r: 1878. Mittwoch, den 4. September gtr. Kießener Anzeiger mische more. Aqchr. «ti AMM fät itte Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme de- Montag- «edaetlon-ditreanr Sartenstraße v. 165. Grpeditton-dnreanr Schulftraße v. 18. Preis viertel jährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. weg1 zu haben igel, .Muth tu W eher, ßelini. Liszt. Hartmann. Wagner. M- 16 16 20 16 ft 9 4 utiflt Narhri^' stwart ? Die Taktik der national-liberalen Partei. In politischen Kreisen beschäftigt man sich schon mit der Discusfion der verschiedenen Möglichkeiten der Parteigruppirung im Reichstage, wie sie sich gelegentlich der Berathung des Socialistengesetzes Herausstellen könnten. Wie uns scheint, wird hierbei wie in der Besprechung des Gesetzentwurfes selbst eine ganz unberechtigte Art von Ketzerrichterei getrieben. Da wird z. B. von ehe- mals national-liberalen Abgeordneten, Zeitungen rc. gesprochen. Wer in aller Welt ertheilt denn die Qualtficatiön zu solchem Urtheilsspruch? Hebet die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei kann doch nur die Partei selbst entscheu den, und die ist nicht versammelt; jeder Ausschuß und jedes Zeitungsorgan ist zu solchen Verdtcten gerade bei der national-liberalen Partei incompetent. Denn diese Partei hat nie ein so fest begrenztes Programm ausgestellt, daß man an ihm die Zugehörigkeit der Einzelnen ermesien könnte; und wollte man die Ab- stimmungen im Reichstage als ächte Prüfsteine geltend machen, so würde sich finden, daß gerade manche der anerkannten Führer der Partei in gewisien Fra« gen sich häufig die Freiheit genommen haben, gegen das geschlostene Gros ihrer Partei zu stimmen. Sie retteten damit ihr Princip und die Partei rettete ging, gar nicht käme. Es bestand freilich — und dies ist das zweite Moment — in einem meßen Thetle der Fraktion die Ansicht, man müsse der Regierung gegenüber sich zunächst mehr nach links halten, Anschluß an die F°rtschrittspart-i suchen und hierdurch einen Rückhalt gewinnen, um sich nicht schließlich widerstandsun- sähig zu sehr nach rechts drängen zu lasten. Wir glauben nicht, daß man dem Fürsten Bismarck hierdurch sehr impontrt hat. Die wirkliche Stimmung des Landes und der Fraktion sind diesem scharfen Politiker, der zudem zu genau weiß, welchen Werth die Zeitungssttmmen in der Provinz haben und wie politische Stimmung gemacht wird, gewiß nie unbekannt geblieben. Wohl aber mag diese Taktik mit ihrer vielfachen Friktion häufig die Stimmung zwischen den doch so sehr auf einander angewiesenen Faktoren getrübt und ein glattes Zusammenarbeiten erschwert haben. erfordert. £ . „ . . . In dieser Beziehung scheint uns nun die Leitung unserer Parte: den Rückhalt derselben im Lande überschätzt zu haben. ' Man hatte wohl nicht genug tn's Auge gefaßt, daß die politische Reife im Allgemeinen aus einem noch sehr niedrigen Niveau steht, daß die große Anzahl neu erlasiener Gesetze und die neuen Verwaltungs-Einrichtungen nicht gerade dazu beigetragen hatten, die neueste Aera bei den Mafien, die sich ohnedies in Folge des wirthschafmchen Krachs in ungemüthlicher Stimmung befinden, sehr beliebt zu machen. Neue Freiheiten möchte man sehen, wenn es nur Rechte wären; allem die damit verbundenen Pflichten werden, zumal Anfangs, nur übel empfunden. So kam es, daß selbst abgesehen von den Angriffen der Socialdemokraten, Ultra- montanen und Partikularisten die liberale Partei im eigenen Lager nicht mehr Partei taktische Fehler. Man spreche hier nicht von der sog. Unwandelbarkeit politischer Prtncr- pien, welche dies und jenes absolut nicht gestatten. Das wäre die allseitig verurtheilte Politik Jules Favre's: „kein Zoll Boden und kein Stein der Festungen", welche Frankreich Tausende von Menschen und zwei der besten Provinzen gekostet hat. Auch die liberale Partei, mag sie noch so sehr von der Richtigkeit ihrer Grundsätze überzeugt sein, muß ihre Stärke und ihre Schwäche im Lande kennen, sonst kann sie ihre Politik nicht mit Erfolg oder wenigstens mit Vermeidung zu großer Schlappen durchführen. Hierin unterscheidet sich der Kamps der Parteien in Nichts von dem wirklichen Kriege. Hier gilt es nicht allein, das richtige Ziel anzustreben, auch die zur Disposition stehenden Kräfte und die der Gegner muffen richtig erwogen werden, um je nachdem anzugreisen, zu vertheidigen oder den Rückzug anzutreten, wie es dte Möglichkeit des Gewinnens oder die Nothwendtgkeit, größere Verluste zu vermeiden, Hierzu kam nun in der letzten Zeit ein verhängnißvoller Jrrthum über dte Macht der liberalen Parteien im Lande. Man glaubte den Liberalismus schon so gefestigt, daß eine Umkehr der Parteiverhältnisse in Neuwahlen kaum glaublich erschien. Hieraus allein lassen sich die wichtigeren Schritte der national-liberalen Fraktion in der letzten Session des Landtags und Reichstags erklären. Konnte man dessen sicher sein, daß das Land treu zur Partei hielt, dann durfte man wohl so verfahren und auf die politische Nothwendigkeit der Einigung der Regierung mit der Partei bauen, dann konnte man sich kühl ablehnend den Vorlagen der Regierung gegenüber