‘es ihr, 8 00000 Biet. lochzeiten Q 0 0 n 11 Sorten >0—2 JL ike, in Giessen. harer Eltern, m ntniffiti mithin' n bieStf«treten- heil geboten, sich n, sowie in der auSzMdm. - n u. Abschrift de8 nigegen die Tapetenfabrik Karburg mit Seid (tiunbtn. let tiehr's grau- siges, gut eingefiihr- ^bucten-Gcschast die Lahngegend >r. Offerten unter rtrrbctelufti.5^ je Lauffrau wird i der Expedition b. fürst Wittwe, .eine it und M Ea-S' irI ßueh» __— 1 öF •er» tätigte IM»# um D-»«s» «äÄ r«*te jeugnüi" ^Äetsteundi^^ lief« .< 1878: S-rtr r j^Oi Samstag den 6. April 1®7S. Areßener HWeM AnM- und AWisblM für den Kreis Gießen. -— ------------------------------- Preis vierteljährlich 2 SM 20 Ps. mit Bringeriohr. ' MevactisnUburcait, Gartenstr-tz- B. 165. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pt Kxpcditivnsbnrean - S chu'straße B- 18- _ ,■ ---- l- --~~ lm) w Ä’«*' */” N - — .NU ,ra BHi» -** * **’ ^ä“'878' Stra ck, Dekan. Wien 3. Avril. Die ,Polit. Corr-sp." meldet aus Bukarest von beute «w"i russisch- Armee Corps in Bulgarien erhielten Ordre zum SW- marsch na» Rumänien, um zwischen Giurg-wo Bukarest Ausstellung zu nehmen. Es herrsche die Besürchtuug. die Russen möchten sodann über ganz Rumänien den Belagerungszustand verhängen. In der letzten geheimen Sitzung der rumänischen Kammern hätten Ghika und Sturdza über ihre Missionen be- Deulschland. Aus dem Großherzogthum Hessen, 3. April. Bezüglich der ------------ P f a r r - (5 0 n f e r e n z. Mittwoch den 10. April: Pfarr-Conferenz in Greben. Lang- Göns, den 4. April 1878. ledtgt werden. , Berlin, 3. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Zeitpunkt, wo Graf Stolberg das Vicepräsidium des Staalsministenums formell übernimmt, hängt mit den Rücksichten auf zur Zett schwebende politische Verhandlungen, woran Graf Stolberg Antheil zu nehmen hat, zusammen. Das Entscheidende für die Berufung des Grafen Stolberg in den mnern Staatsdienst war, daß für die Zeit der Behinderung des Fürsten Bismarck eine ootte Stellvertretung in allen seinen Stellungen wunschenswerth erschien Esi f gt daraus daß der thatsächliche Eintritt des Grafen Stolberg augeMicklich eine so unmittelbare Dringlichkeit nickt besitzt, um ^neAbreise ^"^^ngerade jetzt zu beschleunigen, da Fürst Bismarck voraussichtlich noch längere Zeit hier verweilen wird. Hestcrreich. Durchsühruug der R-ichsjustiz - Gesetze in Hessen erfährt mau aus zuverlässiger Quelle, daß die Regierung nicht beabsichtigt, dem gegenwärtigen Landtag mßr denjenigen Vorlagen, welcke demselben bereits zugegangen sind, nochi wettere zu machen. Da nämlich die Wahlen znm neuen Landtag wie 'm Jahre 1875 m Sommer, etwa im Juli, stattfinden werden, so erachtet man die Zett zu kurz, um auch uoch die anderen in Aussicht stehenden Gesetze wie das Disc plmar- Gesetz, das Gesetz über die Reorganisation des Verwaltungs-Gertchtshofs, le Geseke über die Ausführung der Civil- und Strafproceß-Ordnung durch beide Kammern zu bringen. Allerdings wird es schon Mühe kosten, das wi.Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten Kammer dermalen befindliche Material bis zum Landtags-Schluß definitiv fertig zu stellen, da Mecommimuahonen bcn beiden Kammern nicht ausbleiben werden. " UF- Darmstadt, 4. April. Wie wir aus zuverlässiger Quelle vernehmen, haben Se. Königl. Hoheit der Großherzog die Bildung einer Commission genehmigt, welcher die eingehende Prüfung der Frage zur Aufgabe gestellt werden soll, in welcher Weise eine Vereinfachung der Organisation der ^ats- Verwaltungs-Behörden herbeigeführt und wie weit eine Ausdehnung der Befug- nisie der unteren Behörden zweckmäßig erstreckt werden kann. Zu Mitgliedern dieser Commission, welche in der Kurze unter Vorsitz des Ministers Freiherrn v. Starck zusammentreten soll, sind berufen worden i dle Herren Mintsterialrath Finger, Ministertalrath Knorr Ministertalrath Fink, Geh. Finanzrath Muller, Oberforstrath Draudt, Ober-^ domänenrath Grünewald, Obersteuerrath Baur, Forstmeister Herpel. Baurath Köhler, Domänenrath Kolb, sowie die Landtags-Abgeordneten Herren Stadtrichter Königer, Provinzialdtrector Küchler, Bürgermeister Möllmger, Oberförster Theobald und Hosgerichtsadvocat Weber. Berlin, 3. April. In einem Artikel der „Provinz.-Corresp." wird über die soeben geschlosiene Session des Landtags bemerkt: dieselbe werde in der Geschichte der Gesetzgebung keine bedeutende Stelle einnehmen. Es werde eine der wichtigsten Aufgaben der Regierung in ihrem neubefestigten Bestände sein, für die künftigen parlamentarischen Beziehungen und gemeinsamen Arbeiten, io viel an ihr sei, wieder festen Boden zu bereiten. Auch im diesmaligen Verlaufe sei hervorgetreten, daß die Bewältigung umfasiender Aufgaben der Gesetzgebung zumal großer Reformarbetten im preußischen Landtage bei der lmerläßlichen Rücksichtnahme auf die parlamentarischen Aufgaben des Reiches auch ftrnerhi kaum möglick sein werde ohne erhebliche Aenderung der geschäftlichen Behang lung, namentlich bezüglich der jährlich wiederkehrenden Etatsberathung. Wenn 1 (n dieser Beziehung nicht eine wesentliche Vereinfachung eintrete, würden künftige ' S-ssiouenauch bei tlarften Policen Verhältnisten den Bedktrfn.sten der G-- l setzgebuug nicht entsprechen können. — Die Session des Retchstags, so meld t , t,te Vrov.-Corr." ferner, werde vermuthlich über das Osterfest vertagt, di Arbeiten des Reichstags würden kaum vor der zweiten Hälfte des Mat -r- Enalands Kr»egsm,ttel. „ , Von Tag zu Tag mVhreu sich die Anzeichen, daß der zwischen England > »nd Rußland bestehende Conflitt vielleickt schon binnen Kurzem durch Waffem LLu nirn auätiaa kommen wird. Nachdem die englisch- Regierung schon pewalt z t b t bag nc (n Folge der ablehnenden Haltung Ruß r ei chen Forderungen'am Cougresie nicht iheilnehmen ö.m b t fie iet in'ihren Vorbereitungen zum Kriege einen bedeutenden Schritt g-thau, intern sie tote Einberufung der Heeres Reserven °nge°rdnet -t. Aiiaestch's dieser Thaisachen, die in Verbindung mit der >n den engüschm Arse. nalen und Magazinen herrschenden fieberhaften Thai,gkett den Ausbruch eines Krieges zwischen England und Rußland fast sicher erscheinen lasten, br g sich 'uns saft uuwillkührlich die Frage auf, welche Hilfsmittel England, das sei laugen Jahren keinen größeren Krieg zu führen gehabt hat, für den Fall eines LmnLfeÄ’“uÄflW«» vor Allem zwei Dinge: Geld c befitit das reiche Großbritannien mehr als irgend ein ander« Staat weit mehr als das in seinen Finanzen z°-rü.t-te Rußland. Der Geldpunkt kann daher füglich außerhalb unserer Bettuchwng b^tbem D«u n,n,n es eine andere Sache mit den Streitkräften Englands, teilte narre ZMWWWW MZMM'MZW medaner^befi7dem^ englische Regierung auch nur untersetzteren «nb Discivlln abaehen