D i ^aunlich zu in. 3. 1829. 28,000,000 M«k 78,830,000 >6,550,000 37,3 ProM. Sfienten entgegn. Ü. Ricker. Äauimann iucht noch Tages BMMtzung. ^Ptb. b. SBlttB unter Jen von Stammholz on Brennholz über- ___________H. tfetf. erkauf von getragenen Hemden, Weißzeug, Stlbet, außer Cours i CJtlflemälben, Ar.ti- «fing, Zinn, Roßhaaren ei ö Rothenberger, euenweg 193, afthaus jnm Löwen". siger tüchtiger -auS- dauernde Steilung. bei der C;yMon. iyung von Ruffl» Mfiehlt sich ein Mann, initung derselben voll- skabren b. d. Exped. nm ■ d t3= 2,3 hienent Nr. 16 ; 5 hält: Historischer Rowan r. «K MN Nu des Jettlelkontgs WM-lle- W* T•**WB sStl , I 16 6A Stücke | g dO- fl. 16 16 20 16 17- 30- 65- 16 55 .21 .21 .35 .70 19 Ko. »T. Donnerstag, den 7. Februar 1878. AieKener MllMger Anzeige- md MsM für den Kreis Siche«. '■ -----—------------—7—n -p- t " Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Revaetionsbureaitr ^rtenstraße 8. 165. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Expeditionsbnreanr Schulstraße L. 18. -■■■ ■ - —- Amtlicher Theil. Gießen, am 1. Februar 1878. Betreffend: Das Ersatzgeschäft für 1878 , Das Großhcrzogliche Krcisamt Gieße» an die Großberzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir fordern Sie auf, Nunmehr mit Aufstellung der Stammrollen sofort zu beginnen und dieselben mit denjenigen für 1876 und 1877 una-fäumt an uns einzusendcn. vr. Bo ermann. ia—nBM—nm——p—aMn™ " x. politisch * Gießen, 6. Februar. Eine von Oesterreich an Rußland gerichtete Note bezüglich des Frtedensschlusies im Orient wirbelte in diesen Tagen eine Menge unnö- rhigen Staub auf. Diese Note war durchaus kein Ultimatum Oesterreichs an Rußland, sondern sie stellte nur eine energische Mahnung der österreichischen Regierung an die russische dar, indem Oesterreich-Ungarn seine Interessen bei einer Neuordnung der Dinge im Orient in entsprechender Weise respectirt sehen will. Rußland ist dieser Forderung Oesterreichs bereitwilligst entgegengekowmen, was auch seine guten Gründe hatte. Denn Rußland muß jetzt unter allen Umständen dafür Sorge tragen, daß keine feindseligen Gesinnungen gegen seine Actionen im Orient emporwachsen. Oesterreich fühlt sich durch die entsprechenden Erklärungen Rußlands beschwichtigt und somit ist dieser russisch-österreichische Zwischenfall erledigt. England gegenüber hat auch Rußland ganz ähnliche Erklärungen wie bezüglich der österreichischen Mahnung abgegeben und wenn sich die neue Botschaft vom Abschlusie des Waffenstillstandes bestätigt, so glaubt man kaum, daß ein russisch-englischer Cor flict entstehen wird. Im englischen Parlament wird jedoch bezüglich der Creditforderung der Regierung mit allen Mitteln weiter gekämpst. In dem Augenblicke, in welchem sich die neue Kunde von einem Abschlüsse des Waffenstillstandes zwischen Rußland und der Türkei verbreitete, kommt auch die Nachricht aus Athen, daß die griechische Regierung beschloffen habe, gegen die Türken loszuschlagen. Zwölftausend Mann reguläre griechische Truppen haben den Befehl erhalten, Epirus, Theffalien und Thrazien zu besetzen, angeblich um die Ruhe und Ordnung dort ausrechtzuerhalten. Außerdem ist die gesammte männliche Bevölkerung Griechenlands zur Nationalgarde einberufen worden und die Kretenser haben mit den Griechen gemeinsame Sache gemacht. Dieser Einfall der Griechen in die Türkei kann ein unseliger Schwabenstreich für Griechenland werden, denn da die Türkei wegen des Waffenstillstandes mit Rußland keine Truppen mehr gegen dasselbe braucht, so kann die Pforte immerhin 30,000 bis 40,000 Mann gegen Griechenland sammeln, welches genügen dürste, um den Griechen die Eroberungslust zu verleiden. Die französische Deputirtenkammer kann ihre Budgetberathun- gen ohne parlamentarische Katzbalgereien nicht zu Ende führen. Was in dem deutschen Parlament der Eulturkampf bedeutet, das stellt in Frankreich in viel größerem Maßstabe der Parteikamps dar. Fortwährend müffen die Monarchisten von den Republikanern gemaßregelt werden und deshalb schäumen jene immer von Neuem von einer wahren Bescrkerwuth über. Der weiland Vicekatser Rouher, der Hohepriester der Bonapartisten, hatte sogar die Dreistigkeit, den Republikanern in der Deputirtenkammer vorzuwersen, daß ihre Unklugheit am Verluste Elsaß-Lothringens Schuld sei, woraus die Republikaner den Schluß der Sitzung beantragten, um Rouher den Mund zu stopfen. Der Deutsche Reichstag wird heute Mittag 2 Uhr vom Minister Camphausen als Stellvertreter des Kaisers eröffnet. Am 1. Februar hat der Kaiser Wilhelm auch den neuernannten außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter Frankreichs, den Grafen von Saint- Vallter, in feierlicher Audienz empfangen und dessen Beglaubigungs-Schreiben entgegengenommen. Man schmeichelt sich in Paris mit der Hoffnung, daß der Graf von Satnt-Vallier der Mann sein werde, der das Zeug habe, die Beziehungen Deutschlands zu Frankreich besser zu gestalten, als es seinem Vorgänger, dem Grafen von Gontaut-Btron, gelungen war. Die Vermuthungen über das Schicksal der dem Bundesrathe unterbreiteten Vorlage der Reichsregierung, die Stellvertretung des Reichskanzlers betreffend, gehen sehr auseinander. Bestimmtes über die Stellung der Bundesregierungen zu derselben, abgesehen von Preußen, ist noch nicht bekannt. Es beißt, daß einzelne Mitglieder des Bundesrathes die Absicht einer Abänderung des Entwurfs in der Richtung zu erkennen gegeben hätten, daß statt der