Dienstag, den 6. August 1878 Meßmer "Anzeiger AiM- M Amkwtt fir bee Kreis Gieße«. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montag». (4675 Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ^edactionSbureanr Gartenstraße B. 165. t£*, •|‘abto«mnet,r Si»dlvrr«ne,r, ^^acteur. M '-SG ®)r* Weeg, ri ^tverotbneter. fr )ten.i MW illthor. rengescb- U 1870 — 1015, 1871 — 1961, 1872 — 4964, 1873 — 7968, 1874 — 11,971, 1875 — 18,488, 1876 — 25,005, 1877 — 31,522, 1878 — 56,336. Nach einem zwölfjährigen -Durchschnitt gewann also pro Jahr in Berlin die Socialdemokratie 4695 neue Anhänger, d. h. sie würde bet dieser mäßigen Steigerung gegenüber dem rapideren Fortschritt in den letzten Jahren bet einer Wählerschaft von 200.000 in ca. neun Jahren die Majorität haben, nach der durchschnittlichen Steigerung in den letzten sechs Jahren (8564 Köpfe pro Jahr), aber bereits in ca. fünf Jahren, nach der Steigerung in den letzten drei Jahren (12,682 Köpfe pro Jahr) in ca. 3% Jahren, — endlich aber nach der Zunahme im verflossenen Jahre bereits in zwei Jahren. Daß das Verhältutß sich nach den einzelnen Wahlbezirken ändert, nimmt dem moralischen Effect dieser Zahlen absolut Nichts. Sie predigen laut, daß es mit der Abstimmung am Wahltage allein, so wichtig sie ist, nicht gethan ist. Tie Aufraffung zur Energie, welche Berlins Wähler diesmal bewiesen haben, darf nicht in ihr Nichts zurücksinken, wenn auch der Wahltag vorbei ist. Es bedarf neuer, angestrengter, täglicher Arbeit, um das Wachsthum der Socialdemokratie zu beschränken, — nur ein stetiger Kampf kann diese Hochfluth bannen, denn dieses Wachsthum existirt noch heute, wie uns die Wahlstattstik lehrt, trotz des anscheinenden Steges der liberalen Parteien vom 30. Juli 187 8. Nichts wäre falscher für den Berliner Liberalismus, als auf diesen Lorbeeren auszuruhen. Wie traurig die Zahlen sind, es gibt für uns eine andere tröstliche Seite. Die deutsche Socialdemokratie ist mit jedem Jahre ihres Bestehens geistig und sittlich zurückgegangen; sie steht heute hart an der Grenze des Menschenmöglichen; wenn ihre Früchte weiter reifen, wie bisher, so wird sie bald eine Reaction im eigenen Lager zu verzeichnen haben. Freilich wäre das immer erst der Anfang vom Ende; zu weit schon hat sie ihre verheerenden Wirkungen getragen und die Gemüther vieler Tausenden zu lange geschult, als daß ihr geistiger Bankerott mit ihrem politischen identisch sein würde. Aber sie gleicht, wie es in einer „Geschichte der Socialdemokratie" richtig heißt, dem glimmenden Brande im Walde; nur dadurch besteht sie, daß sie sich immer weiter freffen kann; sind ihrer Ausbreitung feste Gräben gezogen, dann sinken die rauchenden Trümmer unschädlich in sich zusammen. Für eine Agitation dieses Kalibers ist der Stillstand gleichbedeutend mit reißendem und unaufhaltsamem Rückgänge. Wichtiger als ihren Besitzstand zu stören, ist es, seine Ausbreitung zu hindern. Mögen die liberalen Kreise Berlins, welche auch nach der Wahl Aufklärung und Volksbildung fördern, weder die deutliche Lehre der Zahlen, noch ihre an dieser Lehre anzuknüpfende stetige geistige Arbeit in der Preffe und in den Vereinen, in der Literatur und im Parlament, an in bein Dause tw Zahnhofsfiraße 1877—1878 um 24,814 Köpfe. Vertheilen wir diese Ziffern nach einem Durchschnitt auf die einzelnen Jahre von 1867 bis 1878 incl., so zählt man in Berlin socialdemokratische Wähler: 1867 — 69, 1868 — 384, 1869 — 700, Deutschland. Darmstadt, 3. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben t Die Socialdemokratie in Berlin. Das Berliner Wahlresultat liegt uns ziffermäßig vor und beweist — denn Zahlen beweisen — den eklatanten Sieg der vereinigten liberalen Parteien, der ihnen stets sicher sein wird, wenn sie sich überhaupt energisch aufraffen und ihren ärgsten Feind, den Jndifferentismus unter ihren eigenen Partetge- noffen, beseitigt haben. Die hohe Ziffer der Wahlbethetligu n g, der früher nie erreichte günstige Prozentsatz der Theilnehmer an der Abstimmung ist nicht nur freudig zu begrüßen, weil er das Wahlergebniß als treuen Ausdruck des Volksbewußtsetns, der Volksstimmung werthvoll macht, sondern weil er überhaupt Zeugniß ablegt von der wachsenden politischen Einsicht des Bürgerthums, von der staotspolitischen Erkenntniß