würde, das aber diesen Mangel hinreichend zu ersetzen d^ä^ge^r"des^Jslam"scklagen w^ürdtäte sirner England 7ie Hindus Ium Kampfe Vasallenstaaten die besten auszuwählen, un’ An stuhrom npriebcn ein aut verwendbares Reservecorps zu viiven. a Kam feslust würde es' den H.ndus so wenig fehlen, wie den Mohamedanerm iÄSÄMxSBt ;-ü: sich ebensowenig besinnen, die feindlichen Schanzen zu stürmen, wie die Turk am Schipka-Paste. Di-Feldzüge der Engländer nach Ab-stynieri un^ 8f) (3 ßina haben sie den Werth ihrer indischen Truppen erkennen lassem Duntt der »och »n berücksichtigen wäre, die Verschiffung d^r indischen Maum iamiten nach dem Kriegsschauplatz-, würde England wenig Schwi-rigkeit-n da lueteu'" da" der Suez-Canal den Weg dahin bedeutend abkürzt und Transport- ^ ff.'in aenüaend r Anzahl den Engländern zu Gebote st-h-m - «° 'st England mit Hülfe Indiens im Staude, den Raffen leicht ein bedeutendes ^t^enmft-lleu das nach unseren Begriffen zwar kein vorzügliches zu m m-n ft'a^^mmerhiu genügen dürfte, ben Rusten die gemachten Eroberun- u streittg m lachen wenn'nicht gänzlich wieder zu entreißen und jo eine ^/lLndlung der Dinge im Orient h-rb-izuführ-n richtet; danach hätte das Londoner Cabinet Rumänien zum Ausharren auf seinem Standpunkte in der Frage der Retrocession Rumänisch-Bessarabiens ermuntert, während das Wiener Cabinet auf die Nothwendigkeit der Regelung dieser Fra.ie durch europäische Entscheidung verwiesen habe. Pesth, 3. April. Um Unterhause mterpellirte Banhidy die Regierung, ob dieselbe dahin wirken wolle, daß die Integrität des rumänischen Gebiets erhalten werde. In Betreff der Friedensbedingungen ist eine Interpellation von Iranyi gestellt worden. Frankreich. Paris, 3 April. Das „Journal officiel" veröffentlicht die Ernennung des Generals Philippi zum Platzcommandanten von Paris an Stelle des Generals Geslin, welcher zu anderen Functionen berufen ist. Diese Verfügung ist motivirt durch den Tagesbefehl des Generals Geslin, den die gestrigen Journale veröffentlichten und worüber die Linke Aufklärung vom Kriegsminister verlangt hat, da sie die in dem Tagesbefehl gebrauchten Ausdrücke als beleidigend für die Pariser Wähler betrachtet. Itatieu. Nom, 3. April. Das Ministerium legte der Kammer einen Entwurf über Bildung einer Commission vor, welche die finanziellen Verhältnisse der Gemeinde Florenz untersuchen soll. Darauf nahm die Kammer den Handels- vertrag mit Frankreich mit 212 gegen 19 Stimmen an.____________________ Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz-Bureau» Paris, 4. April. Ein amtlicher Erlaß verbietet die Einfuhr von Wiederkäuern aus Rußland, den Donaufürstenthümern und der Türkei, sowie von Rindvieh, welches aus Oesterreich kommt. Berlin, 4. April. Der „Reichs-Anz." meldet: Das Unwohlsein Sr. Majestät des Kaisers nimmt einen normalen günstigen Verlaus, gestattet jedoch Sr. Majestät noch nicht, das Zimmer zu verlassen. — Eine deutsche Panzerslottlle wird sich Anfangs Mai nach dem Orient begeben, und wie es heißt, am 6. Mai ihre Fahrt antreten. — Die „Post" erklärt in ihrer zweiten Ausgabe die Zeitungsmeldung von der angeblichen Designtrung des Fürsten v. Hohenlohe-Langeburg für den Botschastsposten in Wien nach glaubwürdiger Mtttheilung für vollständig unbegründet. Wien, 4. April. Nachrichten der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel vom 3. d., Abends, signalisiren die Wahrscheinlichkeit eines nahe bevorstehenden Umschwungs im kaiserlichen Palais von Pildiz zu Gunsten Rußlands, welchem dle englischen Einflüsse dort zu unterliegen schienen. Dieser Stimmungswechsel des Sultans dürfte in einem bald bevorstehenden Ministerwechsel Ausdruck finden ; Reuf Pascha solle an Stelle von Achmed Vefik Ministerpräsident und Osman Pascha, welcher nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft als entschiedenster Anhänger der russischen Allianz gelte, Kriegsminifter werden. Aus Bukarest vom 4. d. meldet dieselbe Correspoudenz: Der in Wien weilende Ministerpräsident Bratiano soll seine Mission auch nach Berlin ausdehnen. Eine von beiden Kammern eingesetzte Commission arbeitet einen an die Großmächte zu richtenden Protest gegen den Vertrag von San Stefano aus. Widdtn erhält keine serbische Besatzung. Athen, 4. April. Die Aufständischen in Thessalien haben sich nach der Niederlage von Makrinitza an die Grenze zurückgezogen. Italienische und englische Schiffe sind beordert, bedrohte Familien aufzunehmen. Das amerikanische Schiff „Marion" ist von Smyrna nach Volo abgesegelt. Hobart Pascha's Geschwader hat Volo verlassen, mit welcher Bestimmung, ist nicht bekannt. London, 4. April. Dem „Standard" zufolge wäre das Widderschlff „Rubert" und das Thurmschtff „Devastation" beordert, zu dem Geschwader im Marmara-Meer zu stoßen, um das nach England zurückkehrende Schiff „Sultan" zu ersetzen. Die „Times" läßt sich aus Petersburg telegraphiren, Rußland sei über eine Antwort auf die Circular-Depesche Lord Salisbury's noch nicht schlüssig, aber es sei Grund vorhanden zu glauben, es werde die Circular-Depesche nicht als Anlaß zu einem Ultimatum betrachten. Da die britische Regierung sich auf eine rein negative Kritik beschränkt habe, dürfte sie möglicherweise ersucht werden, selber eine Lösung vorzuschlagen. Uebrigens, meint die „Times", seien Zeichen vorhanden, daß nicht allein Oesterreich, sondern auch Frankreich die englische Ansicht über den Vertrag von San Stefano theile und scheine es d'wnach, als ob Rußland und nicht England isolirt wäre. Es sollte jetzt der Hauptzweck der britischen Regierung sein, die allgemeine Eintracht aufrecht- znerhaltcn. Im Falle Rußland nicht durch geheime Machinationen eine der Mächte von den übrigen trenne, sei es schwer begreiflich, wie es seine gegenwärtige Haltung behaupten könne. Wien, 4. April. Das „Fremdenblatt" nimmt Act von der bisher unbestätigten Meldung, wonach Rußland für den Abschluß eines Schutz- und Trutzbündnisses mit der Türkei die Herabminderung der Friedensbedingungen verspreche, und glaubt daraus folgern zu dürfen, daß Rußland dadurch den bindenden Charakter des Frtedensvertrages von San Stefano selbst aufhebe. — Tie „Presse" schreibt: Durch Salisbury's Circularschreiben sei England aus dem Kreise seiner egoistischen Interessen herausgetreten und mache seiner bisherigen ängstlichen Hütung der localifirten Machtsphäre ein Ende; es beginne nun eine europäische Politik. — Das „Neue Wiener Tageblatt" verzeichnet ebenfalls die aus Ungarn stammende Nachricht, daß Bratiano in Wien wegen eines event. Uebertrittes der rumänischen Armee auf österreichisches Gebiet unterhandle. London, 4. April, Abends. Unterhaus. Schatzkanzler Northcote veranschlagt das Deficit des beginnenden Finanzjahres auf 5,300,000 Pf. und