Wtttife Wandeln. gest (1261 chbach^ WM ß » SV. Mbenfleib«, l: und Kinder eten, Seiden kleiderstoffe«, Bettzeug« um (7208 Kenten täglich«^ :6lt. ., licht befannt ft W- W s 8 B len Arten \A 0 o Nr. 283. Mittwoch, den 4. December 1878. Hietzener Wyciger AilMk- Md Amtsblatt für in Kreis Gieße«. Redactionsbureau r Expeditionsbureau: Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Familie und Wirthshaus. Unter dieser Ueberschrift berichtet ein rheinisches Blatt über einen Krebsschaden in der heutigen Gesellschaft, indem es u. A. schreibt: Sparsamkeit gilt heutzutage Vielen als ein häßliche- Wort. Seit die Welt aus dem einen Extrem, welches den Menschen als nur für den Himmel geschaffen betrachtet und verlangt, daß er als ein trüber Gast und weltstüchtiger Pilger über die Erde hingehen soll, in das andere Extrem gefallen ist, wonach der Mensch über die Grenzen der Sinnlichkeit hinaus nichts mehr zu erwarten hat und deshalb der am klügsten handelt, der den Sinnen schmeichelt, der Augenlust und Fleischeslust, gilt die Sparsamkeit als ein Htnderntß menschlicher Glückseligkeit. Die Folgen treten klar an den Tag. Man spricht zwar von den trüben Zeiten, welche den Rückgang der Geschäfte veranlaffen, allein so viel ist doch richtig, Tausende von Bankerotten wären zu vermeiden gewesen, wenn die Geschäfts-Inhaber in ihren persönlichen Ausgaben sich nach den schlechten Zeiten eingerichtet hätten. In dem glänzenden Geschäftsaufschwung nach dem Krieg gewöhnte man sich hunderterlei früher unbekannte Luxusbedürfniffe an, der Aus wand für Frau und Kind verschlang riesige Summen, und als den fetten Jahren die magern folgten, lebte man in der alten gewohnten Weise fort, bis man sich dem Ruin gegenüber sieht. Der Mittelstand wird ruinirt durch die Krisis, er ruinirt sich aber noch mehr selbst durch seine Luxusbedürfniffe, durch den Aufwand in der Familie. Und wie oben, so ist es unten. Die Arbeiter waren sehr gelehrige Schüler ihrer Brodherren; die Lehre: „Lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tobt", verstanden sie sofort. Noch viel mehr als in die mittleren Stände ist der Luxus in die Arbeiterbevölkerung gedrungen und die Genußsucht in ihrer rohesten Gestalt, Esten, Trinken, Flitter und Tanzvergnügen, dann kam der magere Verdienst, aber die Vergnügungen wollte man nicht beschränken, und das Ende ist zwar nicht die Gant, sondern der Hunger. In unfern großen Städten ist die Armuth furchtbar hoch gestiegen, in Köln ist der 16. Einwohner als „gesetzlich" Unterstützter zu betrachten; Berlin bat 1877 fast 7 Mill. Mk. für seine Armen verausgabt; in anderen Städten ist es nach Verhältniß ebenso, trotzdem aber zeigen die öffentlichen Vergnügungs-Locale, in denen die Armen verkehren, wie die der besteren Stände, daß bei der heutigen schlechten Zett mehr Geld für Luxusbedürfniffe flüssig ist, als in den guten Zetten vor etwa 10 und 20 Jahren. Es liegt uns ferne, zu behaupten, eben seien keine schlechten Zeiten. Aber das sagen wir auch, die schlechten Zetten wären leichter zu ertragen, wenn man sich beffer darauf einrichtete. Die Einkünfte haben sich verringert, Etnschrän- kungen muffen gemacht werden. Siatt aber dort damit zu beginnen, wo sie am wirksamsten wären, an den Ausgaben für den Staat und das Wirthshaus, beschränkt man sich an dem Röthigen und gibt für das Unnöthtge, ja wtrth- schaftlich Schädliche die alten großen Summen aus. In den Artikeln, wo wirklich etwas dabet herauskäme, geht's in alter Weise fort, an den nothwen- dtgen Dingen schränkt man sich ein. Es machend Viele wie jener Student, der auch einsah, daß er sparen muffe, aber nicht am Bier, sondern an Streichhölzern und Tinte an fing. Soll aber dem Menschen jede Lebensfreude versagt werden? Dem Armen so wenig als dem Reichen. Aber das wünschen wir, daß nicht das Wirthshaus als der vorzüglichste und einzige Ort gilt, um sich zu erholen und zu erfreuen. Auch das Wirthshaus hat seine Berechtigung, aber der erste Ort der Erholung soll die Familie sein. Auf diesem Boden allein erblühen die Freudenblumen, die nicht mit