der Wichtigkeit der Wahl. Dadurch hüben wir den Steg über die Socialdemokratie zu verzeichnen, neben welchen der Abfall der Conservativen, die Schwäche der Ultramontanen weniger auffallen, als die von uns stets vorausgesagte Blamage der Christlich-Socialen und der Handwerker-Interessengruppe. Die neueste Wahlstatistik reizt zu Ver- Vergletchen und wenn auch Schlußfolgerungen für die Zukunft, die man auf Zahlen basirt, deßhalb ungenau bleiben, weil politische Umstände und politische Arbeit auf diese Zahlen im Laufe der Zeit von anderem Einfluß sind, so behält doch eine Durchschnitts- und Wahrscheinlichkettsberechnung auch in politischer Beziehung iy.)n Werth. Das Wahlresultai vom 30. Juli 1878 zeigt (ungefähr) von 161,762 abgegebenen Stimmen: 85,817 vereinigte Fortschritts- und liberale Partei, 56,336 Soctaldemokraten, 8,034 Ministerielle (Dr. Falk), 6251 Conservative (Moltke rc.), 2024 zersplitterte Stimmen, 1416 Christlich-Sociale, 1402 Ultra- r'^fnne und 482 Anhänger der Handwerkerpartei. Vor Allem ersehen wir, daß die socialdemokratische Partei allein neben der liberalen (Fortschritts-)Partei einen hohen Procentsatz etnnimmt; — die Liberalen absorbiren 53 %, die Socialdemokraten 34,8% der gesammten Wahlbetheiligung, während die nächststärksten Parteien kaum 5 uud 4%, die Christ- s sch°y _i stumme Bekanntmachung. Betreffend: Den Deutsch-Italienischen Handelsvertrag, hier die Beifügung von Ursprungszeugniffen. Großherzogliches Ministerium des Innern theilt uns eine Note des Königlich Italienischen General Konsulats zu Frankfurt a. M. vom 20. l. Mts., an Großh. Gesammtministertum gerichtet, mit, deren Inhalt wir in Nachstehendem zur Kenntniß des bethetligten Handelsstandes bringen. In Folge Ablaufs des Handelsvertrags zwischen Frankreich und Italien muffen Maaren französischen Ursprungs vom 1. d. Mts. ab in Italien die durch den neuen Zolltarif festgesetzten Abgaben bezahlen und sieht sich die italienische Regierung deßhalb in die Notbwendigkeit versetzt, Veränderungen bezüglich der Bestimmungen des Zollwesens einzuführen, um auf die Maaren Deutschen Ursprungs den durch den Handelsvertrag festgesetzten günstigeren Tarif, der zwischen Italien und dem Deutschen Kaiserreich in Kraft war und bis zum 31. December l. I. verlängert wurde, in Anwendung bringen zu können. Es muß daher vom 1. August an jede Sendung von Natur- oder Kunstproducten des Kaiserreichs, welche für Italien bestimmt ist, mit einem Schein versehen sein, der vom Magistrat des Ortes ausgestellt, von dem die Beförderung stattfand und in welchem erklärt ist, daß die darin bezeichneten Maaren Deutschen Ursprungs sind. Außerdem muß jeder dieser Beglaubigungsscheine noch von dem Königlich Italienischen General-Consulat in Frankfurt a. M. Lehrlingsstellm (oute , - • - - - bestätigt sein. ...... Die Königlich Italienische Regierung bedauert zwar sehr, daß sie diese Scheine über den Ursprung hat einführen müssen, es werden sich jedoch die öartiöpn Süfiit Italienischen Behörden bestreben, mit der Verordnung dieser Maßregel die Interessen der Staatsfinanzen nach Möglichkeit mit Erleichterungen für den Handel zu vereinigen und werden demgemäß Gegenstände in kleiner Menge, von Reisenden befördert, oder wohl ausschließlich und notorisch Deutschen Ursprungs von ter Verpflichtung der Beibringung des Ursprungszeugnisses ausgeschloffen sein. Gießen, den 31. Juli 1878. Großherzogliche Handelskammer. M. Homberg er. WmgM loyd. chl nach [ERIKA M New-OrW einmal monatlich igten Staaten. rddeut*ehenIM •JötttJ (M junP'16r6Merjüi — f 'den 'n meinet ^raye C. 225| M« E. 16,3. 'voll ertram. ier), ^st?Pttisberech^ lich-Socialen nicht einmal 1% erreichen. Ueber das Wachsthum der Socialdemokratie in Berlin liegen uns folgende Ziffern vor: Wahl von 1867 — 69 Soctaldemokraten, 1871 — 1961, 1874 — 11,911, 1877 — 31,522, 1878 — 56,336; oder in Procenten (an der a Gesammtzahl der abgegebenen Stimmen): 1871 — 5%, 1874 — 28%, 1877 — 39%, 1878 — 34,08%. Wenn also auch der Procentsatz der Socialdemokratie bei der Wahl am 30. Juli 1878 etwas herabgegangen ist, die abermalige bedeutende Vergrößerung der Zahl der Anhänger der Umsturzpartei giebt doch zu denken. Wir ersehen folgende ziffermäßige Steigerung ... vct HUV ^g\et Mrt, wie der Belehrung nicht nerven- allergnädigft geruht: am 23. Juli den außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landes-Universität und zweiten Lehrer der Forstwissen schäft, Dr. Tutsko Lorey, auf sein Nachsuchen von seiner Dienststelle mit Wirkung vom 1. September d. I. zu entlassen. — Das bisherige Resultat der Reichstagswahlen im Großherzogthum Hessen ist folgendes: Gewählt sind im 1. Wahlkreis Frhr. Adalbert v. Nordeck zu Rabenau; im 2. Wahlkreis Dr. B. Schröder zu Worms; im 3. Wahlkreis Prof. Gareis zu Gießen; im 6. Wahlkreis Martin; im 7. Wahlkreis Oberger.