Dienstag, den 8. October Ur. 234 1878 Anzeize- und AmtsdiM für de« Kreis Gießen Redactionsbureau r 1 ^xpeditionSbureau: J Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Schulstraße B. 18. Gießen, am 4. October 1878. Betreffend: Die Herbstübungen der Truppen in 1878. Cassel, den 26. September 1878. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit BringerlohL Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. General-Commando des IX. Armee-Corps. Sect. la., J.-Nr. 7786. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Diejenigen Großherzoglichen Bürgermeistereien, in deren Gemeinden bei den diesjährigen Herbstmannövern Einquartierungen stattgefunden haben, wollen nachstehendes Schreiben zur Kenntniß der Gemeinde-Angehörigen bringen. Dr. Boekmann. s»* UW. Bet den diesjährigen großen Herbst-Uebungen vor Seiner Majestät dem Kaiser und König haben die Truppen des 11. Armee-Corps Seitens der Bevölkerung überall trotz der durch die Dichtigkeit der Einquartierung entstandenen Schwierigkeiten freundliche Aufnahme und herzliches Entgegenkommen gesunden. Indem ich hierfür im Namen des mir unterstellten Armee-Corps meinen besonderen Dank ausspreche, ersuche ich das Großherzogliche Ministerium ganz ergebenst, den Ausdruck desselben zur Kenntniß der betreffenden Kreise und Ortschaften bringen zu wollen. Der kommandirende General. v. Bose. Ziehbar), jflD^ SS£ 7M -w u vttmttthrn, Mx. hen. mfie 81t. 1.9h. 51 äeS Zimmer inW uomtlienloßis ju kgrr, Kavlaicha«, hen mil ustadt 57 HtnlndL leiu'jche Haus ift« nzelnev zu Dttmiron Chr. Vli •• möblirteS StNan !it. B. 127, Ntliemy voll 4 Zimmmi a\ vemtethm und foii Fr. Fürst Wo ! Logis, und einmzm ll. r. Grünbereerstrch con 3-4 Zimmer o etHm unb gleich zri« eichmsandHobchH IW« yn tzM ober fjia t, SeliniM 6. Fbltxte Zwl»r zu « HM lit., Bekanntmachung. Der landwirthschaftliche Bezirksveretn des Kreises Gießen hat zu Unterstützungen an Solche, welche eine der Ackerbauschulen zu Friedberg oder kllöfeld, oder einen Lehrcursus für Wtesenwärter besuchen wollen, 300 «X verwilltgt, wobei jedoch vorausgesetzt wird, daß die Betreffenden, beziehungsweise deren Eltern zur Bestreitung der desfallstgen Kosten nicht im Stande sind. Bewerbungen um solche Unterstützungen können bet dem Unterzeichneten ein» gereicht werden. Gießen, den 4. October 1878. Der I. Dtrector des landwirthschaftltchen Bezirksvereins Gießen. __Dr. Boekmann._____________________ Bekanntmachung. Droschkenbesttzer Johannes Christ hat unter dem Heutigen die Erlaubniß erhalten, eine Droschke mit der Nr. 3 nach Maßgabe des Droschkenreglements für die Provinzialhauptstadt Gießen vom 3. August 1878 dahier in Betrieb zu setzen. Gießen, am 7. October 1878. Großherzogliche Poltzetverwaltung Gießen. Fresenius. FeütfHland. Aus Hessen, 6. October. Das neueste „Regierungsblatt" publtctrt das Gesetz, wonach das landgräflich hessische Ausschreiben vom 22. Juni 1711 und alle landrechtlichen Bestimmungen, wonach ohne erlangte Dispensation Niemand vor Erreichung eines gewissen Lebensalters die Güter seinen Kindern übergeben darf, aufgehoben werden. Damit bat wieder ein Stück jener überlebten patriarchialischen Gesetzgebung Beseitigung gefunden, welche schließlich jnur noch die Bedeutung einer mit erheblischer Belästigung der Jntcreffenten verbundenen Finanzquelle des Staats hatte, da die Dispensation regelmäßig gegen die vorgeschrtebene Stempelgebühr ertheilt wurde. (Fr. Journ.) Kesternich. Wien, 5. October. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel, es bestätige sich, daß dieselben Einflüsse, welche den Sultan zu bestimmten wußten, der österreichisch-türkischen Convention seine Genehmigung vorzuenthalten, auch bemüht sind, die Annahme des astatischen Resormprojects Englands zu hintertreiben. — Im Schooße der Commission für Ostrumelien sind principtelle Differenzen entstanden. — Dieselbe Correspondenz meldet aus Belgrad, daß der österreichische Botschaftsrath in Konstantinopel, Baron Herbert, zum österreichischen Gesandten am serbischen Hofe destgnirt sei. — Die Pforte hat in dem Vilajet Koffowo 50,000 Mann regulärer Truppen concentrirt. — Aus Bukarest berichtet die „Polit. Corresp.", daß man in parlamentarischen Kreisen beabsichtige, den Antrag zu stellen, daß die bisherigen Deputirten Beffarabtens auch fernerhin Mitglieder der rumänischen Kammern bleiben sollen. Die Do- tt mrmM og'v H Schulft-Ä StW8 et- iicF ien. Baer möchte, wo jener die Kluft zwischen Anmaßungen und Wirklichkeit immer jäher aufriß, daß Pius IX. sich gegen Leo XIII. mit den weltlichen Regierungen behaupten will. Behaupten natürlich als der Erste und Maßgebende, ohne einen jemals erworbenen Rechtstttel aufzuheben, einen der unzähligen Proteste zurückzuziehen, um wie alle Päpste des Jahrhunderts aus dem hilfsbedürftigen Werkzeug der Reaction deren Meister zu werden. Noch ist der Klerus überall aus dem absolut ablehnenden, negirenden Programm Pius IX. eingerichtet, er braucht Zeit, sich und seine Heerden in das neue Programm zu finden und das erfordert Zett. Es muß verschieden in Oesterreich und Italien, Deutschland und Frankreich, Rußland und England geschehen und darum sind die Urthetle so verschieden. Bet aller Kosmopolitik kann die Priesterschaft doch nicht von Land und Leuten abstrahtren, sie steht ihnen näher als der Vattcan und dieser muß ihr so viel Spielraum gewähren, daß sie local erst sich und dadurch die Kirche befestigen kann. Dazu geschehen jetzt erst die Einleitungen, der Erfolg liegt bet der Zukunft und wird in so verschiedenen Abständen erreicht werden, als die Staaten von einander und dem heil. Stuhl abstehen. Leo XIII. Mit einer gewissen Zähigkeit setzt der Papst seine Versuche fort, mit Deutschland in ein friedliches Verhältnis zu treten. Er scheint zu wiffen, daß bltrteS PartnG idtgen Mn I • War die Politik Pius IX. in großen Umrissen so zu bezeichnen, daß er leine geschichtlichen Acte der Vergangenheit und seiner Gegenwart anerkannte, ,5.3 die nicht nach seiner Auffaffung und mit seinem Willen die Beziehungen der 51? Staaten zum Papstthum geordnet hatten, war er gar mit den gewaltigen Umwälzungen während des eigenen Pontificats nicht einverstanden, die er als persönliche Verletzungen seiner bis zur Unfehlbarkeit gesteigerten Souveränität betrachtete, so empfindet Leo XIII. um so lebhafter, daß die katholische Kirche nicht blos von Protesten, Rechthaberei, Dogmen und anderem transcendentalem Kram leben kann, sondern ihre Existenz so einrichten muß, daß ihr bet den höchsten Anmaßungen doch immer eine sichere Stelle unter den weltlichen Din- gm zu bewahren ist. Wer auch der Nachfolger Pius IX. wurde, diese Er- lmntniß mußte sich ihm umsomehr aufdrängen, je länger der Vorgänger in snner Einseitigkeit regiert hatte. Sie ist schon im Conclave durchgedrungen, denn wäre sie das nicht, so hätten die Cardtnäle nicht einen gebildeten Priester wählen können. Leo XIII. hat in seinem „Programm", denn ein solches ist das Schreiben an den Cardinal Nina, wie die „Voff. Ztg." mit Recht henvorhebt, tm Gegensatz zu Pius IX. auf die einseitige Erhöhung der katholi- r»£l er tm Jesuttismus und in dem Ultramontanismus in Deutschland, der selbst Rom den Gehorsam zu kündigen bereit ist, schlimmere