M«. HL» Freitag, den 5. Juli 1878 IT 5° Ffg> Erscheint täglich mit Ausnahme deS MontagS. Vormittags 9 Uhr, Vormittags 7 Uhr, !• Dienstag den 16. Juli, in dem Rathhanse zu «ich, Mittwoch den 17. Juli, im alten Rathhause zu Gießen, N'g- tpeüm' Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Betreffend: Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1878. Das Ober-Ersatz-Geschäft für 1878 wird im Kreise Gießen Re-chetisn»-m»echt»r Gartenstraße B. 165. GxpeöitionSbirreairr «chulstraße B. 18. Aeutschkand. 3. 3ult. Die Schließung des 22. Landtages fand heute Vormittag 11 Uhr im Thronsaal des Großh. Residenzschloffes statt. Seine König!. Hoheit der Großherzog richteten nachstehende Thronrede an die ver- sammelten Stände: Meine Herren Stände k Ich habe es Mir nicht versagen wollen, die erste Gelegenheit wahrzuneh- men, die sich Mir nach Meinem Regierungsantritt dorbietet, um Ihnen persönlich Meine Anerkennung und Meinen Dank für die arbeitsvolle Hingebung auszusprechen, mit der Sie auch während des heute zu Ende gehenden Landtages Ihre ständischen Pflichten erfüllt hoben. Durch Ihr Zusammenwirkkn mit Meiner Regierung ist es möglich geworden, die Gesetzgebung und die Einrichtungen des Landes, insbesondere auch in Bezug auf den öffentlichen Unterricht, in zweckmäßiger Weise zu ergänzen und zu verbessern. Ich gebe Mich der Hoffnung hin, daß dies in noch weiterem Uwsang zu erreichen sein wird, wenn erst die durch den Krieg im Osten Europas hervorgerufene Beunruhigung durch einen allseitig anerkannten Frieden beseitigt sein wird und Handel und Gewerbe, von dem nun schon so lange darauf lastenden Drucke befreit, einer neuen Blüthe entgegengehen werden. Im festen Anschluß an das Deutsche Reich und dessen ehrwürdiges Haupt, das kaum erst einer schweren Gefahr entgangen ist, im Vertrauen aus die Leitung des Reichs, durch gewissenhafte und eifrige Theilnahme der Staatsbürger an der Pflege des öffentlichen Wohls, wie sie die Gesetzgebung erwartet, und durch treue Erfüllung der Pflichten, durch welche jene Rechte bedingt sind, wird es auch uns gelingen, an unserem Theile dazu beizutragen, daß die so vielfach betrübenden Erscheinungen der Gegenwart überwunden und erfreulichere Zu stände zurückgeführt werden. Ihre Theilnahme, meine Herren Stände, bei den schmerzlichen Todesfällen, welche im verflossenen Jahre Mein Haus hetmgesucht haben, hat Meinem Herzen wohlgethan. Ich vertraue, daß die Liebe Meines Volkes, die das schöne von Meinen Vätern übernommene Erbtheil ist, Mein eifriges Streben begleiten wird, für das Wohl Meines Volkes nach bester Ueberzc 3zu sorgen. Meines landessürstlichen Wohlwollens wollen Sie stch versichert halten. Aus dem Großherzogthum Hessen, 2. Juli. Das neueste Regierungsblatt enthält das Gesetz über die Besteuerung der Wanderlager, das mit dem 1. Juli d. I. in Kraft tritt. Personen, welche außer dem Meß- und Marktverkehr ausserhalb ihres Wohnsitzes vorübergehend Verkaufslocale zum Absatz von Maaren halten oder solche versteigern, müssen für jeden Ort des Betriebes und für jedes einzelne Verkaufslocal per Woche in den Städten Darmstadt und Mainz 40 Mk., in Offenbach, Gießen, Worms und Bingen 30 Mk., in ollen übrigen Orten 10 Mk. Gewerbesteuer entrichten, wovon ein Drittel in die Gemeindekasse des Betriebsorts fließt. Bet Trödlerwaaren kommt die Hälfte der Steuer in Ansatz; die Kretsämter ertheilen die Patente für den Betrieb der Wanderlager und erheben die Gewerbsteuer und Ausfertt- gungsgebühr mittelst Stempels. Defraudationen werden mit dem doppelten Ansätze der Steuer bestraft. Berlin. Schulze-Delitzsch feiert am 29. August seinen 70. Geburtstag. Vermuthlich, damit er nicht gehindert sei, denselben in Zurückgezogenheit zu feiern, wird der allgemeine Veretnstag der deutschen Genossenschaften dieSmal etwas früher als sonst statlfinden. Wie man hört, sind die Tage vom 22. bis 25. August in Aussicht genommen. Eisenach ist der Versammlungsort. Berlin, 1. Juli. Strousberg's Concurs schwebt jetzt vor dem Stadtgerichte. Er hat seinen Gläubigern einen Vergleich angeboten, wonach er ihnen binnen 3 Jahren 3 pCt. ihrer Forderungen ouszuzahlen sich anheischig macht. Da seine Schulden sich auf 70 Mill. Mk. belaufen, so würde er immerhin über 2 Mill, auszuzahlen haben. Berlin, 1. Juli. Das Panzerschiff „König Wilhelm" hat, nachdem der Steven des Schiffes für die deutsche und englische Admiralität photogra- phirt worden ist, das Dock in Portsmouth verlassen; der „falsche" Bug soll eine der besten Arbeiten sein, die je dort ausgeführt worden sind. Die eng- lischen Behörden haben ihre volle Befriedigung über das Werk ausgesprochen und Capitän z. S. Kühn, der Befehlshaber des Schiffes, ist von der Vortreff- lichkeit und Haltbarkeit des Stevens so überzeugt, daß er zu empfehlen beabsichtigen soll, so lange das Schiff in Dienst gestellt ist, keine Veränderung an dem Buge vornehmen zu lassen. Berlin, 2. Juli. Die türkischen Delegirten waren in der gestrigen Congreßsitzung ohne Instruction bezüglich der bosnischen Occupationsfrage und oooooa ad Repariren v. rird schnell aus- (3862 Stuhlniachor» Nr.J5L— Unfl r 8 «tr fin Meßmer "Anzeiger Ami-t- Bsii Amtsblatt für ök« Kreis Gieße«. Der Eivilvorsitzende der Ersatzcommission des Kreises Gießen. _________________________Dr. Hoffmann, Reg.