sacul- lativen und nur auf den Fall der Behinderung des Reichskanzlers berechneten Stellvertretung feste constttutionelle Einrichtungen treten würden. Wir wiffen nicht, ob diese Absichten ernstlich vorhanden sind, noch weniger, ob sie zu einem positiven Resultate führen werden in Sachen der Kanzlerfrage. er Hheil. Deutschland. Darmßade, 5. Februar. Ausweislich des von dem Abg. Conradi erstatteten Berichts des Gesetzgebungs-Ausschufles der zweiten Kammer befürwortet dieser Ausschuß die Annahme des von der Regierung vorgelegten Gesetzentwurfs über das Civildiener-Wittwen-Jnstitut, wonach einige neu entstandene und einige bereits bestehende Stellen in die gesetzliche Classification ausgenommen, und weiter der 1861 eingesetzte Ausschuß für Angelegenheiten des Wtttwen-Jnstituts aufgehoben werden soll. Nur hat der Ausschuß die schließlich auch von der Regierung zurückgezogene Einreihung der Stelle des Vorstandes des hiesigen Polizei-Amts in die dritte Classe als zu hoch'beanstandet und beantragt, den landständijchen Archivar aus der sechsten in die fünfte Claffe zu versetzen. (Fr. Journ.) — Unter den Fürstlichkeiten, welche ihr Erscheinen bei den Ende dieses Monats bevorstehenden Hochzeits-Festlichkeiten am Berliner Hofe zugesagt haben, befindet sich auch Se. König!. Hoheit unser Großherzog. — Se. Großh. Hoheit Prinz Alexander hat am Freitag den Kasser!.- Majestätrn in Berlin einen Besuch abgestattet. — Der Entwurf des hessischen Ausführungs-Gesetzes zum Gertchtsver-- fassungs-Gesetze des Deutschen Reichs ist dem Vernehmen nach im Großh. Justizministerium ausgearbeilet und wird demnächst der Beschlußfaffung des Großh- Gesammtministeriums unterbreitet werden. (Darmst. Ztg.) — Die Regierung hat die Interpellation des Abg. Schröder, ob die Regierung gedenke, die Dotation des Bischofs von Mainz einschließlich des bischöflichen Titels fernerhin, bei der rechtlich unbestrittenen Vacanz des bischöflichen Stuhles, auszuzahlen, mit Ja beantwortet. Die Auffaffung der Regierung läuft darauf hinaus, daß die Zahlung nicht an den Bischof, sondern an das Domkapitel geleistet werde. Demgemäß ist auch die andere Interpellation !Schröder's: „Kann das bischöfliche Ordinariat die von ihm zu Lebzeiten des Bischofs geübten Functionen, insbesondere solche der oberen Aufsicht und Genehmigung, jetzt noch mit gleicher rechtlicher Wirkung dem Staat gegenüber ausüben, auch ohne daß ein vom Staat als solcher anerkannter Bisthumsver- weser vorhanden ist?" im bejahenden Sinne beantwortet worden. Der unbeschränkten Function des Ordinariats auch ohne den Bischof steht also nichts im Wege. — Die erste Kammer soll, wie verlautet, gegen Ende kommenden Monats auf kurze Dauer zusammentreten. Berlin, 4. Febr. Die „Nordd. Allgem. Ztg." enthält einen Brief eines bestunterrichteten Wiener Correspondenten, welcher den jüngsten österreich-russischen Notenwechsel bespricht, dessen befriedigendes Ergebniß hervorhebt und dann bemerkt: Damit ist die alte Concordanz wiederhergestellt, und dem Interesse des Friedens ist die durch die nun beendete klare Auseinandersetzung mehr und besser gedient, als wenn die eingetretene Verstimmung latent geblieben wäre. Berlin, 4. Febr. Das Abgeordnetenhaus berieth über den vom Herrenhaus in abgeänderter Form zurückgelangten Gesetzentwurf über die Errichtung der Oberlandes- und Landgerichte. Windthorst (Meppen) sprach sein Bedauern aus, daß man von der Durchberathung des Ausführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze Abstand genommen habe, und beantragte, dieselbe als ersten Gegenstand aus die Tagesordnung zu setzen. Seitens des Justizmintsters wurde erwtedert, daß er definitive Beschlüsse hinsichtlich der Erledigung des Ausfüh- rungsgesetzes nicht mitgetheilt habe. Die Zeitungsnachricht, er habe geäußert, es liege ihm nichts an dem Zustandekommen dieses Gesetzes, sei unwahr. Die Erledigung sei sehr wünschenswerih; ob dies jedoch möglich, sei nach der bekannten Lage der Verhältnisse höchst zweifelhaft. Die Justizcommission des Herrenhauses habe in letzter Zeit sehr anstrengend gearbeitet; ob sie dies noch in der nächsten Zeit werde thun können, sei fraglich, da verschiedene ihrer Mitglieder zugleich Mitglieder des Reichstages seien. Miquel äußerte das dringende Verlangen nach Erledigung des fraglichen Gesetzes, deßhalb sei die Durchberathung desselben in der Justizcommission des Herrenhauses und ein nachheriges kurzes Tagen beider Kammern wünschenswerth. Der Justizminister bemerkte hierauf, daß die bisherigen Berathungen des Hauses resp. der Commission keineswegs verloren seien. Lasker schlug vor, das Haus möge nach Ostern wieder zusammentreten und dann die Justizgesetze erledigen. Windthorst zog seinen Antrag zurück, in der Erwartung, daß die Regierung in Erwägung ziehen werde, wie den Wünschen des Hauses zu entsprechen sei. v. Bennigsen richtete an den Justizminister das Ersuchen, er möge im Staatsministerium nochmals die Frage erwägen lassen, ob es nicht irgend wie möglich sei, das Or- ganisationsgesetz noch in dieser Session zum Abschluß zu bringen. (Lebhafter Beifall.) — Das Haus ging nunmehr zur Berathung des Gesetzentwurfs betr. die Sitze der Oberlandes- und Landgerichte über. — Die Debatte erstreckte sich wesentlich nur auf die abweichenden Beschlüsse des Herrenhauses, von welchen derjenige, wonach Berlin nur 2 Landgerichte erhalten soll, Annahme fand. Dagegen wurde auf Befürwortung von Freund die Wiederherstellung des