ST '/"»» aöejjri zusammen oder ?nhw* wt* sEhrungsberg^ _jMKofer I, ®jtiÄ neu erbauten llfc 5 3immtr helmSchLser. $ -älMlNex ,, LL°ldarL^' ■ parnlrt bei ltheis junior, Iiersweq 10. ' L?ca!, welches sich zMjtevxros eignet, efuchl. Schriftliche in der Exped. d. Bl. Mo. IO«. Freitag, den 3. Mai 1878. Achmer 'Züueiger Allffige- md Amtsblatt fir dm Kreis Gieße«. RedaetionSbureaur G Expeditionsvureaur S rtenstraße B. 165. > ulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher I t) e i l. Gießen, am 27. April 1878. Betreffend: Die Einführung des Turnunterrichts in den Schulen des Landes. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Durch Großherzogliches Ministerium des Innern, Abtheilung für Schulangelegenheiten, ist uns eine Anzahl Exemplare „Anweisung zur Anlage von Turnplätzen und Turnhallen und Herstellung von Turngeräthen von F. Marx, Bensheim, Lehrmittelanstalt 1878" zngesendet worden. Da bezüglich der Anlage der Turnplätze und besonders der Herstellung von Turngeräthen bereits von mehreren Gemeinden Anfragen an uns ergangen sind, theilen wir Ihnen Vorstehendes unter dem Anfügen mit, daß diese Anweisungen, soweit der Vorrath reicht, nnentgeldlich von Ihnen bet uns bezogen werden können. Zugleich empfehlen wir die Anschaffung des Büchleins als Anhang zum „Leitfaden für den Turnunterricht in den Volksschulen von F. Marx". Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Nachdem die Frankfurter Straße, sowie die Schoor von dem Seltersthor nach dem Neustädterthor theilweise gepflastert worden sind und von Setten der Großherzoglichen Baubehörde dte dahier vorgeschriebene Reinigung dieser Straßensi rcken keinem Anstande unterliegt, werden die betreffenden Eigenthümer der an diesen Straßen gelegenen Häuser auf Grund des dahier gültigen Localreglements aufgefordert, von Donnerstag den 9. dieses Monats an außer den Bankets und Rinnen dte Hälfte der gepflasterten Fahrbahn zu den vorgeschriebenen Zeiten, als: Dienstag, Donnerstag und Samstag, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr, bet Metdung der gesetzlichen Strafe in ordnungsmäßiger Weise reinigen zu laffen. Gießen, am 1. Mai 1878. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. i, im Nahm geübt, iftigong bei P. Frank. /es braves Dimst- icht „ Hin/eraebaube. not* | tt monatlich, nach ii, wird nochgtwiesev. tannifchast und Fleiß; nitllliaenten Damen en keine, Anfragen die umgehcnd erledigt rWe: (frprbition 00N G. Mauer ohn bei dem Unter» VOäitiqung. April 1878. ^Tedlüier, welche heres rnbttWB- 'find« WÄ ss® W1 rsisrf*5 'gütitif# Zu den Rihilisten-Krawallen in Rußland. In den Polizristaaten, wo Schergen höheren und niederen Ranges dte Pflege des öffentlichen Wohles anvcrtraut wird, ist man niemals in Verlegenheit gewesen, den Parteien, dte anders dachten, als es der Polizeistaat wollte, übel muzuspielen. Freilich ist dann noch stets eine Zeit gekommen, in welcher die hergebrachte Regierungs-Schablone über den Haufen geworfen und ein besierer Zustand an ihre Stelle gesetzt wurde. Einen solchen Proceß scheint gegenwärtig der Staat, welcher den Orient für die Cultur erschließen will, durchmachen zu müffen. Tie sog. Nihilistenunruhen haben neuerdings in Rußland eine Bedeutung angenommen, welche auf einen unabwendbaren Umsturz des russischen Staatswesens hindeutet. Tie russische Regierungspartei hat alle Neuerer, edle und unedle, Nihilisten getauft, welcher Name ungefähr solche Leute bezeichnen soll, welche für Nichts und wieder Nichts Krawall anstiften. Nachdem nun aber düse Nihilisten, zu denen feltfamer Weife immer das aufblühende Geschlecht der befferen Stände das stärkste Eontingent stellte, einige Jahrzehnte hindurch der Sündenbock für die innere politische Misere Rußlands geweseu sind, hat sich bet Gelegenheit eines der letzten Nihilisteuproceffe zur Evidenz herausgestellt, daß die Mehrzahl der russischen Bevölkerung im Herzen fast ebenso gesinnt ist, als wie die gegen das russische Staatswesen anstürmenden Nihilisten. Vera Saffulitsch, die Rächerin eines ihr unbekannten und in ihren Augen unschuldig mißhandelten Nihilisten wurde trotz eines Mordversuches auf den Petersburger Polizeichrs Trepoff vom Geschworenengerichte sreigefprochen und fast die gesammte Bevölkerung Petersburgs jubelte ihr wegen ihrer Freisprechung zu und betrachtete Vera Saffulitsch als eine Heroine des Volkes. Es ist dies eine unbestreitbare Kundgebung des öffentlichen Gewiffens in Rußland gegen die bestehenden Regierungszustände, eine Kundgebung, welche geäußert wurde durch das Petersburger Geschworenengericht, welches gerade für diesen Fall mehr, als wie es gewöhnlich vorkommt, Geschworene aus allen Ständen, sogar eine Anzahl Gerichtspersonen und adelige Beamte, unter sich zählte. Die öffentliche Meinung hot daher unstreitig den Stab über das bisherige Regie- rungssystem Rußlands, wo Beamtenwillkür mehr vermochte als alle Gesetze des Landes, gebrochen, und der Czar mag rechtzeitig die Reformen von oben herab durchführen, ehe Dolksausstände den schwachen Damm der noch bestehenden Regierungs-Autorität untergraben. Ar ch in Rußland sind die Zeiten vorbei, wo die rohe Gewalt allein dominiren kann, und gerade im russischen Reiche, wo der Staat bisher rücksichtslos jeden Einzelnen niedertrat, der nur die Miene machte, sich gegen ihn aufzulchmn, nützen auch die zahllosen Verbannungen in dte Eisfelder und