IS*. 1L1 Mittwoch, den 3. Juli 1878 Oießencr Anzeiger _______________AGkige- «nd AmtsIiW für de« Kreis Gieße«. Das Großhcrzogliche Stcui-r-Commiffäriat Gießen ,n ... ... RedactionSbureättr Gartenstraße B. 165. ' -------------------------------------- -------- ExpeditionSbureaur Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Süffert. politischer d h e i r. ?0. Juni. Im Verfolg des am Donnerstag statt, gefundenen großen Rathes dir Minister und Würdenträger, welcher die von Oesterreich angeregte Occupation Bosniens und der Herzegowina erörterte er- g.ngen an die Congreßbevollmächtigten in Berlin Weisungen, zu erklären, daß < t n',^t kiU^lm2en t‘Snnc ä“ einer Occupation, welche Gebtetstbeile betreffe, die nicht durch Krieg von fremdcn Heercstheilen besetzt seien. Wie es hecht, waren zu Gunsten der österreichischen Occupation auch seitens der Ver- der Pforte entsprechende Vorstellungen gemacht worden. -’i bis fetzt seitens der Pforte die Zustimmung verweigert und darauf hmgewiesen,^ daß durch fremde Truppen nur der Fanatismus der Muselmänner in den bezüglichen Landesthetlen wachgerufen werden könne. Die türkischen S' beim Congresse die bezügliche Erklärung abgegeben 5te m“n m^nt, weitere diplomatische Einwirkungen anderer Mäckt-nRemine Kemesfalls scheint Oesterreich, unterstützt von anderen o n9 m Dt't b e/ur b^e Rückkehr der Flüchtlinge nothwendige militärische Sicherstellung aufzugeben. Militärische Maßregeln gegen Oesterreich dürfte die Psorre raum treffen. »elegraphische Sepeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz - Bureau. Berlin, 1. Juli. Bulletin von 10 Uhr Vorm. Abgesehen von geringen im Witterungswechsel begründeten schmerzhaften Empfindungen In den Wundnarben ist das Befinden Sr. Maj. des Kaisers unverändert gut. (Unterz.) v. Lauer, v. Langenbeck. Wilms. Berlin, l. Juli. Bei dem türkischen Botschafter findet heute ein Diner statt, an dem mchrere Mitglieder des Congreffes theilnehmen. . ~ bezweifelt hier, daß die Nachricht von dem morgen bevorstehenden Einmarsch der Oesterreicher in Bosnien und die Herzegowina, was den Zeitpunkt betrifft, richtig sei. Der heutigen Sitzung gehen wieder Ausschuß- arveiten voraus. Die Unabhängigkeit Serbiens ist anerkannt unter der Be- rr Ix? Freiheit aller Cutten. Die gleiche Bedingung wird für Rumäniens Unabhängigkeits-Erklärung gestellt werden. Die Grenzregulirungs-Arbeiten bezüglich Serbiens dauern noch fort, ebenso die Vorbesprechungen über die montenegrinische Angelegenheit; es scheint noch nicht gewiß, ob letztere heute zu Owe kommen. — In Verfolg der Seitens aller Congreßmitglieder aus die Lveigerung der Türken, der Occupation Bosniens und der Herzegowina durch Oesterreich zuzustimmen, abgegebenen Erklärungen sind die türkischen Vertreter Frankreich. = fn 30. Juni. Bei der anläßlich des Nationalfestes heute Vormittag ' äuäPtDutig stattgehabten Einweihung der Statue der Republik hielt der . ^nfi!'hnnSi?n"w1 °/"E Rede, in welcher es heißt: di- französische Gesellschaft, wie sie von der Revolution geschaffen ward, hat nun ihre natürliche Gestalt ? angenommen. — Nach Erwähnung der früheren Spaltungen innerhalb der 1 M unglücklichen Ereignisse, durch welche sie b-ttoffen wurde, fuhr ein w K ? fon: Frankreich erhebt sich wieder mit dem Willen, ech besseres Dasein zu fuhren und im Frieden die Institutionen zu genießen welche seine Ehre sind und die es thcuer erworben hat. Die republikanische Partei ist die Nation selbst geworden. Frankreich fordert von seinen Kindern mlfgenmiimki? Cr6eif*t ^'borsam den Gesetzen. Di- Rede wurde sehr beifäMg , ^7 Die hier telegraphisch verbreitete Nachricht, daß die Türken Canea geräumt hätten, findet in hiesigen diplomatischen Kreisen keinen Glauben. lande l 2uni, Abends 9 Uhr. Aus den Provinzen und dem Aus- enen U'assenwerse herbeigeströmt, um das Nationalfest zu s hen. D.e Plätze und Boulevards der Stadt bieten einen feenhaften Anblick dar. Das Wetter ist bis jetzt günstig. Heute Abend glänzende Illumination. Netgiea. kant, 30. Juni. Anläßlich des Wahlsieges der llberalen Partei fand heute eine große Kundgebung statt. Die Straßen waren festlich geschmückt wd von zahllosen Menschenmassen gefüllt. Sämmtliche Städte habm Vertreter fionn ^Q*mit,a88 findet ein Banket der Liberalen statt, woran daben Tbr n^mCtn’?iC 3)?inificr sämmtliche liberal-Notabilitäten yaven tyr Erscheinen zugesagt. Türkei. Aeutschland. Darmstadt, 