-Rath. /11?T m . . , 4 _ 19 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 28. Juni, enthält: toTt' !e reM die Uebernahme bisher aus Landesfonds gezahlter Pensionen auf das Reich. Vom 17. Juni 1878. ,»» »ÄSÄ Ä SmT£ 2s! Ä“ ... bl. (9^. 1252.) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesrath. Vom 26. Juni 1878. iocq-i m k M Reichs-Gesetzblatts, auSgegeben den 28. Juni, enthält: (Vir 1253.) Verordnung, betreffend die vorübergehende Einführung der Paß-Pflichtigkeit für Berlin. Vom 26. Juni 1878. ®legen, den 2. Julr 1878. Großherzogliches Kreisamt Gießen. . Dr. Bookman n. chen Gastgeber n ny(Müblgasse) v i unfern besten g Q ir Sängern, g 20000000000 fen uuf den Namm löiederbringn eine > Steuernagel, nus sGteßen). iittag wurde eine mspttze mit Etuis nber wirb gebeten, ng bet ber Exped. Ankauf wird ge- OOOOOD n „Frohsinn“ X iim sagthia- v ssen Md V tiergebernjfür Q nahmt, mich- Q sv. ^Donnerstag dest 18. 3u», im Gasthaus zum Rappe» zu Grü»b-rg. ».« XSääää; k" »***. .. a. bie von den Truppentheilen zur Disposition der Ersatz-Behörden entlaffenen Soldaten: b. Die von den Truppentheilen abgewiesenen einjährig Freiwilligen; c. die zur Ersatz-Reserve I. Klaffe in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen: L'SLKchL 8 $a»k ®-5 “«ÄS *"iW "nb *’■ •” ”*>**«”~!.»« gen rech,Afg1Ür°S^lle"Ad" haben bei dem Ober-Ersatzgeschäfte selbst anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die MMärpflichti. Gießen, am 3. Juli 1878. jjgjf braves heu iiT ew, 2 Kammern, ? vermietben. 18 Älwmeru venniethen °ar. Nahe, d. Bltts. ! iiozig m durch ju vermikthen. rohnhäuser. Ise ist per 1. Oc- » Leeli. zeigen. raeselle findet Bell Andernach, Schuhmacher. Karatheodory Pascha hat heute noch an der Sitzung der Grenzregulirungs- Lokal-Notiz. Commission theilgeuommen. Berlin, 4. Juli. Se. Maj. der Kaiser hat die Nacht hmdurch mit «elegraphische Aepeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz- Bureau. Berlin, 3. Juli. Bulletin von 10 Uhr Vorm. In dem Befinden Sr. Maj. ist keine Veränderung eingetreten. (Unterz.) v. Lauer, v. Langenbeck. Wilms. Wien, 3. Juli. Meldungen der „Polit. Corresp.": Konstantinopel, 2. d. Dle Pforte soll ihre Congreßdelegirten angewiesen haben, der Occupatton Bosniens bedingungsweise zuzustimmen; da die Pforte Dauer, Truppenz^hl und Gebiet der Occupatton vertragsmäßig abgegrenzt wünscht, dürften ihre Bedingungen schwerlich berücksichtigt werden. — Athen. Zum Nachfolger des bisheriaen Krieqsmintsters Petmezas ist General Soutzos ernannt worden. Rom, 3. Juli. „Dtritto" weist mit Bezug aus die Gerüchte in Betreff des Italien gemachten Gebotes, in Albanien eine Compensation oder ein Pfand zu suchen, welche Gerüchte man zu beglaubigen versuchte, jede derartige Idee als den Principien und Jntereffen der nationale^ Politik des Landes widersprechend, zurück. Wien, 3. Juli. Die Blätter besprechen die Correspondenz des deutschen Kaisers und Kronprinzen mit dem Papste. Die „Neue Fr. Pr." betont, die Befürchtung, Fürst Bismarck könnte mit Rom Frieden schließen und die Ultramontanen als Verbündete gegen den Liberalismus annehmen, wird durch das Schreiben des Kronprinzen vollständig zerstreut. schritt^E'melt Euch um unser Banner!- Es ist das Eurige; es ist das des echten und wahren Fortschritts! Aus Bayern. Folgendes Programm dürste auf Wähler, welche weder Reaction, noch Revolution wünschen, einen mächtigen Zauber ausüben: „Keine neuen Steuern ohne Aufhebung drückender Lasten, kein Tabaks-Monopol, keine Suspension verfaffungsmäßig garantirter Freiheiten, ein klares Programm der Reichs-Regierung in der Finanz- und wirthschaftlichen Frage, keine Zustimmung zu jenen Vorlagen der Reichs-Regierung, die das Preß-, das Vereins- ur.b Versammlungsrecht des deutschen Volkes beschränken wollen. Weder mit Eisen und Blut, noch mit Eisen und Blei heilt man die Gebrechen der Zett, sondern mit treuer Hingebung im Dienste von Recht, Ordnung und Sitte, Ordnung und Freiheit." ailt es den Kamps aufzunehmen. Mit scharfen Waffen muß er geführt werden, doch nur dann winkt ihm glücklicher Sieg, wenn dies nach althergebrachtem Rechte geschieht: Ausnahmegesetze verlängern und verschlimmern ihn, ohne seinen Ausgang von vornherein günstiger zu gestalten. Gleiches Recht und gleiches Gesetz für Alle. Das ist der Wahrspruch, den wir mit weithinleuchtender Schrift auf unser Banner schreiben. Klar und unverrückbar halten wir das Ziel im Auge und streben ihm muthig zu trotz aller Schwierigkeiten, welche uns drohend den Weg versperren; denn nur der Weg der Freiheit sührt diesem Ziele zu; die Freiheit soll aber Allen verkümmert werden. Rückschritt und Knechtung suchen wieder die Herrschaft zu erlangen und das Menschengeschlecht in die dunkle Finsterniß längstvergangener Jahrhunderte zurückzuschleudern. Der Entscheidungskampf, ob Fortschritt — ob Rückschritt, steht vor der Thüre; die Wahlschlacht beginnt demnächst: In ihr darf Niemand fehlen, dem das Wohl seines Volkes am Herzen