1878. ich. 11 und Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». RedactionSbureaur Gartenstraße v. 165. «xpeditionSbureaur Schulstraße 8. 18. Preis vierteljährlich 2 Marl 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. ttftmmlunp M L August, ir, i rotrbtr. ing: t bic THSt'gkrlt ' n dte Bttuhung ‘tzlar. ier Skslhichle. August: : Unzenberg. n '1 U^r 41 6tn dortrag. HÜ^usg, ~ Gießen, am 30. Juli 1878. Di, »« .aMJl*”»**“*" Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherröalichen Bürgermeestereeen. ?.£' i?ÄÄ S SÄÄtÄ ä SÄw* “«■ y 1 vr. Boekmann. —— Itoßn «IH, Freitag, den 2. August Hrchener Wyerger AnM- uib Amtsblatt fit teil Kreis Gießt«._______________ idervtrsawmlune uverbandis. I. Vorstand. nn Lage, etwa . ilion der Main- egende ca. 3000 mit bedeutendem ande, durch die : ußbett mit guter ■ inti dazu ge- i 30 Morgen um- it vorzüglichem ! Berge, \W - liederwald, beide ldend, soll ous Zepternber d. I. i achtet werden, i stch zu wenden berg, W'- t -Fässer ihof hier, bezahlt L. Km*«1* i« Mainz. — w hba irten Poblüuin j Annoncen in ns empfohlen. ! Annoncen be- e -wie aucb ; uskunft bereit' I turS' ücke ilheir Sutern.'■ „Höri auf 2 Zdeulschland. 2 4 Stimmen. // Berlin, 29. Juli. Die „Kreuz-Ztg." ist des Sieges ihrer Partei bei den bevorstehenden Wahlen bereits so gewiß, daß sie etwas voreilig schon jetzt diejenigen Maßnahmen „der friedlichen Reaction" ausplaudert, die man in ihrem Lager im Schilde führt. Eine der interesiantesten darunter ist die beabsichtigte Wiedereinführung des Taufzwanges. Dadurch alfo memt man den Elnfluß des Christenthums in unserem Volksleben wieder Herstellen zu können, daß man die Potr- zeigewalt anruft, um die Eltern wider ihren Willen zur Taufe ihrer Kinder zu nöthigen! Das ist die „kirchliche Selbständigkeit", die irr den Kreisen der „Kreuz-Zeitungs"-Partei angestrebt wird. Es liegt dieser Forderung eine Auf- fasiung von der Kindertaufe zu Grunde, gegen die wir vom Standpunkte der evangelischen Kirche die entschiedenste Verwahrung etnlegen muffen. Wenn es der Kirche nicht gelingt, mit den eigenen ihr zu Gebote stehenden Mttteln und - Kräften und mit den geistlichen Waffen des evangelischen Zeugmffes ihre Gl'.e-1 n?afyl E^erNch Wiedergewählt Schröder (nat.-lib.) mit großer Majorität. Worms. Görz (nat.-lib.) 7499, v. Biegeleben (ultram.) 2855, Dres- bach (Soc.) 415 St. »gg»» Wahlergebniffe. Harbach. Wurde v. Rabenau einstimmig gewählt. Obbornhofen. Sämmtltche 77 abgegebene Stimmen fielen v. Rabenau. Londorf, v. Rabenau 104 St., Zimmer 7 St. Keffelbach. v. Rabenau 63 St., Zimmer 1 St. Odenhausen, v. Rabenau 38 St., Zimmer 6 St. . Geilshausen, v. Rabenau 23 St., Zimmer 17 St. Weitershein. v. Rabenau 68 St. Nüddingshausen. v. Rabenau 82 St. Allertshausen, v. Rabenau 26 St., Zimmer 3 St. Climbach, v. Rabenau 14 St., Zimmer 5 St. Staufenberg, v. Rabenau 89 St., Liebknecht 1 St. Lollar, v. Rabenau 87 St., Zimmer 2 St., Liebknecht 3 St. erhofften ^G Nachdem unterm 2. v. Mts. eine Ehrenzulage für die Inhaber des Eisernen Kreuzes feftgeflellt worden ist, sollen diejenrgen Inhaber dieses Krtegsordens von 1870/71, welche hiernach Anspruch au d e erwähnte Ehrenzulage haben, nunmehr öffentlich aufgefordert werden, sich ungesäumt unter Vorlegung der bezüglichen Besitzzeugnisse ber dem zu melden, um die Ausfertigung ves zur Erhebung der Zulage nöthigen Zeugnisses des betr. Generalkommandos herbeizuführen. Berlin, 30. Juli. Für den heutigen Tag der Wahl sind sowohl Seitens des königlichen Polizei-Präsidiums, als auch der Militärbehörden umfangreiche Maßnahmen getroffen worden, einem sogenannten und wie verlautet vorbereiteten „Putsch" von Soctaldemokraten sofort entschieden entgegenzutreten. Dies gilt namentlich vom 4. und 6. Wahlkreise. Infanterie und Kavallerie bleibt abtheilungswetse in den Kasernen consigntrt, um erforderlichen Falls gleich eingreifen zu können. Hoffentlich sind diese Vorbereitungen vergeblich getroffen der zur Taufe ihrer Kinder anzuhalten, dann wird eine äußerlich erzwungene Kindertaufe nur dazu dienen, die Zahl der Nomenchristen zu vermehren, e dem christlichen Leben innerlich völlig entfremdet sind. Oder sind nicht die nach Tausenden zählenden Anhänger der Socialdemokratie sammt und sonders getaufte Christen? Wird man es dadurch verhindern können, daß in „unserer Mitte ein Heidengeschlecht heranwächst", wenn man die Kind erlaufe, die em Be- kenntniß und eine Verpflichtung der Eltern zur christlichen Erziehung ihrer Km- der sein soll, zu einer äußerlich erzwungenen Ceremonie erniedrigt Berlin, 30. Juli. Bezüglich des auf Wunsch des Kaisers in Babelsberg erfolgten vorgestrigen Empfanges der Minister und des Presidenten des evangelischen Oberklrchenraths wird der „Nordd. Allg. Zig- bestätigt, daß der Kaiser sich sehr herzlich und ergreifend gegen die-Mmtster ausgesprochen hat, sowohl bezüglich der traurigen Veranlassung seines Leidens, wie bezüglich der zu — Der Meuchelmörder Hödel liegt noch immer in seiner alten> Gefang- nißzelle auf Station 7 der Stadtvogtei. Auch wird er noch ärztlich behandelt, da sein von einem unsittlichen Lebenswandel herrührendes Leiden, an welchem er seit seiner Einlieferung behandelt wird, noch nicht ganz gehoben ist. M erhält Lazarethkost erster Form und beschäftigt sich eifrigst mit Lesen , da er an den Händen gefesselt und in Folge deffen von körperlicher Arbei-verschont ist. Das körperliche Befinden des Meuchelmörders Nobtltng bessert sich merklich. Zu einer Vernehmung deffelben wird man jedoch vor der Hand nicht wieder schreiten. Am Sonntag wurde Nobtltng wiederum in die Kirche der Stadt- Nuttershausen. v. Rabenau 29 St. Mainzlar. v. Rabenau 70 St., Liebknecht 2 St. Allendorf a. d. Lda. v. Rabenau 93 St., Zimmer 59 St. Treis a. d. Lda. v. Rabenau 50 St., Zimmer 8 St., Liebknecht Berlin. 