Freitag, den 9. August Nr. 183 1878. Hichener "Anzeiger Aoieige- iinii AmtMtt fit k« Kreis Gieße» Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag-. Gießen, den 7. August 1878. teil unter Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch bie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. um, lersheim. men. starten zu ho ^edaction-bnrea«r Gartenstraße B. 165. Sxpedition-bureanr Schulftraße B. 18. Die Christlich - Socialen und die „höheren" Lehrer Deutschlands. Unter dem geschmackvollen Titel: „Ein Wort an die höheren Lehrer (siel) Deutschlands" versenden Pfarrer Rud. Todt in Barenthin und Gutsbesitzer Dr. G. Calberla zu Merzdorf bei Riesa als Vorstandsmitglieder des „Centralvereins für Socialreform auf religiöser und conftttutionell monarchischer Grundlage" ein Flugblatt, in dem sie die Mitglieder aller höheren Lehrcollegien auffordern, in den genannten Verein einzutreten. Sie entrollen dabei von unfern Lehranstalten ein Bild, daß der mit den Verhältniffen nicht Vertraute glauben muß, in Sodom und Gomorrha sei es bei weitem glimpflicher zugegangen, als auf einem deutschen Gymnasium oder einer Realschule. Wir stehen „vor einem Abgrunde, der, wenn nicht noch rechtzeitig vermieden und umschränkt, Deutschland. Berlin, 5. August. Die Christlich - Socialen waren vorgestern Abend abgefchnitten als neue Reben gezogen, wenn der Stamm nichts taugt/ und mit Jean Paul: „Am Jünglinge ist das Feuer wie am Greise das Eis zu ehren. Das Herz kräftiger Menschen muß wie ein Porzellangefäß anfangs zu groß und zu weit gedreht sein; im Brennofen der Welt laufen beide schon gehörig ein." Item, wir glauben, die „höheren" Lehrer haben den Centralverein, deffen agitatorische Thätigkeit ohne Zweifel eine große Gefahr in sich schließt, nicht nöthig und werden wobl durchweg auf die Ehre verzichten, „in die von ihm gebildeten und noch zu bildenden Bataillone als die geborenen Offtctere einzutreten". n | n x * $ tan, Haus- S rchent K Dan- f Herrn CIS Hei, fa'k V h).) n» 8il,b,t 30 a ®äfi! >st h*”0!N J b i $e0t8) WM«, ®t!b unmöM Bekanntmachung. In Gemäßheit des §. 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistung für die bewaffnete Macht im Frieden, werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktpretse vom Monat Juli veröffentlicht: Hafer 16,75 Jt., Heu 4,80 JL, Stroh 4,25 per 100 Kilogramm. ■il, Kirchenplatz, ?eltersweg. r Kaste am Ein- n und der Figur dornte. ins 0 empfiehlt (1916 strasse 25. Preise. istliche irten- M Festes vor- [en Seitens ver rtch, ^Mandteu Hin, rbliebenen. unsere Cultur unfehlbar verschlingen und unsere Zukunft in einen Boden voller Sümpfe und Vulkane verwandeln muß" .... „Die elfte Stunde ist angebrochen und die höchste Gefahr im Verzüge. Wie bei einer feindlichen Invasion heißt die Parole nicht mehr Discussion, sondern That" u. s. w. Und was ist denn die Ursache, daß es so geworden, welche Thatsachen sind es, „welche die Passivität Der höheren Lehrerwelt gegen jene moderne Pest meßt länger dulden lasten?" Die Herren Todt-Calberla antworten: „Einmal die fast allgemeine Durchtränkung der auf den Gymnasien, Realschulen rc. vorgebildeten höheren Gesellschaftsklassen mit dem Gift einer materialistischen Weltanschauung und dann der wachsende Einfluß der socialdemokratischen Lehren auf unsere Jugend." Beide Thatsachen sind, in dieser nackten Weife hingestellt, entschieden übertrieben. Es ist nicht wahr, daß die auf den Gymnasien rc. vorgebildeten Gesellschaftsklaffen Durchweg mit dem Gift einer materialistischen Weltanschauung durchtränkt sind. Pastor Todt — denn der hat, nach dem Stil zu schließen, den Aufruf wohl verfaßt — hätte lieber sagen sollen: die Unkircklichkcit, und da hätten wir ihm völlig Recht geben müffen, freilich ohne seinen Consequenzen beizustimmen. Unkirchlich sind die auf Gymnasien rc. vorgebildeten, höheren Gefellschaftsklaffen durchweg; durch wessen Schuld, ist so oft auseinandergesetzt worden, daß wir uns füglich der Arbeit überhoben glauben dürfen, es nochmals zu wiederholen. Wer seinen Kindern Steine statt nahrhaften Brodcs bietet, der mag sich nicht wundern, daß sie ihm davonlaufen und anderswo Nahrung suchen. Eine Heilung dieser immerhin beklagenswerthen Unkirchltchkeiten erwarten wir ober nicht von den Elementen, aus denen sich der Centralverein hauptsächlich zusammensetzt, können sie nicht erwarten, da ja den leitenden Einfluß jene Camariüa ausübt, welche den Cultusmimster Falk zu stürzen zu ihrer ersten Aufgabe gemacht hat. Eine Heilung erwarten wir nur von einer freien Theologie, von der schon Schwarz sagt: „Alles ist vorbereitet, die Bausteine sind schon behauen, und es bedarf nur Eines Mannes von schöpferisch gestaltender Kraft, von entschloffenem Muth, um das neue Gebäude aufzuführen, um die noch nicht verderbte Jugend um sich zu sammeln und auf den Weg der Wahrheit zu leiten." Von einer solchen freien Theologie erwarten wir auch „eine Reform des Religionsunterrichts auf höheren Schulen," welche nach dem in Rede stehenden Circular ebenfalls Ziel des Centralvereins ist. Elemente, welche mit den versöhnlichen Princtpien eines Falk nicht einverstanden sind, können eine derartige Reform nicht herbeiführen; für ein Ideal, welches s t e vom Religionsunterricht auf höheren Lehranstalten haben, danken diese gehorsamst. Was „den wachsenden Einfluß der socialdemokratischen Lehren auf unsere akademische Jugend" betrifft, so könnten schon die Vorgänge bei der Dühring- Affatre in Berlin die Christlich-Socialen darüber aufgeklärt haben, daß es mit diesem Einfluß nicht so sehr weit her ist. Das Häuflein socialdemokratisch angehauchter Studenten ist doch schon damals recht klein gewesen, noch viel kleiner aber zeigte eS sich bei Gelegenheit der