Wo. 103. Samstag, den 4 Mai 1878. Aichener MWger AMige- uni AmtsMt für icu Kreis Gießen. —...... ■■■ , ' '■ """ *'' . -p c " o Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. RedactionSbureaUr Gartenstraße B 165. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. * , bie w bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Vxpeditionsbnreaur Schulstraße B. 18. ==■»■ Amtlicher HHeil. Bekanntmachung. ->n Solfle der durch di- Kaiserlich- Normal-Eichungs-Commisston erfolgten Aufhebung der §§. 89 und 91 der Eichordnung für das Deutsche Reich ist im öffentlichen Verkehr der Fortgebrauch aller nach den früheren Landesgesetzen gestempelten Gewichte und Waagen, welche nicht mit dem vorgeschrlebenen neuen Eichungsstempel versehen sind, untersagt. Es werden deßhalb alle im Besitz solcher Gewichte und Waagen befindllchen Personen aufgefordert, solche bei den betreffenden Eichämtern umstempeln zu lassen. Darmstadt, den 30. April 1878. Großherzogliche Eichungs-Inspektion. ' Psannmüller. Rumps. Bekanntmachung. " N-ich neueren Wahrnehmungen werben die für Die Fußgänger bestimmten Schoortheile unv die Bankets resp. gepflasterten Trottoirs vor der Stadt häufig zum Reiten benutzt. Wir sehen uns daher veranlaßt darauf hinzuweifen, daß eine folche Benutzungsweife der fraglichen Wege ic. nach § 366 pos. 10 des Reichsstrafgesetzes mit Geldstrafe bis zu 60 JA. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft wird. Das Aufsichtsperson»! ist angewiesen, jede Zuwiderhandlung unnachstchtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, am 29. April 1878. Großherzogliche Polizeioerwaltung Gießen. F r e f e n i u6. Uokitisch * Zur allgemeinen politischen Lage. Die Situation ist im Laufe der letzten Woche, mindestens gesagt, nicht bester geworden. Die deutsche Regierung setzt zwar ihre Vermittlungsbemühungen nach wie vor fort. In Folge deffen ist auch der Gedankenaustausch zwischen den einzelnen Mächten über die Lösung der verschiedenen Streitfragen noch nicht abgebrochen. Aber die Verhandlungen über den Rückzug der russischen und englischen Streitkräfte aus der Umgebung von Konstantinopel, von deren Erfolg der Zusammentritt der Vorkonferenz abhängen sollte, bieten, da sich auf beiden Seiten immer neue Schwierigkeiten erheben und England sich besonders weigert, über die Dardanellen hinaus zurückzugehen, kaum mehr Aussicht auf ein günstiges Ergebniß. Der Congreßplan kann daher für jetzt als gescheitert betrachtet werden, um so mehr, da die beiden Hauptgegner auf dem einmal eingenommenen Standpunkt, wonach England verlangt, daß Rußland die Suprematie Europas durch förmliche Vorlegung des Vertrages von San Stefano an den Congrcß anerkenne, Rußland aber diese Forderung als eine demüthigende Zu- muthung ablehnt, entschieden verbleiben. Eine friedliche Verständigung zwischen beiden wird auch schon darum immer unwahrscheinlicher, weil England sich aller Aufforderungen der neutralen Mächte ungeachtet aus Rücksicht aus die Pforte, von deren Haltung es seine letzten Entschließungen abhängig machen muß, nicht herbeilasten will, amtlich ein positives Programm über die Neuordnung der Dinge aus der Balkan-Halbinsel aufzustellen, und das^was^osficiös über seine Wünsche verlautet, zu weit von den im Frieden von L-an Stefano geschaffenen Thatsachen abweicht, als daß die dazwischen liegende Kluft am grünen Tisch ausgefüllt werden könnte. Das Schlimmste ist, daß die Rüstungen beiderseits unermüdlich fortgesetzt werden. Die englische Regierung hat schon indische Regimenter nach Europa einschiffen lasten und steht sogar im Begriff, eine Panzerflotte für die Ostsee auszurüsten. Russtscherseits ist neben br-T Mobilisirung neuer Divisionen die Ersetzung des Großfürsten Nikolaus durch den berühmten Meister der Belagerungs- und Vertheidigungskunst, General Totleben, das bedeutsamste Zeichen, daß man den Krieg demnächst von Neuem beginnen zu muffen glaubt. Der mohamedanische Aufstand in Rumelien, deffen Ausbruch englischen Emiffären Schuld gegeben wird, trägt natürlich nicht dazu bei, die Stimmung zu verbeffern. Rechnet man dazu endlich sowohl die Erkrankung des Fürsten BiSmarck, von deffen ehrlichen Maklerdiensten man allgemein das Beste hoffte, wie die des Fürsten Gortschakoff, der als das Haupt der gemäßigten Partei am russischen Hofe gilt, so begreift sich nur allzu sehr, daß die Lage der Dinge mehr und mehr eine