Imefer, teter. sh. Den 50 50 h «anenb. Ide. W einem am bürg on Friedberg DO kann ein bis Freitag msschuß. I. ttmlmtg 1 Hr, er.________ §>■ it Heutigem tin agenden Arbeit affe C. 214. ge Anzeige, necht it 16 20 16 16 S 4 rdt ist. Siebenen, ii. J««, st-it. 52-57 1722 "TüTäW? I Anttitt, su-vt ^d^Gartftld^, S-r XT«5* UrS-zT' 1 2«-3’ 65-« fite. 15». Donnerstag, den 11. Juli 1878. Kictzener WnWW AiMk- «8- AmishKii fär fcn Kreis MW. MedaettonSbrrreanr Garten st raße 8. 165. OxpedittouSbüreau r S ch u l st raße 8. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MonlagS. Preis vinteljLhrlich 2 Mart 2Ö Pf. mit* Nrtnge'rlohm Durch die Poft bezögen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps< Amtlicher Hsteil. Bekanntmachung, Betreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung -Saasen. Nachdem gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Abstimmung vom 16. Mai l. I. innerhalb der vorbestimmten Frist (stehe Bekanntmachung vom 25. Mai l. I., Anzeiger Nr. 126) keine Einwendungen erhoben worden sind, die Annahme der zur Abstimmung gebrachten Anträge demgemäß als feststehend zu betrachten ist, hat nunmehr die Bildung der Vollzugs-Comrnisfion stattzufinden (stehe Artikel 25 des Gesetzes im Regierungsblatt von 1871, S- 321 und § 8 der Instruction im Regierungsblatt von 1876, S. 539). Zu dieser Commission sind drei Sachverständige mit Stellvertreter in der Art zu ernennen, daß der Eine nebst dessen Stellvertreter von dem HSchstbesteuerten Dritttheil der betheiligten Grundbesitzer, der Zweite nebst Stellvertreter von dem zweithöchstbesteuerten Dntttheil und der Dritte nebst Stellvertreter von dem am geringsten besteuerten, Dritttheil gewählt werden, wobei nur die Steuerkapitalien der bet der Zusammenlegung betheiligten Grundstücke in Betracht kommen. Zur Vornahme dieser Wahl sind die Grundbesitzer nach chrem bezüglichen Steuerkapital in drei Abtheilungen getheilt worden. Die drei Listen für diese Abtheilungen werdendem 12. bis 19. l. M. einschließlich auf bet Großh. Bürgermeisterei Saasen unter dem Anfügen zur Einsicht offen gelegt, daß Anträge auf Berichtigung dieser Listen bet Meidung späterer Nichtberücksichttgung innerhalb der angegebenen Frist bet der Großh. Bürgermeisterei Saasen vorzubrtngen sind. Es wird hierbei bemerkt, daß insbesondere auch auf Grund neu erworbenen und im Mutationsverzeichniffe zugeschrteber.en Grundbesitzes, beziehungsweise auf Grund gerichtlicher Bescheinigungen hierüber, eine Richtigstellung der Abtheilungslisten beantragt Werden kann. Wetter wird darauf aufmerksam gemacht, daß nur diejenigen später zur Abstimmung berechtigt sind, welche in den Abtheilungslisten eingetragen stehen. (Siegelt, tritt 4. Juli 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Bookman n. Aolitischer Theil. Deutschland. Darmstadt, 5. Juli. In neuerer Zeit sind von Schlachtviehhändlern an Großh. Ministerium des Innern Gesuche um Gestattung der Einfuhr von Schlachtvieh auS Oesterreich, gegen welches wegen der Rinderpest Grenzsperre angeordnet ist, unter Berufung auf die von der Königs. Bayerischen Regierung geübte Praxis, gerichtet worden. Da jedoch das, über den Stand der Rinder pest in den östlichen Ländern unterrichtete Retchskanzleramt auf desfallsige Anfrage die eiustwellige Fortdauer der gegen Oesterreich verfügten Grenzsperre für nothwendig erklärt hat und die Einfuhr von Schlachtvieh aus Oesterreich nach Deutschland zur Zett noch für gefährlich erachtet, so konnten die fraglichen Gesuche von Großh. Ministerium des Innern ebensowenig berücksichtigt werden, als dies nach amtlichen Blättern in dem benachbarten Großherzogthum Baden geschehen ist. Darmstadt, 8. Juli. Se. Durch!, der Prinz Alexander von Battenberg haben sich heute im Allerhöchsten Auftrage nach Weimar begeben, um daselbst Se. König!. Hoheit den Großherzog bei dem 25jährigen Regterungsjubiläum Sr. König!. Hoheit des Großherzogs von Sachsen zu vertreten. Berlin. Das aufgelöste Commando der Parnerfregalte „Großer Kurfürst" zu Kiel versendet gegenwäritg die von demselben ausgestellten Todten- scheine der mit dem genannten Schiff gebliebenen Mannschaften. Den Angehörigen wird hierbei eröffnet, daß ein etwaiger Antrag um Unterstützung aus Staatsmitteln durch die Civilbehörde