verhalten und warten, bis die fallengelaffene Werbung wieder ausgenommen werde. Konnte man dies nicht, so waren alle diese Schritte bis zum letzten Wahlbündniß mit der Fortschritts- tnW* ne Anzeige, twf erfirahe eilte «höh nke stets (soiji N in Erinnemg t frisch zu Wh jaiiüL stuMN empfehle 4 « Hebamme, in der Brands ihre Stellung. < Ob das auf die Dauer ein gesundes Verhältniß ist, mag sich Jeder selbst beantworten. Wenn wir dies hier hervorheben, so verwahren wir uns ent- schieden gegen die Deutung, als ob dem eine feindselige Stimmung gegen dte national-liberale Partei zu Grunde liege. Im Gegentheil, gerade weil wir ; von der absoluten Unentbehrlichkeit unserer Partei für die gedeihliche Entwickelung des Reiches vollständig durchdrungen sind, weil wir die gegenwärtige Reductton der Partei als eine nationale Calamität beklagen, fühlen wir uns ( gedrungen, die Fehler in der Leitung der Partei offen zu besprechen, um hier eine Befferung anzubahnen, wo unserer Ansicht nach der Grund des Rückgangs der Partei zu suchen ist. m .... Womit wir nicht ganz einverstanden sind, das sind nicht die Grundsätze und Ziele der Partei, die wir voll und ganz theilen, sondern die taktischen Maßregeln, welche man zur Erreichung dieser Ziele glaubte treffen zu müssen. Ganz abgesehen von der letzten Krisis, zog sich schon durch die vorhergehenden Sessionen dte Taktik hindurch, daß man in allen Fällen, wo dte liberalen Ideen mit den conservativeren Grundsätzen von Regierungs-Vorlagen in Conflict zu kommen schienen, zuerst Forderungen stellte, dte wett über das hinaus gingen, was man schließlich zugestand. In dem Sinne wurde die Presse instmirt, in dem Sinne bei den ersten und zweiten Lesungen gesprochen und gestimmt. Wenn es bann zum Klappen kam, zeigte es sich, daß das Gros der Partei keinen Bruch mit der Regierung wolle, und eS wurde dann regelmäßig der Rückzug aus eine den Regterungsforderungen sehr nahestehende Position ange- treten, die man besser von vornherein eingenommen und mit Ernst und Wrwde behauptet hätte. Denn da dieser Rückzug meist erst nach vielem unerquicklichen Geplänkel in der Fraktion selbst und mit der Regierung stattfand, so erntete die Fraktion damit weder den vollen Dank der Regierung noch den des Landes, welches, durch die Presse zuvor ganz anders belehrt, nun den Frontwechsel nicht sofort begreifen konnte, mußte sich vielmehr Mangel an Consequenz und Widerstandsfähigkeit vorwerfen lassen. ~ [en Warum griff man denn zu dieser Taktik? Sie erklärt sich aus zwei Momenten. Die Vertreter des numerisch schwachen linken Flügels der Partei in dem Vorstände der Fraktion sind die politisch fleißigeren, gewandteren und in Folge dessen zunächst tonangebenden. Sie mochten in vielen und wichtigen Fragen hoffen, die ganze Partei mit auf chren linksseitigen Standpunkt zu ziehen, wenn sie erst einmal nach dieser Richtung engagirt sei. Die Vertreter des der Zahl nach weit überwiegenden rechten Flügels der Partei im Vorstande waren theils ältere, mehr passive Naturen, theils wie Herr v. Bennigsen von einer Seitens seiner Freunde vielfach beklagten Reserve. Nicht als ob bleibe jemals im entscheidenden Momente gefehlt hätte ihm ist ja in den wichtigsten Fällen die schließliche Vermittlung stets zu danken gewesen - allein uns will scheinen, als ob es besser gewesen wäre, wenn man stets bei Zeiten gesorgt hätte, daß es zu solchen acuten Zuständen, wo die Vermittlung der Gegensätze । immer sehr schwierig war und auf beiden Seiten ohne Verstimmung nicht ab- |lt8 ' -Stückt Deutschland. Berlin, 1. September- Der in Berlin tagenden Commission zur Reform des ärztlichen Prüfungswesens sind zwei Entwürfe, von denen ver eine im preußischen Cultusministerium, der andere im Reichsgesundheitsamte ausgearbeitet worden, zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt worden. In dem preußischen Entwürfe wird, wie man hört, u. A. für die Zulassung zur eigentlichen Staatsprüfung verlangt: 1) das Zeugniß der Reife von einem Gymnasium des Deutschen Reiches, 2) der durch Abgangszeugnisse von der Universität zu führende Nachweis eines mindestens 8 Halbjahre hindurch zurückgelegten medtcinischen Studiums, 3) der Nachweis, daß der Candidat bei einer Universität des Deutschen Reiches sich einer nach Maßgabe der bestehenden Verordnung abzu- leaenden Vorprüfung (tentamen physicum) unterzogen und, nachdem er dieselbe vollständig bestanden, sich noch mindestens vier Halbjahre dem medtcinischen Studium an einer Staats-Universität gewidmet hat, 4) der durch besondere Zeugniffe der klinischen Dirigenten geführte Nachweis, daß der Candtdat mindestens zwei Halbjahre hindurch an der chirurchischen, atkdtctnischen, geburtshilflichen und ein Halbjahr an der ophthalmiatrischen Klinik als Practicant die frühere Unterstützung fand. Wir würden dies nicht so offen aussprechen, wenn hieraus eine Schwächung der Position der Partei zu befürchten wäre. Allein dazu ist die Sache zu offenkundig, als daß ihr Aussprechen irgend welchen Effect haben könrcke. Wohl aber verdient diese Thatsache ihre ganz besondere Würdigung in der Taktik der Partei