29. Juni. Die zweite Kammer erledigte heute eine reich- fcCn ^^tz--'twurf über Ausführung des deut- Es folgt die Berathung über den Plan zur Bildung der Bezirke und 6^777 ö* fÜtE bie Amtsgerichte. Nach langer und lebhafter Debatte menfinbtbn,fßfilm0'Ct t 'b?" k'üheren Besch,üffen mit Ausnahme des zu Altenstadt gefaßten, wie ebenso auch die Bewilligung der erkorterlicken Miee-i in ffiU *“r bie Amtslocale des Amtsgerichts Bad Nauheim in Gemäßheit des Ausschußantrages wiederholt verweigert wurde. $ snsfu« ^""ihung ferner des Gesetzentwurfs, die bürgerlichen Wirkungen a nde Ä er°"n Kirche oder Religionsgemeinschaft b.trVgin en 7°l- ?'"de B-schluffe: hervor:: Art. 1, 2 und 3 wurden unttr Aufgabe der diessel- d? -rk?n"Kammer^^^^ nunmehrigen Ausschußanträgen in der von be« Sr? 4 Q^ ersten Kammer, wonach das vollendete 14. Lebensiabr als Discretionsjahr für Kinder gelten falle, angenommen; ebensounter AVehnuna AusschuffeSbeän,7aS7Z7satz^''°^'^ 6C» Minorität des ^,-??a9^ b-r übrigen Artitel dieses Gesetzentwurfs und bezüglich der Regierungsvoi age, den Austritt aus den israelitischen Religtonsgemeinden betr wurt>c im Wesentlichen den Beschlüssen der ersten Kammer beigetreten. ,"7" der Berathung über den Gesetzentwurf, die Ausübuna des Erüebunas- ln .^zug auf die Religion der Kinder hielt die zweite Kammer in den stdn von^n^Kl ern" ’mFb" ^°N^ssen fest, so namentlich daran, daß ein jeder von den Eltern geschlossener Vertrag, der die religiöse Erriebuna der § zum Gegenstand hat, keine rechtliche Wirksamkeit haben dürft welchem Beschluß die erste Kammer nicht beigetreten war. ' $ httnLlenbnfte D^att- entspann sich bei der hierauf folgenden Berathung bi- Vorstellungen der Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde» Kastft 1875^ 6 @4nafii * m 7 °"'bemische Interpretation des Gesetzes vom 23. April P «7.b°I bierzu gestellte Antrag des Ausschusses, welcher auf Beitritt zu dem Beschlüsse erster Kammer, „diesen Petitionen keine Folge zu g-b°n« lautet, mit allen gegen 2 Stimmen angenommen. 8 Mai a Juni. Die Vorbesprechungen, welche unter dem Vorsitze des Fürsten Hohenlohe stattfanden, denen je ein Vertreter jeder Macht betwobnr We7nit/°^8> Ktt"lbfn “7 finb b-stimmt, die im Plenum vorkommenden A> resp. Schwierigkeiten, welche im Plenum ohne längeren u?“^‘lben werben, g-wissermaßen als Ausschuß zu er. ‘bL9eg' k Die Arbeiten bes Plenums unb bieses Ausschusses gehen nebeneinander n L .toCrnl* S'wiffe Sachen an den Ausschuß gewie en Hatz » Arbeiten bezüglich anderer Fragen fortfährt und die durch den Aus ^b u 'Aedigenhen Sachen später vornimmt! - Di- In d-r gestrigen Sitzung ^Sirten ®eIl»annW unb taffirSä' wünsche und Gesichtspunkt-, welche ini jnrerejje Der griechischen Bevölkerung von Europa wahrzunebmen feien (N* Ä ffÄ “r ®V> “■ Äw »XLS Z n beginnt der Congreß die Berathung der b-ffarabischen ? A l ' toDk6ei b‘e rumänischen D-l-girt-n gehört werden sollen B-züa kufrechS ih«7Wid7spruch'gegen''bas^ X".wbtj. SÄUt’Ä’ »‘Ä* »"Ä K schütteten nicht gelangen. * fotlne mon «u bcn Ver mbn r3?V ^uni. Die Landesversammlung der vereiniateu libe- । werde der anderen Staaten niemals geschlossen war. Genehmigen Ew. Leiliakeit den Ausdruck Meiner persönlichen Ergebenheit und Verehrung. * 9 Friedrich Wilhelm, Kronprinz. (gegengez.) v. Bismarck. An Se. Heiligkeit den Papst Leo XIIL Wien, 1. Juli. Dem „Telegr. Eorresp-Bur." wirb aas Rom g-m-ldet: der päpstliche Nantius in Bayern, Monsignore Aloisi, sei beauftragt worden, mit der preußischen Regierung bezüglich einiger der vacanten Bischofssitze in Lokal-Notiz. 2 cfcitTf Am 1. Asult verurthetlte der Schwurgerichtshof: ® Srntttaat die Eli,-, Wilhelm Wiens Ehefrau oon Hainchm, wegen Ir- kund-nsSlschmg üi^-in-^ GftSngnMr^ °°n®megcn gleichen V-rbr-cheis, in eine Gefängnißftrafe von 10 Tagen. Preußen in Verhandlung zu treten. Konstantinopel, 30. Juni. Der Großvepr Swfei Pascha ist er- krankt und hat bereits am Sonnabend an den Berathungen der hohen Pforte nicht 'theilaenommen. Die tückischen Congreßdelegirten hrbrn hierher gemeldet, drß sie seitens des Congreffes nach ihrer M'ttheilunz von dem ablehnenden B-schlusie des großen Rathes über die vo» Oesterreich angeregte Occupatton Bosniens und der Herzegowina veranlaßt seien, neue Jastcuttwnen von der Pforte zu erbitten. Oesterreichischerseits weiden bei der türkischen R-zt-rung außer Rückerstattung der für die bosnischen Fiuchtlmze verauslagten 