vergiftendem Hauche betäuben und mit Ekel und Mtßmuth schließlich erfüllen, sondern das Herz wahrhaft erquicken und beseligen und das Leben verschönern, Das Wirthshaus nimmt einen zu breiten Raum im Leben unseres Volkes ein, die Familie einen zu geringen. Trotz der schlechten Zetten mehren sich die Wirthshäuser und sie mehren die Roth. Wenn die Familie mehr zu ihrem Rechte kommt, wenn Vater und Mutter und Kinder lernen, innerhalb ihrer vier Wände ihr G ück zu suchen, dann ist der schlechten Zett ihr verderblichster Stachel abgenommen, dann ist auch Aussicht, daß den schlechten Zetten die guten folgen. So lange unsere Bevölkerung nur verdient, um zu vergeuden, werden die Zetten immer schlecht bleiben, und wenn so viel Mark als jetzt Pfennige verdient werden. Das Familienleben muß mehr zu seinem Rechte kommen. Das kann aber nur geschehen, wenn man die sinnlichen Freuden nicht mehr als die einzigen oder höchsten betrachtet, und dieser Umschwung kann nur herbeigeführt werden durch eine religiöse Weltanschauung, die allein idealen ■Sinn in unser Volk bringt. Die höheren Stände find in ihrem Luxus, der auch sie ruinirt, mit bösem Beispiele vorangegangen; so lange sie nicht umkehren zur größeren Einfachheit, werden alle Predigten an die untern Klaffen nutzlos verhallen. Die gegenwärtige Vergnügungssucht ist eine Folge der Lehren des Materialismus, der im Sinnengenuß des Lebens höchsten Zweck erkennt. Ihn zu bekämpfen, ist darum die erste Aufgabe aller Derer, die es mit unserem Vaterlande wohl meinen. Deutschland. AuS dem Großherzogthum Hessen, 30. Rovbr. Die Regierung beabsichtigt, in der neuen Kammer-Session die auf dem letzten Landtage am Widerspruche der ersten Kammer gescheiterten, lange vorbereiteten Gesetze über die Modification der allgemeinen Einkommensteuer und Einführung einer auf dem Principe der Declarationspflicht beruhenden Capitalsteuer nicht mehr vorzulegen. Die ganze Steuerreform-Frage ist vertagt, bis entschieden ist, inwieweit die vom Reiche in Aussicht genommene Aenderung des Reichssteuer- Systems auf die hessischen Finanzen einen Einfluß ausüben wird. In das Staats-Budget sollen nachträglich für die Besoldung eines Fabrik-Jnspectors 3600 Mk. und ein entsprechender Betrag für Reisekosten, Diäten und Bureauosten eingestellt werden (Fr. Journ.) AuS Oberhefferr, 30. November. Schon bei dem Entwürfe des Budget der vorigen Finanz-Periode bestand die Absicht, die Blinden-Anstalt in Friedberg, die Privat-Anstalt ist, an den Staat übergehen zu laffen. Indessen konnte damals jener Absicht aus verschiedenen Gründen, insbesondere weil das ür die Anstalt bestehende Curatorium seine Einwilligung nicht gab, nicht näher getreten werden. Inzwischen ist dieses Curatorium aufgelöst worden und sind iämmtltche Immobilien auf den Leiter der Anstalt überschrieben worden, sodaß öeffen Erklärung zur Uebergabe an den Staat genügt. Auf Grund dieses Ver- hältmffes hat nun die hessische Regierung mit dem genannten Leiter ein Abkommen getroffen, nach dcffen Genehmigung durch die Stände die obige Anstalt Staats-Anstalt werden wird. — Bekanntlich hat die Regierung den Ständen Den beim vorigen Landtag zwar von der zweiten, nicht aber von der ersten Kammer angenommenen Gesetzes-Entwurf wegen Errichtung einer Landescultur- Rentenkaffe dem kürzlich eröffneten Landtag wieder vorgelegt. Im unmittelbaren Anschluß hieran ist auch in dem Budget für die nöthigen Culturtechniker ein entsprechender Betrag vorgesehen im Ganzen 14,000 Mk. Hiervon sollen an* gestellt werden: Ein Cultur-Jnspector mit 4400 Mk. und zwei Cultur-Jn- genteure mit 3800 Mk. und bezw. 2800 Mk. Auf Bureaubedürfntffe und Reisekosten der Culturtechniker würden 3000 Mk. entfallen. Jndeffen ist ausdrücklich irn Budget hervorgehoben, daß die Regierung keineswegs sofort das ganze vorgesehene Personal anzunehmen beabsichtige, vielmehr nur nach fortschreitendem Bedürfnisse über die bewilligten Mittel verfügen werde. (Fr. Journ.) Berlin, 1. December. Der Kaiser hat Wiesbaden verlaffen und ist von Darmstadt mit der Kaiserin nach Karlsruhe