Freitag, den 7. Juni 1878 Ko. 131 Kießmcr Anreiger 1 91 ttutitA MttS 91 (ni* hrttt /Ktrtliifitt AWge- und Amtsblatt für den Kreis Gießen ttaub. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. WWW» — im Anzeiger Nr. 118 — binnen acht Tagen. en Göns. feieckg, Sen schloß mit einem dreimaligen stürmischen Hoch auf 5ns Standes sei. Stellung Italic». - zur Nachricht, bis Nach- der Bank eins toOftCttoMtoroni: «»rtenstraße B. 165. M*t Schnlstraße B. 18. voll eingezahlt Cafje unserer Beträge werden des Einigers der Nation lenke. Die Versammlung den Kaiser. Hesterreich. Die Blätter beschäftigen sich mit Erörterung der "Händen, die und Stallung ren dazu noch uisfionär, Der zweite Mordversuch auf den Kaiser. Ein Wuthschrei ging durch das deutsche Reich, ein Gesühl des Schreckens und gleichzeitig der innersten Entrüstung und des Ekels durchbebte jedes deutsche Herz, dem etwas an Ehre und Vaterland gelegen, als vor kaum 3 Wochen die Kunde von dem mörderischen Attentate eines verkommenen Subjectes kam; Den Ball® fiter: Eicb^ Geschästsbilanz. >e zu ertheilenbe England. London, 4. Juni. Lord Beaconsfield reist am 8. Juni und Lord Salisbury am 10. Juni nach Berlin ab. — Der „Adverttser" dementtrt, daß der Premierminister von einem Kriegsschiffe escortirt werde. — Die „Times" billigt die Ernennung Lord Beaconsfield's. Das Gewicht der Beschlüffe des Congreffes würde dadurch erhöht. Der Versuch, den gleichzeitigen Rückzug der britischen Flotte und der russischen Truppen von Konstantinopel vor dem Zusammentritt des Congreffes herbeizuführen, ist aufgegeben, da die hiermit zusammenhängende Frage der Räumung der türkischen Festungen den Congreß verzögern würde. Tie russisch-englische Verständigung macht die Regelung dieser Frage vor dem Congreffe weniger dringlich. Rom, 4. Juni. Die osficielle Einladung Deutschlands zum Berliner Congreffe am 13. Juni ist heute der italienischen Regierung zugegangen. — Gerüchtweise verlautet, der König wolle die Pariser Ausstellung besuchen. Rußland. Petersburg, 4. Juni. Die „Agence Russe" schreibt: Die Anwesen- Deutschlaud. Berlin, 5. Juni. Die „Post" bringt folgendes Privat-Telegramm aus Wien: Londoner Eocialisten haben offenbar vorher Kenntntß von dem Attentate auf Kaiser Wilhelm gehabt. Andraffy erzählte gestern einigen Delegations- von der innigsten herzlichsten Theilnahme und Verehrung zeigte die Bewegung im deutschen Reiche, die Kundgebungen aus allen Theilen der Welt, dürfen wir sagen, und hoffen durfte man gewiß», daß trotz der That eines verlodder- , ten Menschen, angeregt durch das Treiben wüster Agitatoren, das gewohnte milde Unheil des schmählich Bedrohten, des greisen Kaisers, des Trägers einer von jedem Deutschen mit Sehnsucht heilig gehaltenen nationalen Idee drnch die Zeichen der allgemeinen Verehrung und Bewunderung ausrechterhalten werde. Aber heute! Starr vor Schrecken stehen wir da, kaum Worte findend, den Gefühlen Ausdruck zu geben. Sind wir denn wirklich schon vollständig.in den Händen der Anarchie, ist denn das Haupt des Fürsten, der wie selten einer, die Liebe seines Volkes besitzt, nicht mehr zu schützen? Soll denn wirklich der Lebensabend des greisen Kaisers durch ein Verbrechen nichtswürdigster Art seinen Abschluß finden, nachdem er aus den Gefahren so mancher Schlacht unversehrt, mit Ruhm und Ehren heimgekehrt war in die Mitte seines Volks, das eins war in Liebe zu seinem Herrscher, welcher Partei die Einzelnen angehören mochten. — Welcher Partei? — Nein! es gibt eine Partei, welche vaterlandölos ist, eine Partei, die nicht Mitwirken will am Aufbau des Rechtsstaats, eine Partei, welche sich selbst außerhalb des Gesetzes stellt; die nichts weiß von Reformen, nur vom Umsturz, vom Niederreißen alles Bestehenden. Da gilt nicht das Recht des Eigenthums, nicht die Heiligkeit der Ehe; wie sollte ihnen das Leben des Staatsoberhaupts heilig sein, ihnen, die frech und schamlos die schwärzesten Thaten der Pariser Commune preisen, und, wenn auch nicht direct, zur Nacheiferung auffordern. Es sind die Apostel des Evangeliums der Faust, denen die heiligsten Güter des Menschen ein Spott, denen die Religion ein Märchen, denen das Recht der geistigen Arbeit eine abgestandene Phrase ist. Mögen sie sich nicht beklagen,. wenn ihnen mit demselben Maß gcmeffen, wenn Gewalt mit Gewalt unterdrückt wird. — Aber nicht sie allein trifft der Vorwurf, er trifft das gesammte deutsche Volk, er trifft vor allen die Gebildeten, die es versäumt haben, nach den Errungenschaften eines glorreichen Krieges, nach der Errichtung des Reiches, die Mafien aufzuklären, sie politisch mündig zu machen. Er trifft alle Diejenigen, welche die Hände feig in den Schooß legten, im Vertrauensdusel alles Heil von Oben erwar I leien. Ja, der Trägheit der Gebildeten, der polittichen Indifferenz, bem| charakterlosen Phrasenthum ist es zuzuschreiben, daß die Irrlehren des Socta- lismus Boden gefunden haben, daß die Mafien für die ntchtswürdigsten Zweck, sanatisirt weiden konnten. Es ist die Gleichgültigkeit, welche unsere politischen Versammlungen oft zu einer wahren Farce herobsinken ließ. . Wahrend die Zahl der Vereine Legion ward und noch von Tag zu Tage wächst, schwinden jene, welche die politische Ausklärung zum Zweck haben, welche sür die Pflichten des Staatsbürgers erziehen und begeistern. Nur die Ultramontanen und die Rothen sind thätig gewesen — die Früchte der Thätigkeit der Letzteren liegen vor. Sollen wir auch ferner in Unthätigkeit beharren, es einzig der Polizei und der Staatsanwaltschaft überlafien, den faulen Ast am Stamme unseres Staatslebens abzuschneiden? Da sei Gott vor! Wollen wir die Mafien erheben, so müssen wir ihnen etwas bieten, wir müssen zeigen, daß wir ein Herz haben sür ihre Bedürfnisse, wir müssen unsere Liebe zum Vaterlande bestätigen dadurch, daß wir unsere Pflichten als Staatsbürger auch thalsächlich ausüben damit nicht die rothe Anarchie abgelöst wird durch die rothe Reaction, die uns Alle zur Unthätigkeit verdammt. Dann kommt die Reue zu spät; «olle Gott, daß es nicht schon zu spät ist! — Nur so beweisen wir wahre Liebe zum Kaiser. In ihm sind wir Alle getroffen, helfen wir Alle mit, daß solche Frevel unmöglich werden!