schlägt die Erhöhung der Einkommensteuer um 2 Pence und des Tabakzolles um 4 Pence per Pfund vor, wodurch in Verbindung mit einer weiteren gering fügigen Steuererhöhung 3,750,000 Pf. aufgebracht würden; die übrigen 1,550,000 Pf. des Deficits wären auf das nächste Finanzjahr zu übertragen. Northcote antwortet Gladstone: Nichts in dem Schriftwechsel berechtige zu der Annahme, daß England sich Vorbehalten wollte, vor dem Kongresse von der Discussion etwa von ihm beanstandeter Fragen zurückzutreten. Nur die Vorlegung des Gesammtvertrages sei bezweckt worden. Gladstone kündigte darauf an, er werde morgen eine Debatte über diesen Gegenstand anregen. Northcote antwortet Gladstone: Derbys Anwort habe den Grund der Ablehnung der von Deutschland vorgeschlagenen Vorconferenz angegeben. Ueber die allgemeine Nützlichkeit solcher Conferenz habe Derby k^ine Ansicht ausgedrückr. Auf eine Frage Montagues antwortet Northcote: in Betreff des Congreffes hätten keine neuen Unterhandlungen ftattgefunden. Untcrftaatssecretär Bourke antwortete Wolff auf seine erneute Anfrage: Fürst Gorlschakoff habe dem rumänischen Agenten in Petersburg erklärt, daß Rußland die Discussion über die Retrocession Bessarabiens nicht zulaffe. Der Agent habe diese Erklärung seiner Regierung und diese dem rumänischen Agenten m W»en mitgetheilt. — Bourke antwortete Waiti: Holland habe sich außer -Stande erklärt, die Zuckerconoentron in Ausführung zu bringen und zwar wegen Widerstandes in der Kammer. Die Unterhandlungen dauerten aber fort. Lokal-Notiz. Gießen, 5. April. Der Schwurgerichtshof erkannte gestern: a gegen Johannes Hölzer von Atzenhain, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, Zuchthausstrafe von 5 Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren; b gegen Georg Stuckart von WormS. wegen Urkundenfälschung, Zuchthausstrafe von 1 Jahr 4 Monaten, an welcher jedoch 2 Monate Untersuchungshaft tn Aufrechnung kommen, sowie Verlust der bürgerlichen Ebrenrech e aus d'e Dauer von 2 Jabren. S e r mff ch t e S Offenbach, 4. April. Sicherem Vernehmen nach ist die hiesige Realschule vom Kaiser!. Reichskanzleramt tn Berlin als Realschule I. Ordnung tn Verbindung mit einer Realschule II. Ordnung anerkannt worden. Bingen, 2 April. Der „Rh. und N-B" schreibt in seiner jüngsten Nummer: Es scheint hier in Bingen (leider ist diese Sorte Menschen auch anderwärts stark 0fr breitet) Leute zu geben, die förmlich planmäßig das Gewerbe betreiben, Andern die Ehre und den Cred t zu schädigen. So durchschwirren seit einiger Zeit Gerüchte die Luft, daß Dieser und Jener, darunter die solidesten und geachtesten Firmen und @f- 'chäftsleute, seine Zahlungen eingestellt, das heißt Bankerott gemacht habe. Es braucht nicht darauf hingewiesen zu werden, wie gemeingefährlich ein solches Treiben ist: es schädigt nicht allein augenblicklich den guten Ruf und die Ehre des Betroffenen; es ist auch geeignet, denselben an den Rand des Verderbens zu bringen und jenen Zustand herbeizusühren, welchen der böswillige Verläumder al- angeblich vorhanden bezeichnet. Der Kaufmann und überhaupt jeder Geschäftsmann bedarf, namentlich tn den jetzigen kritischen Zetten, mehr oder weniger d,s Ccedits und da versteht sich's denn von selbst, daß dieser Credit sofort erheblich erschüttert werden muß, sobald Gerüchte der fraglichen Art umlaufen. Einige Firmen haben