-Rath Görz zu Mainz; im 8. Wahlkreis Bamberger. Stichwahlen finden statt im 4. Wahlkreis (Darmstadt-Großgerau) zwischen Prov.-Dtrector Küchler und W. Büchner; im 5. Wahlkreis (Offenbach rc.) zwischen Dernburg und Liebknecht, und im 9. Wahlkreis (Mainz-Oppenheim) zwischen Reuleaux und Dr. Moufang. Berlin, 2. August. Die Tabaks-Enquete-Commission hat den umfangreichen Fragestoff in drei Theile gelegt und für jeden behufs Aufstellung eines Fragebogens eine Subcommission niedergesetzt. Während nun diejenigen über den Tabakshandel und die Tabaköfabrikation noch in voller Thätigkeit sind, hat die über den Tabaksbau ihre Aufgaben bereits erledigt und auch der Wortlaut der Vorlage, welche die Zustimmung des Plenums gewann, wird schon mitge- theilt. Das Tableau enthält 32 Fragen, von denen die 4 ersten lediglich solches statistisches Material umfassen, welches durch das kaiserlich statistische Amt durch Vermittelung der Verwaltungsbehörden beschafft werden kann, so weit es nicht bereits vorhanden sein sollte; es wäre andererseits schlechterdings nicht zu begreifen, worauf sich die Regierung bei ihren früheren Vorlagen und Ertragsberechnungen gestützt hätte. Der hauptsächliche übrige Theil der Fragen fordert gutachtliche Aeußerungen, also Urtheile über Gründe beziehentlich über die Folgen dieser oder jener Maßregel. Da die Enquete nicht angestellt wird, um für einen bestimmten gesetzgeberischen Gedanken, sondern für diese oder jene Maßregel in objectiver Weise das gesammte Material gesichtet zusam- menzustellen, so ist eben bei Aufstellung des Fragebogens gerade die Objectivität die schwierigste Aufgabe. Es wird sich in dieser Beziehung nichts Wesentliches gegen die Vorlage aufstellen lassen; es muß jedoch darauf hingewiefen werden, daß das Mandat durch die Debatten des Reichstags, soweit der Wortlaut des Beschlusses noch einigen Spielraum lassen sollte, ganz unzweifelhaft in bestimmte Grenzen verwiesen ist, denn es wurde ausdrücklich von der für die Abstimmung maßgebenden national-liberalen Fraktion die Voraussetzung in den Vordergrund gestellt, daß das Tabaksmonopol unannnehmbar sei, daß die Enquete mithin nicht mit der Tendenz gemacht werden dürfe, auf das Monopol hinauszulaufen. In diesem Sinne bewegt sich denn auch im Großen und Ganzen der obige Fragebogen. Berlin, 3. August. Zum ersten Male seit Beendigung des Krieges gegen Frankreich wird im September ein Anzahl preußischer Officiere, an deren Spitze der Generalmajor Frhr. v. Los, Commandeur der 3. Garde-Kavallerie- Brigade, steht, den Manövern der französischen Armee auf Einladung der französischen Regierung beiwohnen. An den diesseitigen Manövern haben französische Officiere bekanntlich schon seit einigen Jahren Theil genommen. — Der „Kreuz-Ztg." wird Folgendes gemeldet: Teplitz, 31. Juli. Se. Majestät der Kaiser und König verließ heute zwischen 2 und 3 Uhr denjenigen Theil des Kurgartens, welcher abgesperrt und nur für die Spaziergänge beö. Kaisers bestimmt ist, besuchte die Trinkanstalt und sprach auf dem Wege dahin den bei einem Brande verunglückten und zur Kur hier sich aufhaltenden Oberfeuermann Stieffenhofer aus Berlin an. Von der Trinkanstalt begab sich der Kaiser nach der Köntgsstraße. An einer Ecke stand ein Mitglied der für die Zeit des hiesigen Aufenthaltes gebildeten Bürger-Ehrenwache. Der Kaiser fragte den Mann, wie lange er Posten stehen müsse? Der biedere Teplitzer Bürger, nicht ahnend, daß er den Kaiser vor sich hatte, antwortete: Täglich 4 Stunden. Der Kaiser sagte weiter: Dauert Ihnen denn das nicht zu lange? Der Wachmann erwiderte gemüthlich: Was ich dem Deutschen Kaiser zu Liebe thun kann, wird mir nie zu lange werden. Der Kaiser klopfte ihm mit der linken Hand auf die Schulter und