30. Juli. Die Tabaksteuerenquete, welche jetzt im Gange ist, beruht bekanntlich auf Gesetz. Der vorige Reichstag hat ihr unter dem map* gebenden Einfluß der nationalltberalen Fiktion zu^stimmt, nachdem aus dem Gesekentwurf Alles gestrichen war, was ihr die Richtung auf das Monopol Mb ober zu geben scheinen konnte. Von der genannten Fraktion war vorher weimal mit Einstimmigkeit sestgestellt daß das Tabaksmonopol unannehmbar fei Diese Umstände muß die Enquetekommission sich natürlich bet ihrem Vor gehen geaenwärttg erhalten. Sie hat kein einseitiges Mandat von dem Reichs- kaniler oder dem Bundesrath, sondern ein vereinbartes von allen drei Faktoren der^Reichsgesetzgebung. Nach ihren ersten lautgewordenen Schritten zu utthellen, ist die Commisston sich dieser ihrer Pflicht und Verantwortlichkeit bewußt. Sie hält das dentsch^ Tabakaeschäft als ein Ganzes nicht schon für verdammt mit Haut ; und Haa?vom Staate verschlungen zu werden, weil ein mächtiger und popu ärer , Mund dies einmal leider öffentlich für sein Ideal erklärt hat- Wir schl eße : das namentlich ans der Zurnckweistmg dtt ihr angebotenen stat st,schen Dienste . ves bekannten Monopoladvokaten Dr. G- Mayr aus Lunchen, st I ' von derCommisstou taktvoller Weise eine neutrale W« ratb Melken mit der aufzunehmenden besonderen Statistik betra 1 k rr Mam oll in Folge dessen Berlin verlaffen haben, da auch aus der Re.se n^ach den Vereinigten Staaten zum Studium der dortigen sehr ergiebigen Fab- Jn'^en^munden Kirtorf, Kbergleen, Altenburg, Eifa, Sckwabenrod, Herbstein, Heidelbach, Laubach, Eudorf, uWste^u und Stockhausen erhielt Prof Gar eis 510 und Graf zu Solm^Laubach 704 Stimmen. - Mit den in gestriger Nummer au« dem 111. Wahlkreis veröffentlichten Stimmen sind bis heute für Herrn 2463 gegen 770 Stimmen abgegeben worden. Wir können demnach schon beute eine gründliche Abfuhr der Conservativen constatlren. Wahlkreis Darmstadt-Großgerau. Küchler ) ^973, Buchner (Fortschr.) 3935, Most (Soc.-Dem.) 1967, Wambolt (ultr.) 164 St. Höchstwahrscheinlich Stichwahl zwischen Kuchler und Buchner, da noch ausstehende Ergebniffe von Landorten das Resultat W tomKn. Offenbach-Dieburg. Dernburg (nat.-lib.) 6500, Liebknecht (Soc.- Dem.) 2500, Wasserburg (cler.) 2500, Flinsch (Fortschritt) 800 St. Stlch- ^^Daubringen. v. Rabenau 59 St., Liebknecht 16 St. Alsfeld. Prof. Gareis 522, Graf Solms-Laubach 9 Schadenbach. „ " Deckenbach. „ 42 „ Bleidenrod. „ 39 » Nied. Gemünden. „ 27 „ rikatsteuer, die ihm nebst zwei sachkundigen Herren übertragen war, nach den bereits erlangten umfänglichen Aufschlüffen über diese Steuerform kaum etwas werden wird. Karlsruhe, 30. Juli. Die Konferenz deutscher Finanzminister beginnt, nach der „Bad- Landes-Ztg.", am nächsten Montag in Heivelberg. Die Sitzungen werden im Großh. Palais daselbst stattfinden. Bremen, 30. Juli. Der nach Jenissei bestimmte Dampfer „Luise" ist einer telegraphischen Nachricht zufolge nördlich von Drontheim gestrandet. Die Mannschaft ist in Sicherheit gebracht und dasjSchiff noch dicht. Wegen Hülfe- leistung wurde nach Bergen telegraphirt. Hesterreich. Wien, 30. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel vom Heutigen: Zwischen der Pforte und dem Botschafter Layard schweben Verhandlungen über die türkisch-englische Convention vom 4. Juni. Namentlich legt der Sultan Gewicht darauf, daß ohne seine vorgängige Zustimmung keine Reform in der asiatischen Türkei eingeführt werde. — Aus Bukarest wird der „Polit. Corresp." gemeldet: Die Rusten bereiten die Besitzergreifung Beffara- Liens für unmittelbar nach der Ratification des Berliner Vertrages vor, weshalb die russischen Truppen aus der Dobrudscha nach Bestarabien vorrücken. Dag-gen ist der rumänische Kriegsminister mit der Designirung der für Besetzung der Dobrudscha bestimmten Truppen beschäftigt. Aus Serajewo meldet man der „Polit. Corresp.: Dem türkischen Agitator Hadschi Loja, welcher schon vor -14 Tagen tumultuarische Auftritte verursachte, die den Rücktritt des militärischen Commandanten herbeiführten, ist es gelungen, neuerlich einen Aufstand des türkischen Pöbels gegen die türkischen Behörden zu provociren. Der Pöbel bemächtigte sich theilweise der Waffen, vollbrachte Gewaltthätigkeiten und unterbrach die telegraphische Verbindung. In Folge des anarchischen Zustandes wird Seitens der friedfertigen moharne- dänischen Bevölkerung der Besetzung der Hauptstadt durch österreichische Trust- Pen sehnsüchtig entgegengesehen. Wien, 