gegen die ihnen bekannt gewordenen Verbreiter solcher Lügen Klage erhoben und es wäre im Interesse jedes Einzelnen, wie der Ge sammtheit sehr zu wünschen, daß die betnsfenden schamlosen Individuen überführt und den darf. —__ Handel und Verkehr. Frankfurt, 4. April. (Fruchtbericht) Ueber den Saatenstand liegen uns folgende zuverlässige Berichte aus der Umgegend vor. Reps steht gut, Roggen hat in nassen Feldern Noth gelitten mb mußte wegen Schnecken auSgeackert verben, Wetze r zufrtedenstellenb, jeboch mit Ausnahme des BodenS, ber voriges Jahr mit Klee benutzt wesen ist; ber junge Klee ist befriedigend. Die Frühjahrsbestellung der Felder ist durch die ungünstige Witterung beeinträchtiat worden, bezw. erleidet sie Verspätung. Während sonst die im Frühherbst bestellten Felder stets ein gutes Resultat ergaben, ist diesmal das Gegenthetl der Fall. Statt dessen versprechen diejenigen Felder, welche später erst bestellt wurden, Gutes. Am hstsigen Markt hat die Besserung für Weizen wettere Fortschritte gemacht und ist zuletzt ab unserer Umgegend JL 2372—24 bezahlt worden, fremder je nach Qualität v*L 24—257z. Roggen fester gestimmt, da ab auswärts einige Frage bemerkbar rombe und die seitherige Flaue in Mehl endlich zum Stehen gekommen ist; französischer Roggen «X 1874, hiesiger 177<—7z. prima norddeutscher Jü 18 Cours. Gerste verlassen, man taxirt Course auf JL 19—23. Hafer erfreute sich reger Nachfrage, jedoch fehlte es an genügenden Offerten, auch Mittel-Qualitäten waren wenig angeboten, weßhalb der Umsatz beschränkt blieb. Wir begegnen hier der etgenthümlichen Erscheinung, daß nur an den Hauptftapelplätzen größere Haferläger vorhanden sind, denen gegenüber die Jnlandplätze, namentlich aber die Producenten, fast jeglicher Vorrätbe entbehren. Die Notiz bleibt Jt 1472—16y4. Russischer Hafer steigend. Hülsmfrüchte ruhig, kleine Linsen JL 18<2, weiße Bohnen zu JL 22 übrig. Reps und Rüböl geschäftslos. Am Mehlmaikt herrscht gute Tendenz, Preise zu Gunsten der Verkäufer. Futterstoffe fest, aber nicht lebhaft- Wir notiren: Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 38, Nr. 3 34, Nr- 4 je 30, Nr. 5 JL 24, Roggenmehl o/i (Berliner Marke) 25, do. II. (Berliner Marke) JL 21, Weizen, effect- htes. JL—, ab Bahnhof hier 24 50—25, ab unserer Umgegend JL 23.50—24, do- fremder je nach Qualität 23.50—25.50, Roggen je nach Qualität JL 17—18.25, Gerste JL 19 bis 23—, Hafer JL 14—16.50, Kohlsamen JL —, Erbsen Jt 19—23, Wicken JL 15 bis 17—, Linsen JL. 19—23, Rüböl, detail, JL 78. Stimmung animirt- Hauptsächlich gefragt war: 1. Qual. Wetzen; dringend offerier: — (Die Preise verstehen sich sämmt- lich per 200 Pfund Zollaewicht — 100 Kilo.t Irischbäcker in Gießen. Sonntag, den 7. April Georg SpteS in der Neustadt- Martin Lenz, Marktplatz. Friedrich Hennings, Seltersweg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag den 7. April. Morgens: Pfarrvicar Schöner. Nachmittags: Pfarrer Schlosser. Mittwoch den 10. April. Possionsgottesdienft in der Hospitalktrche. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 7. bis 13. April besorgt Pfarrer Dr. Seel- Zicßt"' md ließen wi Roggen hat m werden, Weizn mit Klee benutzt -Felder ist dura hing. Während ben, ist diesmal oelche später erst Weizen wettere bezahlt worden, ,a ab auswärts m M Stehe" ma norddeutscher Safer erfreute sich Mittel-Qualtta en begegnen hm der rN Haier - Dtt Producenten, ... U 22 Übrig. Steife zu Gunsten U« »ft*: ?S 5» -t' HauptsA y sich ^eechte auf die inN^^rafe ! ly.Mnung LiJjbren. llge Realschule jßcn Nummer- Ms stark ver' "« Andern die 11 Gerüchte die 'rmm und @f- J- Es braucht /-reiben ist: »offenen; es ist 1 Men Zustand wden bezeichnet. ) in den jetzigen denn von selbst, 'te der fraglichen enen Verbreiter n, wie der @e^ 1 überführt und rt fein werden, dwerk verleidet in Eschersheim einem Eschertz- erm den Kam noch im Hofe l Der Thäter n. der in seine sie 67 ebensolche itl tragen, sind der den badischen eisten. ein Duell. W ie erlauben wohl, Ohne Weiteres! z bestimmt und >statt zu schießen hatte nämlich if deren Träger ,k bch außer ? weaen Mott. 8 n 2075) Die Berichtigung der im Monat Februar d. I. gerichtlich erkannten Forst- und Feldstrafen muß in den ersten 25 Tagen dieses Monats und zwar, mit Ausschluß des 12., 13. und 14. an den gewöhnlichen Zahltagen Dienstag und Samstag Vormittags bet Großherzoglicher Districts - Ein- nehmerei Gießen I bei Meldung der Beitreibung erfolgen. Gießen, am 2. April 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Bekanntmachung. 2096) Das Register zur Erhebung der in unserer Geckeinde nach dem Steuerfuß ausgeschlagenen Communalbedürfnisse für das Jahr 1878 liegt zur Einsicht eines jeden Interessenten acht Tage lang auf dem Bureau des unter zeichneten ersten Vorstehers offen, was mit dem Bemerken bekannt gegeben wird, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Großherzoglichem Kreisamt dahier vorgebracht werden müssen und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung mehr finden können. Gießen, den 6. April 1878. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde. M. Hornberger. Für Kapitalisten. Holzverkauf. Dienstag den 9. d. Mts., 2079) Die Gemeinde Röthges bei Laubach sucht ein Kapital von 6 bis wird folgendes Holz aus den Gemeinde- Waldungen versteigert: 8000 Mark zum Kirchenbau im Laufe d. I. anzuleihen. Hierauf Reflec- tirend e wollen sich an hiesigen Kirckenvor- stand schriftlich oder mündlich anmelden. Röthges, den 30. März 1878. D ö p f e r, Bürgermeister. Versteigerungen. Holzversteigenmg. Mittwoch den 10. April l. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, sollen in den Waldungen der Gemeinde Kefselbach, Districte Kohlkaute, Neuge- Heeg und Schiffelbach: 3 Eichenstämme von 17 — 26 cm Durchmesser und bis zu 10 m Länge, 380 Nadelstämme von 12 — 35 cm Durchmesser und bis zu 15 m Länge, 205 Nadel-Derbstangen, 20 Rmtr. Buchen, Birken u. Aspen- Schetter, 166 „ Nadel-Scheiter, 8 „ Buchen- und Birken- Knüppel, 180 „ Nadel Knüppel, 368 „ Buchen-, Birken- und Nadel-Reisig, 180 „ Buchen- u. Nadel-Stöcke öffentlich versteigert werden. Der Anfang ist im District Kohl- kaute bei Stamm Nr. 1 und wird das Bauholz zuerst versteigert. Keffelbach, am 1. April 1878. Großh. Bürgermeisterei Kesselbach. 2017) Becker. «Hl —»»' M■ ■ Einige Centner Packheu zu verkaufen; bei wem sagt Die Exped. d. Bltts. I. Zu Dorlar bei Wirth Schneider Ww. Morgens 9 Uhr, aus dem Revier Himberg: 1 Fichtenstamm, 16 Rmtr. Bnchen-Derbholz, 17,5 „ Buchen-Stöcke, 709 „ Buchen- rc. Reifer und 90 „ Ginster, II. Zu Atzbach bei Wirth Weber Nachmittags 1 Uhr, aus District Hege, Kostenacker rc: a. Stammholz: 3 Stück Eichen I. El. — 9,01 Festmeter, 6 Stück Eichen II. El. = 10,42 Festmeter, 8 S'ück Eichen III. El. ----- 6,15 Festmeter, 21 Stück Kiefern III. und IV El. — 5,36 Festmeter. b. Brennholz meist Buchen: 120 Rmtr. Derbholz, 51 „ Stöcke, 1057 „ Reifer. Crofdorf, den 3. April 1878. Der Bürgermeister: 2069)_________Colnot.