W. 15®. Donnerstag, den 4. Juli 1878. Aichener Wyeiger Ameigk- uah Amtsblatt fit ben Kreis Gießen. RedaeUonSbnrearrr Gartenstraße 8. 165. GxpeditionSbureanr Schulstraße 8. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hsteil. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Amtstage unterzeichneten Gerichts, wie seither, Dienstaas und Mittwochs abgehaltcn werden und die Bureaustunden von 8 bis 12 und von 2 bis 5 Uhr dauern. ” Tießen, den 16. Juni 1878. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. gez. Bötticher. politisch t Regierungs und Dolksprogramme. Das Organ des preußischen Staatsministeriums, die „Provinzial-Corre- spondenz", hat eine Kundgebung publicirt, welche man als eine Art Regierungsprogramm auffasten kann. Die Regierungen — heißt es darin — können ihre Absichten für die öffentliche Wohlfahrt nur durchführen, wenn sie der festen Unterstützung der Reickstags-Majorität sicher sind. Nun besteht aber das Wesen einer parlamentarischen Regierung durchaus nicht darin, daß die Regierung — oder sogen wir nach den neuesten Ereignissen bester Fürst von Bismarck — gewisse Vorlagen einbringt und die Majorität des Reichstages dazu einfach mit den Köpfen nickt, sondern der Schwerpunkt eines parlamentarischen Regimes liegt in der Selbständigkeit des gesetzgebenden Körpers. Ein Parlament construtrt sick nach gewistenbafter allseitiger Prüfung einer öffentlichen Frage seinen Standpunkt durch die Majorität; gewöhnlich wird dieser Standpunkt zwischen den zu conservativen Absichten der Regierung und den zu weitgehenden Forderungen der Volksparteien liegen. Selten kann voll erreicht werden, was letztere wünschen. Das Bedürfniß, in den wichtigen von der Regierung in ihrem oberflächlichen Programm erörterten Fragen mit der Regierung sich zu einigen, ist für den Reichstag ebenso stark, wie für die Regierung, aber nicht nur die Fühlung, die er mit dem Volke hat, sondern überhaupt sein Mandat legt, ihm die Pflicht auf, in einer solchen Einigung auch die Wünsche möglichst zu erfüllen, die das Volk erfüllt zu sehen wünscht. Der Compromiß, das Endresultat jedes gesunden Parlamentarismus, ist nur durch Nachgiebigkeit von beiden Seiten zu erzielen. In der Mitte — lautet ein altes Wort — kommen wir zusammen. Die dringendste Frage ist gegenwärtig die Entscheidung über die Ausnahmegesetzgebung gegen die Socialdemokratie. Was verlangt nun die Regierung? Sie will nach ihrem eigenen Willen „den Boden frei machen für eine positiv heilende Wirksamkeit aller dazu berufenen staatlichen, kirchlichen und bürgerlichen Kreise." Das will der Reichstag sicherlich auch. Sie will, wenn dies erreicht werden kann, „der verführerischen Agitation die bisherige Gewalt entreißen." Auch das wird der Reichstag ebenso wünschen, wie die Regierung. Wie kann dies aber geschehen? Die Regierung verlangt die Ermächtigung zum Verbot von Druckschriften, Vereinen und Versammlungen, welche socialdemokratische Ziele verfolgen. Hierbei wird an einen Reichstag, der keinerlei Polizei- oder Verwaltungs-Willkür wünscht, schon die Pflicht herantreten, diese „socialdemokratischen Ziele" zu präcisiren, damit nicht die liberale Sache an sich von reactionären Ultras möglicher Weise mit der socialdemokra- tischen Sache vermengt wird. Die Regierung verlangt ferner nicht nur Schärfung einzelner Bestimmungen des Strafgesetzes, sondern auch neue gesetzliche Bestimmungen in der neuen Vorlage. Auch hier ist es Aufgabe und Pflicht des Reichstages, solche Wünsche der Reichsverfassung anzupaffen, sowie überhaupt die große politische Frage einer „Ausnahmegesetzgebung" kühl zu prüfen. Die wichtigste Frage für das Reich ist ferner offenbar die Steuerreform, d. h. die auf viele Jahre zu schaffende gesunde Basis der Reichs- finanzverhältnisse. Die Regierung will „drückende Steuern beseitigen oder ermäßigen", der Reichstag auch; — sie