No« LVL. Sonntag, den 2. Juni 1878. Meßmer 'Anzciaer AW-e- mb AMM sir ben Kreis Gießen. t Gartenstraße B. 165. SrPeditisttSborro«r Schxlstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. DuAh die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Pheil. Bekanntmachung, betreffend den Skemonte- Ankauf pro 1878. Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei und ausnahmsweise vier und fünf Jahren sind im Bereich des Großherzogthums Hessen-Darmstadt für dieses Jahr nachstehende Morgens um 8 beginnende Märkte anberaumt worden, und zwar am 21. Juni in Alsfeld, 29. „ „ Nidda, 4. Juli „ Nieder-Wöllstadt, 5. „ „ Bieberau, 6. „ „ Bickenbach, 8. „ „ Groß-Gerau, 9. „ „ Goddelau, 10. „ „ Gernsheim. Die von der Militär-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen, auch sind Krippensetzer vom Kaufe ausgeschlossen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und Ringen versehen, eine starke Kopshalster von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei Meter langen starken Hanfstricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Berlin, den 1. März 1878. Kriegs - Ministerium Abtheilung für das Remonte - Wesen. (gez.) von Rauch. von Uslar. politisch Wochenübersicht. Die tiefe Erregung, welche sich aus Anlaß des Attentates auf den Kaiser des deutschen Volkes bemächtigt hatte, hat auch in der vergangenen Woche noch starke Wellen geschlagen. Der von einem Düsseldorfer Comite aukgegangene Gedanke, am 28. Mai, als am Wilhelmstage, eine Landesdank- feier zu veranstalten, fand zwar keinen allgemeinen Anklang, dagegen dauerten bie Einzelkundgebungen der Freude über die gnädige Bewahrung des geliebten Kaisers noch ununterbrochen fort. Verstärkt wurde die Erregung durch die Verhandlungen des Reichstags über den vom Bundesrath eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Abwehr socioldemokrattscher Ausschreitungen: wenn derselbe auch mit großer Mehrheit abgelehnt wurde, so machte sich doch außerhalb wie innerhalb des Reichstages die Ueberzeugung geltend, daß irgend etwas geschehen muffe, um jenen Ausschreitungen mit Erfolg entgegenzutreten. Auf die erfreulichste Wirkung des Attentates hat wohl der Kaiser selbst in den Worten hin- gewiesen, mit denen er die Glückwünsche des Weimarer Landtags erwiderte, indem er sagte, als gute Frucht der bösen That seien die Bande gegenseitigen Vertrauens zwischen ihm und der Nation noch fester geknüpft worden. Die Großherzogin von Baden, welche bekanntlich in dem Augenblicke des Attentates bei ihrem Vater im Wagen saß, wurde bei ihrer Rückkehr nach Karlsruhe von der Bevölkerung mit unbeschreiblichem Enthusiasmus empfangen. Das Entlassuugsgesuch des Cultusministers Dr. Falk ist bisherunerledigt geblieben. Der Kaiser hat den Minister zwar wiederholt m freundlichster Weise gebeten, er möge ihm in dieser ohnehin so schwierigen Zettlage nicht auch fahnenflüchtig werden ; T r. Falk hat sein Bleiben indeß von der ausdrücklichen Billigung gewisser die Leitung der evangelischen Knchenaugclegenheiten betr. Grundsätze abhängig gemacht, die er dem Kaiser in einer Denkschrift unterbreitete. Es unterliegt jetzt keinem Zweifel mehr, daß der Minister hauptsächlich mit den geheimen Jntriguen der sog. Hofpredigerpartei zu kämpfen hatte, die ihre hierarchischen Ziele hinter seinem Rücken zu erreichen suchte. Wahrscheinlich wird die ganze Angelegenheit während der demnächst zu erwartenden Anwesenheit des Fürsten Bismarck in Berlin entschieden werden. Für's Erste hat Dr. Falk noch eine amtliche Reise nach Schlesten angetreten. lieber die Verhandlungen zwischen Rom und Berlin verlautet jetzt von ultramontaner Seite etwas Bestimmteres. Danach hätte der Vatikan die von der preußischen Regierung als Vorbedingung einer milde ren Handhabung der Kirchengesetze geforderte Unterwerfung des Clerus unter diese Gesetze abgelehnt und statt dessen den Vorschlag gemacht, auf Grundlage der Bulle De salute animarum eine Verständigung herbeizuführen. Da Preußen indeß diese Bulle, welche bekanntlich die Beziehungen zwischen ihm und dem päpstlichen Stuhl regelt, noch immer als zu Recht bestehend anerkennt und die Maigesetze nur deshalb erlassen hat, um sich gegen die Angriffe zu verthetdigen, welche die römische Hierarchie trotz dieser Bulle auf den preußischen Staat richtete, so ist nicht abzusehen, wie auf diesem Wege eine Einigung erzielt werden kann. Die ultramontane Presse spricht sich denn auch sck on dahin aus, daß man in Berlin nicht geneigt sein werde, „auf diesem Umwege in die Beseitigung der Maigesetze zu willigen." Der Papst selbst hat in der Ansprache, welche er vor einigen Tagen an die vor ihm erschienenen deutschen Pilger hielt, nur Worte des Lobes für den Glaubensmuth der deutichen Katholiken in der gegenwärtigen traurigen Zeit der Verfolgung der Kirche gehabt und sie zu treuem Ausharren in ihrer bisherigen Haltung ermahnt, aber keine Silbe geäußert, welche auf wirkliche Versöhnlichkeit und er Hy eil. Nachgiebigkeit schließen ließe. Der Culturkampf wird also aller Voraussicht nach weitergeführt werden müssen. Auch Bayern hat jetzt seinen Wunderschwindelproceß gehabt, indem ein ultramontanes Kleeblatt, welches eine kranke Frau zu dem Wunderwaffer von Mettenbuch geschleppt und dort mißhandelt hatte, zu Gefängnißstrafen verur- theilt wurde. In Oesterreich-Ungarn