***** 'gezeichnete Peei,A 'S bei Hen, Str. 232. Samstag, den 5. Oktober L878. ANkige- iti AmtsbKit für lei Kreis Gießen. I »•» **" “«"■» - WLWLUSSL SÄ Werrvchr. ^dten und te Ableben Großvaters (ebenen. hricht, baß und Groß- Ni, eWeden iß. iliebenev. (kannten innig ge- Amtlicher Theil. Gießen, den 1. October 1878. Betreffend: Den im October 1878 vorzunehmenden Wtesengang. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Artikel 7 der Wiesenpolizei -Ordaung ist im Monat October der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung der Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Sie deßhalb, dieselben hierzu baldigst aufzufordern und die über den Wiesengang auszunehmenden Protokolle bis längstens zum 1. k. M. anher vorzulegen. In diesen Protokollen haben die Wtesenvorstände, was Sie denselben noch besonders eröffnen wollen, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) ob die 'Anordnungen, welche Sie bei dem im März d. I. vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht; 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorstanden zur Beseitigung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel von Ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen werden; hierbei wird den Wiesenvorständen besonders empfohlen, ihr Augenmerk namentlich auch auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos rc., auf die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurss aus den Be- und Ent- Wässerungsgräben, auf die Verebenung der Maulwurfshügel und dergleichen und auf die Unterhaltung der Be- und Entwässerungsgräben zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren; 3) Verbefferungsvorschläge in Bezug auf größere Wiejenfluren, namentlich solche, zu deren Ausführung das Wwsenculturaesetz vom 7. October 1830 Anwendung findet. Zu Nr. 2 erläutern wir, daß Sie in der Regel, insofern kein besonderer Anstand vorliegt, jedem der betreffenden Wiesenbesitzer speciell eröffnen wollen, welche Mängel der Wiesenvorstand vorgefunden hat und daß diese Mängel binnen der vom Wiesenvorstand zu bestimmenden Frist so gewiß zu beseitigen wären, als sonst die nöthigen Herstellungen auf Kosten der Säumigen angeordnet würden. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist wollen Sie nach Anhörung des Wiesenvorstandes weitere Anträge stellen. Jedenfalls sind die von Ihnen getroffenen Anordnungen in den von Ihnen einzusendenden Proio- kollen einstweilen zu erwähnen. Das Protokoll über den Rundgang ist von allen Theilnehmern zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesenvorstandes verhindert, am Rundgange Theil zu nehmen, so ist dies am Schluffe des Protokoües zu bemerken. Sollte der Wtesenvorstand, der außer dem Gr. Bürgermeister oder Beigeordneten, mindestens noch aus zwei Ortseinwohnern, welche Wiesen besitzen, ooer solche zu benutzen ober zu verwalten haben, bestehen soll, nicht mehr vollständig sein, so wollen Sie den Gemeinderath wegen Ergänzung des Wiesenvorstandes vernehmen und uns die Anträge des Gememderathes in besonderer Verhandlung vorlegen. Wenn schließlich Exemplare der Wiesenpolizet-Ordnung fehlen, empfehlen wir Ihnen anzugeben, wie viel Exemplare derselben Sie bedürfen. ___Dr. Boekmann.____________________________________________ Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung des landwirthsch. Vereins von Oberhessen soll am Samstag den IS. Oktober l. I., des Vormittags 11 Uhr, zu Gießen im Gasthaus zum Einhorn stattfinden. Gegenstände der Verhandlungen werden sein: 1) Erstattung des statutenmäßigen Rechenschaftsberichtes. 2) Die zweckmäßigste Anwendung künstlicher Dungmittel. 3) Die Errichtung einer landwirthschaftlichen Creditbank. 4) Die Errichtung von Molkerei-Genossenschaften. 