Bergwerke Sibiriens gegen die angeblichen Nthililrsten nichts, mehr. Kaum hatte sich die Aufregung über die Affaire Saffulitsch, deren Heldin übrigens spurlos, vielleicht durch die Hand der Schergen, verschwunden ist, einigermaßen in Rußland gelegt, so brach in einer ähnlichen Angelegenheit in Moskau ein Tumult aus. Wegen politischer Verdächtigungen auf der Universität zu Kiew relegirte Studenten wurden zwangsweise von der russischen Regierung in ihre Heimath gebracht, welcher Umstand einen Theil der Bevölkerung Moskaus beim Anblick der als Gefangene transporttrten Studenten in eine solche Aufregung brachte, daß ein Tumult entstand, in welchem allein zwölf Studenten tobt auf dem Platze blieben und eine weit größere Anzahl verwundet wurde. Das sind keine gewöhnlichen Nihilisten-Krawalle mehr, das sind förmliche Auflehnungen gegen die Regierung, denen nur die planmäßige Organisation fehlt, um als förmliche Volksaufstände zu gelten. Den Splitter er P h ei l. im Auge der Türkei hat Rußland mit kecker Hand herausgezogen, aber es ha vergesien, den Balken im eigenen Auge zu entfernen. Deutschland. Darmstadt, 30. April. Ter Abg. Hirschhorn hat in Verbindung mit den Abgg. Königen, Möllinger, Theobald, Heinzerling, Martin, Küchler, Keller, Wolfskehl und Welcker in der zweiten Kammer als Initiativantrag folgenden Gesetzesvorschlag eingebracht: Ludwig IV. rc. 1) Artikel 10 der Verfassung ist aufgehoben und wird durch folgende Bestimmung ersetzt: „Ui bewegliches Landeseigenthum darf ohne ständische Zustimmung nicht veräußert, nicht verpfändet, nicht mit dinglichen Gerechtsamen belastet und nicht mit Reallasten beschwert werden." 2) Tiese Bestimmung ist ein Theil der Verfaffungsurkunde. Darmstadt rc. Tie dem Antrag brigegebenen Motive heben zunächst hervor, wie, während die Verfassung in Ansehung des Familieneigenthums eine Reihe von Bestimmungen enthält, dieselbe in Bezug auf Verfügung über Landeseigenthum — Landesdomänen — ohne besondere Vorschriften fei. Tiefe Lücke erkläre sich leicht aus dem Umstand, daß zur Zeit des Erlaffes der Versasiung werthvolle Landesdomäntn ■— mit Ausnahme von Wegen rc. — kaum existirten. Inzwischen habe sich dies aber insbesondere durch die Anordnungen des Landtagsabschieds von 1841, durch den Bau von Staatseisenbahnen und deren Erwerb wesentlich verändert und werde durch die von der Civillistecommission zur Annahme empfohlene Dergleichsberedung, nach welcher die Domänen in den 1866 erworbenen Landestheilen im Falle der Annahme des Vorschlags in das Landes- eigenthum übergehen, sich noch weiterhin beträchtlich ändern. Tiese Lücke der Verfassung müsse deshalb geschlossen werden und als geeigneter Weg hierzu empfehle sich die Beseitigung des Art. 10 der Verfassung und deffen Ersatz durch die vorgeschlagene Bestimmung. Tiefer Art. 10 fei nämlich gleichwie das zu seiner Ergänzung erlasiene Tomanialveräußerungs-Gefetz lediglich auf das nach Art. 6 der Versasiung auszuscheidende Tomäneneindritttheil zu beziehen. Nachdem diese Ausscheidung längst erfolgt und dieses im Landtagsabschied von 1841 ständischerseits anerkannt worden, sei diese Bestimmung des Art. 10 gegenstandslos und folgeweise wegfällig, dies umsomehr, als die Ein- gangsfasiung des Art. 10, weil allgemein von zum Staatsvermögen gehörenden Domänen in ihm die Rede sei, leicht zu der Annahme verleiten könnte, als verordne die Versasiung die Vorlage der Berechnung über den Erlös und dessen Wiederverwendung zum Grundstock auch für alle Landesdomänen, ©(eigneten Ersatz für solche biete die hier vorgefchlagene Bestimmung. Es sei klar, daß, wei n die Versasiung Veräußerungen und Verpfändungen von Familienetgenthum an ständische Einwilligung binde, die ständische Concurrenz bei Landeseigenthum natürlich erst recht eintreten muffe. Es entspreche dies auch dem constitutionellen System im Allgemeinen und der Tendenz unserer Versasiung im Besonderen. Es würde auch nicht recht folgerichtig erscheinen, daß man, während die Substanzveränderungen an Familieneigenthum ständischer Mitwirkung der Regel nach nicht entbehren können, das eigene Landeseigenthum fürderhin noch landständischer Concurrenz entbehren lasten wollte. Jedenfalls seien die Stände veranlaßt, unrer den gegenwärtigen Verhältnissen daraus zu halten, daß dieses Recht eine unzweideutige verfassungsrechtliche Anerkennung finde. ii- Telegraphische Depeschen. Privat-Depesche deS Gießener Anzeigers. London, 2. Mai. Die „Times" schreibt, daß die Verhandlungen zwischen dem Londoner und Petersburger Cabinet über Berlin noch fortgesetzt werden. „Reuters Bureau" meldet aus Bombay, daß die zweite Abthetlung der nach Malta bestimmten Truppen abgesegelt sei. Wagner'- telegr» Eorrespondenz-Bureau» London, 1. Mai. Gestern tagte in Manchester eine von etwa 1500 Delegirten liberaler Vereine Nord-Englands beschickte Conferenz, um gegen die kriegerische Politik der Regierung zu protestiren. Die von der Versammlung angenommenen Resolutionen mißbilligen die Politik des Ministeriums, sowie die D ohungen und kriegerischen Kundgebungen desselben; sie bezeichnen die Entsendung indischer Truppen nach Europa als eine höchst allarmtrende Maßregel. Die Lage des Eonttnents rechtfertige keinen Krieg. Die Regierung Beaconsfields sei das einzige Hinderniß des Friedens. John Bright sprach besonders stark mißbilligend gegen die kriegerische Tendenz der Politik des