9 Mil'.oaen fl. noch zwei andere G-ldford-rungen geltend gemacht, von denen die -lne^alt-ren Datums ist, die andere die Herstellung von zerstörten Kilhen und schulen migen zu wollen. Guilielmus Irnperator et Rex. (g-gengez.) v. Bismarck. Haag/1. Juli, Abends. Der Kriegsminister ist erkrankt und der Marineminister mit der interimistischen Vertretung desielbea beauftragt. Die Regierung von Niederländisch ^Indien hat angezetgt, daß die Atchinesen den Kamps M8en die niederländischen Truppen wieder ausgenommen hatten; ^r V-rstK- Nng der letzteren sind zwei Bataillone aus Java abgesendet; ein drittes folgt demnachst^imch^^ Abends. Im Unterhaus- erklärte Schatzkanzler Rorth- cote auf eine Anfrage Onslow's bezüglich der Lage der Mohamedanert tr> den von den Raffen occupirten Districten Bulgariens: er hoffe, daß die gegenub r Rußland in dieser Hinsicht gemachten Vorstellungen Erfolg haben und daß m iholae des Congreffes die jetzigen Zustände in Bulgarien baldigst em Endnehmen würden. - Auf Befragen Hayter's theilte Northcote ferner mit, day am 28. Juni in der Nähe von Apokorona ein ernstes Gefecht statt and. Ha m Pascha sei auf Layard's Verlangen abgesetzt worden; letzterer sei angewiesm, der Pforte Vorstellungen zu machen und große Mäßigung bei Unterdrückung der Unruhen anzuempfehlen. __ Obrigkeit ihres Landes empfehlen würden. Dem dagegen in Ihrem Schreiben vom 17. April ausgesprochenen Verlangen, die Verfassung und die Gesetze Preußens nach den Satzungen der römisch-katholischen Kirche abzuändern, wird kein preußischer Monarch entsprechen können, weil die Unabhängigkeit der Monarchie, deren Wahrung Illir gegenwärtig als ein Erbe Meiner Väter und als eine Pflicht gegen Mein Land obliegt, eine Minderung erleiden würde, wenn die freie Bewegung ihrer Gesetzgebung einer außerhalb derselben stehenden Macht untergeordnet werden sollte. Wenn es daher nicht in Meiner und vielleicht auch nicht in Ew. Heiligkeit Macht steht, jetzt einen Principienstreit zu schlichten, der seit einem Jahrtausend in der Geschichte Deutschlands sich mehr, als in Set anderer Lauder fühlbar gemacht hat, so bin Ich doch gern bereit, die Schwierigkeiten, welche sich ans diesem von den Vorfahren überkommenen Confltete für beide Theile ergeben, in dem Geiste der Liebe zum Frieden und der Versöhnlichkeit zu behandeln, welcher das Ergebniß Meiner christlichen Ueberzeugung ist. Unter der Voraussetzung, Mich mit Ew. Heiligkeit in solcher Geneigtheit zu begegnen, werde ich die Hoffnung nicht aufgeben daß da wo eine grundsätzliche Verständigung nicht erreichbar ist, doch die versöhnliche Gesinnung beider Theile auch für Preußen den Weg zum Frieden eröffnen worden angesichts der übereinstimmenden Anschauungen aller europäi- i ew w°> ' L,»ructionen in Konstantinopel zu erbitten; solche liegen. Abreise in Aussicht gestellt habe, wird als nicht richtig b-z-ichmt. Wien, 1. Juli- Die „Wiener Abendpost' th-ilt über die Demo«- llratiomn in Venedig Folgendes mit: Sogleich nach K-nntmßnahm- von den SS 3tmern, «^cher am -3 ^^ldet) den schärfsten Tadel diesbezüglich au« r (Vrffrtrimaen mit unb brütfte sein Bedauern über den Vorfall aus. — Diese freiwillige Genugthuung (so schreibt die ,,®ener aeelanet' u ■ r cYnitintitie ber ösierreichischen Negierung gar nicht beburfte, isi gke g , At -n welle di- guten B fthungen »wischen Oesterreich und Italien trüben »L. L 2" Ä e," »•** »f •«*.«« w i“ ”*•“ An Se. Heiligkeit den Papst Leo XIII. Nachdem der Papst in einer Erwiderung vom 17. April d-r Hoffnung auf Erneuerung des früher bestandenen guten E'Nvern-hm-ns w-°derhoi^Ausdruck gegeben und als Mittel zur Erreichung deffelben die Aba> deru>^ ver- schiedener in Preußen bestehender gesetzlicher »nd verfassungsmäßiger Bestinn münzen bezeichnet hatte, hat Se. Kaiser!, und König!. Hoheit der Kronprinz nachstehendes Schreiben an Se. Heiligkeit gerichtet: Berlin, 10. Ium 1878. Ew. Heiligkeit für die auf Anlaß des Attentates vom 2. d. M. bewiesene Theilnahme selbst zu danken ist der Kaiser Mein Herr Vater^ leider noch mch im Stande. Gern lasse Ich es daher eine Meiner ersten Obliegenheiten fein, an Seinerstatt Ihnen für den Ausdruck Ihrer freundlichen Gesinnung au - richtig zu danken. Der Kaiser hatte mit Beantwortung des Schreibens Ew. Heiligkeit vom 17. April gezögert in der Hoffnung, daß vertrauliche Erläuterungen inzwischen die Möglichkeit gewähren wurden, auf den fW^en Ausdruck