1878 Anzeige- isi >mtsblatt für de« Kreis Gießen. RedactionSbureaur Gartenstraße 8. 165. ExpeditionSbureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher H H e i l. Bekanntmachung. Betreffend: Das Ersatz-Geschäft für 1878. Mit Bezug auf die Bestimmungen der Deutschen Wehr-Ordnung, fordern wir alle im Jahr 1858 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren dauernden Aufenthalt haben, oder in demselben als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrburschen Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufhalten, hiermit auf, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zett Dom 13 Januar bis zum 1. Februar l. I. bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei, wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und wenn sie bereits bei einer srüheren Musterung concurrirt haben, ihren Loosungs-Schein vorzulegen. Wir machen zugleich darauf aufmerksam, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Theilnahme an der Loosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung 2C. verlustig erklärt werden. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lasten. Gießen, am 2. Januar 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __Dr. B o e k m a n n._______ Gießen, den 8. Januar 1878. Das Großherzogliche Rentamt Gießen an die betr. Großberzoqlichen Bürgermeistereien. Wir benachrichtigen Sie hierdurch, taß der Großh. Rentamtsdiener Grünewald beauftragt ist, den Dienst als Pfandmeister in den, durch Ableben des Großh. Pfandmeisters Bastert, erledigten Bezirken provisorisch und bis auf Weiteres zu versehen. Schliephake. Uotitischer Theil. * Gießen, 9. Januar. Die durch den Jahreswechsel hervorgerufene Zeit der politischen Reminiscenzen und Hoffnungen ist verlaufen und wir befinden uns wieder auf dem rauhen Gebiete der politischen Wirklichkeit und müssen uns bewußt werden, was geschehen muß und soll. Vor allen Dingen will der Erdtheil seine Ruhe wiederhaben und es wäre vielleicht an der Zeit, daß die Großmächte, wenn sie bei Rußland eine Friedensvermittelung scheuen, beiden kriegführenden Parteien einmal ernstlich in's Gewiffen redeten, damit sie den europäischen Scantal, den orientalischen Krieg, nicht gar zu sehr in die Länge ziehen. Mit der Herstellung des Friedens im Orient dürste in Europa die politische Sicherheit wieder einkehren, denn seit der Beilegung des Regierungs-Conflictes in Frankreich findet man außer Rußland und der Türkei keinen Staat, welcher Lust hätte, im europäischen Concert die Rolle des Friedensstörers zu spielen. — Die Aufgaben in unserem Vaterlande für das neue Jahr gewinnen auch mehr und mehr Gestalt. Nachdem sich bei den Etatsberechnungen das Deficit für das Reich im Betrage von wehr als 30 Mill. Mark als unabänderlich her- ausgestellt hat, sind auch die Steuer- und Verwaltungs-Reformen zur gebieterischen Nothwendigkeit geworden. Die Beschlüste des Bundeerathes haben daher faft nur in statistischer Hinsicht einigen Werth. Maßregeln kann der Bundes- ralh fast gar nicht in Vorschlag bringen, weil er weder dem Reformwerke vorauszueilen, noch es zu verhindern vermag. In einigen deutschen Mtttelstaaten, zumal in Sachsen, herrscht zum Theil eine ganz unbegründete Aufregung wegen der wahrscheinlichen Neubildung der deutschen und preußischen Regierungsorgane. Man fürchtet, daß die Organe der Reichsregierung mit einer Anzahl der höchsten preußischen Negierungsorgane gänzlich verschmolzen werden würden und steht sich, wie man sich auszudrücken beliebt, gänzlich „verpreußt." Diese Furcht ist jedoch eine gänzlich ungerechtfertigte oder übertriebene. Das Deutsche Reich ist ein Bundesstaat und wenn die Reichsregierung nicht als fünftes Rad am Wagen hängen soll, so muß sie im Staate wurzeln, welcher an der Spitze Deutschlands steht, und zwar steht Preußen deshalb an der Spitze Gesammt-Deutschlands, weil die Fürsten der einzelnen deutschen Staaten und die Mehrheit des deutschen Volkes es wünscht. Auch hat noch Niemand die Behauptung aufgestellt, daß nur preußische Minister die Factoren der Reichsregierung bilden