5) Die Verbesserung des Feldschutzes. 6) Die Einwirkung der Einführung indirecter Steuern auf die Landwirthschast. 7) Die Gründung von Arbeiter-Hülsskassen auf dem Lande. Nach § 33 der Statuten muß jedes Mitglied des Vereins, welches in der Versammlung einen Vortrag zu halten wünscht, diese Absicht vor Beginn derselben dem Präsidium zu erkennen geben; schriftliche Mittheilungen sind mindestens einige Tage vor der Versammlung bei demselben einzuretchen. Der Unterzeichnete ladet hiermit die Vereinsmitglieder, sowie alle Freunde der Landwirthschast zu dieser Versammlung hiermit ergebenst ein. Friedelhausen, am 1. Oktober 1878. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberheffen. __________________________________________Ad al bert Freiherr Nordeck zur Ra b e n a u. Aotilischer Ph-il. schwerem ist. \ Ur heute wollen wir nur einen Punkt herausgreisen: den Größenwahn. Wir I zählen gerade diese Krankheit unserer Zeit, weil gerade sie sehr weit verbreitet weil sie ihrer ganzen Natur nach so verderblich wirkt, wie kaum eine die den Schein über das Sein, den äußeren Glanz über den inneren Kern setzt, führt er dazu, den richtigen Maßstab für die Würdigung der Dinge vollständig zw verlieren und von einem Jrrthum in den andern zu verfallen. Der Größenwahn offenbart sich in allen Ständen und Berufsarteu. Ueberall will man über den Platz hinaus, auf den man gestellt ist, überall will man Erfolge erringen, überall steckt man sich hohe Ziele, ohne zu fragen, ob diese denn auch im Verhältnisse stehen zu den eigenen Kräften, nirgends sagt man sich, daß jede Arbeit ehrt, wenn sie nur mit Fleiß, Tüchtigkeit und Strebsamkeit ausgeführt wird; nirgends bedenkt man, daß zur richtigen Schätzung des Menschen weniger darauf ankommt, was er ist, als wie er's ist. Ueberall ist man mehr aus Glanz und Schimmer, als auf inneren Gehalt bedacht. Die Folgen machen sich denn auch vielfach geltend. Im Beamtenstande führen sie oftmals zu der nichtsnutzigen, gesinnungslosen Streberei, die vor dem hohen Chef katzbuckelt, den Untergebenen aber dafür tyrannisirt; die mehr an das baldige Einrücken in die nächsthohe Stelle, als an die vollständige Ausfüllung der jetzigen denkt; welche die Aufmerksamkeit des Vorgesetzten durch irgend eine glänzende Einzel-Leistung erregen will, aber die prunklose, nirgends in die Augen fallende, pünktliche Alltags-Arbeit verschmäht; welche schließlich, wenn ihre Hoffnungen sich nicht erfüllen, zum totalen Zerfallen mit sich selbst, zur Unzufriedenheit mit dem Berufe, zum Haß gegen alle Vorgesetzten führt. | Wenn wir diese Frage gewissenhaft und gründlich beantworten wollen, ! |o werden wir gar nicht anders können, als daß wir einen großen Theil der —I für unsere Zustände auf uns selbst nehmen. Die Zeiten sind eben | ^cht besser geworden, weil die Menschen nicht besser geworden sind. Das ist .< Aeich^' "re alte Wahrheit. Die Schuld außerhalb zu suchen, bet der Gesetzgebung, im M der Umgebung, bei diesem und jenem nutzt nichts; es nützt wett mehr und man k. (59*'" kommt der Wahrheit näher, wenn man bet sich selbst den Anfang macht. , Darüber, worin wir's heutzutage meist versehen, wäre viel zu sagen. rtmül-lR*' ///- ftut beute wollen wir nur psnon flhinff . htm (Tftrnfipnnmftn. flXtir -Größenwahn. „Laßt uns besser werden, gleich wird>s besser sein", heißt es in einem alten Liede. „Laßt uns besser werden, gleich wird's besser sein", möchten wir wiederholen als Antwort auf die vielen Klagen, welche in Bezug auf die schlechte Leit, auf die wirthschastliche Lage, auf unsere Gesetzgebung, ja schließlich auf Alles und Jedes laut werden. Es ist nicht in Abrede zu stellen, manches von lcm, was da bekrittelt wird, könnte besser werden, wett besser sein; wo aber liegt denn der Keim des Nebels? Liegt er in den Zuständen an sich oder ! nicht vielmehr in uns selbst, die wir diese Zustände durch unser eigenes I Kebahren herbeigeführt haben? ebenen. >eita.