pessimistische Aus- faffung rechtfertigt. Oesterreich macht sich denn auch schon bereit, sich bei dem bevorstehenden Conflict für die Vergrößerung des russischen Einfluffes durch Erweiterung seiner eigenen militärischen, politischen und commerciellen Machtsphäre im westlichen Theil der Balkan-Halbinsel auf dem Wege der Action ein Aequivalent zu sichern. Selbst Italien will bei der in Aussicht stehenden allgemeinen Beutetheilung nicht zurückstehen und bereitet sich daher zu einer Expedition nach Albanien vor. Trotz alledem darf man die Hoffnung auf eine friedliche Lösung der orientalischen Wirren noch nicht ganz aufgeben — schon darum nicht, weil die schwarze Internationale ihre Freude über den drohenden Zusammenstoß der beiden nichtkatholischen Mächte gar zu offen kundgibt und dadurch allen Freunden der wahren Civilisation die Pflicht der Besonnenheit und Versöhnlichkeit ernstlich in Erinnerung ruft. Die deutsche Regierung zumal wird ihre Vermittlungsbemühungen gewiß nicht eher aufgeben, als bis alle Aussicht auf Vermeidung des Krieges geschwunden ist. Im gegenwärtigen entscheidenden Augenblick scheint Kaiser Wilhelm durch Entsendung seiner Schwiegertochter nach England einen letzten Versuch machen zu wollen, um den ruffenfeindlichen Sinn der Königin er H h e i t. Victoria nachgiebiger zu stimmen. Ob derselbe etwas nützen wird, muß die nächste Zukunft zeigen, da die Dinge unmöglich noch länger in der Schwebe bleiben können und die Eröffnung der Pariser Ausstellung, welche einem stillschweigenden Einverständniß der Mächte zufolge in Frieden vor sich gehen sollte, jetzt schon hinter uns liegt. Deutschland. Darmstadt, 1. Mai. Laut Ausschreiben des Großh. Ministeriums des Innern tritt daö neue Gesetz über die Lehrer-Gehalte am 1. Januar 1879 in Kraft und muffen in den Gemeinde-Budgets für 1879 die nöthig werdenden Mittel für die erhöhten Gehalte vorgesehen werden. Die Verhandlungen zur Feststellung der Gehalts-Bezüge werden von den Kreisämtern nunmehr eingeleitet, denen es insbesondere obliegt, zu ermitteln, ob die Vermögensverhältniffe einer Gemeinde und deren Bewohner Zuschüffe aus der Staatskaffe nöthig machen. Zur gleichmäßigen Behandlung dieser Frage finden in allen Kreisen statistische Aufnahmen über Vermögen, Schulden, Einkünfte, Ausgabe, Höhe der Abgabe rc. statt, und es wird die durch Uebernahme aller Schulkosten auf Gemeindemittel entstehende Erhöhung der Umlagen festgestellt. Da dem Ministerium definitiv die Entscheidung zusteht, ob ein Staatsbeitrag zu bewilligen sei, und dem Staate voraussichtlich eine Ausgabe bis zu 500,000 Mk. entsteht, so liegt die schon früher angeregte Frage nahe, ob es nicht zweckmäßiger wäre, die größeren Communal-Verbände zur Beihülfe heranzuziehen. Berlin, 1. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Zettungsmel- dung, daß der Minister des Innern die Verwaltungsreform nicht in der begonnenen Weise weiterzuführen beabsichtige, für jeder tatsächlichen Begründung entbehrend. In amtlichen Kreisen sei nicht das Mindeste bekannt, was einer solchen Annahme auch nur zum Vorwand dienen könne. Arankreich. Paris, 1. Mai. Die Rede des Handelsministers bei Eröffnung der Ausstellung erinnert daran, daß die Idee zu dem Unternehmen an dem Tage erfaßt wurde, nachdem die Republik die definitive Sanktion erhalten hatte. Die republikanische Regierung habe damit den Tendenzen und dem Ziele das Gepräge gegeben, womit sie ihre Anstrengungen und Bemühungen kennzeichnen wolle; sie habe ihren Glauben an die Stetigkeit und die Fruchtbarkeit der Institutionen ausgedrückt, welche das Land sich gegeben hatte; sie habe laut ihr Vertrauen in die Sympathien der fremden Regierungen damit ausgesprochen. Nach einer Darlegung der Arbeiten und Bemühungen, welche nöthig waren, dankte der Minister vor Allen den fremden Staaten, welche in so ausgezeichneter Weise dem Rufe Frankreichs entsprochen, welche ihre Kunstschätze und ihre industriellen Erzeugniffe hierhergesandt hätten und welche heute ihre freundlichen Zuvorkommenheit die Krone aufsetzten, indem sie die Eröffnung durch die Gegenwart ihrer berühmtesten Mitbürger, ihrer geliebtesten Fürsten ehrten. Die Ausstellung sei ein Beweis der Mannbarkeit, welche einen Abschnitt in der Geschichte der Republik bezeichnen werde. — Der Marschall-Präsident sagte in seiner Antwort, daß er die von dem Handelsminister ausgedrückten Gefühle theile; er