______________ Mobilien-Versteigerung. Wigzugshalber lasse ch künftigen Montag, den 8. April, Nuchna.iags 1 Uor, out erhaltene Möbel, Betten, Haus- und Küchengeräthe, sowie eine noch w-n g aebraucbte ächte Singer-Maschine gegen gleich boare Z hlunst im Hause des Herrr Ioh s. Becker neben Herrn G g. Uno erzogt im Garifeld. versteigern. Vormittags von 9 Uhr ab können die Gegenständ, besehen werden. (2035 Charlotte Schüssler. Arbeits - Versteigerung. Donnerstag den 11. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen nachstehende bei der Gemeinde Londorf vorkommende Arbeiten, nämlich: Maurerarbeit mit Materiallieferung, . . veranschlagt zu 27 Jl. Zimmerarbeit, „ „ . . „ „ 21 „ Schreinerarbeit, „ „ . . „ u 266 „ Schlosserarbeit, „ „ . . „ „ 35 „ Welßbinderarbeit, „ „ . . „ „ 46 „ Lieferung, Zerschlagen und Eindecken von Unterhaltungsmaterial auf die Gemeindewege,......veranschlagt zu 299 „ Handarbeiten hieran,....... „ „ 165 „ Fuhrlohn,........... „ „ 33 „ unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen im Rathhause zu Londorf an die Wenigstnebmenden versteigert werden. Londorf, am 1. April 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Londorf. 2052) Weber. Haarbalsam. ■ehr beliebt als bestes Mittel für die Erhaltung und für das AVachsthum der Haare. Fl ä 60 Pfg. u. M. 1,20. Haarfärbemittel die Flasche 2 JL. 39) C. F. Semmler in Giessen. | Gyps zum Düngen empfehlen I. D. Weinig $ Sohn, Hanau, Herrenmühle._______ 2086) Zur AuSfaat verschiedene Sorten Hafer, Gerste, Erbsen u. Wicken bet L. Mühlhausen. Versteigerung. 2082) Montag den 15. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen zu Nieder Ohmen, Haltestelle an der Oberhessischen Bahn, Linie Gießen-Fulda, wiedeiholt zur Veistetgerung kommen: 1) Hofraithe mit Mühlenberechtigung und 7200 Meter angrenzenden Wiesen und Mühleneinrichtung. 2) Basaltsteinbruch mit 19600 0 Meter mit den darauf liegenden einige Tausend Meter Rohsteinen (Äackabfälle) und 2 Arbeitshallen, Bahnanlage, Drehscheibe, Wafferhaus und 2 Bahnwärterhäuschen, 3) Locomobilen mit 2 Steinschlagmaschinen, 4) Acker und Wiesengelände, 5) Gartenkies, etwa 25 Meter. Alsbald nach Beendigung der Versteigerung wird unbedingt Zuschlag ertheilt. Grünberg, den 4. April 1878. Chr. Schäfer, Masset urator. Aeilgebotenes. Aal in Gel£e | in 2 Pfd -, 5-Pfd. Dosen und im Anbruch per Pfd. JL 1.60. Nordische Delicateß Häringe, ff. marinirte Brat Häringe, Fürsten Neunaugen Bückinge zum Braten, per Stück 7 H, geräucherten Nhein-LachS, Hamburger Nauchfleifch empfiehlt die Delicatessen-Handlung __________vo Carl Schwaab. 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PGger, Sonnenftraße B. 77. 2088) Ein kleines Logts an eine ruhige Familie zu vermiethen. ________W Ferber, Lmbenplatz. 2090) Ein Logis im II. Stock, gleich beziehbar, zu vermiethen bei G g- Ruckstub l Wwe Gartfeld. 1988) Das von Herrn Max Pilger bewohnte Logis ist zu vermietben und vom l. Juli zu beziehen.___________Lit B- 77- 2016) DaS seither von Hrn Rertram bewohnte alleinstehende HauS in|meinem Garten ist gleich oder auch später zu vermiethen. Wilh. Wenzel, Garten