(N. Dr. Boekmann. iuni ^stsinventar Länuner 7' Wüge^ . ^ständiges 'Und sonstige Uhr. Mitgliedern, er habe Meldung erhalten, daß englische Detectives einen Tag vorher die englische Regierung benachrichtigt haben, es herrsche unter den Socia- ltsten große Bewegung, ein wichtiges Ereigntß scheine bevorzustehen. — In Bezug auf die Untersuchung gegen Nobiling schreibt die „Proo.- Corresp." : Die Untersuchung erleidet, was die Vernehmung des Verbrechers selbst betrifft, durch den Zustand desselben bis jetzt eine Unterbrechung; aber nach allen Seiten werden die Nachforschungen unermüdlich fortgesetzt und gewähren reichhaltige Anhaltepunkte, welche auf verbrecherische Verbindungen deuten. Nürnberg, 4. Juni. Die Gemeinde^Collegien Nürnbergs beschlossen, anläßlich des Attentats Adressen an den Kaiser und an den König Ludwig zu richten, worin sie die Nolhwendigkett betonen, nicht im Kampfe gegen die Zuchtlosigkeit, Lüge und Niedertracht zu erlahmen. Dresden, 4. Juni. Beide Kammern beschlossen, gemeinschaftliche Adressen an den Kaiser zu richten. — Die Chemnitzer Gemeinde-Vertretung sandie ein Theilnahme-Telegramm an den Kaiser ab. — In Leipzig findet morgen ein allgemeiner Fürbittegottesdienst statt. Stuttgart, 4. Juni. Der „Schw. Merkur" verzeichnet vielfache Kundgebungen für den Kaiser aus einer ganzen Reihe von württembergischen Städten, meist von den officiellen Vertretern der Bürgerschaft ausgehend, so von Ludwigsburg, Heilbronn, Ellwangen, Saulgau, Ravensburg. Die Stuttgarter Gießen, am 4. Juni 1878. Betreffend: Statistische Ermittlung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernte-ErtragS im Deutschen Reich. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir erinnern diejenigen von Ihnen, welche noch im Rückstände sind, an die Erledigung unserer Verfügung vom 18. Mai l. I. «1*1. ufen. Flächeninhalt 735 Meter hberampe. Chaussir- finni gewinn- Adrcsse liegt morgen in 15 Lokalen aus. Hamburg, 4. Juni. Tie Bürgerschaft beschloß in einer außerordentlichen Sitzung einstimmig eine Adresse an den Kaiser, worin die unwandelbare Ergebenheit der Bürgerschaft, sowie die hoffnungsvolle Zuversicht auf die Genesung des Kaisers ousgedrückt wird, auf daß noch lange die Weisheit und Milde die Geschicke des Vaterlandes mit starker Hand Wien, 4. Juni. . , . ~ Ursachen, welche den Mörder zu seiner Frevelthat veranlaßt haben mögen, sowie mit den möglichen Folgen der letzteren. Die „Presse" sagt: Man stehe vor dem Ungewissen hinsichtlich des Rückschlages des wahnwitzigen Attentates auf die innere Politik des deutschen Reiches. Es werde und müsse nunmehr ein großer Feldzug gegen die subversiven, nihilistisch-zerstörenden Wühlereien der deutschen Socialdemokratie inscenirt werden.' Die Gesellschaft in Deutschland treibe dem Abgrunde zu und werde davon verschlungen werden, wenn sie auch fernerhin die Hände sorglos in den Schooß lege. — Die „Deutsche Ztg." fordert ein energisches Eingreifen, um den städtischen und ländlichen Mittelstand zu kräftigen, welcher die beste Schutzwehr gegen die Suprematie des vierten Sunt/- <.. \t' PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Rrmgorlohv. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar! 50 Pf. Helt der Leiter der Cabinete auf dem Congresse und der Geist, welcher voraussichtlich aus diesem walten werde, ließen hoffen, daß die orientalische Frage daselbst nicht nach kleinlichen Gesichtspunkten der Eifersucht, sondern in einer Welse behandelt werden würde, welche das allgemeine Einoerständniß und die Befestigung des europäischen Friedens zum Ziele habe. Es sei zu wünschen, daß das Befinden Gortschakoff's demselben gestatte, dem Congreffe beizuwoh- nen; der Congreß unter solchen Umständen fei stets das Ziel der Bestrebungen des Reichskanzlers gewesen. — Der Kaiser besuchte heute Gortschakoff. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz- Bureau. Berlin, 5. Juni. Bulletin von Abends 9 Uhr. Der bisherige fieber lose Zustand bei Sr. Mas. dem Kaiser besteht auch heute Abend fort. Im verletzten rechten Vorderarm etwas erhöhte Wärme, jedoch ohne L-chmerz. v. Lauer, o Langenbeck. Wilms. Berlin, 6. Juni. Bulletin. Morgens 7 Uhr. Dec Kaiser Hai während der Nacht gut geschlafen und hatte keine Schmerzen. Die gestern Abend vermehrte Wärme am rechten Vorderarm hat abgenommen, Fieber ist nicht vorhanden. Berlin, 5. Juni. Fürst Bismarck verweilte gestern Abend längere Zeit bei dem Kronprinzen, zu welchem fich heute Vormittag auch der Chef des Ctvil-Cabinets v. Wilmowsky begab. Der russische Botschafter v. Oubril ist gestern Abend mit Schuwaloff abzereist und kehrt mit demselben am 11. Juni hierher zurück. _ — Es wird ein Erlaß behufs Anordnung einer Vertretung Sr. Majestät des Kaisers in der Wahrnehmung der Geschäfte durch den Kronprinzen erwartet. Heute findet wieder eine Sitzung des Staatsministeriums statt, an welcher der hier eingetroffene Graf Stolberg Thetl nimmt. Berlin, 5. Juni. Nobiling befindet sich noch immer in bewußtlosem Zustande. Derselbe hatte im Restaurant „Jägerkeller" Verkehr mit einem Polen, der seit Freitag nicht mehr daselbst erschien. Mittwoch war Nobiling ebenda'von einem ziemlich gut deutsch sprechenden Engländer