Ministeriums und erklärte, Beaconsfield sei der einzige Friedensstörer. Seine Politik sei eine den höchsten Interessen Englands feindselige und gefährliche. Die Circular- depesche Salisbury's zeige klar den eigentlichen Zweck der englischen Regierung — die Wiederherstellung der türkischen Herrschaft. Wien, 1. Mai. Das „Fremdenblatt" schreibt, die Flüchtlingsfrage müsse allernächstens entschieden werden, nachdem der für die Flüchtlinge bewilligte Credit zu Ende sei. Die Pforte müsse Garantien bieten, um ihren christlichen Uuterthanen, die in Oesterreich ein Asyl gefunden, eine menschenwürdige Existenz zu sichern. Sonst müßten diese unter dem Schutz der österreichischen Macht zurückgeleitet werden. Dies forderten Oesterreich-Ungarns Interessen, Humanität und Civilisation. Die „Reue Fr. Pr." constattrt, daß nunmehr die russisch-englischen Verhandlungen zwischen den militärischen Vertretern beider Mächte zu führen seien. Berlin, 1. Mai. Die „Prov.-Corresp." meldet, Fürst Bismarck's Krankheit nehme einen günstigen Verlauf und sei zu hoffen, es werde dem Fürsten möglich sein, sich auch noch an den Berathungen des Reichstages zu betheiligen. Berlin, 1. Mai. Der Reichstag berieth heute den Gesetzentwurf betr. die Abwehrmaßregeln gegen die Rinderpest in dritter Lesung. Minister Hofmann legte dar, von welchen Intentionen die Bundesregierungen bei der Vorlage geleitet worden seien, rechtfertigte die strengen Strafbestimmungen und befürwortete die Annahme der ursprünglichen Vorlage, die durch die Beschlüsse der zweiten Lesung in ihren Zwecken wesentlich abgeschwächt worden sei; eventuell bttte er um Annahme der Beseler'schen Amendements, welche auf mehrere Strafverschärfungen abzielen. Günther trat ebenfalls für Wiederherstellung der Regierungsvorlage ein, Windthorst (Meppen) dagegen für die Beschlüsse der zweiten Lesung und Beseler für seine Amendements. Während der Specialdebatte stellte sich bei der Abstimmung über eins von jenen Amendement- heraus, daß nur 197 Mitglieder anwesend und somit das Haus nicht beschlußfähig war, worauf die Sitzung aus morgen vertagt wurde. London, 1. Mai. „Reuters Bureau" meldet aus Rew-Dork von heute: Der Dampfer „Eimbria" liegt noch bet Southwest Harbour; seine Passagiere bilden die regelrechte Bemannung eines Kriegsschiffes, bestehend aus 60Offtcieren und 600 Matrosen der russischen Marine unter Commando des Grafen Greifenberg. Bei Ankunft der „Eimbria" gillg eine lange chiffrirte Depesche an Admiral Lessowski in Petersburg ab. Der Dampfer führt Mundvorrath und Sohlen auf 10 Tage; von Waffen und Munition ist nichts sichtbar, die Officiere erklären, es sei nichts dergleichen an Bord. Die Schiffsmannschaft der „Eimbria" besteht aus HO Personen, sämmtlich deutsche Unterthanen. Die Behörden fanden die Schiffspapiere vollständig in Ordnung. Man glaubt, das Schiff werde bis zur Ankunst der Antwortdepesche aus Petersburg an Ort und Stelle verbleiben. Paris, 1. Mai. Die Feierlichkeit der Eröffnung der Weltausstellung hat programmgemäß stattgefunden. Der Marschall-Präsident, die Minister, Senatoren, Deputirten und das diplomatische Corps vereinigten sich um 2 Uhr im Palais auf dem Trocadero, wo die Aufsichtscommission der Ausstellung und die Präsidenten der auswärtigen Sectionen, unter welchen sich der Prinz von Wales und Prinz Amadeus von Italien befanden, dem Präsidenten der Republik vorgestellt wurden. Die Eröffnung der Ausstellung wurde durch 100 Kanonenschüsse verkündet. Nach der Rede des Handelsministers erklärte der Marschall die Ausstellung für eröffnet unter den enthusiastischen Rufen des Publikums: es lebe die Republik, es lebe Frankreich! Unter dem Geleite eines zahlreichen Gefolges durchschritt der Marschall verschiedene Theile der Ausstellung. UnHesterreich. Wie«, 30. April. Die „Polit. Eorresp." schreibt: Wie versichert wird, hätte Großfürst Nikolaus die Ordre aus St. Petersburg erhalten, den Sultan sofort zum Gefangenen zu machen, sobald das erste Anzeichen sich ergibt, daß nach eventuell erfolgter englischer Kriegserklärung die Absicht auf der Pforte bestehe, für England Partei zu ergreifen. Es ist aber wahrscheinlich, daß, falls Konstantinopel noch vor der Kriegserklärung von den Russen besetzt wird, der Großfürst auch schon dann unter dem Vorwande, für die Sicherheit Sr. Maj. zu sorgen, sich der Person des Sultans versichern wird. Eine Abreise des SultanS nach Brussa oder anderwärts würde von den Russen gewaltsam gehindert werden. Großfürst Nikolaus ist heute wieder nach Konstantinopel gereist, um die Bemühungen fortzusetzen, die Pforte von England zu trennen. Amerika. New-Aork, 30. April. Hiesigen Journalen zufolge kam am Sonntag der Hamburger Dampfer „Eimbria" in Southwestharbour (Maine) an. Derselbe sei von russischen Agenten gemtethet worden, habe in einem finnischen Ostseehafen 600 Personen, meist Finnländer, darunter 63 Cajütenpassagiere, an Bord genommen und am 20. April die Reise um Nordschottland herum anzetreten. Der Capitän habe in Folge der Weisungen eines Cajütenpassagiers den Befehl erhalten, sich nach Southwestharbour zu wenden. Das Schiff habe außer Lebensmittel keine Ladung und warte weitere Ordre ab. Der Capitän kenne weder die Bestimmung des Schiffs, noch die darauf befindlichen Personen. Außer dem Capitän und seinem Ordregeber sei Niemand gelandet; auch sei Niemand an Bord zugelaffen. geachtet des