deS Aufenthaltsorts zu stellen und an die kaiserliche Admiralität in Berlin, Leipzigerplatz 13, zu richten ist, welche das Weitere verfügen wird. — Mit dem Eintritt der neuen Reichs-Gerichtsverfaffung müflen die Universitäts-Gerichte da, wo sie noch bestehen, aufhören. Es soll nun die Absicht vorliegen, in und für Preußen die sog. akademische Disciplin durch Rector und Senat der Landes-Universitäten weiter verwalten zu lasten und die alte Einrichtung in neuer Form beizubehalten. Ob das ohne ein Gesetz sich wird bewerkstelligen lasten, ift eine andere Frage, die der Beantwortung um so mehr bedürfen wird, als das Unterrichtsgesetz doch immer noch in weitem Felde ist. Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß das Fortbestehen der Spruchcollegien innerhalb der juristischen Facultäten auch fraglich geworden ist. Zur Rechtsprechung können sie nicht mehr verwandt werden, höchstens noch zur Erthetlung von Rechtsgutachten. Wetzlar, 7. Juli. Für den Wahlkreis Wetzlar-Altenkirchen ist Seitens der National-Liberalen der Abgeordnete Dr. Hammacher, welcher bei den lebhaften Agitationen der Conservativen keine Aüssicht hat, in Lauenburg wieder gewählt zu werden, als Candtdat ausgestellt worden. Derselbe hat versprochen, die Regierung in ihrem Kampfe gegen die Socialdemokraten thatkrüftig zu unterstützen; er hat sich für Steuerreform und Schutz nationaler Arbeit erklärt. Als Ge'gencandidat wird ihm von den Landräthen der beiden Kreise der Geh. Rath Forch in Berlin gegenübergestellt. Dieser hat sich gegen die Mai- und Civil- standsg«setze ausgesprochen. Es ist daher unzweiftlhast, daß die Ultramontanen d-s Kreises Altenkirchen, welche auch bet der vorigen Reichstagswah! für den deutsch-conservativen Candidaten, Professor Arnold, stimmten, demselben ihre Stimme geben werden. Die evangelische Geistlichkeit unseres Kreises hat zu jener Zett dieses unnatürliche Bündntß nicht verschmäht. Man kann nicht sagen, daß ihre damaligen Agitationen der Würde ihres Standes entsprochen oder ihr Ansehen erhöht hätten. Es wütde zu bedauern sein, wenn auch der jetzige Wahlkampf sich wieder zu persönlichen Streitfragen zuspitzte, welche schon damals sowohl vom Confistorium, als auch von dem unbethetligten Publikum gleichmäßig verurtheilt wurden. Es hat dem Fürsten Bismarck Mühe genug gekostet, den Cultusminister zu bewegen, auf seinem schwierigen Posten zu bleiben, — sollte jetzt unser liberaler und königstreuer Wahlkreis einen Gegner Falk's wählen wollen? * Crefeld. In der letzten Sitzung der Generalversammlung der „Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung" bildete den wichtigsten Punkt der Berathung die Frage: Was kafi'n die „Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung^ für die Ausbildung der Lehrlinge thun? Es lagen hierüber derEor- sammlung vier, von den beiden Referenten Kalle und Geßler ausgestellte Thesen vor, welche in folgender Form angenommen wurden: Da nach wie vor die große' Mehrzahl der Lehrlinge in der bisherigen Weise in Meisterwerkstätten ihre technische Ausbildung suchen wird, müssen die auf Besserung' der Ausbildung der Lehrlinge gerichteten Bestrebungen außer auf entsprechende Gestaltung des Schulwesens in erster Linie auf Beseitigung der Mängel in dem bestehenden System der Lehrlingserztehung in Metsterwerkstätten gerichtet sein. Diese Mängel aber können begründet sein einerseits in der Gleichgiltigkeit der Lehrmeister gegenüber ihren erziehlichen Pflichten, sowie in deren Unfähigkeit, andererseits in der sittlichen Verwilderung der Lehrlinge und deren Geringschätzung tüchtiger Ausbildung füf ihr Facht 1) Zur Erweckung des Pflichtgefühls und des Interesses der Arbeitgeber, besonders der Handwerksmeister, für die Ausbildung der ihnen anvertrauten Lehrlinge, wird die Gesellschaft als solche und vermittelst ihrer körperlichen Mitglieder unmittelbar wirken können durch Wort und Schrift, mtttelbat durch Agitation zur Bildung von gewerblichen Verbänden und Vereinen, welche es sich zur Aufgabe machen: a. den aus der Schule tretenden KnabeU bei der Wahl, ihres Berufs rathend und helfend zur Seite zu stehen, damit sie das ihren Fähigkeiten und ihrer Neigung entsprechende Fach und den für die Erlernung desselben geetgtte- ten Lehrmeister ausfinden, und b. die Entwickelurig der Jünglinge während der Dauer ihrer Lehrzeit als väterlicher Freund zu überwachen, um sie einerseits vor sittlichen Verirrungen zu bewahren und andererseits ihr Verhältniß sowohl dem Lehrherrn, als auch den Eltern gegenüber ihrem Wohle gemäß zu regeln. 