machten die Verhandlungen über den Aus- gleich weitere Fortschritte: es ist somit gegründete Aussicht vorhanden, daß die Frage, welche fast drei Jahre lang Gegenstand hartnäckigsten Streites zwischen beiden Reichshälsten war, endlich von der Tagesordnung verschwindet. Durch die Besetzung der kleinen türkischen Jnselfestung Adakaleh, deren Besitz für die Schifffahrt auf der unteren Donau überaus wichtig ist, hat die Regierung den ersten Schritt zu selbständigem Eingreifen in die orientalischen Angelegenheiten gethan, dem andere wahrscheinlich demnächst folgen werden. In England hat sich zwar die Aufregung seit der Rückkehr des Grafen Schuwaloff etwas gelegt; Parlament und Bevölkerung stehen aber nach wie vor fest zur Negierung und bleiben entschlossen, die kräftige Politik Lord Bea- consfield's zu unterstützen. Der große Redekampf über die Versassungßmäßiz- keit der Heranziehung indischer Truppen zum Kriegsdienst in Europa endigte in beiden Häusern des Parlaments mit einem entschiedenen Siege der Regierung. Der deutsche Kronprinz, welcher mit seiner Gemahlin seit einiger Zett jenseits des Canals weilt, ist dort Gegenstand zahlreicher Huldigungen. Frankreich sonnt sich noch immer im Glanze seiner Ausstellung und betheuert Europa durch den Mund seiner Staatsmänner ein Mal über das andere Mal, daß der Friede und der Wettkampf auf dem Gebiete friedlicher Arbeit sein innigster und heißester Wunsch sei. Die bevorstehende Voltaire- Feier droht freilich den Frieden im Innern einigermaßen zu stören; die Reaie- rung hat indeß, indem sie sowohl die öffentliche Feier des Todestages des großen Freidenkers, wie die von klerikalen Gräfinnen und Marktweibern pro- jectirte Gegendemonstration zu Gunsten der Jungfrau von Orleans verbot, das Ihrige gethan, um den Ausbruch der Leidenschaften zu verhindern. Gleichzeitig trat der Ministerpräsident Dufaure den Forderungen des streitbaren Bischofs von Orleans, welcher im Senate auf gerichtliche Verfolgung einer aus Voltaire's Werken gesammelten Blüthenlese drang, so offen entgegen, daß der Hochwürdigste ein vollständiges Fiasko machte. Italien ist verstimmt darüber, daß die französische Regierung die Genehmigung des neuen Handelsvertrages Seitens der Kammer so lange verzögern läßt, und stellt für den Fall einer noch längeren Hinausschiebung eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen beiden Ländern in Aussicht. Aus Amerika wird gemeldet, daß der vielbesprochene Canal über die Landenge von Panama, welcher den Stillen Ocean mit dem Atlantischen verbinden soll, nunmehr endlich zu Stande zu kommen scheint: wenigstens ist von den Delegirten der internationalen Commission mit dem Minister des Auswärtigen von Columbia ein Vertrag über Ausführung des Canals abgeschloflen worden. _____ Deutschland. Berlin, 29. Mai. Die „Post" ist gegenüber den Meldungen des ..Osservatore Romano" und anderer Blätter über die anläßlich des Attentats angeblich zwischen Sr. Maj. dem Kaiser und dem Papst stattgehabte Correspon- denz in der Lage, das wahre Sachverhältniß wie folgt mitzuthetlen: Cardinal iFrancht richtete an den Fürsten Bismarck in Friedrichsruhe ein vom 13. Mai Das Vordertheil des „Großen drang. Es ist viel (schaden verursacht worden. ihren Corps. — Cattaro, 29. d. Der türkische Gouverneur von Skutari London, 30. Mai. Unterhaus. Unterstaatssecretär Bourke erklärte nach Dover. circa 8000 L- bezahlt; in Betreff der Hälfte habe Frankreich seine Verpflicht Amerika. Globe" über das die Unterstützung finden, auf welche sie rechneten. unterwegs sei. Wien, 31. Mai, Abends. Die Mittheilung des Waffensendungen ein; alle Urlauber und Reservisten befinden sich vollzählig bei gestellt. ihren Corps. — Cattaro, 29. d. Der türkische Gouverneur von Skutari — Abends. Die von der „Nat.-Ztz." gebrachte Nachricht, daß die Ein- Huffein Pascha besteht kategorisch auf unverweilte Räumung der von den ladunz zum Congreß bereits bei der französischen Regierung eingetroffen sei, ist, Montenegrinern besetzten strategischen Punke bei Podgorizza- Fürst Nikolaus wie aus sicherer Quelle verlautet, falsch. Die Einladungen an die Cabinete 29. Mai. Generalpostmeister Key hat an die Bevölkerung der Südstaaten eine Zuschrift gerichtet, worin erklärt wird, die Resolution tungen anerkannt. Seinen Verpflichtungen in Betreff der England gehörigen Suez-Actien sei der Khedive voll nachgekommen. — Das gesunkene deutsche Panzerschiff ist der „Große Kurfürst", welcher mit „König Wilhelm" zusammenstieß. Nur 4 Minuten verstrichen zwischen dem Zusammenstoß und dem Untergang des Panzerschiffes. Als der „Große Kur» fürst" sank, fand eine Explosiva statt, da daS Wasser in Ofen und Kessel em> sind noch nicht erfolgt. London, 31. Mai. Im Unterhause beantwortete der erste Lord der Admiralität eine Anfrage Pim's dahin, daß er mit tiefem Bedauern die statt- gehabte Colllsion der beiden deutschen Panzerschiffe zu bestätigen habe; man nehme an, der Zusammenstoß sei eingetreten in Folge eines Versuches, die datirtes italienisches Telegramm, lautend: Seine Heiligkeit, tief betrübt über das ruchlose gegen des deutschen Kaisers Majestät verübte Attentat, trägt mir auf, Durchlaucht zu bitten, dem erhabenen Monarchen sein aufrichtiges Beileid über den Vorfall und seine herzlichsten Glückwünsche, daß Ec der Gefahr entgangen, zur Kenntniß