1878 Freitag, den 6. December Nr. 28S Kichener HUyeiger RedaEonsbureanr \ «B 1A @$t,t6ifion6burc?• iebene«' PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Darmstadt, 3. December. Das heute ausgegebene Großherzogliche 1 Regierungsblatt Nr. 26 enthält die Bekanntmachung Großherzoglichen Ministe- i rtums der Finanzen, den Sptelkartenstempel betreffend. 1 Darmstadt, 4. December. Der Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten l Kammer wird Samstag den 14. d. M- wieder zusammentreten, um zunächst die i Referate der einzelnen Mitglieder deflelben über die von ihnen begutachteten I Theile des Gesetzentwurfs, die Ausführung der deutschen Ctvilproceß-Ordnung i und der Cvncurs-Ordnung betreffend, entgegenzunehmen und dann in gemeinschaftlicher Berathung mit Großh. Ministerium der Justiz in dieser Materie i einzutreten, auf Grund deren dann der Bericht des Ausschußes und das Plenum j der Kammer sestgestellt werden wird. Voraussichtlich werden die Berathungen bei der Wichtigkeit des Gegenstandes und dem dadurch bedingten Umfange des den Ständen zugegangenen Gesetzentwurfs längere Zeit in Anspruch nehmen. — Wie dem „Mzr. Journ." von wohlunterrichteter Seite aus Homburg mitgetheilt wird, hat der Kaiser der Großherzogl. Familie das Homburger Schloß zum Aufenthalt während der Reconvalescenz der hohen Kranken angeboten und sind die Befchle zur Instandsetzung der Räume im dortigen Schlöffe bereits ergangen. Bezüglich der Uebersiedelung der Großherzoglichen Familie verlautet eine bestimmte Nachricht bis jetzt noch nicht. Mainz, 2. December. Das hiesige Polizeiamt wurde heute Abend telegraphisch benachrichtigt, daß ein Viehtransport mit 160 Stück hier einlaufen würde, in dem die Rinderpest ausgebrochen sei, und daß sofort Maßregeln getroffen werden müßten. (8r- 3*3-) Mainz, 3. December. Nachdem im Laufe dieses Jahres von dem Kriegsmtnistermm in Berlin bereits eine Million Mk. für Kasernen-Bauten bei ber hiesigen Garnisonsveiwaltung etngetroffen war, wurde kürzlich derselben Behörde von Berlin aus die Mittheilung gemacht, daß demnächst die zweite Mill, zu demselben Zwecke hier eintreffen werde. Es handelt sich dabei um die Ersatzbauten für die zu verkaufenden beiden Kavallerie-Kasernen (goldene Roß- und Löwenhof-Kaserne). Ein geeignetes Terrain für Erbauung der neuen Kasernen konnte bis jetzt nicht acquüirt werden. ÄuS Hessen, 3. December. Aus dem den Ständen zugegangenen Budget entnehmen wir bezüglich einzelner Realschulen Heflens folgende nicht unintereffante Momente. In Darmstadt hat die Schülerzahl so zugenommen, daß bereits 1876 provisorisch drei neue Parallel Elasten errichtet werden mußten und daß demnächst vier weitere Parallel-Clasten in Aussicht zu nehmen sind, weil die Zahl der Schüler in den betr. Elasten sich dermalen bis zu 73 beläuft. Es sind daher an Stelle der 15 akademisch und 3 seminaristisch gebildeten ordentlichen Lehrer des letzten Budgets nunmehr 21 akademisch gebildete und 8 seminaristisch gebildete Lehrer vorgesehen. In Michelstadt soll nach Beendigung des Neubaues der Realschule die bereits seit mehreren Jahren daselbst bestehende Vorschule in dieses Gebäude ausgenommen und mit der Realschule vereinigt werden. In Gießen hat der Stadtvorstand die Verwandlung der dortigen Realschule in eine Realschule erster Ordnung beantragt. Die Regierung ist diesem Antrag günstig gestimmt und soll die bereits provisorisch durch geführte Einrichtung einer weiteren zweijährigen Oberklaste eine definitive und die Erhöhung der Durchschnitts-Gehalte des Directors und der akademisch gebildeten Lehrer von 4300 bezw. 2900 auf 5100 bezw. 3300 Mk. vorgesehen werden. O Journ.) Berlin, 3 Dec. Der „Kreuzztg." wird geschrieben: Mit den Prmzen deS königlichen Hauses werden dem Vernehmen nach die Chefs des Militär und des geheimen Civil-Cabinets, General v. Albedyll und Wirkl. Geh. Rath v. Wilmowski Ihren Majestäten bis zur Station Groß Kreutz entgegenfahren. Unmittelbar nach der Ankunft Ihrer Majestäten auf dem Potsdamer Bahnhofe zu Berlin, woselbst das gesummte Staatsministerium Ihre Majestäten empfangen wird, werden, wie es beißt, in den Königszimmern des Bahnhofes die zur Wiederaufnahme der Regterungsgeschäfte nöthigen Formalitäten in Gegenwart des seit dem 4. Juni mit der Führung derselben betraut gewesenen Kronprinzen ihre Erledigung finden, worauf Se. Majestät der Kaiser und König, Se. Kaffee - ltche und Königliche Hoheit der Kronprinz, der Vicepräsident des königlichen Staatsmintsteriums, Graf zu Stolberg, in Vertretung des Reichskanzlers, sowie die Chefs des Militär- und Eivil-Cabinets die betreffende königllche Ca- binetsordre selbst unter-, beziehungsweise gegenzeichnen werden, durch welche, nach Verlauf von sechs Monaten Se. Majestät der Kaiser und König nach Seiner nunmehrigen Wiedergenesung die Führung der Regierungsgeschäste m deren ganzem Umfange wieder übernimmt. Die auf diesen Regterungsact