1S6. Dienstag, den 9. Juli 1878. Kichcner HtnMger Aykizk- lü Amtsblatt für be» Kreis Gieße«. Ne-aetionSbrrreanr Gartenstraße B. 165. VxpeditionSbureaur Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Preis »ierteljLhrlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Pßeil. Bekanntmachung. Betreffend: Den einjährig Freiwilligen Militärdienst. Diejenigen Wehrpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Gr oßherz og thu m Hessen nach $.23 und 24 der Ersatz-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 (Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) gestellungspflichtig sind, werden auf die in den $$ 89 und 91 der Ersatz- Ordnung enthaltenen, nachstehend im Auszuge mitgetheilten Bestimmungen aufmerksam gemacht, mit dem Anfügen, daß die Bestimmungen über die Pflichten der zum einjährig freiwilligen Dienst Berechtigten und die Meldung zum Dienstantritt in den §§ 93 und 94 1. c. enthalten sind. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften oder verspäteter Einreichung der Gesuche, kann die Zulaflung zu der nächsten Prü- fung nicht stattfinden, bezw. der Berechtigungsschein nicht verliehen werden. Die vorstehenden, sowie die Bestimmungen des unten abgedruckten $ 89 gelten sowohl für diejenigen Wehrpflichtigen, welche sich der Prüfung unterzicheu wollen, als auch für die, welche auf Grund eines Schulzeugnisses den Berechtigungsschein uachsuchen. Für die im nächsten Herbst stattfindende Prüfung sind die Gesuche um Zulaflung spätestens bis zum 1. August 1878 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuch nur ein Unbescholt enheitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden rc. gibt die Prü fun gs. Ordnung (Anlage 2 zur Ers.-Ord.) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals, worin die Prüfung stattfindet, erfolgt wettere Bekanntmachung. Eine specielle Ladung erfolgt nicht. Darmstadt, den 31. Mai 1878. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: S p a m e r. Abdruck. §. 89. Nachsuchung der Berechtigung. 1. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr nachgesucht werden. Der Nachweis derselben ist bet Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April des ersten Mtlitärpfltchtjahres (§. 20,2) zu erbringen, g 2. Die Berechtigung wird bei derjenigen Prüfungs-Commission nachgesucht, in deren Bezirk der Wehrpflichtige gestellungspflichtig ist. (§. 23 u. 24.) 3. Wer btc Berechtigung nachsuchen will, hat sich bet der unter Nr. 2 bezeichneten Prüfungs-Commission spätestens bis zum IWebruar des ersten Militärpflichtjahres zu melden. Dieser Meldung sind beizufügen: a) ein Geburts-Zeugniß, b) ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über die Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen, c) ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist. Sämmtliche Papiere sind im Original einzureichen. 4. Außerdem bleibt die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig freiwilligen Dienst noch nachzuweisen. Dies kann entweder durch Beibringung von Schulzeugniflen oder durch Ablegung einer Prüfung vor der Prüfungs-Commission geschehen. 5. Der Meldung bei der Prüfungs-Commission sind daher entweder die Schulzeugnisse, durch welche die wiflenschaftliche Befähigung nachgewiesen werden kann (§. 90) beizufügen, oder es ist in der Meldung das Gesuch um Zulassung zur Prüfung auszusprechen. Die Einreichung der Zeugnifle darf bis zu dem unter Nr. 1 genannten äußersten Termin ausgesetzt werden. Sn dem Gesmche um Zulassung zur Prüfung ist anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen der sich Meldende geprüft sein will (Am. 2. §. 1). Auch hat der sich Meldende einen selbst geschriebenen Lebenslauf beizufügen. rc. rc. rc. §♦ 91* Nachweis der wissenschaftlichen Befähigung durch Prüfung. 1. Wer die wiflenschaftliche Befähigung für den einjährig freiwilligen Dienst durch eine Prüfung nachweisen will, hat sich auf Vorladung der Prüfungs- Commission persönlich im Prüfungstermin einzufinden. 