schätze sich glücklich, daß die ganze Welt Zeuge sei des glänzenden Resultats und dankte den fremden Nationen, die dem Rufe Frankreichs in so vollem Maße entsprochen hätten. Er erklärte sodann im Namen der Republik die Ausstellung für eröffnet und beglückwünschte den Ingenieur Krantz, der das Ausstellungswerk so glänzend organisirt habe. Paris, 1. Mai. Unter den Fürsten, welche der heutigen Eröffnungsfeier der Ausstellung beiwohnten, befanden sich auch der Erzherzog Leopold als Vertreter Oesterreichs und der Herzog von Leuchtenberg als Vertreter Rußlands. Als Marschall Mac Mahon, von den Fürstlichkeiten umgeben, die Ausstellung für eröffnet erklärte, sprangen die Wafferkünste, donnerten die Kanonen, entfalteten sich die Fahnen und begannen die Musikchöre zu spielen. In diesem feierlichen Augenblicke bot der Blick auf die Ausstellung ein glänzendes, prächtiges Bild dar. Der Marschall und seine Umgebung begaben sich sodann vom Trocadero herab nach dem Marsfelde, betraten das Ausstellungsgebäude und besuchten die hauptsächlichsten Sectionen des Auslandes. Die Ausstellung bietet einen wunderbaren Anblick dar und übertrifft alle ihre Vorgängerinnen. Alle Maschinen sind im Gange. Die am weitesten vorgeschrittene Section ist die englische, dann folgen die schweizerische, belgische, japanesische rc. Kugland. London, 1. Mai. Der Staatssecretär des Innern, Croß, eröffnete heute in Preston den neuen conservativen Club. Zahlreiche Parlamentsmitglieder wohnten diesem Acte bei. In der Eröffnungsrede betonte der Minister, daß die Regierung bet ihrem Verhalten in der Orientfrage beständig von dem aufrichtigsten Wunsche geleitet sei, den Frieden Europas, die Ehre, Integrität und die Jntereffen des Reiches aufrechtzuerhalten. Bei dem Festbanket nahm Croß nochmals das Wort. Ec sagte: Es sei durchaus unwahr, daß die Regierung die Türken in ihren kriegerischen Gesinnungen bestärkt habe. Alles, was England gegenwärtig thue, betreffe die Aufrechthaltung des Rechtes der Verträge. England bestehe auf der Aufrechthaltunz der Erklärung von 1871. Alle Regierungen hätten der Billigkeit der Circularnote Lord Salisbury's Anerkennung gezollt. Man muffe sich fragen, wozu es dienen könne, die Mächte zur Berathung zu versammeln, wenn ein von ihnen unterzeichneter Vertrag durch einen der Unterzeichner in jedem Augenblick zerrissen werden könne. Der Krieg werde durch keinen Act Englands prooocirt werden. Die Forderungen Englands seien keine Erniedrigung Rußlands. Der Vertrag von San Stefano müsse in seiner Gesammthett in Betracht gezogen werden; der eine oder andere Artikel möge gleichgültig sein, aber in seiner Gesammthett sei der Vertrag verderblich. Jede Aenderung der vorhandenen Verträge würde aus einer in voller Freiheit eröffneten Conferenz der Signatarmächte hervorgehen müssen. Der Minister wirft den Liberalen vor, daß sie stets eine unbegreifliche Zuneigung für Rußland und die russischen Institutionen bekundet hätten und sagt am Schluffe: Wir werden Europa und die Welt, vielleicht Rußland selbst zu überzeugen wissen, daß der Vertrag von San Stefano geändert werden muß. Es ist nothwendig, daß der Vertrag aus dem Tische der Conferenz niedergelegt werde, um geprüft zu werden. England wird ihn loyal behandeln, gibt die in der Lage des Orients eingetretenen Veränderungen zu, hat aber das Recht, sie zu discuttren. Atalien. Nom, 1. Mai- Der Senat berieth den Handelsvertrag mit Frankreich. Decesare verlangte Revision der Tarife. Die Debatte wurde auf morgen vertagt, damit die Commission auch den von der Regierung heute vorgelezten Zolltarif prüfen könne. Die von Motzemolo beabsichtigte Interpellation über bk äußere Politik wird mit Einverständntß Cortis auf Samstag vertagt. In der Kammer meldet Maurigi eine Interpellation bezüglich der Gerüchte über eine Mediation Italiens in der Orientfrage an. Catroli erklärt, diese Gerüchte seien absolut unbegründet; er sei damit einverstanden, daß die Interpellation unverzüglich eingebracht werde, da es nothwendig sei, den Gerüchten entschieden entgegenzutreten. Der Minister des Aeußern, Corti, bestätigt die Ausführungen Cairolt's und bezeichnete die Gerüchte über Mittheilungen der Regierung an England als unbegründet. Die Haltung der Regierung werde immer mit den Wünschen der Nation überetnsttmmen, das heiße, sie werde eventuellen Verwicklungen so fern als möglich bleiben. Hierauf zog Maurigi seine Interpellation zurück. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. «korrespondenz-Bureau» Berlin, 2. Mai. Der Namensaufruf bei Beginn der heutigen Reichstagssitzung ergab die Anwesenheit von 232 Mitgliedern, demnach die Beschlußfähigkeit des Hauses. Der Gesetzentwurf, betr. die Abwehrmaßregeln gegen die Rinderpest, wurde in dritter Berathung ohne Debatte mit den Amendements Beseler's genehmigt. Die Zusammenstellung der von den betheiligten Regiegierungen und Verwaltungen fernerweit aufgestellten Liquidationen über die aus der französischen Kriegskosten-Entschädigung zu ersetzenden Aufwendungen wurde der Rechnungs-Commission überwiesen, und die Denkschrift über die Ausführung der Anlethegesetze durch Erthetlung der Decharge erledigt. Im Fortgänge der Sitzung genehmigte der Reichstag den ersten Abschnitt des Gesetzes über die Gewerbegerichte, betr. die Einsetzung der Gewerbegerichte. Bet § 7 mußte die Debatte abgebrochen werden, da die Abstimmung über ein Amendement die abermalige Beschlußunfähigkeit des Hauses herausstellte. Konstantinopel, 2. Mai. Die Bevölkerung einiger Districte des Vilayets Skutari (Albanien) sendet den Mächten einen Protest gegen die Annec- tion durch Montenegro. In Thracien fanden neuerliche Zusammenstöße der Russen und Bulgaren mit den Mohamedanern statt. Großfürst Nikolaus sendete vor seiner Abreise Telegramme an die Fürsten von Rumänien, Serbien und Montenegro, um für die Mitwirkung ihrer Armeen Dank zu sagen. Die Russen dringen erneuert aus die Räumung von Schumla, Varna und Datum, aber die Türken scheinen nicht geneigt, sich damit zu beeilen. Ein Theil der russischen Truppen von San Stefano marschirt nächste Woche auf die Befestigungen von Tschataldja zurück. Die Russen entsenden Verstärkungen nach Boulair hin. Wien, 2. Mai. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Die Verhandlungen zwischen der Pforte und Totleben wegen der Räumung von Datum, Schumla und Varna dauern fort, jedoch bisher ohne Resultat. Savfet Pascha erklärte, auch von russischer Seite sei der Vertrag von San Stefano nicht vollständig erfüllt. Die Pforte entsendete die Brigadiers Osman und Nehad nach Datum; zu welchem Zwecke, ist nicht bekannt. Als Com- miffare für die neue gemischte Delimitirungs-Commission werden die Generale Said Eddin und Sadyk nach Skutari geschickt. Totleben hat die Verhandlungen mit dem englischen Flottencommando wegen des gleichzeitigen Rückzuges der beiderseitigen Streitkräfte wieder eingeleitet. — Das „Tagblatt" will wissen: Authentische Berichte ließen keinen Zweifel darüber, daß die russische Armee bei Bukarest und an der siebenbürgi- schen Grenze zusammengezogen würde; für die österreichische Regierung ergebe sich daraus trotz der freundlichen Beziehungen zum Petersburger Cabinet die Nothwendigkeit, militärische Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen. Gutem Vernehmen nach würde die Ausstellung einer Armee in Siebenbürgen in ernste Erwägung gezogen. Petersburg, 2. Mai. Das „Journal de St. Potersbourg" macht auf die Widersprüche in der vom englischen Minister Hardy zu Bradford gehaltenen Rede aufmerksam, worin gesagt sei, England vertheidige die Declaration von 1871, die Niemand ohne Zustimmung Europas verletzen dürfe, und andererseits erklärt sie, England habe seine Flotte nach den Dardanellen geschickt, um sein Recht zu constatiren, in den türkischen Gewässern Schiffe zu halten. Hardys Rede weiter analysirend, hebt das Journal hervor, die englische Politik habe neuerdings drei Richtungen verfolgt: die erste galt den englischen, die zweite den europäischen, die dritte neueste galt den muselmännischen Jntereffen. Das Journal erörtert sodann die Principienfrage des Vertrags und bemerkt: wenn ein von 6 Mächten abgeschlossener Vertrag während 20 Jahren durch einen der Contrahenten so verletzt worden sei, daß dadurch der Unwille Europas er- regt werde, so blieben für die übrigen Unterzeichner nur zwei Entschlüsse übrig, entweder sie vereinigen sich, um das Vertragsbrüchige Mitglied zu zwingen, seinen Verpflichtungen nachzukommen, oder sie handelten gar nicht und betrachteten sich ihrer Verpflichtungen für entbunden. Rußland habe die Mächte drei verschiedene Male zu ersterem Entschlüsse aufgefordert; England allein habe sich dem widersetzt. Nachdem der Mißerfolg der Konstantinopler Conferenz den zweiten Entschluß herbeigeführt, habe