mit den Worten: Es wird mich freuen, Sie bald wieder zu sehen! schlug er den Gang nach dem Herrenhause wieder ein. Berlin, 3. August. Die Auswechselung der Ratifications-Urkunden des Berliner Vertrags hat heute zwischen den Bevollmächtigten Deutschlands, Oesterreich Ungarns, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Rußlands hier stattgefunden. Der türkische Botschafter hat die Erklärung zu Protokoll gegeben, daß der Sultan die Ratification vollzogen und den Vertrag als vom heutigen Tage an in Gültigkeit getreten, anerkenne. Die spätere Auswechselung der türkischen Urkunden, welche rechtzeitig hier nicht eingetroffen waren, ist vorbehalten geblieben. Aus Bayern. Bei der bayerischen Armee ist in diesem Jahre ein fernerer Schritt zu der Gleichstellung aller ihrer Einrichtungen mit der deutschen Armee erfolgt. Die Gradabzeichen all ihrer Officier-Chargen sind bei sämmtlichen Waffengattungen durchaus denen der deutschen Armee nachgebildet worden. Der Ringkragen wird bei den bayerischen Officieren durch die Schärpe in den bayerischen Farben ersetzt werden. Ebenso sind für dieselben die deutschen Epauletten genau mit den Gradabzeichen der deutschen Armee eingeführt worden. Die Umformung von 6 bayerischen Jägerbataillonen in 2 Infanterie-, bezw. Füsilier-Regimenter dürfte, wie aus München berichtet wird, wahrscheinlich noch im Verlaufe dieses Jahres stattfinden. München, 3. August. Finanzminister Riedel reift morgen nach Heidelberg zur Theilnahme an den dortigen Minister-Berathungen. Stuttgart, 2. August. Dem „Schwäb. Merk." wird vom Main geschrieben : Die Einladung zu den Conferenzen der deutschen Finanzminister in Heidelberg ist vom Staatsminister Hofmann unterschrieben; an denselben werden theilnehmen die Finanzminister von Preußen, Bayern, Württemberg, Baden, Königreich Sachsen, Mecklenburg-Schwerin, Sachsen-Weimar und die Minister der übrigen thüringischen Staaten. Stuttgart, 3. August. Der „Schwäb. Merk." meldet: Von den letzthin verhafteten 34 Socialdemokraten befinden sich noch 15 in Haft, darunter der bekannte Agitator Dulk. Oesterreich. Wien, 3. August. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom 3. d.: Die russischen Schritte bei der Pforte wegen der Räumung Varnas nehmen einen dringlichen Charakter an. In Folge dessen hat die Pforte dem russischen Botschafter eröffnet, sie sei dazu im Laufe der nächsten Woche bereit unter der Bedingung, daß die Russen feie Verbindlichkeit eingehen, acht Tage nach der Räumung Varnas die russischen Truppen aus der Umgebung Konftan- tiuopels zurückzuziehen. — Der russische Delegirte bei der Pacificalions Commission im Rhodopegebirge ist wegen Mißhelligkeiten aus der Commission aus- geschieden. — Dieselbe Correspondenz meldet aus Bukarest: Die rumänische Regierung beabsichtigt die Dobrudscha mit 2 Infanterie- und 3 Reiter-Regimentern nebst einigen Batterien zu besetzen. Oberst Lecca soll Generalgouverneur der Provinz werden. — Der Kaiser hat heute in Begleitung des General-Adjutanten, Frhrn. v. Mondel, der Kaiserin Eugenie einen halbstündigen Besuch abgestattet. Wien, 3. August. Die „Wiener Abeudpost" meldet: Die Colounen des 13. Armee-Corps setzten gestern ihren Vormarsch fort. Die 18. Division besetzte gestern Mittag Ljubuski auf dem Wege nach Mostar, ohne Widerstand zu finden. Deputationen von einheimischen Muhamedanern und Katholiken kamen den Truppen entgegen, um ihre Unterwerfung anzuzeigen. Wien, 3. August. Der deutsche Botschafter, Prinz Reuß, stattete der Kaiserin Eugenie heute Nachmittag einen Besuch ab. Teplitz, 3. August. Der König und die Königin von Sachsen sind heute um 2 Uhr hier eingetroffen und haben sofort dem Kaiser Wilhelm einen Besuch abgestattet. Arankreich. Paris, 2. August. In sämmtlichen Kohlengruben der Compagnie d'Anzin wurde die Arbeit wieder ausgenommen. Die Gerichte in Valenciennes und in Douai verurtheilten gestern 14 Grubenarbeiter wegen Angriffes auf die Freiheit. Paris, 3. August. Marschall Mac Mahon ist heute auf einige Tage nach Trouville verreist. — Der Zustand der Königin Christine von Spanien ist sehr bedenklich. — Republikanische und konservative Comitss haben sich jetzt für die Senatorenwahlen gebildet. ßngtand. London, 3. August. Nach den ausführlichen Berichten der Morzen- blätter über