2. Alljährlich finden 2 Prüfungen statt, die eine im Frühjahr, die andere im Herbst. Das Gesuch um Zulaflung zur Prüfung muß für die Frühjahrsprüfung spätestens bis zum 1. Februar, für die Herbstprüfung spätestens bis zum 1. August angebracht werden. rc. rc. rc. Aolilischer Pheil. Deutschland. Berlin, 6. Juli. Nachdem Mitte voriger Woche ein entschiedener Fortschritt in der Genesung des Kaisers zu bemerken war, hatte sich Ende der Woche wieder ein Stillstand eingcstellt, der die Umgebung in der Weise besorgt machte, als dadurch die Möglichkeit, den hohen Herrn in stärkende Landluft zu bringen, immer weiter hinousgerückt wurde, so daß Tag um Tag der schönen Jahreszeit vergebt, ohne daß davon für die Kräftigung des Monarchen etwas zu erhoffen war. Für August ist ein Aufenthalt in Gastein und der Gebrauch der dortigen Bäder unbedingt in Aussicht genommen, aber vorher muß der Kaiser doch so weit gekräftigt sein, daß er die unter diesen Umständen beschwer ltche Reise unternehmen kann. Nachdem einige Zeit Wilhelmshöhe als Station vor der Mainau in Aussicht genommen war, ist in den letzten Tagen wieder Babelsberg in den Vordergrund getreten. Dorthin gehen Wille und Sehnsucht des Kaisers. Tie Nachricht der Zeitungen, daß die Kaiserin an eine Fortsetzung ihrer Kur in Baden-Baden denkt, entbehrt der Begründung. Die Kaiserin denkt jetzt am wenigsten an ihre eigene Gesundheit, so sehr diese auch durch innere Erregungen und die aufopfernde Pflege des hohen Kranken erschüttert ist, so daß die Aerzte in sie dringen, sich mehr Schonung angedeihen zu lassen. Davon will die Kaiserin nichts hören — sie erklärt allen diesen Mahnungen gegenüber, jetzt am wenigsten Mann und Tochter verlaffen zu können. Die beiden Frauen, zu denen sich auch der Kronprinz und die Kronprinzessin vereinen, suchen den Kaiser durch Alles, was ihm Freude verursacht und ihn geistig nicht anstrengt, zu unterhalten. Noch ist der hohe Herr durch die Unfähigkeit, beide Arme zu gebrauchen, in seinen Bewegungen gehindert. Seine Kleidung ist der Mantel von weißem Wollstoffe. Von seiner militärischen Begleitung hat ihn noch Niemand gesehen, selbst Graf Lehndorff nicht, der ihm von dieser doch am nächsten steht. Es geht dem Kaiser offenbar zu Herzen, daß er diesen Herren gegenüber nicht wie immer in Uniform und der strengen militärischen Haltung erscheinen kann. Aus der verstärkten, mit einem Osficier besetzten Wache am Brandenburger Thor hat er die Sicherheitsmaßregeln erfahren, die man den neuesten Ereignissen gegenüber zu nehmen sich veranlaßt sah. Seit voriger Woche hat ihm der Kronprinz die Auflösung des Reichstags mttgethetlt. Berlin, 6. Juli. In der gestrigen Sitzung des Congreffes wurde die griechische Sache verhandelt und erledigt. Mit großem Jntereffe vertrat Frank- reich die Sache Griechenlands. Außer der Zuerkennung der Autonomie der griechischen Provinzen der Türket, welche durch Art. 15 des Friedensvertrages von San Stefano festgestellt ist und deren Sicherstellung durch die europäische Controle erfolgen soll, haben alle Mächte befürwortet, daß es im europäischen Friedens-Jntereste liege, dgß wesenlliche Theile Griechenland zuerkannt werden. Griechenland soll eine Grenzerweiterung bis zur Linie Kalamas-Salambria erhalten. Die türkischen Vertreter haben diesen Ausspruch des Congreffes ad referendum genommen. — Montenegro erhielt Nckstc; die eine Seite der Bucht von Antivart wird in die Hände Oesterreichs gelegt, die andere zu Montenegro geschlagen. — Was die Entschädigung Rumäniens betrifft, so scheint Siltstria selbst dazu nicht zu gehören, wohl aber der umliegende Bezirk. Die heutige Sitzung wird zum Theil durch die Berathung über die von den Commissionen vorgelegten Grenz-Fixirungen in Anspruch genommen werden. Auch wird die Discussion der Batum-Frage erwartet. Man scheint nicht darauf zu rechnen, mit der letzteren heute zu Ende zu kommen. — Wie verlautet, fand gestern eine Unterhaltung zwischen Fürst Gortschakoff und Lord Beaconsfield statt. Berlin, 6. Juli. Ueber die gestrige Congreßsitzung verlautet noch, daß einige Mächte für die Abtretung von ganz Thessalien und Epirus, sowie vo Kreta an Griechenland sich ausgesprochen haben. Uebereinstimmend wurde seitens aller Mächte im Principe die Nothwendigkeit der Rectifictrung der Grenzen Griechenlands anerkannt und, wie gemeldet, die Meinung ausgesprochen, daß die Linie Kalamas - Salambria die Griechenland zuzusprechende