bezügliche amtliche Kundgebung, deren Erscheinen im Reichs- nnd Staats-Anzeiger noch im Laufe des 5. December entgcgenzusehen ist, wird sich vermuthlich in der Faffung ganz an die betreffende, am 5. Juni d. I. veröffentlichte Cabtnets- ordre anschließen. n r k n < Berlin, 3. December. Die Residenz des Reiches hat ein Festgewand angelegt, um den Kaiser zu empfangen. Manche trübe Thatsache erinnert an den Ernst der Zeit, aber in solchen Momenten überwiegt das Gefühl der Freude und des Dankes gegen Gott, deffen Gnade dem geliebten Herrscher Kraft und Gesundheit wiedergegeben hat, daß er von Neuem in Stärke und Weisheit seines königlichen Amtes walte. Und wie der Kaiser frisch gekräftigt in seine Hauptstadt hetmkebrt, so ist uns aus den Sorgen der Vergangenheit von Neuem das Vertrauen in die Zukunft gewachsen. Der freudige Gruß wird zur erneuten Huldigung und zum Gelöbniß, zu ihm zu stehen und, welche Gefahren auch die Zukunft noch bringen möge, standhaft und fest auszuharren in Treue und Hingebung für Kaiser und Vaterland. — Es stellt sich erst jetzt heraus, von welchem Umfange die Ausweisungs- , Maßregeln sind, welche auf Grund des § 28 getroffen wurden. Wenn auch , festzustehen scheint, daß der Minister des Innern die ausübenden Behörden cm- ; gewiesen hat, nur die wirklichen Führer der Socialdemokratie, zu treffen, so > scheint man doch, neueren Nachrichten zufolge, hier und da über diese E n- i schränkung hinausgegangen zu fein. Es sind Leute von der Ausweisung betroffen worden, die, wie der Dr. Stamm und der Versichernngs-Jnspector Schramm, eigentlich mehr als Dilettanten auf socialdemokratischem Gebiete hervorgetreten sind, und (um einen populären Ausdruck zu gebrauchen) mit dem Feuer gespielt haben. Aufsehen erregt es ferner, daß auch grauen die Schärfe des Gesetzes haben kosten müssen. So sind alle die „Präsidentinnen" der Weiber-Versamm- lungen, die Hahn, die Stäqemann, die Canzius u. s. w. ausgewiesen worden. Der größere Theil der Verbannten begibt sich nicht in's Ausland, sondern nach Leipzig und vorzugsweise nach Cöln. Fritsche hat bestimmt erklärt, daß er bei Eröffnung der Reichstagssession rurückkehren und seinen Sitz im Hause einnehmen werde. In parlamentarischen Kreisen geht die Meinung dahin, daß man ihm keine Schwierigkeiten in den Weg legen könne. , , — Das Exposä des Grafen Andrassy erfährt in Wien allgemein eine abfällige Beurteilung. Es enthält nach Wiener Avffaffung keinen neuen Gedanken. Die Argumentation hat durchaus keine Motive enthüllt, welche nicht schon durch die Officiösen verlautbar worden wären. Berichte aus Pesth bezeichnen den Eindruck als die Freunde enttäuschend und die Gegner nicht im Geringsten erschütternd. Während und nach der Rede wurde nicht das leiseste Beifallszeichen wahrgenommen. An der nachfolgenden Debatte nahmen auffälliger Weise kein einziger Delegirter des Herrenhauses Theil. — In Frankreich hat man friedliche Anwandlungen. Herr Lamy schlug in seinem Bericht, den auch der Admiral Pothuan vertritt, unter allgemeiner Zustimmung vor, die französischen Häfen und See-Arsenale auf drei zu reductren, um alle Kräfte für Herstellung des Flottenmaterials bester concentriren zu ^""^Karlsruhe, 3. December. Zur Feier des Geburtstages der Groß, che M* , 1116t I* mQnb EtÜndmtz ju n^wen lly »W, womöglij "s tti der Exp. gess. l«t-' ters C. Krausse 50Pf|^ $ Abend; 'S'j« Seiet' Mvieri- ' ^hlat §8 iuft: 1,1 * M *88 9 J Bekanntmachung. D-.8 Großherzogllche G-sammtmimst-rium läßt uns Abdrücke eines von der Kaiserlich Russischen Gesandtschaft am Großherzoglichen Hofe mit. ftetheilten Auszugs aus der E 17. April 1874 bestätigten Stempelgebührordnung für das Russische Reich zugehen, welche zur Kenntnißnahme des bethetligte r"b' p ' M- Hornberger. ___ Bekanntmachung. Nachdem lau/Mittheilung des Reichskanzleramts das Auftreten der Rinderpest in der Stadt St^lupönen.Provinz Dstpreußen, J°“le 8“ Rathenow, Kreis Lebus Reg.-Bezirk Frankfurt a. d. O. und an mehreren Orten des Oderbruches in demselben Regierungsbezr^. constatirt wor e st die Märkte östlich der Weichsel gesperrt worden sind, ist eine verschärfte Controle der Viehmärkte zu Bischofsheim, Mainz und Greßen angeor ne Auch darf seit dem 1. l. M- Rindvieh aus Berlin nicht mehr ausgeführt werden. Gießen, den 5. December 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. B o e k m a n n. _________________ 11119. k hiermit Jedm ’N, wer es au6 ober meiner groi !t von meiner Fm Ipeciell ermächtig für Nichts hasik. December 1878. chev, Pfarrer. von 4-5 Z-mmm ten wirb per 3Jlfy ch Seltkrswe^, 11 fetten erbittet moi ). pofllaaeinb. JOODMOODOCl] iinb Mannten Q lang, bnjj mich 5 ;ran find mit 3 ich ütylius. 