Kundgebungen über die glückliche Errettung deS Kaisers aus dem Hödel'schen sowohl als dem Nobiling'schen Attentat. Bei diesen Anläffen hat sich der gesunde Geist, der unsere Studentenschaft beseelt, in hellstem Lichte gezeigt, und man muß in der That sehr schwarz leben oder ein Brett vor dem Kopf haben, wenn man behaupten will, der Einfluß socialdemokratischer Lehren auf unsere akademische Jugend wachse von Tag z» Tag. Und wenn auch hier und da eine unreife Idee in dem Kopfe eines Kmzelnen spuken sollte, so halten wir es mit Winkel mann, wenn er sagt: «Bet jungen Leuten muß allezeit etwas Ueberflüssiges sein, wovon man etwas abzunehmen finde; denn dasjenige, was gar zu schnell zur Reife gelangt, kann nicht lange Saft behalten. Von Weinstöcken sind die gar zu jungen Reben eher versammelt. Herr Hofprediger Stöcker erklärte zunächst, ohne Widerspruch zu finden, selbst präsidiren zu wollen und besprach sodann den Ausfall der Reichstagswahlen. Er sei darüber tief erschrocken. Der Dienstag Abend sei der erschütterndste Augenblick seines Lebens gewesen. Leider habe ihr Parteiorgan, „Die deutsche Volkswacht", nach vierwöchentlichem Bestehen eingehen müssen, aus Mangel an Abonnenten und Fonds, und weil sich ihr keine geschickte Federn zur Verfügung gestellt hätten. Der Herr Hofprediger beantwortete dann noch einige Fragen, u. A.. daß die Christlich-Socialen bei der Stichwahl zwischen Fritzsche und Zelle sich der Stimmabgabe enthalten sollten, und theilte dann ferner mit, daß im Bureau des Herrn Grüneberg merkwürdiger Weise Tags nach der Wahl der ganze Kaffenbestand von 30 Mk. fehlte, welche jedenfalls ein „schlechter Spitzbube" gestohlen haben muffe, und schloß mit der Aufforderung an die „Heben" Parteigenoffen, ihn mit den vielen Bettelbriefen zu verschonen, und an die Redner, doch ja in ihren Worten recht vorsichtig zu fein und besonders nicht zu schimpfen, da es zu viele Aufpaffer gebe und der Reichstag bald zusammeutrete, in dem man auch von ihnen sprechen werde. Am besten fei es, eine Discussion ganz zu unterlaffen. — Herr Pfarrer Diestelkamp fehlte diesmal, Herr Grüneberg schwieg den. ganzen Abend hartnäckig, so kam es denn auch zu keiner Debatte und in gedrückter Stimmung trennten sich die Anwesenden. — Für die Hinterbliebenen der auf dem Panzerschiffe „Großer Kurfürst" veruugückten Seeleute sind bei dem Central-Comit6 der deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger überhaupt 69,174 Mk. emgegangen. Da die Sammlung binnen Kurzem geschloffen werden soll, so ersucht das (Eomitd alle Diejenigen, welche sich an derselben noch zu betheiligen wünschen, ihre Gaben baldmöglichst an die Kaste — Wilhelmstraße 73 — oder dem Schatzmeister Herrn Geh. Commerzienrath v. Bleichröder — Behren- straße 63 — abführen zu wollen. Der Abschluß der Sammlung ist durch die nunmehr vorzunehmende Vertheilung bedingt. — Sobald der Seitens der preußischen Staatsregierung vorbereitete Gesetzentwurf, betr. den Schutz nützlicher Vogelarten, die Genehmigung des Bundesrathes und des Reichstages erhalten haben wird, soll der an Deutschland ergangenen Einladung Oesterreich-Ungarns und Italiens zum Beitritt zu der zwischen beiden Staaten getroffenen Vereinbarung wegen des Schutzes nützlicher Vogelarten Folge gegeben werden, und zwar soll der Beitritt Deutschlands zu dieser Vereinbarung mittelst der früher dem Bundesrath vorgelegten Declaration erfolgen. Demnächst werden auch die Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal und Griechenland ersucht werden, der gedachten Vereinbarung beizutreten. Eine dahin gehende Resolution war auch in der Reichstags-Herbstsession des Jabres 1876 von Mitgliedern aller Fractionen zu dem damals beantragten Vogelschutzgesetze vorgeschlagen worden. — Das socialistische Wahl-Comitö in Mainz erläßt vor der nothwendig gewordenen Stichwahl folgende Erklärung: „Die socialdemokrattsche Arbeiterpartei des Wahlkreises Mainz-Oppenheim findet sich veranlaßt, den Wählern ihres Candidaten Liebknecht folgende Erklärung abzugeben. Laut Beschluß des Wahl-Comit^s vom 4. d. Mts. fordern wir dieselben auf, ihre Stimmen, welche sie aus Wilh. Liebknecht vereinigt, bei der Stichwahl einstimmig für Dr. Mou- fang abzugeben, da derselbe nachstehende Forderungen, welche von Seiten des Wahl-Comitös der socialistischen Arbeiterpartei an ihn gestellt worden sind, schriftlich unterzeichnet hat. Forderungen: 1) gegen die Abänderung des im Art. 20 der Reichsverfasiung begründeten allgemeinen und direkten Wahlrechts; 2) gegen Ausnahmegesetze und alle Verschärfungen der Strafgesetze in politi- 1 122 = 2x61 Buhba Sladt fein ad ItWrn Wch war in grvhn Deutschconservative Deutsche Retchspartet Ältliberale u. s. w. Nattonalltberale Gruppe Löwe rc. Fortschrittspartei Volkspartei Socialdemokraten Centrum Welfische Particularisten Polen Dänen Elsässer Klerikale Protestpartei Autonomisten ecretär nach Rom berufen. Wien, 7. August. Die „Polit. Correfp." meldet aus Konstantinopel vom 7. d.: Die Pforte, von ihren auswärtigen diplomatischen Agenten benachrichtigt, daß in einzelnen Ländern sich Neigung zur Ausrüstung von Freischaaren verrathe, befahl der Eskadre an der Küste Albaniens kreuzen zu lasten. — Wie es heißt, hätten die russisch türkischen Räumungsverhandlungen zu einer vorläufigen Verständigung geführt. Die Rusten würden nach 8 Tagen die im Berliner Vertrage vorgesehene allgemeine Räumung beginnen. In der Zwtschmzen müsten Datum und Varna den Rusten übergeben sein, worauf erst in der Zeit zwischen dem 31. August und dem 5. September die Räumung der Umgebung Konstantinopels von den Rusten bewerkstelligt würde. — ßn Folge der Ueber- gäbe Schumlas an die Rusten bereiten 5000 mohamedantsche Einwohner desselben ihre Auswanderung vor. — In Folge von Differenzen im Schooße der russisch.türkischen Commission zur Pacification der Rhodope-Jnsurrectton ver- handeln die Rusten nunmehr allein mit den Insurgenten. Washington, 7. August. Im gestrigen Cabinetsrathe brachte der Kriegsminister zur Sprache, daß von Setten Mexikos Truppen organisirt würden , um die fernere Verfolgung mexikanischer Marodeurs zurückzuwetsen. Die hiesigen politischen Kreise sehen die Lage als eine ernste an, weil sie annehmen, daß die amerikanischen Grenzbewohner die Verfolgung mexikanischer Marodeur- Gießt«, Benin in W toi3“li ..rsammlung ar „km 3,]d; dem kefchlB des^ hauptoneinM tyd) von der 21 den Fistsästmd in hunsen mit rang mit nach 1 da Gemeinde ' übersandt. Ter Guf nothleidender e 739344 * an schenken erhielt letzten Jahre el chatte eine Eine fcle Pfennige t c. d. Lahn 10, Peucheiheim 24 Oppenrod 6, S Die öit6 Stiftung findet Kesternich. Wien. Folgendes ist nach dem Wiener „Vaterland" der wirkliche Wortlaut des Notifications-Schreibens, welches der Herzog von Cumberland England. London, 4. August. Dem Grafen Beaconsfield und dem Marquis of Salisbury find gestern Nachmittag die Ehrenbürger-Briefe der Stadt London feierlich überreicht worden. Bet dem am Abend zu Ehren der Minister im Manston-House vom Lord-Mayor veranstalteten Banket hielt Graf Beaconsfield eine längere Ansprache, in welcher er eine geschichtliche Darstellung der Ereigniste gab, welche schließlich zu dem allgemeinen Frieden geführt haben. Graf Beaconsfield hob hervor, er glaube, daß dieser Friede ein dauernder (permanent) sein werde, da derselbe sämmtliche Mächte zufriedengestellt habe und da auch die Kriegspartei in Rußland nicht in der Mehrheit sei und Italien und Frankreich sich überzeugt hätten, daß das politische Gleichgewicht im Mittelländischen Meere nicht bedroht sei. Schließlich betonte Beaconsfield, daß die Beziehungen der englischen Regierung zu den auswärtigen Mächten zu keiner Zeit herzlicher als gegenwärtig gewesen, namentlich zu Rußland und Frankreich. Italien. Rom, 6. August. In Folge des Ablebens des Cardinals Franchi sind gegenwärtig elf rothe Hüte vacant. Das heilige Collegium ist jetzt aus 5 Cardinal- Bischöfen, 46 Cardinal.Priestern und 8 Cardinal-Dtaconen zusammengesetzt. Rußland. Petersburg. Ueber den Austritt des russischen Commistars aus der nach dem Rhodopegebirge gesandten internationalen Untersuchungs-Commission wird nunmehr mitgetheilt, daß sich der russische Commistar der Fortsetzung der Untersuchung über den Rhodope-Aufstand widersetzt habe, weil die Aufständischen über ein zwischen ihnen und den russischen Befehlshabern getroffenes Ueberein- kommen Enthüllungen gemacht haben, welches die erste Veranlaffung zu dem Aufstande gewesen ist. Der russische Commiffar drohte, sich zurückzuziehen, wenn die Untersuchung in dieser Richtung weiter geführt würde. Sir A. H. Layard, Mr. Fournier, Graf Zichy und Baron Galvagna, welche von dem Zwischenfall unterrichtet wurden, erwiderten auf telegraphischem Wege, daß die Untersuchung fortgeführt werden soll, worauf sich der russische Commiffar zurückzog und sich in der Commission durch seinen Dragoman vertreten ließ. — Die „Kreuz-Ztg." sicherlich fortsetzen werden. Wien, 7. August. Die „Wiener Ztg." veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, wodurch im Anschluffe an die Verordnung vom 29. Juli auch eine zeitweilige Verwendung der dalmatinischen Landwehr-Schützenbataillone Nr. 79 und 80 außerhalb des Reichsgebiets gestattet wird. Berlin, 7. August. Ein längerer, die „Bedeutung der Wahlen" betitelter Artikel der „Prov.-Corr." gelangt zu folgender Ausführung: durch die gejammten Wahlen, soweit die Bevölkerung von Gesichtspunkten der allgemeinen Politik und nicht von kirchlichen oder besonderen politischen Zwecken bestimmt worden, gehe klar erkennbar die Thatsache hindurch, daß das staatserhaltende Bewußtsein gegenüber kritisch oppositionellen Bestrebungen zu durchschlagender Geltung gelangt sei, daß fast nirgends eine Veränderung nach links, überall nur Veränderungen im Sinne eines engeren Anschluffes an die Regierung stattgefunden habe. Es sei hiernach bestimmt zu erwarten, daß die Lösung der Aufgabe, welche die erste kurze Reichstagssesston fast ausschließlich ausfüllen werde, die Feststellung außerordentlicher Maßregeln gegen die auf Untergrabung der bestehenden Staats- oder Gesellschaftsordnung gerichteten socialdemokratischen oder communistischen Bestrebungen in voller Gemeinschaft mit der Mehrheit aus den conservativen und gemäßigt liberalen Elementen erfolgen werde. Die Gemeinsamkeit in Lösung dieser Aufgabe werde auch dm Boden für ein weiteres ersprießliches Zusammenwirken befestigen. Die wichtigsten Grundlagen der Gesetze gebung im Norddeutschen Bunde und im Deutschen Reiche seien unter ähnlichen Parteiverhältniffen zwischen Conservativen und National-Liberalen vereinbart worden. Warum solle ein gleich erfolgreiches Zusammenwirken jetzt nicht mög- lich sein? Angesichts zumal der Nothwendigkeit, daß alle auf dem Boden der jetzigen socialen Ordnung stehenden Parteien fester aneinanderschließen und mit Der Regierung Zusammenwirken, um Staat und Gesellschaft vor weiterem Anwachsen der drohenden Gefahren zu schützen. — Die „Prov.