aufgesucht, aber nicht angetroffen worden. — Gestern Abend sind wieder verschiedene Personen wegen Majeftätsbeleidigung in öffentlichen Localen verhaftet worden. Berlin, 5. Juni. Seitens der den Kaiser behandelnden Aerzte wird eine Publication erfolgen, in welcher das Publikum aus Anlaß der beunruhigenden und irrigen Gerüchten über das Befinden des Kaisers ersucht wird, keiner Nachricht Glauben zu schenken, außer den durch die osficiellen Bulletins erfolgenden Mittheilungen. — Der Kaiser sah gestern seine Enkel, heute den Prinzen Karl zum ersten Mal und empfing gestern Nachmittag den Fürsten Bismarck. Die Kaiserin wird mit ihren Kindern dem heutigen Dankgottesdienste im Dom beiwohnen. Vom Kronprinzen wurde Fürst Bismarck gestern Abend 8 Ugr in längerer Audienz empfangen. Heute Nachmittag 2 Uhr verweilte der Kronprinz längere Zett in der Wohnung des Reichskanzlers. Posen, 5. Juni. Buchdrucker Primasch, stellvertretender Vorfitzender des hiesigen socialdemokrattschen Lesevereins „Concordia", wurde Sonntag nach dem Bekanntwerden des Attentates wegen beleidigender Aeußerungen über den Kaiser verhaftet und ist heute vom Kreisgericht wegen Majestätsbeleidigung zu 4 Jahr Gefängniß oerurthetlt worden. Berlin, 5. Juni. Das Aushängen von Porträts der Attentäter in Kunst- und Buchhandlungen, sowie in Schaufenstern überhaupt, und der Verkauf von Porträts im Wege des Hausirens ist untersagt. Berlin, 5. Juni. Die „Prov.-Corresp." schreibt bei Besprechung des furchtbaren Verbrechens des zweiten Mordversuches gegen den Kaiser: Vergebens ist die Ausrede, daß die Socialdemokratie Attentate nicht begehen werde, weil sie zwecklos seien, indem au die Stelle der Gefallenen sofort andere Persönlichkeiten treten würden. Solche Ausrede ist vergeblich. Einmal handelt der aufs Aeußerste entstammte Haß nicht mehr nach Zwecken, sondern nach unbezähmbar erregtem Instinkt; zweitens liegt aber in dem scheinbar zwecklosen Attentate eine grauenvolle Zweckmäßigkeit, die auch, wo sie dem Frevler verborgen ble'.bt, doch denen bewußt ist, welche die Gesinnung des Frevels bereiten und umhertragen, die Zweckmäßigkeit nämlich, daß die Gesellschaft in der unentbehrlichsten Grundlage ihres Bestehens, dem Vertrauen Aller auf die allgemeine Sicherheit, auf die innere Schranke des Gewlffens und auf die äußere Schranke des Gesetze unheilbar erschüttert, rathlos bis zur Wehrlosigkeit werden könnte. Die Voraus setzung. welche solchen Berechnungen zu Grunde liegt, wird sich nicht bewahrheiten. Die Staatsregierung wird ihre Psticht thun, sich an das Gewissen der Nation wenden. Sie wird von den berufenen Vertretern derselben den Schutz für die bedrohte Gesellschaft verlangen, welchen die bestehenden Gesetze nicht genüge-.d gewähren. Sie vertraut aus die Entschloffenheit und Hingebung n elche sie bei Allen zu finden hofft, die Staat und Gesellschaft erhalten wollen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." erhält Folgendes zur Veröffentlichung^ Bei dem großen und tiefgehenden Jntereffe, daS die ganze Welt an dem Zustande des Kaisers und daran nimmt, ob derselbe sich verbessert ober verschlechtert, ist es begreiflich, caß gewiffe Zeitungen, entschieden in bester Absicht, sich darin gefallen, Betrachtungen darüber anzustellen, wie der Kcankheitsverlauf sein werde, ob der Zustand des Kaisers in einigen Tagen bedenklich oder nicht sein werde, und wann etwa Gefahr für das Leben des Kaisers eintreten würde. Es kann nicht genug vor solchen Betrachtungen gewarnt werden: Das Publikum ist bereits derartig aufgeregt, daß es nicht nöthig ist, noch neue Momente zur Erregung von Besorgniß entgegenzubringen. Das einzig Richtige bei jetziger Sachlage ist. sich lediglich darauf zu beschränken, die osficiellen Nachrichten über das Befinden des Kaisers wiederzugeben, zumal alle anderen Nachrichten der Aulhenticität entbehren. Dafielbe Blatt schreibt in einem anderen Entrefilet: den in Zeitungen und Extrablättern verbreiteten Gerüchten und positiv auftretenden Meldungen von einer Uebernahme der „Regentschaft" durch den Kronprinzen scheine ebensoviel Mißverständniß als Uebertreibung zu Grunde zu liegen; es dürfte sich auch in dieser Hinsicht empfehlen, nur den amtlichen Meldungen volles Vertrauen zuzuwenden. « — Dem Londoner Telegramm, daß das dort verbreitete Gerücht, die Pforte habe sich gegen die Conserenz ausgesprochen, unrichtig sei, fügt der „Reichs-Anz." hinzu, daß die Einladung durch den deutschen Botschafter, Prinz Reuß, am 3. Juni der Pforte übergeben und sofort angenommen wurde. — An der Börse war beute durch das Aeltesten-Collegium eine Lifte zur VeitragsAeichnung für die Hinterbliebenen der verunglückten Besatzung des „Großen Kurfürst" aufgelegt. 3516) Itetö f jil buben bei ^aftwirth Lokal-Notiz. Gießen, 5. Juni. Die am verflossenen Montage stattgehabte General-Versammlung des Krtegerm'reins war, wie die Wichtigkeit der Tagesordnung vermuthen ließ, zahlreich besucht. — Es hatten sich seitens einiger Mttglieder Bedenken gegen daS Adhallen der Festlichkeiten dieses Jahres in den Wenzrl'schen Lokalitäten erhoben. Vor Eröffnung der Versammlung gedachte der II. Präsident des. am vorhergehenden Tage ötrübten, Attentats aus unseren Kaiser, und kennzeichnete die ruchlose That als chas Ergebntß der verderblichen Lehren einer Umsturzpartet, die notbwendtger Weise Elemente heranbilden muß, welche dem bestehenden Recht und Gesetz Hohn bieten, und es selbst wagen, Hand cm u-seren Heldenkaiser zu legen, und welche den Versuch nicht scheuen, ein graues Haupt meuchlings zu morden. Rach den neuesten Nachrichten sei jedoch zu hoffm, das die bereits eingetretene Besserung auch fernerhin sortschreiten weroe und das Leben unseres obersten Kriegsherrn noch lange erhalten bleibe. „Für uns aber" — schloß der Redende — „sollen die Namen Hödel und Nobiling die Bedeutung von Schuft und Schurke haben!" Zur Tagesordnung übergegangen, entspann sich eine lebhafte Debatte mit den Losungen „Hie Wenzel's Garten" und „Hie Oswald'S Garten". Das Somit* hatte in einer seiner letzten Sitzunzen den Beschluß gefaßt, ba8 erwähnte Fest in Anbetracht der ungleich höheren Ausgaben, welche ein Fest in Oswald'S Garten erheischen dürfte, in den Wenzel'schen Lokalitäten abzuhalten. — Dieser Beschluß wurde von einigen Mitgliedern angefochten, und sollte nun die heutige General- Versammlung den Ausschlag geb?”