8 1. Jtt. 1878. S rden 2 Ww \ r und Zeichner,ßm itnralter, I abfebriften etfotbc-- j on v. P- F- de jt Finder desms^ 1 verlorenen Henkt- ifgeforbert benfelba .glMfernals forf rn benftibtn erfolee Das kaiserliche Paar wurde mit Be- veröffentlicht. haben Stelle veröffentlicht ein socialen Frage zusammenhingen. Bonacci interpelltrt über die letzten Unort berufen ist. Betre meldet wurde sich bedingungslos gegen Monopol und Fabrtkatsteuer und für eine Erhöhung des Eingangzolls nur im Falle einer allgemeinen Steuer reform zu erklären. Marie von Rußland, ist zum Besuch der königlichen Herrschaften eingetroffen und reist von bier nach London. geifterung empfangen. —k. Gießen, 5. December. Stadt und ihre Umgebung von nicht zu München, 4. December. In der heutigen Gemeindewahl der Sradt Die Tabaksteuerfrage ist für unsere München baben die Klerikalen gesiegt. Von 20 Gewählten sind 19 klerikal, verkennender Wichtigkeit, wenn man einer liberal. — Gutem Vernehmen nach werden die Formalitäten zur Wiederübernabme d>. Regierung Seitens S-. Majestät dis Kaisers morgen vor dem E nzuge in dre Hauptstadt erfolgen. Der Vic.präsident des Staatsministeriums. ®raf, Stolberg, wild den Wiedcrnbernahme - Act gegenzeichnen. 5 Rußland. Petersburg, 3. December. Der „Regierungsbote" veröffentlicht folgende gestern vom Kaiser im Kreml-Palais zu Moskau gehaltene Ansprache: Ich bin sehr froh, meinen herzlichsten Dank allen Ständen Moskaus für ihre während des letzten Krieges geübte Wohlthätiqkeit persönlich zu wiederholen. Eurem edlen Beispiele folgte ganz Rußland. Ich hoffe, der endgültige Friede m:t der Türkei wird baldigst unterzeichnet. Ich danke auch für die Gefühle der Ergebenheit, welche Ihr mir anläßlich der traurigen Ereigntffe in Petersburg und an anderen Punkten Rußlands ausdrückt. Ich glaube an die Aufrichtigkeit dieser Gefühle und hoffe, daß, wenn ich nicht mehr da bin, Ihr dieselben aus meinen Sohn und dessen Nachfolger übertragen werdet. Ich ver- laffe mich auf Eure Mitwirkung, um die Jugend auf dem gefährlichen Wege aufzuhatten, auf welchen unzuverlässige Menschen dieselbe zu verleiten suchen. Gott möge uns darin helfen und uns den Trost geben, die friedliche Entwtcke- lu rg des tbeuren Vaterlandes auf gesetzlichem Wege sehen zu können. Nur ans solchem Wege kann die künftige Macht Rußlands garantirt werden, welche (5ud) wie mir theuer ist. kaiserliches Handschreiben an den Minister-Präsidenten Fürsten Auersperg, wo- nungen in Jesi. nach der Reichsrath zur Wiederaufnahme seiner Thätigkeit auf den 10. d. ein Stuttgart, 4. December. Die Herzogin von Edinburg, Großfürstin Telegraphische Depeschen. W«grrer'- Meßt* LorrrspSLtzeisz-Bnre«*. Berlin, 4. December. Die in großartigster Weise veranstalteten Vorbereitungen zum Empfange Sr. Majestät des Kaisers sind nahezu vollendet. Trotz des schlechten Wetters ist die Gegend vom Pot damer Thore, König gratzer Straße und den Linden von einer großen Menschenmenge belebt. Die Häuser sind äußerst zahlreich mit Kränzen, Tannengewinden, Inschriften unb Flaggen geschmückt. Die Vorbereitungen zur Illumination erstlecken sich bis i" die äußersten Vorstädte. Von auswärts sind viele Fremde bier anwesend. Berlin, 4. December. Die mehrfach verbreitete Nachricht, daß beab- siaitigt werde, den Reichstag auf Mitte Februar einzuberufen, in b daß darauf ft: e Nachsession des Landtages b-vorftebe, ist der „Nordd. Allg. Ztg " zufolge beständig aus der Lust gegriffen; die Angelegenheit sei an maßgebenden Stellen nickt zur Erwägung gckomme". Hrsterreich. Wien, 4. December. Die amtliche „Wiener Ztg." befinden sich zwei Hauptleute. Nom, 4. December. In der Kammer interpelltrt Minghetti über die Absichten der Regierung hinsichtlich der republikanischen und internattonUisttschrn Verbindungen und verlangt Maßregeln. Malacart lenkt die Aufmerksamkeit des Ministeriums auf die Verhältniffe in Osimo. Romano warnt, man möge nicht das Ministerium verantwortlich machen für Ereigniffe, welche mit der Lokal-Nottz. Gießen, 5. December. Bis heute wurden 343 Studirende an hiesiger Untoersttät immatrikullrt --Se. Majestät der Kaiser und Ihre Majestät die Kaiserin passitten Heu e Nacht 1 Uhr 32 Mtn. den hiesigen Bahnhof oonc anzuhalten. Allerhöchst)irsel-reu reisten von Carlsruhe nach Berlin, wo dieselben heute um 12UbrM!ttazs eintreffm. --Fuhrmann Krö cker, bet Herrn N. Rosenthal inCondttion, fiel gestern Nachmittag, als er mit seinem schwer beladenen Wagen von Steinberg nach Gießen fuhr, von demselben und gingen ihm die Räder über beide Beine. Die Verletzung ist eine so schwere, daß ihm dieselben in der Klinik amputlrt werden mußten. --Zwei Obdachlose fanden heute Nacht freie? Quartier. --Heute Morgen war wiederum große Milchparade. Die Kleinktnderschule dürfte sich freuen über das Ergebniß der Proben. Holter Vorlage vor den Reichstag von Gießen aus wiederum energisch gegen stark. Der der Briten besteht in 80 Verwundeten und Tobten, unter letzteren ihre Annahme aufgetreten werden wird unb wäre es alsdann am gebotensten Men. Lahore, 3. December. Am 30. Novbr. hat ein heftiges Feuer zwischen den Truppen Appleyards und dem Feinde ftattgefunden. — Der Khyber- Paß