veränderlichen Wetters war die Volksmenge eine ganz enorme- Die Häuser trugen meistentheils Flaggen, alle Nationen zeigten ihre Farbe». Ganz Paris trägt ein festliches Ansehen, der Zufluß von Fremden qt äußerst zahlreich. — Um 1 Uhr begaben sich die Ehrenescorten nach den betreffenden Hotels, um die Präsidenten des Senats und der Deputirtenkammer, den König Franz de Assist von Spanien, die Prinzen von WaleS, Oranten, Dänemark, Amadeus von Italien und Heinrich der N ederlande zur Ausstellung zu geleiten. Nachdem die Fürstlichkeiten auf dem Trocadero angelangt waren, stellte ihnen der Marschall-Präsident die M irisier, das Personal der Ausstellung und verschiedene andere Persönlichkeiten vor. Köniz Franz, der Prinz von Oranten und der Prinz von Dänemark befanden sich zur Rechten des Marschalls, die Prinzen v. Wales, der Niederlande und von Italien zu seiner Lurken. Das großartige Schauspiel vollzog sich in vollkommener Ordnung. Viele französische Städte si id heute zur Feier des Tages beflaggt und werden Abends illuminiren wie Paris. Parks, 1. Mai, Abends. Boulevard-Verkehr. Wegen des Menschengewühls auf den Boulevards kein Geschäft. Wien, 1. Mai. Die „Polrt. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom Heutigen: Lotleben begab sich unmittelbar nach der Abreise des Großfürsten Nikolaus auf die Pforte und hielt dort mit Sadyk, Savfet und Izzet Pascha eine Conferenz, welcher man in diplomatischen Kreisen große Wichtigkeit beimißt. Totleben soll neuerlich die Räumung von Schumla, Varna und Batum urgirt und, falls die Pforte diesem Verlangen unverzüglich nachzebe, den Rückzug der Russen bis an die befestigten Linien von Tschekmedje-Tschataldja-Derkos in Aussicht gestellt Haven. Man glaubt, Totleben beabsichtige im Falle des Ausbruchs des Krieges mit England keine Besetzung Konstantinopels. Sämmtliche diplomatische Missionen thaten bei der Pforte einen gemeinschaftlichen Schritt wegen Beseitigung der durch Anhäufung der Flüchtlinge in der Hauptstadt entstandenen sanitären Uebelstände. Sadyk Pascha versprach Abhülfe. Aus Bukarest von heute berichtet die „Polit. Corresp." : Die rumänische Regierung ließ constatiren, daß sich gegenwärtig 56,000 Russen in Rumänien befinden; weitere bedeutende Nachschübe sind im Anzuge. Die russische Diplomatie setzt ihre Bemühungen fort, die rumänische Regierung zum Abschlüsse einer neuen Convention zu bewegen. Konstantinopel, 1. Mai. Der britische Consul in Trapezunt empfing eine Deputation der Bevölkerung von Batum, welche den Entschluß erklärte, sich dem Einmarsch der Russen in Batum zu widersetzen und britischen Schutz verlangte. Äugsburg, 1. Mai. Der „Allz. Ztz." zufolge ernannte der König von Bayern den Domprobst Streichele in Augsburg zum Erzbischof von München - Freising. London, 1. Mai. „Reuter's Bureau" meldet: Die von General Totleben eingeleiteten Unterhandlungen bezüglich des gleichzeitigen Rückzuges der Russen und Engländer sind bis jetzt resultatlos geblieben. Konstantinopel, 1 Mai. Die britische Flotte verließ zum Zwecke einer U'bunzsfahrt Jsmid, wird in Tuzla vor Anker gehen und in zwei Tagen zurückkehren. Petersburg, 1. Mai. Die „Agence Russe" schreibt: Die Situation ist unverändert. Die Pourparlers zwischen den Mähten dauern fort. Es heißt, Fürst Labanow, früher Botschafter in Konstantinopel, würde an Stelle Jgnatieff's den Botschafterposten in Konstantinopel erhalten und Jzmid Pascha Botschafter in Petersburg werden. — In dem Befinden Gortschakoff'S ist keine Aenderung eingetreten. Vermischtes. Worms, 30. April Für den hiesigen Kreis soll, dem Vorgänge Offenbach- folgend, ein Kretsfeuerwehrtnspector mit einem Iahresgehalt von 300 jl angestcllt werden. — In Mainz wirbelt die Frage: ob eine Abtheilung BerufSfeuerwehr errichtet werben soll, viel Staub auf. Die Sache wird vielfach in dortigen Blättern theilS für, thetls wider besprochen, und ist dieS bet den bedeutenden Kosten, die eine Brrufsfeuer- wehr verursachen wird, sehr natürlich. Für einen unparteiisch Fecnstehenben muh es auffallen, daß die Mainzer Feuerwehr seit 1876, also seit der Zett, in welcher st- dieselbe nach dem Prinzip der wirklichen Freiwilligkeit organisirte, bet jedem Brand und sonstiger Gelegenheit einer scharfen, wir möchten fast foien, gehässigen Kritik unterzogen wird. Wie es den Anschein hat, stammt auch da-Projekt einer Berufsfeuerwehr von Leuten her, die aus Gründen, welche mau in Feuerwehrkreisen nur zu gut kennt, dem Mainzer Corps etwas am Zeuge flicken möchten. Hoffentlich w'rd der Beschluß der Stadtverordneten die Sache ein für alle Mal beseitigen, da sonst höchst unerquickliche Zustände geschaffen werden könnten, wofür andere Städte schlagende Bestpiele liefern. — Der «Mainz. Anz." berichtet: Die Entwicklung der Vegetation ist eine so üppige wie noch selten. Man klagt, daß das Korn so rasch wächst, daß e- auf einzelnen Feldern bereits dantederliegt. Es zeigen sich bereits Aehren- Kohl, Futterkcäuter stehen vorzüglich und die Blüthe der Obstbäume nimmt ruhig und günstig ihren Verlauf- — Ja Carlsbad hat eine Idylle im Dachstübchen traurig geendigt. Er, ein Tapezier-Gehülfe, wohnte im Dachstübchen eines hohen Hauses, und Sie, im Drch- stitbchen des Nachbarhauses. Sie waren nicht Philemon und Baucis, sondern er stieg Nachts wie Kater Murr über das D ach zu Ihr und sie sp innen Seide und Pläne, bi- Er neulich Morgens auf dem Rückweg auZglitt; denn es hatte geregnet. Zerschellt und tobt wurde er von dem Pflaster aufgehoben und alles war aus. — Handel und Verkehr. Gießen, 2. Mai. Bet dem am 30. April stattqehabten Viehmarkte waren aufgetrieben 1333 Stück Rindvieh und 1602 Schweine; nächst:r Markl am 14. und 15 Mai, am letzteren Tage auch Krämermarkt. Frankfurt, 1. Mai. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität per Gentner JL 2—3.40, Stroh per Eentr. JL 2 — bis 2.40, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 1.10, 2. Qual. .M. 1, im Detail 1. Qual. JL 1.15—20, 2. Qual. 1.10, Eier das Hundert JL 4.80-6. Kartoffeln Jt 7.— per 100 Kilo. Fletschpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 A, «u^ u. Rindfleisch 55-64 Kalbfleisch 60-70 H, Hammelfleisch 50-63 Schweinefleisch 70-75 H. Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 28-33 JL, ganze Erbsen 24-28^. Bohnen 25-28 jl, Linsen 28-36 jl, Spargeln per Pfund 50-60 H Bedeutende Quantitäten wurden ausgeführt. Limburg, 1. Mai. fFruchtbericht.) Rother Westen X 21.--, Weißer Weizen ™ 7' 50rn x 14-15' Gerste JL 12.50, Hafer JL 7.70. (Durchschnitts-Preis pro Malter.)______ Niederste. Mittlere . -3,4 o R. 4-7,06 , 4-6,69 „ 4-17,8 1,02 Par. Zoll Mittel früherer Jahre............ Höchste ................ Niederschlag an 10 Tagen..........* ün Mittel früherer Jahre an 12 Tagen ... 1,50 „ ~ Die Begetations-Entwickelung war am Schluffe deS Monats im Vergleiche zum mittleren verhalten zu dieser Zeit um 6 Tage verfrüht. Temperatur in Gießen. April 1878: 2752) > »m * X1 JÄ- »ff KL W ist gestattet * Datmf1 Binnenverkehre theiimiser Ech Taris in Kraft 1) die P station Ausna und £ aller 5 2) können Zügen 3) komme Mülhe essen, । Düssel Dortn und 5 W jenen Preis Wer, 'M M Köln, Berlin-Lob Strecke Noi w Lik Anliesrrun 100 m Lhonröhr, 300 m v iur EniwässeruNj und Kinzenbach, lichen Lubmissioi Hierzu ist Termin Montag d , Sonri »oW blt bill ien in Gearnwai tenten eröffnet n Bedingungen li können D-r Abthe ?75°) Bi, bten S» ‘i. & Mid »«Ast ’S «in Ersuche Wi Ma Die von General tigen Rückzuges der »erließ zu« Zwecke inö in Mi Tagen >t: Die Situation dauern (ort. A würde an Stelle und Jzmd W iüIH* ®telne Vorgänge Off-nbM )rt 3M angestellt ifSfeuemeJt «rfjtet i Blättern thei S für, bte eine iernütb!««» «»£ , in wtW« H iid-« 8rml unb Wl-n Wilf «"•«; ;w8«»w*ixl M-rrN * ftg Stert M Hibben Sn! 7 bi' k?e ^i»zen S^^roßarlige 77". s* wii " bci »n^anHnoprf »om b'ä ©roßförften ’ 3ll« PM, ' Wchügleit 6(i= Kna und Batum WH den Rückma ^taldja-Derkos in m Hüe« te P^- Simmtli^e ich Men S^itt er Hauptstadt ent/ »hülfe. -' Die rulnänifche >Ifen In Äaminien >e russische Diplo. ig zm Abschlüße Trapezunt empfing Entschluß erklärte, d britischen Schutz mannte der König m Erzbischos von u __3,< ' 1,7,06 * ' Te,69 , : tK k«* ' 1.5’ dlJi >«" Tte«b1 0-60 Hol^versteigkrung. Mittwoch den 8. Mai, sollen im Gememdewald zu Gonterskirchen nachstehende Holzsortimente versteigert werden: Brennholz: 70 Rmtr. Scheitholz, 86 „ Ast- u. Stamm-Prügol, 212 „ Reiser, 43 „ Stock. Bau- u. Werkholz: 67 Eichen-Stämme, zu Bau- und Werkholz geeignet, von 15—45 Cmtr. Durchmesser und 4—15 Mtr. Länge, 73 Stück Hainbuchen von 17—45 Cmtr. Durchmesser und 4—13 Mtr. Länge. Das Holz sitzt in der Nähe des Orts. Anfang um 9 Uhr vor der Belle, Zusammenkunft im Orte. Gonterskirchen, den 26. April 1878. Großh. Bürgermeisterei Gonterskirchen. 2649) Lind. JeUgeöotenes. 2745) Die GraSernte in meinem Garten, bin ich willens zu verkaufen. Liebhaber hierfür wollen sich an mih wenden. Ehr. Lony, Bierbrauerei. e r Wellen. t u e 2712) A. Br amm. 1) 2) bis 3) Versteigerungen. 4) den 5) 6) 136 35—54 Cmtr. 28 7) von 15—30 61 12 150 231 Goldfische u Wilh. Balser. einaetroffen. // 2574) Zwei Waschkomoocu und Nacht- wird die Hofraithe und das Feldgut des in Concurs verfallenen Georg tisch °^Marm^ Hermann von Crumbach, taxirt zu Frisch gebrannten 2031 ufc, aus dem Gemeindehaus zu . Crumbach einer öffentlichen Versteige- rNN^chMklhtNbeN Jävll-MäM Der Marktstrahe 0. 23. 2751) Köhler. diit Elle vyn JL L40_m. 2483) B. Bau-, Werk- und Nutzholz. 224 Etchenstämme mit 62,64 Festmeter, n ff N 150 1630 610 tf tr if ft 4 47,2 28,6 1.2 Elchenstämme von Durchmeffer, Buchenstämme von Durchmesser, Hainbuchenstämme m m 3,3 37,2 19,5 2 35 25 67 20 190 200 76 30 35 DieZusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, am 30. April 1878. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. Bärmann, Hotel Einhorn. am Heuweg. Langsdorf, den 1. Mai 1878. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Gras-Bersteigerung. Die diesjährigen Grasnutzungen an den Gräben und Böschungen nachbenannter Straßen sollen in den dabei bemerkten Terminen an Ort und Stelle meistbietend ver- Wetzlar Mittwoch den 8. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr, in der Nähe der Veterinäranstalt, auf der Straße von Lang-Göns Butzbach Donnerstag den 9. Mai, kirchen Samstag den 11. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr, in der Nähe des Schützenhofs, auf der Straße von Lich gegen von vorzüglicher Qualität per Pfund JL 1,80 und JL 1,60 empfiehlt (2583 Robert Stuhl* Oeffentliche Aufforderung. 