. Es war jedoch seitens der Opposition nicht möglich, den B weis beizubringen, daß die fioften zur Deckung größerer Ausgaben sicher aufzubringen seien, zumal im Hinblick auf die gegenwärtige schlechte Geschäftslage eS geboten erscheint die gedachten Festlichkeiten möglichst billig herzurichten, um den Säckel des einzelnen Mitgliedes möglichst zu schöner.. Demgemäß wurde mit allen gegen 19 Stimmen der Beschluß gefaßt, den deutschen Kriegertag nebst Fahnenweihe in Wenzel's Garten abzuhalten. SDi: Fahne ist, soviel uns bekannt, der Fahneufabrik C. Schulze hier zur Anfertigung in Auftrag gegeben und wird demgemäß m Hanau gestickt werden. Der Preis ist auf 600 je. normtet und läßt sich dafür jedenfalls eine vorzügliche Leistung erwarten. Zu der nunmehr erfolgten Wahl des Festplatzes können wir dcn Betheiligten nur Gluck wünschen. Mckn wolle nur von der Terasie genannten GartenS in die prächtigen Anlagen hinabschauen; dann gehe man nach Oswald'S Garten und denke sich denselben, sogar auf das geschmockoollste dekorirt. so wird immerhin der vorgenannte Platz auf Kosten deS Letzteren einen ungleich günstigeren Eindruck machen. Auch hat Herr W. Wenzel seine Mithülfe und Beisteuer in einer Weise zugesagt, die uns hoffen läßt, daß von einem Deficit kaum wird die Rede sein können. Ein ausführliches Programm wird, nach Berathung desselben, den Lesern mik- getheilt werden und wünschen wir daß die hiesige Einwohnerschaft sich wie sie bei anderen Gelegenheiten dies immer gethan, für dies ächt patriotische Fest recht erwärmen und eine möglichst rege Betheiligung in Aussicht stelle, damit die anwesenden Delegirten aus ganz Deutschland die Ueberzeugung von hier mitnehmen, daß hinter unS und der von uns vertretenen Sache nahezu die gesammte Bürgerschaft steht. — Anschließend an tiefen Bericht möchten wir den Wenzel'schen Garten dem Publikum für die Sommer- saiion recht lebhaft empfehlen. Durch die Einrichtung, daß man jetzt ein ausgezeichnetes GlaS Bier bekommt, hat daS Etablissement bedeutend an Popularität gewonnen un» man kann sich für den warmen Sommerabend keinen schöneren und angenehmeren Aufenthalt denken als wenn man dort mit der Familie ein „GlaS Lotz" ober „Heß" genießt. Mg Tannen vilches von 18—: ynb meistens die Li iß billig zu verkau Ilüc dNbrii Berlin, 5. Juni. Die Vertretungs-Anordnung macht den allerbesten Eindruck, weil der Kronprinz hochgeliebt und populär im ganzen Reich ist. Die Publication erfolgt morgen. Die einfache Stellvertretung ist der Zustimmung des Landtags und des Reichstags nicht benöthigt. — Des Kaisers Appetit hat sich seit 2 Uhr gebessert. Petersburg, 5. Juni. Graf Schuwaloff und Herr v. Oubril treffen morgen hier ein. Die Besserung des Fürsten Gortschakoff dauert fort. Seine Abreise nach Berlin ist für Sonntag, spätestens Montag festgesetzt. In Begleitung Gortschakoffs werden sich Baron Jomini und Baron Frederiks befinden. — Die „Agence russe" weist in einem den Congreß in Berlin betreffenden Artikel auf die beständigen Bemühungen Rußlands hin, ein Ein- verständniß Europas bezüglich der Orientfrage herbeizuführen und meint, daß das europäische Concert, welches nicht im Oriente, sondern im Schooße der europäischen Mächte durch Eifersüchteleien und durch Mißtrauen seit 1854 gestört worden, aus dem Berliner Congresse fich werde wiederherstellen können. Paris, 5. Juni. Der Postcongreß hat heute seine Arbeiten beendigt Die von den Delegirten unterzeichneten Documente bilden die Conv.ntiou von Paris und bestehen in einer Vereinbarung über den Austausch von Postmandaten, einer Vereinbarung über dcn Austausch von Briesen nut declarirtcm Werth und einer Festsetzung der Taxe für Briefe bis zu 15 Gramm Gewicht aus 25 Centimens frankirt und 50 Centimes nicht frankirt. Die Convention tritt am 1. April 1879 in Kraft. Wien, 5. Juni. Abgeordnetenhaus. Präsident Rechbauer theilt dem Hause mit, daß er der deutschen Botschaft die Gefühle des tiefsten Abscheues über das Attentat geaen den deutschen Kaiser und der Freude über dessen Rettung ausgedrückt habe Er erbittet die Ermächtigung, Namens der österreichischen Volksvertretung diese Gefühle dem deutschen Kaiserhofe zur Kenntniß zu bringen. Unter lautem Beifall erhoben sich die Mitglieder des Hauses von ihren Sitzen. Petersburg, 5. Juni. Der Gesundheitszustand des Reichskanzlers Gortschakoff hat sich wesentlich gebessert und ist seine Reise nach Berlin zur persönlichen Theilnahme am Congreß in Aussicht genommen, auf welchem Rußland sonach durch Gortschakoff. Schuwaloff und Oubril vertreten wäre. Petersburg, 5. Juni. Das „Journal de St. Pötersbourg" schreibt über den Congreß: Wenn man auch nicht behaupten könne, daß alle Details voraus vereinbart worden, so sei doch vorauszusehen, daß die leitenden Staatsmänner Europas Entscheidungen treffen würden, welche für alle Machte verbindlich wären. Es sei Zweck der Entscheidungen, einen Zustand des Orients zu schaffen, welcher geeignet sei, alle legitimen Ansprüche zu befriedigen und einem neuen Conflict vorzubeugen. — In