die gestrige Unterhaussitzung erklärte Schatzkanzler Northcote auf die Anfrage Försters Folgendes: Es existirten keine geheimen Engagements; zwar habe ein vertraulicher Verkehr zwischen den verschiedenen europäischen Mächten über Angelegenheiten von beträchtlicher Wichtigkeit stattgefunden, es seien aber alle eingegangenen Engagements, welche für England bindend, bereits enthüllt. — Hinsichtlich des Ausganges der Debatte über Hartington's Resolution äußern sich die Morgenblätter, ausgenommen „Daily News", sehr befriedigt. „Times" erblickt in der Abstimmung des Hauses den glänzendsten Triumph der allgemeinen Politik der Regierung; die überwältigende Majorität, welche sich für die Regierung ausgesprochen, werde diese in den Stand setzen, den rechten Einfluß Englands geltend zu machen. — „Standard" zufolge wird die britische Flotte in den chinesischen Gewässern unverzüglich reducirt. AtaNen. Nom, 3. August. Das heute vertheilte Grünbuch enthält 467 die Orientangelegenheiten betreffende Documente aus der Zeit vom 3. März 1877 bis zum 6. Juni 1878. Das erste ist ein Memorandum der bulgarischen Delegirten, das letzte Document eine Note Corti's an Nigra, welche constatirt, daß Italien frei von allen Engagements zum Congresse gehe. — Es wird bestimmt versichert, Cardinal de Luca solle Staatssecretär werden. — Das Gerücht, daß Belgien seine Gesandtschaft beim päpstlichen Stuhle aufheben werde, wird als verfrüht bezeichnet. Türkei. Konstantinopel, 2. August. Angesehene Maroniten haben an die Botschafter der Mächte in Konstantinopel eine Denkschrift über die Verwaltung des Libanon gerichtet, worin sie eine Untersuchung über die Einkerkerung des Bischofs und über andere Beschwerden verlangen. Konstantinopel, 3. August. Server Pascha, ehemaliger Waffenstillstands-Unterhändler in Adrianopel, ist zum Justizminister ernannt worden. — Der Sultan hat am letzten Donnerstag den Berliner Vertrag ratificirt. — Die bisher in Schumla gelegenen Truppen sind hier eingetroffen. Amerika. New'Nvrk, 2. August. Die Demokraten haben in der gesetzgebenden Versammlung von Nord-Carolina eine große Majorität gewonnen, wodurch eine demokratische Wahl für den Unionssenat gesichert erscheint. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Gorrespondenr - Bureau. London, 4. August. Bei dem gestrigen Lord-Major-Banket in Man- sionshouse zu Ehren der Minister hielt Lord Beaconsfield eine längere Ansprache, worin er eine geschichtliche Darstellung der Ereignisse gab, welche schließlich zu dem allgemeinen Frieden geführt haben. Er sagte, daß er glaube, der Friede werde ein dauernder sein, da alle Mächte zufriedengestellt seien, die Kriegspartei in Rußland nicht in der Majorität sei und Italien und Frankreich sich überzeugt hätten, daß das politische Gleichgewicht des Mittelmeeres nicht bedroht sei. Die Beziehungen Englands zu den auswärtigen Mächten seien zu keiner Zeit herzlicher gewesen, als gegenwärtig, namentlich zu Rußland und Frankreich. Berlin, 4. August, Vorm. 11 Uhr. Von den nunmehr bekannten 396 Wahlen sind 53 konservativ, 49 freiconservativ, 96 klerikal, 81 national- liberal, 16 fortschrittlich, 12 keiner bestimmten Fraktion angehörig, die aber voraussichtlich zum größten Theile liberal stimmen dürften, 14 Polen, 7 Par- tikularisten, 5 Elsässer Protestpartei, 4 Elsässer Autonomisten, 2 Socialdemokraten. 66 Stichwahlen sind erforderlich. Die noch fehlende eine Wahl (Oberpfalz) dürfte den Klerikalen zuzurechnen sein. Wien, 4. August. Das „Telegr.-Corresp.-Bureau" meldet von Konstantinopel unterm Heutigen aus besonderer Quelle: Verläßliche Nachrichten melden den Ausbruch eines Volksaufstandes in Mostar. Der dortige Kaimakan und der Mufti sollen ermordet und ein Ulema zum Gouverneur eingesetzt sein. $ 4723) Die !■* Geldstrafen . 4700) Die '"wen innerh Donnerstag arbeit, 8 Gießen, Samstag a «bung bet Beiti Gießen, d W turd? dnen »c jd M ' Mift, vergnügte ^-ibeiflieh-N'N • Er muh wohl st die Frau des -Swe lrai, d" ( 'famt durchschlag R(r Brustnahe nu i tarnten Folgen sü Der zunge Mc -er adgesührt, wo - Marburg int jüngsten SW - Marburg eil Ostpreußen ist h- Mainz, t.Au Lchulmädchen, dc uni mm Popo, daß * Seid und gestern her Schulmappe 6( |nn war davon zu Elende!' Bei denU Rockenberg, fepmörder Koch vc trtljeilt wurde, vei brat Zuchthause Mm ihren Kerker Ir Steinen zu Hebei k Lache herbei, sc Imtt bedienten sich Nidda, rnif Wh. Schnell ttn.