ist offen. Die Wagenzüge treffen in Ali-Musjid ein. Amerika. Washington, 2. December. Die Botschaft des Präsidenten Hayes an den Cougreß enthält den Ausdruck des Dankes für Gott wegen der unzähligen Segnungen des Landes, empfiehlt eingehende Erwägung des Ursprunges des gelben Fiebers und betont die Nochwendigkeit genauer Wahlprüfung; er werde keine Mühe scheuen, eine volle loyale Untersuchung der Bestechungsanklagen einzuleiten. Die Beziehungen zu den fremden Staaten seien fortwährend friedlich; unsere Neutralität werde aufrecht gehalten und respectirt. Die Botschaft erwähnt ferner den fortgesetzten diplomatischen Schriftwechsel mit Mexiko; es sei zwar keine formelle Verständigung erzielt, indrß doch Vieles gethan zur Unterdrückung der Grenzstörungen; es wird gewünscht, die Grenze militärisch nrcht zn überschreiten und das jetzige Einschreiten der mexikanischen Regierung gegen Marodeure constatirt. D-.e Botschaft weist sodann auf die internationale Ausstellung von 1879 hin und erwartet von der Pariser Ausstellung nützliche, wichtige Resultate. Betreffs der Finanzlage erklärt die Botschaft: der Präsident hege die Ueberzeugung, das beste Mittel, Handel unb Industrie zu heben, se-. die Abstandnahme von allen legislativen Aenderungen. „Wird erst verstan- dcn, daß während der nächsten Jahre der Handel durch staatliche Einmischung beeinträchtigt wird, dann ist zuversichtlich zu erwarten, daß die Wiederaufnahme der Baarzahlungen erfolgreich durchgeführt und von gesunder, lauernder Wohlfahrt begleitet werden wird." Behufs wirksamerer Unterdrückung der Indianer-Einfälle wird die Bildung von berittenen Indianer-Corps empfohlen. Herzogin sand heute ein Festconccrt statt, welchem der Kaiser, die Kaiserin bnu Publikation, sowie die Dankesäußerung an den Kronprinzen werden morgen die Großherzogliche Familie beiwohnten. Das kaiserliche Paar wurde mit Be- oeiöffenthebt. zu alten Preisen ihre Fabrikate verkauft hätte, genöthigt war, die Fabrikation Savfetts zum Großoezir ernannt. Der Kriegsmintster unb ber Scheck ul Js- enttoeber ganz einzustellen oder zum mindesten dieselbe sehr zu reduciren. lam wurden gleichfalls ersetzt. In der Zeit, da man im Reichstag über die Tabaksteuererhöhung de- Lahore, 4. December. Ofstciell. Die Brigade Macpherson ist recog- battirte, ist von den Jntereffenten in mannigfacher Weise gegen Annahme noscirenv b:s Bosawal jenseits Khucd-Khyber vorgerückt. Die Verbindung mit der Vorlage opponirt worden, und schickte seiner Zeit auch die hiesige Ali-Muejid ist wieder herzestellt. Vom General Roberts liegen keine neueren Handels-Kammer einen Bericht nach Berlin, worin gegen Monopol unb Nachrichten vor. Fabrikatsteuer protestirt wurde, nicht aber schroff genug gegen die Zoll- London, 5. December. „Neuter's Bureau" meldet aus Lahore vom erhöhung, deren Eintritt, wie wir vorhin gezeigt, ganz bedenkliche Folgen Gestrigen: General Roberts errang einen großen Sieg über die Afghanen für die Tabakindustrie haben könnte. Es ist nicht zu bezweifeln, daß bei wieder- und eroberte Peiwar Kotul mit allen Kanonen. Der Verlust ber Afghanen ist 7471) Unki «n 28. 3anuar 1! J G-°rg G DtNtrzbergwerle „ Ach«, mit einem jwche Einwendur Dustes des Vorzu •rn Bergwerkseigeni Einsicht des et Darmstadt tzrH. Ober-I •in in Rücksicht zieht, daß in Gießen zur Zeit 20 Cigarren-Fabrcken, meist mittleren Konstantinopel, 4. December. Die Verhandlungen zwischen ber Umfangs, existiren, unb der größte Theil der Arbeiter sich ans der Bevölkerung Pforte und Rußland behufs Herbeiführung des definitiven Friedens der naheliegenden Ortschaften recrutirt, woselbst außerdem in einer bedeutenden begonnen. Anzahl von Filialen mehrere hundert Arbeiter Beschäftigung finden. Die birecte Wien, 4. December. Das hiesige „Telegr.-Corresp.-Bureau" Folge der Tabcksteuererhöhung würde nun der Art sein, daß die wenigen Fabri- aus Konstantinopel vom Heutigen: Der Großvezir Savfet Pascha kanten, die sich mit Tabaken für lange Zeit gedeckt, mit allen Arbeitskräften abzesetzi. weiterfabricircn würden, während die Majorität gegenüber der Concurrenz, die Konstantinopel, 4. December. Kheireddin Pascha ist an 7465) Nach ^stehende Bestinr ■trorbneten hiermit Stimmfähig 1 1) alle in OrlöbL 2) alle mä in der ( doch unter der Vo I .nb vom 1. Janum senden Jahres an Die Stimmbe joon abhängig, ba| ■-« Jahr, in welc Sürgrrmeister in dej t fein Stimmrecht ug seiner Geburt, jtityunft, seit wann chuweisen hat. Ltimmsähige i 'arung bis ;um 31. nusk des Jahres 18' chrnmlmig ober b< ■nd) die Stimmbei in Ansp) T'eßkn, den G * .Der unterzeichi Äenntnij feiner i ,\3I6,9O au dni * M, unb ba W ,n58'45 »--- joieeu ist. ....Ungleich "" einer An^c c & 'st dies l n S Haupt-" ^erstütznng noi " fr«««« ®ie5=n,ben Vermischte-. Köln, 30. November. Vor einigen Tagen zog eine Gesellschaft hiesiger Nimrode, Männer von Fach und solche, die bis dahin nur Preis- und Königsoögeln den Garaus