&O 104. Zweites Blatt. Sonntag, den 5. Mai 1878. Wchener Wyeiger ^!ÜLW/7 ZU? H--r erhnfti06* JEfoM Mull,»- Qn eine lubtae $7- Ä J» »trmit ittOnkfle C- 25. J&ith. zu eiUaften, block meines Bordn- ®;121/ bestehend aus >kln, 2 Kammern und ouf Wunsch auch imst 'viiethen und Ansangs fr SB. d. Gehren, ntlienlogls, sowie ein T sind zu vermtethm C. Rahn. mobltrles Zimmer zu i. C. 233, II. Stock, möbtiries Zimmer zu iberg, Ludwipsplah. ' den an einzelne Per:! Sandaasse D-176. | Zimmern mit Zubehör, ■ Nheil und Bleichpletz wb sogleich zu beziehen.! rzagt L, Gartfeld- Urte Rimmer zu w > r Weiß, Afterweg. neu erbauten Hause | es sind zw«i Familien j aus je 6 Zimmer , Gartenantheil utib ethrn und Mott zu v I. Bernhardt. zu vewieihen und W Wernh. Dietz Zimmer mit Cabtnit ^Vahnhossstraßey t -njeigen. 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Zufolge Auftrags Großherzoglichen Ministeriums des Innern theilen wir Ihnen den nachstehenden Auszug aus einer Note des Königlich Sächsischen Gesandten am Großherzoglichen Hose mit dem Auftrage mit, falls Sie über die Herkunft des darin bemerkten Musiklehrers Adolf Mailand, der angeblich aus dem Großherzogthum Hesien gebürtig sein soll, Auskunft geben können, uns solche alsbald mitzutheilen. Dr. Bookman n. Auszug. München, den 10. April 1878. Am 4. September 1873 ist im englischen Hospital zu Gualilan der ledige Adolf Mailand aus Adorf, Annaberg oder Schneeberg im Königreich Sachsen gestorben. Derselbe war zuletzt in Mendoza in der Argentina als Mustklehrer ansässig und nach Gualilan aus Rücksicht für seine Gesundheit gekommen. Sein Nachlaß ist in zwei Anweisungen, zum Betrage von «X 762. 48 und «X. 43. 20 H, nebst einer goldenen Uhr mit Kette an das Königlich Sächsische Ministerium des Auswärtigen gelangt. Die im Königreich Sachsen nach Mailand's Herkunft und nach dessen Erben stattgehabten Erörterungen blieben erfolglos; inmittels ist im Laufe dieser Erhebungen unter anderem die Nachricht dorthin gelangt, „der Musiklehrer Mailand solle aus dem Großherzogthum Hessen gebürtig sein, wie er — Mailand — selbst geäußert"; es findet sich diese Notiz in einem Briefe aus San Carlos, welcher von der Kaiserlichen Mintfter-Residentur in Buenos Aires mit Bericht vom 27. Juni 1877 abschriftlich an das Königlich Sächsische Ministerium eingesendet worden ist. So wenig Anhalt auch diese sehr allgemein gefaßte Notiz zur Anstellung von Nachsuchungen nach der Herkunft Mailands und nach etwaigen Erben deffelben im Großherzogthum Heffen bieten mag, so glaubt das Königlich Sächsische Ministerium vvn einem bezüglichen Versuche dennoch um so weniger absehen zu dürfen, als die zeitherigen Erörterungen die Jdendität Meinel's mit Mailand eben noch nicht erwiesen haben. Zu erwähnen möchte hierbei noch sein, daß einer dem Königlich Sächsischen Ministerium vorliegenden vertrauenswürdigen Angabe zufolge ein Individuum, Namens Adolf Mailand, deffen wahrer Name jedoch „Meiner!" oder ähnlich gelautet haben soll, als Musiklehrer in Val len ar in den sechziger Jahren aufhältlich gewesen ist und daß das Alter desselben gegenwärtig etwa 42 Jahre sein würde. rc. rc. ______________________________Rautenbusch._________________________________________________________________ Bekanntmachung. Nachdem die Frankfurter Straße, sowie die Schoor