2) Ein Mangel technischer Befähigung rvtrd sich bet den jetzigen Meistirn kaum in1 größerem Umfange heben lassen, bet richtiger Ausnutzung der von der Gesellschaft empfohlenen Fortbildungs-Anstalten wird sich aber nach und nach ein auch in technischer Beziehung seiner erziehlichen Aufgabe gewachsener Meisterstand heranbilden lassen. Die Gesellschaft kann dies'befördert, indem sie dafür eintritt, daß mit der Zett das Recht, Lehrlinge zu hätten, auf solche Meister beschränkt werde, welche eine gewisse Zeit ihr Gewerbe selbständig betrieben haben. 3) Außer durch Befürwortung der Einführung der obligatorischen Fortbildungsschule kann die Gesellschaft der sittlichen Verwilderung der Lehrlinge entgegenwirken durch Heranziehung derselben zrt den von ihrem Vereine getroffenen Veranstaltungen, soweit diese für den vorliegenden Zweck geeignet sind. (Lehrcurse, Vorträge, Bibliothek, Lesezimmer, Gesang- und Turnübungen, passende Vergnügungen). 4) Zur Beförderung des Eifers der Lehrlinge für ihre berufliche Ausbildung, welche sie, wenn das von der Gesellschaft empfohlene Fachschulwesen Eingang findet, nicht nur bei ihren Meistern, sondern auch in den gewerblichen Schulen finden werden, kann die Gesellschaft weiter wirken durch Befürwortung von öffentlichen Ausstellungen von Lehrlingsarbeiten. München. Bezüglich der Verhastuig des Redacteurs Dr. Stgl enthält die Nr. 152 des „Boyer. Vaterl." nachstehende Mittheilungf': „Iw verschiedenen Blättert! begegnet man der Nachricht, daß Herr Dr. Stgl „wegen Beleidigung des deutschen Kaisers" verhaftet worden sei. Zur Richtigstellung des Sachverhaltes bemerken wir, daß allerdings gegen Herrn Dr. Sigl anläßlich seines aeaen die „Germania" polemisirenden Artikels eine Untersuchung wegen Auf- reimng zum Ungehorsam und wegen Majestärsbeleidigung schon seit einiger Zett schwebte, daß aber seine Verhaftung nicht unmittelbar w^gen dieser Sache, sondern zu dem Zwecke verfügt wurde, um einen etwaigen Fluchtversuch hintanzuhalten, da inzwischen seine nächste Verweisung vor das nächste Schwurgericht "^Kulmbach, 8. Juli. In einer gestern gehaltenen Versammlung von Vertrauensmännern des ganzen Wahlkreises Kulmbach Forchheim wurde Herz (Nürnberg) (Fortschrittspartei) fast einstimmig als Netchstags-Candrdat aufgestellt; derselbe hat die Candidatur auf dringendes Bitten angenommen. ich der Conzreß mit den noch zu regelnden Details betreffs B ltums beschäftigen; wesentlich handelt sich es noch um die Abgrenzung des von den Lazen bewohnten Districts; letztere wollen bekanntlich nicht unter russische Botmäßigkeit .treten. Die italienischen und französischen Vertreter scheinen durch die englisch-türkische Verabredung hinsichtlich Cyperns sehr überrascht. Man meint, daß die gegenwärtige Publikation der Convention erfolgt ist, um die Stimmung des englischen Publikums, welche sich für Batum zu enzaziren begann, durch anderweitige Erfolge zu befriedigen. London, 9. Juli, Abends. Das „Reuter'sche Bureau" meldet auS Konstantinopel: Es sei bezüglich der Occupation Bosniens eine Emigung auf Grundlage der gemeinsamen Besetzung durch Oesterreich und die Pforte erzielt worden. — Die nationale Vereinigung aller liberalen Vereine veröffentlicht einen Aufruf, welcher das Land auffordert, sofort energisch zu protestiren gegen die Annexion Cyperns und die geheimnißvolle Art und Weise, in welcher die Regierung die Allianz mit der Türkei abschloß. aussprechen. Paris, 9. Juli. Der „Moniteur" sagt: Cypern ist eine ausgezeichnete Position für eine eventuelle Vertheidigung Egyptms und Kleinasiens. Nur die Erwerbung kommt theuer zu stehen, denn sie implicirt die schwierige Aufgabe der Verteidigung der Türkei. — Der „Constitutionnel" glaubt, England werde nach Cypern Egyvten nehmen. — Die „France" sagt: Cypern wird in den Händen Englands ein neues Gibraltar werden. — Die „Liberty sagt: Die Occupation Cyperns muß einen Schatten auf jede Mittelmeer-Macht werfen. — Die „Presse" betrachtet