der Petersburger deutsch-reformirten Kirche findet heute anläßlich des Attentats feierlicher Gottesdienst statt. Gestern hat solcher un allen Kirchen Kronstadts stattgefunden. Universal I Von allen AerzU Bitte) empfohlen g i'osseq, Krampf, ulere Magenbet 125 Pig., 50 Pfg _______ C. F «ltenkirc -ZS ’Ä«1561,111 »"rt -, verstand, l" ■Smlar Menlch -Er ^ehlTf«» 5 W. Dietz iri S°uth7 (*«« * 4 unbung der tu borgens die Reil L volle LE. Bremen, ■ MbdeulschtN M ^kommen Havre, 31 [fm NoiddeutM nöd) Lai duna der hie Reise rach Um dem Publikum entgegenzukommen ließen wir an unserem Expeditionslokal jede erhaltene Depesche, welche über-das Befinden unseres Kaisers Auskunft gab, sofort anschlagen. Heute früh wurden wir jedoch aufmerksam gemacht, daß sich auf den angeschlagenen Depeschen solche iiiiiläthige Bemerkungen mit Bleischrift geschrieben befänden, daß wir es vorriehen für die Folge von einer sofortigen Bekanntgebung der Depeschen auf diese Art abzusehen. Redaktion des „Gieß. Anzeigers." 3487) Ein gel gutem Zustande |B Verkaufen. Zu Herren' Herren- und l und Son empfiehlt billigst Ä. Nibitn verschiedenen *. __Sri ___ Touill ap** toiifii 'M- - fit«, Trusen, 2 >e. letz. A ch« l9 ber at Kaiser Vs- V" Berlin unh"’ ein eiR- • meint, bas 7 Sch°°ß- d» ttutn ftit 1854 e7eHen tonnen. rMten beendigt von Mch von Post- 1 mit declarirteni Gramm GeW Die Convention >°uer theilt dem testen Mjcheues : uvtt dessen Reins dn ößerreichi- Krnntniß zu des HaaseS von es Reichskanzlers ? nach Berlin zur auf welchem Ruß- eten wäre. 'rsboura" schreibt daß alle Details leitenden Staats- alle Mäcbte verstand des Orients .1 befriedigen und deutsch-resormirten enst statt. Gestern ren ließen wir pesche, welche t Qab' fofott ifmetffam ge- chen solche t geschrieben von einer so» diese Art ab- azei-ers." e GeneraliPirsamlN' ma oermuthen M. gedenken ge^en das lttäten erdobem K be§. am * elchmte bte ruch o ei, dir notbwend ger BSS ancilB fort»«11“ flfte b” Jef»M j, Dentist enft >««• •«¥5.82 wtrdcn»^ le P'SliS 0‘ 21 £e'et?, hei - fsys» I* oder #* Vermischte-. Altenkirchen, 25. Mai. Wie wtr hören, ist es dieser Tage dem in Kirchen ftationirten Gensdarmen Chinara gelungen, im Walde nahe bei Kirchen eine Falsch- münrerbande bet voller Thäligkeit mit einem groben Vorrath falscher Zweimarkstücke und mit dem Handwerkszeug aufzuheben und dingfest zu machen. (Rh.- u. M -Z) Frankfurt, 28 Mai. Seit einigen Tagen wird dahier im Hotel Victoria, Allerbetltaenstratze 72 ein Affenmensch (Microcephalus) gezeigt, dessen Besichtigung sich wirklich der Mühe lohnt. Das Exemplar menschlicher Mißbildung ist vollkommen einem Affen ähnlich, derSckädel ohne das kleine Gehirn, wie bet gewöhnlichen Menschen, mit vorstehendem Kiefer, das Wesen überhaupt ohne alle menschliche Bildung ungelenkig, obne Verstand, so daß wir bet dessen Ansicht wirklich in Zweifel gerochen, ob dieses ^remvlar Mensch oder Thier ist: der seltsame Contrast zwischen diesem und einem gewöhnlichen Menschen tritt am Meisten in der Körperbildung hervor, die Gestalt dieser wunderbaren Naturerscheinung ist ganz klein, kaum ein Meter hoch, obwohl sie bereits das 14. Lebensjahr erreichte, ist weiblichen Geschlechtes und soll von wohlaus- gebildeten jüdischen Eltern in Ungarn herstammen. Mit welchem regen Interesse sich die aelebrte Welt mit diesem menscvlichen Unicum beschäftigt, dürfte daraus heroorgehen, daß dasselbe bereits bü größeren Vorträgen an bedeutenden Universitäten vorgeführt wurde und wie wir vernehmen, bet etwaigem Ableben von der Breslauer Universität angekauft wurde. “^Sehirrsberieltt. Mitgethetlt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloy! t h a m?t o^, e 29. Mai. Das Postdampfschiff Neckar, Capt. W. Willi- aerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 18. Mat von Newyork abge- ganaen war, .ist heute 6 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung de? für Southampton vestimmten Passagiere, Post und Ladung 8 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Neckar überbringt 492 Passagiere und volle Ladung.Das Postdampfschiff Habsburg, Eapt. K. v- Emster, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 29. Mai wohlbehalten in Buenos Ayres angckommen Das Postdampfschiff General Werder, Eapt. R- Hoffmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 16. Mai von Baltimore abgegangen war ist am 29. d- Mts- 9 Uhr Abends wohlbehalten hier angrkommen und hat heute nach Landung der für Havre bestimmten Passagiere, Post und Ladung 8 Uhr Morgens die Reise rach Bremen fortgesetzt. __ Handel und Verkehr. Frankfurt, 5. Juni. Der heutige Heu-und Stroh-Markt war sehr gut befahren- Heu kostete je nach Qualität per Centner X 2.20—3 20, Stroh per Centner X 2—2.20 Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 80 2. Qual. 70 im Detail 1. Qual. X 1.10, 2. Qual. 90 H, Eier das Hundert X 4.60-6. Kartoffeln X 5—6 per 100 Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 68—75 Kuh- u. Rindfleisch 58—64 Kalbfleisch 60-70 , Hammelfleisch 55-68 H, Schweinefleisch 70—75 5i, Erbsen, geschälte (per 100 Ktlogr.) 28—33 X, ganze Erbsen 24—26 X; Bohnen 25-28 x, Linsen 28—36 X Speck IX — Kirschen (Heidelberger) im Großen das Pfund 25 Mit dem kommenden Samstag geht die diesjährige Spargel-Ernte zu Ende, es sei denn das ein Gärtner ein Spargelstück ausroden wolle und oeshalb die Ernte noch fortsetze; auch haben die Spargelhändler erklärt, daß sie nächste Woche nicht mehr kaufen wollen. Was die Gemüse-Gärtnerei im Ganzen betrifft, so steht es damit sehr gut, namentlich Früh-Blumenkohl, Früh-Kolrabi, Schodenkörner, Rübchen, Salat rc., nur wäre jetzt trockenes Wetter erwünscht. Limburg, 5. Juni. (Fruchtbericht.) Rother Weizen«^ 19.65, Weißer Wetzen X 19 —, Korn JL 13.30, Gerste X 11.40, Hafer X 7.35. (Durchschnitts-Preis pro Malter.) 