von dem Seltersthor nach dem Neustädterthor theilweise gepflastert worden sind und von Seiten der Großherzoglichen Baubehörde die dahier vorgeschriebeue Reinigung dieser Straßenstrecken keinem Anstande unterliegt, werden die betreffenden Eigenthümer der an diesen Straßen gelegenen Häuser auf Grund des dahier gültigen Localreglemems aufgefordert, von Donnerstag den N. diese» Monat» an außer den Bankets und Rinnen die Hälfte der gepflasterten Fahrbahn zu den vorgeschriebenen Zeiten, als: Dienstag, Donnerstag und Samstag, Nachmittag» von 4 bi» 6 Uhr, bei Meidung der gesetzlichen Strafe in ordnungsmäßiger Weise reinigen zu lassen. Gießen, am 1. Mat 1878. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. Politisch Wochen Übersicht. Unser Kaiser hat die Reise nach Wiesbaden, welche er bald nach Ostern anzutreten beabsichtigte, um dort den gewohnten Frühlingsaufenthalt zu nehmen, der ernsten politischen Lage wegen aufgegeben. Der Besuch deS Königs Oscar von Schweden, der sich auf der Rückreise von Heidelberg, wo er seine leidende Gemahlin besucht hatte, ein paar Tage in Berlin aufhiell und am kaiserlichen Hose mit großer Auszeichnung behandelt wurde, die Audienz des Feldmarschalls Moltke beim Kaiser, unmittelbar nachdem derselbe in Kopenhagen mit dem Könige von Dänemark eine Unterredung gehabt hatte, die Abreise der Kronprinzessin nach England und endlich das große Galadiner, welches zur Feier des Geburtstags des Kaisers von Rußland im kaiserlichen Palais stattfand — Alles das war wohl auch nicht ohne Beziehung zur Politik. Fürst Bismarck ist in Friedrichsruh an der Gürtelrose erkrankt, seine Krankheit nimmt indeß einen regelmäßigen und leichten Verlaus: sein Zustand ist jetzt schon ganz unbedenklich und seine völlige Wiederherstellung in kurzer Zeit zu erwarten. Sein Verhältniß zum Kaiser ist durch ein höchst ehrenvolles Schreiben, welches Letzterer jüngsthin an den Dr. L. Hahn, Verfasser der Schrift „Fürst Bismarck, sein politisches Leben und Wirken" gerichtet, in Helles Licht gestellt worden: der Kaiser spricht darin nämlich seine Genugthuung darüber aus, daß die Thätigkeit des Mannes, welcher auf die politische Neuordnung der vaterländischen Verhältnisse in so bedeutsamer Weise eingewirkt habe, durch systematische Aneinanderreihung authentischen Materials öffentlich dargelegt werde, damit sich der ganze Werth seiner geistigen Arbeit dem Bewußtsein der Nation einpräge. Der Reichshaushalt-Etat für das Jahr 1878/79 wurde noch im Laufe des April vom Kaiser vollzogen und durch das Reichsgesetzblatt verkündet, so daß er zum 1. Mai in Kraft treten konnte. Dem Bund es rat h ist ein Gesetzentwurf betreffs Gewährung einer Ehrenzulage an die Inhaber des Eisernen Kreuzes von 1870/71 zugegangen, durch welchen dieselben den Inhabern aus der Zeit der Freiheitskriege annähernd gleichgestellt werden sollen. Berlin bekam am 28. April wieder einmal eine großartige social-demokratische Demonstration zu sehen, indem der als Untersuchungs-Gefangener verstorbene Redocteur der „Berl. Freien Presse", Dentler, durch ein Leickenbe- gängniß, an dem sich mehrere Tausend Arbeiter betheiligten, als „Märtyrer" gefeiert wurde. In dem Halle'schen Professor H. Leo ist ein Mann gestorben, der seiner Zeit eine Hauptstütze der Kreuzzeitungspartei gewesen, in Folge