liegt. Dicht sich aneinanderreihen und fest zusammenhalten muffen die Schaaren, welche die Freiheit um ihrer selbst willen hochhalten; denn groß, sehr groß ist die Zahl der Gegner, welche theils geradewegs gegen jeden Fortschritt ankämpfen, theils ihn nur als Deckmantel ihren selbstsüchtigen Zwecken umhängen. Mit Schlauheit und List kämpfen sie gegen jeden anders Denkenden und deshalb kann diesen der Sieg nur banj werden, wenn sie mit scharfem Auge und kaltem Blute jede schwache des Feindes auszuspähen und auszunutzen verstehen; aber auch dann nur, wenn sie vollzählig, Mann für Mann, Jeder für sich und Jeder für Alle entstehen. Und deshalb rufen wir allen Anhängern und Verehrern des wahren Fort- .......... Id» I«. werden m der Mutigen Sitzung we kleines Slück Befiarabiend Nischen Schärs-n benommen würden. — Das „Tazblatt erachtet, das L-chrei- ist gegründete Ausstcht vorhanden, daß Rumänien ein. “ l" . ^e Arj^- ben des Kronprinzen bekunde trotz der Erklärung vec Unbeugsamkeit, das Frie- nördlich von der Kllra-Mundung verbleibt, ferner wurde R an letztere vensbedürfniß der Staatsgewalt. Gelänge es, die formale Anerkennung der kosten-Entschädigung di- D°brud cha und -in-n^kleinen Th^l d S ' irten Staatsges tze Seitens des katholischen Clerus zu erlangen, so dürfte das Nach. 7Len fich üVÄ^chnekkom Congreß gemachten Zugeständnifie befriedigt, laflen der sonstigen Straffheit in der Handhabung der betr. Gesetze sich bemerk- - Montenegro wird Antivari erhalten, welches n-uttal ^erklatt wer en, ar 3 3uIL „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel vom aber für englische Knegssch ffe rugangl-ch se>>ns ■ Jntmffe 2. t. : Die den Congreßdelegirten der Psorte gegebenen Instructionen sollen Vertreter im Kongreß verlesene Declaration mach haup iach ch J n Occupatio» Bosniens und der Herzegowina unter der Bedingung zulasten, des Friedens die Opportunität emes engeren AnSchluffes Kretas und der Pro d.e^cc effect(üen Besetzung durch die Truppen und d,° Grenze des vinzen griechischer Nationalität Griechen fl ■ @ = bereite zu besetzenden, Gebietes genau f-gesetzt werden. In diplomatischen Kreisen glaubt man vielfach, daß J ,,, Berlin. 3. Juli. Der Conareß dürfte in 4 bis höchstens 6 Sitzungen Ende der Woche die materielle^Disciisston der vorliegen en $ $ifiruna ber feine Arbeiten beenbigen. In der morgigen Sitzung werden, wie verlautet, haben werde und daß l" nächster Woche nur noch die formelle Legaksirung leme^ "^'""l,chtschen noch mehrere Grenzregulirungs-Fragen, die heute im Arbeiten der Redactions-Commisston durch ds P „ions-Arbeiten »ui Detail in Special-Commissionen erledigt wurden, zur Berathung und zum Ab- folgen haben werde. Alsdann werden noch. die : Außerdem stehen noch die Donausraze, die Meer-ngenfrage, R-gulirung der D°t-ilfrag-n vrtdauerr -- Dlt morgen stattfindend- Sitzung Mutz d-r asia.isch-n Türkei aus. Den Schluß bildet d.e wird voraussichtlich der griechischen Frag- gewidmet sein. - SBoilwung des von d-r Redactions-Commission f-stzustell-nd-n Hauptoertragcs, Frankfurt. Das „Frkftr. Journal hat in ber Person des Herrn! r artikelweise zur Vorlage gelangt. Das heute hier coursirende Gerücht, baß Dr. Waldeck einen neuen Redakteur erhalten. In der ersten von ihm gezeich- türfifcfceH Delegirten den Kongreß verlasten wollten, erscheint unbegründet; neten Nummer bringt derselbe folgenden Aufruf an seine Leser: I -ö - ■ - - - — - ■— ---------,‘™-s- Wild stürmen die Fluten der Zeit an gegen Alles, was gut ist, edel und erhaben. Einen schweren Kampf hat der Steuermann zu bestehen derdurch ihr- Gewalten hindurch das sestgefetzt- Zi-l zu erreichen sstrebt. Klast l£ Unterbrechungen recht gut geschlafen. Auge und fest seine Hand; doch Das genügt nicht. Eine Sturzwelle ibn über Bord und treibt ihn fernen Gestaden zu. Ein Anderer tritt an seine Stelle. Ob er glücklicher sein mag? Niemand w-iß das zu sagen.denn gar finster und unheilvoll ist die Zukunft verborgen hinter den dunkeln Wolken d-s Ui,_____ y o ta,CT\un?pIä mp rhpr um auf lilvoll ist die Zukunft verborgen hinter den dunkeln polten vesl Mnlieb San^rses^d.s Lahn- ÄÄ? ISÄ*2. ”!?'»$ Ö s L ;»««* <- i“ S Sä JÄi*.«.1." die Selbllveraötteruna. ganzen Festes bet. Es drängt uns daher vor Allem, diesen zu einem großen Gesamatt- '®eaen biete und ihre bösen Folgen, beren krankhafte und verkommene Comite vereinigten Männern für diese Leistungenund die ^opfernd^ Auswüchse sich immer schneller und^ immer stärker an bte tltiöe.tetbr^^UCön nahm^sich ^der^7stp?!