Feinde hat, als in den höchsten politischen Kreisen Deutschlands, welche gleich dem Papst die Uebel- stände eines lang dauernden Conflicts zwischen Staat und Kirche empfinden. Lev XIII. verfährt diplomatisch, wo er mit Staaten zu thun hat, — Schroffheit und Energie hat er bisher nur gezeigt, wo ihm in der Kirche Wider sicher entgegentraten. Er ist, wie daraus hervorgeht, ein grundsätzlicher Geg- nt§t®äu6butAÜ, ver der Regterungsweise seines Vorgängers. w das heißt denjenigen der Lenkung der Völker nach dem Bedürfniß der Regier''- Oliven. Auf diesem stehen die Ketzer so gut wie die Rechtgläubigen, und darum ?ar a Kaiser von Deutschland nicht ausgenommen, womit zugegeben ist, daß dee ersten Annäherungen nicht von Berlin, sondern von Rom ausgegangen sind, auch in den Kissinger Unterhandlungen geblieben sein wird, denn wäre 3 anders, so hätte die diplomatische Sprache Roms feine Wendungen genug gehabt, um es ohne Verletzung der zartesten Rücksichten empfinden zu laffen. .l.--' r, D-r Unterschied zwischen Pius IX. und Leo XIII. ist, daß dieser weit- ^handeln will, wo jener fluchte, daß dieser auf dem Grunde der that- pchiich gewordenen Zustände dieselben einem veränderten Status quo anpaffen lödneiZM her ' Ä« fA .................................. Ktycn Kirche aus ihren eigensten Lehren vorläufig Verzicht geleistet und den 3 l ausgesucht, der allen kirchlichen und weltlichen Regierungen gemeinsam i[. Zimmer mit otn uff then. Zu >r Sckwikd, möbliiteS ImonnjJ*® SÄg London, 6. October. Meldungen des Reuter'schen Bureaus u aus Fiußland Totleben telegraphirte, daß er Die Bevölkerung und die Geist-- IMtliche^ 5749) Nachdem Provinz Ober i?;tn des Bäckei Itjtn den sörvi tat hat, wer iigrsordert ihre iel nebst etw i Termin Montag ben 1 brudscha soll mit Rumänien provisorisch durch eine Schiffbrücke verbunden werden. Wien, 5. October. Officiell. Ein Bericht des Obercommandtrenden, Baron Philippovic, constatirt, daß die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Bosniens, auch die mohamedanijche, die Niederwerfung des Aufstandes mit unzweideutigen Versicherungen der Ergebenheit und der Treue ausnimmt. — In einem Handschreiben an Baron Philippovic anläßlich der Besetzung von Wiste- grad dankt der Kaiser neuerdings dem thatkräftigen Führer, allen Commandan- Glückwünschen für den Kaiser und Dank für die Besetzung Bosniens. Pesth, 4. October. C — Die „Agence Havas" meldet aus Belgrad: Der hiesige diplomatische Vertreter Rußlands, Persiani, soll verlautbart haben, die Besetzung Rumeliens durch russische Truppen werde so lange dauern, wie die österreichische Besetzung Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Torrespsude«r-V«re««. '-Bormitta Sterze,chnetem ( -'tlustes von b «n. 3tn genon ' Ment versuä IN und ein 2 '»egen Verstlbe gesaßt werd -fnenben, bezn tigern wird > ilijfn derMeh •Ntr ongenomi ' M am 19. । '-Mögliches S ^ttijer, ---^rickter. Ziumänieu. ~ - - ~ r f ~ _ Bosniens und der Herzegowina; Rußland werde gegen die Einverleibung dieser Bukarest, 5. October. Kammersitzung. Der Minister des Auswärtigen!Provinzen in Oesterreich Widerspruch erheben. Cogalniceanu, ersuchte die Kammer, über den Vorgang zur Durchführung deS Berliner Vertrags schlüssig zu werden und zu diesem Zwecke eine Commission einzusetzen. Er gab der Kammer zu erwägen, daß mehrere Mächte die Unabhängigkeit Rumäniens anerkannt, mehrere andere Mächte dagegen dieselbe nicht anerkannt hätten, weil ihnen die Haltung der Kammern unbekannt sei. Bagdano will, daß Rumänien nichts annehme und nichts gebe. Majorescu glaubt, daß vorher die Verfassungsmäßigkeit und