2750) Bei einem am 17. März d. I. in Lich verübten Diebstahle wurde von dem Thäter zum Oeffnen eines Schlosses ein nicht zu deffen regelmäßiger Eröffnung dienender, fremder, zum Zwecke der That mitgebrachter Schlüssel, gewöhnlicher Schrankschlüffel s. g. Fa- brikschüffel von etwa 2 Zoll Länge als Werkzeug benutzt. Da der der That selbst bereits geständige Thäter, der Knecht Ernst Nuppel aus Alsfeld, seither in Diensten bei dem Metzger Karl Vogt IV. in Lich, über die Herkunft dieses Schlüssels die Auskunft verweigert und die Ver- muthung nahe liegt, daß der Genannte durch eine strafbare Handlung in den Besitz des Schlüssels gekommen ist, so ergeht hiermit an alle diejenigen, welche etwa über den fraglichen Punkt Auskunft geben zu können vermeinen, weil ihnen ein derartiger Schlüssel vor einiger Zeit abhanden gekommen ist, das dringende Ersuchen, solches bei dem unterzeichneten Gerichte, woselbst der oben beschriebene Schlüffel aufbewahrt wird, anzuzeigen. Lich, den 26. April 1878. Großherzogl. Landgericht Lich. Weyer. Anfang Morgens 8 Uhr, jenseits Lang-Göns bei Abtheilungs- nummer 45. auf der Straße von Gießen über Reis- „ Prügel, Reiser, Buchen-Stock, Nadel-Prügel, Nadel-Reiser, Stockholz, Eichen-Prügel, Eichen-Reiser. MUige Bauplätze, verschiedener Größe, zwischen dem obersten und- untersten Riegelpfad, in der Nähe der Villa Wolff gelegen, zu verkaufen. (2639 i Fr. Kreuder. bürg Montag den 6. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr, in der Nähe des „Pfau", auf der Straße von Gießen bis Lang- Göns und von Klein-Linden gegen R a Buchen 10 Eichen 13 Nadel 3,2 Aspen 4 Hessenbrücker-Hammer Montag den 12. Mai, Anfang Morgens 9 Uhr, in der Nähe des Friedhofs zu Lich. auf der Straße von Gießen über Lich gegen Langsdorf Dienstag den 14. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr, in der Nähe des Gießener Friedhofs. Cmtr. Durchmeffer, Lindenstämme von 18—30 Cmtr. Durchmeffer, Fichtenstämme von 15—33 Cmtr. Durchmeffer und 12—18 Meter Länge, Fichtenstangen von 5—14 Cmtr. Durchmeffer. Freitag den 10. Mai, Rmtr. Buchen-Scheit, pachtet werden und zwar: auf der Straße von Gießen gegen Mar- Holzversteigerung. Mittwoch den 8. und Freitag den 10. Mai d. I., sollen in dem Gememdewald zu Langsdorf nachstehendes Bau-, Werk- und Brennholz versteigert werden: Mittwoch den 8. Mai, 14—48 Cmtr. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 6. Mai 1878, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, Forstwartei Fernewald, in den Dtstricten Bannwald, Strangswiese und Bruderwinter nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Ae Brennholz. Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Köln Mindener Eisenbahn - Gesellschaft. 1642) Am 1. Mat d. I. tritt für die Beförderung von Personen im Binnenverkehre der unter unserer Verwaltung stehenden Bahnen ein neuer, mit theilweiser Erhöhung und theilweiser Ermäßigung der Fahrpreise verbundener Tarif in Kraft. Vom bezeichneten Tage ab sind 1) die Personenzugbillete für die einmalige Reise von Schnellzugstationen nach Schnellzugstationen auf der Strecke Köln-Hamm, mit Ausnahme der Personenzugbillete für die Reise von und nach Köln und Düsseldorf nach und von Hamm, auch zu den Schnellzügen aller Art gültig; 2) können die Retourbillett mit zweitägiger Gültigkeitsdauer zu allen Zügen, mit Ausnahme der Expreßzüge, benutzt werden; 3) kommen auf der Strecke Deutz-Dortmund von und nach Deutz und Mülheim, nach und von Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Altenessen, Essen, Gelsenkirchen, Schalke und Dortmund; von und nach Düsseldorf nach und von Altenessen, Essen, Gelsenkirchen, Schalke und Dortmund; von und nach Duisburg, nach und von Gelsenkirchen und Dortmund; von und nach Oberhausen, Alteneffen, Essen und Gelsenkirchen, nach und von Dortmund Tagesbillete HL Wagenklasse zur Ausgabe, welche für die Hin- und Rückreise in den Personenzügen und nur für den Tag der Ausgabe gültig sind. Der Preis der Tageebillete stellt sich fast durchgehends nur unbedeutend höher, als der doppelte,Preis für die IV. Wagenklasse. Al les Nähere ist vom 1. April er. ab aus unseren Stationen zu erfahren. Köln, den 16. März 1878. Die Direktion. Bekanntmachung. 2752) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr 'Louis Petri II. zu Gießen unterm heutigen Tage mit dem Eisenerzbergwerke „Langsdorf" in der Gemarkung Langsdorf, — Kreises Gießen — mit einem Felde von 609938 Quadratmetern beliehen worden ist- Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müssen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerks-Eigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsrisses beider Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 2 April 1878. Großherzogliche Ober-Korst- u. Domänen-Direction, Berg-Abtheilung. Bose. vdt. Tecklenburg. auf der Straße von Lich bis Hof-Gill Donnerstag den 16. Mat, Anfang Morgens 9 Uhr, in der Nähe des Elsenbahn-Viaduets. Die refp. Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerungen Derlin-Coblenzer Eisenbahn, Strecke Nordhausen-Wetzlar, Abtheilung I. Die Anlieferung von 100 m Thonröhren von 0,20 m lichter Weite, 300 m „ „ 0,10 „ „ it zur Entwässerung von Bahnhose Lollar und Kinzenbach, soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Hierzu ist Termin auf Montag den 6. Mat 1878, Vormittags 11 Uhr, im diess. Abthetlungsbureau anberaumt, woselbst die bis dahin eingegangenen Osser ten in Geaenwart von erschienenen Sudmi tenten eröffnet werden. Bedingungen liegen im Abthetlungsbureau aus und können auch gegen Erstattung der Copialien bezogen werden. [H. 62023.] Wetzl ar,'den 25. April 1878. Der AbtheilnngSbanmeister r Kluge.