vom Herrenhause gestrichenen Landgerichtes Brieg beschlossen, aber dessen Antrag, den nördlichen Theil des Kreises Falkenberg dem Landgerichte Brieg zuzu- jchlagen, abgelehnt. Bei Berathung des das Oberlandesgertcht Hamm betreffenden Theiles der Vorlage beantragte Windthorst (Bielefeld), statt der vom Herrenhause beschlossenen Errichtung eines Landgerichtes in Minden als Sitz eines solchen Bielefeld zu bestimmen. Hoepker schlug Herford als Sitz des Landgerichts vor. Nachdem der Regierungs-Commifsar noch für Minden eingetreten war, entschied sich daS Haus dem Anträge Windthorst gemäß für Bielefeld. Bei dem Oberlandesgerichtsbezirk Kaflel beantragten Rübsam und Herrlein, das vom Herrenhause beschlossene Landgericht Hanau durch Fulda zu ersetzen; der Antrag ward abgelehnt und somit Hanau definitiv als Sitz des Landgerichts bestimmt. Den Antrag Wehrenpfennig und Genoffen betr. Abänderung der Grenzen der, Landgerichtsbezirke Kassel, Marburg und Limburg nahm das Haus an; die übrigen Punkte wurden unverändert genehmigt. — Fortsetzung der Berathung morgen. England. London, 4. Februar, Abends. Der heutigen Unterhaus-Sitzung wohnten der Prinz v. Wales, Prinz Leopold, der Herzog v. Cannaught, Prinz Christian von Holstein und der Kronprinz von Oesterreich als Zuschauer bei. — Schatzkanzler Northcote erwiderte aus Befragen von Fitzmaurice: Er habe keine definitive offictelle Information über die Forderung Rußlands wegen der Abtretung des bessarabischen Gebietstheiles. Derselbe erklärte gegenüber Nolan, er habe keine Nachricht über die Dauer des Waffenstillstandes, und theilte aus Anregung Hartington's mit: Seine einzige Information diesbezüglich sei die Abschrift der Depesche der Pforte an ihren hiesigen Botschafter Musurus, welche den am 31. Januar stattgehabten Abschluß des Waffenstillstandes und die Ertheilung des Befehls zur Einstellung der Feindseligkeiten mittheile, was insofern befriedigend sei, als dadurch dem Blutvergießen Einhalt gethan werde. — Auf Befragen von Ashbring erklärte der Schatzkanzler: Er habe die in Konstantinopel publicirte Broschüre, betitelt „Jrresponsabilitss" erhalten und Grund anzunehmen, daß einige darin enthaltene Briefe authentisch seien, doch fehle ihm positive Information darüber. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrefpondenz-Bureau. Wien, 5. Februar. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Bukarest vom heutigen Tage, General Jgnatieff habe Rumänien die Dobrudscha bis Küstendje bei Belassung der Kilia- und Donaumündungen im rumänischen Staatsverbande als Entschädigung für ein zu retrocedirendes Stück Bessarabien angeboten. — Der Club der Linken beschloß die Verhandlung der heutigen Abend- Sitzung geheim zu halten. — Der Kaiser empfing um 2 Uhr Nachmittags in feierlicher Audienz den Grafen Robilant, welcher seine neuen Creditive als italienischer Botschafter überreichte. Nom, 5. Februar. „Popolo Romano" meldet: Die Cabinete von Paris und London haben die Einladung Oesterreichs zur Conferenz in Wien angenommen. Das italienische Cabtnet werde die Einladung gleichfalls annehmen. Berlin, 5. Februar. Die Einladung zur Conferenz wurde durch den österreichisch-ungarischen Botschafter, Grasen Karolyi, gestern hier übergeben; die kaiserliche Regierung hat dieselbe angenommen. Wien, 5. Februar. Im Abgeordnetenhause verlas Ministerpräsident Fürst Auersperg das kaiserliche Handschreiben, durch welches wegen der dringlichen Nothwendigkeit der Beendigung des Ausgleiches das seitherige Cabtnet neuerdings in's Amt berufen wird. Nachdem der Ministerpräsident sodann die Motive des Entlaffungsgesuches des Ministeriums erklärt hatte, erklärte er weiter : Der Kaiser habe die Ueberzeugung von der Unmöglichkeit der Bildung eines neuen Ministeriums gewonnen und an das gegenwärtige Cabinet appellirt, in der Erwartung, daß die Verständigung durch gegenseitige Billigkeit gelingen werde. Das Ministerium habe sich für verpflichtet gehalten, Angesichts der ernsten Lage der Aufforderung des Kaisers zu folgen, und bitte das Haus um beschleunigte Behandlung der Ausgletchsvorlagen. — Die Blätter melden aus Triest, daß das Casemattschiff „Kaiser Max" und die Panzerfregatte „Habsburg" ausgerüstet werden. London, 5. Februar. Einem Telegramm der „Daily News" aus Kars vom 4. d. zufolge ist daselbst die Uebergabe von Erzerum amtlich gemeldet und sollten die Russen die Festung am Dienstag besetzen. Karlsruhe, 5. Februar. In der zweiten Kammer erklärte der Ministerpräsident Turban anläßlich einer Interpellation über den Staatsvertraz mit Bayern, betr. den Eisenbahnbau ; Bayerü erhebe Schwierigkeiten, Baden werde nur nachgeben, wenn es ein Aequivalent erreiche, sonst aber auf dem Vertrage bestehen. — Drei klerikale Abgeordnete beantragten Streichung der 550,000 Mk. Subvention zum Gotthardtbahnbau. Der Staatsmtnister tritt dem Anträge entgegen und sagt, Baden sei durch das Interesse Badens und des Reiches zu dieser Leistung verpflichtet. Die Reconstruction des Unternehmens werde gelingen. Der Antrag wurde verworfen. Bukarest, 4. Februar. Die Kammer zog den Antrag auf Wiederherstellung diplomatischer Agenten in Petersburg, Rom und Belgrad in Erwägung. — Im Senate wurde eine Interpellation angekündigt wegen der Unmöglichkeit der Weiterbeförderung der in Turn-Severin angehäuften Waaren. Der Minister des Innern antwortete, er habe Maßregeln getroffen, um die unwegsam gemachte Straße nach Fratesti wieder in Stand