zu bringen. Telegramm Bismarcks vom 14. Mai: remerciant Lmmence du t416- gramme quelle bien voulu m’adresser, m’empresse Umformer que en ai port6 contenu immödiatement ä counaissance de Majestö Empereur. — Telegramm Bismarcks vom 15. Mat: Nachdem ich die Befehle Sr. Maj. des Kaisers etnzeholt erfülle ich eine angenehme Pflicht, indem ich Ew. Eminenz ergebenst bitte, Sr. Heiligkeit dem Papste den aufrichtigen Dank des Kaisers für die Sr. Maj. aus Anlaß des Attentates vom 11. Mai bewiesene freundliche Theilnahme übermitteln zu wollen. Berlin, 29. Mat. Bezüglich des vom Reichstage gestrichenen § HO der Rechtsanwaltsordnung (Befugniß der Landesjustizverwaltung, während einer dreijährigen Uebergangszeit die Freizügigkeit der Rechtsanwälte nach dem Be- dürfntß der Rechtspflege zu beschränken), wodurch das Zustandekommen des ganzen Gesetzes gefährdet erschien, hört die „Nordd. Allgem. Ztg." daß seitens des Reichsjustizamtes und des preußischen Justizministeriums Verhandlungen eingeleitet seien, welche hoffentlich für die preußische Justizverwaltung ein annehmbares Auskunstsmittel erzielen würden. Oesterreich. leistung beordert. Der deutsche Kronprinz und der Botschafter Graf Münster begaben sich auf die Nachricht von dem Schiffsunglück sofort mittelst Separatzug rische Feste, im Gaitö-Theater und im Circus Myers, begangen. Es wurden Collision mit einem Kauffahrteischiffe zu vermeiden. Die Admiralität habe zwei mehrere Reden, unter Anderen von Victor Hugo, gehalten. Letzterer pries Schiffe, eins von Portsmouth und das andere von sheerneß, zur Beistands- Voltaire als Freund der Gerechtigkeit und Feind des Fanatismus. Kngland. Kurfürst" steht unter Wasser. Don Sandzate war ein Rettungsboot entsendet, auch waren viele Schiff- zur Hülfeleistung Herbetgeeilt, jedoch zu spät an Ork und Stelle gelangt. London, 31. Mai, Nachmittags. Das gesunkene deutsche Panzerschiff „Großer Kurfürst" soll 400 Mann an Bord gehabt haben. Das Meer war zur Zeit des Unfalls ruhig. Berlin, 31. Mai. Bei der Collision der beiden deutschen Panzerschiffe sind von den an Bord befindlich gewesenen Officieren die nachbenannten gerettet: Graf Monts, Krokisius, Junge, v. Frantzius, Foß, Stubenrauch, Meyer, Wagner, Schnars, Retzlaff, v. Bierbrauer, Hüsker, Gaffky, schütte, Schnackenburg, Habermaas, Ahrend, Schliebrr, v. Galen, Schmidt, Decker, Schröder und Beckers. Ferner 160 Mannschaften. London, 31. Mai. „Morning Aoerttser" erfährt, die Unterhandlungen bezüglich des Congreffes hätten solche befriedigende Fortschritte gemacht, daß heute im Parlamente die bezügliche ministerielle Erklärung erwartet werden dürfe. Die Regierung hat der Familie des verstorbenen Lord Ruffel dis Anerbieten gemacht, das Begräbniß von Staatswegen in der Westminster-Abtei zu veranstalten und dazu beide Häuser des Parlaments einzuladen. — Die Morgenblätter melden, das deutsche Kconprinzenpaar werde von Samstag bis Montag bei Salisbury in Hatfield zu Gaste sein. Nom, 31. Mai. Die amtliche Zeitung veröffentlicht ein königliches Oecret, betr. die Einführung des neuen Zolltarifs, welcher für die Maaren jener Länder zur Anwendung gelangen wird, mit welchen keine Handelsverträge bestehen, die eine andere Behandlung vorschreiben. Der Zolltarif tritt mit dem 1. Juni 1878 in Kraft. Der italiensch-belgische Handelsvertrag ist bis zum 30. Juni 1878 verlängert. Berlin, 31. Mat. Amtlichen Nachrichten zufolge sind von der Bemannung des gesunkenen Panzerschiffes „Großer Kurfürst" 300 Personen ertrunken sucht Hussein vertröstend zu beschwichtigen; bis jetzt deutet jedoch nichts auf die Absicht der Montenegriner, jene Position gutwillig auszugeben. AranLreich. Paris, 30. Mai. Die Voltaire-Feier wurde blos durch zwei litera auf Anfrage, der Schah von Persien wünsche, daß sein Besuch in England als London, 31. Mai, Abends. Im Oberhause erklärte Beaconsfield auf ein durchaus privater angesehen werde. Schatzkanzler Northcote antwortete Befragen Granvilles: Die Königin und die Regierung wünschten dem großen aus eine Anfrage Dodson's: Von den der Pforte für den Februar-Coupon Staatsmanne Ruffel ein öffentliches Letchenbegängniß und einen Ruheplatz in der türkischen Anleihe von 1855^vorgeschoffenen 77,448 L. habe der Khedive der Westminsterabtei zu bereiten, aber der Verstorbene habe testamentarisch be- “ ' ....... ..... stimmt, daß er in der Familiengruft zu Bucklnghamshire beerdigt werde. — Im Unterhause fügte Minister Smith seiner (bereits gemeldeten) Erwiderung auf Pim's Anfrage hinzu: Das Dock von Portsmouth werde für das beschädigte Panzerboot „König Wilhelm" hergerichtet werden, welches jetzt dahin Telegraphische Depeschen. Wagner'« telegr. Torrespontzenz-Burea«. Berlin, 31. Mai. Der Schah von Persien trifft Sonnabend Nacht hier ein und beabsichtigt Montag nach Paris weiterzureisen. Paris, 31. Mai. Die „Agence Havas" meldet aus Athen: Der englische Consul auf Kreta, Sandwith, erhielt eine Depesche von Layard, laut welcher die Pforte den Waffenstillstand für Kreta verweigert hätte und die Feindseligkeiten wiederaufgenommen werden würden. München, 31. Mai. Die „Südd. Preffe" will aus bester Quelle erfahren haben, daß die Nachricht von der angeblichen Urheberschaft des bayerischen Mitgliedes des Bundesraths, Oberappellrath Kastner, an den Motiven zum Gesetzentwürfe gegen socialdemokratische Ausschreitungen vollständig unrichtig sei. Wien, 31. Mai. Meldungen der „Polit. Corresp.": Konstantinopel, 31. Mai. Die nach dem Rhodopegebirge behufs Pacification entsendeten türkischen Commiffare Waffa Effendi und Samtk Pascha sind unverrichteter Sache nach Konstantinopel zurückgekehrt. Die Häupter der aufständischen Pomaken erklärten, den Kampf sortsetzen zu wollen. — Athen. Die Türken nehmen den englischen Vorschlag, auf Grund des uti possidetis einen Waffenstillstand mit den kretensischen Insurgenten einzugehen, nicht an und bereiten sich zum Angriffe vor. London, 31. Mai. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Dover: Heute Vormittag passirten drei deutsche Panzerfäuste Dover; als dieselben in die Nähe von Folkestone gekommen waren, fand ein Zusammenstoß zwischen zwei von diesen Panzerschiffen statt, wodurch das eine in den Grund gebohrt, das andere bedeutend beschädigt wurde. Mehrere Dampfschiffe haben sich ausgemacht, um den betroffenen Schiffen Hülfe zu leisten. Wien, 29. Mai. Meldungen der „Polit. Corresp." Athen, 29. Mai Die kretensische Nationalversammlung hat die englischen Vorschläge behufs Pacification des kretensischen Aufstandes jetzt beantwortet. Die Antwort der Aufständischen auf Englands Propositon, Waffenstillstand abzuschließen und administrative Reformen anzunehmen, lautet dahin, daß die Vereinigung Kretas mit Griechenland die einzige Form zur Lösung der kretensischen Frage sei. Als Vorbedingung für Fortsetzung der Verhandlungen über den Waffenstillstand wird gefordert, daß dieser nach den Bestimmungen des Völkerrechtes förmlich abge schloffen werde. — Bukarest, 28. Mai. Vorgestern ersolgte die Uebergabe einer neuen Note des Ministers Cogalniceano an den russischen Agenten in Bukarest, Stuart; dieselbe erneuert den Protest gegen die militärische Occupation ~ . ...... Rumäniens durch Rußland und klagt unter Anführung einzelner Fälle lebhaft und 200 gerettet. Das Panzerschiff „König Wllhelm" ist schwer beschädigt, über das Verhalten der russischen Occupationstruppen. Rumänischerseits werden das Vordertheil deffelben ward mit Segeln und Hängematten verstopft. Die außerordentliche Anstrengungen gemacht; die Aushebung des neuen Contingentes englische Küstenwacht leistet Beistand soviel als möglich. Die Admiralität har von 24,000 Mann ist im vollsten Zuge. Aus dem Ausland treffen fortwährend Schiffe zur Hülfe geschickt und das Dock von Portsmouth zur Verfügung Handel und Verkehr. Gießen, 1. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Butter, prr Pfd 85 bis 90 H, Hühnereier, per Stück 5 H, Enteneier, per St. 5 Käse, per Stück 5-7 H, Kasematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 18 4, Linsen, 1 Liter 22 H, Tauben, bas Paar 60 H, Hühner, per Stück JL 80, Hahnen, per St- JL —, Enten, p. Stücke -, Kartoffeln, 100 Kilo X 5.—. Ochsenfleisch 68-70 H per Pfd-, Kuh- u. Rindfleisch 58—60 Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 50-56 H, Hammelfleisch 60—70 H. Frankfurt, 31. Mai. (Fruchtbericht.) Seit unserem letzten Bericht hatten wir erfreulicher Weise eine günstiger werdende Witterung. Während die Speculatton der Fondsbörse die Nachrichten vom Zusammentreten des CongresseS günstig ausgefaßt, wurden dieselben von Seiten unseres in Lethargie befindlichen Getreidemarktes nichts weniger als optimistisch beurtheilt und noch immer sind die Umsätze sehr rebudrt. Sämmtliche Getretdemärkte hatten selten eine so tendenzlose Physiognomie -u Schau getragen wie in diesem Augenblicke; aus diesem Grunde können wir weder der Hausse noch der Baisse das Wort reden- Die Preise sind, um es mit ersterer zu halten, zu hoch, während auch die Baiffe, sei es durch elementare oder politische Ereignisse, sehr leichte die Rechnung ohne den Wirth machen könnte. Die von allen Seiten etnlausenden Berichte stimmen darin überein, daß wir einer günstigen Ernte entgegensehen. Nichtsdestoweniger ist es statistisch feststehend, daß Deutschland bei den denkbar brillantesten Ernte-Ergebnissen noch immer wird importiren müssen, und dürften Amerika, Rußland und Oesterreich beim Import in erster Linie figuriren. Wir taxiren für nächsten Montagsmarkt folgende Eourse: Weizen ob unserer Umgegeno JL 22j/a—’/4, fremder je nach Qualität JL 23—24, hoch prima über Cours. Roggen, französischer JL 171/«, prima Norddeutscher JL 17, russischer 16>/4—16. Gerste ohne Handel, Hafer je nach Qualität t*L 14—15’/j, Hülfenfrüchte liegen tobt; weise Bohnen unverkäuflich JC. 22 übrig; es dürfte selbst ein Gebot von X 21 zum Geschäfte führen. Mehl flau; Preise zu Gunsten der Käufer, Futterstoffe niedriger, Rüböl hier kein Markt. Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 je 38, Mr. 3 JL 34, Nr. 4 30, Nr. 5 JL 24, Roggenmehl */i (Berliner Marke) JL 24, do. II. (Berliner Marke) 21, Weizen, effect. htes. ab Bahnhof hier JL 23—24, ab unserer Umgegend JL 22.50—22.75, do. fremder je nach Qualität vtt 22 50—24, Roggen je nach Qualität JL 16—17.25. Gerste JL 19 bis 22, Hafer JL 14—16.-, Kohlfamen JL —, Erbsen JL 19-23, Wicken JL 16, Linsen JL 19—23, Rüböl, detail, J4 68. Stimmung unsicher. Dringend offerirt: Sämmtliche Getreidesorten und Mehl. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo ) _ englisch-russische Kompromiß wird der „Preffe" in ihrer Wesenheit und den Potter sei thatsächlich die Erneuerung des von den Demokraten des Nordens meisten Details als richtig bezeichnet; die Stipulationen enthielten keine Be- 1871 gegebenen Versprechens, dem Süden zu helfen. Die Bewegung zum stimmung betreffs Serbiens und Montenegros, so daß dies Oesterreich über- Sturze des Präsidenten Hayes könnte nur gelingen um den Preis eines blutigen lassen bleibe. Bürgerkrieges. Er hoffe, die Leiter der Bewegung würden im Süden nicht' icht, daß die Ein« ^getroffen sei, iß, an die Cabinete von der Beman- ersonen ertrunken 1 chwer beschädigt. i verßopst. Die ■ Admiralität Hal 6 zur Versüzung T*> i. ül btj a M an On äs* M. Schütte, -Widt. Becker, ^terhandlungen : gemacht, daß erwartet um« W das Aner- -minßer-Abtei zu l--Dte Mor, | *d bis Mon- t ein königliches für die Maaren Handelsverträge »lltaris tritt mit lsvertraz iß bis 2IW i5,1 die Sp s ö^^k es nich^ ietrr'd^Ä reductrt- * Ar S»"$$ . d?' 'serttc 4 k, Ältlich der erße Lord der Zedauern die ßatt- tigen habe; man es Äeffuches, die " Mät habe zwei f , zur Beistands- Münster begaben ittelst Separatzug i Beaconssteld aus ischten dem großen einen Ruheplatz in | testamentarisch be- ieerbigt werde. - beten) Erwiderung »erde für das be- welches jetzt W ffloie“ üb-- » W-seckit "id d- -nthi-»m km- B ,Z Oesterre"- über Derloosungen. Karlsruhe, 31. Mai. Bei der heutigen Ziehung der badischen 35-fl.-Loos e von 1845 kimen folgende Serien heraus: 54 645 1018 1065 1068 1159 1318 1848 2048 2475 2871 3225 3237 3795 4316 4762 5455 5961 6362 6403 6443 6838 7013 7162 7214 7298 7344 7577 7657 7894. «sBeeeeeBHHHHaeBeeeHeeeeeeeHaHMMHBs» Auszug a. d. Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. Vom 25. bis 31. Mai 1878. Aufgebote. 25. Mat. Handarbeiter Balthasar Vetzberger von Gießen mit Katharine Artz von Lang-GönS. 28. Mat. Fuhrmann Konrad Bork von Fellingshausen mit Dorothea Brück von Rödgen. Eheschließungen. 29. Mai. Der Hautboist im II. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 116 Maximilian Wilhelm Ronneburger von Wintersdorf mit Zosepha Atzert von Flieden. Geborene. 22. Mai. Anna Katharine, Tochter des Schneidermeisters Caspar Weiß. 24. Mat. Ludwig, Sohn des Wildprethändlers Johannes Hormann. 29. Mai. Albert, Sohn des Kaufmanns Isaac Rosenbaum. 23. Mat. Marie, ein außereheliches Kind von auswärts. 28. Mat. Ernst, Sohn des Schäften-Fabrikanten Kaufmann Grünebaum. Gestorbene. 24. Taglöbnerin Wilhelmine Lohmann, 36 Jahre alt, von Alfenzingen. 26. Mat. Dienstmädchen Elise Reitz, 26 Jahre alt, von Babenhausen. 27. Mai. Jacob Rudolf, 1 Jahr alt, Sohn des Kaufmanns Ferdinand Beutler zu Frankfurt a. M. 27. Mai. Kletdermacherin KaroUne Krteb, 21 Jahre alt. 28. Mai. Schuhmachermeister Heinrich Hammel, 42 Jahre 11 Monate 19 Tage alt. — August, ein außereheliches Kind von auswärts. 29. Mat. Margarethe, Johanns, 2 Jrhre 8 Monate 8 Tage alt, Tochter des Korbmachers Christian Reinhardt. 3. Mai. Johanna Emilie, 1 Jahr 2 Monate 12 Tage alt, Tochter des Schneidermeisters Philipp Horeyseck. 29. Mai. Albert Karl Heinrich Christian, 5 Jahre 9 Monate 23 Tage alt, Sohn des Postschaffner? Andreas Keßler. 31. Mai. Moritz Emil, 1 Monat 7 Tage alt, Sohn des Locomottvführers bei der Main-Weser-Bahn Moritz Flett. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 29. Mai. Maximilian Wilhelm Ronneburger, Hautboist im II. Großh. Hess. Infanterie-Regiment Nr. 116 dahier, des Schneiders Fredrich Wilhelm Ronneburger m Wintersdorf, ehel. Sohn, und Josepha Atzert, des Taglöhners Jffeph Atzert in Flieden, ehel. Tochter. Getaufte. Den 25. Mai. Dem Hautboiften Johannes Metßtnger, eine Tochter, Mathilde Emilie Conradine Friederike, geb. den 27. April. Den 26. Mai. Dem Buchbinder Johannes Hauser, eine Tochter, Anna Marte Katharine Elise, geb. den 7. April. Denselben. Dem Schuhmacher Georg Todt, ein Sohn, Georg August Heinrich, geb. den 23. April. Denselben. Dem Schuhmacher Wilhelm Drescher, eine Tochter, Marte Christiane, geb. den 22. März in Gleiberg. Beerdigte. Den 29. Mai. Lina Krteb, des in Echzell verst. Gensdarmen Reinhardt Krieb, ehel. Tochter, alt 21. I. 4 M- 6 T-, gest. den 27. Mai. Denselben. Heinrich Hammel, Bürger und Schuhmachermeister, alt 42 I. 11 M - 19 T-, gest. den 28. Mai. Vermischte-. . Wetzlar, 27. Mai. In Folge der hier eingeführten Fleischschau wurde bei Metzger heute ein trichinenhaltiger Schinken entdeckt und von der Polizei mit Beschlag belegt. Wahrscheinlich stammt der Schinken von demselben trtchinenhalttaen Schweine her, von dessen Genuß 10-20 Personen hier und in dem benachbarten Naunbeim so scbwer erkrankt sind. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohnd Kosten durch die Heilnahrung: REVALESCIERE .. Seit 31 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gefundhett-- k < widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medici« und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem- Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Uuverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrböcn, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufstetgen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung « QQU^*nSe schon von. der Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuziehen. — Ein Auszug oug 80,000 Certificatcn über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certisicate von Professor Or. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Sboreland, Dr. Campbell, Pro- D«dä, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Br6han, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt. /r Abgekürzter Auszug aus 80,000 Eertificaten. Certlficat des Medicinalraths Dr. Wurzer. Bonn, 10. Juli 1852. Revalesciere Du n rr^meT-c^ -in 1o*<*crt Fällen alle Arzneien. Sie wird mit dem größten Nutzen angewandt bei ?^-.^^^^snngen, Durchfällen und Rühren, in Krankheiten der Urinwege, Nierenkrankheiten rc., bet Stcinbeschwerden, entzündlichen oder krankhaften Reizungen der Harnröhre, bei krankhafte« Zusammenziehungen in den Nieren und in der Blaie, Blasen-Hämorrhoiden ,c. — Mit dem ausgezeichnetsten Erfolge bedient man sich auch dieses wirklich unschätzbaren Mittels nicht bloS bei Hals- und Brustkrankheiten, sondern auch bei der Lungen» und Luftröhrenschwindsucht. D. L. Rud. Wurzer, Medicinalrath und Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften. Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die Revaleecifere hat mein Ivjahriaes Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine des Iles. Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren -genieße ich die köstliche Revalesciere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich wählend langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, Pfarrer. Nr. 64210. Marquise von Brshan von 7jährtger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit, Zittern an den Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. Nr. 75877. Florian Köller, K. K. Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung. Nr- 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen böheren Handelslehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Drustübel und Nervenzerrüttung. Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerung. Nr. 75928. Baron Sigmo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen ic. . Die Revalesciere ist viermal so nahrbaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. Preise der Revalesciere i/r Pfd. 1 JL. 80 H, 1 Pfd. 3 JL 50 2 Pfd. 5 JC 70 A 5 Pfd. 14-12 Pfd. 28 JL 50 H, 24 Pfd. 54 JL Revalesciere Chocolat^e 12 Taffen 1 Jt. 80 24 Taffen 3 JL 50 48 Taffer 5 JL 70 120 Taffen 14 «X, 288 Taffen 28 JL 50 576 Taffen 54 Jü Revalesciere Biscuites 1 Pfd. 3 50 2 Pfd. 5 70 Zu beziehen durch Du Barry L Co. in Berlin NW., 25 Louisenstr., und bei vielen guten Apothekern, Droguen-, Specerei- und Delicateffenbändler im ganzen Lande. In Gießen bei Philipp Schw^grer. (1100 Allgemeiner Anzeiger. AeUgeöotcnes. 3409) Die Gra^jerndte in meinem Garten, etwa iy4 Morgen, ist billig zu verkaufen. ___________Tb Wode, Neue Baue 85. 34241 Dos Heugras von mehreren Wiesen zu verkaufen. Chr. Löber Wwe., __Grünberaersiraße B. 149. Glirerin-, Mandel- und Schaum-(Bade)-Seife, int Pfund und einzeln, billigst bei (3416 Christian Frech. Jeldbrand-Backsteine, circa 80000 St., werden billig abgegeben. 3422)__„Hess.-Hof." Eis^ Flaschenbier, Erlanger u. Frankfurter Export vorzüglicher Güte, natürliche Mineral-Wasser, Ludwigs - Brunnen, Selters und Schwalheimer jede Woche frische Füllung, liefert billig frei in's Haus. (3421 Hch. Schwall- Hesi.-Hof. Schwarze Tull-Chäles in schöner Auswahl empfiehlt (3429 J. Ch. Retter. Kunst-Ausstellung. Im Großherzoglichen Universitäts-Gebäude (kleine Aula) stehen eine Anzahl Gemälde in brillanten Goldrahmen, von mir und meinem Sohne gemalt, für ein hiesiges kunstliebendes Publikum täglich von Vormittags 9 bis Abends 6 Uhr aus, wovon mit obrigkeitlicher Bewilligung am 8. Juni d. I, Nachmittags 5 Uhr, 7 Stück davon öffentlich ausgeloost werden sollen. Loose k 1 Mark sind in der Ricker'schen und Ferber'schen Buchhandlung, sowie beim Hausbeschließer Herrn Hofmann in der Aula zu haben. C. Katterfeld & Solin, 3418)________Landschaftsmaler aus Braunschweig. En-toul-cas u. Sonnenschirme, «Mark~ Herren-Sonnenschirme, biatß. 3426)P. Frank, Sonnenstraße. — Nicht z« übersehen! = 3141) Durch einen großen vortheilhaften Partie-Einkauf bei einer der bedeutendsten Kleidersabriken bin ich in der Lage, zu nachstehenden äußerst billigen Preisen zu verkaufen: Stoff Sackröcke zu 6 Mk. Taillenröcke „ 12 „ Sommerüberzieher „ 12 „ Joppen „ 7 „ Gute Stoffe und solide Arbeit wird zugesichert. Außerdem empfehle eine große Partie Knabenanzüge und Turntuchröcke, sowie Krepp-, Lüster- und Grosgrain-Röcke von 4 Jl. 50 an. Um geneigten Zuspruch bittet 3i4i)_________ff. M einer, Marktflraste. 2286) Die Tapetenmuster Karten aus der bekannten Tapetenfabrik Gebrüder Scherer in Bammenthal bei Heidelberg pro 1878 enthalten eine sehr reiche Auswahl von Tapeten in vorzüglicher Qualität und den neuesten Dessins von 20 per Stück bis zu den feinsten Sorten. Bestellungen werden von Unterzeichnetem prompt ausgeführt und die Tapeten frachtfrei Gießen geliefert. Gießen, im April 1878. Wilh. Balser am Mrchenptatz. Gewerbebank Gießen (eingetragene Genossenschaft). 