(2650 ..................... 3W Für Konfirmanden * empfehle eine reiche Auswahl in 2 Ellen breiten rein wolleneu 9 Anfang ist Vormittags 9 Uhr, am ersten Tage unweit des Nordsterns, am zweiten Tag an der Ltcher Grenze 165 Nadelstämme „ 73,31 38 Birkenstämme „ 8,73 169 Nadelstangen „ 16,30 im Interesse ihrer Gemeinde besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 29. April 1878. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: M. Wahl, 2668) Großh. Kreisbauaufseher._________ Bekanntmachung. Samstag den 1. Juni d. I., Mittags 1 Uhr, rung ausgesetzt. Crumbach, den 26. April 1878. Der Bürgermeister: 2743) Wagner. Die Grasernte aus meinem Garten ist zu verkaufen. Fr. Ohr. Pietsch. 2753) Kartoffeln und Stroh verkauft ___________________Fr. Lampus. 2757) Empfehle meine Fenster-Jalousien neuester Construction incl. Anschlag- lange Garantte, beste Ausführung, Muster zur Ansicht stets angeschlagen. Achtungsvoll ___________Chr. Horeyseck. la. weiße Kernseife, la. Harzkernfeife (gelb), weiße Schmierseife, gelbe „ Fettlaugenmehl, Waschpulver, Patent-Stärke, Feinstes Kugelblau empfiehlt (2582 Robert Stuhl, Marktstr, v. 23. 2758) Circa 3000 Stück Ofenbrandsteine aus der Fabrik vonWießner dahier sind billig abzugeben. Georg Emil Möhl. Fliegen-Schränke, sowie Drahtgewebe und Drahtgeflechte empfiehlt (2598 ____Jf, Weissbücher. 2739) Schöne frühe und späte Setz- kartoffel zu verkaufen bei Carl Schwan, Seltersweg Lit- C- 78. 2584) Mein LAGER in bäum wollenen Strickgarnen, als: Reifbaumwolle in ganz neuen Dessins und großer Auswahl, Estramadura (Hauschild), Vigonia bringe in empfehlende Erinnerung. Robert Stuhl, Marktstraße D. 23. Flössholz Bon bauamtltch attestirter vorzüglicher Beschaffenheit verkauft zu billigen Preisen 2058)____________________die Fürstliche Oberförsterei Lich. Kön ifjs-Keis-S larke* unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt 2193)EmüJTischbach. Die geräusch- und gefahrlose Gaskraftmaschine Otto’s neuer Motor, i4ii) Patent der Gasmotorenfabrik Deutz, Pr ämiirt mit den ersten Medaillen Pr ämiirt mit den höchsten Ehrenpreisen Flügel, Plante Tafelklaviere aus den renommirten Fabriken von Steinweg, Schwechten, Biese, Blüthner, Kaps, Neumeyer, Ibach, Schiedmayer & Söhne, Lipp & Sohn, Dörner, Quandt, Lockingen, Homuth, Strobel & Co., Schönleber, Keppler & Co., halte ich stets in einer Auswahl von 25 bis 30 Exemplaren auf Lager und verkaufe solche zu den Original -Fabrikpreisen und unter mehrjähriger Garant 5e. Preise: 500 bis 1500 Mark. Beim Ankauf neuer Instrumente nehme ich gebrauchte zu den höchstmöglichen Preisen an. Leichte Zahlungsweise. Ausserdem habe stets vorräthig : Gespielte Pianos aller Gattungen zu den billigsten Preisen (50 bis 400 eX), sowie neue und gebrauchte Harm on i um s» Leihanstalt für Pianos und Harmoniums. 206) be, jKudotj^h’s Wtce.9 Musikalien- u. Instrumenten-Handlung in GIESSEN. ...............4. ।hl wird in den Grössen von 1, 2, 4, 6, 8 und mehr Pferdekraft gebaut und ist in vielen Städten auch unserer Gegend bereits in grosser Zahl im Betrieb. Alle Anfragen werden von unterzeichnetem alleinigen Vertreter für Hessen u. s. w. erledigt, welcher gerne jede Auskunft ertheilt. Darmstadt, Chr. Friedr. Hau, Bessunger-Carlsstrasse 29. Maschinen-Ingenieur. Martin Scheel am Marktplatz hält sein reiches Lager in Tuchen und ßuehshtns, sowie alle Arten Damen - Kleiderstoffe, Cattun re., bei billigst gestellten Preisen bestens empfohlen. (2489 Tuch und Buckskins für die jetzige Saison in allen Qualitäten empfiehlt unter billigster Bedienung (1916 T aderig Tang, arktstrasse 25. NB. Aeltere Muster und Reste unter dem Preise. ßeschttsts-llernndernng. 2707) Dem geehrten Publikum diene hiermit zur Nachricht, dast ich von jetzt ab keine Rinder mehr, sondern stets erste Qualität fette und schwere Ochseii schlachte. Reelle und pünktliche Bedienung wird den geebr ten Kunden zuqesicliert. Achtungsvoll PH. Malkomefius, Metzger. ________________ Mäusburg. Asiatische und G riech. Weine in 11 Sorten empfiehlt als gänzlich rein und ächt, die Orig.-Flasche ä 3/4 Liter 1,50—2 JL 918) das Allein-Depot von Dr. Hempel, Hirschapotheke, in Giessen. -»-> Concordia. Samstag den 4. Mai, Abends 8>/2 XJhr: Feier des 13 Stiftungsfestes im Vereinslocale (untere Räumlichkeiten). Freunde können eingeführt werden.Der Vorstand. Aermiethungen. 2741) Möblirtes Mansardenzimmer mit Cabinet zu oermiethen. Gartfeld 1183/,g. 2744) Ein kl. Familienlogis, sowie ein gut möblirtes Zimmer sind zu oermiethen bei_________________________C. Rahn. 2746) Ein freundliche« möblirtes Zimmer mit Cabinet zu oermiethen. __________________Wolkenoosie L't. C. 88. 2748) Möblirt's Zimmer zu oermiethen ______Frau Th. Rüti, Neuenweg 117. 2747) Die Parterre - Wohnung meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör ist per 1. August zu oermiethen. _________________Louis Scheid. 2754) Zwei kleine Logis zu oermiethen und gleich zu beziehen bei ___G a. Unverzaat, KoplanSgasse. 2756) Ein möblirtes Zimmer mit (Sabb net zu vermietben. W. Ferber, Lindenpl. 2755) Ein schön möblirtes Zlmmer zu oermiethen. Koplansgasse Lit. C. 233, II. Stock. 2759) Im brtttm Stock des „Hessischen Hofes", 1—2 möblirte Zimmer zu vcrmie- then. Wenn gewünscht, auch Kost, oder ganze Pension.__ 2760) Eine kleine Wohnung Im Neben Hause, Neuenbäuen Lit. B. 80 zu oermiethen. 