setzen zu lassen. Auf Antrag der Regierung traten sodann Senat und Kammer zu einer geheimen Sitzung zusammen, um die Interpellation wegen der Integrität Rumäniens zu berathen. Nom, 5. Februar. „Osservatore Romano" veröffentlicht den authentischen Text einer Note des Cardinal-Staatssecretärs Simeont an die päpstlichen, Nuntien bezüglich der katholischen Kirche in Rußland und von drei der Note' beigefügten Documenten. Das erste der letzteren ist ein für Gortschakoff bestimmtes Memorandum über die Leiden der katholischen Kirche in Rußland ; das zweite ein dieses Memorandum ^begleitendes Schreiben vom 26. Jali an den russischen Geschäftsträger Urussoff; das dritte ein Schreiben Simeoni's an Urussoff vom 19. August, welches diesem den Abbruch der Beziehungen des Vaticans zu ihm anzeigt. London, 5. Februar, Abends. Derby empfing heute Nachmittag eine Deputation von Glasgower Kaufleuten, welche ihn ersuchten, seinen Einfluß bei den türkischen Behörden geltend zu machen, um einem Bombardement griechischer Küstenstrdte vorzubeugen; der Minister versprach, sein Möglichstes zu thun. Athen, 5. Februar. Trotz starken Schneefalls rückten die griechischen Truppen bis Domoko vor und besetzten die den Ort umgebenden Positionen. Wien, 5. Februar. Die „Polit. Corresp." meldet aus Athen vom 5. d.: Die Ankunft der türkischen Flotte unter Hobart Pascha wird stgnalisirt. Die Panik in Athen und in ganz Griechenland ist groß. Trotz der Erklärung des Ministers des Aeußern an den türkischen Gesandten Photiades Bey, daß der Einmarsch der griechischen Truppen in Thessalien erfolgte, um Gräuelthaten daselbst zu verhindern, qualificirte Photiades Bey das Vorgehen der griechischen Regierung als Kriegserklärung und telegraphirte nach Konstantinopel um Kriegsschiffe, um ihn abzuholen. Die Regierung ist bestürzt und will die Intervention der Schutzmächte anrufen. Petersburg, 5. Februar. Heute Vormittag um 11 Uhr wurde ein Attentat auf den Sradthauptmann von Petersburg, General Trepoff, verübt, indem eine Frau, welche mit andern Bittstellern bei der täglich stattstndenden Audienz empfangen worden war, bei der Ueberreichung einer Bittschrift zwei Revolverschüsse auf General Trepoff abfeuerte. Der Zustand des Generals ist bedenklich. Die Kugel wurde noch nicht herausgezogen. Der Kaiser und der Reichskanzler Fürst Gortschakoff Habei den General besucht. Die Stadt befindet sich in großer Erregung. Die Verbrecherin verweigert jede Auskunft. — Der französische Botschafter, General Leflo, ist an einer Lungenentzündung nicht unbedenklich erkrankt. Paris, 5. Februar, Abends. Die „Agence Havas" meldet aus Athen: die Vertreter der Mächte beabsichtigen den Piräus gegen die Eventualität eines Bombardements zu schützen, da derselbe, unter der Voraussetzung, daß keine Armirung erfolge, als offene Stadt zu betrachten sei. Der Minister des Auswärtigen hatte eine lange Conferenz mit dem englischen Legationssecretär Wyndham. Im Lande herrscht große Aufregung anläßlich des Gerüchts von der Annäherung türkischer Panzerschiffe mit 8000 Mann an Bord. Lokal-Notiz. Gießen, 6. Febr. Rechenschaftsbericht des Herrn Bürgermeisters Bramm für 1876. (Fortsetzung aus No. 25.) Erläuterung der Abweichungen der vorgesehenen Beträge von den wirklichen Ergebnissen. Ord.-Nr. Einnahme. 43 Von verkauften Häusern und Gütern. Außer dem im Budget vorgesehenen Kaufgeld für den Bauplatz zumJustiz- gebaude mit...... ........... 11,089 45 H sind noch erhoben und vereinnahmt worden: a) Zinsen von diesem Kaufgeld ä 5% vom 1—25. November 1875 ....... b) von Lehrer Jung für 4 Klafter Fluthgraben zwischen dem kleinen und arotzen Stetnweg c) von Jacob Balser für 610 Meter Acker zwischen dem Wäldchen und Schieshaus . d) von Heinrich Balser dahier für 566 Meter Acker daselbst........... e) von Karl Weidig, A. S-, für Ueberlassung eines städtischen Feuerlaufs, welcher neben seinem Hause von der Sonnenstraße nach der Stadtbach führt.......... f) von Steueraufseher Ludwig Fink dahier für 630 Meter Acker, Bauplatz an der Grünbergerstraße ............ g) von Schreiner Christoph Weiß für 3,54 lU Klafter Gelände an der Schoor . . . h) von Canzleirath Clemm für 473 Meter Acker an der Schoor zwischen dem Selters- und Neuenwegerthor.......... 3285 ,, 60 ,, 4690 „ 91 „ Summe wie in der Rechnung ' ' . . . 15,780 36 H 53 u. 54 Auf das gefammte Kommunalsteuerkapital rc. Die über den Voranschlagsbetrag vereinnahmten 947 83 bestehen in Communalsteuer, welche auf Grund nachträglich angefefcter Einkommen- und Gewerbesteuer ausgeschlagen wurde. 55 Allgemeine evang. Kirchensteuer. Aus Grund Aasschreibens Gr. Ministeriums des Innern vom 3. Mat 1877 findet die durchlaufende Verrechnung der genehmigten Umlage für die allgemeinen Bedürfnisse der evangelischen Kirche unter dieser und der Rubrik 101a statt. Für das Jahr 1876 beträgt der Gesammtausschlag für diesen Zweck 8386 10 H und hierauf sind 8349 x 94 H baar etngegangen, welche unter ylubr. 101a als an den evang. Centralkirchenfonds in Darmstadt abgeliefert in Ausgabe erscheinen. 66 Unterhaltung und Kosten der gemeinheitltchen Gebäude. Unter dieser Rubrik sind 3593 96 Mehrausgabe entstanden durch die Herstellungsardeiten im Innern der alten Realschule und den Thorhausern der Stadt. 67 Unterhaltung und Kosten der Güter. Dadurch, daß die Umwandlung der Wetdenpflanzung im Untersbrunnen zu Wiesen sowie die Anlage der abgetriebenen Waldfläche im Heegstrauch zu Wiesen unterblieben und die Brücke über den Oberbachgraben nicht gebaut worden ist, sind 1523 jü 10 W n'gerausgabe eingetreten. 