die Annex'on Cyperns als eine Compensation, welche England gebührt, nicht als eine Drohung gegen Rußland. — „Temps" und „Journal des Mbats" enthalten keine Besprechung der Thatsache. Kein Journal bekundet ein England' feindliches Gefühls Vermischtes. — (Höhlenbewohner inmitten Deutschlands.) Wer hätte nicht schon die Beschreibung einer Esktmohütte gelesen, nach welcher diese nicht einem Hause oder Zelte, sondern mehr einer Höhle gleicht; denn sie ist dadurch entstanden, daß Steine roh übereinander gelegt worden sind. Um das Dach zu machen, das einem Keller- qewölbe nicht unähnlich steht, werden besonders schwere Steine ausgesucht und diese so übereinandergelegt, daß einer immer einen halben Schuh über den andern hinausgeht. So entsteht ein rundes Gewölbe, ohne daß der Eskimo ein Wort vom Wölben verstände, oder gar Werkzeuge hätte, di« Steine zu behauen. Die Hütte besteht immer nur aus einem Gemach von länglich runder Gestalt. Um die Wärme in demselben möglichst zu erhalten, wird diese Hütte auswärts von allen Seiten dicht mit Rasen belegt, daß keine Ritze oder Spalte bleibt Janen wird jedes Fleckchen mit Moos ausgestopft, so daß man so weich liegt, wie in einem Flaumenbett. Fenster von Glas kennt natürlich der Eskimo nicht. Deßwegen ist doch ein Fenster da. Statt des Glases nimmt er das Eingeweide vom Seehund und schabt dieses so lange, bis es durchsichtig wird. Oben im Dache hat die Hütte ein Loch, welches als Rauchfang dient, wie auch als Abzugskanal für die bösen Dünste, die sich in einer solch kleinen, von Menschen wimmelnden Höhle, entwickeln müssen. Wenn man die Beschreibung einer Esktmohütte liest, so staunt man über solch arme Wohnung und bedauert die Menschen von Herzen, die in einer solchen Hütte wohnen. Aber wie viel mehr möchte man staunen, daß es inmitten Deutschlands, einem von ctvtlistrten Völkern bewohnten Lande, dennoch Menschen gibt, die jetzt noch, in einem aufgeklätten Zeitalter, in einer, einer Eskimohütte nicht unähnlichen Hütte wohnen müssen. Bei dem Dorfe Lauter in der Nähe von Grünberg kann man eine solche Höhle schauen, welche von einer aus sechs Gliedern gestehenden Familie bewohnt wird. Ein Schneider, der schon einige Monate mit seiner Familie in einem Kuhstalle wohnen mußte, hat sich, fast zur Verzweiflung getrieben, um dem Stallgeruche zu entfliehen, einstimmig angenommen. , , r,, Berlin, 9. Juli. Die Verhandlungen über die auf Batum bezüglichen Detailfragen werden fortgesetzt, um den Modus der Erledigung der Ettfesti- aungs-Angelegenheit zu regeln. Heute vor der Congreßsitzung fanden Besprechungen der englischen und russischen Delegirten statt. Man glaubt nicht, daß Bmconsfielv bereits Freitag in London eintreffen werde. . Petersburg, 9. Juli. In hiesigen hohen Kreisen eircnlirt ein auto- graphirtes Memorandum des Prinzen Peter von Oldenburg. Das Memorandum knüpft an den Zusammentritt der Congreßdelegirten in Berlin und die schmerzlichen Umstände an, unter denen derselbe erfolgte. Die ganze Welt, erschreckt durch die entsetzlichen Ereigniffe in Berlin, frage: sollen wir eine Beute der Internationalen werden, die darauf abzielt, die Grundlagen der Gesellschaft zu erschüttern, die Throne und Regierungen zu stürzen, die Religion zu vernichten? Die Ideen der Socialisten verbreiteten sich tn erschreckender Weise. Die Geschichte beweise, daß man Ideen nicht mit Bayonnetten bekämpfen könne; daß, um die Keime verbrecherischer Ideen auszurotten, es der gleichzeitigen, übereinstimmenden Action aller Regierungen und Souveräne bedürfe. Leider hätten die Regierungen trotz aller Verkehrtheiten der Ideen des Socia- lismus demselben Vorwände zur Unzufriedenheit gegeben, besonders durch die Blutsteuer, die schver auf dem Volke laste. Es genüge nicht, einen Frieden zu schließen, so ehrenvoll derselbe sein möge, wenn man einen bewaffneten Frieden sortsühre, der den Regierungen die Mittel raube, das Volk zu unterstütze und verläßliche Verbefferungen in der inneren Verwaltung einzuführen. Jede Regierung bedürfe einer ihrer politischen und geographischen Lage entsprechende bewaffnete Macht. Sie abzuschaffen, wäre eine verbrecherische, sinnlose Idee, aber die gegenwärtige, von Robespierre eingesührte Maffenaushebung muffe geändert werden. Berlin, 