30. Juli. Ein Korrespondent des „Standard" gibt einige Mit- theilungen über die Insel Cypern, die als reich an Hülfsquellen, aber traurig vernachlässigt geschildert wird. Die Städte liegen beinahe in Ruinen. Seit der Besitznahme durch England seien viele Griechen, Smyrnoten und sogar Deutsche hingezogen. Klima und Sprache würden einer englischen Einwande- iung große Hindernisse entgegenstellen. Der Werth des Grundeigenthums sei um das Fünfzigfache gestiegen. Das Master sei gut und finde sich in einer Tiefe von 18 Fuß reichlich. Wasserleitungen aus venetianischer Zeit her lasten sich leicht wieder Herstellen. Der Landtransport (durch Ochsen. Kamele, Maul- thiere und Esel) sei theuer. Sir Garnet Wolselei wird wahrscheinlich in der Hauptstadt Leukosia residiren, hatte aber bis jetzt sein Hauptquartier an Bord des Himalaya. Teplitz, 30. Juli. Der Kaiser lehnte bei seiner Ankunft den geschloffenen Wagen ab und benutzte fortwährend einen offenen ohne jedwede Vorsichtsmaßregeln ; er spazirte heute Abend in dem abgesperrten Theil des Schloßgartens. Frankreich. Paris, 30. Juli. „Temps" meldet, daß die Bank von Frankreich be- schloffen habe, ihre gegenwärtigen Noten durch neue zu ersetzen, die fast unmöglich nachzumachen und leichter zu controliren wären. Paris, 30. Juli. Seit gestern spielt vor dem Assisenhofe der Proceß gegen den Geschäftsmann Barre und den gewesenen Studenten der Medtcin, Labiez, die beschuldigt sind, die Milchhändlerin Gtllet ermordet zu haben, um ihr 20,000 FrcS. zu stehlen. Die Leiche ward in Stücke geschnitten, um sie bei Seite zu schaffen. Die Verhandlungen bieten im Ganzen wenig Interesse, ein Zwischenfall jedoch machte heute einiges Aufsehen, Labiez sollte nach dem Morde als Gerant in das Socialistenblatt „Pöre Duchesne" eintreten, das von Buffenoir gegründet wurde, den Gambetta als ultramontanen Agenten ge- brandmarkt hatte. Buffenoir, der im Verdachte stand, von Labiez Geld erhalten zu haben, hatte, um zu beweisen, daß der „Pöre Duchesne" nicht mit dem aus Morde gewonnenen Gelds gegründet sei, erklärt, die Caution für das Blatt sei von einer preußischen Baronin, Frau Josephine Henriette v. Eichftedt, geleistet worden, die dastelbe von ihrem in Berlin wohnhaften und jetzt in Men- tone lebenden Neffen erhalten habe. In der heutigen Verhandlung war die Maitreste von Labiez, Lebeuge, vernommen. Der Präsident fragte Labiez: „Wer hatte denn die Caution für den „Pdre Duchesne" gestellt? War es nicht eine deutsche Frau? Es ist bedauerlich, daß Deutschland so in diese Angelegenheit gemischt wird." Bei diesen Worten fiel die Lebeuge in Ohnmacht und es war nicht möglich, sie in dieser Sitzung weiter zu verhören. England. London, 30. Juli, Abends. Im Unterhause erklärte Sandon bei Fortsetzung der Debatte über Hartington's Resolution: England beanspruche keinen Triumph; das Congreßresultat sei ein Triumph des gesunden Verstandes aller Regierungen. Gambetta habe die Wirkung des Berliner Vertrages am treffendsten gezeichnet. Redner vertheidigte weiterhin die Regierung und tadelte die auswärtige Politik der jetzigen Oppositionspartei, während diese am Ruder war. Gladstone wies den Angriff des Vorredners zurück: hätte die damalige Opposition damals die orientalische Frage angeregt, so wäre dies nur auf die Gefahr eines europäischen Krieges möglich gewesen. Redner bestritt schließlich, daß er Beaconsfield persönlich angegriffen habe, nur deffen Regierungs Handlungen habe der Angriff gegolten und habe er (Gladstone) damit nur eine heilige Pflicht erfüllt; die Redefreiheit sei die Basis aller Freiheiten. Italien. Mailand, 30. Juli. Der König und die Königin von Italien sind in Begleitung der Prinzen von Neapel und Aosta, sowie der Minister Cairoli, Corti, Brazzo und Baccarini aus Turin hier eingetroffen und von einer ungeheuren Menschenmenge auf's Lebhafteste begrüßt worden. Türkei. Konstantinopel. Die großen Verluste, welche die Türket durch den Berliner Vertrag erlitten hat, bestehen darin, daß sie von 6517 Quadrat- Meilen auf 3867, von 10 Millionen Einwohner auf 6% Millionen gesun'e t ist. Dabei ist das künftig unter einem christlichen Statthalter autonome Ost- l Rumelien mit 630 Quadrat-Meilen und 1 Million Einwohnern der Türkei zugerechnet, der Verlust der Oberhoheit über Rumänien und Serbien nicht in Anschlag gebracht worden. Das neue Fürstenthum Bulgarien darf trotz der Unterstellung unter den Sultan der eigentlichen Türkei nicht mehr zugerechnet werben; es umfaßt 1150 Quadrat-Meilen mit 1,700,000 Einwohnern. Unter den Letzteren befinden sich nicht weniger als 680,000, also 40 pCt. Mohamedaner. Geringer ist die mobamedanische Minorität in dem 1 Million zählenden Ost- Rumelien mit ca. 270,000 Glaubens-Angehörigen. Rumänien ist souverän geworden und von 2201 Quadrat-Meilen mit 5,073,000 Einwohnern auf ca. 2290 Quadrat-Meilen mit 5,110,000 Einwohnern vergrößert worden. Es hat Bessarabien mit 150 Quadrat-Meilen und ca. 135,000 Einwohnern abgegeben und dafür die Dobrudscha mit ca. 240 Quadrat-Meilen und 175,000 Einwohnern bekommen. Bester ist Serbien davongekommen; es hatte bis zum Kriege 873 Quadrat-Meilen mit 