-Corr." bestätigt, daß der Kronprinz und die Kronprinzessin bei der Vermählung der Prinzessin Marte am 24. August den Kaiser und die Kaiserin vertreten werden. Der Kronprinz werde mit Rücksicht auf die am 9. September beginnende Reichstags session einen Thetl des Monats September in Potsdam verbleiben. London, 7. August. Im Unterhause erklärte Unterstaatssecretär Bourke auf die Anftage Whitwells, er könne nicht versprechen, daß bk, Chefoo-Cow vention noch vor dem Schluffe des Parlaments bestätigt werden würde; es soll« indeß kein unnöthiger Verzug stattfinden. — O'Gorman bat wegen des gestriger. . Vorfalls das Haus um Verzeihung. Schatzkanzler Northcote zog darauf unter - dem Beifall des Hauses seinen Antrag, daß Major O'Gorman sich aus dem Hause zurückzuziehen habe, zurück. ertasten hat: „Mit tief betrübtem Herzen erfülle ich die traurige Pflicht, Eurer die Anzeige zu machen, daß es Gott in seinem unerforschlichen Rathschluste ge- ! fallen hat, meinen vielgeliebten Vater, Se. Majestät Georg V., König von Hannover, königlichen Prinzen von Großbritannien und Irland, Herzog von, Cumberland, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg rc., zu Paris am 12. Juni d. I., nach längerem Leiden aus diesem Leben abzuberufen. Die freundschaftlichen Gesinnungen, welche Eure... meinem verstorbenen Vater jederzeit gewidmet haben, lasten mich hoffen, daß dieselben an meinem ebenso großen als gerechten Schmerz Antheil nehmen werden. In Folge dieses mich und mein Haus tief erschütternden Todesfalles sind alle Rechte, Prärogative und Titel, welche dem Könige, meinem Vater, überhaupt und insbesondere in Beziehung auf das Königreich Hannover zustanden, kraft der in meinem Hause bestehenden Erbfolge-Ordnung auf mich übergegangen. Alle diese Rechte, Prärogative und Titel halte ich voll und ganz aufrecht. Da jedoch der Ausübung derselben in Beziehung auf das Königreich Hannover thatsächliche, für mich selbstverständlich nicht rechtsverbindliche Htnderniste entgegenstehen, so habe ich beschloffen, für die Dauer dieser Hinderniste den Titel „Herzog von Cumberland und zu Braunschweig- Lüneburg" mit dem Prädtcate „königliche Hoheit" zu führen. Daß meine und meines in voller Selbständigkeit verharrenden Hauses Gesammtrechte durch den zeitweiligen Nichtgebrauch der dieselben bezeichnenden Titel und Würden in keinerlei Weise aufgehoben oder eingeschränkt werden können, werden Eure. .. mit mir als zweifellos erachten. Angelegentlich bitte ich, daß Eure... die meinem verstorbenen Vater stets bewiesenen freundschaftlichen Gesinnungen auf mich gütigst übertragen wollen und verbinde ich mit diesem Wunsche die Versicherung der unwandelbaren Freundschaft und der vollkommensten Hochachtung, womit ich verbleibe Euer... Gmunden, 11. Juli 1878." Muöere Leffentlil 4660) $ hanneÄ Lr dn Lahn ur Wittwe ist ^oibttunfl unb btin bet finde üdnsc samnienbnus Zweck eint vorden, Sämnitlic N III. E. Zweck auf Freitag d, mit bem Ans * Britt! ^rechtlichen Wen Bei toirb. ' Men, u »!3S «Ls JNen,; SÄ -ndE E ,ad> 3«b,,n i*® "" 1 Wüh-°t untion, ei !»' beanspruchen anb die W rrflortiren (oj Mag MUS schreibt: Es läßt sich allerdings annehmen, daß das Centrum, wenn "gewisse schwebende Verhandlungen befriedigend enden, aufhören wird, eine bloße Oppositionspartei zu sein und daß ein Thetl dieser Partei mit der conservativen gehen wird, aber es würde sich auch daraus noch keine Majorität ergeben; es bliebe also Immer der Recurs auf den rechten Flügel der nationalliberalen Partei, die etwa 30 bis 35 ihrer Mitglieder stellen müßte und diese würden sich als linker Flügel der Majorität wohl finden. Von besonderer Bedeutung für diesen Fall ist, Daß die Mitwirkung der national- liberalen Partei zur Beilegung des Culturkampfes, soweit die Reichsgesetzgebung in Frage steht, nicht mehr erforderlich ist. In diesem Gebiet könnte, falls ein Ausgleich zu Stande kommt, eine Übereinstimmung der beiden conservativen Parteien und des Centrums, also eine ziemlich starke Majorität, auch ohne den Recurs an den rechten Flügel der Nationalliberalen, zu erzielen sein. Das ist von wesentlicher Bedeutung für die weitere Entwickelung auf dem Gebiete der Reichsgesetzgebung; in diesem Falle aber steht soviel fest, daß die National- liberalen nicht mehr die herrschende Partei im deutschen Reichstage sein werden. Sie haben aufgehört der Mittelpunkt zu sein." Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Korrespondenz-v»reai>. Petersburg, 7. August. Das „Journal de St. Mersbourg" erklärt das gestern von dem „Golos" veröffentlichte Circular Savfet Paschas an die Vertreter der Pforte im Auslande wegen der Unmöglichkeit der Ausführungen der Bestimmungen des Berliner Vertrags Seitens der Türkei hinsichtlich der territorialen Abtretungen für apokryph, indem es sich auf das Versprechen Karatheodori Paschas stützt, daß alle Bestimmungen des Congreffes ausgeführt würden. — Der „RegterungSbote" veröffentlicht einen allerhöchsten Befehl, nach welchem die angekauften Kreuzer „Rußland", „Moskau" und „Peters- bürg" aus den Listen der Kriegsmarine auszuschließen seien. Berlin, 7. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die über die Kissinger Verhandlungen von den Zeitungen gebrachten verschiedenen Nachrichten dürften um so weniger Glauben beanspruchen, je bestimmter sie formullrt seien. Die höchste Wahrscheinlichkeit spreche dagegen, daß die von den Zeitungen behaupteten Concessionen überhaupt gemacht werden könnten. Die Behauptungen, welche die Kissinger Verhandlungen mit der Reichstagswahl in Verbindung brächten, beruhten auf grundloser Combination. Die Absicht der Kissinger Zu- sammenkunft in Anknüpfung an den bekannten Schriftwechsel zwischen dem Kronprinzen und dem Papste bestand schon lange, ehe an Auflösung des Reichs, tages gedacht wurde. Rom, 7. August. Wie aus sicherer Quelle verlautet, wurde der päpstliche Nuntius in Wim, Msgr. Jacobini, behufs seiner Ernennung zum Staats- 1 5 5 5 397 1 5 5 4 336 scher Beziehung; 3) gegen Vermehrung der Steuern und Lasten zu stimmen. Daß es uns unter diesen Verhältniffen nicht möglich ist, für Herrn Reuleaux zu stimmen, werden Sie ersehen, wenn Sie das Wahlprogramm, welches derselbe entwickelte, durchgelesen, und darin gerade unfern Forderungen entschicoen entgegentreten wird. Dann fällt noch ferner in die Wagschale, daß jede Stimme, die wir in unserem Wahlkreise für Dr. Moufang abgeben, für Wilhelm Liebknecht in Offenbach ist, da die dortigen Ultramontanen bei der Stichwahl daselbst ihre Stimmen für Liebknecht abgeben, ebenfalls in den Wahlkreisen Barmen-Elberfeld, Solingen u. s. w." Wir haben hierzu kaum etwas hinzuzusetzen. Berlin, 6. August. des Tableau aufstellen: Bezüglich der Reichstagswahlen läßt sich f Voriger Gegenwärtiger In engerer Reichstag: Reichstag: Wahl: 40 54 15 37 48 13 2 3 7 127 82 35 12 4 4 35 17 11 4 — 4 12 2 16 92 91 6 6 7 3 14 13 5 itllärt "Mas an bk "Führungen hinschlich bei d°sVechrechen A ausgefühu höchsten Beseh! ' "nb .Peter- Bissau aus k ! Sfc* । 