will einzelne Steuern, z. B. die Grund- und Gebäudesteuer den Provinzen, Kreisen und Gemeinden überweisen, — dasselbe haben mehr als 1000 Gemeinden petittonirt, dasselbe wird der Reichstag wünschen. Die „möglichste Schonung der Steuerkraft des Volkes", welche das Regterungsprogramm proclamirt, ist auch ein bekannter Punkt des Programms aller liberalen Parteien. Die überwiegende Herangehung der vorzugsweise geeignet tndtrecten Steuern macht dagegen schon eine sehr sorgfältige Prüfung durch den Reichstag nöthig, denn die Ansichten über die Besteuerung gewtsier Verbrauchsartikel sind sehr verschieden; — ob und wie der Tabak — durch Monopol oder hohe Fabrikatsteuer heranzuziehen ist, das ist bekanntlich eine tief in wirthschaftliche Verhältnisse einschneidende Frage. Die Regierung will dieses Steuerobject ohne Weiteres überlassen haben, der Reichstag dagegen verlangt gegen die Gewährung von Hunderten von Millionen „constttuttonelle Garantien." Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß ein neuer Reichstag, selbst wenn ihm viele konservative Elemente zuflössen, keine andere Stellung in der Steuerfrage einnehmen wird, als der aufgelöste — es ist dies eine Lebensfrage für die constttuttonelle Entwickelung, nicht für die Parteien, — und das constttuttonelle Princip hat — wenige Feudale ausgenommen — alle Parteien zu seinen Anhängern. Alle übrigen Versprechungen der Regierung, die Gewerbeordnung zu ver- er T d e i l. bessern, eine wirthschaftliche Reform anzustreben, die Gewerbesteuer zu verringern, das Verkehrswesen zu fördern, die Eisenbahnpolitik den wirthschaftltchen Interessen anzupassen, sowie endlich in der Handelspolitik die thatsächltchen Interessen des Volkes zu wahren, — finden sicherlich in allen Parteien freudige Aufnahme. Nur liegt die Sache so, daß parlamentarische Körperschaften dazu da sind, sich nicht mit Versprechungen abspeisen zu lassen, sondern auf thatsächliche Erfolge hinzuwirken. Keuts-Hsand. n . Darmstadt, 2. Juli. Se. König!. Hoheit der Erbgroßherzog Ernst Ludwig und Ihre Großh. Hoheiten die Prinzessinnen Victoria, Irene, Alix und Marie sind heute Vormittag 7 Uhr 44 Mm. in Begleitung des Flügeladjutanten Major v. Herff und der Gouvernante- der Großh. Prinzessinnen, Miß Jacqueson, über Blisstngen und London in ein englisches Seebad abgereist. * Berlin. Der „Köln. Ztg." wird aus Rom gemeldet: Der Papst nöthlgte Ledochowskt, trotz seines Widerstrebens, einen Brief an den Clerus von Posen zu senden, um diesen aufzufordern, von der politischen Agitation abzulassen. Der Papst will nicht anarchische Mittel anwenden, um kirchliche Zwecke zu erreichen. Berlin, 1. Juli. In der heutigen Congreßsitzung wurden die rumänischen Delegirten Bratiano und Cogalniceanu gehört; letzterer verlas eine längere Rede, in welcher die Forderungen Rumäniens aufgeführt und erläutert wurden. Wie verlautet, dürften die Forderungen betreffs Bessarabiens keine Berücksichtigung finden. Wegen der an Rumänien abzutretenden Dobrudscha stehen nähere Grenzdelimitattonen noch bevor. — Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die Ernennung des bisherigen Berg- Hauptmanns Serlo (Breslau) zum Oberberghauptmann und Ministerialdirektor - ingleichen die Ernennung des Regierungsrathes Dahrenstädt und des Superintendenten Nitzsch zu Mitgliedern des Gerichtshofes für kirchliche Angelegenheiten. - F-rner meldet der „Relchs-Anz.": Der Botschafter Prinz Reuß hat nach Ueberreichung seines Abberufungs-Schreibens Konstantinopel am 28. Juni ver- laflen; die Geschäfte der dortigen Botschaft leitet Interimistisch Botschaftsratb Graf Radolinski. Hesterreich. Wien, 1. Juli. Meldungen der „Polit. Corresp." Bukarest. In Regierungskretsen verlautet, das zwölfte russische Corps unter Wanowski sei aus Rustschuk nach Silistria abmarschirt; zu welchem Zweck, sei nicht bekannt und werde