£c' hause L't - ! ij und ilifll?! ’ udere. itfl- W Der Größenwahn, wie wir ihn hier verstehen, ist nichts anders, als die e ßksl-^ ’ ueberschätzung der eigenen Kräfte, der eigenen Leistungen und demzufolge auch ( ggW"1 k”' ®-‘xw------- k-----' " ” - ~ - ■■ ****'*-•• Noch tiefer einschneidend sind die Folgen dieser Richtung im wtrthschaft- lichen Leben. Einige Beispiele mögen genügen; glücklicher Weise sind es ja , ■ - - ° u -1-, — ...... W|.-...D... -.....-o-i—o- —7,nur immer vereinzelte, besonders krasse Fälle, von denen wir zu reden haben, oer Berechtigungen, die daraus herzuletten sind. Gepaart mit Oberflächlichkeit,!und auch an Gegenstücken fehlt es nicht. Aber diese vereinzelten krassen Fälle Wirtschaft vor Wien, 2. October. Meldungen der „Polit. Correfp." Razusa. Sämmt- Er erhielt einige besondere Missionen In München wird I,- mit außerordentlichen Vollmachten ernannt wer« geben. Frankiur •infong der Doch' '!:btn sich jedoch j btn Berichten j litsigm Platze M P-tg. Einige Kc 6020) H eiilorsenden Kind l')8. 459. 460. XII./29.31 Ga nchPeppler angeblich v reu wirb diese ctumple bieri i’tt die Genehn ^richte Eikläru! vtz lediglich nad 'i genehmigt ut Gießen, bei Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Torrespandenz - Bnrea«. Aerste i.inmenben Din Vormiti men eine Pa 'M Achten-S! wohl auskommen. JL. , . , . „ „ nimmt ohne hinreichendes Betriebs-Capital kostspielige Veränderungen in der Lokal-Nottz. Gießen, 4. October. Der Schwurgerichtshof oerurtheilte gestern den G«q Gunderloch von Rendel, wegen Verbrechrns wider die Sittlichkeit, abzüglich der erltttcra Untersuchungshaft, in eine Gefängntßstrofe von 4 Monaten; A Ebenso wurde Karl Kromm von Schotten wegen Diebstahls, in eine ®efangi'r strafe von 5 Monaten condemnirt. Präsident v. Forckenbeck telegraphirte in oergm» den hiesigen Stadtverordneten - Vorsteher -Ltraß- Oberbürgermeister von Berlin annehme. Meldung der „Polit. Corresp." aus Konstanti- der Pforte das Scheitern seiner Pacifications- Es geht das Gerücht, Mishat Pascha solle zum Pesth, 3. October. Beim Empfang einer Deputation der am letzt« Sonntag gehaltenen Volksversammlung, welche die Resolution für Zurücksieh^l der Truppen aus Bosnien überreichte, erklärte Ministerpräsident v. Tisza: Qr betrachte die Resolution nicht als Kundgebung der hauptstädtischen Bürgerschaft, von welcher die Deputation kein Mandat erhalten habe. Die Sache selbst ® langend, wolle er für jetzt nur bemerken, daß von verfasiungswidrigem So:- gehen keine Rede sein könne. Uebrigens nahe sich nun der Zeitpunkt, u) Gelegenheit sei, am competentesten Orte über das Geschehene Rechenschaft eines Staats im Staate, sondern auch für die von ihr gegängelten Maffen ein geselliges und gesellschaftliches Leben, geschieden von dem der übrigen Gesellschaft. Allein ob diese Sonderbündelei gerade im Krtegervereinswesen gut angebracht ist, dürste doch selbst vor ihrem Parteistandpunkte ziemlich zweifelhaft aussehen. Bisher haben sich die Kriegervereine im Allgemeinen alle Politik vom Leibe gehalten. Sie beschäftigen sich weder mit Tagesfragen, noch leisten sie irgend einer Partei HeereSfolge. Nur der Gegensatz zur Socialdemokratie, den der von dieser betriebene Klassenkampf uns Allen auszwingt, ist auch in den Kriegervereinen lebendig und scheut sich nicht, in ihnen, je noch Gelegenheit, einen kräftigen Ausdruck anzunehmen. Wollen ultramontane Heißsporne und Nimmer satts den deutschen Kampfgenosienschaften daneben noch einen zweiten durchgreifenden Gegensatz aufdringen? Das müßte doch fast unvermeidlich die Folge sein, wenn sie ihrerseits damit begönnen in den von ihnen abhängigen oder zu beeinflussenden Vereinen. Sie haben da ein Schwert ergriffen und geschwungen, das allzu zweischneidig ist, um unerfahrenen oder leichtsinnigen Händen überlasten werben zu dürfen. Berlin. Betreffs der volkswirthschaftlichen Gruppen im Reichstage meldet die „Nat.