”• ®to, LSüto S&*i Sm !|6“i. $18$^ «tt ? M “"b ih. E» Look, Akr. 23«. Donnerstag, den 3. Octobcr 1878. Kichener Mmeiqer l£ v_y & O Anskigk- ui Amtsbirät für den Kreis Gießen. Amtlicher Hyeil. Gießen, den 30. September 1878. Das Großherzogliche Rentamt Gießen an die Großhrrzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Die Berichtigung der Ende dieses Monats fälligen Holz- und Heugrasgelder aus den Oberförstereien Gießen, Schiffenberg und Treis a. d. Lda. hat bis zum 25. October 1878 bei Meidung der Mahnung zu geschehen, wovon Sie Ihren Gemeinde-Angehörigen in geeigneter Weise Kenntniß geben wollen. Schliephake. »itlgnt. Auswärts finit und tbttlwrij t Gymnafims. Me B. 170,12,^ 'ändttlih. ; von jetzt ab D. 81. Lay, Fuhmmv ^s DienstmäU drünberacckch. fügens*. ligertchtsaiddkat. »eiche hikfigr Lkhr- n tn fy.iftonge ■ mobfi.tejtmmt. t btcfyptö.b. Äl r. hat ein chMMhtl gesl. im Laden bei Ww., KaplanK Stieseln, hmdei gesetztes M uni oßhaar, kauft .thenberger, ;nweg 193. ^fertigen vor erkleidern m- sus D“ Z w sB- »re"V 6|11: «fs* । oerlo^' 1 (ofOtt trw räutigam. 'welcheS seidM 'n Hausarbeit urü^ ctoter, gege" e=® ProMNoa^. M«, 6"SS; ch.t, TI«"*' ’ 66L®ytl Pfarr-Con ferenz. Mittwoch den 9. October, Morgens 10 Uhr: Pfarr-Conferenz in Gießen. Lang-Göns, den 1. October 1878. Strack, Dekan. Lundes - Baugewerkschule Darmstadt. Die Landes-Baugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren dritten Jahres-Cursus am 15. November l. Ihrs., welcher 4 Monate, also bis zum 15. März 1879, andauert. Dieselbe soll, zwischen Handwerkerschule und technischen Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bauhandwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern, Gelegenheit bieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen Kenntnisie und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch soll die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Dauauffihern :c. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen während der ganzen Tageszeit von folgenden Herren ertheilt: Architekt Professor Hermann Müller, Profesior Dr. Nell, Architekt Kuhlmann, Ingenieur Reuter, Techniker L. W- Möser, Hondelslehrer Peters und Bildhauer Fölix. Die Schule umfaßt vorerst 2 Klassen mit folgenden Unterrichts-Gegen- ßänden: Frethand- und geometrisches Zeichnen, Darstellende Geometrie ^einschließlich Schattenconstructtonen und Perspective), Bauconstructionslehre (etnschl. Stabilitäts- und Festigkeits-Berechnungen), Elemente der Maschinen-Construc- tionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Geometrie, Feldmeßkunst (einschl. Trigonometrie und Planzeichnen), gewerbliche Buchführung, Theile der Bausührung, insbes. Materialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz rc. Die Unterrichtslocale befinden sich Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Bureaulocalitäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Gr. Gewerbvereins, so daß die letzteren von den Schülern besucht und geeignet benutzt werden können. Bedingungen zur Aufnahme find: 1) Für die untere Abtheilung, die I. Klasse: In der Regel werden nur solche Schüler ausgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Ausnahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisie verlangt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlasienen zukommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die Anstalt zugänglich werde. 