-58 käs mb b”>« 2 5V Nti . TP kS“ SÄ ' 1 R°thenl I »*aou, obirf »I« täÄ »Ä* 4*8.n> ä?a tal0°UDtrnent Ntn, ctth ' Divißon Koliken tarnen lfc stattete der <88,6 'er Compagnie n Valencienner Angriffes auf uf einige Tage e von Spanien haben sich 1 bei Morzen- ' Northcote auf : Engagements; en europäischen Mgefunben, es binbenb, bereits ctington's Reso- d8", sehr besrie- en glänzendsten enbe Majorität, n Stanb setzen, b“ zusolge wirb 'bucht Khrri Bataillone der Garnison sollen mit den Aufständischen fraternisiren, drei Mildere dagegen sich sammt ihren Commandanten gegen den Aufstand erklärt ,iid beschlossen haben, sich den einrückenden österreichischen Truppen anzuschließen, ^selben sollen thatsächlich gegen Metcovtc aufgebrochen sein, um sich nöthigen- alls auf österreichisches Gebiet zu flüchten. Lokal-Notiz. Gießen, 5. August. Heute Morgen in der Frühe ließ sich ein älterer Mann, Korbmacher von auswärts, am Viaduct der Main-Weser-Bahn vor der Neustadt, Jon einem Zug überfahren. Neben der Leiche fand man einen Pfennig liegen. Das Motiv des Selbstmords dürfte Noth gewesen sein. Vermischtes. Frankfurt, 31. Juli. Die neuen prächtigen Räume der biesizen Effecten- focietät sind heute unter entsprechender Feierlichkeit durch deren Präsidenten Wtsloch »nn Gebrauche übergeben worden. Salzschlirf 4. August. Unser sonst ländlich stiller Badeort wurde heute Nachmittag durch einen Act leichtfertigen Gebrauchs von Schießwaffen in einige Aufregung onsetzt. Ein junger Mann, der als Schreiner in dem nahe gelegenen Lauterbach in .Arbeit ist, vergnügte sich von einer Bank aus, die am Ufer der nahe an den Kuranten oorbeifließenden Schlitz steht, indem er mit einem Revolver angeblich nach Fischen schoß- Er mutz wohl ein schlechter Schütze sein, denn eine Kugel verirrte sich so sehr, tnß sie die Frau des Reichstagsabgeordneien und derzeitigen hiesigen Badearztes Herrn Dr. Löwe traf, die auf der Beran a des Kurhauses saß. Die Kugel hatte das Kleid ter Same durchschlagen, aber glücklicher Weise so viel an Kraft verloren, daß die Haut in der Brustnähe nur leicht geprellt und anzunehmen ist, daß der Fall keine weiteren chiimmen Folgen für Frau Dr. Löwe haben wird. Der junge Mann wurde alsbald ermittelt und nach dem Amtsgericht Großen- Oer abgeführt, wo er der weiteren Behandlung seiner Leichtfertigkeit entgegen sieht. — Marburg, 3. August. Der akademische Senat hiesiger Universität hat in snner jüngsten Sitzung am Sonnabend, den 27. d. M., den Herrn Professor Dr. med. Pannkopff zum Rektor für das bevorstehende Amtsjahr gewählt. — Marburg, 30. Juli. Der wegen Einbruchs-Diebstahl verhaffete rc. Voß Ms Ostpreußen ist heute früh aus dem hiesigen Kreisgerichtsgefängntß entwichen. (M- T.) Mainz, 1. August. Der „Mainzer Anzeiger" berichtet folgendes nette Stückchen: fn Schulmädchen, das noch lange nicht zu den „Backfischen- zählt, sagte vor einigen lagen zum Papa, daß sie 2 50 für eine neue „Geographie" brauche. Sie erhielt das Geld und gestern Früh, als das Mädchen in der Kirche war, fiel dem Papa ein, in der Schulmappe des Töchterchens nach der neuen Geographie zu suchen. Aber keine kpur war davon zu entdecken! Dagegen fand er einen nagelneuen „Briefsteller für Eitbenbe!" Bei dem Kaffee gab es nun eine Lection, welche keines Commentars bedarf. Rockenberg, 3 August. Der zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigte Itnibnwrber Koch von Uffhofen, welcher bet der vorletzten Asstsenfesston zum Tode wrurtbeilt wurde, versuchte dieser Tage in Gemeinschaft mit einem andern Sträfling vis dem Zuchthaufe Marienfchloß auszubrechen. Die Beiden hatten des Nachts die zwischen ihren Kerkern befindliche Mauer durchbrochen und die Angeln der Thüren aus Steinen zu heben versucht. Durch das dadurch entstandene Geräusch kam jedoch bk Wache herbei, so daß der Fluchtversuch vereitelt wurde. Bet dem Erbrechen der Mauer bedienten sich die beiden Verbrecher eines fingerdicken Eisens. Nidda, 30. Juli. Gestern Nachmittag um 4Uhr brach in der unteren Papier- ^brik (Wilh. Schneider in Unter-Schmitten) Feuer aus, das in kurzer Zeit und ehe Allgemeine man es bemerkte schon beträchtliche Ausdehnung gewann. Die