68 Unterhaltung und Kosten der Waldungen. Im Budget waren bte Ausgaben veranschlagt zu . . . 25481 JL 58 & Es mußten aber in Folge des WindfalleS und der hierdurch nöthig gewordenen Mehraufarbeitung von Holz rc. auf gewendet werden................ 60489 „ 62 „ daher Mehrausgabe....... . 35008 jü 04 Im Uebrigen wird auf die Erläuterung zu Rubrik 5 verwiesen. 74 Kosten der Kirche, der Pfarrhäuser und deS GotteSdienfteS. Die Verrechnung der für 1876 vorgesehenen Kosten für Herstellungen in der Kirche hat noch im Jahr 1875 stattgefunden und daher hier 3629 je 53 H WentaerauSoabe. 81 Wasserleitungen und Brunnen im Ort. Unter dieser Rubrik sind die 9963 59 Mehrausgabe durch die Arbeiten zum Behufe einer Quellwasserleitung erwachsen. 87 Octrotverwaltung und Rückvergütung An Octroi von ausgeführten Getränken, Mehl u. Hafer mußten 905 35 über den dafür vorgesehenen Credit rückvergütet werden. 36 jü 96 H 17 „ 15 „ 390 „ 40 „ 362 „ 40 „ 150 „ - „ 406 „ 40 „ 42 „ - „ 97 EinquartirungSgelder. Das hiesiae Reatment und das Landwehrbataillon zahlen für die ständig bei den hiesigen Einwohnern einquarttrte Mannschaft das reglementmäßige Seroies während die Stadt mit den Quartteraebern ein Uebereinkommen getroffen hat, nach welchem denselben aus der Stadtkasse eine höhere Vergütung geleistet wird. Dieser Umstand bildet den Grund der Mehrausgabe unter dieser Rubrik (Scbluß folgt.) Vermischtes. — (Amerikanische Kirchenlieder.) Bekanntlich legen manche kleinere religiöse Gemeinden im Westen der Vereinigten Staaten Werth darauf, recht sangbare Melodien zu ihren Kirchenliedern zu wählen und es ist gar nicht selten, daß sehr profanen Weisen der fromme Text untergelegt wird. Das stört die Erbauung des Iankees nicht, tzer Eindruck auf den Fremden aber ist zu Zeiten ein äußerst heiterer. So meldet der „Germanische Piontr", welcher in dem fast nur von Bewohnern deutscher Abstammung bevölkerten Hermannsville, Texas, erscheint, daß ein ,Grünhorn" (Nmeingewanderter) aus der Lamm-Kapelle hinausgeworfen worden, weil er die gottesdienstlichen Handlungen durch Lachen gestört habe. Die Anhänger der betreffenden Secte sangen nämlich nach der Melodie des Fattnitzamarsches: Vorwärts mit frischem Muth, Das Lamm sei das Panter, Vorwärts mit frischem Muth, ZionS Lust winkt mir, Vorwärts mit frischem Muth Bal Sebub unterliegt, Vorwärts mit frischem Muth, Die Lammesunschuld siegt! Daffelbe Blatt macht allen Ernstes auf eine neue fchöne Hymne aufmerksam, die nach der Ltndenauweise gesungen wird: Wir gehn nach Kanaan, Dort dürfen wir uns nahn, Dort grast das Lamm so rein Vergnügt auf grünem Plan, Und fleußt in süßer Ruh' Des Lammes Manna zu, Drum geh nach Kanaan, Wer immer gehen kann. Niemanden hat noch die Anschaffung von „Dr. Airy’s Naturheilmetbode“ gereut. Den Werth dieses medicintschen, verständlich geschriebenen Werkes bezeugen raufende der anerkennendsten Dankschreiben. Vor einiger Zeit erschien denn auch bereits die 100. Auflage und sind bisher nachweisbar über 600,000 Exemplare verkauft. Als treuester Rathgeber sollte das Werk nicht nur bei eintretenden Krankheitsfällen, sondern auch überhaupt in jedem Hause als nützlichste Lektüre zur Hand liegen, denn zahlreiche Dankschreiben geheilter Personen sprechen für den Werth der Heilmethode. Das 544 Seiten starke, illustrirte Buch wird gegen Einsendung von 1 Jl. (am bequemsten in Briefmarken) direct verschickt von Richters Verlags-Anstalt in Leipzig. Auch ist es in den meisten Buchhandlungen zu haben. Theer-Capseln als Heilmittel. Es wird in jüngster Zeit gar viel über Theer geschrieben, von berufener und unberufener Seite geurtheilt und, gestehen wtr's, nicht immer aus lauteren Motiven; es dürfte daher wohl an der Zeit sein, zu sehen, was denn unsere deutschen Gelehrten in dieser Beziehung sagen. So schreibt Professor Dr. Lebert in Breslau in seinem Handbuch der practischen Me- dicin, Tübingen 1871, vierte Auflage, Bv. I, Artikel Bronchitis Chronica Seite 1045 u f. von Anwendung der Balsamica sprechend: „Diejenigen, welchen ich den Vorzug gebe, sind vor Allem der längere Zeit fort- „gesetzte Gebrauch von Theerwasser aqua picea in der Dosis von 1 bis 2 Schoppen täglich rc." sowie ferner bet Bronchitis der Greise S. 1074: „Das Theerwasser aqua picea kann, da es der Kranke viele Monate trinken „muß rc." Professor Dr. E. Seitz in Gießen in seiner Bearbeitung des berühmten Niemeyer'schen Buches, 9. Auflage, Berlin 1874, Band 1, Abth. I, Artikel Hyperämie und Katarrh der Luftröhre und Bronchtalschleimhaut S. 85 schreibt: „Wirksamer sind die zu dem Zwecke empfohlenen oelig harzigen u. balsamischen „Mittel für deren fecretionsbeschränkende und zugleich expectorirende Wirkung hin- „reichende Erfahrung bürgen rc." Theer gehört vorzugsweise zu dieser Classe der medicintschen Mittel. Daß zwischen Theerwasser und Theercapseln es sich nur um eine andere neuere Form handelt, bedarf keiner langen Auseinandersetzung; als Capsel wird der Theer in der angenehmsten Form geboten, geschmack- und geruchlos, genau dofirt und höchst haltbar, während bei der alten Anwendung als Wasser große Quantitäten des so unangenehm schmeckenden Mittels genommen werden mußten, um dem Organismus den Theer in dem nöthigen Quantum zuzuführen. Ueberdies schreiben Professor Dr. Waldenburg und Dr. C. E. Simon in Berlin in ihrem Handbuch der