2) Für die obere Abtheilung, die II. Klaffe, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemesienen Fertigkeit im Frethand- und geometrischen Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Ausgaben der darstellenden Geometrie, und der Befähigung, sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit = 30 «M. und ist beim Beginn des Curses voraus zu bezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möglichst frühzeitig und längstens bis zum 30. Oktober l. Ihrs, schriftlich bet der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Bureau derselben — Neckarstraße 3, im III. Stock — bewirken, da die Zulasiung der Schüler nur nach Maßgabe der vorhandenen Unterrtchts-Localitäten erfolgen kann. Darmstadt, am 20. August 1878. Großh. Centraistelte für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Aolilifch Die orientalische Frage. Es war ein Köhlerglauben, wenn die Diplomatie und mit ihr die Welt sich dem Glauben hingegeben hat, der Berliner Vertrag werde seinen Zweck, einen dauerhaften Frieden, erfüllen. Alles was sich ereignet, seit dem dieser Vertrag rattficirt ist, trägt vielmehr deutlich den Charakter eines tiefe« inneren Zwiespaltes und den Keim neuer Kämpfe, neuer Kriege in sich. Was wir in Bosnien sehen, ist ein verttabeler Krieg, — und die Haltung der Albanesen |unb anderer Grenzvölker, die einen Ausstand organisirt haben, die Ermordung Mehemed Ali>s, die Kriegsbereitschaft Serbiens und Montenegros, endlich die widerwillige Räumung der von den Türken den Ruffen abgetretenen Landstriche — Alles dies trägt wahrlich keinen friedlichen Charakter an sich. In Bosnien liegt die Unterstützung, welche die Türkei den Insurgenten gewährt hat, offen zu Tage, und es wäre sehr wunderbar, wenn diese That- jache ohne türkisch-österreichische Differenz von der Liste des Tagesfragen ver- chwinden würde. Sollte die Zukunft, — und bei der schließlichen Lösung ber| Frage über das Schicksal Bosniens ist das wohl kaum die Frage — uns diesen österreichisch-türkischen Conflict bringen, so ist abermals der europäische Friede arg gefährdet. Jedenfalls würden sowohl die Stellung Rußlands als Protector der christlichen Kleinstaaten, sowie die Stellung Italiens mit der glimmenden Trientiner Frage, Oesterreich schwerlich sehr sympathisch sein. Bei dem Gewohnheits-Unglück Oesterreichs in allen Kriegen lasten sich übrigens Situationen denken, die zwar nicht die Türken vor Wien zeigen, aber Oester- nichs Adler weit von Stambul flügellahm zeigen würden. In diese drohende und durch nichts gesicherte Unruhe aus der Balkan- Halbinsel, welche seit Jahren traurige Rückwirkungen auf die Ruhe tn Europa bat, mischt sich nun plötzlich noch die alte Eifersucht zwischen Rußland und England in Asien. Diesmal ist es Afghanistan, wo der Erisapfel gepflückt wird. Auch diesmal präsentirt sich England wieder als kriegslustig, gerade so tote im Orient, nach dem Grundsatz, daß der größte Schreier das beste Ge- \W macht. Die Frage des Uebergewichts in Asien wurde aus dem Congreste er Hheil. in Berlin von England wie von Rußland zu berühren vermieden, trotzdem warf die Frage manchmal ihren Schatten in die Verhandlungen. Die gewaltsame Entscheidung derselben ist nur eine Frage der Zeit. An der Haltung Rußlands in diesem Streit hängt nicht nur das Schicksal