principieller Gegensätze zn verzichten, welcher sich bei Fortsetzung des Schriftwechsels im Sinne des Schreibens Ew. Heiligkeit vom IT Aprü nicht vermeiden läßt. Nach Inhalt des letzteren muß Ich leider annehmen, daß Ew. Heiligkeit die in dem Schreiben Meines Herrn Vaters vom 24 Alach ausgebrückte Hoffnung nicht glauben erfüllen zu können, daß Ew. Her ig i bett Dienern Ihrer Kirche den Gehorsam gegen die Gesetze und gegen Die ^"'Berlin, 1. Juli. Der „Reichsanzeiger" meldet: Die Benachrichtigung von seiner Erhebung auf den päpstlichen Stuhl, in welcher Se. Helligkeit der Vavll Leo XIII. zugleich sein Bedauern darüber ausspricht, nicht die gitten Beziehungen^ vorzufinden, welche einst zwischen Preußen und dem päpstlichen Smhle bestanden hätten, ist von Sr. Maß dem Kaiser durch folgendes Schreiben beantwortet worden: n Berlin den 24. März 1878. Guilielmus Dei Gratia Imperator et Hex Leoni XIII Summo Ecclesiae Romano-Cathohcae Pontifici Salutem- JH habe bas Schreiben vom 20. v. Mts., durch welches (M Heiligkeit Mch von Ihrer Erhebung auf den päpstlichen Stuhl in K-nntniß zu setzen di«i Gute _ hoben, durch Vermittelung der verbündeten Regierung Sr. Majestät de« Königs , snnHpm mit Dank erhalten. — Ich beglückwünsche Sie aufrichtig dazu, daß die ^Stimmen des heiligen Collegiums sich aus Ihre Person vereinigt haben, j und wünsche Ihnen von Herzen eine gesegnete Regierung der Ihrer Obhu anverttauten Kirche. - Ew. Heiligkeit heben mit Rech hervor , daß Meine katholischen Unterthanen gleich ven anderen der Obrigkeit und ihren Götzen die Folgsamkeit beweisen, welche den Lehren des gemeinsamen christlichen G - bens entspricht. Ich darf in Anknüpfung an den Rückblick, den Ew. H-tligk-lt aus die Vergangenheit werfen, hinzufügen, daß Jahrhunderte hindurch der christlich- Sinn des deutschen Volkes den Frieden im Lande und den Gehorsam gegen deffen Obrigkeit treu bewahrt hat, und für die Sicherstellung dieser werthvollen Güter auch für die Zukunft Bürgschaft leistet. Gerne entnehme Ich den freundlichen Worten Ew. Helligkeit die Hoff^ nilng, daß Sie geneigt sein werden, mit dem mächtigen Einfluß, welchen dte Verftissung Ihrer Kirche Ew. Heiligkeit aus alle Diener derselben gewahrt, dahin zu wirken? daß auch diejenigen unter den letzteren, welche es bisher unterließen, nunmehr dem Beispiele der ihrer geistlichen Pfl-g- befohlenen Bevölkerung folgend den Gesetzen des Landes, in dem sie wohnen, sich fugen werden. Ich bitte Ew. Heiligkeit, die Versicherung Meiner größten Hochachtung geneh- Bermischte». — Vor einigen Tagen erlegte, wie man der »W-feler Dolksztg." meldet, der ; ää ,Ä"»rÄäM ä»: : -in-s JSl-rsd-- Grafen S°lms-B-rutb gefallen, £ ®'* ba stch M in Merbogk in den Sänd-n der Herrn «am»s.^^ ^ngr-ff-s SS! ff« “SÄÄ.«ässaH,'; S" - Mfex« -ährend beten kurA Anw-f-nhelt sehr scharf -rttisirt Berlin, 1. Juli. Der von Petersburg hier eingetroffene Prinz Alexander von H-ff-n stattete den Mitgliedern der königlichen Familie, dem Fürsten Bismarck und mehreren Congreßmitgliedern Besuche ab und empfing deren Gegenbesuche. Der Kivnprin» machte dem Prinzm Alexander im Hotel Royal einen längeren Besuch. Dem Vernehmen nach hat der Geh. Oberregierungsrath v. Hertzberg (Stellvertreter des Polizeipräsidenten) seine Pensioniruug beantragt, das Gesuch ist durch Gesunbheits-Rücksichten mottvirt. Berlin, 2. Juli. Se. Maj. ber Kaiser haben, etwa IVa Stunden ausgenommen, die Nacht recht gut geschlafen. . M . - Redacteuie hiesiger Z-'tungen und Schriftsteller gaben den hü »ei 1-uden fremden Journalisten gestern im Zoologischen Garten ein geft, unter anderen auch der österreichische Minister T-schenberg und der griechische , ,#dt1 Finrfpn sie nun alle ihre höhnischen Bem rkungen und Spottreden betreffs deren Kleidung, Einrichtung, Charakter rc. buchstäblich wiederholt- Schamerfüllt und völlig betäubt schlichen die Beiden aus dem Hause und wurden seither dort J”c6r [ (sinp interessante Anwmdung foH der P -onograph auch in der Crimiwal ?ufttH4on m-hrm.W -sanden haben. M-n hat mit d-ms-Ib-n S-lbstg-sprSch- oder D -l°ae ° °n Verbrechern ausgefangen, welche st-, sich unbelausch wähnend, in den Gesängniß;ellen machten, und diese Aussagen dann im Gerichtssaale von dem Bhono- graphen wiederholen lassen. - (Die Losen des Gefreiten Hines.) Der amerikanische Gefreite Hines verlor während er mit seiner Truppe in der Nähe Atlanta's stand, durch ein ohne ?ein Verschulden ausgebrochenes Feuer seine - Hasen. Nun erscheint zwar das stehende Leer der Vereinigten Staaten auf der Parade zuweilen in der zwanstoseften We se; doch soll es bis jcht nicht vorgekommen sein, daß ein Soldat, namentlich dn Gefreiter, ft* ohne Beinkleider bei jenem feierlichen Act etnstellte. Seinem Ansuchen um ein ^^kit-idunasstück wurde daher Folge geleistet, und damit war eine That voll °L d anz° and»1hÄb Jahre hindurch das G-müch der MstitLrb-härden aus das «ÄviAftp beweat hat. Die Meldung des betreffenden Hauptmanns an seinen ObnsE daß^er d-m Gefreiten ein Paar neu- H°s-N geliefert, rief sofprt die g-harnischt- Kraa b-roar- Auf was stützen Sie Ihre B-fugniß, fo °hn-W-it-r-s nstt dem Eige-i- tbum des Bundes ,u schalten? Die Antwort dreht- stch um die drei Worte: Feuer, nocktt Beine und Parade. Der Oberst meldete die Sache dem General-A»l»tauten, "kfcr dem Hauptquartier. Ein Untersuchungsausschuß wurde angewiesen und nach Atlanta 7-sandt Der Militärcommandant dieses DistrictS ührte den Vorsitz und sandte das Gutachten an den Kriegss-cr-tSr ein. Dieser entdeckte Formfehler so b-dcnk- licher Art, daß er ein- zweite Untersuchung anordnete. Abermals Bericht und endlich die Entscheidung: 1) daß es einen Gesreiten des Namens Hines gebe; 2) daß ohne fein Verschulden Feuer in seinem Zelte ausgebrochen; 3) daß seine $ofen non den stammen icrftort■ 4) daß er stch einer Insubordination schuldig gemacht hätte, wenn ^^au^Grü^d des Verlustes der Hosen nicht ans der Parade -rschi-n-n; 5) daß das Untersuchunasgericht nicht geradezu ein Verbrechen, wenn auch einen gefährlichen Präcedenzfall, in der unter solchen Umständen geschehenen Lieferung von Hosen an ihn erblicke. Schließlich kam die Sache zur Berichterstattung im Abgeordnetenhause, und nahm dort volle zwei Stunden in Anspruch. Zweck all Dieser Schritte war, für die Verausgabung von acht Dollars fünfundsechzig Cents, als Werth drr Hosen und einiger Strümpfe, einen vollailt^gen Ausweis zu haben, und mäßig veranschlagt, sind in dieser Aufgabe achttausend Dollar« vergeudet. Es darf nicht Wunder nehmen, daß der Gefreite Hines, als er stch seiner verbrannten Hosen wegen zumInstand eben^ und endloser Untersuchungen gemacht sah, allerlei Boses witterte, sich schließlich mit der gelieferten Hose seitwärts in die Büsche schlug, und seitdem nicht wieder gesehen ist. Darmstadt, 24. Juni. Einer der bei dem Entladen einer Granate in Griesheim verunglückten Kugelsucher, Tobias Heß, ist gestern seinen Verletzungen im hiesigen Hospital erlegen. Darmstadt, 23. Juni. Die Presie hat die Pflicht, den am vorgestrigen Tage erfolgten Tod des Großh. Premierlieutenants Konrad Neßling im 4. Großh. Infanterie-Regiment (Reg. Prim Karl) Nr. 118 nicht vorübergehen zu lassen, ohne gleichzeitig der Thatsache zu gedenken, daß der Verstorbene zu den heldenhaften Erstürmern des Schloßes Chambord am 9. December 1870 gehörte. Eine Compagnie des Großh. 4. Infanterie-Regiments unter Führung des Hauptmann Kattrcin erstürmte das von Mehreren Tausend Franzosen besetzte Schloß und erbeutete fünf Geschütze. Einer der ersten, die in den Schloßhof eindrangen und bas Festhalten der Geschütze, deren Bemannung sich flüchten wollte, bewirkte, war der damalige Lieutenant Neßling. Der Tag, an dem Lieutenant Neßling die Geschütze nach Darmstadt überbrachte, wird noch den hiesigen Einwohnern im Gedächtniß sein. Ein früher Tod hat jetzt den jungen Offizier hinweggenommen. Ehre seinem Andenken. Literarisches. ♦* (WerthvolleS illuftrirteö Prachtwerk nationalen Charakters.) In der zweiten gänzlich umgearbeiteten, bkS zum Jabre 1878 fortgesetzten Auflage liegt jetzt in zwei stattlichen Bänden vollendet vor: Kaiser Wilhelm, der Wtederhersteller des deutschen Reiches und seine Zeit. Ein Gedenkbuch für das deutsche Volk, von Ferdin a-nd Schmidt und Franz Otto. (Leipzig, Verlag von Otto Spamer.) Obwol der Ausstattung nach, im Anschluß an das in demselben Verlage erschienene Buch von Fedor von Köppen „Fürst Bismarck" ein Prachtwerk, kann dieses Gedenkbuch in Bezug auf Darstellung und Behandlung des Stoffes doch ein Volksbuch im edelsten Sinne des Wortes genannt werden. Den Werth des gedachten Werkes haben Se. Majestät der Kaiser Selbst anerkannt. Im Kaiser!. Kabinetsschretben vom 31. Januar 1878, an Herrn Ferdinand Schmidt gerichtet, heißt es: „Seine Majestät erkennen es mit Vergnügen an, daß Ihre schöne Gabe