6,„'^ Soim lUn,'Nune ltuil»9 unb sq 'i- Die über bk « Nachricht e formullit seien, en Zeitungen te te Behauptungen, in Verbinbunz i-n Kissinger Zu. 1^ fischen beni iösung beSAech würbe bei päpst. wng zum Ttaak- ms Konstantin^! in Agenten benaö g von Fretscham zu laßen. - Wi n zu einer öoilii jen bie im Berlm ber Zwischen if erst in ber Zer ng ber Umgebuu Folge bet Uebw it Tinwv^er bd- n im Tchooße hi e-Jnsurrectiori w Srathe bradjtt bei ptn organifirt w urückzuweisen- ‘ weil sie annehm' inijcher Marode cht eine kaiserli^ )M 29. M aui -Schsitzenbataille« tung ber W sführnng: bucht fttn ber allgeaM' n Zwecken beM bas ßaatserhalv >u burchschlagent! nach links, M an die AM daß bie W,? ^schließlich ansfu! airfllntergrM mit b«R [folgen werbe- ■ ’jfit ein ötik11 ven für «in . Ä «6* *fi 5 * r0D> h t fitW” hlM bt b_; SM rtten eginnenbe JW , youii d°ß d ; es ttde"^desge^ rote flu^ Korwan bogen in allm Theilen herrlich geschmückt, ein sprechender Beweis, daß die Bevölkerung der Turneret sehr geneigt ist. Trotzdem der Himmel am Samstag sehr ttübe war und es auch regnete, war das Wetter an den beiden Festtagen wunderschön. Am Sonntag Vormittag wurde im „Stirnen“ der 33. Gauturntaa abgehalten, zu welchem 18 Vereine ihre Vertreter entsendet hatten. Aus den g.faßten Beschlüssen erwähnen wir Folgende?: Der Antrag des Turnvereins Marburg, daß die die Gaufeste besuchenden und die nötbtgen Kräfte besitzenden Vereine anzuhalten sind, Mustecriegen zu bilden und vor zuführen, wurde angenommen. Der Turnverein Gießen hatte den Antrag gestellt, am H. August d. I. auf Kosten der Gaukaffe einen Vertreter nach Freiburg a. d. Unstrut an das Grab Jahn's zu senden; derselbe fand ebenfalls die Genehmigung des Turn- taqeS. Gauvertreter Carl Demuth von Gießen wurde als V.r^eter gewählt. Als Fest- und Vorort für 1879 wurde der Verein Nidda bestimmt. Nach Schluß deS Turn- taaes wurde zur Bildung deS Preisgerichts geschritten. Für das Wett.urnen wählte man die drei Geräthe: Reck, Ba.ren und Pferd und die drei volksthümlichen Freihochsprung. Freiweitsprung und Steinstoßen. Zum Obmann des Preisgerichtes wuche Carl Demuth gewählt. Kurz nach 2 Uhr ordnete sich der Festzug vor dem Weiseler Thor und marschirte Punkt 3 Uhr durch die Hauptstraßen auf den Festplatz. Der stattliche Zug wurde durch eine Abteilung der Feuerwehr eröffnet; es folgten die 26 Festdamen, die Capelle des 11. Jägerbataillons von Marburg, dann die Bereite des Gaues in alphabetischer Reihenfolge mit 18 Fahnen, der Kriegerverein und als Schluß die andere Abtheilung der Feuerwehr. Auf dem Festplatz angelangt, hielt Christoph Störicko eine wohldurchdachte Rede über die hohe Wichtigkeit und Bedeutung des Turnens und betonte auch namentlich den stets hochgehaltenen vaterländischen Sinn dec Turner, welches mit einem dreifachen „Gut Heil“ auf Se. Ma;, den Kaiser bekräftigt wurde. Nach der Ausführung einer Anzahl von Freiübungen begann das Preisturnen, an dem sich ca. 1C3 Pretsturner beteiligten. Der zweite Festtag brach:- am Morgen Feue.wehrprobe und Ausflug mit Musik auf den Schrenzerberg. Am Nachmittag war wieder Festzug, Vorsührrn von mehreren Musterriegen, Wettringen uns Nachtübungen des Butzbacher Fechtclubs. Beide Festtage schlossen mit Banket un^TaNz. Local-Historisches Museum. Neu eingelaufen diverse Gegenstände. Nr- 104—144 von den Herren Fern e, .r.SJUpthin. M Handel und Verkehr. Gießen, 8. August. Bet dem am 6. und 7. d. M- dahier stattgehabten Veh- Markte waren aufgetrieben 2033 Stück Rindvieh und 533 Schweine; nächster Vteh- marft ^ant^urtTe. August. Gestern Mittag fand im „Hotel Drexel“ eine freie Vereinigung verschiedener Mitglieder des landwirthschaftltchen Clubs statt. Hr. Prof. Tebtsch verbreitete sich über die neuen Kokosstricke als Ersatz für Bindestroh. Die vorgelegten Muster zeigten bei Betrachtung der Faser eine große Dauerhaftigkeit geget Hanf. Erfahrungen sind darüber noch nicht gemacht, jedoch ist der Preas ein so außerordentlich billiger, daß derselbe nicht verfehlen wird, auf den Mark einzuwirken. Die Stricke werden überseeisch gemacht; ein Band von ca. 2^Meter stellt sich auf .a. 1 Pf. Die geringste Quantität, die bezogen werden kann, sind 50 Kilo, ^"^estellte Proben ergaben eine ganz außerordentliche Dauerhaftigkeit und erfannte man e§ werth an, Versuche damit anzustellen. Eine vorgelegte Probe von Maisfuttermehl wurde verschiedenartig beurthetlt und wurde es für zweckmäß g e.farmt, eine chemische Analyse darüber vornehmen zu lassen. Was die Ernte betrifft, so wurde Weizenernte auf eine Mtttelernte geschätzt, in Stroh IVrfache = 150, in Korner "0 im Umkreis von Frankfurt. Durchschnittlich ist Weizen gut ausge allen. Roggen in Stroh W, in Körner 75 —s/--Ernte; Gerste ist aut, eine gute Mtttelernte, Stroh und Korner— 100. Hafer sehr gut, in Stroh 120—130, in Körner auch IO. Hülsensrüchte zurücktcetend. Kartoffeln theilweise mangelhaft; in Frühkartoffeln zeigt sich viel Fanlniß, Spätkartoffeln noch kein Urtheil Dickwurz versprechen viel — ICO. Aepfelernte verspricht niÖ)t Dßtm?urg°b7. August"^(Frmhtberkh?.) Rother Weizen s 19.50, Weißer Weizen Jü —, Korn X 12.40, Gerste X 11.30, Hafer X 7.90. (Durchschnitts - Preis pio ^^^Frankfurt, 7. August. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war ziemlich gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner X 2.50—S, Strob per totn^r X 1.50-2. Butter tm Großen das Pfund 1-Qual 90 2. Qual. 80 im i Hirni AL 1.15—20, 2. Qual- X 1-10. Eier das Hundert 4.50—5. Fleisch- Treffe- Ochsenfleisch per Pfd. 70-75 egsm,mster will diese Frage nickt vräi'dielten: Hayter spreche aber, als ob die permanente Verwendung indischer Truppen in Europa beschloffen fei; er, Stanley, glaube übrigens nicht, daß indiscke Truppen kostspieliger feie» als europäische. Wolseley weide Clock- und Militär-Gouverneur fei». Derselbe habe weise gehandelt, das fetzige Der waltungssystem nicht zu stören bi« er gewiß sei, daffelbe durch ein befferes ersetzen zu könne». Das Hauptcorp« der Truppen werde 4 bis - engUsche MA en von Larnaca in gesunder Lage stationirt werde». Bisher fei der Gesundheits- Zustand der Truppen gut. Die indischen Truppen wurden in 4 oder 5 Wochen nach Indien zurückkehren. Ihre Entsendung nach Eypern fei eme Vorftchts- maßregel gewesen. Die Insel sollte nicht als Festung gebraucht werden. Zwei Bataillone und eine Batterie europäischer Truppen genügten, die Ordnung aufrechtzuhattkN. (n Betreff der Ausführung der türktsch-englifchen Con- vention, es fände» jetzt Unterhandlungen mit der Pforte statt, die einige Zeit beanspruchen müßte». Was die zukünftigen Arrangements bezüglich Cyperns und die Frage betreffe, ob dieselben vom Auswärtigen oder vom Colonial-Amte reffortiren sollen, so muffe letzteres den Vorzug erhalten. — Hayter zieht seinen Antrag zurück. Der Ccedit wird genehmigt Lokal-Notiz. ffiiefien, 8. August. Im Laufe des vorigen Monats hat ber Guftao-Adolf- Verein in hiesiger Gegend zwei Feste. abgehalten. Der Gießener Sto^Dtrdn feierte « a c>,.is s-sn cYabre§feft in Langgöns, der hefsifche Hauptverein hielt feine Jahres- LLW 'm ?° ^ü»d 17. Juli in Hungen. Aus dem Zweia-ereMssest zu Langgöns, NN d m die Gemeinde Langgöns sich sehr zahlreich und lebhaft betheiligte, bel.ug die nach ^dem Schlüsse des Gottesdienstes erhobene Collecte 45 und wurde nach dem Reschluffe des Kirchenvorstandes der Lvan". Gemeinde Herbstein öagewiesen. Da^ AauDtoereindfeft in Hungen war von auswärtigen Gästen Überaus zahlreich besucht, lA^nnn her Witteruna begünstigt; dazu hatte die Stadt Hungen alles gethan, um ffEssa« «sää Der Gust°°-Ad°lßB-rtin Hai leit feinem Bestehe» 13474899 J4 8ut Unterstatzung notbleibenber evangelische Gemeinden verausgabt. Im letzten Rechnungsfahr hal er 739344 X an 1154 evangelische Gemeinden vertheilen können. An Legaten unb ®e- crbttlt er in demselben Jahr 114335 X Der hessische Hauptoecetn hat im lchten Jahre eingenommen und ausgegeben über 23000 X D" Gießener Z^verein batte eMe Einnahme von 1444 X 57 Zu dies.r Summe ttua n bei - w r lassen die Vienniae weg — Gießen 481, Gießener Frauenverern 634 Albach 10 Allendorf a d. Lahn 10, Allendorf a. d. Lumda 32, Altenbuseck 26, Großenlinden 24, Hausen 6, Leuchelheim 24, Kirchberg (Pfarrei) 49, Kleinlinden 8, Langgons 25, Leihgestern 5, Ovvenrod 6, Steinbach 42, Treis a-b.Lumda32, Trohe 2, Watzenborn 5 Wiefeck 17^ Die diesjährige Hauptversammlung des Gesammtvereins der Gustav-Adolf- Stiftung findet im September zu Hamburg statt. Vermischte-. 6lobt®« 6Ä.»Ä Ä WlAw KrämL unb Xriurop^ R°th.ni^-ri H^uih, B-ck-r, W-idlg. Main-Weser-Bahn L. Hahn, Bezirksbauaufseher. OesfentlicheAufforderung. 4792) Forderungen an den flüchtigen Gemetndeeinnehmer Heinrich Zimmer IV. von Nonnenroth sind binnen 14 Tagen dahier anzumelden, bei Meldung der Nichtberücksichtigung. Hungen, den 6. August 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellartus. Krauß. Nesonvere Bekanntmachungen Oeffentliche Aufforderung. 4660) Das Vermögen bes Hannes Luh III. von Allendors an der Lahn und deffen noch lebenden Wittwe ist nach den auf gerichtliche Aufforderung angemeldeten Forderungen und dem dermaligen Werth der Grundstücke überschuldet und daher um Zusammenberufung der Gläubiger zum Zweck eines Arrangements gebeten worden. Sämmtliche Gläubiger der Johannes Luh I». Eheleute werden zu diesem Zweck auf _ , _ Freitag den 23. August l. I., Vormittags 9 Uhr, mit dem Anfügen geladen, daß von den nicht erscheinenden Gläubigern stillschweigender Beitritt zu den im Termin von der rechtlichen Mehrheit der erschienenen gefaßten Beschlüffen unterstellt werden wird. Gießen, am 24. Juli 1878. Großherzogl. Stadtgericht Gießen. Bötticher. Gebhardt. 4726) Submission auf den Neubau eines Empfangsgebäudes und Güterschuppens auf Station Lang Göns. Zeichnungen. Bedingungen, Massen-und Preisverzeichnisse liegen in unserm Betriebs- und bautechnischen Büreau hterselbst und im Büreau unserer Betrtebs-Jnspection in Frankfurt a. M. zur Einsicht offen und können die Zeichnungen zum Preise von 4 X, die Bedingungen rc. zum Preise von 3,5 X von den genannten Stellen bezogen werden. Offerten sind an unS bis zum 20. August, Vormittags 11 Uhr, Sommerröcke empfiehlt zu f-hr billigen Preisen 2389) H. Rubsameu. Samstag den 10. d. Mts., bin ich in Greßen am Gemüsemarkt mit Roth- und Weißkraut in großer Quan- ttiät, sodann blühende Topfgewächse. 4793) Gärtner Frick in Aisfeld. 4804) Tätlich frische Bierhefe (obergärig) empfiehlt Frau Bob Wittwe in der Neustadt. Montag den 12. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Pfarrhof zu Winnerod nachstehende Arbeiten öffentlich wentgst- nehmend in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranschl. zu 15,— Zimmerarbeit, „ „ 25,— Pflasterarbeit, „ „ 190,24 Groß-Buseck, den 7. August 1878. Jerlgevotenes. 4803) Ein sehr guter Kochofen mit Steinkohlen-Feuerung zu verkaufen. Marktplatz A-- 8. Leichte Kommerunterhosen u. Unterjacken in Wolle und Baumwolle, in allen Größen und Wetten empfiehlt zu sehr billigen Preisen. (3092 II. Rübsamen* einzureicdtn. Gaffel, den 30. Juli 1878. Königliche Directum der Main-Weser.Bahn. Verpachtung von Weiden - Nutzungen. Montag den 12. August, Vormittags 9 Uhr, soll der Korbweidenschnitt aus den fiscalischen Pflanzungen an der Lahnstrecke von Gießen bis Heuchelheim an die Meistbietenden für das laufende Jahr verpachtet werden. Die Zusammenkunft ist auf der Lahnbrücke dahier. Gießen, am 7. August 1878. (4781 Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. I. A.: M. Wahl, ; Großherzogl. Kreisbauaufseher. 4787) Wegen Anschaffung eines neuen ist ein noch in gutem Zustand befindliches Billard billig zu verkaufen __Caffnogesellfchaft in Lrch. 4789) Ein elegantes Break zu verkaufen bei__L. Suß. - 4331) StttS frische Butter und Eier empfiehlt zum Wochenmarktspreise, bei größeren Quantitäten billiger, W. Heuser, vorm. Kr. Kieler. 4521) ff. Limburger und Kümmelkäse Ctr. 32 X incl. Kiste versenden gegen Nachnahme die Fabriken von F. Tonntag in Tpremberg bet Reusalza i. S. Neue englische Kalt-Wasser-Waschseife welche bei großer Ersparviß an Zeit und Arbeit das Kochen der Wäsche vollständig entbebrlich macht, ohne auch nur im Geringsten dieselbe anzugreifen, empfiehlt Emil Fischbach* Von dem General-Vertreter für Deutschland wurde mir der Alleinverkauf für hier unb Umgegend übertragen. (4627 Haarbalsam. sehr beliebt als bestes Mittel für die Erhaltung und für das Wachsthum der Haare* Fl k 60 Pfg. u. M 1,20. Haarfärbemittel die Flasche 2 X- 39) O. F. Semmler in Giessen. Hemden nach Maaß unter Garantie des guten Paffens liefert in kurzer Frist (2388 H. Rubsameu. Herren-Sonnenschirme empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen. (3091) H. Rübsameu. Eine gut erhaltene Treppe zu verkaufen. _____________Lindenplatz Ltt. A. Nr. 241. 4625) Einen Acker Hafer zu verkaufen bei Heinrich Vogt, Neuenweg 8. 190. 3027) vermtethen. Gartfeld, Köhler'scheSchneide« herzlichsten Glückwünsche. O 6 2 02=0=0=0 =0=02=0 Frau Gvmnaiiallehrer Weiffenbach. (4648 vermtethen. Wo? sagt die Exped. d- Bl. 4697) In her Gon störet des Unters 4775) Wilhelm Wenzel. und 1. September beziehbar. Lck. v. 48. läßt, ist billig zu verpachten. Näheres bei Frau Bürgermeister Gramm. Frau Fabrikant Hanstein. Frau Landrichter Erdmann. Frau Bauunternehmer Kauf. 4339) Das von Herrn Prof. Dr. Lorch bewohnte llogis im v. Klip stein'schen Hause, Frankfurter Straße Nr. 4, ist vom ersten October an zu vermtethen. Ein schönes Familtenlogis von 5 Zimmern -^57)________________________Z. Blitz. _ mit allem Zubehör zu vermietben und so- 4779) Wcisibindcrgcscllen und Handgleich zu beztehn. Wo? sagt die Exped. d. Bl. langer gesucht von K- D öpfe r, Gartfeld. Kriegerfest^ Weuzel’s Garten« Die zum Feste engagirten Kellner, sowie das Küchen- personal haben Samstag Morgen um <> Uhr anzutreun. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, empfiehlt sich die Unterzeichnete zur Vermittelung von Versicherungen gegen Brandschäden bei der Colonia, sowie zur Erledigung aller auf laufende Versicherungen bei derselben bezüglichen Angelegenheiten, unter Zusicherung rascher und billiger Ausführung aller Aufträge. Giessen, den 2. August 1878. Die Agentur der Colonia: Theodor Küchler, Seltersweg 79. Cursus III: Maschinennähen und Zuschneiden wöchentlich St. Honorar 18 JL halbjährig. Cursus IV: Buchführung und kaufmännisches Rechnen St. wöchentlich. Honorar 10 »AL halbjährig. Das Honorar ist in 2 Raten, am Anfang und in der Mitte des Semestere, 4154) Ein möbltrtcs Zimmer mit Gabt zeichneten ist für einen kräftigen jungen net zu vermietben bei Mrnschen Lehrlingsstklle offen u alsbald ~ ~ ~ " zu besetzen. Ed. Lind, Kirchenplatz ~ ... , .a . neben welcher sich ein Metzger-, Bäcker-, 4773) E n Familienlogis zu vermiethen Küfer- oder Schreinergeschäft zc. betreiben zu zahlen. Wir ersuchen die Teilnehmerinnen ihre Anmeldungen sofort und spätestens bis zum 1. September bei einer der unterzeichneten Damen abzugeben, damit für die erforderlichen Einrichtungen, die sich nach der Zahl der Theilnehmerin- nen bemesien, rechtzeitig Sorge gelragen werden kann. Zugleich bemerken wir noch, daß im nächsten Frühjahr auch ein Cursus zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen insbesondere für Landgemeinden eröffnet werden wird. Gießen, den 29. Juli 1878. Das provisorische Cornite: Emit Elschbach^ Droguen- und Delikatessen-Handlung. am 1. October d. I. eröffnet werden wird. Der ganze Cursus umfaßt: Cursus I: Weißnähen nebst Stricken, Stopfen, Sticken mir 26—28 Stunden wöchentlich, darunter 2 St. Deutsch (Aufsatz und Brief) und 2 St. Zeichnen. Von dem „Deutschen" kann auf Wunsch dispensirt werden; Zeichne, ist obligatorisch, doch können bereits darin geübte Schülerinnen ebenfalls Dispensation erhalten. Das Schulgeld für den halbjährigen Cursus beträgt 30 Jt. In dieien Cursus können auch Hospitantinnen mit 12 St. wöchentlich eintreten gegen ein Honorar von 15 JL halbjährig. Cursus II: Kleidermachen und Zuschneiden mit wöchentliä 16 Stunden inclus. Musterzeichuen. Honorar 30 «X halbjährig. Die Teilnehmerinnen können sich außerdem auch bei dem freien Hand- zeichnen Cursus 1 betheiligen. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Berlag der Brühl'fchen Univ.