er Hheil. schweren körperlichen Leidens aber schon lange vom politischen Schauplatz abgetreten war. Italien gegenüber nimmt der Papst noch immer keine klare Stellung ein. Während er in der Encyklika alle Proteste seines Vorgängers gegen die Occnpation des Kirchenstaates wiederholt, läßt er dem Exjesuiten Curct, der bekanntlich die Entbehrlichkeit der weltlichen Herrschaft behauptet und auf Versöhnung mit dem Königreich Italien dringt, durch die Cardinäle, welche zu Besprechungen mit ihm über seine Ideen beauftragt waren, das freundlichste Entgegenkommen beweisen; er soll sogar schon den Beschluß gefaßt haben, den Vatican im Sommer zu verlassen und sich in ein Seebad zu begeben, also die Gefangenschasts-Comödie ganz aufzugeben. In Oesterreich-Ungarn wurde das öffentliche Interesse weit mehr von den inneren Angelegenheiten, als von den orientalischen Verwicklungen in Anspruch genommen : überall sprach sich eine tiefe Verstimmung über die unfertigen Verhältnisse aus, welche den Einfluß der Monarchie nach Außen hemmen, vor Allem über die bisherige parlamentarische Verzettelung des Ausgleichs. Die jüngst in Wien unter Thetlnahme des Kaisers abgehaltenen Ministerräthe, welche sich mit dem Ausgleich beschäftigten, scheinen indeß ohne Ergebniß geblieben zu sein, so daß die Hoffnungen auf ein Zustandekommen desselben wiederum gesunken sind. Die Ernennung des Grafen Andraffy zum Feldmarschall- Lieutenant wurde allgemein als ein Zeichen der Fortdauer des Vertrauens, welches der Kaiser dem Leiter der auswärtigen Politik schenkt, angesehen. Die englische Regierung hat unmittelbar nach.Vertagung des Parlaments den Befehl zur Bereitstellung indischer Regimenter für den Krieg erlassen: ein Theil derselben ist sogar schon eingeschifft worden. Gleichzeitig werden die Rüstungen aufs Eifrigste fortgesetzt. Selbst aus Canada sollen Truppen herbeigeschafft werden. Diese Maßnahmen beweisen deutlich genug, daß die Regierung fest entschlossen ist, zum Schwerte zu greifen, falls es ihr nicht gelingen sollte, Rußland zur Nachgiebigkeit zu bewegen. An der Zustimmung der Bevölkerung zu dieser energischen Politik scheint es dem Ministerium nicht zu fehlen — hat sich doch ein Londoner Meeting kürzlich sogar für Bildung einer Fretwilligen-Armee für den activen Dienst ausgesprochen. In Frankreich concentrirte sich natürlich alles Interesse auf die Ausstellung, welche trotz ihrer Unfertigkeit am 1. Mai eröffnet wurde. Die Ruhe, welche seit einiger Zeit in den inneren Partetkämpfen eingetreten ist, gibt sich nunmehr auch durch die allmählige Zerbröckelung der bonapartistischen Partei kund, indem sich eine Fraction derselben mehr und mehr den Republikanern zu- neiflt. Die Richtung der Regierung wurde durch die Aeußerungen zweier Minister in bedeutsamer Weise gekennzeichnet: der Unterrichts-Minister Bardoux erklärte nämlich bet Gelegenheit einer Pretsvertheilung in der Sorbonne, die einzige Sorge der Regierung gehe darauf hin, die demokratische Strömung zu begünstigen, welche Frankreich einer friedlich liberalen Richtung entgegenführe, und der Ftnanzmintster Say hielt bei der Enthüllung des Denkmals für den National- Oeconomen Basttat dem Freihandel eine Lobrede. Mittlerweile ist der Haupt Vertreter der ultramontanen Presse Frankreichs, Louis Veuillot, mit einem