9. Juli. Die heutige (16.) Congreßsitzung begann um 2*/4 Uhr und schloß gegen 5 Uhr. Das große Diner zu Ehren der Congreß-Bevoll- mächtigten im Weißen Saale des königl. Schloffes ist nunmehr auf nächsten Lokal-Notiz. Gießen, 10. Juli. Die gestrige Generalversammluna brs Verein« der nationalen und liberalen Partei war nicht sehr b-sucht und zwar wohl aus dem Umstande, daß die meisten Mitglieder nach Beiwohnung der aUgcwietncn Wahleroersammlung am 5. dS. die gestrige Versammlung für überflüssig bleiten. Dieselbe hatte denn auch nur in Verfolg eines Beschlusses der letzten Verein« V-rsammlung einen formellen Werth, indem unser seitheriger Reichstagsabgeordnete Freiherr v. Rabenau, seitens des Vereins der nationalen und liberale« Partei, auch als dessen Candidat ausgestellt und angenommen wurde. Mit warmen Worten wurde seitens deS Vorsitzenden den Vereins - Mitgliedern die Pflicht anS Herz gelegt, am Wahltag Alle zu erscheinen, damit der deutsch-conservativen Partei für die Folge die Lust verginge, in unserem Wahlkreise einen Landidaten aufzuftellen. Mit der Bildung eines größere« Wahl- und AgttattonS- comit^s solle alsbald begonnen und praktische Wahlagitation demnächst etngclettet werden. Gießen, 10. Juli. Der Schwurgerichtshof vom III. Quartal l. I. verurteilte: Am 8. Juli den Caspar Andreas Martin von Bernsburg, wegen Urkundenfälschung, in eine Gefängntßstrafe von 3 Monaten an welcher jedoch 2 Monate der erlittenen Untersuchungshaft in Abzug zu bringen sind. £. Denselben, den Georg Lott VI. von Vonhausen, wegen Meineids, in ein GefSngnitz- strafe von 6 Monaten, zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren, sowie zur dauernden Unfähigkeit als Zeuge oder Sachverständiger vernommen zu werden. t . ..... Am 9. Juli wurde Johannes Lauf von Schotten von der angeklagten Todtung, auf Grund des Verdicts der Geschwornen fretqesprochen, dagegen wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg in eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten verurtheilt. --Antigone Vorlesung. Mit Bezug auf die in der Aula stattfindende Vorlesung von Frl. R- Köhler halten wir es im Interesse der Sache für gestattet, dem kunstverständigen Publikum unserer Stadt eine Recenfion vorzulegen, welche dem »Leipziger Tageblatt" entnommen tft. Sie lautet: Leipzig, 17. Mat. Die Vorlesung der Antigone, welche Frl. Natalie Köhler irn Saale der ersten Bürgerschule vor einem zahlreichen Publikum hielt, war interessant und feffelnb. Als Einleitung gab sie einen für die jüngeren Zuhörer (die höhere Schuljugend schien reichlich vertreten zu sein) gewiß nöthigen Ueberblick über das Zeitalter de« Sophokles, schilderte den attischen Geist und sodann die Vorzüge des großen Dichters, dessen Werke sie charakterisicte und in ihren Schönheiten beleuchtete. Den Schluß der Einleitung bildete eine Beschreibung der Räumlichkeiten und der Einrichtung de« antiken Theaters. Zu ihrem Vortrag übergehend, gab Frl. Köhler zuerst einen Ueberblick über die historischen Facta, an welche sich die Antigone anschließt, und führte so die Zuhörer gleich mitten in das Ereignitz hinein. Was nun die Vorlesung selbst anlangt, so suchte die Vortragende die einzelnen Situationen, die wahrlich nicht leicht wiederzuqeben sind, so ergreifend wie möglich zu malen, die Personen auseinander zu halten, und dem Ganzen die Weihe zu verleihen, welche das griechische Drama verlangt. Daß die Vortragende den erwachsenen Schülern und Schülerinnen Gelegenheit gegeben hat, die Gewalt und Tiefe der alten Tragödie kennen zu lernen, verdient aufrichtigen Dank. _____________________________ Rom, 9. Juli. Das Journal „Diritto" äußert unter Anerkennung der großen Bedeutung der Abtretung Cyperns an England: Wenn wir den in Europa hervorgebrachten Eindruck nach demjenigen beurteilen sollen, der sich bereits in Italien kundzibt, so muffen wir constatiren, daß die öffentliche Meinung Europas einen solchen Act mit geringem Wohlwollen beurteilen dürfte. „Diritto" schließt: Einstweilen muffen wir constatiren, daß die Frage Cyperns eine neue, erst seit gestern auftauchende ist, welche die Interessen der Mittelmeer- Mächte berührt, Denen man ohne Zweifel Freiheit und Zeit lasten wird, sich zu sammeln, bevor sie sich über die türkisch - englische Convention vom 4. I mi Telkgraphische Depesche«. Wagner'- telegr. «orrespondenz-Bureau. Berlin, 9. Juli. Bulletin von 10 Uhr Vorm. Die Kräfte Sr. Majestät sind in dem Grade fortgeschritten, daß Allerhöhstderselb? den Versuch des Treppensteigens mit gutem Erfolge unternehmen konnte. (Unterz.) v. Lauer, v. Laugenbeck. Wllms. Kragujevatz, 8. Juli. Die Sknpschtina hat den Legislations-, Finanj- und Petitions-Ansfchnß gewählt und die genannten Ansschüste bearftragt, mit dem Präsidium einen Adreßentwurf auszuarbeiten. Eia Antrag, an Kaiser Wilhelm anläßlich seiner glücklichen Errettung eine Adresse zu richten, wurde Sonnabend angesetzt. — In der heutigen Sitzung des Congrestes wurde eine weitere Anzahl von Grenzfragen erledigt. Bezüglich der Grenzen bei Batum fand eine lange minutiöse Discussion statt, die zu einem befriedigenden Abschluffe führte. — Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die Abberufung des Grafen Stolberg vom Wiener Botschafter-Posten und das Gesetz, betr. den Spielkarten- Stempel. Konstantinopel, 9. Juli. Der englische Botfchafts-Secretär Baring ist gestern nach Kreta abgegangen. — Der Korrespondent der „Times", Gal- lenga, wurde wegen Schmähartikel angewiesen, Die Türkei zu verlassen. Wien, 9. Juli. In der-heutigen Schwurgerichtsverhandlung wurde der Redacteur des hiesigen socialdemokratischen Blattes „Der Socialist", Joh. Schwarzinger, wegen des Verbrechens der Störung der öffentlichen Ruhe zu einjährigem schweren Kerker verurtheilt. London, 9. Juli. Die in der gestrigen Sitzung dem Parlamente mit- getheilte diplomatische Correspondenz enthält eine Depesche Salisbury's an Layard vom 30. Mai, in welcher es heißt: es sei evident, daß Rußland von den Bestimmungen des Vertrags von San Stefano bezüglich Datums und der Festungen nördlich des Araxes nicht abgehen wolle. Unmöglich könne England diesen Veränderungen gleichgültig zusehen, selbst wenn es überzeugt fein sollte, daß Batum, Ardahan und Kars nicht Punkte würden, von denen intrigante Emistäre ihren Ausgang nehmen würden, denen dann Jnvasionsheere folgten. Unter allen Umständen würde der russische Besitz dieser Plätze großen Emstuß auf die Zerstückelung der asiatischen Türkei ausüben. Das einzige Mittel, der Stabilität der türkischen Herrschaft in Asten volle Sicherheit zu verschaffen, würde darin liegen, wenn eine hinlänglich starke Macht es übernehme, jeden russischen Angriff auf das türkische Gebiet bewaffnet zu verhindern. Die Nähe von britischen Officieren und, wenn nöthig, von britischen Truppen wäre das geeignetste Sicherheitsmittel, und Cypern erscheine als geeignetster Ort zur Erreichung dieses Zieles. Cypern fahre fort, einen Theil des türkischen Reiches zu bilden; der Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben werde an Den Schatz des Sultans abgeliefert. Salisbury ersuche daher Layard, der Pforte die (inhaltlich bereits gemeldete) Convention vorzuschlagen. — Layard zeigte am 5. Juni an, daß die Convention zwischen ihm und Savfet Pascha abgeschloffen und unterzeichnet worden sei. — „Morning-Post" zufolge reist General Wolseley in einigen Tagen nach Cypern ab. Eine Abtheilung der indischen Truppen geht gleichzeitig dorthin. Alle Zeitungen, „Daily News" ausgenommen, besprechen die englisch- türkische Convention in günstigem Sinne, nennen sie einen kühnen politischen Schritt, geeignet, die englischen Jntereffen in Indien und am Suez-Canal zu schützen. „Daily News" tadeln die Convention und heben die große Verantwortlichkeit Englands hinsichtlich der asiatischen Türkei hervor. Berlin, 9. Juli. Bis jetzt ist englischerseits über die Angelegenheit betreffs Cypern dem Congreffe keine Mittheilung gemacht worden. Heute soll frfjiefe Erd wand eine Höhle eingegraben. Die Wände bestehen also aus @rb* 1 »«km in imeWe fetn^enfter anaebroit ift. Das Dach besteht aus einigen Stangen, weL- au ? v^n?iner Erdwand zur'ande?n liegen, mit etwas Stroh bedeckt, au welchem 2!»?/ Gtanaen und Steine ruhen, damit der Wind das Dach nicht entführt. Durch hMrö ttövtt der Regm UÄ> m solcher Höhle wohnt der Schnetder mit Welb und Kmd c. tnnnrhyn fttürfen bat eine Eskimohütte von dieser Schneidershöhle noch Vorzüge ^auS Jst ^ne über die^Erde gebaut, umgeben von Licht und Luft, so tft diese in örhp einnearabcn Hat erstere noch Fenster von Etngewetden der Seehunde, <° -bat^eAere ke n Fmsterchen, denn die Erdwände lassen teinä anbringen Sind die Mtlmo‘ büt en mit M°°d überall ausgesiopfi, so daß st- warm stnd und keine Feuchiig^ frtt Vtobrinaen lassen, so bringt in diese Schneidershohle Don unten »"d oben Feuchtigkeit unh » ei Hat der Eskimo ein weiches Mooslager, so sttzt der Schneider in seiner mm, auf feuibtem, hartem Lehmboden. Wie die onftigen Haushaltuogsutenstlten S ul ^^e d^siamilie beschaffen sein mögen, kann man sich leicht vorstellen. Der Schneider ist 63 Jahre alt uns es hielt ihm schwer im rosigsten Lichte seine Familie ^nähren am allerwenigsten kann er fein Geschäft in einer dunklen Erdhütte betreiben- PMC dieser Familie ist höchst beklagenswerth und welch traurigen Folgen und S fabren Nnd die Kinder ausgesetzt, von welchen das älteste 7 Jahre und das jüngste kBraliit?-D°° Anwori hierauf ist mit wenigen Worten die: „Die Kinder * ft!* rdbltd) und geistig zu Grunde und der Gemeinde wachst ein Zuwachs von NaÄommenschast he^ran, der ihr dann wie ein Pfahl ins Fleisch gegeben ift." Der G?mein^erath weigert sich nämlich, der Schnetdersfamtlte für eine Wohnung zu sorg J Ein Armenhaus ist nicht da und so müssen Menschen in Erdhohlen wohnen, Üblich und aeistia verkrüppeln und dann später der ganzen Gemeinde zur Last fallen. Vieles Unleidliche wird diese an einer solchen Familie noch erfahren, was man jetz: be. einer mehr menschlichen Behandlungsweise zum Thetl vermeiden würde. Konnte die Behörde nicht hier helfend und ichützend ins Mittel treten? — - (Gegen die Schleppe.) AuS Prag wird unterm 27 Juni geschrieben: Unsere czechischen Stadtverordneten befanden sich heute bet Beginn der Sitzung in nicht aerinaer Aufregung. Es handelte sich diesmal um keine „politische Action. Das Lo^ungswort war diesmal auf einen anderen Gegenstand gefallen, der darum nicht minder viel Staub aufwtrbelte- Diesmal ging der Antrag von dem sonst schweigsamen Amerika-Reisenden Vojta Naprstek (Avalbert FmgerhM), bem ® r ün ber be3 «am ertränt- idben Damen Clubs", welcher in ber Spenbung von Kränzen für kleine Cz.chengroßen lu ercAliren pflegt, auö. Die Spitze des Antrages war aber diesmal gegen bte weib-> lieben Schützlinge des genannten Protectors selbst gerichtet. In einer schwungvollen, mitunter etwas malttiösen Rebe führte Abalbert Fingerhut sanitären Nachtheile, welche bad Tragen ber — Schleppe im Gefolge hat, aus unb »latdirte für einen Machtspruch ber Stabtverorbneten gegen ben stark etngerissenen „Unfug . Sonst HM blos Königinnen getragen und bas nur bei festlichen Gelegenheiten, dtefe kätte7 jeb°ch bas Geib gehabt, zum Tragen Pagen zu halten. Jetzt verrichte,: Hefen Dienst eine einfache Sch mr, jeboch blos bei schlechtem Wetter. Im Prager Stadtpark werbe bie Luft vom Rauche ber Locomotive und bem aufwtrbelnden Staube mit einem förmlichen Nebel verkleidet und der Besuch Jedermann vergällt. In England sei die Journalistik scharf ins Zeug gegangen, so daß bte Schleppe blos noch von ber vorQi- monde actraatn wirb. In Triest habe bte „Unmobe- einen Aufstand provocirt, so baß Militär^ausrücken mußte: bas Municipium wählte ben rechten Weg und belegte die Kcklevve mit einer Steuer. In Tabor habe sich ein Anti-Schleppenoerein gebildet und §?F°la°sti, baß ^vri Niemand in ber untteibfamen Tracht weiter erldbeine. 3n Disek verbiete die Localbehörde das Betreten des Parkes mit ber Schleppe. Er beam traat allen Ernstes, Namens „aller Dulder", den Gegenstand der Samt^s-Section ruzuweisen, damit diese an das „Humanitätsgefüdl" ber schleppentragenben Damenwelt appelltre und, falls bies nichts fruchtet, jebe Schleppe nut ^ner Steuer von 20 fl zu belegen Das Collegium trat be*n Anträge unter großer Heiterkeit einstimmig b . Eingesandt. Nach vollenbetem Umzuge des Gewerbevereins in das neue Lokal am Asterweg, glaubt Einsender die Mitglieder desselben auf die vortheilhafte Veränderung aufmerksam machen zu sollen. Wir besitzen jetzt einen geräumigen Zeichnensaal mit vortrefflichem Licht, ein eigenes Bibliothek Zimmer und ein Zimmer für den Lehrer, welches zugleich als Berathungszimmer für die Besucher der Anstalt bient Trotz des erfreulichen Besuchs des