es Rußland freizestanden, den ihm durch seine Traditionen vorgeschriebrnen W:g allein zu verfolgen. Es überschreite die Grenzen der Vernunft, heute, nachdem der Krieg neue Rechte und Pflichien geschaffen, an von Niemrnd eingehaltene frühere Verpflichtungen zu erinnern. Wolle Hardy sagen, der von den sechs Mähten geschlossene Vertrag müsse durch einen neuen Vertrag der sechs Mühte ersetzt werden, so bestreite das Rußland nicht, welches zuerst das Zusammentreten des Congreffes verlangt habe, den England verhindere. Das von Hardy vertretene System würde bedeuten, daß Englands Opposition genüge, um den von den sechs Mähten geschlossenen, von der Türkei verletzten Vertrag nicht zu modificiren, selbst wenn die anderen Machte die Revision verlangten. Eine solche inconstitutionelle und illegale Theorie sei unannehmbar. Wien, 2. Mai. Ein Petersburger Correspondent meldet der ,Polit. Corresp." unterm 28.: Heute Vormittag fand unter dem Vorsitze des Kaisers großer Miiüsterrath statt, in welchem wichtige Entscheidungen getroffen worden sein sollen. Unmittelbar darauf wurden Depeschen nach Wien und London expedirt. Es ist ziemlich sicher, daß die gefaßten Beschlüsse höchst versöhnlicher und beschwichtigender Natur sind. — Die Redaction der „Polit. Corresp." bemerkt hierzu: In der That hören wir, daß das Petersburger Cabinet neuerlich die Initiative zur Einleitung von Verhandlungen mit dem Londoner Cabinet in der Congreßfrage ergriffen habe, welche aus weiter reichenden Zugeständnissen als die bisherigen beruhen dürften. Wien, 2. Mai, Abends. Gutem Vernehmen nach wird morgen ein gemeinsamer Ministerrath stattsinden, worin die Ausgleichsvechandlungen zwischen dem ungarischen und dem österreichischen Ministerium zum Abschlüsse kommen dürften. Konstantinopel, 2. Mai. Der Divisionär Schakir ist zum ottoma- nischen Botschafter in Petersburg, Suleiman Bey zum Botschaftsrath ernannt worden. Fürst Labaroff wurde zum russischen Botschafter in Konstantinopel ernannt. — Die Russen besetzten Pravadi zwischen Schumla und Varna. Etwa 20 türkische Bataillone befinden sich noch in Varna und ebenso viel in Schumla. Heute ist Conseil im Seraskierat wegen Ocgmisirung einer Vertheidigungsarmee. Versailles, 2. Mai. In der Deputirtenkammer nahm Präsident GrSoy das Wort, um sich zum Dollmetscher der einstimmigen Gefühle des Hauses zu machen, indem er seine Genugthuunz und tiefe Bewegung über das großartige Schauspiel der Eröffnung der Weltausstellung Ausdruck gebe. Nach den Unglücksschlägen finde Frankreich in seinem Wohlstände, seiner Macht und seinem Genius das Mittel, seine Freunde zu diesem Feste zu laden. (Allgemeiner Beifall.) Wien, 3. Mai. Die „Presse" enthält folgende Nachrichten: Verläßliche Informationen bestätigen, daß die Pourparlers zwischen London und Petersburg wieder begonnen haben; die Verhandlungen betreffen sowohl den Congreß, als die militärische Demarcation um Konstantinopel. Es verlaute, Rußland habe sich zu ansehnlichen Zugeständnissen herbeiqelassen. Aus Razusa: In Antivari wurde ein österreichischer Sonsulatsbedien- steter von Montenegrinern mißhandelt und von Spizzanoten über die österreichische Grenze getrieben. Statthalter Rodich forderte sofort vom Fürsten Nikita Bestrafung der Schuldigen.__ Vermischte-. — In Wesel stnd an einen Tage im Rheine 4000 Maisische in einem Gesamrnl- gewicht von 19,000 Pfd. gefangen worden. — (Zar Warnung für Mütter) In Offmbach ereignete sich vorgestern ein höchst trauriger Vorfall. Eine Frau, damit beschäftigt Wäich. aufzuhäigen, suchte ihren schreienden Säugling ,um Schweigen zu bringen, indem ste ihm einen fogenannten „Lutscher" gab. Als die Mutter nach getaner Arbeit an das Bett ihres Kindes trat, fand sie dasselbe als Leiche, erstickt durch den „Lutscher", welcher sich dem Kinde in den Hals gesetzt, die Luftröhre verschlossen und ft den Erstickungstod herbeigeführt bat Möge dieser traurige Fall unsere Mütter dringend mahnen, Die Unsitte des Lutschet gebens bet Seite zu legen. Man lasse den Säugling, wenn man weih, dah nicht Hunger als Ursache seine« Schreiens zu bstrachten ist, ruhig schreien und suche ihn nicht durch Lutscher zu stillen, was geradezu schädlich ist. Vom Fuhe des südwestlichen TaunuS, 28. April. „Unb dräut der Winter noch so sehr — mit trotzigen Geberben, — und streut er EiS und Schnee um: her, — es muß doch Frühling werden." Ja, der Lenz hat