-Ztg." neuerdings, daß nicht nur die freie volkswirthschaft Bermisckte». — Dr. A. Peter mann. Die „Weser Ztg." schreibt: Der Tod be8 Dr. A. mann ist, wie jetzt öffentlich wird, nicht durch Schlaganfall, sondern durch eigenen Entschluß h?rk geführt. Der berühmte Geograph hat durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. E' ' ■ sich nachweislich schon langer mit dem schrecklichen Gedanken getragen. Es scheint zur fi^en Ide< 5 * ihm geworden zu sein, daß er diesem, in seiner Familie mehrfach wtedergekehrten Verhängnisse $ entgehen könne. Vater, Bruder und zwei Vettern waren demselben Schicksal verfallen. werden. Wie weit die Begriffe darüber, was denn eigentlich den Anspruch auf Berlin, 3. October. Ehre begründet, zuweilen verwirrt sind, ist kaum zu glauben. Der Handwer- gener Nacht von Breslau an kergeselle, der gerade in seinem Handwerk keine Arbeit finden kann, dem aber mann# d^ß er die Wahl zum eine andere leicht zu verrichtende Handarbeit angeboten wird, weist diese ver- Wien, 3. October, ächtlich zurück und bettelt und strolcht lieber herum,* als daß er eine feinem „»pel. Mukhtar Pascha hat Berufe fremde Arbeit verrichtet; er ist ja fein Taglöhner 1 Eine Wittwe mit Mission auf Kreta angezeigt, unversorgten Töchtern aus den „höheren Ständen" nimmt eher in mehr ober (Aeneralgouverneur von Kreta weniger verschämter Weise das Mitleid Anderer in Anspruch, als daß die ^en, — Der Sultan eröffnete dem britischen Botschafter bei der letzten Audienz Töchter in Dienst gehen. Sie haben zwar sonst nichts gelernt, als sticken und |n schonendfter Weise, daß er das englische Reformproject für Asien nicht gt» ein wenig Clavier klimpern, sie hielten es früher ja überhaupt für unnütz, an „ehmigen könne; der Großvezir werde dagegen in kürzester Frist dem Botschafter Broderwerb zu denken; aber jetzt in Dienst gehen? Nein, das wäre ja eine (ga^dib) ein Elaborat über die betr. Reformen behufs Mittheilung nach Lon- Schaube. Lieber auf vornehme Weise — betteln. dou unterbreiten. — Dem Führer des Aufstanbes im Kozan-Dagh. Ach net Das sinb Beispiele, ohne Uebertreibung nach bem Leben gezeichnet. Wir Pascha, gelang es zu entkommen, nachbem er bereits seit mehreren Tigen uon wieberholeu: es sind bas einzelne Fälle und nicht überall ist es ganz so foeu Truppen Izzet Paschas eingeschloffen war. schlimm. Aber Anklänge daran sind vielfach vorhanden, das Herausstreben __ Die „Neue Fr. Pr." meldet: Das österreichische Ministerium habe sich über die eigenen Kräfte, die vollständige Verkennung deffen, was Ehre giebt, gefiern die kaiserl. Entscheidung über das am 3. Juli eingereichte Demissionsgesuch bas sinb Krankheiten unserer Zeit, allgemeiner verbreitet, als man aus erbeten, mit ber Motivirung, baß bas Cabinet das Bubget zur Vorlegung an ben ersten Blick meinen möchte. „Laßt uns bester werben, gleich wird'S ^cn Reichsrath vorzubereiten habe, jeboch ben Stanbpunkt Andrasty's bezüglich beffer sein." . der Deckung der für die Occupation Bosniens erforderlichen Eredite nicht to * } Ni pütften < Akptcmb s **, jMi«; \ i-* 'im«'1 Ä,a“ '.ffl fann —. tiotz seiner Intelligenz, trotz seines Fleißes nicht vorwärts kommt, und wenn er eines Tages sein Gut verlasten muß, dann klagt er gewiß die traurige Lage ber Landwirthschast an, für welche der Staat gar nichts thue. —- -- r v x m c . • t Da ist ein junaer Handwerksmeister. Er Hai sich eben eist etablirt und lich- nach der Einnahme von Kiobuk und der Besehunz von Koijinr- auf beschLfliat >wei Gesellen und zwei Lehrlinge. Wenn er mit arbeitete, könnte montenegrinisches G-bitt geflohenen Insurgenten wurden da,elbst entwaffnet und er bald vorwärts kommen. Aber in di- schmutzige Werkstatt sich zu stellen — internet. Alle Anführer der ch-malizrn herzezowmuchen I isurgenten, b:e nein, das hat er nicht nöthig ; sein College, der freilich 20 Gesellen beschäftigt, thellweise rm montenegrrmschn, «olde und He-r-sverband- stch-n kchrter> vor. tbut eb i- auch nich?, also braucht et'ü gewiß ebenso wenig. Er „leitet" also gestern auf h-rz-gowtnrsch-s Geb.et zurück^ Der Fürst von Montenegro b-sahl das Geschäft, d. h. er schreibt die Rechnungen aus und geht dann „auf Kund- Allen, sich am 6. d. nut ihren in «n Bataillon fotmictM Schaaren in Lilek schäft", nämlich in's Wirthshaus. Und dabei raisonnirt er auf di- Gesellen,-inzustnd-n, wo der schwi-g-roat-r des Fürsten diese ben ven ka.s-rnch-n d7e alle Jahre schlechter werden, und auf di- L-Hrling-, die gar nichts mehr Militär-Antoritat-n formell übergeben soll. — Zvornik, 1. d.: D,e Einwohner taugen: wie ist es doch damals b-ff-r gewesen, als er lernte! Daß freilich Srebrenicas verweigert-n dem Jnsuigeni-n.CH-f Mufiija den Durchzug durch damals der Meister deu ganzen Tag in der Werstait stand, seinen Leuten mit die Stadt. Eine Deputation der Einwoh ierschaft von Srebrenica erschien am tmem guten Beispiel voranging und selbst jedes Stück Arbeit prüfte, das aus 29. septbr. in Zwornik. Dieselbe zeigte dem Truppen Divisionär die Unter- der Werkstatt aina — das bat er veraeflen. werfuna an und bat um Schutz und die Besetzung ver Staat. Und wie sieht's mit der Wahl des Berufs für die Kinder aus! Die Wien, 2. October. Das „Telezr.-Coiresp. Bureau" meldet aas Roa, Knaben müffen studiren oder doch mindestens Kaufmann werden, die Mädchen, vom Heutigen: Der Nuntius Jacobini, welcher Rom v-rli-ß, begab Lch ntcht wenn sie überhaupt zur Arbeit angehalten werden, Lehrerinnenwerden. Anders direct aus seinen Posten nach Wien. geht's nicht, man ist's ja den Kindern schuldig. Ob di- Kinder auch wirklich und wird über Genf und München nach Wien reisen, dl- Käbiakeiten haben so daß sie sich später im Kampf- um das Dasein auf cobini eine Ult-rr-dung mit Masella haben und demselben Iastruction-n °es jenen Stellen behaupten können, ob sie an anderm Platze nicht viel bester auf- Cardinal-StaatSsecretärs Nina in Betreff der Lerhandlungen mit D-utschlau gehoben wären, das steht erst in zweiter Linie. Daß es verdorbene und unter- überbringen. Die J istructionen, welche Jacobtni fuc die Verhandlungen mit gegangene Studirte und Kaufleute mehr giebt, als tüchtige Handwerker, daß Rutzlanb wegen der Kirche in Polen erhielt sind le,ne endgültigen. Der En «in Mädchen als tüchtige Schneiderin mehr gesucht und bester bezahlt wird, folg dieser Verhandlungen wird von der Aufnahme abhäng-n welche sei»-Von als mittelmäßige Lehrerin - das kommt nicht m Betracht. Der Handwerker, schläg- zur Gewinnung eines Ausgangspunktes ur d'eselben finden werden, den sein Gewerbe recht gut nährt, läßt seinen Sohn b-leibe nicht sein Hand- Die gedachten Vorschläge zi-l-n darauf hin, baldaiöglichst für Die zahlreichen werk lernen, dieser soll „mehr" werden als er, und so muß er d-nn trotz vacanten bischöflichen Stuhle und Seelsorg-posten Vorsorge zu treffen. - Mm,, mittelmäßiger Begabung studiren. Der Andrang zu den sog. höheren Berufs- st-rprasitent Cawoli wurde m,t der interim,st.schen Leitung des Handels- und arten brinat es wiederum mit sich, daß diese verhältnißmäßig schlecht bezahlt Ackerbau-Mwistertums betraut. Derselbe wird heute hierher zuruckkehren. werden, und er verschuldet es, daß dem Gewerbe zahlreiche