2766) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei H. Hochstatter Wittwe. 2767) Ein Famtlienlogis, gleich bezieh- bar, zu oermiethen. Ltndenplatz A. 29. 2764) DasseithervonFrauLotzbewohnte Logis, 2ter Stock ist zu oermiethen, und den 1. August, auch früher zu beziehen. W. Krämer, Reichensand-Bahnbofstraße Eine schön möblirte Stube nebst Cabinet, in einem vor der Stadt inmitten eines Gartens gelegenen Hause, zu oermiethen und sogleich zu beziehen. Wo? sagt die Erped. d. Bltts._____________________ 2542) Der zweite Stock meines Vorderhauses, Reichensand C. 121, bestehend aus 5 geräumigen Zimmern, 2 Kammern und ollem Zubehör, ist, auf Wunsch auch mit Gartenantheil, zu oermiethen und Anfangs August zu beziehen. F. W. v. Gehren. 2390) Möblirt. Zimmer mit Cabinet zu oermiethen. Bei der Exped. zu erfragen. 2597) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen bet C. W. Dietz am Markt. 2594) Mansarde, an eine ruhige Familie vom 1. Juli an, billigst zu vermie- tben._____________Näheres Anlage C. 25. 2620) In der Wilheln straße ist ein Parterre-Logis von 5 Zimmern ui oermiethen und 1. Juli zu beziehen. Näheres bei ______________________I. Blitz. 2625) Ein LogiS zu oermiethen, beziehbar 1. Juni._________________Flüoelsaasse 94. Ein Familienloais von 3 Zimmern nebst Rüche und sonstigem Zugehör in der Nähe vom Marktplatz per 1. Juli oder auch früher zu ver- miethen; wo? sagt die Crp. d. Bltts.______________________ 2257) Ein FarniltenlogiS und ein Man sardenzimmer zu oermiethen und den 15. Mai beziehbar.____________F. Felsi n g. 2537) Ein gerades möblirtes Mansardenzimmer mit Cabinet zu vermiethrn bei _____________Oeconom Wagner. 2662) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet auf sofort zu vermietben. _____________________Alicenftraße E. 104. 2667) Das bisher von Herrn Em i l Möhl bewohnte Logis (früher Möhl's Garten) bestehend aus 7 Zimmer ist auf den 16 Juli zu oermiethen. _______________Koch. Bauunternehmer. LogiS und Kost für einen Schüler in einem freundlichen Hause in der Nähe der Realschule^ Näh. Gartenstr 163. 2736) Ein möblirte- Zimmer zu ver- mietben. Grünberaerstrahe B- 149. 2728) Ein flut möblirtes Zimmer zu oermiethen, auch findet ein Schüler, welcher eine hiesige Lehranstalt besucht, Pension. ________________Näheres i. b- Expedition. 2648, 1 schön möblirtes Zimmer zu oermiethen im »Cafe Klein." 2696) Ein schon möbliueS Parterrezimmer bei Karl Kaspar, B- 166. Grünberierstr. 2710) Cin möblirtes Zimmer ist an einen Schüler zu ver» miethen. Grünbgstr. No. 149. 2716) Die Partrrie-Wohnung meines vauies bestehend aus 4—5 Zimmern nebst allem Zubehör ist per 15. Juli zu vermie- tben.___Arnold Müller. 2718) Ein möbln tcö Zimmer zu ver- miethen.Kirchenplatz 1LJ3. 2614) Der 3. Stock meines Hauseö — 5 geräumige Zimmer mit Zugehör — per 1. August zu oermiethen. __________Dr. Dornseiff. 2685) Möblirte Mansardenzirnmer mit Cabinet zu oermiethen. __________Frankfurter Straße E. No. 4. 2676) Ein neu bergerichteteS Logis, be- stehend aus 6 P'öcen, verschließbarem Corridor und sorstigen häuslichen Bequemlichkeiten, sowie Mitbenutzung des Gartens, und ein möblirtes Parterre-Zimmer zu ver- wiethen bei ________________F. I u tz i. 2431) Ein gut möblirleS Zimmer nach vorn und ein unmöblirtes Zimmer vermie- thet per 1. Mai Rud. Göbel, Neuen-Bäuen 99,5. 2765) Der Laden nebst Wohnung und einem Theil derMansarde sind zu oermiethen. Chr. Zimmer, Reichensandbahnhofsstr- 2179) Eine Famtlien-Wohnung zu ver- miethen. Neuenweg 134. vermischte Anzeigen. 2763) Ein Schüler, welcher eine hiesige Lehranstalt besuchen will, findet freundliche Aufnahme bei Frau Assessor Zimmermann, im Hause des Herrn Bautechniker Huhn, Reue Anlage.______________ 2761) Eine geübte Friteuse wünscht sich noch einige Kundschaft; Näheres SelterS- weg 179 im Hinterbsuie. Nockschneider finden dauernde Beschäftigung. (2742 ___Hermann G e r i ck e. 2749) Ein ordentliches Dienstmädchen wird gesucht. Näheres im Hause des Herrn Jul. Roth im Gartfeld.____________ 2645) Ein mit der Gigarren und Tabaksbranche vertrauter Reisender, tüchtiger Verkäufer, wünscht seine Stellung zu verändern. Derselbe vertritt gegenwärtig eines der ersten Häuser SüddeutschlandS und ist mit der bayer. Kundschaft seit Jahren cenau bekannt. — Gest Offerten sah Chiffre B. 8. 99. bef. die Centr Ann Erped. o. G. L. Daube fX Co, Nürnberg. 2170) Ein bt« zwei Schüler welche die hiesigen Lehranstalten besuchen, werden in Pension gewünscht.________B 32. Markt. 40—50 Steinhauer finden gegen guten Lohn btt dem Unterzeichneten dauernde Beschäftigung. Londorf, am 26. April 1878. 2608) ____________ L. Fuhr II. Herren- und Damenstrohhüte werden zum Waschen, Färben und Fagonirm angenommen. Muster vorräthig. 2207) Ijouie Gail. 2686) Ein Knabe, der eine hiesige Lehranstalt besuchen will, kann Kost und LogiS erhalten bei__Dr. Weber. Strohhüte werden gewaschen und garnirt bei A. Schultheis junior, 272t) ________Seltersweg 10. 2729) Ein Mädchen, tm Nähen Qtübt, findet dauernde Beschäftigung bei P. Frank. Geld-Cours. Rm. Pf 20 Francs-Stücke • . . 16 22—26 do. in 1: . 16 22—26 Englische Souvereigns Russische Imperiales . . 20 32—37 16 66—71 holländische fl. 10-Stücke 16 65 Ducaten......• 9 50—55 Dollars in Gold . . . 4 18-21 Verantwortliche Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießer.