ sich nicht irre machen, fuhr gerade auf den Wagen des Präsidenten los, versuchte denselben von der Fahrstraße herunter u drängen und entgegnete, als man ihm sagte, daß es der Präsident der Vereinigten Staaten sei den er vor sich sehe: „Ich scheere mich den Teufel darum, was er ist. Ich habe Postsachen der Vereinigten Staaten zu befördern, ich kann daher das Wegerecht beanspruchen, und wenn er mit seinem verdammten Wagen mir nicht gleich Platz macht, so fahre ich ihn in Grund und Boden.' Schließlich blieb nichts anderes übrig, als den Wagen des Präsidenten von rückwärts in den am Rande der Fahrstraße hinlaufenden Graben hinunterzuzwängen, worauf die Postkutsche im Galopp weiterfuhr. Der Präsident aber bemerkte: „Ich muß mit Key (General-Postmeister) über den Mann reden, wenn ich nach Hause komme. Derselbe scheint mir eifrig die Rechte seines Departements zu wahren und sollte daher befördert werden. ' Und die Beförderung des Postkutschers ist, wie amerikanische Bl^tte^melden^mzwischen^n^der^That^erfolgt^^^^^^ Statistische Daten über die F r i e d r i ch Kr u p P^che Gußstahl- Fabrik nebst den dazu gehörigen Berg- und Hüttenwerken. Die Gußstahl-Fabrik bet Essen besteht seit dem Jahre 1810. Sie wurde von dem zeitigen Inhaber Alfred Krupp seit dem Jahre 1826 betrieben und im Jahre 1848 für alleinige Rechnung übernommen. Die Zahl der Arbeiter betragt zur Zeit 8500. Der Flächenraum der Gußstahlfabrik ist 400 Hectaren, wovon ungefähr 75 überdacht find. In der Fabrik sind vorhanden: P 1648 diverse Oefen, 298 Dampfkessel, 77 Dampfhammer von 2 bis 1000 Ctr., 18 Walzenstraßen, 294 Dampfmaschinen von 2 bis 1000 Pferdekräfte, 1063 Werkzeug- moWnem ^^^gndiger Ausnutzung vorstehender Einrichtungen können in 24 Stunden 0efCtt<027OorSÄtencn (20- Meile), 350 Radreifen, 150 Locomotio- und Waggon Achsen, 180 Diverse Eisenbahn-Räder, 1000 Diverse Eisenbahn-Federn, 1500 Diverse Granaten u‘ s' ^250^Feldkanonen, 30 15 cm. Kanonen, 15 24 cm. Kanonen, 8 28 cm. Kanonen, 1 35 ^Bon I847°bt8 jetzt sind in der Gußstahlfabrik mehr als 15,000 Kanonen gefertigt. - Durchschnittlicher täglicher Bedarf an Kohlen und Coaks 36,000 Ctr.; Wasser 15 300 Cubikmeter; Leuchtgas 24,700 Cubikmeter. Letzteres versorgen 21,215 Flammen, 2L SÄ«. - Zur V°rmM-lung d.S V-rkehrs diemn: 3 ft- otnda normalspurioe Eisenbahn mit 14 Locomotiven und 537 Wagen; 18 Kilometer schmalspurige mit 10 Locomotiven und 210 Wagen, 80 Pferde mit 214 Wagen, 60 Kilometer Telegraphenleitung mit 44 Telegraphen - Stationen. — Die ständige Feuerwehr ist 63 Mann^stark ^^^n^Bed?rf^b^sttzt das Etablissement ein Chemisches Laboratorium, ein Photographisches und ein Lithographisches Atelier, eine Buchdruckerei und eine Buchbinderei. — Die Bergwerke beschäftigen zur Zeit 5300 Arbeiter und umfassen. 4 Kohlenzechen und 562 Eisensteingruben in Deutschland, ferner bedeutende Eisenerz- pruben in Nord-Spanien. Es können täglich 60,000 str. Kohlen gefordert werden Die 29 in Betrieb stehenden Eisensteingrubcn fordern in 24 Stunden 12,400 Ctr. Erz. Die Gruben in Nord-Spanien können der Fabrik jährlich 4 Millionen Gtr. Erz liefern. Zum Transport der Erze dienen außer gemietheten Dampfern 4 eigene Dampfer. Ein 5 Dawvfer ist im Bau begriffen. — Die Hüttenverwaltung umfaßt. 