Grenze sei. Ferner wurde Griechenland überlaffen, über die Details der Grenzrectificirung mit der Pforte in Unterhandlung zu treten, wobei die Mächte im Falle etntretender Schwierigkeiten ihre guten Dienste in, Aussicht, stellen. Die Vertreter der Pforte, welche ohne Instructionen waren, konnten die Anschauungen des Congreffes, wie gemeldet, nur ad referendum nehmen. Uebrigens sind noch Nachrichten von neuen Kämpfen auf Kreta eingegangen. Nach den bezüglichen Meldungen sollen die Türken bei Kanea von 5000 Mann 500 verloren haben. / Man sagt, daß England bei der Vertretung griechischer Jntereffen ziemlich lau gewesen sei. — Der Bundesrath hat heute eine Sitzung gehalten und wird von jetzt ab seine Sitzungen aussetzen, nicht aber schließen, um dieselben bis Mitte August wieder auszunehmen. Auch das Staatsmtnistertum war heute zu einer Sitzung zusammengetreten. — Der „Nattonalzettung" wird mitgetheilt, der österreichischen Polizei wäre es gelungen, Fäden nachzuweisen, welche von dem Nobiling'schen Attentate nach der Secte der russischen Nihilisten hinüberreichen. Die Entsendung eines hiesigen Polizeibeamten stehe damit in Verbindung. — Die „Nationalzeitung" gibt diese Nachricht mit alleyr Vorbehalt wissder, glaubt aber bei der Zuverlässigkeit ihrer Quelle solche nicht vorenthalten zu sollen. — Die heutige (14.) Sitzung des Congreffes begann gegen 2y4 Uhr und schloß kurz vor 5 Uhr. — Eine in der „Vofl. Ztg." enthaltene Erklärung, wonach der Sultan der temporären Besetzung Bosniens und der Herzegowina unter der Voraussetzung zustimme, daß die vorangehende Frage bezüglich des'Einmarsches der österreichischen und des Abzugs der türkischen Truppen geregelt würde, wird von der „Nordd. Allg. Ztg." als unrichtig bezeichnet. Von einer „temporären" Besetzung sei keine Rede. Ein solcher Ausdruck sei auch mit t>em erklärten „Beitritt der Pforte zu dem Anträge Englands" nicht vereinbar. Die türkischen Delegtrten^ hätten der türkischen Regierung nur die Verständigung über die „mesures prdalables“ Vorbehalten. Berlin, 6. Juli. Bulletin von 10 Uhr Vsrm. Bei Sr. Majestät dem Kaiser nimmt die Beweglichkeit am Arme in erfreulicher Weise zu. Das Allgemeinbefinden ist unverändert gut. (Unterz.) v. Lauer, v. Langenbeck. WilmS. Berlin, 6. Juli. Für den Fall günstiger Witterung begeben sich die Congreßdelegirten auf Einladung des Kronprinzen miorgen Nachmittag um 3 Uhr mit einem Extrazug nach dem Wannsee, besteigen dort den Dampfer, der sie nach Glienicke bringt und machen dann eine Rundfahrt durch die königlichen Gärten Vei Potsdam. Das Diner (von 40 Gedecken) findet in Sanssouci statt. Berlin, 6. Juli. In der heutigen Sitzung des Congreffes wurde die Angelegenheit, betreffend Batum, behandelt, mit dem Bestreben, die schwierige Frage nicht zuzuspitzen. Die Zuweisung Datums scheint im Principe anerkannt. Es werden aber Caukelen gefordert, so daß noch wettere schwierige Details zu erledigen find. — Abends. Wie verlautet, bestünden die für die Zuweisung Batums an Rußland geforderten Cautelen in der Forderung einer Freihafensstellung und der Schleifung der Festungswerke. In der gestrigen Congreßsitzung lehnten die türkischen Delegirten zunächst die Anforderungen des Congreffes bezüglich Recti- ficirung der griechischen Grenzen ab. Als-sie dann darauf hingewtesen wurden, daß die Pforte während deS griechischen Aufstandes selbst solche Maßregeln vorgeschlagen hätte, erklärten sie ohne Instructionen zu sein. München, 6. Juli. In der Abgeordnetenkammer wurde heute von der Regierung ein Gesetzentwurf über die Verwendung der Bayern überwiesenen Summe aus den bet der Verwaltung der deutschen Occupations-Truppen in Frankreich erzielten Ersparungen vorgelegt; ferner ein Gesetzentwurf betreffs Ntedersetzung eines ständigen Ausschuffes zur Borberathung der Einführungs- Gesetze zu den Reichsjusttz-Gesetzen. m Hesterreich. Wien, 6. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest: Der Ministerrath, unter dem Vorsitz,deS Fürsten hat beschloffen, die Rückkehr Bratiano's abzuwarten und erst auf Grund von deffen Bericht definitive Entscheidungen zu treffen. Die Gerüchte von einer bevorstehenden Thronentsagung des Fürsten werden vorläufig als grundlos bezeichnet. England. London, |6. Juli. „Times" meldet aus Berlin vom 5. d.: Fürst Bismarck habe dem „Times"-Correspondenten gegenüber die Hoffnung ausge- sprochfn, der Kaiser von Rußland würde darein willigen, daß die Befestigungen von Batum geschleift würden. Die Frage der Begrenzung des Sandschaks Sofia sei durch das von den neutralen Mächten propontrte Kompromiß gelöst. Ztalien. k 'l 41 Juli. Die Curie scheint die Veröffentlichung des Briefwechsels zwischen dem Deutschen Kaiser und dem Papst als ein Zeichen des Abbruchs der Verhandlungen von Seiten Berlins zu betrachten. Franchi telegra- phirte dem Münchener Nuntius, er möge seine Reise nach Mkltn bis auf Weiteres ausschieben. Rom, 6. Juli. In der heutigen Sitzung der Kammer erklärre der Minister des Innern, Zanardelli, die Regierung bedauere, auf die gestern gestellten Interpellationen in Betreff der Orientfrage mit Rücksicht auf den Con- greß nicht antwo ten zu können. Die Regierung konnte übrigens Beweise geben, daß sie ihre Pflichten nicht vergeffen habe und ihren Princtpien treu geblieben sei. Rußland. Petersburg. Zu wiederholten Malen haben wir auf die Greuelthrten der Bulgaren gegenüber wehrlosen Muselmännern hingewtesen und den Ruffen den Vorwurf aemacht, daß sie nicht auf das Schärfste dagegen einschreiten. Jetzt aber scheint es doch selbst diesen zu toll geworden zu fein. Dem „Golos"" vird^ aus Konstantinopel nachstehende Mittheilung telegraphtrt, die wohl als verbürgt angesehen werden darf, da sie ohtie Widerspruch der Regierung auch in andere russisch? Blätter übergegangen ist. Der „Golos" schreibt: „Im Einvernehmen mit dem aus Petersburg eingetroffenen allerhöchsten Befehle verfährt das zu Philippopel tagende Kriegsgericht mit großer Strenge gegen die Unruhestifter. Vor Kurzem fällte dieser Gerichtshof ein Verdict, durch welches 10 Bul- garen zum Tode durch den Strang und alle Bulgaren, welche die durch Brandstiftung eingeäscherten türkischen Dörfer bewohnten, zu einer körperlichen Züchtigung verurtheilt wurden. Dieser Urtheilsspruch wurde sogleich vollzogen; diejenigen, an denen die Vollstreckung deflelben stattfand, waren der Brand- stiftung, des Raubes und der Ermordung von Mohamedanern schuldig befunden. Eine derartige exemplarisch strenge Bestrafung wirkt zur Herstellung der Ruhe bedeutend mit. Aus diesem Anlaffe haben angesehene Bürger aus der türkischen Bevölkerung dem Kriegsgericht zum Ausdruck ihres Dankes eine Adresse überreicht." (ftöln. Ztg.) Petersburg, 6. Juli. Die „Agence Ruffe" schreibt: Eine Correspon- denz der „Times" aus Berlin behauptet, Rußland widersetze sich durchaus der Ännection Kretas an Griechenland. Wir nehmen keinen Anstand, zu erklären, daß die Sitzungsprotokolle diese Behauptung für vollkommen unbegründet erweisen werden. Fürst Gortschakoff hat in der betr. Sitzung allerdings erklärt, daß Rußland, gebunden durch den Vertrag von San Stefano, im Schooße des Congreffes keine Initiative in Betreff Griechenlands ergreifen könnte, daß aber alle Vorschläge zu Gunsten Griechenlands seine vollkommene Unterstützung sicher finden würden. Rußland habe stets nicht diesen oder jenen Theil der Christen im Orient vertheidtgt, sondern alle Protokolle und die Geschichte des Congreffes würden zweifellos darlegen, welche Macht sich jenen Vorschlägen widersetzte. Serbien. Kragujevatz, 6. Juli. Die Skupschttna, welche heute eröffnet wurde, wählte zunächst den Verificiruugs - Ausschuß. Morgen findet die Constitutrung der Versammlung und die Präsidentenwahl statt, welcher sodann die Thronrede folgt. Türkei. Konstantinopel, 6. Juli. In den Gewässern von Cypern sind zwei englische Panzerschiffe eingetroffen. — Die Abreise des englischen Botschasts- secretärs Bariug nach Kreta wurde verschoben._________________________________ Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 7. Juli. Bulletin von 10 Uhr Vorm. Bei gutem Allgemeinbefinden Sr. Maj. des Kaisers ist heute auch am rechten Arm der Verband fortgelassen worden. (Unterz.) v. Lauer, v. Langenbeck. Wilms. London, 7. Juli. Der „Obseroer" meldet: Schatzkanzler Northcote hat eine Anzahl hervorragender Conseroativer zu einer Versammlung im Auswärtigen Amte auf morgen Nachmittag