10 Temperatur in Gießen. Mai 1878: Niederste Mittlere Mittel früherer Jahre Höchste.................. Niederschlag an 19 Tagen Niederschlag im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen . . . Die Entwickelung der Vegetation war am Schluffe des Tage verfrüht, gegenüber dem Durchschnitt. 4-0,5 0 r. + 10,28 „ 4-10,29 „ 4-20,0 „ 3,37 Par. Zoll. 1,97 „ Monats um etwa Für die Hinterbliebenen der auf dem „Großen Kurfürst" verunglückten Seeleute nimmt die Redaction dieses Mattes gerne Beiträge entgegen.■ Reichens and-Ba^nvofsstraße. 3530) Teuselslustgärtchen. 3520) Feinstes Wiener Mienmeiil liefert, per Pfd. 27 Pfg., in größerem Quantum entsprechend <1m*! Scftwaab billiger, Confiriiiniiden empfehle: Kraaen, Manschetten, Krausen, Shlipse, Glaeehand- £3 32631 Julius Schulze. per 50 Kilo loco Grube. am 00 o 1T5 CO 8. Juni 1878. Die G-rubenverwaltung. 3534) Gut erhaltene eiserne Bettstellen sind billigst zu habcn bei4 Enr-l Noll, F ü"elsnasse 94. Kohlenklein „ Heßeubrückcrhaiiimer, bei Laubach. Die Vortheile derselben sind: , ,, . 1. Das Fach (Schublade) kann unter jede Pult- oder Tuchplatte binnen o Minuten fest und dauerhaft angebracht werden. . a ~ # 2 Das Schloß desselben bestehl aus 30 Combmationcn; der Besitzer des Faches kann daher jeden Tag im Monate einen anderen, nur ihm bekannten Verschluß an demselben ;um Oeffnen als auch zum Schließen des Faches bedarf es keines Schlussels und entfällt das bei gewöhnlichen Verschlüssen hausige unangenehme Verlegen oder sogar das Verlieren des Schlüssels. „ 4. Zum Oeffnen als auch zum Schließen deffelben genügt blos eine Hand« bewegung.^b^^ ^cm(tn^ der die Combination, welche das Fach schließt, nicht kennt, dasselbe offnen, so wird er sofort durch das Anschlägen der Allarmglocke verrathen. Bei richtiger Oeffnuna schlägt der Allarm nicht an. r „, . . . . . . m 6. Der Preis des Faches ist so billig gestellt, da« sich selbst eni icder Minder Bemittelte dasselbe anschaffen kann. Dieses Fach eignet sich daher besonders: Für Bureaur und Comptoire, besonders für Steuer- und Postämter, Ztentcaffen und Geldinstitute, die selbst eine einbruchsichere Caffa besitzen, als bequeme Tagescassa. Es entfällt an solchen Orten das fortwährende lästige Auf- und Zumachen der eisernen Caffen während der Geschäftsstunden. ~ r. Für Detailkaufleute, Liquenrhandler, Gastwrrthe rc. Dieselben sind vor Pultfachdieben geschützt und ersparen beim Auf- und Zuschließen desselben an Zeit. Java-Cigarren, abgelagert, ä 2 offenrt S. Elsoffer, Friseur Frech, Lindenplatz, vis-ä-vis dem Einhorn. Ich halte mich dem verehrten Publikum in meiner Praxis bestens empfohlen. Erau Koch, Hebamme. Wohmrngs - Veränderung Vom 1. d. Monats wohne ich ich im Hause des Herru Sommerröcke empfiehlt zn sehr billig», Preisen 2389) H. Rübsamen. K. K. priv. flefbfadjer mit Comöination u. Ällarm aus der berühmten Fabrik von S. Weisberger empfiehlt und liefert unter prompter und billigster Bedienung Carl Flett, Schlosser, Stückkohlen ju 50 4 i Brockkohlen „ 45 „ 46 \ Schwatbeimer-Waffer, LudwigSbrunnen, Seltersbrunnen-Wasser bei jy, Hormann, 3469) Zkeichensand - Bahnhofsstraße. 3480) Eine Stetnsammlung, seltene Exemplare, zu verkaufen. Altcenstraße Nr. 101- Universal Reinigungs-Salz. Von allen Aerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Auf- etosseq, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden in Pack eten i 25 Pfg., 50 Pfg und 1 M. (2 C. F. Semmler in Giessen. Corselten und Schürzen in großer Auswahl, Extracorsetten werden rasch besorgt. (3262 Julius Schulze* 3430) EU. Holzschuppen, circa 3 Dm. billig zu verkaufen. Näheres Lit 6. 373, parterre. Hemden nach Maaß _ unter Garantie des guten Paffens liefert fcfcübc :c'. Ie^bre'uon’i9tf. 1,20 an in kurzer Frist (3388 ' - -■ --- ’ H. Rübsamen. ; 3, s > Specialität. Breid) =Wd)iitHi. «äpel und Häcksel-Schneid- Maschinen. Sorten^euchalten b? wirb auf^Wunfch^?att8 u. honco zugesandt- Heinr» Lanz, Maschinenfabrik u. Eisengiesserei, Mannheim. Prämiirt Hannover 1877. Kassel 1877. Pfiiigstkurlw«^ Stollen, Butter-, Zucker- und Zimmetkuchen, Sandtorten. Topf-, Napf- oder RadcnkuÄin, Bretzeln, sowie alle Hefengebäcke sind schnell und leicht, ohne Here und ohne aufj.ehen zu lassen, mittelst Justus v. Liebig’s selbsttliätigen Backmehls he'zull ll n. Receptc sind jedem Packet be-ßfgeb-n Emen del'ciösen Feiertag-Nachtisch bereit-1 mm mt Liebig s Puddingpulver urb stellt ba rit ohne we k re Zuthaten, als M-lch und Zucker, einen Pudding m V nille, Mandel" oder C>- ocolade her. — G'b ouck?arweffuna beij^demPacket. N beilege bei: I. Retter und Emil Fischbach tu Gießen. Nm bte Packete ftnb ächt bie eine .Windmühle" als gericktlich eingetragene Handrlsmarke tragen- (35°7 Braunkohlen. 3519) Um mit den Vorräthen ;u räumen, verkaufen wir bis auf Weiteres: Mlgeöatenes. Tunnen-Buuholz, welches von 18 — 27 Cmtr. beschlagen ist und meistens die Länge von 8-9 Mtr.hat, ist billig zu verkaufen bei (3521 E. Pitthan Ww. 3487) Ein gebrauchtes, aber noch in gutem Zustande befindliches Clavler zu verkaufen. Zu erfragen b. d. Exped. Herren - Strohhüte, Herren - und Damen - En - tout - cas und Sonnenschirme empfiehlt billigst (3612 A. Fangman». 150,000 Me Feldbrand-Backsteine werden billig abgegeben. Näheres in der EM. d. Bltts. _____________________(3503 3446) Täc"cb vom Stock adgeschutttene Kosexi können nach Belieben abgegeben werden bc Gärtner Schaum^ Neue Häringe, per Stück 3 Pfg., marinirte, per Stück 10 Pfg., sind lingetroffen bei (3470 L. Iloruiann. Reichenssnd - Babnhofsstraße. 