gemacht, hinaus nach der Eifel, um daselbst Sauen und Rehen Tod und Verderben zu bringen. Also hatten fie gelobt und volle vier Tage für datz edle Waidwerk bestimmt. Der erste Tag verlief ohne Resultat, und ein alter Eber soll, wie ein luft'ger Lateiner versichert, bereits -7M Nachmittag zu seinen jungen Swinegeln gesagt haben: „Kmderken, haltet nur schön Obacht, daß ihr euch nicht immer in der Schußlinie haltet, sonst könntet ihr leicht mal getroffen werden!" Doch die Herren Jäger pflogen am Abend ernste Berathunq, wie den borstigen Gesellen und den scheuen Rehen bester beizukommen sei, und sie beschlossen, sich auf den Anstand zu begeben. Lanze, lange schon froren die jungen Herren — gehörten deren nämlich etwelche mit zu der Gesellschaft — auf ihren Sränbrn, da endlich tritt nicht weit ab von einem der angehenden Jäger — otc Lehrlinge haben ja immer das meiste Glück — ein stattliches Thier aa3 dem Gebüich: deroor. Dem jungen Schützen pocht das Herz gewaltig. „Also auch Hirsch- gibi e8 hier", sagt er sich. ^Nur ruhig Blut, Anton! Wie werden dich die Anderen beneiden, wenn dir der Kerl anlauft und du ihm dein sich-reS Bltt zusenden kannst!" Und st-he da, harmlos, keine G-fahr ahnend, kommt daS schöne Thier näher; rasch bätt unser Schütze sein Gewehr hock und, seinen ganzen Muth zusammen nehmend, drückt er kaltblütig ab. Doch, o Schrecken, da tönt ein Klagelaut au sein Ohr, so eigenthümlich unb doch so bekannt; ein kalter Schauer überkommt ihn, ist es doch derselbe Ton, der ihn baoeim so manchmal am frühen Morgen aus seinem Schlummer geweckt, wenn der efelbejpaunte Karren des Milchdauers vor seinem Hause stand. Schon eilten die Genossen aus der Na-e herbei unb sahen nun „mit gutem Bedacht, was Arbeit unser Held gemacht". Der, o schreckliche Täuschung, fand bet näherer Untersuchung einen lahmgeschosscnen Esel; ein Bäuerlein kam hinzu und schrie Mord und Ztter. Doch bald erholte sich der junge Schütze von seinem Schrecken, und glücklich, daß er keinen Brudermord begangen, zahlte er dem Besitzer des Grauschimmels 150 Schadenersatz und bat seine Jagdgenossen, über das kleine Malheur reinen Mund zu halten, waS diese denn auch redlich — nicht gethan haben. Das Bäuerlein aber lud den verwundeten Estt auf einen Karren und fuhr ihn nach Hause, um ihm dort ärztliche Hülfe angedethen zu lassen. — Von BreSlau aus ist dem Tgbl- zufolge dieser Tage ein Bittgesuch an das kaiserliche Cabinet abgegangen, das wie folgt lautet: »Majestät, senden Sie ein paar Zeilen an meinen Robert, daß er mich heiralhen soll und bann so lange er lebt Arbeit auf dem Bahnhofe hat, unb wenn er mich nicht heirathen thut, gleich arbeitslos s.-in soll. Aber bitte, senden Sie bis zum nächsten Samstag, daß er am Sonntag wieser mit mir sprechen thut " - - • Und wenn Majestät nicht an „ihren Robert" schreiben werde, bann erklärt die Bittstellerin, werde si; ganz gewiß in bie Oder springen. . . - — Eine naive Interpretation- Gelegentlich einer RevtstonSreise besuchte ein höherer Justizbeamter einen kleinen Ort und machte dem dortigen Vertreter der Criminal Justiz daS Compliment, daß bei ihm das Jnquisitionsverfahren viel rascher von Statten gehe, alS in den übrigen Amtsbezirken. „Wie ermöglichen Sie es, die Verbrecker so rasch zum Geständniß zu bringen?" fragte der Vorgesetzte. „Ganz einfach durch Anwendung der gesetzlichen Mittel," lautete die Antwort. „Si freilick," bemerkte der Präsident, „aber auch die anderen Amtshanpt^ leute wenden die gesetzlicken Mittel an und dennoch bauert ihr Untersuchungsverfahren mehrere Wochen, indeß das Ihrige in wenigen Tagen beendet ist." Es ergab sich nun, daß ein Paragraph, welcher besagt, daß renitente Untersuchunzsgefangene abwechselnd mit Master und Brod beköstigt werden können, ganz anders ausgelegt worden war, als der Gesetzgeber gemeint hatte. „Ich gebe den Hartnäckigen einen Tag Master und den anderen Tag Brod, und so bekomme ich sehr bald rhr Sckuldbekenntniß." Eingesandt. Der Kritiker in Nr. 28 der „Oberhefs. Nachrichten" bezüglich deS neuen Töchter- frld pr, Qual- e*. jo. d° 1 I-1-1."=0-60 JL 1 w ® J ," 11» Ji isjh.-’i* aiMi- im Pre 9 Tannen! fouienb schulgebäudes dürfte bie stadttsche Bou-Deputation, die städtische Schul-Deputation, den Stadtvorstand, den Schulvorstand, die KretS-Schul-Commtssion, das KreiSamt, das Kreißbauamt Ministerium beS Innern, Abtheilung für Schul-An^e- leaenheiten, das Ministerium deS Innern selbst unb die Ober-Bau-Direc iotr sehr zu Dank verpflichten, wenn er seinen Namen bekannt geben wollte, damit sich diese Bebördw, w-'ch^ die Pläne, nach denen die Ausführung deS Baues erfolgte, geprüft •...... ' '='•-> iunb genehmigt haben, bei wieder vorkommenden Schulbauten seines technischen BeirathL Die betreffendclbedienen. fffcl btt ltbtei hch. reau" Dielbtt Me ? ? ** ?!nbl»na mit ,eine neuem !? Steil. *« ulj Äe °°°> »n« Mllven ift * Steren über ^flnerksamkrit man möge rHe mit bet letzten Unorb. 