eingeladen. — Die conservativen Vereine von London haben beschlossen, dem Lord Beaconsfield einen festlichen Empfang bei seiner Rückkehr von Berlin zu bereiten und ihm eine Adresse zu überreichen. Wien, 7. Juli. Die „Wiener Ztg." veröffentlicht ein Handschreiben des Kaisers an den Ministerpräsidenten, Fürsten Auersperg, worin derselbe sich die Beschlußfaffung bezüglich der Demission des Cabinets vorbehält, den Freiherrn v. Lasser von der Leitung des Ministeriums des Innern enthebt und den Fürsten Auersperg mit der Leitung desselben bis auf. die kaiserliche Entschließung über die Demission des Cabinets beauftragt. Zugleich veröffentlicht die „Wiener Ztg." ein kaiserliches Handschreiben an den Freiherrn v. Lasser, worin der Kaiser Letzteren mit Bedauern aus eigenes Ansuchen von dem Amte als Minister des Innern enthebt, die Uebernahme desselben auf den zeitlichen Ruhe- tand genehmigt, sich die Wiederverwendung vorbehält, ihm das Großkreuz des Stephans-Ordens verleiht und ihn als lebenslängliches Mitglied in's Herren- )aus beruft. Petersburg, 7. Juli. Die „Agence Russe" veröffentlicht ein Telegramm avs Berliw vHm 6. d., Abends 7 Uhr, wonach die Batum-Angelegen- heit in der Samstags-Sitzung des Congreffes einen Schritt weiter gebracht und zu hoffen ist, daß die nächste Sitzung am Montag eine brfriedigende Lösung der Frage herbeiführen werde. Der von der" russischen Regierung verfolgte Zweck sei, aus Datum einen im Wesentlichen für den Handel bestimmten Hafen zu machen. Die „Agence Russe" glaubt versichern zu können, daß in der Samstag-Sitzung des Congresses von einer Schleifung der Festungswerke nicht die Rede gewesen sei. New-Uork, 7. Juli. Die Nachrichten über den Krieg mit den Indianern sind ernster Natur. Die Indianer bringen nach Norden vor. Eine starke Colonne versuchte den Columbia zu überschreiten. Die Stadt Canyon-^ City ist von Indianern umzingelt, das ganze Gebiet in größter Erregung. Berlin, 7. Juli. Die griechisch-türkischen Verhandlungen wegen Rati- ficirung der griechischen Grenze werden direct zwischen Athen und Konstantinopel geführt werden. Die Vermittelung der Mächte bei etwa eintretenden Schwie-' rigkeiten wird durch eine nach Schluß des Congress?s verbleibende Commission von Vertretern der Mächte ausgeübt werden. Ueber den Besitz von Janina wird erst durch die erwähnten Verhandlungen entschieden werden. — He.ite Mittag IV/g Uhr bat bei dem Fürsten Bismarck eine Conferenz stattgefunden, an welcher Russell, Salisbury, Oubril und Schuwaloff theilnahmen. — Graf Vermischtes. Handel und Verkehr. Schuwaloff wohnte mit seiner Gemahlin dem Gottesdienste in der russischen Capelle, Graf Cortt nebst Attaches und Graf Carolyt dem Gottesdienste in der HedwtYstirche bei. 'empfiehlt (3857 Gg. Wilh. Weidig. i r o i Lollar kann in größerer Menge angefahren werden-bei (4122 L. Petri II., Ludwigsstr. Aeilgeöotenes. Neue holl. 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Die in Form wie in Gedankengang vollendete Rede, welche im Eingang des verstorbenen Großherzogs LudwttzS HL, und seiner Verdienste um die vaterländische Hochschule rühmend gedachte,' sand bäi allgemeinsten Beifall der zahlreichen Zuhörer, unter welchen sich außer dem corpus academicum die Notobtlitäten aus dem Ctoil- und Mtlttärstande befanden, sowie ein Kranz von Damen. Besonders ergreifend waren die Stellen der mit klangvollem Organ vorgetragenen Rede, in welchen das Andenken unserer früherer Minister du Thtl unb Hofmann in dankbarer Erinnerung erneuert wurde. — Die philologische Preis« aufgabe hatte Herr stud. Helm aus Bensheim gelöst, die historische Hr. stud. Roack aus Gießen, die chemische Hr. Martin Jaffe aus Posen. Die anderen blieben ungelöst. — Lewer war das schö ne Fest zugleich ein Trauerfeft. Am Ende seiner Rede verkündete der Herr Rektor mit bewegtem Herzen, daß gestern Herr Prof. Dr. Fr. Ludwig Karl Weigand, der berühmte Germanist und Allen theure College, nach längerem Leiden plötzlich gestorben sei. Der Verewigte war geboren am 18. November 1804 in Unter« florstadt in der Wetterau. Nach genossenem Pltvatunterrtcht besuchte er das Schullehrerseminar zu Friedberg, in welchem der der höheren Bürgerschule befreundete