und speciell bei der Berathung des Socialistengesetzes. Diese Erwägungen scheinen denn auch schon den Auslassungen der berufensten Führer der Partei über dies Gesetz zu Grunde gelegen zu haben und laffen eine fttevser- tige Entwickelung im neuen Reichstage erhoffen. Man sollte auch bei diesem Gesetze nie vergessen, daß es sich um ein Vertrauensvotum, um dre Uebertta- gung außerordentlicher Vollmachten zur Bekämpfung eines außergewöhnlichen Nothstandes handelt. Und warum sollte man Vies Vertrauen mcht zu einer Regierung haben, an deren Spitze ein Bismarck steht und der ein Falk, sowie Friedenthal und Hobrecht angehört I Wir haben dies Vertrauen zu einer Regierung, welche noch jüngst authentisch erklären ließ, daß e3 nach ihrer Ansicht unmöglich sei, anders als im Bunde mit dem nationalen Gerste in Deutschland dauernd zu regieren. Gegen den Mißbrauch durch eine künftige andere Regierung mag ein in das Gesetz auszunehmender Endtermin seine Wirksamkeit schützen.___________________________ _ - i6?r 1^78 verbliebenen. statt. W eher. Strauss, Levy. Meyerbeer. Rossini. 5 De Carlo. Strauss. Liszt. 23-J 1'7-0 Theil genommen und mindestens zwei Geburten selbstständig gehoben hat; 5) ein kurzer Lebenslauf und im Fall der Candidat bereits promovirt ist, ein vom Dekan der medicinischen Facultät beglaubigtes Exemplar seines Doctor« biplom«. Die Prüfung zerfällt in die anatomische, physiologische, anthologisch- anatomtsche, chirurgische, ophthalmiatrlsche, medictnische, gynäkologische Prüfung. Bremen, 31. Äugust. Die vom Reichskanzler-Amt ernannte Commission behufs Prüfung der amerikanischen Tabakfabrikatsteuer, bestehend aus den Herren Oberfinanzrath Schomer, Oberzollrath Pieg, bayerischer Finanzrath Mayr und Fabrikant Ermeler, wird sich, wie die „Wes. Ztg." aus sicherer Quelle vernimmt, am Sonntag mit dem Norddeutschen Lloyd-Dampfer „Main" von Bremerhaven nach New-Dork etnschtffen. Briefkasten. Hnon,mlläÄ™t?e‘tIen@wü"ben@e6r WirC c8 un8' «• Rr" Bor dem N< Bor dem N geb. t IX/29 Bor dem Nc Bor dem Na n ll " geb. N Hungen, M - Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Torrespoudeur-Bnrea«. Darmstadt, 2. Septbr. Die Sedanfeter wurde Hierselbst gestern durch Freudenseuer eingelettet. Heute Vormittag fand eine große allgemeine Schulfeier und Festgottesdienst statt. Am Nachmittag bewegte sich ein imposanter Festzug nach dem Platz vor dem Zeughause, woselbst der Grundstein zu dem Landeskrieger-Denkmal gelegt wurde. Fürst Isenburg-Büdingen, als Präsident des Landes-Comitös, und Oberbürgermeisterei Ohly, Namens des Local-Comit6s hielten die Ansprachen. Feuerwerk und gesellige Vereinigung im Saalbau werden die Feier beschließen. Die Stadt ist festlich geschmückt. Berlin, 2. September. Zur Feier des Sedantages fanden hier am Vormittage in allen Schulen Festacte und in mehreren Kirchen von zahlreichen Andächtigen besuchte Gottesdienste statt. Turner und Kriegervereine hielten festliche Aufzüge. In vielen Localen sind festliche Vereinigungen arrangirt. Die Straßen sind reich beflaggt, viele Schaufenster mit Büsten und Btldnisien des Kaisers und Kronprinzen geschmückt, die meisten Geschäfte geschloffen. In allen Theatern werden Festvorstellungen gegeben, zu einer Illumination ausgedehnte Vorbereitungen getroffen. r^ew-Orleans, 2. September. Am gelben Fieber sind hier gestern 88, in Memphis 81, in Vicksburg 27 Personen gestorben. Auch Aerzte erlagen der Epidemie. Man fürchtet, daß letztere, welche sich auch zwischen Memphis und Louisville ausbreitete, in Betreff der Sterblichkeit ihren höchsten Punkt noch nicht erreicht hat. In den betroffenen Districten herrscht allgemeine Ent- muthtgung. Tausende von Personen leben von der öffentlichen Mildthätigkett. Konstantinopel, 2. September. Die Regierung bringt zur Kennt- niß, daß sich ein gewisser Achmed Pascha aus Kozan, welcher seit einiger Zeit hier lebte, kürzlich nach Kozan begeben, 150 bis 200 Abenteurer um sich ge- schaart und sich an deren Spitze gesetzt habe. Er habe hierauf Unruhen heroor- zurufen und sich der Gewalt zu bemächtigen gesucht. Die Einwohner hätten Widerstand geleistet und sei es zu einem Zusammenstöße gekommen. Um weitere Ruhestörungen von vornherein zu verhindern, habe die Regierung einige Bataillone abgesandt. Berlin, 2. September. Der „Reichsanzeiger" enthält eine von Graf Stolberg als Stellvertreter des Reichskanzlers erlaffene Bekanntmachung, wonach die Eröffnung des Reichstages am nächsten Montag Nachmittags 2 Uhr im weißen Saale stattfindet. Rom, 2. September. Die „Jtalie" schreibt: Das jüngst in Umlauf gewesene Gerücht, wonach einige italienische Freiwillige von Ancona nach Bosnien abgefahren wären, ist von dem Präfecten von Ancona auf eine Anfrage der Regierung als absolut falsch erklärt worden. — Das Ministerium hat der Botschaft in Wien und der Gesandtschaft in Konstantinopel aus's Dringendste anempfohlen, schleunige Erkundigungen in Betreff der Ermordung des General- Consuls in Serajewo, Ferrods, einzuholen. London, 2. September. „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel vom 31. August: Der Sultan hat am Dienstag an den Kaiser von Rußland eme Mltthellung über die Gewaltthaten telegraphirt, denen die Muselmänner seitens der Bulgaren ausgesetzt seien, und dringend Befehle des Kaisers zur Abhülfe erbeten. Der Kaiser antwortete auf diese Mittheilung des Sultans am Freitag: Er bedauere, wenn Gewaltthaten vorgekommen seien, halte aber die Berichte für übertrieben, da die russischen Generale und Commiffäre die strengsten Befehle hätten, alle gewaltthättgen Handlungen zu verhindern und zu bestrafen. Berlin, 2. Septbr. Die „Nat.