bedeutenden Peterspfennig nach Rom gereist, um auf den Papst im Sinne einer unversöhnlichen Politik etnzuwtrken. Lokal-Notiz. Gießen, 4. Mat. (Sitzung der Stadtverordneten am 2. Mat.) Die Rechnerstelle an der Realschule trägt nunmehr dem Herrn Stadtrentmeister 600 ein, wovon 300 der Staat zuschießt und 300 die Stadt in den seitherigen Gehalt des Stadtrechners etnrechnet- — Von Setten des landwirthschaftltchen Vereins war der Wunsch ausgesprochen, die Stadt möge einen „Oberfeldschützen" ernennen, welcher die Feldschützen controltren und die Anzeigen derselben vorerst reoidtren sollte. Die Stadtoerordneten- Versammlung konnte sich jedoch für das Bedürfniß eine- derartigen Postens nicht erwärmen zumal in der Eingabe des landwirthschaftltchen Vereins keine eigentliche Mottotrung gegeben war, welche die Nothwendtgkett darlegte. Die Versammlung beschloß denn auch daS Gesuch abzulehnen. — In dem ConcurS der Gebr. Köhler soll es bet dem von Großh. Stadtgericht erlassenen Bescheide belassen und keine wetteren Schritte verfolgt werden, zumal die Interessen der Stadt nicht gefährdet sind. — Eine Crediterwetterung zum Beitrag zur Kreiskasse, sowie über 1400 für Neuherrtchtung der Aborte in der Stadtmädchenschuie zu Lasten des Budgets von 1879 werden gewährt. — Ebenso verschiedene Kostendecreturen für diverse Leistungen. — Herrn Dr. Schüler wird ein Theil der Wteseckböschung zum Preise von 3 JL 50 verpachtet. — Herr Dachdecker Schwalb will den Platz, worauf der Plank'fche Stall am Tiefenweg gestanden, pachten. Die Baudeputatton ist jedoch für öffentl. Ausschreiben desselben und erklärt sich die Versammlung hiermit einverstanden. — Dem Großh. Fiscus resp. Bauamt wird ein Stück Land zur Ablagerung von Baumaterialien am neuen Justizgebäude verpachtet. — Der Preis für das Hundert Erbsenreiser wird auf eine Mark pro Hundert festgesetzt. — Es wird die früher schon erwähnte Eingabe an Großh Ministerium von Bewohnern der Schwarzlach in Betreff der stiefmütterlichen Behandlung gedachter Gegend seitens der Stadtverordneten nochmals verlesen. Nach vorgetragenen Notizen des Herrn Bürgermeisters, wonach ein Theil der Bewohner ohne Erlaubntß gebaut, ein Theil sich durch Nevers verpflichtet hatten auf Stratzenanlage und Beleuchtung zu verzichten, sowie weitere erst in 1877 gebaut hatten, wird die Grundlosigkeit der Angaben an Großh. Ministerium dargelegt. Grade dieser Stadt- thetl sei tu den letzten Jahren ganz besonders berücksichtigt worden und absolut kein Grund vorhanden, welcher fragt Eingabe rechtfertigen könne. Es soll denn auch in einer Eingabe an daS Kreisamt diese Anschuldigungen widerlegt werden. — Bet ®e- legenhett der Berathung deS städtischen Bauplans wurde die Möglichkeit einer Straßen- anlage vom SelterSweg resp. Löwengasse nach der neuen Anlage in Betracht gezogen und fielen event. in diese Straße die Noll'sche und Ptmper'sche Hofraithe, sowie ein Theil des Garnison-Lazareths ?c. Die Baudeputation ist jedoch eben der Ansicht, daß nach den seither gemachten Erfahrungen die Erwerbung der in Betracht kommenden Gebäude und Gelände, kaum möglich sein werde und da vorderhand auch kein Bedürf- ntß oorliege von der Straßenanlage vorerst abgesehen werden könne. Die Versammlung schließt sich dieser Ansicht an. — Die Erweiterung der Kaplansgasse stand schon verschiedene Male auf der Tagesordnung. Die Riederlegung des Z w es ch'schen Hauses und desjenigen von Schlosser Noll verursacht jedoch zu viele Kosten und beantragt auch hier die Baudeputation mit Rücksicht auf die enormen Forderungen die Sache vorerst auf sich beruhen zu lassen, womit sich die Versammlung einverstanden erklärt. — Verschiedene nothwendige Anschaffungen für die Prima der Realschule I. Ordnung werden gutgeheißen und der erforderliche Credit bewilligt. — Unsere Realschule ist die einzige im Großherzogthum, an welcher Modelltr-Unterricht ertheilt wird. Die Ver sammlung war der Ansicht, daß derselbe auch für die Folge beibehalten werden möge. Das Zimmer, in welchem seither modellirt wurde, ist für andere Zwecke nöthig geworden und soll nun ein Vergleiches auf dem Boden des Laboratorium-Gebäudes für dauernd hergerichtet werden. — Das Geländer unseres Münsters ist schadhaft und bedarf bringend der Reparatur. Bei dieser Gelegenheit beantragt die Baudeputation man möge den ganzen Tburm einer Renovation unterziehen. Die Versammlung genehmigte den Voranschlag hierfür im Betrage von 4416 jl Die Weißbinderarbeiten an und in der Kirche werden, trotzdem dieselben noch nicht sehr alt, als sehr mangelhaft geschildert. — In Betreff der Einfriedigung der Thorhäuser am Wallthor wird die Beschlußfassung auf 8 Tage ausgesetzt um sich über die Nothwendigkeit und Zweckmäßigkeit näher informiren zu können. — Der Frau PH. Schmoll Wittwe wird die Erlaubntß zur Anlegung eines Stegs über die Wieseck unter den üblichen Bedingungen gegen Widerruf gestattet. — Ebenso Herrn H. Keck die Ueberbrückung deS Schoorgrabens an der neuen Anlage. — Das Baugesuch deS Herrn Käß wird genehmigt, desgleichen dasjenige des Chemikers Herrn Throm, gleicherweise wird Herrn Merz gestattet eine Waschküche zu errichten und Herrn Prof. Birnbaum erlaubt Bauveränderungen an seinem Hause vorzunehmen. — Um einem dringenden Bedürfniß abzuhelfen will Herr K. Sch mall in seinem Hause in den Schießgärten einen Laden Herrichten und wird demselben solches gestattet. — DaS Baugesuch de« Bierbrauers Herrn Fr. Textor wird genehmigt desgleichen das Ersuchen des Herrn E. Mai zur Anlegung einer Einfriedigung. — Herrn Glaser Bi er au wird die Anlegung einer hölzernen Einfriedigung an seinem Garten in den Schießgärten gestattet, trotzdem dieselbe schon einige Zeit steht, und annullirt die Baudeputation den vom Herrn Stadtbaumeisler oorgeschlagenen Oelfarbstrich der betr. Einfriedigung, weil dieselbe auS ausgeschnittenen Tannen- stämmchen besteht. — Die projettirte Einfriedigung am Hause deS Herrn Kaufmann Limpert am Asterweg wird genehmigt; ebenso das Gesuch desselben um Erlaubntß zur Ableitung von Abfallwasser in den Schooryraben. — In Gemäßheit eines früheren Beschlusses werden Herrn Metzger Friedr. Möhl 1160 jl für abzutretendes Gelände am Schipka-Paß bewilligt. Hierauf Schluß der öffentlichen Sitzung. — a. Die Annoncen-Expeditton Th. Dietrich & Co. in Cassel übernimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und deS Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnieraten-Annahme f. d. „Casseler TageSpoft") Vermischtes. * Die Germania, LebenS-Derficherungs Actieu-Sesellschaft zu Stettin, hat nach ihrem jetzt festgeftellten GeschäfkSabschlusse tm Jahre 1877 günstige