Afghanistans, sondern vielleicht der Frieden der Welt. Sucht die russische Regierung den Krieg zu vermeiden, so wird es ihrem Einfluste nicht schwer sein, den Emir zur Nachgiebigkeit und Genugthuung gegen die britische Macht zu bewegen. Bleiben diese Einwirkungen aus und weigert sich der kleine asiatische Fürst, trotz aller englischen Demonstrationen „anderen Sinnes zu werden", so darf man annehmen, daß tn Petersburg der Augenblick für gekommen erachtet wird, den großen Kamps um Asien aufzunehmen. Europa wird durch diesen Feuerschein am fernen östlichen Himmel zwar unmittelbar nicht getroffen, sein beängstigender Einblick aber wird auch in unfern Welttheil aus die nächste Zeit hin für zahlreiche Jntereflen leider fühlbar sein. Deutschland. Darmstadt, 30. Septbr. Das neueste Regierungsblatt enthält das Gesetz zum Schutz der in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Wird ein solches Kind bei Lebzeiten der Eltern außerhalb der elterlichen Wohnung gegen Entgelt in Verpflegung gegeben, so bedarf es hierzu der vorgängigen Genehmigung der Ortspolizei-Behörde, welche alle Umstände zu prüfen hat, ob dem Kinde die gehörige Pflege zu Theil werde. Uebertretungen der gesetzlichen Vorschrift unterliegen Geldbuße von 20—150 Mk. Das Gesetz, das seine Entstehung den Anträgen des Abg. Dumont verdankt, richtet sich gegen die schmähliche Behandlung der Pflegekinder durch unbemittelte Leute und die sog. Engelmacherei, und läßt einen wohlthätigen Einfluß erwarten. Berlin. Die Wahlprüfungs-Commission des Reichstages hat durch den Abg. Laporte über die Wahl des Grafen Grote in Harburg schriftlichen Bericht erstatten lasten. Demselben ist der Protest beigegeben, der zehn Wider- Igesetzlichkeiten nachweist. Unter Anderem wird Geldvertheilung zu Gunsten des zum außerordentlichen Gesandten am rumäm- einem an sämmtliche Actionäre des „C<6dit der Gouverneur dieser Bank, Christofle, die von wo aus anfeilgeboten in .—v. - , . Z oeifel lassen. Der erste Kunde, welcher die Pflicht hätte, stch zu melden, ist die Polizei. Nicht jeder Verbrecher macht es der Polizei so bequem- s"'"" ein Lager gebildet werden solle. Hieraus gehe hervor, daß der Viceköntg Erhaltung des Friedens nicht hoffe. General Chamberlain sei in Stmla gekommen._____________________________________________ Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Torresps»de»r'^«rea«. Berlin, 1. October. Die Commission für das Soctalistengesetz begann heute die zweite Lesung der SocialistenTesetzvorlage. Don den Commissionsmitgliedern war Stauffenberg beurlaubt. Seitens des Bundesrathes waren Minister v. Eulenburg und die Minister der Mittelstaaten anwesend. Fürst Bismarck war nicht erschienen. Bei der Berathung des § 1 erklärte Minister v. Eulenburg, daß die Regierungen die aus der ersten Lesung hervorgegangene Fassung des Gesekes int Allgemeinen für annehmbar hielten. Dieselben wünschten aber, daß in § 1 statt deS Wortes „Umsturz" der Ausdruck „Untergrabung" wiederhergestellt und ferner, daß der beantragte Zusatz: „in einer den öffentlichen Frieden und die Eintracht der Bevölkerungs-Classen gefährdenden Weise" wieder gestrichen werde. Die Beschlüsse der Commission in Betreff der Lokal-Notiz. Gießen, 2. October. Der Jahresbericht Großh. Handelskammer zu Gießen tß soeben erschienen. Wesentlich Interessantes bietet er für diesesmal nicht und lau.'v