-Ztg." meldet: Herr v. Stauffenberg hat das Central-Wahlcomit^ ermächtigt, der national-liberalen Partei zu erklären, daß er die Berliner Retchstags-Candtdatur dankend ablehne. Pofen, 2. septbr. Der volkswirthschaftliche Congreß nahm nach einer eingehenden Berathung den folgenden Antrag seines Referenten Braun (Berlin) an: 1) daß Enqueten für volkswirthschaftliche Fragen nur von Nutzen seien, wenn sie Thatfachen ermitteln, welche die osficielle Statistik und sonstige Mittel nicht feststellen; 2) daß die Frage wegen Ergreifung gesetzgeberischer Maß- regeln mdeß nur nach dem Interesse der Gesammtheit beantwortet werden könne; 3) daß cs zu falschen Schlußfolgerungen führe, die aus Enqueten hervorgegangenen Vorschriften ausschließlich und unmittelbar für die Gesetzgebung zu benutzen. ' ö ,... Eisenach, 2. Septbr. Die Stadt Vacha (zwischen Eisenach und Hersfeld) ist heute Nacht zum mehr als vierten Theil abgebrannt. 2. Septr. Von der Bevölkerung von Port Giffon (Mississippi), flohen 1200 Personen aus Furcht vor dem gelben Fieber. Es biteben 555 im Orte zurück. Davon sind bisher nur etwa 100 von der Krank- helt verschont geblieben ; 400 liegen krank darnieder, die übrigen sind gestorben. Man lll eifrig bemüht, den Unglücklichen Hülfe und Nahrungsmittel zuzuführen, w. ra -ff 2 September. Die „Presse" meldet: An der heutigen Börse ,bk Eredltanstalt für eine Eisenbahn m N°tü (nach einer andern Version von Brood nach Serajervo) die Ge dbeschaffung, sowie, daß dieselbe die bevorstehende Emmisston von Staats- bahn-Pnoritätcn übernehmen werde. ^eitag 6, : Nachmittag; ÄWur Di- .■4atwie en ; . 2ß BBS" Bor dein N< Bor dem N< Stadt Alles das zu gewinnen, was in den größten Städten nur tm Bereiche btr conccrtirtnben Kunst, Ruf und Bedeutung gewinnend, auftaucht. Ein neuer Beleg d«, für ist die Berufung der Kilmore'schen Capelle, die nur mit außer-gewöhnlichen Opfern bewerkstelligt werden konnte. Wie dankbar das Publikum diesem Bestreben entgegenkommt, bewies der Besuch des ersten Concerte« am vorigen Samstag Abend bei dem im Saal wie auf den Gallerten auch fein Plätzchen mehr übrig geblieben war Freilich war das Unternehmen für ein Gartenfest und nicht für den Saal berechnet und es bedurfte einer großen Umsicht, die Verlegung rasch so zu tnsceniren, daß bei dem gewaltigen Andrange doch dem Publikum möglichst gedient wurde. Das Concert. Programm wickelte sich, soweit es die obengenannte Capelle betrifft, in der vorae- schriebenen Weise ab. Das Orchester ist blos aus Bläsern (Militär-Orchester) zusammen, gesetzt, und es bezeichnet einen ganz außergewöhnlichen Standpunkt eines solchen, wenn Werke, wie die „Leonoren-Ouverture* von Beethoven und die .ungarische Rhapsodie No. 2“ von Lizst in so glanzvoller Weise auSgeführt werden konnten, wie die« hier der Fall war. Die Klangwirkung dieses Orchesters ist eine ungemein imposante, und trotz all der Fülle waren die Abschaitirungen doch so fein gegeben, daß man die 86- wesenheit deS Streichquartetts kaum vermißte. An Exaktheit in Ausführung der Figuren wie rhytmischer Präciston leistete die Capelle Mustergilttges. DaS Publikum nahm jede einzelne Nummer mit lebhaftem Beifall auf und zeichnete die trefflichen Solisten der Capelle (Saxophon, Flöte, P-fton) mit besonderer Wärme aus. Obgleich die Capelle als „amerikanische" proclamirt wird, bilden doch ächt deutsche Künstler da- Haupt-Contingent derselben, wag indeß die Eigenartigkeit derselben kein-SwegS beein trächttgt. --Die gtstrige Feier des Jahn- und Sedanfestes nahm in jeder Beziehung den schönsten Verlauf. Wir werden unseren geschätzlen Lesern in nächster Nummer ausführlicher berichten, da uns noch nicht alle« Material zur Verfügung steht. >5^*88 '■•fe ' -W”* i« Der skJ Lokal-Notiz. Handel und Verkehr. „ . Gießen, 3. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Bfl. JLl 12—1.25. Hühnereier, per Stück 5—6 4, Käse, per Stück 5—8 4, Käsematte o-r Stüdt 3 4, Erbsen, 1 Liter 20 4, Linsen, 1 Liter 30 4, Tauben, da« «6 A bühner, per Stück JL —.70, Hahnen, per St. JC. —.60, Enten, per Stück 1.60 ?Aart??ee' 55°- Ochsenfleisch 70 — 72 4 per Pfd., Kuh- und Rindfleisch „0—60 4, Schweinefleisch 64—68 4, Kalbfleisch 50-60 4, Hammelfleisch 60—70 3 Frankfurt, 2. L>ept. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Äa getrieben waren ca. 360 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 230 Kälber und 300 Hämmel stellten Heb: O^fen 1. Qual. JL 70-72, 2. Qual. JL 66-68, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 63-65, 2. Qual. JL 58-60, Kälber 1. Qual. JL 62-64, 2. Qual JL 60, Hämmel 1. Qual. JL 63—65. 