1/ ®rojfftt|hn n etngetrossen sigerUntonM piffitttn btu:t höchst »ieselira ttazs einlrtff'n. ion- fi-lgch.A ‘8 nach 0lt§t8 e Anlrtzmg ist len. kletaklndaschole ffiaerftimobt, 'n bin touä mb Virderben nttt vMmmi. M;n Wn« tn: „ftlnbtrfm, tt haltet, sonst ogen am äbtnb srr beijufommtn schon froren bit -.VW - «I enM-ck ;j btai Gebüsch: Hirsche gibt e« nbertn btntlben, st!" Unb stehe casch bMt unser t, drückt er kst- fo etgenthümlich rrselbe Ton, brr ■ geweckt, toenu zchon eilten ble ia§ «tbeit unser Versuchung ein« nb Zeter. Doch K, daß er kein« JL Sch-denerl-ch za halten, wi$ ub btn oerfflftu t ärztliche HW littzesuch nn ba2 )tn Sie ein P J ge erlebt^ ।arte««11 JJ Sonata] 2 Mert' fNen er suchte ein W® 7erlich!n?'l. X«n *vl Para- ■jj# und ®rob "HS Handel und Verkehr. Frankfurt, 4. December. (Marktbericht.) Gestern Abend kam schon eine Wagen-Karawane mit Kraut auS dem Ried, der Wettrrau und Franken hieher, und stellte sich in den den Wallgraben umgrenzenden Straßen auf. Das Hundert Weißkraut wurde auf dem heutigen Markte mtt X 4—7 jl bezahlt, im Einzelnen 6—6 Kohlkraut pro Stück 6 Rothkraut das Stück 8 Butter kostete das Pfund im Großen 1. Qual. JL 1, 2. Qual. 90 H, im Detail 1. Qual. JL 1.15—20, 2. Qua). JL 1—1.10. Eier das Hund-rt JL 6 80—9. Hahnen das Stück 70 bis JL 1, Gans per Pfund 50—60 Hasen per Stück JL 2.80—3. Kartoffeln per 100 Kilo JL 6—8. Ganze Erbsen JL 19—23, geschälte Erbsen JL 23—25, Bohnen JL 22—24, Linsen X 22—25 per 100 Kilo. Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 H, Kuh-, Rind - und Farrev- fleisch 55—60 Rindösolber 65—80 4- Kalbfleisch 60—63 H, Hammel- und Schaffletsch 45—68 Schweinefleisch 70—75 Speck 1 X Heu und Stroh war gut zugesührt. Heu kostete je nach Qualität per Crntner X 1.80—3. Stroh x 1 60—2 Petroleum ist im Preise außerordentlich zurückgegangen und wird der Liter mit 20 H bezahlt. — Buchenscheitholz erste Sorte per Cbk. - M. X 10.80—11.05, zweite Sorte X 8.60—9. Tannenholz erste Sorte X 7.50, zweite Sorte X 6.50—6.80. Tannäpfel per Hectoliter 70—80^. Geschnittenes Holz je nachdem geschnitten per (Str. im Großen X 1.60—80, im Detail X 1.80—2. Ruhrkohlen per Hectoltter X 2. Lohkuchen das Tausend x 12. Limburg, 4. December. (Fruchtbericht.) Rother Wetzen X 16.75, Weißer Weizen X —, Korn X 10.90, Gerste X 9 60, Hafer X 5.90, Erbsen X —, Kartoffeln X —. (Durchschnitts-Preis pro Malter.) Sehirfeberleht. Mttgetheilt vor dem Agenten der Narr.bmtschru Llcyd S. W. Dietz tn Gieße n. Southampton, 28. November. Das Poftdampfschtff Mosel, Capt. H. A. F« Ntynaber vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 16. November von New york abgegangen war, ist heute 8y2 Uhr Vormittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung Nachmittags die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Mosel überbringt 78 Passagiere und volle Ladung. Havana, 27. November. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Nürnberg, Cavt. A. Jäger, von- Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches atr 6. Novrmber von Bremen und am 10. November von Havre abgegangen war, ist gestern Abends wohlbehalten hier angekommen. N e w y o r k , 29. November. (Per transatlantischen Telegraph.) Das PostdampffLif' Rhein, Capt. H. C. Franke, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 17. November von Bremen und am 19. November von Southampton abgegangen war, ift heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung OeffentlicheAufforderung. 7471) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes oom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, »daß Herr Georg Gohcke zu Büdingen unterm heutigen Taze mit dem Gisenerzbergwerke „Margaretha" in der Gemarkung Lauter, Kreises Gießen, mit einem Felde von 396775 Quadratmetern belieben worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Verme oung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche K. tge gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsriffes bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 31. October 1878. Großh. Gber-Iorst- und Domäncn-Aireciion, Perg - Abtheiümg. Bose. __________________________________________vdt. Tecklenburg Bekanntmachung. Betreffend: Die Stimmfähigkeit bei der Wahl der Stadt verordneten. 