sorgfältig verheimlicht. In Rumänien stehen zur Zett kaum über 25000 Russen, deren Zustand als nicht durchaus befriedigend bezeichnet wird. - Das vor Suda kreuzende englische Kriegsschiff ließ nach Syra mittheilen, daß die Türken gegen die kretensischen Insurgenten das Bombardement eröffnet hätten. Bei Apokorona wird fortgekämpft. Die türkische Bevölkerung von Canea, welche bewaffnet außerhalb der Stadt lagert, fordert die Absetzung des Gouverneurs; dieser droht, die Bewaffneten als Rebellen zu behandeln. . ^—Aus Berlin geht der Wiener „Presse" die interessante Nachricht zu, daß Rußland den Fürsten Carol zum Fürsten von Bulgarien vorgeschlagen hat, und daß die Candidatur von dem Fürsten Bismarck warm unterstützt wird. Rußland hofft htemit auch die bessarabische Frage aus der Welt zu schaffen. Telegraphische Depeschen. Wagirer'S telegr. Eorrespondenz - Burearr. Berlin, 2. Juli. Bulletin von 10 Uhr Vorm. Die gestern gemeldeten rheumatischen Beschwerden in den verletzt gewesenen Thetlen haben aufgehört. Das Allgemeinbefinden Sr. Maj. des Kaisers ist befriedigend. (Unterz.) v. Lauer, v. Laugenbeck. Wilms. Berlin, 2. Juli. Die heutige (11.) Congreßsitzung, welcher alle Dele- girten beiwohnten, wurde kurz nach 2 Uhr eröffnet und schloß gegen 4 Uhr. Kiel, 2. Juli. Die Conservativen, Freiconservativen und National- Liberalen einigten sich auf die Candidatur Kräh gegen Hänel. Berlin, 2. Juli. Gegenüber den bezüglichen Meldungen der Zeitungen bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.", weder die Socialisten-Vorlage, noch die Ergänzung des Strafgesetzbuchs hätten das Staatsministerium in den letzten Sitzungen beschäftigt, da beide Gegenstände noch nicht in ausgearbeiteter Gestalt wenig, theils gar nicht versichert* waren. , , Es versteht sich von selbst, das die Hülfe Aller da einspringen muh, wo durch ein großes Brandunglück der Erwerb und die Ernährung auf viele Monate gestört sind und es oft an den nothwendigsten Bedürfnissen von Nahrung, Kleidung und Wohnung für den Augenblick mangelt Aber das Nicht- oder Schlechtoerstchertsetn sollte lieber nicht zum Rühren dec menschlichen Herzen herangezogen werden. In ihm liegt eine strafbare Fahrlässigkeit. Die Versicherungskosten sind heute so ger ng, dah jemand, der sie aus Trägheit oder Unverstand nicht anlegen will, mit Recht die Folgen zu tragen hat. WäreHab und Gut einesJeden versichert, so würden sich l-ne Köllen noch niedriger stellen. Es ist demnach eine eigene Zumuthung, welcheder Klingelbeutel an den Versicherten stellt, auch noch die ihm schon an und für sitz nachthetUge Thorhett des Nichtoerstcherten zahlen zu helfen. Die aufrufenden und sammelnden 4-0,5 v R. 4-12,23 , 4-12,38 „ am statt. ^as Cabinet hat seine Entlastung eingeretcht in 9-olae von militärischen Beförderungen, die vom Kriegsminister verfügt waren. ö Abends. Der König har die Dcmisston des Cabinets abgelehnt; nur dle Stellung des Kriegsministers ist stark erschüttert. Paris, 2. Juli, Abends. Der Schah von Persien ist heute abgereist, um sich nach Wien zu begeben. Erzherzog Albrecht von Oesterreich ist gestern Abend hier angekommen und am Bahnhofe vom Marschall-Präsidenten empfangen worden; heute ist der Erzherzog wieder abgereist nach dem Seebade TrouvMe.^ 2 Heute wurden hier 126 Verhaftungen vorgenommen aus Anlaß von gestern stattgehabten Unruhen; letztere waren veranlaß, durch die einem republikanischen Mitglied- des Gemeinderaths in der Börse zu- gefügte Mißhandlung wegen des von letzterem im Gemeinderath gemachten Vorschlages, das Standbild des Bischofs Belzunce vom Platze Belzunce zu entfernen. ----—— * ' Es i t noch nicht lange her, daß man die Blitzableiter als elne gotttose Einrichtung betrachtete, die dem Willen der Vorsehung entgegenarbeiten wolli. Seit man einsehen lernte, daß die Ktrchthürme der Frommen vom Blitz öfter getroffen werden als