Regierungsrath Hesse zu Mainz aufmerksam auf seine besondere Begabung wurde. Nachdem er wahrscheinlich auf dessen Empfehlung Hofmeister bei dem preußischen Generalmajor d. Müffling zu Mainz gewesen war, studirte er von Ostern 1830 Theologie, wurde, dann nach bestandenem Examen wieder Hauslehrer bet Landrichter Reh in Nidda 1834 Lehrer an der Realschule zu Michelstadt, 1837 an der Realschule zu Gießen, wo er, mit dem Prof. Schmitthenner, dem Verfasser der deutschen Grammatik Teutonia, bekannt geworden, sich dem historischen Sprachstudium zuwandte. Nachdem Realschul- Dtrector Dr. Braubach zu Gießen in Pension getreten war, wurde er sein Nachfolger, bald darauf aber auf Antrag der Ständekammer dieses Amtes entbunden und mit einer Professur der Universität betraut, um sich der Mttoollendung des von den Gebrüdern Grimm begonnenen deutschen Wörterbuches ganz zu widmen. Man steht auS diesen Andeutungen, daß der Verewigte Alles, was er geworden ist, nur seinem Talent und seinem unermüdlichen Fleiß verdankt. Dabet war sein Charakter rein wie Gold, wie Herr Rektor Oncken in seinem kurzen, aber treffenden Nachruf heroorhob. Außer seinen bedeutenden Beiträgen zu dem erwähnten Grimmischen Wörterbuche seien neben seinen vielfacherr kleineren Arbeiten in verschiedenen Zeitschriften hier nur er- wähnt; 1) eine kurze Sprachlehre, Mainz 1838; 2) Wörterbuch der deutschen Synonymen, Mainz 1840 M3 1843, fußend auf den dtesfälliaen Handwörterbüchern von Eberhard und Maaß; 3) kurze Styllehre in der 14. Auflage des Denksreundes von Schletz; 4) deutsches Wörterbuch von Schmitthenn^rs kurzem deutschen Wörterbuch, Gießen 1873 bis 1876, 3 Bände, 4. Auflage, welches Werk als eine ganz selbstständige Arbeit zu betrachten ist. (Allgem. 8 ) , —Aus Madrid liegen uns folgende Nachrichten vor: „Ein unendlich tiefer Schmer- über den Tod der jungen, schönen Königin Mercedes lastet auf der ganzen Bevölkerung. Kaum war die unglückliche Nachricht bekannt, als eine ungeheure Menschen- maffe stch in der Nähe des KönigsMastes versammelte. Die Masse verharrte in tiefstem Schweigest. In der ganzen Stadt wurden sofort alle Läden geschlossen, die Anzeige-Zettel der Theater wurden entfernt, die Drputirtenkammer und der Senat vertagten sich, nachdem sie ihrer Trauer Ausdruck gegeben hatten und die ganze Stadt ist auf'S Tiefste ergriffen, so tief ergriffen,^ so erregt, daß man sogar dem Märchen glaubte, die Königin sei keines natürlichen Todes gestorben. Ganz leise schlich das Gerücht von Mutw^ zu, MM)d wett.ex und man weiß, wie derartige Märchen zur Legende werden, wie sie Wurzel fasten. Die Aerzte haben natürlich constatirt, daß ein Wnjpftlia&’rukZ0' 4' Der Gutsbesitzer H. Lauer von Niederwalgern, wegen Majeftatsbeletdigung verhaftet, ist heute gegen Caution auf freien Fuß gesetzt. . (Sonst und jetzt.) Es war im Jun! 1873, als der König der Köniae der Schah uon^ Persien, Berlin zum ersten Male mit seinem Besuch beehrte. Ganz Berlin war auf Ben Beinen, der Kaiser holte dm persischen Gast in großer @enerol§5 AAorm und ein Dragoner-Cortdge eröffnete und schloß den langen Wagenzuq. PAc.n J1” Königs sch loste an der Spree stand die Kaiserin, umgeben vom großen Hofstaat, zum Empfange des hohen Gastes bereit. Als der Schah die Freitreppe herauf- l^b'^« ULte sich die hohe Dame, er aber zog sich langsam dte>Handschuhe an, und ließ die Blicke über den „Harem des Kaisers, wie er meinte, schweifen. Die Kaiserin nÄaI8/ ml Gast konnte es das erste Mal übersehen habeE Doch Nassr Eddins Rückgrat blieb steif. Vor Frauen verbeugt sich ein Nichkomme des Kyros nicht. Jetzt war er oben, reichte der Kaiserin mit großartiger Nonchalance dm Arm und schleifte mit ihr die Säle durchs Von Zeit zu Zeit rief er einem seiner 93e= ^°rauf dieser ihm das Taschentuch apportirte. Dann schneuzte sich der König der Könige dröhnend und warf das Tuch über seine Schulter rückwärts Knrim8pnbcr Eng »Kaiserliche Hoheit«, sagte ein hoher Hofbeamter zum ^önen nicht der Degen in der Scheide?« Unb der Kronprinz zog die Schultern hoch, die bekannte Pantomine für das Sprüchwort: „Man kann vom Dn "Fanten, als . . - Die Kaiserin aber seuffte: „Ach, wärst wr-’Ä»“ ”» -■« Gießen, 8. Juni. Die auf Samstag Abend berufene außerordentliche Generalversammlung der hnsigen Gewerbebank, Tag.