7474) Nachdem die Mebrheit b:r auf heute geladenen und erschienenen gerichtsbekannten Gläubiger des Wilhelm Haas von Burkhardsfelden, dessen Vermögen noch dem aufgenom- menen Status activ. et pass, um circa 2212 JL. 60 H überschuldet ist, heute ein Arrangement dahin abgeschloffen haben, daß die etwaigen bevorzugten Gläubiger alsbald befriedigt werden sollen, daß zur Abfindung der nicht be- oorrugten Gläubiger die 3 volljährigen Söhne des Cridars Johannes Haas V. Ludwig Haas und Heinrich Haas unter solidarischer Haftung 65i/2 °/o aller bereits angemeldeter und im Status als Gießen, den 27. November 1878. Schulden bezeichneter Forderungen in 2 Zielen, Ostern u. Weihnachten 1879, je zur Hälfte, und zwar gegen Ueber- laffung des Maffevermögens an Grundstücken , Mobllien und Ausständen, be- zchlen, wozu sich die Söhne des Cridars alsbald bereit erklärten, so werden hierdurch alle sonstigen Gläubiger des Wil- 7465) Nach Vorschrift des Artikel 13 der Städteordnung wird die nachstehende Bestimmung bezüglich der Stimmfähigkeit bet der Wahl der Stadtverordneten hiermit bekannt gemacht: Stimmfähig sind: 1) alle in der Gemeinde gründ-, gewerb- oder einkommensteuerpflichtigen Ortöbürger derselben, 2) alle männlichen Einwohner, welche die Deutsche Reichsangehörigkeit besitzen und welche seit zwei Jahren ihren Unterstützungswohnsitz in der Gemeinde erworben haben, Helm Haas aufgefordert, binnen vier edoch unter der Voraussetzung, daß sie zur Zeit der Wahl 25 Jahre alt sind Wochen vom ersten Erscheinen dieses in ,ud vom 1. Januar des dem Jahr, in welchem die Wahl stattfindet, vorher- öffemlichm Blättern gerechnet, etwaigen gehenden Jahres an zur Einkommen-Steuer zugezogen worden sind. Emwand gegen bezeichnetes Arrangement Die Stimmberechtigung jedes der unter 2 bezeichneten Stimmfähigen ist vollbringen, als sonst das Arrangement davon abhängig, daß derselbe spätestens vor dem Schluffe des Jahres, welches bestätigt und in Vollzug gebracht würde. cLM Jahr, in welchem die Wahl stattfindet, vocansgegangen ist, bei dem Gießen, den 27. November 1878. Bürgermeister in dessen Amtslocal die mündliche Erklärung abgegeben hat, daß Großherzogliches Landgericht Gießen, er sein Stimmrecht in Anspruch nehme, wobei er gleichzeitig auch Jahr und Erdmann, Dr. Trapp, tag seiner Geburt, den Tag, seit welchem er in der Gemeinde wohnt und den Landrichter.________Landg.-Assessor. Zeitpunkt, seit wann er Einkommensteuer bezahlt, anzugeben und auf Erfordern AxsskNlliche Bekanntmachung. '^StimmMge der oben bezeichneten Art, welche di- Abgabe dieser Er- Nachdem über das mit 7757 Jt. Käiuna bis zum 31. December dieses Jahres unterlassen, können bei einer im 43 überschuldete Vermögen des «ause des Jahres 1879 etwa nothwendig werdenden Wahl zur Stadtverordneten- Handelsmannes Heinemann Roth, Ä-r ammlunq oder bei einer solchen Wahl, für welch- di- Stimmberechtigung auch I. genannt, von Nieder-Ohmeu, der durch die Stimmberechtigung zur Stadtverordneten - Wahl bedingt ist, kein formelle Concors erkannt worden ist, Stimmrecht in Anspruch nehmen. werden dessen sämmti.che Gläubiger auf- Gieüen den 2. December 1878. gefordert, ihre Forderungen nebst etwaigen Grossherzoaliche Bürgermeisterei Gictzen. Vorzugsrechten Im Termine A. Bramm. Montag den 13. Januar 1879, Hahn. Nürnberger Lebkuchen (7? 61 Kreuz Nr. 203. 7090) Prima abgelagerte weiße Kern- seife, per Pfd. 40 H, bei 10 Pfd. ä 38 l* H loroie alle übrigen Hausbaltungsseifen empfiehlt Peter Jof. Mobs, ilger Hinterbliebenen Gefallener bestimmt sind. Gießen, den 2. December 1878. Der Vorstand des Jweig-Hülfs-Bereins w 7 Sophagestelle billigst bei (7:2 aus ter Fabrik des Herrn Heinrich Hab er lein, Hoflieferant Gg. Tränkner n., WEhorstr. 66. Ihrer SDiai* d. Kaiserin, sowie Sr. Majestät d. Königs von Bayern, empfehlen billigst J. A. Busch Söhne woroen ist. kommenden Nachlaßvertrags beigetreten Im Vergleich mit dem Vorjahr haben sich die Beiträge durch den Aus- erachtet. tritt einer Anzahl von Mitgliedern um JL. 29,33 verringert. Etwa schon früher geschehene Anmel- Es ist dies um so mehr zu bedauern, als die Beiträge der Mitglieder, düngen von Forderungen vermögen die sowohl des Haupt-Vereins als sämmtlicher Zweig-Vereine, vorzugsweise Anmeldung zu obigem Termine nicht Uw Unterstützung nothleidender Invaliden aus dem Kriege 18™/71 und bedürf- ersetzen. (6874 ''** 4 r‘“k Grünberg, den 31. October 1878. ---------------------------------------—---Vormittags 9 Uhr, pfnnntTrtnrflltttfl iogewiß bei unterzeichnetem Gerichte an» ~ Wlim UV U- \y 14 ll y* zumelden, als sonst der Ausschluß von Der unterzeichnete Vorstand des Zweig-Hülfs-Vereins Gießen beehrt sich, ter Concursmaffe eintreten würde. zur Kenntniß seiner verehrlichen Mitglieder zu bringen, daß an Beiträgen der- Die im Termine nicht erscheinenden ielfcen für das Jahr 1878 — nach Abzug der Erhebungskosten — die Summe oder nicht gehörig vertretenen Gläubiger oon JL. 475 35 eingegangen ist, daß hiervon statutenmäßig zwei Dritthelle mit werden den Beschlüffen der erschienenen X 316,90 an den Schatzmeister des Hauptvereins zu Darmstadt abgeliefert |n Betreff der Verwaltung, Veräuße- worden sind, und daß das dem Zweigverein zur Verfügung bleibende Drittheil runfl und Verteilung der Maffe, sowie mit JL. 158,45 vorerst in der Spar- und Leihkaffe dahier verzinslich angelegt auch bezüglich eines etwa zu Stande Großherzogliches Landgericht Grünberg. Sellheim, Dr. Möbius, Landrichter. Landg.