die Versammlungsorte der Bösen, steht man fast keinen Thurmhahn mehr ohne die schützende Stange. Ebendahin müßte es auch kommen mit dem Hause und den Mobilien eines jeden Land- und Stadtbewohners in Bezug auf die Feuerversicherung. Der dies schreibt, hat w?der Actten einer solchen Gefillschaft, noch sonst auch nur das kleinste indirecte Interesse an einer derselben. Nur ist er der Überzeugung, daß in Dem Leichtsinn, womit die Mehrzahl der Besitzenden ihr bewegliches Etgenthum dem vernichtenden Element noch immer Preis geben, eine öffentliche Ealamüat liegt, an die man durch jene „Aufrufe" im Sommer immer wieder erinnert wird. Zur Feuerversi cherung. Die herangekommene warme Jahreszeit wird uns wie gewöhnlich wieder Brandunglücke in Menge bringen und mit ihnen dann die gewohnten ,Aufrufe in den Rettungen, worin die Honoratioren des abgebrannten Ortes, meistens den Landrath an der Spitze, die öffentliche Mildthätigkett angehen, weil die Beschädigten „theilS Vermischte-. Hanau, 1. Juli. Gestern Abend kurz nach 11 Uhr meldete der Thürmer der reformirten Kirche Feuer. Als unsere freiwillige Feuerwehr sofort nach diesem Allarmzeichen auf der Brandstätte, Schltngloff'sche Brauerei an der Bruchköbeler Straße, angekemmen stand dieselbe bereits in vollm Flammen und war oo.ausznsehen, daß hier nicht mehr viel zu retten sei. ES wurden deshalb mit aller E terg'e die anstoßenden Gebäude geschützt und Vorkehrung zur Abwendung weiteren Unglücks getroffen, was auch vollkommen gelang. Die Brauerei, erst vor eintaen Jahren neu erbaut, brannte so weit aus, daß fast nur noch die nackten Mauern sichtbar sind. W e wir hören soll durch einen herunterfallenden Stein ein Feuerwehrmann eine Verletzung davon ge- Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des „Gießener Anzeigers empfehle ich iuM ivo “« iÄen», M 6,85 per halbes Tutzend, iowie in ganzen und halben Fläschchen zu 1,28 und 68 § g-h-rs-mst.^E Maria Farlna in Köln. Handel und Verkehr. Frankfurt 1. Juli. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. An- getriebttt^waren 400 Ochsen, 220 Kühe und Rinder, 230 Kälber und 20C> £5rnmet ®e Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. ^ 68-70, 2. L^al. ^ 64-66 Kühe und Rinder 1 Qual JL 62—64, 2. Qual. JL 56—58, Kalber 1. Qual. JL 62-64 2. Qual. JL a» bis 60, Hammel 1. Qual. JL 64—66, 2. Qual. J4 58-60, Schweine 58-59 ^ per^Pfd^ r n n F f u r t 1. Juli. sFruchtbericht) Der Markt war sehr still und trostlos. Das Angebot'von geringer Maare war dringend. behauptet, JL 22i/3 bezahlt. Fremder je nach Qualität und Herkunft von JL.20 öt« 24? Roggen von JL 15—17. Gerste ohne Leben. Hafer von JL 14—16. Am Mehl matrt herrschte die bekannte Stille. „Futterstoffe flau. Wir nattren heute. arripUf ST>r 1 U 40 2 AL 36, Nr 3 JL 32, Nr 4 JL 2o, ViV. «> vAL 66, JiOQ(lCn< mehl °/i) Berliner Marke) JL 22, do. II. (Berliner Marke) 19, Weizen, effect. hies. ab Bahnhof hier JL 23.50, ab unserer Umgegend JL 22_50' bo- freÄrc Qualität AL 22—24.50, Roggen je nach Qualität JL 16—17.25. Gerste JL w 21 fSrtfpr al 13 50 15 Kohlsamen JL 33 per August - September. Erbsen ^L19-22 Wicken 16-17, Linsen 19-24, RübSl, detail, JL 74. Stimmung unsicher. Dringend offeikt: Getreide und Mehl. (Die Preise verstehen sich sammtttch per 200 Pfund Zollaewickt — IW Kilo.) Lokal-Notiz. Gießen, 3. Juli. An unsere Mitbürger richten wir die dringende Mahnung, sich nach dem Rathhause zu begeben, um nachzusehen, ob ihre Namen auch wirklich in die amtlich aufgestellten Wählerlisten eingetragen worden sind. Fehlt der Name in der Liste, so ist es unbedingt nothwendtg, solches schriftlich anzuzeigen, oder, was bequemer ist, sofort einen Antrag auf nachträgliche Ausnahme zu Protokoll zu geben. Die Nachweisung der Berechtigung mit in die Liste ausgenommen zu werden, wird am besten und einfachsten durch Vorzeigung eines Steuerzettels