Einkehr gehalten unb ist nun wieder zur Herrschaft gelangt. In den Wäldern und Feldern, in H cken und Sträuchern, in Gärten und Wiesen verkündigen ihn die befiederten munteren Sänger; aber auch der reiche Blumenschmuck unserer fruchttragenden Bäume ruft laut: »Der Lenz ist wieder da." WaS nun den Blüthenschmuck betrifft, so blühen auch diesmal wieder die Steinobstbäume am reichlichsten; die Aepfelbäume, soweit wir dies zu beobachten Gelegenheit hatten, blühen theilweise gut; dasselbe läht sich von den B rnbäumen sagen, die edelsten Sorten blühen jedoch am wenigsten. Im Uebrigen ist der Stand der Feldfrüchte ein befriedigender. Weizen und Roggen haben sich, wofür wir der gütigen Vorsehung zum Danke verpflichtet sind, in der letzten Zeit aanz vortrefflich entwickelt; der deutsche Klee, der nur fast ausschließlich in hiesiger Gegend angebaut wird, verspricht in seinem ersten Schnitt einen reichlichen Ertrag; stellenweise kann auch hin und wieder daS GraS schon gemäht werden. Von Futtermangel kann also keine Rede sein; in Folge besten sind auch die V:ehprelse in letzter Zeit wieder bedeutend in die Höhe gegangen. Handel und Verkehr. Mit dem 1. Januar k. I. wird endlich ein einheitliches Eisenbahn-Frachtbrief- Formular für sSmmtliche Eisenbahnen Deutschlands zur Einführung gelangen, nachdem der Bundesrath auf Befürwortung des Reichseisenbahn-AmteS dasselbe genehmigt hat. Ttt: wenn ^rch einen mrop-s er- Re übrig, i« zwingen, betrachteten te drei ver- ln hrbe sich ^ferenz ben 1 .ihm durch überschreite ud Pjlchen erinnern. ^traz Mssr bestreite W verlangt w würde be- Mächten ge- selbsi wenn rtionrlle und der,Polit. des Kaisers )ssen worden und London versöhnlicher it. Corresp." ibinet neuer? )oner Cabinet uzestLndniffen > morgen ein angen zwischen iluffe kommen oucht 'Mrd ’ ’S’öon ** «Iberer. W*. „,n h,b, ,7 l'wite * D«i zum ottoma- rath ernannt onstantinopel Urna. Etwa l in Schurnla. digungsarmee. rästdenl Sreoy le des Hauses ;6er das groh- be. Nach den cht und seinem leiner Beifall.) tert: Berläß' London und :n sowohl den Es verlaute, oisulatsbedien- 6er die öster- 00« Ersten intm Sesammt- chäaaen, W >ts Kindes trat, ar Kinde in de SS* ?&»* der in Buchenberg: Elchen-Stämme von Holzart e u und in Tempel: Scheiter t R a 310 547 392 ÄÄ7nramm Se Eichenholz, mit Ziegeln gedeckt, einschließ^ Sandgasse 177, sammtttche rr uern 9It;crnrf. 1U ver- lich der Mauern aus Abbruch zu ver- Die H unrath. 2769) Müller. Jm- sollen 120 100 90 Knüppel u m m e 388 90 28 » ii 84 7 9 2 1 14 Escken- Buchen- Erlen« ii ti H ff n ii u Reisig Wellen 150 5100. Stöcke e r Scheiter R a 197 9 18 Donnerstag den 9. Mai Zellnrod, Schiffenberg, Häuserborn, Klosterwiese Reisig Wellen 9000 2100 1100. Holzart Buchen Knüppel m m e t 10 5 5 Geber Stöcke r Gebäude-Verkauf. Bei dem Unterzeichneten sind zwei Gebäude von starkem und noch guten- Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 5. bis 11. Mai besorgt Pfarrer Dr. S e el. Versteigerungen. Montag den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr, Versteigerung. Die,nstag den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr, dahier, Asterweg 111, verschiedene Meinhardt, Möbel, Haus- und Küchengeschtrr, aus freier Hand, gegen gleich baare Bezahlung, versteigert werden. (2771 Montag den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht der Garten der Georg Althaus Erben zum dritten- male versteigert werden und wird mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt. Gießen, den 2. Mai 1878. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. kaufen: 1) eine zweitheilige sehr geräumige Scheuer, 26 preußische Fuß weit, und 28 desgl. lang. 2) ein separater Anbau am Wohnhaus, häuslich eingerichtet, 13 preußische Fuß weit und 26 desgl. lang. Bedingungen, für Käufer günstig, bei mir einzusehen. Kaufliebhaber wollen sich gefälligst bald einfinden. Fronhausen, am 30. April 1878. 2782) Wilhelm Völker. Holzversteigerung. Freitag den 10. Mai er Vormittags 10 Uhr anfangend, werden im District S u p p a ch, markung Lohra (1V2 Stunde von Bahnstation Fronhausen entfernt): ca. 160 Meter Buchen-Scheit, Bkssenttiche Versteigerung. Montag den 6. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Hause der verstorbenen Wittwe ^ugs 19 Hofraithe an der Färbach, ^/iw,1 894 Acker auf der Steinmark meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. Mai 1877. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 2774) Müller. mittags präcis 8 Uhr und zwar: Mittwochs an dem Branhofsweiher und Donnerstags aus dem Vicinalwege nach Schcffenberg an dem Forst, garten. , . __ f , Das in den Abteilungen Brauhofsberg, Fichtenbaum und Hauserborn sitzende Holz wollen Steigliebhaber einsehen. Gießen, am 29. April 1878. . , Großherzogliche Oberförstern Schrffenberg. Georgi.__ Kirchliche Anzeigen evangelischen Gemeinde zu Gießen Gottesdienst. Sonntag den 5. Mai. Morgens: Pfarrvicar Schöner. Feier des h. Abendmahls. Nachmittags: Pfarrer Schlosser. Oeffentliche Aufforderung. Nachdem die Mehrheit der gerichtsbekann- ten Gläubiger des MoseS Hammer- fchlag II. in Treis a. d. Lumda, dessen Vermögen nach dem aufgenommenen Status um 8333 JL H überschuldet ist, heute mit demselben ein Arrangement dahin abgeschlossen haben, daß die nicht bevorzugten Gläubiger 20 °/0 ihres Guthabens durch dessen Ehefrau und die Firma ,J. Kann Söhne" in Mainzlar, unter solidarischer Haftbarkeit, in 2 gleichen Zielen, 1. November 1878 und 1. Februar 1879, ausbezahlt bekommen sollen, so werden hiermit alle sonstigen Gläubiger des M 0 s e s Hammerschlag II. aufgefordert, etwaige Einwendungen gegen besagtes Arrangement binnen 4 Wochen, vom ersten Erscheinen in öffentlichen Blättern an gerechnet, vor- rubringen, als das Arrangement sonst in Vollzug gebracht würde. (2570 Gießen, am 17. April 1878. Großh. Landgericht Gießen. Erdmann, vr. Trapp, Landrichter. Landg.-Assessor. in der Oberförsterei Schiffenberg. 2654) Es sollen versteigert werden: I. Mittwoch, den 8. Mai den Abteilungen Brauhos, Brauhossberg. Fichtenbaum, Beunde und Buchen Eichen Nadelholz II- den Abheilungen Bekanntmachung. 2801) Aus dem städtischen Holz.Magazin werden Erbsen-Reiser, 100 Stück für 1 cX, abgegeben. Gießen, am 3. Mai 1878. Grohherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Gramm. soll auf dahiestgem Ortsgericht die „ mobilien der W ilhelm Meinhard Erben als: Flur Meter. Main-Wescr-Bahn. 2779) Die Anlieferung von 360 cbm Basaltkleinschlag zusammen, oder in Quantitäten von mindestens 100 cbm franco in die Bahnwagen einer Station der Main-Weser-Bahn soll im Wege öffentlicher Submission vergeben werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt und mit der Aufschrift „Submission auf Lieferung von Basaltkleinschlag" bis zum Submissions-Termin Dienstag den 14. Mai l. I., Vormittags 9 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs-Jnspection einzureichen, woselbst auch die Bedingungen ein- qesehen und Offerten-Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M-, den 1. Mai 1878. Königliche Betriebs - Inspektion der Main-Weser-Bahn. Heyl. Slridilimiminoll'e aller Art!! Ferner empfehle meine Besatzartikel, als: Borden, Knöpfe, Einfastbänder, Seide und Zwirne in allen Farben, zu den billigsten Preisen. ' JZX, 1897) */e H. Fuhr, Sonnenstr. 104. Stamm-Prügel, Ast-Prügel, „ — „ Stock öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft ist im Walde. Lohra, den 1. Mai 1878. Der Bürgermeister: Aspen-Stamm Raummeter Eichen-Nutzscheitholz, Nadelholz Zusammenkunft und Beginn der Versteigerungen an beiden Tagen dieser auf Rechnung ihrer abführenden Wirkung zu setzen ist. Schon aus dieser That- sache, daß die Speculation Purgirmittel für geeignet hält, gegen ein ganze« Heer von Krankheiten sich zu bewähren, geht hervor, wie nolhwendig es ist, namentlich in unserer hastenden, mit Aufregungen aller Art verbundenen schweren und drückenden Zeit die Thätigkeit der Verdauungsorgane zu unterstützen. Hierzu können nun freilich die Geheimmittel, ihrer meist schädlichen Nebenwirkungen wegen, durchaus nicht empfohlen werden, vielmehr verdient nach dem Ausspruche der bedeutendsten ärztlichen Autoritäten, seiner nachhaltigen, milden und unschädlichen Wirkung wegen sowohl, als gelegentlich eröffnendes Mittel wie zum längeren Gebrauch das Friedrich sh aller Bitter- wasser den Vorzug. Irischbäcker in Gießen. Sonntag den 5. Mai. Christian Noll Wittwe, Neustadt. Cristian Faß, Neuen-Bäuen. Emil Noll, Löwengasse. 