2. Qual. JL 58—60 ^?EPt. (Fruchtbericht.) Die unerquickliche Situation an unsere- Getreidemarkte hält noch immer an und werden besonders Weizen und Roggen ab Äu ^ringer Qualität bemängelt. Für Eroort wurde wenig g-- ban^elt, da Versender auf Schwierigkeiten stoßen. Am Mehlmarkte ruhig. Futterstone flau. Wetterauer Weizen wegen geringer Qualität kaum anzubringen. Wir notiren h-ut-: Mehl Nr. 1 JL 39.50, Nr. 2 JL 35.50, Nr 3 JL 31.50 9>r 4 JL 27 50 »r 5 21.50. do. IL (berliner Marte) 18.5», IBeijcn, effect. hiesiger ab Bahnhof hier JL 21—, ab unserer Umgegend JL 20—20.25, (S?rrrt7ai/eriq C 19-22.—, Roggen je nach Qualität v* 13—16.5'), "iß 13Qr 9' 14^1c6,', Kohlsamen JL 29, Erbsen Jt 19—23, Wickm l6; ®!n^en ** 17fT33' ^lböl, detail, JL 72. Stimmung unsicher. Hauxt- «Sl? rl' Oual. Weizen. Dringend offerstrt: unsere Landweizen.^ (£t< ffrene verstehen sich sümmtlich per 200 Pfund Zollgewicht = 100 Kilo ) nnm Extraet. Empfohlen wird eine von vielen Familien (aut teTum ^8 bd TifAafnnh?U[tU8 ° “n0enommenc Gebrauchsweise des Extra-- bequem und so beliebig verwenden zu können, wie Salz urb S nnmJ Fleisch-Extract, so wie etz vertopft im Handel oorfomait tü Hmrflff0 nnb IÖ^ s.elbst in heißen Flüssigkeiten nur langsam und nach längeren m cniekn um bd4 ro5ö«nb bc8 Eflens eine schnellere Beimischung ftent liJ hftfn5*,c??A(R 5 un Exlrmt in 1% bis 2 Theilen heißem Wasser und ffiauna Hnuj? T aT9fcLt ,n einem passenden Fläschchen auf oen Tisch. Durch Hinzu- em 6er .Hopfen davon (nach vorhergehendem Umschütteln) werden Suppea, Saucen Ragout« rc, augenblicklich kräftiger und wohlschmeckender. mit Kork e?tc* ^kbig'sche« Fleisch-Extract, wenn auch nur tot Verderben mt.^aptcr bedeckt, auch lange Zeit aufbewahrt, niemals den Lerderden auSgesetzt ist^weil es ganz frei von Fett, E'meiß und Leimstoff (Gelatine). OeffeiitlicheAu 5270) Johann =nhob hat heute r ;:tr gerichtsbekannte lmangeinknt abzesch hW in der Geriä imen werden kann. Ttwaige unbekannt^ rigesordert, ihre El i sis Arrangement so September l. A. t >n|i tofylfr btßitqi werben würde. Iießen, am 30. Au Großh. Landgeri I. B. d. Langermann, \ :’’3) Für den Hess '■■"’im Verband ist mi - -tunber b. I. ab ein Hför Kohlen- rc. Best Hlbi enthalt u. A. - und Frankiurt : Mm der MainÄese • -p, wie der für den! Jur AushebuN) -'"aris vom 25. Jun . Dagegen bleibt sl ^eiMigennördlichvo dn Ausnahme !vorläufig > I?™ Taris ist durch mm Preise m W um 31. August Königlich? Di _____der Main-West Vermischtes. Kirch-Göns. Vorige Woche verunglückte das etwa 3 Jahre alte Kind eines hiesigen Bürgers, indem es sich während de« Spielens in einem unbewachtm Auaen- blick über eine auf dem Hofe stehende mit nur einigen Zoll Visier gefüllte Waschbüste beugte, wodurch es das Gleichgewicht verlor, mit dem Kopf in die Bütte stürzte und ertrank. — Jesus TodeStag war der 3. April 33 unserer Z-itrechaung, ein Freitag. Aus diesen Tag fiel eine Mondfinftemiß, wie die Bibel andeutet. Die Astronomen Latier- beck. Bruhns u. a weisen wissenschaftlich nach, daß die Bibel bezüglich der Mond- finsterniß Recht hat. — (Ein eigentbümlicher Handel.) Ja einem Dorfe bei Part« ist ein Einwohner auf einen nicht unglücklichen Gedanken gekommen Er gründete nämlich einen eigenthümlichen Handel, der die Ueberfchrift führt: »Verkauf aller Arten von Wild für Jäger, die auf der Jagd nicht glücklich waren.* Dieser Handel soll sebr einträglich sein. Paris, 29. August. Gestern erschoß sich in der Notre-Dame-Kirche eine sehr hübsche junge Dame von 25 Jahren. Dieselbe hatte vorher in der Morgue, wo die unbekannte Leiche hingebracht wurde, ein Schreiben abgegeben, worin sie ankündigte daß sie sich ums Leben bringen werde, und bat, daß man ihre Leiche nicht auf brutale Weise behandeln möge. — (Eine außerordentliche Erfindung.) Die „Saturday Review" erklärte einst daß der größte Wohltbäter des Menschengeschlechts der sein würde, welcher die Menschen in den Stand setzen konnte, eine unbegrenzte Quantttät Wein zu trinken, ohne berauscht zu werden. Ein solcher Mann ist gefunden worden. Dr. Bell erfand das Telephon aber dessen Wunder erblassen vor dem »Telegastrograph*. Dies ist eine elektrische Maschine, durch welche der Gaumen gekitzelt und durch irgend einen Woblzeschmack angenehm berührt werden kann und zwar für irgend welche Zeitdauer, ohne Furcht vor Magenüberladung oder Berauschung. Nachdem Suppe oder Fische oder Wein in einen mit einer mächtigen Batterie in Verbindung gebrachten Behälter gelegt worden kann der Wohlgeschmack der köstlichen Speisen längs eine« Telegrapbendrahte« auf Meilen hin und in den Mund einer unbegrenzten Anzahl von Bonvivant« geleitet werden. Letztere haben nur den Draht in den Mund zu stecken, um den Genuß be« Essend und Trinken« zu verspüren. Sie mögen sich berauschen oder Übereffert aber sobald die Berührung gelöst ist, verschwinden die üblen Wirkungen und nichts' bleibt zurück al« ein »angenehmer Frohsinn*. Der Erfinder hält indeß den modaa operandi vollkommen geheim und will erst seine Erfindung vervollständigen, ehe er sie der Welt überaibt.