>tz' aus, welchem man durch eine wohl aus- - “ ‘ c L--- STQ.ffon nn.fi pr ^fnhrf werden.! ^Ehrenpforte gelangte. Insbesondere war die Sängerbühne, zu welcher Herr Architekt Ferd. B roel einen sehr zweckmäßigen, allen Anforderungen, auch denen der Akustik entsprechenden Plan entworfen hat, unter der Leitung des Vorsitzenden der Bau- und Decorattons-Commission, des bei ähnlichen Bauten stets bewahrten verordneten Julius Hoch in trefsticher Weise ausgeführt, und gefiel dieselbe allgemein. Besondere Erwähnung verdient auch die geschmackvolle und "ichliche.?eleuchtung. wozu Herr Ea^abrikant und Beigeordneter Aug. Heß, daS Gas "ebft Lüster" für die Nlinre Dauer des Festes unentgeltlich zu stellen so gütig war, welches dankbar anerkannt wird. Auch die zu beiden Seiten des Festplatzes errtchtcten Wirthschaftsraume, 10 an der Zahl, waren unter Aufsicht der Bau-Commifston gleichmäßig in einer solchen Weise hergestellt, und im Inneren so ausgestattet, daß ste durchweg einen o"aenehmen Anblick gewährten. Uederhaupt machte der ganze Feft^atz e»nen sehr freundlichen Eindruck- Auch eine Conditorci, eme Wasserbude und eme Garderobe waren nicht vergessen. Die Festwirthe waren reichlich mit guten Speisen und Getränken manchfacher Art: zu mäßigen Preisen versehen. Begünstigt durch eine nicht zu heiße Witterung verlief nun das Fest in schönster Ordnung und in ungetrübter Weise, so daß man es mit vollem Recht als ein wohlgelungcnes bezeichnen kann. — Unter ben Klangen unserer ^^öen Regimentsmusik wurde am Vorabend des Festes, gegen 5 Uhr der auswärtigen Gesangvereine am Bahnhofe empfangen unv auf den Marktplatz zum alten Rathhaussaale geleitet, wo den Sängern die ^uartierbillete zugetheilt wurden. Einige Standen später fand auf dem Festplatze die erste Generalprobe statt^und^ hierauf einConcert, von der hiesigenRegimentsmustk ausgeführt, welches bisJurMernaty stunde dauerte. Der erste Festtag wurde Morgens 6 Uhr durch Musik in den Straßen der Stadt eingeleitet- Die noch weitcr zu erwartenden Vereine fanden sich im Laufe des Vormittags alle ein, so daß gegen H Uhr bet ber 2 ® en er al p r ob e auf ber Sängerbühnc ca. 400 Sanger versammelt waren. Nachdem Herr PH- Uhl sie begrüßt und bewillkommnet hatte, wurde mit den Gesawmtchoren begonnen. Einen gewaltigen Eindruck machten diese Chöre, die der academische Musikdirector Herr Adolf Felchner mit den hiesigen fowie auch den auswärtigen Bereinenschon vor dem Feste forgfältig eingeübt hatte. Nachmittags gegen 3 Uhr bewegte sich ein schöner Festzug von der Alicenstraße durch die Straßen der reich beflaggten Stadt, voraus eine oröBeie Anzahl schmucker Festreiter mit etner Standarte. Nach Ankunft des Festzugs auf dem Festplatze hielt Herr Philipp Uhl die Festrede, kuaftige, vortreffliche Worte welche nach allen Selten hin einen tiefen Eindruck machten. Der Festredner hob die vielen guten Eigenschaften des Gesangs hervor, wie im Mittelalter Hoch und Niedrig gewetteifert habe, um den deutschen Gesang zu veredeln, wie dle großen Musik- sürsten durch ihre unvergleichlichen Liebes- und FretoeitSlieder zur Hebung und Entwicklung des Männergesanges bis zu seinen heutigen Leistungen betgetragen, wie ihre bindenden Geiitesbliße auf die Masse des deutschen Volkes wirkten, wodurch zum guten Lheil Deutschlands Auferstehung allmältg angebahnt nwrben, bis sie sich unter dem starken Banner des Hohenzollerischen Hauses, vertreten durch unseren allgeliebten und lochverehrten, in Weisheit und Gerechtigkeit herrschenden Kaiser, glanzend vollzog. Der Redner gedachte der fluchwürdigen Attentate auf Seine Majestät, ferner der weithin verdreitetell vaterlandslosen, dem Umsturz fröhnenden Part^, orderte dem segenüber auf unter strengster Wahrung des edelsten Klelnod's einer Nation, unserer geheiltgten nun nnveräußerltchen Volksrechte, fest zu stehen zum angestammten Fürstenhause, fest ^Ü Kall-r und Reich und schwß:' H°ch lebe unser ih-u°r-s V°l-rlnnd! Hoch lebe unser vielgeliebter Heldenkaifer! Mit Begeisterung stimmtedas noch Tausenden zahlenbe Publikum ein. Nun begann das Hauptconcert mit der trefflich von der Regimentsmusik durchgeführten Jubel-Ouvertüre von C. M. von Weber, auf welches der Gesammt- chor Ehre sei Gott!" von Hauptmann und dann in kleinen Zwischenräumen Einzelchore von den verschiedenen Vereinen zum Vortrag kamen. Zum Schluffe deS ersten Theils wurde Macte Imperator I von Franz Lachner im Gesammtchor vor getragen. Der zweite Tb eil des Concerts begann mit dem höchst ansprechenden Musikstück ,ungarische Rhapsodie Nr. I (an Hans von Bülow) von Franz Liszt, für Militarmusik von C. Krautze. Hierauf folgten wieder Einzelchöre und zum Schluste „Das oeutlche Sckwert" von C. Schuppcrt im Gesammtchor. Diese Gesänge gefielen allgemein, oer musikalisch Gebildete fand darin einen hohen Genuß. Alles Lob pebührt oem acade- mischen Musikoirector, Herrn A. Felchner, welcher mit den ca. 400 Sangern, unterstützt von unserer Regimentsmusik, die Gesammtchöre in einer Vollkommenheit zum Vortrag brachte, welche allgemein vom Publikum gerühmt wurde und Jubel unter den Sängern erzeugte, die nur durch Liebe zur Sache im Gesänge vereinigt, unter tüchtiger Direction Großes leisteten. Auch die von Specialdirigenten geleiteten Einzelchore der verschiedenen Vereine fanden viel Beifall und von competenter Seite sprach man srch über die Leistungen derselben im allgemeinen anerkennend und zum Theil sehr lobend aus. Nach dem Hauptconcert sprach Herr Stadtverordneter Carl Wenzel, Herrn Musikdirector Felchner, Herrn Capellmeister C. Krauße und Herrn Philipp Uhl, sowie jenen Herren, welche sonst noch um das Fest ein Hauptoerdicnst haben, im Namen der Festversamwelten besten Dank aus und brachte ihnen ein^Hoch, in welches freudig eingestimmt wurde. Hierauf fand