allgemeinen und speciellen Arzneiverordnungslehre. Berlin 1877, S. 555 über innerliche Anwendung des Theers in Pillen- und Capselform rc., daß letztere „zu 0,3 bis 0,5 bis 1,5" „zwei bis drei Mal täglich" zu verabfolgen seien. Die Analyse der Guyot'schcn Theercapseln, deren nicht geringster Vortheil darin besteht, daß die denkbarst beste Qualität von reinem norwegischen Theer verwandt ist, ergibt bet einem Gewicht von 0,39 einen Gehalt von 0,122 dieses Theeres p. Capsel und sollen 2—3 derselben bet jeder Mahlzeit genommen werden. Man sieht, auch die deutschen Gelehrten halten die Anwendung des Theers in gleichem Verhältnis für ersprießlich und Jedermann wird sich darüber nun ein Urtheil bilden können. Daß das Sprichwort: Ne quid nimis (Nichts über's Maß) auch hier am Platze und ein richtiges Maaß- und Zielhalten daher unerläßlich ist, versteht sich von selbst; die angegebenen Formeln zeigen den Weg, und wem dies nicht genügend erscheint, erhole sich des competenten Rathes; dann wird ein Mittel, welches schon so lange im Dienste der Wissenschaft steht, erst wirklich populär. Die Reclame allein thut's wahrlich nicht. Dr. med. M. Handel und Verkehr. Mainz, 5. Februar. Wetzen per März 21.10, p. Mat 21.—, Roggen per März 15.20, per Mat 15.05, Hafer oer März 14 80, Rüböl per Mat 36 55 XXXXXXXXXXlXiXIXXXXXXXXXXX^ 769) Mit Gegenwärtigem erlaube ich mir ergebenst die Auf- Cb merksamkeit des geehrten hiesigen Publikums mit Folgendem in An- Q 771} X in Darmstadt. Wiederverkänser Rabatt. Der Vorstand. 1XIXIXXXXZS0 Engi. Ratine und Melton von Jt 2,60 an per Elle. 224) zu 545) vorm. S. Weimersheim. verbunden und der Preis des Looses auf 3 0 Pfennige festgesetzt. 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Für Ausstattungen empfehle alle Arten Leinen, Damast und Hausmacher-Tisck- tücher mit Servietten, Handtücher, Vorhänge, Piqu^- deoken, Sopha-, und Bettvorlagen, Tischdecken, wollene Colters, Plumeauxstoffe in allen Breiten, Zwillch und Barchent, Federleinen und Flaumendrell, Bettfedern und Flaumen, Roßhaare rc. Sämmtliche Artikel nur in anerkannt soliden Fabrikaten. Auch übernehme die Lieferung vollständiger Betten unter Zusicherung streng reeller Ausführung zu den billigsten Preisen. 7/. lifKlil 517) Das Schneiden von Stammholr zu Bohlen, sowie von Brennholz übernimmt H- Keck. 326) Lumpen, Werg. Metall rc. kauft Louh Rothenberger, Neuenweg. spruch zu nehmen und von meinem temporären Hiersein zu benachrichtigen. Da der größte Thetl der Menschheit mit Fuß Übeln behaftet ist, die das Gehen auf so qualvolle Weise erschweren, so ist eine gründliche, naturgemäße Abhülfe zu jeder Zett willkommen. Aus diesem Grunde halte ich mich als Speeialist für Fußleidende geehrten Reflectanten bestens empfohlen. Gestützt auf langjährige Praxis und gut erzielte Erfolge — anerkannt von den ersten Facultäten der Medicin und Chirurgie — hoffe ich, das Vertrauen der mich Beehrenden in vollstem Maße zu erlangen. Meine Operation wird ohne Anwendung eines Messers schmerzlos vollzogen, so daß selbst bei nervösen und älteren Personen die Operation ohne jede Empfindung stattfindet. Durch meine Methode wird jedes, auch selbst das veraltetste Nebel gründlich und dauernd beseitigt. Das leidende Publikum höflichst zum Besuche einladend, zeichne ich hochachtungsvoll und ergebenst Emil 1 Viech in nun, Specialist für Hühneraugen. Wohnung iui Hotel Einhorn, 1 Treppe, Zimmer Nr. 42. Montags, Mittwochs und Freitags von 1 Uhr ab nur für Damen. Der Verein für Vogel- und Geflügelzucht in veranstaltet am 30. und 31 Marz und !♦ April d. I. in dem Local der Turngemeinde (Woogsplatz Nr. 5) seine 3. Uoget- nnö Mtüget-Ausstellung und werden diesmal Aussteller aus dem ganzen Großherzogthum zugelaffen. Die Ausstellung ist mit einer Warme Bäder. Erlaube mir, meine Bade Anstalt in empfehlende Erinnerung bringen. Die Zellen sind geheizt. Antti*. Ente»*. Besondere Bekanntmachungen Aufforderung. 748) Ludwig Hv'N, von Tri-he. »er starben am 6. August 1875, hat im Wesentlichen testamentariich verordnet, daß sein Nachlaß an feine beiden Kinder aus zweiter Ehe fallen, von diesen dagegen alle Schulden und an seine Kmder aus erster Ehe 1200 fl. bezahlt werden sollen. Die unbekannt wo abwesenden Kinder des Erblassers werden hie, mit ausgesoi dert, binnen 4 Wochen, vom Erscheinen dieser Aufforderung an, in Selbslperson oder durch gehörig Bevollmälbtioie Ekläiung übe« Anerkennung des Testaments abzugeben, als dasselbe ansonst vollstreckt wird. Gießen, am 3. Februar 1878. Großherzogltches Landgericht Gießen- ___________Erd mann.__________ Jagdverpachtung. Dienstag den 12. Februar l. I., Vormittags 11 Uhr, fott die der hiesigen Gemeinde znstehcnde Jagdgerechtsame in der Gemarkung Münzen Lerg aus hiesigem Rathhause anderweit auf 6 Jahre verpachtet werden. Münzenberg, den 1. Februar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Münzenberg. 760)___________Jäger.______________ Zagdverpachtung. Montag den 18 Fearuar 1878, Nachmittags um 1 'Uhr, soll die hiesige Gemeinde-Wald- u. Feld- jagd, auf eine weitere B-standzeit ron 6 Jahren, unter den vorher bekannt gemocht werdenden Bedingungen, in zwei Abihei- lungen, auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau verpachtet werden. Londorf, am 19 Januar 1878 Großherzogl. Bürgermeisterei Londorf. 