volksthümltcher Darstellung sich in diesem Buche non Neuem bewährt hat, und daß durch Ihre und Ihres Herrn Mitarbeiters (Franz Otto) Hingebung an die patriotische Aufgabe der deutschen Nation ein Werk geschaffen worden ist, das ihr die Entwicklung der mit der Wiedergeburt des deutschen Reichs zusammenhängenden Ereignisse in anregender, lebensvoller Weise zur Anschauung bringt. Seine Majestät halten Sich überzeugt, daß stch in diesem Sinne dem Werk die Be- urtheilung der weitesten Kreise zuwenden wird." Gleichzeitig hat das K. Preußische Kultusministerium vom 23. Februar 1878 seine Befriedigung über die Ausführung des Werkes durch Anschaffung einer größeren Anzahl von Exemplaren ausgesprochen, wie denn auch der Vorstand der Berliner Schuldeputatton erklärt: „Das Buch mit seinen reizenden Illustrationen ist ein wahres Familienbuch, das in keinem patriotischen Hause seblen sollte." Sachen gewichtigen Empfehlungen gegenüber bedarf es weiterer Worte nicht. Schlffteberleht» Mitgetheilt von dem Agenten oc6 Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen. Newyork, 29. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampffchtff Main, Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 10. Juni von Bremen und am 18. Juni von Southampton abgegrmgen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen.__ Handel und Verkehr. Gießen, 2. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. 85—95 H, Hühnereier, per Stück 5—6 Enteneier, per St. 6 H, Käse, per Stück 5—10 Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter — H, Linsen, 1 Liter — H, Tauben, das Paar 90 Hühner, per Stück 1.40, Hahnen, per St. JL 1.40, Enten, p. Stücke -, Kartoffeln, 100 Kilo 7.50. Ochsenfleisch 70—72 H per Pfd., Kuh- u. Rindfleisch 58—60 Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 56—60 H, Hammelfleisch 65—70 H. H er b orn, (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 1. Juli. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 255 Ochsen, 311 Kühe und Rinder, 787 Schweine. Der nächste Markt ist am Donnerstag den 25. Juni l. I. Wie gut und köstlich ist es, wenn man sich so recht gesund und wohl fühlt, wenn einem alles schmeckt, und man sich so ganz der Vollkraft seiner Gesundheit erfreut Tausende haben dies köstliche Gut, aber ebensoviele leben rnißmuthig und verstimmt dahin, es fchlt ihnen der Appetit, der Schlaf, frisches gesundes Blut, und in Folge besten fühlen sie sich müde, abgespannt und unbehaglich. Um sich das Wohlbehagen, die frühere Kraft und Gesundheit wieder zu neben, gi^bt es ein köstliches Mittel, es ist dies die berühmte Schrader'sche weiße LebenS -Essenz, von Apotheker Jul. Schrader in Feuerbach-Stuttgart, die schon Tausenden früheres Wohlbefinden, Kraft und Gesundheit wieder gegeben hat, und die in unzähligen Familien ein Hausschatz geworden ist. Sie sei deßhalb allen Leidenden bestens empfohlen. (3901 Allgemeiner Anzeiger. 3881) Unterzeichneter empfiehlt seine selbst gearbeiteten transportablen Hochherde in verschiedenen Größen zu den billigsten Preisen. Karl Noll, Schlosser, Flügelsgasse 94. Na- Schönheitsfehler m Teints und Gesichts, (Entfärbungen, Flecken und Male, Sprödsikdt der Haut, Blutrötbe u. s. w.) Formenfülle rc. rc. behandelt schriftlich wie mündlich; auch versendet gegen Emse düng von tX 5 unschädliche und bewährte Mittel bei genauer Angabe des Uebels die Kosmetische Anstalt, @rüne6urgroeg 38, Frankfurt a.M. [H. 62993] ksm Prospecte auf Verlangen, essa (4037 3765) Zu allen in meiner Praxis vorkommenden Leistungen empfehle ich mich bestens. Wittwe Schneider, Hebamme, wohnhaft bei Herrn Nagel in der Brandgaffe. NB. Schellenzug befindet sich am Laden. AeUgeöotenes. 4061) »Ickmllch, sowie täglich frische Milch bei Kaufmann Stieber, _____'__________Neustadt, im Hwterbausi. 4011) Die Klee - Ernte von einem ^Morgen großen Acker wird zu kaufen gesucht. Näh. in der Exped. d. Bl. Hen kauft. Wer? sagt die Exped. d. Bl. (4039 4045) Ein Haufen Mist zu verkaufen. ________________Neustadt D. 195. Heugras von mehreren Wiesen zu verkaufen. 4047)______G. Chr. Spruck. 3990) ! i Heu !! Rinder-Fahrstühlchen ä Mk. 4.80, sehr dauerhaft, in Buchenholz, zum Zusammenlegen. Dieselben sind leicht transportabel und eignen sich sowohl für das Zimmer, wie fürs Freie. Moritz Gregori Sf Sohn. Petroleum-Kochapparate empfiehlt (3980 Wilh. Orbig am Markt. 