Jnstrumental-Concert und spater Tanzbelusttgung statr. Am 2. Festtag begann Morgens gegen 10 Uhr ein stark besuchtes, von der hiesigen Regimentsmustk trefflich ausgeführtes Co.ncert in bem herrlich angelegten Wenzel's Garten, einer wahren Sterbe ber Stadt- Auf dem daselbst af>6ehaltenen Sängertag strriv beschlossen auf dem nächstfolgenden Sängertage den Ort feftzustellm, wo das künftige Fest abgehalten wclden kann. Nachmittags 21/r Uhr bewegte sich wieder ein Festzug, wie am Tage vorher, diesmal von der Marburgerftraße aus nach dem Festplotze, woselbst denn die Regimentsmustk concerttrte und einzelne Vereine mit großem Beifall Grsangvorträge hielten. Gegen Abend gaben sich wieder Viele dem Tanzvergnügen hin, und um 10 Uhr wurde der Festplatz durch verschiedenfarbiges bengalisches Feuer erleuchtet. Eine unerwartet, colossale Menschenmenge wogte an den beiden Haupttagen auf dem geräumigen Festplatze theils frei umher, the'ls in den hübsch geschmückten urb b-flaggten Abends sehr gut beleuchteten Wirthschaftslocalitäten, welche sämmtlich mit Gästen aus allen Ständen fast überfüllt waren. Eine heitere, ja thetlwetse die flöh lichste Stimmung herrschte hier überall während der ganzen Dauer des Festes und so ist es nicht zu verwundern, daß sehr Viele bis zur frühen Morgenstunde auf dem Platze verweilten und selbst dann sich nur ungern von ihm zu trennen schienen. Wohl ieder Theilnehmer verließ dos Fest um eine schöne Erinnerung reicher und mit der Ueberreuaung, daß auch dieses Fest den früheren, in Gießen abgehaltenen würdig zur Seite ilu stellen sei. Der gastfreundliche Sinn und die Opferwilligkeit der Bewohner Gießens hat sich wieder einmal rühmlich bewährt. Ihnen allen gebührt dafür bei Volle aufrichtige Dank des LahMhal-Sängerbundes. Dieser selbst aber und die hiesigen Gesangvereine, welche dem Sängerbünde noch nicht angehören, mögen auch ferner blühen und immer mehr gedeihen. W—r. Gießen, 4. Juli Der Schwurgerichtshof der Provinz Oberhessen sprach gestern den Heinrich Bernhard III. von Angenrod wegen angeschuldigten Meineids, — nachdem die Geschworenen in dieser Beziehung ein Nichtschuldtg erklärt hatten — von Strafe und Kosten frei; dagegen verurthetlte derselbe Nachmittags, den Johannes Becker V. von Michel bach wegen Diebstahls, in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten an welcher jedoch 2 Monat erstandene Untersuchungshaft in Abzug zu bringen sind, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren; während Fetbel Stern von Schotten wegen der angeschuldigten Begünstigung dieses Diebstahls, — nachdem die Geschworenen in dieser Beziehung ein Nichtschuldtg erklärt hatten — von Strafe freigesprochen, wurde- Vermischte-. — lieber das beklagenswerthe Geschick des am 23. Juni an der Hundswuth ge storbenen jungen Schriftstellers CK6rt-Montigry berichtet ein Pariser Correspondevt her »Köln. Ztg." nachstehende Einzelheiten. Derselbe wohnte mit seinem Vater in Passy und hatte die Gewohnheit, des Abends, wenn er nach Hause kam. mit seinen Hunden, die sich im Hof befanden, einige Augenblicke lang zu spielen. Vor ungefähr vierzehn Tagen biß ihn dabei eine Dogge in die Nase. Er wusch die kleine Wunde einfach mit Wasser aus. Am folgenden Morgen kam sein Bedienter, um ihm mitzu- Iheilen, daß die Dogge sich in einem eigenthümlichen Zustande befinde, ihn selbst und auch mehrere Hunde gebissen habe. CH6ci Montigny brachte die Dogge nun zu einem Thierarzt, wo sie angeblich starb. Er war jedoch keineswegs beruhigt, verschwieg aber die ganze Sache, um seinen 70jährigen Vater nicht zu erschrecken. Am letzten Donnerstag war er auf der Revu? des Longchamps Nach seiner Rückkehr klagte er über Kopfschmerzen, die am Freitag Morgen stärker wurden. Er sagte, er habe einen Sonnenstich erhalten. Der Tag und die Nacht vom Freitag verliefen ziemlich ruhig, am Samstag Morgen jedoch trat eine plötzliche Aenderung ein; der Kranke war äußerst düster und nervös. Am Samstag Abend sagte er zu der Dienerin, die ihn seit seiner Kindheit pflegte (seine Mutter, die bekannte Schauspielerin, starb vor ungefähr 18 Jahren und der junge Molstfi ny ist 22 Jahre alt): „Küsse mich zum letzen Male!"; Helene tbat es, indem sie weinend fragte: „Warum zum letzten Male?" „Weil," erroiebette er, „es in einigen Stunden gefährlich sein würde, da die Dogqe wüthend war, als sie mich gebissen hat, und ich fühle, daß ich selbst wüthend werde!" Die Krisis brach des Abends aus; der Arme tobte, zerbrach alle Spiegel und sonstigen Möbel. Eine Idee beherrschte ihn: er wollte nicht, baß sein Vater bei ihm bleibe. „Ich bitte dich, Vater, geche fort!" sagte er, „ich Hobe Furcht, eine Krisis zu beko nmen und dich zu beißen!" Man nahm einen starken Mann, um ihn zu überwachen. Später verlangte er selbst, daß man ihm eine Zwangsjacke anlege. Wan tbat es, obgleich er heftigen Widerstand Wei leistete. Er winkte alsdann seinem Wächter und bat ihn, ihm seine Hand an feine Lippen zu legen, damit er sie aus Erkenntlichkeit küsse. „Jetzt," meinte er, „kann ich Niemanden LeidH zufügen!" Einige Stunden darnach starb er. Montigny's Vater ist der Verzweiflung nahe. Ec hatle die Directivn