___________________________________________ Sehl (Teber lebt. Mttgetheilt von dem Agenten be« Norddeutschen Llovd W. Dietz in Gießen. Newy ort, 30. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Da« Postdampsichiff Donau, Capt. R. Busstus, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welche« am 18. August oon Bremen und am 20. August von Southampton abgegangen war, ist am 29. b. M 11 Uhr Abend« wohlbehalten hier angekommen. Baltimore, 30. Aug. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Braunschweig, Capt. C. Undütsch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 14. b. M. von Bremen abgegangen war, ist am 29. b. M. wohlbehalten hier angekommen ■Wflfnlma 1 Ur iS?« empfiehlt zu billigem Preise 5067) Holzhandlung. (4750 Weiße Vorhänge Mer art, Namen Vor dem Namen dem Namen Vor Tk. Brück 9 Schloßgaffe B. 1. dem Namen Vor Kinmach Vor dem Vor dem ii Cellartus. 5133) Leihanstalt für Pianos und Harmoniums. 206) jutfWW ßfl[| out A. Rabenau. zu verkaufen durch ii II Norddeuts-ev 2bJ Da? PofidamM elchetz am 18. Auzu: iar, ist am 29. b, 3)? Das PostdamM Bremen, welches ir en hier angtfonwt geb. Schneider, 1/162. 1/1091. 11/262. IV/215. IV/216. IX/295. XI/210. XI/211. XIV/Ul. Philipp Kammer 1/28,z. 1/28,7. Heinrich Dietz III. und Ehefrau Margarethe, dem ii Vor ti Gemarkung Hungen. des Heinrich Steller 111/278. Gemarkung Wohnbach. des Johs. Koch X/28O. „ Hrch. Kratz II. XVI/534. Gemarkung Villingen. des Hrch. Zimmer, Schuster, XXII/586. Gemarkung Berstadt. der Johs. Schmidt I. Wittwe, Anna Katharine, FEIGSTES - u. Speiseessig IS. SSaefiotpk's* Wwe., Musikalien- u. Instrumentei>Handlung in GIESSEN. fst. saftigen Schweizerkäse, la. Limburger u. Handkäse, frische Butter u. Eier, Neue Vollhäringe, Sardellen u. Sardinen a. Nachmittags 3 Uhr, don 15 Morgen in der Gemarkung Alt- Buseck und b. Nachmittags um 4 Uhr don 2*/2 Morgen in der Gemarkung Trohe. Rabenau, am 31. August 1878. Der Rentmeister: Schmidt. (5186 I. Blitz. Bezugnehmend aus obige Bekanntmachung empfehle ich mich dem geehrten Publikum zur Vermittelung von Versicherungen für obige Gesellschaften und bin zu jeder weiteren Auskunft, sowie zur Ausnahme von Anträgen jederzeit gerne bereit. Kes selb ach, im August 1878. Namen der Anna Dorothea Schmidt XI/208. Gemarkung Obbornhosen. Namen des Hrch. Limpner III. 1/25. Aeilgeöotenes. 5230) Ein Ofen gvtgebr. Feldbrandbock- steine, ca. 150,000 St. haltend, wird billia abgegeben, auch können dieselben in kl. Quantitäten abgegeben werben. B. Strauch. Preßziegel (keine gefärbten) zu bedeutend herabgesetztem Preise empfiehlt S. Katzen stein. Bettfedern und Bannen, Drell, Barchent u. Federleinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, empfiehlt die Möbelfabrik und Lager von Th. Brück, 4758) Schloßgajse Lit. B. I. Edictalladung. Die nachstehend nach Flur und Nummer bezeichneten Liegenschaften sind veräußert worden, ohne daß das Eigenthum daran urkundlich, resp. genügend nachgewiesen werden kann. Es sind deßhalb Ansprüche jeder Art an dieselben sogewiß binnen 4 Wochen von heute an dahier vorzubringen und zu begründen, widrigenfalls die darüber stattgehabten Veräußerungen bestätigt, beziehungsweise die Einträge „beschränkt" gelöscht und die Einträge in das Mutattons- Derzeichniß werden verfügt werden: rfe: Sutter, per dst -8 4 Mmttt,»- en, das Paar । per Stück A WJ und RlndW nmelRdfi 60-70 ch gut befahren. IJ l und 300 x 66-68. 4 62-64, 2. OMI Situation an unffliB etjen und Wf jort wurde wenig SBirn.tfrettM', '««Ä •£ ii-«-« {Te Landwetzen. i» oo Mol aItt Kind cins Le,n Freitag. & Irlich der Uch. ! bei Paris isi^ 1 .zündete ninw aHtr Arten w er Handel soll ^r-Kirche eine \tV " Morgue, >orin sie ankünbigii -e nicht auf brnliii Diem" erklärte eins welcher die Mensch, nken, ohne beranli rfanb das Teleppr 8 ist eine electrisch einen Wsblgeschaia! tdauer, ohne Wä Mche ober Wein h 'älter gelegt morbei larapfienbrabte8 ar VorwlDanti gilkstr im ben Qinut tu! )er Übereffen, a&r i und nicht« bleit len moias operaad en, ehe et fie de geb. Röth, V/24? Hungen, am 24. August 1878. Großherzogliches Landgericht Hungen. Duherg^., b$ nW )rNtr) eineg Äjei ^^risch, A ®ett "ten, . man bi S dl! te» me aus SW® ^-swigs Beziehe •ÄS?-- II II II _ «I aus der Fabrik des Herrn Eduard Silbereiseu, in bekannter vorzüglicher Qualität, für deflen Haltbarkeit und Reinheit in jeder Beziehung garamirt wird, offerirt in Fäßchen von 100, 30 und 23 Liter Inhalt, frei in'S Haus geliefert. L. Möller, 4551)aus der Mäusburg. Flügel. Pianinos «s Tafelklaviere aus den renommirten Fabriken von Stein weg, Schwechten, Biese, Blüthner, Kaps, Neumeyer, Ibach, Schiedmayer & Söhne, Lipp & Sohn, Dörner, Quandt, Lockingen, Homuth, Strobel & Co., Schönleber, Keppler & Co., halte ich stets in einer Auswahl von 25 bis 30 Exemplaren auf Lager und verkaufe solche zu den Original -Fabrikpreisen und unter mehrjähriger Garantie. Preise: 500 bis 1500 Mark. Beim Ankauf neuer Instrumente nehme ich gebrauchte zu den höchstmöglichen Preisen an. Leichte Zahlungsweise. Ausserdem habe stets vorräthig : Ge spielte Pianos aller Gallungen zu den billigsten Preisen (50 bis 400 J&), sowie neue und gebrauchte Harmoniums. .feÄ “Ä- Ä*»*' -äs sSjiäg Oeffentliche Aufforderung. 