Erfolge und eine wesentliche Steigerung ihre« Geschäftes erzielt. Ja Folge de« Zugänge« von neuen Versicherungen über 20,500,660 jl Kapital hob sich, nach Abzug aller durch Tod oder auS anderen Ursachen erloschenen Versicherungen, der Bestand der Versicherungen von Kapitalien auf 220,504,303 jl Unter diesem Bestände waren 65,464,452 jl gegen eine JahreSprämie von 2,343,317,M jl auf da« Leben von 13,220 Personen mit Anspruch auf Dividende versichert- Diese Versicherungen mit Anspruch auf Dividende erhielten 1877 einen Zugang von 2225 Personen mit 13,0-8.464 Versicherungssumme und zeigen gegen den Bestand Ende 1876 einen reinen Zuwach« von 1295 Person« mit 8,251,723 jl Versicherungssumme. Die gesammte Prämieneinnahme erreichte 1877 JL 7,168,944,„, stieg also gegen 1876 um 231,942,M jl An Zinsen wurden vereia- nahmt l,45v,486,ir JL. also 142,858,jl mehr als im vorhergehenden Jahre. Für Sterbefälle des JahreS 1877 wurden gezahlt 2,5 9 5,9 1 7,84 jl, für bei Lebzeiten der Versicherten 'm Jahre 1877 fällig gewordene VerstcherungS-Beträge 52O,OO1,35 JL und an Schäden Reserve zurückg'stellt 103,593,35 jl Dle Sterblichkeit unter den versichert« war für die Gesellschaft günstig; die Ausgabe für Sterbefälle find 1877 hinter den zu diesem Zwecke vorhandenen rechnungsmäßigen Deckungsmitteln um 214,820,,, JL zurückgeblieben. Die Prärnten-Ueberträge und Prämien-Reserven stiegen 1877 um 2,567,779 JL, so daß Ende 1877 mit Einschluß der Prämien-Reserve für bet anderen Gesellschaften rückversicherte Summen 29,278,086,9, jl zurückgestellt waren Au« dem nach Deckung aller Ausgaben und Verbindlichkeiten und nach Bewirkung der erforderlichen Abschreibungen verbleibenden Ueberschuß erhalten, nachdem die Kapital-Reserve mit dem statutenmäßigen Betrage von 114,653,67 jl dottrt und hierdurch auf die Summe von 590,82l,w J4 erhöht ist, in Gemäßheit der statutarischen Bestimmungen die Actionäre eine Dividende von ISVs °/o ihrer auf die Actien geleisteten Einzahlungen mit 240,000 jl und die mit Anspruch auf Theilnahrne am Gewinne des Geschäftes Versicherten 26% ihrer 1877 gezahlten Prämien (gegen 24% tm Jrhre 1876) mit 609,262 59 jl als Dio dende, welche ihnen tm Jahre 1879 durch Abrechnung auf die von thnm zu zahlenden Prämim vergütet wird. Die für 1877 zur Verth tlunq kommende Dividende der Versicherten übersteigt den bisherigen Durchschnittssatz dieser Dividende. Dle Prämien Reserve, die Kapital Reserve und die Extra-Reserve (die letztere wurde auS dem Ueberschusse des Jahres 1877 um 111,678,« JL auf 169,459,71 jl erhöht) zusammen beliefen sich Ende 1877 auf 30,038,368,#9 jl und sind gegen den Bestand dieser Fonds Ende 1877 um 2,794,111,16 jl gewachsen. Die gesarnmten Actioa der Gesellschaft betragen Ende 1877 JL 40,726.210,3$. Unter den Äctiven sind die mit Festhaltung papillarischer Sicherh it bewirkten Ausleihungen in Hypotheken um 2,204,448 jl im Jahre 1877 gestiegen auf 26,939,912 jl Der ausführliche Rechenschaftsbericht wird erst nach der Ende Mai er. stattfindenen General-Versammlung erscheinen können. SSWSSBSHS? Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohnv Kosten durch die Heilnahrung: REVALESCIERE ^Äon. Seit 31 Jahren hat feine Krankheit dieser angenehmen Gesundheits speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bet Erwachsenen und Kindern ohne Medtciv und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Äthern-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufstcigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie alS Nahrung für Säuglinge schon von der Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuziehen. — Lin Auszug aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Eertiflcate von Profeflor Dr. Wurzer, Medtcinalrath Dr. Angelstein, Dr. Sboreland, Dr. Campbell, Professor Dr. Dädö, Dr. Ure, Gräfin Castlcstuart, Marquise de Brähan, und vielen anderen hoch' gestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt. 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Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren (genieße ich die köstliche Rovalesciere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, Pfarrer. Nr. 64210. Marquise von Bröhan von 7jährtger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit, Zittern an den Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. Nr. 75877. Florian Köller, K. K. Milttärverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luftröhren Katarrh, Kopfschwtndel und Brustbellernmung. Nr. 75970. Hur Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handelslehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung. Nr. 65715. Fräulein de Montloui«, von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerung. Nr 75928. Baron Sigmo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen rc. 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Löber, Spengler, Dr. A. Mettenheimer, Apotheker, Georg Noll, Director, Adolf Noll, Stadtverordneter, Aug. Noll, Stadtverordneter, Aug. Oppenheimer, Fabrikant, Wilh. Orbig, Spengler, Aug. Ossmann, Tapezier, Dr. M. Perls, Professor, Anton Petri, Bauunternehmer, L. Petri II., Stadtverordneter, L. Petri III., Bauunternehmer, Jacob Reiber, Weißbinder, Soldan, Realschuldirector, A. Scheyda, Redacteur, H. Seidewand, Schuhmacher, Ph. Schlatter, Kaufmann, Chr. Schopbach, Stadtverordneter, M. Steiner, Musiklehrer, Th. Stohr, Schuhmacher, Dr. A. Streng, Profesior, Balth. Schwan, Schreiner, H. Schnell, Restaurateur, Karl Stohr, Schlaffer. L. Textor, Gastwirth, Philipp Uhl, Photograph, Karl Wenzel, Stadtverordneter, Heinr. Wagner, Controleur, Ottmar Weidig, Hofgerichts-Advocat, Aug. Weidig, Fabrikant, Th. Wortmann, Stadtverordneter, Edmund Wetter, Kaufmann, Philipp Walther, Q| Schmied, Fr. Winter, Bürstenmacher. (2655 Zwirn- und Militär - Handschuhen, eine sehr reiche Auswahl in Kragen- und Manschetten- Knöpfe rc.________________(2392 2702) Amerik. Rasenmäher. Garten- spritzen und Werkzeug, Gartenmöbel, Stühle, L 1 JL, Sessel 2,40 Tisch?, 5 Jü emofiehlt Emil Pistor lbzua an,, “«11 65 46? Ä aÄ*'!» d-mn»» -Dectuna mit «em ftatuten. r non 590,821 ‘ i 2sw 111 mH 26 °/o ihres 1877 * als Dividende, ifcben Pcämim 5 I-rstchertm WMtseror, die Uebnschuss- des ' belickn sich Ende nds Ende 1877 um {^tragen Ende 1877 llarischer Sichrrhit 1877 geftlegtn auf der Ende Mai er. 2540) Ich mache die Herrn Rekruten, welche dieses Jahr zur Rekrutirung nach Lich kommen, hiermit aufmerksam, daß Bänder u. Sträuße bei mir billig zu haben sind. Herrn. Schmidt I., Lich. 2797) Ein fast noch ganz neuer zwei- spänniger Glaswagen preiswücdig zu verkaufen. Näheres zu erfragen bet