2757) Empfehle meine ~ Fenster-Jalousien neuester Eonstruction incl. Anschlag, lange Garantie, beste Ausführung Muster zur Ansicht stets ongtschlagen. Achiuncsooll Chr. Horeyseck. 3516) Stets frische Süss- und Dick-Milcli Gaffwirth 1Lenz, Wieseck. Hochfeine Hamburger Cigarren zu verschiedenen Preisen empfiehlt Ä. Elsoffer, 3529) Rcichensand-Bahnyofsstraße. Bekanntmachung. 3531) Nachdem die Vereinigung der confesfionell getrennten Schulen der Stadt Gießen auf gesetzliche Weise zu Stande gekommen ist, machen wir gemäß Verfügung Großherzoglicher Kreis-Schulcommffsion vom 25. Mai d. I. hiermit bekannt, daß die vereinigten Schuten Montag den 17. Juni, 7 bezw. 8 Uhr Morgens ihren Anfang nehmen. Einer besonderen Anmeldung 6ei dem Schulvorstand bedarf es für die katholischen Schüler nicht, nachdem die Lehrer der verschiedenen Klaffen angewiesen worden sind, dieselben an dem ersten Schultag in die ihrem seitherigen Schulbesuch und Alter entsprechenden Klaffen auszunehmen. A. Bramm, VigeliuS, ________ Bürgermeister._________Schullnspector._________ Vergebung von Bauarbeiten. 3536) Nachbemerkte, an hiesigen fiskalischen Gebäuden auszuführende Arbeiten: JC. H Maurerarbeit, veranschlagt zu . . . . 223 69 Zimmerarbeit, „ „ . . . . 167 35 Schreinerarbeit, „ „ . . . . 1383 61 Schlofferarbeit, „ „ . . . . 183 90 Glaserarbeit, „ „ . . . . 898 8 Wetßbinderarbeit, „ „ . . . . 2264 92 Spenglerarbeit, „ „ . . . 76 15 Pflafteraibeit, „ „ . . . 37 80 sollen im Submissionsweg vergeben werden. Voranschläge und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen und find die Offerten versiegelt, portofrei und mit bezüglicher Aufschrift versehen, bis zum 13. d. M., Vormittags 10 Uhr, einzuretchen, in welchem Termin deren Eröffnung erfolgen wird. Gießen, den 6. Juni 1878. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. Grasversteigerungen. 3511) Die diesjährige Heu- und Grummetgras - Erndte von den zum Flensunger Hofgute gehörigen Wiesen soll Donnerstag den 13. d. M., und diejenigen von den zum Wetterfelder Hofguie gcdöngen Wiesen am Freitag den 14. d. M., jedesmal von 9 Uhr Vorm. an, öffentlich versteigert werden. Laubach, den 3. Juni 1878. Tie Gräflich Solmsische Rentkammer das. ______________________________W eher.__ Spar-ii. Vorschuss-Verein iii Gross-linden. (Eingetragene Genossenschaft.) General-Versammlung Dienstag den 11. Juni, Nachmittags 2 Uhr, aus dem Gemeindehause. Tagesordnung: 1) Abhör der Rechnung. 2) Ergänzung des Aufsichtsraths. Groß-Linden, am 5. Juni 1878. 3513)_________________________________________Iörb, Director Kunst-Ausstellungs 3510) Die Gemälde sind bis Ende dieser Woche in der kleinen Aula ausgestellt. Entree frei. Die Derloosung sindet Samstag den 8. d. M., Nachmittags 3 Uhr, statt.C. Matterfetdt 4 Hohn. Damen- und .Herrenkleider werden unzertrennt in allen Farben gefärbt in der Kunst- und Schönfärberei von V. Klein, Wallthorstr. OefsentlicheAussorderung. 3509) Nachdem Großherzogl. Hos- gericht der Provinz Oberheffen über das Vermögen des Johann Georg Christian Brücke! aus Watzenborn, wohnhaft in Gießen den förmlichen Concurs erkannt hat, werden deffen sämmt- liche Gläubiger zur Anmeldung und Be- gründung ihrer Forderungen, sowie zur Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte auf Dienstag den 6. August d. L, Nachmittags 3 Uhr, unter dem RechtSnachtheil des stillschweigend eintretenden Ausfchluffes von der Concursmaffe geladen. In der erwähnten Tagfahrt soll sodann über Maffeverwaltung, Bestellung eines Güterpflegers, sowie über Wahl eines Gläubigerausschluffes verhandelt werden, was unter dem Ansügen be kannt gemacht wird, daß in Ansehung der weder in Selbstperson erscheinenden noch durch gehörig bevollmächtigte Mandataren vertretenen Gläubiger, der stillschweigende Beitritt zu den von der Mehrheit der Erschienenen, auch bezüglich eines etwa zu Stande kommenden Arrangements gefaßt werdenden Be- schlüffen unterstellt werden wird. Gießen, am 29. Mai 1878. Großherzogl. Stadtgericht Gießen. Bötticher.__________Dr. ® tim er. EdictalladungT" 3329) Heinrich Paufch IV. von Wieseck hat seine Ueberschuldung angezeigt und gebeten, seine Gläubiger zum Arrangementsversuch zusammen zu berufen. Es werden daher alle Gläubiger desselben aufgefordert im Termin: Freitag den 28. Juni 1878, Vormittags lu Uhr, ihre Forderungen bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden und über ein ab- zuschließendes Arrangement Beschluß zu fassen. Die nicht erscheinenden, resp. nicht durch gehörig Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger werden als den Be- schlüffen der Majorität zustimmend angesehen. Zugleich wird allen Schuldner des Heinrich Pausch IV. eröffnet, daß dieselben bet Meidung doppelter Zahlung nicht mehr an denselben, sondern nur an den bestellten provisorischen Masse- curator, Großb. Bürgermeister Lang in Wieseck, zahlen dürfen. Gießen, den 17. Mai 1878. Großherzogl. Landgericht Gießen. Erdmann. Aufforderung. 3535) Einwendungen gegen das heute zwischen Schreiner Carl Kaus II. in Gießen und seinen unbkvorzugten Gläubigern abgeschloffene Arrangement sind bet Meidung der Nichtberücksichtigung bis zum 20. k. M. anzubrtngen. Gießen, den 31. Mai 1878. Großherzogl. Stadtgericht Gießen. Bötticher. Dr. ® Ilm er. Versteigerungen. Freitag den 7. Juni, Nachmittops 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht 2 goldene Uhren mit Kette, eine Broche, 2 Ohrringe, 2 Ringe und 1 Haarkette meistbietend versteigert werden. Gießen, den 4. Juni 1878. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 3525)_________Müller._____________ Freitag den 11 Juni, von Morgens 9 Uhr an, soll das Heugras von den Wiesen der Herren: Medicinolroth Dr. Kehrer, Heinrich Becker, Christian Jughard, Carl Löber Ww., Georg Vogt, Daniel Ebel Erben, G. CH. Spruct Erben meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr in der Schwarzlach, Nachmittags 2 Uhr am Neuenweger Thor. Gießen, den 6. Juni 1878. 