herbeigeeilten Feuerwehren mußten ihre ganze Kraft darauf wenden, zu retten was zu retten möglich war. Ihrer zweckmäßigen und angestrengten Thätigkeit gelang es denn auch, das Wohnhaus zu schützen. Die Fabrikgebäude dagegen waren nicht zu retten und sind vollständig niedergebrannt, die Maschinen, soweit deren Theile nicht verbrennen konnten, unbrauchbar. Es war ein furchtbares Feuer, die stockdunkle Nacht — wir hatten gerade Neumond — wurde durch den Feuerschein auf weite Entfernung erhellt. ES steht nur noch das Wohnhaus und ein an der Straße gelegenes Nebengebäude. Ein Menschenleben ist glücklicherweise nicht zu beklagen, obgleich Einzelne mit anerkennenswerthem Muthe sich großer Gefahr ausfetzten. Der Schaden ist um so größer, als durch bauliche Veränderungen und Anschaffung der besten Maschinen in den letzten Jahren die Fabrik sehr leistungsfähig wurde und sich eines großen Absatzes zu erfreuen hatte. lieber das Entstehen des Feuers ist nichts bekannt. Absichtliche böswillige Brandstiftung ist höchst unwahrscheinlich, da das gute Einvernehmen der Arbeiter mit ihrem Arbeitgeber und ihren Vorgesetzten nichts zu wünschen übrig läßt. Leider ist noch zu erwähnen, daß die durch den Brand entstandene Verwirrung zu Diebstählen benutzt wurde. So ist u. A. aus einem Zimmer des Wohnhauses eine goldne Uhr verschwunden. Leipzig, 29. Juli. Ein wahrhaft entsetzlicher Unglücksfall hat sich gestern Nachmittag in der Ulrichsgasse hier zugetragen. Dort hatte man eine Wafferleitungs- Röhrenspülung vorgenommen und ließ dabei aus einem geöffneten Wasserposten den Strahl hoch in die Luft gehen, zum Ergötzen eines zahlreichen Publikums, namentlich einer Menge Kinder. Plötzlich kam ein zweispänniges Kutschgeschirr, dessen Pferde durchgingen und wahrscheinlich vor dem rauschenden Wasserstrahle scheu geworden waren, mitten in die Menschenmenge hineingejagt. Zwar gelang es dem Kutscher, nach einer kurzen Strecke die Werde wieder zum Stehen zu bringen, aber das gräßlichste Unglück war geschehen. Niedergeworfen und von dem Geschirr überfahren lagen mehrere Erwachsene und zahlreiche Kinder blutend am Boden. Eine Buchdruckerswittwe war sofort getöbtet, eine andere Frau verletzt und ein 5jähriges Mädchen tödtlich verwundet. Außerdem befanden sich unter den Betroffenen ein 3jähriges, zwei 4jährige, ein 6jähriges und ein 8 Jahre altes Mädchen, sowie zwei Knaben von 7 und 12 Jahren, endlich ein 16 Jahre alter Laufbursche und ein 17jähriger Schriftsetzerlehrling, die insgesammt mehr oder weniger schwer beschädigt wurden. Bern. (Ein weiblicher Doctor juris.) Fräulein Fanny Berlio aus Petersburg bestand am 20. d. vor der juristischen Fakultät Bern das Doktorexamen mit ausgezeichnetem Erfolge, sie erlangte die erste Note. Es ist dies die erste juristische Promotion einer Dame an der Berner Hochschule. Handel und Verkehr. Frankfurt, 3. August. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner 1.80—2.20, Stroh per Gentner 2, altes Heu JL 3. Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 85—90 2. Qual. 80 H, im Detail 1. Qual. 1.10—15, 2. Qual. ^L l. Eier das Hundert JL 4.60—5.60. Fleisch- preife: Ochsenfleifch per Pfd. 70—75 H, Kuh- u. Rindfleisch 55—68 H, Kalbfleisch 60 bis 70 Hammelfleisch 55—68 H, Schweinefleisch 70—75 Speck JL —, Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 20-33 JL, ganze Erbsen 24—26 Bohnen 25-28 jl, Linsen 28—36 Kartoffeln, 5.50. Bohnen der Gentner M 5—6. Gurken das Hundert 80 $ bis JL 1.20. SetiirfBberlelit. Mitgetheilt von dem Agenten beB Norddeutschen Lloyd W. Dietz in Gießen. Newyork, 3. August. (Per transatlantischen Telegraph.) DatzPostdampfschiff Neckar, Gapt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 21. Juli von Bremen und am 24. Juli von Southampton abgegangen war, ist heute 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen. r Anzeiger. ntM 467 die 3. März 1877 >er bulgarischen velche conflatiit, e StaBßcretär beim päpstlichen haben an die dir Verwaltung rinlerlerung des iger Waffenstlll- innt worden. - atlftcfit. - d,r z-m"-» ICT, Mdmch " iS* Ks iw6, »I» Bekanntmachung. 