-Druckerei (Fr. Ghr. Pietsch) in Gießen. Lehrling gesucht von 4615) Im Namen des Hfice=Uereüis für Jrauenöilöuiuj und Ermerü dahier, welcher bereits über 200 Mitglieder zählt, zeigt das unterzeichnete Comite hiermit unter Bezugnahme auf die früheren Veröffentlichungen in diesem Blatt über die Wirksamkeit des Vereins an, daß die Anstalt mit Beginn ihres ersten halbjährigen Cursus unter Leitung zweier erprobten und besonders ausgebildeten Lehrerinnen Kriegerfest, Wenzels Gailen. 4777) Zur Bequemlichkeit meiner verehrten Gäste ist auf dem Festplatze eine Wechslercasse errichtet, woselbst auch Bicrniarken (mit Gültigkeit für die Dauer des Festes) zu haben sind. Es dürfte sich im Interesse des Publikums empfehlen, davon Gebrauch zu machen, da ich für vorkommende Unregelmäßigkeiten Seitens der Bedienung bei Herausgabe von Geld unmöglich aufkommen kann. JVithclHl WCIISCL 4585) Der mittlere Stock meines Hauses in der Neichensand Babnhofstraße ist per 06 UC^1' 1. September er. zu vermiethen. Don wem? sagt die Erved. d. Bl. 4192) Der 3. Stock meines Hauses, — 5 geräumige Zimmer mit Zugehör - ist wird am hiesigen Platze für ein Fabrikge- anderweitig zu vermiethen. »i». Dornseiff. ichaft mit 4000 jü gesucht. Briese post- 4762) Gin möbl. Zimmer mit Gabinct ta(iernb ^^ßen 100 A.----------(4797 an einen filteren ruhigen Henn oder Dame 4801) El» tüchtiger . - 3964) Die obere Etage meines Hauses, Kermretyungen. 7 Zimmern rc. mit abgeschlossenem Vor- 4805) MöbNrtts ZImm-r zu ift >u u. °Isb°ld b-Mb-r. bet Köhler, Rheinischer Hof. ----------- - empTT - 4453) Eine Familienwohnung, parterre, Carl . on 4 Zimmern und sonstigem Zugehör zu Eolonial-, Etsenwaarem und Holzhandlung 4796) Ein unn öbiltks Zimmer an einen älteren Herrn ober Dame zu vermiethen und am 1. November auf Wunsch auch früher, zu beziehen. Neue Bäue 85. 4091) Im Btnzer'scheu Hause an der Marburgerstraße ist ein Familtenlogis, 6 heizbare Zimmer und Zubehör enthaltend, mit der Hälfte des Hintergartens zu ver- miethen und am 1. October er. zu beziehen. 4658) Ein gut möblirtes Zimmer zu mühle Nr. 116,9 mittlerer Stock. 4647) Ein kleines Familtenlogis im 4783) Neue Anlage C. 29 tm dritten Stock ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 4571) Ein Logis mit Werkftätte ist zu vermiethen und alöbald zu beziehen im Darmstädter Haus. Kölnische Feuerversicherungs-Gesellschaft Colonia. Grundkapital: Neun Millionen Mark. Gesammte Reserven: Acht Millionen, 906,600 Mark. 4794) Die bisher von Herrn Hofgerichtsadvokat ff1. Barth in Gießen verwaltete Agentur der Colonia ist vom 1. d. MlS., zufolge freundschaftlicher Uebereinkunft, auf Herrn Theodor Küchler zu G-iessen übergegangen, was wir uns beehren, anzuzeigen. Darmstadt, den 2. August 1878. Die General-Agentur: J. G. Kahlert & Söhne. Englischer Fußboden-Oel-Mck, trocknet rasch mit schönem haltbarem Glanze. Eines vorherigen Anstriches deS Bodens mit Oel bedarf es nicht. Preis per Pfd. incL Krug 1 «X 50 H. Alleinige Verkaufsstelle für Giessen aus der Fabrik von Joh. Georg Frank in Offenbach bei_______(4463)__<». Ch, Spruch» METTE’s Stubenluftkühl- u. Anfeucht-Apparat zur Verbesserung und Kühlung der Zimmerluft. Von mediciniscken Autoritäten als gut anerkannt und empfohlen. Der Gesunde wird durch diesen Apparat erfrischt, der Kranke erhält neue Linderung. — Mit geringer Mühe in jedem Zimmer anbringbar. Preis je nach Größe und Ausführung von '^err^Chr. Rosenberg, Seltersweg, hat die Anfertigung übernommen und ist dort stets ein Apparat zur gefl. Ansicht ausgestellt. — Nähere Details gratis und franco zu Diensten. C4643 P. Frank, Sonnenstraße. . , , „ 4755) Eine kleine Familienwohnuna ist zu vermtethen. Marktplatz v. 225. 4691) Das Doflein'lche Haus ist im gesucht von Ganzen oder im Sinjelncn^ vermitthen. Ang. Äaiihcinier *Ww. R=0=02=0 =202=02=0 _ Zum 17. Geburtslage J Earl Hensel, Wallthorstraße. ■ । der beste, wohlschmeckendste und gesundeste aller Liqueurc AfSrJlmD Erster Verdauungs- und Deffert-Liqueur. Schwachen Magen llvkjvi imb ßet träger Verdauung zu empfehlen. Uinoaii qpIhi Elixir de ginseng. Chinesischer Kraftliqueur, nerven- lllUbllroLllUe stärkend. Bestes Mittel gegen Erschöpfung jeder Art. Elixir de Spessart. Ausgezeichneter Magen-Liqueur. Diese, sowie alle übrigen Fleischmann’schen Liqueure empfiehlt 4790) LogiS, gleich beziehbar, zu oer- miethen in_____________90 Neuenbäuen. 4798) Ein kleines Famtlien-Logis auf 1. September vermiethen. Wallthorstraße 137. zu vermiethen. Reflectanten wollen ihre A aaam/3 Adressen gefl. in der Exped. d Bl. nieder- v legen.zum Nussenbrennen auf sofort vermischte Anzeigen. 4688) Nr. 69 und 144 haben je ein Bügeleisen und Nr. 112 das Zuckeruusser gewonnen.____ 4800) Schwarze Fräcke und Kellnerjacken zum Fest zu verleihen bei _______________L. Hosck, Sonnenstraße. 4799) Ein Pferdeknecht gesucht _____________bet Oeconom Wagnep. 4802) Dle am 28. v. Mts. zu Nieder-Besfingen abgehaltene Fahnenweihe war durch 18 Kriegervereine mit 8 Fahnen und 468 Vereinsmitgliedern vertreten. Ihnen, sowie allen Besuchern des Festes für den freundschaftlichen Besuch und die solide Haltung unseren herzlichsten Dank. Auch der Kriegerverein zu Hungen, welcher vielleicht vergessen ter Gegenliebe, welche Er uns zu erweisen schuldig war, nürbe Seine Ehre nicht geschmälert haben, wenn Er uns ein Gegenbesuch erwiesen, oder Sich doch Anstande halber auf die Ihm zugegangene Einladung entschuldigt hätte. ________Der Vorstand des Kriegervereins Nieder-Besstngen. Äriegerftss, Menzels flarteiu 4776) Um allenfallsigen Mißständen während deö Festes vorbeugen zu können^ bitte ich etwaige Ungehörigkeiten Seitens der Bedienung mir sofort direct anzeigen zu wollen. ___________________Wilhelm Wenzel. hierzu eine „Beilage". __________________Wilh. Reiber. 4530) 3 Zimmer mit Zugehör tm 2. Stock zu vermiethen.Ghr. Schopbach.