detz TMtre du Gymnase nur noch weiter geführt, weil er wollte, daß der Verstorbene sie nach ibm übernehme. — Newyork. Amerikanische Journale erzählen mehrere komische Details über eine Spiritistensitzung. Es wurde angekündigt, daß der „Geist" des berühmten Daniel Webster während der Sitzung das Zimmer in sichtbarer und körperlicher Form durchschreiten werde, ohne daß man ihn aber gehen hören wird. Leider befand sich unter den Anwesenden ein arger Skeptiker, dem es ohne entdeckt zu werden, gelang, den Fußbodm mit winzigen Nägeln zu besäen. Der ..Geist" erschien und wollte seinen Spaziergang beginnen, aber schon beim erstes Schritte hielt er inne und befühlte mit schmerzhaftem Ausdruck seine Füße. Dasielbe wiederholte sich beim zweiten Schritte. Beim dritten konnte der „Geist" sich nicht mehr enthalten, einen ziemlich irdischen Ausruf auszustoßen und setzte sich auf den Boden nieder, um aber allsogleich unter heftigem Fluchen wieder aufzuspringen und zu verschwinden. Die anwesenden Gläubigen, welche sich das sonderbare Benehmen des „Geistes" nicht zu erklären vermochten, konnten sich vor Ueberraschung kaum erholen. Literarisches. Eine längst mit Spannung erwartete Abtheilung von „Brehms Thierleben" (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig): die Niederen Thiere, von Profesior Oscar Schmidt in Straßburg, ist jetzt in der zweiten, umgearbeiteten Auflage zum Abschluß gebracht und muß als eine Glanzpartie dieses klassischen Werkes bezeichnet werden. Gerade auf dem Gebiete der niederen Lebewesen bewegt sich die Forschung, angeregt durch die Ideen Darwins, Häckels und anderer Koryphäen der Entwickelungstheorie, in neuester Zeit so umgestaltend wie auf keinem anderen. Durch die neu eröffneten zoologischen Stationen zu Neapel, Triest rc. wurden dem Forscher zudem Beobachtungsgebiete erschlossen, die bisher so gut wie nicht vorhanden waren. Die Resultate sind bekanntlich von der weittragendsten Bedeutung und mußten auch der Schmidt'schen Darstellung in „Brehms Thierleben" ihren Stempel aufdrücken. Seine ebenso umfassenden wir erfolgreichen Studien gerade in diesem populären Werke niedergelegt und so zum Gemeingut gemacht zu haben, ist ein Verdienst Oscar Schmidts, das in hohem Grade anerkannt werden muß. Auch mit Bezug auf die außerordentlich reichhaltige Illustration ist dieser Band geradezu epochemachend zu nennen. Freilich konnte eine so außergewöhnliche Leistung nur durch außergewöhnliche Mittel erzielt werden. Die Schwierigkeiten in der Beschaffung wirklich wahrheitsgetreuer Abbildungen dieses eigenthümlichen Thierkreises kennt nur der Fachmann; ihre Ueberwindung ist hier in bewunvernswerther Weise gelungen Wie früher an zahlreichen anderen Küsten europäischer Meere, so neuerdings in dem Aquarium zu Neapel während zweier Winter lag der Verfasser speciellen Studien für dies Werk ob. Gleichzeitig wurden dort auch unter seiner wiffenschaftlichen Leitung künstlerische Beobachtungen angestellt, die es ermöglichten, dem Buch eine Reihe vonThier- bildern einzuverleiben, die hier überhaupt zum erstenmal zu finden sind, während andere durch neue, richtigere Auffassung und unmittelbar der Natur abgelauschte Bewegung alles bisher Dagewesene übertreffen. In der technischen Herstellung, in der Ausstattung des Buches überhaupt hat das Bibliographische Institut ein Meisterstück qeliefert. entschiedener Gegner allzr sogenannten Geheimmittel, hatte in seinem bedeu- tenden Wirkungskreise sehr oft Gelegenheit, die verschiedenartigsten Haus-und Heilmittel kennen zu lernen und darunter sehr viele, welche längst verschollen sind. In den letzten Jahren traf er häufiger, ja so häufig die wohl keinem Arzte dem Namen nach mehr unbekannten Dr. Airy'schen Specialitäten an, daß er stutzig wurde. Anfangs glaubte er, die überraschend schnelle Aufnahme den Annoncen zuschreiben zu müssen, sah aber bald ein, daß die meisten seiner den bessern Ständen angehörenden Patienten nickt in Folge der Annoncen, sondern auf Empfehlung von Bekannten hin die Airy'schen Remevien in Gebrauch genommen hatten. Dieser Umstand und die ihm entgegengetretenen überraschenden Resultate veranlaßten ihn, jene Specialitäten am Krankenbette selbst zu prüfen. In keinem einzigen Falle konnte er eine absolut schädliche Wirkung diesen Mitteln Schuld geben, in sehr vielen aber einen so entschiedenen Umschlag zur Besserung des Krankheitsfalles, daß der Arzt selbst in eigener Familie diese Airy'schen Specialitäten als Hausmittel einführte und seither kein mißbilligendes Urtheil über dieselben mehr gelten läßt. Wer sich nähere Kenntniß über die Naturheilmethode des Dr. Airy verschaffen will, beziehe das instructive Buch, welches klare Abhandlungen über die meisten Krankheiten, sogar mit belehrenden Illustrationen für den enorm billigen Preis von nur 1 Mark gewährt, direct aus Rickter's Verlags-Anstalt in Leipzig. . * Zur geil. Beachtung. Für alle auswärtigen Inserat-Aufträge nehmen wir, wenn der Betrag nicht beigefügt ist, Post Ätacdnahme, da uns nicht zugemuthet werden kann, für jeden Einzelnen ein Conto zu errichten. Die Expedition. aieasLii^ixat na; Aeitgevotenes. tlerren-Sonnenschinne empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen. (3091) H. Rübsamen. 