sollen. Im Gegen- theil hat Fürst Bismarck den Wunsch ausgedrückt, daß auch die anderen hervorragenden deutschen Staaten, zumal Bayern, Sachsen und Württemberg, durch einen oder mehrere ihrer Minister mit der Reichsregierung geeint werden sollen. Die Episode der so glanzvoll (?) eröffneten diplomatischen Action Englands bezüglich der Friedensvermtttlungen im orientalischen Kriege ist vorläufig zu Ende, ohne daß die Situation klarer geworden, als sie vor acht Tagen war. Berichte aus Konstatinopel lasten es wahrscheinlich erscheinen, daß die Pforte nicht lange zögern und einen Bevollmächtigten zum Abschlüsse von Waffenstillstands-Verhandlungen in das russische Hauptquartier senden werde. Doch wie die Dinge stehen, werden die Hauptschwierigkeiten erst dann ihren Anfang nehmen. Es ist nämlich eine Thatsache, daß Rußland zum Ab- schluste eines Waffenstillstandes sich nicht eher bereit finden lasten wird, als bis es sich der Annahme seiner Friedenspräliminarien durch die Pforte versichert haben wird, und zwar in ausgiebiger Weise versichert, nicht blos durch Versprechungen, sondern durch factische Garantieen. Mitt Heilungen aus Konstantinopel können, wenn sie auf Wahrheit beruhen, einem Abschlüsse des Friedens im Orient günstig sein. Die türkischen Minister Sadyk, Mahmud Damat, Safvet und der Minister des Aeußeim, Server, sind zu einer Quadrupel-Allianz zusammengetreten, welche gegen Suleiman Pascha und auf eine Verständigung mit Rußland hinarbeitet, bevor noch die Russen den Balkan in größeren Masten überschreiten. Diese Partei hat heute die Oberhand im Palaste, sie verfügt auch über einen großen Anhang im Senate und in der Deputirtenkammer, in welcher sich schon viele Stimmen für eine baldige Beendigung des Krieges hören lassen. Von einer Rückberufung Midhat Pascha's ist daher für jetzt keine Rede mehr, da diese vier Pascha's davon abrathen. Dagegen erwartet man, daß Sadyk Pascha bald ein wichtiges Portefeuille erhalten werde. Auch noch andere wichtige Personalveränderungen stehen bevor, sobald Rußland nur seine Bereitwilligkeit zum Abschlüsse eines Friedens erklärt haben wird. Deutschland. Darmstadt, 6. Januar. Der jetzt erschienene Bericht des Finanz- Ausschusses der Zweiten Kammer bringt die amtliche Aufklärung über die in letzter Zeit viel besprochenen Vorgänge. Das Finanzministerium giebt die bedeutenden Rückstände in dem Rechnungswesen der Hauptstaatskasse, sowie die ganz zufällige Entdeckung der Defekte bei der Staatsschulden-Tilgungskasse zu. Unter diesen Umständen findet es der Ausschuß außerordentlich bedauerlich, daß dem bereits anfangs 1876 gefaßten Beschlüsse der Stände wegen Vereinigung beider Kassen, wodurch die Entdeckung des Zustandes früher herbeigeführt sein würde, keine Folge gegeben wurde. Es wird ferner auf den Umstand aufmerksam gemacht, daß mit der Vereinigung beider Kaffen die bedeutenden Betriebsfonds derselben wesentlich verringert werden können. Einige Millionen hätten zinstragend werden können. Der Ausschuß war entschlossen, die Ausgaben für die Gehälter nur für die vereinigte Kassenführung zu bewilligen. Nachträglich jedoch erkannte die Regierung die Nothwendigkeit einer derartigen Reorganisation an und sagte eine dahin gehende Vorlage so zeitig zu, daß es den Ständen möglich sein werde, in der ersten Hälfte des Jahres zu beschließen und so die Vereinigung der Hauptstaats- mit der Hauptstaatsschulden-Tilgungskasse für den 1 Juli d. I. in Aussicht zu nehmen. Ein Mitglied war gegen jede Abweichung von dem bereits gefaßten Beschlüsse (Vereinigung vom 1, Januar 1877 an und Nichtbewilligung der Gehälter); alle Mitglieder stimmten dafür, die Ange- legenheit bet der Berathung des nächsten Budgets (1879) zu erledigen. Gegen die Stimme jenes einen Mitgliedes beschloß nun der Ausschuß: der Kammer die Bewilligung der Verausgabung der Gehälter der Staatsschulden-Tilgungs taffe für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres vorzujchlagen, in der sicheren Voraussetzung, daß die Vereinigung beider Kasten mit dem L Juli wirklich in's Leben trete. Berlin. Heber die