3407) Diejenigen Mitglieder, welche ihr Stammanthell voll eingezahlt haben, können ihre Dividende bis zum 30. Juni c. an der Caffe unserer Bank in Empfang nehmen. Die bis dahin nicht abgehobenen Beträge werden den Betheiligten durch unseren Vereinsdiener ins Haus gebracht. Gleichzeitig diene den Mitgliedern unserer Genoffenschaft zur Nachricht, daß Vorschußgesuche und Wechsel zum Discontiren längstens bis Nachmittags 4 Uhr eines jeden Freitags im Geschäftslocale der Bank eingebracht sein muffen. Gießen, den 31. Mai 1878. Der Ausschuß der Gewerbebank zu Gießen. (Eingetragene Genoffenschaft.) __1 Hanstein, Vorsitzender. Damen- und H»eerenkleider ß werden unzertrennt in allen Farben gefärbt in der _______Kunst- und Schönfärberei von V, Klein, Wallthorstr. 253) Stück, Knubbel-, Nuß- unv mehrte Kohlen, von 25 Ctr. an frei an das Haus geliefert, klein gemachtes Holz und im Raummeter, empfehle zu den billigsten Preisen. Bei Entnahme von i/i und i/2 Waggons Zechenpreise. •/o/te Fischer^ Alicenstrasse. 29,800 (3412 etliche alte Oesen. n zu ollen 3406) Das Comite. statt. 3428) an den Meistbietenden öffentlich ver- K. Jung, Neustadt. 3408) Arnold Müller. thLN. Dein AUendorf a./Lda. 3394) Hopps. 3403) Hierzu eine „Beilage La>ng. 3393) 1) 2) Zimmer-Arbeiten Staaker-Arbeiten 3) 4) 5) 6) 7) 29,329 21,420 1,624 3,174 5,330 2,652 2,668 t hierzu Mauer-Materialien und zwar: a) 336 Cbkmtr. gelöschten weißen Kalk, b) 810 „ Mauersand, c) 135 Tonnen Portland-Cement. Steinmetz-Arbeiten incl. Material, veranschlagt zu Bekanntmachung. Die Htugras-Derstcigerullg der cammeral- fiscalischen Wiesen der Gemarkungen Alten-Buseck, Wieseck und Gießen findet statt: I. in der Gemarkung Alten-Buseck von 7 Hektaren, Donnerstag den 6. Juni, des Vormittags 9 Uhr, bei Wirth Krämer III. daselbst. II. in der Gemarkung Wieseck von 41 Hectaren an demselben Tage des Nachmittags 2 Uhr bei Wirth Leib am Phtlosophenwald. Der Großh. Wiesenwärter Müller zu Alten-Buseck ist bereit auf Verlangen die Wiesenloose vor der Versteigenmg vorzuzeigen oder nähere Auskunft darüber tu geben. Gießen, den 31. Mai 1878. Großherzoglichc Obersörsterei Gießen. Prvmenadehaus. Heute, Sonntuy den 2. Juni : Tana-Musik. Ansaug Abends 8 Uhr. X < I steigert. Der Zusammenkunstsort ist Donnerstag i/28 Uhr Morgens der District Gocken- berg, Freitag 8 Uhr Morgens der District Getselstruth an der Chaussee von Odenhausen nach Rüddingshausen Kcffelbach, den 31. Mai 1878. Die Freiherrlich von Rabenauische Oberförsterei Rabenau. Maurergesellen finden gegen guten Lohn dauernde Wftilß wird fortwährend im Um- II Uli V tausch zu den höchsten Preisen von dem Unterzeichneten angenommen. Meger-Verein Ziehen 3399) Montag den 3. Juni, Abends 8'/r Ahr: Außerordentliche Generalversammlung im VereinslocaL Tage sordnung: Der Kriegertag in Gießen. Dachdecker-Arbeiten „ „ „ „ Schmiede-u. Eisenwalz-Arbeiten incl. Material, veranschl 8) Eisenguß-Arbeit incl. Material, veranschl. zu . . 9) Klempner-Arbeit „ „ „ „ . . . . im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden und ist Badenburg. Heute, Sonntag den 2. Juni CONCF.RT* Anfang 3 Uhr. Termin auf Mittwoch den 12. Juni er., Nachmittags 3 Uhr, im Bureau des Garnison-Lazareths (hLeltersweg) anberaumt, woselbst auch die Bedingungen ausliegen, welche gegen Erstattung der Copialien erfordert werden können. Die Zeichnungen können auf dem Bureau des Garnison-Bauamts (Marburgerstraße 166) eingesehen werden. Offerten sind bis zu dem genannten Termin, mit gehöriger Aufschrift versehen, portofrei und versiegelt auf unserem Bureau einzureichen. Gießen, den 30. Mai 1878. GroßherzoglicheS Garnison-Lazareth. schäftigung bei Maurermeister Melchior Wadenpfuhl Danksagung. 3420) Für die so überaus liebreiche Theilnahme und namentlich für die reichlichen Blumenspenden bei dem Verluste unseres unvergeßlichen Sohnes Albert Kessler sagen wir Allen unseren tiefgefühltesten Dank. Gießen, den 1. Juni 1878. Die trauernden Eltern. Besondere Bekanntmachung. Oeffenttiche Ladung. 2337) Großherzoglichetz Hofgericht der Provinz Oberhessen hat gegen Julius Roth dahier den Concursprozetz erkannt. ES werden detzhalb alle, welche oeimögens- rechtliche Ansprüche an denselben zu bilden haben, aufgefordert, solche bei Metdung des Ausschlusses von der Masse im Termin Montag den 17. Juni d. I., Bormittags 9 Uhr, unter Geltendmachung etwaiger Vorzugsrechte bei un erzeichnetem Gericht anzumelden In dem Termin soll zugleich die Gute versucht und beziehungsweise wegen der weiteren Fortführung des Concurses, Wahl eines Glaubigerausschusses rc. Beschluß gefaßt werden; in diesen Beziehungen werden die nicht erscheinenden Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der Erscheinenden betttetend angesehen. Gießen, am 8. April 1878. Großherzogltches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Oppermann. Submissions-Bekanntmachung. 3377) Tie zum Neubau des Garnison LazarethS in Gieren erforderlichen Arbeiten und Lleferungen, bestehend in: ■' Maurer-Arbeiten, veranschlagt zu . . FestbaU für Israeliten. 3402) Freitag den 7 Juni, Abends 6 Uhr, findet im Saale des Schützengartens zu Wetzlar Grosser Ball Vermischte Anzeigen. 3419) Einen braven Jungen sucht in die Lehre Wilh. Müller, Schuhmacher. Mittwoch den S. Juni, Nachmittags 3 Uhr, oll en auf dem Lang Gönser Herrenhose lachsolgende Gegei stände gegen gleich Iraare Bezahlung versteigert werden: 11 Fenster 1,75 m hoch, 0,96 m breit, 5 Thürcn 2,50 m hoch, 1,00 m breit, 1 fast neuer Sprungherd und Holzversteigerung. Donnerstag den 6. und Freitag den 7. Juni 1878, von 8 Uhr Morgens an, werden in der Freiherr!, v. Rabenauischen Obersörsterei Rabenau, Districte Gocken- berg, Köpfchen, Hönngsteich, Geiselstruth, Steinberg 8b und Steinberg 9 (Stätte): 383 Rmtr. Nadel-Scheiter, 572 „ „ Knüppel, 60 „ „ Reisig 3209) Ein Logis von 3 Zimmern, üüche, Speisekammer und sonstigem Zutuhör, am 15 Juni beziehbar, zu vermiethen bet HetnrichSchomber, R ustadter Thor. 3249) Das seither von Herr i Bauunternehmer Theisen bewohnte Logis ist Wegzugshalber anderweitig zu vern iethen. Job. Fischer, Alic.nstraße E. 104. Logis und 51 ost für einen Schüler in einem freundlichen Haufe in der Nähe der Neal- schule. Näh. Gartenstr. 