die einzelnen Berichte gleichwie im vorigen Jahre, noch immer traurig und luiiftrttp den tragen schleppenden Geschäftsgang. Der Bericht beginnt in seiner Einleitung: Wiederum haben wir über die Lage deS Handels und der Industrie einen zu erstatten, welcher sich dem vorjährigen n'cht nur in seiner Ungunst anreiht, lonoern eine fortwährende Verschlimmerung der Verhältnisse zu verzeichnen hat. Aus den met'.ev Gebieten konnte sich die Thatigkeit nur schleppend erhalten, da allgemein eine Stagnaro- eingetreten war, welche die bereits vorhandene Kaufunlust nur steigern und damit_•> Absatzquellen mehr oder weniger dem Versiegen nahe bringen mußte. Nur die grov-v Anstrengungen konnten es ermöglichen, trotz dieser Calamttät den Betrieb sortzmez und den Arbeitern einigermaßen lohnende Beschäftigung zu geben. . Um die Ursachen des Niedergangs der wirthschastllchen Lage zu ergründen unseren Beseitigung anzustreben, werden sowohl von den gesetzgebenden Factorcn wie a von den Interessenten die größten Anstrengungen gemacht. Wenn auch die ue production, welche die überaus günstigen ersten Perioden dieses JahrzebntS veram-ii hatte, bei abnehmender ConsumtionSkcaft ihren nachtheiltgen Einfluß üben lnutzre, ist dieser doch gewiß auch durch eine unrichtige HandelSpoltttk noch weiter oerscharit worden. Wien, 1. Octbr. Die des Grusen Hoyos-Sprtnzenstetn schen Hose. Paris, 1. Octbr. In Vermischte-. — (Eine Mahnung an Eltern.) vr.Tfchamer in Graz hat beobachtet uÄ durch Experimente verschiedener Art, zum Theil an sich selber, unwiderleglich dargethai, daß die schwarzen Punkte und die schmutzig graugrünen, abwtschbaren Belege auf cen Orangen-und Aepfelschalen nichts als eine Act Pilze sind, die genossen, in der Luftroir: sich vermehren und dann Keuchhusten veranlassen. ES ist daher das Schalen er Aepfel durchaus gerechtfertigt; zum Mindesten ist eS geboten, daß die Kinder, welyr die Aepfelfchale gerne mitgenießen, angehalten werden, sie vorher säuberlich abzuretb» Control-Jnstanz würden von dm ^Regierungen im Princip angenommen, dieselben wünschten aber eine Modifikation dahin, daß die 5 vorn Bundesrath aus den obersten Gerichtshöfen des Reichs und der Einzelstaaten zu erwählmden Mitglieder auch aus den obersten Verwaltungsgerichte« der Bundesstaaten entnommen werden könnten und daß der Kaiser den Vorsitzenden und den Stellvertreter der Commission ganz nach freier Wahl ernenne. Was den Termin für die Gültigkeit des Gesetzes anbelange, so erscheine eine Frist von 2l/t Jahren viel zu geringe und sei niche aceeptabel. Die Regierungen seien eigentlich gegen jeden bestimmten Termin gewesen und hätte, ihrerseits keinen solchm in das Gesetz htncingebracht. Die Commission setzte die zweite Lesung des § 1 hieraus aus, damit die einzelnen Mitgliedergruppen sich erst untereinander verständige« können. § 1 a (die Genossenschafts-Cassm betreffend) wurde wesentlich nach den Anträgen der Subcommission angenommen. Fortsetzung der Berathung morgen. Pesth, 1. Octbr. „Ellenör" meldet, daß auch bte österreichische und die gemein;ame Regierung den Wunsch hegen, die finanziellen Forderungen für die Occupation möglichst einzuschränken. Es schwebten hierüber Verhandlungen wie bei der Feststellung eines jeden Budgets. Uebrigens sei zu berücksichtigen, daß die überraschend schnelle Bewältigung des bosnischen Aufstandes die