Kräfte verloren gehen, während demselben von Jahr zu Jahr niedrigere Schichten zugeführt deuten doch die Richtung an, in der wir st-uem, und in milderer Form tritt (schutzzöllnerische) Vereinigung von allen Jnt-rp-llation-n, sp-ciell von Anträgen ras U-bel vielfach aus # über ven östeireichstchen Handelsvertrag und den autonomen Zolltarif wahrend Da ist ein Landwirth, der über ein Capital von 30,000 Mk. verfügt; der g-g-nwäctigen Session abzusteh-n-nischloffen fei, fondern auch di- fc-,HLad nut einer kleinen Besitzung, bei Fleiß und bescheidenen Ansrüchen, könnte er l-rische Grupp: pch zur Zeit nU Dcgani,at>ons- oder Uzitatioasfcagen ntch: Aber er kaust sich eine Besitzung im Werth- von 200,000 Mk., beschäftigen . sondern vor Alleut den Ausfall der refp. &iqude abwart-n wolle, üch-nd-s Betriebs-Capital kostspielige Veränderungen in der Berlin, 2. October. Der Berliner „Actionar beginnt die Mittheiluag Xbinpiman uui. lebt wohl auch, als ob sein Gut schon völlig bezahlt wäre, der vier Fragebogen, betr. die Retchs Enquele der Eisen-Jndustrie, und meldet. Ec fiBMtef in Schulden, die Erndte muß er, um die dringendsten Verbindlich- daß am Montag die Verhandlungen der Regwrnng mit der Dicection der leiten decken zu können, ohne Benutzung der Conjuncturen voraus verkaufen, Köln-Mindener-Eisenbahn wegen Abtretung der Strecken Koln-Gießen und Ober- dte hohen Wechselzinsen zehren ihn auf — und doch wundert er sich, daß er hausen-Arnhcim begonnen haben. Kesterreich. 'bolzet 'Ul Gießer Montag de - von Vom JJ® Gießene tjäl ®Ut bk u„ll[; °"lbkt «118 Sm ' b'Db ßch » '?d--e Miss,,« Glichen wirb )chructionen tti mit DeutsW "hrndluWii mü lttgm. Der welche seines " ßnden werhn ür die znhlreihei treffen. - M des Handels- ua zurückkehren. Verhältnisse dürften auch nicht ohne Einfluß auf die (Jemüthsstimmung geblieben sein. Schon leit Anfang September stand bei Petcrmann der Entschluß, sich das Leben zu nehmen, fest. — Der Vesuv. In den neapolitanischen Blättern vom 24. September finden wir -ähere Details über den telegraphisch signalisirten Ausbruch des Vesuv. Die Laven haben ihren Wea nach auswärts, wie dies vorauszusehen gewesen war, durch die „das Fenster" benannte Svalte des Kraters von 1872 genommen und stießen gegen das „atrio del cavallo4 ab. Der hi bem Innern des Berges lodernde Feuerbrand i't nicht von allen Punkten Neapels aus sichtbar weil ihn theilweise das Vorgebirge, auf welchem das Observatorium erbaut ist, verbirgt, indem es die Einsicht in jene Spalte verdeckt. Wahrhaft imposant ist das Schauspiel vom Observatorium aus betrachtet, woselbst sich der Professor Palmieri gewissermaßen verschanzt, indem er für alle Fälle einen soliden Damm aufführen läßt. Der neue Eruptionskegel ist ganz unten an der Basis geöffnet und man besorgt, daß et von einem Augenblick zum andern ein; buchen und anstatt feiner irgend ein anderer Schlund sich offnen werde. Inzwischen wird es links von diesem Kegel in einer bereits vorhandenen Oeffnung schon einigermaßen lebendig und ,a ist offenbar ein neuer Kegel in der Bildung begriffen. Von der Intensität der diesmaligen Eruption kann man sich darnach eine Vorstellung machen, daß die ausgebrochenen Laven binnen jwei Tagen den Krater von 1872 ausgefüllt haben, in den man natürlich nicht mehr hinab- steigen kann __________________________________ Literarisches. DaS Wochenblatt. Eine Chronik für's Haus. Preis pro Quartal 2 Mark. Berlin, iw Grote'schen Verlage. . a m . Es ist nickt zu leugnen, bc.fc in zahlreichen Familien das Bedürfniß nach einer Wochenschrift exiftirt, die unabhängig von der Illustrations-Neigung des Tages, alle Kräfte nur dem geistigen Inhalt zuwendet und deren Preis dabet ein mäßiger ist. Eigentbümlich ist es ferner, daß alle