gereist. Nach der daselbst erfolgten Einsegnung ihrer Enkelin, der Prinzessin Victoria von Baden, treten die kaiserlichen Herrschaften am 4. d. M. die Rückreise nach Berlin an, wo die Ankunft am 5. December, Mittags, erfolgt. — Die Berliner Börse wird am 5. d. wegen des Einzugs geschlossen sein und aus demselben Grunde fallen in Berlin alle Termine zu den Gerichtsverhandlungen aus. — Der preußische Landtag hat die erste Lesung des Etats beendet. Die Abgeordneten Lacker, Richter, Hagen und Rickert haben den Etat einer scharfen Kritik unterzogen und das Deficit aU zu hoch angegeben bezeichnet. — Ueber Berlin, Potsdam und Charlottenburg nebst Umgebung, d. h. über ein Areal von 85 Quadratmeilen mit einer Bevölkerung von IVs Million Seelen, ist auf Grund des § 28 des Socialistengesetzes der sogenannte kleine oder „trockene Belagerungszustand" verhängt worden. Der Besitz und das Tragen von Waffen ist verboten. Der Polizei steht die Befugniß zu, Personen, von denen eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung zu befürchten ist, den Aufenthalt in dem bezeichneten Gebiete zu versagen. Das Berliner Polizeipräsidium hat 57 socialdemokratische Agitatoren den Ausweisungs- befehl zugeschickt. — Ueber die Beweggründe zur Anordnung dieser Sicherheitsmaßregeln wird officiös mitgetheilt, daß die Regierung die Ueberzeugung gewonnen haben, daß geheime Verbindungen über die Hauptstadt verbreitet werden und daß die Internationale Berlin zu einem Hauptmittelpunkte ihrer Agitation zu machen bestrebt sei. — Von den wilden Gerüchten, die jetzt im Umlauf sind, wollen wir vorläufig keine Notiz nehmen. In Zeiten wie die jetzigen, ist die Phantasie des Zeitungsreporters zügellos. Ueberall sehen die Entenzüchter Orfinibomben und andere Hölleninstrumente. — Die Eisen-Enquete-Commission hat die Vernehmung der Sachverständigen beendigt. Der Bericht an den Bundesrath dürfte in etwa vierzehn Tagen erstattet werden. Das Ergebniß der Enquete wird als ein der Einführung eines mäßigen Eisenzolles günstiges bezeichnet. — Die preußischen Staatsschulden betragen nach dem Eta! für das nächste Jahr 1,155,306,958 Mk. — Der Kronprinz hat eine Commission, bestehend aus hervorragenden Männern der Staats- und Volkswirthschast, und zwar ans verschiedenen Bundesstaaten, zur Formulirung von Vorschlägen betreffs Verwendung der Wilhelms- spende ernannt. Zur Commission gehören Männer wie Moltke, Stephan, Delbrück, Gneist, Schulze-Delitzsch und A. m. — Wir erwähnen bei der Gelegenheit, daß noch nachträglich aus Palästina 301 Mk. 25 Psg. für die Aolilischer Hheil. I Wilhelmsspende eingegangen find, die von 539 Personen aus der dortigen 1500 Köpfe starken deutschen Colonte gezeichnet worden. — Am 8. December wirv zur Feier der Wiedergenesung des Kaisers in allen evangellschen Kirchen ein Dankgottesdienst abgehalten werden. — Die Einnahmen der Reichs-Post- und -Telegraphen-Verwaltung haben in den ersten sieben Monaten deS laufenden Etatsjahres einen Ueberschuß von 1,727,876 Mk., die der Reichs-Eisenbahn-Verwaltung einen solchen von 236,691 Mk. erzielt. — In der an der russischen Grenze gelegenen Stadt Stallupönen in Ostpreußen ist die Rinderpest ausgebrochen. Die notwendigen Absperrungs- Maßregeln find unter Beiziehung militärischer Hilfe getroffen. -esterreich. Pesth, 1. December. Budgetausschuß der österreichischen Delegation. In Beantwortung der gestellten Interpellationen erklärt Andraffy: Die Occu- pation werde so lange dauern, bis deren von Europa anerkannten Zwecke erreicht, die Gefahren abgewendet seien, die Türket die gemachten Opfer ersetze und die Gewähr biete, daß der geschaffene Zustand unter ihrer Herrschaft sich nicht verschlechtere. Sollte es zur Frage der Annection kommen, so würden die gesetzgebenden Körper mit der Krone darüber entscheiden; diese Frage sei aber n^cht an der Tagesordnung. „Der Abschluß der Convention unterblieb, weil die Pforte anfangs mit dem Berliner Vertrage dtsharmonirende Bedingungen stellte. Die heutigen Anschauungen der Pforte sind von ihren früheren bedeutend