beigebracht werden können. Zur Erfüllung dieser Pflicht ist nur eine kurze Spanne Zeit gegeben. Das Gesetz gestattet die öffentliche Auslegung der Listen nur noch bis einschließlich den 8. d. M- Wer es also ehrlich mit dem wichtigsten ihm gegebenen Wahlrecht, oder bester gesagt, mit seiner Wahlpflicht nimmt, wer es zu schätzen weiß und ernstlich gewillt ist, am Wahlschlachttage seinen Mann zu stehen — und das wird mehr als jemals erforderlich sein —, der überzeuge sich noch während dieser 8 Tage, daß jene unerläßlichen Vorbedingungen gewahrt werden, welche es ihm möglich machen, mit um den großen Sieg am 30. Juli zu erringen. Dieser Mahnruf gilt gleichzeitig für unsere Leser auf dem Lande. Auch diese wollen nicht versäumen , von den in ihren Wahlorten aufgelegten Wählerlisten Einsicht zu nehmen und die Eintragung der fehlenden Namen rechtzeitig erwirken. Gießen, 3. Juli. Der Sckwurgerichtshof.vkrurtheilte am 2. Juli Vormittags den Wilhelm Ltndenstruth [IV. von Beuern, wegen Körperverletzung in eine Gesangmtz- ftrafc von 1 Jahr und 6 Monoten, sodonn denselben Nachmittags, den Abraham Kaufmann von Nieder-Weisel, wegen Urkundenfälschung in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten, an welcher jedoch 1 Monat der erstandenen Untersuchungshaft in Abzug zu bringen ist, sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren; Levi Kaufmann von da, wurde wegen destelben Verbrechens in eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 2 Monaten condemnirt und der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren für verlustig erklärt. tragen haben. , — Auf dem Grabstein John Donough's in Neuorleans sind folgende Grundsätze als kaufmännischer Wegweiser für junge Leute auf ihrer Lebensbahn üngegraben: 1. Erinnere dich allezeit, daß Arbeit eine der Grundbedingungen deiner Existenz ist. 2. Zeit ist Geld, wirf keine Minute weg, sondern lege eine jede verzinslich an. 3. Thu allen Menschen, tote du wünschest, daß sie dir thun. 4. Schiebe nie dem morgenden Tag zu, was heute geschehen kann. 5. Heiße nie einen Andern thun, was du selbst thun kannst. 6. Begehre nie, was nicht dein Eigen ist. 7. Halte nie eine Sache für so unbedeutend, daß sie der Beachtung nicht werth wäre. 8. Gib nie aus, was nicht wieder einkommt. 9. Vergeude nicht, sondern erzeuge. 10. Laß die strengste Ordnung die Handlungen deines Lebens regeln Sinne dein Lebenlang, wie du so viel Gutes als möglich stiften könntest. 11. Entziehe dir nichts, was zum Behagen des Lebens nothwendtg ist, aber bleibe dabei einfach und genügsam. 12. Arbeite so lange als cs deine Kraft nur erlaubt; Ruhestand ist Rückgang. Freunden der Natur, speciell von Blumen und Pflanzen wollen wir auf ein seltenes Vorkommen in der Pflanzenwelt aufmerksam machen. Gleichwie die Agave americana L„ welche im vorigen Jahre im Palmengarten zu Frankfurt a. M. nir Blütbe gelangte, stehen eben zwei Jucea oder Palmenlilien im Wenzel'schen (Harten tn schönster Blüthe. DaS Blühen dieser Pflanze ist in der botanischen Welt eine Seltenheit und glaubten wir die L.ser darauf aufmerksam zu machen zumal zwei gleich große und egale Pflanzen der Palmenlilie in gedachtem Etabttssement sich befinden - Wenn wir bei dieser Gelegenheit der Übrigen Anlagen und Pflanzengruppen gedenken, welche den schönen Garten zieren und das Herz des Besuchers erquickten, so freut es uns constatiren zu uüssen, daß die Sängergaste bei dem Fiübcovcerte am Montag ihre Bewunderun/ausdrückten, daß unsere Stadt ein Vergnügungs Etabliffement besitzt, geschc ffen durch den Geschmcck des Herrn Wenzel, um welches un8 andere Städte beneiden. "~n‘ Literarisches. Jllustrirte Frauen-Zettung.. (Preis vierteljährlich 2 JL 50 A.) Dtt nmeste Moden-Nummer (23) enthält: Elegante Promenaden- hohe Taillen, Paletots, Mantelets, Kle'derarmel, runde und