Familienblatter an den verschiedensten Nwlaasorten, nur nicht in der Reichshauptstadt erscheinen, während Letztere ihnen einen großen Theil des Lesestoffes und zahlreiche Mitarbeiter liefert. Der Gedanke, dort ein solches zu gründen, ist daher ein sehr berechtigter, und indem die Grote'sche Verlagsbuchhandlung, bekannt durch ihre Bestrebungen für die „Handbibliothek" in „guten und billigen Ausgaben", denselben auf nimmt, liegt darin eine Gewahr für eine solide und tüchtige Haltung des neuen Blattes. Der Inhalt der No. 1 spricht rückstchtlich des Unterholtungs-, wie des Belehrungsstoffes derart an, daß wir unseren Lesern „das Wochenblatt" nur aufs Angelegentlichste empfehlen können. Schiffeberlelit. Mttoetheilt vor- dem Agenten deS Norddeutschen Llord $ outham^ton^, *1 "October. Das Postdampfschiff Neckar. Capt. W- Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 21. September von Newyork ab- aegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 7 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Neckar überbringt 164 Passagiere unb volle Labung. ______ größere Regsamkeit nicht zu constatiren, da bas bisponible Material wenig umfangreich war unb Verkäufer nur zu höheren Coursen sich zu Abgaben verstehen wollten; guter hi siger Weizen frei hier X 19 Aeilgeöoteues. 5967) Täglich frische Bierhefe bei Fr. Führer Ww. 5753) Wollene Umhänge- u. Kopftücher, Moire, Lüster- u. Zanella-Schürzen billigst bei A. Fangmann. Pferdeteppiche in großer Auswahl, per Stück JL 3,50, 5762) bet JK. Grünebaum. Hemden nach Maaß unter Garantie des guten Passens liefert Bettwerk billigst r-i £pui6 Ilothenberger Aechte Frankf. Bratwürstchen 5853) bei Herrn. Euler* Ocffcntlichc Anfforderimg. 6020) Heinrich Peppler von Hausen hat mit Zustimmung seiner anwesenden Kinder die Parzellen U/280. 281. 282. 355. HI/78. 3738. 458. 459. 460. 111/239. 240. 96. 97a. 98. 1V./14. 14a Hausener und 1/316, XII./29. 31 Garbcnteicher Gemarkung veräußert. Zu den Kindern des Heinrich Peppler gehört auch die unbekannt, wo abwesende Tochter Henriette, sitzt angeblich verbeiratbet an Michel Stumple und auf Antrag der Int^es- sinten wird diese Henriette Peppler angeblich Ehefrau des Mtchel StUMple hiermit aufgefordert sogewiß binnen drei Monaten von heute an über die Genehmigung des Verkaufs dieser Parcellen bei dem unterfertigten Gerichte Erklärung abzugeben, als sonst für sie ein Curator absentis bestellt uub lediglich nach dessen Anträgen verfügt und der Verkauf der Parcellen gerichtlich genehmigt und bestätigt werden wird. Gießen, den 28 September 1878. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. 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October, Vormittags 10 Uhr, werden eine Parthie Flosholz, sowie starkes Fichten-Stangenholz an dem thurm dahier öffentlich versteigert. (6023 Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 7. Octbr. 1878, von Vormittags 9 Uhr an, joll im Gießener Stadtwalde, in dem Diftrtct Fuchsbau nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. Schetth. Prügl lh. Stockh. Reish. Raumnieter Wellen. Nadel 148 337,2 104 6470 H. Bau-, Werk- und Nutzholz. 900 Kiefern-Stämme mit 213,54 Fest- meter, 49 Kiefern - Stangen mit 4,53 Festmeter, Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chauffee an der 5. Schneise. Gießen, am 1. Octbr. 1878. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. -5965) A. Bramm. 6016) Eme Ziepe zu verkaufen; wo? sagt die Exped. b. Bl.________________ Zwetschen, vorzügliche Qualität, in großer Menge und billig zu haben in der Pfarrhofcaithe zu Rödgen. _________________________(6026 6039) Steinkohlenkasten (gewöhnliche und lackirte), Kohlenlöffel, Stocheisen empfiehlt Willi. 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