verschieden." Der Minister verliest Depeschen, wonach die Pforte alle Anordnungen getroffen zu haben erklärte, daß die österreichischen Truppen als Freunde empfangen würden. Für ein autonomes Bosnien hätte die Monarchie die Garantie übernehmen und öfters militärisch etnschreiten müffen. „Das Occupattons-Mandat ist eine Bestimmung des Berliner Vertrages und könnte nur durch alle vertragsschließenden Theile einstimmig verändert werden." Nach- dem der Minister noch auf die handelspolitische Abmachung mit Serbien hingewiesen hat, geht der Ausschuß in die Spectalberathung des Budgets des Ministeriums des Auswärtigen ein und nimmt einzelne Posten nach den Anträgen des Referenten an. Nur bei den Nachtrags-Credtten, insbesondere bet dem auf die bosnischen Flüchtlinge bezüglichen, erhebt sich eine längere Debatte; bte geforderte Summe wird jedoch in den Etat eingestellt und die Regierung zur Vorlegung der Specialnachweisung aufgefordert. KranLreich. m Pari-, 1. December. Der Schah von Persien, welchem die in dem Pavillon von Trocadero ausgestellten Möbel, Stoffen, Waffen u. s. w. per- ' sönlich angehörten, hat seinem Gesandten in Parts, Nazar-Agha, Befehl gegeben, , bte kostbarsten Stücke den europäischen Souveräne, deren Gast er gewesen, zu ör^cn Lber öffentlich zu versteigern, was nächstens unter der ^"sficht des persischen General-Consuls, Herrn Meymier, geschehen wird. , .. ~ 3n Parts sind vor einigen Tagen zwei bekannte Polen, der Revo- 1 luttons-General Mieroslawskt und der reiche Graf Potockt, gestorben. 1 England. 1 Stuttgart, 2. December. Fürst Gortschakoff ist hier angefotmnen und har auf Einladung des Königs im Schloß Logis genommen. Morgen wird derselbe seine Reise sortsetzen. 8 Lahore, 1. December. Oberst Cavagnari marschtrt mit zwei Kanone, ;ur Züchtigung des Afridi-Stammes ab, welcher den Proviant-Convol anot» griffen hatte. Ein Theil des Stammes unterwarf sich, der Rest deffelben wurde zeriprengt. Ihre Befestigungen auf den Höhen des Schadibagi-Paffes wurden rasirt und daselbst starke Wachen postirt. Der Khyber-Paß ist jetzt bis über Dakhar hinaus sichergestellt. 1 P r r l Druffel, 2. December. In dem Prozeß gegen T'Kmt und FortampS sind die Plaidoyers heute beendet worden. Den Geschworenen werden 595 Fragen vorgelegt, wovon 492 heute verlesen sind. Die Urtheilsoerkündiguna erfolgt wahrscheinlich morgen Abend. 8 8 n XDecember. Das hiesige „Telegr.-Corresp.-Bureau" meldet aus Rom: Im Vatican glaubt man, daß die dem Erzbischof von Bamberg erthetlten Instructionen, gemäß welcher die übrigen deutschen Bischöfe Verhal- lungs-Anweisungen erhalten, ein gutes Resultat bezüglich des zwischen der Eurie und Deutschland herbetzuführenden Modus vivendi ergeben werden. Mermillod wird wahrscheinlich berufen werden, ein Arrangement zwischen dem päpstliche« Stuhl und der Schweiz anzubahnen. Loudon, 2. December. „Reuters Bureau" läßt sich aus Konstantinopel vom gestrigen Tage melden: Fürst Lobanoff erklärte Saufet Pascha die russischen Truppen würden Bulgarien und Rumelten gemäß den betr. Bestim- mungen des Berliner Vertrages räumen. Die Räumung von Adrianopel und Thracien würde von der Annahme eines definitiven Vertrage- Seitens der Pforte abhängen. Fürst Dondukoff-Korsakoff sei bemüht, der bulgarischen Agitation Einhalt zu thun. Rom, 2. December. In Folge einer Verfügung der Behörde sind alle Barsanti-Clubs, beiläufig 30 an der Zahl, geschloffen worden. London, 2. December. Beaconsfield hat sich heute Mittag zur Audienz bei der Königin nach Windsor begeben. — (Officiell). Es sind keine weiteren Nachrichten von den Generalen Roberts oder Biddulph eingetroffen. Die Gerüchte von Angriffen im Khyber- Paffe sind übertrieben; t rovtantzüge pasfiren täglich. Oberst Brown, Befehls- Haber der Brigade von Ali Musjid, ist abberufen. Oberst Macgregor wurde abgesandt, den Verkehr im Engpässe zu orgamfiren und Schutzmaßregeln zu treffen. Das Militär soll durch Aushebung unter den Stämmen ergänzt werden ö ° 8,p”b,0”f 1 D°c-mber. Der Verlauf des afghanischen Krieges war bisher ein für die Engländer