-O- Statutenänderung, war sehr schwach besucht. Von 740 Mitgliedern, welche die Bank zählt, waren keine 40 erschienen. Woht mögen verschiedene Umstände dazu beigetragen Haden, daß einzelne Mitglieder die Versammlung nicht besuchen konnten, aber das Fehlen der Uebrigen zeigt doch eine Lässigkeit, welche bei einem solchen bedeutenden Institute nicht stattfinden dürfte. Die vorgeschlagenen Aenderungen der Statuten wurden.einstimmig genehmigt. Lokal-Notiz. Gießen, 8. Juli. Letzten Samstag feierte das hochverehrte wie hochbetagte Prof, v. Klipfteinstche Ehepaar seine goldtte Hochzeit im Kreise seiner Kinder und zahlreicher Enkel. Möge den Jubilaren noch lange ein schöner Lebensabend beschieden sein. ttilseri, HrrnoiDer, Wallthorstrasse 156,' liefert in geschmackvoller Ausführung und billigen Preisen: Spiegel, jeder Art und Größe, Consol- und Nipptifche mit Marmorplatten, Bildcr- Naymen für Oclgemälde rc., Photographie-Rahmen, reich verziert. Gallerten mit und ohne Verzierungen. Das Neuvergolden obiger Artikel wird schnell und aufts Beste aus- geführt. 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Hof' beisammen ^alle Minifl?/ b r Nifchv UN Tylcd« unh der Patriarch van Jnbim. fi/ben Seüh r hi-lt siebte Hand des jungen Königs Alfonso in ihren Hünden aeiokt K d-8 Bettes standen die Herzogin von Montpmster und Me°^nsanttn Der Cardinal Moreno, der Beichtvater der jungen Köniain fint tRr r ne* gespendet, die Absolution ertheilt und ihr ferner den Segen ^des Pavstes^ fterbeyhen Königin ^telegraphisch überskndt hatte. D^r jnnge KöZa Alfonso von Spanien war wie vernichtet. Ehe die junge Königin starb bnHpfi, «aa S' darauf war st« tobt. Die Herzogin von Montpenster bat den von demselben Leiden a-h-ili, um -in Jahr spästr ttn3eine?tanber?İant6dt N,st°rb-n Der Kör b^ittchk Lb°ls°mi5 morden weil Okn mrtr Citns8 k'} u herrschenden Hitze zu schnell in Verwesung übergeaanaen oorschreibt^mi^ö^em ^rdmklichen^P^omP^»on^^^ad^rid^i>ach^denr"Es^curtti"/ ttanSvo?ttrt H-'r°S -ingeholt mur.be, her- ta O ,S Ä« er^ Jn . It Ä Gründ- geaen das Ehreproject des Königs erschöpst Saite" äu&erte- Von der Ner^ou der Prinz-stn Mercedes svreche ich nicht. Engel discutirt man nicht, man betet ist an bn^ert jede Gegnerschaft verstummen mußte, hat die Erde Veristen. Die jüngste und schönst- Königin der Christenheit ist nach einer Ebe von iünf M°n°t-n und drei Tagen im Alter von achtzehn Jahren und zm-i Tagen geftbrbÄ in!« ^er«rl Leib, Vergolder, Giessen (hinter^der Ki 1780________________________ Schlackensaiid Kill Haus in der Frankfurter Straße fin-de^- Nahe der Wiefeck- brücke) zu verkaufen. Nah. in der Exped. d. Bl. (3792 Grabkreuze, roh und vergoldet, empfehlen §084) Heinzerling & Tribus. Leichte Zommerunterhosen u. Unterjacken in Wolle und Baumwolle, in allen Größen und Wetten empfiehlt zu sehr billigen Preisen. (309» H* Hübsam en« Neue holl. Vollhäringe find.eingetroffen. (4196 Gg. Wilh. Weidig. Archten Weinessig, vorzüglich zum Einmachen, sowie sämmtliche Gewürze empfehlen (4199 _____«WrM-10 & Tribus. 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Bekanntmachung. 4025) Heinrich Pansch IV. von Wteseck hat heute mit der Mehrheit seiner gerichtsbekannten Gläubiger ein Arrangement abgeschloffen, von dem Einsicht in der Gerichts-Registratur ge> nommen werden kann. Etwaige unbekannte Gläubiger werden aufgefordert, ihre Einwendungen gegen dieses Arrangement binnen 4 Wochen, von heute an gerechnet, geltend zu machen, als sonst doffelbe bestätigt und in Vollzug gesetzt werden würde. Gießen, den 28. Juni 1878. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann, Langermann, Landrichter._______Landg.-Asseffor. Versteigerung. Samstag den 13. Juli, Nachmittags 3 Uhr, soll von mehreren Ackern die Korn- und Hafer - Ernte auf d«m Halm versteigkrt werden. Zusammenkunft an der Lahnhütte. 4203) Fr. Lamputz. 4159) Ein möbltrtes Zimmer zu oer- mtethen. PH. Kreiling, Hintcrgasse Nr. 38. 4152) Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- miethen.____________________.Lohmühle". 