Capot-HÜte, Morgenhauden, CoiffÜren, Haarfrisuren, Rüschen, Halskrausen, Collier, Seitenkamme, Manschetten und GartenschÜrze. Kleider, Schürzen u. Morgenkleider für gröbere u. kleinere Mädchen. A beits- körbch.n. Nachtlampen- ober Windschirm, Taschentuch-Behalter, Schuhtasche, Armstuhl für Gartenzimmer. Spitzen und Bordüren tn irischer Spitzenarbeck, Tülldurchzug, Häkelarbeit und Filet-Guipüre, verschiedene Bunt- und Kceuzsttchfttckereten, Namens- Chiffren in Weiß- und Kreuzstichstickerei rc. rc. mit 72 Abbildungen und einem kolorirten Modenkupfer. — Die neueste Unterhaltungs-Nummer (24) enthält. Jncognito. Cine Geschichte aus dem bairischen Hochlande. Von Josef Erler. — Mactzbuba, ein Kind der Tropen. Von E. Schmidt-Weißenfels. — Die Edelsteine in Mythus und Aberglauben. Von Alexander Kaufmann. — Ein Eskimo-Besuch in Berlin. Don Max fjolborn — Aus der Frauenwelt. — Verschiedenes. — Briefmappe. — Frmuen-Gedenk' taae - Ferner folgende Illustrationen: Mädchen aus Trastevere. Von Adolph Schick. — Die Eskimo-Familie im Berliner Zoologischen Garten. Don Paul Meyer- heim. — Gräfin La Motte, mm»Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postämter.^» Jllustrirte Jaadzeitung. Organ für Jagd, Fischerei und Naturrunde. HerauS- gegeben vom k. Oberförster H. Nitzsche. S. Jahrgang. Nr^^19 enthalt:: ®ie Doppel-Stahl-Läufe von I. Neumann. — Einaeregnet von B. Raucheneggn mit Bild. — Italienische Jagdbriefe von Freiherr Schenck zu L-chweinsberg. — Literatur. Die Krankheiten des Hundes nebst Anleitung zur Aufzucht und Pflege von 3t M- Leo, nttt Bildern (V/2 JL) rc. Verlag von Schmidt " ----- v r)ro eröffnet. Derselbe erwähnte des Attentats aus den Kaiser und forderte — . - -----cstn» das Haus auf, seinen Abscheu gegen die Thai, s-'ne Theilnahme für den Kaiser und Dank gegen Gott für seine Rettung durch Ausstehen auszudrucken. Dasselbe geschab. Die Austrittsgesuche der Abgg. PH- Schmidt (liberal), Seitz und Häuser (Patrioten) wurden genehmigt. Von neuen Vorlagen sind einge« flQnflen: Der Militär-Etat für 1878/79, die Erweiterungs- und Ergänzungsbauten für die in Betrieb befindlichen Staatsbahnen und ein modificirter Gesetzentwurf in Betreff der pfälzischen Bahnen. Die nächste Sitzung findet Allgemeiner Anzeiger. oben dem n n u n ti II ii ii n ii Vergebung von Kauarbeiten. Zur Herstellung des Amtsgerichtslocals zu Grünberg sollen nach den von heute an dahier offenUegenben Zeichnungen, Voranschlägen und Bedingungen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Submissions- weg vergeben werden: 4081) Anmeldungen wegen Berücksichtigung bet Vergebung der bezeichneten Zinsen haben bis zum 13. dieses Monats einschließlich auf Bürgermeisterei-Bureau zu geschehen. Gießen, den 2. Juli 1878. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Bekanntmachung. Die Vergebung der Zinsen des Vermächtnisses des Christian Gerhard Hast für das Jahr 1878 betreffend. Die Eröffnung der schriftlich dahier einzureichenden Offerten geschieht Dienstag den 9. Juli I. I., Vormittags 9 Uhr, auf unserem Bureau. Grünberg, den 29. Juni 1878. Großherzogliches Kreisbauamt Grünberg. 4040)Dr. Dieffenbach, Bauratb. Zwölftes £afjiill)(il =-Säiiflerlcl'l. 4078) Samstag den 6. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen aus dem Festplatz (Oswald's Garten) eine größere Partie Dielen, eiserne Schrauben, Klammern, Hängeeisen, diverse Decorationsgegenstände, größere und kleinere Fahnen, Schilder und dergl. meistbietend versteigert werden. Der Bau- und Decorations-Ausfchufi. 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu . . . . . 1732 2) Steinhauerarbeit, „ „ . . . . . 1264 3) Zimmerarbeit „ „ . . . . . 1282 4) Dachdeckerarbeit, „ „ . . . . 180 5) Schreinerarbett, „ „ .... . 2059 6) Schlofferarbeit, „ „ . . . . . 1110 7) Glaserarbeit, „ „ . . . . . 501 8) Weißbinderarbeit, „ „ .... . 2830 9) Spenglerarbeit, „ „ . . . . 