recht günstiger. Neuerdings wird jedoch gemeldet, daß sich einige Gebirgsstämme, namentlich der Stamm der Afridis, unzuver- laistg zeigen und die indobrttischen Truppen im Rücken beunruhigen. Selbstverständlich sind die nölhigen Gegenmaßregeln ergriffen worden. , _ ~ M't großer Spannung sieht man der Thronrede entgegen, welche am 5. December zur Eröffnung des Parlaments verlesen werden wird. Man erwartet ausklärende Aeußerungcn über die Beziehungen Englands zu Rußland. Italien. Rom, 30. Novbr., Abends. Das Befinden Cairoli'S beffert sich lang som; es scheint, daß derselbe nicht in der Lage sein wird, Dienstag an den Kammerberachungen theilzunehmen. Eine in Bologna gehaltene Versammlung, an welcher mehrere hervorragendere Politiker Teilnahmen, genehmigte eine von beantragte Resolution, welche gegen die Attentate von Neapel, Florenz jedoch gleichzeitig die Nation auffordert, sich einer Reac- tronspoltt.k zu widersetzen. — Mehrere Deputirte des Centrums haben erklärt, das Cabmet unterstützen zu wollen. — In Trani wurde durch die Gerichtsbehörden ein Local entdeckt, in welchem die Internationalisten Versammlungen 9R ,tC^’ .®urbtn S^riftRüdc und Chiffernschlüffel beschlagnahmt. Wie es scheint hatte der Club in Tran, provinzielle Zweigverbindungen und W." Corr-spond-nz mit anderen Clubs Italiens. Der Proceß gegen di- Verhafteten nimmt seinen Fortgang. Spanien. 1. December. Gerüchtweise verlautet, König Alfons wolle '^«ester seiner vor Kurzem verstorbenen Gemahlin, die Prinzessin Christine v. Montpenster, die fünf Jahre älter ist als der König selbst, heirathen. Türkei. 1. December. In Konstantinopel hat wieder ein- 6ebeut L«n n^n^r,l;Unb bedeutungsvoller Mtnisterwechsel stattgefunden, : SÄ - -r das Steigen des englischen EinflnffeS beweist' . darmerie in ist außerdem zum Commandanten der Gens- 1 E' ®Xttn «"Et worden. - Die ottomanische Gesandtschaft in I Washington, sowie zahlreiche Consularposten der Türkei, sind aufgehoben worden. ' v n- A"rr?0lsidende berichtet über 30 Eingänge, welche den Acten, der Bibliothek der Casse überwiesen und theils zur Etrculation bestimmt werden. Die Königliche Eisrnbahndtreciton zu Frankfurt a. M. erläßt mit Ctrcularschretben * vom 12. October eine Einladung zu der ersten Conferenz zwischen den Directionen der Frankfurt-Bebraer, der Main-We'er und N ssautschen Bahn einafeitsunbben tr btef« Bahngebieten vorhandenen wirthschaftlichen Corporattonen anbererfct« auf ben 21 No- Deuber in Frankfurt a. M. unb ersucht um Mtttheilung bes Delegtrten, welcher bte Kammer bet btefen Beratungen vertreten wirb. Man schritt zur Wahl bieseö Vertreters unb eines Ersatzmannes in besten Verhinbrrung, nach welcher die H rren ßom» berger unb Georgi bestimmt wuroen. Mit Circular vom 19. Ocirber schlägt die Handelskammer zu Frarkfurt a. M eine Vorbesprechung der bei di fer Conferenz bctheil'gten Kammern und Vereine vor und bestimmt diese auf den 26. October. Man erkennt die Zweckmäßigkeit dieses Vorschlages an und ersucht den Vorsitzende, dies n Verhandlungen betzuwohnen. Der Präsident berichtet über die am 26. October stattgefundene Vorbesprechung bezw. über diejenigen 31 Anträge, welche von den anwesenden 15 Corporattonen gestem und tn vrllständtger Ueberetnsttmmung zu gemeinsamen gewacht wurden. Die dteS- etttgen 9 Amräge, welche GüierverkehrS- und Tartfangelegenheiten zum Gegenstände hatten, wurden von der Versammlung etnstimmig angenommen, nur sprach man bezüglich desjenigen auf Ermäßigung des Frachtsatzes für die nur noch bestehende etnc Stückgutclosse auf den Du'chschnttt der früheren beiden Elasten den Wunsch auS daß dieser tn Rücksicht auf den anderseits grst lllen weiter gehenden Antrag die Wiederherstellung einer II. Slückgutclaste betr. erst eingebracht werden möchte, nachdem der letztere abgelehnt sein würde, welchem Verlangen Herr Homberger in Rücksicht auf die größere Schädigung der Verfrachter nur solcher Güter, welche der II. Elaste anae- hörten, nicht entgegentreten wollte, obgleich die Handelskammer Gießen diesem Antrag prtnc'ptell nicht zufttmmen