4 Hütten mit 14 Hochöfen, auf welchen 700 Arbeiter beschäftigt sind. Der Kalkstein für die Hochofen wird auf 4 eigenen Kalksteinbrüchen gewonnen. Der tägliche Kohlenbedarf betragt zur »eit auf sämmtlichen Werken zusammen ca. 44 000 Centner. ö Die Anzahl der Beamten- und Arbeiterwohnungen betragt 3277 mit 16^200 Bewohnern*). Die Menagen beherbergen 2500 unverheiratete Arbeiter. — Zur Confum- *) Bei vollständiger Beziehung aller vorhandenen können 4- bis 5000 Arbeiter mehr beschäftigt werden. ■■■.■■nw——i___ .Bliuneiijinii’fkln, tyazinthen, Tulpen, CroeuS, eilla in den schönsten Farben, für die Zimmercultur wie auch für das freie Land geeignet, empfiehlt (5815 Carl Deines, Kunst- u. Handelsgärtner. 6151) Wollene Tücher, Ka- putzen, BaschlickS, Westen rc. in großer Auswahl empfiehlt zu billigen Preisen 1. H, Fuhr, Sonnenstraße. 6149) Mehrere Wagen guten Pferdemist verkauft Ph. Körber, tm Thierfpital. ausgesetzt werden. Gießen, den 9. October 1878. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 6169) Lüdeking. 6164) Die Schuldner des Wilhelm Balser dahier können die schuldigen Beträge in den nächsten acht Tagen noch kostenfrei an den Unterzeichneten bezahlen. Gießen, den 9. October 1878. M. Pilger, Maflecurator. Literarische-. — Post-Plan von Berlin, im Auftrage des kais. General-Postamte« nach amtlichen Quellen bearbeitet und herauSgegeben von Jul. Straube. — Im Verlage des Herausgebers zu Berlin erschien soeben der neueste Post-Plan von Berlin. Sett dem Erscheinen der ersten Ausgabe tm Jahre 1873 sind wohl mehr als 120 neue Straßenbenennungen für Straßendurchbrüche und neu angelegte Straßen hinzukommen. Ferner sind ca. 18 Postämter neu eingerichtet, die Telegraphenämter vermehrt und größtentheils mit den Postämtern vereinigt, Rohrpost- und Fernsprechämter sind neu etngeführt worden. Außerdem ist der Postbezirk „@übN, namentlich nach Süden zu, bedeutend erweitert und sind dadurch die Begrenzungen der anstoßenden Poftbezirke: Südwest" und „Südost" wesentlich verändert worden. Der Plan ist im Maßstabe von 1 : 14,500 sorgfältig neu bearbeitet und chromolithographisch hergestellt worden. Die 9 Postbezirke sind durch verschiedene Farbentöne in Flächendruck dargestellt, die Grenzen der Bestellbezirke, die Post-, Telegraphen-, Rohrpost- und Fernsprechämter, die Postbriefkasten und die Revier-Polizei-Bureaus deutlich markirt. Auf einem Bogen Text ist eine Erläuterung beigegeben. Jlluftrirte Iagdzeitung. Organ für Jagd, Fischerei und Naturkunde. HerauSgegeben vom k. Oberförster H. Nitzsche. 6. Jahrgang. Nr. 1 ist soeben erschienen und zeichnet sich wiederum durch reichhaltigen Inhalt und 2 schöne Illustrationen aus. Diese Iagdzeitung ist die billigste und dabei angesehenste aller derartigen Zeitschriften, sie zählt die bedeutendsten Jagdschriststeller und Thiermaler zu ihren Mitarbeitern. Die vorliegende Nr. 1 enthält interessante Artikeln über die Drosseln und den Dohnen- stieg von E. von Wolffersdorf mit sehr schönem Bild vom Maler E. Schmidt. Waid- mann's Wörterbuch, gereimt von Baron von Schuckmann-Klokow. — Ein Jagdkalender mit einem reizenden Bilde vom Thiermaler F. Specht und vieles Andere mehr. Die Verlagsbuchhandlung (Schmidt & Günther in Leipzig) hat die Zeitung sehr hübsch ausgestattet, der Preis ist 3 JL halbjährlich. Die „Jllustrirte Iagdzeitung" kann durch alle Buchhandlungen und Postanstalten bezogen werden. Sehlffeberleht. Mitgetheilt von dem Agenten bei Norddeutschen Lloy: T. W. Dietz in Gießen. m Newyork, 6. October. (Per ttansatlantischm Telegraph.) Das Postdampfschifi Oder, Capt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 22. September von Bremen und am 24. September von Southampton abgegangen war, ist gestern 5 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen. Lachsforellen empfiehlt (6188 ____Carl Schwaab. Ein Wohnhaus mit Garten in der Nähe des Main - Weser-Bahnhofetz Aeclit chinesische Thees mit Schutzmarke C. H. L. empfiehlt (6178 Dr. Hempel, Apotheker. Eine Drauerneinrichlung, im guten Zustande, wird im Ganzen, auch theilweise abgegeben, bestehend in: ca. 40 Laaerfaß, 150 Transportfasser von 10 bis 60 Liter haltend, 1 Kessel von 896 Liter, ein descfi- von 376 Liter, 4 Gährbottige, 2 Maischbottio, 1 eisernes Kühlschiff von 2240 Liter, ein ditto von 540 Liter, eine Malzdarre von Draht, eine Schrotmühle, eine Bierpumpe und noch sonstige Utensilien. (6179 Wo sagt die Expedition d. Blattes. Oebröcherw Aepfei 6185) Dr. Weber. ^wei gute Chaisen (eine ganz verdekte und ein Halbverdeck) werden billigst abgegeben. Wo? sagt die Exped. d. Bl. _____________(6180 sGeschäftskälerrder mit breiter NottzspaUe, sowie alle hier gebräuchliche Aalender vorrätbig bei Ernst Balser, Wiederverkäufer erhalten höchsten Rabatt. (6081 unter billigster Bedienung (1916 Herrenstiefel von «X 8 an. Herren-Sckastenstiefel 9. Herren-Salon-Lackstiesel ^12. Damen-Kidstiefel, Paris. Absätze,^. 7.80 Damen-Wichslederstiesel von JL 6 an. Feine Damen-Chagrinsttesel «y*C. 7. Hausschuhe JL 2. Tuch und Buckskins für die jetzige Saison in allen Qualitäten empfiehlt Kinder- und Knab en - Stiefel mit Zügen, zum Schnüren und zum Knöpfen, in großer Auswahl auf Lager, sowie Hausschuhe in Leder, Filz, Stramin und Zeug, auch Damen-Kidstiefel ohne Absätze. Neue Holl. Häringe, Feinste marinirte Häringe, Sardellen, Etui triff JLattff, Marktstrasse 25. NB. Reste, und zurückgesetzte Stoffe zu Frauenkleider, bedeutend unter dem Preise. lirennliols. 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November bezogen werden. @ bjunb P^an k, Marktplatz. 6175) Zwei möbltrte Zimmer zu oer- miethen. ___________Boller Lr Nold, Wallthor. 6168) Em kleines FamMenw'ds zu ver- miethen und im November zu beziehen. __________________Mühlgasse Nr. 78. 4091) Im Btnzer'schen Hause an der Marburgerstratze ist ein Famtltenlogiö, 6 heizbare Zimmer und Zubehör enthaltend, mit der Halste des Htntergartens zu öcr; mtrthen und am 1. October cr. zu beziehen. 6101) Ein Zimmer zu vermtethen, auf Wunsch auch möblirt, bei ___________Adolf Hoß, Schießgälten. 5524) Ein größeres und kleineres FamtlienlogiS hat per gleich oder später zu v imiethen _____Carl Lange, SelterSweg 0. 44. 5418) Zwei möbltrte Zimmer zu ver miethen.__Garifeld 114,x. 4691) Das Doflein'iktze Haus ist im Ganzen oder im Einzelnen zu vermiethen. __Chr, Vli. 4585) Der mittlere Stock meines Huuiev tn der Retchensand-Bahnhofstraße ist alsbald zu vermtethen. __________________Wtlh. Reiber. 3964) Die obere Etage meines Hauses, 7 Zimmer rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. _________ Otto Kempfs. 5609) Ein mödlirtes Zimmer nebst Ca binet zu vermiethen. L. 93aer Wallthorstratze. 5755) Ein kleines Logis von 3 Zimmern zu veimietben.________Mäusbura O. 11. 5432) Ein Familienlogis ist zu ver miethen im______Darmstädter Haus. 4-73) Laden mit Wohnung u. Lager i roim zu vermiethen. Chr. H o reyseck. 5889) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör, zu vermiethen. Jacob Reiber, Gartfeld. 6113) Mödlirtes Zimmer zu vermtethen. __Neustadt D. 27. 6119) Möbltrte Zimmer zu vermiethen ____________________________„Weinsaal". 5985) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, Fronksurterftroße, ist alsbald oder per. 1. Januar zu vermiethen. __A. Gciße. 6011) Ein LogiS von 3—4 Zimmer ill 3 Stock ist zu oermicthen und gleich zu bt- zichen. Wi lh. Krämer, Reichensa»'.d-Bahnhofstr. 6129) Ein Mansardenzimmer hat zu vermiethen. _____Ehr. Wallenfels, am Markt. 6135) Ein großes mödlirtes Zimmer zu vermielhen. Kircherplotz Lit. B. Nr. 6. 6030) Ein u öbltrtes Parterrezimmer ist zu vermiethen im neuen House des Herrn __________Boaer, Gartenfeld 118a,6. 6100) Zwei kleine und ein größeres Logis zu vermiethen bei Adolf froß, Scbießaä'ten. Aermischle Anjeigen. 6177) Ein tüchtiges Frauenzimmer, welchcS im Kochen erfahren und eine Haushaltung gründlich zu führen versteht wird gesucht; am liebsten eine ältere Person. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. Wohnungsveränderung. 6170) Meine Wohnung und Werk- statte befindet sich von beute an Tiefenweg Nr. 51. Phil. Henkel» Stuhlmacher. Zu kaufen gesucht einige alte GlaSschrärcke für das Museum des Oberhcss. VereirS für Localgeschichte Näheres in der Exped. (6127 6099) Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Kaufmann Hoffmann, Deltersweg Nr. 45, im Seitenbau, wo selbst auch die Schelle angebracht ist. Bertha Stock, geprüfte Hebamme. 6124) Ein jüngerer Schüler findet Pension und Nachhülfe bei einem Lehrer des Gymnasiums zu Laubach. Näheres in der Exped. d. Bl.___ Buchhandlungs- Reisende oder solche, welche dem Fache sich widmen wollen, werden gesucht. I. F. Lohrbach, Gießen, ___________________Wetzstetngasse A. 38. Zur Ausbeutung meiner, durch Reichspatent geschützten Er- fmbi'ng, Asthma-Cigarren rc.betrestend, suche geeigneten Theilhaber; am liebsten Cigarren, fabrtkanten. (6058 ______Heinrich Ranz, SelttrSthor 75. 5835) Junge Leute, weiche hiesige Lehranstalten besuchen, werden in Pension genommen, auch sind einige mobsirte Zimmer zu vermiethen. Wo? sogt die Expev.d. Bl. !Wenzels Garten. Heute, Freitag, Abend: Filet aux Champignons. Rahmsauce. Rosenkohl. 6147) Ein Pferdeknecht lüt «tfcrbau gesucht- Gg. Matern, Kinzenbacher Mühle. Höcltiit zum sofortigen Eintritt gesucht. 