483)_________Weber_____________ Jagdverpachtung. Samstag den 16. Februar l. I., Nachmittags 1 Ubr, soll die der G«m inde Allertshausen zustehende Wold- und Feldjopd, unter den daselbst bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf hiesigem Rathhause meistbietend verpachtet werden. Allertshausen, den 24. Januar 1878. Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. 556) Römer. 447 Be = 90 50 (763 bietend versteigert werden: mit *$tt „6 W. Wendel, Gartfeld. miethen. Sommer. 743) A. Bramm. 768) Gewerben : 1) Fstmtr. Was (Gott pifammenfiigt, 758) Lesckhor t. 65 50,4 40 68 1000 1500 148 27 20 2) 3) 4) 5) 6) 7) 14 18 Centi- Meter Wellen 874p Centi- Meter dis 12 Meter Länge, 59 haltend, 59,2 Rmtr. Eichen-Sckeitholz, llallorden Grohe Auswahl neuer Muster bei JEmst Balser, Mäueburg. Holzversteigerung. Freitag den 15. Februar d. I., 73 Eichen Stämme von 16 bis 65 Zentimeter Durchmesser und 2,6 Eichen-Derbst. Radel „ Rmtr. Bucken Scheit, „ Knüvpel, Bucken-Stöcke, N del-W llen, Fichtenstämme von 15 bis Meter Durchmesser, 6 bis Lange, Fichtenflangen von 7 bis Meter Durchmesser, 5 bis Länge 746) Ern Laven nebit Wvm'uug tn frequenter Lage wird auf sofort oder per 1. April d. I. zu miethen gesucht. Näheres bei der Expe>. d. Bltts. Blasenschinken, Cervelatwurst, Salamiwurst, Trüffelleberwurst, Leberwurst, Blutwurst empfiehlt in besten Qualitäten 252 6 2 3 11 80 18 31 22 72 6 50 70 1450 2350 200' Holzversteigerung im Gemeindewald Hausen. MtttwoL den 13. Februar l. I., Vormttkags 10 Uhr nfangend, soll im hiesigen Gemeindewald, ) stritt B'kertswald und Bruch nachoer- nchnetes Holz: 1 Rmtr. Nadel Scheitholz, Jagdverpachtung. 624) Dienstag den 19. Februar d. I., Nockmittogs 1 Ubr, soll die hiesige Gemeinde-Wald- und Feld jagd auf hiesiger Bürgermeisterei auf weitere 6 Jahre meistbietend verpachtet werden. Annerod, cm 29 Januar 1878. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. Ve. ittwortliche Redaction: A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schm Univ.'Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. ffrptdilisrrst Samstag den 9. Februar, Vormittags 10 Uhr, sollen vor dem Neuenwegerthor, Thorhaus links, eine große Partie altes eichen Bauholz zu Lagern sich eignend, meistbietend veisteigert werden. (715 757) Bet Unterzeichneter Ist ein vollständiges Schmiedegeschirr, welches sich noch in gutem Zustande befindet, im Einzelnen oder auch im Ganzen zu verkaufen. Muschenheim, d. 5. Februar 1878. Konrad pi e 3 I. Wwe. Gegenwärtiger Preis in der Gasanstalt 70 Pf. pr. Centner, „ „ ans Haus geliefert 7S „ „ „ Der Transport an das Haus erfolgt von der Gasanstalt aus bei Abnahme von mindestens 5 Centner, von Herrn Emil Pistor auch in kleineren Quantitäten. Wird das Zerkleinern der Cokes gewünscht, so wird hierfür 10 H per Centner berechnett (529 650) Die für 1877 noch rückständigen Kapitolzinsen können bis zum 15. d. M- noch ohne Kosten zur Universitätskasse bezahlt Herden Gießen, den 1. Februar 1878 Großherzogl. Universitats-Rentamt. Schmitt- Holzverstkigerung. Montag den 11. Februar d. I., des Morgens um 8 Uhr, anfangend sollen im Gemeindewald zu Al- bach, District Kreuzholz, Abtb. 10, 11 und 12, folgende Holzsortimente öffentlich meist Die Zusammenkunft ist aus der alten Steinbacher Straße an der zweiten Schneiße. Gießen, den 6. Februar 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei GießeN. i 52 „ Eichen-Stöcke, i 521 Eichen Wellen, । 12 Rmtr. Wetckdolzreiser. Obbornhofen, am 4. Februar 1878. Großb Bürgermeisterei Obbornhofen. Wir int> 1877 1l „ „ Knüpoelholz, „ „ Stockholz, Buchen Durchforstungs-Wellen, 68,90 Fstmtr. 3,82 „ 0,97 „ 0.17 „ 1,34 „ Versteigerungen. Holz-Versteigerung iw Gießener Stadtwalde. Montag den 11. Februor 1878, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem Districte Waldshute, nachoerzeichnetes Holz versteigert werden: Brennholz r Sckeith. Prügelh. Stockh. Reish. Gesucht ein Mädckrn oder Frau zur Erlernung be« Handschuhnähen von G-. Ni cka u Morgens V29 Uhr anfangend, soll in dem Odbornhofer meindewald nachstehendes Holz versteigert Raummeter Nadel 114 753 259 Versteigerung Anzeige. 750) Dienstag den 12. d. M., Mittags 1 Uhr, lasse ich inr Lraale des Gastwirlhs Bramm das nachverzeichnete Pfand Nr. 26577 gegen Baarzahlung öffentlich versteigern: 3 Bettladen, 1 Sprungfeder - Matraze, 1 Nußbaum - Comode, 1 Küchenschrank mit GlaSaufsatz, 3 Stühle, 1 Seffel, 1 ovales Tischchen, 1 ovaler Spiegel mit goldenem Rahmen; ferner eine große Partie Küchen- unb Garten-Geräthschaften, sowie 6 Federdecken, 11 Kopfkiffen und Pfühle gleichfalls eine große Partie Betttücher, Tischtücher, Handtücher, Bettüberzüge, Kiffenüberzüge, Vorhänge rc. rc. K. Grünebaum. „ Birken- „ „ Bucken-Knüppel, „ Birken- „ „ Eichen- „ „ Aspen- „ „ Buchen-Stöcke, „ Eicken- Wellen Buchen Reis, „ Eichen- und Birken-Reis, „ Naoel-Rets, In, «len iNt H k ’ , I i>tt mit A y liüffl 5'!' s IfM,” Ilde i„ f« M| Wir 6ege 1 digung darüber, Mdtte „ßenfri 1 8iascs" zu ma I Licialresorm g nicht sich dem Monarchie der 1 Meftaniischt (5 mit baut Wtg von diesei nchrilung und Man brat Wx auf ble tnEttle unseres i» glauben ihrer müsser TvNishtivud Moni UnO N innnha «il einen, so giz um bet @(i W-IHetiil Mota •*. hl,A S « fl'aube S* lqlrefotm" » Eicken-Stämme Nadel- „ Birken- „ 712) 3 Zimmer mit allemLubehör und eine Mansardenwohnung, zusammen oder getrennt, zu vermiethen und gleich zu be- ziehem Karl Herbert, NahrungSberg. 