könne, da sie im Interesse der Vereinfachung t er Tarife der Einführung nur einer Stückgutclaffe zugesttmmt habe und kaum glaube, daß nach den bereits von ihr gemachten Erfahrungen diese« Princip durch Wiedereinführung einer II. Slückgutclaste wieder durchbrochen werden würde. Die Handelskammer zu Frankfurt fragt auf Veranlastung der Handelskammer zu Halle an der Saale an, ob man diesseits betrefft de« auf der Tagesordnung der Conferenz am 21. d. M. stehenden Gegenstände« die Bestellung eine« ständigen engeren Ausschüsse« betr. eine nochmalige Vorbesprechung für noihwendig erachte, um darüber eine Einigung sämmtlicher geladenen Korporationen herbeizuführen. Die Kammer verneint diese Frage, da der in Rede stehende Punkt bereits in der Versammlung vom «6. October von den Anwesenden dabin erledigt worden sei, daß man von der Eonstttui- mng eines solchen AurschusseS absehen wolle. Ebenso wie in Frankfurt a. M. am 21. November wird am 5. December eine Conferenz zwischen der Königlichen Eisenbahndirection zu Elberfeld und den Dtrectionen der Koln-Mindener und der Rheinischen Eisenbahngesellschast einerseits und ben wtrth- schaftl'cheo Corporattonen der betr. Bahngebiete andererseits zur gemeinsamen Berathung in wichtigeren die Landwirthschoft, Handel und Gewerbthätigkeit berührenden verkehr«, fragen statifinden, für welche die Königliche Eisenbahndirection zu Elberfeld den Vorsitz übernommen und mit Circularschreiben vom 22. October zur Theilnahme an ben Be- rathungen mit dem Wunsche einladet, daß auch diese erste constitutrende Versammlung von der Kammer beschickt werden möchte. In Rücksicht auf die Wichtigkeit der Sache beschließt man der Einladung zu er.tsprechen und ersucht die in Frankfurt thätig gewesenen Delegtrten, Herren Homberger ev. Georgi die Vertretung auch für diese Berathungen zu übernehmen. Ein Circularschrerben der Handel«- unb Gewerbekammer für Oberbayern zu München stellt bas Ersuchen, eine Eingabe vom 30. September an ben BunbeSratb betr. ba« DtHpcsttionSrecht in fern Berner Vertragsentwurf eine« internationalen EtsenbahntronSportrecht'8 unb ipecull ben Antrag: immranonaien dahin wirk,n zu wollen, daß in dem Berner VerttagSentwurf eine« internationalen Eifenbahntrar Sportrechte« eine Bestimmung ausgenommen werbe, wonach bcr Absenber, falls er ein Frachtbrief-Dvplicat genommen hat, bet der Aufgabestation nur dann eine den ursprünglichen Frachtvertrag adändernde Disposition geben kann, wenn er das Frachtbrief, Duplicat vorwetst und die Abänderung auf demselben bestätigen läßt Telegraphische Depeschen. „ ... , «Befl»«1« tel.gr. «.ttefpro»™,.».,,«,. mafln* *cnofienf<6a^ $er bett, die Bildung 6on «orla0e und gegen die Argumentationen Gneist's, indem er ausfübrt ffiTfeh auf We von Anbeginn des preußischen Verfassungslebens ^^'ch^t?Pr«r?^^h^wonack R^üor^ «»andnungenohneb-s-ndn- Oefefee dmchgesthntwurden seien.-gortf^gd erve^hüng mmgew Paris, 2. Decbr. Der Marschall-Präsident empfing heute den österreichischen Botschafter, Graf Beust, in feierlicher Audienz zur Entgegennahme von besten Creditiven. Lokal-Kott z. Gießen, 3 December. Auf Wunsch berichtigen wir, baß die tn letzter Nummer al« confiSctrt bezeichnete Waage nicht im Laben beS Herrn E. Hain bach oder E Orbta auf dem Reicher.fand vorgefunden wurde. b , - - Wegen Mangel an Obdach wurden gestern Abend zwei Damen au« Groß-Buseck von der Polizei frei dnquartiert. u 3- Dkcewber. Aus den Verhandlungen der Großh Handelskammer dahier. Sitzungen: 23. October und 9. November. S-'iS & Hs." ^Wbitteu 1405) auf m «ach dm 8(fe stadigertchts dah Die Listi mittags von jtgtn die Richtig Fracht werden. Nur diej 7414) Uv Dom 28. Januar prrr Wilhtlu nit dem Eisin- ui Srrsies Äiehen, ist. Etwaige Sh Mißt# btä Boi ben Bergwerkseigt die Einsicht des Darmstai j 8ro^moglid|i 7377) Die "d die fiädt. Z ■i^e« 8 Tagen Soßtn zur h Bietzen, bi OGntliche^ ®l5u6lger ^r 8U G.eße, schuldet ist, we 7« Äderungen Arrangement Mtag ben 20 ^»'Palicherß L«-ch"gte Utz' M Ä S1 ^chcuratortz yiiet w» Wain 26. 