6118)„Wetnfaal"^ 6156) Ein Mädchen aus guter Familie, im Nähen und Bügeln sehr erfahren, sucht auf sofort Stelle. Auch würde dasselbe eine Stelle in einem Ladens eschüst übernehmen. Zu erfragen bei Frau Müller, Löwengaffe 161.__________________________ 6163) Maurergesellen und Handlanger auf sofort gesucht von Ang. Wauheimer Ww« Die städtische Baugewerk- & Maschinenbau-Schule r» Idstein am Taunus eröffnet ihr Winter-Semester am 5. November. Gegen Schluß des Semesters Prüfung der Schüler durch einen könrgl. Negierungscommistarrus aus Wiesbaden. Anmeldungen rechtzeitig unter der Adresse: „An die Dtrection der Baugewerkfchule zu Idstein am Taunus". Nähere Auskunft ertheilt bereitwilligst 4908) Die Direktion: I. B. Carl Wagener. Wärme Bäder. Abonnements-Karten pro 1878 müssen bis Ende dieses Jahres benutzt werden, nach dieser Zeit find dieselben werthlos. Karten pro 1879 werden jetzt schon in der Anstalt ausgegeben. 6183)________________Anilr. Euler. Geschäfts ■ Eröffnung» Einem geehrten hiesigen, sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen Löwengaffe Lit. C. 106 eine Wirthschaft und. Küferei errichtet habe. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, meine werthen Gäste durch gute Speisen und Getränke zusrieden zu stellen. Einem geneigten Zuspruch entgegensehend, zeichnet Gießen, den 2. October 1878. Hochachtungsvoll 5975> Jolu Tito nut. NB. Reparaturen aller in das Küferfach einschlagenden Arbeiten werden rasch, prompt und billigst besorgt. Bürger-Club. Generalversammlung der außerordentl. Mitglieder Heute, Freitag Abend 8V2 Uhr, in der Restauration Engbrocks. 6181) Der Vorstand. Sonntag den 13. October: MkinMIie in Annerod wozu ergebenst einladet(6173)L. Balser. Vereinigte Gewerkschaften. 5498) Sonntag den 13. October, Abends 8 Uhr: Tanz- Unterhaltung in WenzeVs Saalbau. Karten sind zu haben: im Ctgarrenladen de« Herrn Louis Reuter (Neustadt), bet Herrn Albold und bei den Comite - Mitgliedern. Da* C'omttr. Todes-Anzeige. 6186) Seinen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht von dem Gestern nach schwerem Leiden erfolgten Tode meines geliebten Bruders Carl Hiltterl. Hofvergolder in Darmstadt. Um stille Theilnahme bittet Gießen, 10. October 1878. P. Ritsert. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen B« Der Unterji d bie Vertreter de gtiebelb' * 3«' Ter politische teilen überzogen, iigtnblid ausbreche uriche Rückwirkung^ ihn »tibe, bejd)fl toen(lid) gestaltet \ iid, wo die Magy irtgängig zu mache ldege des Kaiserstc litzstrn Verlegenheit |dQ|t, welche fte bi uM tritt ßtßtn ben aid btltibigenber fei Teten können. Dar k überreichen lasten Malischsten Greuel kterf, der Occupat rchschen Regierung Mn Welt so Hai rrllui'g um so sestc der bekannten § tintr ist es dahei Mischen Oestc Man darf stch machen. Di Türkei erheblich | ihm Vorschul (8 W. neuerd eher räumen, a r,? Egesührt habe 'm», * d beite 'lleuij ’S ßaifettnäd JS.«.,., >. chch Don bet । Spätere gufu 3ßelt( jf? bie Snteref). ü 4Qnral sollten J'tai gen 5* bemb ÜrS*" Wen ft/T,tlnbl an eine *u denken ^L-Ge°en Jl sein 2''dnn 'l»6en, Ä » iOutit t, J sich 'lben. AujS”« ^-öett.i?"^ i ■ Set 7 8'6* ent via