Bedürf« nisse hecabmindern werde. Washington, 1. Octbr. Nach dem Haudelsausweis des Monat- August überstieg die Ausfuhr die Einfuhr um 22,196,220 Doll, und für die ganze Zeit von Januar bis August um 188,501,087 Doll. — Die Demo« traten und „Greenbackers" in Iowa und Nebraska haben eine gemischte Cm« didatenliste für die Staatswahlen aufgestellt. Petersburg, 1. Octbr. Die gestern an auswärtigen Börsen circuli« renden Gerüchte von hiesigen Fallissements sind völlig unbegründet. London, 1. Octbr. Das britische Cabinet hat beschlossen, der indischen London, 30. Septbr. Nach einem Telegramm der „Times" aus Kalkutta von gestern werden die Vorbereitungen für den Feldzug nach Afghanistan auf das Energischste fortgesetzt. lieber Schir Ali's Kriegsmacht sei nichts Genaueres bekannt. Als schwierigsten Umstand sehe man die Möglichkeit an, daß die Grenzstämme, die leicht 100,000 Streiter zu stellen vermögen, eine seiudselige Haltung annehmen könnten. Die indische Regierung werde Simla nicht nach Kalkutta zurückkehren, sondern nach Lahore übersiedeln, für ihre Haltung und Gesinnung gegen ihn und sein Land zu danken. Berlin, 2. Octbr. Einige Morgenblätter melden, Herr v. gorefenbed hätte den Stadtbehörden Berlins bereits angezeigt, daß er die Wahl zum Ober« bürgermeister Berlins annehme. Washington, 1. Octbr. Die Abnahme der Staatsschuld betrug in Laufe des Septembers 3,197,000 Dollars. Ja der Staatskasse befanden sich am 30. September 232,660,000 Doll, in Gold und 1,973,000 Doll. 11 Papiergeld. , foncier" gerichteten Briefe lehnt Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung ab und bemerkt dazu: man solle nicht den Rathschlägen folgen, die dahin gingen, aus dem „Cräsit foncier" eine freie Gesellschaft zu machen, da derselbe, wenn er von der Regierungs-Aufsicht befreit würde, die Privilegien, die sein Gedeihen sichern, ver« Regierung in der afghanischen Frage freie Hand zu lasten. — Ein Bataillon Infanterie und 5 Batterien erhielten Marschordre nach Indien. Wiener Ztg." veröffentlicht die Ernennung Frankreich. Paris, 30. Septbr. Der „Monde" bringt eine seltsame Enthüllung; er schreibt: „Sie müssen wisten, daß es in der Colonie Neu-Caledonien zwei Parteien gibt: erstens die Republikaner des Tages, zweitens die Jesuiten. Letztere hatten die Kanaks unterrichtet und diese zeigten sich 10 Jahre lang gehorsam und unterwürfig. Aber jetzt unter der Herrschaft der Republik werden die Jesuiten verhindert zu wirken und haben keine Gewalt mehr. Wir bedauern das sehr. Aber die Republikaner wollten die Kanaks mißhandeln; diese wandten sich an die republikanische Regierung, erhielten aber kein Recht. Dies die Ursache des Ausstandes." Die Jesuiten haben also die Hand im Spiele. England. len, TVtlVtn UlUll UUXU» uußqivn vvmvvwit , ivuvvh, - , fpinp von heute: Fürst Lobanoff ist aus Livrdia zuruckgekehrt und hat tue Verhand« TO «X 7ckn^eGe!eaenbeit"nick7?' Nick lungen mit Savfet Pascha wegen des definitiven Friedensvertrages unoerzügltch benutzt sie die gebotene Gelegenheit>cht? Nicht ^^nommen. ,u^ie $fortc erlangt nicht unerhebliche Modistcationen der finanziellen Forderungen Rußlands. Seit vorgestern finden auf der Pforte ernste Berathungen wegen der von Montenegro urgirten Abtretung Podgoritzas und Spuz' und wegen der bosnischen Conoentionsfrage statt. Die Chancen der Finalisirung der Letzteren wären seit