russischen Verluste liegt folgende neue Zifferangabe vor: „In der Zeit vom 13. bis zum 21.' December fielen auf dem europäischen Kriegsschauplatz 10 Officiere und 706 Soldaten und wurden verwundet 52 Officiere und 2040 Soldaten. Außerdem traten 37 Officiere und 768 Soldaten als kampfunfähig aus der Front. Mit diesen 2845 zusammen beträgt unser Gesammtverlust mit Ausschluß von 91 Mann, die irrthümlicher Weise bei Angabe der Verluste bei Maren und Jelena aufgesührt waren — 80,412 Mann." Berlin, 7. Januar. Die „Post" schreibt: Es sind fünf Zweige deö Reichsdienstes, deren Verschmelzung mit den entsprechenden Zweigen des preußischen Staatsdienstes als eine naturgemäße dem elften Blicke sich aufdrängt. Der Reichsdienst wird ein Reichskriegsamt und als dessen Vorstand einen Staatssekretär des Krieges nicht länger entbehren können. Der Vorstand dieses Zweiges kann aber nur der preußische Kriegsmimster sein, ohne daß darum beide Verwaltungen verschmolzen zu werden brauchen, noch dürfen. Das Reih besitzt längst ein Auswärtiges Amt, und es ist lediglich eine geringe, aber doch nicht bedeutungslose Formalität, wenn der Vorstand destelben künftig formell die interföderalen Geschäfte des sogenannten preußischen Auswärtigen Muuste riums leitet. Das Reich bedarf eines selbstständigen Finanzamtes, Staats secretär der Reichsstnanzen kann aber nur, wie sogleich einleuchtet, der preußische Finanzminister fein. Das Reich besitzt ein Eisenbahnamt, das unter Einziehung der Sorge für Canäle und Flüffe vielleicht zu einem Verkehrsamte zu erweitern wäre, dessen natürlicher Vorstand der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten ist. Als eine ähnliche Forderung ergibt sich, daß das Reichsjustizamt und das preußische Justizministerium eine und dieselbe Person zum Vorstände erhalten. Mit dieser Verschmelzung würden gewisse Veränderungen im preußi schen Staatsdienste zusammenhängen. Das Finanzministerium wäre von der dem landwirthschaftlichen Ministerium zu übertragenden Verwaltung der Domä nen und Forsten zu entlasten, ob auch von der Gewerbepolitik und Gewerbepolizei, kann wenigstens in Frage kommen. Vielleicht wären Gewerbepolitik und Agriculturpolitik in einer Behörde zu vereinigen, in einer andern die Verwaltung des gesammten Staatsbesitzes an Domänen, Forsten und Bergwerken." Die „Post" bemerkt ferner, daß, um die Furcht vor Verprenßung im Reiche zu beseitigen, den Bundesstaaten im Bundesrathe und dessen Ausschüssen eine festere Stellung eingeräumt werden solle. Telegraphische Depeschen. Privat-Depesche des Gießener Anzeigers. London, 9. Januar. „Morning Post" erfährt, England habe, um die Friedensbedingungen Rußlands kennen zu lernen, der Pforte geraden, den Vorschlag des Auslands, wegen einer Waffenruhe direct mit dem Hauptquar> tier zu unterhandeln, anzunehmen. Wagner's tclegr* Correspondenz-Burcau. Berlin, 8. Januar. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute in erster und zweiter Berathung mehrere kleinere Gesetzentwürfe und verwies den Gesetzentwurf, betr. die Betheiligung des Staates an dem Bau einer Eisenbahn von Kiel über Eckernförde nach Flensburg, in erster Berathung an die Budget- Commission. Im Laufe der Debatte drang der Abg. Rickert auf eine durchgreifende Förderung des Baues von Secundär-Bahnen und verlangt die gesetzliche Regelung der Frage wegen Betheiligung des Staates an dem Bau solcher Bahnen. Der Handelsminister weist dem gegenüber aus das in der bezeichneten Richtung bereits Geschehene hin, das keineswegs fo geringfügig sei, wie es vom Vorredner dargestellt worden. Die principielle Regelung der Frage sei von der Regierung in's Auge gefaßt, begegne jedoch erheblichen Schwierigkeiten. Die Secundär-Bahnen sollten jede thunliche Förderung finden. — Der Gesetzentwurf, betr. Maßregeln gegen die Reblaus, wird der durch 7 sachverständige Mitglieder zu verstärkenden Agrar-Commission überwiesen. — Der Gesetzentwurf Über den Rechtszustand des Fürstenhauses Sayn wird an die Commission für den ähnlichen Entwurf bezüglich des Fürstenhauses Bentheim überwiesen. Der Gesetzentwurf