40 10) Lieferung von Schienen u. Säulen, veranschl. zu 220 11) „ „ Mauersteinen, „ „ 160 12) „ „ Backsteinen, „ „ 1000 13) „ „ Tuffsteinkaminröhren „ „ 105 14) „ „ von Kalk, „ „ 140 15) „ „ von Sand, „ 150 16) „ „ von Cement, „ „ 60 Bekanntmachung. Am Montag den 8. Juli, Vormittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Posthofe ein vier- sitziger Personenpostwagen und ein kleiner zweirädriger Transportkarren öffentlich und meistbietend gegen Baarzahlung, versteigert werden.' Gießen, 22. Juni 1878. Kaiserliches Postamt. 3897)______Lochmann.___________ Versteigerungen. Donnerstag und Freitag den 4. und S. Juli, Nachmittags von 2 Uhr an, kommen die Waarenvorräihe, Drehbänke und Werkzeuge aus dem Nachlaß des Mecha- nikers Carl Reinhard, bestehend aus: Einer Partie feiner Salontischlampen, „ „ gewöhnlicher Tischlampen, Hängelampen, Hand- und Wandlampen. 4 Zughänglampen. 2 2armigen P troleumlüsters. Lockirten ui b blanken Btechwaaren und Küchengeräthen, sowie Papierschirmen, Cylinderwischern, Dochten, Milchschtrmen und Cylindern, 2 Drehbänken, davon die eine mit Patronenspindel und Support, 2 Waarmschränken zur öffentlichen Versteigerung siegen Baarzahlung im Bramm'schen Lokal. An beiden genannten Tagen wird Vormittags von 9—12 Uhr in demselben Local sehr billig aus der Hand veikuft. 4032) ______Chr. Reinhard. Freitag den 3. Juni l. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Lagerraum des MarcuS Engel dahier 100 Säcke Roggen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. Juni 1878. Großherzoglich^s Ortsgerichl Gießen. 4024) Lüdeking. Aeilgeöotenes. 3993) Das Heugras von mehreren Wiesen hat zu verkaufen JFV*. Semmler» 4027) Ausgeschleuderten und reinen Bienenhonig, das Pfund zu 1 Mark, verkauft H.Lutz, Gartfeld bet Herrn Unverzagt. 4085) Ein eisernes Hofthor zu Der= kauf.n. Zu erfraaen im Russischen Hof. (wrabkreuze, roh und vergoldet, empfehlen 4084) Heinzerling & Tribus. 4064) Den geehrten Einwohnern von Gießen und Umgegend zeige ich hiermit er- pebenst an. daß ich zum nächsten Gießener Markt, Mittwoch den 10. Juli, wieder mit einer großen Auswahl in Schuhwaaren komme und auch diesmal eine große Partie in höchst inen Damen- und Herrenzug- fttefelletten mitbrtnge und die Preise dafür, um einen recht bedeutenden Verkauf zu erzielen so billig, wie noch nie, stelle. Mein Stand ist mit der Firma bezeichnet Schuh- und Stiefellager von Philipp Schmidt, Schuhmacher, aus Bad-Ems. Fächer u. Iächerschnüre in sehr großer Auswahl und zu den billigsten Preisen empfehlen (3996 Moritz Gregori Sf Sohn. Heu kauft. Wer? sagt die Exped. d. Bl. (4039 Eilt Einte« in der Frankfurter Straße (in der Nähe der Wieseck- brncke) z» verkaufen. Näh. in der Gxped. d. Bl. (3792 Feinster Leberthran fast geruch- und geschmacklos in Flasche® mit Meta 11-Verschluss ä 60 Pfg., M. 1.— und M. 1,70. Eisenhaltig pr. Fl. ä M. 1,—. 157) O. F. Seniniler in Giessen. Bauplätze I verkauft Jng. Merz, R.-Bahnhofsftraße. Für Land- und Ackerwirthe. Engt. Iutterrüben-Samen. 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Indem ich hiermit das verehrliche Publikum zum Abonnement einlabe, bemerke ich, daß die Abonnements-Liste in der Anstalt zur gefälligen Einzcichnung offen liegt. Die Unterrichtsstunden und Badezeit für di« Schuljugend find an Wochentagen Vormittags vou 10 bis 12 und Nachmittags von 4, bis 7 Uhr, an Sonn und Feiertagen nur Vormittags von 7 bis 12 Uhr. Vaterländische /euer-Verffcherunaz- ! Äctien - gesessschasb in Esstersesst. Laufende Versicherungssumme am 1. Januar 1878 . Jl. 2,430,092,439 Prämien- und Zinsen-Einnahmen.......„ 4,405,412 Capital und Prämienreserve für eigene Rechnung . „ 4,143,554 Grund-Capital der Gesellschaft.......