5-5 d. $).. Öe,™«nn, ”"nerfl»8 de Nen b den 3. b|i* lnt,6ta • i* J!: ***£ 'Bureau m.n. 9"U«ä cderher- iite, nsSdern der ■r tn Rücksicht auf >er n. Elaste ange- fern dM ä”lr«l md-, ba6°°»d« «chMiM(|MI « H«id-»k-»« lageiotbnuni dn iJfoWfflSS Staus s S und den ®w L« L°«L°°S SS -LS . jn(8 inttt' eieurf :.l «M bei dieser Behörde zu unterstützen. Man beschließt über diesen Gegenstand zur Tagesordnung überzuaehen, weil man daS Verlangen, welches hier gestellt wird, den wahren Interessen des Verkehrs eher nachtheiltg als förderlich erachtet und die beabsichtigten Zwecke da, wo sie von Nutzen find, auch ohne eine solche Bestimmung erreicht werden können. Schließlich erstattet der Vorsitzende eineu ausführlichen Bericht über die Verhandlungen deS VIII. deutschen HandelStagS. Handel und Bekehr. » ®teV"' 2. Decmbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 90^ biS X IAO Hühnereier, per Stück 7—8 4, «äse, per Stück 5-8 A, Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 Linsen, 1 Ltter 22 4, Tauben, daß Paar 70 H Sühn^, per Stück X —90, Hahnen, per St. X —85, Enten, per Stück x 2.10, Kartoffeln, 100 Kilo X 5—6.—. Zwiebeln per Centner X 6.50—7.50. Ochsenfleifch 70—72 H per Psd., Kuh- und Rmdfleisch 56—60 Schweinesteffch 58—60 A, Kalbfleisch 56—60 4, Hammelfleisch 50—60 H. Gänse, per Pfd. 32—44 t §riinfJ^rt,i2- December. (Fruchtbericht.) Unser heutiger Markt zeigte eine wahre Leichenbittermiene, man kaufte nur da« Allernothwendigste und konnte sich zu unseren Notirungen bequem versorgen. Wir notiren: Mehl Nr. 1 X 39.—, Nr. 2 X 35.—, Nr. 3 Jt31.—, Nr. 4 X 27.-, Nr. 5 X 21.—. Roggenmehl o/t (Berliner Marke) X 22.—, do. a (Berliner Marke) X 19.- Weizm, effect. hiesiger ab Bahnhof hier X 19.50-20, ab unserer Umgegend 18.50-19 do. ftemder je nach Qualttät^L 19-20.50, Roggen je nach Qualität X 13.50—16.25' Gerste X 13-19 —, Hafer X 12.50—14.—, Kohlsamen X 27—28, Erbsen X 19—23, Wicken X 15—16, Linsen X 17—23, Rüböl, detail, X 68. Stimmung matt- Dringend offerttt: Getreide und Mehl- (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund ZollgewiÄt — 100 Kilo ) Frankfurt, 2. December. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren ca. 390 Ochsen, 180 Kühe, Rinder und Farren, 200 Kälber, 700 Hümmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 70—72, 2. Qual. X 66—68, Kühe und Rinder 1. Qual. X 64-66, 2. Qual. X 58-60, Kälber 1. Qual. 62-64, 2. Qual. X 58-60, Hämmel 1. Qual. X 60-62, 2. Qual. X 48-50. Herborn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 2. December. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 236 Ochsen, 198 Kühe und Rinder, 385 Schweine. Der diesjährige Weihnachtsmarkt wird am 23. December und der Neujahrs- markt am 30. December II. dahier abgehalten. Auf unfern 12 Jahrmärkten in 1378 waren im Ganzen aufgetrieden: 3963 Ochsen, 3890 Kühe u. Rinder und 9676 Schweine. Temperatur in Gießen. November 1878: Niederste...................—3,7 - R. Mittlere..................+2,73 „ Mittel früherer Jahre..............+2,59 , Höchste..................+H,0 * Niederschlag an 18 Tagen............. 2,07 Par. Zoll. Niederschlag im Mittel früherer Jahre an 15 Tagen . . . 1,82 , Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 7405) Betreffend: Die Ergänzungswahl der Großherzoglichen Handelskammer zu Gießen für das Jahr 1879. Auf Grund des Gesetzes vom 17. November 1871 hat demnächst eine Neuwahl von drei Mitgliedern der unterzeichneten Handelskammer an Stelle der nach den gesetzlichen Bestimmungen mit dem 1. Januar nächsten Jahres ausscheidenden Mitglieder, der Herren: M. Hornberger, F. C. B Koch und Wilh. Liebrich, stattzufinden. Wahlberechtigt find hierbei diejenigen hiesigen Kaufleute und Gesellschaften, welche als Inhaber einer Firma in dem Handelsregister des Großh. Stadtgerichts dahier eingetragen stehen und einer der vier ersten Gewerbesteuerklaffen angehören. Die Liste der Wahlberechtigten liegt 10 Tage lang und zwar vom 5. December bis 14. December l. I. einschließlich, Vormittags von 9—12 und Nachmittags von 3—6 Uhr, auf dem Bureau des stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Adolph Noll, zu Jedermanns Einsicht offen und können Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste bei Vermeidung der Ntchtberücksichtigung nur innerhalb dieser 10 Tage bei der Handelskammer vorgebracht werden. Nur diejenigen Firmen können zur Wahl zugelaffen werden, welche als wahlberechtigt in der Liste eingetragen sind. Gießen, den 2. December 1878.Großherzogliche Handelskammer. Bekanntmachung. 