16S. 2141) Eine Wobnung von 3 Zimmern mit Zuaehör im 4. Stock zu vermiethen; auch können daselbst 2 Mansarden Z mmer abfe- geben werden._______Ehr. Schopbach. 3353) MöbltrteS Zimmer zu vermieten. ________________Cbr. Weitz, Asterweq. 3349) Ein kleines wöbUrtes Zimmer zu verwiethen._________Neuenweg Ltt. B. 116. 3312) Ein FamtUenlogis, per 15. August beziehbar, zu vermieden. ____________Elias Meter Wtttwe. 3311) Zu vermtethen gleich deztebbare Logis.________________Neuenbauen B 90. 2427) Das von Herrn Max Pilger bewohnte Logis ist zu vermtethen und vom 1. Juli zu beziehen. Wernh. Dietz I. Durch Wegzug der Frau Or. D t e ck m a n n ist der untere Stock meines Hauses, im Ganzen oder gttrennf, zu vermiethen. 3293) Jacob Reiber, Gartfeld. Aersteigerungc». Dienstag den 4. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung der Frau Landgerichts- Diener Fischer im Hause des Herrn Schreiner Bergmann am Gartfeld gut erhaltene Möbel, al?: Sopha, Kleidei schränke, Stühle, Bettwerk und sonstige Housgerathe meistbietend versteigert werden. Giehen, den 1. Juni 1878. GiotzherzoglicheS Ortsgertcht Gietzen. 3413) Müller._____________ Versteigerung. Dienstag den 4. Juni d. I., Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Hose der Zeughaus- Caserne verschiedene alte unbrauchbare Utensilien, als: eiserne Bettstellen, einige Ctr. alte Lumpen, altes Blech, Eisen, Zink und 2 Stubenthüren rc. gegen gleich baare Zahlung versteigert werden, wozu Kauflustige etngeladen werden. (3398 Gießen, den 30. Mai 1878. Großherzogltche Garnison - Verwaltung 3425) Eine Frau empfiehlt sich im Nahen außer dem Haus. Zu erfragen in der Expedition dieses Blattes. 3405) Einen Lehrling sucht Ed. Trautmann, Kupferschmied. Ein gebrauchtes Clavier wird zu kaufen gesucht. Offerten nimmt die Expedition d. Blattes entgegen. (3410 Sn?) Wäsche jeder Art wird schön gebügelt und rascb besorgt. Retchensand, im Hinterhause des Herrn Weißbinder Möhl. Auch ist daselbst ein fast neues Kinder- wäpelcken und ein Bettlädchen zu verkaufen. Aermiethungen. 3400) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ________________________ Kreuz B. 14. 3415) Ein kleines Familier.logiS zu oer- miethen und am 1 Juli beziehbar. Ehr. Noll HL, Canzletberg B. 66. 3414) Em uödltrtes Zimmer zu oer- mtethen. __Karl Lony, Seltcrsweg 188. 3411) Em FamUlen-Log S zu orimiethen bet I. BeUoff Wittwe, __________Grünbciger L-troße Nr 15Q5/.Q. 3392) Em sofort bez'rhbareÄ FumlUcc - logis bestehend aus 3 Zimmer, 2 Kammern, Küche und sonstiges Zubehör, sowie cm möblirtes Mansardenz mmer zu vrrmietoeri. __Seltersweg 193. 3404) In meinem Vorderhaus ein Logis von 4 bis 5 Zimmern zu verm ethen m.b gleich zu beziehen. Christian Löber I. Ww., Neustadt 201. 3391) In einem Hause an oer Frankfurter Straße ist die Parterrewohnung mit großem Keller rc., worin bisher ein Destillationsgeschäft betrieben wurde, per 1. Jult d. I. zu vermiethen. Das Haus steht preiswürdig und mit entsprechender Anzahlung auch zum Verkaufe. Näheres in der Expedition dieses Blattes.______ 3423) Zwei tneinan^ergeheude freund!, möblirte Zimmer per sofort zu vermiethen. Ehr. Löber Wwe., ____________Grünberc erstraße B. 149 1742) Der zweite Stock meines Hauses, aus 5 Zimmern u. s. w. bestehenv, ist per 15. Juni d. I. beziehbar zu vermiethen. C. Klirrgspor, Gartfeld. 3344) Der 3. Stock meines Houses — Alicenstraße Nr. 101 — ist per 1. Juli d. I. zu vermiethen. Wwe. Louise Wille. 3341) Ein LoglS zu vermiethen bet ________________________F- Fel sing. 2577) Das fei'her von Fro.i Schäcker bewohnte Logic ist zu vermiethen und per 1. Jult beziehbar. ____________L. Herbert, Mautzburg. In der Schulstraste ist ein FarnilienlogiS von S Zimmern nebst Zugehör zu vermiethen und im Juli beziehbar. Nähe- res in der Gxped. d. BlttÄ. 3070) Ein freundliches Famtltenlogts, bestehend in 3 Zimmern, Küche rc., ist zu vermiethen und alsbald zu begehen Näheres Sonnenftratze 104. 2889) Die Parterre-Wohnung meines Hausetz, bestehend aus 4—5 Zimmern nebst allem Zubehör, ist per 15. Juli zu veimie- 3427) Ein oder zwei möblirte Zimmei mit 2 Betten werden per 15. Juni oder 1. Juli in der Nähe deS Bahnhofs zu miethen gesucht. Offerten beliebe man unter F. in der Expedition dieses Blattes nieder zuleaen. miethen gesucht ein Haus mit 6—7 Pidcen zum Alleinbe wohnen nebst 3—4 Morgen aroßem Garten oder Feld. Offerten unter B. 62648 befördern Haasenftein &* Vogler in Frankfurt a./M. (3401 ff» Sie wo Seite 244) vorx kchhendkn Borst Es wird dem Bezirke I dem Bezirke I Gieße l Behufs s llkstlben Mittel a . lolche für 1878 ai ■-------------------■ betreff 3) Ile an 4J 22 ein Unserem mchstehen 1) Di 2)315 5) An 'um an; «)De „ geh 7) ülni taftuna II n \ den '^7 - 6g ,, Dkl I i'd'S fq & Herz k." 6ot b Wbe[ ikte| 2ßod S'fliWti, ("äetufe bi,l‘ ' * In h' •