Zeichnenunterrichtes wird aber der große Vortheil dieser Schule im Allgemeinen noch zu wenig beachtet, weßhalb nicht nur die Aufmerksamkeit unserer Mitglieder, sondern auch sämmtlicher Handwerker auf die Nützlichkeit unserer Handwerkerschule gelenkt werden soll. Der Meister kann in eigenem Zimmer seine Entwürfe und Wrrkzeichnungen mit Hülfe des Lehrers und der vorhandenen Musterzeichnuugen unentgeldltch verfertigen, erhält Anweisung und Bethülfe bei Aufstellung von Voranschlägen und findet in unserem Lehrer einen bereitwilligen Rathgeber für alle Vorkommnisse in seiner Bauthätigkeit. — Die Gesellen und Lehrlinge können in dieser Schule einen gründlichen, technischen Unterricht erhalten, zu welchem Zwecke spectell eine Abendschule (von 7—9 Uhr) ein- geführt wurde. Es steht diesem auch die Benutzung der Fachschriften frei, fo daß auch her Gehilfe von den neuesten Erfindungen und Erzeugnissen unterrichtet wirb. Es ist somit jedem Geschäftsmann Gelegenheit geboten seine Kenntnisse und Fertigkeiten zu erweitern, weßhalb biefc Schule, welche uns bte Großherzogl. Central- stelle für Gewerbe unb Hanbel in Verbindung mit unserem Vereine geschaffen hat, auch gehörig benutzt werben mochte, bamit unser Hanbwerkcrstanb sich auf jenen Punkt hinaufarbeite, welcher überall in Deutschlanb angeftrebt wirb. Die Vereinsbibliothek bietet ben Bau- unb Maschinentechnikern, sowie den Bau- Handwerkern stets das Beste aus ber Fachlitteratur. Ein erfreulicher Fortschritt für die Benutzung unserer vorhandenen Werke wurde dadurch erzielt, daß die Bibliothek nicht nur an dem einen Abend Leseabend offen steht, sondern es soll dieselbe auch während den Unterrichtstagen zur Benutzung offen sein._____________________________ Literarisches. ** (WerthvolleS illuftrirtes Prachtwerk nationalen Charakters.) In der zweiten gänzlich umgearbeiteten, bis zum Jahre 1878 fortgesetzten Auflage liegt jetzt in zwei stattlichen Bänden vollendet vor: Kaiser Wilhelm, der Wiederbersteller des deutschen Reiches und seine Zeit. Ein Gedenkbuch für das deutsche Volk, von Ferdinand Schmidt und Franz Otto. (Leipzig, Verlag von Otto (Spanier.) Obwol ber Ausstattung nach, im Anschluß an das in demselben Verlage erschienene Buch von Fedor von Köppen „Fürst Bismarck" ein Prachtwerk, kann dieses Gedenkbuch in Bezug auf Darstellung unb Behanblung bes Stoffes boch ein Volksbuch im ebelsten Sinne des Wortes genannt werden. Den Werth des gedachten Werkes haben Se. Majestät der Kaiser Selbst anerkannt. Im Kaiser!. Kabtnetsfchreiben vom 31. Januar 1878, an Herrn Ferdinand Schmidt gerichtet, heißt es: „Seine Majestät erkennen es mü Vergnügen an, daß Ihre schöne Gabe volksthümlicher Darstellung sich in diesem Buche von Neuem bewährt hat, und daß durch Ihre unb Ihres Herrn Mitarbeiters (Fra, z Otto) Hingebung an bie patriotische Aufgabe ber deutschen Nation ein Werk geschaffen worden ist, das ihr die Entwicklung der mit ber Wiedergeburt des beutschen Reich i zusammenhängenben Ereignisse in anregenber, lebensvoller Weise zur Anschauung oring Seine Majestät halten Sich überzeugt, baß sich in diesem Sinne dem Werk die Be- urtheilung der weitesten Kreise zuwenden wird." Gleichzeitig hat das K- Preußische Kultusministerium vom 23. Februar 1878 seine Befriedigung über die Ausführung des Werkes durch Anschaffung einer größeren Anzahl von Exemplaren ausgesprochen, wie denn auch der Vorstand ber Berliner Schulbeputation erklärt: „Das Buch mit feinen reizenden Illustrationen ist ein wahres Familienbuch, das in keinem pattiotifdjen £aufe fehlen sollte." (Soeben gewichtigen Empfehlungen gegenüber bedarf es weiterer Worte nicht. Steinkohlen 4247) (4202 zu haben bei Gutes Kom-Vrod ä 4 Pfd. 48 Pfg. Ein Hatts in der Frankfurter Straße (in der Nähe der Wiefeck- brücke) zu verkaufen. Näh. in der Exped. d. Bi. (3792 Tuch und Buckskins für die jetzige Saison in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung (1916 JLudwig ILutujh Marktstrasse 25. Leinene und wollene Turntuche. NB. Aeltere Muster und Reste unter dem Preise. empfehlen . Heinzerling & Tribus. E. Hör mann, Reichensand -Bahnhofsstratze. Bohnen, Sauerkraut und eingemachte Gurkert empfehlen (4244 I. A. Bufch Söhne. Aeilgebotenes. 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