4138- Ein Famlltenlogis zu oermtethen. ___________________K. Kl emmrath. In der Schulstraste ist ein Familienlogis von S Zimmern nebst Zugehör zu vermiethen und sofort beziehbar. Nähe- reS in der Exped. d. Bltts. SALlelkijätte neb|i Wodnung zu vermiethen. 4050)___________Ehr. Horeyseck. 4101) Eine freundliche Hamtltcnwohnung tm oberen Stock meines Hauses, beziehbar am 15. September, ist zu vermiethen. Prof. Dr. Oncken. Schlafstellen 3U Neustadt^ 93°65 4127) V rittzungshalber ein kleines freundliches Mansardenlogis zu vermiethen bei G u st a v B e r a e n Verlängerte Ludwigs!. 4080) Im Graftichen Haus- an der GrLnbi-rger Straße ist der untere Stock zu vermiethen. Wermiethungen. 4191) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Wittwe Sch mall (Bleiche) am Neuenweger Thor. 4193) Ein möbltrtes Zimmer an einen ruhigen Herrn zu vermiethen. ____________________Marktplatz A. 5. 4194) Familienlogis zu vermiethen und gleich beziehbar bei Georg Unverzagt, Kaplansgasse. 4197) Die unteren Räume meines Hauses sind zu vermiethen und alsbald beziehbar. ________________G g. Burckhardt. 4192) Der 3. Stock meines HauseS, — 5 geräumige Zimmer mit Zugebor — per 1. August zu vermiethen. l>r. Dornseiff. 4206) Ein Familienlogis und ein möb lirtes Zimmer zu vermiethen. Chr. D. Fillmann, Kirchenplatz. 4035) In dem ehemals Ronst adt'schen Hause ist ein schönes Logis von 2 Zimmern rc. zu vermiethen.__R. Scheel. 3788) Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Oktober, auf Wunsch auch früher, zu beziehen. _____________________ Dr. Ploch. 3836) 2 möbltrte Zimmer, parterre sind zusammen oder getrennt zu vermiethen bei __F- Jutzi. meinem neu erbauten Hause im Gartfeld ist im ersten Stock ein sehr schönes Familienlogis mit allen Be quemlichkeiten, Wasserleitung, Garten- Antheil rc. an eine ruhige Familie zu vermiethen und sofort beziehbar. 3451)_______________W. S e u lin *g. 3457) Das doc Frau Mitprediger B alser bewohnte Logis ist anderweitig zu vermiethen und alsbald beziehbar. I. H. Fuhr, Sonnenstroße 104. 4075) Ein FamiltcnlogtS zu vermiethen bei I. Bello ff Wittwe, __________________Grünbergerstr. 150. 4173) Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen b G. B r e u ft ä d t, Katbartnengosse- vermischte Anzeigen. 4207) Ein Kinderjäckchen von schwarzem Sammet, während des SängerfesteS auf dem Fefiplatze gefunden. Dasselbe kann gegen Erstattung der Jnseratgebühren im Weinsaal empfangen werden. gOOOOaODDOOOODOOOOODOODDC 4189) Unferm lieben Freunde C □ W m D . . . l g g zu seinem heutigen Wiegenfeste die r O herzlichsten Glüchwünsche. C Seine Freunde. J §QOCOODOOCDOO □OCOCDOOGOOC Verloren am Samstag beu 29. v. M- auf dem Marktoder Ktrchenplotz eine goldene Damenuhr. Dem Finder eine gute Belohnung in der Exp- d. Bltts. ( 4195 178) Reparaturen an Nähmaschinen schnell, gut und billigst. Theodor Haubach 9 Reichensand - Bahnhofstrasse. 4011) Die Klee - Ernte von einem /«Morgen grosten Acker wird zu kaufen gesucht. Näh. in der Exped. d. Bl.________ 4128) Ein braves Mädchen liir Küche und Hausarbeit gesucht von Frau Corctlius, Weilburg. 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Bettfedern u. Daunen. Barche nt, Zwillich- und Federleinen. bleibt reines Ergebniß «X 1575,05 Diese Summe ist an den Vorstand des Lindes-Hülfsvereins zu Darmstadt eingesendet worden, um ihrer Bestimmung zugeführt zu werden. Indem das Comitd die Sammlung dahier als beendigt betrachtet^ spricht es den zahlreichen Gebern für die warme Betheiligung bei dem patriotischen Wohlthätigkeitswerk seinen herzlichsten Dank aus. Gießen, den 5. Juli 1878. Das Comitv und der Vorstand des Zweig-Hülfs-Vereins. 30000DO(X30[XXX3CXX)OOOOOODOO(X)0(XXXXnXXXXXX>DODOCXDC Lager in Wööekn, Spiegeln etc. jeglicher Art und allen Hölzern. Polster - Möbel in der reichhaltigsten Auswahl. Korbwaaren, als: Sessel, Blumentische, sowie Kinderstühle und Sopha’s. Cocos - Läufer und Matten. Linoleum. Fussboden-Wachstuch. (330 Wachstücher n Möbelfabrik & Spiegellager 7 / von ' TH. BHÜCK, TAPEZIER früher: Seltersweg, jetzt: Schlossgasse B. 1 (▼orm. 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Streich-Quartett Bei ungünstiger Witterung im Lokal. — Entree 20 m^rmitmortltcbe Reaktion: A Schevda — Druck uns Verlag oer Brüül'sLen llntv.-Druckeret (Fr <4Lr. Pietick)