über die Unterbringung verwahrloster Kinder geht, nachdem die Abgg. Teckow, Schlüter und Zelle dagegen, v. Rauchhaupt und Wächter dafür gesprochen, und nachdem Minister Friedenthal denselben nochmals empfohlen und die wesentliche Uebereinstimmung der Ansichten auf allen Seiten constatirt hatte, an eine Commission von 14 Mitgliedern. Rom, 7. Januar, Nachts. Der König verbrachte die Nacht ziemlich ruhig. Der Krankheitsproceß ist stationär, der allgemeine Zustand gebeffert. Die Gerüchte, daß der Zustand des Kranken bedenklich sei, sind unbegründet. Die aus allen Theilen Italiens eintreffenden Telegramme bekunden den schmerzlichen Eindruck, den die Krankheit des Königs überall auf die Bevölkerung hervorgebracht hat. Florenz, 7. Januar. Das Leichenbegängniß Lamarmoras hat unter allgemeiner Betheiligung der Bevölkerung stattgefunden. Der Leichnam wurde nach Biella übergeführt, wo er mit großen Feierlichkeiten in Empfang genommen wurde. Konstantinopel, 8. Januar. Der Botschafter Layard dementirt aufs Entschiedenste, daß er jemals in seinen Privatunterredungen mit den höchsten Beamten der Pforte die Hoffnung habe durchblicken laffen, daß England der Türkei Beistand leisten werde. Paris, 8. Januar. General Cousin Montauban, Graf von Palikao, ist gestorben. — Einem gut beglaubigten Gerückte zufolge würde General Ducrot in Folge der von der Linken veranlaßten Schritte in seinem militärischen Commai do ersetzt werden. General Ducrot verlangt selber eine Untersuchung über sein Verbalten. London, 8. Januar. Der „Morning Post" zufolge finden telegraphisch vermittelte Pourparlers zwischen den Cabineten von London und Petersburg statt, über deren Erfolg unmöglich Bestimmtes vorauszusagen fei. — Die in Cardiff mit Beschlag belegte Munition ist wieder freigegeben worden, da es nicht Patronen, sondern nur Patronenhülsen waren. — Ein von 3000 Personen besuchtes Meeting in Aberdeen erklärte, der Friede und stricte Neutralität sei die Politik, welche England während des Krieges und der Unterhandlungen beobachten müffe und beschloß, Petitionen zu Gunsten der Neutralität an Derby und das Parlament zu richten. Rom, 8. Januar, Mittags. Der König verbrachte die letzte Nacht weniger ruhig als die vergangenen Nächte. Das Fieber hat ein wenig zugenommen. Konstantinopel, 8. Januar. Schakir Pischa setzt feine Operationen mit Erfolg fort und wies bei Petrida den Angriff starker russischer Streitkräfte zurück. Mustapha Pascha vereitelte den Versuch, den linken Flügel der Türken zu umgehen. Schakir traf bei den befestigten Positionen von Popetran und Otluken ein. Die Garnison von Kalkowa (3 Stunden von Samakow) kämpfte siegreich gegen die Rusten und zwang dieselben, sich hinter Die Oghcmna- Brücke bei Tschamourly zurückzuziehen. — Laut Meldung aus Schipka vom 6. d. mißlang der Versuch der Rusten, während der Nacht den Trajanswall M überschreiten. — Der Commandeur der Division von Novlbazar, Hafiz Pascha, hat am Montag in zweitägiger blutiger Schlacht die Serben geschlagen und Kurschumlje wiedergenommen; die Serben erlitten beträchtliche Verluste. — Ejub Pascha schlug die Serben ebenfalls, verfolgte dieselben bis zur Grenze und ließ 10 Positionen anzünden und die Verschanzungen zerstören. Die Bürgergarde von Kolatschin hat die Jnsurgentenbande des bekannten Radnan auseinandergesprengt. — Aus Batum werden unbedeutende Vorposten- gefechte gemeldet. Wien, 8. Januar, Abends. Das „Neue Wiener Tagblatt" meldet aus Belgrad: Die Eisenbahnverbindung zwischen Mitrovitza und Salonichi ist unterbrochen. An der Drina finden fortwährend Scharmützel statt mit den Türken, welche bisher ohne Erfolg den Fluß zu überschreiten versuchten. Rom, 8. Januar. Nach dem heute Abend 6 Uhr ansgegebenen Bulletin über das Befinden des Königs war das Fieber in dieser Stunde heftiger als am Morgen, während die Seitenschmerzen fast ganz aufgehört hatten. Der Puls ging unregelmäßig. Lokal-Rotiz. Gießen, 9. Januar. Der Rechenschaftsbericht unseres Herrn Bürgermeister« über das Verwaltungsjahr 1876 ist unS soeben zugegangen. Wir verfehlen nicht denselben zur Kenntrnß unserer Leser zu bringen, da wir der Ueberzeugung leben, büß derselbe wohl des Interessanten genug bringen wird und einen Ueberblick über die städtische Verwaltung ganz vorzüglich bietet. Derselbe lauLt: „„Die Stadtverordneten-Versammlung hielt im Jahr 1876 49 Sitzungen ab. Von den ständigen Deputationen waren am meisten in Anspruch genommen die Bau-Deputation durch 32 Sitzungen und vielfache Augenscheins Einnahmen und die Armen-De- putation durch 23 Sitzungen. Auch die übrigen ständigen Deputationen sowie die für besondere Angelegenbeiten bestellten Commissionen, wie ich solche in meinem Verwaltungs-Bericht pro 1875 speciell bezeichnet habe, traten mehrfach zu Sitzungen zusammen. Die neue Realschule, deren Bau im Jahre 1874 begonnen worden, wurde im Jahre 1876 soweit fertig gestellt, daß sie im Herbste 1876 ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Ihre gänzliche Vollendung konnte erst im laufenden Jahre erfolgen, weshalb eine Uedersicht über die Gefamn tkosten (die bis Ende 1876 entstandenen Kosten betragen ausweislich der generellen Zusammenstellung am Schlüsse der Verwaltungs- Rechenschaft 264,163 Jt 39 erst in dem Verwaltungsbericht pro 1877 mitgetheilt werden kann. Bei dieser Veranlofsung sei sogleich erwähnt, daß die Stadtoerordneten- Versammlung in anerkennenswerther Weife den ob-ren Stock der durch den Bezug der - euen Realschule frei gewordenen alten Realschule den Zwecken d r städtischen Verwaltung zur Verfügung stellte und dadurch eine der Würde der Sta t entsprechendere äußere Repräsentanz schuf, als solche die bis daher benutzten Räumlichkeiten in dem alten Rathhause boten. Auch dem Standesamt, dem Stadtbauamt und dem Ortsge- richt wurden daselbst angemessene Räumlichkeiten überwiesen, während der ganze untere Stock zu Schulzwecken verwendet wird. Ferner wurde die Bismarckbrücke, welche einen Kostenaufwand von 26910 J610 H erforderte, vollendet und am 28. April dem allgemeinen Verkehr übergeben. Der Ausbau resp. die Pflasterung verschiedener Straßen wurde in Angriff genommen resp fortgesetzt und vollendet. Es sind hier besonders zu erwähnen die Alicen- Straße, die Bismarcknraße, die Lu>wlgsstraße, die Straße zwischen Wallthor und Neustadt, die Reichenfand Bahnhofsstraße. Ebenso wurde die Umpflasterung der TrottoirS in den Neuen Bäuen vorgenommen und die Pflasterung des Trottoirs auf dem östlichen Banquet des Seltersberg bis zur Veterinäranstalt fortgeführt, während die Fortführung der Pflasterung des Trottoirs auf dem westlichen Banquet daselbst, weil eine Verständigung mit einzelnen betheiligten Grundeigenthümern nicht erzielt werden konnte, vorläufig beruhen bleiben mußte. Das Prioatbauwesen hat gegen das Jabr 1875 keine Abnahme vielmehr eine Steigerung erfahren, indem 62 Gesuche wegen Neubauten gegen 51 tm Vo:fahre zur Verhandlung kamen. — Die außerordentlichen Ansprüche an die Stadt in Bezug auf Schul- und sonstige Bauten, Straßenanlagen, Biückenbauten, Ankauf von Häusern für den Abbruch u. s. w die im Jahre 1876 und für die kommenden Jahre stch geltend machten, veranlaßten den Beschluß zur successioen Aufnahme eines Antehns im B trage von 600,000 durch Ausgabe von Partial Obligationen auf Inhaber in Stücken von 100, 300, 500 und 1000 zum pLri-Eourse. Ein nicht unbeträchtlicher Tbeil her auf dieses Anlehen bereits gemachten Einzahlungen — 86,000 — wurde zum Ankauf von Häusern für einen Durchbruch zwischen der Marktstraße und der Reichensandstraße resp. Verbreiterung der letzteren verwendet. Zufolge Beschlusses der Stadtverordneten Versammlung und mit Zustimmung deS Vorstandes der israelitischen Religiontzgemeinde wurde die den israelitischen von dem christlichen Friedhof trennende Mauer entfernt, so daß jetzt beide Friedhöfe, die durch Wege mit einander verbunden worden sind, ein Ganzes bilden Das dem im Jahre 1875 verstorbenen ersten Geistlichen der evangelischen Gemeinde Decan Land mann zufolge Stadtverordneien-Befchluffes zu errichtende Denkmal wurde im Jahre 1876 auf bissen Grab aufgestellt. Ferner wurde beschlossen, daß drei schon vor langen