226) Ein Logis, 6 Zimmer, zu vermie- then. A MarcuS, Reichensand Babnbofftraße. öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft zur bestimmten Stunde im District Bruch beim Wegweiser am Vici- nalweg von Hausen nach Annerod. Hausen, am 5. Februar 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. 754) Dern. Vermischte Anzeigen. 753) Man sucht Familienverhältnissen wegen auf ein Gut in bester Lage der Wetterau einen tücktiaen Landwirth, welcher bezüglich seiner Fachbildung al8 seiner Vermögensoerhältnisse fähig ist, dasselbe auf Petri-Tag ober längstens bis 1. März mit oder o h ne Inventar zu übernehmen. Das Gut umfaßt ein Areal ron 200 bis 250 hessischen Morgen mit 7 Pferden , 24 Stück Rindvieh, auch Schweinen und Schafen. Das Gut kann auch nach gelegentlich vergrößert werden- Offerten beliebe man an die Annoncen - Exvedition von Carl Bindcrnagel in Friedberg zu richten.__________________________. 745) 400 ji auf '/r Jahr gegen hohe Zinsen zu borgen gesucht. Ges. Offerten unter P. in der Exp d Bl- niederzulegen. Emil Fischbach. Universal Reinigungs-Salz. Von allen Aerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsschwäche und andere Magenbeschwerden in Packeten ä 25 Pfg., 50 Pfg und 1 M. (2 C. F. Semmler in Glessen. Die Zusammenkunft ist im Orte. Vormittags kommt das Brennholz und Nach- m ttags das Bau- und Werkholz zur Versteigerung. Albach, am 31. Januar 1878. Großherzogl- Bürgermeisterei Albach. 672)__________Schäfer._____________ Den Nachlaß des Heinrich Repp II. von Ettingshausen, brstthend in nachverzeich netem Vieh und sonstigen Mobiliargegenständen, wollen dessenKinder und Vormünder der Minder jährigen >n ihrer Wahr ung Donnerstag den 14. und Freitag den 15. Februar I. I., von Morgens 10 Uhr an, durch den Unterzeichneten öffentlich meistbietend versteigern lassen: 1) Donnerstag den 14. Februar, zwei gute Zuspierde, ein zweijähriges Fohlen, vier Kühe, ein zweijähriges Mutttrrind, ein vierteljähriges Mutterkalb, sieben ttächttge Schaafe, vierzehn Hühner, ein großer und ein kleiner Wagen, Pflog und Egge, Heu, Grummet, Stroh aller Art rc. 2) Freitag den 15. Februar, sämmtlicke Früchte: Weizrn, Korn, Gerste, Hafer, Erbsen, Linsen, Kartoffeln, Dickwurz, sowie Mobiliargegen- ftände aller Art. Ettingshausen, den 2. Februar 1878. Der Vorsteher des Großh. Ortsgericht Ettingshausen: das soll der Mensch nicht scheiden. Lustspiel in 5 .Acten do/ C. Koberstein.- jqf’W J 552) Eine Familtenwohnung, wozu auch eine Werkstätte gegeben werden kann, und eine Scheuer ist zu vermiethen. ________G Rübl, Spengler, Neustadt. 6Ö3) Mansardenwohnung alsbald zu vermiethen bei______G g. Ebr. Svr uck. 661) Der mittlere Stock metnetz Hauses ist per 1. Mai zu vermiethen. _________Theodor Sckmid, Gartfeld. 611) Der mittlere Stock meines Hauses ist per 1. April zu vermiethen. Louis S ch arm an n, Uhrmacher. GOOOOOÜ Dem Melchior Schäfer II. und seiner Ehefrau zu ihrer *m 7. Februar stattfindenden goldenen Hochzeit die herzlichste Gratulation. # (751 Ludwig Weller II Wies eck. Pelikan-Apotheke 502) von Dr. A. Mettenheimer. 752) Landhühner mit Hahn zu verkaufen.____________________Anlage E. 25. 766) feilte treffen frische Schellfische u. Kabliau ein. JKmil Pisehbach. 649) Ein 4rabr. Handwagen zu verkaufen Wo? sagt d. Exped. d. Bl. Wermiethungen. 756) Ein FamilienlogiS den 1. März zu vermiethen in der Reichensand-Bahnhofsstraße C. Nr. 131. 764) Der zweite Stock meines Hauses ist zu vermiethen. __Moritz Heichelheim. 759) Eine kleine Wohnung zu vermiethen und gleich zu beziehen bei Heinrich Stiehl, Frankfurterstraße. 767) Marktstraße D. 39 ein kleines Lo- gis zu permiethen und sogleich zu beziehen. 765) Em kleines FamilienlogiS zu ver- 722) van Houten’s reiner Cacao empfiehlt in V4, !/2 und Vi Pfund Büchsen. ____Pmil Pischbach. Theercapselu. Deutsches Fabrikat. aus reinem schwedischen Theer. 20 Stück = 40 H, 615) Ein größeres Kapital gegen doppelte gerichtliche Sicherheit auszuleiben. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 710) Erne geübte Friseuse, welche länger Zeit in Frankfurt frisirte, emvsiehlt sich den geehrten Damen in Ball- und Abonnements- Frisuren. Näh b. d- Exped. d. Bltts- I” Theater. Freitag den 8. Februar 1878: Um IVancy! ober: 744) Ein unmödltttes Zimmer zu vermiethen bei A. Herrmann, Krofdorfer Chaussee. 648) Eln großes, gut möblirtes Zimmer im I. Stock zu vermiethen per 1. April bei ______Will, Balser am Kirchenplatz. 725) Ein Famtlienlogts per 1. Mai beziehbar zu vermiethen. ________Adam Reinig, Seltersweg. Kleines Zimmer mit Bett zu vermiethen, _____Schloßgasse B- 5. 308) Ein FamilienlogiS zu vermieten. _______________I. Mannb erger. 337) In meinem neuen Hause vor dem Neuenwegerthor ist der II. Stock bestehend aus 5 Zimmer nebst allem Zugehör zu vermiethen und sofort beziehbar. Näheres jeden Dienstaa und Samsiag im Haufe selbst- Peter Pitz Zimn ermeister. 633) Ein neu hergerichtetes FamilienlogiS hat zu vermiethen dir. Wallenfels, am Markt. AeUgevotenes. 749) 200 Meter sckönes Bauholz (dabei 6 Eichen zu Schwellen) und 21 Meter Eichenprügel (zu Steckholz), liegen in Lich an der Straße nach Butzbach ganz oder theilweise aus freier Hand zu verkaufen- Gegen genügende Bürgschaft Zahlungsfrist bis Martini 1878. Heinrich Schäfer, Lick, _______________________Bravgasse. Frischen Rehbraten, frische .Hasen (pro Stück 3 =X) zu jeder Zeit zu haben bei Handelsmann Pbel, Reu stadt und Boos, Löwengaffe. Ferner zu haben: Eingemachte Bohnen und Sauerkrauts__ 761) Einige Wagen voll sehr guten Kuhmist sind zu verkaufen bei Justus Bärrn. Neustadter Thor.