1,360,000 Einwohnern und kommt jetzt auf 993 Quadrat-Meilen mit ca. 1,640,000 Einwohnern, hat also 56 Quadrat- Meilen und 54,000 Einwohner mehr bekommen als ihm der Frieden von Sin Stefano zuwies. Endlich Montenegro ist von 78 Quadrat-Meilen auf 158 Quadrat-Meilen und von 170,000 Einwohnern auf 220,000 Einwohner gekommen. Oesterreich occupirt in dem nicht an Montenegro abgetretenen Theile von Bosnien und der Herzegowina 980 Quadrat-Meilen mit 1,250,000 Einwohnern; unter der Bevölkerung sind 750,000 griechische, ca. 120,000 römische Katholiken und der Rest Mohamedaner. Griechenland hätte nach den Bestimmungen des Berliner Congrestes ca. 200 Quadrat-Meilen mit etwa 300,000 Einwohnern in Thessalien und Epirus bekommen sollen, die Angelegenheit befindet sich jedoch bekanntlich noch in der Schwebe. Rußland erhällt in Asien etwa 600 Quadrat-Meilen und 800,000 Einwohner, außerdem in Europa Bestarabien mit den bekannten geographischen und Bevölkerungsziffern. England endlich bekommt Cypern mit 173 Quadrat-Meilen und 150,000 Einwohnern. «telegraphische Depeschen Wagner'S telegr. Torrefpondenz-Bureau. Brood, 31. Juli. Der comrnandirende General Philippovic wurde gestern in Türkisch Brood, heute Mittag in Dervent Seitens sämmtlicher türkischer Würdenträger anf's Herzlichste empfangen. Die Ortsvorsteher hoben in ihren Ansprachen besonders hervor, daß die Bevölkerung beider Orte der Grenze nahe genug wohne, um die Milde und gerechte Verwaltung der österreichischen Regierung zu kennen und daß sie deshalb den kommenden Ereignisten mit voller Beruhigung und Vertrauen entgegensetze. — Die Hitze war während des heutigen Marsches abnorm und hatte die Mannschaft darunter sehr zu leiden. Teplitz, 31. Juli. Der Kaiser von Oesterreich wird am 5. August hier erwartet. Wien, 31. Juli. Das hiesige „Telegr. Corr.-B" meldet von der kroatisch-bosnischen Grenze vom 31. d.: Nach amtlichen Meldungen herrscht in Serajewo die vollständige Anarchie. In Folge der Aufwiegelungen des Hadschi Loja flüchtete sich der Gouverneur von Serajewo Mazhar Pascha mit einer Militärabtheilung, begleitet von dem dortigen Obercommandanten. Beide wurden von Loja eingeholt und zurückgebracht. Mazhar Pascha ward darauf seines Amtes entsetzt und statt seiner der Obercommandant der Truppen, offenbar gegen des letzteren eigenen Willen, zum Gouverneur eingesetzt. Nachdem Mazhar's Haus geplündert war, schritt die aufgewiegelte Volksmaste zur Plünderung des Zeughauses, wobei es zwischen ihr und den Sicherheitsorganen zum blutigen Kampfe kam. Schließlich wurde das Zeughaus vom Pöbel aus- geplündert. Hadschi Loja soll hierauf seinen Bruder nach Banjaluka zur Organisirung eines gleichen Aufstandes gegen die türkischen Behörden entsendet haben, doch soll der Entsendete von letzteren verhaftet und in Gewahrsam genommen worden sein. — Meldungen der „Polit. Corr." : Konstantinopel. Dem Ministerrathe, der sich mit der bosnischen Frage beschäftigte, ist ein Schreiben des Sultans zugekommen, welches an den in Bezug auf die österreichische Occupation bereits aufgestellten Bedingungen festhält. — Bericht der Pforte aus Prizund besagen, daß die Rüstungen der albanischen Liga gegen die Serben und Montenegriner bedrohliche Dimensionen annehmen. — Serajewo. Der Militär-Ober-Comman- dant Hast; Pascha wurde gleich Mazhar Pascha nach Serajewo gefangen zurück- aebracht und sein Haus ausgeplündert. Gegenwärtig besteht nur zwischen dem Castell von Serajewo und Konstantinopel telegraphische Verbindung. London, 31. Juli. Gladstone hat eine Zuschrift an Lord Beaconsfield gerichtet, worin er diesen aufforderte, diejenigen beleidigenden Beiworte (Epitheta) anzugeben, von denen Beaconsfield behaupte, Gladstone habe sie in Beziehung auf seine Person angewandt. Lord Beaconsfield antwortete auf diese Zuschrift, er sei von den Geschäften sehr in Anspruch genommen, werde aber die nöthigen Ermittlungen anstellen. Schon jetzt erinnere er sich an die Rede Gladstone's in Oxford, wo derselbe gesagt habe, der große Name Englands fei von Beaconsfield erniedrigt worden. Er erinnere ferner an die Rede Glad- stone's in Southwark, worin dieser ihm Doppelgängigkeit vorgeworfen habe. Berlin, 31. Juli. Die „Prov. Corresp." schreibt in einem Artikel unter der Überschrift „beim Abschluffe des Wahlkampfes": so möge denn die bei dem Beginn der Bewegung ausgesprochene Hoffnung in Erfüllung gehen, daß die Wahlen Dank dem patriotifchen Geiste des deutschen Volkes durch Stärkung der staatserhaltenden Elemente aus conservativen und liberalen Kreisen der Regierung eine Mehrheit klar bewußter, entschloffener Männer im Reichstage sichern, um sichere Grundlagen für einen neuen Aufschwung des politischen und wirthschaftlichen Gedeihen des Volkes zu schaffen. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ging der Protest des Herzogs v: Cumberland auch der preußischen Regierung zu, jedoch nur bis zu den Worten: Herzog von Braunschweig und Lüneburg zu führen. Brood, 31. Juli. Heute Nachmittag 3i/2 Uhr bezog die Hauptcolonne bei Dervent das Lager. Der Kaimakan, der Kadi, ein berittener Hauptmann, der Gensdarmerie-Commandant, viele Begs, die angesehendsten Einwohner, drei katholische und vier orthodoxe Geistliche kamen dem Commandirenden zu Wagen und Pferd entgegen, um ihre Unterwerfung auszusprechen und sich der Aller- höchsten Gnade des Kaisers und Königs zu Füßen zu legen. — Die 20. In- & 7 Jw s,i v B-kl'»' , abtlintt N leichtes Düs L Es ist «foi ßfrineW“; Sen für btl ßnüland, der« ■l’m 6* «Dürften btl M feiner Ü5erfeel| läuten deutschen Masten Preisen nalbjaM fl'i# ntanm. DteTix Mtbleltenb. Gera itt iluAhr Engi Mtnommen hatte, 319 Mill. Psund tbtr 20 pSt mehr, ta Vorjahre nach ijfl 25 pit. In jajre 2,7 Mill. Y ftitjj pon 15,8 aus i Millionen, in l -webe anbetriff gon 3,7 auf 4,4 i anb Teppiche von , sitz hiernach auch Sabtwaettn, wo bei SipottS pon litfltn 6k Verhalt lischt« Elsen nach lon Roheisen aller AchndmH Cefftntliä) 4660) D kannes Lul irr Lahn und Vittwc ift na Aufforderung ai unb dem berma stülke Überschuss siaimenberusung 8®td eines Worden. ^amtliche < ui sw ..»ed auf Freitag bet Aon M den, Anfü E erschein^ * Beitritt ^rechtlichen « *n Beschs wirb. w Hilippovic würbe * oder 20 vCt- mehr. Bauwwollgewebe wurden 40,958,800 Yards gegen 32,489,200 Yards * 7 - . . r r r ...o ..CftLU aIaUCaHS . t m orm öhrit H hflS L*rVY\ Artä ift darunter ich ) am 5. Anguß Benner. 4650) S (4653 (3092 billigen Preisen. BL Rübeemen. eI$°8btn'älleli: zu drn " lind wieder eingetroffen. (4586 Min'sleriums angefertigt) Carbolsäure, Eisenvitriol, Chlorkalk en®S .bi«”b‘"L 1» % 20.3’’ fiten von 15,8 auf 19,4 MM. Yards. Wollengarne wurden im Vorjahre etwas über 6 Millionen, in diesem Jahre 7,7 Mill. Pfund nach Deutschland exporttrt. Was die Gewebe anbetrifft, so ist die Ausfuhr allerdings nur in Streiffwollwaaren gestiegen von 3 7 auf 4,4 Mill Yards, wogegen Kammwollwaaren von 8,3 auf 7,9 Millionen, und Teppiche von 137,600 auf 113,900 Yards zurückgegangen sind. Im Ganzen hat sich hiernach auch der Wollwaarenexporl immer noch erheblich vermehrt. Selbst in Letdewasren, wo doch die (Loncurrenz Englands weniger heroortritt, ist eine Erhöhung des Exports von 46,581 Pfd. Sterl. auf 66,855 Pfd. Sterl. eingetreten. Wenig anders liegen die Verhältnisse in der Eisen- und Maschinenindustrie. Der Export von englischem Eisen nach Deutschland ist in einem entschiedenen Aufschwung begriffen, wobei von Roheisen allerdings abzusehen ist. Bet Stabetsrn zeigt sich eine Vermehrung von 2249 auf 2583 Tons, bei Schienen beträgt sie fast 20,000 Tons; Platten, Bleche k. sind von 4130 auf 4286 Tons gestiegen. In Gußwaaren und Gußstücken ist ein Rückgang von 5406 auf 4411 Tons etngetreten, dafür ist aber die Vermehrung des Maschinm- exvorts eine ganz außerordentliche von 304,990 auf 422,066 Pfd. Sterl. Es mag fein, d-iß nicht der grsammte in vorstehenden IZahlen ausgedrückte Mehrexport auf den deutschen Markt gelangt ist, oder in den deutschen Verbrauch übergegangen ist. Daß die Concurrenz Englands auf dem deutschen Markte indessen an Macht gewonnen, ist noch diesen Daten nicht mehr zu bestreiten. Von welch unheilvollem Einfluß dies aber auf den Verkauf der Krisis in Deutschland sein muß, leuchtet wohl Jedem von selbst ein und wir brauchen deshalb hier wohl nur die Forderung zu erheben, daß diesem Gebühren der englischen Exporteure, welches unsere Industrie mit aller Gewalt zu vernichten strebt, endlich ein Ende gemacht werde. 4521) ff. Limburger und Kümmelkäse Ctr. 32 X incl. Kiste versenden gegen Nachnahme die Fabriken von F. Sonntag in Spremberg bei Neusalza i. S. Es ist erforderlich, die industrielle Welt und die maßgebenden politischen Kreise auf eine Bewegung aufmerksam zu machen, welche bei den gegenwärtigen gedrückten Leiten für die deutsche Industrie von besonderer Bedeutung ist. Wir meinen das unaufhörliche Anwachsen des Exports englischer Jnduslrieerreugnisse nach Deutschland. mühet von tei Übungen herrsch! : 'iviegelungen bei ' »zhar Pascha mit iinbanten. Seite scha ward daraus f t Truppen, offen-.' jchht. Nachdem : Polksmasse zur Licherheitsorgam,. ! vom Pöbel au»- h Smjaluta (in S Warben entsendei i Gewahrsam ge-1 von 25 pLt. In Leinen und Jutegarn betrug der Export nach Deutschland im Vor- - - —~ «■ ’ ° ° omm me—*K. Die Ausfuhr von Jutewaaren Versteigerung. Bekanntmachun g. Montag den 5. und Dienstag den 6. August sollen in der Eoncurssache des Marcus Hammerschlag aus Treis a. d. Lda. die in dem Waarenlager befindlichen verschiedenen großen Quantitäten Ellen-, Eisen- und Specereiwaaren, öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Der Anfang ist an jedem Tag präcis 10 Uhr. Treis a./Ld., am 31. Juli 1878. Großh. Ortsgericht Treis a./Lda. Jeilgeöotenes. 