4723) Die Berichtigung der im Monat Juni d. I. erkannten Forst - nd Feldstrafen hat in den ersten 25 Tagen dieses Monats und zwar mit Ausschluß des 12., 13., und 14. an den gewöhnlichen Zahltagen Dienstag nd Samstag an Großherzogliche Districts-Einnehmerei Gießen I bei Verleidung der Beitreibung zu erfolgen. Gießen, den 3. August 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___A. Bramm.__________________________ Bekanntmachung. 4700) Die bis icfct fällig gewesenen Communalfieuern önnen innerhalb 8 Tagen an den Zahltagen Dienfiag, )onnerfiag und Samfiag noch ohne Kofien bezahlt »erden. Gießen, den 3. Augufi 18*78. Der Stadtrentmeister: Enders. Main-Weser-Bahn. : 4726) Submission auf den Neubau eines 6nDfang§gebäube5 und Güterschuppens auf Llvtion Lang-Göns. Zeichnungen, Beding- tnjen, Massen- und Preisverzeichnisse liegen h tniserm Betriebs- und bautechnischen Süreau Hierselbst und im Büreau unserer lüriebs-Jnspection in Frankfurt a. M. zur Mcht offen und können die Zeichnungen p Preise von 4 JL, die Bedingungen rc. P Preise von 3,5 von den genannten Cl'llen bezogen werden. Offerten sind an uns bis zum 20. Augufi, Vormittags 11 Uhr, tdoiurekben. Cassel, den 30. Juli 1878. Königliche Direction der Main-Weser-Bahu- Versteigerung. Aeilgeöotenes. 4721) Ein kleines Pferd, 5 Jahr alt, zu verkaufen bei Konrad Kraus ch. 4724) Frische Butter. Feine Tafel- n. Oberlandbutter wird tägl- frisch in vorziigl. Qualität zum billigsten Tages- pieis geliefert. Versandr auf Verlangen per Post- Joh. Conr. Reihlen, Stuttgart. 4333) Frisch gebr. Kaffee von «X 1,50, bis "«lbinofrgfi, t, Ifi-ebtju uerlfiiAH. Methusalem (Frankfurter Magenbitter.) 1002) Dieser vorzüglichste aller Kräuter-Magenbitter ist auf Grurd der neuerer, ^orschungm im medicinischen Fache mit Zuhilfenahme tüchtiger Kräfte aus der Medi- dtt sowohl, als auch der Chemie durch Extraction der echtesten Krauter dargestellt und sür den Genuß vortheilhaft und zusagend zubereitet. Trotz seines kurzen Bestehens hat sich der Methusalem schon eines sehr günstigen Erfolges und großer Beliebtheit zu erfreuen; gewiß das günstigste Zeichen der Reellitat und guten milden Wirkung des Getränkes. Zum Schutze gegen Cholera, Ruhr, Hämorrhoiden rc. rc. ist er ein unschätzbares Universalmittel. Ganz besonders empsehlenswerth ist er für Magenleidende; vermöge seiner erwärmenden und belebenden Eigenschaft bewirkt er eine erhöhte Ver dauuna. Die Magenbaut wird gestärkt und dadurch das Blut zur Saftebildung befördert Viele Menschen mit schon zerüt eter Gesundheit, verdanken der segensreichen Wirkung dieses kostbaren Hausmittels ein vollkommenes Wohlbefinden wieder. Nur längerer, regelmäßiger Gebrauch ist von günstigem Erfolge gekrönt. Man nimmt täglich ein LikörgläsLen: Morgens zum Frühstück, Mittags nach Tisch und Abends norm Schlafengehen. Die tägliche Ausgabe kommt dann höchstens 20 H. 3u beziehen in Originalflaschen, Preis pr. 1 Flasche 2. 40 V, Flasche JL 1. 50 in den Niederlagen von: August Plank, Rudolph Gobel. Kalender enth. Broschüre nebst Zeugnissen von Fachleuten und Laien in den Niederlagen gratis. Lager in Wööetn, Spiegeln etc. jeglicher Art und allen Hölzern. Polster - Möbel in der reichhaltigsten Auswahl. 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Dabei werden allerhand Gegenstände (aus der Threrwelt, Trachten u. s. w.) vorgezeigt. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 60 H, für Kinder 30^. Die Einnahme ist zu einem wohlthätigen Zweck bestimmt. Wir laben hierzu ergebens! ein. 4727) Der Vorstand des Gustav-Adolf-FrauenvereinS Zur gefälligen Beachtung. 4216) Ein Läden mit LogiS, geräumigem Keller und Lagerraum zu vermiethen und per 1. October d. I. zu beziehen^ Lud. Geißler Ww-, ______________Reichensand-Bahnhofsftraße. 4344) Die Parterre - Wohnung unsetes Hauses ist per 1. September er. )u ver- miethen.__C. Friedberger Söhne. 4663) Möbltrtes Zimmer zu vermiethen- _______________________Asterweg A. 100. 4672) Ein schönes möblirtes Zimmer mit Cabinet am 1. September zu vermiethen. ______________________Sckulstraße B. 19. 4673) Ein möbltrtes Logis (zwei Piöcen) ist sofort zu vermiethen. Zu erfragen in der Expedition._________ .4680) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bet Gg. Schomber, Seltersweg. 4705) Ein Familienlogis zu vermiethen. _______________Mank om Bahnhof. Ein schönes Familienlogis von 5 Zimmern mit allem Zubehör zu vermietben und so- gleich zu beziebn. Wo? sagt dieExved. d. Bl.