Competenz der Kammern in Erwägung zu ziehen seien. Cogalniceanu wendet ein, daß Europa auf der raschen Durch- Petersburgs 5. October. General Heißt "°Kag den 'Nmitta Wilhelm Air. ’ !!38|äd .;Derftetfle, Adln 20. S \ ^bnzogl. Ol Mül am 2. October in Adrianopel eingetroffen sei. 11^^ ntnen ihm an vielen Orten entgegen und baten ihn, dem Kaiser für einen internationalen Charakter annehmen sollte, eine jede der interessirten Mit- {Sy 5.cJ.r.c;unfl daiuen. Ueberall herrschte außerordentlicher Enthusiasmus. telmeer-Mächte berufen würde, daran theilzunehmen. Die Pforte soll formelle Die Städte waren beflaggt und illuminirt. Die Türken bewiesen den Behör- Zusicherungen in diesem Sinne ertheilt haben. den Vertrauen durch Ablieferung der Waffen. Viele bulgarische Familien ' * folgten von Konstantinopel den abziehenden Ruffen. Das Land ist ruhig. L W «c h'Ä1'®'8( ,lritn 6® ten und den braven Truppen und spricht die Hoffnung aus, daß von heute eine führung des Berliner Vertrages bestehe und die Haltung des Landes kennen Aera des Friedens, der Versöhnung und des Wohlstandes für die occupirten lernen wolle. Bratiano dringt in die Kammer, irgend eine Entscheidung zu Länder beginnen möge. treffen. Jonescu ist mit der Ernennung einer Commission einverstanden, ver- Wien, 4. October, Abends. (Amtliche Meldung.) F.-M.-L. Jovanovic langt aber, daß die Regierung die Verantwortung für den einzubringenden meldet aus Trebinje: zur Feier des kaiserlichen Namensfestes wurde im Lager Gesetzentwurf übernehme. Bratiano erwidert, die Botschaft beweise, daß die bei Trebinje Feldmeffe gelesen, welcher der Kaimakam, sowie die Notablen der Regierung von keiner Verantwortlichkeit zurückwetche. Beide Kammern werden mohamedamschen, griechischen und katholischen Bevölkerung beiwohnten. Aehn- heute Abend eine geheime Sitzung halten. ltche Feierlichkeiten fanden in Mostar und Stolac statt; an letzterem Ort war r&rtotfitnnitth das Fort illuminirt. Deputationen sämmtlicher Confessionen überbrachten Glück- gultujilUuno. wünsche für das Wohl des Kaisers. — Woiwode Vukotic ist behufs Einleitung . Athen, 5. October. Die Nationalversammlung von Kreta, die Zuge- der Repatriirung der im montenegrinischen Dienste gestandenen herzegowinischen ständniffe Mukhtar Paschas für werthlos erachtend, wies ihre Vertreter in Bataillone aus Anttvari hier etngetroffen. — Der Prinz von Württemberg Konstantinopel an, die Verhandlungen mit der Pforte abzubrechen und übermeldet aus Ltvno: nachdem ein solennes Hochamt gehalten, erschien eine Depu- sandte den Consuln der Machte in Canea einen Protest, worin sie die Fort- tation der Bevölkerung aller Confessionen unter Anführung des Muteffarifs, setzung der Verhandlungen mit Mukhtar Pascha ablehnt. um ihre Glückwünsche für den Kaiser und ihre loyalen Gefühle auszudrücken. Türkei — General Btenerth meldet aus Tuzla: in der katholischen und der griechischen giuncie Kirche fand feierlicher Gottesdienst statt, woran die christliche Bevölkerung theil- Konstantinopel, 5. October. Layard ist nach dem Golf von Artakt nahm. Während des katholischen Gottesdienstes war auch der Mufti mit einigen abgereist. Itita8 den 1] l ^ormitta. Eytarttit1 Abends- Znrila, . Mjibs. I ,7d)für kAL I xarinstüdt, k oo« «IN,« PJ Seck von Dl E? Aühlpforth Dreßler vor Ml nach Dar« Öfurt« L «ob Einheim" fragen sörmlü L :!)ie amtliche ten zrederikG 'N\W N Kreuzer werden 6O»64) Einige gebrauchte Oefen, versch. dröße, werden billig verkauft bei Martin Scheel. 