5270) Johannes Jung von Bersrod hat heule mit der Mehrheit seiner gerichtsbekannten Gläubiger ein Arrrangement abgeschlosien, von dem Einsicht in der Gerichts-Registratur genommen werden kann. Etwaige unbekannte Gläubiger werden aufgefordert, ihre Einwendungen gegen dl ses Arrangement sogewiß bis zum 20. September l. Js. vorzubringen, als sonst dasselbe bestätigt und in Vollzug gesetzt werden würde. Gießen, am 30. August 1878. Großh. Landgericht Gießen. I. B. d. D.: Langermann, Landg.-Affesior. 5273) Für den Hessisch-Rheinisch Westfälischen Verband ist mit Geltung vom 1. Eeptrmber d. I. ab ein neuer Ausnahme- Tarif für Kohlen- rc. Beförderung erschienen. Derselbe enthält u. A. für die zwischen Gießen und Frankfurt a/M. belegenen Elationen der Main-Weser-Bahn die gleichen Taxen, wie der für den Verkehr mil diesen Stationen zur Aufhebung kommende Aus- rcchme-Tarif vom 25. Juni 1877 nebst Nachträgen. Dagegen bleibt für den Verkehr mit dendiesseitigen nördlich von Gießen gelegenen Elationen der Ausnahme-Tarif vom 25. Juni 1877 vorläufig noch in Geltung. Der neue Tarif ist durch die Verband-Expeditionen zum Preise von 0,15 JC. zu beziehen. Cassel, am 31. August 1878. Königliche Direction der Matn-Weser-Bahn. /iXin schön gebauter Hühnerhund ster Ausführung, bei (schwarz) zu verkaufen bei (5254 y/ PH. Delloff Mw. in Wieseck. 4759) k W. Heuser, vorm. Fr. Bieler, am Kreuz empfiehlt sein LAGER in : feinen Ceylon-Cafe von 1.45—60, Java-Cafe von «X 1.12—70, ächten Demerary JA. 1.40, (fein und kräftig schmeckend) von 10 Pfd. ab wesentliche Preisermässigung, stets frisch gebr. Cafe von ^.150 2, alle Arten Suppensachen, getrocknete Zwetschen9 Thee, Chocolade und rein gern. Cacao, la. Schweizer- u. Limburgerkäse, neue holl. Hflringe u. Sardellen, la. Melis im Brod ä J1. 46.—, Feinstes Tafelsalz in Hüten ä 45 H, la. Apfelkraut, Dr. Linck’s Fettlaugenmehl, Seife etc., Bullerichs Univ. - Reinigungssalz, ächten weissen Brustsyrup, gan; und rein gemahlene Gewürze, feine Speiseöle, la. Kölner Leim, Leinöl etc. ord. u. fein. Steingut u. Porzellan. Ein Wohnhaus mit Garten in der Nähe des Main-Weser-Bahnhofes Nouleaur-Drell in den gangbarsten Dessins, Anfertigung jeder De- eorations-Arbeit in geschmackvoll- Sersteigerungen. Freitag den 6. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich einige Möbel und sonstige Haus- peräthschaften im Hause des Herrn Bäcker Odel, meistbietend, gegen gleich baare 8ahlung, versteigern. 5280) B. Körber Ww., Ludwigsplatz. Grummetgrasversteigerung. 5238) Zur Saison halte mein Lager in allen Sorten Hsttep bestens empfohlen. Besonders empfehle sehr feine, dauerhafte Herrerrstlzhüte bester Qualität und neuester Form, sowie eine Partie retourgesetzter Herrenhüte zu 2,30 Mark per Stück. Carl Schmidt, Hutmachcr, Seltersweg. Kinderhüte und Baron in reicher Auswahl.___________________ 5268) Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß wir dem Herrn A. Rabenau in Kesselbach Agenturen der Magdeburger FeuerverstcherungS Gesellschaft, Magdeburger Hagelverstcherungs- Gesellschaft, Magdeburger Ällgem. Verficherungs-Äctien-Geseüschaft (für Unfall- und Lebensversicherung) für Kefselbach und Umgegend übertragen haben und daß derselbe zur Vermittelung von Versicherungen für genannte Gesellschaften berechtigt ist. Offenbach a. M., im August 1878. Dir General-Agentur: H. Hahn 8t Sohn. 5267) Das diesjährige Grummet yras der Freiherrlich v. Rabenauischen w orsvt-. Wiesen und Gärten soll wie WX Donnerstag den 3 September, In Abthetlungen an Ort und Stelle dersteigert werden: Vorschlag zum I,aiidtagsabgeordneteii: | Herr Handelskammer - Präsident M. Hornberger. 3765) Zu allen in meiner Praxis vorkommenden Leistungen empfehle ich mich bestens. Wittwe Sckneider9 Hebamme, wohnhaft bei Herrn Nagel in der Brandgaffe. NB. Schellenzug befindet sich am Laden. Rud. Göbel, Neue Baue. 5252) Ein Tafelclavier für M je au verkaufen. Wo? sogt die Exped. d. Bl. Arbeitsversteigerung. Freitag den 6. September, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Rathhause zu Allendorf a./Lda. die zu 300 Jl. veranschlagte Dachdeckerarbeiten öffentlich wenigstneh- mend in Accord gegeben werden. Allendorf a./Lda., am 2. Septbr. 1878. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a./Lda. I. A.: L- Hahn, 5271) Bezirksbauaufseher.__________ Donnerstag den 3. L Mts., Nachmittags 2 Ubr,. sollen in der Behausung des Unterzeichneten verschiedene Mobilien, als: ein vollständiges Bett, Weißzeug, insbesondere neue Hemden, eine Nähmaschine, ein großer Spiegel, Tische, ein kupferner Kessel und sonstige Haus- geräthschaften öffentlich meistbietend versteigert werden. H. Sommerlad, 5274) Gemüsehändler, Tiefenweg. Betr< M e y e r b e e r. T) Meyerbeer. r> T) n Entree 1 Mk. 50 Pfg Ehr Einen genussreichen Abend versprechend, lade ein widerruf. Wagner. F1 o t o w. n n r n T> n y> T) Weber. Strauss. Levy. Rossini. De Carlo. Weber. Belini. Liszt. Hartmann. Wagner. von r n n 'n V er di. Liszt. Gilmore. A rban. Weber. Lanner. Sa var i. Strauss. Liszt. von n 'n Nes wadba. Revier. Man hört, daß \ nlin im Monat Oct mnchmkn werbe. Es at angestrengte Thätigt hi btm ßulafittn btr vermischte Anzeige«. 5269) Mehrere Mädchen jeder Branche, die oute Zeugnisse besitzen, suchen Stellen für jetzt und spater. Näheres bei Frau B ä r r n , Vermiethungs-Büreau, Schloßgosse 6. 6. III. Theil. Marsch des 22. Regiments zu New-York „Polka brillante“, Solo für Cornel (Vorgetragen von Mr. W. Emerson.) Loreley-Paraphrase . Mosaic-Variationen für alle Instrumente Amerikanische und Deutsche National-Lieder. 5278) Ick ersuche Denjenigen , welcher beute Nacht den großen Tber mometer in meinem Garten gestohlen hat, denselben sofort wieder an mich ab- zuliesern, im andern Falle ich Anzeige bei Großher- zogl. Ltaatsanwaltschaft machen werde. W. Wenzel. geehrtes Publikum zu obigen Concerten ergebenst ein. Achtungsvoll Wilhelm Wenzel. 5217) Ein Logis mit ollen Annehmlich- Mten ist an eine ruhige Familie zu vermie thm be£______Carl Rahn, Lehrer. 5220) Das seither von Frau Louis Wenzel innegehabte Grschaftslocal ist anderwettig zu vermiethen bei Schlaffer Noll, Kaplanseaste. Jubel-Ouverture • Solo für Saxophone aus „Norma“ Paraphrase: „Segen und Schwur“ . • Potpourri über deutsche Lieder : „Eine Nacht in Berlin“ . Marsch aus Tannhäuser . 5266) Ein tüchtiges zuverlässiges Kindermädchen wird gegen hohen Lohn auf sofort zu miethen gesucht. Wo? sagt d. Expedition d. Bl.__ 5272) Eine Frau sucht Laufdienst. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl.___________ 5279) Eine alte renommirte gegenseitige Lebens-Versicherungs'Gesellschaft sucht für Gießen und Umgegend einen soliden und thätigen Vertreter. Gest. Offerten beliebe man unter K. 34800 in der Exped. d. Bl. niederzulegen. 'Mfar GiA.» tlhrumalismus, eine leicht verständliche, vielfach bewährte Anleitung zur Selbstbehand» lung dieser schmerzhaften Leiden — Preis 30 Pfg. — ist vorräthig in J. niehF* SortimentSbuchh. in Darmstadt, welche dasselbe auch gegen Einsendung von 35 Pfg. franco per Post überallhin versendet. —Die beigedruckten Atteste beweisen die außerordentlichen Heilerfolge der darin empfohlenen Kur. (4"4 5259)___ Fermielyungen. 5277) Ein kleines Logis zu vermiethen bei II. Kühn’* Ww., Seltersweg. 3m i>i 61616 °l>s I"«"6 auf bet «inen E- eoiäjufinben find, M* kminbrt«! BkNizw, t Zodkm wir Sie » d°» itjtzli-h dn geb 21 Du (lell Für M|i11 w|o c|h :• I. Theil. Ouvertüre aus „Freischütz“ „Hoffnungsstrahlen“, Concert-Walzer . „Original-Arie“, Eolo für Saxophone . (Vorgetragen von Mr. Lefebre.) „Reminiscensen“, Grosses Potpourri II. Theil. Ouvertüre aus „Tannhäuser“ Fantasie aus „Martha“, Solo für Flöte (Vorgetragen von Mr. Bracht.) „Rigoletto“, Quartett..... Rhapsodie-Hongroise Nr. 2 . Verantwortliche Rcdaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'sche« Umo.-D*uckerei (Fr. Ghr. Pietsch) in <^en- seiner Kui abwarten Erwiderung der Annonce, datirt Gießen de»M stdoch heute schon 2» Auaust, bezüglick der Tropssteinhöble in den-dch dn chn°,dn Kalkfieckbrüchen bei Bieber muß hiermit derar.^M, «a mfa widerrufen werden, daß qu. Kalksteinbrüche Ci gen.«*«»« tbum der Gemeinde Rodheim und. 5218) Freundliche Familienwohnung von 2 Zimmern und Cabinet mit Zubehör, sowie Bleichplatz, auf sofort oder später zu vermiethen.__Lil. D. 115-_ 5183) Das von Herrn Zoll-Inspektor Mann bewohnte Logis ist durch dessen Versetzung im Ganzen oder getrennt zu ver- miethen. Jacob Reiber, Gartfeld. 5170) In meinem neu erbauten Hause (Wiesecker-Weg) ist ein freundliches Logis, bestehend auS 3 Zimmern nebst Zubehör, gleich beziehbar, zu vermiethen. Franz Gartner. 4585) Der mittlere Stock meines Hauffs in der Reichensand Bahnhofstraße ist per 1. September er. zu vermiethen. Wilh. Reiber. 4359) 4 Zimmer nebst Küche im ersten Stock (am 15. October beziehbar), sowie ein möblirteS Parterre-Zimmer sofort zu vermiethen. F- Zöller, Neustadt. Anfang S Uhr. — Entree 1 ihm. öv rig. Billete ä 1 M. sind bei den Herren Friseur Gk Gerhardt, Schulstrasse, und Herrn. Flank, Seltersweg, zu a en ta Kaiser In Erwäg DM. -------- , Graf Andrass Die Ansicht der betreffenden Hoble ift sehr ve^ößeneichtsche sf wunderungSwürdig und Jeder, welcher dieselbe Augenschein genommen hat, muß und hat d.efelb.-'M,'»d.ß d L mit der größten Bewunderung verlassen. W^,„,chtz Aa ll/niihfiol auf alle Hauptplätze von Amerika sind stets zum 2 k lip ' ll Ww CC11SCB Eours zu haben bei__C. W. »letz.__ Getragene Kleider, Stiefeln, Hk"Oke kel Betten, außer Cours gesetztes Gold Silber, Antiquitäten, Roßhaar kaust itjiu,/“ «Rtn Louis Rothenberger,.WH Soldat!» u 4752)_______________Neuenweg 193. ’Di Grunde ift ■ 5169) Mädchen, welche die Töchter^t 'ttkn besuchen, können während den Ferien 1# 1 ‘ei später in allen Fächern, bes. in EngU»^^^ Französisch, gründliche Nachhülfe bekonv^z £ru6er erft Auskunft bei der Expedition. ----4 lvcher .Äli nur * 5090) Ein tüchtiges welches im Kochen erfahren und e nt M11' Haltung gründlich zu führen versteh gesucht; am liebsten eine filtere $ejirJL?W ßch uWt 0 Von wem? sagt die Exped. bJBlfa 5245) Bei mir kann gekeltert w