4109) Morgens und Abends frische Milch, sowie Dickmilch Löwengasse 161 Feinste Gothaer Cervelatwurst empfiehlt ; . (3857 Gffe WUhe Weidiff. 3963) Ein Haus, in welchem seither eine Wirlhschaft und ein Specerei- Geschäft behieben wurde und welches fick außerdem noch zu jedem andere.'» Geschäft eignet, ist billig zu verkaufen. Näheres bei ____________________I. Blitz. Hückstädt'sches Zahnmundwasser vertreibt sofort jeden Zahnschmerz, ä Flacon 50 Psg., 4086) bei Julius Wallach. Sommerröcke empfiehlt zu sehr billigen Preisen 2389)_______H. Rübfamen. 3896) Sechs antike.Stühle und Sessel, eine Partie gebrauchte und neue Stühle aus einer Wllthschaft, Sophos, 2 Wosch- consols (eines mit Marmoraufsatz), Nachttische in Nuß- und Tannenfwlz mit Mar- morplatten, Consolschrävkchen, 1 Ausziehtisch, schöne ovale und Pfeilersp'egel, Kommoden, Bettstellen rc , alle diese Gegenständ'' sind sehr gut erhalten. Vollständige zwei schläfrige Betten. I. Rothenberger, Lindenplatz. 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IVTiiv «/.IG wenn die Etiquette den Namenszug JF. v. Liebig in blauer 1AU1 dllll Farbe trägt. In Giessen zu haben bei den Herren: J. A. Busch Sohne, L. Knlkhof Emil Fischbach, Apoth. Dr. Eaubinger, Apoth. Dr. Mettenheimer, H. Göbel, Gy. Wiih. Weidl<. Apoth. Dr. er Pächter des Domanialguts Schlffenberg, Carl Lynker, auf den Feldschutz der Gemarkung Gießen und Schisfenberg bestellt und in Pflichten genommen worden ist. Gießen, den 2. Juli 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Hokzoersteigerung in der Oberförsterci Sckiffenderg. 4092) Donnerstag den 11. l. M. sollen in den Abtheilungen Tempel und Schinderskops versteigert werdens 616 Raummeter Nadelholz-Scheiter, 373 „ „ Knüppel, 490 „ „ Stöcke, 7160 Wellen „ Reisig, 320 „ Eichen-Reisig, 12 Stück Nadelholz-Stämme von 24—43 cm Durchm., 9—15 m Länge mit = 8,48 cbm. # Zusammenkunft und Beginn der Versteigerung Vormittags präcis 8 Uhr aus dem Vicinalweg von Gießen nach Steinberg an der Sandkauten- Schneiße. Die in Abtheilung Schinderskopf lagernden Stämme wollen Steigliebhaber einsehen, dieselben werden gegen 12 Uhr Mittags in Abtheilung Tempel ausgeboten. Auf einen schönen Stamm von 43 c Durchmesser wird hiermit,aufmerk sam gemacht. Gießen, den 3. Juli 1878. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi. Zwölftes Lahnthat- -Säiiflcrfcll. 4078) Samstag den 6. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen aus dem Festplatz (Oswald's Garten) eine größere Partie Dielen, eiserne Schrauben, Klammern, Hängeeisen u. s. w., meistbietend versteigert werden. Der Bau- und Decorations-Ausschuß. WermietHungen. 4091) Im Binz er'scheu Hause an der Marburgerslraße ist ein Familienlogts, 6 heizbare Zimmer und Zubehör enthaltend, mit der Halste des Hinterzartens zu Der; miethen und am 1. October cr. zu beziehen. 4090) Ein Louis im 3. Stock von vier Zimmern nebst Zubehör ist zu vermtethen und den 15. September zu beziehen. ________________Wilh. Krämer. 4087) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__Lindenplotz A. 64. 4088) Ein freundliches Logis, 3 Zimmer, zu vermiethen. Ad. Vogt, Sonnenstr. 4101) Eine freundliche .^amilienwohnur g im unteren Stock meines Hauses, beziehbar am 15. September, ist zu vermiethen. _______________________Prof. Dr. Q n cf en. 4099) Zwei kleine Famtllenlog s zu ver- miethen im___________________„Löwen". 4098) Möblirtes Zimmer zu vermiethen _____________bet Cbr. Reiber, Kreuz. 4097) Eine Wohnung zu vermiethen und bis zum 1. August zu beziehen. _______Kaplarsgosse Nr. 233 im Laden. 4096) Schlohgasfe 250 eine Wohnung von zwei ireinondergebenden Z'mmern, Küche u. verschließbarem Vorplatz, Kammer, Bodenraum u.Keller, alsbald zu v^miethen. 4106) Ein kleines Familienlogls per 1. August zu veimtetben. Wttiwe Nothenberger Koplansgosse. 3947) Autzilbalb der Stadt ist ein Logis, bestehend aus 6 Zimmern nebst Zubehör, per sofort oder später zu vermi.then. Wo? sagt die Erped. d. Bltts._________ 3962) Ein möblirtes Zimmer mit Ca binet zu veimiethen. Altcenstraße E. 104 4054) Em möblirtes Zimmer zu ver- m leihen.___________________Asterweg 100. 4052) In nächster Nähe Der Stadt, eine Parterre-Wohnung mit verschließbarem Corridor, 3—4 Zimmer nebst Zubehör, zum Preise von 350 je. zu vermtethen. __Näheres in der Exped. d. Bl.__________ 3964) Die obere Etage meines Hauses, 7 Zimmern rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermtethen u. alsbald beziehbar- ___Otto Kempfs. In der Schulstraße ist ein Familienlogis von 3 Zimmern nebst Zugehör zu vermiethen und sofort beziehbar. Näheres in der Exped. d. Bltts. ÄÄcrf hätte nebst Wohnung zu vermiethen. 4050) Ehr. Horeyseck. 4046) Ein Familienlogis zu vermiether bei Jacob Thomas, Schtffenberger Weg. Vermischte Anzeigen. 4100) Ein braver Junge kann da» Friseur-Geschäft erlernen vei _________________D. Reuter, Friseur. 4095) E'n braves solides Mädchen, das in Küche und Hausarbeit erfahren, wird auf sogleich in Dienst gesucht- Näheres bet der Exped. d. Bl. 4102) Unserem lieben H. K . . . . r zu seinem 18. Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche-______________________» ! Verloren einen großen brauner Haarzopf. Abzugeben gegen gute Belohnung 4104)_____________Gartenstraße B. 171,1. 4093) Am 2 Juli d. I. ist mir zu N o n n e n r o t h ein von Farbe dunkel- rothes Mutterrind entlaufen. Derjenige, welcher mir daffelbe wiederbringt oder mir nähere Auskunft ertheilt, wo dasselbe aufgksunden worden, erhält von mir eine gute Belohnung. Hungen, den 2. Juli 1878. Salomon Kahn. junger Mann mit guten Vorkennt- ■ niss-n findet in einer hiesigen Ci- garren-Fabrik sofort Aufnahme als Lthriing. Schrift!. Offerten nimmt die Exped. unter Z. 54 entgegen. (4107 “4108; Ein junger Mensch wünscht entweder als Kellner oder als Comptoir- toc.'.l- Gesckäftsbote bis zum 15. Juli in ein Geschäft eivzutret n. Näheres bet Frau Bärrn, Schloßg-sse Nr. 6. Rothe Äasen werden schnell und dauernd natürlich weiss mit Menyl, ein vorzügliches Präparat des Chemikers A. Nieske in Dresden. Preis 5 Mk. Amtlich untersucht und als unschädlich empfohlen. (3085 4060) Tüchtige Handlanger gesucht von Aua. Nauheimer Ww. 4073) Ein Schuhmachergeselle findet Be sckäftigung bet &arl Andernach, Schuhmacher. Oberhessifche Gesellschaft für Natur- und Hcilkuudr »i 8iHeu. 4062) Die Sommer-Generalversammlung findet am 6. Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, im Gasthaus „zum Hirsch" in Grünberg statt und werden dazu die Mitglieder der Gesellschaft, sowie alle Freunde der Naturwissenschaften geziemend eingeladen. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, Vorstandswahl, Vorträge, gemeinsames Mittagessen, gemeinsame Ercurfion. Gemeinsame Abfahrt von Gießen 7 Uhr 30 Min. Sootüah 8aizhmlskir. 4089) Zu dem Sonntag den 7. Juli stattfinvenden BALLE laden ergebens! ein ___________________ftebriider Eich, Kurhauspächter. Reichstagswahl. 4058) Zu einer Besprechung über die bevorstehende Reichstagswahl werden die Wähler des Wahlkreises Gießen Grünberg- Nidda auf Freitag den 5. d. M., Abends 8 Mr, in Wenzel’s G-arten eingeladen. Der seitherige Abgeordnete deS Wahlkreises, Herr v. Rabenau, hat sein Erscheinen zugesagt. Gießen, den 1. Juli 1878. Der Ausschuß des Vereins _____________________der nationalen und liberalen Partei. Herzogliche Baugewerkschule zu Holzminden u. d. Wcjcr A. Schule für Bauhandwerker, Ban beflissene, Tischler rc. B. Schule für Maschinen- u. Muhlenbaner, Schlosser rc. Schülerzahl im Winter-Semester 1877/78 — 1025. Beptnn des Hauptunterrichts in Winter Semester 1878/79 am 4. November, des Vorunterrichts am 7. Oktober. Verpflegungsanstalt nut Easernemem für 500 Schüler. Programm mit Lehrplan auf Anfordern graiis. Meldungen möglichst frübzeitig ein- zusenden on den_____________(32221_____________Director Cr. Haarmann. Verein der nationalen und liberalen Partei. Reichstagswahl. Nach einer Bekanntmachung der Großherzoglichen Bürgermeisterei liegt die Liste der in Gießen Stimmberechtigten vom 1. bis 8. d. M., Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, zu Jedermanns Einficht auf dem Bürgermeistereibureau in dem früheren Realschulgebäuve an der neuen Anlage offen. Stimmberechtigt ist jeder Deutsche, welcher das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat und zur Zeit in Gießen wohnt. Wir empfehlen unseren Vereinsmitgliedern dringend, sich alsbald persönlich darüber zu vergewissern, ob ihr Name in der Wählerliste steht. Denn zur Stimmabgabe werden nur diejenigen zugelassen, welche in die Wählerliste ausgenommen find. Gießen, den 1. Juli 1878. 4057)Der geschäftsleitende Ausschuß. Mein« so beliebt gewordene, nicht durchsichtige ober wirklich gehaltvolle »überall als vorzüglich anerkannte" Universal Glycerinseife empfchle für Jedermann als mildeste, billigste und für die Gesundheit der Haut zu- träglichste Waschseife, per Stück 15, 20 und 30 Unentbehrlich zum Waschen für Kinder. Fabrik von H. P. Bchschlag in Auosburg. (91 Alleinige Niederlage bei Herrn Gg. Wilh. Weidig, Marktplatz. 4076) Ein braves Kindermädchen, welches gute Zeugnisse auswetfen kann, wird gesucht oon I. Schmücker, Marklstroße 218. 178) Reparaturen an Nähmaschinen schnell, aut und billigst. Theodor Haubach, Reichensand - Bahnhofstrasse. □OOOOOOOQIOQOQOOOO o II. Bepler, Tapezier, □ o Ludmigsstraße 170,5, § Q empfiehlt sich in allen in sein Q Q Fach schlagenden Q Q Lieferungen u. Arbeiten, q a Sopha’s, Rohr-u. Strohstühle, 5 Gallerien-Halter, Rosetten etc. X Q stets auf Lager. (3834 A 000000000100000000 S Z-öpfc von ausgekämmtem Haar werden für 1 JL gemocht. Für gute, dauerhafte Arbeit wird flarnnttrt V. Reuter, Friseur, ________________Koplonsgaste No. 233. 2101) Empfehle für Umzüge gefälligste Benutzung meines Möbelwagens. Billigste Preisberechnung. F. Fürst Wttw. ausgenommen. Hebamme VII Müssig in Mannheim- Geld-Cours. Rm. Pf 20 Francs-Stücke . . . 16 20—24 do. In Va • 16 20—24 Englische Souvereigns 20 28—33 Russische Imperiales . . 16 65—70 Holländische fl. 10-StÜcke 16 65 Ducaten......• 9 52-57 Dollars in Gold . . . 4 17—20 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.,Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gietzen.