6098) Auf dem Nahrungsberg sind gute Zwetschen, an den Bäumen, sowie in Körben, zu verkaufen; ebendaselbst ein großer Nuß- baum.Ww. Röber, Kreuz. Das Neueste in Besatzartikeln, als: farbige Gallons und Sammtborden, sowie Knöpfe, Einfaßbänder, Seide, Zwirne in allen Farben, empfiehlt zu billigsten Preisen Selbstgekelterten Traubenmost per Schoppen 35 Pfg. 6111) hei C. Noth, Neuenbäuen. Niederste Mittlere Mittel früherer Jahre Höchste ................. Niederschlag an 12 Tagen Niederschlag im Mittel früherer Jahre an 12 Tagen . . Arbeitsversteigerung. reitag den 11. Octbr. d. I Vormittags 9 Uhr, Versteigerungen. Dienstag den 5. November Nachmittags 2 Uhr, —0,5 o r. + 10,92 „ + 10,91 „ +20,5 „ 0,52 Par. Zoll. 1,79 , vor' (5908 E. Brendgen, in Horrem, Station der Rheinischen Eisenbabn. Griechische Dessert- und Sanitäts-Weine, in Originalflaschen ä % Liter garantirt absolut rein und ächt. 5750) Sechs der folgenden schönen "Weine entstammen dem rein vulkanischen Boden der Insel Santorin; 7) und 9) sind von Patras. Da in Griechenland die Keller ebenerdige Magazine sind, die selbst im Winter nie unter 150 R^aumur-Wärme kommen so sind die Weine in warmem Raume (die Flaschen gestellt) aufzubewahren. 1) Camarite ä 170 ein aussergewöhnlich trockener Rothwein, von ganz merkwürdigem Tanningehalte, der besonders als Magenwein und gegen chronische Diarrhöen sehr zu empfehlen ist. 2) Corinther ä 190 H, ein trockener Rothwein, voll, feurig und von angenehmer Blume, jedem gleichpreisigen Burgunder und Bordeaux mindestens ebenbürtig. 3) Elia ä 150 H, 4} Kailiste ä 180 H, zwei weisse und 5) Vino di Bacco ä 150 H, ein rother Claret, alle drei sehr alkoholreich, mit fein gewürzhafter Blume, an trockenen Sherry und Madeira erinnernd. 6) Vino Santo ä 170 7) Achaja Malvasier, weiss, ä 190 H, 8) Misistra Malvasier k 180 H und 9) Achaja Malvasier, roth, ä 190 H, sind ausgereifte, treffliche Süssweine, sehr fett, voll und feurig und von eigenartigem mildem Ton und Character; die beiden Achaja von Geschmack des Madeira, der Misistra dem Malaga ähnlich 10) Vino rose ä 200 H, ist ein Essenzwein von hervorragender Güte, er wird von dein Lieferanten als eine Seltenheit bezeichnet und hat vor achtem Tokayer die Billigkeit des Preises voraus. — — — Neue Sorten: 11) Moscato ä 190 H, ein hervorragender Süsswein aus Cephalonia, nur aus Muskateller Trauben bereitet, von charakterischem, sehr feinem Bouquet. 12) Mavrodaphne ä 210 ein bestem Portwein in Farbe und Qualität ähnlicher Wein von Patras, sehr kräftig, voll und alkoholreich. — Preise per comptant. Eine Probekiste mit einer ganzen Flasche von jeder Sorte — Kiste, Flaschen und Verpackung frei — ab Frankfurt X 18. l>r. Hempel, Hirschapotheke in Giessen. BureauL" aus otschaster^iü aß titsche M Victoria schrieb ionen mifi/ijren ’t ein Circular i ii jein Perlt WA in Ochrneich solle oibtiynW die Rechtes betrche. rndjchrM bes i FinanzmM oamen unb bn> ltigen kaiserliche knserliche rischen Gesam- herigen M nisiu tzen haben, mensseßes halt«» ill auf dahiesigem Ortsgericht das Grund- ück des Wilhelm Steinbach Temperatur in Gießen September 1878: Aemeinde 8, in Srebrem chischen W I echselt. TM uch Bosnien; t> bietend versteigert werden. Gießen, den 20. Septbr. 1878. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 5-to) Müller. ro'ßherzogl. Bürgermeisterei Langgöns. 6H2) Brücke! ÄS b« Äih \ bieirfk tu Frisch gebe. Ceylon- und Iava-Kassee per Pfd. JL' 1,60 und «M. 1,80, sind in allen Dimension''^ bis einschließlich 6 Zoll lichter Weite vorräthig in der Fab- ,eta' di- 8* 1 Ehrtet j, W unb üfe ln l11 di- gotl, rmischte-. Darmstadt, 3. October. (Postpersonalnachrichten.) 1) Angenommen ist der Obersteiger Schumann in Mücke zum Postagenten. 