-Assessor. ”Zu Verkäufen Kommode Bettlade, Vs Dutz. Stühle, Steinlieferung zur Straßen Unterhaltung. Das Brechen, Anfahren und Zerschlagen der zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Gießen nöthigen Steine soll an nachbenannten Tagen und Orten wenigst- fordernd versteigert werden: 1. Montag den 9. December, Morgens 9*/2 Uhr, zu Lollar im Gemeinde-Haus für die Straße oon Gteßen über Lollar bis zur Preuß. Granze. 2. Mittwoch den 11- December, Morgens 9 Uhr, zu Reiskirchen im Guntrum'schen Wirths- locale für bte Ätraße nach Grünberg von Abtheilunasnummer 20 bis Lindenstruth. 3 Freitag den 13, December, Nachmittag« 12Vr Uhr, zu Lang GönS tm Gastyaus „zum grünen Baum" für die Straße von Groß-Linden bis Butzbach und von Pohl-Göns gegen Wetzlar. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1878. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. 7328) In Vertretung: M. Wahl, Groß ^'zo Ucher sk .l-bauaun'eh^. Dersteigcrung von Weg-Arbeiten. Donnerstag den 12. Deccmber l. Ä., Vormittags 9 Uhr, findet auf Forsthaus Baumgarten die Veraccordirung nachfolgend genannter Vicinal- und Waldwegbauarbellen statt: 1) Brechen, Anfahren, Aufsetzen, Kleinschlagen und Eindecken von ca. 170 Cbm. Steiren, 2) Auffrischen von 1000 l. Mir. Ban« fetten und Gräben, 3) Anfertigung von 90 I. Mtr. Steinspurwegen, 4) Herstellung von ca. 2200 l. Mir. alte Weg- und ca. I. 1000 Mtt. Entwässerungsgräben. Gießen, den 4. Dcbr. 1878. Großherzogl. Obersörsterei Schtffenberg. I. V. d. O.: 7463) Joseph, Forstaccessist._______ 7437) Das Aufräumen von Gräben auf den städtischen Wiesen am Altentisck, veranschlagt zu 108 Mark, soll Samstag den 7. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, tm Saale des alten Rathhauses vet> steigert werden. Gießen, den 3. December 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm.________ 7296) Dte Pächter des Hospital-, Kirchen- und Pfarrguts werden an die Bezahlung des Martiui l. I. fällig gewesenen Pachteö für 1878 erinnert. Der Rechner: Wittich. Keilgeöoteves. Kinderherdchen, mit Petrolrumheizung, (7461 öurö üuß gesuhrlos, soll» und sauber ge- arb-itet, ewpfichlt trc verschiedenen Größen Wilhelm Orbig, am Markt. ieclit chinesische Thees mit Schutzmarke C. H. L. empfiehlt (617B Dr. Hempel, Apotheker. Pueinte Reine per Flasche ii ii (7459 3 — L. Frohnhäuser. 6003) (7475 ä la Strauss. 1. Köln- 7466) Tannene Kleiderschränke Zuspruch. Täglich frische Hefe D oct er A* Katz , Anzüge, JaquetS, Sackröcke, Hosen, (7350 H ii 1 1 1 1 2 2 2 2 w ii ii n 20 30 80 50 60 80 80 Priorato secco Priorato dulce Garnacho Sherry Malaga Madeira Oporto Vino Rancio empfehlen zu auffallend billigen Preisen in nur guten, modernen Stoffen, neuestem Schnitt: Kölner Flora-Lotterie. Ziehung am 30 Decbr. d. J, Hauptgewinn Merth 15,000 «M. 7476) Frau Mr. Hofmann, geb. von Ploennies, welche bereits eine Reihe von Jahren nach der Schule von Lebert und Stark Clavierunterricht ertheilte, ist hierher gezogen, um ihre Lehrthätigkeit fortzusetzen. Ihr Bestreben ist darauf gerichtet, den Schülern durch methodische Anleitung und fortschreitende Resultate eine möglichst gründliche Ausbildung zu verschaffen. Anmeldungen werden in der Wohnung, im Hause des Herrn Dr. Felsing, entgegen genommen. j ferner Houvtpewivne tm Wertbe von M. 10000, 3000, 3000, 2000, 1000, sowie 1000 fonfttpe Gewinne. Loose ä 3 JL, auch ol8 Wcthnachts- grschenk oeeißnet, empfiehlt. A. Holling, General-Debit, und Bettladen zu verkaufen bei (7457 I VH. Bauer, Reichensandstraße. für reellste und billigste Bedienung. Ich halte es unter meiner Würde, den Bemerkungen neidischer Concurrenz weiter zu begegnen. X Herren und Knaben Garderobe: X Winter - Ueberzieher für Herren, durchaus gefüttert, von 15 Mark an f? Schlafröcke re. re. x ttsr' Damen- und Mädchen Confcction: X Winter-Paletots, Jacken, Regenmäntel rc. rc. Sonntag den 8. December: Grosses Gone er f ★i England p ligkeiten, als m< guropa mit deai gegen den andere Laus der Dinge hängt somit in < wiederholen nam ßlmlnungen des. nur, ob die türk' von ihr übernor und Oesterreich : zugeben, bevor 1 Kaiser Alexander Räumung Adriar rotsriedens abhä Stefano zu trete Es lst nur im nächsten Frül Abtretung der s griffenrn Albanei sich mit der fleh (neben geben, r wirklicher Reforrr tyroblitfn iß nid, ui denselben kann Verhandlungen zn gelbe. Die beld der Landseite ml lauf der im Berl tnung des türkisc hmgen und Ang' Trotzdem n weitere Entwickel, werde. Die Best der Türkei liegt, geschwunden, seit mit seinen Annexii läßt, daß eö eine heu"dschaftliche B hn afghanischen j scheu Compensatio Zusehen beginnt Wege der Reforn Edinburgh, der T druch des oriental Flames Sympt ^chte zu einand Haupioerdienst un auch fernerhin da ivenn es wa pl°'i h'i°usj,kstel 1° >-üd « für ft rott t b,lS„ n>lt Cme,e" B.str 31, 7 'Mbilt; «nb toar 7^"° %td) VHi ' * -üelnfoA'. 29 > Mini Wlrthsoliarts-Eroiriiiing. 7472) Hiermit die erstebene Anzeige, daß ich Samstag den 7. December mein Gasthaus ..Zum Gaiubrliins“ eröffne. 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