gestern wieder etwas zweifelhafter. — Zwischen der Majorität der Commission für Ostrumelien und den russischen Mitgliedern derselben ist eine Differenz eingetreten. Letztere verlangten, die Commisstou solle in Konstantinopel arbeiten, während die Majorität sich ent- der nock schied, an Ort und Stelle zu arbeiten und sich anschickt, nach Phillppopel abzu- ’ — Der Rückzug der Rusten dauert fort; dieselben räumten Silivri und Rodosto. Letzteres wurde bereits von den Türken besetzt. Dagegen blecken die — Kheredim Pascha wurde mit dem Großcordon des Lrben -sKs V«S*. te I niit 7® . Kid OtoroSM •;,nbatÖ D°n v . ri-sftnb°ch F Mlkmarsch von Gießen, 2. Oc Lnirft »es hiesig ■;;it Es haben s Lfflit wirb in de wegen des des i P'Mr Brat r -§iine Damen Lc. Allerdings fti H erwerben wolle! ' en für das A [iWben, die sie besi -t: Absichten Hindi Lkincht Theil * k), mit gleicher r) Geduld. Sie sc ) mechanisch nach) jhbig und mit Heb' Unterweisung l-inbrechung mürb hm daher ans H inhinderungSgründ «nn Sie Anfangs deinen mag. Der i'b um io sicherer i Grafen Grote unter Haustier und Tagelöhner constatirt und hinzug-fügt, daß 1 Beamte der Welfenparte, Vorschub gethan hätten. In dieser Beziehung wird anaesührt: Im Amte Rotenburg z. B. schwebt augenblicklich eine Vorunter- juchung gegen den Amtsvogt Schmidt in Visselhövede. Der Land-Gensd'arm Bause in Buchholz bei Harburg hat offenkundig für den Welfen Grote agmrl, sowie desgleichen der Landbriefträger Stemmann in Sittensen. Ferner ist der Glaubens-Fanatismus der Bauern mißbraucht worden und man hat die Angabe verbreitet. Grumbrecht sei aus der Landessynode ausgestoßen worden. Grum- brecht selbst hat zwei Verleumdungsklagen gegen di- Verbreiter solcher Nachrichten eingereicht. Em Gemeindevorsteher hat seiner Gemeinde die Wahl mit dem Bedeuten angezeigt: „Wer sich nicht -infinde und Grote nicht wähle, habe zur Strafe Arbeit an den Gemeindewegen zu leisten" u. dgl. m. Die Commission wünscht namentlich die Behauptungen: 1) von Wahlagitationen durch Staatsbeamte : 2) die Ungesetzlichkeiten durch Wahlvorsteher rc. im Verwaltungswege feüzustellen und beantragt schließlich: „Der Reichstag wolle beschließen: 1) die Wahl des Abg. Grafen Grote aus Wiegersen im 17. Wahlkreise der Provinz Hannover zu beanstanden; 2) dem Herrn Reichskanzler unter Mittheilung der Akten zu ersuchen, wegen der vorstehend unter Ziffer 1 und 2 ansgesührren Punkte die geeigneten Ermittelungen im Verwaltungswege, wegen des unter rriffer 3 gedachten Punktes die strafgerichtliche Untersuchung durch die zuständigen Behörden zu veranlaffen und über das Ergebniß unter Anschluß der betr. Verhandlungen dem Reichstage weitere Mittheilung zu machen." — Das Ueberhandnehmen unsittlicher Schriften ist seit längerer Zeit Gegenstand wohlberechtigter Beschwerden gewesen. Zur Beseitigung des vor Aller Augen liegenden Uebclstandes ist gleichwohl bisher noch nichts geschehen. Hierauf weist jüngst die „Schl-s. Presie", anknüpfend an einen Artikel in der Schles. Ztg.", mit folgenden zutreffenden Bemerkungen hin: Man kann das Uebel nicht der modernen Gesetzgebung zur Last legen, man kann nicht über Mängel in den Gesetzen klagen. Das Strafgesetzbuch enthält ausreichende Vorschriften, um diesem Unfug entgegenzuarbeiten. Warum werden die bestehen- den Bestimmungen nicht beffer gehandhabt? Schriften und Abbildungen, die