4654) Ein großer Kochherd mit verzinntem Wasserschff und Bratofen mit separirter FeuerurgSanlage wird billig abgegeben bet August Wei dtp, Firma: Nattmann L Wetdig Hemden nach Mach unter Garantie des guten Paffens liefert in kurzer Frist (2388 H. Rübsamen. Hückskädt'sches Zahnmundwasser vertreibt sofort jeden Zahnschmerz, a Flacon 30 Pfg., 4086) bei Julius Wallach. Trauben-Brustsyrup mit Fenchtrihonlf, bestes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Hals and Brustschmerzen. In Flaschen h M 1, und M. 1,50. _ (97 C. F. Sercmler m Giessen. und dem dermaligen Werth der Grund- ’ stücke überschuldet und daher um Zu- < sammenberufung der Gläubiger zum 1 Zweck eines Arrangements gebeten ' worden. Sämmtliche Gläubiger der Johannes Luh III. Eheleute werden zu diesem Zweck auf Freitag den 23. August l. I., Vormittags 9 Uhr, mit dem Anfügen geladen, daß von den nicht erscheinenden Gläubigern stillschweigender Beitritt zu den im Termin von der rechtlichen Mehrheit der erschienenen gefaßten Beschlüffen unterstellt werden wird. Gießen, am 24. Juli 1878. Großherzogl. Stadtgericht Gießen. Bötticher.___________Gebhardt. Montag den 5. August er, Vormittags 10 Uhr, soll dahier die Anlieferung zweier lung- steinerer Brunnenrahmen mit Deckelstein für Odenhausen und Launsbach vergeben werden. Crofdorf, den 30. Juli 1878. Der Bürgermeister: 4646) Colnot. c^Tau Kaufmann Körner Wittwe zu Marburg beabsichtigt ihr an der Barfüßerstraße gelegenes Wohnhaus, Ecke, Nr. 20 nebst Hofraum, Stallung und Lagerhaus, worin seit einer Reihe von Jahren Specerei- handel betrieben wird, zu verkaufen. 1 Termine hierzu habe ich auf den 13. und 22. Juli und 3. August, 10 Uhr, in meine Schreibstube angesetzt. Die Bedingungen können bet mir etn- gesehen werden. 4240) Administrator. Bauplätze. 4622) Ein, resp. zwe- Blauplätze an der Frankfurter Straße in der Nähe der Thierheilanstalt, auf welch»n auch bei Ausschachtung der Kellerräuwen rc. das Material zu dem zum Bau nöthtgen Backsteinen gewonnen werden kann, sind billig zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Bahnmeister 5?innecker. fWissw, wetngrüne, zum Einmachen, in allen Größen, sind zu haben im „Wetnsaal."C4560 la. Schweizerkäse per Psd. 1, la. Apfelkraut per Pfd. 26 empfi HU (4402 W. Heuser, vorm. F. Bieler Tlern'u^ouiiensdiirme Sommerröcke empfiehlt zu sehr billigen Preisen 2389)________H. Nübfamen, 4331) Stets frisch- Butter und Eier empfiehlt zum Wochenmarktspreise, bei größeren Quantitäten billiger, W. Heuser, vorm. Kr. Bieler. 4625) Einen Acker Hafer zu verkaufm bei Heinrich Vogt, ____________________Neuenweg B. 190. Leichte Zommcrunterhoftn u. Unterjacken in Wolle und Baumwolle, in allen Größen und Weiten empfiehlt zu sehr Vermischtes. — „Hoch klingt das Lied vom braven Mann!" Mancher dürfte sich noch der tiroler Sängerfamtlie Martens erinnern, welche vor längerer Zeit in vielen deutschen Städten aufgetreten ist. Die Familie befindet sich gegenwärtig m Bucharest. Die dort erscheinende Chronique de Boucarest erzählt folgenden Vorgang, deffen Held Herr Martens ist. Die tiroler Sängerfamilie wobnte tn dem Hause Nr. 1 der Rue Coltei. Es ist Nächt', da schallt schaurig der Angstruf „Feuer! Feuer!" durchs Haus. Es ist Emma Martens, in ihn ausstößt. „Wo ist das Feuer?" fragt von seinem Lager hastig auffahrend der Vater. „Hier im Nebenhause, die Flammen belecken bereits auch unsere Fensterl" Herr Martens eilt in spärlicher Bekleidung nach dem Nebenhause. Es steht m Flammen, noch sind keine Spritzen angelangt. Da gewahrt er ein Weib, das sich die Haare ausraufend, einer Wahnsinnigen gleich schreit: „Meine Kinder, meine Kinder!" „Wie viel Kinder sind es?" fragte er, „Drei!" „Und wo befindet sich das Zimmer? „Ganz oben, drei Treppen." „Teufel, da brennt es ja am meisten! Doch versuchen wir's." Der Sänger erklimmt die fast zusammenbrechenden heißen Stufen und einige Minuten später kommt er wieder herab und übergibt der fast rasenden Mutter ihre Kinder. „Hier sind sie, aber ich habe bloß zwei gefunden!" „Oh Gott, ich vergaß Ihnen zu sagen, das Dritte schläft ja im letzten Zimmer." „Alle Teufel, das hattet Ihr doch gleich sagen können! Die Balken krachen, die Glut ist versengend, ich hab auch drei Kinder, doch in Gottes Namen!" Und der Brave stürmt nochmals nach oben. Wird er das arme Kind noch lebend vorfinden? Und wenn, wird er selbst mit dem geretteten Kinde lebend herabkommen? Das sind Fragen, die von der unten stehenden und zur Untätigkeit verurtheilten Menge in ängstlicher Spannung aufgeworfen werden. Noch immer sind keine Spritzen da! Da erscheint Martens mit vollkommen geschwärztem Gesicht und übergibt der armen, nun so überglücklichen Mutter unversehrt ihr drittes Kleinod. Nächsten Tages sang der Tiroler mit seinen drei hübschen Töchtern wie gewöhnlich im Jardin Müller; höher und Heller denn je jauchzsten seine Jodler dem Himmel entgegen, und die Bucharester, die von seiner kühnen That vernommen, überschütteten ihn mit Blumen und Applaus. In einer dem Etablissement nahen, vom Feuer und Rauch geschwärzten Kammer aber knieete, umgeben von ihren drei Kindern, eine Mutter und betete: „Boge (Gott), schütte alle Gaben des Glückes über den guten deutschen Sänger, dessen Stimme ich so eben vernehme!" Handel und Verkehr. Frankfurt, 30. Juli. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Zentner 1.80-2.20, Stroh per Gentner il 2.—, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. 90 H, 2. Qual. 80 im Detail 1. Qual JL 1.20, 2. Qual. JL 1.10. Eier das Hundert JL 4.60-5.60. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 Kuh- u. Rindfleisch 55—68 Kalbfleisch 60—70 H, Hammelfleisch 55-68 Schweinefleisch 70-75 H, Speck Ji. Erbsen, geschälte (per 100 Kilogr.) 