Jahren verstorbenen durch Stiftungen zu Gunsten der Armen um die Stadt wohlverdienten Männern, nämlich dem weiland Stadt-Syndicus Johann Balthasar Plock, Metzgermeister und Gemeinderathsmitglied Friedrich Lony und Dachdecker meister Andreas Löber Grabdenkmale errichtet werden sollen. Aui einstimmige Präsentation des Stadtvorstandes wurde der seitherige zweite Stadt-Geistliche, Herr Pfarrer Dr. Seel, durch Allerhöchstes Decrei vom 19. Sept. 1876 als erster Geistlicher der evangelischen Gemeinde bestätigt. Die Ansprüche an die Armenkasse haben auch im Jahr 1876 wieder zugenommen. Der Aufwand derselben, welche hierzu aus der Stadtkasse einen Zuschuß von 10,000 empfing, betrug 26445 jl 64 H. Dagegen stellt sich der Aufwand der P'ock'schen Stiftskasse um fast 700 al niedriger, als im Jahr 1875 nämlich auf 3588 je 38 gegen 4229 46 Der Bermogensbestand der Armenkasse betrug Ende 1876. a. Kapitalien .............. 250,394 JL 38 b. Taxationswerth der Gebäude........ 50 300 „ — „ c Taxationswerth der Grundstücke...... 78,292 „ — „ Summa 37b,986 u4£ 38 Derjenige der Plock'schen Stiftung: a. Capitalien............... 76,666 92 b. Taxationswerth her Grundstücke......j__20 440 „' — w Summa 97,106 .Jt 92 Im Bürgerhospital befanden sich während des Jahres 1876 8 Männer und 9 Frauen, von ersteren verstarb 1, von letzteren verstorben 2. Außerhalb des Hospitals jO2 Pk tilP- », unftrfl» auf ®'“?o fn d° »u*@tlb 1876 im (infletretf flßU 1876: Die Tor Sä SH Itt bin ui1® z” fennt® S->«'A lo®" M * ft trunfen nati Ver mit |u ° fiunb würbe nac Hinterbeine aW sollten. Mr die plant- Weil nu W Op’« * Gericht auf de non diesem drati anders?u tW Men von diese Weridit erbe WblteS confiat Wliahme weilet selben wohl baoo der Überhand nef Gießen, l M Personen- Q lhierarzneikunde lople 41, Philoso sich dann noch 2- ’ Darms tzmcht eine Ml teur Herrn Nu 6labt und die tiläßtrin tritt d incriminirleArli (M»»S. -■Ä '•«ftÄ 11 ^ohh 5 • ft L ••*1». Dck ben *1 ^IN 1 «'» m- 6=MNe $!t. b,Wen bis m M“»a« zerstören. des bekannten Mnbe Lorposten- meldet aus Salonichi ist statt mit ben versuchten, gegebenen Bulletin unde heftiger als ort hatten. Der rn Bürgermeisters 'erfehlen nicht den- nfl leben, bu6 der- üder die städtische Zthungen ab. Bon en die Bau-Depu- tib die Armen-De- onen sowie die für i meinem Verwal- zu Sitzungen zuworden, wurde im limmunz übergeben dm Jchre erfolgen, j MandiM Kosten le der Berwaltungs- ro 1877 mitgelhelll ie Stadtoerordneten- >urd) btn %ug der städtischen V-rwal- ta 1 entsprechendere iwlichkeiten in dem nt und dem Ortsge- md der gan;e untere ckbrücke, welche einen n 28. April dem all» purbt in Angriff ge- ttöäbntn bu 'Ulictn' i Mtiot und M- 'erung der Zrottotr» loirs auf dem ostwährend die Zott- ' dchlbst, well * rstelt werden konnte, un 5.*SSS rhme vielmehr eine Mm Bo-j-hr- I« itabt in Bezug mff Inkauf von Hausern »J-Hl- iin^dns im B-trag yn ®MO«»” iiifier Zbeit der auf 7 um Ankauf von ^chensandstrahe resp- h mit Zustimmung n tsraeUtischeu o » seide Friedhost, r e»«ÄS errichte ?d4Ärinen u« SÄ2 «y»,s ti vom 1 6 wieder F Zusib°^P!ock'schen iru'1^ 3588 38 ?3OO . " " 1 ,ü2 «erhielten 202 Personen ständige Unterstützung an Geld resp. Brod. Viele Personen -resp. Familien wurden vorübergehend mit Geld, Brod, Kleidungsstücken und Brenn- watertal unterstützt. Von 66 ortsfremden Personen, meist Handwer^sburschen, welche auf Grund des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz Krankenpflege beanspruchten, wurden 30 in das akademische Hospital etngewtesen, die übrigen 36 erhielten Unterste betrug 1876: 525 Scbüler, 451 Schülerinnen, 288 Schüler, 428 Schülerinnen. in der Realschule incl. Vorschule in der höheren Mädchenschule in der Stadtknabensckule in der Stadtmädchenschule^ Die Fortbildungsschule wurde im Winter 1876/77 von 141 Schülern besucht. Den schon seit längeren Jahren bestehenden Kletnkinderschulen, nämlich der allgemeinen Kleinkinderschule und der von der Wittwe des Grostherzaplichen Hofgertchts-Advocaten Dr Dtehm gegründeten Kletnktnderschule hat sich im Jahre 1876 eine solche nach Fröbel'- Ichem