3938) Die bereits rühmlichst bekannte •fjanöefefeöer in 3 Spitzen für Correspondenz u. 3 „ „ Buchführung, sowie Rund- u- Currentschrift- Federn nebst Anleituno zu haben in der Schreibmaterialien-Handlung von Ernst Balser, Mäusb. 3896) Sechs antike Stühle und Sessel, eine Partie gebrauchte und neue Stühle aus einer Wirthschaft, Sophas, 2 Wasch- consols (eines mit Marmoraufsatz), Nachttische in Nuß- und Tannenholz mit Marmorplatten, Consolschränkchen, 1 Ausziehtisch, schöne ovaie und Pfeilerspiegel, Kommoden. Bettstellen rc, alle diese Gegenstände sind sehr gut erhalten. Vollständige zwei- chläfrige Betten. ________I. Rothenberger, Lindenylatz. Feinst gerösteten Kttffee I. Qual-, cand. Wiener-Mischung JL. 1.90, II. Qual, ä M 1.60 per Pfund bei 3970) Julius Wallach. Haarbalsam. sehr beliebt als bestes Mittel für die Erhaltung und für das Wachsthum der Haare. Fl a 60 Pfg. u. M. 1,20. Haarfärbemittel die Flasche 2 39) €?. F« Semmler in Giessen. 3963) Ein Haus, in welchem seither eine Wirthschaft und ein Specerei- Geschäft be trieben wurde und welches sich außerdem noch zu jedem anderer Geschäft eignet, ist billig zu verkaufen. Näheres bei ______I» Butz.___ Extra - Abdrücke in Octav-Format des stenographischen Berichts über die austerordentlich« (General-Versammlung des Vereins der nationalen und liberalen Partei in Giesten am 8. Juni sind in der Expedition des Giessener Anzeigers per Stück 10 H zu haben.________________________________ Corned beef, Rinder-Roulade, Beef tongue, Zungen, Faysandu ox tongue, ganze Zungen, Ham, Schinken, empfiehlt zu den billigsten Preisen 3960) (Uff* P* Rdsert» ucrßiifhrr, W allthorstrasse 156, liefert in geschmackvoller Ausführung und billigen Preisen: Spiegel jeder Art und Größe, Consol- und Nipptische mit Marmorplatten, Bilder- Nahmen für Oelgemälde rc., Photographie-Rahmen, reich verziert. Gallerien mit und ohne Verzierungen. Das Neuvergolden obiger Artikel wird schnell und aufls Beste aus» geführt. Das Einrahmen von Bildern in Gold-, Politur- und antiken Leisten wird bei billigstem Preise schnellstens besorgt.(1063 Zu AMuttungeu v | empfehle vorzügliche Qualitäten Kleinen in allen Breiten, Haus- V? macher u. Damast-Gebild, Zivil Ich, Barchent, ff Flaumendrell, staubfreie Bettfedern, Dau- ff neu und Bosshaare. ff Anfertigung vollständiger Betten unter Garantie, zu äusserst billigen Preisen. .11. Kaan, S 3739) vorm. 8. Weimers he im. v 1462) Meinen stets frisch gebrannten Kaffee in vorzüglichster Qualität ä Pfd. 1 <Ä. 83 4 bringe ich in empfehlende Erinnerung. Emil Fischbach» cX n n n n 16) ff 4040) Rmtr. Buchen-Schetter, ft u ff 4057) Der geschäftsleitende Ausschuß. Eichen-Knüppel, Birken-Reisig, tf an den ver- 4056) 4041) Hopp 6. nebst Wodnung zu vermiethen. 4050)C h r. Horeyseck. hat 4051) Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag bet Brühl'schen Unw.-Druckeret /r Ahr: G-eneralversammlung Vergebung von Bauarbeiten. Zur Herstellung des AmtsgerichtslocalS zu Grünberg sollen nach den von heute an dahier offenliegenden Zeichnungen, Voranschlägen und Bedingungen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Submijsions- weg vergeben werden: auf sofort gesucht von .und kl. Kettchen. ""Äbzu ______________Jul. Buch, Mäusburc. «Belohnung in der Exped. Versteigerungen. Hoftverffeigerung. Mittwoch den 10. und Donnerstag den 11. Juli 1878, von Vormittags 8 Uhr ab, sollen in der Freiherr!, von Rabenauischen Oberförsterei Rabenau, Dlstricte Steinberg 8a, 14a, 15, 17 und Mittelburger- Seiff: tr tt ir tt it ir ii u tf VVMVVV- „ Meistbietenden öffentlich steigert werden. Grasversteigerung. Donnerstag den 4. Juli d. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das diesjährige Heugras von den dem Marienstift Lich zustehenden circa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Oberbessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. Lich, den 29. Juni 1878. 4029)_______________Wtnh e i m. Freitag den 3. Juni l. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Laaerraum des MarcuS Engel dahier 100 Säcke Roggen meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. Juni 1878. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 4024) Lüdeki ng. 9) Spenglerarbeit, 10) Lieferung Verein der nationalen und liberalen Partei. Rcichstagswahl. Nach einer Bekanntmachung der Großherzoglichen Bürgermeisterei liegt die Liste der in Gießen Stimmberechtigten vom 1. bis 8. d. M, Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr' zu Jedermanns Einficht auf dem Bürgermeistereibureau in dem früheren Realschulgebäude an der neuen Anlage offen. Stimmberechtigt ist jeder Deutsche, welcher das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat und zur Zeit in Gießen wohnt. Wir empfehlen unseren Vereinsmitgliedern dringend, fich alsbald persönlich darüber zu vergewissern, ob ihr Name in der Wählerliste steht. Denn zur Stimmabgabe werden nur diejenigen zugelassen, welche in die Wählerliste ausgenommen find. Gießen, den 1. Juli 1878. Schienen u. (Säulen, veransch Mauersteinen, Neichstagswahl. 4058) Zu einer Besprechung über die bevorstehende Reichstagswahl werden die Wähler des Wahlkreises Gießen Grünbera Nidda auf Freitag den 5. d. M., Abends 8 Uhr, in Wenzel’s G-arten eingeladen. Die Zusammenkunft ist Mittwoch im Steinberg Abth. 17 auf der Keflel- bacher Grenzschneiße V28 Uhr Morgens, Donnerstag auf der Neustätte V28 Uhr Morgens. Keffelbach, am 30. Juni 1878. Die Freiherrlich von Rabenauische Oberförsterei Rabenau. 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 2) Steinhauerarbeit, 16) „ „ von Cement, „ Die Eröffnung der schriftlich dahier einzureichenden Offerten Dienstag den 9. Juli l. I., Vormittags 9 Uhr, auf unserem Grünberg, den 29. Juni 1878. Krofilorf-Gleiber^r Krie*t Sonntag den 7. und Montag den 8. Juli c., tz wozu ergebenst einladet Der Vorstand' £ JBet obigem Feste halte ich mich mit guten Speisen und Getränken bestens empfohlen.' Kalilert« Vermischte Anzeigen. 4060) Tüchtige Handlanger gesucht von Aua. Nauheimer Ww. 4034) Ein tüchtiges braves Mädchen Wermiethungen. 4049) Eine Familienwohnung zu ver- milthen.________________Neustadt D. 195. 4048) Eine Familienwohnung tft zu verwiethen und sofort zu beziehen bet _________________ H. Möser I. 4046) Ein Famtlierilogis zu vermiethen bei Jacob Thomas, ______Schiffenberger Weg. 4053) Ein einfach wöbltrtes Zimmer ver- miethet A. Becker Ww^ Afterweg 4054) Ein möblirtes Zimmer zu verwiethen.______________ Asterweg 100. 4052) In nächster Nähe der Stadt, eine Parterre-Wohnung mit verschließbarem Corrtdor, 3—4 Zimmer nebst Zubehör, zum Preise von 350 zu vermietben. Näheres in der Exped. d. Bl. 4059) Der zweite Stock meines Hauses ist zu vermiethen und 1. Oktober beziehbar. PH Ster, Frankfurter - Straße —_________________________Nr. 33 i/10. 3972) Der mittlere Stock in meinem neu Hause, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, 2 Keller und sonstigem Zubehör, zu vermiethen und alsbald zu beziehen. ferner zwei freundliche Mansardenzimmer mit oder ohne Möbel zu vermiethen. Näheres bei Ferd. Werner, Schlossermetster, Lubwigsstraße. >• d. Bl. (4038 3969) Ein schömS LogtS, aus 5—6 Zimmer nebst Zugehör bestehend, ist an eine ruhige Famtlie zu vermiethen und gleich beziehbar.__Gartfeld A. Nr. 1155. 4009) In meinem neu - erbauten Hause in der Kaplansgasse ist eine Wohnung, bestehend aus 4 Ztmwer 2 Kammern Küche rc, zu vermiethen und alsbald zu beziehen. __L. Kauf. 3964) Die obere Etage meines Hauses, 7 Zimmern rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermiethen u. alsbald beziehbar. ______________________Otto Kempff. 3951) Ein Logis, bestehend aus 2 Zimmern mit Zubehör, tft zu vermiethen und Mitte August zu beziehen. ____________ Emil Lotz, Ktrchenplotz. 3916) Versetzungshalber ein kleines freundliches Mansardenlogts zu vermiethen bet Gustav B erg en, Verlängerte Ludwigs! 3879) Der 4. Stock an eine ruhige Familie zu vermiethen. __________________Chr. Schopbach. 3209) Etn Logis von 3 Zimmern, Küche, Speisekammer und sonstigem Zubehör, am 1. Aug. beziehbar, zu vermiethen bei HetnrichSchomber, Neustädter Thor 2179) Eine Familien-Wohitung zu ver w.iethen. Neuenweg 134. Offene dehrlingsstelle. 4000) In einer hiesigen Etgcrren-Fabrtk kann etn mit tuten Schulkenntnisftn versehener junger Mann in die Lehre treten. Wo? saat die Exped. d. Bl. □oooooocioooooq 0 Q 4055) Unfern Guartiergebern, A A sowie den Bewohnern der Stadt X a Gießen sagen wir für die freund- Y Y tiche Aufnahme beim Sängerfeste 0 0 den verbindlichsten Dank. Q 0 Der Gesangv. Grünberg. 0 aooooooiaoooooq 3949) Eine bedeutende Ci- garren • Fabrik in bet Nahe Mannheims sucht zum sofortigen (Eintritt bei gutem Gehalt einen tüchtigen Werkmeister, der die Leitung selbstständig übernehmen kann. Offerten unter Beifügung von Zeugnissen erbeten unter Chiffre JL. E. 999 an bie Exped. d. Bltts. Verloren