„ 6,000,000 Versicherungs-Abschlüsse zu billigen und festen Prämien werden prompt vermittelt durch die nachbenannten Vertreter der Gesellschaft: Ferd. Hoffmann in Giessen. W Kliebe in Aliendorf a. d. L. 3V. Körber II. in Alt-Buseck. PH. Reimer in Gambach. Handwerk in Holzheim. G. Löwenberg in Steinbach. I. Becker VI. in Treis a.d.L. Th. Kümmel in Lollar. Japanische Schreib-1 CopiMinle (Euere violette ä copier). Dieselbe ist von violetter, dem Auge angenehmer Farbe, wird indeß beim Iebrauch nach kurzer Zeit schwarz, trocknet augenblicklich, greift weder Papier noch Feder an, ist leicht flu-ßend, schimmelt selbst bei längerer Aufbewahrung licht und ist unauslöschbar. Auch bann, wenn die Schrift bereits mehrere rage alt ist, liefert dieselbe noch makellose Copieu und empfiehlt sich des schnellen Trocknens und der vorzüglichen Schwärze wegen ganz besonders zum Einträgen in Handels- und Geschäftsbücher. Niederlage davon in 4 Flaschenfüllungen ä i/. Liter 2, i/2 Liter & 1.25, i/4 Liter 75 i/g Liter 50^, in Giessen bei der Expedition )es Gießener Anzeigers. WenseTs Garten. Samstag den S. und Sonntag den 7. Juli 1878: «ROSSES VOCAL-CONCERT von den bei ihrem letzten Hiersein mit so großem Beifall aufgenommenen Initthater Ty roter von Hans Tee hiter. -A-nfang 8 Uhr. tlR Sflfllß. Entree 50 Pfg. Programm au der Kasse. 4082)Man bittet vor Schluß der II Abtheilung nicht M rauchen. 4083) Ausverkauf ele- auch durch wirklich gute X 27 30 9 8 18 9 12 auch ohne sollte, da Besieh V » n n sich ebensowohl durch schöne Stoffe, als ganteste Bearbeitung. Die Preise sind derart gestellt, dass dürfniss Jedermann auf Vorrath kaufen nicht leicht wieder Gelegenheit bietet, Waare zu solchen Preisen zu kaufen. Zum Besuche des Magazins wird hierdurch höflichst eingeladen. Das Local befindet sich: Dofflein’sches Haus, Ecke der Wallthorstrasse und des Asterwegs, A. 99. Einzelne Piecen: Jaquets, Sommerröcke, Hosen, Westen etc., zu jedem annehmbaren Gebote. an ■n 7) » n n von y> T> » n n » Freis - Courant Ein completer Sommeranzug .... Ein schwerer Frühjahrs- u. Herbstanzug Elegante Leinenanzüge...... Lüster- u. Cachemirröcke..... Reizende Frühjahrspaletots .... Joppen in grossartiger Auswahl . . Hosen u. Westen in vielen Mustern . Frankf. Herren-Garderobe. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniss gebracht, dass in Folge der Auflösung einer sehr bedeutenden Herrengarderoben-Fabrik in Frankfurt a. M. die sämmtlich vorhandenen Lagerbestände durch Detailverkauf verwerthet werden sollen. Die Waare ist durchschnittlich in prima Qualität und nach neuestem Schnitt angefertigt und empfiehlt Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde ;u Gießen. 4062) Die Sommer-Generalversammlung findet am 6. Juli i>. I., Vormittags 10 Uhr, im Gasthaus „zum Hirsch" in Grünberg statt und werden dazu die Mitglieder der Gesell- . schäft, sowie alle Freunde ter Naturwissenschaften geziemend eingeladen. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht, Vorstandswahl, Vorträge, gemeinsames Mittagessen, gemeinsame Ercursion. Gemeinsame Abfahrt von Gießen 7 Uhr 30 Min. Reichstagswahl. 4058) Zu einer Besprechung über die bevorstehende Reichs- agswahl werden die Wähler des Wahlkreises Gießen Grünberg- Nidda auf Zreitag dm 5. d. Abmdo 8 Uhr, in Wenzel’s G-arten eingeladen. Der seitherige Abgeordnete des Wahlkreises, Herr v. Rabenau, hat sein Erscheinen zugesagt. Gießen, den 1. Juli 1878. Der Ausschuß des Vereins _____________________der nationalen und liberalen Partei. 1462) Meinen stets frisch gebrannten Kaffee in vorzüglichster Qualität ä Pfv. 1 Jt. 83. bringe ich in empfehlende Erinnerung. Emil Fischbach. Wermiethungen. 4066) Möblirtes Zimmer zu verwiethen ______bei I. Böck, Wallthorstroße 223. Schlafstellen *U Neuftadt^O. 93°65 4071) Ein Logis von 4 Zimmern mit Zubehör ist bis zum 15. August zu ver- miethen. Auf Verlangen kann auch ein Mansardenzimmer mit angrenzendem 6a- binet dazu gegeben roi Zuckeret (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.