System (Kindergarten) angerecht, indem Fräulein Hulda Frttsch eine solche Schule dahier ins Leben rief. — Der seit etwa 300 Jahren von einigen umliegenden Gemeinden zur Besoldung der ersten Schulstelle in Gießen zu leistende jährliche Beitrag wurde durch Bezahlung eines entsprech,nden Capttalsbetrags abgelöst. Umgekehrt löste die Stadt die der Universität seit etwa 200 Jahren an den sogenannten Professoren halben Morgen zustehenden Nutzungsrechte durch Zahlung eines Capitals von 8807 A ab. (Fortsetzung folgt.) stützung an Geld. In dem Lchrerpersonal der Realschule und der städtischen Schulen sind im Jahre 1876 durch Weggang und durch Anstellung neuer Lehrer einige Aende rungen tingetreten. Die Sckülerzahl in diesen Schulen ist im steten Steigen begriffen, Gießen, 9. Januar- Ji einem benachbarten Dorfe unserer Stadt spielte sich in den letzen Tagen vor Weihnachten eine ekelerregende brutale Geschichte ab. Wir konnten Folgendes aus verläßlicher Quelle erfahren: Wie es in den, leider Gottes, immer noch bestehenden Spinnstuben Mode ist, wird daselbst Abends gegessen und ge- trunken nach Herzenslust und von den Burschen die Zeche berichtigt. Um einem öfters den Nassauer oder Potsdamer spielenden, d. h. nicht zahlenden Burschen das Handwerk zu legen, wurde folgender Streich ausgeheckt: Ein in Folge Räude erschaffener Hund wurde nachträglich wieder aus der Erde herausgescharrt und demselben beide Hinterbeine abgeschnitten, welche dann dem betr. Burschen gebraten vorgesetzt werden sollten. Für die Nacht vom 21. auf den 22. Decemder war dieser Schuftenstretch geplant. Weil nun aber der Cadaoer sich bis 11 Uhr Abends nicht gar braten ließ und das Opfer dieses Streiches sich zum Gehen anschickte, verschob man das Aufträgen des Gerichtes auf den folgenden Morgen, wo dann noch mehrere Bewohner des Dorfes Don diesem Braten arglos angeboten bekamen und auch verzehrten. Wie d.as nun nicht anders zu erwarten, sprach sich die Geschichte herum und hörten nun auch die Angeführten von diesem Streich, welche dann auch wie wir vernommen, Anzeige bet hiesigem Stadtgericht erhoben haben. Die Untersuchung soll bereits kingeleitet und vorstehend Erzähltes constattrt haben. Schaden an der Gesundheit haben die Opfer mit einer Ausnahme weiter keinen genommen, aber einen Ek. Bapst. 208) Ein kleiner gelber Pinscher hat sich verlaufen. Abzugeben gegen Erstattung der Futterkosten bei ____________Carl Lony, Neuenweg. Gänse-Merwurfl empfiehlt (173 Gg. 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Damen Gießens und Umgegend zeige ergebenst an« daß ich meine seit 18 Jahre betriebene Dawenschneiderei auf hiesigem Platze ausübe und werde, auf langjährige Eisabrungen gestützt, stets bemüht sein, geschmackvolle und gut passende Costüme zu sehr billigem Preise zu verfertigen und halte mich deßhalb auf's Beste empfohlen. Achtungsvoll Carolina Eigner, geb. Mnhtimer. Firma: W» Eigner, Lchulstrahe B. 21. Ziehener (foncertoerein. Drittes Concert Samstag den 18. Januar, Abends 6 (Ihr, iin Clubsaale, Kainmeriniisik-Soiree, ausgeführt von dem Florentiner Quartett - VereinF den Herren Jean Becker, Masi, Chiostri und Hegyesi. PROGRAMM: 1) Quartett für 2 Violinen. Viola und Violoncello, op. 41,3 (A-dur): a) allegro, b) agitato, c) adagio, d) finale, von Robert Schumann, 2) a) Presto aus einem Quartett von Overbeck. b) WyUe „ „ , , Fr. Lux. (Auf dem Felde. Am Bache. Unter der Linde.) c) Menuett aus einem Quartett von Bernhard Scholz. (Letzere beide Sätze aus den Preis - Quartetten beider Compo- nisten.) 3) Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello, op. 59,1 (F-dur): a) allegro, b) allegretto, c) adagio, d) finale von L. van Beethoven, Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der J. Ricke r'schen Buchhandlung und R u d o 1 p h’schen Musikalienhandlung ä 2 zu haben, Nummerirte Plätze ä JL 3. Nummerirte Plätze werden auswärtigen Besuchern dieses Concertes fest reservirt, welche an Eine der bezeichneten Firmen bis zum 11. Januar den Betrag für die gewünschten Plätze einsenden, und sind die Billete daselbst in Empfang zu nehmen oder werden auf Wunsch vorher jj zugesandt. Um Störungen zu vermeiden, wird während des Vortrags einer Piece der Eintritt zum Saal nicht gestattet. (171 Der Anfang dieses Concertes ist präcis O Ulir, Wermietljungen. 