einfache Schamlosigkeiten enthalten, ohne eine Spur von Witz oder Anmuth, die das Mäntelchen eines wiffenschaftlichen oder künstlerischen Interesses nicht vornehmen können, werden nicht allein ungestört vertrieben, sondern öffentlich Spuren zu verfolgen; warum L „ , „ _ die Gesetze soll man anklagen, sondern die mangelhafte Handhabung der Gesetze. Dieses Ucbels, soweit es die O-ffentlichkeit beunruhigt, sollte man doch wahrlich in wenigen Wochen Herr werden können- Koblenz, 30. Septbr. Die Reise der kaiserlichen Majestäten von Koblenz nach Baden bildete eine ununterbrochene Kette von Kundgebungen treuester Anhänglichkeit aller Kreise der Bevölkerung. Der Geburtstag der Kaiserin wird, wie gewöhnlich, ländlich gefeiert; diesmal durch einen Ausflug in das Murgtbal, wo in Gernsbach das Diner stattfindet. Kassel, 30. Septbr. Die Erkrankung des Grafen Moltke, — , immer bei seinem Quartiergeber, Herrn Geh. Commerzienrath Henschel, weilt ^den.^ und daselbst auch noch mehrere Tage zu verbleiben gedenkt, war eine nicht ganz ■ ■ - fÄÄTÄ B'gäXSS m b*“; ■** “b" ** crscheinung, di- aber tn Folge der sorgsamen Behandlung d-r Herren General- Konstantinopel, l. October. Savfet Pascha erhielt den Medschidje- stabsarzt Dr. Kukro und Obermedicmalrath Dr. Wild zur Zeit vollstän t g fn brillanten. Der französische Botschafter Fournier wurve beute von gehoben ist. „ 9Ir i dem Sultan tn längerer Audienz aufs Wohlwollendste empfangen und wurden Arolsen, 30 Septbr. Bet der^ gesternAbendstattg^ oie verschiedenen schwebenden Fragen hierbei berührt. Gestern hatte der britische declarirte d-r Fürst die Verlobung seiner Tochter, der Prinzessin Emma, it Botschafter Layard eine Audienz in Betreff der Reformfrage. — D-r griechisch! dem hter etngetroffenen Komg der Niederlande. Metropolit von Smyrna ist von einem Griechen aus Rache verwundet worden. 6)c6 bemerkt b^u: ls bem „te von bei Rrgb ien schein, oei besondere Bekanntmachung. Submission. Zur Anlieferung nachstehender Oefen, Heerde und Waschkeffel in das neue Schulgebäude wird hiermit die Vergebung auf dem Submisstonswege ausgeschrieben und Termin zur Einreichung der resp. Offerten auf Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck auf Lamstag den 5. Octbr. 1878, Vormittags 10 Uhr, bestimmt. Später einlaufende Offerten werden nicht berücksichtigt. Die Eröffnung der Submissionen erfolgt an dem genannten Tage 11 Uhr Vormittags. 1) 2 Hoppewellöfen = 133 Klgr. mit versenkter Feuerung und Aussatz, 2) 4 Wormser Oefen Nr. 1 —64 Klgr., 3) 2 Regulirsüllöfen = 125 Klgr., 4) 2 Patentherde mit Bratofen und verzinntem Wasierschiff, 5) 2 kupferne Waschkefsel Nr. 2 circa 40 bis 50 Klgr. Die Angebote sind (incl. Beschlag) Per Klgr. anzugeben. Großen-Buseck, den 30. Septbr. 1878. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. von der Großherzogl- Saline Bad Nauheim, aus grabtrter Soole dargestellt, ausgezeichnet durch feine Schärfe und Leichtlöslichkeit ist stets vorrätbig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann J. G. ». Bapst auf dem Markt in Gießen. (1961 Grotzherzogliches Salinen- und Bergamt Bad Nauheim. Giessen (hinter der KircheZU unterhält Lager aller Arten Spiegel, Bilderrahmen, Tische mit Marmorplalten, Gold- und Politurleisten, Alle Sorten Spiegelglas. Das Einrahmen von Bildern wird billigst ausgeführ'. Neuvergoldungen werd. -,•