2775) N CM ginn dem bisher im Gebrauche befindlichen Formular unterscheidet sich dasselbe recht nortbeilhaft durch eine größere Ueberstchtlichkett und handlicheres Format. Die erforderlichen Rubriken und Bemerkungen, welche bei dem seither im Gebrauche befindlichen Formular sich auf zwei Seiten vertheilten, sollen fortan auf einer Seite zusammengefaßt sein, zu welchem Zwecke dasselbe etwas größer in Aussicht genommen ist. Die für die Benutzung durch den Absender des Frachtgutes bestimmten Theile wurden durch etr.e befände'e starke Umrahmung von demjenigen unterschieden, der für den Gebrauch her Güter-Expeditionen bestimmt ist. Sicherem Vernehmen nach wird ganz dasselbe Formular auch auf den österreichischen Bahnen eingeführt und zwar von dem gleichen Zeitpunkte ab Eine diesbezügliche Uebereinkunft soll mit dem österreichischen Handels- Minister getroffen sein. Frankfurt, 2. Mai. (Fruchtbericht) Der Getreidehandel hat seine bisherige Situation kaum sichtlich verändert und verlief unser Montagsmarkt in größter Ruhe. W izm ab unsirer Umgegend 23»/<-24, fremder je nach Qualität 24-25y4. Stimmung unsicher. Roggen hat an der Berliner Börse bessere Preise bedungen, wodurch auch hier das Angebot einige Pfennige erhöht wurde und die Tendenz an Festigkeit gewann. Course bleiben: französischer Roggen 18y4, guter norddeutscher 18, russischer JL 17.30. Gerste verlassen. Für Hafer ist die Nachfrage etwas besser geworden ; di elbe begegnete größerer Zurückhaltung der Abgeber. Prima Hafer ^ l«y2. mittel U 15 geringe Sorten mir Geruch JL 14. Hülsenfrüchte trotz hoher Kartoffelpreise geschäftslos. Kleine Linsen JL. 18%, weiße galizische Bohnen zu 21 übrig. Mehl fetyr rullig^ ^"erstofft^fest^ g8, 3 34/ Nr. 4 jl 30, Nr. 5 J£24, Roggen- m-hl o/i (Berliner Marke) JL 25, do. II. (Berliner Marke) JL 21, Wetzen, effect lief, ob Bahnhof hier JL 24.50, ab unserer Umgegend JL 24—, do. fremder je nach Qualität JL 24—25.25, Roggen je nach Qualität JL 17.25—18.25, Gerste JL 19 bis 23, Hafer X 14-16.50, Kohlsamen JL -, Erbsen JL 19-23, Wicken ^14 bis 16.50, Linsen 18.50-23, Rüböl, detail, JL 78. Stimmung unsicher. Hauptsächlich gefragt war nichts; dringend offerirt nichts. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollaewickt — 100 Kilo ! _________________________ f^ttr Gesundheitspflege.) Die in neuerer Zeit immer häufiger ausgeführte Untersuchung von sogenannten Geheimmitteln hat festgestellt, ^vß diejenigen, die überhaupt eine Wirksamkeit auf unfern Körper ausüben, in ihrer Mehrzahl als Abführmittel zu bezeichnen sind, und daß, wenn ihnen ein Erfolg zugeschrteben werden kann, Iseilgebotenes. Borsdorser Aepfelwein in bekannter Güte empfehlen (2785 2574) Zwei Waschkomoden und Nacht- tisch mit Marmoraufsatz billig zu verkaufen. I. Rothenberger, Lindenplatz. 2770) Ein starker treuer Esel (Stute) zu verkaufen, wo? sagt die Exped. d. Bl. HauSgcräihe: größere und einige kleinere Schränke, 1 Sopha, Betten, Matratzen, Bettzeug, Tische, Stühle, 1 alte Comode, Kellereinrichtung, 1 große Waschbütte, ferner 1 Parthie Flachs, 1 Handwagen, Leitern, 1 franz. Marmorkamin rc. öffentlich, meistbietend, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen. Klingelh öf f er. Bekanntmachung. Die Lieferung der Kleider und Kleiderstoffe für arme Confirmanden auf Kosten der Armenkasse soll im Submissionswege vergeben werden und sind Offerten mit Muster bis zum 12. l. M. bei Herrn Hospital- verwalter Nehm eher, welcher jede gewünscht werdende Auskunft ertheilt, verschloffen einzureichen. Gießen, am 1. Mai 1878. Die Armen - Deputation daselbst. A. Bramm. 23—49 cm Durchm., 5—13 m Länge mit 81,35 cbm. 16—35 „ „ 6-10 , ii H 2,50 „ 24-59 „ „ 5-10 „ ii n 9,88 „ 26 u. 28 „ „ 13 m. 16 „ ii ii 1,65 „ 33 „ 14 ii ii 1,20 „ 2179) Eine Familten-Wohnung zu ver» Neuenweg 134. o leihen. 2768) Das natürliche Friedrichshaller Bitterwasser Lang- (2639 legen, zu verkaufen. we. Hess. Hof. zu vermiethen Rendant Bieler. gesucht. 8000 Mark CM gegen gute Hypothek sind zusammen auszu le'ben. Näheres bei der Exped. d. Bltty. SeiterSweg. 2720) Ltndenplatz 64. zu vermiethen Peterst miethen. 2794) H. Görke ru- Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brüht'schen Un-.v. 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Prof. Thompson, London. ,,seine Wirkung ist eine mildere, auch bei längerem Gebrauch weniger erschöpfende, und demnach nachhaltigere“. Geheimr. Prof. Dr. Frerichs, Berlin. Bewährt und zuverlässig wirkend ist es bei: Verstopfung , Trägheit der Verdauung, Blähsucht, Verschleimung, Hämorrhoiden. Chronischen Magen- u. Darm-Katarrhen, Frauen - Krankh., dicht, Blut Wallungen, trüber demüthsstlmmung, Unreinigkeiten des Bluts und der Haut etc. ausgenommen- Hebamme c