2) Versetzt sind: die Postdirectoren Nmelung von Bingen nach Offenbach am Main und Berger von Sigmaringen nach gingen, die Postsekretäre Heyer von Gießen nach Darmstadt, Weller von Altkirch nach Worms, Beck von Offenburg nach Mainz, Schneider von Lauterbach, Gr. Hessen, nach Gilßen, Mühlpforth von Worms nach Lauterbach, Gr. Hessen, der Obertelegraphen offiftent Dreßler von Donaueschingen nach Mainz, der Postassistent Hofmann von Pfungstadt nach Darmftabt- 3) In den Ruhestand versetzt ist der Psstsekretär v. Kuder in Darmstadt. Frankfurt a. M. Der zoologische Garten in Frankfurt a. M-, der zu allen gelten von Einheimischen und Fremden gern und mit Vorliebe besucht wird, ist seit dma 12 Tagen förmlich zum Wallfahrtsort geworden durch die Schaustellung der Nubier, bie gegenwärtig daselbst stattfindet. Berichte aus anderen Städten, namentlich aus Dresden und Berlin, und ein geschickt arrangirtes Reclamenwesen bewirken wahre Wunder und so wandern denn ganze Karavanen von Schaulustigen zu Fuß und Wagen „ach dem zoologischen Garten, um gegen Erlegung eines Extra-Eintrtttgeldes von 20 H §arl Hagenbeck's große afrikanische Thier-Karavane zu sehen, beim Anblicke der grotesken gestalten ein gelindes Gruseln zu empfinden und mit erleichterndem Aufseuzen zu be- fennen: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin, wie andere Leute! Es kann nicht geleugnet werden, daß die Vorführung der gezähmten Giraffen, Elepbunten, Dromedare, Rhinozerosse und sonstigen zwei- und vierfüßigen Eingeborenen von Inner-Afrika, die karstellung eines Wüftenzugs mit dem Satteln, Bepacken rc. der Reit- und Lastkameele, aus 3auialti jungen und n- "flittofftn; btt. Wmr Wagen wurden Schiffe werden ,“Bk Hb Mittagstifch ä 8S Pfennig, von 121/2—2 Uhr. 6042) Restauration jum Stern. 6038) Gute auserlefene^KartoffelnI und täglich frische Milch b?Ä Karl E u l e r, Neustadt. A«pfel. 5964) Bestellungen auf gutgebrochene Aepfel wie: Re- neten, Borsdorfer, Muskat- Canadan, Carbel, Melacken, Madäpfel, weiße und rothe Bamberger, Weinäpfel und Süßäpfel erbittet man bei «kusl. Klug, Alten-Buseck. Handel und Vermehr. Frankfurt, 5. Octbr. Der heutige Victualienmarkt war sehr reich befahren, 60 Wagen mit Kraut waren aus dem Ried zur Stadt gekommen und etwa 30 mit Kartoffeln. Der Centner Weißkraut zum Einschneiden kostete X 1.80—2, Kohlkraut das Stück 10 Rothkraut 10—12 Blumenkohl 15—20 Kartoffeln find nicht noch Wunsch in einigen Gegenden gerothen, indem solche bet Lagerung leicht faulen, 100 Kilo wurden mit 6 x bezahlt Geflügel in Fülle und zählte nach Tausenden, junge Hahnen wurden von 90 H bis X 1.20 bezahlt, Hühner und alte Hahnen zum Stofen X 1.30—50. Tauben 60 Butter das Pfund im Großen 1. Qual. 90 H bis 1 X, 2. Qual. 80—85 im Detail 1. Qual. X 1.20, 2. Qual. X 1.05—10. Eier das Hundert X 6—8. Heu war nicht bedeutend zugefahren und kostete per Centner je nach Qualität X 2—3, Stroh per Eentner X 1.50—2. Erbsen geschälte (per 100 Kiloar.) X 24—28, ganze Erbsen X 22—24; Linsen X 20—23; Bohnen X 26-28. Ochsenfletsch per Pfd. 70-75 Kuh- und Rindfleisch 54—60 Kalbfleisch 60—70 H, Hammelfleisch 60—68 Schweinefleisch 70—75,$. Buchenscheitholz erste Sorte wurde bezahlt per Cbk.-M- X 10.80—11.05, zweite Sorte X 9.60—80, Tannenholz erste Sorte X 7.50—90, zweite Sorte X 6.70—80. Geschnittenes Holz, je nachdem geschnitten, der Centner X 1.60—90. Tannäpfel per Hectoliter 75 Lohkuchen das 1000 x 10—12. ii) in Accord vergeben werden: krißbinderarbeit, veranschl. ürurerarbeit, Die tut# , in Seinlili e>’’ Mn «»”e* i un bie , »erW* Ieilgeöotenes. 