3527)__________M ü l Ur. Heugras-Dersteigerung. Freitag den 7. Juni, Vormittags 11 Uhr, soll daS Heugros von der, der Neustädter- Schäferei - Gesellschait gehörenden Wiese, 1993 Kloster haltend, bei der Wiese selbst öffentlich versteigert werden. Gießen, den 5. Juni 1878. (3501 Der Vorstand. Die Heugras-Erndte von den der Franz Block Wwe. dahier gehörigen Wiesen bat zu verkaufen 3515)__________Fr. Sernrnler» lleiifji'tix I. Qualität, von einer 2*/3 Morgen großen Wiese verkauft (3490 Lehrer Kraussmüller ______________ zu Ettingshausen. Heugras zu verkaufen bet Ludwig Kämmerer 3524)________auf dem S eltersweg Schur-Wolle zu verkaufen bei (3500 Carl Malkom esiuS, Neuenweg. Aermielhungen. 3532) Versetzungsbolber ein kleines freund- liches Mansordenlogis an ruhige Leute zu vermiethen. Gustav Bergen, Riegelpfad, ______________vis-a-vis dem Schlößchen. 2007) Eine Farwltknwohnung in zu vermiethen und den ersten Juni zu beziehen bei____________________H. Möser I. cPrtrttsX von je 3 Zimmern mit Zubehör. (A-Uyl# Gartenar.lheil und Bleichplatz sind zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 1777) G g. U n v erza g t I., Gartfeld. In der Schulstraße ist ein Familienlogis von S Zimmern nebst Zugehör zu vermiethen und im Juli beziehbar. Nähe- res in der Exped. d. Bltts. 603) Mansardenwohnung alsbald zu vermiethen bet Gg. Ehr. Spruck. 3465) Die obere Etage mrinetz Hauses, 7 Zimmer rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. Otto Kemp ff. MCaMMMMMBMUTIiMi’IMI« ÜT IWO 1 3522) Ein Logis von 3 und eins von 2 Zimmern an ruhige Leute zu vermiethen- H. M. Iughardt, Neustadt. 3415) Ein kleines »souuUenlogttz zu oer- mtethen und am 1. Juli beziehbar. Ehr. Noll III., Canzletberg 8. 66. Durch Wegzug der Frau I)r. Dteckm ann ist der untere Stock meines Hauses, im Ganzen oder getrennt, zu vermiethen. 3293)________Jacob Reiber, Gartfeld. Logis und Kost für einen Schüler in einem freundlichen Hause in der Nähe der Real schule. Näh. Gartenstr. 16S 3463) Der zweite Stock meines Hauses, zur Zeit noch von Herrn Accesstst Neuling bewohnt, ist per 1. September cr. anderweit zu vermiethen. Wilh. Reiber, _____________Relchensand Bahnhofstraße. 3414) Ein möbltrtes Zimmer zu ver- mtethen. ________Karl Lony, Seltersweg 187. 3312) Ein Familienlogis, per 15. August beziehbar, zu vermiethen. EliaS Meter Wittwe. vermischte Anzeigen. Rothe Naeen werden schnell und dauernd natürlich weiss mit Menyl, ein vorzügliches Präparat des Chemikers A. Nieske in Dresden. Preis 5 Mk. Amtlich untersucht und als unschädlich empfohlen. (3085 -Atwtonce. 3437) Ein j. M. mit ollen Comptoirarbeiten, mit der Cigarren-, Colontalwaarem Liqueur-Branche betraut, sucht, aus beste Empfehlung und Zeugnisse gestützt, passendes Engagement. Offerten unter H.. 20 an die Exped. d. Bltts. 3523) Em Vaufmädchen auf sofort gesucht. Alicenstraße E. 97. 3528) Zwei cnflöi dige Herrn können Schlafstelle erhalten. FlügelSgasse A. 92 Die Straßenrcimgung vor einer größeren Zahl Häuser a»u Seltersbergerthor, veranschl. zu 950 JL, ist ui Accord zu vergeben. Uebernehmer wollen sich in dem Hause, Frankfurter Straße E., Nr. 1,7, melden. (3533 3514) E-'ne kleine inhige Familie sucht Wohnung v.n ca. 4 Zimmer nebst Zubehör, beziehbar spätestens am 15. Augusr, in der Frankfurter Straße oder Nähe derselben. Mündliche und schriftliche Offerten letztere unter M 101 mit Preisangabe nimmt die Exped. d. Bl. entgegen.__ 3472) Ich beabsichtige die bisher von mir benutzte Wohnung in meinem Hause an der Frankfurter Straste, bestehend aus 10 Woknräumen, Huche mit Wasserleitung, Speisekammer, Keller, Bügelzimmer, grossem Zier-u. Gemüsegarten auf längere Zeit zu verpachten. Bei entsprechendem Gebot würde ich auch das ganze Anwesen verkaufen. Lusttragende wollen fich bei mir melden.Thorn. 3484) Ein Mädchen von 20—25 Jahren, das kochen kann und die Hausarbeit ver- flrht, sucht L- Lony, Ma klnraße D. 210. 3517) 20—25 Erdarbeiter gesucht. Bau- stelle Asterweg bei 'Mclcffior Nestler. Daicksagung. Allen Densinipen. besonders dem Kriegerverein zu Reiskirchen, welche un'eien Dirigenten Heinr. Will, Musiker, zur letzten Ruhestätte geleitet haben, sagen wir hiermit unfern innigsten Donk. (3526 Hattenrod, den 5 Juni 1878. Der Dorstand des Gesangvereins zu Hattenrod. Herren- und Damenstrohhüte werden zum Wcschen, Färben und Faeontren onnenommen. Muster vorräthig. 2207) Louis Gall. Geld-CourS. Rm. M 20 Francs-Stücke • • • 16 20—24 do. in Vs • 16 20—24 Englische Souvereigns 20 32—37 Russische Imperiales . - 16 66—71 Holländische st. 10-Stücke 16 65 Ducaten......* 9 52-57 Dollars in Gold . . . 4 17-20 Verantwortliche Redaction: 8L Schcvda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Univ..Druckerei iFr. Cbr. Pietsw) in Gießen Gieße« smiulMg Adresse aufleg Kn Stadlver zeiehuung »er Stadt wer für iss gewendet v Vateriandk benutzet den hl der Adresse ai euch den Pa die Bürgers erlebten Borg, durch die Unte verdammt. *2 & steht 1 rufen und die Taß die hinde hinweggeräumt recvieruug, wel nämlich, indem Tiscusfion der! Slrfauo oufford BnlragrS verbi land daran Am düng der forme der deutschen 9 lagen der Coi baben. Dazu Oesterreich wie! kein definitives des Grafln An erwarten, daß 1 1° eng verbünd Wickelung der , aneinander ger Reffes QÜgemi aus feinen B? Man da hinüber wäre, gleichzeitige Zu Umgegend von fid) 4 and) beweist d türkischen? geschwunden ist nopel selbst, ’j ^land erfolg ^efanv beabst k««M bin, di, but, »**?. Ä.n” « b< » 4uf f“”« St„ Geist T*n Ä W