26—32 JL, ganze Erbsen 24—26 Jt, Bohnen 25—28 ^L, Linsen 28—36 jü Kartoffeln, JL 5—6. Bohnen der Centner 3L 5.50—6. Gurken das Hundert 90 bt8 ^Vimburß, 31. Juli. (Fruchtbericht.) Rother Weizens 19.55, Weißer Weizen JL —, Korn X 12.75, Gerste X 11.50, Hafer X 8.15. (Durchschnitts - Preis pro Malter.) empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Moritz Gregori & Sohn. Preisen. (3091) H. Rühsamen. und hatte eine schlechte Nacht. — Cardinal Franchi wurde mit den Sterbesacramenten versehen. — In mehreren Städten Italiens wurden Meetings der „Italia irredenta“ abgesagt. London, 31. Juli. Das Unterhaus erledigte in der Specialdebatte die Rinderpest-Bill. In Betreff der Einfuhr fremden Viehes steht dem Geh.- Rathe die Zulaffung frei, sobald billige Sicherheit gegen die Einschleppung der Seuche gegeben ist. Rom, 31. Juli. Die amtliche Zeitung veröffentlicht eine 25 Stellen umfassende Präfekten-Bewegung. — In dem Befinden des Cardinals Franchi ist eine leichte Besierung eingetreten.______________________________________ "Das Wachsthum des englisch-deutschen Exports. 4652) J. S. Bach. L. Cherubini. F. Afendeltwhn-Bartholdy. Frau Dr. Ploch. Michaeli 4644) VIII am 4. und 5. August ?u Hiilzlmeli Das Festcomite. Näheres die Programme. Her Vorstand. 4645) n Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Drrrck und Verlag bet Brübl'schen Untv^Druckerei lFr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 1) 2) 3) 4) Der 114. Psalm für Sstimmigen Chor und Orchester........ . . . 4614) Für einen armen, aber brav!' Knaben, welcher das Schneiderhandwerk jo erlernen wünscht, wird ein Meister gefudt Näheres auf portofreie Anfragen bet Decan Strack zu Lang-Göns.. Präludium und Fuge (C moll) für Orgel . von Vorgetragen von Herrn F. Lux. Requiem für gemischten Chor und Orchester . „ Phantasie über den Choral: „Eine feste Burg etc.“ für Orgel componirt und vorgetragen von Herrn F. Lux. Zeige hiermit dem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum ergebenst an, daß ich mit dem 1. August d. I. in dem Hause des Herrn Chr. Zimmer, Neichensand Bahnhofsstraße, hier ein llauufaclnr-.Kiirz-dWollewaarengescbäfi eröffnet habe und halte mich bestens empfohlen. 4130) Alle Sorten natürliche, sowie künstliche Mineral Wasser Giessener C oxicert-V er ein. Sechstes und alleiniges Concert im Sommerhalbjahr Freitag den 2. August 18?8, Aachin. S Uhr, in der Stadtkirche unter Leitung des Grossherzoglichen Universitäts-Musikdirectors, Herrn Adolf Felchner und unter gefälliger Mitwirkung des Herrn Capellmeister F. Lux aus Mainz, des akademischen Gesangvereins und des durch auswärtige Kräfte verstärkten Orchesters. Stückreiche urelirte Kohlen, bester Qualität, zu 78 Knabbelkohlen, „ Nußkohlen, gewaschen, I». Korngröße, bester Qual. „ 88 „ liefern bei Abnahme von mindestens 25 Ctr. franco an s Haus. Bergmann K Gabriel, Reichensand- Bahnhossstraße. Lieder kraus» Sonntag den 4. Auguste.: Parthie an den Ludwigsbrunnen Zusammenkunft 2 Uhr Nachm. auf dem Ludwigsplatz. 4642) Der Vorstand» Soofbah tzalzhaujka. 4089) Zu dem Sonntag den L. August stattfindknven BALLE laden ergebenst ein LSSlrrtteler Llvli- Kurhauspächter. empfiehlt in stets frischer güffund . Gy. II etilifj. ------- Si ETTE’s Stubenluftkühl- u. Anfeucht-Apparat ,ur Verbesserung und Kühlung der Zimmerluft. Don mebkini[»en Autoritäten als gut anerkannt und empsohlen. Der Gesunde nnrd durch die en Apparat erfrischt, der Kranke erhält neue Linderung. — in^jedem Zlmmer anbringbar. Preis je nach Größe und Ausführung von Gbt. Rosenberg, SelterSweg, hat die Anfertigung übernommen und ist dort stets ein Apparat zur gefl. Ansicht ausgestellt. - Nähere Details gratis und franco zu Diensten._______________ r Todstz Anzeige. Den am 31. Juli, Morgens 4 Uhr, nach langem Leiden erfolgten Tod des Herrn Notar Ur. Emil Gassiier in G-au - Algesheim zeige ich Freunden und Bekannten im Auftrag der Familie hierdurch an. Giessen, den 1. August 1878. Gg. Dr. Schirmen Die Beerdigung findet am 2. August, Vormittags 9 Uhr, vom hiesigen Bahnhofe aus statt. (4657 Todesanzeige. 4651) Heute wurde uns unsere theure unvergessliche Gattin und Schwester Charlotte Lorenz, geh. Klein, nachdem sie uns am 23. d. M. ein Söhnchen geschenkt, durch den unerbittlichen Tod entrissen. Friedberg, den 30. Juli 1878. H. Lorenz, Gerichtsaccesist. Dr. med. F. Klein, Blieskastel. Carl Klein, cand. med., Würzburg. Wilhelm Klein, Mainz. Nummerirte Plätze im Schiffe der Kirche und auf der Orgel ä 2.50 werden Denjenigen fest reservirt und zugetheilt, welche die bezügliche Bestellung mit Einsendung des Betrages an die Ricker’sche Buchhandlung oder H. Rudolph’sche Musikalienhandlung dahier bis spätestens den 1. August gelangen1 lassen. Die Billette werden am 2. August daselbst in Empfang genommen oder nach Wunsch auch vorher direct zugesandt. Der Preis für ein Billett eines unnummerirten Platzes zu den Emporbühnen ist „M 2. Donnerstag den I. August, Nachmittags 5 Uhr, findet die General probe statt. Der Eintrittspreis zu dieser ist JL 1. Mitglieder des Concertvereins, welche für dieses Concert ihr BiHet in einen Sperrsitz gegen ein Aufgeld von JL 1 umgetauscht zu erhalten wünschen, wollen dies bis längstens den 1. August dem Concertdiener Berg aufgeben. Für die Mitglieder des Concertvereins ist die südliche Thüre der Kirche, unterhalb der Orgel, als Eingang bestimmt und die von da zu erreichende 1. und 11. Emporbühne ist für die Inhaber nicht nummerirter Plätze reservirt. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten gestattet. Die vordere Thüre der Kirche ist der Eingang sowohl für alle Mitwirkende als auch für Nichtmitglieder. (456^ Dauer des Concertes 2 Stunden. Der Vorstand des Concert-Vereins. JLehrling gesucht von (4648 Carl Hensel, Colonial-, Etsenwaaren- und Holzbandlung 4613) Ein tüchtiges Dienstmädchen, mit guten Zeugnissen versehen, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl-_____ 4633) Taschentuch verloren, gez. L. S. Abzugeben gegen Belohnung Anlage C. 27. Achtungsvoll ______H. Jflarx. des liaues liessen Mehrere oaglöhner werden gesucht auf sofort von (4610 _____________Nattmann 6> Weidiq. 4626) Zu Michaelis suche ich ein brav^ Mädchen für die Hausarbeit Frau Elisabeth Wasserschleben 4192) Der 3. Stock meines Hauses, — 5 geräumige Zimmer mit Zugehör — ist anderweitig zu vermiethen. Dr. Dornseisf. 4154) Ein möbltrtes Zimmer mit Cabt- net zu vermietben bei ____________P. Frank, Sonnenstraße. 4584) Ein Mädchen für Küche und Haus- arbeit und ein Kindermädchen sucht zu Wcrmiethungen. ■ 4647) Ein kleines Familienlogis im Hin- ■ terhause zu vermiethen. Carl Hensel, Wallthorstraße. 4649) 1 Herr kann gegen Nacbhülse- Unterricht bei 2 Kindern unentgeldlich ein ( möbltrtes Zimmer erhalten. Daselbst eine Wohnung zu 4 Mi-cen per 15. September zu vermiethen. Näheres bet _________Herrn Wtech ard Lit. D- 106. 4655) Ein kleineres Famtltenlogts zu vermiethen in meinem Nevenhause. _____________________Dr Weber. 4661) Ein Familienloais zu vermiethen bet I. Bello ff Ww., _____________Grünverger Straße 150. 4658) Ein gut mödUrtes Zimmer zu vermiethen. Gartfeld, Köhl e r'sche Schneide- mühle Nr. 116,9 mittlerer Stock. 4659) ®tn Logis, gleich beziehbar, zu vermiethen._______Neuen Bäuen Nr. 90. 4091) Im Btnzer'schen Hause an der Marburgerstraße ist ein Farmlienlogis, 6 heizbare Zimmer und Zubehör enthaltend, mit der Halste des Htntergartens zu ver- miethen und am 1. October cr. zu beziehen. 3947) Außerhalb der Stadt tft ein Logis, bestehend aus 6 Zimmern nebst Zubehör, per sofort oder später zu vermiethen. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. 4565) Ein freund!, möbltrtes Zimmer zu vermiethen im Hause des ______Herrn Jutz i, II. Stock, Gartfeld. 4461) Mansarden - Wohnung an eine ruhige Familie zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl.______ 4339) Das von Herrn Prof. Dr. Lorey bewohnte Logis im v. Klip stein'schen Hause, Frankfurter Straße Nr. 4, ist vom ersten October an zu vermiethen.__________ 4272) Ein kleines Famtltenlogts, per 15 August beziehbar, zu vermiethen. _____________Elias Meier Ww. 3964) Die obere Etage meines Hauses, 7 Zimmern rc. mit abgeschlossenem Vorplatz, ist zu vermiethen u. alsbald beziehbar. Otto Kempfs. 4585) Der mittlere Stock meines Hauses in der Retchensand Bahnhofstraße ist per 1. September er. zu vermiethen. _________________Wtlh. Reiber. 4610) Unmöblirtts Zimmer zu vermiethen ____________Schloßgasse B- Nr. 3. 4624) Möbltrtes Zimmer zu vermiethen __bei Chr. Reiber, Kreuz. 4621) Ein möbi. Zimmer mit Cabinet an einen älteren ruhigen Herrn ober Dame zu vermietben. Reflectanlen wollen ihre Adressen gefl. in der Exped. d. Bl. nieder- legen.__ Ein schönes Familienlogis von 5 Zimmern und allem Zubehör (neu hergerichtet) zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Wo ? sagt die Exped. d. Bltts.__________________ 4110) Zn meinem neuen Haus ist noch ein Logis von 3—4 Zimmern zu vermiethen und gleich beziehbar. I. Georg Unverzagt, Gartfeld. 4571) Ein Logis mit Werkftätte ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen im ______________Darmstädter Haus 4595) Ein möbltrtes Zimmer, parterre, zu vermiethen. Schulstraße B. 21. Vermischte Anzeigen. Samstag den 3. August, Abends 8 Uhr, Generalversammlung der Bürgerlichen Kranken- und Sterbekaffe auf dem I^alinstein. -irrsse^ ! m Nn, A SÄ 64s en) ( pA so weit si ^Fortschritt eil Bfllln, leuchtet -.Illusionen de tyty es eine Ec ^tnnationale ur schassen haben, "4 muß in gan ^ituug und $olK v.,sts Kampfes, aiiift« Jntneffe '■'* focialistii Siichckkt tritt, s ilunfl ist. Der viel ge »uS. hatte sein' ar gesiegt, ti^ a jg veiketz^^ Ei itiM Partei 4e$c derolen fiten 1 its Verständniß Sun, diese Itbera i:n Tilsit den pi Karton die lange 's: unter den Sc ;Äachl haben, »nt Neconflructioi Mit Früchte gelt Men? Oder 1 mchsten Früchte Wi und gen, Nvativen ober i fßc die Hechtüui »as sie konnten c>>macht war. «n altersschwach »elches alles gei .Tode widersteht ’ l°ß die liberale ' W können nu ■«litSejehn lament neue1 . ^döchligungen , " griffe geg !“’* genannten W die best^ °^ervrdenüich: M der Ruf "''chlne etwas Wicht jedes Aesnchgemas r n0e fa £?* . M dem Px ^'^de bkh,