199) Möblhtes Zimmer zu vermielhen __________bet W. Wendel, Gartfeld. 211) Em großes Logis zu verm'ethen. __________Carl Kautz, Schreiner 53) Ein Familtenlogis von 3 Z mmer und allem Zubehör zu oermiethen und am 15. März zu beziehen. ___________I. Hetz. Teufelslustgärtchen. 83) Eine freundliche Familienwohnung von 4 Zimmern, Küche, abgeschlossenem Corridor und sonstigem Zubehör, zum 2. April beziehbar, zu vermiethen. _____________Jul. Bach, Stltersweg. 160) Das von Herrn Lehrer Bay r er seither bewohnte Fa- milienlogis ist anderweitig zu vermiethen und Anfangs April beziehbar. Wilhelm Flett, Marktstr. 99) Em kleines Familtenlogis zu vermiethen. A. Kalbfleisch Wtttwe, _________________ünberper Strotze. 79, Freunol'chc FanuUrnlogis zu oer- miethen.______________Sands ässe D. 156. 55) Ein kleineres und ein giötzeres Loats, letzteres seither von Herrn Postsecr. Weber bewohnt, zu DetmMhtn __________Chr. Schopbach. 119) Eine freundliche Familie, wohnung von 5 bis 6 Zimmern zu vermiethen. Seltersberg E. 38. 179) Der neu hergerichtete 3. Stock meines Hauses ist zu vermiethen. Ohr. Wallenfels am Markt. Vermischte Anzeigen. 209) Eine Frau würscht einige Mole des Tages ein Kind nutjuschenken. Nä- heres bei der Exped. d. Bltts.______________ 210) Ein KeUnerjunge gesucht im _ für Sd)iiljmad)cr. 112) Hohe Nett oder Wasserstiefel schäften sowohl, wie auch andere Sorten von Schuhschaften werden nach Maaß in solider Arbeit angefertigt bei A. Lang, Schaftenmacher, ________Gießen, Katharinengofse C. 145. 180) Privatunterricht in Gymnasial- u. Realschulfächern wird erthetlt- Näheres ßit. A- 119. Heute Abend präcis 8 Uhr Monatesitzung. 196) Der Vorstand. Verloren gestern Morgen eine Brieftasche von der Neuen Anlage bis zum Riegelpfad. Der Finder wird gebeten, dieselbe gegen Belohnung bei PH. Bender (wohnhaft bet Geschirrhändler Wagner, Neustadt) abzugeben. E^t^^Ir^üm^^Mäocheii^velche^n allen Näharbeiten sehr geübt ist, wünscht noch einige Tage in der Woche beseht zu haben, den Tag zu 50 Pfg. Zu erfraoen: Seltersweg Lit. C. Nr. 184, Uhrenhandlun g. 172) Giuen Lehrling suchen unter günstigen Bedingungen l>octer dt? Ratz._ 168) Unterricht in Mathematik (Arith- metik, Algebra, Geometrie rc.) wird ertheilt. Von wem? sagt die Exped. d Bltts. 153) Reparaturen aller Arten Wanduhren werden bestens besorgt. Verkauf neuer (Ihren, Friedrich Bieler, wohnhaft bei Jean Schneider, Wies eck. . X; Daheim 3». ei QU 5 £ - Die soeben erschienene Nr. 13 (Sylvester-Aummer) enthalt: Zum dritten Male. Ein Erlebniß dem Seeleben von Bernhard Wagener. — Ein gekrönter Dichter. Mit dem Prof Becker'schen Bilde: Kaiser Max krönt Ulrich von Hutten mit dem Dichterkranze. — Sylvester auf dem Lande. Eine Erinnerung von Luise Pichler. — William Eoart Glad» stone. Von Lcopcld Kätscher. — Wie Zeitungen gemacht werden. — Am Familien- tische: Junge Riesenschlangen. Mit einer Abbildung: Die Riesenschlange mit ihren Jungen in New-Aorker Aquarium. — Ein Winzerfest in der Champagne. — Bücher- schau. Mit einer farbigen Sylvester-Beilage. Zu Bestellungen empfiehlt sich: die Ferber'sche Univ-Buchhandlung. E Heinemann, I. Ricker. y Wedekind, Uordhausen, aSn8,11770: Brennerei ächten Nordhäusers, des Korn-Weins der alten Brenn-Art und Französische und deutsche Mühl- u. Schleifstein-Brüche und -Fabrik Preislisten gratis und franco. Agenten, wo noch nicht vertreten, gesucht. Verantwortliche Redaction: A- Sckcyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unio.'Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. In werben tyie' M Naci Airä Gießen, zukehren, st vor dem un er in contui Da HStnj in k/ r i r* 4 ** Es ist. tUpmgtn jch wirklich Helsen ßötd wird ak tltei und Sä dri der weitau Wi, al3 v aus die Däne A iss eine 3 alt ty iu ftyn, um W aümi daltnissen zürn» ^rantwortlichl Darum ist es „sröliche ■ «18 bz ti»..