6104) Von der im vorigen Jahre mit vielem Beifall auf Renoirmenen Kartoffelsorte liefere ich auch diesen Herbst wieder per 200 Pfund k 6 X franco ins Haus. Bestellungen erbitte ich gefälligst per Postkarte zu ma-Len L. Thon, Poststation^ondors. sGeschästskalender mit breiter Notizspaiie, sowie alle hier gebräuchliche Kalender vorräthtg bet Ernst Balser, Wi+erve käufer erhalten böchst-n Rabatt. DeffentlicheAufforderung. 5749) Nachdem Großherz. Hofgericht trr Provinz Oberheffen über das Vermögen des Bäckers Carl Ockel in Gießen den förmlichen Concursproceß mannt hat, werden deffen Gläubiger Mgefordert ihre Ansprüche an Carl Ocke l nebst etwaigen Vorzugsrechten bi Termin Vtontag den II.Novbr.lS^S, Vormittags 9 Uhr, |L unterzeichnetem Gerichte bei Meidung ^isschluffes von der Maffe geltend zu inchen. Im genannten Termin soll ein p nngctnent versucht, sowie Gläubtger- «i.sjchuß und ein Maflecurator erwählt, Omi) wegen Versilberung der Maffe Be- ftluß gefaßt werden. Von den nicht Meinenden, bezw. nicht vertretenen Wubigern wird Zustimmung zu den Ieschlüffen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger angenommen. Gießen, am 19. Septbr. 1878. Zroßherzogltches Stadtgericht Gießen. Blumenzwiebeln, tyazinthen, Tulpen, Croeus, ctUa in den schönsten Farben, für die Z'mmercultur wie auch für das freie Land geeignet, empfiehlt (5815 Carl Deines, Kunst- u. Handelsgiirtner. hemglerarbett, „ „ 155 Fertigung eines eichenen Bohlen- b-lags, veranschl. zu 45 Laniggöns, den 5. October 1878. 'l.sraelitildjer Tcflünir 5719) Samstag den 19. October auf dem Westphälischen Hof bei Gießen. Anfang präcis 4 Uhr Nachmittags. Hierzu ladet ergebenst ein Da« Comite. Aepfelversseigerung. Donnerstag den 10. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen die diesjährigen Gemeinde-Aepfel versteigert werden. Der Anfang ist bei der Walkmühle. Lauter, am 6. October 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Lauter. 6102) Feldmann. Versteigerung. Donnerstag den 17. d. Mts., Voruüttags um lO1^ Uhr, werden dahier zur alsbaldigen Lieferung öffentlich versteigert: 1) 5000 Stück Weißkraut, Een auf dem Rathhause in Langgöns ^hjolgend verzeichnete Arbeiten öffent- «X % — Abends. Bei der Wahl eines Municipalraths in Paris wurde Maret, ^ti-gambetttstischer Radikaler gegen Rißler, republikanischer Gambettist, gewählt. Die Journale stellen in Abrede, daß der Marschall Mac Mahon an den Papst ufchrieben babe, um ihn über die Absicht der Regierung zu beruhigen. Simla, 7. October. Die indischen Zeitungen melden die Einnahme Ali Mu-jids. Bombay, 7. October. Den Journalen zufolge erklärten die Khyber- stämme sich für England und gegen die Afghanen, dagegen seien die Monsunds 1 in Bewegung, um sich mit den Afghanen zu vereinigen. Lokal-Notiz. Gießen, 5. October. Der Schwurgerichtshof verurtbeilte heute den Johannes Redner von Sachsenhausen, wegen Körperverletzung mit tödtltchem Erfolg, in eine Zuchthausstrafe von 5 Jahren, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf bie Dauer von 3 Jahren und verordnete zugleich die Zalässigkeit der Po'izei-Aufsicht. hi.. Mag ■u ■ v Ä & ziehbar. sow. Coupons, Veretnsbank-Qutttungen Tießen, d. Exped. d. Bl. Geld-CourS Pietsch) in Gießen. Rm. 16 16 20 16 16 9 4 und Tr ffer kaufen (5554 Moritz Stlebel Sühne in Frankfurt o. M. Lud. Geißler Ww., Reichensandstrotze. Ps. 22—26 22—25 38—43 67-78 65 60-65 17—20 jn Gemäßh Durchsch Sikß-n, d Zopfe von auSaekämmten Haaren werden oa prompter Bedienung billigst angefertigt pol 6067) F. Welker, Neustadt Nr. 154. r Die Ereignis ("Mben großen Wirrt, daß k die Stütze pte hat sich Pn des gesam FJ nnen Entsi rN einer pa- p wird. Jstz fSesanHnte i Heber dir V V flammte Mi K? ^llte mc .