7414) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Wilhelm Stauf, Kaufmann zu Siegen, unterm heutigen Tage mit dem Eisen-und Manganerzbergwerke „Maria" tn der Gemarkung Wies eck, Kreises Gießen, mit einem Felde von 388257 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müffen bet Verme Dung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klrge gegen den Bergwerksetgenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Sttuattonsriffes bei der Bergmeisteret Gießen Jedem gestattet Darmstadt, den 28. Ocwber 1878. Großherzogliche Ober York u. Domänen Direction, Derg-Abtheilung. Bose. ___________________________________________vdt Tecklenburg. Bekanntmachung. 7377) Die Schulgelder pro UL Quartal c. für die Realschule und die städt. Schulen, sowie Communalsteuer 5. Ziel, können in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadikaffe bezahlt werden. Gießen, den 30. November 1878. Der Stadtrentmeister: Enders. Oeffentliche Aufforderung. Die Gläubiger des Bäckers Emil Sauer zu Gießen, deffen Vermögen überschuldet ist, werden zur Anmeldung ihrer Forderungen und zum Versuch eims Arrangements auf Freitag den 20. December l. I., Vormittags 10 Uhr, mit dem Anfügen geladen, daß von den weder persönlich erscheinenden noch durch Bevollmächtigte gehörig vertretenen Gläubigern stillschweigender Beitritt zu den tn dem Termin gefaßt werdenden Beschlüffen angenommen wird. Gültige Zahlungen können nur an den Maffecurator Herrn Max Pilger dahier geleistet werden. (7404 Gießen, am 26. Novbr. 1878. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. I. V. d. D. : Oppermann, Gebhardt, Stadtg. - Affeffor. Stadtg. - Affeffor. Donnerstag den S. December, Nachm tta^s 2 Uhr, soll die der Elias Meyer Wittwe gehörige Hofioitbe: Flur. Nr. lUMtr. I. 564 113 Hofraithe auf dem Seltersweq, einer öffentlichen freiwilligen Versteigerung ausoesetzt werden. Gießen, den 25. November 1878. Großherzogi ches Ortsgericht Gießen. 7259) Lüdeking. Mittwoch den 4. December, Nachmittags 2 Uhr, soll im Pfandlokal dahier eine Drehbank meistbietend versteigert werden. Gießen, den 3. December 1878. Großherzogliche- OrtSgerichl Gießen. 7425) Müller. Aeikgebotenes. 7403) Chignou- und Schild- krot- Kämme, sowie alle Sorten Kämme, empfiehlt B. Abend, Kammmacher, Weidengaffe B. 97. Aersteigerurrgerr. Donnerstag den s. December, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Herrn Hofge- rtchtSrath Becker, Gartenstraße, 1 Sopha, 6 Stüble, 1 Kleiderschrank, ein verschließ bareS Regenfatz, 3 Bettladen, Partie Stein kohlen und sonstige Gegenstände versteigert werden Gießen, den 3. December 1878. 7424) Müller. Cablian treffen heute ein, per Pfd. 40 7426) Emil Fischbach. I % breit. Lama zu Hemden rc, von 1 X per Elle an, Unter Hosen Don 90 H an und höher, empfiehlt A. Haubach, Miiusburg. Aus der Stiftung des Gemeinderathsmttglieds Louis Labroisse ist im Januar nächsten Jahres Brennmaterial an zehn arme Familien zu vergeben. Bewerbungen nimmt Armenkafferechner Wittich bis zum 31. ds. Mts. entgegen. Gießen, am 1. December 1878. __Die Armen-Deputatiou daselbst. Zum IVeihnaehlsfest erlaube ich mir, mein Lager strciig-wiss^MisclmftUcher sowohl als belletristischer Literatur^ letztere vorzugsweise in eleganten Einbänden bestens zu empfehlen. Jugendschriften und Bilderbücher sind in grosser Auswahl vorräthig, Ansichtsendungen derselben stehen mit Vergnügen zu Diensten. Mein Sortiment von Stichen, Lithographien und Photographien empfehle ebenfalls bei dieser Gelegenheit. Eine Anzahl werthvoller Kunstblätter habe im Preis herabgesetzt. 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