den Herren Docter 8 Katz in Gietzen. fln hie Remohner Gießens! Verehrte Mitbürger! Wie bereits bekannt, soll am 30. Juni und 1. Juli d. I. das 12. Gesangsfest des Lahnthal-Sängerbundes in unseren Mauern begangen werden. Sänger aus Wetzlar, Weilburg, Grünberg, Marburg, Butzbach und Nauheim ziehen bet uns ein, um in Gemeinschaft mit 5 hiesigen Gesangvereinen in mannigfaltigen Gesangsvorträgen aufzulrelen. Im Vertrauen auf die rege Mitwirkung der Einwohnerschaft haben die zwei hiesigen, zum Lahnthal-Sängerbunde gehörigen Vereine die Wahl Gießens als Festort angenommen, und es ist der verehrliche Stadtvorstand denselben bereits in liberalster Weise entgegengekommen. Die Unterzeichneten sind als Festeomite zusammengetreten, um das Unternehmen möglichst fördern zu helfe «, und erbitten sich hierzu die freundliche Unterstützung der Bewohner Gießens. Die nothwendigen Vorrichtungen zu diesem Fest;, besonders die zwar in bescheidenem, aber würdigem Stile herzustellende Sängerbühne erfordern Geldmittel, welche die ordentlichen Einnah nen des Festes weitaus übersteigen werden. Sodann bedarf es auch der Aufnahme der auswärtigen Sänger, welche in einer Zahl von ca 300 erscheinen werden, in Privatwohnungen. In beiderlei Beziehung wenden wir uns vertrauensvoll an den so vielfach bewährten gastlichen Sinn unserer Mitbewohner und bitten um freiwillige Beiträge zu den Festkosten, sowie um Quartier für unsere Gäste. Möge ein Jeder mit freudigem Herzen nach seinen Kräften beitragen zum würdigen Gelingen des schönen Festes! uooooooooooooo 0 R. !. Beulescibie Do Mtn angttoanbt W ebn, fcti h*fiet M k. — Mit j« mn Mittels nicht W vbren'chwiv^ncht. Ichrim SeseWstrn- RevalMciere hat mein et* Hchtväche unb e Eomaine des Des. mich ich die köstlich oben, die mich wahrend erfreue ich mich jetzt iroti, Pfaner. Schlafiofiglett, Ztttern tetn, W« * mb 8wn* * 2 SßP” 5 -*704 54 * :n Lande. 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Die eingerahmten Zahlen bedeuten die Nachtzeiten von 6 Uhr Abend- bis 559 Morgens. — Wegen der Anschlüsse an die benachbarten Bahnen und der Abfahrtzeiten von den Zwischen- Stationen wird aus die Plakatfahrpläne verwiesen. Köln, im Mai 1878. XXXXXXXXXXXXXXXXXXX oxxxxxxxxxxxxxxxxxxx | Casseler Pferde- <• Rindvieli-Markl l * mit Mrloosung, Urämiirrmg. iaildwirthschaftl. etc. Ausstellung 5 X und Pferderennen g X am »8. und «9. Mai 18-8. M 2101) Empfehle für Umrüge gefälligste Benutzung meines Möbelwagen-. Billigste Preisberechnung. F. Für*t Wttie. »TiU rr'^Otia1 Ä hi«« 61 * > gilt ooi "/'fr,, fti .7 °°« Siutm ,i '°^°7 b«n Wille, L«">. Gine b". 5"^ namtnm* „ ^üWttt unb ffiei {V* unb an btt 6o lim" ,tl6» ^Ubt^A fe-Ä <. ftellid; MÄ« ft*?'"■ i! SÄ; fc" ÄS u«i ®erantmoitlidje Sitbaction: A. schkyda. - Druck unb Verlog der Brüh eschen UiV.o. Druckerei (Fr. . 8 W Verkauf ber Loose ä 3 Mark in Cassel burch O. G. Heeg er, Königsstraße 7. W w 2783) Das Comite. 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Abs. 930 65 — 245 _ _ I 8<0 1 1 ll7 Siegen . Ank. 108 6» — 323 — — — I 920 1 1 1145 1 Siegen Betzdorf . - Abf- 810 — — 128 _ 1 G35 . Ank. 8" — - iw s— — | 710 — Betzdorf . Abs. 851 — — 25 .___ _ 841 i Pillenburg . . • H 1(0» 640 — 324 — — — 10» Wetzlar . . . Uia 727 915 410 .. — 625 811 11 Gießen . Ank. H33 759 935 427 — 645 83i 1120 —