^rckvnnluna Jn b, L W Regierun ret man btn $ Ul!ütn, welche ( P'{»irb tool fc"b» y& Ä be > bet >b',ch 5; Än- Inh lotb«i I Wir macher Li, eine Dispens Frische Zwischen werden in Wagenladung zu kaufen gesucht- Offerten zu richten an 6047) W. Wahl - Ww. in Erfurt- , 6059) Gesucht wird für ein gut ew- psohlene« Mädchen eine Stelle in eine« kleinen Hausstände als Mädchen allem oder als Hausmädchen, da dieselbe gut bügeln und nähen kann. Zu erfragen ti SS 20 Francs-Stücke . . . do. in Vi - Englische SouvereignS Russische Imperiales . . Holländische ff. 10-Stücke Ducaten......' Dollars in Gold . . - t:ü, sowie durch I.: und wird das t i einer Volks! Misse besitzen, < rht für den o Viren Munft fl Friedö Winters Der Ut Madrider Loose, I eSJE vermischte Anzeigen. 6093) Circa 10,000 JL auSzulkiheu, wo möglich gegen 1. gute Hypothek. Bet wem? sagt die Exped. d. Bl._____________________ 6099) Meine Wohnung befindet sich bet Herrn Kaufmann Hoffmann, Seltersweg Nr. 45, tm Seitenbau, wo» selbst auch die Schelle angebracht ist. Bertha Stock, geprüfte Hebamme. 6108) Ein zuverlässiges Dienstmädchen für Küche und Housorbeit wird zum sofortigen Eintritt gesucht von Frau Lieutenant Eullmann, Gartfeld. 5609) Ein möblirtes Zimmer nebft 6c* binet zu vermiethen. ______________L. Baer. Wallthorstratze. 5292) Laden mit Wohnung, Keller um Lagerraum zu vermiethen und alSbald be- 5432) Em Aamtltenlogis ,ft zu ver- mietben im______Darmstadter HauS. 4«73) Laden mtt Wohnung u. Lagerraum zu vermiethen. ____________________Ehr. H o reyseck. 5755) Ein kleines Logis von 3 Zimmern zu vermiethen.________MäuSburg 0. 11. 5889) Ein FamilienlogiS, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör, zu vermiethen. _____________Jacob Reiber, Gartfeld. 6051) In m einem neu erbauten Hause ist ein Laden nebft zwei FamiUrnlogls zu vermiethen und baldigst beziehbar. _____________V. Hubeler, vrandgafse. 6086) Ein Fam'llenloglS zu vermiethen. _______________W. Wendel, Martfeld. 6087) Ein kleines Familienlogis zu ver« miethen bei Louis Dogt, Mühlgaffe. 5767) Zwei gut möbUrte Zimmer sind zu vermiethen bet Frau Eichenberg, LudwigSplatz. D Diejenigen ■ iei Meldung 6062) Ein Primaner der Realschule bn absichtigt jüngeren Realschülern in einzelnen Fächern Prtvatstunden zu geben, sowie auch tn ihren Schulaufgaben zu unterstützen. Näheres in der Exved. d. Bl.__________ 5984) Ein fleißiger Bursche von 16 bis 18 Jahren, welcher Ackerbau versteht, wird zu sofortigem Eintrit ge« sucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 6037) Von heute an wohne ich im Hause des Herrn Emil Lotz, Kirchenplatz. Willi. Böhling, __Tapezier.________. 5982) Knaben, welche sich dem Maschinen- oder Baufach widmen wollen, können gründlichen Unterricht erhalten. Wo? sagt die Exped. d. BK______. 5835) Zunge LlUte, welche hiesige Lehr'- anstalten besuchen, werden in Pension genommen, auch sind einige möblirte Zimmer zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 6017) Em Märchen auf einige Stund« deS Tags bet Kinder gesucht. Von wem sagt d. Exped. d. Bl.___ 6035) Grüne Zwetschen kauft H. E. I u g h a r d t. Kliiiiascliliieiiliaiiilliißg >™ Theoilor llaiiliarli, C. 126. Giessen, Reichenfand-Aahnhofsstra^e. C. 126. Lager in: Sluger-A.-, Singer-Medium-, Titania- K Singer-A.-Hand- maschinell aus der deutschen Nähmaschinenfabrik vormals Joseph Wertheim in Bornheim-Frankfurt a. M., Isowohl durch Solidität der Arbeit, als auch durch wesentliche Verbefferungen sich jedem anderen Singerfabrikat gegenüber vortheilhast auszeichnend, Wheeler